Es ist: 04-12-2020, 06:01
Es ist: 04-12-2020, 06:01 Hallo, Gast! (Registrieren)


Offener Lesezirkel: "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" (Start Mitte Dezember)
Beitrag #21 |

RE: Offener Lesezirkel: "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" (Start Mitte Dezember)
Icon_shocked Würde ich mich mit dem Buch niemals trauen, auch wenn die Idee ansonsten sehr gut klingt ...

Bin auch durch mit dem Abschnitt.


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Beitrag #22 |

RE: Offener Lesezirkel: "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" (Start Mitte Dezember)
dann lasst doch mal hören, was ihr dazu zu sagen hat - Welti, fängst Du an? Damit Keph ungefähr 'ne Richtung bekommt :o)
Ich werd mich morgen äußern, heute stehen noch ein paar Arbeiten an, bevor ich zum Schmökern komme.

... weil das Leben seltsame Wege geht ...

Der Sprung über den eigenen Schatten gelingt leichter,
wenn wir ihn für jemanden wagen,
der Licht in unser Leben bringt.
(unbekannt)

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Beitrag #23 |

RE: Offener Lesezirkel: "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" (Start Mitte Dezember)
Ich bin auch jetzt durch - lässt sich ja genau so schön einfach lesen, wie die anderen Moers-Bücher.

Mein erster Eindruck ist überaus positiv: Hildegunst von Mythenmetz auf dem Olymp seines Ruhms, dann der Absturz in die absolute Dekadenz - herrlich.
Schon in diesem ersten Abschnitt musste ich einige Male schmunzeln. Etwas, das ich beim Lesen nur selten habe.

Mit dem neuen Buchhaim allerdings bin ich noch nicht wirklich warm geworden, muss ich gestehen. Es wirkt sehr kalt und feindlich, ganz anders als das alte Buchhaim - auch wenn dies sicherlich von Moers so gewollt ist.
Die lange Fraktur-Passage z.B. ist sicherlich notwendig, um diese für den Leser neue Stadt zu verstehen, macht aber nicht wirklich Spaß beim Lesen, was nicht nur am Schriftbild liegt.

Womit wir bei typischem Moers sind: Die Redebeiträge der lebenden Zeitung tatsächlich so zu drucken ist einfach klasse. So etwas kommt hoffentlich noch häufiger im Buch vor, und dann vielleicht nicht ganz so langweilig wie hier mit der Zeitung.

Interessant finde ich vor allem die Parallele zu Moers, der ja selber auch sagt, Mythenmetz sei sein Alter-Ego.
Bisher wirkt das Buch sprachlich für mich noch nicht so großartig wie die bisherigen und womöglich passt der Zustand unseres Protagonisten im Buch sehr gut auch zu Moers selber.
Hinzu kommt die gewollte Anonymität von Mythenmetz, die Moers ja ebenfalls hervorragend aufrecht erhält und noch nie einen öffentlichen Auftritt gegeben hat.
Ich bin gespannt, wie sich dieser Aspekt im Laufe des Buches noch entfalten wird und wie viele Möglichkeiten der Interpretation die Stadt noch hergeben wird. Schon jetzt ist ja mit der extremen Kommerzialisierung, der Veränderung in eine pulsierende Touristen-Metropole, ein Ausgangspunkt gegeben, von dem aus sich die Story womöglich entwickeln wird.

So mal mein erster, knapper Eindruck. Mehr gibt es dann in den nächsten Tagen, aber nun bin ich erst mal auf eure Meinungen gespannt!

Ein schönes Ende des Jahres, wünsche ich allen! Wave

A poet is a nightingale who sits in darkness and sings to cheer its own solitude with sweet sounds.
~Percy Bysshe Shelley

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Beitrag #24 |

RE: Offener Lesezirkel: "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" (Start Mitte Dezember)
Dann will ich auch mal.

Im Wesentlichen kann ich mich Lars' Meinung anschließen; der erste Eindruck ist durchaus positiv und auch ich wurde mit dem ersten Abschnitt schnell warm:

Diese Selbstironie, mit der Mythenmetz seinen Aufstieg und den aktuellen Zustand seiner schriftstellerischen Laufbahn schildert, macht wirklich Spaß. Hierbei fande ich besonders gelungen, dass Mythenmetz deutlich erkennbar derselbe Charakter wie in "Die Stadt ..." ist, man ihm aber die 200 Jahre, die dazwischenliegen, anmerkt und auch abkauft.

Lars schrieb:Mit dem neuen Buchhaim allerdings bin ich noch nicht wirklich warm geworden, muss ich gestehen. Es wirkt sehr kalt und feindlich, ganz anders als das alte Buchhaim - auch wenn dies sicherlich von Moers so gewollt ist.

Nicht warm werden trifft es glaube ich ganz gut: Das neue Buchhaim wirkt tatsächlich nicht so warm und anheimelnd, wie das alte mit seinen verwinkelten Gässchen, Antiquariaten und Teestuben, in dem (bei mir im Kopf) immer eine gemütliche, von Fackeln und Kerzen beleuchtete Dunkelheit herrschte, während ich das neue Buchhaim mit Tageslicht assoziiere.
Ich bin allerdings guter Dinge, dass Mythenmetz zumindest noch ein kleines Fleckchen, das wie das alte Buchhaim wirkt, finden wird.

Trotzdem finde ich die Kreativität und die vielen Ideen, die Moers in das neue Buchhaim steckt, sehr gelungen. Die versteinerten Bücher, die "Rüssel", die neue Geschäftsidee mit den Zeitungen, die hochfahrbaren Bibliotheken und vieles mehr zeugen wieder einmal von dieser leicht irren Kreativität, die ich mit Moers verbinde. Und wann hat uns schonmal jemand so schön klar gemacht, wie vollkommen die (einzig) uns bekannte Buchform ist, wie dieser verzweifelte arme Tropf mit seinen schwachsinnigen Büchern?

Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es weitergeht. Ich hege ja ein bisschen die Befürchtung, dass mir die Parallelen zwischen der Stadt und dem Labyrinth ein bisschen zu viel werden (der Aufbruch, ein Brief, dann erstmal die Erkundung der Stadt, bevor es wirklich zur Sache geht ...)

Euch ein gutes neues Jahr und uns eine spannende, gemütliche weitere Lektüre und Diskussion.

LG,

Keph


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Beitrag #25 |

RE: Offener Lesezirkel: "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" (Start Mitte Dezember)
Hallo zusammen,

mein erster Eindruck war auch positiv. Ich bin sehr gut wieder reingekommen und konnte den ersten Abschnitt super runterlesen - natürlich hat Moers jetzt keinen ungeheuer wortakrobatischen Stil, aber gerade dadurch hat er mich wieder sehr schnell in die Geschichte hineingezogen.

Lars schrieb:Die lange Fraktur-Passage z.B. ist sicherlich notwendig, um diese für den Leser neue Stadt zu verstehen, macht aber nicht wirklich Spaß beim Lesen, was nicht nur am Schriftbild liegt.

Das ging mir aber völlig anders. Ich wäre diesem Straßenwikipedia (jedes Stichwort war weiter unterverlinkt *lacht*) gerne noch deutlich länger gefolgt. Es zeigt so schön deutlich, dass Moers sich einige Gedanken zu seiner Welt gemacht hat - was einigen anderen Fantasyautoren voraus hat. Icon_wink
Außerdem hat es mir gefallen, dass er quasi in seine literarische Textgattung journalistische Texte integriert hat (die anderen Regeln folgen als der typische Roman) - hier hätte ich mich vielleicht noch ein bisschen mehr Überspitzung gewünscht, damit die Unterschiede deutlicher werden. Jedenfalls hat mir gerade diese Stelle sehr gut gefallen.

Lars schrieb:Interessant finde ich vor allem die Parallele zu Moers, der ja selber auch sagt, Mythenmetz sei sein Alter-Ego.
Bisher wirkt das Buch sprachlich für mich noch nicht so großartig wie die bisherigen und womöglich passt der Zustand unseres Protagonisten im Buch sehr gut auch zu Moers selber.
Hinzu kommt die gewollte Anonymität von Mythenmetz, die Moers ja ebenfalls hervorragend aufrecht erhält und noch nie einen öffentlichen Auftritt gegeben hat.
Die Paralelle habe ich so gar nicht gesehen. Allerdings ist jetzt von Moers nicht gerade bekannt, dass er sich in seinem Erfolg gesonnt und nur noch Schund hervorgebracht hat - oder täusche ich mich da? Dennoch herrlich erfrischend selbstkritisch was den Größenwahn der schreibenden Zunft angeht - aber so kennen wir den Mann. Mrgreen
Hatte Moers denn wirklich noch nie einen öffentlichen Auftritt? Soweit ich weiß, hat er diese "nur" vor einiger Zeit eingestellt. Dennoch ist die Anonymität Mythenmetzes ein interessanter Kniff, auch wenn ich mich natürlich frage, wie anonym ein Lindwurm tatsächlich vorgehen kann und ob man Mythenmetz überhaupt noch erkennt, wenn seine guten Werke schon so lange zurückliegen?

Lars schrieb:Schon jetzt ist ja mit der extremen Kommerzialisierung, der Veränderung in eine pulsierende Touristen-Metropole, ein Ausgangspunkt gegeben, von dem aus sich die Story womöglich entwickeln wird.
Ich denke genau diesen Eindruck der Kommerzialisierung wollte Moers hier im "neuen" Buchhaim einfangen - ein Vorgang, den man ja auch bei "realen" bekannten Urlaubsorten immer beklagt (während man im Zweifel doch ganz zufrieden mit den Annehmlichkeiten der Touristik ist).

Kepheus schrieb:Trotzdem finde ich die Kreativität und die vielen Ideen, die Moers in das neue Buchhaim steckt, sehr gelungen. Die versteinerten Bücher, die "Rüssel", die neue Geschäftsidee mit den Zeitungen, die hochfahrbaren Bibliotheken und vieles mehr zeugen wieder einmal von dieser leicht irren Kreativität, die ich mit Moers verbinde. Und wann hat uns schonmal jemand so schön klar gemacht, wie vollkommen die (einzig) uns bekannte Buchform ist, wie dieser verzweifelte arme Tropf mit seinen schwachsinnigen Büchern?
Die Idee mit den versteinerten Büchern als Baumaterial (aber zB. auch mit den wandernden Feuern) gefällt mir auch schoneinmal sehr gut. Das mit der bekannten Buchform: vielleicht stecken wir aber auch ein bisschen zu borniert in althergebrachten Wegen? Ich würde mir so ein Pyramidenbuch jedenfalls sofort kaufen. Icon_wink
(Ich hab Mythenmetz an dieser Stelle nicht uneingeschränkt recht gegeben - und wer weiß, vielleicht wollte Moers einfach, dass wir mal darüber nachdenken, ob die jetzige Buchform wirklich die einzig wahre ist?)

Zitat:Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es weitergeht. Ich hege ja ein bisschen die Befürchtung, dass mir die Parallelen zwischen der Stadt und dem Labyrinth ein bisschen zu viel werden (der Aufbruch, ein Brief, dann erstmal die Erkundung der Stadt, bevor es wirklich zur Sache geht ...)
Deine Befürchtung teile ich ... auch wenn ich vermute, dass die Parelelle zum Beginn der "Stadt" gewollt ist. Ich frage mich halt, ob die Katakomben von Buchhaim mit ihrer Flora und Fauna tatsächlich nocheinmal begeistern. Aber am Ende werden wir das wissen.

Gut jedenfalls, dass der kleine Buchling, der Mythenmetzes Namen trägt, den eingerosteten Lindwurm aufgerüttelt hat (wer sonst sollte Mythenmetz so gut kopieren können - und gleichtzeitig so enttäuscht von diesem sein, um ihm eine Karikatur zu schicken und diese mit "Mythenmetz" unterschreiben!). Ich bleibe gespannt.

Ein frohes neues Jahr euch,
der Weltenwanderer

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Beitrag #26 |

RE: Offener Lesezirkel: "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" (Start Mitte Dezember)
Arghs, der zweite Abschnitt sollte schon fertig gelesen sein, oder? Ich dümpel immer noch beim ersten rum -.- Werd aber versuchen, den heute Abend abzuschließen und dann auch meinen Senf zu senfen Icon_ugly

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Beitrag #27 |

RE: Offener Lesezirkel: "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" (Start Mitte Dezember)
Guten Morgen, Lesezirkler,

was ist hier los?
Ich hoffe, ihr wartet nicht auf meine Rückmeldung - denn ich muss leider gestehen, dass ich immer noch in Abschnitt 1 festhänge (und ganz viele andere Bücher zwischenschiebe). Irgendwie finde ich nicht so recht in die Geschichte und tue mich mit dem Stil von Moers, äh, Mythenmetz etwas schwer - dabei habe ich seine anderen Bücher geradezu verschlungen.

Um uns allen den Druck ein bisschen zu nehmen, würde ich den Lesezirkel gerne etwas auflockern und die festgelegten Leseabschnitte streichen. So können wir zwischendurch einfach immer wieder posten, was uns gerade auf-, miss- und/oder gefällt, und keiner ist vom anderen abhängig.

Also, wer ist denn wie weit gekommen bisher? :o)

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Beitrag #28 |

RE: Offener Lesezirkel: "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" (Start Mitte Dezember)
Angel schrieb:Werd aber versuchen, den heute Abend abzuschließen und dann auch meinen Senf zu senfen Icon_ugly
Ich habe in der Tat auf dich gewartet.

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Beitrag #29 |

RE: Offener Lesezirkel: "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" (Start Mitte Dezember)
Ich werde mich am Wochenende darum kümmern. Und dieses Mal wirklich :o)

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