Es ist: 23-10-2020, 00:23
Es ist: 23-10-2020, 00:23 Hallo, Gast! (Registrieren)


Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Beitrag #21 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
(18-01-2012, 17:01)Sternchen schrieb: Hallo zusammen,

als einsamer Wolf und Nachzügler, meld mich nun auch ich zu Wort. Mal schauen, vielleicht ergibt sich ja wieder ein gemeinsames Gespräch. Ich jedenfalls bin direkt am Lesen, finds bisher eigentlich super amüsant und fasse nun zusammen: Cover wunderhübsch und gut passend, Protagonistin tollpatschig und vorlaut (eigentlich sehr typisch bisher), Mann im Kilt als (zu) typischer "Höschenbefeuchter" und das Setting wunderbar. Bisher gefällt mir jedoch der Stil am besten. Ich mag diese ungezwungene, sehr flüssige und auch unterhaltsame Sprache. Langeweile kann so glaub ich kaum aufkommen. Die Beschreibungen der Highlands sind bisher sehr gelungen, Spannung ist vorhanden und trotzdem fand ich manche Andeutungen zu Beginn ein bisschen zu durchschaubar. Ich habe bisher nicht mitgelesen in den Threads, wollte mir mein Unwissen bewahren, um unvoreingenommen an die Story zu gehen. Dennoch stellt sich mit kleinen Details (das Pferd, das wiedererkennt; der Gutaussehende, der kaum wahrgenommen wird; Ian als Mitwisser) irgendwie die Vermutung ein, viel voraussehen zu können. Ob das zutrifft, wird sich weisen. Johannas Beruf fand ich übrigens, bevor ich es vergesse zu erwähnen zu wenig eingebracht. Journalistisches Denken oder Ähnliches wäre da schone in bisschen mehr erwünscht gewesen.

Ich hab bisher schon ein paar Romane über Schottland gelesen, die weit weniger sprachliche Qualität besaßen. "Wind der Zeiten" hebt sich besonders dadurch hervor. Die Helden inkl. der Geschichte selbst - dass ist alles noch ein bisschen (mir zumindest) zu klassisch, auch wenn ich gewisse Elemente sehr gelungen finde. Dennoch: das Weibchen, das keines sein will mit ungezügelter Libido, der Schotte Pseudo-Düster (*lach*) und die Ahnung der gemeinsamen, notgedrungenen Zusammenarbeit. Das sind zumindest bisher meine ersten Eindrücke, die mich nun nicht wirklich vom Hocker hauen, allerdings sehr neugierig machen darauf, in wie weit sich das Buch auch handlungstechnisch von anderen abheben kann. Interessant schon mal, dass auch Alan eigentlich aus der Gegenwart zu kommen scheint. Oder halt eben "Teile" von ihm. Interessant wird auch, wie die beiden die politischen Probleme aufgrund ihrer Anwesenheit überwinden werden. Wenn da mal nicht die Leidenschaft einen Strich durch die Rechnung zieht ...

Ein paar meiner Lieblingsstellen

"Mein Name ist übrigens Johanna." Es war vielleicht nicht der beste Moment, um sich vorzustellen, aber ich wusste immer gern, vor wem ich mich in Unterwäsche paradierte.
Seite 59


"Gibt´s hier ein Klo?"
Seite 78


"Er ist arrogant, selbstgefällig und ein totaler Macho", erklärte ich der Türklinke von Angsicht zu Angesicht, ..."
Seite 100


Soviel erstmal von mir! Read

Liebe Grüße,
Sternchen


Hallo Sternchen,

deine Nachricht kam gerade reingeflattert ... Vielen Dank :-)

ich bin gespannt, welche deiner Ahnung sich bestätigen. Für das Lesevergnügen hoffe ich selbstverständlich, dass es nich zu viele sind. Ich kenne das von einer Freundin, die Krimis über alles liebt, aber inzwischen eine (Kriminalroman-)Lesepause eingelegt hat, weil sie am Ende mit einer Treffsicherheit von erschreckenden 90 % bereits nach den ersten 100 Seiten wusste, wer der Täter war.

Deinen Wunsch nach "journalistischem Denken" bei Johanna ist notiert. Wobei ich im "wahren Leben" den Eindruck gewonnen habe, dass sich dies bei nicht wenigen Journalisten auch erst im Laufe der Berufstätigkeit schärft. Eine "Grundneugier" wäre allerdings schon günstig für den Beruf. Doch wer weiß, vielleicht hatte ihr Chefredakteur ja Recht, oder sie ist einfach noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt ...?

Zitat:"Ich habe bisher nicht mitgelesen in den Threads, wollte mir mein Unwissen bewahren, um unvoreingenommen an die Story zu gehen."

Würde ich auch weiterhin empfehlen, denn am Ende haben wir bestimmt gespoilert was das Zeug hält ;-)

Ich freue mich auf weitere Nachrichten von dir.





Viele Grüße
Jeanine


--
»Himmelsschwingen« Engel in St. Petersburg; Heyne

Website
Wind der Zeiten - Special
Jeanine bei Facebook

»Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.« (Albert Einstein)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #22 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Hallo Jeanine,

ich hab mich glaub ich in diese Richtung auch eine Weile "überlesen". Deshalb fallen mir gewisse Punkte wohl schneller ins Auge, die ich erst einmal ein bisschen skeptisch betrachte. Allerdings: schön, wenn man dann noch immer positiv überrascht werden kann. Was mir noch zum Reiten an sich eingefallen ist: kann es Absicht sein, dass Johanna wirklich schon lange, lange reitet, aber noch nie etwas von Horsemanship gelesen oder gehört hat? Auch ich hab mit Longe und co bei meinem Gaul viel bewirken können, mich mit Monty Roberts und indianischen Lehren beschäftigt. Bei Johanna verstehe ich ihr Unwissen ungefähr so, dass sie eben zu wohlhabend ist (wie auch ich schon Leute kennengelernt habe), um sich über so etwas richtig viel Gedanken zu machen. Dann doch eher Pferd satteln und putzen lassen, aufsteigen, Turniere gehen, absteigen und jemanden drauf setzen, der das Pferd "ausgeht", anstatt es selbst zu tun. Solche Leute waren mir - ich hatte ja beruflich ein bisschen damit zu tun - immer sehr suspekt. Natürlich unterbewusst ein Minuspunkt für Johanna, allerdings finde ich, würde es erstmal gut zu ihrem Reichtum und einer gewissen Oberflächlichkeit passen, die man im Verlauf der Geschichte abbauen kann. (Was nicht heißt, dass mir diese Eigenschaft bisher negativ ins Auge gestochen ist.) Da ist natürlich das "Ankommen" in Schottland inkl. das plötzliche Beschäftigen mit solchen, eher psychologischen Methoden zum Thema Pferd-Mensch-Beziehung, ein eigentlich perfekt gewählter Beginn für eine Neu-Selbst-Findung. Also jetzt symbolisch gemeint.

Kann natürlich auch sein - was ich extrem ulkig finden würde - dass sich das alles nur sehr gut zusammenfügt aus bloßem Zufall. Solche Interpretationen des Lesers sind sicherlich kein Ding von Seltenheit und haben mich persönlich auch schon sehr fasziniert beim Thema Schreiben und Lesen. Ich hab die Gespräche oben überflogen und nirgends eine Anmerkung zum Reiten gefunden; vielleicht aber auch übersehen. Also wie isses: reitest du selbst auch, ja? Oder hast du dir das Horsemanship und co alles zusammenrecherchiert? Ich vermute, ... hmmm ... letzteres, ohne jetzt was bemängeln zu wollen. Icon_smile

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #23 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Hallo Sternchen,

einer Pferdefrau kann man nichts vormachen *lach* Ich bin sehr lange geritten, bis mein Leben so unregelmäßig wurde, dass ich nur noch selten Zeit und/oder die Gelegenheit dazu hatte. 1995 hatte ich dann einen Reitunfall mit langfristigen Folgen, wovon mein jetziger Beruf - das Schreiben von Büchern - zweifellos die angenehmste ist.

Diese von dir beschriebenen Reiter kenne ich natürlich auch, in "meinen Kreisen" gab es das allerdings kaum, weil ich - wiewohl auf Trakehnern begonnen - mein Herz sehr schnell an Isländer verloren hatte. Als Monty Roberts hierzulande bekannt wurde, hatte ich mit Pferden wenig zu tun, aber was ich über seine Methode weiß (und in der Tat noch einmal recherchiert habe, um keinen Fehler zu machen) entspricht so grob dem, was ich mit "meinen" Isis (ein eigenes Pferd hatte ich nicht) erlebt und erfahren habe.

Wahrscheinlich steckt an der Stelle ein bisschen Jeanine in dieser Johanna ;-)

Ob diese Art des "Pferdeflüsterns" in Irland (wo Joanna ja viel Zeit im Internat verbracht hat) verbreitet ist, weiß ich nicht sicher. Wenn man sich ansieht, wie manche Leute dort ihre Pferde halten (zwischen Wohnblocks und quasi "auf dem Balkon") und behandeln, können einem Zweifel kommen.

Was machst du beruflich, wenn ich fragen darf?

Das Pferd, mit dem ich den Unfall hatte, ist übrigens ein Hannoveraner. Ich hätte wissen müssen, dass das nicht gut geht ;-)


Viele Grüße
Jeanine


--
»Himmelsschwingen« Engel in St. Petersburg; Heyne

Website
Wind der Zeiten - Special
Jeanine bei Facebook

»Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.« (Albert Einstein)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #24 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Hallo Jeanine,

doch ersteres. Ich dachte mir, wenn du selbst gern reitest, würdest du dich wohl vielleicht verstärkt in Ergüssen über Bewegungsabläufe ergehen. *lach* Das mit dem Unfall tut mir sehr leid für dich. Reiten ist ein gefährlicher "Sport", das darf man in der Tat nicht unterschätzen, wie viele es tun. Meine Reitlehrerin hat früher immer zu mir gesagt, ich würd mich eines Tages samt meines Pferdes umbringen, da ich doch wenig schreckhaft war und es einfach geliebt hab, jede Menge Unsinn zu veranstalten. Schön war die Zeit ...

Beruflich bin, bzw. war ich auch ein Jahr, Pferdefacharbeiter. Ich hab Reiten und Fahren gelernt, bzw. wurde als Lehrerin ausgebildet und bin eine Weile sehr gut im Springen mitgeritten. Auch Beritt hat natürlich zu meinen Aufgaben in der Praxis gehört. Ein kleine Erfolgsgeschichte für mich, denn mir hat man in den Anfängen immer gesagt, ich würde es zu nichts bringen. Warum? Weil ich auf Isländern geritten bin. Deren Gangart ist natürlich mit dem eines Warmblutes nicht zu vergleichen, egal wie sehr du oder andere Isi-Fans jetzt protestieren wollen. *grins* Zum Ausreiten, also eher für die Freizeit geeignet, find ich sie allerdings perfekt. Kuscheligwuschelig. Mein "Phoenix" (rostbraun und sooo süß) war mir immer der liebste. Pass und Nadel hab ich mit ihm gemacht, danach bin ich durch die Praxis auf Warmblütern gelandet. Meine Leidenschaft gehört allerdings den Haflingern. Stur, bockig, wunderhübsch - sofern ein bisschen fett und schöne Mähne - und in den letzten Jahren eigentlich auch recht "sportlich" gezüchtet, was die Gangarten betrifft. Reiten, Fahren und Selbstbesitzen hab ich allerdings vor meiner Heirat aufgegeben. Meinem Mann und unserer Zukunft zu Liebe. Wenn man kein Geld hat, kann man Tuniere gewinnen wie man will, in die Oberliga wird man es erst nach Jahren schaffen und bis dahin ist das ganze ein Minusgeschäft sondergleichen.

Beruflich hab ichs aufgegeben. (Ich "sattle" derzeit um auf psychiatrische Gesunden- und Krankenpflege, bis ich irgendwann mal reich werde mit dem Schreiben *lach*.) Auch den Beritt. Zu viel Schindluder im Geschäft. In Wahrheit auch zu viel Elend, dass man verursachen muss, wenn irgendein Idiot dir ein Pferd vor die Nase stellt und von dir erwartet, dass das "Ding" in zwei Monaten tunierbereit sein soll. Menschen sind leider gedankenlos teilweise. Auf "Monty Roberts" stehen da - wie du wohl wissen wirst - längst nicht alle.

Ob diese Art des "Pferdeflüsterns" in Irland (wo Joanna ja viel Zeit im Internat verbracht hat) verbreitet ist, weiß ich nicht sicher. Wenn man sich ansieht, wie manche Leute dort ihre Pferde halten (zwischen Wohnblocks und quasi "auf dem Balkon") und behandeln, können einem Zweifel kommen.
=> Das ist natürlich eine gute, auch sehr interessante Frage. Mich stört es nicht, wie ichs im Roman lesen durfte. Allerdings vergleich ichs gedanklich dann doch etwas mit Rumänien. Dort sind die Pferde noch Familienkapital und wenn man denkt, sie würden "gut" behandelt werden, dann irrt man sich. In den meisten Familien, die ich kennengelernt hab, sind sie einfach Mittel zum Zweck. Ein Gebrauchsgegenstand wie die Heugabel. Von Liebe, Zuneigung oder "intelligenter Herdenführung" sind ganz viele, ganz, ganz weit entfernt. Ich wahr nie in Schottland und ich bin sicher, es gibt im Gegenzug auch Länder, wo die Grundeinstellung zu Tieren dieser Art wieder anders aussieht. Icon_smile

Das Pferd, mit dem ich den Unfall hatte, ist übrigens ein Hannoveraner. Ich hätte wissen müssen, dass das nicht gut geht
=> Jaautsch. Da bist du aber dann tief gefallen. Was ist denn genau passiert, wenn ich fragen darf? Hat das Vieh gescheut? Springen? Ausritt?

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #25 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Liebe Sternchen,

da wir hier quasi unter uns sind, habe ich keine Scheu, auch mal OT zu antworten. Berber, Isländer, Haflinger und auch Highland Ponys, Fell Ponys oder Norweger – ich mag sie alle. Die klassische Reiterei war nie mein Ding. Obwohl Jagdreiten und Military durchaus seinen Reiz hat.
Meine Eltern brauchten eine Weile, um zu begreifen warum ich die teuren Reitstunden so häufig den Tieren schenkte, die nicht einmal eine Box, aber dafür viel Satteldruck hatten. Aber ich ließ mich schon damals nicht gern anbrüllen und den Spruch "den Bock übers Hindernis prügeln" hast du gewiss auch mal irgendwo gehört.

Tölt war für mich immer die Vorstufe zum Fliegen, ein Galopp in der Natur ebenfalls. Mein Lieblingsisländer hörte auf den Namen "Scotty", war rabenschwarz und fürchtete sich vor dem Licht ... *lach*
Und ja, Pferdehaltung ist teuer. Derzeit hätte ich zwar ausreichend Platz für einen Offenstall plus Auslauf, aber wie sähe es in 10 Jahren aus? Bei meinem Beruf wäre die Anschaffung eines Ponys zum jetzigen Zeitpunkt Leichtsinn, obwohl ich wahnsinnig gern das Fahren mit Haflinger oder Isis lernen und praktizieren würde. Dann könnte ich nett kutschieren und die Hunde liefen nebenher. Schon klar, ein Traum halt. ;-)

Tja, der Reitunfall klingt unspektakulär, die Folgen waren es nicht. Ich wollte einfach nur mal wieder ein Pferd "unter dem Hintern spüren". Dabei ging auch alles gut und am Ende bin ich "elegant" abgesprungen, wie ich es bei den Isis immer getan hatte. Bei dieser Landung jedoch, kam ein Vogel vorbei, es knirschte gleich darauf vernehmlich und ich erinnere mich noch genau an den überraschten Gesichtsausdruck des (tatsächlich riesigen und meiner Freundin gehörenden) Pferdes.
Dumm gelaufen. Mein Körper hatte eine gewisse "Tiefe/Höhe" für diese Bewegung gespeichert. Die BEteiligten waren jedoch abgelenkt, die Realität sah an jenem Tag also anders aus. Ein Arzt sagte später, er hätte ähnliche Verletzungen bei Leuten gesehen, die ins Leere traten, weil sie beispielsweise annahmen, das Ende einer Treppe erreicht zu haben. In einer solchen Situation wäre selbst der Körper einer Fee überfordert. Fee war ich nicht aber ganz "normal". Ich möchte gar nicht wissen, was heute geschähe. Wahrscheinlich würde ich den Erdkern bis zur Hölle durchschlagen ;-)

Neugierige Frage: Lässt sich "psychiatrische Gesunden- und Krankenpflege" nicht auch mit thearapeutischem Reiten verbinden?

Liebe Grüße aus dem Pferdeland Niedersachsen
Jeanine

PS
Vom Schreiben gut zu leben oder gar richtig Geld damit zu verdienen? Das wär' was! Icon_jump


Viele Grüße
Jeanine


--
»Himmelsschwingen« Engel in St. Petersburg; Heyne

Website
Wind der Zeiten - Special
Jeanine bei Facebook

»Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.« (Albert Einstein)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #26 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Guten Morgen Jeanine,

so früh schon von Pferden sprechen ist schon ganz ungewohnt. Früher bin ich um die Zeit schon längst im Stall gestanden, aber in den letzten Jahren wurde ich da doch sehr "büroverwöhnt". Hach, wie schön. Die klassische Reiterei hat schon so ihre Tücken. Im Springen, in der Dressur - aber auch Western ist da nicht ander. Es kommt halt sehr auf die Einstellung des Reiters an, mit dem Pferd umzugehen. Ich hab Dressur auch nie geliebt, Springen da schon eher, aber meinen Hafi musst ich nie "drüberprügeln". War eher umgehert. *lach* Galopp über Wald und Wiesen ist das Beste, was einem passieren kann. Ich bin gerne stundenlang durch die Gegend geritten. Tölt an sich ist natrülich toll zu sitzen, aber mich kann der Bewerungsablauf nicht sehr begeistern. Ist mir zu sehr Nähmaschine. Mrgreen

Träumen vom eigenen Pferd muss ich auch ständig. Nach meiner Ausbildung werd ich Gott sei Dank ein bisschen mehr verdienen. Dann möcht ich nochmals drüber nachdenken, ob ichs mir nicht vielleicht doch wieder leisten kann. Offenstall? o.O Wär natürlich schick. Sowas könnte ich vergessen. Ich müsst auf nen Stall ausweichen. Finaziell ist sowas natürlich eine große Sache, geb ich dir Recht. Du schreibst ja hauptberuflich, nicht? Nun, einfach kann ich mir das nicht vorstellen. Da muss man, so wie ich das in den letzten zwei Jahren mitbekommen hab, schon recht gute Verkaufszahlen haben. Davon "richtig gut" leben - ja, das is allerdings auch so ein Traum! *schwärm* Mir würds schön genügen irgendwann mit achzig ein verstaubes Exemplar meines Romans in nem kleinen Buchladen ganz oben im Eck zu finden.

Stimmt, der "Unfall" klingt unspektakulär, allerdings muss das meist überhaupt nichts bedeuten. In unserem Stall hat sich einmal ein Mädchen beim Pferdeputzen das Handgelenk zertrümmert. Das Pferd wollte ne Fliege verscheuche. "Aufs Pferd" ist teilweise gar nicht notwendig, um sich was zu tun. Darf ich fragen, wie sich so ein "Tiefe/Höhe"-Trauma auswirkt? Hat das was mit dem Rücken und ner Dauerverspannung zu tun? hmmm ...

Ich möchte gar nicht wissen, was heute geschähe. Wahrscheinlich würde ich den Erdkern bis zur Hölle durchschlagen ;-)
=> o ... o O Icon_lachtot

Mal zurück zu "Wind der Zeiten": bin immer noch fleißig am Lesen und ich muss sagen, schlag auf der nächsten Seite (also ab 160) ist dann schwubs der Beruf von Johanna absolut genügend eingebracht. *lach* Auch ansonst gefällts mir sehr sehr gut. Immer noch der Stil, den ich so mag, aber auch die Umgebung, die Handlung, die Details - das verwebst du sehr schön und lebendig. Johanna und Alan - da knistert es ganz ordentlich. Ich bin zwar eher der Fan von "erst Probleme haben", die langsam und ordentlich (ohne nassen Höschen und so *G*) zu überwinden und dann in die Kiste. Aber das ist nur ne Vorliebe und hier jetzt keine Kritik.

Dir einen erfolgreichen Tag! Icon_smile

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #27 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
(20-01-2012, 07:43)Sternchen schrieb: ... irgendwann mit achzig ein verstaubes Exemplar meines Romans in nem kleinen Buchladen ganz oben im Eck zu finden.
Das würde mir auch gefallen Icon_smile


Zu meinem unrühmlichen Abgang ... Ich bin ganz normal abgestiegen: Füße aus den Steigbügeln und mit Schwung runter. Dummerweise bin ich schon gelandet, als mein Körper noch auf "Flug" eingestellt war und deshalb Muskeln und Sehnen nicht anspannte. So eine "eingesprungenen Pirouette" halten die stärksten Knochen nicht aus (und sie waren ordentlich trainiert, weil ich bis dahin recht sportlich war). Im Ergebnis hing ich mit einem recht spektakulären Kniebruch mehr als drei Monate im Krankenhausbett fest, hatte die meisten Freunde in der Intensivstation, durfte das Laufen neu lernen und damit gleich ein neues Leben. Jeanine 2.0 quasi. Icon_cool


Viele Grüße
Jeanine


--
»Himmelsschwingen« Engel in St. Petersburg; Heyne

Website
Wind der Zeiten - Special
Jeanine bei Facebook

»Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.« (Albert Einstein)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #28 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
o.O Wahnsinn. Kniebruch vom Absteigen. Ganz schön schlimm. Jeanine 2.0 - wie schön, dass du das so mit Humor nehmen kannst. Find ich bewunderswert! Icon_smile

Liebe Grüße,
Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #29 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
OH hi, Pferdefreunde unter sich - da kann ich mich ja fast einreihen *g*. Ich bin auch einige Jahre geritten, erst in der Reitschule und hinterher mit Reitbeteiligungen. Aber dann lief das Leben halt in andere Bahnen und die Zeit für Pferde war einfach nicht mehr da. Jetzt finde ich irgendwie den Antrieb nicht mehr - würde ja gerne noch mal *grins*.

Übrigens überraschen mich bei einem Krimi/Thriller auch kaum noch einer, meistens bin ich einfach nur noch neugierig, ob meine Vermutung richtig war *g*. Zum Glück gibt es aber immer noch welche, die das schaffen - was ich wirklich erstaunlich finde.

Nur noch ein bisschen OT Icon_wink

LG
Patty


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2020 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme