Es ist: 04-12-2020, 06:02
Es ist: 04-12-2020, 06:02 Hallo, Gast! (Registrieren)


Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Beitrag #1 |

Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
[Bild: wind_der_zeiten.jpg]

Der Himmel verdunkelt sich, ein Sturm braust auf, die Welt löst sich auf: Als Johanna wieder zu sich kommt, sind nicht nur ihre Kleider verschwunden, neben ihr im Gras liegt zudem ein überaus gut aussehender Schottenkrieger. Eigentlich wollte sich Johanna in den Highlands von einer großen Enttäuschung erholen, doch auf magische Weise ist sie ins 18. Jahrhundert gereist. An ihrer Seite der gefürchtete und geheimnisvolle Krieger Alan, dem die Herkunft von finsteren Feenwesen nachgesagt wird. Dass dies alles andere als Gerüchte sind, bringt die junge Frau in höchste Gefahr ...


Hallo zusammen,

am 7. November beginnt unser Lesekreis mit Autorin Jeanine Krock zu "Wind der Zeiten"!

Die einzelnen Kapitel sind recht groß, ich hab jetzt für den ersten Teil etwas weniger Seiten genommen - für einen leichten Einstieg Icon_wink ... hier kann dann Feedback zu den ersten 5 Kapiteln geäußert werden!

Liebe Grüße

- Zack

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Hallo liebe Mitleserinnen und ein herzliches Willkommen!

Wie unsere Moderatorin* Zack bereits erwähnt hat, werde ich diesen Montag beim Startschuss nicht dabei sein, weil ich am Abend in Burgdorf eine Lesung habe. Doch 159 Seiten wollen ja auch erst einmal gelesen sein ... oder hat da etwa jemand schon das Wochenende genutzt? ;-)

Die Lesung in Burgdorf wird übrigens sehr wahrscheinlich mit der Szene Kapitel 3 / Seite 62 beginnen, denn da ... Aber Stop! ich will ja nichts verraten :-)

Wir lesen Read uns am Dienstag! Ich freue mich darauf.

Liebe Grüße
Jeanine

*
Doh Korrektur: Und schon bin ich mit Verve in die erste Fettpfütze gehopst ... Zack ist natürlich überhaupt und in erster Linie verantwortliche Admine und die Literatopia-Chefredakteurin. Moderieren wird federführend Sternchen. Ich hoffe, jetzt hab ic'hs ... Write

Viele Grüße
Jeanine


--
»Himmelsschwingen« Engel in St. Petersburg; Heyne

Website
Wind der Zeiten - Special
Jeanine bei Facebook

»Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.« (Albert Einstein)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #3 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Um den anderen gleich Mal jede Scheu zu nehmen, mache ich mal den Anfang - auch gleich mit ein klein wenig Kritik (weil ich bei den späteren Teilen nicht mehr dazukomme):

Also, das mit den Pferden fand ich schon recht klischeehaft Icon_wink ... ich mag Pferde auch nicht besonders, muss ich sagen, deswegen hat mich das nicht angesprochen. Aber da es auch im Verlauf der Geschichte noch eine Rolle spielt, habe ich dir diese leicht klischeebeladene Pferdezähmung dann auch schnell verziehen.

Überhaupt war der Anfang für mich etwas schwierig, auch weil ich so skeptisch war wegen Historik. Vielleicht hab ich deshalb die Story zu Beginn auch zu kritisch betrachtet, aber auch die Zeitreise an für sich kam mir nur wie ein Mittel zum Zweck vor und hat mich nicht gepackt - ich lese ja auch viel Science Fiction, wo das Zeitreise-Thema meist besser verpackt wird.

ABER: Spätestens als Johanna dann mit ihren zeitreisebedingten Probleme kämpfen musste, siehe Sanitäranlagen etc., da hattest du mich wieder ganz. Das ist zwar auch irgendwie ein alter Hut, aber immer wieder amüsant zu lesen und du hast das auch sehr charmant und lustig verpackt. Da hatte ich richtig Mitgefühl mit Johanna, die zwar einerseits von der Schönheit der Highlands verzaubert wird, aber gleichzeitig mit diversen Unannehmlichkeiten der Zeit klarkommen muss. Ich denke, auch wenn "Zeitreise" an sich etwas abgelutscht ist, ist es genau das, was den Roman für Nicht-Historikleser so interessant macht. Wie Johanna stolpert auch der Leser in diese Zeit rein und muss erst einmal alles entdecken. Und so konnte ich mich dann auch mit der Historik erstaunlich schnell anfreunden Icon_smile ...

Und wo es dann in Alans Zeit geht, wird der Roman auch sehr atmosphärisch. Ich maaaag die Highlands sowieso und der Roman bietet so viele schöne Bilder, die mir sehr gefallen haben. Landschaftstechnisch also ganz toll Icon_smile ...

So, und jetzt übe ich mich noch ein wenig in Zurückhaltung und schau nochmal genau nach, was sich inhaltlich bis Seite 159 ereignet. Bevor ich hier was ausplaudere, was erst später passiert Icon_wink ...

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #4 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Nein, ich hab die ganzen Seiten noch nicht gelesen *g* - wollte aber schon mal eine kleine Meldung abgeben.

Der Anfang war für mich schon der Hammer - ich bin ein bekennender Fan von Männern in Kilts und genauso stelle ich mir einen Reiseanfang in Schottland vor, echte, leckere Kerle *g*.

Ein bisschen gestört hat mich mal wieder die irgendwie komische Heldin, reiches understatement - damit kann ich gar nicht, und dann fällt sie immer auf die falschen Kerle rein - okay, das kann ich schon eher verstehen. Trotzdem muss ich da Judith beipflichten, es läuft anfangs alles zu glatt, Pferd und knurrigen Reitlehrer gezähmt - in null komma nix. Ich mag ja eher die etwas trotteligen Heldinnen - na mal schauen, was noch passiert, bin ja erst am Anfang. Aber die Kerle sind schon mal lecker *g*.

Die Landschaftsbeschreibungen finde ich auch sehr atmosphärisch, ich würde ja sooo gerne mal nach Schottland in die Highlands fahren. Warst du da, Jeanine? Etwas gewundert hab ich mich allerdings, dass sie direkt alleine mit den Pferden loszieht, das war schon gewagt.


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #5 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Ah, da kommen ja schon die ersten Kommentare rein ... Schön :-)

Nur mal rasch vorweg ...
Den Lesungsabend am letzten Montag (einige werden es gesehen haben, dass ich deshalb nicht gleich ab Montag voll dabei sein konnte) fand ich ganz wunderbar. Sympathisches Publikum, sehr nette Veranstalterinnen (das Team der Stadtbücherei Burgdorf) und ein rundum angenehmer Abend.

Das musste ich einfach loswerden Icon_smile


Jetzt aber zu deiner Frage, Patty:
Ja, ich habe die Highlands bereist, hatte dort interessante Begegnungen und Gespräche, habe oft einfach nur irgendwo herumgesessen und versucht, den Puls - um in dem Zusammenhang nicht den Begriff "Magie" übermäßig zu strapazieren - des Landes zu erspüren.

Die Uhren, so scheint es, ticken dort anders. Die Menschen haben ja auch ganz andere Traditionen. Geschichte wird immer noch auch mündlich überliefert, die Schotten sind künstlerischen Berufen gegenüber sehr viel aufgeschlossener. Dort findet es kaum jemand seltsam wenn du dich auf den Hebriden niederlässt, um ein Buch zu schreiben – was ich gern täte aber bisher leider noch nicht getan habe, weil es hier zu Hause Verpflichtungen gibt, die ich nicht so einfach vernachlässigen kann.

Die meisten Jugendlichen allerdings, die in den Highlands oder auf den Inseln leben, finden die gälische Sprache altmodisch (ich finde sie unglaublich kompliziert) und fast alle wollen nach der Schule schnell in die "zivilisierte" Welt fliehen. Immer mehr kommen jedoch irgendwann wieder zurück. Satt von der Hektik, dem Lärm und der Lebensweise, die wir aus großen Städten oder dicht besiedelten Gegenden kennen.

Um den Bogen zu "Wind der Zeiten" zurückzufinden ...
Obwohl man inzwischen fast alle Punkte dieser Erde mit Hilfe des Internets recherchieren und quasi bereisen kann, ist mir der persönliche Eindruck wichtig. Klar könnte man einen Roman schreiben, der in Isfahan oder Inverness spielt, ohne jemals dort gewesen zu sein. Aber ich bin überzeugt, aufmerksame Leser spüren das - und es käme mir auch nicht redlich vor, wenn ich es täte. Erst wenn ich eine solche Landschaft selbst erspürt, die Gerüche und Geräusche selbst wahrgenommen habe, wird sie mir vollends vertraut.

Was den Reitausflug betrifft, Johanna reitet seit ihrer Jugend und sie war schon bei diversen Ausflüge dabei, die Ian geleitet hat. Also kennt sie die Landschaft und mögliche Tücken - oder glaubt das zumindest.
Natürlich ist der erste längere Ausflug, den man in neuer Umgebung ganz allein macht, auch für eine erfahrene Reiterin eine Herausforderung. Aber so viel aufregender, als eine Autofahrt oder Wanderung in unbekanntem Gebiet ist er auch nicht. Es gibt Karten, Wegbeschreibungen (hat sie bekommen) und das Packpferd trägt reichlich Proviant etc. Was soll schon passieren? Der letzte Wolf wurde vermutlich im 18. Jahrhundert getötet ... *g*

Viele Grüße
Jeanine


--
»Himmelsschwingen« Engel in St. Petersburg; Heyne

Website
Wind der Zeiten - Special
Jeanine bei Facebook

»Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.« (Albert Einstein)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #6 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Hallo zusammen,

Zitat:Um den anderen gleich Mal jede Scheu zu nehmen, mache ich mal den Anfang - auch gleich mit ein klein wenig Kritik (weil ich bei den späteren Teilen nicht mehr dazukomme):

Ich glaub das ist keine Scheu sondern liegt daran, dass erstmal gelesen werden muss. Ich z.B. bin mit dem Abschnitt auch noch nicht durch.

Zitat:Also, das mit den Pferden fand ich schon recht klischeehaft Icon_wink ... ich mag Pferde auch nicht besonders, muss ich sagen, deswegen hat mich das nicht angesprochen. Aber da es auch im Verlauf der Geschichte noch eine Rolle spielt, habe ich dir diese leicht klischeebeladene Pferdezähmung dann auch schnell verziehen.

Ja, dass mit den Pferden ist mir auch aufgegefallen, aber nicht wegen klischee, sondern weil mir das einfach alles zu schnell und zu "glatt" ging, keine Rückschläge und Johanna macht den Eindruck als würde sie das schon Jahre machen. Wobei ich dann gedacht habe, dass wir hier ja nicht beim Pferdeflüsterer sind und es im restlichen Buch bestimmt nicht um Pferdetraining geht. Aber ich mag Pferde auch ...

Zitat:Überhaupt war der Anfang für mich etwas schwierig, auch weil ich so skeptisch war wegen Historik. Vielleicht hab ich deshalb die Story zu Beginn auch zu kritisch betrachtet, aber auch die Zeitreise an für sich kam mir nur wie ein Mittel zum Zweck vor und hat mich nicht gepackt - ich lese ja auch viel Science Fiction, wo das Zeitreise-Thema meist besser verpackt wird.

Hmm, ich hatte mit dem Anfang keine Probleme, weil ich mich auch relativ unvoreingenommen drauf eingelassen hab. Nur ging mir alles irgendwie recht schnell, z.B. die Sache mit dem Pferd, oder auch Johannas Liebeskummer, war plötzlich einfach weg. Aber find ich noch okay, es Beginnt ja erst alles noch.

Zitat:ABER: Spätestens als Johanna dann mit ihren zeitreisebedingten Probleme kämpfen musste, siehe Sanitäranlagen etc., da hattest du mich wieder ganz. Das ist zwar auch irgendwie ein alter Hut, aber immer wieder amüsant zu lesen und du hast das auch sehr charmant und lustig verpackt.

Genauso ging mir auch. Irgendwie fängt da die Geschichte erst richtig für mich und Johannas Rollenspielgedanken, sind einfach zu herrlich. Icon_lol

Und was ich noch erwähnen wollte:
-Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich mag grün, es passt zu den Highlands, auch wenns vielleicht ein wenig schlicht ist.
-Den Prolog fand ich sehr kurz, aber sehr athmosphärisch - irgendwie. Sehr schön, sowas gefällt mir. Icon_smile
-Jepp, Schotten ins Kilts sind einfach attraktiv und der Kerl besonders, weil er immer in der passenden Situation zur Stelle ist. Icon_cuinlove
-Den Geschichtenerzähler fand ich toll, kann ich den für die nächste Party buchen?
-Nett finde ich ja Alans Amnesie, das gibt dem ganzen so einen interessanten Touch irgendwie.
-Und überhaupt find ich die Landschaft toll, wobei ich bis jetzt nur in Irland war und dann eben die irische Landschaft vor mir sehe, aber die sind sich ja ähnlich. Icon_wink

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #7 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
@Lady: Naja, das mit der Scheu hab ich nur geschrieben, weil bei meinen letzten Leserunden irgendwie alle immer drauf gewartet haben, dass einer den Anfang macht *g* ... (mach ja im Fantasy-Forum ab und an bei ner Runde mit) ...

Sonst: Ja, ich denke, am Anfang geht alles auch so schnell, weils eigentlich nur ein kleiner Einblick in Johannas gegenwärtiges Leben ist. Für mich fängt der Roman auch erst mit der Reise in die Vergangenheit an - zumindest kam es mir so vor, als wäre die Gegenwart nur die Vorbereitung auf den eigentlich Beginn des Romans.

- den Geschichtenerzähler mag ich auch sehr gern Icon_smile ...
- naja, also Männer in Kilts sind jetzt eigentlich nicht mein Geschmack, aber Alan hat durchaus was! Sogar im Kilt Icon_wink ...

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #8 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
(10-11-2011, 20:46)Zack schrieb: Ja, ich denke, am Anfang geht alles auch so schnell, weils eigentlich nur ein kleiner Einblick in Johannas gegenwärtiges Leben ist.

Die Frage wie ausführlich der "Einstieg" in diese Zeitreise sein sollte (und ob so ein "Vorspiel" das überhaupt notwendig ist) hat uns im Lektorat auch beschäftigt. Ursprünglich war es kürzer geplant. Meine Lektorin jedoch wünschte sich mehr Zeit und Raum dafür und so habe ich es gemacht.
Vielleicht wollte ich damals nur möglichst schnell in ein 18. Jahrhundert hineinspringen, weil ich mich darin sehr wohl fühle. Aber immerhin verbringt man viel Zeit mit der Ich-Erzählerin und da finde ich es schon sinnvoll, sie den Lesern gleich zu Beginn etwas genauer vorzustellen. Andererseits wollte ich auch nicht zu viele "Konflikt-Kisten" aufmachen, die - zumindest in dieser Erzählung - zwangsläufig wenig mit der Vergangenheit zu tun gehabt hätten.
Eine mögliche Alternative zu dem nun zwar ausführlicheren - und, wie ihr sagt, etwas "glatten" - Einstieg wären häufigere Rückblicke in der "Haupterzählung" (18. Jh.) gewesen. Doch das halte ich nach wie vor für problematisch, weil zu viele Rückblicke in unsere Gegenwart die Leser schnell aus Zeit und Stimmung hinauskicken können.


Write Das möchte ich noch anmerken:
In diesem Post (und auch später) will ich gern versuchen meine Beweggründe und Überlegungen darzulegen und ich hoffe, dass es nie nach Ausrede oder Entschuldigung klingt. So ist es nämlich nicht gemeint.

Zur Erklärung: Ein Leser kann mit der jeweiligen Entscheidung eines Autors einverstanden sein ... oder auch nicht. Idealerweise hat sich der Verfasser aber ernsthaft Gedanken gemacht und ist zu Ergebnissen gekommen, die - zumindest in diesem Augenblick Icon_wink - richtig waren.
Kürzlich habe ich ein Seminar besucht, das sich mit der Dramaturgie im Film befasste. Am Ende hatte ich den Eindruck, die Zuschauer wären berechenbar und es gäbe feste Regeln für den Erfolg. Beide Vorstellungen behagen mir nicht besonders. Mit "Regeln", die nach "das haben wir immer schon so gemacht und müssen es nicht neu diskutieren" klingen, habe ich durchaus meine Probleme. Und "den" intelligenten Leser, Zuschauer oder Zuhörer halte ich, ehrlich gesagt, für ausgesprochen unberechenbar. Das mag für manchen Autor oder Verlag frustrierend sein, mir gefällt es. Schließlich bin ich ebenfalls eine Leserin, Zuschauerin und Konsumentin, die es nicht besonders schätzt, wenn man sie am Gängelband durch die Welt führen will und ihr somit eine möglicherweise hart erkämpfte Individualität abspricht.

Merkwürdig dennoch, dass die meisten Regeln, die der Dozent des Seminars aufstellte, zumindest beim Betrachten der vorgeführten Beispielfilme zu fast 99% "funktionierten" ...

*räusper* Und nun bin ich schon gespannt auf weitere Feedbacks zum ersten "Abschnitt", wünsche euch ein schönes Wochenende und widme mich den Fahnen meiner aktuellen Novelle ...








Viele Grüße
Jeanine


--
»Himmelsschwingen« Engel in St. Petersburg; Heyne

Website
Wind der Zeiten - Special
Jeanine bei Facebook

»Das Schönste, was wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.« (Albert Einstein)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #9 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Hallo Mädels,

Zitat:Vielleicht wollte ich damals nur möglichst schnell in ein 18. Jahrhundert hineinspringen, weil ich mich darin sehr wohl fühle.

Ich finde, dass merkt man dem ganzen auch an, dass du dadrin wohl fühlst. Vielleicht mag ich den Teil deshalb auch irgendwie lieber, weil dieses "Gefühl" auf mich übergesprungen ist.

Zitat:Eine mögliche Alternative zu dem nun zwar ausführlicheren - und, wie ihr sagt, etwas "glatten" - Einstieg wären häufigere Rückblicke in der "Haupterzählung" (18. Jh.) gewesen.

Da hast du vollkommen recht, zuviele Rückblicke sind problematisch. Wobei ich gerade die letzten Seiten unseres Leseabschnittes gelesen habe und da auch ein Rückblick drin war, den ich gar nicht schlecht fand. Aber ich glaub das bald ja auch etwas mehr passiert und da bleibt dann keine Zeit mehr für Rückblicke. Icon_wink

Also, wie schon erwähnt, fühle auch ich mich zusammen mit Johanna in der Vergangenheit sehr wohl. Besonders ihre logische Herangehensweise an ihre Situation fand ich lustig (ganz besonders ihr Entsetzen darüber, dass es kein Internet gibt) Icon_lol
Total liebenswert finde ich ja die Nebencharaktere: Besonders die Küchenhelferinnen, Dolina und Morag natürlich und überhaupt die heimelige Atmosphäre in der Küche. Sehr schön. Icon_smile
Auch toll fand ich die Szene wo sich Alan mit seinem Bruder streitet, die beiden sich fast gegenseitig umbringen und Johanna sich nur darum sorgt ihr Pferd zu beruhigen. Mrgreen
Wen haben wir noch kennengelernt? Kenna, die Seherin. Tja, jedes gute schottische Dorf braucht eine und ich bin mal sehr gespannt, ob und wie ihre Prophezeiung eintrifft, bzw. ob sich Johanna davon noch irgendwie beeinflussen lässt. Denn: Irgendeinen Sinn muss die Begegnung ja noch haben.Vielleicht wird ja noch was prophezeit?
Was ich bei Johannas lockerem Tageslauf verloren hab, ist mein Zeitgefühl, aber das ist nicht weiter schlimm, da sich sowieso alle nach dem Stand der Sonne zu richten scheinen. Ich bin nur ab und an überrascht, dass Johanna schon ins Bett geht. Icon_wink

Ich bin also bisher ganz begeistert und freu mich schon aufs weiterlesen. Bisher ist Johanna eigentlich nur positives passiert und mein Gefühl meint, dass das nicht so bleiben wird. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #10 |

RE: Lesekreis: "Wind der Zeiten" mit Jeanine Krock (Seite 1 - 159)
Ich wäre wahrscheinlich genauso entsetzt wie Johanna - ohne Internet geht ja gar nicht *g*. Bin mit dem Teil jetzt auch durch und es hat mir gut gefallen, besonders die Ausflüge in Johannas Familiengeschichte, die Gute hat es ja wirklich nicht leicht gehabt, kein Wunder, dass sie sowenig aufmuckt. Manchmal war sie ja dann auch schon arg blond-blauäugig - Vermögen vor der Ehe zu überschreiben geht ja gar nicht, die Mitgiftjäger müssen schon was tun für ihr Geld *g*. Aber zum Glück ist es ja nicht passiert.

Die Küche ist schon sehr heimelig, besonders wenn die anderen entsetzt sind, dass eine Lady da essen sollte und Johanna still und heimlich am Küchentisch sitzt. Dolina und Morag sind sehr sympathisch und wir drücken alle Daumen, dass es mit ihr und Duncan noch was wird.

Eine Textstelle fand ich besonders schön:

Die Schmetterlinge in meinem Bauch waren wie besoffen von dem Endorphinregen, der auf sie herniederging. Seite 93

LG
Patty


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2020 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme