Es ist: 14-04-2021, 05:56
Es ist: 14-04-2021, 05:56 Hallo, Gast! (Registrieren)


Eine Geschichte von Raum und Zeit - Kapitel 3 Teil 1
Beitrag #1 |

Eine Geschichte von Raum und Zeit - Kapitel 3 Teil 1
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Prolog Kapitel 1 Kapitel 2
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Kapitel 3: Das verschwundene Problem

Teil 1/2


„Felix.“ Heros wartete einen Augenblick, ehe er es zum gefühlten hundersten Mal versuchte. „Felix!“ Doch der schweigende Wald ihn herum war Antwort genug.

Heros schimpfte leise vor sich hin, während er fieberhaft begann seine Zudecke und die Lebensmittel zusammenzusuchen und in seinen Rucksack zu stopfen. Das hatte er nun davon, dass er Gottfried geglaubt hatte. Dabei hätte er doch von Anfang an wissen müssen, dass man jemandem, der so pedantisch darauf bedacht war, dass seine Schnürsenkel absolut symmetrisch gebunden waren, einfach nicht vertrauen konnte. Und er hätte gemäß dieser Einstellung handeln und den Jungen einfach über Nacht fesseln sollen. Mit einem hektischen Ziehen an der Lederschnur, die er am Vorabend wohl besser anderweitig eingesetzt hätte, verschloss er seine Tasche und warf sie sich bereits im Gehen über die Schultern.

Wie hatte er nur so dumm sein können sich einzubilden, dass der alte Wichtigtuer die Sprache des Jungen wirklich beherrschte und ihm alles erklärt hatte? Nichts hatte er ihm erläutert, gar nichts! Denn wenn er Felix etwas erläutert und dieser das Gesagte tatsächlich verstanden hätte, wäre er mit Sicherheit nicht bereits bei der ersten sich bietenden Gelegenheit geflohen. Eigentlich hätte Heros bereits gestern Abend misstrauisch werden müssen, als der Junge sich geweigert hatte mit ihm zu essen. Aber in seiner grenzenlosen Gutgläubigkeit hatte er tatsächlich gedacht, dass der andere lediglich unter einer kleinen Magenverstimmung litt und nicht schlicht und einfach seine Nähe meiden wollte. Hätte er doch bloß…Hätte, wäre, wenn… Letztendlich hatte es ohnehin keinen Sinn um verschüttete Milch zu weinen.

Alle Stufen auf einmal nehmend sprang Heros die Treppe zur Veranda hinunter und landete inmitten des vom Regen durchweichten Rasens. Der nasse Waldboden klebte förmlich an seinen Schuhsohlen, während er sich in Richtung Waldweg vorankämpfte, und gab, wann immer es Heros gelang einen Fuß aus seiner erdigen Gefangenschaft zu befreien, ein beleidigtes Schmatzen von sich. Suchend ließ er seinen Blick über den Boden gleiten. Doch der Regen hatte augenscheinlich erst nach Felix‘ Flucht eingesetzt und so auch noch die restlichen Spuren verwischt.

Heros fluchte lautlos vor sich hin. Hoffentlich war der Junge wenigsten nicht so lebensmüde gewesen den Weg zu verlassen. Mit den Tieren im Riesenwald war nicht zu spaßen. Er selbst hatte schon einmal einen Pelzmantel gesehen, der aus dem Fell eines einzigen Riesenkaninchens gefertigt worden war, und die Ausmaße des Tieres hatten definitiv nichts mehr mit gewöhnlichen kleinen süßen Hopplern zu tun gehabt. Nein, der Junge musste einfach daran denken, dass Straßen und Wege Zivilisation und Menschen bedeuteten, genau das, was er in seiner Situation suchen würde. Wenn er es nicht tat und den Weg verließ, würde er von dieser Welt verschwinden, wie er auch aus seiner Heimatwelt entschwunden war, nur mit dem Unterschied, dass es dieses Mal endgültig sein würde.

Heros ging, den nun festen Pfad unter seinen Füßen, etwas schneller. Doch als er am Wegweiser ankam, der in die Richtungen Steinhöhle, Dimensionshexenhaus und aus dem Wald hinaus deutete, wurde ihm klar, dass all seine Eile umsonst gewesen war. Der Vorsprung des Jungen war einfach zu groß und die Wege, die er einschlagen konnte, zu viele. Wenn er genügend Zeit gehabt hätte, würde er den Jungen vermutlich aufspüren können. Doch er hatte keine Zeit! Die wenigen Stunden Schlaf, die er sich gegönnt hatte, waren lediglich der Tatsache geschuldet gewesen, dass es als reiner Selbstmord galt, den Riesenwald nachts zu durchqueren. Verlorene Zeit, die er nicht wieder würde aufholen können. Verlorene Zeit, die er nicht auch noch dadurch verlängern durfte, indem er den Jungen hinterherrannte.

In Heros‘ Brust schlugen in diesem Augenblick zwei Herzen. Das eine, das ihn bat, den Jungen, der nur aufgrund seiner eigenen Unfähigkeit überhaupt in diese Welt gelandet war, nicht einfach im Stich zu lassen, und das andere, das ihm befahl, sofort zu Briseis zu gehen und ihr zu berichten, was der Dimensionshexe bei seiner Rückkehr zugestoßen war.

Auch wenn es ihm nicht gerade leicht fiel, es sich selbst einzugestehen, stand seine Entscheidung eigentlich schon fest, noch bevor er sich dem Weg zuwandte, der aus dem Wald hinausführte. Den Jungen aufzuspüren mochte vielleicht für ihn von Bedeutung sein, für Briseis und die Welt um sie herum war es jedoch lediglich ein Staubkorn im Wind, während ein weit größerer Sandsturm heranzunahen drohte und der Unfall der Dimensionshexe konnte eben einen solchen Orkan hervorrufen.

Heros schritt nun etwas schneller aus. Er sprang über Wurzeln hinweg, duckte sich unter herabhängenden Ästen hindurch, während er dem sich schier endlos lang hinziehenden Weg folgte. Er hatte keine Ahnung von Politik, hatte sich auch nie für diese interessiert, aber jedes Kleinkind wusste, was es für ein Land bedeutete, seinen mächtigsten, von allen umliegenden Ländern gefürchteten, Magier zu verlieren. Zwar hatte Gottfried ihm erklärt, dass es nur eine Frage der Zeit wäre bis die Dimensionshexe zurückkehren würde - und doch…
Hatte er erst heute Morgen am eigenen Leib erfahren, was Gottfrieds Aussagen wert waren?

Tief zog er die angenehm kühle Luft seiner Heimatwelt in seine Lungen. Sie war so viel frischer, so viel unverbrauchter als die Luft aus der anderen Welt und dennoch schaffte sie es nicht das tief in ihm verankerte schlechte Gewissen zu vertreiben. Er würde den Jungen zurücklassen. Allein, nur sich selbst und dem Schicksal überlassen. Aber wer wusste schon, was das Schicksal noch für ihn plante, vielleicht hatte er ja auch ausnahmsweise einmal Glück und der Junge schlug denselben Weg ein wie er selbst.

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Am Ende des Tages musste Heros allerdings feststellen, dass das Glück ihm entgegen aller Hoffnung doch nicht hold gewesen war. Müde legte er den verbleibenden Abstand zurück und trat aus dem Wald in die letzten wärmenden Strahlen des Tages hinaus. Seine Wunde am Arm hatte wieder zu schmerzen begonnen und auch sein Nasenbein fühlte sich alles andere als gut an. Eigentlich würde er nichts lieber tun, als sich unter einem der Bäume zusammenzurollen und zu schlafen. Aber er musste weiter.

Er streckte sich kurz, bevor er seinen Weg vorbei an Wiesen und Feldern fortsetzte. Während seine Bewegung am Morgen noch kraftvoll voranschreitend gewesen war, glich sie mittlerweile eher einem müden Trotten.

Wo mochte dieser verdammte Junge nur stecken? Hatte er es am Ende doch geschafft die Sieben-Wege-Gabelung am Waldrufer vor ihm zu erreichen oder hatte er einen anderen Weg genommen? Was auch immer es war, es würde so oder so schwer genug werden ihn in einigen Tagen überhaupt noch zu finden. Heros runzelte die Stirn. Er konnte einfach nicht anders, aber er fühlte er sich einfach verantwortlich für den Jungen.

Fast hätte er über sich selbst den Kopf geschüttelt, doch seine Aufmerksamkeit wurde in just diesem Augenblick von etwas anderem auf sich gelenkt. Zwar war ihm bereits auf dem Hinweg der Gutshof aufgefallen, allerdings hatten zu diesem Zeitpunkt lediglich drei Knechte auf den Feldern gearbeitet und nicht dieses absolut bezaubernde Wesen, dessen rotgoldenes Haar in der untergehenden Sonne verheißungsvoll glänzte.

Selbstverständlich würde er sie nur ansprechen, um sich nach Felix zu erkundigen. Selbstverständlich. Unbewusst strich er sich seine schwarze, dreckige Jacke glatt - ein hoffnungsloses Unterfangen - und spazierte auf das dralle Mädchen mit den langen rotblonden Zöpfen zu. Sie erschrak zutiefst, als sie sein demoliertes Gesicht erblickte, und wich instinktiv ein paar Schritte zurück.

„Guten Abend.“ Heros lächelte sie strahlend an. Das Mädchen erwiderte seinen Gruß jedoch lediglich mit einem leichten Kopfnicken und einer misstrauischen Musterung. „Es tut mir Leid, dich bei deiner wichtigen Arbeit unterbrechen zu müssen, aber du hast nicht zufälligerweise einen…ähm… kleinen, grünhaarigen Jungen hier langgehen sehen?“

Das Mädchen starrte ihn an, als wäre er ein rosafarbenes Riesenkaninchen.

„Er…ähm… er ist meine Ge… mein Gast, ich meine Briseis‘ Gast, aus einer der anderen Welten, deswegen die Haare und so. Kulturelle Unterschiede halt.“ Heros legte sich jetzt etwas mehr ins Zeug. „Er spricht nicht unsere Sprache, und wir haben uns anscheinend irgendwie verpasst.“

„Du warst in einer der anderen Welten?“ Das Mädchen trat, nun doch neugierig geworden, etwas näher an ihn heran.

„Klar.“ Heros lachte. „Ich war in einer der anderen Welten. In einer Welt, wo sie riesige Häuser in der Größe von Briseis‘ Palast dicht aneinander gereiht haben und selbstbewegende Fuhrwerke, die sich zu Tausenden dicht an dicht auf den Straßen bewegen, und Kästen, mit denen sie mit bewegten Bildern zeigen können, was am anderen Ende ihrer Welt passiert.“

Das Mädchen seufzte. „Ich würde auch so gerne mal in eine der anderen Welten reisen. Da lebe ich nun schon nur gut anderthalb Tagesmärsche von einer der Zweigstellen der Dimensionshexe entfernt, und doch meint mein Vater, es wäre zu viel Geld für etwas so Sinnloses.“

„Die Luft hier ist besser, unsere Seen und Flüsse sind sauberer und unsere Straßen lebendiger“, versucht Heros sie zu trösten. „Zudem, wir beherrschen Magie, während sie über Jahrhunderte hinweg die Ansicht vertreten haben, dass man Magier besser verbrennen sollte.“

Das Mädchen blickte ihn alarmiert an: „Stammen daher deine Wunden, wollten sie dich gefangen nehmen?“

Heros‘ Lächeln erstarb, als einmal mehr das schlechte Gewissen mit aller Macht in ihm aufwallte. Er konnte ihr wohl schlecht erklären, dass seine Wunden ihm nicht von einer Horde bösartiger Anderweltler in einem tapferen Kampf zugefügt worden waren, sondern von einem kleinen, grünhaarigen Jungen. Einem Jungen, der in Angst um sein Leben alles dafür getan hatte, um sich aus seiner, Heros‘ Gefangenschaft zu befreien.

„Eos!“

Das Mädchen drehte sich beim Klang einer Frauenstimme zum Gutshof um. „Ich komme gleich“, rief sie und wandte sich wieder Heros zu. „Es war nett mit dir zu sprechen. Wenn du eines Tages noch einmal in eine der anderen Welten reist, kannst du mich ja mitnehmen.“ Sie strahlte ihn an und Heros spürte wie eine angenehme Wärme den kalten Selbsthass in ihm vertrieb. „Ich würde dir ja anbieten bei uns auf dem Hof zu übernachten, aber …“

„Schon gut“, winkte Heros ab. „Ich muss sowieso noch weiter und heute noch den Rufer erreichen.“ Er beugte sich vor und gab der errötenden Eos einen leichten Kuss auf die Hand. „Es war mir ein Vergnügen.“

Er ging einige Schritt rückwärts und hob noch einmal kurz grüßend die Hand, bevor er sich ganz umwandte und weiter ging.

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Kapitel 3 (2 von 2)


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Beitrag #2 |

RE: Eine Geschichte von Raum und Zeit - Kapitel 3 Teil 1
Hallo Plumbum! Wie versprochen werde ich mir jetzt auch mal deine Geschichte vornehmen. ;)
Du bist ja bestimmt schon mit den Vorreden vertraut, deswegen gehe ich mal gleich zum Kommentar.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: „Felix.“
Dagt er das an dieser Stelle nur, oder ruft er ihn? Wenn er ruft, müsste ein Ausrufezeichen hin.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Dabei hätte er doch von Anfang an wissen müssen, dass man jemandem, der so pedantisch darauf bedacht war, dass seine Schnürsenkel ̶a̶̶b̶̶s̶̶o̶̶l̶̶u̶̶t̶ symmetrisch gebunden waren, einfach nicht vertrauen konnte.
Der Satz kommt mir wie ein Schatelsatz vor. (:icon_ugly:)
Absolut kann raus, ist eigentlich nur ein Füllwort an der Stelle.
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Mit einem hektischen Ziehen an der Lederschnur, die er am Vorabend wohl besser anderweitig eingesetzt hätte, verschloss er seine Tasche und warf sie sich bereits im Gehen über die Schultern.
"Verschloss" hiert sich hier so an, als würde er es wirklich abschließen, ̶o̶̶d̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶d̶̶a̶̶s̶̶s̶̶ ̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶s̶̶e̶̶i̶̶n̶̶e̶̶ ̶̶k̶̶o̶̶f̶̶f̶̶e̶̶r̶̶a̶̶u̶̶m̶̶t̶̶ü̶̶r̶̶ ̶̶z̶̶u̶̶g̶̶e̶̶w̶̶o̶̶r̶̶f̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶h̶̶a̶̶t̶̶ ̶̶u̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶d̶̶a̶̶n̶̶n̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶m̶̶ ̶̶s̶̶c̶̶h̶̶l̶̶ü̶̶s̶̶s̶̶e̶̶l̶̶ ̶̶d̶̶i̶̶e̶̶ ̶̶s̶̶p̶̶e̶̶r̶̶r̶̶e̶̶ ̶̶r̶̶e̶̶i̶̶n̶̶m̶̶a̶̶c̶̶h̶̶t̶̶.
Bei"über die" hast du ein Leezeichen zuviel.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Wie hatte er nur so dumm sein können sich einzubilden, dass der alte Wichtigtuer die Sprache des Jungen ̶w̶̶i̶̶r̶̶k̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶ beherrschte und ihm alles erklärt hatte?
Wortwiederholung und noch ein Füllwort.
Beim ersten könntest du mMn einfach ein "konnte" daraus machen.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Nichts hatte er ihm erläutert, gar nichts! Denn wenn er Felix etwas erläutert und dieser das Gesagte tatsächlich verstanden hätte, wäre er mit Sicherheit nicht bereits bei der ersten sich bietenden Gelegenheit geflohen.
"Erläutert kling an dieser Stelle seltsam. Ich würde es durch erzählt ersetzen.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Eigentlich hätte Heros bereits gestern Abend misstrauisch werden müssen, als der Junge sich geweigert hatte mit ihm zu essen. Aber in seiner grenzenlosen Gutgläubigkeit hatte er tatsächlich gedacht, dass der andere lediglich unter einer kleinen Magenverstimmung litt und nicht ̶s̶̶c̶̶h̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶̶t̶̶ ̶̶u̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶e̶̶i̶̶n̶̶f̶̶a̶̶c̶̶h̶ seine Nähe meiden wollte.
Füllwörter.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Hätte er doch bloß…Hätte, wäre, wenn… Letztendlich hatte es ohnehin keinen Sinn um verschüttete Milch zu weinen.
"um ... verschüttete Milch"? Irgendwie kommt mir der Satz falsch vor, ich würde ihn zu "... verschütteter Milch nachzuweinen" ändern. Das klingt mMn auch runder. ;)

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Der nasse Waldboden klebte förmlich an seinen Schuhsohlen, während er sich in Richtung Waldweg vorankämpfte, und gab, wann immer es Heros gelang einen Fuß aus seiner erdigen Gefangenschaft zu befreien, ein beleidigtes Schmatzen von sich.
Der ganze Waldboden gleich?
Gefangenschaft passt mMn nicht, immerhin hält der Boden ihn gefangen, stellt aber keine Gefangenschaft dar. Ich würde dir raten es einfach "Gefängnis" zu nennen.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Doch der Regen hatte augenscheinlich erst nach Felix‘ Flucht eingesetzt und so auch noch die restlichen Spuren verwischt.
Statt "erst" fände ich "direkt" stimmungsvoller.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Er selbst hatte schon einmal einen Pelzmantel gesehen, der aus dem Fell eines einzigen Riesenkaninchens gefertigt worden war, ̶u̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶d̶̶i̶̶e̶̶ ̶̶a̶̶u̶̶s̶̶m̶̶a̶̶ß̶̶e̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶s̶̶ ̶̶t̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶s̶̶ ̶̶h̶̶a̶̶t̶̶t̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶f̶̶i̶̶n̶̶i̶̶t̶̶i̶̶v̶̶ ̶̶n̶̶i̶̶c̶̶h̶̶t̶̶s̶̶ ̶̶m̶̶e̶̶h̶̶r̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶g̶̶e̶̶w̶̶ö̶̶h̶̶n̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶k̶̶l̶̶e̶̶i̶̶n̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶s̶̶ü̶̶ß̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶h̶̶o̶̶p̶̶p̶̶l̶̶e̶̶r̶̶n̶̶ ̶̶z̶̶u̶̶ ̶̶t̶̶u̶̶n̶̶ ̶̶g̶̶e̶̶h̶̶a̶̶b̶̶t̶̶.̶̶ ̶
Der letzte Teil des Satzes ist überflüssig, Riesenkaninchen drückt das ganze schon aus. ;)

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Nein, der Junge musste einfach daran denken, dass Straßen und Wege Zivilisation und Menschen bedeuteten, genau das, was er in seiner Situation suchen würde. Wenn er es nicht tat und den Weg verließ, würde er von dieser Welt verschwinden, wie er auch aus seiner Heimatwelt entschwunden war, nur mit dem Unterschied, dass es dieses Mal endgültig sein würde.
Wiederholung "Welt" und "würde"

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Heros ging, den nun festen Pfad unter seinen Füßen, etwas schneller.
Hier bin ich mir nicht sicher, aber müsste es nicht "den nun festen Pfad... hinab" heißen?


(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Auch wenn es ihm nicht gerade leicht fiel, es sich selbst einzugestehen, stand seine Entscheidung ̶e̶̶i̶̶g̶̶e̶̶n̶̶t̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶ schon fest, ̶n̶̶o̶̶c̶̶h̶ bevor er sich dem Weg zuwandte, der aus dem Wald hinausführte.
Das erste Komma muss meines Wissens nach weg.
Wieder Füllwörter, eigentlich fällt da aber nicht so sehr auf.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Den Jungen aufzuspüren mochte vielleicht für ihn von Bedeutung sein, für Briseis und die Welt um sie herum war es jedoch lediglich ein Staubkorn im Wind, während ein weit größerer Sandsturm heranzunahen drohte und der Unfall der Dimensionshexe konnte eben einen solchen Orkan hervorrufen.
Nach "drohte" würde ich einen Punkt setzen.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Heros schritt nun etwas schneller aus. Er sprang über Wurzeln hinweg, duckte sich unter herabhängenden Ästen hindurch, während er dem sich schier endlos lang hinziehenden Weg folgte.
"Schritt aus" gibt es meines Wissens nach nicht. "Hindurch" würde mMn implizieren, dass er sich zwischen zwei Ästen, also einer zB 10cm, der andere 90cm über dem Boden befinden. (macht das Sinn?) Jedenfalls könntest du das getrost streichen.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Tief zog er die angenehm kühle Luft seiner Heimatwelt in seine Lungen.
"Zog in seine Lungen" klingt irgendwie seltsam. Ich würde diese Stelle nochmal umformulieren.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Sie war so viel frischer, so viel unverbrauchter als die Luft aus der anderen Welt und dennoch schaffte sie es nicht das tief in ihm verankerte schlechte Gewissen zu vertreiben.
Welt und Luft hattest du im Satz davor schonmal.

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Er würde den Jungen zurücklassen. Allein, nur sich selbst und dem Schicksal überlassen. Aber wer wusste schon, was das Schicksal noch für ihn plante, vielleicht hatte er ja auch ausnahmsweise einmal Glück und der Junge schlug denselben Weg ein wie er selbst.
Wiederholung "Schicksal" "Zurücklassen" und "überlassen" klingen als Enden in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen irgendwie plumb. Ich würde eines der zwei ersetzen.


(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Er streckte sich kurz, bevor er seinen Weg vorbei an Wiesen und Feldern fortsetzte. Während seine Bewegung am Morgen noch kraftvoll voranschreitend gewesen war, glich sie mittlerweile eher einem müden Trotten.
Im ersten Staz fehlt ein Komma zwischen "Weg" und "vorbei" Der erste Teil des zweiten Satzes kling so undeitig, vielleicht könntedt du ihn in diese Richtung ändern:
"Während der am Morgen noch kraftvoll voranschritt, konnte er mittlerweile nur nur noch müde trotten."

(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Fast hätte er über sich selbst den Kopf geschüttelt, doch seine Aufmerksamkeit wurde in just diesem Augenblick von etwas anderem auf sich gelenkt.
Irgendetwas anderes lässt Heros seine Aufmerksamkeit auf sich selbst (Heros) richten? Ich würde das lieber umformulieren, so klingt die Stelle etwas verwirrend.


(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: "Es tut mir Leid, dich bei deiner wichtigen Arbeit unterbrechen zu müssen, aber du hast nicht zufälligerweise einen…ähm… kleinen, grünhaarigen Jungen hier langgehen sehen?“
Ich würde dieses Wort durch "durchkommen" ersetzen.

So, das wars erstmal mit den Erbsen. ;)

Alles in allem hat mir deine Geschichte gut gefallen, du baust deine Charaktere schön aus und kannst mich sogar als annerkannter Kursiv-Gedanken Anhänger von deiner Art der Gedankendarstellung überzeugen. Dein Schreibstil gefällt mir auch gut, allerdings verlierst du dich manchmal in längere, kompliziertere Sätze, die den Lesefluss leicht behindern. Alles in allem hat mir dieser Teil deiner Geschichte aber sehr gut gefallen.
Hoffentlich konnte dir meine Kritik helfen! :wave:

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Beitrag #3 |

RE: Eine Geschichte von Raum und Zeit - Kapitel 3 Teil 1
Hallo Plumbum,

ich hab gar nicht gemerkt, dass du auch schon das dritte Kapitel online gestellt hast. Icon_wink
Und da ich die Teile davor schon kommentiert habe, möchte ich mich nun auch diesem Kapitel widmen.

Zitat:„Felix.“ Heros wartete einen Augenblick, ehe er es zum gefühlten hundersten Mal versuchte. „Felix!“
Bei dem ersten Ruf hast du einen Punkt gesetzt und beim zweiten ein Ausrufezeichen. Du müsstest bei den beiden Rufen das gleiche Satzzeichen setzen. Ich würde ein Ausrufezeichen benutzen.

Zitat:Doch der schweigende Wald ihn herum war Antwort genug.
Die Aussage des Satzes finde ich sehr gut, aber er macht keinen Sinn so wie er dasteht.
Es müsste „um ihn herum“ heißen.
Meiner Meinung nach würde sich dieser Satz aber so besser anhören:
„Doch der schweigende Wald war ihm Antwort genug.“

Zitat:Der nasse Waldboden klebte förmlich an seinen Schuhsohlen, während er sich in Richtung Waldweg vorankämpfte, und gab, wann immer es Heros gelang einen Fuß aus seiner erdigen Gefangenschaft zu befreien, ein beleidigtes Schmatzen von sich.
Wiederholung von Wald. Ich weiß es ist schwer ein Synonym für Wald zu finde, aber es würde sich besser anhören. Du könntest zumindest den Waldweg einfach durch Weg oder Pfad ersetzen, das würde in meinen Ohren dann besser klingen als Waldweg.

Zitat:Heros fluchte lautlos vor sich hin.
Dieser Satz ist in Ordnung. Nur mir ist aufgefallen, dass du schon den zweiten Absatz mit fast dem gleichen Satz einleitest. ( „Heros schimpfte leise vor sich hin „)
Es ist nicht weiter schlecht. Es ist mir nur ins Auge gestochen. Vielleicht könntest du diesen Satz ein bisschen variieren.

Zitat:Wenn er es nicht tat und den Weg verließ, würde er von dieser Welt verschwinden, wie er auch aus seiner Heimatwelt entschwunden war, nur mit dem Unterschied, dass es dieses Mal endgültig sein würde.
Ein toller Vergleich, der die Sorgen von Heros auf den Punkt bringt.

Zitat:Doch als er am Wegweiser ankam, der in die Richtungen Steinhöhle, Dimensionshexenhaus und aus dem Wald hinaus deutete, wurde ihm klar, dass all seine Eile umsonst gewesen war.
Ich finde es komisch, wenn auf einem Wegweiser „aus dem Wald heraus steht“ , zumindest hab ich noch keinen gesehen. Es ist ja auch eigentlich ohne Belang, denn ein Wegweiser zeigt normalerweise Orte an, die wichtig sind. Und aus dem Wald ist es nicht.

Zitat:Verlorene Zeit, die er nicht auch noch dadurch verlängern durfte, indem er den Jungen hinterherrannte.
Laut meinem Sprachgefühl müsste es „dem Jungen“ heißen. Wem rannte er hinterher?

Zitat:Heros schritt nun etwas schneller aus.
Dieser Satz ergibt für mich keinen Sinn. Das liegt daran, dass ich das Wort ausschreiten nicht kenne.

Zitat:Er hatte keine Ahnung von Politik, hatte sich auch nie für diese interessiert, aber jedes Kleinkind wusste, was es für ein Land bedeutete, seinen mächtigsten, von allen umliegenden Ländern gefürchteten, Magier zu verlieren.
Dass ein Kleinkind so etwas weiß, bezweifle ich. Ich würde hier eher „Kind“ verwenden. Das ist etwas allgemeiner gefasst. Damit kommen auch keine Zweifel auf.

Zitat:Tief zog er die angenehm kühle Luft seiner Heimatwelt in seine Lungen.
Wiederholung von seine.

Zitat:Er würde den Jungen zurücklassen.
Ich würde hier ein „müssen“ an den Schluss des Satzes setzen, da er es ja nicht freiwillig macht, oder?

Zitat:Müde legte er den verbleibenden Abstand zurück und trat aus dem Wald in die letzten wärmenden Strahlen des Tages hinaus.
Man legt keinen Abstand zurück. Man kann nur einen Weg oder eine Strecke zurücklegen.

Zitat:Während seine Bewegung am Morgen noch kraftvoll voranschreitend gewesen war, glich sie mittlerweile eher einem müden Trotten.
Ich würde hier Bewegung in den Plural setzen, da er ja mehr als nur eine Bewegung ausführt.

Zitat:Fast hätte er über sich selbst den Kopf geschüttelt, doch seine Aufmerksamkeit wurde in just diesem Augenblick von etwas anderem auf sich gelenkt.
„seine Aufmerksamkeit wurde auf etwas anderes gelenkt.“
Deine Formulierung passt nicht wirklich, weil er seine Aufmerksamkeit nur schlecht auf sich selber richten kann.

Zitat:„Zudem, wir beherrschen Magie, während sie über Jahrhunderte hinweg die Ansicht vertreten haben, dass man Magier besser verbrennen sollte.“
Das erste Komma muss weg und der Satzteil muss umgestellt werde, da es ein zusammenhängender Nebensatz ist: „Zudem beherrschen wir Magie...“


Fazit:
Mir gefällt dein Schreibstil sehr. Ich mag es, wenn Sätze verschachtelt sind und man manchmal zweimal drüberlesen muss, bis man ihn versteht. Und du kannst finde ich ziemlich gut lange Sätze schreiben, die trotz ihrer Länge in sich schlüssig sind. Das ist wie ich finde eine große Kunst.
Mir gefällt es, wie du Heros darstellst. Er ist einerseits verzweifelt, doch andererseits kann er Dinge immer noch mit einem teilweise sarkastischem Humor begegnen.
Der Inhalt dieses Kapitels war nicht super interessant, aber auch nicht langweilig. Deshalb habe ich diesen Teil sehr gerne gelesen.
Mal schauen wie der nächste Teil ist Icon_wink

Mit freundlichen Grüßen
Dramweida

"I'm Logan Thackeray. I protect those who are mine."
"I'm Rytlock Brimstone. I kill those who aren't."
Guild Wars 2 - Edge of Destiny

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Beitrag #4 |

RE: Eine Geschichte von Raum und Zeit - Kapitel 3 Teil 1
Hey Dramweida und Ryan,

vielen lieben Dank für eure Kommentare und die Arbeit, die ihr euch mit diesen gemacht habt.

@ Dramweida
Zitat:
Zitat:„Felix.“ Heros wartete einen Augenblick, ehe er es zum gefühlten hundersten Mal versuchte. „Felix!“
Bei dem ersten Ruf hast du einen Punkt gesetzt und beim zweiten ein Ausrufezeichen. Du müsstest bei den beiden Rufen das gleiche Satzzeichen setzen. Ich würde ein Ausrufezeichen benutzen.
Eigentlich wollte ich eine Steigerung der Lautstärke damit andeuten, allerdings gebe ich dir Recht, dass ein Ausrufezeichen besser an diese Stelle passt. Ich werde es übernehmen.

Zitat:
Zitat:Doch der schweigende Wald ihn herum war Antwort genug.
Die Aussage des Satzes finde ich sehr gut, aber er macht keinen Sinn so wie er dasteht.
Es müsste „um ihn herum“ heißen.
Upps… da habe ich wohl tatsächlich das „um“ vergessen. Ich werde es korrigieren.

Zitat:
Zitat:Der nasse Waldboden klebte förmlich an seinen Schuhsohlen, während er sich in Richtung Waldweg vorankämpfte, und gab, wann immer es Heros gelang einen Fuß aus seiner erdigen Gefangenschaft zu befreien, ein beleidigtes Schmatzen von sich.
Wiederholung von Wald. Ich weiß es ist schwer ein Synonym für Wald zu finde, aber es würde sich besser anhören. Du könntest zumindest den Waldweg einfach durch Weg oder Pfad ersetzen, das würde in meinen Ohren dann besser klingen als Waldweg.
Jepp, ich werde dann wohl den „Waldweg“ durch „Pfad“ ersetzen.

Zitat:
Zitat:Heros fluchte lautlos vor sich hin.
Dieser Satz ist in Ordnung. Nur mir ist aufgefallen, dass du schon den zweiten Absatz mit fast dem gleichen Satz einleitest. ( „Heros schimpfte leise vor sich hin „)
Es ist nicht weiter schlecht. Es ist mir nur ins Auge gestochen. Vielleicht könntest du diesen Satz ein bisschen variieren.
Bevor du es erwähnt hast, ist es mir gar nicht aufgefallen. Das werde ich wohl noch mal überarbeiten müssen.

Zitat:
Zitat:Doch als er am Wegweiser ankam, der in die Richtungen Steinhöhle, Dimensionshexenhaus und aus dem Wald hinaus deutete, wurde ihm klar, dass all seine Eile umsonst gewesen war.
Ich finde es komisch, wenn auf einem Wegweiser „aus dem Wald heraus steht“ , zumindest hab ich noch keinen gesehen. Es ist ja auch eigentlich ohne Belang, denn ein Wegweiser zeigt normalerweise Orte an, die wichtig sind. Und aus dem Wald ist es nicht.
Hmh… ich werde die Richtung „aus dem Wald hinaus“ durch „Waldrufer“ ersetzen.

Zitat:
Zitat:Heros schritt nun etwas schneller aus.
Dieser Satz ergibt für mich keinen Sinn. Das liegt daran, dass ich das Wort ausschreiten nicht kenne.
Ich werde das „aus“ durch „voran“ ersetzen.

Zitat:
Zitat:Er hatte keine Ahnung von Politik, hatte sich auch nie für diese interessiert, aber jedes Kleinkind wusste, was es für ein Land bedeutete, seinen mächtigsten, von allen umliegenden Ländern gefürchteten, Magier zu verlieren.
Dass ein Kleinkind so etwas weiß, bezweifle ich. Ich würde hier eher „Kind“ verwenden. Das ist etwas allgemeiner gefasst. Damit kommen auch keine Zweifel auf.
Auch hier gebe ich dir recht und werde „Kind“ anstelle von „Kleinkind“ schreiben.

Zitat:
Zitat:Er würde den Jungen zurücklassen.
Ich würde hier ein „müssen“ an den Schluss des Satzes setzen, da er es ja nicht freiwillig macht, oder?
Ich denke, dass Heros es nicht freiwillig tut, wird durch die vorangegangen Sätze klar. Diese Satz soll eigentlich eher seine Entscheidung verkünden und weniger das Bedauern, welches er dabei empfindet. Ich würde den Satz daher gerne lassen, wie er ist. Icon_smile

Zitat:
Zitat:Müde legte er den verbleibenden Abstand zurück und trat aus dem Wald in die letzten wärmenden Strahlen des Tages hinaus.
Man legt keinen Abstand zurück. Man kann nur einen Weg oder eine Strecke zurücklegen.
Ich denke, ich werde Abstand durch Meter ersetzen.

Zitat:
Zitat:Während seine Bewegung am Morgen noch kraftvoll voranschreitend gewesen war, glich sie mittlerweile eher einem müden Trotten.
Ich würde hier Bewegung in den Plural setzen, da er ja mehr als nur eine Bewegung ausführt.
Auch hier stimme ich dir zu und werde es so übernehmen, wie du vorgeschlagen hast.

Zitat:
Zitat:„Zudem, wir beherrschen Magie, während sie über Jahrhunderte hinweg die Ansicht vertreten haben, dass man Magier besser verbrennen sollte.“
Das erste Komma muss weg und der Satzteil muss umgestellt werde, da es ein zusammenhängender Nebensatz ist: „Zudem beherrschen wir Magie...“
Das Komma ist deswegen so gesetzt, weil ich eine kleine Pause einbauen wollte…hmh… vielleicht sollte ich es durch“ …“ ersetzten? Icon_confused

@ Ryan
Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: „Felix.“
Dagt er das an dieser Stelle nur, oder ruft er ihn? Wenn er ruft, müsste ein Ausrufezeichen hin.
Jepp, werde ich so machen, wie du und Dramweida es angemerkt haben.

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Dabei hätte er doch von Anfang an wissen müssen, dass man jemandem, der so pedantisch darauf bedacht war, dass seine Schnürsenkel ̶a̶̶b̶̶s̶̶o̶̶l̶̶u̶̶t̶ symmetrisch gebunden waren, einfach nicht vertrauen konnte.
Der Satz kommt mir wie ein Schatelsatz vor. (Icon_ugly)
Absolut kann raus, ist eigentlich nur ein Füllwort an der Stelle.
Ja, ich tendiere so ein bissel zu verschachtelten Sätze, wobei ich wirklich versuche dieses einzuschränken. Icon_wink
Das „absolut“ an dieser Stelle sehe ich eigentlich eher weniger als Füllwort, sondern als Hervorheben von Gottfrieds Pedanterie.

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Mit einem hektischen Ziehen an der Lederschnur, die er am Vorabend wohl besser anderweitig eingesetzt hätte, verschloss er seine Tasche und warf sie sich bereits im Gehen über die Schultern.
"Verschloss" hiert sich hier so an, als würde er es wirklich abschließen, ̶o̶̶d̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶d̶̶a̶̶s̶̶s̶̶ ̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶s̶̶e̶̶i̶̶n̶̶e̶̶ ̶̶k̶̶o̶̶f̶̶f̶̶e̶̶r̶̶a̶̶u̶̶m̶̶t̶̶ü̶̶r̶̶ ̶̶z̶̶u̶̶g̶̶e̶̶w̶̶o̶̶r̶̶f̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶h̶̶a̶̶t̶̶ ̶̶u̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶d̶̶a̶̶n̶̶n̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶m̶̶ ̶̶s̶̶c̶̶h̶̶l̶̶ü̶̶s̶̶s̶̶e̶̶l̶̶ ̶̶d̶̶i̶̶e̶̶ ̶̶s̶̶p̶̶e̶̶r̶̶r̶̶e̶̶ ̶̶r̶̶e̶̶i̶̶n̶̶m̶̶a̶̶c̶̶h̶̶t̶̶.
Hmh… ich finde sowohl „zu machen“ als auch „zu binden“ an dieser Stelle nicht sonderlich schön. Zudem denke ich, dass man etwas mit einen Knoten verschließen kann, von daher würde ich diese Formulierung gerne so lassen. Icon_smile

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Wie hatte er nur so dumm sein können sich einzubilden, dass der alte Wichtigtuer die Sprache des Jungen ̶w̶̶i̶̶r̶̶k̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶ beherrschte und ihm alles erklärt hatte?
Wortwiederholung und noch ein Füllwort.
Beim ersten könntest du mMn einfach ein "konnte" daraus machen.
Das „wirklich“ muss an dieser Stelle so stehen, da es sonst bedeuten würde, dass Heros selbst gedacht hat, dass Gottfried die Sprache beherrsche, während es in der jetzigen Form bedeutet, dass Gottfried ihn dieses mitgeteilt hat.
Mit der Wortwiederholung von „hatte“ hast du zwar einerseits recht, allerdings ist diese Wiederholung der geänderten Zeitform geschuldet (Vergangenheit der unabgeschlossenen Vergangenheit) und somit schwerlich zu vermeiden.

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Nichts hatte er ihm erläutert, gar nichts! Denn wenn er Felix etwas erläutert und dieser das Gesagte tatsächlich verstanden hätte, wäre er mit Sicherheit nicht bereits bei der ersten sich bietenden Gelegenheit geflohen.
"Erläutert kling an dieser Stelle seltsam. Ich würde es durch erzählt ersetzen.
Jepp, werde ich übernehmen.

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Eigentlich hätte Heros bereits gestern Abend misstrauisch werden müssen, als der Junge sich geweigert hatte mit ihm zu essen. Aber in seiner grenzenlosen Gutgläubigkeit hatte er tatsächlich gedacht, dass der andere lediglich unter einer kleinen Magenverstimmung litt und nicht ̶s̶̶c̶̶h̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶̶t̶̶ ̶̶u̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶e̶̶i̶̶n̶̶f̶̶a̶̶c̶̶h̶ seine Nähe meiden wollte.
Füllwörter.
Auch hier hört sich der Satz mit dem „Füllwort“ in meinen Ohren irgendwie besser an. Icon_smile

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Hätte er doch bloß…Hätte, wäre, wenn… Letztendlich hatte es ohnehin keinen Sinn um verschüttete Milch zu weinen.
"um ... verschüttete Milch"? Irgendwie kommt mir der Satz falsch vor, ich würde ihn zu "... verschütteter Milch nachzuweinen" ändern. Das klingt mMn auch runder. Icon_wink
„Um verschüttete Milch zu weinen“ ist eine stehende Redewendung.

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Der nasse Waldboden klebte förmlich an seinen Schuhsohlen, während er sich in Richtung Waldweg vorankämpfte, und gab, wann immer es Heros gelang einen Fuß aus seiner erdigen Gefangenschaft zu befreien, ein beleidigtes Schmatzen von sich.
Der ganze Waldboden gleich?
Gefangenschaft passt mMn nicht, immerhin hält der Boden ihn gefangen, stellt aber keine Gefangenschaft dar. Ich würde dir raten es einfach "Gefängnis" zu nennen.
Ich denke schon, dass der Leser versteht, dass nur ein Teil des Bodens gemeint ist. Icon_wink
Hmh… die Verbesserung mit „Gefängnis“ werde ich übernehmen.

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Doch der Regen hatte augenscheinlich erst nach Felix‘ Flucht eingesetzt und so auch noch die restlichen Spuren verwischt.
Statt "erst" fände ich "direkt" stimmungsvoller.
Das Problem ist, dass Heros nicht sagen kann, wann der Regen eingesetzt hat, direkt aber eben genau dieses implizieren würde.

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Er selbst hatte schon einmal einen Pelzmantel gesehen, der aus dem Fell eines einzigen Riesenkaninchens gefertigt worden war, ̶u̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶d̶̶i̶̶e̶̶ ̶̶a̶̶u̶̶s̶̶m̶̶a̶̶ß̶̶e̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶s̶̶ ̶̶t̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶s̶̶ ̶̶h̶̶a̶̶t̶̶t̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶f̶̶i̶̶n̶̶i̶̶t̶̶i̶̶v̶̶ ̶̶n̶̶i̶̶c̶̶h̶̶t̶̶s̶̶ ̶̶m̶̶e̶̶h̶̶r̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶g̶̶e̶̶w̶̶ö̶̶h̶̶n̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶k̶̶l̶̶e̶̶i̶̶n̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶s̶̶ü̶̶ß̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶h̶̶o̶̶p̶̶p̶̶l̶̶e̶̶r̶̶n̶̶ ̶̶z̶̶u̶̶ ̶̶t̶̶u̶̶n̶̶ ̶̶g̶̶e̶̶h̶̶a̶̶b̶̶t̶̶.̶̶ ̶
Der letzte Teil des Satzes ist überflüssig, Riesenkaninchen drückt das ganze schon aus. Icon_wink
An dieser Stelle wollte ich einmal mehr mit Heros sarkastisch humoristischer Sichtweise spielen, ich würde diese Stelle also lieber so lassen, wie sie ist. Icon_smile

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Nein, der Junge musste einfach daran denken, dass Straßen und Wege Zivilisation und Menschen bedeuteten, genau das, was er in seiner Situation suchen würde. Wenn er es nicht tat und den Weg verließ, würde er von dieser Welt verschwinden, wie er auch aus seiner Heimatwelt entschwunden war, nur mit dem Unterschied, dass es dieses Mal endgültig sein würde.
Wiederholung "Welt" und "würde"
Also die Wortwiederholung „Welt“ stört an dieser Stelle eher weniger, da das „Heimat“ die Wiederholung massiv abschwächt.
Das „Würde“ ist halt durch den Konjunktiv bedingt aufgetreten. Ich weiß, es liest sich nicht ganz so schön, allerdings weiß ich nicht, ob ich hier ein „wäre“ einsetzen kann oder nicht. *Mal drüber nachdenk.*

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Heros ging, den nun festen Pfad unter seinen Füßen, etwas schneller.
Hier bin ich mir nicht sicher, aber müsste es nicht "den nun festen Pfad... hinab" heißen?
Nein. Hinab würde eine negative Steigung des Weges bedeuten, was allerdings nicht zwangsläufig der Fall ist.

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Heros schritt nun etwas schneller aus. Er sprang über Wurzeln hinweg, duckte sich unter herabhängenden Ästen hindurch, während er dem sich schier endlos lang hinziehenden Weg folgte.
"Schritt aus" gibt es meines Wissens nach nicht. "Hindurch" würde mMn implizieren, dass er sich zwischen zwei Ästen, also einer zB 10cm, der andere 90cm über dem Boden befinden. (macht das Sinn?) Jedenfalls könntest du das getrost streichen.
Das „ausschreiten“ werde ich durch „voranschreiten“ ersetzen.
Zum „hindurch“: Naja, dass „unter“ beschreibt ja eigentlich, dass es eben nicht nur Äste sind, sondern auch etwas anderes (hier der Boden).

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Sie war so viel frischer, so viel unverbrauchter als die Luft aus der anderen Welt und dennoch schaffte sie es nicht das tief in ihm verankerte schlechte Gewissen zu vertreiben.
Welt und Luft hattest du im Satz davor schonmal.
Und…
Zitat:Er würde den Jungen zurücklassen. Allein, nur sich selbst und dem Schicksal überlassen. Aber wer wusste schon, was das Schicksal noch für ihn plante, vielleicht hatte er ja auch ausnahmsweise einmal Glück und der Junge schlug denselben Weg ein wie er selbst.
Wiederholung "Schicksal" "Zurücklassen" und "überlassen" klingen als Enden in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen irgendwie plumb. Ich würde eines der zwei ersetzen.

Hmh… da muss ich wohl mal schauen, wie ich das am besten ändern kann.

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: Fast hätte er über sich selbst den Kopf geschüttelt, doch seine Aufmerksamkeit wurde in just diesem Augenblick von etwas anderem auf sich gelenkt.
Irgendetwas anderes lässt Heros seine Aufmerksamkeit auf sich selbst (Heros) richten? Ich würde das lieber umformulieren, so klingt die Stelle etwas verwirrend.
Ich werde es durch: „Fast hätte er über sich selbst den Kopf geschüttelt, doch seine Aufmerksamkeit wurde in just diesem Augenblick auf etwas anderes gelenkt.“
ersetzen.

Zitat:
(12-11-2011, 15:09)Plumbum schrieb: "Es tut mir Leid, dich bei deiner wichtigen Arbeit unterbrechen zu müssen, aber du hast nicht zufälligerweise einen…ähm… kleinen, grünhaarigen Jungen hier langgehen sehen?“
Ich würde dieses Wort durch "durchkommen" ersetzen.
Hmh… durchkommen ist auch nicht so wirklich mein Ding, vielleicht „vorbeikommen“?

So, einmal mehr…
Vielen lieben Dank für eure Kommentar und die sehr hilfreiche Kritik.

Viele liebe Grüße

Plumbum Wave


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