Es ist: 13-04-2021, 21:39
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Zweierlei Blut - Prolog
Beitrag #1 |
Exclamation 

Exclamation  Zweierlei Blut - Prolog
Two Kinds Of Blood
(Zweierlei Blut)




Prolog

Ein irres Lachen hallte durch das düstere Gewölbe. Nah, viel näher, als Saraya es vermutet hatte. Alarmiert verstärkte sie ihre Anstrengungen, pumpte ihre letzten Reserven in die Muskeln, die sich bereits jetzt bei jedem Schritt protestierend zusammenzogen und zu zerreißen drohten.
Jede Unebenheit des felsigen Bodens stach ihr glühende Klingen in die Gelenke, die Lunge brannte, und in den Ohren sang das laute Rauschen ihres Blutes. Trotzdem rannte sie weiter. Ihre Füße flogen geradezu über die zerklüfteten Reste des Mosaikbodens. Kleine, bunte Steinchen stieben in alle Richtungen davon. Für einen Moment lang glaubte sie sich sicher, dachte, sie wäre entkommen, dann hörte sie das schrille Lachen in ihrem Rücken erneut und strauchelte. 'So nah', rann es ihr noch entsetzt durch die aufgepeitschten Gedanken, bevor sich scharfe Feuermesser in ihre Schulter gruben und …


Schreiend fuhr Saraya aus dem Schlaf. Für einen schrecklichen Moment glaubte sie sich noch in den Fängen ihres Traumes, blickte sich gehetzt um, erkannte dann aber schließlich die Umgebung und ließ sich erleichtert zurücksinken.
Sonnenstrahlen, gedämpft durch die vergilbten Jalousien des Fensters, warfen helle Streifen an die Decke des Zimmers. Der Ventilator drehte sich träge und wirbelte die schweißgetränkte Luft von einer Seite des Raumes auf die andere.
Seufzend strich sich Saraya die vom Schlaf zerzausten Haare aus dem Gesicht. Das Herz hämmerte ihr immer noch aufgeregt, ja beinahe schmerzhaft in der Brust, während ihr keuchender Atem langsam zur Ruhe kam. Nach wenigen Augenblicken drangen die ersten, wohl vertrauten Geräusche aus den Nachbarwohnungen an ihre Ohren. Das Baby aus 72 B schrie offenbar schon wieder nach Aufmerksamkeit, in 74 A brüllte der Rumäne seine Frau wegen eines verschütteten Bieres an, und im Hof stritt sich der Hund des Mannes aus 71 B mit einem Artgenossen. Sie stöhnte genervt und stopfte sich die Ohrstöpsel noch tiefer in ihre empfindlichen Gehörgänge hinein. Das half allerdings wenig gegen das morgendliche Geräuschechaos, und nur weil sie den Lärm nicht mehr aushielt, quälte sie sich schließlich zur Bettkante.
Durch die Bewegung gerieten die Flaschen auf ihrer Decke in Bewegung; sie rollten über den dunklen Stoff, polterten zu Boden und gingen in dem dort herrschenden Wirrwarr verloren, das sich im Laufe der letzten Wochen angesammelt hatte. Der Gedanke ans Aufräumen kam Saraya schon lange nicht mehr. Sie hatte sich an den Anblick gewöhnt, und auch heute fanden ihre bloßen Füße den Weg durch die verstreuten Flaschenhaufen nahezu traumwandlerisch.
In dem winzigen Verschlag, den der Vermieter als Badezimmer bezeichnet hatte, schüttete sie sich kaltes Wasser über Gesicht und Schulter. Immer wieder, bis ihre Haut nicht mehr klebte und der eklige Geruch nach Schweiß auf ein erträgliches Maß abgeklungen war. Danach stand sie zitternd da, betrachtete sich in den Überresten des Spiegels und beobachtete, wie sich die Wassertropfen einen Weg durch das verästelte Narbengeflecht auf ihrer Brust suchten.
Ein wahres Schlachtfeld, ging es ihr durch den Kopf, während ihre Augen auf das letzte Zeugnis ihres Rachefeldzuges fielen. Im flackernden Licht der Neonröhre schienen die Striemen auf ihrer linken Schulter gespenstisch zu pulsieren. Es würde noch etwas dauern, bis sie sich in das Muster der anderen eingegliedert haben würden. Aber wenigstens schmerzten sie nicht mehr bei jeder Bewegung.
Nachdenklich zog Saraya mit den Fingerspitzen jede der vier Linien nach. Dies würde bestimmt nicht ihr letztes Andenken bleiben. Ein grimmiges Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Dann kam die Erinnerung an die Angst zurück, die sie während des Kampfes durchlebt hatte, und ihre Finger begannen unkontrolliert zu zittern. Dieses Mal war es wirklich knapp gewesen. Zu knapp, warf sie sich vor, während sie den Spiegelschrank öffnete und darin herumkramte. Ihre Anspannung sorgte allerdings dafür, dass sich ein Großteil des Inhaltes im Waschbecken wiederfand, bevor sie endlich auf das richtige Etikett gestoßen war. Die Pillen klapperten beunruhigend lose, als sie die Medikamentendose aus dem Schrank nahm. Ein rascher Blick auf den vergilbten Kalender im Wohnzimmer bestätigte ihr, dass es dieses Mal knapp werden würde. Natürlich, wenn es sein musste, könnte sie ein paar Tage ohne die Pillen auskommen. Besonders reizvoll war der Gedanke allerdings nicht.
Zurück in dem Zimmer, das ihr seit fast einem Jahr sowohl als Wohn- als auch als Schlafraum diente, schüttete sie sich ein paar der blauen Pillen in die offene Hand und spülte sie mit Hilfe eines schalen Bieres herunter, das sie zufällig auf dem Boden gefunden hatte. Dann legte sie den Kopf in den Nacken und wartete darauf, dass die Wirkung der Drogen einsetzte. Sie konnte beinahe spüren, wie sich die Tabletten zersetzten, in ihren Kreislauf übergingen und durch ihr rauschendes Blut zum Gehirn wanderten. Als sie den ersten Ruheschub spürte, seufzte sie zufrieden auf und tapste zu ihrem Bett hinüber.
Die Dose mit den restlichen Pillen fand einen Platz neben der XXL-Packung Ohrstöpsel und dem Bild ihrer Familie. Sie griff danach und betrachtete nacheinander jedes Gesicht. Blass sahen sie aus. So blass wie ihre Erinnerungen. Bevor der Schmerz darüber sich jedoch ein weiteres Mal ihr festsetzen konnte, entfaltete das Medikament seine Wirkung. Das Letzte, was sie hörte, war das protestierende Knarren der Bettfedern. Dann fiel sie in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

Der selbst verursachte Dämmerzustand hielt an, bis ein ungewohntes Geräusch sie auffahren ließ. Sofort begann sich der Raum um sie herum zu drehen; er schwankte wie das Deck eines Schiffes. Saraya musste schwer an sich halten, um sich nicht zu übergeben.
Einen Moment lang hing sie würgend über der Bettkante, blinzelte angestrengt und versuchte, ihren Blick zu fokussieren. Erneut klopfte es an ihre Tür, und ihre Augen wanderten misstrauisch zu dem weißgetünchten Holz. Sie fixierte es, als könne sie hindurch sehen und klaubte rasch die Silikonstöpsel aus ihren Ohren.
Die Flut aus Geräuschen, die daraufhin gegen ihre überempfindlichen Sinne brandete, ließ sie fast zu Boden gehen. Überwältigt schloss sie die Augen, darauf konzentriert, die Laute ihrer Nachbarn auszublenden. Nach und nach verschwanden die vielfältigen Stimmen, und sie richtete ihre Aufmerksamkeit auf den Ort vor ihrer Tür. Von dort war allerdings nicht der geringste Laut zu hören, bis auf ein weiteres, nun ohrenbetäubendes Hämmern. Verwirrt blickte sie auf den Kalender. Die Miete war noch nicht fällig. Also einer der anderen Mieter?
„Einen Moment!“, rief sie. Dann zwang sie ihren Körper nach oben, taumelte, rutschte von der Bettkante und landete so unglücklich in einem der Flaschenhaufen, dass es laut polterte.
„Verdammt!“, murmelte sie, als ihr Gesicht in den Flusen des Teppichs versank. Es stank widerlich – nach den Überresten verschütteten Alkohols, Schweiß, Staub und den Menschen, die vorher in dieser Wohnung gelebt hatten. Angewidert verzog sie das Gesicht, schnaubte den üblen Gestank aus ihrer Nase und hievte ihren Körper nach oben. Sie hatte sich gerade aufgerichtet, da zerbarst ihre Wohnungstür.
Bevor ihr träger Verstand überhaupt verstanden hatte, was passiert war, lag sie bereits erneut auf dem Boden. Schwärze lungerte vor ihren Augen, und in ihrer linken Seite, knapp unter der letzten Rippe, saß ein glühender Schmerz. Das Scheppern von Glas drang an ihre Ohren, gefolgt von dem Geräusch schwerer Schritte, die sich durch Flaschenberge wühlten - in ihre Richtung. Ein harter Tritt in den Bauch trieb ihr pfeifend die Luft aus der Lunge.
Verdammt, was …, tropfte es zäh durch ihr Gehirn, da wurde sie auch schon empor gerissen und gegen eine Wand geschleudert. Ein kurzer, stechender Schmerz jagte durch ihre Rippen, dann fiel sie auf den Boden und blieb erneut betäubt liegen.
„Das hatte ich mir schwerer vorgestellt“, lachte eine raue Stimme.
Saraya kämpfte angestrengt darum, die Kontrolle über ihren Körper zurückzuerlangen. Das schleichende Gift der Pillen wich nur langsam. Schließlich obsiegten der eiserne Wille und die langjährige Kampferfahrung über die Benommenheit und ihre Muskeln spannten sich angriffsbereit.
Der überwältigende Cocktail aus deogedämpftem Schweiß, Braten und Spargel, sowie der Mix aus verschiedensten Hundehaaren verrieten ihr, dass sie in der Nähe der Tür gelandet sein musste. Tatsächlich fand sie nach einigem vorsichtigem Tasten ein spitzes Trümmerteil. Eben hatte sie sich noch überrumpeln lassen, doch jetzt war sie vorgewarnt und bereit. Ein kaltes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, als sie den sich nähernden Schritten lauschte.
„Unterschätz' sie lieber nicht!“, warnte eine zweite Stimme leise - noch ein Mann. Auch gut. Einer mehr machte keinen Unterschied.
„Ach, was.“ Das war wieder der erste Kerl. „Die ist doch schon so gut wie erledigt.“
Saraya wartete mit knirschenden Zähnen sein Lachen ab. Nur noch ein Schritt. Komm schon! Tu mir den Gefallen! Ein schwarzer Sportschuh schob sich in ihr Blickfeld. Frisch poliert verriet ihr das Jucken ihrer Nase.
„Ein wirklich schönes Exemplar. Da wird sich der Boss freu…“ Der Rest des Satzes ging in einem erstickten Gurgeln unter, denn sie war aufgesprungen und hatte das Stück Holz tief in das verletzliche Fleisch unter dem Kinn getrieben.
Warmes Blut sprudelte über ihre Hände, während die braunen Augen des Mannes noch ein letztes Mal aufflackerten und dann in stumpfen Ton verloschen. Der entseelte Körper des Angreifers sackte zu Boden, und ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit breitete sich in ihr aus. Wer ist jetzt hier erledigt, du Arschloch?
„Miststück!“, brüllte der zweite Mann und hob den Arm.
Bevor sie reagieren konnte, bohrten sich zwei spitze Nadeln in ihre Brust. Sie sah noch, wie die Drähte daran leicht vibrierten, dann ging sie unter dem ersten Stromstoß in die Knie. Erschrocken keuchte sie auf, versuchte, sich gegen das Zittern, das ihre Muskeln befallen hatte, zu wehren und griff nach den Drähten. Doch ein weiterer Stromstoß ließ sie wimmernd zu Boden sinken.
Blitz um Blitz jagte durch ihren unkontrolliert zuckenden Körper, bis sie schließlich in die Bewusstlosigkeit sank.


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--> Hier geht es weiter

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #2 |

RE: Zweierlei Blut - Prolog
Hallo adsartha!

Scheint wohl so, als sei ich die erste, die hier einen Kommentar abgibt. ;-)
Tja, was kann ich zu deiner Geschichte sagen?
Sie fängt an mit einem Traum. Einem Alptraum, um genau zu sein. Allerdings habe ich das dumpfe Gefühl, dass dieser Traum irgendwo einen wahren Kern hat.
Ich vermute jetzt einfach mal ganz frech, dass es sich bei deiner Protagonistin Saraya um einen Werwolf oder zumindest etwas ähnliches handelt. Im Traum hat sie Pfoten und Krallen, in der Realität zählt sie die Tage bis zum nächsten Vollmond - für mich relativ eindeutige Hinweise. xD
Na ja, wir werden sehen.

Die Zustände, unter denen sie lebt, sind wirklich mehr als unzumutbar. Dreck, Chaos, Gestank - ich glaube nicht, dass ich so würde wohnen wollen. Ihr allerdings scheint es egal zu sein - warum? Weiß sie, dass sie diesen Ort sowieso nur für eine begrenzte Zeit bewohnen wird? Hält sie sich ohnehin selten dort auf? Ich glaube, ich an ihrer Stelle würde wahnsinnig werden in so einem Drecksloch. Aber das wird sich vermutlich auch alles noch klären.

Die vielen Flaschen im Raum - deutet das eventuell darauf hin, dass sie trinkt, also alkoholabhängig ist? Immerhin spült sie die merkwürdigen Pillen mit Bier herunter, normalerweise nicht unbedingt die Flüssigkeit, mit der man so etwas tut. ^^

Und dann also diese beiden Männer, die - ja, was wollen sie eigentlich? Sie entführen? Sie töten? Vermutlich ersteres, sonst wäre sie wohl schon tot. Fragt sich nun also, warum und wohin. Vermutlich arbeiten sie für jemanden (meine Überlegung).
Sonderlich zimperlich gehen sie ja nicht gerade mit ihr um. Na ja, unangenehme Zeigenossen eben.

Jetzt bin ich natürlich sehr auf das erste richtige Kapitel deiner Geschichte gespannt. Ein Prolog ist ja meist sehr weit gegriffen - spielt die eigentliche Geschichte direkt im Anschluss? Spielt sie viel später? In welchem Verhältnis steht sie zu dem Prolog?
Also hopp, hopp - her mit dem ersten Kapitel. Mrgreen

So, das wär's zu meinen Überlegungen und Spekulationen. ^^
Fehlen noch die Korrekturen der Feinheiten. ;-)

Zitat:die bereits den vergammelten Teppich bevölkerten fielen diese allerdings wenig auf
bevölkerten, fielen

Zitat:Da konnte sie es auch gleich lassen und sich um wirklich wichtige Dinge kümmern.
Was sind das für wichtige Dinge? Schlafen? ;-)
Kann sein, dass das in den nächsten Kapiteln erläutert wird, ansonsten hier vielleicht noch mal überarbeiten. :-)

Zitat:sowohl Wohn-, als auch Schlafzimmer
Komma weg

Zitat:Sie machte sich aber keine Sorgen darüber.
Vielleicht "Sorgen darum"?
Klingt besser, finde ich. :-)

Zitat:Gelernt ist halt gelernt, dachte sie mit einem leisen Lächeln auf den Lippen
Wenn du Gedanken kursiv schreibst wirkt es übersichtlicher. So in diesem Fall:
Gelernt ist halt gelernt, dachte sie mit einem leisen Lächeln auf den Lippen

Zitat:bereit dem, der ihren Schlaf gestört hatte
bereit, dem

Zitat:Ein Umstand der sie verwirrt innehalten ließ
Umstand, der

Zitat:„Das hatte ich mir schwerer vorgestellt.“, erklärte eine raue Stimme
den Punkt weg. Wenn nach den Anführungszeichen ein Komma und so etwas wie "sagte" oder "erklärte" kommt, dann wird der Punkt weggelassen (allerdings nur der Punkt; Ausrufezeichen, Fragezeichen etc. bleiben stehen. Strange, aber wahr. ^^)
Außerdem wirkt das "erklärte" hier ein wenig merkwürdig. Eventuell "meinte" oder einfach "lachte"?

Zitat:hart den Griff des Messers in das Fleisch
besser "ins Fleisch" oder "in ihr Fleisch".

Zitat:Sollen sie nur kommen!
Sind das wieder Gedanken?
Wenn ja, würde ich sie wie gesagt kursiv schreiben, wenn nein das "sollen" in "sollten" umändern --> Präteritum

Zitat:Allerdings nicht für den Kerl, der sie angegriffen hatte!
Hier verwirrt das Kursive.
Wenn es Gedanken sein sollen, in die Ich-Perspektive und Präsens umwandeln:
Zitat:Allerdings nicht für den Kerl, der mich angegriffen hat!
Ansonsten das Kursive weglassen, man versteht nicht wirklich, was das sonst dort für einen Sinn macht. :-)

Zitat:„Unterschätz sie lieber nicht.“, warnte eine andere Stimme leise.
Auch hier wieder den Punkt weg.

Zitat:Also waren es mindestens zwei! Auch gut. Einer mehr machte keinen Unterschied.
Hier gilt das selbe wie oben.
Gedanken --> umwandeln in Präsens
keine Gedanken --> nicht kursiv schreiben

Zitat:„Ach, was.“ Das war wieder der erste Kerl.
Hier ist der Punkt übrigens richtig gesetzt. ;-)

Zitat:Nach während sie das dachte
Noch

Zitat:Damit wäre seine Kehle direkt auf der Höhe ihres Gesichts! Der Gedanke war kaum zu Ende gedacht
Hier würde es sich anbieten, tatsächlich Gedanken daraus zu machen, also so:
Zitat:Damit wäre seine Kehle direkt auf der Höhe meines Gesichts! Der Gedanke war kaum zu Ende gedacht
Ist aber nur ein Vorschlag. :-)

Zitat:Wer hatte noch Mal gesagt, dass sich Rache nicht lohnte? Egal, denn er hatte sich auf jeden Fall geirrt
"hat" anstatt "hatte".
Da es "direkte" Gedanken sind, denkt sie in der Gegenwart, bzw. hier in der einfachen Vergangenheit.

Zitat:zwei Spitze Nadel
zwei spitze Nadeln

Zitat:Dann bohrten sich plötzlich zwei Spitze Nadel in ihren Bauch, und als sie irritiert den Blick senkte, sah sie die zwei metallenen Drähte, die aus ihrer Brust traten.
Diesen Satz verstehe ich nicht ganz.
Rein vom Gefühl her würde ich sagen, da hat ihr jemand einen Elektroschocker auf die Brust gesetzt.
Allerdings verstehe ich nicht, was die Nadeln im Baum mit den Drähten in der Brust zu tun haben, und wieso die Drähte "aus ihrer Brust traten". So hört es sich an, als würden sie sozusagen von innen herauswachsen.
Diesen Satz vielleicht noch einmal überarbeiten und ein wenig verständlicher gestalten. :-)

Zitat:Oh Scheiße!
Sind das wieder Gedanken?
Wenn ja, kursiv schreiben.
Wenn nein klingt es irgendwie komisch.

Zitat:Nicht Mal eine Sekunde
"Nicht Mal" klingt zu umgangssprachlich.
Ich würde es duch "Nicht einmal" ersetzen.

Zitat:Sie versuchte sich dagegen zu wehren
versuchte, sich

Zitat:richtete sich erneut mühsam auf. Nur um unter einem weiteren Stromstoß
Hier würde ich anstelle eines Punktes ein Komma schreiben. Hört sich besser an und so wirkt es irgendwie ein wenig holprig.

So, das war's von meiner Seite. :-)
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weiter geht. :D

Lieben Gruß
Mauriel

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein)

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Beitrag #3 |

RE: Zweierlei Blut - Prolog
Hallo Adsartha84,

ich habe mir jetzt vorgenommen, mal ein paar Geschichten fleißig zu kommentieren und deine ist als erste dran.Icon_smile

Also los geht´s.

Zitat:Ein irres Lachen hallte durch das düstere Gewölbe. Es klang nah, viel näher, als sie es vermutet hatte.
Ich würde das "es klang" weglassen. Dann wirkt es intensiver, etwa so:
Nah, viel näher als sie gedacht hatte, war es ihr schon gekommen.

Zitat:Erschrocken verstärkte Saraya ihre Anstrengungen. Sie pumpte ihre letzten Reserven in die müden Muskeln, spürte wie sie sich protestierend unter ihrer Haut zusammenzogen, als sie weiter an Geschwindigkeit zulegte.
Ich würde die Sätze miteinander verbinden, dadurch wird der Satz zwar lang, aber er klingt atemloser und nimmt den Leser mehr mit.
Erschrocken verstärkte Saraya ihre Anstrengungen, pumpte ihre letzten Reserven in die müden Muskeln, spürte wie sie sich protestierend unter ihrer Haut zusammenzogen, als sie weiter an Geschwindigkeit zulegte.
Ich hoffe, du verstehst was ich meine.

Zitat:Ihr Herz drohte zu zerspringen. Doch sie bremste sich nicht, trieb sich immer weiter voran. Ihre Pfoten flogen geradezu über den Boden.
Das "doch sie bremste sich nicht", würde ich herausnehmen. Erstens klingt es zu technisch und zweitens nimmt es die Geschwindigkeit aus der Szene.
Besser so:
Ihr Herz drohte zu zerspringen, aber sie trieb sich weiter voran. Schneller, sie musste schneller sein. Ihre Pfoten...

Zitat:Der Ventilator drehte sich träge und wirbelte die schweißgetränkte Luft von einer Seite des Raumes auf die andere. Saraya fuhr sich seufzend durch die vom Schlaf zerzausten Haare und richtete sich auf. Als sie sich aus ihrem Bett quälte, fielen polternd ein paar Flaschen auf den Boden. Unter den ganzen anderen, die bereits den vergammelten Teppich bevölkerten fielen diese allerdings wenig auf.
Gute Beschreibung der Umgebung, noch dazu mit wenigen Worten, gefällt mir.
Zitat:Saraya mochte das, denn das stetige Flackern der Glühbirne schonte nicht nur ihre empfindlichen Augen,
Ich weiß nicht, aber als schonend würde ich das nicht gerade beschreiben, nimm doch lieber irgendeine schwache Glühbirne, die kaum Licht spendet, da könnte ich das eher nachvollziehen.

Zitat:Leider half es nicht gegen den überbordenden Gestank, der ihr jedes Mal, wenn sie das Bad betrat, stechend in die Nase kroch und sie stets dazu veranlasste, diesen Raum nicht allzu lange zu benutzen. Dementsprechend beeilte sie sich auch dieses Mal, was dafür sorgte, dass sich ein Großteil des Inhaltes ihres Spiegelschrankes im Waschbecken wieder fand, bevor sie endlich auf das richtige Etikett gestoßen war.
Das geht jetzt etwas zu schnell. Du solltest wenigstens vorher erwähnen, dass sie etwas aus dem Spiegelschrank will, sonst kommt das zu plötzlich, denn Leser dürfte erstmal einen anderen Grund vermuten, warum sie zum Bad geht. Ich habe das zumindest.Icon_wink

Zitat:Dabei bemerkte sie frustriert, dass sich der Inhalt der Dose langsam dem Ende näherte. Wenn sie nicht darauf verzichten wollte, musste sie bald Nachschub besorgen.
Den zweiten Satz würde ich streichen, denn das dürfte eh klar sein und bringt also die Geschichte nicht weiter.

Zitat:Ein befremdendes Geräusch hatte sie geweckt. Ein Geräusch, das sie schon sehr lange nicht mehr gehört hatte: jemand stand vor ihrer Tür und klopfte.
Dopplung von Geräusch. Schreib beim zweiten mal besser "etwas".

Zitat:Das war seltsam, denn eigentlich wussten die anderen Bewohner des Hauses, dass es nicht besonders gut für die Gesundheit war sie zu störe
Das es seltsam ist , ist shcon durch das "befremdend" klar. Also am besten streichen. Ich würde den Satz mit "Eigentlich wussten..." beginnen.

Zitat:Selbst der Vermieter hielt sich seit der gebrochenen Nase von ihr fern und schob nur ein Mal pro Monat die Forderung für die Miete unter der Tür durch.
Ich weiß, du willst sie als knallhart darstellen, aber das ist zuviel, kein Vermieter würde sich das gefallen lassen. Wenn du das drin haben willst, dann gib ihr auch einen guten Grund dafür und vor allem dem Vermieter warum er sie nicht rausgeworfen hat.

Zitat:Ansonsten kannte sie hier niemanden. Also wer stand da jetzt vor ihrer Tür?
Den letzten Satz empfinde ich als überflüssig und bremst eigentlich nur beim Lesen.

Zitat:Dieses Mal fiel ihr Weg durch die Flaschen etwas lauter aus. Zu viel von den blauen Pillen kreiste noch in ihrer Blutbahn und machte ihre Bewegungen etwas träger und ungelenker. Sie machte sich aber keine Sorgen darüber.
Du schreibst an vielen Stellen, wie sie sich fühlt, das sie benommen ist und so weiter, aber du zeigst es leider nie deinem Leser. Das solltest du aber tun, um es für den Leser interessanter zu gestalten. Z.B. hier, lass sie sich ihren Kopf schütteln, um das Bild wieder gerade zu rücken, was ihre Augen liefern, ihre Augen reiben, lass sie tappsige Schritte machen. Es gibt unheimlich viele Möglichkeiten ihr Benommenheit darzustellen, außer mit genau diesem Wort, nutze sie und deine Geschichte wird an Atmosphäre gewinnen und genau das braucht sie.
Wie gesagt, ich habe mir nur diese Stelle rausgepickt, aber es gibt noch viele weitere, wo du dieses Potential verschenkst.

Zitat:Auch wenn es eigentlich nicht für eine Situation wie diese gedacht gewesen war, reagierte ihr Körper sofort auf ihre Anspannung und ging in Kampfbereitschaft über. Gelernt ist halt gelernt, dachte sie mit einem leisen Lächeln auf den Lippen, während sie auf das nächste Klopfen wartete.
Gib ihr einen Grund das zu denken, ansonsten kommt sie wie ein absolut primitiver Schläger rüber, der überhaupt nicht symphatisch ist, dass sollte sie aber sein, damit ich mit ihr mitfiebern kann. Was meinst du eigentlich damit, dass ihr Körper in Kampfbereitschaft ging? Die Formulierung hört sich etwas unglücklich für mich an.

Zitat:Als es dann kam, riss sie die Tür auf und sprang nach draußen - bereit dem, der ihren Schlaf gestört hatte, eine ordentliche Abreibung zu verpassen.
Warum solllte sie das tun? Steht jemand direkt davor, springt sie ihm in die Arme, ich glaube nicht das sie das will, sthet keiner davor, springt sie ins Nirvana, auch nciht unbedingt, dass was ich wolen würde an ihrer Stelle.
Lass sie lieber die Tür aufreißen und schon zum Schlag ausholen, das kommt glaubwürdiger rüber.

Zitat:Der Aufprall an der Wand trieb ihr keuchend die Luft aus den Lungen und zusätzlich hart den Griff des Messers in das Fleisch.
Nur den Griff, das bewzweifele ich. Außerdem frage ich mcih, warum sie das Messer in den Hosenbund steckt, sie hat keine Veranlassung dafür. So was macht man, wenn man das Messer später einsetzen will. So wie ich es aber verstehe, hätte sie das Messer sowieso eingesetzt. Warum hält sie es also nicht in der Hand?

Zitat:Nach während sie das dachte, spürte sie bereits, wie sich das Holz neben ihr unter dem Gewicht des Mannes ächzend dehnte. Sie schätze ihn auf ungefähr einen Meter neunzig.
Wie schafft sie das denn? Allein aus dem Knirschen einer Treppenstufe, kann sie die Größe eines Mannes abschätzen? Sie sollte zu Wetten Daß? gehen Würde sie sicherlich gewinen. Nein, im Ernst lass das raus, oder lass Saraya ihn sehen, aber bitte nicht so.

Zitat:Damit wäre seine Kehle direkt auf der Höhe ihres Gesichts!
Warum ist das wichtig? Sie will ihr Messer in seinen Hals rammen und nicht in seine Kehle beißen.

Zitat:Wer hatte noch Mal gesagt, dass sich Rache nicht lohnte? Egal, denn er hatte sich auf jeden Fall geirrt, dachte sie zufrieden, während der entseelte Körper des Mannes vor ihr zu Boden ging.
Wofür will sie sich rächen? Bis jetzt sehe ich keinen Grund dafür.

Zitat:Dann bohrten sich plötzlich zwei Spitze Nadel in ihren Bauch, und als sie irritiert den Blick senkte, sah sie die zwei metallenen Drähte, die aus ihrer Brust traten. Oh Scheiße!
Diese Stelle hat auch Mauriel schon angemerkt. Entweder sind die Nadeln im Bauch oder der Brust, aber sie können nicht spingen.

Insgesamt gesehen, muss ich leider sagen, dass mich deine Geschichte überhaupt nciht überzeugen konnte. Du hast zwar ein paar schöne Formulierungen drin und die Räume beschreibst du auch ganz gut, aber leider zeigst du mir nie, was deine Protagonistin fühlt, sondern sagst es immer nur. Ich möchte es aber sehen. Also schreib mal, dass sie sich fahrig durch die haare fährt, zeig mr dass sie unsichere Schritte macht und leicht taumelt. Sich abstützen muss, Nebel vor ihren Augen ist und so weiter.
Dann finde ich den Kampf sehr unlogisch in seinem Aufbau.
Die beiden Männer wollen sie entführen, dass bedeutet sie möchten so wenig Aufmerksamkeit wie möglich und das bedeutet, so schnell wie möglich rein in die Wohnung des Opfers und es da überwältigen hinter verschlossenen Türen und nicht in aller Öffentlichkeit im Hausflur. Das würde aber bedeuten, dass die beiden Männer schon vor der Tür stehen müssen.
Auch wäre es gut, wenn du deine Protagonistin etwas symphatischer gestalten würdest, bisher ist sie mir relativ egal. Damit ich mitfieber, darf sie das aber nciht sein.
Und vor allem verschenke nicht gleich am Anfang einen Teil des Potentials der Geschichte, indem du gleich am Anfang verrätst, dass sie ein Werwolf ist.
Der Traum und die Bemerkung, dass es nur noch sechs Tage bis Vollmond sind, sind da zu eindeutig.
Zitat:Dabei bemerkte sie frustriert, dass sich der Inhalt der Dose langsam dem Ende näherte. Wenn sie nicht darauf verzichten wollte, musste sie bald Nachschub besorgen.
Ihr Blick wanderte unruhig zu dem vergilbten Kalender an der Wand. Noch sechs Tage bis Vollmond. Das würde knapp werden.
Aber notfalls würde sie auch ein paar Tage ohne die Pillen auskommen, beruhigte sie sich selbst, bevor sie sich auf ihr Bett fallen ließ und die Augen schloss.
Besser wäre es etwa so:
Dabei bemerkte sie frustriert, dass sich der Inhalt der Dose langsam dem Ende näherte.
Ihr Blick wanderte unruhig von den paar Pillen zu dem vergilbten Kalender an der Wand. Sie seufzte. Es würde knapp werden.
Notfalls konnte sie ein paar Tage ohne die Pillen auskommen, beruhigte sie sich selbst, bevor sie sich auf ihr Bett fallen ließ und die Augen schloss.


Ich weiß, dass hört sich alles sehr negativ an, aber ich hoffe du siehst meinen Kommentar als konstruktiv an.
Ich bin mir sicher, wenn du die Gescichte gründlich überarbeitest und an ein paar Dingen arbeitest, kann die Geschichte richtig interessant werden.

LG,
Drakir

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Beitrag #4 |

RE: Zweierlei Blut - Prolog
Hallo ihre beiden,
danke für eure ausführlichen Kommentare. Ich werde mir die Änderungsvorschläge auf jeden Fall anschauen und die Geschichte überarbeiten.

@ Maurial:
1. Sarayas Lebensumstände sind nicht gerade schön, aber das hat seine Gründe, die im Laufe der Geschichte noch aufgedeckt werden.

@ Drakir:
Zuerst einmal finde ich es sehr schade, dass dich die Geschichte nicht gefesselt hat. Insbesondere, da du mir das ankreidest, was ich selber immer bei anderen bemängele, nämlich das fehlende Show, dont tell! ;-)
Ich werde mich auf jeden Fall noch einmal ransetzen, versprochen!
Deine Kritik bezüglich des Vermieters und des Angriffs kann ich aber nicht so richitg nachvollziehen. Saraya wonht in einem Drecksloch - der Vermieter kuscht aus Angst vor ihr (so was gibt es auch ;-)) und den übrigen Mitbewohnern ist der Kampfeslärm in dieser Umgebung sicherlich herzlich egal.
Die Schätzung der ungefähren Größe anhand des Gewichts ist Erfahrungssache und die Bezeichnung Kehle für den Hals ist für einen Werwolf nicht so unüblich, finde ich.
Aber natürlich hast du Recht, was das Messer und den Sprung aus der Tür anbelangt. Daran werde ich arbeiten.
Weiterhin möchtest du, dass ich meine Protagonistin sympathischer mache. Hmm, mal sehen, wie ich das hinbekomme. Sie ist nun mal ein verbitterter Werwolf. ;-)
Ah ja, das erinnert mich an deine Kritik bezüglich ihrer Identität. Natürlich könnte ich im Dunkeln lassen, dass sie eine Werwölfin ist, aber darum geht es in dieser Geschichte nicht.
Ich wollte, dass der Leser weiß, was sie ist und sich statt daran herumzurätseln, darauf konzentriert, sich zu fragen, warum sie so ist, wie sie ist und warum sie entführt wird.

LG
Adsartha

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Beitrag #5 |

RE: Zweierlei Blut - Prolog
Hallo Adsartha,

Zitat:Deine Kritik bezüglich des Vermieters und des Angriffs kann ich aber nicht so richitg nachvollziehen. Saraya wonht in einem Drecksloch - der Vermieter kuscht aus Angst vor ihr (so was gibt es auch ;-)) und den übrigen Mitbewohnern ist der Kampfeslärm in dieser Umgebung sicherlich herzlich egal.
Selbst wenn es den anderen Bewohnern egal ist, würde eine Profi nie riskieren, dass es Zeugen gibt, außerdem ist der Überraschungseffekt größer, wenn der Angriff direkt auf das Öffnen der Tür erfolgt und mal selbst den Schwung mitnehmen kann. Man bringt den anderen dadurch schon in Bedrängnis, da er rückwärts gehen muss.
Aber warum kuscht der Vermieter? Den Grund musst du mir noch liefern oder ihn einfach weglassen.

Zitat:Die Schätzung der ungefähren Größe anhand des Gewichts ist Erfahrungssache
Tut mir leid, aber ich behaupte mal, dass funktioniert nicht. Ich kann dir zig Beispiele nennen, wo du gnadenlos daneben liegen würdest, wenn du nicht vom perfekt trainierten Menschen ausgeht. Es hängt immer vom Körperbau des einzelnen ab und von daher sollte sie wenigstens Augenkontakt haben. Umgedreht ist es einfacher, von der Körpergröße aufs Gewicht zu schließen, da man einfach bei einer bestimmten Größe von einem bestimmten Gewicht ausgehen kann. Umgedreht aber nicht. Leider

Zitat:die Bezeichnung Kehle für den Hals ist für einen Werwolf nicht so unüblich, finde ich.
Da hast du auch recht, aber darum ging es mir auch nicht. Ich habe mich nur gefragt, warum es wichtig sein sollte, dass ihr Gesicht auf Höhe seiner Kehle ist, schließlich will sie nicht beißen, sondern ihr Messer in seinen Hals rammen und das kann sie auch wenn Ihr Gesicht bis zu seiner Brust reicht.

Zitat:Weiterhin möchtest du, dass ich meine Protagonistin sympathischer mache. Hmm, mal sehen, wie ich das hinbekomme. Sie ist nun mal ein verbitterter Werwolf. ;-)
Das kann und soll sie ja auch sein, aber du musst mir als Leser etwas anbieten, wodurch ich mich ein bißchen identifizieren kann mit ihr oder mitfühlen kann mit ihr, ansonsten läuft das Geschehen einfach an mir vorbei und ich werde nie in die Geschichte mitgenommen. Du musst beim Leser Interesse für deinen Prot erzeugen, damit er mitfiebern kann unnd das fehlt mir ein bißchen.
Deswegen hätte ich das mit dem Werwolf nicht erwähnt, weil man dann noch etwas hat, was rätselhaft ist, so löst du das viel zu schnell auf.

Zitat:Ich wollte, dass der Leser weiß, was sie ist und sich statt daran herumzurätseln, darauf konzentriert, sich zu fragen, warum sie so ist, wie sie ist und warum sie entführt wird.
Warum sie entführt wurde, ist doch schon klar. Weil sie ein Werwolf ist, was die damit bezwecken und mit ihr machen, ist mir bisher egal, um es mal drastisch auszudrücken, da die Verbindung vom Leser mit ihr noch fehlt, jedenfalls bei mir. Und gerade weil du willst, dass der Leser rätselt warum, solltest du icht erwähnen, dass sie ein Werwolf ist, denn dann gibt jeder die Antwort, die ich anfangs aufgeschrieben habe und die Sache hat sich erledigt. Oder du machst eine Andeutung, was mit ihr Geschehen soll, durch einen Kommentar des Entführers oder so. SO brichst du aber an einer Stelle ab, wo schon alles geklärt zu sein scheint und hast zumindest nicht bei mir erreicht, dass ich unbedingt weiterlesen will. Was ich aber natürlich trotzdem tun werde, weil ich mich grundsätzlich für WErwolf und Vampirgeschichten interessiere.

LG,
Drakir

Auf das der Wind in eurem Rücken, nie euer eigener sei. (alter irischer Reisegruß Icon_wink)
drakir
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Beitrag #6 |

RE: Zweierlei Blut - Prolog
Hi Drakir.
Wow, du bist wirklich schnell ;-)
Zuerst eine Anmerkung meinserseits. Saraya überlegt, wo der Hals des Angreifers ist, damit sie weiß, wohin sie mit ihrem Messer zielen muss.
Aber das ist nicht mehr so wichtig (genauso wie die Gewichtssache), denn du hast mich schon mit deinem ersten Kommi überzeugt ;-)
--> Der Kampf wird geändert und ins Zimmer verlegt. Ich sehe polternde Flaschen und zubruchgehende Möbel ;-)
Auch Saraya wird überarbeitet. Der Werwolf kommt raus und der Vermieter wird abgeändert.
Jetzt muss ich nur noch etwas finden, wodurch ich sie sympathischer kriege. Hmmm *grübel*
Ideen, Vorschläge, Anregungen? ;-)

Ich setze mich auf jden Fall mal ran und hoffe dann auf eine etwas positivere Kritik von dir.

LG
Adsartha

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
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Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
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Beitrag #7 |

RE: Zweierlei Blut - Prolog
Hi Adsartha,
symphatischer ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort, aber ich muss irgendwie eine Beziehung zu ihr aufbauen.
DAs ginge z.B. dadurch, dass sie durch lautes Kindrgeschrei, das nicht aufhören will, geweckt wird oder dadurch, dass jemand zu laut Musik hört und sie sich dann aufregt. Ich denke, dass könnte jeder nachvollziehen und mit ihr fühlen, damit wärest du dann schon auf der sicheren Seite, dass der Leser sich für sie interessiert

Zitat:--> Der Kampf wird geändert und ins Zimmer verlegt. Ich sehe polternde Flaschen und zubruchgehende Möbel ;-)
Mrgreen Das hört sich doch vielversprechend an.

LG,
Drakir

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drakir
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Beitrag #8 |

RE: Zweierlei Blut - Prolog
Hallo adsartha,

dann wollen wir mal! Icon_smile

Also ein "Prolog" ist ja wie Mauriel schon geschrieben hat, sehr schwer zu fassen, denn darauf kann "alles" folgen. Einige Geschichten (Romane) fangen mit solchen Szenen a la Mord, Ohnmacht, Kampf, Flucht etc. an und man hört dann nie mehr was von den Charakteren, aber bei dir ist das denke ich anders.

Viel kann man daher auf der "Handlungsebene" nicht schreiben, da es noch undruchsichtig ist, wie alles zusammenhängt und was das zu bedeuten hat. Wenn die ersten Kapitel da sind, kommen dann die Punkte Logik und Verlaufskurve *G*

Die Action ist gut geschrieben! Das sei schonmal gesagt. Fängt spannend an und schließt spannend ab - ABER eigentlich wie erwartet für erfahrene Leser! *g* Bei solchen Action-Szenen auf in dieser Kürze müssen entweder die Männer sterben oder die Protagonistin hat nen Blackout. Icon_wink

Den Stil finde ich ebenfalls gelungen. Man hat keine Probleme beim Lesen und kommt locker durch den Text! Das ist mir immer sehr, sehr wichtig, denn die tollste Geschichte bringt nichts, wenn man mit dem Stil des Autors nicht zurecht kommt. Daumen hoch! Icon_jump

Eine Sache hat mich gestört: Der Charakter agiert zu übertrieben.

Zitat:Selbst der Vermieter hielt sich seit der gebrochenen Nase von ihr fern und schob nur ein Mal pro Monat die Forderung für die Miete unter der Tür durch.

Hallo? In was für einer Bude haust sie eigentlich? Sie bricht ihrem Vermieter die Nase und der kriecht dann quasi rum? o_O

Ich weiss nun nicht, ob die "Welt", in der die Story spielt, von Kreaturen wie Saraya weiss, aber normalerweise fliegt so ein Mieter im hohen Bogen raus - ob Werwolf, Hexe, Vampir oder Magier. ^^

Zitat:Das war seltsam, denn eigentlich wussten die anderen Bewohner des Hauses, dass es nicht besonders gut für die Gesundheit war sie zu stören.

Hier genauso. Heisst das, dass die Mitbewohner ein paar aufs Auge bekommen, wenn sie da anklopfen?

Zitat:Als es dann kam, riss sie die Tür auf und sprang nach draußen - bereit dem, der ihren Schlaf gestört hatte, eine ordentliche Abreibung zu verpassen.

Wie gut, dass es zwei Kidnapper/Mörder sind und nicht der Postbote ...o_O

Also diese Sachen haben mich beim Lesen etwas genervt! ^^ Das wirkt einfach so übertrieben.

Springt sie zum Einkaufen durch eine Scheibe in den Läden, reisst mit ihren Zähnen die Wurst vom Stand, hechtet durch die Kassen und wirft das Geld wütend der Kassiererin ins Gesicht, die sich ängstlich bedankt? ^^

Nicht zu ernst nehmen, aber ist klar, was ich sagen will? *gg*

Also hier hätte ich es mir etwas "gediegener" gewünscht. ^^

Spannend ist der Text, für einen Prolog zudem genau stimmig aufgemacht und knackig geschrieben und ich freue mich auf das erste Kapitel! Icon_smile

Grüße

David


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Beitrag #9 |

RE: Zweierlei Blut - Prolog
Hi Holy

Zitat:Heisst das, dass die Mitbewohner ein paar aufs Auge bekommen, wenn sie da anklopfen?
--> *g*

Zitat:Wie gut, dass es zwei Kidnapper/Mörder sind und nicht der Postbote ...o_O
--> *lol*

Zitat:Springt sie zum Einkaufen durch eine Scheibe in den Läden, reisst mit ihren Zähnen die Wurst vom Stand, hechtet durch die Kassen und wirft das Geld wütend der Kassiererin ins Gesicht, die sich ängstlich bedankt?
--> *rofl*

Absolut genial dein Kommi.
Dankeschön.
Es freut mich, dass dir die Story Lust auf mehr gemacht hat. Da ich den Prolog noch etwas überarbeite, fallen dann aber sicherlich deine kritischen Punkte heraus.
Das nächste Kapitel schaue ich mir heute noch mal an, dann poste ich es rein.

LG
addi

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Beitrag #10 |

RE: Zweierlei Blut - Prolog
Huhu addi, *g*

naja, es war auf jeden Fall nicht böse gemeint! Icon_wink Nur so eher ernste Stories bekommen dann eine unfreiwillige Komik auch. Das wollte ich nur anmerken.

Zitat:Sie ist nun mal ein verbitterter Werwolf. ;-)

Bei Saraya stellt man sich auch die Dialoge dann dementsprechend vor.

Passant: "Wo ist das Hotel bitte?"
Saraya: "Da vorne links!"

Dank ihres (vorläufigen) Charakters stelle ich mir vor, dass selbst in dieser einfachen Aussage schon ein ansprechender, symphathischer Anteil an Verbitterung und Wut liegt.

Und ja, mach ruhig. Bin sehr gespannt auf das Kapitel, denn sonst hat es gepasst. Icon_smile

Grüße

Holy


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