Es ist: 09-05-2021, 19:53
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Schattenflamme - Kapitel 2 "Die Prüfung"
Beitrag #1 |

Schattenflamme - Kapitel 2 "Die Prüfung"
Dieses Kapitel ist etwas länger. Dafür gibt es einen schönen Kampf. Icon_smile

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Kurz nach Sonnenaufgang wurde Devas von einer Prüfungsaufsicht geweckt und ihm wurden 30 Minuten gewährt, um sich herzurichten und um seine Gedanken noch zu sortieren. Seine Aufsicht war ein junger Mann mit kurzen schwarzen Haaren und einer bulligen Statur. Dem möchte man abends im Dunkeln lieber nicht alleine begegnen.
Er begleitete Devas aus dem Hauptgebäude hinaus, über den Versammlungsplatz hin zur Arena. Der rote Sand schimmerte im Licht der morgentlichen Sonne, wie tausend kleine Edelsteine von höchster Qualität. Es hatte etwas Seltsames an sich, das Devas Laune erheblich anhob.
Sein Blick schweifte vom Sand ab und richtete sich auf das große Gebäude vor ihm. Es war ungefähr 25 Meter hoch und hatte eine ovale Form. Die Außenwände waren einfache Steinwände und eine Überdachung sorgte für den nötigen Schutz vor Regen. Das Eingangstor bestand aus zwei hölzernen Flügeltüren, die durch einen Verriegelungszauber verschlossen war und der nur zu besonderen Anlässen entfernt wurde.
Und heute war so ein Tag.
Die Tore standen weit offen und man konnte die Ansätze des Gängelabyrinths der Katakomben schon erkennen. Devas war noch nie dort unten gewesen und deswegen war er auch schon gespannt darauf, wie es innen aussehen wird.
Sie gingen einen düsteren Gang entlang. Er folgte seiner Aufsicht, denn alleine hätte er den Weg nicht gefunden. Innerhalb von wenigen Metern kreuzten den Gang, auf dem sie waren, vier andere.
Sie gingen immer tiefer in das Labyrinth hinein bis sie an eine alte, aus schon fast morschem Holz bestehende Tür kamen. Sein Begleiter öffnete diese und sie traten in einen hell erleuchteten Raum ein. Riku und seine Prüfungsaufsicht waren ebenfalls schon da.
„Ihr seid aber spät dran“ , diese raue Stimme gehörte dem Schulleiter. Er stand an der gegenüberliegenden Wand des Raumes und betrachtete die Kampfszenen, die ein Künstler vor vielen, vielen Jahren dort hin gemalt hatte.
Sie stellten Magieschüler dar, die sich wilden Bestien gegenüberstanden. Hundeartige Wesen mit zwei Köpfen, in dessen vier Augen man deutlich den Blutdurst ablesen konnte. Sie fletschten die Zähne und ihre Muskulatur war angespannt, so als würden sie jeden Moment losspringen.
Im Vergleich zu den Monstern sahen die Magier wie Schwächlinge aus, die nichts entgegenzusetzen haben außer einem Paar ängstlich dreinschauender Augen und zittrigen Beinen.
Ein kalter Schauer lief Devas den Rücken runter, als er sich vorstellte, selber gegen so eine Kreatur antreten zu müssen. Doch glücklicherweise hatte die Schule derartige Prüfungen eingestellt, weil dabei zu viele Schüler ums Leben kamen.
Der Schulleiter setzte zu einer Ansprache an, genau im richtigen Moment, wie Devas fand, denn er war gerade dabei sich sein Ende gegen ein solches Monster auszumalen.
„Waffenmagier Riku und Kontrollmagier Devas“, er musterte sie mit einem sorgfältigem Blick. „Ihr wisst sicher warum ihr hier seid. Heute ist der Tag, an der ihr zu eurer Abschlussprüfung antreten müsst. Ihr seid sicher aufgeregt, weswegen ich meine Erklärung kurz halten möchte. Heute findet zum ersten Mal in der Geschichte von Mangalan ein Doppelkampf statt, bei dem euch die ganze Schule von der Tribüne aus beobachten wird. Die Regeln dieses Kampfes sind einfach. Es sind die gleichen die seit unseren Ahnen gelten. Kämpft mit allen Mitteln, die euch gegeben sind und kämpft solange, bis der leblose Körper des Gegners auf dem staubigen Boden aufschlägt. Die Gegner seht ihr kurz bevor der Kampf beginnt. Und tut mir einen Gefallen: Sterbt nicht und bietet den Zuschauern einen spannenden Kampf, der in den Geschichten der Schule seines Gleichen suchen wird. In dreißig Minuten werden euch eure Aufsichten in die Arena geleiten“

Nachdem er diese Worte gesprochen hatte, drehte er den eingeschüchtert dreinblickenden Prüflingen den Rücken zu und verließ den Raum durch eine Tür, die Devas erst jetzt entdeckt hat. Sie lag dort, wo das Kerzenlicht kaum einen Weg fand die Schatten zu vertreiben.
Die halbe Stunde kam ihm vor wie eine Ewigkeit. Er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Warum mussten sie in so einem gefährlichen Wettkampf antreten, obwohl die Schule die Kämpfe gegen Monster abgeschafft hatte? Was hatten sie verbrochen? Er hoffte nur, dass sie nicht gegen Monster kämpfen müssten. Auch in Rikus Gesicht spiegelte sich eine gewisse Ratlosigkeit wieder, als sie sich auf den Weg machten.
Am Ende des Ganges war ein Gittertor hinter dem sich das Kampffeld erstreckte. Das Tor wurde langsam empor gezogen und Devas staunte nicht schlecht als er es erblickte. Es war kein sandiges, flaches Feld, so wie er es sich vorgestellt hatte. Ganz im Gegenteil.
Es war ein unebenes Land dessen Boden aus Erde bestand. Ein paar Bäume und einige Steine boten sogar Deckung. Die Tribüne erstreckte sich über die ganze Arena und lag zehn Meter erhöht über dem Kampffeld. Es war wirklich die ganze Schule gekommen, um ihnen beim Kämpfen zuzusehen. Das bereitete Devas ein mulmiges Gefühl. Er konnte sich nicht gut konzentrieren, wenn hunderte von Augenpaaren jede seiner Bewegungen verfolgte.
Emero erhob sich von seinem Sitzplatz, der schon fast einem Thron glich, und setzte zu einer Rede an: „Herzlich Willkommen zu dem Doppelkampf des Kontrollmagiers Devas und des Waffenmagiers Riku. Es wird ein Kampf, dessen Ausgangssituation nicht spannender sein könnte. Zwei Magieschüler, die ihre Prüfung bestehen wollen und zwei Gegner, deren Bedürfnisse erst gestillt sind, wenn ihre Kehlen mit Blut getränkt sind. Es wird ein Kampf, den Mangalan noch nie gesehen hat. Es wird ein Kampf auf Leben und Tod.“
Die Menge klatschte und pfiff und trampelte mit den Füßen, um ihrer Begeisterung über diese Worte Ausdruck zu verleihen. Nachdem der Applaus ausgeklungen war, setzte der Schulleiter seine Rede fort.
„Bisher habt ihr nur die eine Hälfte der Kontrahenten gesehen. Wollt ihr auch das andere Paar begutachten?“ Es wurde sogar noch lauter als vorher. Mit jeder Sekunde die verstrich wurde Devas nervöser. Wer waren seine Gegner? Monster, wie er sie auf den Wandbildern gesehen hatte? Vielleicht waren es sogar andere Magier?
„Und jetzt kommt der Moment auf den ihr gewartet habt. Hier sind die Gegner, die nur eines wollen: Nämlich den Tod ihrer Kontrahenten.“
Auf der anderen Seite der Arena wurde das eiserne Tor hochgezogen und alle Blicke waren darauf gerichtet und gespannt, was daraus hervortrat.
In der geheimnisumwobenen Dunkelheit der Katakomben konnte man bei genauer Betrachtung zwei menschliche Silhouetten erkennen, die mit jeder Sekunde, die verstrich, größer wurden. Devas Gesichtszüge entspannten sich, als er realisierte, dass er heute keinen Monstern gegenüberstand, sondern nur anderen Magiern. Den Zuschauern konnte man dennoch ihre Anspannung und Vorfreude deutlich von den Augen ablesen.
Nachdem die zwei Kontrahenten in das Licht der Arena getreten waren, waren plötzlich alle so leise, dass man sogar die Gesänge der Vögel hören konnte, die ihre Kreise über dem Dach flogen. Nach einigen Augenblicken ging ein Raunen durch die Menge. Jeder drehte sich zu seinem Nachbarn um und starrte ihn mit einem ungläubigen Blick an und dann ging das Gemurmel los, über das, was sie da unten in der Arena sahen. Auch Devas und Riku konnten ihren Augen nicht trauen, denn das, was soeben ins Licht getreten ist, hätten sich die beiden in ihren kühnsten Träumen nicht vorgestellt.
Mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht erhob sich der Schulleiter von seinem Thron. „Nun sind alle Teilnehmer des Kampfes anwesend. Die Namen der zwei Neuen könnt ihr euch selber denken. Auch wenn ihr das, was ihr da unten seht nicht glauben könnt, so ist es doch Wirklichkeit. Und ich denke, dass ihr mir alle zustimmt, wenn ich sage, dass es heute ein sehr ausgeglichener Kampf werden wird. Ich will euch nun mit meiner Rede nicht länger auf die Folter spannen. Möge der Kampf beginnen und mögen die Besseren als Sieger hervorgehen.“
Die Zuschauer waren jetzt nicht mehr zu halten. Sie tobten, wie Wölfe, die gerade ihre Beute erlegt hatten und sich um jedes noch so kleine Fleischstück stritten.

Devas und Riku standen ungefähr zwanzig Meter von ihren Kontrahenten entfernt und schauten ihnen ins Gesicht. Obwohl sie in das Antlitz ihrer Gegner schauten, kam es ihnen vor, als ob sie ihr eigenes Spiegelbild betrachteten. Ihre Gegner waren nichts anderes, als Abbilder von ihnen. Sie waren genauso groß, hatten die gleichen Gesichtszüge und sie besaßen sogar die gleiche Frisur. Ihre Gegenüber waren alles andere als überrascht. Ihr Gesichtsausdruck war so starr wie ein Stein. Nachdem Devas alle abwegigen Gedanken aus seinem Kopf verdrängt hatte, umkreiste er vorsichtig seine Gegner, darauf bedacht, jede ihrer Bewegungen zu analysieren und somit herauszulesen,wann sie ihren Angriff starteten. Aber das war leichter gesagt als getan. Seine Kontrahenten zeigten keine Regung im Gesicht und von der Stelle haben sie sich auch noch nicht bewegt. Devas befand sich jetzt im Rücken seiner Feinde, welche immer noch in Richtung Riku schauten, der wie festgewurzelt dastand.
Er ergriff die Möglichkeit, weil er dachte , dass sie nie einem plötzlichen Angriff von hinten ausweichen könnten. Er formte zwei spitze Steinstacheln ohne irgendwelche Geräusche zu erzeugen, die seine Gegner auf ihn aufmerksam machen würden. Devas konnte schon immer gut zielen und so warf er beide mit einer perfekten Flugbahn, um seine Feinde genau in der Brust zu erwischen. Kurz bevor die Stacheln ihr Ziel trafen, drehte sich Devas Kopie mit einer fließenden Bewegung um. Es sah so elegant aus, als würde er tanzen.
Während der Drehung strich er mit seinen Händen über den Boden. Er hob sie langsam wieder nach oben. Seinen Bewegungen folgend wurde ein Stein aus der Erde herausgezogen. Er formte das Material mit der Schwung seiner Hände zu einer Steinmauer, die so glatt und ohne Löcher war, wie Devas sie noch nie geschafft hatte. Er vollendete sie genau zur rechten Zeit, um die Stacheln gerade noch abzuwehren. Zum ersten Mal formte sich das Gesicht seines Abbildes zu einem Lächeln.
„Wenn, dass alles ist, was du drauf hast, dann wirst du heute nicht als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen.“ Aus seiner Stimme konnte man deutlich den Spott heraushören, den er Devas gegenüber hegte. „Jetzt zeig ich dir mal, was ein richtiger Magier kann!“ Er konzentrierte sich und ging in die Hocke. Während er seine Knie wieder durchstreckte, hob er seine Arme langsam über seinen Kopf. Fast synchron zu seiner Bewegung erhob sich ein riesiger Felsen aus der Erde und schwebte nun gefährlich über Devas Kopf.
Er maß bestimmt zehn Meter im Durchmesser. Er blickte sich nach einer Schutzmöglichkeit um und entdeckte ganz in seiner Nähe einen Stein. Er spurtete in dessen Richtung in hechtete sich hinter den Stein. Als er gerade eine schützende Steinhülle über seinen Körper errichtet hatte, knallte der Felsen mit voller Wucht auf den Boden auf. Wenn er nicht so schnell reagiert hätte, wäre er jetzt wahrscheinlich tot.
Durch die Macht des Aufpralls wurden Steinsplitter in alle Richtungen geschleudert. Ein paar von ihnen flogen auch auf Riku zu. Rasch zog er sein Schwert aus der Scheide und wehrte damit gekonnt die heranrauschenden Geschosse ab.
Mittlerweile hatte sich sein Gegner in Bewegung gesetzt. Während er auf ihn zumarschierte zog er ebenfalls sein Schwert. Er hob seine Waffe über den Kopf und erhöhte seine Geschwindigkeit. Riku stellte sich in eine etwas breitbeinigere Abwehrhaltung, um besser parieren zu können. Kurz bevor sein Kontrahent ihn erreichte, sprang dieser leichtfüßig in die Luft, um einen Schlag von oben landen zu können. Während dem Flug fing das Schwert plötzlich an, blau zu leuchten. Waffenmagier haben nämlich die Fertigkeit mit ihrer Magie ihre Waffe zu verstärken. Sie können ihre magischen Ströme direkt überleiten. Dadurch wird der Schlag kräftiger und die Wirkung ist deutlich verheerender. Riku riss sein Schwert nach oben und blockte den Angriff seines Gegners. Doch die Wucht des Schlages war so groß, dass ein Schmerz durch seine Hände ging. Er verlor sein Gleichgewicht und landete rücklings auf dem Boden. Verzweifelt versuchte er sich von seinem Gegner wegzubewegen, der alles andere als eilig hatte auf ihn aufzuschließen. Riku schaute sich in der Arena um, bis er entdeckte, was er gesucht hatte. Sein Partner lag erschöpft unter einer Steinhülle.
Devas schossen in dem Augenblick einige Gedanken durch den Kopf. Doch die meisten war unbrauchbar für den Kampf. Er versuchte zu überlegen, wie er seinen Kontrahenten ausschalten könnte. Er war ihm in allen Sachen haushoch überlegen. Schließlich formte sich Devas Mund zu einem Lächeln und er kroch voller Selbstbewusstsein unter seinem Steinschutz hervor. Er wusste jetzt, wie er seine Gegner besiegen würde.
Devas ging langsam auf Riku zu, der mittlerweile wieder auf den Beinen war. Er stand wackelig da und hielt sein Schwert nach oben, obwohl er wusste, dass er nicht mehr die Kraft übrig hatte einen zweiten solchen Schlag zu parieren. Als er Devas Grinsen sah, machte sich Verwunderung auf seinem Gesicht breit. Nach einer Weile begriff auch Riku, wie sie ihre Gegner besiegen würden. Er warf Devas einen verschwörerischen Blick zu, um ihm zu signalisieren, dass er alles verstanden hat.
Ihre Gegenüber haben sich zurückfallen lassen und hatten wieder ihre steinernen Mienen aufgesetzt. Sie waren sich bewusst, dass sie diesen Kampf schon so gut wie gewonnen haben, weil ihre Fähigkeiten die weitaus besseren waren. Inzwischen hatte Devas seinen Partner erreicht und beide begannen sofort sich zu konzentrieren, weil jetzt jede Aktion, jede Bewegung entscheidend für den Erfolg ihres Planes war. Jetzt durften sie sich keine Fehler mehr leisten.

Zwei mittelgroße Steine flogen nun vor Devas in der Luft. Mit dem einen überzog er Rikus Schwert, mit dem anderen formte er sich eine kleine Einhandaxt. Sie schlugen ihre Waffen aneinander und drehten sich zu ihren Gegnern um, die gelassen das ganze Spektakel betrachtet hatten. „Ihr wollt uns also mit zwei lächerlichen Steinwaffen besiegen? Dass ich nicht lache.“ Als ihr Kontrahent das gesagt hatte, konnten sich Devas und Riku ein Lächeln nicht verkneifen.
Er hat ja gar keine Ahnung, dachte sich Devas, während sie beide auf ihre Gegner zustürmten. Diese bereiteten sich gelassen auf den Angriff vor, indem der eine sein Schwert hob und der andere zwei Steinspitzen in den Händen formte. Sie glaubten, dass diese Attacke genauso sinnlos wird, wie die vorherigen Versuche, sie zu töten. Aber anstatt zu bremsen rannten beide weiter direkt auf ihre Gegner zu. Sie hoben ihre Waffen, um Schwung zu holen und schlugen zu. Ihre Kontrahenten rissen ihre Verteidigung nach oben und blockten den Angriff.
Es gab einen lauten Knall und eine riesige Staubwolke zog auf. Devas konnte kaum einen Meter weit sehen und so wusste er nicht, ob sie ihre Gegner besiegt hatten. Er hoffte, dass ihr Plan aufgegangen war. Das Publikum hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Alle standen auf und versuchten zu erkennen, was dort unten geschehen war.
„Wie soll so ein Angriff diese beiden töten?“ „Devas und Riku sind viel zu schwach!“ hallte es aus den Reihen der Zuschauer. Die Staubwolke war jetzt gänzlich verschwunden und dort waren jetzt nur noch die beiden Magieschüler. Ihre Gegner waren nicht mehr an der Stelle, wo sie vorher gestanden hatten. Sie waren auch nicht mehr in der Arena.
Alleine Devas und Riku standen noch ziemlich erschöpft auf dem sandigen Untergrund, auf dem sie ihre Waffen gegen ihre Kontrahenten erhoben hatten. Ein Raunen ging durch die Menge. Konnten die beiden da unten wirklich gewonnen haben? Nachdem sich die Aufregung ein bisschen gelegt hat, stand der Schulleiter von Mangalan Emero auf und fing an zu applaudieren. Die Lehrmeister und Schüler taten es ihm nach. Spätestens jetzt wussten alle, dass Devas und Riku, zwei durchschnittliche Schüler, ihre Gegner, die weitaus stärker waren, besiegt hatten. Beide waren überglücklich, dass sie gewonnen haben und dass ihre Strategie, die sie sich am Vorabend ausgedacht hatten, so wunderbar funktioniert hat.
Der Applaus klang langsam aus und nachdem die letzten mit dem klatschen aufgehört haben, fing Emero an zu sprechen. „Herzlichen Glückwunsch zu dem gewonnen Kampf Waffenmagier Riku und Kontrollmagier Devas und natürlich auch zu der bestanden Abschlussprüfung. Ich denke, ich spreche hier im Namen aller, wenn ich sage, dass dies ein ziemlich kurzweiliger und spannender Kampf war. Nun dürft ihr euch ausruhen und nach dem Festmahl mit den Lehrmeistern und mir könnt ihr Mangalan verlassen und dürft frei entscheiden, welchen Weg ihr in eure Zukunft einschlagt. Bis dahin könnt ihr euch von euren Freunden hier verabschieden und euer Hab und Gut zusammenpacken. Also verlasst jetzt mit erhobenem Haupte die Arena und der Beifall, der euch zusteht, soll euch zu neuen, großen Taten beflügeln.“
Stolz marschierten beide zu dem eisernen Gitter, das mittlerweile wieder nach oben gezogen worden ist. Es war, als würde der Applaus, der sie aus der Arena geleitete, ihre Schmerzen vorübergehend wegnehmen. Sie waren erleichtert, dass dies alles vorüber war und dass sie jetzt endlich frei entscheiden konnten. Mit einem guten Gefühl verschwanden die beiden in der Dunkelheit der Katakomben.
In dem Raum mit den Monsterzeichnungen erwarteten sie schon ihre Prüfungsaufsicht, um sie aus dem Labyrinth der Arena wieder herauszuführen. Sie begleiteten sie über den Versammlungsplatz, der jetzt mit Schülern gefüllt war. Fast alle riefen ihnen Glückwünsche zu, sogar die, mit denen Devas sich eigentlich nie gut verstanden hatte. Sie gingen weiter bis zu ihren Zimmern, wo sie sich von ihren Aufsichten verabschiedeten.

Devas stellte sich vor sein Fenster und schaute nach draußen, so, wie er es in seiner Schulzeit häufiger getan hatte. Er stellte sich immer vor, er könne durch die große Mauer hindurchschauen und die weite Welt dahinter betrachten. Nun konnte er es kaum erwarten endlich vor die Mauern zu treten. Er stellte sich vor, wie Mangalan in der Ferne verschwand und er sich noch einmal umdrehte und ihr zum Abschied zu winken. Seufzend drehte er sich um und betrachtete sein Zimmer. Vermissen würde er das alte Bett, das bei jeder Bewegung quietschte, bestimmt nicht. Da kamen ihm Zweifel, ob sie draußen in der großen Welt auch eine Unterkunft fanden oder wie sie an Geld kommen sollten. Aber diese Gedanken verscheuchte er schleunigst und machte sich daran, sein Hab und Gut in einen Rucksack zu packen. Er besaß nicht viel, nur ein paar Klamotten und ein Amulett, das ihm seine Mutter gegeben hatte, als er eingezogen wurde. Oder besser gesagt er glaubte, dass es seiner Mutter gehörte, weil er konnte sich an diese Zeit nicht mehr erinnern. Es besaß eine Herzform, in dessen Mitte ein Rubin eingeschlossen war. Die Kette war aus reinem Silber. Er hütete dieses Amulett wie sein eigenes Leben.
Er hängte sich das Schmuckstück um den Hals und den Rest stopfte er in einen grünen, heruntergekommenen Rucksack. Er verließ sein Zimmer ohne sich noch einmal umzudrehen und suchte nun alle auf, mit denen er in all den Jahren an Mangalan Bekanntschaft gemacht hatte, um sich von ihnen zu verabschieden.
Nachdem er allen viel Glück gewünscht hatte und ihnen ein letztes Mal in die Augen gesehen hatte, machte er sich auf den Weg zum Speisesaal der Lehrmeister. Er lag im selben Stock wie der für die Schüler nur am anderen Ende des Ganges. Devas war noch nie in diesem Raum gewesen, denn in ihm essen normalerweise nur die Erwachsenen. Deswegen war er auch schon gespannt, wie dieser Saal aussehen würde.
Er trat ein und konnte seinen Augen nicht trauen. In der Mitte des Raumes stand ein länglicher Tisch aus edelstem Dunkelholz an dem locker dreißig Personen Platz fanden. Auf ihm standen schon die Teller und das Besteck, beides von sehr hoher Qualität. Die Stühle, die um den Tisch standen, waren aus dem gleichen Holz gefertigt und waren mit einem lila Samtkissen gepolstert. An dem einen Ende des Tisches war ein etwas größerer Stuhl, fast schon ein Thron, mit zwei gepolsterten Armlehnen und mit Edelsteinen, die die Lehne zierten. Das musste wohl der Platz für den Schulleiter sein.

Devas nahm sich einen Stuhl an der Längsseite und setzte sich hin. Kurze Zeit später betrat auch Riku den Raum. Er war genauso erstaunt als er den prächtigen Raum erblickte. Von allem beeindruckte ihn der Kronleuchter am meisten. Er hing in der Mitte des Saales von der Decke und bestand aus drei Ringen, die mit unzähligen kleinen Edelsteinen geschmückt waren, die dem Licht einen schöneren Glanz verleihten.
Riku setzte sich auf den Stuhl neben Devas und fragte: „Hast du schon alles gepackt und dich von jedem verabschiedet?“
„Ja, ich habe schon alles erledigt, aber bei den Meisten ist es mir nicht leicht gefallen, passende Abschiedsworte zu finden. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass wir nach diesem Essen Mangalan den Rücken zuwenden werden. Es wird bestimmt ein unvergessliches Erlebnis.“
Riku nickte zustimmend. „Da bin ich eindeutig deiner Meinung. Wenn ich daran denke, fange ich schon an zu zittern.“
Nachdem Riku diese Worte gesprochen hatte, trat eine Schar von Lehrern in den Raum ein und setzten sich alle an den Tisch. Zuletzt betrat Emero den Raum. Sobald er auf seinen Thron saß, kamen Diener, die das Essen auf großen Silberplatten brachten. So ein Festmahl hatte Devas noch nie gesehen. Es gab eine gebratene Gans mit einer braunen Soße und vielen Früchten, einen komischen blauen Brei, von dem er keine Ahnung hatte, was es sein könnte und noch viele weitere Köstlichkeiten.
„Lasst es euch schmecken!“ Diese Worte kamen von Emero, der wahrscheinlich auch nicht mehr länger auf sein Essen warten wollte. Devas wusste gar nicht, was er zuerst essen sollte. Deswegen nahm er sich von jedem etwas und probierte alles durch. Es schmeckte alles einfach so köstlich. Als Emero sah, dass Devas so viel aß, lachte er und sagte: „Iss nicht so viel, sonst hast du keinen Platz mehr für den Nachtisch!“
Die Lehrer stimmten in sein Lachen ein. Devas hatte noch nie ein Mahl gehabt, bei dem es einen extra Nachtisch gab. Er hatte gar nicht gewusst, dass die Lehrer so luxuriös lebten.
„Das war ein wunderbarer Kampf heute Vormittag. Ich habe selten Schüler so gut kämpfen sehen.“ , sagte der Schulleiter, nachdem alle Platten leer gegessen waren und die Bediensteten sie abräumten.
Dieses Kompliment bedeutete Devas sehr viel. Emero war ein sehr angesehener und mächtiger Magier, so erzählte es man sich zumindest. Deswegen weckte dieses Lob in ihm Selbstvertrauen. „Ihr fragt euch sicher, gegen wen oder was ihr da unten in der Arena eigentlich gekämpft habt, oder?“
Beide Schüler nickten. Darüber hatte Devas eigentlich nach ihrem Sieg nicht nachgedacht. Anfangs war es ihm nämlich auch komisch vorgekommen, dass ihre Gegner nach dem Angriff plötzlich nicht mehr da waren. „Ihr habt gegen mich gekämpft!“
Riku hielt es zuerst für einen Witz, aber keiner lachte. Emero machte ein ernstes Gesicht. In den Gesichtern der beiden Schüler zeichnete sich Ratlosigkeit ab. Sie konnten es nicht glauben, dass sie gegen den Schulleiter persönlich gekämpft haben.
„Wisst ihr denn nicht, welche Magieart ich anwende? Die Antwort auf diese Frage hilft euch dies alles zu verstehen.“ Jetzt fiel es Devas wie Schuppen von den Augen. Sie hatten nicht gegen Emero selber gekämpft, sondern gegen seine Mimikry-Geister. Emero war nämlich ein Beschwörungsmagier, der mit Hilfe seiner Magie Geister aus einer parallelen Welt herbeizaubern kann. Diese Wesen, gegen die sie gekämpft hatten, können die Gestalt eines anderen Menschen oder Tieres annehmen, die der Magier vorher schon einmal gesehen hat. Emero konnte also den Kampf jederzeit abbrechen, wenn es zu gefährlich werden würde. Aber Devas hatte nicht gewusst, dass diese Geister so mächtig sind.
„ Wie ich sehe, habt ihr noch einige Fragen. Ich versuche es einmal ein bisschen genauer zu erklären. Die Kraft der Geister hängt von der Kraft der Magie ab, die sie beschworen hat. Deswegen waren eure Gegner euch haushoch überlegen, weil sie meine Magie besaßen. Ein guter Beschwörungsmagier kann mehrere Geister gleichzeitig kontrollieren. Es war für mich ein leichtes zwei Wesen herbei zu zaubern, die dem magischen Level eines Schülers entsprachen. Ich selbst war neugierig, ob ihr überhaupt eine Chance haben würdet. Und zu Beginn des Kampfes sah es auch nicht danach aus. Und dann habt ihr euren letzten Angriff gestartet und obwohl ich schon einiges gesehen habe, habe ich so etwas noch nie zu Gesicht bekommen. Welcher Trick steckt dahinter? Beziehungsweise wie funktioniert das Prinzip dieser Strategie. Ihr müsst es mir nicht verraten, weil der Erfinder einer Technik sollte auch der einzige bleiben, der sie verwendet. Aber nichtsdestotrotz wäre ich euch dankbar, wenn ihr mir das Geheimnis verraten würdet.“
Devas und Riku schauten sich kurz an und nickten einander zu. Devas fasste sich ein Herz und begann mit der Erklärung. „Als wir gestern Abend von Kuskan erfahren haben, dass wir einen Doppelkampf als Prüfung hätten, begannen wir uns Strategien zu überlegen, bei denen wir unsere beiden Magiearten auf die geschickteste mögliche Weise, die uns in den Sinn kam, verwenden könnten. Es war Riku, der eine geniale These aufstellte. Wir wussten nicht, ob sie auch in Wirklichkeit so werden würde, wie wir es uns vorstellten, aber zum Glück hat es funktioniert, wie man heute in der Arena sehen konnte. Denn wenn eine Magieart für sich schon ziemlich mächtig ist, dann müsste es doch viel mächtiger sein, wenn man zwei kombinieren würde. Wir testeten, auf welche Weise wir dies am Besten erreichen würden und dann kam uns die Idee, dass ich Rikus Schwert mit einer Steinschicht umhülle und mir ein Schwert aus Stein forme, in die Riku seine Waffenmagie fließen lässt. Somit hatte nun jeder eine Waffe, die zwei Magiearten in sich trug und damit auch stärker war als vorher.“
Gespannt hörte der Schulleiter der Geschichte zu und nachdem Devas seine Erzählung beendet hatte, saß er noch eine ganze Weile nachdenklich auf seinem Thron, bis er schließlich nach einiger Zeit lauthals zu lachen anfing. Zuerst dachte Devas er würde ihn auslachen.
„Das war eine grandiose Idee. Ich hätte es selbst nicht besser machen können.“ Jetzt mussten Devas und Riku auch anfangen zu grinsen. Sie waren froh über das Lob von Emero, der sich mittlerweile wieder beruhigt hat. „Ihr zwei seid wirklich sehr schlaue Schüler. Passt in Zukunft gut auf euch auf, denn solche Magier wie ihr es seid, wird dieses Königreich in Zukunft brauchen, um weiterhin in Frieden bestehen zu können.“
Inzwischen wurde der Nachtisch serviert. Es gab haufenweise süß schmeckende Früchte in allen Farben und Formen verfeinert mit noch süßer schmeckenden Soßen. Nach dem Essen standen alle Lehrmeister auf und gingen zu den beiden Schülern, schüttelten ihnen die Hände und wünschten ihnen alles Gute für die Zukunft.
Danach verließen sie den Raum. Allein Emero blieb zurück. „Bitte folgt mir nun nach draußen. Seht euch noch ein letztes Mal hier um, denn so schnell werdet ihr Mangalan nicht wiedersehen.“
Devas und Riku gingen ihm nach durch die vertrauten Gänge mit dem düsteren Licht der Kerzen, an das sie sich in den letzten Jahren gewöhnt hatten. Jedem Schüler dem sie begegneten verneigte sich mit Ehrfurcht vor ihnen und versuchte ihnen den Weg möglichst nicht zu versperren. Sie verließen das Schulhaus, in dem sie fünf Jahre ihres Lebens verbracht hatten. Vor ihnen wurde das riesige hölzerne Tor, der einzige Ein- und Ausgang der Schule, langsam geöffnet.
Devas hatte schon immer davon geträumt durch dieses Tor hinauszutreten und nun war es endlich soweit. Er konnte Mangalan endlich verlassen.

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"I'm Rytlock Brimstone. I kill those who aren't."
Guild Wars 2 - Edge of Destiny

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Beitrag #2 |

RE: Schattenflamme - Kapitel 2 "Die Prüfung"
Hey Dramweida,

ich hatte mich ja schon in einem deiner Vorgänger-Kapitel angekündigt und dann bin ich schon.

Zitat:Kurz nach Sonnenaufgang wurde Devas von einer Prüfungsaufsicht geweckt und ihm wurden 30 Minuten gewährt, um sich herzurichten und um seine Gedanken noch zu sortieren.
Das zwei Mal „und“ klingt hier irgendwie ein bissel unschön. Ich würde nach geweckt entweder einen Punkt setzten oder aber „…von einer Prüfungsaufsicht geweckt, die ihm wurden 30 Minuten gewährte, um sich…“ schreiben.

Zitat:Seine Aufsicht war ein junger Mann mit kurzen schwarzen Haaren und einer bulligen Statur. Dem möchte man abends im Dunkeln lieber nicht alleine begegnen.
Hmh… in Anbetracht der Tatsache, dass Devas kurz vor seiner entscheidenden Abschlussprüfung steht, sollten seine Gedanken doch wohl eher in Richtung der bevorstehenden Prüfung gehen und er sich weniger mit dem Aussehen seines Gegenübers befassen. Allgemein fehlt mir in diesem und auch dem folgenden Absätzen die Innenansicht deines Charakters. Wie fühlt sich Devas beim Gedanken an die bevorstehende Prüfung? Ist er nervös? Oder gar ängstlich? Was betrachtet er mit Staunen? Was mit Unbehagen? Das Äußere, die Arena, beschreibst du wirklich schön, es fehlt halt nur irgendwie die Gefühle deines Charakters.

Zitat:Der rote Sand schimmerte im Licht der morgentlichen Sonne,…
Morgendlich wird, glaube ich, mit „D“ geschrieben.
Zitat:Es hatte etwas Seltsames an sich, dass Devas Laune erheblich anhob.
„Erheblich anhob“ klingt aufgrund der Doppelung des Verbes „heben“ unfreiwillig komisch.

Zitat: Der rote Sand schimmerte im Licht der morgentlichen Sonne, wie tausend kleine Edelsteine von höchster Qualität. Es hatte etwas Seltsames an sich, das Devas Laune erheblich anhob.
Sein Blick schweifte vom Sand ab und richtete sich auf das große Gebäude vor ihm.
Wortwiederholung „Sand“.

Zitat:Das Eingangstor bestand aus zwei hölzernen Flügeltüren, die durch einen Verriegelungszauber verschlossen war und der nur zu besonderen Anlässen entfernt wurde.
Da du dich auf die zwei Flügeltüren beziehst, müsste es „waren“ heißen. Das „und“ wirkt an dieser Stelle irgendwie deplatziert und lässt sich nicht schön lesen. Ich würde es weglassen und stattdessen „…die durch einen Verriegelungszauber verschlossen waren, der/welcher nur zu besonderen Anlässen entfernt wurde.

Zitat:Und heute war so ein Tag.
Sehr schön gesetzt!

Zitat: Devas war noch nie dort unten gewesen und deswegen war er auch schon gespannt darauf, wie es innen aussehen wird.
Der Satz klingt irgendwie unrund. Das zweite „er“ kannst du dir eigentlich sparen, da sich die Person ja nicht ändert. Das zweite „war“ liest sich als Wortwiederholung nicht ganz so schön. Man könnte es eventuell so schreiben:
… Devas war noch nie dort unten gewesen und deswegen auch schon gespannt darauf, wie es innen aussehen würde.

Zitat: Sein Begleiter öffnete diese und sie traten in einen hell erleuchteten Raum ein.
Der zweite Satzteil liest sich irgendwie schräg, vielleicht besser…
Sein Begleiter öffnete diese und sie betraten einen hell erleuchteten Raum .

Zitat:„Ihr seid aber spät dran“ , diese raue Stimme gehörte dem Schulleiter.
Die Inquitformel passt hier nicht. Also entweder sollte du das Komma am Ende deiner wörtlichen Rede entfernen und den Anfang deines nächsten Satzes großschreiben oder es abändern, z.B.:
„Ihr seid aber spät dran“ , hörte er die raue Stimme des Schulleiters zu seiner Rechten murmeln.

Zitat:Sie stellten Magieschüler dar, die sich wilden Bestien gegenüberstanden.
Das sich würde ich weglassen. Es passt nicht so recht.

Zitat:„Waffenmagier Riku und Kontrollmagier Devas“, er musterte sie mit einem sorgfältigem Blick. „Ihr wisst sicher, warum ihr hier seid. Heute ist der Tag, an dem ihr zu eurer Abschlussprüfung antreten müsst.
Einmal mehr Inquitformel und Grammatik.

Zitat:Nachdem er diese Worte gesprochen hatte, drehte er den eingeschüchtert dreinblickenden Prüflingen den Rücken zu und verließ den Raum durch eine Tür, die Devas erst jetzt entdeckt hat.
Hier wechselst du irgendwie die Erzählerperspektive. Auf mich wirkt es jetzt nämlich so, als ob der Schulleiter der Protagonist ist und nicht Devas.

Zitat:Sie lag dort, wo das Kerzenlicht kaum einen Weg fand die Schatten zu vertreiben.
Sehr schöner Satz.

Zitat:Die halbe Stunde kam ihm vor wie eine Ewigkeit. Er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Warum mussten sie in so einem gefährlichen Wettkampf antreten, obwohl die Schule die Kämpfe gegen Monster abgeschafft hatte? Was hatten sie verbrochen? Er hoffte nur, dass sie nicht gegen Monster kämpfen müssten.
Zum einen Wortwiederholung „Monster“, zum anderen kann ich hier gegen sein Gedankengang nicht folgen. Zuerst scheint es so, als sei er sicher, gegen Monster kämpfen zu müssen und im nächsten Augenblick hoffte er, nicht gegen diese Bestien antreten zu müssen.

Zitat:Auch in Rikus Gesicht spiegelte sich eine gewisse Ratlosigkeit wieder, als sie sich auf den Weg machten.
„Ratlosigkeit“ klingt mir in Anbetracht der Situation zu nett. Anspannung, Unbehagen oder so, fände ich an dieser Stelle besser.

Zitat:Die Tribüne erstreckte sich über die ganze Arena und lag zehn Meter erhöht über dem Kampffeld.
Erhöht würde ich weglassen, das geht schon aus dem „Über“ hervor.

Zitat:Es war wirklich die ganze Schule gekommen, um ihnen beim Kämpfen zuzusehen. Das bereitete Devas ein mulmiges Gefühl. Er konnte sich nicht gut konzentrieren, wenn hunderte von Augenpaaren jede seiner Bewegungen verfolgten.
Der zweite Satz klingt irgendwie eigenartig in meinem Ohren. Ich kann dir allerdings nicht genau sagen, was es ist.

Zitat:Zwei Magieschüler, die ihre Prüfung bestehen wollen und zwei Gegner, deren Bedürfnisse erst gestillt sind, wenn ihre Kehlen mit Blut getränkt sind.“
Wortdopplung „sind“.

Zitat:Devas und Riku standen ungefähr zwanzig Meter von ihren Kontrahenten entfernt und schauten ihnen ins Gesicht. Obwohl sie in das Antlitz ihrer Gegner schauten, kam es ihnen vor, als ob sie ihr eigenes Spiegelbild betrachteten.
Wortdoppelung „schauten.“
Sehr schöne Idee mit den Spiegelbildern ihrer selbst. Obwohl ich einen solchen Kampf, glaube ich, schon aus Naruto kenne, habe ich bis zum Ende gedacht, Devas und Riku stünden ihren Erzfeinden gegenüber. Pro

Zitat: „Wenn, dass alles ist, was du drauf hast, dann wirst du heute nicht als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen.“ Aus seiner Stimme konnte man deutlich den Spott heraushören, den er Devas gegenüber hegte. „Jetzt zeig ich dir mal, was ein richtiger Magier kann!“
Der fett gemacht Satzteil ist überflüssig, man merkt auch so, wen das Spiegelbild verspottet.

Zitat: Devas befand sich jetzt im Rücken seiner Feinde, welche immer noch in Richtung Riku schauten, der wie festgewurzelt dastand.
Er ergriff die Möglichkeit, weil er dachte , dass sie nie einem plötzlichen Angriff von hinten ausweichen könnten. Er formte zwei spitze Steinstacheln ohne irgendwelche Geräusche zu erzeugen, die seine Gegner auf ihn aufmerksam machen würden.
Also irgendwie finde ich diesen Kampf und Devas Gedankengang an dieser Stelle merkwürdig. Er weiß doch, dass seine Feinde wissen, dass er hinter ihnen ist, von daher werden sie wohl auch mit einen Angriff gerechnet haben.

Zitat:Fast synchron zu seiner Bewegung erhob sich ein riesiger Felsen aus der Erde und schwebte nun gefährlich über Devas Kopf.
Hier frage ich mich ein bissel, warum Devas nicht schon etwas unternommen hat, bevor der Fels über seinen Kopf angelangt war.

Zitat:Er maß bestimmt zehn Meter im Durchmesser. Er blickte sich nach einer Schutzmöglichkeit um und entdeckte ganz in seiner Nähe einen Stein. Er spurtete in dessen Richtung in hechtete sich hinter den Stein.
Also irgendwie finde ich den Kampf etwas eigenartig. Zuerst wartet Devas stillschweigend, bis sein Spiegelbild einen Felsen aus der Erde beschworen und ihn über seinen Kopf platziert hat und dann wartet das Spiegelbild geduldig bis Devas sich mehr oder weniger in Sicherheit gebracht hat, bevor es den Stein fallen lässt. Mir fehlt hier ein bissel die Bewegung und Aktion, die ich bei einem solchen Kampf erwarten würde, z.B. das Devas sieht was sein Spiegelbild vorhat, lossprintet und sich gerade noch so in Sicherheit bringt, oder ähnliches.

Zitat: Durch die Macht des Aufpralls wurden Steinsplitter in alle Richtungen geschleudert. Ein paar von ihnen flogen auch auf Riku zu. Rasch zog er sein Schwert aus der Scheide und wehrte damit gekonnt die heranrauschenden Geschosse ab.
Mittlerweile hatte sich sein Gegner in Bewegung gesetzt. Während er auf ihn zumarschierte zog er ebenfalls sein Schwert. Er hob seine Waffe über den Kopf und erhöhte seine Geschwindigkeit. Riku stellte sich in eine etwas breitbeinigere Abwehrhaltung, um besser parieren zu können. Kurz bevor sein Kontrahent ihn erreichte, sprang dieser leichtfüßig in die Luft, um einen Schlag von oben landen zu können. Während dem Flug fing das Schwert plötzlich an, blau zu leuchten. Waffenmagier haben nämlich die Fertigkeit mit ihrer Magie ihre Waffe zu verstärken. Sie können ihre magischen Ströme direkt überleiten. Dadurch wird der Schlag kräftiger und die Wirkung ist deutlich verheerender. Riku riss sein Schwert nach oben und blockte den Angriff seines Gegners. Doch die Wucht des Schlages war so groß, dass ein Schmerz durch seine Hände ging. Er verlor sein Gleichgewicht und landete rücklings auf dem Boden. Verzweifelt versuchte er sich von seinem Gegner wegzubewegen, der alles andere als eilig hatte auf ihn aufzuschließen. Riku schaute sich in der Arena um, bis er entdeckte, was er gesucht hatte. Sein Partner lag erschöpft unter einer Steinhülle.
Ab dieser Stelle verstehe ich nun gar nichts mehr. Wir beobachten doch den Kampf unseres Protagonisten Devas, oder hast du mitten im laufenden Kampf deinen Protagonisten geändert. *wirklich verwirrt bin* Grundsätzlich habe ich nichts gegen mehrere Protagonisten, aber es sollte dann doch übersichtlich sein und nicht alles durcheinander gewürfelt werden.
Den fett gemachte Satz würde ich auf alle Fälle streichen, da er weder sprachlich noch situationsbedingt passt, er klingt eher so, als ob du da noch unbedingt etwas erklären wolltest.

Zitat:Devas ging langsam auf Riku zu, der mittlerweile wieder auf den Beinen war.
Und was machen seine Gegner? Ehrlich gesagt fehlt mir bei diesem ganzen Kampf das Tempo und die Spannung. Du beginnst etwas (Person A handelt) und stockst dann wieder, dann beginnst du wieder was (Gegner von Person A handelt) und stockst erneut, dann beginnst du einmal mehr etwas (Person B handelt) und stockst erneut, etc.

Zitat: Er stand wackelig da und hielt sein Schwert nach oben, obwohl er wusste, dass er nicht mehr die Kraft übrig hatte einen zweiten solchen Schlag zu parieren. Als er Devas Grinsen sah, machte sich Verwunderung auf seinem Gesicht breit. Nach einer Weile begriff auch Riku, wie sie ihre Gegner besiegen würden.
Dieselben Gegner, die immernoch darstehen und nichts tun…

Zitat:Zwei mittelgroße Steine flogen nun vor Devas in der Luft. Mit dem einen überzog er Rikus Schwert, mit dem anderen formte er sich eine kleine Einhandaxt. Sie schlugen ihre Waffen aneinander und drehten sich zu ihren Gegnern um, die gelassen das ganze Spektakel betrachtet hatten.
Einmal mehr „nichts tun“. Entweder sind die Gegner die größten Idioten auf der Erde oder aber leere Hüllen, die nur dann handeln, wenn man sie angreift. Wie auch immer, beides macht den Kampf langweilig und uninteressant –entschuldige bitte die etwas harsche Kritik.

Zitat:Das Publikum hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Alle standen auf und versuchten zu erkennen, was dort unten geschehen war.
„Wie soll so ein Angriff diese beiden töten?“ „Devas und Riku sind viel zu schwach!“ hallte es aus den Reihen der Zuschauer. Die Staubwolke war jetzt gänzlich verschwunden und dort waren jetzt nur noch die beiden Magieschüler. Ihre Gegner waren nicht mehr an der Stelle, wo sie vorher gestanden hatten. Sie waren auch nicht mehr in der Arena.
Erneuter Perspektiven-Wechsel, doch wer ist nun der Erzähler? Das Publikum? Der Autor?...

Zitat:Beide waren überglücklich, dass sie gewonnen haben und dass ihre Strategie, die sie sich am Vorabend ausgedacht hatten, so wunderbar funktioniert hat.
Jetzt bin ich erneut verwirrt? Wenn sie sich diese Strategie schon am Vorabend schon überlegt hatten, warum muss Riku dann so lange überlegen? Oder ist er so vergesslich?


Zitat: Er stellte sich immer vor, er könne durch die große Mauer hindurchschauen und die weite Welt dahinter betrachten. Nun konnte er es kaum erwarten endlich vor die Mauern zu treten. Er stellte sich vor, wie Mangalan in der Ferne verschwand und er sich noch einmal umdrehte und ihr zum Abschied zu winken.
Wortwiederhlung: Stellte.


Zitat:Deswegen nahm er sich von jedem etwas und probierte alles durch. Es schmeckte alles einfach so köstlich.
Wortwiederholung: Alles

Zitat:Sie hatten nicht gegen Emero selber gekämpft, sondern gegen seine Mimikry-Geister. Emero war nämlich ein Beschwörungsmagier, der mit Hilfe seiner Magie Geister aus einer parallelen Welt herbeizaubern kann.
Schon wieder diese unschöne Stimme aus dem off, die uns Sachen erklärt. Ich fände es besser, wenn du solche Erklärung mit in den Text einarbeiten würdest, a la:
Sie hatten nicht gegen Emero selber gekämpft, sondern gegen seine Mimikry-Geister, die der Beschwörungsmagier aus einer parallelen Welt herbei gezaubert hatte.

Die Erklärung rund um die Verwendung zweier Magiearten finde ich gut.

So, dass war’s auch schon von mir. Aus meiner Sicht war es ein eher durchwachsenes Kapitel. Gefallen hat mir zum einem die äußere Beschreibung des Schauplatzes und das Abschiedsessen, sowie die Erklärungen, wer Devas‘ Gegner waren und wie diese besiegt werden konnten. Weniger gut gefallen hat mir dagegen zum einem das mangelnde Gefühlsleben Devas‘ zu Beginn des Kapitels, sowie der für mich teilweise unverständliche Perspektivenwechsel. Auch den Kampf fand ich nicht wirklich spannend, da mir zum einem irgendwie das Tempo gefehlt hat und ich zum anderen die Gegner einfach nur strohdumm fand. Das finde ich besonders schade, da mir die Idee mit den Spiegelbildern wirklich sehr gut gefallen.

Viele liebe Grüße

Rina


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Beitrag #3 |

RE: Schattenflamme - Kapitel 2 "Die Prüfung"
Hallo Plumbum,

vielen Dank für deinen Kommentar Icon_smile

Zitat: Kurz nach Sonnenaufgang wurde Devas von einer Prüfungsaufsicht geweckt und ihm wurden 30 Minuten gewährt, um sich herzurichten und um seine Gedanken noch zu sortieren.

Das zwei Mal „und“ klingt hier irgendwie ein bissel unschön. Ich würde nach geweckt entweder einen Punkt setzten oder aber „…von einer Prüfungsaufsicht geweckt, die ihm wurden 30 Minuten gewährte, um sich…“ schreiben.
Da hast du wohl Recht. Es ist wirklich unschön, wenn in demselben Satz zweimal das Wörtchen "und" auftaucht. Der Satz wirkt dann, als ob er unnötig in die Länge gezogen wurde.

Zitat: Seine Aufsicht war ein junger Mann mit kurzen schwarzen Haaren und einer bulligen Statur. Dem möchte man abends im Dunkeln lieber nicht alleine begegnen.

Hmh… in Anbetracht der Tatsache, dass Devas kurz vor seiner entscheidenden Abschlussprüfung steht, sollten seine Gedanken doch wohl eher in Richtung der bevorstehenden Prüfung gehen und er sich weniger mit dem Aussehen seines Gegenübers befassen. Allgemein fehlt mir in diesem und auch dem folgenden Absätzen die Innenansicht deines Charakters. Wie fühlt sich Devas beim Gedanken an die bevorstehende Prüfung? Ist er nervös? Oder gar ängstlich? Was betrachtet er mit Staunen? Was mit Unbehagen? Das Äußere, die Arena, beschreibst du wirklich schön, es fehlt halt nur irgendwie die Gefühle deines Charakters.
Ist es nicht häufig so, dass man erst kurz vor Beginn der Prüfung nervös wird und sich Gedanken macht? - Mir geht es zumindest selber so. Ich habe die Gedanken und Sorgen von Devas erst in den Katakomben erwähnt, weil es kurz vor dem Kampfbeginn war. Man könnte so etwas aber auch als "Verdrängungstaktik" sehen. Devas will sich vielleicht noch gar nicht mit dem Kampf beschäftigen. Viel lieber lässt er seine Gedanken schweifen, weil sie ihn ablenken.
Natürlich könnte man auch schon ein paar Gedanken vorher erwähnen. Ich denke, dass ich wahrscheinlich ein paar Sätze miteinfließen lasse und die Gefühlswelt von Devas beleuchte, bevor er die Arena betritt.
Zitat: Der rote Sand schimmerte im Licht der morgentlichen Sonne,…

Morgendlich wird, glaube ich, mit „D“ geschrieben.
Und du hast auch Recht. Schande auf mein Haupt Icon_ugly

Zitat: Das Eingangstor bestand aus zwei hölzernen Flügeltüren, die durch einen Verriegelungszauber verschlossen war und der nur zu besonderen Anlässen entfernt wurde.

Da du dich auf die zwei Flügeltüren beziehst, müsste es „waren“ heißen. Das „und“ wirkt an dieser Stelle irgendwie deplatziert und lässt sich nicht schön lesen. Ich würde es weglassen und stattdessen „…die durch einen Verriegelungszauber verschlossen waren, der/welcher nur zu besonderen Anlässen entfernt wurde.
Vielen Dank für den Verbesserungsvorschlag für diesen Satz. Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich ihn gerne so übernehmen, da mir deine Version persönlich auch gefällt.

Zitat: Und heute war so ein Tag.

Sehr schön gesetzt!
Ich hatte gehofft, dass dieser Satz eine einschneidende Wirkung erhält. Er sollte den Leser kurz ins Stocken bringen, um die Wichtigkeit dieses Tages noch zu verstärken.

Zitat: Devas war noch nie dort unten gewesen und deswegen war er auch schon gespannt darauf, wie es innen aussehen wird.

Der Satz klingt irgendwie unrund. Das zweite „er“ kannst du dir eigentlich sparen, da sich die Person ja nicht ändert. Das zweite „war“ liest sich als Wortwiederholung nicht ganz so schön. Man könnte es eventuell so schreiben:
… Devas war noch nie dort unten gewesen und deswegen auch schon gespannt darauf, wie es innen aussehen würde.
Wie du auch verbessert hast, muss das letzte Verb im Konjunktiv stehen, da er es ja noch nicht weiß. Ansonsten danke ich dir für deinen Verbesserungsvorschlag.

Zitat: Sein Begleiter öffnete diese und sie traten in einen hell erleuchteten Raum ein.

Der zweite Satzteil liest sich irgendwie schräg, vielleicht besser…
Sein Begleiter öffnete diese und sie betraten einen hell erleuchteten Raum .
Diese Tatsache liegt bestimmt an dem Wort "eintreten". An dieser Stelle hatte ich nach einem passenden Verb gesucht und mich schließlich für dieses entschieden. Aber ich denke, dass ich hier den Verwendungszweck des Wortes nicht ganz getroffen habe und es sich deswegen seltsam anhört.

Zitat: „Ihr seid aber spät dran“ , diese raue Stimme gehörte dem Schulleiter.

Die Inquitformel passt hier nicht. Also entweder sollte du das Komma am Ende deiner wörtlichen Rede entfernen und den Anfang deines nächsten Satzes großschreiben oder es abändern, z.B.:
„Ihr seid aber spät dran“ , hörte er die raue Stimme des Schulleiters zu seiner Rechten murmeln.
Die Inquitformel wird wohl nie mein Freund werden. Icon_ugly
Ich weiß auch nicht, warum ich den Fehler immer wieder mache. Vielleicht hat er sich schon automatisiert. Ich werde in Zukunft bei wörtlichen Reden auf jeden Fall besonders aufpassen.
An dieser Stelle möchte ich dir auch danken, dass du mich auf so viele Grammatik- und Wiederholungsfehler aufmerksam gemacht hast. Als ich den Text auf Korrektur gelesen habe, sind mir diese Sachen nicht ins Auge gesprungen. Gut, dass du sie entdeckt hast Icon_wink

Zitat: Nachdem er diese Worte gesprochen hatte, drehte er den eingeschüchtert dreinblickenden Prüflingen den Rücken zu und verließ den Raum durch eine Tür, die Devas erst jetzt entdeckt hat.

Hier wechselst du irgendwie die Erzählerperspektive. Auf mich wirkt es jetzt nämlich so, als ob der Schulleiter der Protagonist ist und nicht Devas.
Im zweiten Teil des Satze nehme ich doch Bezug auf Devas. Dann muss es wohl an der ersten Hälfte liegen. Ich persönlich sehe hier keinen Perspektivenwechsel. Was genau klingt denn komisch?

Zitat:Die halbe Stunde kam ihm vor wie eine Ewigkeit. Er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Warum mussten sie in so einem gefährlichen Wettkampf antreten, obwohl die Schule die Kämpfe gegen Monster abgeschafft hatte? Was hatten sie verbrochen? Er hoffte nur, dass sie nicht gegen Monster kämpfen müssten.

Zum einen Wortwiederholung „Monster“, zum anderen kann ich hier gegen sein Gedankengang nicht folgen. Zuerst scheint es so, als sei er sicher, gegen Monster kämpfen zu müssen und im nächsten Augenblick hoffte er, nicht gegen diese Bestien antreten zu müssen.
Das ist wirklich ein lupenreiner Widerspruch. Eigentlich hat er Angst haben, gegen Monster kämpfen zu müssen, weil er ja die schrecklichen Bilder an der Wand sieht. Somit weiß er auch, wie Monster aussehen und bekommt dann noch mehr Angst. Die Schule hat aber nun die Kämpfe gegen Monster aus nachvollziehbaren Gründen verboten. An dieser Stelle macht Devas sich Gedanken darüber, warum der Wettkampf gefährlich ist, obwohl er nicht gegen Monster kämpfen muss.
Im Klartext müsste der letzte Satz in diesem Abschnitt anders formuliert werden.
"Er hoffte nur, dass sie nicht gegen irgendwelche mächtigen Magier kämpfen müssten."
Wenn er also nicht gegen Monster kämpft, kommen ja fast nur noch Magier in Frage. Daher war der Abschnitt widersprüchlich.
Ich hoffe, dass er sich geklärt hat.

Zitat: Devas und Riku standen ungefähr zwanzig Meter von ihren Kontrahenten entfernt und schauten ihnen ins Gesicht. Obwohl sie in das Antlitz ihrer Gegner schauten, kam es ihnen vor, als ob sie ihr eigenes Spiegelbild betrachteten.

Wortdoppelung „schauten.“
Sehr schöne Idee mit den Spiegelbildern ihrer selbst. Obwohl ich einen solchen Kampf, glaube ich, schon aus Naruto kenne, habe ich bis zum Ende gedacht, Devas und Riku stünden ihren Erzfeinden gegenüber.
Es sollte auch genau so einen Überraschungseffekt haben. Deswegen habe ich die Enthüllung der Gegner so lange wie möglich hinausgezögert.
Dass du es aus Naruto kennst ist durchaus möglich. Es kann ja sein, dass ich unterbewusst die Idee abgeschaut habe. Icon_smile

Zitat:Er maß bestimmt zehn Meter im Durchmesser. Er blickte sich nach einer Schutzmöglichkeit um und entdeckte ganz in seiner Nähe einen Stein. Er spurtete in dessen Richtung in hechtete sich hinter den Stein.

Also irgendwie finde ich den Kampf etwas eigenartig. Zuerst wartet Devas stillschweigend, bis sein Spiegelbild einen Felsen aus der Erde beschworen und ihn über seinen Kopf platziert hat und dann wartet das Spiegelbild geduldig bis Devas sich mehr oder weniger in Sicherheit gebracht hat, bevor es den Stein fallen lässt. Mir fehlt hier ein bissel die Bewegung und Aktion, die ich bei einem solchen Kampf erwarten würde, z.B. das Devas sieht was sein Spiegelbild vorhat, lossprintet und sich gerade noch so in Sicherheit bringt, oder ähnliches.
DohDohDoh Ich war mit dem Kapitel nicht ganz zufrieden und jetzt weiß ich auch warum. Dass ich nicht selber darauf gekommen bin. wallbash Der Kampf ist wirklich zu statisch und beim Lesen wirkt es, als ob er nur gespielt ist oder nur ein Übungskampf ist. Ich muss dir 100%ig zustimmen. Ich habe auch schon letzte Nacht vorm Einschlafen darüber nachgedacht wie ich den Kampf aufpeppen könnte und mir sind da schon ein paar Ideen gekommen. Es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass der Kampf einen komplett anderen Ablauf erhält. Also gibt es keine großen Felsen mehr. Dafür sollte aber ein bisschen mehr Action dabei sein. Vielen Dank, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast. Das war wirklich eine riesen Hilfe. Pro

Zitat: Durch die Macht des Aufpralls wurden Steinsplitter in alle Richtungen geschleudert. Ein paar von ihnen flogen auch auf Riku zu. Rasch zog er sein Schwert aus der Scheide und wehrte damit gekonnt die heranrauschenden Geschosse ab.
Mittlerweile hatte sich sein Gegner in Bewegung gesetzt. Während er auf ihn zumarschierte zog er ebenfalls sein Schwert. Er hob seine Waffe über den Kopf und erhöhte seine Geschwindigkeit. Riku stellte sich in eine etwas breitbeinigere Abwehrhaltung, um besser parieren zu können. Kurz bevor sein Kontrahent ihn erreichte, sprang dieser leichtfüßig in die Luft, um einen Schlag von oben landen zu können. Während dem Flug fing das Schwert plötzlich an, blau zu leuchten. Waffenmagier haben nämlich die Fertigkeit mit ihrer Magie ihre Waffe zu verstärken. Sie können ihre magischen Ströme direkt überleiten. Dadurch wird der Schlag kräftiger und die Wirkung ist deutlich verheerender. Riku riss sein Schwert nach oben und blockte den Angriff seines Gegners. Doch die Wucht des Schlages war so groß, dass ein Schmerz durch seine Hände ging. Er verlor sein Gleichgewicht und landete rücklings auf dem Boden. Verzweifelt versuchte er sich von seinem Gegner wegzubewegen, der alles andere als eilig hatte auf ihn aufzuschließen. Riku schaute sich in der Arena um, bis er entdeckte, was er gesucht hatte. Sein Partner lag erschöpft unter einer Steinhülle.

Ab dieser Stelle verstehe ich nun gar nichts mehr. Wir beobachten doch den Kampf unseres Protagonisten Devas, oder hast du mitten im laufenden Kampf deinen Protagonisten geändert. *wirklich verwirrt bin* Grundsätzlich habe ich nichts gegen mehrere Protagonisten, aber es sollte dann doch übersichtlich sein und nicht alles durcheinander gewürfelt werden.
Den fett gemachte Satz würde ich auf alle Fälle streichen, da er weder sprachlich noch situationsbedingt passt, er klingt eher so, als ob du da noch unbedingt etwas erklären wolltest.
Der Protagonist ist Devas, das ist richtig, ja. Aber ich wollte gerne alle Einzelkämpfe der Charaktere zeigen. Wenn ich aber Rikus Kampf dann aus der Sicht von Devas schreibe, wäre das unlogisch, weil er sich ja dann nicht mehr auf seinen eigenen Kampf konzentrieren würde.
Also habe ich mir überlegt, wie ich dies zustande bringe. Und die Lösung war, dass ich unter den Kämpfen die Perspektiven wechsle. Das birgt natürlich das Problem, dass es verwirrend ist wie bei dir. Aber dennoch möchte ich bei diesem System bleiben.
Als weiteres Beispiel: Im Laufe der Geschichte treten andere Charaktere an die Seite von Devas und Riku und natürlich kommt es auch zu kämpfen. Normalerweise zeigt man nur den Kampf aus der Sicht des Protagonisten (Devas). Aber warum sollte man die Kämpfe und Fähigkeiten der anderen Personen nicht beschreiben? Deshalb wechsle ich zwischen den Personen beim Kampf her und zeige ihre Gedanken und Taktiken auf und beschreibe wie sie ihre Gegner besiegen. In diesem Kampf sind um Devas herum 4 andere Personen, die alle Magie beherrschen (jeder eine andere). Ihre Gegner sind 14 Kojoten. Ich beschreibe also den Angriff der Kojoten, während ich von Person zu Person wechsle. Natürlich ist das nicht immer zu 100% chronologisch, aber wie ich finde ist das bei Kämpfen egal, solange sich die Kämpfe von zwei Personen nicht kreuzen. In diesem Fall könnte ich die Perspektiven nur sehr schlecht wechseln. Bei Kämpfen spielt meiner Meinung nach die Chronologie eine unwichtige Rolle, wer hat wen zuerst angegriffen und wer ist zuerst gestorben, etc.
Viel wichtiger ist doch das Endergebnis des Kampfes und der Kampf selber. War der Kampf aus jeder Perspektive spannend? Wer hat den besten Kampfstil? Wer hat Probleme?
Damit gebe ich dem Leser auch eine bessere Auswahlmöglichkeit. Wen mögen sie lieber?

Bei der Erklärung bin ich jetzt ziemlich abgeschweift, aber ich hoffe, dass du mein Anliegen verstanden hast.

Zitat: Devas ging langsam auf Riku zu, der mittlerweile wieder auf den Beinen war.

Und was machen seine Gegner? Ehrlich gesagt fehlt mir bei diesem ganzen Kampf das Tempo und die Spannung. Du beginnst etwas (Person A handelt) und stockst dann wieder, dann beginnst du wieder was (Gegner von Person A handelt) und stockst erneut, dann beginnst du einmal mehr etwas (Person B handelt) und stockst erneut, etc.
Das mit dem Personenwechsel habe ich oben schon erklärt. Der andere Kampf mit den Kojoten ist auch etwas actionreicher. Nur in diesem Fall ist mir das nicht gelungen. Deswegen kommt dieser Perspektivenwechsel nicht gut rüber.

Zitat: Das Publikum hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Alle standen auf und versuchten zu erkennen, was dort unten geschehen war.
„Wie soll so ein Angriff diese beiden töten?“ „Devas und Riku sind viel zu schwach!“ hallte es aus den Reihen der Zuschauer. Die Staubwolke war jetzt gänzlich verschwunden und dort waren jetzt nur noch die beiden Magieschüler. Ihre Gegner waren nicht mehr an der Stelle, wo sie vorher gestanden hatten. Sie waren auch nicht mehr in der Arena.

Erneuter Perspektiven-Wechsel, doch wer ist nun der Erzähler? Das Publikum? Der Autor?...
Der Perspektivenwechsel im Kampf wurde erklärt. Hier ist meiner Meinung nach kein Perpektivenwechsel, da Devas ja selber das Publikum sieht und hört. Deswegen finde ich, das hier nichts gewechselt wird. Findest du wirklich, dass in diesem Satz das Publikum der Erzähler ist?

Zitat: Sie hatten nicht gegen Emero selber gekämpft, sondern gegen seine Mimikry-Geister. Emero war nämlich ein Beschwörungsmagier, der mit Hilfe seiner Magie Geister aus einer parallelen Welt herbeizaubern kann.

Schon wieder diese unschöne Stimme aus dem off, die uns Sachen erklärt. Ich fände es besser, wenn du solche Erklärung mit in den Text einarbeiten würdest, a la:
Sie hatten nicht gegen Emero selber gekämpft, sondern gegen seine Mimikry-Geister, die der Beschwörungsmagier aus einer parallelen Welt herbei gezaubert hatte.
Findest du, dass ich diese Stimme aus dem off oft verwende? Solche Dinge schreibe ich gerne. Einfache Einwürfe, die Dinge erklären. Mir fällt es irgendwie auch nicht leicht solche Sachen in den Text zu weben.

Zitat:So, dass war’s auch schon von mir. Aus meiner Sicht war es ein eher durchwachsenes Kapitel. Gefallen hat mir zum einem die äußere Beschreibung des Schauplatzes und das Abschiedsessen, sowie die Erklärungen, wer Devas‘ Gegner waren und wie diese besiegt werden konnten. Weniger gut gefallen hat mir dagegen zum einem das mangelnde Gefühlsleben Devas‘ zu Beginn des Kapitels, sowie der für mich teilweise unverständliche Perspektivenwechsel. Auch den Kampf fand ich nicht wirklich spannend, da mir zum einem irgendwie das Tempo gefehlt hat und ich zum anderen die Gegner einfach nur strohdumm fand. Das finde ich besonders schade, da mir die Idee mit den Spiegelbildern wirklich sehr gut gefallen.
Es freut mich, dass dir einige Dinge gefallen haben. Bei dem Kampf muss ich dir - wie oben schon erwähnt - ebenfalls zustimmen. Er ist einfach zu langweilig und ich werde mich demnächst an einen neuen Kampf machen, der auf jeden Fall spannungsreicher sein wird. Ich werde wahrscheinlich auch ein paar Gefühle am Anfang mit einfließen lassen, wie du es vorgeschlagen hast.
Die Sache mit den Perspektivenwechseln ist dagegen etwas komplizierter. Bei einigen deiner Anmerkungen konnte ich persönlich keinen Wechsel erkennen und den Wechsel im Kampf möchte ich doch gerne beibehalten, um Abwechslung zu schaffen.

Noch einmal vielen Dank für deinen Kommentar.

MfG
Dramweida




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Beitrag #4 |

RE: Schattenflamme - Kapitel 2 "Die Prüfung"
Hey Dramweida
Zitat:
Zitat:Nachdem er diese Worte gesprochen hatte, drehte er den eingeschüchtert dreinblickenden Prüflingen den Rücken zu und verließ den Raum durch eine Tür, die Devas erst jetzt entdeckt hat.

Hier wechselst du irgendwie die Erzählerperspektive. Auf mich wirkt es jetzt nämlich so, als ob der Schulleiter der Protagonist ist und nicht Devas.
Im zweiten Teil des Satze nehme ich doch Bezug auf Devas. Dann muss es wohl an der ersten Hälfte liegen. Ich persönlich sehe hier keinen Perspektivenwechsel. Was genau klingt denn komisch?
Dass der Schulleiter den eingeschüchtert dreinblickenden Prüflingen den Rücken zudreht. Da Devas sich ja nicht selbst als „eingeschüchtert dreinblickenden Prüfling“ wahrnehmen kann und sich selbst als Protagonist vermutlich nicht so darstellen würde, wirkt dieser Einschub seltsam bzw. wie ein Perspektivwechsel.

Zitat:
Zitat: Er blickte sich nach einer Schutzmöglichkeit um und entdeckte ganz in seiner Nähe einen Stein. Er spurtete in dessen Richtung in hechtete sich hinter den Stein. Als er gerade eine schützende Steinhülle über seinen Körper errichtet hatte, knallte der Felsen mit voller Wucht auf den Boden auf. Wenn er nicht so schnell reagiert hätte, wäre er jetzt wahrscheinlich tot.
Durch die Macht des Aufpralls wurden Steinsplitter in alle Richtungen geschleudert. Ein paar von ihnen flogen auch auf Riku zu. Rasch zog er sein Schwert aus der Scheide und wehrte damit gekonnt die heranrauschenden Geschosse ab.
Mittlerweile hatte sich sein Gegner in Bewegung gesetzt. Während er auf ihn zumarschierte zog er ebenfalls sein Schwert. Er hob seine Waffe über den Kopf und erhöhte seine Geschwindigkeit.
Ab dieser Stelle verstehe ich nun gar nichts mehr. Wir beobachten doch den Kampf unseres Protagonisten Devas, oder hast du mitten im laufenden Kampf deinen Protagonisten geändert. *wirklich verwirrt bin* Grundsätzlich habe ich nichts gegen mehrere Protagonisten, aber es sollte dann doch übersichtlich sein und nicht alles durcheinander gewürfelt werden ...
Der Protagonist ist Devas, das ist richtig, ja. Aber ich wollte gerne alle Einzelkämpfe der Charaktere zeigen. Wenn ich aber Rikus Kampf dann aus der Sicht von Devas schreibe, wäre das unlogisch, weil er sich ja dann nicht mehr auf seinen eigenen Kampf konzentrieren würde.
Also habe ich mir überlegt, wie ich dies zustande bringe. Und die Lösung war, dass ich unter den Kämpfen die Perspektiven wechsle. Das birgt natürlich das Problem, dass es verwirrend ist wie bei dir. Aber dennoch möchte ich bei diesem System bleiben.
Wie gesagt, ich habe nichts gegen Perspektivwechsel, wenn sie denn übersichtlich sind. Den zitierten Abschnitt musste ich allerdings mehrmals lesen, bis ich verstanden habe, dass ein Wechsel stattgefunden hat und wo dieser Wechsel ist (sprich Riku die handelnde Person wird). Icon_wink Generell fände ich es besser, wenn du beim Perspektivwechsel eine Leerzeile einfügen würdest, um einen Bruch in der Geschichte anzuzeigen. Um es noch deutlicher zu machen könntest du zudem einen kurzen Verweis auf den Perspektivwechsel (bzw. einen kleine Übergabe) in die laufende Geschichte einweben, a la „
"Auch Riku erkannte, dass…
oder
"Während Devas noch nach Luft schnappte, hatte Riku bereits sein Schwert gezogen, um …
Das ist natürlich deine Entscheidung. Icon_wink


Zitat:
Zitat: Das Publikum hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Alle standen auf und versuchten zu erkennen, was dort unten geschehen war.
„Wie soll so ein Angriff diese beiden töten?“ „Devas und Riku sind viel zu schwach!“ hallte es aus den Reihen der Zuschauer. Die Staubwolke war jetzt gänzlich verschwunden und dort waren jetzt nur noch die beiden Magieschüler. Ihre Gegner waren nicht mehr an der Stelle, wo sie vorher gestanden hatten. Sie waren auch nicht mehr in der Arena.

Erneuter Perspektiven-Wechsel, doch wer ist nun der Erzähler? Das Publikum? Der Autor?...
Der Perspektivenwechsel im Kampf wurde erklärt. Hier ist meiner Meinung nach kein Perpektivenwechsel, da Devas ja selber das Publikum sieht und hört. Deswegen finde ich, das hier nichts gewechselt wird. Findest du wirklich, dass in diesem Satz das Publikum der Erzähler ist?
Naja, die schreibst zuvor etwas von einer riesigen Staubwolke und das Devas kaum einen Meter weit sehen könne. Er kann somit lediglich Vermutungen(!) darüber anstellen, was das Publikum macht, von daher würde ich um Devas Sicht beizubehalten eher schreiben, was es in seiner momentanen Situation hören kann a la:
Das Publikum schien es nicht mehr auf den Sitzen zu halten. Er hörte das dumpfen Klacken von Absätzen auf Holz, das Rascheln ihrer Kleidung, ein unruhiges Gewisper, das schon bald durch laute Rufe unterbrochen wurden: „Wie soll…“
Was mir gerade eben noch aufgefallen ist: Ich fände es atmosphärischer, wenn sich die Staubwolke sich nur langsam lichten würde. Icon_wink

Zitat:
Zitat: Sie hatten nicht gegen Emero selber gekämpft, sondern gegen seine Mimikry-Geister. Emero war nämlich ein Beschwörungsmagier, der mit Hilfe seiner Magie Geister aus einer parallelen Welt herbeizaubern kann.

Schon wieder diese unschöne Stimme aus dem off, die uns Sachen erklärt. Ich fände es besser, wenn du solche Erklärung mit in den Text einarbeiten würdest, a la:
Sie hatten nicht gegen Emero selber gekämpft, sondern gegen seine Mimikry-Geister, die der Beschwörungsmagier aus einer parallelen Welt herbei gezaubert hatte.

Findest du, dass ich diese Stimme aus dem off oft verwende? Solche Dinge schreibe ich gerne. Einfache Einwürfe, die Dinge erklären. Mir fällt es irgendwie auch nicht leicht solche Sachen in den Text zu weben.
Nicht oft, allerdings ist es mir zwei Mal besonders aufgefallen: Das eine Mal bei der obigen Erklärung, dass Emero ein Beschwörungsmagier sei und das andere Mal hier:
Zitat: Waffenmagier haben nämlich die Fertigkeit mit ihrer Magie ihre Waffe zu verstärken.
Da war die „Stimme aus dem off“ irgendwie besonders präsent. Das mag vielleicht auch an dem „nämlich“ liegen, das sehr stark auf eine Erklärung, die unbedingt noch gemacht werden muss, hindeutet. In der wörtlichen Rede finde ich es in Ordnung, weil uns der Redner etwas mitteilen will. Im laufenden Text wirkt es allerdings so, als ob uns der Autor unbedingt etwas mitteilen will.

Viele liebe Grüße

Plumbum Icon_smile


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