Es ist: 11-04-2021, 08:09
Es ist: 11-04-2021, 08:09 Hallo, Gast! (Registrieren)


Kumen-Esh (Auszug 2)
Beitrag #1 |

Kumen-Esh (Auszug 2)
Dem treuen Leser ist bereits bekannt, dass sich in den ersten Kapiteln von Kumen-Esh einiges ändern wird. Damit es dem neuen Leser auch bekannt ist, schreibe ich es jetzt endlich mal hier drüber Icon_wink
Um dem Story-Verlauf zu folgen, eignen sich Auszug 1 und 2 durchaus noch, deshalb verschiebe ich sie auch nicht ins Archiv.
In Auszug 2 wird sich bei der Überarbeitung einiges ändern, insbesondere was die Gesprächsinhalte angeht. Die Vorstellungen der Personen werde ich wohl so (oder so ähnlich) beibehalten, allerdings wird das Gespräch mehr dazu dienen, auch die Besonderheiten des Schiffs zu klären. Außerdem wird es eine (bessere) Beschreibung der Räumlichkeit geben.
Auch die Frage, was da überhaupt vorgefallen ist, dass der Zoll sich damit beschäftigt, wird in dem neu geplanten 1. Kapitel umfangreich Beachtung finden, so dass es dann hier im Gesamtwerk keine Fragen mehr dazu geben sollte. Die Charaktere bleiben größtenteils allerdings unverändert und auch die Grundstimmung der Szene möchte ich beibehalten.
Detailkritik ist daher keine mehr nötig.


Auszug 1_______(Hitoro Takahashi) [veraltete Version]
Auszug 2_______(Janis van Deelen) [veraltete Version]
Auszug 3a / 3b__(Janis van Deelen)
Auszug 4.1 / 4.2_(Yelena Ivanova)
Auszug 5_______(Yelena Ivanova)
Kampfszene____(Hitoro Takahashi)



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What's funny is how many people choose to be stupid.«
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Beitrag #2 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 2)
Hallo Lanna,

nachdem ich den Auszug letzte Woche zwischendurch gelesen habe, komme ich jetzt endlich dazu, ihn zu kommentieren. Du hast wirklich noch keine Kommentare dazu gekriegt? Mensch ...
Den ersten Auszug habe ich nicht gelesen, aber ich denke mal, der ist hier auch nicht wirklich notwendig.

Erstmal: Warum hört es denn mittendrin auf? Da liest man und liest - und dann sagst du nicht, was der Scan ergibt ... Icon_wink
Für mich liest sich dieser Auszug sehr flott. Du legst viel Wert auf die Beschreibung der Figuren und das gelingt auch gut, zumindest von (hier kommt wieder mein Namensproblem, ich schau grad nach) Yelena und Bishop. Janis bleibt leider ein bisschen blass, den habe ich nicht wirklich vor Augen. Aber ich denke mal, die Figur wird hier auch nicht eingeführt, von daher kennt man sie wahrscheinlich schon.
Am Anfang irritiert mich, dass sie die Risen betreten, ohne von jemandem empfangen zu werden. Dann gleitet die Tür zur Brücke auf und sie gehen hinein. Beim ersten Lesen (da habe ich eher überflogen) dachte ich, die Szene würde gar nicht auf der Risen selbst spielen Icon_wink. Aber das steht ja eindeutig da *lacht* Mich wundert aber, dass der "Empfang" so leer ist.
Später schreibst du:
Zitat:Ihre nackten Füße hinterließen eine leichte Spur auf dem Linoleumboden, als sie zwei Schritte weiter in den Raum trat.
Ist sie nicht längst auf der Brücke? Inwiefern tritt sie dann weiter in den Raum hinein? Sie könnte auf die Ankommenden zugehen oder sich von ihnen entfernen, aber in den Raum hinein gehen ... oder lese ich das falsch, und sie unterhalten sich nicht auf der Brücke, sondern im Vorraum?
Örtlich kann ich dir da nicht ganz folgen. Aber das kann auch an mir liegen, denn damit tue ich mich immer schwer.

Yelena ist nervös. Das zeigst du sehr eindeutig, sie kaut auf den Fingern, schaut zum Ausgang, hält Abstand und spricht auswendig gelernte Phrasen. Am Anfang beschreibst du das noch sehr detailliert, was mir sehr gut gefällt. Dann lässt sie sich allerdings arg gehen, verliert ihr Gesicht, als der Pilot hinzugerufen wird, versucht auszuweichen. Das ist mir etwas zu offensichtlich. Vielleicht baust du eher ein paar weitere Gesten ein? Vielleicht erhöht sich die Lidfrequenz, vielleicht verschränkt sie die Armen doch eher vor dem Bauch (als Abwehrhaltung) oder es verkrampfen sich die Finger ineinander, ringen miteinander. Wenn man sich unwohl fühlt, zeigen oft die Füße Richtung Ausgang. Wenn sie etwas verbergen will, vielleicht zieht sie den Kopf ein, versteckt sich (wie eine Schildkröte). Meistens haben Menschen die offensichtlichen Mimiken (in eine bestimmte Richtung blicken) noch ganz gut unter Kontrolle, gerade wenn sie beobachtet werden - da könntest du die Steigerung ihrer Nervosität vielleicht etwas subtiler gestalten. Da Janis schon seit langem Zollbeamter ist, wird er auch die anderen körperlichen Anzeichen lesen können. Sehr gut, wie du die Schockstarre einbaust bei der Frage nach dem Piloten. (Hier auch möglich: Nase rümpfen, Augen verengen, ...)

Was du sehr hervorhebst, ist, wie heruntergekommen Yelena und Bishop sich präsentieren. Da fragt man sich direkt: Warum bloß?
Sie arbeiten für Sunshine and Beyond (cooler Name!) und transportieren Ware von A nach B, wenn ich das richtig verstehe? Dann ist die Erklärung für den Sprung aus dem Stream irgendwie lasch. Wegen der Aussicht? Es ist doch niemand an Bord, der diese Aussicht genießen könnte. Seltsam, dass Janis da nicht nachhakt.
Das Gespräch zwischen den beiden finde ich ganz aufschlussreich. Es vermittelt viel vom Aufbau deiner Welt, ohne jetzt mit dem Zeigefinger darauf zu zeigen. Es ist nicht zu viel, eher wundert mich wie gesagt, dass Janis den Satz mit der Aussicht einfach so hinnimmt.

Zum Schluss noch zwei Kleinigkeiten:
Zitat:»Niemand behauptet das Gegenteil, Mrs. …?«
Wieso nennt er sie Mrs. und nicht Miss?
Zitat:Ihm war noch kein Schmuggler durch die Finger geschlüpft.
*gg* Zumindest keiner, von dem er wüsste ...

Das war mal eine interessante Art, an einen Text heranzugehen - weniger chronologisch-inhaltlich und mehr thematisch. Mir gefällt der Auszug auf jeden Fall, ich wüsste sehr gern, was passiert. Wenn du noch Fragen zu irgendetwas Bestimmten hast, sag Bescheid Icon_smile

Wie sieht es denn mit dem ersten Auszug aus? Lohnt es noch, den zu kommentieren, oder hast du dazu genug Meinungen gekriegt?

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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Beitrag #3 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 2)
Hi Lanna,

Ich hab deinen ersten Auszug gelesen und fand ihn richtig ansprechend.
Die Mischung aus Fantasy und Science-Fiction ist eine tolle Idee und ist einmal etwas erfrischend anderes. Auch wie du den Ork beschreibst, ganz untypisch und überhaupt nicht so, wie man sich einen traditionellen Ork à la Herr der Ringe vorstellt. Fand ich super!

Der zweite Auszug steht dem ersten in nichts nach. Ganz im Gegenteil; hier kommt Spannung auf, was für den Leser immer gut ist ;-)
Schade fand ich natürlich, dass man im Endeffekt nicht erfahren hat, was genau mit der Crew der Risen los war. Aber dafür hast du mich jetzt richtig in der Hand und ich werde natürlich allenfalls folgende Auszüge deines Romans sofort lesen :-)

Also jetzt aber einmal zu diesem Teil:

Der Titel lautet Janis Van Deelen, aber wie Libertine das schon angemerkt hat, erfährt man über diesen reichlich wenig. Find ich nicht weiter schlimm, da zwischen Auszug 1 und Auszug 2 ja vielleicht noch etwas kommt? Währe das - abgesehen von den kurzen Erwähnungen in Auszug 1 - aber das erste Mal, wo Janis in Erscheinung tritt, fände ich das etwas mager, da du ihn praktisch gar nicht beschreibst. Aber eben, ich schätze, das kommt in deiner Geschichte wohl einfach früher oder so.

Die Szene in der Risen habe ich etwas anders vor Augen wie Libertine.
Für mich hat es sich so gelesen, als ob sich Janis und die Orks die ganze Zeit über immer nur im Empfangsraum aufgehalten hätten und gar nie in der Kommandobrücke waren.

Was mich aber etwas verwirrt hat, war folgende Szene:

Zitat:Überrascht musterte er die junge Frau, die kurz stockte, als sie die Versammlung bemerkte.

wieso stockt Yelena? Es kommt mir so vor, als ob sie von den Zollbeamten überrascht wäre, was in meinen Augen etwas unlogisch wäre, weil diese sich ja bestimmt angemeldet haben und nicht einfach klammheimlich das Schiff betreten haben.
Genau so, als sie den Piloten daran erinnert, sich etwas anzuziehen.
Weiss er denn nicht, dass sein Schiff gerade von Zollbeamten betreten wurde?

Zudem ist mir folgendes aufgefallen:

Zitat:»Für Volk und Allianz«, erwiderte sie. Auch wenn sie keinen Wert auf einen guten ersten Eindruck legte, hatte sie ihre Nervosität offenbar wieder unter Kontrolle.

bei dieser Stelle schreibst du, dass Yelena ihre Nervosität offenbar wieder unter Kontrolle hätte. Aber dass Yelena überhaupt nervös war, deutest du, soweit ich das erkennen kann, in keinem vorherigen Satz an.
Du schreibst lediglich, dass sie kurz stockt, als sie den Zollbeamten sah, sonst aber ist mir nichts aufgefallen, worauf sich schliessen liesse, dass sie nervös war. Oder hab ich etwas überlesen? Zudem stemmt sie ihre Hände ja mürrisch in die Hüften, was für mich eher auf eine trotzige Haltung schliessen lässt.
Die ganze Geschichte mit dem Nägelkauen und den Blicken auf die Tür usw. kommt ja erst später.

Zitat:setzte er an und beobachtete die Reaktion seiner Gegenüber.

Schreibt man das echt so? Seiner weil sie weiblich ist?

Zitat:Sie starrte ihn vier Sekunden lang nur an, bevor sie zögernd nickte.

hehe wieso gibst du hier die Anzahl Sekunden so genau an? Hätten "einige Sekunden" nicht gereicht?

Was ich etwas komisch fand ist, dass der Pilot "stow it!" sagt und auf dem Schild "no admittance" steht. Wieso Englisch? Gibt es dafür einen speziellen Grund?

Ich finde, der Auszug las sich genau wie der erste sehr flüssig. Macht Spass so zu lesen muss ich sagen.

Jetzt noch kurz zu deinen spezifischen Fragen:

Zitat:Wie findet ihr die äußerliche Vorstellung von Yelena und Bishop? Kann man sich die beiden in ihrem Erscheinen gut vorstellen oder geh ich da sogar zu sehr ins Detail?

Ich konnte mir Yelena und Bishop sehr gut vorstellen. Du benutzt meiner Meinung genau die richtige Anzahl Details für die Beschreibung, so dass man sich gut etwas unter den Personen vorstellen kann. Aber du beschreibst sie nicht so sehr ins Detail, dass man die eigene Vorstellungskraft gar nicht mehr benötigen würde. Also für meinen Geschmack genau richtig!

Zitat:Ist das verbale Geplänkel zwischen Yelena und Janis langweilig / zu lang / kurzweilig / interessant?

Auch hier finde ich es eigentlich genau richtig. Zu lang ist es nicht, aber länger würde ich es eher nicht machen.

Zitat:Gibt Janis als Perspektiventräger was her? Oder will niemand was aus der Sicht eines rassistischen Bürokraten lesen?

Janis ist mir, auch wenn ich eigentlich noch nicht so viel über ihn weiss, nicht so sympathisch wie Hitoro. Das schliesst aber nicht aus, dass er als Perspektiventräger etwas her gibt. Ich hätte wohl nur ein Problem, wenn ich die ganze Geschichte aus seiner Perspektive lesen müsste.

Zitat:Welche Erwartungen ergeben sich aus dem Kapitel, wie könnte es weitergehen?

hehe ja die Bandbreite von möglichen Ereignissen ist natürlich unendlich. Ich könnte mir vorstellen, dass Yelena und Bishop nicht diejenigen sind, für die sie sich ausgeben. Und wo ist der ganze Rest der Crew? so gross scheint das Schiff ja nicht zu sein, wenn es nur drei Türen gibt ;-)
Sehr verdächtig hehe.

Zitat:Wo hättet ihr gerne ausführlichere Erklärungen oder einfach weniger Details / Weltbezüge? Oder halte ich zwischen Information und Handlung halbwegs die Waage?

Ausführlichere Details hätte ich wie gesagt zu Janis gerne, ausser er wird vorher schon einmal ausführlich beschrieben.
Ansonsten habe ich, so leid es mir auch tut, nichts zu meckern :-)

Elia






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Beitrag #4 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 2)
Hallo ihr Zwei!

Lieben Dank euch schonmal für die Kommentare und entschuldigt bitte meine Verspätung ... ich versuche, im Laufe der Woche ausführlich zu antworten. Irgendwie will meine Zeit mal wieder nicht so wie ich.

@Libbi
Meinungen zum Auszug 1 sind nach wie vor willkommen! Icon_smile

Ganz liebe Grüße
Lanna

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Beitrag #5 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 2)
*hust* es hat doch ein bisschen länger gedauert *brumml* Umso mehr Mühe werde ich mir bei der Antwort geben, damit ihr nicht das Gefühl bekommt, ich würde meine Leser nicht wertschätzen.

Fangen wir bei Libertine an Icon_wink

Zitat: Du hast wirklich noch keine Kommentare dazu gekriegt? Mensch ...
Science-Fiction ist leider nicht so gut besucht wie Fantasy *lach* Aber da ich im Moment ja eher semi-aktiv bin, ist es vielleicht sogar ganz gut so Icon_wink

Zitat: Erstmal: Warum hört es denn mittendrin auf? Da liest man und liest - und dann sagst du nicht, was der Scan ergibt ... 
Weil das Kapitel zu Ende ist *lach* Nein, ich hab einfach nicht dran gedacht, dass diese Info ja erst im nächsten Kapitel kommt. Aber gut zu wissen, dass sich der Leser diese Frage überhaupt stellt. Da ich nicht weiß, ob ich das Folgekapitel auch einstellen werde, sei verraten, dass der Scan von Bishop absolut sauber ist. Sehr zu Yelenas Überraschung und zu Janis’ Enttäuschung *lach* (und dennoch hat der Elf Dreck am Stecken *hrhr*)

Zitat: Janis bleibt leider ein bisschen blass, den habe ich nicht wirklich vor Augen. Aber ich denke mal, die Figur wird hier auch nicht eingeführt, von daher kennt man sie wahrscheinlich schon.
Jupp, vor diesem hier kommt auf jeden Fall noch ein anderes Kapitel mit Janis als Perspektiventräger – leider kommt sein Äußeres bisher noch sehr kurz. Erst im Folgekapitel – das aus Yelenas Sicht geschrieben ist – bekommt er auch eine optische Beschreibung verpasst. Hier geht es hauptsächlich um die Einführung der beiden neuen Personen.

Zitat: Ist sie nicht längst auf der Brücke? Inwiefern tritt sie dann weiter in den Raum hinein? Sie könnte auf die Ankommenden zugehen oder sich von ihnen entfernen, aber in den Raum hinein gehen ... oder lese ich das falsch, und sie unterhalten sich nicht auf der Brücke, sondern im Vorraum? 
Hier gibt’s tatsächlich ein kleines Missverständnis: Janis + Orks betreten den Empfangsraum der Risen, den sie die ganze Zeit über auch nicht verlassen. Ich erwähne nur die Türen, die von da aus wegführen. Yelena kommt von der Brücke in den Empfangsraum, ebenso kommt Bishop von dort. Die ganze Szene spielt komplett im Empfangsraum. Allerdings muss ich bei der späteren Überarbeitung die ganzen Szene-Beschreibungen sowieso nochmal neu machen, weil es im Moment alles etwas knapp kommt. Vermutlich wird sich dann auch in diesem Kapitel noch einiges ändern.

Zitat: Dann lässt sie sich allerdings arg gehen, verliert ihr Gesicht, als der Pilot hinzugerufen wird, versucht auszuweichen. Das ist mir etwas zu offensichtlich. Vielleicht baust du eher ein paar weitere Gesten ein?
Einerseits ist es von mir gewollt, dass Yelena so offensichtlich nervös ist. Sie ist ganz normale Piloten, hält sich immer brav ans Gesetz und hatte noch nie mit der Polizei zu tun. Sie ist nicht gewohnt zu lügen. Und sie weiß, dass ihr Elf eine Bio-Überprüfung eigentlich nicht positiv überstehen kann. In einem späteren Kapitel rastet sie auch mal aus, steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch und fängt an zu heulen. Sie soll also tatsächlich sehr emotional sein.
Andererseits sind deine Tipps alle sehr gut und ich werde definitiv auch noch subtilere Hinweise einarbeiten. An Kumen-Esh schreibe ich nach dem Motto: Nur das wichtigste in die Szene. Personen werden eingeführt und dann geht die Handlung weiter.
Bei der Überarbeitung werde ich aber ganz sicher darauf achten, die Beschreibungen über den Text zu verteilen und eben mehr Gestik und Mimik einzubauen.

Zitat: Was du sehr hervorhebst, ist, wie heruntergekommen Yelena und Bishop sich präsentieren. Da fragt man sich direkt: Warum bloß? 
*lach* Ohje, da hab ich wohl eine falsche Spur gelegt. Einen tieferen Grund haben die beiden nicht – es ging mir mehr um die hintergründige Charakterisierung. Sunshine and Beyond (ich liebe den Namen auch *lach*) ist sowas wie … der Netto unter den Reisegesellschaften. Also Billigpreise und Dumpinglöhne. Technik wird nicht gewartet, sondern repariert, wenn mal was kaputt geht. Und ihre Angestellten beziehen sie am liebsten aus den unteren sozialen Schichten (wird auch später noch thematisiert, wenn der wegen fünffacher schwerer Körperverletzung vorbestrafte Bordtechniker dazustößt Mrgreen ). Allerdings gibt es kleine Traveller-Gesellschaften wie Sand am Meer, so dass Janis mit dem Namen nicht direkt was anfangen kann.
So, Teil eins der Erklärung. Teil 2: … ist kompliziert, merke ich. Ich machs mal kurz: Aus flugtechnischen Gründen fliegt Nate (der Elf), eh immer mit nacktem Oberkörper (weil er sich über einen speziellen Pilotensessel mit dem Schiff »verbindet). Und Janis’ Gedanke in Richtung Verhältnis unter Angestellten ist ebenfalls nicht ganz verkehrt.
Zu guter Letzt hatte Yelena schlicht und ergreifend keine Zeit / keinen Nerv, sich noch die Arbeitsklamotten anzuziehen, weil ihr Pilot aus den Latschen gekippt ist *lach*

Zitat: Sie arbeiten für Sunshine and Beyond (cooler Name!) und transportieren Ware von A nach B, wenn ich das richtig verstehe? Dann ist die Erklärung für den Sprung aus dem Stream irgendwie lasch. Wegen der Aussicht? Es ist doch niemand an Bord, der diese Aussicht genießen könnte. Seltsam, dass Janis da nicht nachhakt.
Ups, kleiner Informationsmangel: Die Risen ist ein Personentransporter und hat knapp 100 Passagiere (in Kältekammern) dabei. Das wird in dem ersten Kapitel mit Janis gesagt, allerdings werden die Passagiere grundsätzlich als »Fracht« bezeichnet.
Dank deiner Bemerkung ist mir allerdings ein anderer Fehler aufgefallen: Wenn auf Kurzstreckenflügen auf die Kältekammern verzichtet wird, passen die 100 Leute gar nicht in den Empfangsraum *lach* Ich werd da noch einen größeren Aufenthaltsbereich einbauen. Dummerweise brauch ich die Verglasung für ein Ereignis, das sich an die Kontrolle hier anschließt.

Zitat: Wieso nennt er sie Mrs. und nicht Miss?
*hust* Weil ich irgendwie im Kopf hatte, dass »Mrs.« die normale Anrede ist. Dabei erkennt man ja sogar an ihrem Nachnamen, dass sie unverheiratet ist …

Zitat: Mir gefällt der Auszug auf jeden Fall, ich wüsste sehr gern, was passiert. Wenn du noch Fragen zu irgendetwas Bestimmten hast, sag Bescheid
Das freut mich zu hören! Wie immer war dein Kommentar auch sehr aufschlussreich und hat mir gezeigt, wo ich bei der Überarbeitung besonders drauf achten muss. Konkrete Fragen hab ich sonst keine – dafür etliche Ideen, wie ichs noch besser machen kann Icon_smile

Vielen lieben Dank dir!


@Elia

Auch dir vorab schonmal vielen lieben Dank für den Kommentar! Ich freu mich immer, wenn sich neue Kritiker unter meinen Texten melden. Und wenns dann noch so positiv ausfällt, ist es doppelt schön Icon_wink

Zitat: Schade fand ich natürlich, dass man im Endeffekt nicht erfahren hat, was genau mit der Crew der Risen los war.  Aber dafür hast du mich jetzt richtig in der Hand und ich werde natürlich allenfalls folgende Auszüge deines Romans sofort lesen :-)
Hey, na das ist doch mal was! Begeisterte Dauerleser kann ich immer gebrauchen *freu*
Wenn du möchtest, kann ich dir die Folge-Szene noch per PN schicken (werd sie vermutlich erstmal nicht hier einstellen), wo zumindest halbwegs geklärt wird, was mit dem Elfen los ist. Kannst mir ja bei Interesse eine PN schicken Icon_wink

Zitat: Der Titel lautet Janis Van Deelen, aber wie Libertine das schon angemerkt hat, erfährt man über diesen reichlich wenig.
Ups, kleiner Fehler, den ich schon beim ersten Auszug gemacht habe … die »Überschriften« sind nur meine … Arbeitstitel – weil ich die Perspektive regelmäßig wechsel, hab ich in meinem Word-Dokument immer den jeweiligen Perspektiventräger über den Kapiteln stehen. Echte Kapitelüberschriften gibt es (noch) nicht. Hat schon bei Auszug 1 für Verwirrung gesorgt *lach*

Zitat: Find ich nicht weiter schlimm, da zwischen Auszug 1 und Auszug 2 ja vielleicht noch etwas kommt? Währe das - abgesehen von den kurzen Erwähnungen in Auszug 1 - aber das erste Mal, wo Janis in Erscheinung tritt, fände ich das etwas mager, da du ihn praktisch gar nicht beschreibst. 
Jup, ganz richtig: Janis hat vorher schon einen Auftritt – allerdings kommt eine Beschreibung seines Äußeren erst im Folgekapitel, da ich ihn vorher nicht aus der Perspektive eines anderen betrachte(n kann). Bin da aber am Überlegen, wie ich seine Optik eher einfließen lassen kann. Bisher weiß man nämlich nur, dass er einen Bauchansatz hat und um die 40 Jahre alt ist *lach*

Zitat: Für mich hat es sich so gelesen, als ob sich Janis und die Orks die ganze Zeit über immer nur im Empfangsraum aufgehalten hätten und gar nie in der Kommandobrücke waren. 
Richtig – so war es von mir gedacht Icon_wink

Zitat: wieso stockt Yelena? Es kommt mir so vor, als ob sie von den Zollbeamten überrascht wäre, was in meinen Augen etwas unlogisch wäre, weil diese sich ja bestimmt angemeldet haben und nicht einfach klammheimlich das Schiff betreten haben.
Genau so, als sie den Piloten daran erinnert, sich etwas anzuziehen. 
Weiss er denn nicht, dass sein Schiff gerade von Zollbeamten betreten wurde? 

Zum Stocken: Yelena erwartet da keine drei vollbewaffneten Orks. Janis denkt in seinem vorigen Kapitel selbst drüber nach, dass solche Sicherheitsmaßnahmen eigentlich überflüssig sind – aber in den Grenzregionen ist es Vorschrift. Ich überleg aber, ob ich es noch irgendwo entweder ausführlicher thematisiere, oder rausnehme.
Zum Anziehen: Nate (Bishop) hat ein Talent dafür, sich und andere in Schwierigkeiten zu bringen, weil er wenig von Autoritäten hält. Im Moment ist er zudem ziemlich neben der Kappe. Deshalb Yelenas Anweisung. Außerdem ist sie halt total nervös und will nicht mehr Ärger als unbedingt nötig.

Zitat: bei dieser Stelle schreibst du, dass Yelena ihre Nervosität offenbar wieder unter Kontrolle hätte. Aber dass Yelena überhaupt nervös war, deutest du, soweit ich das erkennen kann, in keinem vorherigen Satz an.
Hach, du bist ein zu aufmerksamer Leser *lach* Nein, die Nervosität ist aus dem vorigen Kapitel, in dem Janis über Funk Kontakt mit Yelena hat. Da ist ihm schon aufgefallen, dass sie ziemlich nervös klingt. Und diese Nervosität scheint sie ihm nun unter Kontrolle zu haben. Steht in diesem Kapitel hier allerdings echt nicht drin Icon_wink

Zitat: Schreibt man das echt so? Seiner weil sie weiblich ist?
*hust* Eine der wenigen Regeln, die ich bewusst und ohne tieferen Sinn breche. »das Gegenüber« ist richtig, mag ich aber überhaupt gar nicht. Ich schreib immer »der Gegenüber« wenns ein männliches Gegenüber ist und »die Gegenüber« wenns weiblich ist. Allerdings bin ich bemüht, meine »Gegenübers« so gering wie möglich zu halten. Ich hasse es nur wie die Pest, Personen als »das« bezeichnen zu müssen. Wie bei »das Mädchen« … ganz schlimm, wenn man dann mit »es« weiterschreiben muss.

Zitat: hehe wieso gibst du hier die Anzahl Sekunden so genau an? Hätten "einige Sekunden" nicht gereicht? 
*lach* also irgendwen störts immer Mrgreen
Ich weiß nicht, manchmal hab ich so einen Tick, dass ich die genauen Sekunden oder die genauen Meter hinschreibe. Normalerweise dann, wenn mein Perspektiventräger ein pedantische Persönlichkeit ist. Wird aber vermutlich bei der Überarbeitung eh in »einige Sekunden« geändert werden Icon_wink

Zitat: Was ich etwas komisch fand ist, dass der Pilot "stow it!" sagt und auf dem Schild "no admittance" steht. Wieso Englisch? Gibt es dafür einen speziellen Grund?
Jup, meine Elfen sprechen Englisch. So wie die Orks Japanisch sprechen und die Merowinger Deutsch. Hat was mit dem Grundkonzept der Geschichte zu tun. Und damit, dass ich englische Begriffe verwenden wollte, es aber doof finde, wenn dann niemand die Sprache dazu spricht. Und deshalb waren meine Elfen jahrelang die führenden Weltraumforscher und -erkunder, weshalb die ganzen Sachen im Bereich Raumfahrt elfische/englisch Bezeichnungen haben und zum Beispiel auch die Anreden (Mr. / Mrs./Miss) aus dem englischen übernommen wurde.

Zitat: Ich finde, der Auszug las sich genau wie der erste sehr flüssig. Macht Spass so zu lesen muss ich sagen.
Super, das freut mich! Icon_smile

Zitat: Zu lang ist es nicht, aber länger würde ich es eher nicht machen.
Vermutlich werd ich an der ein oder anderen Stelle noch einschrumpfen, denn im Folgekapitel geht der Dialog noch ein Stück weiter. Ich find nur, Personen lernt man im Dialog am besten kennen (vor allem Nate *lach*), deshalb hab ich ihn hier mal als begleitendes Vorstellungs-Instrument benutzt.

Zitat: Janis ist mir, auch wenn ich eigentlich noch nicht so viel über ihn weiss, nicht so sympathisch wie Hitoro. Das schliesst aber nicht aus, dass er als Perspektiventräger etwas her gibt. Ich hätte wohl nur ein Problem, wenn ich die ganze Geschichte aus seiner Perspektive lesen müsste.
Ja, neben Nate (der erst recht spät seine eigene Perspektive bekommt) ist Janis vermutlich der unsympathischste Perspektiventräger. Ich werd wohl noch ein bisschen an ihm arbeiten, weil es für die Geschichte wichtig ist, dass er sich zumindest mit Yelena ein wenig besser versteht, aber insgesamt wird er ein kleines Ekel bleiben. Ein Großteil der Kapitel werden sich nach jetztigem Stand Yelena und Hitoro teilen. Plus ein oder zwei weitere Perspektiven, die noch nicht feststehen.

Zitat: Ansonsten habe ich, so leid es mir auch tut, nichts zu meckern :-)
Ach, ich glaube, das kann ich dir grade so verzeihen Mrgreen
Nein, ernsthaft, es freut mich sehr, dass ich dich so für diesen Auszug begeistern konnte! Beim nächsten werde ich ein bisschen mehr drauf achten, welche Informationen aus Vorgängerkapiteln wichtig für den Leser sind, und sie dazuschreiben *lach* Entschuldige bitte, dass ich jetzt so viel im Nachhinein erklären musste.

Ganz liebe Grüße an euch beide,
Lanna

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Beitrag #6 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 2)
Hey Lanna,

dich hat man auch schon lang nicht mehr gesehen, hier im Forum. Vielleicht zerrt der Kommentar dich ja am Ohr wieder zurück? Verdient hättest du's Icon_fies Mrgreen

Zitat:ein weiteres Kapitel meines Sci-Fi-Fantasy-Mixes.
Auf so einen Mix hab ich grad ziemlich viel Lust. Icon_smile Science-Fantasy könnte glatt mein Lieblingsgenre werden (hab da mal was im Phantasten zu gelesen).
Vermutlich ist deine eigene Geschichte dir jetzt genau so neu wie mir - umso besser, nicht wahr?

Zitat:Hauptsächlich geht es mir allerdings darum, ob man sich die Szene und vor allem die handelnden Personen (Janis, Yelena und Bishop) gut vorstellen kann, und wo Logiklücken oder einfach nur „Hä?“-Momente versteckt sind.
War früher gut darin, Logikfehler zu finden. *lässt die Fingerknöchel knacken* Noch schnell den Entroster drauf und dann schauen wir mal, was geht. *lacht*

Zitat:Janis van Deelen ist Zollbeamter
... und Merowinger? *Wanderers Gedächtnis fährt hoch*

Zitat:gerade das Transportschiff Risen „rausgewunken“, weil es ein auffälliges Fahrverhalten hatte
Könntest du bitte genauer darauf eingehen, wie auffälliges Fahrverhalten im Weltraum aussieht? Kann man mit einem Raumschiff Schlangenlinien fliegen? *g*

Zitat:ein elfisches »No admittance!«
Da sind sie, die USElfen :iconfies: => ich schließe messerscharf, dass das Schmugglerschiff (falls es eins ist) zwischen Elfen- und Völkerbundterretorium herumwechselt. Ein interessanter Gedanke, dass bestimmte Güter auf unterschiedlichen Planeten vielleicht nicht im selben Maße vorhanden sind. Gerade auf so äußerlich gelegenen Welten, wie denen der Elfenokupaten (die waren doch weit draußen?).

Zitat:Standardprotokoll MA-Z-391
Da ich Jurist bin siehst du mir bestimmt nach, dass ich wissen möchte, was die Abkürzungen bedeuten? Mrgreen (Vielleicht sitzen aber auch nur irgendwo irgendwelche Scherzkekse und denken sich zufällige Buchstabenkonstellationen aus, um Merrowinger glücklich zu machen? Man weiß es nicht.)

Zitat:»Niemand behauptet das Gegenteil, Mrs. …?«
Ist Mrs. wirklich Merowinger-Standart ... oder nicht doch eher Elfisch?

Zitat:Ohne die Wühlerei in den Unterlagen der Ablage zu unterbrechen, spulte die Frau einen Text ab, als hätte sie ihn einstudiert: »Yelena Ivanova, Kosakin und Mitglied des Völkerbundes durch Geburt. Keine Vorstrafen. Schichtleiterin des Space Travellers Risen, Angestellte bei Sunshine and Beyond Travel Organisation. Im Besitz einer gültigen Fluglizenz, einer gültigen Transportlizenz und einer gültigen Grenzgängerlizenz. Berechtigt zum Aufenthalt in allen Freien Zonen der Merowinger Exorbital Nation.«
Ich finde so bringst du geschickt einen Haufen Informationen über Yelena, Völkergruppen, Exorbitalnationen und darüber, dass auch in einer fernen Paralellzukunft Reiseunternehmen absolut bescheuerte Namen haben (das war positiv gemeint Mrgreen ). Normalerweise schreiht man an solchen Stellen 'Infodump', aber da es einen Grund innerhalb der Story hat, passt es für mich absolut.

Zitat:Sie haben nur sechs der erlaubten zehn Maschinengnome an Bord, ist das richtig?
Ich glaube ich mag Fantasy-SciFi-Mixe ... *lacht*

Zitat:Mit zusammengekniffenen Augen musterte sie ihn, als habe er nach ihrer Jungfräulichkeit gefragt.
Ich vermute stark, dass ihr das weniger ausgemacht hätte.

Zitat:Dennoch studierte er die Daten ausführlich, während er aus den Augenwinkeln beobachtete, wie Ivanova allmählich unruhig wurde. Mit einer Hand zog sie den Morgenmantel zusammen, während sie am Daumennagel der anderen zu kauen begann.
Der (kursive) Zusatz ist sehr wichtig finde ich - nicht einfach behaupten, dass Yelena nervös wird, sondern es direkt zeigen. Gut auch, dass du die angekauten Fingernägel vom Anfang wieder aufgreifst. Ich finde allerdings, dass die Bewegung 'Morgenmantel zusammenziehen' nicht besonders unruhig wirkt. Eher, als wäre ihr kalt. Icon_wink Vielleicht machst du was nervöseres daraus? Ein Nesteln oder ähnliches?

Zitat:Vielleicht war nicht sie diejenige an Bord, die ein Geheimnis hütete.
Ein richtige Spürnase der Mann, nicht schlecht (ich nehm's ihm soweit auf jeden Fall ab).

Zitat:Janis’ zufriedenes Lächeln zerfiel. Sein Verdacht würde sich doch nicht etwa darauf begründen, dass er einer geheimen Liebschaft unter Kollegen auf die Schliche gekommen war?
Icon_lol

Zitat:Hinter ihm schnaubte einer der Orks – vielleicht verächtlich, vielleicht amüsiert – wer konnte das bei den Unmenschen schon deuten.
Ich muss sagen, ich finde diesen Zusatz irgendwie aufgesetzt. Wirkt fast, als wäre dir plötzlich aufgefallen, dass Janis ja rassistisch ist und du das irgendwie mal einbauen wolltest. Ich glaube das liegt daran, dass "bei den Unmenschen" zu vorschlaghammermäßig daherkommt. Eine subtilere Formulierung wär cool - vielleicht einfach "bei denen". Halt so, dass es mehr als Unterton durchkommt.

Zitat:Wir dürfen bis zu fünfhundert Kilometer von den Streams abweichen und bei einer Entfernung von maximal einhundert Kilometern den Hyperraum verlassen.
Ich hab leider kein besonders gutes räumliches Vorstellungsvermögen, aber sind das (für den Weltraum) nicht sogar ziemlich geringe Entfernungen? Wie breit ist denn so ein Stream? Und wie exakt die Navigation beim Wechseln zwischen Hyperraum und Normalraum?

Zitat:und einem zerschlissenen Mantel bekleidet, dessen Kapuze tief über das Gesicht gezogen war.
Verdächtig!

Zitat:Und eben jenes sorgte dafür, dass der Aztec-Abschaum genauso reintegriert wurden, wie jeder andere Abschaum.
Genialer Kommentar! Icon_lol

Zitat:Dass die Maya-Elfen akzeptiert wurden, konnte er nachvollziehen – im gleichen Maß, wie er die Akzeptanz der Orks und Trolle innerhalb der Gesellschaft nachvollziehen konnte
Auch hier wieder geschickt Infos eingestreut. Und zwar welche, die ich ziemlich interessant finde!

Zitat:Aber zum Glück genügte ein einziger Verstoß gegen den Merowinger Gesetzkatalog, um diese Integration unwiderruflich rückgängig zu machen. Und den würde Janis heute finden.
Irgendwie ... hat Janis so richtig Arschlochcharm. Ich mag ihn. Mrgreen (Erinnert mich ein wenig an Inquisitor Glokta von Abercrombie)
Ich gehe davon aus, dass der Merowinger Gesetzeskatalog ziemlich umfassend ist.

Zitat:Anders als Ivanova, die wieder an ihren Nägeln kaute, wirkte der Pilot der Risen keinesfalls so, als wäre er sich irgendeiner Schuld bewusst. Abgesehen natürlich von der Tatsache, dass er ein Aztec war.
Bissig. *g* (Auch wenn das jetzt vielleicht ein bisschen dick aufgetragen war - aber das macht der Sarkasmus dahinter einfach wett Icon_wink - finde ich, dass du den Rassismus' Janis' schön flüssig rübergebracht.)

Optionale Fragen

Zitat:Wie findet ihr die äußerliche Vorstellung von Yelena und Bishop? Kann man sich die beiden in ihrem Erscheinen gut vorstellen oder geh ich da sogar zu sehr ins Detail?
Ich hab's extra nicht an den eigentlichen Stellen angemerkt.

Zunächst zu Yelena: ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Fand nicht, dass es an sich zu viele Details waren. Aber - wenn ich mir jetzt auch die Stelle ab "statt einer Uniform" nochmal anschaue - das ist schon ein ziemlicher Block Text, den du uns da an Details vorsetzt, für mich etwas fadenscheinig eingeleitet mir "Überrascht musterte er sie". Es ist noch ok würde ich sagen, aber cooler finde ich persönlich es, wenn die Details eher so nach und nach eingestreut werden. Bzw. du das Auge eher beiläufig auf diese Details lenkst, zB. indem du die Gelegenheit nutzt uns ihren Morgenmantel zu beschreiben, wenn Yelena gerade daran rumzieht, oder so.

Zu Bishop: bei ihm fand ich die Beschreibung dann besser eingebunden. Da hab ich nichts zu meckern. Sieht übrigens aus, wie ein Drogenkranker, der Gute. Bin schon gespannt, was eigentlich in dieser Flasche ist. Wobei Alkohol vielleicht ja schon reicht, um den Körper zu zerstören. Und wer weiß, wie empfindlich da ein Aztec-Organismus reagieren mag.

Zitat:Ist das verbale Geplänkel zwischen Yelena und Janis langweilig / zu lang / kurzweilig / interessant?
Völlig in Ordnung, meiner Meinung nach. Außerdem hast du die Chance genutzt, dem Leser die ein oder andere Information über die Gesellschaft der exorbitalen Nation vermitteln. Würde daher sagen: interessant.

Zitat:Gibt Janis als Perspektiventräger was her? Oder will niemand was aus der Sicht eines rassistischen Bürokraten lesen?
Warum sollte in Zeiten von Dr. House und Inquisitor Glokta (solltest du mal lesen, falls du ihn noch nicht kennst Mrgreen ) etwas an dieser Sichtweise auszusetzen sein? Ist eben was anderes, als der typsiche SciFi-Charakter und allein das macht ihn interessant. Erst mit der Zeit wird sich allerdings klären, ob sich dieser Eindruck irgendwann abnutzt. Es ist vermutlich auch eine Gradwanderung, damit es nicht zu viel wird.

Zitat:Welche Erwartungen ergeben sich aus dem Kapitel, wie könnte es weitergehen?
Also ich als Leser gehe schon davon aus, dass Janis etwas findet, was nicht koscher ist. Aber ich denke, es tatsächlich nichts mit dem ExAztec zu tun (was Janis vermutlich sehr wurmen wird *lacht*). Ich glaube aber das Bishop ein "wichtiger" Charakter ist und wir ihn noch etwas öfter sehen werden. Wegen dem großen Ganzen: läuft bestimmt auf einen Konflikt hinaus - aber vielleicht überraschenderweise nicht mit den Aztec?

Zitat:Wo hättet ihr gerne ausführlichere Erklärungen oder einfach weniger Details / Weltbezüge? Oder halte ich zwischen Information und Handlung halbwegs die Waage?
Ich fand's jedenfalls nicht zu viel. Aber ich mag es auch sehr gerne, mich tief in Welten einzugraben, ich gehöre also zu der Fraktion, die nicht genug Infos bekommen kann - so lange sie gut eingebaut sind. aber da ist mit hier nichts negativ aufgefallen.

So, eine letzte Anmerkung, dann bist du mich (für's erste) wieder los: Pyjamaparty auf einem Raumschiff. Hat was! *lacht*

Viele Grüße,
Wanderer

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Beitrag #7 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 2)
Huhu Lanna,
nachdem ich meinen Senf bereits unter den ersten Auszug geschmiert habe, möchte ich mich nun auch den Fortsetzungen widmen. Icon_wink

Ich habe nur wenige Textanmerkungen und werde versuche hauptsächlich auf deine Fragen einzugehen.


Zitat:Hinter der aufgleitenden Schleusentür der Risen glänzte die Crew des Transporters mit Abwesenheit. Der knapp fünfzehn Quadratmeter große Empfangsraum war ähnlich eintönig eingerichtet, wie Janis es schon bei unzähligen Space Travellern gesehen hatte: ein paar billige Fotos von Sternennebeln und Galaxien an den hellen Wänden, eine Art Theke in der Mitte, hinter der sich Computer und Körperscanner befanden.
-- Ich finde es zum einen interessant, dass ein Raumschiff so etwas wie einen Empfangsraum besitzt, aber bei reinen Warenlieferanten scheint mir das doch etwas zu viel.

Zitat:Die Decke war fast vollständig verglast und bot einen recht beeindruckenden Blick in die unendliche Weite des Alls.
-- Hm, hier habe ich ein strukturelles Problem. Ein Transporter, der
Waren durch Galaxien fliegt, sollte sehr robust gebaut sein, Glas scheint mir da sehr instabil. Zudem stelle ich mir den Empfangsraum an einer der Schiffsflanken vor, mit einem Glasdach müsste diese Stelle des Schiffs also aus dem Rumpf herausragen. Vielleicht habe ich hier falsche Vorstellungen, aber das sind so meine Gedanken, die mir beim Lesen kamen. Icon_wink

Zitat: Drei Türen führten von hier ab, eine hinter der Rezeption mit einem Schild, das sie als »Personal« auszeichnete, eine nach links zum »Aufenthaltsbereich« und eine nach rechts zur »Brücke – Zutritt verboten!«
-- Hm, ist vielleicht etwas erbsenzählerisch, aber ich hätte vermutet, dasss der Empfangsraum für Schiffsfremde ist und dann eine Tür ins Schiff führt. Der Aufenthaltsbereich und die Brücke sind schließlich für das Personal, daher finde ich eine Tür mit "Personal" seltsam. Zudem muss dann auch die Crew immer durch den Empfangsraum, der ja wie gesagt, am Rande des Schiffes liegt.

Zitat:Außer dem monotonen Summen der Maschinen im Standby war nichts zu hören – selbst die Schleusentür schloss sich beinahe lautlos hinter Takahashi, der als letzter eingetreten war.
-- Das musst du nicht unbedingt erwähnen. Zudem sind auch nicht alle Machinen im Standby, Schwerkraft, Stabilisatoren und Luftversorgung müssen weiterhin laufen. Icon_wink

Zitat:Überrascht musterte er die junge Frau, die kurz stockte, als sie die Versammlung bemerkte.
-- Nehmen wir an, die beiden haben nur über Funk miteinander gesprochen und seine Überraschung wäre allein auf ihr Äußeres begründet, warum stockt sie? Er hat sein Kommen schließlich angekündigt.
Zur Beschreibung selbst, so finde ich "junge" etwas nichtssagend für ein erstes Adjektiv, aber vielleicht bezieht sich eine Überraschung auch auf ihr so junges Alter für einen Capitän? Das würde ich irgendwie einbauen.

Zitat:Statt einer Uniform oder sonstiger Dienstkleidung trug sie einen fleckigen Wollmorgenmantel, vorne offen, so dass er den Blick auf graue Shorts und ein graues Unterhemd freigab. Die rotbraunen Haare waren wirr hochgebunden und einige nasse Strähnen klebten an ihren Schläfen, betonten die käsige Blässe ihres Gesichtes noch. Eine solche Frau würde man niemals in Werbeprospekten oder bei offiziellen Veranstaltungen der Travel-Gesellschaften zu Gesicht bekommen: dicke Knie, unvorteilhaft verteilte Proportionen und abgekaute Fingernägel.
-- Ich find sie toll! Also gelungene Beschreibung. Auch wenn man denken könnte, sie hätte gerade auf der Brücke geduscht. *lach*

Zitat:In den letzten zwanzig Jahren hatte er schon vieles gesehen – aber meistens bemühten sich seine Gesprächspartner zumindest um einen halbwegs seriösen Eindruck.
-- Vieles groß, wenn ich mich nicht irre.

Zitat:»Für Volk und Allianz«, erwiderte sie. Auch wenn sie keinen Wert auf einen guten ersten Eindruck legte, hatte sie ihre Nervosität offenbar wieder unter Kontrolle.
-- Hier erwähnst du ihre Nervosität, und auch im Vorwissen steht, dass sie unruhig war, bisher habe ich davon aber nichts gesehen, denn zuerst war sie verblüfft, dann mürrisch. Von daher finde ich die Aussage, dass sie ihre Nervosität nun wieder unter Kontrolle hat unpasssend.

Zitat:Janis rang sich zu einem freundlichen Lächeln durch. »Routinemäßige Kontrolle gemäß Standardprotokoll MA-Z-391, Ihre Fracht- und Zollpapiere, bitte.«
-- Wie gesagt, dafür, dass sie breits miteinander über Funk gesprochen haben müssen, finde ich seine Vorstellung und diesen Satz hier etwas überflüssig. Er könnte sich wenigstens darauf beziehen.

Zitat:Doch bevor Janis darauf hinweisen musste, dass sie zur Kooperation verpflichtet war, umrundete sie die Theke und verschwand dahinter, als sie in die Hocke ging.
-- Den Satzanfang hast du bereits bei den gelangweilt aussehenden Militärs.

Zitat:»Niemand behauptet das Gegenteil, Mrs. …?«
-- Auch, hier wie gesagt, wundert es mich, dass er sie nicht kennt.

Zitat:Sie tauchte wieder in Janis’ Sichtfeld auf und verzog das Gesicht zu etwas, das von einem gehässigen Grinsen bis hin zu einem besänftigen Lächeln alles hätte darstellen können.
-- Icon_smile

Zitat:Janis nickte ruhig und steckte die Datenkarte in das handliche Lesegerät. Der Ladebalken kroch gemütlich über das Display, so dass er die Zeit nutzte, um Ivanovas Kooperationsbereitschaft noch etwas zu testen.
-- Raumfahrt und dennoch Ladebalken. *grins*

Zitat:»Sie haben nur sechs der erlaubten zehn Maschinengnome an Bord, ist das richtig?«
-- Was ist ein Machinengnom?


Zitat:Mit zusammengekniffenen Augen musterte sie ihn, als habe er nach ihrer Jungfräulichkeit gefragt.
-- *lol*

Zitat:»Nein, nein. Ich bin nur neugierig.«
-- Das kommt sehr entschuldigend herüber, passt in das Bild, das du bisher gezeichnet hast, nicht recht.

Zitat:Während das Gerät die gesammelten Informationen verarbeitete, nahm Daisuke die Blutprobe – ohne dass Ivanovas Nervosität zunahm. Vielleicht war nicht sie diejenige an Bord, die ein Geheimnis hütete.
-- Wenn du sie schon Blicke zur Brücke werfen lässt, sollte Van Deelen auch genug Erfahrung besitzen, diese zu lesen.

Zitat:Hinter ihm schnaubte einer der Orks – vielleicht verächtlich, vielleicht amüsiert – wer konnte das bei den Unmenschen schon deuten. Doch ein kurzer Blick über die Schulter verriet ihm nur, dass Takahashi seine Männer bereits wieder unter Kontrolle hatte.
-- Das "doch" kannst du an dieser stelle ruhig weglassen. Icon_wink

Zitat:Der pochende Schmerz in seinem Schädel schwoll schlagartig an, breitete sich aus. Irgendetwas war hier faul und er würde es herausfinden. Ihm war noch kein Schmuggler durch die Finger geschlüpft.
-- Warum der Druck? Er hat doch bereits die Ahnung, dass der Pilot die faule Nuss ist.

Zitat:»Wegen der Aussicht. Bei Kurzstreckenflügen gibt’s eine Panoramashow und dafür springen wir neben den Streams aus dem Raum. Alles genehmigt und legal.«
-- Das verstehe ich nicht ganz. warum gibt es bei Kurzstreckenflügen eine Panorama-Show? Wenn sie jederzeit rausspringen können, können sie eigentlich jederzeit die Aussicht genießen.

Zitat:Es konnte kein Zufall sein, dass die anstehende Befragung des Piloten eine solche Unruhe in Ivanova weckte und das Flugverhalten des Schiffs derart auffällig gewesen war. Solche Lizenzen gab es nur für Piloten, die auch die Fähigkeit besaßen, ihr Schiff außerhalb des Streams sicher zu manövrieren.
-- War bei den geladenen Daten eigentlich kein Besatzungsblatt dabei, auf dem zumindest die rudimentären Daten der Crew versehen sind?

Zitat:»Nein, funktioniert einwandfrei, ist auch vom VTQS bescheinigt, alle Formulare auf der Datenkarte.« Ihr Blick klebte inzwischen fast an der Tür zur Brücke. »Sechs Maschinengnome reichen auch bei Langstreckenflügen. Hören Sie ...« Mit diesen Worten wandte sie sich wieder Janis zu. »Mein Chef macht mir die Hölle heiß, wenn wir Verspätung haben. Sie sehen doch, dass unsere Lizenzen in Ordnung sind. Können wir ...«
-- Das mit der Verspätung leutet mir nicht ganz ein, schließlich hatten sie auch die Zeit, aus dem Stream zu fliegen und die Aussicht zu genießen.

Zitat:»Identifizieren Sie sich«, befahl er, weniger freundlich als beabsichtigt.
Fast erwartete er Widerspruch, doch die Antwort kam augenblicklich.
-- Warum wollte er freundlich sein, bisher hat er nicht den Eindruck vermittelt, er würde sich um seinen Eindruck scheren.

Zitat:»Seine Daten sind in Ordnung«, schaltete sie sich ein. »Er ist voll integriert und legaler Angestellter von Sunshine and Beyond
Die Frau schien allen Ernstes an das Gute im Aztec zu glauben.
»Das habe ich schon von vielen Integrierten gehört.«
-- Auf welche Aussage genau bezieht sich das?

Sodele, ingesamt finde ich die Szene sehr verständlich und flüssig lesbar. Die Charaktere sind gut beschreiben, beim Aztec vielleicht etwas zu viel für den kurzen Text, aber immer noch im Rahmen.
Logiklücken sind es nicht wirklich, aber ich finde zwei Stellen etwas scher greifbar, 1. den Empfangsraum samt Rezeption an Bord eines Transporters und 2. dass Van Deelen und Yanis sich nicht kennen, obwohl er sein Kommen angekündigt haben muss. Ansonsten finde ich das Geplänkel zwischen den beiden okay. Du könntest ihre Nervosität etwas subtiler gestalten, auch um seine Erfahrung zu unterstreichen.
Informationen finde ich gut verteilt, nur etwas Wissen über den schiffsaufbau bzw. dessen Größe fände ich nett sowie die Erklärung über Machinengnome und Bioports.
Ansonsten habe ich es gerne gelesen, auch wenn mich die Orks, Elfen, Maya, Azteken in einem Sci-Fi-Test noch immer leicht irritieren. *lach*

LG
Addi

PS: Sunshine & Beyond ist übrigens ein geiler Name!

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #8 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 2)
Hi Wanderer, hi Addi !

Zunächst einmal entschuldigt bitte, dass meine Antwort recht lange auf sich warten ließ – ich war abwesend, wie wohl irgendwie zu erahnen war *g*
Auch wenn ich zur Zeit mit dem Schreiben auf Kriegsfuß stehe, hab ich mich dennoch über die Kommentare gefreut. Vielen Lieben Dank daher an dieser Stelle schonmal an euch beide Icon_smile
Allgemein kann ich wohl sagen, dass jede Anmerkung, der ich nicht gesondert Aufmerksamkeit schenke, in mein Manuskript übertragen und beim Überarbeiten ausgebessert wird.


@Weltenwanderer

Zitat: Vielleicht zerrt der Kommentar dich ja am Ohr wieder zurück? Verdient hättest du's
Mission erfüllt Icon_wink

Zitat: Könntest du bitte genauer darauf eingehen, wie auffälliges Fahrverhalten im Weltraum aussieht? Kann man mit einem Raumschiff Schlangenlinien fliegen? *g*
um es mit Janis’ Worten zu sagen: »Die Risen [...] war über den Stream geschlingert wie ein besoffener Gnom auf Speed.« Icon_ugly
Es gibt da ja vorgegebene Strecken, denen man folgen soll, und das kann man durchaus auf normale Art und Weise oder eben auffällig tun.

Zitat: Da ich Jurist bin siehst du mir bestimmt nach, dass ich wissen möchte, was die Abkürzungen bedeuten?  (Vielleicht sitzen aber auch nur irgendwo irgendwelche Scherzkekse und denken sich zufällige Buchstabenkonstellationen aus, um Merrowinger glücklich zu machen? Man weiß es nicht.)
hehe – nein, da haben die Buchstaben tatsächlich eine Bedeutung: »MA« = Merowinger Allianz, »Z« = Zoll / Zollabteilung / Zollprotokoll … da bin ich flexibel :D
Einzig die Zahlen sind rein zufällig gewählt, sollen aber einen Hinweis auf die Menge der vorhandenen »Standardprozeduren« geben, die die Merowinger so haben *lach*

Zitat: Ist Mrs. wirklich Merowinger-Standart ... oder nicht doch eher Elfisch?
elfischer Einfluss aufs MS Icon_wink Die Idee ist, dass es vor dem Krieg zwischen Aztec und dem Rest der Welt gemeinschaftliche Arbeit, Projekte, Wissenschaften gab, und sich dadurch viele elfische Begriffe eingebürgert haben. Diese Begriffe wurden nach dem Ausschluss der Aztec aus dem Völkerbund einfach beibehalten.
(und ehrlich gesagt war es mir zu anstrengend, alles Englische aus einer SciFi rauszuholen – das macht mich bereits in meinem Fantasy-Projekt wahnsinnig *lach*)

Zitat: Normalerweise schreiht man an solchen Stellen 'Infodump', aber da es einen Grund innerhalb der Story hat, passt es für mich absolut.
Da bin ich beruhigt – das ist nämlich meine heimliche Furcht, dass alles zu infolastig ist *aufatme*

Zitat: Der (kursive) Zusatz ist sehr wichtig finde ich - nicht einfach behaupten, dass Yelena nervös wird, sondern es direkt zeigen. Gut auch, dass du die angekauten Fingernägel vom Anfang wieder aufgreifst. Ich finde allerdings, dass die Bewegung 'Morgenmantel zusammenziehen' nicht besonders unruhig wirkt. Eher, als wäre ihr kalt.  Vielleicht machst du was nervöseres daraus? Ein Nesteln oder ähnliches?
»Morgenmantel zusammenziehen« = ihre unseriöse Bekleidung hat Yelena bisher überhaupt nichts ausgemacht, daher interpretiert Janis in das Schließen der Kleidung auch so eine Abwehrhaltung, ein Übergehen in die Defensive. Noch nervöser wollte ich Yelena eigentlich nicht machen, eventuell änder ich hier die Gedanken von Janis dann einfach.

Zitat: Ich hab leider kein besonders gutes räumliches Vorstellungsvermögen, aber sind das (für den Weltraum) nicht sogar ziemlich geringe Entfernungen? Wie breit ist denn so ein Stream? Und wie exakt die Navigation beim Wechseln zwischen Hyperraum und Normalraum?
Keine Ahnung, ehrlich gesagt Mrgreen
Bei normalen Raumschiffen (Merowinger Machart) dachte ich an sowas wie »Sprungtore«, also quasi festgelegte Punkte, an denen man den Stream betreten oder verlassen kann. Wie Auffahrten auf der Autobahn. Und wegen der Leitplanke kommt ein normales Schiff auch nicht unbeschadet einfach so von der Autobahn runter. Aztec-Technologie macht sich allerdings Magie zu nutze, sowie die starke Verbindung, die Aztec mit dem Astralraum haben. Sie können quasi an jeder Stelle in und aus dem Stream springen. Neben dem Stream zu fliegen ist so, wie auf einem Feldweg neben der Autobahn zu fahren – hab ich mir gedacht. Für Aztec-Piloten ist auch punktgenaue Navigation kaum ein Problem.
Ich denke, die geringe Entfernung zum Stream könnte auch zum Schutz von Stationen oder Asterioden-Bergbauern sein, weil es sonst eine zu breite Strecke um den Stream herum geben müsste, die Sperrgebiet ist.
Aber wie gesagt, ich hab die Zahlen einfach genommen, weil ich dachte, sie passen ganz gut *lach*

Zitat: Bissig. *g* (Auch wenn das jetzt vielleicht ein bisschen dick aufgetragen war - aber das macht der Sarkasmus dahinter einfach wett  - finde ich, dass du den Rassismus' Janis' schön flüssig rübergebracht.)
Wenn ich irgendwann mal fertig werden sollte, werd ich im allgemeinen Mal schaun, wo Janis zu verbohrt ist. Ich würd ihn ja schon gerne im Laufe der Geschichte ein wenig netter bekommen. Aber gerade gegen Aztec hat er auch persönlich was – also neben den platten Standardaussagen, die man als Merowinger sowieso eingebläut bekommt Icon_wink

Zitat:  Es ist noch ok würde ich sagen, aber cooler finde ich persönlich es, wenn die Details eher so nach und nach eingestreut werden. Bzw. du das Auge eher beiläufig auf diese Details lenkst, zB. indem du die Gelegenheit nutzt uns ihren Morgenmantel zu beschreiben, wenn Yelena gerade daran rumzieht, oder so.
Ich persönlich bin ja kein Freund solcher Block-Beschreibungen, aber hier fand ich es irgendwie wichtig. Bishop, klar, den muss ich beschreiben, weil ich will, dass der Leser meinen Elfen sieht wie ich *lach* - und Janis ist einfach so ein Typ, der seinen Gegenüber anguckt und einsortiert. Alle anderen Personen sind nicht so umfangreich beschrieben.

Zitat: Sieht übrigens aus, wie ein Drogenkranker, der Gute. Bin schon gespannt, was eigentlich in dieser Flasche ist. 
Genau den Eindruck soll er auch vermitteln. Aber in der Flasche ist – ich enttäusche dich nur ungerne – tatsächlich nur ganz normales Wasser *g*

Zitat:  Ist eben was anderes, als der typsiche SciFi-Charakter und allein das macht ihn interessant. Erst mit der Zeit wird sich allerdings klären, ob sich dieser Eindruck irgendwann abnutzt. Es ist vermutlich auch eine Gradwanderung, damit es nicht zu viel wird.
Wie gesagt, ich bemühe mich, ihn auch von einer netten Seite zu zeigen, einer persönlichen, die hinter den ganzen Vorurteilen auch existiert. Aber er macht es mir nicht einfach …

Zitat: So, eine letzte Anmerkung, dann bist du mich (für's erste) wieder los: Pyjamaparty auf einem Raumschiff. Hat was! *lacht*
Pyjamaparty?! Also bitte! Also …. irgendwie … hast du Recht Mrgreen
Wir lesen uns bald unter den nächsten Teilen Icon_smile




@Addi

Zitat: -- Ich finde es zum einen interessant, dass ein Raumschiff so etwas wie einen Empfangsraum besitzt, aber bei reinen Warenlieferanten scheint mir das doch etwas zu viel. 
Dazu kommt ja noch die ein oder andere Anmerkung von dir: Die Risen ist ein Personentransporter, quasi ein öffentliches Verkehrsmittel. Gut möglich, dass das in diesem Teil total untergeht, weil es nur um die »Fracht« geht. Mit den Kapiteln vorher wird das aber vermutlich absolut klar sein.
Den Empfangsraum hat es deshalb einfach fürs »Boarding«.
Wobei ich den Raum selbst nochmal stark umändern werde, weil es auch gleichzeitig der Aufenthaltsraum für Flüge ohne Kälteschlaf / Astralschlaf sein soll – und dafür ist er ein wenig zu klein *lach*

Zitat: -- Hm, hier habe ich ein strukturelles Problem. Ein Transporter, der Waren durch Galaxien fliegt, sollte sehr robust gebaut sein, Glas scheint mir da sehr instabil. Zudem stelle ich mir den Empfangsraum an einer der Schiffsflanken vor, mit einem Glasdach müsste diese Stelle des Schiffs also aus dem Rumpf herausragen. Vielleicht habe ich hier falsche Vorstellungen, aber das sind so meine Gedanken, die mir beim Lesen kamen.
Ich hab bei dem Material eher an was futuristisches gedacht, keine Ahnung, Glaskeramik oder so? :D Da wird in der Überarbeitung aber auf jeden Fall noch dran gearbeitet, eventuell kürze ich das Gespräch auch ein bisschen zusammen und lege dafür mehr Fokus auf die Umgebung.
Der Raum selbst liegt mittig hinten im Schiff, soll (nach meiner neuen Planung) die halbe Schiffsbreite umfassen – schwer zu beschreiben … deshalb hasse ich sowas in Geschichten *lach*

Zitat: -- Hm, ist vielleicht etwas erbsenzählerisch, aber ich hätte vermutet, dasss der Empfangsraum für Schiffsfremde ist und dann eine Tür ins Schiff führt. Der Aufenthaltsbereich und die Brücke sind schließlich für das Personal, daher finde ich eine Tür mit "Personal" seltsam. Zudem muss dann auch die Crew immer durch den Empfangsraum, der ja wie gesagt, am Rande des Schiffes liegt. 
Wird auf jeden Fall überarbeitet, aber trotzdem als Erklärung: Der Empfangsraum liegt im Schiff selbst, der Aufenthaltsbereich soll für die Passagiere sein, die Brücke ist die Steuerzentrale und der Bereich »Personal« enthält Küche, Duschen, Aufenthaltsbereich für die Mitarbeiter, die gerade nicht im Kälteschlaf sind.

Zitat: -- Nehmen wir an, die beiden haben nur über Funk miteinander gesprochen und seine Überraschung wäre allein auf ihr Äußeres begründet, warum stockt sie? Er hat sein Kommen schließlich angekündigt. 
muss ich auch dran arbeiten, dass haben fast alle bisher angemerkt *lach* Ihr stocken bezog sich auf den Soldatenaufmarsch, den Janis mitbringt, weil sie eben mit einem Zollbeamten gerechnet hat und nicht mit Merowinger + 3 bewaffnete Orks.

Zitat: -- Hier erwähnst du ihre Nervosität, und auch im Vorwissen steht, dass sie unruhig war, bisher habe ich davon aber nichts gesehen, denn zuerst war sie verblüfft, dann mürrisch. Von daher finde ich die Aussage, dass sie ihre Nervosität nun wieder unter Kontrolle hat unpasssend. 
Ja, das war so gedacht, dass sie die Nervosität aus dem Funkkontakt jetzt unter Kontrolle hat.

Zitat: -- Auch, hier wie gesagt, wundert es mich, dass er sie nicht kennt.
Ich hab mir gedacht, beim Funkkontakt zwischen zwei Schiffen ist jeweils die Schiffskennung wichtig, weil man ja meist nicht mit dem Hauptverantwortlichen spricht, sondern mit dem zuständigen Kommunkikationsmenschen. Also bei Schiffen mit mehr als 5 Mann Besatzung *lach* - und wenn man aber an Bord geht, wird man natürlich von dem Verantwortlichen empfangen, was die gleiche Person wie beim Funkkontakt sein kann, aber nicht muss.
Die Polizei winkt dich beim Falschfahren ja auch erst raus und verlangt dann deinen Führerschein.

Zitat: -- Was ist ein Machinengnom? 
Ein Gnom, der im Maschinenraum arbeitet Mrgreen Kleine Leute, die dafür sorgen, dass alle Defekte an wichtigen Maschinen schnellstmöglich repariert werden. Billige Arbeitskräfte, weil quasi-versklavt und sehr genügsam.

Zitat: -- Wenn du sie schon Blicke zur Brücke werfen lässt, sollte Van Deelen auch genug Erfahrung besitzen, diese zu lesen. 
Das tut er doch, indem er schlussfolgert, dass nicht Yelena die Kriminelle ist, sondern jemand anders, der noch auf der Brücke ist Icon_wink

Zitat: -- Warum der Druck? Er hat doch bereits die Ahnung, dass der Pilot die faule Nuss ist. 
Naja, er hat es nur so im Gefühl. Noch hat er ja gar keine Hinweise, WAS überhaupt faul sein könnte, ob und falls ja: was geschmuggelt werden könnte. Und er hat chronische Kopfschmerzen.

Zitat: -- Das verstehe ich nicht ganz. warum gibt es bei Kurzstreckenflügen eine Panorama-Show? Wenn sie jederzeit rausspringen können, können sie eigentlich jederzeit die Aussicht genießen.
Liegt vermutlich wieder an dem Frachter-/Passagiermissverständnis, wird in der Überarbeitung aber noch bissl ausgebaut: Kurzstreckenflüge sind solche, wo es nicht lohnt, die Passagiere in Kälteschlaf zu versetzen. Und für solche wird, zur Unterhaltung der Reisenden, ein bisschen Weltall gezeigt – das haben nicht viele Reiseunternehmen, weil es mit der Aztec-Technologie in dem Aztec-Piloten zusammenhängt.

Zitat: -- Das mit der Verspätung leutet mir nicht ganz ein, schließlich hatten sie auch die Zeit, aus dem Stream zu fliegen und die Aussicht zu genießen. 
Hier im Kapitel sind sie nicht außerhalb des Streams wegen der Aussicht sondern wegen eines Zusammenbruchs des Piloten. Das sollte auch eher wie eine Ausrede Yelenas rüberkommen (wobei sie wirklich tierisch Angst vor ihrem Chef hat, weil sie schon mit Verspätung losgeflogen ist), sie versucht einfach alles, das Treffen zwischen Janis und Bishop zu verhindern. Weil SIE weiß, dass mit Bishop was nicht stimmt Icon_smile

Zitat: -- Warum wollte er freundlich sein, bisher hat er nicht den Eindruck vermittelt, er würde sich um seinen Eindruck scheren. 
Da kommt vorher eine Szene mit Janis – er sieht es als seine Pflicht, die Allianz gut zu repräsentieren. Höflich, freundlich, unabhängig vom persönlichen Geschmack. Er stimmt mit vielen Gesetzen nicht überein, vertritt sie aber trotzdem mit aller Vehemenz, weil es einfach sein Job ist. Den will er unter anderem so gut machen, weil er endlich eine Beförderung will.

Zitat: -- Auf welche Aussage genau bezieht sich das?
Darauf, dass alles in Ordnung ist und auf keinen Fall irgendwelche illegalen Machenschaften im Gange sind

Zitat: Du könntest ihre Nervosität etwas subtiler gestalten, auch um seine Erfahrung zu unterstreichen. 
Ich glaub, in nem anderen Kommentar stand schonmal was ähnliches … mir persönlich ist es allerdings ganz Recht, dass Yelenas Zustand so unverschleiert rüberkommt. Sie ist einfach fertig und am Ende mit den Nerven. In einem folgenden Kapitel bekommt sie auch nen Heulkrampf und einen hysterische Attacke *lach* sie ist also ganz im Gegenteil zu Janis keine Person, die ihre Gefühle beherrschen kann Icon_wink

Zitat: Informationen finde ich gut verteilt, nur etwas Wissen über den schiffsaufbau bzw. dessen Größe fände ich nett sowie die Erklärung über Machinengnome und Bioports. 
Jup, Schiffsaufbau und Beschreibung steht schon von Anfang an eigentlich auf meiner Liste, weil ich weiß, dass ich mich beim Schreiben sonst daran aufgehängt hätte *lach*
Ob die Maschinengnome nochmal vorkommen, weiß ich nicht, daher fände ich eine großartige Erklärung eigentlich unpassend. Aber ich schau mal.
Und der Port, den Bishop hat, ist absolut unfuturistisch und unspektakulär, weil es einfach ein ganz normaler Zugang ist, wie man ihn auch bei der Dialyse bekommt. Für einen ganz ähnlichen Zweck ist das auch, wird auch später in nem Kapitel noch beschrieben.

Auch wir treffen uns ja unter dem nächsten Teil nochmal Icon_smile



Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #9 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 2)
Guten Abend.

Zuerst einmal muss ich mich entschuldigen, dass ein herunterhängender Biotopf-Topf diese Geschichte beinahe aus dem Augenwinkel gedrückt hat:

Tut mir Leid.

Das dazu.

Ich kann nicht alles lesen, weiß aber, dass ich bei einem Kumen-Esh-Auszug schon meine bescheidene Meinung hinterlassen hatte. (Takahashi.) Hier bin ich also bei Auszug 2.

Okay, im Grunde nur ein Set, eine Szene. Die Bühne wird beschrieben, der Dialog nach Ankunft von Ivanova (Babylon5? Sag ja - und Du bist mein bester Kumpel.) mit Janis. Zum Schluss ein überraschender 'Star' - ein Elf, der 'integriert' ist.

Zu Deinen Fragen:
Zitat:Wie findet ihr die äußerliche Vorstellung von Yelena und Bishop? Kann man sich die beiden in ihrem Erscheinen gut vorstellen oder geh ich da sogar zu sehr ins Detail?

Die beiden Darsteller kann ich mir gut vorstellen, sowohl vom Äußeren, als auch vom Charakter. Bezeichnend, dass der 'mir-immer-so-vulkanischüberkorrekt-erscheinende-Elf' hier die Wörter nicht ganz trifft? Oder ist das infolge des Alkohols aus der Plastikflasche?
Fingernägelkauen ist ebenfalls ein gutes Zeichen, um Yelena darzustellen. Allerdings hätte ich nicht ihre Arme hinter dem Rücken verschwinden lassen ->devote Haltung, passt nicht zur vorhergegangenen Gestik. Warum nicht - Mut zur Lücke (Yelena) - die Arme vor der Brust? Trotzig?

Zitat:Ist das verbale Geplänkel zwischen Yelena und Janis langweilig / zu lang / kurzweilig / interessant?
Nein, es ist ganz gut aufeinander abgestimmt. Nicht zur kurz und auch nicht zu ausufernd. Die nötigen Informationen, die der Leser (dieses Auszuges) braucht, hast Du in den Sätzen drumherum eingebaut - und zwar so, dass es nicht wie ein Holzhammerschlag-auf-den-Kopf aussieht.

Zitat:Gibt Janis als Perspektiventräger was her? Oder will niemand was aus der Sicht eines rassistischen Bürokraten lesen?
Ich finde ihn gar nicht so schlecht dargestellt. Ein ganz normaler Typ, der (erstmal) seinen Job macht. Aber man merkt schon, wie er mithilfe der Gesetze (beziehungsweise mit den 'Lücken') nun am Ende versucht, seinen inneren Drang/seine Vorbehalte/seine Abneigung/was-auch-immer in ein legales Kleid zu zwängen.

Ich finde sowieso, dass die Endfassung von Kumen-Esh auch so aussehen könnte, wie die Auszüge: die Geschichte jeweils erzählt aus den Perspektiven der Darsteller. Hat Nick Hornby in 'A long way down' auch gemacht - und so schlecht wars wirklich nicht.

Zitat:Welche Erwartungen ergeben sich aus dem Kapitel, wie könnte es weitergehen?
Sicher! Mrgreen Und nachher sagste: Dread wars - beschwert euch wegen Mord und Totschlag bei ihm!

Zitat:Wo hättet ihr gerne ausführlichere Erklärungen oder einfach weniger Details / Weltbezüge? Oder halte ich zwischen Information und Handlung halbwegs die Waage?
Jetzt mal ganz ehrlich: Hier ist keine ellenlange Erklärung am Anfang. Und auch keine am Ende. Ja, Du hast ein grobes Vorwissen vorangestellt - was meiner Meinung nach aber nicht sein muss. Alle Informationen sind so aus dem Textkörper ersichtlich - oder besser gesagt: aus dem Fluss der Geschichte.

Und genau so, wie es da steht, liest es sich für mich gut. Denn es gibt keine große Erklärung. Da nimmt ein Ork eben irgendso einen Scanner und scannt einen implantierten Datenchip unter der Haut. Alle Informationen vorhanden. Oder willst Du wirklich irgendwo noch die Geschichte dieser Technologie unterbringen? Oder warum die da so ein Dingen unter der Haut haben - und nicht hinter dem Auge?

Mann muss es als Leser akzeptieren. Okay, da gibt es sowas. Okay, dann ist es eben ein Ork, der das da macht.

Zusatz:
Es liest sich sehr stimmig, aufeinander abgewogen. Keine Holpersteine, an denen das Auge anbrandet wie an einem Felsen. Locker aus der Hüfte geschrieben - so hätte ich es jetzt umschrieben.

Fragen beantwortet?

LGD.


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Beitrag #10 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 2)
Hey D!

Zitat:Zuerst einmal muss ich mich entschuldigen, dass ein herunterhängender Biotopf-Topf diese Geschichte beinahe aus dem Augenwinkel gedrückt hat:

Tut mir Leid.
Dann entschuldige ich mich im Gegenzug dafür, dass meine Antwort so spät kommt. Ich hatte deine Kommentare fast sofort entdeckt und auch viel drüber nachgedacht, aber ganz offensichtlich nicht auch tatsächlich geantwortet. Tut mir Leid Icon_wink

Zitat: Ivanova (Babylon5? Sag ja - und Du bist mein bester Kumpel.)
Nein, leider nicht. Einfach nur Rang zwei auf der Liste verbreiteter russischer Nachnamen.
Bei Kumen-Esh haben für meine Verhältnisse erschreckend wenig Namen noch eine tiefere Bedeutung. Bisher außer "Nathanael Bishop" nämlich gar keiner ... naja, und Dr. Hannah, aber der ist ja noch nicht da Icon_ugly

Zitat:Bezeichnend, dass der 'mir-immer-so-vulkanischüberkorrekt-erscheinende-Elf' hier die Wörter nicht ganz trifft? Oder ist das infolge des Alkohols aus der Plastikflasche?
Obwohl ich ja in letzter Zeit häufiger nochmal in Star Trek reinschaue, ist mir die Verbindung Elf-Vulkanier nie selbst in den Sinn gekommen. Ob die Macher wohl auch einfach Elfen in ihrer Sci-Fi-Welt haben wollten? *lach* Ja, aber gewollt ist das schon, dass Bishop hier nicht der "Übermensch" ist, wie man es von einem Elfen erwarten würde. Er ist gezwungen, in einer Gesellschaft zu leben, die ihn hasst, weil er ist, was er ist.
Aber Alkohol ist keiner in der Flasche. Nur Wasser. Werde in der Szene hier eh stark nacharbeiten, der Punkt steht auch auf der Liste, weil es offenbar zu geheimnisvoll ist mit dieser "Flüssigkeit" *lach*

Zitat:Nein, es ist ganz gut aufeinander abgestimmt. Nicht zur kurz und auch nicht zu ausufernd. Die nötigen Informationen, die der Leser (dieses Auszuges) braucht, hast Du in den Sätzen drumherum eingebaut - und zwar so, dass es nicht wie ein Holzhammerschlag-auf-den-Kopf aussieht.
Das freut mich Icon_smile Ich denke, inzwischen habe ich bei Kumen-Esh ein gutes Mittelmaß gefunden, zwischen "einfach nur erwähnen, was da ist" und "erklären was es ist und warum es da ist"

Zitat:Ich finde ihn gar nicht so schlecht dargestellt. Ein ganz normaler Typ, der (erstmal) seinen Job macht. Aber man merkt schon, wie er mithilfe der Gesetze (beziehungsweise mit den 'Lücken') nun am Ende versucht, seinen inneren Drang/seine Vorbehalte/seine Abneigung/was-auch-immer in ein legales Kleid zu zwängen.
Auch das freut mich Icon_smile Janis wird zwar im aktuellen Teil etwas vernachlässigt, weil Yelenas Perspektive die emotional interessantere ist, aber ich hoffe, ihn wieder stärker in die Geschichte einbinden zu können. Er hat tatsächlich seinen Beruf deshalb gewählt, weil er dadurch einem persönlichen "Rachefeldzug" nachgehen kann. Deine Beschreibung passt also 1A!

Zitat:Ich finde sowieso, dass die Endfassung von Kumen-Esh auch so aussehen könnte, wie die Auszüge: die Geschichte jeweils erzählt aus den Perspektiven der Darsteller. Hat Nick Hornby in 'A long way down' auch gemacht - und so schlecht wars wirklich nicht.
Hehe - genau so wars geplant. Tatsächlich sind die Auszüge jeweils abgeschlossene Kapitel und auch wenn die Kapitel manchmal etwas länger werden, wird es doch ein ständiger Wechsel sein. Bisher immer zwischen Hitoro, Janis und Yelena, später kommt vielleicht noch eine weitere Perspektive dazu (Asad womöglich, oder eine noch unbekannte Person. Und aus Bishops Sicht hätte ich gern ein paar Kapitelchen.) Also schon überschaubar in der Personenzahl, aber eben aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln, mit andere Gedankengängen und zeitweise auch an unterschiedlichen Orten.

Zitat:Sicher! Mrgreen Und nachher sagste: Dread wars - beschwert euch wegen Mord und Totschlag bei ihm!
Mord und Totschlag in meinen Geschichten? Niemals! Icon_ugly Mrgreen
Hätte ja klappen können, nüsch? *lach*

Zitat:Und genau so, wie es da steht, liest es sich für mich gut. Denn es gibt keine große Erklärung. Da nimmt ein Ork eben irgendso einen Scanner und scannt einen implantierten Datenchip unter der Haut. Alle Informationen vorhanden. Oder willst Du wirklich irgendwo noch die Geschichte dieser Technologie unterbringen? Oder warum die da so ein Dingen unter der Haut haben - und nicht hinter dem Auge?
Danke für die Bestätigung Icon_smile Die Erklärung an technischen Errungenschaften werde ich weiterhin möglichst gering halten und die Erklärung, warum die Leute Dinge tun, die sie tun, möchte ich ganz außen vorhalten - das soll sich von selbst aus der Geschichte erklären. Nur bringe ich hier eben eine neue Welt ein, in der der Leser sich ja auch schnell zurechtfinden soll. Später wirds bissl schwieriger, wo wirklich "fremdartige" Dinge thematisiert werden, aber das hoffe ich, gut in Dialog zu lösen, weil nicht alle Anwesenden Ahnung von den gleichen Themengebieten haben.
Warum da Orks und Elfen und Gnome und Zwerge sind, wird niemals erklärt werden. Das isso Mrgreen

Schonmal danke für diesen Kommentar, ich seh dich direkt unterm nächsten Icon_bussi

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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