Es ist: 19-10-2019, 01:44
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Blutige Seelenbilder
Beitrag #1 |

Blutige Seelenbilder
Blutige Seelenbilder

Die Feder kratzt über das Papier, hinterlässt Buchstaben aus schwarzer Tinte und kein anderer Laut ist zu hören. Avanjos sitzt an seinem Schreibtisch. Es ist Nacht und sein Arbeitszimmer wird nur spärlich vom blassen Mondlicht erhellt. Auf der Fensterbank steht eine Kerze, er schreibt in ihrem flackernden Licht, liebt es mit den Worten zu spielen.
Konzentriert arbeitet Avanjos an der Geschichte einer jungen Frau. Er hat sich lange mit Theas Vergangenheit beschäftigt, weiß genau, was sie fühlt, denkt und tun wird. Sie wohnt in einer großen Stadt und vor ein paar Minuten hat sie Nico zum ersten Mal gesehen, den Mann, in den sie sich verlieben wird. Soeben hat sie ihn auf einer Party kennengelernt und die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Sie feiern bis in den Morgen, als dieser anbricht, steigt das frisch verliebte Paar in Theas Auto, fröhlich und ohne Sorgen.
Doch Avanjos weiß bereits jetzt, dass sie an der nächsten Kreuzung die Vorfahrt nicht beachtet und in das von rechts kommende Auto rasen wird. Avanjos lässt Nico sofort an einer Kopfverletzung sterben und widmet sich erst dann Theas Schicksal. Er lässt sie noch einen Moment lang um ihren Liebsten trauern, doch dann beendet er, mit dem letzten geschriebenen Wort, die Geschichte und das Leben der jungen Frau und sieht auf.
Seine Augen wandern durch den Raum und blicken zum Fenster hinaus. Dort steht eine Blutbuche, schon seit vielen Jahren. Er betrachtet die schwarzen Umrisse des Baumes, die fast nahtlos mit der Dunkelheit der Nacht verschmelzen. Avanjos braucht kein Licht, um zu wissen, wie sie aussieht, er kennt jeden Zentimeter des Laubbaumes. Die starken Wurzeln, die ihn in der Erde festhalten und für sein Wachstum sorgen. Die Rinde glatt und hart, welche den weichen, verletzlichen Teil des Stammes beschützt. Seine Blicke wanderten schon oft weiter hinauf, folgten den schlanken, biegsamen Ästen, die dem Spiel des Windes ausgesetzt sind und blieben schließlich an den grünroten, eiförmigen Blättern hängen. In jedem sieht Avanjos ein Menschenleben. Die kleinen, roten Knospen genauso winzig, zart wie ein neugeborenes Kind. Die großen Blätter, stark wie Erwachsene in der Blüte ihres Lebens und schließlich die tiefroten, ausgetrockneten Blätter, genauso kraftlos wie die alten Menschen am Ende ihrer Jahre. Jedes Blatt, das vom Baum fällt, bedeutet ein weiteres beendetes Menschenleben, eine neue Todesvision.
Avanjos hält inne, sieht nicht mehr die Buche, sondern Bilder von Blut, welches aus den Büchern rinnt, aus dem Regal fließt und kleine Seen auf dem dreckigen Teppich bildet, sich zu einem roten, grenzenlosen Meer sammelt und schließlich den gesamten Fußboden bedeckt. Blut fließt aus seiner Feder, bildet dünne Linien auf dem Papier, formt Wort für Wort und schreibt seine Geschichte.

Ich bin der Herr der Realität. Nur ich allein habe die Macht, das geschriebene Wort Wirklichkeit werden zu lassen. Ich habe schon tausende Schicksale besiegelt, habe Leben geschaffen und Leben genommen. Das silbrige Mondlicht fällt niemals auf die Wände meines Arbeitszimmers. Sie sind vollständig bedeckt von Bücherregalen. Jedes Buch voller Menschenleben, voller Schicksale.
Ich bin einsam, allein gelassen mit den Leben der Menschen. Niemand kennt meinen Namen, hat mein Äußeres gesehen oder meine Stimme vernommen. Ich wurde vom Leben vergessen.
Ich habe versucht der Realität zu entkommen, wurde aber von ihr eingeholt. Ich bin für immer verloren in der Ewigkeit.
Die Welt wird mir fremd, bricht über mir zusammen und zerfällt zu Staub, der wie Wasser durch meine Finger rinnt.
Ich kann diese blutigen Bilder nicht mehr erdulden, schaffe es nicht mehr, die Verantwortung für so viele Schicksale zu tragen. Mein Geist gehorcht mir nicht mehr, lässt sich nicht mehr von mir kontrollieren. Schon lange ist er am Abgrund meiner Seele angekommen, ist noch einen Schritt weitergegangen und hat die Grenze zum Undenkbaren überschritten. Er wird den Kampf gegen das Unvermeidliche verlieren.
Meine Gedanken kreisen, durchstreifen meinen Kopf, bringen meinen Geist durcheinander und ich bin unfähig, sie daran zu hindern.
Ich koche Tee, in der Hoffnung, dass dieser mich beruhigen wird. Während die heiße Flüssigkeit in die Tasse läuft, tauchen die Blutbilder aus meiner Seele wieder vor meinem geistigen Auge auf. Ich lasse die Kanne fallen, sie schlägt auf dem Boden auf und zerbricht in viele Scherben. Die Scherben meines Lebens und ich bin unfähig dieses Puzzle wieder zusammenzusetzen. Ich lasse die Bruchstücke liegen und nehme die Tasse mit in mein Arbeitszimmer. Sie steht dampfend auf dem blutüberströmten Schreibtisch, der Geruch des Tees verbreitet sich im Raum und ich schließe meine Augen, um diesen Duft zu genießen. Meine Gedanken wirbeln immer noch in meinem Kopf durcheinander. Sobald ich versuche einen von ihnen zu greifen, stoße ich auf eine Nebelwand, die ich nicht durchbrechen kann. Ich öffne meine Augen wieder und greife nach der Teetasse, Blut rinnt an ihr hinab und tropft auf den Schreibtisch. Ich hebe sie hoch und schaue hinein. Mein Atem lässt die glatte Oberfläche der Flüssigkeit kleine Wellen schlagen, doch dann schaut mich mein eigenes Gesicht an. Aber ich sehe nicht nur mein Spiegelbild. Ich erblicke auch die vielen Menschenschicksale, die ich so oft, in meinen Büchern, zur Wirklichkeit habe werden lassen. Ich sehe die Realität in meinem Tee und trinke mit jedem Schluck einen kleinen Teil davon. Das heiße Getränk rinnt meinen Rachen hinab und ich spüre, wie es meinen Körper wärmt. Eine tiefe Zufriedenheit breitet sich in mir aus, denn ich weiß, dass dies die letzten blutigen Bilder waren, die ich ertragen musste. Denn schon bald werden die giftigen Früchte der Blutbuche, deren Haut ich im Tee gelöst habe, meine Lungen lähmen.

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Die Geschichte hinter der Geschichte:
Ursprünglich hatte Avanjos nur einen Laubbaum in seinem Garten stehen. Doch dann fand ich die Blutbuche und ihren wunderschönen Namen. Meine Recherchen haben gezeigt, dass die Bucheckern für den Menschen nur „schwach giftig“, aber für Pferde sehr gefährlich sind. Die giftige Substanz befindet sich in der Haut und im Kern, sie wirkt auf das Rückenmark und tötet durch Lungenlähmung und Erstickung. So kam mir Idee, dass Avanjos sich selbst vergiften könnte, auch wenn das mit den Früchten der Blutbuche wahrscheinlich nicht funktioniert.

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #2 |

RE: Blutige Seelenbilder
Hallo Lady,

ich hoffe, es macht dir nichts aus, wenn ich dir meinen Kommentar an dich noch mal schreibe ... wie ich sehe, hast du noch keine, hoffe, das ändert sich noch, bei der tollen Geschichte ... Icon_smile

Wahnsinn, was du da gemacht hast - und vom Thema her genau etwas, was ich mag. Ganz toll. Aber ehe ich mich schon jetzt in Lobeshymnen ergehe, ein bisschen mehr zum Text.

Für mich ist es eine Mischung aus Fantasy (wegen des Autors Namen), Surrealismus (wegen der Szene mit den Gedanken und dem Tee), Drama (weil er sich das Leben nimmt) und ... nein, das war's. Also, ich finde die Rubrik nicht ganz passend, aber auch nicht unpassend. Ansonsten noch Sonstiges, weil ich festgestellt habe, dass einige der Geschichten dort vom Feeling her auch so düster-prophezeiend-dramatisch sind. Ist aber eigentlich auch egal, denn was wirklich zählt, ist der gelungene Inhalt.

Ich glaube (oder ich weiß, denn ich habe etwas in dieser Richtung auch schon mal geschrieben), dass jeder Autor auf irgendeine Art und Weise besessen von seinen Figuren ist/wird. Vielleicht nicht von allen gleich stark, aber sie haben ihn in der Hand. Manchmal haben sie sogar die Feder in der Hand und scheinen ihre Geschichten selbst zu schreiben. Und als Autor wird man überrannt, werden die Figuren für einen quasi lebendig.
Ich kann gut verstehen, weshalb es deinen Prot so quält. Sein Leben ist ein Leben voller Besessenheit. Ständig muss er Menschen töten, er lebt in einer Welt aus Blut und Gewalt. Und bleibt dabei selbst auf der Strecke, weil er viel zu tief in seiner Welt versunken ist. Wie Atreju, der vom Moor verschlungen wird und sich nicht befreien kann, obwohl er es so verzweifelt begehrt.
Ich habe Mitleid mit Avanjos und bin auch kein bisschen neidisch auf den Erfolg, den er zu haben scheint, auf die vielen Bücher, die er geschrieben hat. Er hat eigentlich gar nichts, er ist gar nichts. Er lässt andere leben, nur um sie wieder sterben zu sehen.

Ich konnte mich voll und ganz in deinen Text fallen lassen, denn er ist nicht nur inhaltlich wahnsinnig gut geworden, sondern auch sprachlich. Ich bin wirklich begeistert. es schwingt eine ganz eigentümliche Melodie in den Worten, lassen das Ganze geheimnisvoll und dramatisch wirken. Toll gemacht - trotz der relativen Kürze des Textes hast du ganz viel hineinpacken können.


Zitat:Konzentriert arbeitet Avanjos an der Geschichte einer jungen Frau. Er hat sich lange mit Theas Vergangenheit beschäftigt, weiß genau, was sie fühlt, denkt und tun wird. Sie wohnt in einer großen Stadt und vor ein paar Minuten hat sie Nico zum ersten Mal gesehen, den Mann, in den sie sich verlieben wird. Soeben hat sie ihn auf einer Party kennengelernt und die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen.

Diese und die darauffolgende Stelle ist so realistisch geschrieben. Hier sehen wir durch Avanjos Augen, sehen, was ist und was sein wird, führen sozusagen selbst ein bisschen die Feder mit. Gelungen.

Zitat:In jedem sieht Avanjos ein Menschenleben. Die kleinen, roten Knospen genauso winzig, zart wie ein neugeborenes Kind. Die großen Blätter, stark wie Erwachsene in der Blüte ihres Lebens und schließlich die tiefroten, ausgetrockneten Blätter, genauso kraftlos wie die alten Menschen am Ende ihrer Jahre. Jedes Blatt, das vom Baum fällt, bedeutet ein weiteres, beendetes Menschenleben, eine neue Todesvision.

Ein sehr eindruckvolles Bild, das mir gut gefällt.

Zitat:Ich bin der Herr der Realität. Nur ich allein habe die Macht, das geschriebene Wort Wirklichkeit werden zu lassen. Ich habe schon tausende Schicksale besiegelt, habe Leben geschaffen und Leben genommen. Das silbrige Mondlicht fällt niemals auf die Wände meines Arbeitszimmers. Sie sind vollständig bedeckt von Bücherregalen. Jedes Buch voller Menschenleben, voller Schicksale.
Ich bin einsam, allein gelassen mit den Leben der Menschen. Niemand kennt meinen Namen, hat mein Äußeres gesehen oder meine Stimme vernommen. Ich wurde vom Leben vergessen.

Der Meister, der in der Realität keinerlei Macht hat. Wie traurig muss es sein, so von seiner Phantasie vereinnahmt zu sein, dass sie alles andere auffrisst, ehe es eine Chance hat, sich zu regen?
Ich bin wirklich fasziniert von Stil und Sprachschatz in dieser Geschichte.


Zitat:Ich erblicke auch die vielen Menschenschicksale, die ich sooft, in meinen Büchern, zur Wirklichkeit habe werden lassen. Ich sehe die Realität in meinem Tee und trinke mit jedem Schluck einen kleinen Teil davon.

Kleine Schlucke der Realität bedeutet kleine Schlucke Tod ... Weil er das einzige ist, das sein Leben real machen wird ... Tragisch.
Wird "sooft" in diesem Fall wirklich zusammengeschrieben?!

Bitte mehr von so etwas, das hier war für mich vollkommen überzeugend präsentiert. Ich habe überhaupt nichts zu beanstanden.

Lieben Gruß,

Lilly


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Beitrag #3 |

RE: Blutige Seelenbilder
hallo lilly,

Zitat:ich hoffe, es macht dir nichts aus, wenn ich dir meinen Kommentar an dich noch mal schreibe ...

aber nein, ich freu mich über jeden kommentar!

Zitat:Manchmal haben sie sogar die Feder in der Hand und scheinen ihre Geschichten selbst zu schreiben. Und als Autor wird man überrannt, werden die Figuren für einen quasi lebendig.

hier kann ich eigentlich nur zustimmend nicken. manchmal erschaffen sich die figuren auch wie von alleine. das ging mir erst neulich so. eigentlich wollte ich nur jemand neutrales der mir die umgebung ein bisschen beschreiben kann und schwupps hab ich mit ihm fast ein ganzes kapitel geschrieben und hab keine ahnung wie ich ihn aus den schwierigkeiten in die ich ihn hineingeschrieben habe wieder rausholen kann. :rolleyes:

Zitat:Ich habe Mitleid mit Avanjos und bin auch kein bisschen neidisch auf den Erfolg, den er zu haben scheint, auf die vielen Bücher, die er geschrieben hat.

naja, so richtig als erfolg möchte ich das nicht bezeichnen, ich weiß nicht ob irgendjemand seine bücher überhaupt liest.

Zitat:Ich bin wirklich fasziniert von Stil und Sprachschatz in dieser Geschichte.

vielen dank für das viele lob und dafür das du dich so für meine geschichte begeistert hast und überhaupt für das lesen und kommentieren.
ich weiss gar nicht was ich noch sagen soll, ich bin schon wieder so begeistert von deinem kommentar. Icon_jump

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #4 |

RE: Blutige Seelenbilder
Hey meine Lady!^^

Zitat:Blutige Seelenbilder
Wow, der Titel springt irgendwie richtig ins Auge! Ich bin gespannt, was sich dahinter verbirgt ...

Zitat:Die Feder kratzt über das Papier, hinterlässt Buchstaben aus schwarzer Tinte und kein anderer Laut ist zu hören. Avanjos sitzt an seinem Schreibtisch. Es ist Nacht und sein Arbeitszimmer wird nur spärlich vom blassen Mondlicht erhellt. Auf der Fensterbank steht eine Kerze, er schreibt in ihrem flackernden Licht, liebt dieses Spiel mit den Worten.

Mit nur wenigen Worten gelingt es dir total viel Atmosphäre aufzubauen. Ich hab ein sehr detailiertes Bild vor Augen ... vielleicht liegt das daran, dass man als Autor so eine Situation immer kennt ... wenn auch meistens ohne Kerze!^^
Nur im letzten Satz passt es mir nicht so ganz ... ich glaub gramatikalisch ist alles richtig, aber irgendwie klingt "liebt dieses Spiel mit den Worten" für mich komisch. Um genau zu sein stört mich sogar nur das "dieses", weil mir das irgendwie zu unspezifisch vor kommt. Vielleicht: liebt ihr Spiel mit den Worten?
Oder ist gar nicht die Wirkung des Kerzenlichtes gemeint?Icon_confused

Zitat:Avanjos
den Namen find ich toll! Er klingt irgendwie südländisch, nicht richtig nach unserer Welt, aber auch nicht wirklich nach Fantasy ... er lässt Spielraum für meine Vorstellungen!

Zitat:Konzentriert arbeitet Avanjos an der Geschichte einer jungen Frau.
Wow, eine Geschichte in der Geschichte ... aber es geht ja auch um einen Schriftsteller!

Zitat:In jedem sieht Avanjos ein Menschenleben.
Ein tolles Bild! Aber es erkärt, warum Avanjos seinen Prot töten musste ... andererseit ... im Frühling entstehen neue Knospen!

Zitat:Jedes Blatt, das vom Baum fällt
Stimmt, die Blätter fallen vom Baum ... dann kann man schlecht von Wiedergeburt reden, oder?^^

Zitat:Ich bin der Herr der Realität. Nur ich allein habe die Macht, das geschriebene Wort Wirklichkeit werden zu lassen.
Hm ... ist das jetzt Realität, oder bildet er sich das nur ein ... ich verstehe, warum du die Story in Phantastik gesetzt hast ... und ich finde es toll wieviel Spielraum du dem Leser damit lässt ... was ist Traum und was ist Wirklichkeit?

Zitat:Denn schon bald werden die giftigen Früchte der Blutbuche, deren Haut ich im Tee gelöst habe, meine Lungen lähmen.
Am Anfang erschien der Schriftsteller noch normal ... aber dann rutscht er immer mehr ab ... und jetzt nimmt er sich das Leben ...

Mir hat deine Geschichte sehr gut gefallen! (Ich hoffe nur, dass dir nicht auch solche Gedanken beim schreiben kommen ... meine Lady soll mir doch noch etwas erhalten bleiben^^)

Erst zeichnest du mit wenigen aber intensiven Sätzen ein einehmendes Bild ... vor allem deine Beschreibung und deine Deutung von der Blutulme (wie passend das es so einen Baum gibt!Mrgreen) haben es mir angetan. Dieser Baum mit seinem Lebenszyklus ist wirklich ein geniales Symbol für dein Thema!
So zu sagen das Zentrum deiner Geschichte, hat er seine Wurzeln in den Geist deines Prots ausgestreckt ...
dann der zweite Teil deiner Story, der "ich"-Teil ... man kann sich darüber streiten, ob man mitten in der Geschichte die Erzählperspektive wechseln sollte ... aber mir gefällts!
Dadurch machst du mir die Gedanken Avanjos noch zugänglicher, ziehst mich ein bisschen mit rein ...
Dann das Blut, das seinen Geist überschwemmt ... es passt zu all den Geschichten, in denen er seine Prots "umbringt" ... vor allem da er zu glauben scheint, dass das auch in der Realität passiert ... oder nimmt ihn die Erkenntnis mit, wie viel Schicksale ohne Happy End es gibt?

Auf jeden Fall hätte sein Schicksal aus seiner eigenen Feder stammen können ...
Sein Leben liegt ebenfalls in Scherben ... aber warum? Weil er diese Seelenbilder sieht ... aber hat er sich nun selbst zum "Herrn der Realität" gemacht- vielleicht schreibt er diese Geschichten weil sein Leben in Scherben liegt und nicht umgekehrt- oder ist er wirklich ein "Schicksalsschreiber"?

Deine Geschichte macht mich richtig nachdenklich ...^^ Kann mich nur wiederholen, sie gefällt mir total!
Der Titel hat nicht zuviel versprochen!

Ganz liebe Grüße, dein Wanderer!

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #5 |

RE: Blutige Seelenbilder
ein neuer kommentar! von meinem wanderer! ach, ist das toll! Icon_jump

sei gegrüßt mein wanderer,

Zitat:Nur im letzten Satz passt es mir nicht so ganz ... ich glaub gramatikalisch ist alles richtig, aber irgendwie klingt "liebt dieses Spiel mit den Worten" für mich komisch. Um genau zu sein stört mich sogar nur das "dieses", weil mir das irgendwie zu unspezifisch vor kommt. Vielleicht: liebt ihr Spiel mit den Worten?
Oder ist gar nicht die Wirkung des Kerzenlichtes gemeint?

nein, das kerzenlicht spielt doch nicht mit den worten, sondern avanjos, so wie das autoren nunmal tun. ich glaub ich werd schreiben "er spielt mit den worten", dann wird das deutlicher!

Zitat:Ein tolles Bild! Aber es erkärt, warum Avanjos seinen Prot töten musste ... andererseit ... im Frühling entstehen neue Knospen!
[...]
Stimmt, die Blätter fallen vom Baum ... dann kann man schlecht von Wiedergeburt reden, oder?^^

avanjos tötet, weil es seine aufgabe ist. natürlich ensteht auch neues leben, der baum bekommt knospen von daher ergibt sich da schon ein kreislauf. aber das wiederkehrende leben sieht avanjos nicht, seine aufgabe ist es den tot zu schreiben.

Zitat:Hm ... ist das jetzt Realität, oder bildet er sich das nur ein ... ich verstehe, warum du die Story in Phantastik gesetzt hast ... und ich finde es toll wieviel Spielraum du dem Leser damit lässt ... was ist Traum und was ist Wirklichkeit?

ja phantastik ist genau die richtige rubrik. Icon_smile beim schreiben hab ich mir schon vorgestellt, dass er wirklich die realität mit seinem geschriebenen wort verändern kann, aber natürlich kann man es auch so verstehen, dass er sich das nur einbildet. diese interpretation überlasse ich gerne der phantasie des lesers. ^^

Zitat:Mir hat deine Geschichte sehr gut gefallen! (Ich hoffe nur, dass dir nicht auch solche Gedanken beim schreiben kommen ... meine Lady soll mir doch noch etwas erhalten bleiben^^)

natürlich kommen mir solche gedanken beim schreiben, aber das hat dann nur auswirkungen auf meine prots. (ich bleib dir doch gerne noch etwas erhalten ^^)

Zitat:vor allem deine Beschreibung und deine Deutung von der Blutulme (wie passend das es so einen Baum gibt!)

es ist eine blutbuche. ursprünglich war es nur ein gewöhnlicher laubbaum, aber dann hab ich mich ein bisschen mit bäumen beschäftigt und bin zufällig auf die blutbuche gestoßen.

Zitat:man kann sich darüber streiten, ob man mitten in der Geschichte die Erzählperspektive wechseln sollte ... aber mir gefällts!

na klar ist es ein totaler stilwechsel. aber bis jetzt fanden es die meisten leser toll, so noch näher in avanjos gedanken einsteigen zu können und da es dir ja auch gefällt bin ich glücklich damit. Icon_smile

Zitat:aber hat er sich nun selbst zum "Herrn der Realität" gemacht- vielleicht schreibt er diese Geschichten weil sein Leben in Scherben liegt und nicht umgekehrt- oder ist er wirklich ein "Schicksalsschreiber"?

dazu hab ich ja oben schon was geschrieben. "schicksalsschreiber" ist übrigens ein geniales wort. danke dafür! Icon_bussi

und vielen dank für diesen tollen kommentar. es freut mich so sehr, das dir meine geschichte gefallen hat und das sie dich ein wenig nachdenklich gemacht hat.

ich hoffe ich kann bald mal wieder was von dir lesen. ^^

ganz liebe grüße von
deiner Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #6 |

RE: Blutige Seelenbilder
Hallo Lady,

ja, mich wird man nicht los ... *hehe*

Zitat:Er hat sich lange mit Theas Vergangenheit beschäftigt, weiß genau, was sie fühlt, denkt und tun wird. Sie wohnt in einer großen Stadt und vor ein paar Minuten hat sie Nico zum ersten Mal gesehen, den Mann, in den sie sich verlieben wird.
[...]Doch Avanjos weiß bereits jetzt, dass sie an der nächsten Kreuzung die Vorfahrt nicht beachtet und in das von rechts kommende Auto rasen wird. Avanjos lässt Nico sofort an einer Kopfverletzung sterben und widmet sich erst dann Theas Schicksal.
*hihi* Es ist cool der Autor zu sein ... Was Du im Gegenzug alles über Avanjos weißt? Gruselig! Icon_smile

Zitat:Eine tiefe Zufriedenheit breitet sich in mir aus, denn ich weiß, dass dies die letzten blutigen Bilder waren, die ich ertragen musste. Denn schon bald werden die giftigen Früchte der Blutbuche, deren Haut ich im Tee gelöst habe, meine Lungen lähmen.
Super Ende!

Zitat:Die giftige Substanz befindet sich in der Haut und im Kern, sie wirkt auf das Rückenmark und tötet durch Lungenlähmung und Erstickung. So kam mir Idee, dass Avanjos sich selbst vergiften könnte, auch wenn das mit den Früchten der Blutbuche wahrscheinlich nicht funktioniert.
Kein Angenehmer Tod, wenn Du mich fragst Icon_igitt

Meine Güte, Du hast beim Handwerklichen des Schreibens nen riesen Sprung gemacht! *respekt* Liest sich super flüssig und sehr schön!
Die Idee hat mir auch gut gefallen - Herr über Schicksale - als Autor ist man etwas in der Richtung. Dein Avanjos erschafft, bestimmt und beendet - hat schon etwas Gottähnliches *grins* Sehr einfühlsam zeigst und beschreibst Du die negative Seite - mit dem erschaffen und bestimmen hat es auch eine gewisse Verantwortung: In letzter Konsequenz für Deinen Autor nicht tragbar.

Gut gefallen, hat mich nachdenklich gemacht.

Gruß
Shadow


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Beitrag #7 |

RE: Blutige Seelenbilder
hi shadow,

Zitat:ja, mich wird man nicht los ... *hehe*

da bin ich aber froh. *g*

Zitat:*hihi* Es ist cool der Autor zu sein ... Was Du im Gegenzug alles über Avanjos weißt? Gruselig!

genau. wenn meine figuren wüssten, was ich alles über sie weiss, würden die sich wirklich gruseln. Mrgreen

Zitat:Kein Angenehmer Tod, wenn Du mich fragst

da hab ich ehrlich gesagt noch nicht drüber nachgedacht. aber jetzt wo du es sagst, hast du recht. es muss echt grausam sein so ganz langsam zu ersticken. armer avanjos ...
Zitat:Meine Güte, Du hast beim Handwerklichen des Schreibens nen riesen Sprung gemacht! *respekt* Liest sich super flüssig und sehr schön!

und das ist der satz, der mir an deinem kommentar am meisten gefallen hat. danke dafür! Icon_jump

Zitat:hat schon etwas Gottähnliches


nicht gott, sondern das gegenteil - der tod!

es freut mich, dass es dir gefallen hat. deshalb bedanke ich mich jetzt auch ganz lieb für deinen tollen kommentar und das viele lob.

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #8 |

RE: Blutige Seelenbilder
Hallo Lady

Hast du deine Geschichte irgendwie gekürzt? Ich hatte die länger in Erinnerung. Sie gefällt mir aber immer noch total gut. Ich sehe es richtig vor mir, wie die rote Flut sich von dem Baum, über das und Avanjos (wo hast du den coolen Namen her?) ergießt.
Das mit den Pferden und Bucheckern finde ich auch eine gute Idee. Warum nicht mal ein bisschen mischen.

Außer Lob weiß ich nichts zu sagen, von daher.

Viele Grüße und ein Bussi Persi


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Beitrag #9 |

RE: Blutige Seelenbilder
So, dann schreib ich mal meine erste "Kritik"
Ich kommentiere gerne beim lesen, vor allem wenn mir Gedanken zum Text durch den Kopf jagen die ich nicht vergessen moechte. Sollte ich also unklare Stellen ansprechen die in irgendeiner Form im folgenden Text noch einmal aufgegriffen und erklaert werden, weist du wieso ich sie angemerkt habe.

LadydesBlauenMondes schrieb:Es ist Nacht und sein Arbeitszimmer wird nur spärlich vom blassen Mondlicht erhellt. Auf der Fensterbank steht eine Kerze, er schreibt in ihrem flackernden Licht, liebt es mit den Worten zu spielen.
Also wird der Raum, oder zumindest die Stelle auf die er sich konzentriert vom Mond und von der Kerze erhellt. Obwohl wenn die Kerze auf der Fensterbank steht, und ich nicht weis wie breit sein Tisch ist ... Allerdings treten beim normalen lesen keine Unklarheiten auf.
..., liebt es mit den Worten zu spielen ist vielleicht auch kein geeigneter Uebergang zu einem konzentreierten arbeiten.
Zitat:Konzentriert arbeitet Avanjos an der Geschichte einer jungen Frau.

Zitat: Er hat sich lange mit Theas Vergangenheit beschäftigt, weiß genau, was sie fühlt, denkt und tun wird.
Vielleicht reicht Thea, da die Nebensaetze nichts mit ihrer Vergangenheit zu tun haben.

Zitat:Sie wohnt in einer großen Stadt und vor ein paar Minuten hat sie Nico zum ersten Mal gesehen, den Mann, in den sie sich verlieben wird.
Verlieben ist fuer die ersten Minuten Bekanntschaft vielleicht zu tiefgegriffen?

Zitat:Sie feiern bis in den Morgen, als dieser anbricht, steigt das frisch verliebte Paar in Theas Auto, fröhlich und ohne Sorgen.
Sie feiern bis in den Morgen. Als dieser anbricht, ...

Zitat:
Doch Avanjos weiß bereits jetzt, dass sie an der nächsten Kreuzung die Vorfahrt nicht beachtet und in das von rechts kommende Auto rasen wird.
Hier kannst du Spannung erzeugen, erschrecken. Mit Kuerzeren Saetzen.
Doch Avanjos weiß bereits um den naechsten Moment. Thea beachtet an der Kreuzung nicht die Vorfahrt, rast in ein kommendes Auto.
(Ist selbstverstaendlich alles nur meine Meinung, beachte es nicht, wenn du es nciht fuer noetig empfindest)

Zitat: Avanjos lässt Nico sofort an einer Kopfverletzung sterben und widmet sich erst dann Theas Schicksal.
Auch hier.
Avanjos lässt Nico nach forn kippen, an einer Kopfverletzung sterben. (Mit dem Kopf wer weis wo gegen kommen. Vielleicht ist er auch nciht angeschanllt und du schleuderst ihn komplet aus der Windschutzscheibe). Dann widmet sich Thea, ihrem Schicksal, seinem Plan (Idee).

Zitat:Er lässt sie noch einen Moment lang um ihren Liebsten trauern, doch dann beendet er, mit dem letzten geschriebenen Wort, die Geschichte und das Leben der jungen Frau und sieht auf.
Auch hier. Sie kennt ihn erst seid Stunden, demnach wuerde sie sich nun vermutlich mehr um sich selbst sorgen als um ihn. Lass sie doch von Beginn an ein festes Paar sein. Und intensive Momente klingen in kuerzeren Saetzen manchmal deutlicher, staerker. Auch fehlt mir ein die Beschreibung, der Moment, das Bild.
Er lässt sie um ihren Liebsten trauern, nach ihm greifen, an seinem leblosen Koerper ruetteln und ziehen. Laesst sie vergeblich seinen Namen fluesstern, bevor er mit den letzten Worten ihr Leben beendet.
Wieso soll er das ganze als Geschichte beenden? Fuer mcih als Leser hoert es sich so an, als haette die Geschichte dieses Maedchens erst gerade begonnen. Wenn er sie aus einer Emotion heraus, (kein Bock Stimmung) beendet, erwaehn es.

Zitat: Er betrachtet die schwarzen Umrisse des Baumes, die fast nahtlos mit der Dunkelheit der Nacht verschmelzen.
Das erzeugte Bild gefaellt mir. Allerdings: Wie sieht er Umrisse, welche du als eine fast Einheitliche Flaeche mit der Dunkelheit beschreibst?

Zitat:Avanjos braucht kein Licht, um zu wissen, wie sie aussieht, er kennt jeden Zentimeter des Laubbaumes.
Vielleicht unnoetig, die erwenst zuvor, das er den Baum seid langem beobachtet.

Zitat: Die starken Wurzeln, die ihn in der Erde festhalten und für sein Wachstum sorgen.
Er kennt/ hat die Wurzeln des Baumes gesehen?

Zitat:Seine Blicke wanderten schon oft weiter hinauf,. folgten den schlanken, biegsamen Ästen, die dem Spiel des Windes ausgesetzt sind und blieben schließlich an den grünroten, eiförmigen Blättern hängen.
Was ich Kursiv angestrichen habe, koenntest du eventuel auslassen.


Zitat:
Avanjos hält inne, sieht nicht mehr die Buche, sondern Bilder von Blut, welches aus den Büchern rinnt, aus dem Regal fließt und kleine Seen auf dem dreckigen Teppich bildet, sich zu einem roten, grenzenlosen Meer sammelt und schließlich den gesamten Fußboden bedeckt.
Ein wirklich unheimlich langer und vollbepackter Satz. Unterteil ihn. Und lass ihn nicht mehr die Buche sehen, lass ihn gleichzeitig wegsehen.
Vorschlag:
Avanjos hält inne. Sein Blick entfernt sich von der Buche, angezogen (vielleicht geleockt) von etwas anderem (ok, ist vielleicht nicht der beste Vorschlag). Bilder von Blut. Sie rinnen aus den Büchern, aus dem Regal. Sich zu einem roten, scheinbar grenzenlosen Meer sammeld bedeken sie den Fußboden.

Zitat: Blut fließt aus seiner Feder, bildet dünne Linien auf dem Papier, formt Wort für Wort und schreibt seine Geschichte.
Also die Stelle hat mich leicht rausgehaun. Muss das Blut auf dem Fussboden da noch sein?
Vielleicht:
Es schien an denen Beinen seines Tisches hinauf zu fliesen. Befleckte, durchzog das Papier mit seinen duennen Armen, Lienien, sich zu Schriftzeichen windend. Zu einer Geschichte.
Manchaml habe ich zu hoeren bekommen, meine Art zu schreiben sei kompliziert. Nim was du gebrauchen kannst, ansonsten vergiss den Rest.



Bin wieder rausgehaun ...
Zitat:Das silbrige Mondlicht fällt niemals auf die Wände meines Arbeitszimmers.
Was spielt das fuer eine Rolle, ob das Mondlicht seine Waende erreicht oder nicht? Grund

Zitat: Sie sind vollständig bedeckt von Bücherregalen. Jedes Buch voller Menschenleben, voller Schicksale.
Das es solche Buecher sind, vielleicht schoen erwaehnen das Blut aus ihnen Tropft ...?

Zitat:Niemand kennt meinen Namen,
Kann er sich nciht mit dem Namen Tod identifizieren? So wuerde ich ihn nennen.

Zitat:Ich wurde vom Leben vergessen.
Schoener Wiederspruch! Aber die Lebenden werden ihn sicher nie vergessen. (Nicht in dem Sinne das sie ihn kennen, sondern von ihm gehoert haben)

Zitat:Ich habe versucht der Realität zu entkommen, wurde aber von ihr eingeholt. Ich bin für immer verloren in der Ewigkeit.
Ziemlich nichtssagend und verwirrend.

Zitat:Die Welt wird mir fremd, bricht über mir zusammen und zerfällt zu Staub, der wie Wasser durch meine Finger rinnt.
Aber er sieht sie doch, aus den Augen der sterbenden heraus.
Und Staub mit Wasser zu vergleichen?
Natuerlich kann man das auch so sehen: Er empfindet vielleicht nach, wie andere gestorben sind. Etwas das zu Staub zerfaellt, ist Lebensspaendent (fuer Pfelnzen, rodung z.B oder wie das auch immer heist) und kann vielleicht deshalb mit dem lebensspendenden Wasser verglichen werden, das ihn durch die Finger entkommt ....
In dem Bild wuerde ich es schoen finden, doch so wie es jetzt ist, kann man nur raten.

Zitat:Ich kann diese blutigen Bilder nicht mehr erdulden, schaffe es nicht mehr, die Verantwortung für so viele Schicksale zu tragen. Mein Geist gehorcht mir nicht mehr, lässt sich nicht mehr von mir kontrollieren.
Vielleicht mehr sein Koerper? Sein Geist scheint aj noch recht bei Bewusstsein zu sein und spiegelt seine Gedanken.

Zitat: Schon lange ist er am Abgrund meiner Seele angekommen, ist noch einen Schritt weitergegangen und hat die Grenze zum Undenkbaren überschritten.
Sein Geist ist an den Grenzen seiner Seele angekommen? hat sie ueberschritten? Muesste er dann nicht follkommen wirrwarr sein? Also so stell ich mir das zumindest vor.
Ansonsten finde ich das Stueck nur irritierend, ich kann keine klare Aussage erkennen.

Zitat:Er wird den Kampf gegen das Unvermeidliche verlieren.
Personifiezier das Unvermeindliche, lass es nicht offen im Raum stehen wo es mich nur irritiert.

Zitat:Meine Gedanken kreisen, durchstreifen meinen Kopf, bringen meinen Geist durcheinander und ich bin unfähig, sie daran zu hindern.
Also dafuer das er zuvor noch konzentriert eine Geschichte beendet hat ....

Und noch Tee kochen kann...
Zitat:Ich koche Tee, in der Hoffnung, dass dieser mich beruhigen wird.
Zudem, was soll ihn an dem Tee beruhigen? Eine Droge tuts da vielleicht eher ...

Zitat: Während die heiße Flüssigkeit in die Tasse läuft,
Wenn du sagst er kocht Tee, gehe ich davon aus das das heise Wasser mit dem Baeutel schon in der Tasse ist

Zitat:Ich lasse die Kanne fallen, sie schlägt auf dem Boden auf und zerbricht in viele Scherben. Die Scherben meines Lebens und ich bin unfähig dieses Puzzle wieder zusammenzusetzen.
Schoen, das solltest du vorgreifen! Dann ist die Ganze Sache mit seinem Geist vielleicht besser verstaendlich.

Zitat:Ich lasse die Bruchstücke liegen und nehme die Tasse mit in mein Arbeitszimmer.
Ich dachte, da ist gerade sein Leben zersplittert?, ist nicht mehr zusammensetzbar? Und jetzt sind es nur ncoh Bruchstuecke? Das kannst du auch genauer machen. Bruchstuecke seiner Erinnerung, seiner Persoenlichkeit, was auch immer ...

Anscheinend werde ich nicht fertig, mache aber sicher ein anderes Mal weiter. Mit ein wenig Ordung und Entwirrung ist das hier sicher ein ganz schoenes Stueck!
Solten meine Kommentare fuer dich hart ausgefallen sein, so tut es mir leid. Bedenke nur das ich dich weder beleidige noch sonst was, ich gebe dir verbesserungsforschlaege. Wenn du sie nichtr brauchst, beachte sie nciht.

Liebe Gruese
JuniChrissi


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Beitrag #10 |

RE: Blutige Seelenbilder
hallo ihr zwei,

hallo persi,

wie schön dich wieder unter einer meiner geschichten zu finden!

Zitat:Hast du deine Geschichte irgendwie gekürzt? Ich hatte die länger in Erinnerung.

nö, ich hab nichts mit der geschichte gemacht. diese gehört auch zu den wenigen geschichten die ich kaum verändern möchte. ^^

es freut mich, dass sie dir auch noch beim zweiten mal lesen so gut gefällt. da bleibt mir auch nicht mehr zu sagen, als mich bei dir für diesen netten kommentar und das lesen zu bedanken. Icon_smile

lg

Lady

hallo juni,

herzlich willkommen im forum! ich hoffe du wirst dich hier wohlfühlen.
Zitat:So, dann schreib ich mal meine erste "Kritik"

deine erste kritk unter meiner geschichte? ui, da bin ich aber stolz. Icon_smile

Zitat:Ich kommentiere gerne beim lesen, vor allem wenn mir Gedanken zum Text durch den Kopf jagen die ich nicht vergessen moechte.

sehr schön. so mache ich das auch.
Zitat:..., liebt es mit den Worten zu spielen ist vielleicht auch kein geeigneter Uebergang zu einem konzentreierten arbeiten.

warum nicht? an der geschichte zu arbeiten bedeutet für ihn mit den worten zu spielen, eben an der geschichte zu arbeiten. er konzentriert sich auf dieses spiel mit den worten.

Zitat:
Zitat: Er hat sich lange mit Theas Vergangenheit beschäftigt, weiß genau, was sie fühlt, denkt und tun wird.

Vielleicht reicht Thea, da die Nebensaetze nichts mit ihrer Vergangenheit zu tun haben.

ich wollte hier auch gleichzeitig deutlich machen, dass er auch ihre vergangenheit kennt. vllt sollte ich den satz trennen, dann wird das deutlicher das er sich sowohl mit ihrer vergangenheit bechäftigt, als auch mit dem rest.
Zitat:Wieso soll er das ganze als Geschichte beenden? Fuer mcih als Leser hoert es sich so an, als haette die Geschichte dieses Maedchens erst gerade begonnen. Wenn er sie aus einer Emotion heraus, (kein Bock Stimmung) beendet, erwaehn es.

die geschichte zwischen thea und nico hat erste begonnen, ja. eine kurze tragische gechichte. aber mit der geschichte die avanjos hier beendet ist theas (lebens)geschichte gemeint. ich hab die thea-nico-geschichte extra kurz gehalten, weil es hier um avanjos geht.

Zitat:
Zitat: Er betrachtet die schwarzen Umrisse des Baumes, die fast nahtlos mit der Dunkelheit der Nacht verschmelzen.

Das erzeugte Bild gefaellt mir. Allerdings: Wie sieht er Umrisse, welche du als eine fast Einheitliche Flaeche mit der Dunkelheit beschreibst?

er sieht sie, wegen dem mondlicht.

Zitat:Er kennt/ hat die Wurzeln des Baumes gesehen?

er sieht sie natürlich nicht. aber er weiss, dass sie da sind und stellt sie sich hier vor.

Zitat:
Zitat:Niemand kennt meinen Namen,

Kann er sich nciht mit dem Namen Tod identifizieren? So wuerde ich ihn nennen.

ich würde ihn den sekretär von tod nennen. Icon_smile
Zitat:
Zitat:Ich wurde vom Leben vergessen.

Schoener Wiederspruch! Aber die Lebenden werden ihn sicher nie vergessen. (Nicht in dem Sinne das sie ihn kennen, sondern von ihm gehoert haben)

hier sind nicht die lebenden gemeint, sondern das leben selbst, dass "leben" was für manche menschen viel gutes bereit hält. eigentlich ist "leben" hier sowas wie ein synonym für "glück".

Zitat:Aber er sieht sie doch, aus den Augen der sterbenden heraus.
Und Staub mit Wasser zu vergleichen?

er sieht die welt nicht aus den augen der sterbenden. er blickt als neutraler beobachter auf sie herab.
staub kann man nicht festhalten, genau wie wasser, oder? vielmehr wollte ich damit nicht sagen.

Zitat:
Zitat:Ich kann diese blutigen Bilder nicht mehr erdulden, schaffe es nicht mehr, die Verantwortung für so viele Schicksale zu tragen. Mein Geist gehorcht mir nicht mehr, lässt sich nicht mehr von mir kontrollieren.

Vielleicht mehr sein Koerper? Sein Geist scheint aj noch recht bei Bewusstsein zu sein und spiegelt seine Gedanken.

normalerweise würde ich dir sogar recht geben, aber hier kann er wirklich seine gedanken nicht mehr kontrollieren. kann die bilder nicht aus einem geist verdrängen und an etwas anderes denken, kann seine gedanken nicht mehr in bestimmte richtugen leiten, so wie er es gerne hätte.

Zitat:
Zitat:Ich lasse die Bruchstücke liegen und nehme die Tasse mit in mein Arbeitszimmer.

Ich dachte, da ist gerade sein Leben zersplittert?, ist nicht mehr zusammensetzbar? Und jetzt sind es nur ncoh Bruchstuecke? Das kannst du auch genauer machen. Bruchstuecke seiner Erinnerung, seiner Persoenlichkeit, was auch immer ...

die scherben der kanne sind mehr ein vergleich mit den scherben seines lebens.

puh. du hast dir ja richtig gedanken um meinen kleinen text gemacht. ich glaube ab und zu hast du dir beinahe zuviele gedanken gemacht, etwas mehr hineininterpretiert, als ich eigentlich ausdrücken wollte.Icon_smile aber trotzdem danke ich dir für deinen kommentar, ich habe versucht so einiges ein bisschen zu erläutern und hoffe du wirst die geschichte vllt noch zuende lesen. dann wird vieles vllt auch deutlicher, als es beim ersten lesen der fall war.
zu deinen textlichen anmerkungen hab ich jetzt mal weiter nichts gesagt, ich werde darüber nachdenken das eine odere andere zu benutzen. teilweise waren die langen sätze nämlich beabsichtigt um eine gewisse "stimmung" hinein zu griegen.
das du verwirrst bist kann ich natürlich verstehen, aber genau darum geht es ja auch. avanjos ist das nämlich auch. die ganzen bilder in seinen gedanken verwirren ihn und er wird daraus auch die konsequenzen ziehen.

also nochmals vielen dank, dass du dich mit meiner geschichte beschäftigt hast und für das schreiben dieses wirklichen langen und hilfreichen kommentares, ich fühle mich in keinster weise beleidit, keine sorge.

lg

Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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