Es ist: 11-04-2021, 07:31
Es ist: 11-04-2021, 07:31 Hallo, Gast! (Registrieren)


Kumen-Esh (Auszug 3a)
Beitrag #1 |

Kumen-Esh (Auszug 3a)
Vorweg: Wie bei allen Kumen-Esh-Auszügen gilt: Detaillierte Kritik zu Formulierungen und Rechtschreibfehlern ist nicht nötig, da ich die gesamte Geschichte erstmal runterschreibe und später rundum überarbeiten werde. Natürlich habe ich schon versucht, dieses Kapitel lesbar zu gestalten Icon_wink
In diesem Abschnitt (Auszug 3a und 3b) wird das nächste (und vorerst letzte) Crew-Mitglied der Risen-Besatzung vorgestellt, hauptsächlich geht es mir aber um eine besseres Darstellung des Perspektiventrägers Janis van Deelen.



Vorwissen: (Click to View)
.


Auszug 1_______(Hitoro Takahashi) [veraltete Version]
Auszug 2_______(Janis van Deelen) [veraltete Version]
Auszug 3a / 3b__(Janis van Deelen)
Auszug 4.1 / 4.2_(Yelena Ivanova)
Auszug 5_______(Yelena Ivanova)
Kampfszene____(Hitoro Takahashi)



Janis van Deelen

Von irgendwoher drang Schmerz durch das warme Leuchten hinter seinen Lidern. Die Engel … sie waren wunderschön und wisperten ihm etwas zu, obwohl er es im Weltall nicht hören konnte. Sie trieben so nah vor ihm durch die Finsternis, dass er sie hätte berühren können. Aber das anschwellende Pochen in seiner Schläfe schien sie zu vertreiben, fort von ihm, hinein in die Unendlichkeit des Tiefenraums.
Je weiter sie sich entfernten, umso deutlicher erkannte Janis, was sie ihm zeigten. Das Licht strahlte nicht gleichmäßig, sondern warf Schatten, formte Konturen. Ein Gesicht. Sie bildeten ein Gesicht vor der Dunkelheit, das ihn anlächelte.
»Können Sie mich hören?«
So eine dumme Frage.
»Natürlich«, krächzte eine fremde Stimme, die Janis nur deshalb sich selbst zuordnen konnte, weil er gerade gesprochen hatte. »Wo bin ich?«
Das Schwarz des Weltalls verwässerte zu Grau, bis es schließlich den Konturen eines schmalen Zimmerchens wich. Nur das Gesicht blieb. Er kannte diese Frau. Die braunroten Locken, die käsige Haut und die aufgebissenen Lippen. Irgendwo hatte er sie schon einmal gesehen.
»Bleiben Sie liegen und folgen Sie meinem Finger.«
Janis lachte heiser. »Wie soll das gehen?«
Die Stirn über ihm legte sich in Falten, während ein Zeigefinger mit abgekautem Nagel durch sein Blickfeld wanderte.
»Wo bin ich?«
Er wollte sich aufrichten, wurde aber von seiner Gegenüber energisch zurückgedrückt.
»Sie sollen liegen bleiben. Erkennen Sie mich?«
»Ja.« Angestrengt versuchte Janis, sich an den Namen zu erinnern. An den Namen zu dem Gesicht, das ihm trotz der Freundlichkeit unsympathisch war. »Ja«, wiederholte er, obwohl das einzige Ergebnis seiner Bemühung Kopfschmerzen waren.
»Erinnern Sie sich, was passiert ist?«
»Die Engel.« Oder entsprang das Leuchten einem Traum, einer Halluzination? Die Explosion eines Raumschiffs – der Fafnir. »Wir wurden angegriffen!«
Dieses Mal war seine Gegenüber nicht aufmerksam genug. Ruckartig setzte Janis sich auf, kniff die Augen zusammen und keuchte. Übelkeit schoss seine Kehle hinauf, doch er trieb die Bitterkeit zurück. Fast war ihm, als könne er die Erschütterung noch spüren, die ihn von den Beinen gerissen hatte. Der helle Lichtblitz und … die Aztec. Grünschillernde Augen huschten durch die bruchstückhaften Erinnerungen, dünne Finger, die sich um eine Wasserflasche krallten.
»Yelena Ivanova«, brachte Janis hervor und wehrte ihre Hand ab. »Sie sind Schichtleiterin des Space Travellers Risen. Wir haben Sie und Ihren Piloten überprüft.«
Sie lächelte gequält. »Richtig. Wir sind von Aztec angegriffen worden. Die Fafnir wurde zerstört, aber dank unseres Piloten – Nathanael Bishop – konnte die Risen entkommen.«
»Wo sind wir?«
Er wollte aufstehen, doch auch ohne Yelenas Ermahnung wusste er, dass es eine schlechte Idee war. Hinter seinen Schläfen hämmerte inzwischen eine ganze Armee.
»Im Erste-Hilfe-Zimmer der Risen. Sie haben sich den Kopf angeschlagen.«
Die Kosakin verschwand kurz aus dem kleinen Bereich seines Sichtfelds, der nicht zu einheitlichem Grau verschwamm, und drückte ihm Augenblicke später einen Becher in die Hand.
»Trinken Sie, das sollte gegen die Schmerzen helfen.«
Benommen folgte Janis der Anweisung und stürzte die süßliche Flüssigkeit in einem Zug runter. Fast erwartete er, dass sein Magen rebellierte, aber zu seinem Glück vertrug er die Arznei. Dann wurde ihm klar, dass er die gewünschte Antwort noch nicht bekommen hatte.
»Wo – in Relation zu den MEN betrachtet – sind wir?«
»Ach so. Das meinen Sie.«
Schmerz hin oder her, ihre Stimme verriet nur zu deutlich eine Mischung aus Nervosität und Sorge. Und als sie auf ihrem Daumennagel zu kauen begann, kam Janis der Anblick so vertraut vor, als wären sie alte Bekannte.
»Unsere genaue Position … also … wir befinden uns wohl …« Yelena drehte sich um, öffnete eine Schranktür, schloss sie wieder und seufzte. »Irgendwo außerhalb des Systems.«
Angespannt wartete er auf eine weitere Erklärung, aber die kleine Kosakin schwieg. Dann drehte sie sich ruckartig um und sah ihm direkt in die Augen. Passend zu dem Ausdruck in ihrem Gesicht hätte sie eigentlich vor ihm auf die Knie fallen müssen.
»Ich weiß, dass wir keinen guten Start hatten, Mr. van Deelen. Sie schlagen sich bestimmt täglich mit Dutzenden von Schmugglern und Kriminellen herum und ich kann gut verstehen, dass Sie Nate, also Mr. Bishop, hassen, aber er hat uns allen das Leben gerettet und ich wäre Ihnen wirklich dankbar, wenn Sie das in Ihren weiteren Überlegungen berücksichtigen würden.«
Sie atmete heftig ein, als hätte der Redeschwall sie alle Luft gekostet, und sah ihn weiterhin flehend an. Offenbar erwartete sie sofort eine Reaktion. Aber Janis’ Gedanken arbeiteten noch daran, zu begreifen, was sie mit ›außerhalb des Systems‹ gemeint haben könnte. Der Schmerz trug nicht gerade zu einem schnellen Vorankommen bei.
»Haben Sie schon Kontakt zur MRF aufgenommen?«
Auch wenn es nur zwei Aztec-Hunter gewesen waren und ein Zollschiff vermutlich als Kollateralschaden zählte – Janis verbot sich, an auch nur ein bekanntes Gesicht zu denken – bestand ihre Pflicht darin, jeden Angriff bei der Raumflotte zu melden. Sie würden Deep Space Ranger aussenden, die zwar erfolglos, aber mit dem guten Gefühl, etwas für ihr Heimatland getan zu haben, zurückkehren würden. Es würde einen ganzen Haufen Papierkram zu erledigen geben.
»Nein, weil wir …«
Wieder stockte Yelena und allmählich wurde es Janis zu bunt.
»Es ist Teil des Notfallprotokolls, das von allen Raumpiloten befolgt werden muss«, erklärte er nachdrücklich.
»Wir sind ziemlich weit von der Systemgrenze weg. Wir kreisen im Orbit eines unbekannten Roten Zwergs und haben keinen Funkkontakt, unter anderem deshalb, weil unsere Funkstation defekt ist.«
Janis sog scharf die Luft ein, doch seine Gegenüber kam ihm zuvor.
»Aber wir haben ein Signal und vermuten eine mobile Raumstation im Orbit.«
Das Pochen hinter seinen Schläfen würde ihm bald die Adern zerschlagen, dessen war er sich sicher. Trotzdem schwang er endgültig die Beine von der Liege.
»Haben Sie schon in Erwägung gezogen, einfach zurück ins System zu fliegen?«
Er wollte sich den Schwindel nicht anmerken lassen, spürte aber selbst, dass er schwankte. Yelena beobachtete ihn verunsichert, ohne weitere Anstalten zu machen, ihn aufzuhalten.
»Nate … also Mr. Bishop, unser Pilot – dem wir unser Leben verdanken – hat sich auf der Flucht vollkommen verausgabt und ist im Moment nicht bei Bewusstsein. Wir … wir wissen nicht, wo wir sind.« Sie schluckte sichtlich. »Das bedeutet, wir haben auch keine Ahnung, in welcher Richtung das System überhaupt liegt.«
»Sie haben ganz schön was abbekommen, Mr. van Deelen«, meldete sich unvermittelt eine zweite Stimme von der Seite.
Zu schnell wandte Janis seinen Kopf, sah einen Moment lang nur graues Wabern und helle Schlieren, bevor aus dem dunklen Fleck eine Gestalt wurde. Einer der Orksöldner stand im Türrahmen und zeigte unsicher seine Hauer. Völkerrechtler nannten den Ausdruck lächeln.
»Die Auftauphase ist gleich abgeschlossen«, verkündete er, richtete sich damit aber vermutlich nicht mehr an Janis.
Yelena dagegen nickte hastig und schien froh, ein neues Thema zu haben.
»Bleiben Sie noch sitzen, Mr. van Deelen, ich seh mir Ihren Kopf gleich genauer an.«
Mit diesen Worten drehte sie sich um und folgte dem Ork aus der medizinisch sterilen Kammer hinaus. Aber Janis dachte gar nicht daran, tatenlos herumzusitzen, während sie offenbar im Tiefenraum verschollen waren. Was hatte er auch sonst von einem Elfenpiloten erwartet. Er hatte den Gedanken noch nicht zu Ende gebracht, als er ihn wieder zurücknahm. Wenn es stimmte, was Yelena gesagt hatte, schuldete er dem Aztec vermutlich sogar seinen Dank.

[weiterlesen]

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #2 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 3a)
Hallo Lanna,

du hast ja noch gar keinen Kommentar zum dritten Auszug gekriegt, dann wird es langsam mal Zeit.
Vorweg: Sollte ich etwas anmelden, dass aus dem zweiten Teil eigentlich ersichtlich werden müsste, wundere dich nicht. Mein Gedächtnis ist sehr durchlässig bei Geschichten und v.a. Details gehen schnell wieder verloren (wenn nicht ganze Handlungsstränge ...) Icon_wink

Auf geht's:
Wir haben Janis und Yelena - auf der Risen irgendwo in den Tiefen des Weltalls. Kein Funkkontakt, keine Positionsangabe, kein Pilot. Einen Angriff haben sie geradeso überlebt, aber jetzt ist der Pilot so erschöpft, dass es kein Zurück mehr gibt. Und vorwärts geht es auch nicht. Die beiden Charaktere zeigen sich sehr gegensätzlich: Janis, der - nachdem er sein Bewusstsein wiedergewonnen hat - sofort beginnt, die ordnungsgemäßen Statuten durchzublättern, als würde sein Kopf für den Augenblick nur das ausspucken. Keine Dankesworte, keine Reflexion, nur die Playtaste der Bürokratie. Yelena dagegen scheint sich wirklich Sorgen zu machen: um den Zollbeamten (am Ende auch noch ihn auf dem Gewissen), ihre Zukunft und die des Piloten - und dann war da ja auch noch eine kleine Unstimmigkeit mit der Fracht. Sie hat Angst und versucht, die Situation zu retten. Gleichzeitig kümmert sie sich wirklich besorgt um ihn.
Am Anfang hast du in meinen Augen eher sie charakterisiert als ihn - und sie zeigt sich hier auch als spannender und facettenreicher. Das mag aber zum Teil auch seiner Benommenheit und dem eingeschränkten Sicht- und Gedankenfeld geschuldet sein.
Das Einzige, was für mich etwas klarer sein könnte, ist sein Unfall. Was genau ist passiert? Für einen "einfachen" Stoß gegen eine Wand ist er eigentlich ein bisschen zu stark außer Gefecht gesetzt. Vllt verschweigt sie da auch einen Teil und es kommen noch Reiseerscheinungen hinzu.

Mir gefällt die Geschichte, ich finde diese Vermischung von SciFi- und Fantasy-Elementen sehr spannend. Da merkt man, dass du dir viele Gedanken gemacht hast (und das ist jetzt kein "sie hat sich bemüht", sondern eher ein "sie hat das gut gemacht Icon_wink )

Zu deinen Fragen:
Vllt stellst du sie lieber hinter die Geschichte, denn sonst achtet man ja genau drauf - und vllt fallen genau die Sachen auf, nur weil man drauf achtet.
"Yelena Ivanova". Ich habe mich schon gewundert, warum er sie jetzt "Yelena" nennt. Wenn er sich an sie erinnert und auch an das Gefühl, das er mit ihr verbindet (wie ich ihn einschätze: Abscheu), dann hat er eigentlich keinen Grund, sie mit dem Vornamen anzusprechen.
Für mich passt Janis von der Persönlichkeit her insgesamt gut. Aber wie gesagt, mein Detailvergessnis ...

Am Anfang dachte ich, ich könnte dir gar nichts konkret zum Text sagen, aber dann haben sich doch noch ein paar Stellen ergeben:
Zitat:»Unsere genaue Position … also … wir befinden uns wohl …« Yelena drehte sich um, öffnete eine Schranktür, schloss sie wieder und seufzte. »Irgendwo außerhalb des Systems.«
Warum tut sie das? Um Zeit zu gewinnen? Oder schaut sie wirklich etwas nach?
Zitat:»Ich weiß, dass wir keinen guten Start hatten, Mr. van Deelen. Sie schlagen sich bestimmt täglich mit Dutzenden von Schmugglern und Kriminellen herum und ich kann gut verstehen, dass Sie Nate, also Mr. Bishop, hassen, aber er hat uns allen das Leben gerettet und ich wäre Ihnen wirklich dankbar, wenn Sie das in Ihren weiteren Überlegungen berücksichtigen würden.«
Sie atmete heftig ein, als hätte der Redeschwall sie alle Luft gekostet, und sah ihn weiterhin flehend an.
Die Beschreibung von ihr ist dir danach sehr gelungen, denn genau so hatte ich sie vor Augen.
Zitat:Auch wenn es nur zwei Aztec-Hunter gewesen waren und ein Zollschiff vermutlich als Kollateralschaden zählte – Janis verbot sich, an auch nur ein bekanntes Gesicht zu denken – bestand ihre Pflicht darin, jeden Angriff bei der Raumflotte zu melden.
Hier verlierst du mich. Vllt weil der Satz so lang ist. V.a. "und ein Zollschiff vermutlich als Kollateralschaden zählte" erschließt sich mir nicht. Schaut man sich einen Unglücksplatz an und zählt die Kollateralschäden? Vllt dann eher "zu zählen war".
Ansonsten sind mir sprachlich nur Kleinigkeiten aufgefallen, die ich hier deswegen nicht anmerke. Aber diesen Satz solltest du dir nochmal genau anschauen.
Zitat:und haben keinen Funkkontakt, unter anderem deshalb, weil unsere Funkstation defekt ist.
Mrgreen
Zitat:Völkerrechtler nannten den Ausdruck lächeln.
Mrgreen Mrgreen
Zitat:Wenn es stimmte, was Yelena gesagt hatte, schuldete er dem Aztec vermutlich sogar seinen Dank.
Ja, oder sein Leben. Mensch, Janis, scheinst ja nicht sehr dran zu hängen ... Icon_wink

So, mal sehen, mit welchem Cliff Hanger der Auszug dieses Mal endet *lacht*

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

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Beitrag #3 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 3a)
Heyhey Libbi!

Ich freu mich so [Bild: smiley_emoticons_hurra_fruehling2_blau.gif] – über deinen Kommentar und ganz allgemein über die Tatsache, dass es jemanden gibt, der Kumen-Esh gerne liest. Ich weiß, das klingt irgendwie doof, aber bei dieser Geschichte bedeutete es mir total viel, positives Feedback zu bekommen. Natürlich würd ich auch negatives nehmen, aber dann ohne Freudensprünge *lach*

Ich weiß ja jedes Mal, wenn ich in die SciFi was einstelle, dass hier kein reger Verkehr herrscht, daher bin ich auf Wartezeiten vorbereitet. Muss wohl an der Rubrik liegen *schulterzuck*

Zitat: Die beiden Charaktere zeigen sich sehr gegensätzlich: Janis, der - nachdem er sein Bewusstsein wiedergewonnen hat - sofort beginnt, die ordnungsgemäßen Statuten durchzublättern, als würde sein Kopf für den Augenblick nur das ausspucken. Keine Dankesworte, keine Reflexion, nur die Playtaste der Bürokratie. Yelena dagegen scheint sich wirklich Sorgen zu machen: um den Zollbeamten (am Ende auch noch ihn auf dem Gewissen), ihre Zukunft und die des Piloten
Deine Zusammenfassungen treffen so oft genau den Punkt, den ich erreichen wollte, dass es mir allmählich unheimlich wird *lach* So waren die Charaktere gedacht, so sollten sie rüberkommen. Dem hab ich nichts mehr hinzuzufügen Icon_wink

Zitat: und dann war da ja auch noch eine kleine Unstimmigkeit mit der Fracht. 
Da hab ich lange überlegen müssen, wo die Vermutung herkommt … meinst du, es gibt Unstimmigkeiten mit der Fracht, weil die Risen vom Zoll überprüft wurde?

Zitat: und sie zeigt sich hier auch als spannender und facettenreicher.
eigentlich sind spannende Charaktere ja auch gut, aber ich selbst ärger mich bissl, weil ich mit Yelena am liebsten schreibe und die anderen beiden deshalb bissl knapp kommen Icon_ugly

Zitat: Das Einzige, was für mich etwas klarer sein könnte, ist sein Unfall. Was genau ist passiert?
Der Unfall selbst war gar nicht so schlimm, den Janis hats von den Beinen gehauen, sein Kopf hat Bekanntschaft mit einer Wand gemacht und er ist bewusstlos geworden. Allerdings verursacht der Wechsel vom normalen Raum in den Astralraum (also die »Warpgeschwindigkeit« meiner Welt) ziemlich üble Schmerzen, je nach Person, und da erwähnt Yelena auch in einem anderen Kapitel, dass Janis üble Kopfschmerzen haben wird, wenn er wieder aufwacht. Deine Vermutung geht also absolut in die richtige Richtung Icon_smile

Zitat: Mir gefällt die Geschichte, ich finde diese Vermischung von SciFi- und Fantasy-Elementen sehr spannend. Da merkt man, dass du dir viele Gedanken gemacht hast
Ich wiederhole mich: [Bild: smiley_emoticons_hurra_fruehling2_blau.gif] :Mrgreen

Zitat: Vllt stellst du sie lieber hinter die Geschichte, denn sonst achtet man ja genau drauf - und vllt fallen genau die Sachen auf, nur weil man drauf achtet.
Bei »fertigen« Geschichten mach ich es auch normalerweise so, aber Kumen-Esh ist noch so tief in der Bearbeitungsphase, dass ich wirklich auf Problemstellen aufmerksam machen möchte, weil es für mich selbst Problemstellen sind, auch wenn der Leser sie womöglich ohne Hinweis gar nicht als solche wahrnimmt Icon_ugly Wäre die Geschichte »soweit fertig«, würd ich Fragen auch hinten anstellen

Zitat: "Yelena Ivanova". Ich habe mich schon gewundert, warum er sie jetzt "Yelena" nennt. Wenn er sich an sie erinnert und auch an das Gefühl, das er mit ihr verbindet (wie ich ihn einschätze: Abscheu), dann hat er eigentlich keinen Grund, sie mit dem Vornamen anzusprechen. 
Inzwischen tendiere ich auch wieder dazu, sie »Ivanova« zu nennen. Im Schreibfluss fühlte sich das »Yelena« irgendwie richtig an, aber mittlerweile glaube ich, dass es daher kommt, dass sie jetzt in ihrer eigenen Perspektive und in der von Hitoro schon Yelena ist und es einfach Gewohnheit ist *lach*

Zitat: Warum tut sie das? Um Zeit zu gewinnen? Oder schaut sie wirklich etwas nach?
Um Zeit zu gewinnen, bzw. um Janis nicht anschauen zu müssen. Das ist ihre nervöse Art zu zögern

Zitat: Die Beschreibung von ihr ist dir danach sehr gelungen, denn genau so hatte ich sie vor Augen.
Yay! Danke Icon_smile

Zitat: Hier verlierst du mich. Vllt weil der Satz so lang ist. V.a. "und ein Zollschiff vermutlich als Kollateralschaden zählte" erschließt sich mir nicht. Schaut man sich einen Unglücksplatz an und zählt die Kollateralschäden? Vllt dann eher "zu zählen war". 
Ansonsten sind mir sprachlich nur Kleinigkeiten aufgefallen, die ich hier deswegen nicht anmerke. Aber diesen Satz solltest du dir nochmal genau anschauen.

Hehe – den Satz hab ich gefühlte hundert Mal überarbeitet und umgeschrieben. Das »zählte« ist vermutlich hier in der Gegend umgangssprachlich, im Sinne von »es wird als Kollateralschaden gewertet / gilt als Kollateralschaden«; vielleicht teil ich den Satz besser in zwei auf oder schiebe Janis Gedanken dazu nach … ich lass mir was einfallen

Zitat: Ja, oder sein Leben. Mensch, Janis, scheinst ja nicht sehr dran zu hängen ... 
*lach* Im nächsten Kapitel schon ist Janis davon überzeugt, dass der Elf nur sein eigenes Leben hat retten wollen und deshalb überhaupt keinen Dank für gar nix verdient Mrgreen

Und gleich weiter zum Zweiten
Liebe Grüße
Lanna

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Beitrag #4 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 3a)
Hi Lanna,

Endlich endlich komme ich mal dazu, dir etwas zu den verbleibenden Kumen Esh Auszügen zu schreiben.
Ich hoffe, ich schaffe heute 3a und 3b und noch den Auszug, den du mir per PN geschrieben hast.

Ich musste zuerst nochmal die ersten zwei Auszüge lesen, um überhaupt wieder in die Geschichte reinzukommen, aber jetzt bin ich wieder in deiner Kumen-Esh Welt gefangen :-)

Also, genug geschwafelt, beginnen wir mit Auszug 3a

Zitat:Er wollte sich aufzurichten

aufrichten Icon_wink

Zitat:»Ja«, wiederholte er, obwohl das einzige Ergebnis seiner Bemühung Kopfschmerzen waren.

was für ein Ergebnis hätte er sich denn erwünscht?

Zitat:»Richtig. Wir sind von Aztec angegriffen worden. Die Fafnir wurde zerstört, aber dank unseres Piloten – Nathanael Bishop – konnte die Risen entkommen

Hier finde ich den unterstrichenen Teil sehr unnatürlich. Wieso nennt Yelena den Namen, zudem noch den vollständigen und nicht einfach Nate, wie er zuvor genannt wurde? Van Deelen weiss ja, wer der Pilot ist.
Lies den Satz mal laut vor. Klingt für mich sehr komisch.
Ich fände es viel natürlicher, wenn sie z.B. anstelle des unterstrichenen Teils einfach sagen würde: , aber Nate hat uns gerettet.
Oder sonst einach ohne das -Nathanael Bishop -, da Van Deelen ja wie gesagt weiss, wer der Pilot ist.

Zitat:Die Kosakin verschwand kurz aus dem kleinen Bereich seines Sichtfelds, der nicht zu einheitlichem Grau verschwamm, ...

wieso erwähnst du hier, was mit dem Bereich des Sichtfelds nicht geschieht?
Wieso hätte es denn zu einheitlichem Grau verschwimmen sollen?
Meinst du wegen der Verletzung?

Zitat:»Ich weiß, dass wir keinen guten Start hatten, Mr. van Deelen. Sie schlagen sich bestimmt täglich mit Dutzenden von Schmugglern und Kriminellen herum und ich kann gut verstehen, dass Sie Nate, also Mr. Bishop, hassen, aber er hat uns allen das Leben gerettet und ich wäre Ihnen wirklich dankbar, wenn Sie das in Ihren weiteren Überlegungen berücksichtigen würden.«

Wieso ist es für Yelena verständlich, dass Van Deelen Nate hasst?
Ist inzwischen bekannt geworden, dass Nate ein Schmuggler / Krimineller ist? Weil wenn nicht, fänd ich das eine etwas komische Wendung, da Yelena Nate ja zuvor noch verteidigt / beschützt hat, in dem sie ständig klarmachen wollte, dass er ein gut reintegrierter Aztec sei und er eine weisse Weste habe usw.

Zitat:Auch wenn es nur zwei Aztec-Hunter gewesen waren und ein Zollschiff vermutlich als Kollateralschaden zählte

Wieso soll das Zollschiff Kollateralschaden sein? Es wurde ja gezielt angegriffen von den Aztec, oder?
Kollateralschaden hingenen ist Schaden, der unbeabsichtigt entsteht.
Oder genauer laut Wikipedia:
Zitat: Kollateralschaden bezeichnet in der räumlichen Umgebung eines Ziels entstehende - an sich unbeabsichtigte - Schäden aller Art durch ungenauen oder überdimensionierten Waffeneinsatz

Folglich kann die Fafnir schlecht als Kollateralschaden durchgehen, wenn sie das Ziel selbst war.

Zitat:Sie würden Deep Space Ranger aussenden, die zwar erfolglos, aber mit dem guten Gefühl, etwas für ihr Heimatland getan zu haben, zurückkehren würden. Es würde einen ganzen Haufen Papierkram zu erledigen geben.

Der zweite Satz klingt etwas komisch, da der vorangehende schon mit "würde" aufhört.

Zitat:Er wollte sich den Schwindel nicht anmerken lassen, spürte aber selbst, dass er schwankte.

Schwindel ist ein bisschen ungünstig gewählt, da man zuerst meinen könnte, er habe Yelena angeschwindelt, und wolle sich das jetzt nicht anmerken lassen.

Zitat:»Nate … also Mr. Bishop, unser Pilot – dem wir unser Leben verdanken – hat sich auf der Flucht vollkommen verausgabt

wieso erwähnt Yelena hier schon wieder, dass Nate ihnen das Leben gerettet hat? Wirkt ein bisschen gezwungen.

Zitat:Wir … wir wissen nicht, wo wir sind.« Sie schluckte sichtlich. »Das bedeutet, wir haben auch keine Ahnung, in welcher Richtung das System überhaupt liegt.«

Sie haben keine Ahnung, in welcher Richtung das System überhaupt liegt? Von GPS haben die noch nie was gehört? Icon_lol
Fällt mir jetzt ein bisschen schwer zu glauben, dass eine augenscheinlich intakte Raumfähre nicht einmal sagen kann, von welcher Richtung sie gekommen sind (sie sind ja vom "System" gekommen)
Wieso sind die überhaupt so weit weggeflogen, dass sie jetzt verloren irgendwo im All umherfliegen müssen?

Fragen über Fragen hehe.

Zitat:(...) sah einige Moment lang nur graues Wabern und helle Schlieren

einen Moment Icon_wink

Zudem ist mir noch aufgefallen, dass du häufig den Ausdruck: "seine Gegenüber" verwendest.
Für mich war es ein bisschen zu oft.

So, das wären mal die Sachen , die mir beim Lesen aufgefallen sind.

Sehr schön fand ich, wie du van Deelen beschreibst. Ich fand ihn zuvor schon einen interessanten Charakter. Zwar nicht sehr sympathisch, aber dennoch sehr spannend zu lesen, wenn er mit von der Partie ist.
Man merkt beim Lesen, dass du die Charaktere kennst.
Z.B. Janis, bei dem trotz Verletzung alles gleich nach Protokoll weiterlaufen muss und der es nicht aushalten kann, untätig herumzusitzen.
Wirklich sehr schön beschrieben!

Yelena hingegen lernt man von einer anderen Seite kennen.
Sie konnte ich zuvor noch überhaupt nicht einordnen, kann ich zwar jetzt immer noch nicht richtig, aber schön zu sehen, dass sie auch eine liebe, mitfühlende Seite hat, und nicht nur ein an den Fingernägel kauendes nervöses Etwas ist Icon_wink

Etwas verwirrt haben mich zum Schluss zwei Szenen.
Erstens, als der Ork reinkommt und Yelena Bericht erstattet.
Zuvor war es ja eher so, dass Janis und seine Söldner das Sagen hatten und Yelena und den Piloten fast wie Gefangene behandelten.
Jetzt ist es plötzlich der Ork, der Yelena Bericht erstattet, als ob sie seine Vorgesetze wäre. Fand ich etwas komisch, aber ich weiss ja auch nicht, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Zudem noch die Szene, als Janis am Schluss realisiert, dass er Bishop seinen Dank schuldet. Für mich kommt diese Einsicht für Janis etwas zu schnell.
So wie ich Janis bis jetzt kennengelernt habe, ist er ein eher sturer Zeitgenosse, der so etwas nicht einfach frei von der Leber zugeben würde, ohne dass er sich dessen wirklich zu 100 % sicher ist.

Zu deiner optionalen Frage:

Ist mir absolut nicht aufgefallen. Wann spricht er sie denn als Yelena an?
Also im vorherigen Auszug spricht er sie ja mit Frau Ivanova an, was ja nur logisch ist, da er sie nicht kennt usw.
Und jetzt in diesem Auszug wird sie als Yelena bezeichnet, wenn von ihr die Rede ist. Aber das ist ja nur der personale Erzähler und nicht Janis selbst, der sie als Yelena ansprechen würde.
Ich verstehe deine Frage nicht ganz, aber für mich hat es sich so alles richtig gelesen, falls dir das eine Hilfe ist ^^

Alles in allem wird die Geschichte sehr schön weitergeführt und sie mag durch die spannenden Charaktere wirklich zu überzeugen.
Macht Spass zu lesen!

lg. Elia





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Beitrag #5 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 3a)
Hey Lanna,

hast wohl gedacht, wenn du dich in Schweigen hüllst, wirst du mich los, wa? Icon_aufsmaul Weit gefehlt! Mrgreen

Zitat:„Engel“ sind wissenschaftlich noch nicht erklärbare Lichterscheinungen im Weltall, von denen es zwei zu sehen gab, bevor die Raumschiffe angegriffen wurden.
Klingt nach einer interessanten Idee - "Engel" im Weltraum kommt einem als Manga/Anime-Interessierter allerdings ein wenig bekannt vor. Icon_wink

Zitat:Den Begriff „System“ verwende ich im Moment noch als Synonym für das Gebiet der kolonialisierten, zivilisierten und erschlossenen Bereiche des bekannten Alls, es ist nicht unser Sonnensystem gemeint.
Ah, ok. Ich glaube ich hab bisher ein ganz anderes Bild von deiner Kumen-Esh-Welt gehabt. Ungewohnt gemütlich und daher mal anders. Allerdings ist der Fantasy-SciFi-Hybrid ja eh ungewohnt und etwas anders (was mir gut gefällt).

Zitat:Die braunroten Locken, die käsige Haut und die aufgebissenen Lippen.
Der gute Janis versteht es, mit Komplimenten umsich zu werfen. *lacht*

Zitat:An den Namen zu dem Gesicht, das ihm trotz der Freundlichkeit unsympathisch war.
Auch das klingt nach Janis, wie er leibt und lebt.

Zitat:»Im Erste-Hilfe-Zimmer der Risen. Sie haben sich den Kopf angeschlagen.«
*lacht* kann man die Frage wirklich so falsch verstehen? Vielleicht zentriert sich die Welt von Raumfahrern ja auch irgendwann so sehr auf das eigene Schiff, dass man in anderen Kategorien denkt? Und wenn man so viel Zeit auf so einem kleinen Schiff verbringt, sieht man dann zwangsläufig kränklich (Yelena) oder wie ein Drogenopfer (Nathan) aus?
(Oder gibt es dafür vielleicht einen anderen Grund?)

Zitat:Und als sie auf ihrem Daumennagel zu kauen begann, kam Janis der Anblick so vertraut vor, als wären sie alte Bekannte.
Diese Stelle finde ich stillistisch sehr gut gemacht!

Zitat:und ich kann gut verstehen, dass Sie Nate, also Mr. Bishop, hassen, aber er hat uns allen das Leben gerettet und ich wäre Ihnen wirklich dankbar, wenn Sie das in Ihren weiteren Überlegungen berücksichtigen würden
Yelena ist irgendwie ein nervöses Wrack - verständlich nach einem Angriff der Aztec, dem man gerade erst nur knapp entkommen ist - aber sie war von Anfang an schon so nervös. Irgendwas verbirgt sie doch. Oder geht es wirklich nur um Bishop? Sollte sie keinen weiteren Grund für ihre Nervosität haben, würde es etwas seltsam wirken, dass so jemand Schichtleiter auf einem Raumschiff sein darf. Aber wir werden sehen!

Zitat:Sie würden Deep Space Ranger aussenden, die zwar erfolglos, aber mit dem guten Gefühl, etwas für ihr Heimatland getan zu haben, zurückkehren würden. Es würde einen ganzen Haufen Papierkram zu erledigen geben.
Typisch menschliche Verhaltensweise: sich in den gewohnten bürokratischen Gedankenbahnen bewegen und das mit dem realisieren, dass gerade überhaupt nichts gewohnt ist, auf später verschieben. (Außerdem schimmert Janis Zynismus gut durch)

Zitat:Wir kreisen im Orbit eines unbekannten Roten Zwergs und haben keinen Funkkontakt, unter anderem deshalb, weil unsere Funkstation defekt ist.
1) ein roter Zwerg ist immernoch recht groß und recht heiß oder? Orbit ist vermutlich trotzdem das richtige Wort - für mich als ziemlichen Laien der Astrophysik klingt es aber einfach verdammt nah. Icon_wink
2) 'Ach übrigens, wir wissen nicht nur gerade nicht, wo wir sind - nebenbei ist auch noch unsere Funkstation kaputt gegangen. Vermutlich sind auch die Sauerstofftanks beschädigt. Keine Ahnung ob wir die Aztec wirklich abgeschüttelt haben. Könnte immerhin sein. Na ja, alles halb so wild, wir haben eh nicht mehr genug Treibstoff um es nachhause zu schaffen, bevor wir alle verdusten.' (Langsam kann ich Yelenas Nervosität nachvollziehen Mrgreen )

Zitat:»Aber wir haben ein Signal und vermuten eine mobile Raumstation im Orbit.«
Wobei natürlich nicht sicher ist, ob die von den MEN (hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich diese Abkürzung ob ihres Wortspiels klasse finde?), von den Aztec, oder vielleicht von ganz anderen hier zurückgelassen wurde. *lacht* Ich bin gespannt.

Zitat:Er hatte den Gedanken noch nicht zu Ende gebracht, als er ihn wieder zurücknahm. Wenn es stimmte, was Yelena gesagt hatte, schuldete er dem Aztec vermutlich sogar seinen Dank.
Na, das ist jetzt der erste Gedanke, der vielleicht ein wenig anders ist, als das, was wir von Janis gewohnt sind. (wer weiß schon was der Schlag gegen den Kopf/Blutverlust/die angebliche Arznei so auslösen können Icon_wink)


Fazit zu 3a:
Janis ist angeschlagen, das kommt gut rüber, obwohl ich an einigen Stellen die Metaphorik vielleicht etwas dick aufgetragen fand - aber das fasse ich mal gnädig unter "noch nicht überarbeitet". Icon_wink
Yelena ist mega nervös und versucht alles, um Janis bezüglich Bishop umzustimmen - was mich ein bisschen wundert, schließlich ist jetzt Janis auf ihrem Schiff gestrandet und nicht umgekehrt. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Janis gerade wirklich viel zusagen hat. Eher noch Commander Takahashi - vielleicht hat er auch die Kontrolle über die Risen übernommen (jedenfalls scheinen die Orkze Aufgaben auf dem Schiff übernommen zuhaben)? Vielleicht räume ich Yelena aber auch einfach eine zu hohe Position im Organisationsgefüge der Risen ein und der wahre Kapitän wurde gerade erst aufgetaut ("Auftauphase gleich abgeschlossen")?
Bin sowieso gespannt, was es mit der Auftauphase auf sich hat. Mrgreen
Man fragt sich natürlich, was Bishop eigentlich gemacht hat, dass die Risen so weit ins Nirgendwo geschossen wurde. Einfach blind Gas gegeben?
Immer gut wenn der Text Fragen aufwirft, die der Leser gerne beantwortet haben möchte (Anreiz, weiter zu lesen).

Ansonsten liest er sich so weit gut. Bald gibts was zu 3b.

Liebe Grüße vom Wanderer

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #6 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 3a)
Huhu!
Dann wollen wir mal!

Zitat: Das Licht strahlte nicht gleichmäßig, sondern warf Schatten, formte Konturen. Ein Gesicht. Sie bildeten ein Gesicht vor der Dunkelheit, das ihn anlächelte.

-- Den Anfang finde ich sehr gelungen, nur das Lächeln hier von Yelena finde ich nur anhand des Auszuges davor nicht passend.

Zitat:»Können Sie mich hören?«
So eine dumme Frage.
-- *g*

Zitat:»Nate … also Mr. Bishop, unser Pilot – dem wir unser Leben verdanken – hat sich auf der Flucht vollkommen verausgabt und ist im Moment nicht bei Bewusstsein. Wir … wir wissen nicht, wo wir sind.« Sie schluckte sichtlich. »Das bedeutet, wir haben auch keine Ahnung, in welcher Richtung das System überhaupt liegt.«
-- gibt es keinen Copilot?

So, hier habe ich nur sehr wenige textliche Anmerkungen, alles liest sich flüssig und auch die Charaktere sind weiterhin nachvollziehbar. Also gut gelungen, und ja auch kohärent.
Verwirrend finde ich deine zweite Frage, denn mir nirgendwo ein Wechsel von Ivanova zu Yelena und zurück auf. Icon_confused Also bin ich entweder blind, oder es ist dir wirklich gut gelungen und daher nicht verwirrend. Icon_wink
Ich finde es etwas schade, dass ich immer nur Bruchstücke der Geschichte bekomme, denn diesen Angriff hätte ich wirklich gerne miterlebt.

LG
Addi

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #7 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 3a)
Hallo ihr drei,

und auch hier erst einmal – vor allem an Elia – eine Entschuldigung, dass ich mir so ewig lange Zeit gelassen habe mit den Antworten. Dabei hätten gerade solch hilfreiche Kommentare wie eure eine rasche Rückmeldung verdient.
Wie immer gilt: Alles, auf das ich nicht gesondert eingehe, wird auf jeden Fall geändert.


@Elia

Zitat: was für ein Ergebnis hätte er sich denn erwünscht?
Dass ihm der Name zu dem Gesicht einfällt Icon_wink

Zitat: Hier finde ich den unterstrichenen Teil sehr unnatürlich. Wieso nennt Yelena den Namen, zudem noch den vollständigen und nicht einfach Nate, wie er zuvor genannt wurde? Van Deelen weiss ja, wer der Pilot ist.
Lies den Satz mal laut vor. Klingt für mich sehr komisch.

Dümmste Ausrede von allen: Das ist so gewollt Mrgreen Nein, ernsthaft, ich hoffe, mit den vorigen Kapitel wird das klarer, weil Yelena tierisch Angst hat, dass van Deelens Abschlussbericht die Tatsache einfach unter den Teppich kehrt, dass Nate ihr Retter war. Und hier will sie einfach sicher gehen, dass van Deelen diese Tatsache nicht durch seinen Unfall »vergessen« hat. Daher die Betonung auf Name und Funktion von Nate.

Zitat: wieso erwähnst du hier, was mit dem Bereich des Sichtfelds nicht geschieht? 
Wieso hätte es denn zu einheitlichem Grau verschwimmen sollen? 
Meinst du wegen der Verletzung?

Ja, ich wollte da so einen Tunnelblick-Effekt aufgrund der Kopfverletzung.

Zitat: Wieso ist es für Yelena verständlich, dass Van Deelen Nate hasst?
Ist inzwischen bekannt geworden, dass Nate ein Schmuggler / Krimineller ist? Weil wenn nicht, fänd ich das eine etwas komische Wendung, da Yelena Nate ja zuvor noch verteidigt / beschützt hat, in dem sie ständig klarmachen wollte, dass er ein gut reintegrierter Aztec sei und er eine weisse Weste habe usw.

schwierig … auch hier hoffe ich, dass es im Gesamtkontext besser passt – über Nate ist hier nicht sehr viel mehr bekannt als vorher im Abschnitt, da er die meiste Zeit bewusstlos ist *lach* Aber Aztec werden a) im Allgemeinen von der Gesellschaft und von Merowinger insbesondere gehasst und b) weiß Yelena, dass Nate charakterlich unausstehlich sein kann – SIE mag ihn trotzdem, ist sich aber bewusst, dass seine Art bei anderen meistens schlecht ankommt.

Zitat: Sie haben keine Ahnung, in welcher Richtung das System überhaupt liegt? Von GPS haben die noch nie was gehört? 
Fällt mir jetzt ein bisschen schwer zu glauben, dass eine augenscheinlich intakte Raumfähre nicht einmal sagen kann, von welcher Richtung sie gekommen sind (sie sind ja vom "System" gekommen)
Wieso sind die überhaupt so weit weggeflogen, dass sie jetzt verloren irgendwo im All umherfliegen müssen?

Darüber hab ich mir tatsächlich, wenn auch nur laienhaft, meine Gedanken gemacht. Ein GPS für das gesamte bekannte Weltall schien mir zu unrealistisch, da es ja sogar auf der Erde etliche Orte gibt, an denen GPS noch nicht verfügbar ist. Daher habe ich das IOS, das Interstellare Orientierungs-System, eingeführt. Das berechnet anhand unterschiedlicher Stream-Signale die genaue Position eines Raumschiffes. Genau da liegt aber auch die Schwäche: Wo keine Streams, da keine Positionierung.
Warum sie da sind, wo sie sind, wird noch angesprochen und hat was mit Aztec zu tun. Die können sich nämlich im All auch ohne irgendwelche Anhaltspunkte orientieren, so dass Nate genau weiß, wo sie sich befinden. Dummerweise ist er bewusstlos. Die Bordcomputer können ihre Route nur soweit zurückverfolgen, wie es anhand der Streamdaten möglich ist. Sobald die nicht mehr übermittelt werden (aufgrund zu großer Entfernung) gibt es auch keine Rückverfolgung mehr.
Warum sie jetzt genau da sind, wo sie sind, wird ein gutes Stück später auch noch Thematik werden Icon_wink


Dein Lob zu den Charakteren nehme ich mal widerspruchslos an Icon_smile Freut mich, dass Janis es nicht komplett beim Leser verscherzt.

Zitat: Etwas verwirrt haben mich zum Schluss zwei Szenen.
Erstens, als der Ork reinkommt und Yelena Bericht erstattet. 
Zuvor war es ja eher so, dass Janis und seine Söldner das Sagen hatten und Yelena und den Piloten fast wie Gefangene behandelten.
Jetzt ist es plötzlich der Ork, der Yelena Bericht erstattet, als ob sie seine Vorgesetze wäre. Fand ich etwas komisch, aber ich weiss ja auch nicht, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Das Problem dürfte sich im Zusammenhang nicht ergeben. Daisuke wird von seinem Commander dazu verdonnert, Yelena zu begleiten. (Daisuke ist einer von den kleinen Orks, nicht der Commander selbst).

Zitat: Zudem noch die Szene, als Janis am Schluss realisiert, dass er Bishop seinen Dank schuldet. Für mich kommt diese Einsicht für Janis etwas zu schnell.
So wie ich Janis bis jetzt kennengelernt habe, ist er ein eher sturer Zeitgenosse, der so etwas nicht einfach frei von der Leber zugeben würde, ohne dass er sich dessen wirklich zu 100 % sicher ist.

Ja, zugegeben, da knickt Janis schnell ein. Aber er sagt ja: »Wenn es stimmt« - und in einem der folgenden Kapitel sieht er seinen Fehler auch direkt ein und behauptet, Nate hätte gar nicht sie retten wollen, sondern nur sich selbst. Hier ist es einfach ein kleiner Anflug von Schwäche aufgrund der Kopfverletzung :D

Zitat: Ist mir absolut nicht aufgefallen. Wann spricht er sie denn als Yelena an?
Also im vorherigen Auszug spricht er sie ja mit Frau Ivanova an, was ja nur logisch ist, da er sie nicht kennt usw.
Und jetzt in diesem Auszug wird sie als Yelena bezeichnet, wenn von ihr die Rede ist. Aber das ist ja nur der personale Erzähler und nicht Janis selbst, der sie als Yelena ansprechen würde.
Ich verstehe deine Frage nicht ganz, aber für mich hat es sich so alles richtig gelesen, falls dir das eine Hilfe ist ^^

hehe, ich lass das nächste Mal die Fragen weg, damit verwirre ich nur *lach*
Bei mir gilt meistens: personaler Erzähler = Protagonist.
Also genau dieses »Yelena« im Erzählfluss meinte ich damit, werde es aber wohl wieder auf »Ivanova« umändern. Zumindest, bis die beiden sich besser verstehen. Was sie hoffentlich irgendwann tun werden *augenroll*




@Wanderer

Zitat: Klingt nach einer interessanten Idee - "Engel" im Weltraum kommt einem als Manga/Anime-Interessierter allerdings ein wenig bekannt vor. 
*hust*habichauchgeklaut*hust* Mrgreen
Ich glaube, durch Titan A.E. bin ich auf die Idee gekommen, ein bisschen inspiriert auch von Final Fantasy: Die Mächte in dir. Spielen aber keine zentrale Rolle, daher denke ich, ist das vernachlässigbar

Zitat: Ah, ok. Ich glaube ich hab bisher ein ganz anderes Bild von deiner Kumen-Esh-Welt gehabt. Ungewohnt gemütlich und daher mal anders. Allerdings ist der Fantasy-SciFi-Hybrid ja eh ungewohnt und etwas anders (was mir gut gefällt).
hehe, meine Welt ist schon sehr speziell, glaub ich. Einerseits eben arg futuristisch und überdimensional, andererseits gibt’s noch Ladebalken und kein GPS *lach*
Mein großes Vorbild ist ja die Alien-Reihe, vor allem von der »altmodischen« Atmosphäre her – die riesen Computer, die schwerfälligen Tastaturen, die grünen Zahlen auf Röhrenmonitoren … so in etwa stelle ich mir meine Raumschiffe auch vor.

Zitat: *lacht* kann man die Frage wirklich so falsch verstehen? Vielleicht zentriert sich die Welt von Raumfahrern ja auch irgendwann so sehr auf das eigene Schiff, dass man in anderen Kategorien denkt? Und wenn man so viel Zeit auf so einem kleinen Schiff verbringt, sieht man dann zwangsläufig kränklich (Yelena) oder wie ein Drogenopfer (Nathan) aus?
(Oder gibt es dafür vielleicht einen anderen Grund?) 

Ein bisschen versucht Yelena auch nur, der Frage – bzw. der Antwort – auszuweichen *lach* »Du, wir können uns eh nicht leiden, aber vielleicht wird’s besser, wenn ich dir sage, dass wir jetzt zusammen im Weltraum verschollen sind«
Nates Aussehen hat tatsächlich einen guten Grund, Yelena ist einfach nur keine Schönheit. Weil ich mal unschöne Protagonisten haben wollte.

Zitat: Yelena ist irgendwie ein nervöses Wrack - verständlich nach einem Angriff der Aztec, dem man gerade erst nur knapp entkommen ist - aber sie war von Anfang an schon so nervös. Irgendwas verbirgt sie doch. Oder geht es wirklich nur um Bishop? Sollte sie keinen weiteren Grund für ihre Nervosität haben, würde es etwas seltsam wirken, dass so jemand Schichtleiter auf einem Raumschiff sein darf. Aber wir werden sehen!
Na, sie hat schon einen Grund – am Anfang einen recht kleinen (aber sie ist halt ein Mensch, der nicht mit seinen Gefühlen hinterm Berg halten kann), inzwischen einen ziemlich großen, weil eben verschollen im Weltall und Aussicht auf einen arschwütenden Chef.

Zitat: 1) ein roter Zwerg ist immernoch recht groß und recht heiß oder? Orbit ist vermutlich trotzdem das richtige Wort - für mich als ziemlichen Laien der Astrophysik klingt es aber einfach verdammt nah. 
Mal von Laie zu Laie: Keine Ahnung *lach*
Wikipedia sagt da: »in der Raumfahrt die Bahn eines Objektes um einen Himmelskörper, die Umlaufbahn«
So hatte ich es mir auch gedacht, einfach eine Kreisbahn um den Stern, um erstmal auf Autopilot stellen zu können.

Zitat: 2) 'Ach übrigens, wir wissen nicht nur gerade nicht, wo wir sind - nebenbei ist auch noch unsere Funkstation kaputt gegangen. Vermutlich sind auch die Sauerstofftanks beschädigt. Keine Ahnung ob wir die Aztec wirklich abgeschüttelt haben. Könnte immerhin sein. Na ja, alles halb so wild, wir haben eh nicht mehr genug Treibstoff um es nachhause zu schaffen, bevor wir alle verdusten.' (Langsam kann ich Yelenas Nervosität nachvollziehen  )
Mrgreen Sagichdoch! Icon_wink

Zitat: Wobei natürlich nicht sicher ist, ob die von den MEN (hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich diese Abkürzung ob ihres Wortspiels klasse finde?), von den Aztec, oder vielleicht von ganz anderen hier zurückgelassen wurde. *lacht* Ich bin gespannt.
Danke Icon_smile Die ist nur entstanden, weil ich verzweifelt eine Bedeutung für »Kumen Esh« … ja, den Titel … gesucht habe *lach* und das »MEN« für Merowinger Exorbital Nation(en) fand ich einfach so toll Icon_smile
Wer genau das Signal sendet, wird noch eine Weile ein Geheimnis bleiben

Zitat: Na, das ist jetzt der erste Gedanke, der vielleicht ein wenig anders ist, als das, was wir von Janis gewohnt sind. (wer weiß schon was der Schlag gegen den Kopf/Blutverlust/die angebliche Arznei so auslösen können )
Elia ist es auch aufgefallen, dass das nicht nach Janis klingt. Man, habt ihr echt so einen schlechten Eindruck von ihm? Er ist doch total nett! … *g*
Er nimmt es aber schnell wieder zurück, das mit dem Dankschulden und so Icon_wink

Zitat: obwohl ich an einigen Stellen die Metaphorik vielleicht etwas dick aufgetragen fand - aber das fasse ich mal gnädig unter "noch nicht überarbeitet".
ja, ist besser so für uns beide *lach*

Zitat: Yelena ist mega nervös und versucht alles, um Janis bezüglich Bishop umzustimmen - was mich ein bisschen wundert, schließlich ist jetzt Janis auf ihrem Schiff gestrandet und nicht umgekehrt. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Janis gerade wirklich viel zusagen hat. Eher noch Commander Takahashi - vielleicht hat er auch die Kontrolle über die Risen übernommen (jedenfalls scheinen die Orkze Aufgaben auf dem Schiff übernommen zuhaben)?
*lach* du bist so super, eh! nicht ironisch gemeint. GENAU diesen Sachverhalt erklärt der Commander Yelena ein paar Seiten später. Dass Janis gar nix zu melden hat und sie die Verantwortliche ist und deshalb das Sagen hat. Der Commander hat zur Zeit die Brücke, macht sich also da auch ein wenig nützlich.

Zitat: Vielleicht räume ich Yelena aber auch einfach eine zu hohe Position im Organisationsgefüge der Risen ein und der wahre Kapitän wurde gerade erst aufgetaut ("Auftauphase gleich abgeschlossen")?
hehe – das Autauen des wahren Captains werden wir wohl niemals erleben.
Yelena ist schon die Ranghöchste da, zur Zeit ja auch das einzige, einsatzbereite Crewmitglied

Zitat: Man fragt sich natürlich, was Bishop eigentlich gemacht hat, dass die Risen so weit ins Nirgendwo geschossen wurde. Einfach blind Gas gegeben?
So in etwa, ja. Genauere Grund für den aktuellen Aufenthaltsort wird es erst später geben, kommt aber auf jeden auch noch raus, warum genau dort und jetzt.




@Addi

Zitat: -- Den Anfang finde ich sehr gelungen, nur das Lächeln hier von Yelena finde ich nur anhand des Auszuges davor nicht passend. 
Die Stelle werd ich entweder ein bisschen ausbauen, oder das Lächeln wirklich rausschreiben. Es sollte jetzt auch kein warmherzigen »Gottseidanklebstdu!«-Lächeln sein, sondern mehr so ein »GutichhabkeinentotenMerowingeraufmeinemSchiff«-Lächeln Mrgreen

Zitat: -- gibt es keinen Copilot?
Yelena könnte das Schiff zwar fliegen, aber die Position kennt im Moment nur Bishop. Das hat was mit den Aztec und ihrer Art zu fliegen zu tun, wird hoffentlich im Gesamtkontext klar.

Zitat: Verwirrend finde ich deine zweite Frage, denn mir nirgendwo ein Wechsel von Ivanova zu Yelena und zurück auf.  Also bin ich entweder blind, oder es ist dir wirklich gut gelungen und daher nicht verwirrend. 
*lach* Elia hab ich mit der Frage auch verwirrt – ich lass es das nächste Mal einfach Icon_wink Gemeint war der Wechsel von dem vorigen Kapitel auf dieses, wo es aus Janis Perspektive um »Ivanova« geht und hier im Kapitel dann um »Yelena«. Werd hier aber eh alle Yelenas wieder durch Ivanovas ersetzen.

Zitat: Ich finde es etwas schade, dass ich immer nur Bruchstücke der Geschichte bekomme, denn diesen Angriff hätte ich wirklich gerne miterlebt. 
Der Angriff selbst ist leider noch totaler Mist, stilistisch gesehen, und muss erst grundüberarbeitet werden. Wenn ich aber damit anfange, komm ich mit der Geschichte nie weiter Icon_wink



Vielen dank euch dreien nochmal für die Kommentare! Ich mach mich direkt zu den nächsten auf

Liebe Grüße
Lanna

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Beitrag #8 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 3a)
Bonsoir, Lanna.

Nicht-optionale Anmerkungen:
Zitat:Richtig. Wir sind von Aztec angegriffen worden. Die Fafnir wurde zerstört, aber dank unseres Piloten – Nathanael Bishop – konnte die Risen entkommen.«

Zitat:und ich kann gut verstehen, dass Sie Nate, also Mr. Bishop, hassen, aber er hat uns allen das Leben gerettet und ich wäre Ihnen wirklich dankbar, wenn Sie das in Ihren weiteren Überlegungen berücksichtigen würden.«

Zitat:»Nate … also Mr. Bishop, unser Pilot – dem wir unser Leben verdanken – hat sich auf der Flucht vollkommen verausgabt und ist im Moment nicht bei Bewusstsein. Wir … wir wissen nicht, wo wir sind.«

Ich finde, wenn Yelena einmal Janis erklärt, wer und was Mr. Bishop ist und getan hat, reicht das mMn. Mir ist schon klar, dass die Szene so rüberkommen soll, dass Yelena den gerade geistig umnachteten Zustand von Janis dahingehend ausnutzt beinahe hypnotisch diese Art von Formel aufzusagen - aber mMn etwas zuviel des Guten.
Ausnahme: Es ist in den vorangegangenen Szenen etwas passiert, was dies in dieser Intensität rechtfertigen würde. Das weiß ich nicht.

Optionale Antworten:
Zitat:Janis wechselt hier von „Ivanova“ auf „Yelena“, später wechselt er wieder zurück zu „Ivanova“; verwirrt das beim Lesen? Wir würdet ihr diesen Wechsel interpretieren, wenn überhaupt?
->Welchen Wechsel meinst Du? Den hier?
a)
Zitat:»Yelena Ivanova«, brachte Janis hervor und wehrte ihre Hand ab. »Sie sind Schichtleiterin des Space Travellers Risen. Wir haben Sie und Ihren Piloten überprüft.«
Was soll daran nicht in Ordnung sein? Vollständiger Name bei Erinnerungsrückkehr? Ist völlig okay.

b)
Zitat:Wenn es stimmte, was Yelena gesagt hatte, schuldete er dem Aztec vermutlich sogar seinen Dank.
Dies rechne ich zum Erzähler. Aber da wir ja unterschiedlicher Auffassung darüber sind, soll das wohl eher zu Janis gehören.
Im letzteren Fall würde ich von 'Yelena' eher zu 'diese Ivanova' wechseln, um zuzüglich noch eine Wertung seitens Janis einzubauen.

Zitat:Wer Auszug 2 schon gelesen hat: Ist der Unterschied zu stark oder kommt Janis noch als kohärente Persönlichkeit rüber?
Passiert gerade nicht viel, und er ist angeschlagen. Normale Reaktionen für einen Zöllner wie ihn, würde ich vermuten. Oder anders gefragt: wie kohärent sollte er denn rüberkommen?

Zusatzanmerkung:
Du sprichst von Zimmer, aber nachher von Kammer. Das sind Unterschiede, Lanna.
Ich hab unter Auszug 2 nichts gesagt, weil es Deine Welt ist und Du schreiben/benennen kannst, wie und was Du immer willst. Aber (abgesehen davon, dass auf Raumschiffen traditionell maritime Bezeichnungen in der SF verwendet werden, bra blablabla, Kluchscheißa) solltest Du überlegen, ob es entweder eine Kammer (klein) oder ein Zimmer (schon größer) ist.

LGD.


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Beitrag #9 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 3a)
Hey wieder!

Zitat:Ich finde, wenn Yelena einmal Janis erklärt, wer und was Mr. Bishop ist und getan hat, reicht das mMn. Mir ist schon klar, dass die Szene so rüberkommen soll, dass Yelena den gerade geistig umnachteten Zustand von Janis dahingehend ausnutzt beinahe hypnotisch diese Art von Formel aufzusagen - aber mMn etwas zuviel des Guten.
Ausnahme: Es ist in den vorangegangenen Szenen etwas passiert, was dies in dieser Intensität rechtfertigen würde. Das weiß ich nicht.
Ich war ja wirklich lange davon überzeugt, dass dieses "Nate wars, also Mr Bishop, unser Pilot" Gedöns sicher drinbleiben wird. Aber inzwischen nicht mehr so. Das Problem: In einer vorangehenden Szene bricht Yelena förmlich zusammen, weil sie befürchtet, dass sie und Nate nach diesem Vorfall gefeuert werden und keine neue Arbeit mehr finden. Für Nate würde eine länger anhaltende Arbeitslosigkeit allerdings Hinrichtung bedeuten, weil das quasi seine Bewährungsauflagen sind. Ist bissl kompliziert zu erklären. Also Nate als Aztec MUSS irgendwo angestellt sein. Wenn er aus eigenem Verschulden gefeuert wird (und Yelena ist in dieser Situation fest davon überzeugt, dass ihr Chef ihnen das als eigenes Verschulden auslegen wird, dass sie da verschollen sind), bedeutet das quasi sein Ende.
Wie gesagt, deswegen tickt Yelena vorher Hitoro gegenüber regelrecht aus - aber angemerkt sind diese drei Erwähnungen in meinem Manuskript auf jeden Fall. Hat bisher jeder kritisiert *lach* Ich werde aber in der Überarbeitung versuchen, das ganze erstmal runder zu gestalten, bevor ich es ganz rauswerfe.

Zitat:->Welchen Wechsel meinst Du? Den hier? [...]
Dies rechne ich zum Erzähler. Aber da wir ja unterschiedlicher Auffassung darüber sind, soll das wohl eher zu Janis gehören.
Im letzteren Fall würde ich von 'Yelena' eher zu 'diese Ivanova' wechseln, um zuzüglich noch eine Wertung seitens Janis einzubauen.
Jup, die Wechselsache habe ich inzwischen aus dem Vorwort gestrichen und im Text durchgängig "Ivanova" eingesetzt. Beim Schreiben erschien es mir eine schicke Idee, die Distanz zwischen Janis und Yelena kurzzeitig aufgrund Janis' Verletzung aufzuheben. Bei Kumen-Esh gilt, wie meistens bei mir: Die Hauptperson ist gleichzeitig der Erzähler. Also alles, was in Janis' Kapiteln passiert, wird aus Janis' Sicht wahrgenommen, beurteilt und überdacht, alle Gefühle sind Janis und alles kursive sind direkt Janis' Gedanken. Hier in diesem Fall hätte also Janis die Bezeichnung "Ivanova" aufgegeben und auf "Yelena" gewechselt. Abgesehen von der Leserverwirrung, die ich damit bezwecken könnte, passt es aber auch gar nicht mehr dazu, wie Janis sich später darstellt. Ivanova bleibt also Ivanova in allen Janis-Kapiteln. Man kann ja nie genug Namen haben Icon_ugly

Zitat:Passiert gerade nicht viel, und er ist angeschlagen. Normale Reaktionen für einen Zöllner wie ihn, würde ich vermuten. Oder anders gefragt: wie kohärent sollte er denn rüberkommen?
Also schlecht wäre, wenn der Leser sagt: "Das ist doch gar nicht mehr die gleiche Person!" *lach*
Perfekt wäre, wenn er sagt: "Oh, der Mann ist also nicht nur Zöllner, sondern auch ein Mensch"
Ich will natürlich keine Hauptperson, die wie aus einer Charaktereigenschaft gegossen wirkt. Selbst Janis ist vielschichtig und hat Beweggründe und Gefühle. Er versteckt sie nur recht gut.

Zitat:Du sprichst von Zimmer, aber nachher von Kammer. Das sind Unterschiede, Lanna.
Jo ... die Zimmerkammer hat erst etliche Kapitel später eine tatsächliche Bezeichnung bekommen und ist offiziell inzwischen der Med-Raum. Allgemein hapert es noch an meiner eigenen konkreten Vorstellung von der Risen und der Kumen-Esh, weshalb Beschreibungen entweder fehlen oder grad so sind, wie sie mir in den Kopf kommen. Da wird einer der größten Überarbeitungspunkte liegen. Tendenziell ist das Ding eher eine Kammer, also klein. "Raum" klingt eigentlich auch zu groß. Hm ... vielleicht lass ich Janis dazu ein paar Gedanken da. "Diese Abstellkammer als Med-Raum zu bezeichnen, konnte auch nur einem Crewmitglied der Risen einfallen" oder sowas Icon_ugly Bloß kein gutes Haar an der Besatzung lassen. Icon_rolleyes


Auch hier nochmals vielen Dank, Dread. Du hast einen ganz anderen Blickwinkel als ich, hab ich manchmal das Gefühl, und dadurch zeigst du mir manchmal Ecken auf, die ich so niemals finden würde. Auch wenn wir in Sachen Erzählperspektive auf keinen gemeinsamen Nenner kommen, find ich deine Kommentare immer sehr anregend Icon_smile
Ich würd jetzt gern noch versprechen, dass es zukünftig nicht mehr vorkommt, dass ich meine Antwort so verschleppe, aber dann würd ich vermutlich lügen. Ich bemühe mich einfach um zeitnähere Reaktionen Smiley_emoticons_blush

Ganz liebe Grüße
Lanna

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Beitrag #10 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 3a)
Dann mal weiter im Text.

Zitat:Von irgendwoher drang Schmerz durch das warme Leuchten hinter seinen Lidern.
Pro

Zitat: Die Engel … sie waren wunderschön und wisperten ihm etwas zu, obwohl er es im Weltall nicht hören konnte. Sie trieben so nah vor ihm durch die Finsternis, dass er sie hätte berühren können. Aber das anschwellende Pochen in seiner Schläfe schien sie zu vertreiben, fort von ihm, hinein in die Unendlichkeit des Tiefenraums.
Eigentlich auch Pro, nur zwei kleine Anmerkungen:
I)In fett: eine kleine Wiederholung, aber da du ja eh noch überarbeitest, vergiss das gleich einfach wieder.
II)In kursiv: Ich mache solche Einschübe auch regelmäßig, deshalb denke ich mir immer, dass ich der letzte sein sollte, der etwas dazu sagt. Hier holpert es aber ein wenig ("von ihm fort zu vertreiben" klingt komisch). Fällt aber wohl unter die gleiche Anmerkung wie (I)
III) Jetzt sinds doch drei geworden: was ist der Tiefenraum?

Zitat:»Natürlich«, krächzte eine fremde Stimme, die Janis nur deshalb sich selbst zuordnen konnte
Ich weiß, ich weiß, keine Kritik an Formulierungen. Aber darf ich einen Vorschlag machen, weil der Satz ein wenig sehr holpert?
"[...] Stimme, die Janis nur mit Mühe sich selbst zuordnen konnte"
Das geht leicht in eine andere Richtung, entwirrt das ganze aber etwas.

So, ab jetzt mach ich nur noch allgemeine Sachen, versprochen Icon_wink

Zitat:eines schmalen Zimmerchens wich
An Bord eines Schiffes wäre es eher eine kleine Kabine.

Zitat:Die braunroten Locken, die käsige Haut und die aufgebissenen Lippen.
Irgendwie mag ich es, dass ihm das mit als erstes auffällt :D

Zitat:»Bleiben Sie liegen und folgen Sie meinem Finger.«
Janis lachte heiser. »Wie soll das gehen?«[7quote]
MrgreenMrgreenMrgreen

[quote]Dieses Mal war seine Gegenüber nicht aufmerksam genug.
Ist eigentlich ein überflüssiger Satz, der keine wirklich wichtigen, neuen Informationen hinzufügt.

Zitat:Übelkeit schoss seine Kehle hinauf, doch er trieb die Bitterkeit zurück.
Ich drösel doch noch ein bisschen^^
"Übelkeit" und "Bitterkeit" finde ich hier klanglich ein wenig zu nah an einer Wiederholung. Außerdem ist "Bitterkeit" zumindest in meinem Verständnis eher ein Gefühlszustand.
Vorschläge:
I) Übelkeit schoss seine Kehle hinauf, doch er trieb sie zurück.
II) Übelkeit schoss seine Kehle hinauf, doch er trieb den bitteren Geschmack zurück.
III) Ein bitterer Geschmack schoss seine Kehle hinauf, doch er trieb ihn zurück.

Zitat:Hinter seinen Schläfen hämmerte inzwischen eine ganze Armee.
Da Armeen in der Regel eher nicht hämmern:
Vorschläge:
I) Hinter seinen Schläfen hämmerte inzwischen eine ganze Armee von Schmieden. [Passt vielleicht nicht so recht zu SF]
II) Hinter seinen Schläfen stampfte inzwischen eine ganze Armee.
Wie gesagt: Schüttelspeer

Zitat:»Wo – in Relation zu den MEN betrachtet – sind wir?«
MEN ist ja wohl mal eines der besten Akronyme, die ich je gesehen habe.
Sei ehrlich, wie lange musstest du rumdoktern, bis das gepasst hat? Icon_smile

Zitat:Und als sie auf ihrem Daumennagel zu kauen begann, kam Janis der Anblick so vertraut vor, als wären sie alte Bekannte.
Manchmal sind es ja die simplen Sätze, die einen Grad von Perfektion erreichen, der absolut ehrfurchtgebietend ist. In diesem Sinne:
ProProProProProProPro

Zitat:und sah ihn weiterhin flehend an
Hmnjaaaa, der Zusatz kann eigentlich raus.

Zitat:Aber Janis’ Gedanken arbeiteten noch daran, zu begreifen,
Können Gedanken wirklich (unabhängig) arbeiten?
Warum nicht einfach "Aber Jannis arbeitete noch daran [...]"?

Zitat:Sie würden Deep Space Ranger aussenden, die zwar erfolglos, aber mit dem guten Gefühl, etwas für ihr Heimatland getan zu haben, zurückkehren würden.
Vielleicht kann ich Janis Rassismus auch so gut verzeihen, weil ich seine Zynikerseele klasse finde Mrgreen

Zitat:Es würde einen ganzen Haufen Papierkram zu erledigen geben.
(Ich geb nicht weiter vor, keine Formulierungsvorschläge zu machen, okay?)
"Es würde einen ganzen Haufen Papierkram geben."

Zitat:»Aber wir haben ein Signal und vermuten eine mobile Raumstation im Orbit.«
Was ist eine mobile Raumstation im Gegensatz zu einer stationären Station? Warum nicht einfach nur "Raumstation"?

Zitat:Einer der Orksöldner stand im Türrahmen und zeigte unsicher seine Hauer. Völkerrechtler nannten den Ausdruck lächeln.
Pro Mrgreen

Zitat:»Die Auftauphase ist gleich abgeschlossen«
Hab ich was verpasst? Gibt es Tiefkühlpferdelasagne?

Zitat:Wenn es stimmte, was Ivanova gesagt hatte, schuldete er dem Aztec vermutlich sogar seinen Dank.
Das muss ja für ihn eine enorme Geistesleistung sein :D

Joa, viel passiert ist jetzt nicht, aber die Dialoge sind größtenteils rund, die Ivanova vermittelt den Ernst der Lage sehr gut über ihr Verhalten und der Humor ist trotz allem immer noch da und verleiht dem Text die passende Würze.

Pro

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