Es ist: 24-05-2022, 21:55
Es ist: 24-05-2022, 21:55 Hallo, Gast! (Registrieren)


5 Wörter Teil 23 (abgeschlossen)
Beitrag #11 |

RE: 5 Wörter Teil 23
Huhu Rick,

danke für die Blumen (sprich: die Punkte unter "gut". Icon_smile

Zu den anderen Punkten:

-Jepp, mit den Dingern komm ich einfach nicht klar. Icon_rolleyes
-es steht nirgendwo das die Wörter über den ganzen Text verteilt sein müssen Icon_wink
-Jepp, so richtig gut gefällt mir der Dialog auch nicht, aber ich hab vor vielleicht irgendwann die Geschichte nochmal auszubauen

Dann warte ich mal geduldig auf den nächsten Monat. Icon_smile

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #12 |

RE: 5 Wörter Teil 23
Zeitmaschine,
Trüffelschwein,
Abstinenz,
Frauenparkplatz,
fantastiggerisch.

Herr Polet und die späte Stunde

Michel Polet massierte mit allen Fingerkuppen seine Stirn, neben ihm auf dem Beifahrersitz gluckste Martin, sein stark angetrunkener Neffe, kaum verständliche Worte wie: „Fantastiggerisch“ oder „wunnerschönerrisch“ vor sich hin. Polet legte die Hände aufs Lenkrad und fragte zum vierten Mal: „Warum, Martin? Musste das sein?“
Plötzlich klopfte es neben Polet an der Scheibe. Er hatte niemanden bemerkt und erschrak. Es dauerte einen Moment, bevor er sich zwischen Tür oder Fenster öffnen, oder beidem gleichzeitig, entschieden hatte, und kurbelte das Fenster eine Handbreit herunter.
Ein hagerer und ernster Uniformierter starrte ihm ins Gesicht.
„Hey, Sie stehen auf einem Frauenparkplatz!“, zischte der Mann.
Polet ging freiwillig in die Defensive.
„So? Ach was! Das wusste ich nicht, wir wollten sowieso jetzt fahren.“
Der Uniformierte lauschte dem glucksenden Martin.
„Na, Ihr Begleiter hat entweder eine kleines Rad ab, oder mächtig einen sitzen, was?!“ Er schnaufte zweimal laut durch die Nase, als wollte er den Innenraum aussaugen. Dann sagte er wisserisch: „Besoffen! – Wissen Sie was? Meiner Nase wegen nennt meine Frau mich Trüffelschwein.“ Dann lachte er in etwa so hager, wie er aussah.
„Das ist bestimmt schön für Sie,“ entgegnete Polet mit einem verkrampften Lächeln,
„und Sie können mir glauben, meine Abstinenz schließt sogar Pilze mit ein.“
„Fantastiggerischtischschön!“ Martin wurde wieder etwas wach. Polet sah abwechselnd nach rechts und links.
„So, ich glaube wir müssen dann mal!“, dabei drehte er den Zündschlüssel. Der alte BMW brauchte zwei, drei Sekunden, dann konnte auch der Uniformierte das Loch im Auspuff hören.
Jetzt schob er fast seine Lippen durch den Fensterspalt und rief gegen das Dröhnen: „BMW, Braut mit Wehen, was!?“ Es folgte ein Lachen, das nicht mehr hager war, mehr, sollte man es sich vorstellen können, das Lachen eines Trüffelschweins.
„Fantastigg-, fantsssischerrrisch!“ Martin schlug mit der rechten Hand an die Decke.
Der uniformierte Witzbold war wieder zurückgewichen.
„Jetzt wenden Sie mal Ihre Zeitmaschine und fahren Sie den Mann nach Hause.
Und glauben Sie mir: mit dieser schwangeren Braut werden Sie die Zukunft nie erreichen!“
Polet würgte den Rückwärtsgang ins Getriebe, kam dabei aus Versehen auf die Hupe, und ruckelte aufgrund der ausgelutschten Kupplung rückwärts an dem Mann vorbei, der kopfschüttelnd zusah.
„Fantastiggerisch!“, zischte Polet, um gleich danach mit dem Jackenärmel seinen Speichel von der Scheibe zu wischen.
„Warum, Michel?“, säuselte neben ihm Martin, „muss das sein?“
Der Uniformierte sah dem Wagen nach. Dann spuckte er auf den Boden.
Er hatte in einem alten Volvo noch Licht gesehen.

(Ich hoffe, ich habe auch alle!)


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Beitrag #13 |

RE: 5 Wörter Teil 23
Hey poLet,

danke für deinen Beitrag zu meinen 5 Wörter Icon_smile
Sind alle Wörter drin, keine Sorge Icon_wink Rechtschreibung sieht auch gut aus.

Dieser Uniformierte gibt mir ja schon Rätsel auf. Er klingt so gar nicht nach einem Polizisten, eher nach so einem Perversen der sich auf Autoparkplätzen rumtreibt um Päarchen beim Sex zuzuschauen. Dazu passt auch der Name "Trüffelschwein" ^^ Oder ist er ein Parkhauswächter ... gibts den Job überhaupt noch, ich hab noch nie einen gesehen *hm*.
Vllt spielst du ja auf irgendetwas an das mir entgangen ist - oder es ist wirklich nur eine kleine Szene die dir evt. kürzlich passiert ist und die du zu einer Geschichte verfasst hast.

Tja - welche Geschichte die nächsten 5 Wörter aussuchen darf wird dann anfang nächsten Monats bekanntgegeben Icon_wink


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Beitrag #14 |

RE: 5 Wörter Teil 23
Noch schnell meinen Beitrag eingestellt :

Nach langer Arbeit, großer Plag
ist angebrochen jener Tag,
an dem, am Frauenparkplatz stehend,
mit Fahnen - leicht im Winde wehend -
die Zeitmaschin ' in goldnem Schimmer
dem ersten Einsatz harrt - wie immer
kommt der Pilot trotz Abstinenz
zu spät - draufhin gabs Turbulenz
zwischen Pilot und Fahrzeugbauer,
der nahm die Pünktlichkeit genauer,
und im Rahmen dieser Fehde
passierte es, es war echt blöde,
entzwei ging die Maschin der Zeit
und keiner reiste mit ihr weit.
Auch nicht das Trüffelschwein, das sollte
mit, obwohls nicht wollte.
Froh liefs in den Wald hinein
zum Trüffelsuchen, das kleine Schwein.
Meine Gschicht zu Ende isch,
ich hoff, ihr findet sie fantastiggerisch.

Lg
Quantensprung

A pencil and a dream
can take you
anywhere

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Beitrag #15 |

RE: 5 Wörter Teil 23
Hey,

danke für deinen Text Icon_smile
bin leider gerad etwas krank - ich lese ihn sobald ich wieder gesund bin Icon_wink

Lg.


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Beitrag #16 |

RE: 5 Wörter Teil 23
Trüffelschweine

Verträumt blickte Tiw aus dem Fenster der Metro. Rote Landschaft sauste an ihm vorbei und am Himmel konnte man schon die ersten Sterne erspähen, die bald wie ein riesiges Mosaik über Neu Zürich leuchten würden.
»Nächste Haltestelle Historisches Museum« hallte es durch den fast leeren Waggon.
Tiw erinnerte sich zurück an seinen letzten und bisher einzigen Besuch im Museum. Es war kein Spaß gewesen, die Geschichte der Menschheit mit all ihren unrühmlichen Seiten aufgezeigt zu bekommen. Zu sehen, wie seine Vorfahren ihr Zuhause Schritt für Schritt mehr ausgebeutet, missbraucht und zerstört hatten, bis man unweigerlich auf den nächstbesten Planeten hatte ausweichen müssten. Die zerstörte Erde zurücklassend, auf ihr Milliarden zum Tode verurteilter Menschen, die sich den rettenden Flug zum Mars nicht hatten leisten können.
Tiw stellte sich vor, man reise in einer Zeitmaschine tausend Jahre zurück und weise dann die Menschen der Erde auf ihre ins Vererben führende Lebensart hin. Ob sie einer solchen Warnung Gehör geschenkt hätten? - Wohl kaum.
Unweigerlich fragte sich Tiw, wie das Leben auf der Erde dazumal ausgesehen hatte. Gab es auch Fast Food, Frauenparkplätze und Sonnenschutzcreme, oder brauchte man solche Dinge früher nicht?
»Nächste Haltestelle Psychiatrie« riss der Lautsprecher ihn aus seinen Träumereien.

Fünf Minuten später betrat Tiw die Psychiatrieklinik. Eine Frau in weißem Kittel nahm ihn in Empfang.
»Guten Tag, Sie sind hier wegen Patientin ...«, sie schaute kurz auf ihr Klemmbrett, »Salomé Pohl?«
»Ja genau«
»Sehr gut. Folgen Sie mir bitte«
Die Frau führte Tiw in ein Besprechungszimmer, wo sie beide an einem Tisch Platz nahmen.
»Der Zustand von Frau Pohl ist unverändert«, begann sie, Tiw zu informieren und fuhr fort: »Sie steht unter diversen Psychopharmaka, die sie einigermaßen stabilisieren. An eine Reduzierung oder gar Abstinenz ist zurzeit jedoch nicht zu denken«
»Was genau stimmt denn mit ihr nicht?«, fragte Tiw bedrückt.
»Die Patientin zeigt Symptome einer extremen schizoaffektiven Störung. Vermutlich ausgelöst aufgrund eines sehr ungesunden Lebenswandels. Gehe ich recht in der Annahme, dass Frau Pohl kürzlich zu unverhofftem Reichtum kam?«
Tiw bejahte.
»Nun ja«, fuhr die Frau fort, »es ist nicht selten, dass Leute in solchen Situationen nicht mehr wissen, wie mit sich umzugehen. Wenn die Ressourcen plötzlich unerschöpflich scheinen, gibt man keine Acht mehr auf sich, denkt nicht mehr an Morgen, nimmt alles für selbstverständlich. Lange Partynächte, unverantwortlicher Drogenkonsum, Schlafentzug, ungesunde Lebensart, die ganze Palette. Irgendwann kann es passieren, dass Körper oder Psyche nicht mehr mitmachen«
Tiw hatte genug gehört. Er wusste, dass es stimmte. Er hatte es ja selbst miterlebt, hatte den selbstzerstörerischen Lebenswandel seiner Schwester beobachten können, jedoch keinen Einhalt gebieten. Es war ein Kampf gegen Windmühlen gewesen.
»Darf ich sie sehen?«, fragte er.
»Natürlich. Aber machen Sie sich nicht allzu viele Hoffnungen. Ihre Schwester ist nicht mehr die Frau, die Sie einmal gekannt haben. Um Ihnen die Wahrheit zu sagen, es besteht die Möglichkeit, dass sie nie mehr zu voller geistiger Gesundheit zurückkehren wird«
Tiw schluckte.
»Aber sie wird mich doch noch kennen?«
»Unwahrscheinlich. Es gibt zwar Momente, wenn die Umstände gut sind, in denen flüchtig ihr altes Ich auftaucht. In solchen Momenten könnte man fast meinen, sie sei gesund, aber sie müssen wissen, dass dem nicht mehr so ist«

Salomé sass auf einem Stuhl und blickte mit leeren Augen aus dem einzigen Fenster der Zelle. Ihr Oberkörper wippte vor und zurück, während sie in leisem Singsang murmelte:

»Trüffelschwein, Trüffelschwein,
du sollst nicht sein, du sollst nicht sein,
Trüffelschwein, Trüffelschwein,
man ersticke dich im Keim.

Trüffelschwein, Trüffelschwein,
dein Herz ist klein, dein Herz ist klein,
Trüffelschwein, Trüffelschwein,
man erspar‘ dir deine Pein«

»Salomé? Kannst du mich hören? Ich bin‘s, Tiw. Dein Bruder«
Salomé blickte auf und in ihren Augen spiegelte sich der blanke Wahnsinn.

»fantastiggerisch, fantastiggerisch,
es gäb‘ die Trüffelschweine nicht,
fantastiggerisch, fantastiggerisch,
wenn man mir ins Herze stich«


Tiw konnte nicht mehr hinhören. Er wandte sich mit hilfesuchendem Blick zu der Psychiaterin. Diese tätschelte ihm mitfühlend auf die Schulter.
»Ich weiss, es muss hart für Sie sein, Ihre Schwester in diesem Zustand zu sehen. Sie verhält sich schon seit geraumer Zeit so. Spricht ständig von Trüffelschweinen und blickt dabei aus dem Fenster«
Tiw blickte ebenfalls aus dem Fenster. Man sah den pechschwarzen Himmel und die Sterne, die nun schon kräftiger leuchteten. Wie eine Ansammlung verlorener Seelen hingen sie über Neu Zürich und Innmitten ihnen leuchtete ein Punkt besonders hell. Diese blaue Kugel jedoch, und das wusste Tiw, war kein Stern, denn wenn die Umstände gut waren, sah man sie. In solchen Momenten konnte man fast meinen, sie wäre gesund, doch Tiw wusste, dass dem nicht mehr so war.





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Beitrag #17 |

RE: 5 Wörter Teil 23
So, ich bin auch mal wieder gesund Icon_smile
Danke für eure Texte ihr zwei, nun gibts endlich mal ein bisschen Auswahl wer denn nun der Gewinner wird Icon_wink

@Quantensprung
Ein Gedicht, das einzige bisher. Das habe ich erst einmal als Pluspunkt in Richtung Originalität verbucht. Hat mir gefallen. Und die Worte sind gut untergekommen, also Aufgabe erfüllt.
Gegen Ende hatte ich ein wenig Probleme mit dem Versmaß, das hätte ich etwas anders gereimt. Und ich weiß nicht ob es ein Tippfehler oder Absicht war, bei "Meine Gschicht zu Ende isch". Das "isch" lasse ich noch als Stilmittel durchgehen, aber bei "G'schicht" müsste dann zumindest das Hochkomma hin.

@Elia
Eine Sci-Fi-Geschichte. Bei "Zeitmaschine" denkt jeder gleich an Sci-Fi, aber ich fand die Idee trotzdem gut. Trüffelschweine durch eine Psychiatrie einzubauen war sehr geschickt. Insgesamt ein interessanter Text, der trotz der Kürze eine schöne kleine Geschichte erzählt.
Ein paar Rechtschreibfehler waren drin, "ihre ins Vererben führende", "aber sie müssen wissen". Die Punktierung der Wörtlichen Rede war auch nicht einwandfrei.

@all
Tja, bald ist die Einsendezeit rum, ich bin ja gespannt welche Geschichte von unseren mathematischen, objektiven und absolut fairen Bewertungsmethoden zum Gewinner gekührt wird.
Aber vllt kommt ja auch noch ein Text? Vllt möchtest auch Du noch eine Geschichte mit den 5 Wörtern bilden? Dann mache jetzt mit!


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Beitrag #18 |

RE: 5 Wörter Teil 23

EINSENDESCHLUSS

Der Einsendeschluss ist erreicht - weitere Geschichten werden nicht angenommen. Die 6. eingesandten Texte werden nun im Labor nach streng mathematischen, objektiven und absolut fairen Richtlinien beurteilt. Dieser Prozess wird von hochqualifizierten Spezialisten durchgeführt - unser fähiges Laborteam besteht aus Steven Hawking, Angela Merkel, mir und Spiderman.

Zu welchem Ergebnis wir gekommen sind - wer der strahlende Sieger sein wird und die ehrvolle Aufgabe erhält sich die nächsten 5 Wörter zu überlegen - wird im Verlauf der nächsten Tage bekanntgegeben.



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Beitrag #19 |

Bekanntgabe des Gewinners
Nach einigen harten Tagen der Entscheidungsfindung können wir nun guten Gewissens den Gewinner bekanntgeben. Noch bis zum Morgengrauen haben Stephen Hawking und ich die letzten Feinheiten am Bewertungssystem perfektioniert. Gewonnen hat die Geschichte mit dem höchsten Content Maß Index (CMI). Berechnet wurde er durch folgende einfache Formel:

[Bild: 11393402dh.jpg]

Die top drei platzierten Geschichten lauten:
Platz 3: Adsartha mit [ohne Titel] (CMI = 0,76)
Platz 2: Dreadnoughts mit "Pétaouchnok" (CMI = 0,84)

und der Gewinner: Elia mit "Trüffelschweine" (CMI = 0,86).

Herzlichen Glückwunsch Elia, wir erwarten die nächsten 5 Worte von dir. Allen anderen danke fürs mitmachen.

Lg. Rick, Stephen, Angela und Spiderman.


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Beitrag #20 |

RE: 5 Wörter Teil 23
Na dann, ...

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ELIA!!!


@Rick:
Geil. Mrgreen

LGD.


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