Es ist: 16-05-2021, 12:23
Es ist: 16-05-2021, 12:23 Hallo, Gast! (Registrieren)


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Beitrag #1 |

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Die Soldaten hatten ihre Ausgangspositionen eingenommen. Rechts und links der Türen kniend und stehend, die stählernen Rammböcke in den behandschuhten Händen. Auf den Befehl des Zenturios würden sie zeitgleich in die aneinander gebauten, ärmlichen und unverputzten Häuser in der Lazarus-Straße eindringen. Marcus wartete ebenso gespannt wie die Legionäre auf das Kommando.
Heute Nacht würden sie vielleicht den einen oder anderen Terroristen festnehmen können. Vielleicht würden auch ein paar dran glauben müssen, aber darauf kam es nicht an. Es waren viele, viel zu viele, die sich für ihren Glauben opfern wollten. Marcus Claudius würde keinem der Araber, der heute Nacht fallen würde, eine Träne nachweinen.
Die Soldaten der XCIX LEGIO TIKAL, bis auf die höheren Offiziere alles kleine und wendige Maya aus Yucatan und dem angrenzenden Hochland, eigneten sich für solche Einsätze, und generell für den Häuserkampf, am besten. Darum war genau diese Legion in die Stadt verlegt worden. Und er war der Praefectus Castrorum der Legion, der Lagerkommandant. Er konnte sich gerade noch zurückhalten und spie nicht angewidert aus, als er sich vorstellte, was seine Legionäre in den Häusern erwartete.
Der Zenturio sprach einen Befehl in sein Mikro und die Legionäre in Tarnkleidung strafften sich. Manche richteten und justierten ein letztes Mal die Nachtsichtgläser mit Restlichtverstärkung. Dann kam der Befehl zum Angriff.
Es dauerte zwei Sekunden, um mit den Rammen Schwung zu holen. Holzverschläge und Türen, die Trennung zwischen Außen- und Innenwelt, barsten überall gleichzeitig und die Welten vereinten sich im Donner.
Blitzschnell drangen die Soldaten in ihren Splitterschutzwesten in die Häuser ein. Rufe hallten durch die bis eben noch stille Nacht in diesem Viertel. Schreie schallten durch die Luft an seiner linke Seite. Kommandos und Meldungen kamen durch den Äther und brachen sich in seinem rechten Ohr.
Er müsste nicht hier sein, aber er war gerne hier und hatte um die Gunst gebeten, diesen Einsatz leiten zu dürfen. Bei den Legionären, an der Front, dort, wo den dreckigen Arabern alles, was sie ihm angetan hatten, zurückgezahlt wurde. Das brachte ihm sein Ansehen und seine Karriere nicht wieder zurück, aber es war Balsam für seine Wunden. Grinsend beobachtete er die Aktion und jubelte innerlich, als die ersten bärtigen Männer gebracht wurden.

Eine halbe Stunde später war die Aktion zu Ende. Ein paar Weiber kreischten noch irgendwo verloren in den Häusern, während etwas mehr als ein Dutzend verdächtig aussehende Männer vor einer Hauswand aufgereiht standen. Sie waren verdächtig, einfach weil sie Araber und bärtig waren. In dieser Reihenfolge.
Marcus wandte sich ab und beobachtete die Legionäre in ihren schweren Kampfanzügen.
Dann trat Zenturio Lucius Gnaeus Rufus vor ihn, schlug die Rechte auf seine Brust und erstattete Meldung.
„Keine besonderen Vorkommnisse. Alle Mann sind wohlauf, auch die Terroristen“, lachte er.
Marcus nahm sein Nachtsichtgerät ab, nickte knapp. Der Soldat hatte ihm Meldung erstattet wie es ihm zustand.
Kurz dachte Marcus über die politischen Verwicklungen seiner Aktion nach, während seine Männer den Abmarsch vorbereiteten. Bestimmt würde eine Beschwerde kommen. Wenn nicht von den Arabern, dann von der eigenen Zivilverwaltung. Er schüttelte den Kopf und widmete seine Aufmerksamkeit wieder seinen Männern.

„Ave Legatus Legionis!“, grüßte Vitellius Aulus atemlos, als er endlich durch den Raum war. „Cornelius, ich komme gleich zum vordringlichsten Thema.“ Er ließ sich japsend auf die angebotene Liege nieder. „Ich habe um die Anwesenheit unseres Marcus Claudius gebeten. Er hat gestern diesen Malik al-Maut verhaftet, aber ihr könnt ihn nicht hier behalten. Legatus Legionis Cornelius, dieser Mann ist einer der Meinungsmacher hier in der Stadt und veröffentlicht auf YouTube. Er muss da raus. Noch können wir es als Missverständnis tarnen!“
Böse fixierte Marcus seinen Blick auf dem liegenden Vitellius, den dicken Praefectus Civitatis Mesopotamia. Der sah ihn bei keinem Wort an, sondern schaute nur auf Cornelius Flavius, Befehlshaber der XCIX LEGIO TIKAL. Er war der Mann, der die militärische Entscheidung treffen würde. In seinen Händen lagen die Freiheit al-Mauts und die politischen Folgen seines kleinen Berichts bei YouTube und später vielleicht bei Al-Dschasira. Oder ein langer Bericht über die ungerechtfertigte Verhaftung al-Mauts und das Elend der Unterdrückung, von beinahe professionellen Reportern im Untergrund gedreht. Ein solcher Bericht auf YouTube würde die arabische Volksseele wieder aufkochen lassen und neue Selbstmordattentate in der Stadt und in den zwei neuen Provinzen heraufbeschwören.
„Was meinst Ihr, Marcus? Ihr habt den Araber festgenommen.“ Cornelius sah zu seinem stehenden Lagerkommandanten auf.
„Legatus, ich kann es vor dem Senat, dem Volk und dem Imperator nicht verantworten, diesen Terroristen frei zu lassen. Er und die Männer, die wir gestern Nacht festgenommen haben, wurden mir von zwei unterschiedlichen Informanten als Terroristen genannt. Wir sollten ihn ungeachtet der politischen Konsequenzen in Haft behalten“, fasste Marcus seinen Standpunkt in drei Sätzen zusammen. Damit war für ihn alles gesagt, was zu sagen war.
Cornelius bemerkte den verkniffenen Zug um Marcus Mund, während Vitellius sagte, was Cornelius dachte.
„Marcus Claudius, Ihr führt einen privaten Feldzug gegen die Araber. Die Rache wird Euch noch das Leben kosten, aber sie wird Euch Eure Karriere nicht wieder zurückbringen.“
„Ich sorge mich um die Sicherheit des Imperiums“, giftete er.
„Ihr seht überall die achtzehn Terroristen, die die Flugzeuge in das Imperial Trade Center geflogen haben. Aber das hier sind doch nur normale Menschen, die ihrer Arbeit nachgehen wollen und nur nicht immer unserer Ansicht sind. Selbst wenn Ihr sie alle umbringt, werdet Ihr nicht wieder Promagistrator von Nova Eboracum.“
„Sie haben die Terroristen ausgebildet, die die Flugzeuge in die Türme gesteuert haben“, beharrte Marcus.
„Haben sie nicht. Wir haben Saladin den Siebenundzwanzigsten gefasst, er wurde zum Tod verurteilt und exekutiert, aber niemand hat auch nur die Andeutung seiner Verbindung zu al-Qaida gefunden“, sagte Vitellius lächelnd und beugte sich zu Cornelius vor. „War es nicht Demütigung genug, diesen einst stolzen und mächtigen Mann wie einen Bettler in einem Erdloch zu finden? Er erhielt vom Imperator nicht einmal die Gnade, wie ein Mann durch das Schwert oder wenigstens durch die Kugel zu sterben. Er wurde wie ein Verbrecher gehängt. Die Araber waren entsetzt.“ Seine Stimme war eindringlich und Cornelius verzeichnete die besseren Argumente auf seiner Seite.
„Jeder, der auch nur in Verdacht gerät, sollte so enden. Was meint Ihr, wie schnell wir dann Ruhe hätten.“ Marcus lachte gehässig.
„Ihr werdet die arabische Seele und ihren Glauben nie verstehen. Wegen Leuten wie Euch werden wir im Zweistromland und in Arabia Felix keinen Fuß auf den Boden bekommen. Wir werden in beiden Provinzen über Jahrzehnte einen permanenten Bürgerkrieg führen müssen“, seufzte Vitellius und hob entnervt die Hand.
„Diocletians größter Fehler war, diese Menschen nicht samt und sonders auszurotten“, bereitete Marcus den Stoß in Vitellius Brust vor und vollzog ihn mit seinem nächsten Satz. „Und darum werden wir jetzt das vor knapp siebenhundert Jahren Versäumte nachholen.“
Vitellius sah ihn nur ungläubig an.
Cornelius folgte seinem Bauch. Und dieser sagte ihm, dass der dicke Vitellius sich mit den Arabern beschäftigt hatte und sie zumindest ansatzweise verstand, während Marcus nur darauf aus war, seinen bei dem Anschlag beschädigten Ruf wieder herzustellen.
Die Befehlshaber der Geheimdienste und Prätorianer hatten Marcus Claudius dem Imperator in Roma als Bauernopfer dargebracht. Er war in den Legionsdienst befohlen worden. Allerdings wenigstens als Offizier.
Seither war Marcus verbissen darauf aus, die Araber zu demütigen, denn an die, die ihn verraten hatten, kam er in seiner Position nicht heran. Seine Motive widerten Cornelius an und auch Marcus’ Art, sich an Schwächeren zu vergreifen, trug nicht dazu bei, ihn auf seine Seite zu bringen. Heute konnte und wollte Cornelius dem Offizier nicht helfen.
„Marcus Claudius, lasst diesen Malik al-Maut frei. Die anderen behalten wir vorerst hier. Ihr könnt gehen“, befahl der Legat und Marcus biss sich auf die Lippen, schlug aber zum Salut die rechte Faust auf die linke Seite seines Zeremonienpanzers aus Leder, bevor er sich umdrehte und losging. Er presste gerade noch kopfschüttelnd ein „Ave Legatus!“ zwischen den Zähnen hindurch.
Diesem Mann war das politische Hirn entfernt worden, dachte Cornelius und rief, einem spontanen Einfall folgend, „Marcus?“
Der Angesprochene blieb mitten im Audienzraum zwischen der zweiflügligen Tür und den Liegen stehen, drehte sich aber nicht um.
„Versucht mal, mit den Leuten hier zu reden, findet heraus, was und wie sie denken und versucht wenigstens, sie zu verstehen. Vielleicht lernt Ihr etwas dabei.“
„Ich bin Soldat, Legatus, kein griechischer Denker!“, war Marcus Antwort. Dann ging er weiter und verließ die Halle.
„Mir graut es. Ihr Soldaten habt seit Varus nichts dazu gelernt. Armes Imperium“, kommentierte Vitellius resigniert.
„Er ist kein typischer Soldat. Das wisst Ihr. Ich frage mich, wie er Promagistrator von Nova Eboracum werden konnte“, sagte Cornelius und starrte auf die Tür seiner Audienzhalle. Mit einem unverbindlichen Lächeln wandte er sich dann wieder seinem Gesprächspartner und dem Tagesgeschäft der Verwaltung in einer besetzten Stadt zu.

Malik al-Maut betrat drei Tage darauf das kleine, viel zu voll gestopfte Büro und Marcus schaute auf. Dann drückte er genüsslich seine nur halb gerauchte Zigarette aus und dachte daran, dass Tabak beinahe das einzig Gute war, das Julius Americus mit der Entdeckung des neuen Kontinents dem Imperium beschert hatte. Dann erst bot er seinem arabischen Gast eine Liege an.
„Eure Wachen wollten mir sogar die Digicam abnehmen. Dabei brauche ich die doch für meine Reportage über euch.“ Lächelnd legte er die Kamera auf Marcus Tisch und setzte sich auf die Liege.
„Ihr habt um ein Gespräch gebeten?“, begann al-Maut das Gespräch und Marcus konterte „Ich habe dich zu dem Gespräch befohlen!“
„Ihr seid die neuen Herren in Arabien und Mesopotamien. Es hört und fühlt sich nur besser an, wenn man zu jemandem gebeten anstatt befohlen wird“, lächelte al-Maut.
„Komm mir nicht mit solchen Wortspielereien“, fauchte Marcus. Dann ging er das Thema der römisch-arabischen Schwierigkeiten mit seiner eigenen Diplomatie an. „Was für ein Problem habt ihr mit uns Römern?“
Der Araber lächelte weiter.
„Dem Imperium war es seit Menschengedenken egal, was die Araber auf der Halbinsel, in Palästina und in Mesopotamien zu sagen haben. Das zieht sich wie ein roter Blutfaden durch unsere Geschichte. Ihr habt den Juden dann, über elfhundert Jahren nach ihrer Vertreibung, wieder einen Staat in Palästina gegeben und dafür unsere Leute vertrieben. Sabra und Schatila waren die Folge und ihr habt nichts dagegen unternommen. Euch Römern ist alles egal, solange ihr die Sesterzen verdienen könnt.“
„In Schatila sind noch viel zu wenig gestorben“, giftete Marcus und in seinen Augen stand blanker Hass.
Beide schwiegen.
„Wenigstens konnten wir im Zweistromland und in Arabien die letzten Jahrhunderte ohne Unterdrückung und unter eigener Regierung leben. Aber lassen wir die Vergangenheit ruhen. Was kann ich tun, um euch davon zu überzeugen, dass wir auch nur Menschen sind und in Ruhe leben wollen?“, begann al-Maut das Gespräch neu.
„Nichts. Während ihr hier auf eurem Öl sitzt und die Legionen des Kaisers mit eurem wahnsinnigen Widerstand bindet, erstarkt im Osten der Feind, um den sich der Imperator euretwegen nicht kümmern kann.“
„Vor vierhundert Jahren gab Kaiser Justinian Arabicus unserem König Saladin nach einem heftigen Krieg das Zweistromland und Arabia Felix als eigenständiges Königreich. Und es ging uns gut, wir haben kooperiert, Tribut gezahlt, alles getan, was ihr Römer wolltet. Bis ihr nach dem Anschlag auf das Imperial Trade Center in unser Land kommen musstet. Ohne richtigen Grund. Unser Staat hatte keine Verbindung zu al-Qaida und auch keine Massenvernichtungswaffen.“
„Nach euren Maßstäben vielleicht.“
Al-Maut lachte trocken auf, bevor er antwortete. „Die Maßstäbe des Imperiums unterscheiden sich nicht besonders von unseren. Der entscheidende Punkt ist die eigene Position und die daraus resultierende Sicht.“
„Wieder Wortspiele“, lachte der Römer gehässig. „Es gibt Tatsachen, die auch du nicht leugnen kannst. Ihr wollt euch nicht ins Imperium integrieren. Das sieht man auch an den Arabern in Palästina, in Gallien und Germanien.“
„Weil unsere Frauen dort Kopftücher tragen?“, fragte al-Maut mit hochgezogenen Brauen. „Wir lebten hier unter eigener Regierung. Seit der Besetzung weigern wir uns nur, eure Lebensweise anzunehmen und eure tausenden Götter anzuerkennen. All die Götzen, die ihr seit der Gründung Romas vor zweitausendundsieben Jahren aufgesammelt habt. Eure eigenen Gottheiten, die der Briten, Gallier und Ägypter, die der Mayas, Azteken, Indianer und wer weiß wie viele und welche noch. Für uns gibt es nur einen Gott. Und das seit seiner Geburt vor zwölfhundertvierundfünfzig Jahren.“
„Wenn ihr nur einen Gott haben wollt, dann muss das für den Bürger des Imperiums der Imperator als Dominus et Deus sein.“
„Wir brauchen euren Imperator nicht, wir haben schon einen Gott. Und unser Gott ist die Liebe.“
Meckernd lachte Marcus auf. „Euer Gott ist die Liebe? Ist das der Gott, der euch verbietet, zu töten? Oder der Gott, der euch verbietet, zu lügen?“ Marcus schüttelte sich gekünstelt vor Lachen und hieb mit der Faust auf seinen Schreibtisch. „Ihr dürft nicht lügen, sagt aber, euer Gott sei die Liebe und im gleichen Moment sprengen sich eure Selbstmordattentäter in die Luft. Ihr verbreitet eine Lüge. Ihr lebt eine Lüge.“
„Das ist Ansichtssache. Als Christen verbreiten wir die Liebe zu Gott. Und in dieser Liebe glauben wir daran, dass es für manche Menschen besser ist, früher zu Gott zu kommen. Und für die, die am Leben bleiben, ist das auch besser.“ Bei diesen Worten nahm Malik al-Maut lächelnd seine Digicam vom Tisch.
„Und ich bin einer davon, oder?“, fragte Marcus erkennend, griff liegend an sein Gladius auf der linken Seite. Dann grinste er. „Zu spät, oder? Was ist da drin?“
„C4“, antwortete al-Maut und betätigte den Auslöser.



Glossar
Arabia Felix - römischer Name für das Gebiet Saudi-Arabiens, das aber nur in dieser Geschichte zum Römischen Reich gehört
Al-Dschasira - Arabischer Fernsehsender
C4 - Eine Sorte Plastiksprengstoff
Imperial Trade Center - Die Welt ist das Römische Imperium, also brauchen die Römer ein Imperiumshandelszentrum.
Legatus Legionis - Befehlshaber einer Legion
Malik al-Maut - Engel des Todes, in der islamischen Traditionsliteratur auch Azrael genannt
Nova Eboracum - New York
Praefectus Castrorum - der Lagerkommandant einer Legion, dritthöchster Offizier einer Legion
Praefectus Civitatis Mesopotamia - Statthalter einer Region, die noch nicht in die Provinzverwaltung einbezogen war. Hier die Region Mesopotamien
Prätorianer - Leibwache des Kaisers
Promagistrator - Bei den Römern ein Gouverneur eines überseeischen Territoriums
Sabra und Schatila - Massaker christlicher Milizen an palästinensischen Flüchtlingen 1982 in Beirut, während die Israelische Armee zu sah und nichts dagegen tat.
Varus - Römischer Befehlshabe, verlor die Varus-Schlacht
XCIX LEGIO TIKAL - 99. Legion aus Tikal, einer alten Maya-Stadt in Guatemala


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Beitrag #2 |

RE: 1254 AD
Hallo Teja.

Ja, alternative Welten sind leider Science-Fiction. Hätte es lieber in Phantastik gesehn *hust* aber die Definitionen sind eindeutig.
Immer noch gerne gelesen, wobei ich immer noch darauf poche:

Zitat:Die Soldaten der XCIX LEGIO TIKAL, bis auf die höheren Offiziere alles kleine und wendige Maya aus Yucatan und dem angrenzenden Hochland, eigneten sich für solche Einsätze, und generell für den Häuserkampf, am besten.
Immer auf die Kleinen! *g*

Ich hab gerade nochmal nach Rechtschreibfehlern geschaut - und mein Word sagt mir:
Sesterzen wird "Sästerzen" geschrieben. o.O

Okay, generell finde ich diese Alternativwelt immer noch faszinierend, obwohl auch mein Kritikpunkt unverändert bestehen bleibt.
York ist vielleicht eine Stadt in England - aber ich verwette mein Gehalt, dass die Römer nie auf die Idee kommen würden, eine Stadt in der Neuen Welt als "Neues York" zu bezeichnen. Auch der begriff Digicam passt nicht ganz, sowie Youtube. Wie kommt es eigentlich, dass englisch scheinbar überall gesprochen wird, wenn die Römer die Herren der Welt sind. Na? Ha! -> jetzt bin ich auf Deine Erklärung gespannt. *g*

So, noch kurz was positives.
Deine Geschichte ist sehr gut durchdacht, konstruiert, und steht anderen wichtigen Alternativweltromanen in nichts nach. Vornehmlich denke ich da an Stephen Frys "Geschichte machen". Deine Geschichte ist ebenfalls erfrischend anders - nur nicht so lustig wie bei Fry.

Icon_wink

LG
D.


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Beitrag #3 |

RE: 1254 AD
Hallo Teja,

weil es immer noch eine der besten Geschichten ist und ich sie sehr sehr mag, möchte ich hier gerne mein Kommi posten. Das, zusammen mit meinem anhaltenden und unvergänglichen Lob! - Einfach toll gemacht!

owe, ... *raufguck zur Rubrik* Mit Science Fiction konnte ich eher selten etwas anfangen. Mal schauen ob du mich von der Rubrik überzeugen kannst.

Zitat:Die Soldaten hatten ihre Ausgangspositionen eingenommen. Rechts und links der Türen kniend und stehend, die stählernen Rammböcke in den behandschuhten Händen. Auf den Befehl des Zenturios würden sie zeitgleich in die aneinander gebauten, ärmlichen und unverputzten Häuser in der Lazarus-Straße eindringen. Marcus wartete ebenso gespannt wie die Legionäre auf das Kommando.
schöner erster Absatz, der ganz schön Tempo macht.

Zitat:Heute Nacht würden sie vielleicht den einen oder anderen Terroristen festnehmen können. Vielleicht würde auch der eine oder andere dran glauben müssen, aber darauf kam es nicht an.
wiederholst du dich hier absichtlich?

Zitat:Der Zenturio sprach einen Befehl in sein Mikro und die Legionäre in Tarnkleidung strafften sich. Manche richteten und justierten ein letztes Mal die Nachtsichtgläser mit Restlichtverstärkung. Dann kam der Befehl zum Angriff.
Er sprich einen Befehl in sein Mikro, ... ist das nicht sehr auffällig, dann sind ja alle gewarnt und ich denke, da die Soldaten hier Tarnkleidung tragen, wollen sie nicht unbedingt auffallen.

Zitat:Es dauerte zwei Sekunden um mit den Rammen Schwung zu holen.
Vor dem "um" kommt glaub ich ein Komma.

Zitat:Holzverschläge und Türen, die Trennung zwischen Außen- und Innenwelt, barsten überall gleichzeitig und die Welten vereinten sich im Donner.
schön, gefällt mir sehr gut.

Zitat:Blitzschnell drangen die Soldaten in ihren kugelsicheren Westen in die Häuser ein.
hört sich irgendwie nicht so schön an, weil sich das "in" irgendwie unangenehm wiederholt, vielleicht könnte man das ein wenig mit Kommas entschärfen.
*Blitzschnell drangen die Soldaten, in ihren kugelsicheren Westen, in die Häuser ein.

Zitat:Rufe hallten durch die bis eben noch stille Nacht in diesem Viertel. Schreie schallten durch die Luft an seine linke Seite, während Kommandos und Meldungen durch den Äther kamen und sich in seinem rechten Ohr brachen.
Hört sich sehr ähnlich an. Ist, m. Meinung nach, ein kleinen Schönheitsfehler den man noch bearbeiten könnte.

Zitat:Er müsste nicht hier sein, aber er war gerne hier. Er hatte um die Gunst gebeten, diesen Einsatz leiten zu dürfen.
Vielleicht das zweite "Er" durch den Namen ersetzen?

Zitat:Sie waren verdächtig, einfach weil sie Araber und bärtig waren. In dieser Reihenfolge.
Ein guter Satz. Eine vernichtende Aussage.

Zitat:„Ich habe um die Anwesenheit unseres Marcus Claudius gebeten. Er hat gestern Malik al-Maut verhaftet, aber ihr könnt diesen al-Maut nicht im hier behalten. Legatus Legionis Cornelius, dieser Mann ist einer der Meinungsmacher hier in der Stadt und veröffentlicht auf YouTube. Er muss da raus. Noch können wir es als Missverständnis tarnen!“
im YouTube? *lach*

Zitat:Oder ein langer Bericht über die ungerechtfertigte Verhaftung al-Mauts und das Elend der unterdrückung, von beinahe professionellen Reportern im Untergrund gedreht.
Unterdrückung

Zitat:Ein solcher Bericht auf YouTube würde die arabische Volksseele wieder aufkochen lassen und neue Selbstmordattentate in der Stadt und in den zwei neuen Provinzen heraufbeschwören.
owe owe, ... spannend.

Zitat:„War es nicht Demütigung genug, diesen einst stolzen und mächtigen Mann wie einen Bettler in einem Erdloch zu finden? Er erhielt vom Imperator nicht einmal die Gnade, wie ein Mann durch das Schwert oder wenigstens durch die Kugel zu sterben. Er wurde wie ein Verbrecher gehängt. Die Araber waren entsetzt.“

du greifst einiges aus der Realität auf.

Zitat:„Ich bin Soldat, Legatus, kein griechischer Denker!“, war Marcus Antwort.
*g* auch das ging ins leere.

Zitat:al-Maut lachte trocken auf, bevor er antwortete. „Die Maßstäbe des Imperiums unterscheiden sich nicht besonders von unseren. Der entscheidende Punkt ist die eigene Position und die daraus resultierende Sicht.“
„Wieder Wortspiele“, lachte der Römer gehässig.
und ich lache mit. Es ist schön, solch unterschiedliche Menschen in einem Raum zu haben.

Zitat:„Ihr dürft nicht lügen, sagt aber, euer Gott sei die Liebe und im gleichen Moment sprengen sich eure Selbstmordattentäter in die Luft. Ihr verbreitet eine Lüge. Ihr lebt eine Lüge.“
„Das ist Ansichtssache. Als Christen verbreiten wir die Liebe zu Gott. Und in dieser Liebe glauben wir daran, dass es für manche Menschen besser ist, früher zu Gott zu kommen. Und für die, die am Leben bleiben ist das auch besser.“
mir fehlen die Worte.

Zitat:Bei diesen Worten nahm Malik al-Maut lächelnd seine Digicam vom Tisch.
„Und ich bin einer davon, oder?“ fragte Marcus erkennend, griff liegend an sein Gladius auf der linken Seite. Dann grinste er. „Zu spät, oder? Was ist da drin?“
„C4“, antwortete al-Maut und betätigte den Auslöser.
C4 ist Sprengstoff so weit ich weiß. Armer Marcus, ... mit samt seiner Rache zur Hölle gefahren. hmmm, ... es fällt mir schwer hier etwas zur Geschichte zu sagen. Ich hab das Gefühl du weißt sehr gut über was du schreibst und was du damit ausdrücken möchtest, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich mich mit der Politik im Irak und dem ganzen drum herum, sprich Religion, zu wenig auseinandergesetzt hab, um ebenso Sattelsicher wie du zu sein. Die Geschichte hat mir gut gefallen, es geht um den Krieg, einen alten Krieg gegen die Meinung, Religion und Lebensweise des Anderen. Um nichts anderes geht es ja eigentlich hier. Marcus hat sich in seine Rache geflüchtet und gibt sich damit zufrieden, alle Araber zu hassen. Nach dem Motto: Wenn sie sich nicht zähmen lassen, dann gehören sie aus dem Weg geräumt.
Das Marcus dann in die Luft gesprengt wurde, find ich sogar gut. Das Leben hat ihm sowieso nichts mehr gegeben außer Hass und Rachegefühle, Verbitterung. Bevor er noch auf tausend Schwächeren rumhackt, ist es besser, wenn er aus dem Weg geräumt wird. Harte Worte, die ich da rede und man merkt, dass ich wohl auch eher den einfachen Weg gehen würde. Doch einen Menschen wie Marcus zu entschärfen, da würde mir wirklich die Geduld fehlen.

Eine schöne Geschichte, die ich wirklich gerne gelesen habe. Man kann beide Seiten nachvollziehen, sie mit allen möglichen Eigenheiten der Menschen und Schwächen erklären. Ein Krieg der nie enden wird. Toll fand ich auch die Mühe, die du dir gemacht hast, es hat sich sehr in deinem Werk wiedergespiegelt.
Wirklich gut! - Mir hat es sehr gefallen und ich würde sogar sagen, dass ich anspruchvoll unterhalten wurde.
Lg Sternchen

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
Viele kleine Sternschnuppen

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Beitrag #4 |

RE: 1254 AD
Hi Sternchen und Dread,

danke, dass ihr euch nochmal der Geschichte gewidmet habt.

Zuerst die Dame.
Sternchen, ich danke dir. Ich werde jetzt nicht die ganze Antwort reinschreiben, sondern nur die Zusammenfassung. Das hilft vielleicht dem einen oder anderen, die Geschichte zu verstehen:

"Sagen wir mal so: Die Welt in der das spielt ist eine Alternativwelt. Die Römer sind im Jahre 1254 noch die Herrscher der Welt, haben Amerika entdeckt und besiedelt (Nova Eboracum = wörtlich übersetzt New York). Der Islam und Mohammed hat nicht stattgefunden und die Christen haben es nicht geschafft, unter Constantin (glaub ich) Staatsreligion zu werden. Ihre Missionarsbestrebungen haben nur die Araber erreicht. Und al-Qaida (wörtl. Übersetzt „Die Basis“) ist keine islamistische Terrororganisation sondern eine christliche. Und die Terrorakte sind christliche Terrorakte gegen das Römische Imperium und seinen einenden Glauben an den Imperator als Gott und die vielen Nebengottheiten. Und so gibt's dort eben auch YouTube.
Ich hab da einfach die ganzen Jahrhunderte rausgelassen, die die Menschheit nur mäßig voran gebracht haben, und dann hat das prima gepasst, auch weil die Römer sich in der Geschichte im Jahr 2007 nach der Gründung Roms befinden.

Hm, ganz schön verworren, oder? "

Auf jeden Fall freue ich mich noch immer über dein vieles Lob zu dieser Geschichte.
Danke.

Ja, Dread, das mit den Definitionen ist so eine Sache. Und: In einigen Verlagen wurde früher SF und Phantastik in der gleichen Rubrik geführt. Aber Fantastik ist nicht so mein Ding.

Zitat:Immer auf die Kleinen! *g*
Klaro. *gggg
Und: Maya SIND klein. Immer noch. Mal gespannt, wann die wachsen.

Zitat:Sesterzen wird "Sästerzen" geschrieben
Ne, oder? Das hört sich ja schon beim schreiben schlecht an.

Zitat:York ist vielleicht eine Stadt in England - aber ich verwette mein Gehalt, dass die Römer nie auf die Idee kommen würden, eine Stadt in der Neuen Welt als "Neues York" zu bezeichnen
Hm. Eboracum ist aber lateinisch. Und ich glaube fest daran, dass die Römer dem Ort den Namen gegeben haben.
Und wenn es Briten waren, die als erste den neuen Kontinent besiedeln wollten und darum der Stadt den Namen einer ihnen bekannten Stadt gaben? Wenn sie aus Glaubensgründen aus Britannien fliehen mussten?
Genug Philosophiert. Es gibt zwei Gründe für Eboracum: erstens passt es (wg. dem Angriff auf die Türme und so) und zweitens passt es, weil es einen lateinischen Namen dafür gibt. Jeden anderen Namen hätte ich erst noch erklären müssen.

Zitat:Auch der begriff Digicam passt nicht ganz, sowie Youtube. Wie kommt es eigentlich, dass englisch scheinbar überall gesprochen wird, wenn die Römer die Herren der Welt sind. Na? Ha! -> jetzt bin ich auf Deine Erklärung gespannt. *g*
Hier ist es das gleiche Spiel. Jeder weiß, was eine Digicam ist, aber weißt du was eine Digispec ist?
Digitalis - zum Finger gehörig
spectare - sehen
Das hat ja noch eine gewisse Ähnlichkeit, jedes andere Wort hätte ich erklären müssen. Geht nicht in sieben Seiten. Außerdem wollte ich die Geschichte nicht so weitschweifig werden lassen.
Youtube: Das gleiche Spiel. Anderer Begriff => rießen Erklärung
Und warum die alle englisch sprechen? Ist doch klar: Die ersten Siedler, die da rüber gefahren sind, waren welche aus York, die haben natürlich ihre Sprache mitgebracht und keinen an Land gelassen, (zumindest in der Anfangszeit), der kein Englisch sprach. Die Römer haben irgendwann gemerkt, dass ihr ganzes Lateingedöhns viel zu kompliziert ist und mit der Technik und den Entwicklungen nicht Schritt halten kann, und sind auf Englich umgesteigen. Mrgreen Mrgreen Mrgreen Mrgreen Mrgreen

Herzlichen Dank für Dein Kommi, Dread. Die Erklärungen haben mich nochmal richtig zum Nachdenken gebracht.

Ich wünsch euch beiden was.

CU,
Teja


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Beitrag #5 |

RE: 1254 AD
... ich kann nicht anders:

*spam on*

Zitat:Und warum die alle englisch sprechen? Ist doch klar: Die ersten Siedler, die da rüber gefahren sind, waren welche aus York, die haben natürlich ihre Sprache mitgebracht und keinen an Land gelassen, (zumindest in der Anfangszeit), der kein Englisch sprach. Die Römer haben irgendwann gemerkt, dass ihr ganzes Lateingedöhns viel zu kompliziert ist und mit der Technik und den Entwicklungen nicht Schritt halten kann, und sind auf Englich umgesteigen.
-> LOL, das ist mit ABSTAND die HARRSTRÄUBENDSTE Erklärung ALLER Zeiten. *ggg*

*Tränen aus den Augen wisch*

*spam off*
D.


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Beitrag #6 |

RE: 1254 AD
Hi Dreadnoughts,

ich habe jetzt Wochen mit mir gerungen, ob ich hier was drunter setzen soll. Aber so wie's aussieht vertreibst du die anderen Kommentatoren, weil sie meinen ich würde nicht auf Kommis antworten.

Und das geht ja nicht an, auch wenn's bei mir mal länger dauert.

Also:

Zitat:-> LOL, das ist mit ABSTAND die HARRSTRÄUBENDSTE Erklärung ALLER Zeiten. *ggg*

*Tränen aus den Augen wisch*

Ähm, Alternativwelt, ne? Mrgreen Mrgreen Mrgreen Mrgreen Mrgreen

Deine totale Verkennung und Missachtung alternativweltlicher Fakten lässt mich überlegen, ob ich einen Leserbrief an Lästeratopia schreibe. Die haben deinen Aufenthaltsort noch nicht aufgespürt und eigentlich kannst du dich ja nur in der ruhigsten aller Rubriken hier rumtreiben. Da kommt garantiert keiner zufällig vorbei ...

*gggg

CU,
Teja


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Beitrag #7 |

RE: 1254 AD
Hallo Teja,


nachdem die Geschichte empfohlen wurde, war ich schon länger neugierig darauf - jetzt lese ich sie auch endlich. *g*
Wie immer zuerst meine Anmerkungen, und wie immer bleibt es dir überlassen, was du damit machst Icon_wink
/edit: Mist. Ich merke, dass viele Anmerkungen schon Sternchen gemacht hat. *g* Es wäre schön, wenn du sie verbessern würdest - oder über die Geschichte schreiben würdest, dass du keine Korrekturen willst ^^

=> Marcus konnte sich gerade noch zurückhalten und spie nicht angewidert aus.
Äh. Das irritiert mich jetzt. Icon_confused
Er ist ja stolz auf seinen Posten, warum dann Verachtung? Wenn er die gegenüber den Arabern empfindet (oder den Maya gegenüber?), würde ich das noch herausarbeiten ...

=> Es dauerte zwei Sekunden um mit den Rammen Schwung zu holen.
Komma nach "Sekunden"

=> Schreie schallten durch die Luft an seine linke Seite
"... an seiner linken Seite" - oder "an sein linkes Ohr", wenn du's gespiegelt haben willst, aber ich wäre für ersteres Icon_wink
/edit: Mich hat die Wiederholung, die Sternchen angemerkt hat, übrigens auch ein bisschen gestört. *g*

=> Grinsend beobachtete er aufmerksam die Aktion
Da ist jetzt einfach ein Adjektiv zuviel, ich würde "aufmerksam" weglassen.

=> aber ihr könnt diesen al-Maut nicht im hier behalten
"im" streichen

=> dieser Mann ist einer der Meinungsmacher hier in der Stadt und veröffentlicht auf YouTube
*vor Lachen schnaub*

=> und das Elend der unterdrückung
"Unterdrückung" groß

=> ... Selbst wenn Ihr sie alle umbringt, werdet Ihr nicht wieder Promagistrator von Nova Eboracum“
Da fehlt ein Satzzeichen am Ende Icon_wink

=> aber niemand hat auch nur eine Andeutung einer Verbindung seiner Person oder seines Regimes zu al-Qaida gefunden
"eine - einer - seiner - seines", so knapp hintereinander, das liest sich nicht gut. Ich würde zumindest "... nur die Andeutung" schreiben.

=> Jeder der auch nur in Verdacht gerät, sollte so enden.
Komma nach "jeder"

=> Marcus lachte gehässig und todernst.
"todernst" würde ich streichen. Nicht einmal der gehässigste Lacher kann todernst sein - höchstens seine Aussage todernst gemeint.

=> Und dieser sagte ihm, dass der dicke Vitellius, sich mit den Arabern beschäftigt hatte
Komma nach "Vitellius" weg

=> und auch Marcus Art, sich an Schwächeren zu vergreifen
"Marcus' Art" mit Apostroph, weil 2. Fall

=> und rief, einem spontanen Einfall folgend „Marcus?“
Komma nach "folgend"

=> Er blieb mitten im Audienzraum zwischen der zweiflügligen Tür und den Liegen stehen
"Er" würde sich auf Cornelius beziehen, also besser "der" oder "der Angesprochene".

=> Versucht mal mit den Leuten hier zu reden, finde heraus
Komma nach "mal" - und "findet"

=> Ihr habt den Juden dann, über elfhundert Jahren nach ihrer Vertreibung, ...
"Jahre" ohne n

=> solange ihr die Sesterzen verdienen könnt
"Sesterze" ohne n, oder? *Asterix-Wissen auskram* Icon_wink

=> Sabra und Schatila waren die Folge [...] In Schatilla sind noch viel zu wenig gestorben
Für eine Schreibweise entscheiden - zwei oder ein l

=> al-Maut lachte trocken auf, bevor er antwortete.
Am Satzanfang groß beginnen Icon_wink

=> „Weil unsere Frauen dort Kopftücher tragen?“ fragte al-Maut mit hochgezogenen Brauen.
Komma nach der direkten Rede

=> eure tausende Götter anzuerkennen
"tausend" hier ohne e - oder "unzähligen"

=> Und für die, die am Leben bleiben ist das auch besser.
Komma nach "bleiben"

=> „Und ich bin einer davon, oder?“ fragte Marcus erkennend
Komma nach der direkten Rede

Whoa, was für eine Pointe.
Sehr schön, wie du in dieser Alternativwelt mit den Umständen der unsrigen spielst und besonders durch die Auflösung, dass die terroristischen Araber hier Christen sind, eine ganz neue Sicht auf die Dinge schaffst!
Bissig, zwar an einigen Stellen mit holprigen Formulierungen (und vielen "Fremdwörtern" *gg* - das vertraute Youtube ist einfach ein Highlight Mrgreen), nichtsdestotrotz gut zu lesen und mit starkem Schluss.
Viel kann ich nicht sagen (und ich muss auch gleich weg), deshalb einfach nur mein positives Fazit - mir hat er gefallen, der Ausflug in deine gar nicht so alternative Zukunft Icon_smile
Und deine Erklärung an Dread ist genial. *G*


Mira

Ich bin ein Fragezeichen
kein Punkt
- Rose Ausländer -

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Beitrag #8 |

RE: 1254 AD
Hi Mira,

Zitat:nachdem die Geschichte empfohlen wurde, war ich schon länger neugierig darauf - jetzt lese ich sie auch endlich. *g*
Find ich super. Willkommen bei den alternativen Römern.

Zitat:Mist. Ich merke, dass viele Anmerkungen schon Sternchen gemacht hat. *g* Es wäre schön, wenn du sie verbessern würdest - oder über die Geschichte schreiben würdest, dass du keine Korrekturen willst ^^
*FLUCHT wie ein Rohrspatz
Das mit der nicht durchgeführten Korrektur ist mir jetzt peinlich.
Zum einen, weil ich Korrekturen und Vorschläge gut finde, weil ich daran wachse, zum anderen weil ich sie eigentlich immer durchführe und die Geschichte danach besser (zu lesen) ist. Das muss mir hier durch die Lappen gegangen sein. Sch…
Nur im Moment bin ich damit fürchterlich im Verzug, hab’s aber jetzt hier geändert und deine und Sternchens (@Sternchen: Sorry!) Vorschläge und Korrekturen übernommen.

Zitat:=> Marcus konnte sich gerade noch zurückhalten und spie nicht angewidert aus.
Äh. Das irritiert mich jetzt.
Er ist ja stolz auf seinen Posten, warum dann Verachtung? Wenn er die gegenüber den Arabern empfindet (oder den Maya gegenüber?), würde ich das noch herausarbeiten ...
Okay, mal schauen wie ich das hinkriege. Er verachtet die Araber tatsächlich.

Zitat:=> Grinsend beobachtete er aufmerksam die Aktion
Da ist jetzt einfach ein Adjektiv zuviel, ich würde "aufmerksam" weglassen.
Mist! Adjektivitis! Da bin ich anfällig für. Dabei reicht eins meist vollständig aus.

Zitat:=> dieser Mann ist einer der Meinungsmacher hier in der Stadt und veröffentlicht auf YouTube
*vor Lachen schnaub*
*ggggggg
Danke!

Zitat:=> aber niemand hat auch nur eine Andeutung einer Verbindung seiner Person oder seines Regimes zu al-Qaida gefunden
"eine - einer - seiner - seines", so knapp hintereinander, das liest sich nicht gut. Ich würde zumindest "... nur die Andeutung" schreiben.
Das … stimmt und ist mir so noch nie aufgefallen.

Zitat:=> solange ihr die Sesterzen verdienen könnt
"Sesterze" ohne n, oder? *Asterix-Wissen auskram*
Hm. Ähm. *sich erwischt fühlt
Das hab ich nicht nachgesehen … so irgendwie …

Die anderen Anmerkungen werde ich übernehmen, wie diese auch. Ich danke dir.

Zitat:Whoa, was für eine Pointe.
Danke. *strahlt

Zitat:Sehr schön, wie du in dieser Alternativwelt mit den Umständen der unsrigen spielst und besonders durch die Auflösung, dass die terroristischen Araber hier Christen sind, eine ganz neue Sicht auf die Dinge schaffst!
Die Grundidee war: Würden Christen sich auch zu Terroristen eignen, wenn die Geschichte anders gelaufen wäre? Die Antwort, die ich fand war: Ja, denn sie eigneten sich auch zu Sklavenhaltern, Kolonialisten, Bruderkriegen, Kreuzzügen, etc.

Zitat:Bissig, zwar an einigen Stellen mit holprigen Formulierungen (und vielen "Fremdwörtern" *gg* - das vertraute Youtube ist einfach ein Highlight ), nichtsdestotrotz gut zu lesen und mit starkem Schluss.
Danke. Das mit den holprigen Formulierungen krieg ich vielleicht irgendwann noch in den Griff.

Zitat:Viel kann ich nicht sagen
Häh? Du meinst, das war wenig?

Zitat:deshalb einfach nur mein positives Fazit - mir hat er gefallen, der Ausflug in deine gar nicht so alternative Zukunft
Und deine Erklärung an Dread ist genial. *G*
Vielen Dank. *strahlt
Freut mich, dass dir das hier gefallen hat. Und es freut mich, dass Sternchen die Geschichte scheinbar zu Recht empfohlen hat.

Danke für dein Kommi, die Fehlersuche und deine Meinung.
Ich hab mich sehr gefreut.

CU,
Teja


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Beitrag #9 |

RE: 1254 AD
Hallo Teja,

ich wollte mir diese Geschichte schon lange mal durchlesen, weil ich geschmumelt habe, was das Thema betrifft, und dann wahnsinnig neugierig war, wie du es umgesetzt hast.
Wow! Das ist mal ein Paralleluniversum allererster Güte. Der Gegensatz zwischen dem alten Römischen Reich, wie wir es aus dem Geschichtsunterricht oder Studium kennen, und der Bezug zur heutigen, modernen Technik ist wirklich reizvoll. Es fiel mir ordentlich schwer, mir das vorzustellen. Vor allem, weil du nicht nur die Römer zu den heutigen Weltherrschern gemacht hast, sondern auch deren Spezifika übernommen und in die Gegenwart transportiert hast. Die Bezeichnungen. Die Liegen. Die Anrede.
Ich finde diese Geschichte sehr, sehr gelungen. Keine Fehler mehr drin (jedenfalls konnte ich keinen entdecken, bei zwei Kommas war ich mir nicht sicher, aber sei's drum) und ein spannender Inhalt. Rundum gelungen und in meinen Augen deine bisher beste Geschichte. Ich hoffe, ich hab das nicht schon mal zu einer anderen gesagt. *g* Falls ja, hat diese hier die andere von Platz 1 verdrängt.

Eine Frage habe ich noch: Warum 1254? Warum nicht das 21. Jahrhundert? Selbst wenn es in deinem Universum das Mittelalter nicht gab und die Entwicklung daher schneller fortschreiten konnte, wäre es doch nur 350 Jahre oder so früher als unser Universum - also 17./18. Jh., nicht 13. Jh.
Da bin ich nicht ganz mitgekommen und würde mich über eine Erklärung freuen.

Ich überlege gerade, wie es wäre, wenn die Römer bis heute Herrscher der Welt wären ... Amerikaner gäbe es in der Form gar nicht, die Indianer wären vielleicht nicht so behandelt worden wie in unserer Welt ... Die britische Geschichte wäre auch ganz anders verlaufen ... Wirklich schwer vorstellbar.

Gibt es eigentlich Muslime in deiner Welt? Oder sind das alles Christen geworden?

Ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich dieses Mal nichts extra heraushebe - ich fand die Geschichte in ihrer Gesamtheit einfach toll und will das so stehen lassen.

Lieben Gruß,

Lilly


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Beitrag #10 |

RE: 1254 AD
Hi Lilly,

schön dass du zu der Welt der modernen Römer gefunden hast.

Zitat:ich wollte mir diese Geschichte schon lange mal durchlesen, weil ich geschmumelt habe, was das Thema betrifft, und dann wahnsinnig neugierig war, wie du es umgesetzt hast.
Geschummelt? Wie das? Hast du vorher gespickt?

Zitat:Wow! Das ist mal ein Paralleluniversum allererster Güte. Der Gegensatz zwischen dem alten Römischen Reich, wie wir es aus dem Geschichtsunterricht oder Studium kennen, und der Bezug zur heutigen, modernen Technik ist wirklich reizvoll.
Jepp. Danke. Mittlerweile würde ich das noch ein bisschen ausbauen, aber dann wird die Geschichte zu lang.

Zitat:Ich finde diese Geschichte sehr, sehr gelungen. Keine Fehler mehr drin (jedenfalls konnte ich keinen entdecken, bei zwei Kommas war ich mir nicht sicher, aber sei's drum) und ein spannender Inhalt. Rundum gelungen und in meinen Augen deine bisher beste Geschichte. Ich hoffe, ich hab das nicht schon mal zu einer anderen gesagt. *g* Falls ja, hat diese hier die andere von Platz 1 verdrängt.
Wow!
*sprachlos ist
*rot wird
Danke.

Zitat:Eine Frage habe ich noch: Warum 1254? Warum nicht das 21. Jahrhundert? Selbst wenn es in deinem Universum das Mittelalter nicht gab und die Entwicklung daher schneller fortschreiten konnte, wäre es doch nur 350 Jahre oder so früher als unser Universum - also 17./18. Jh., nicht 13. Jh.
Warum 1254?
Naja, also -753 + 2007 = 1254. Hab ich mir so gedacht. Und dann hab ich die Rechtfertigung gesucht und ein paar Jahrhunderte ausfallen lassen. *husthust
Außerdem rechne ich das Mittelalter ab dem Tod von Karl dem Großen, da war dann ein paar hundert Jahre nichts besonderes mehr in der christlichen Welt. Dann lasse ich noch die Kreuzzüge und die Religionskriege ausfallen und lande etwa im Jahr 1648. Sind also ca. 800 Jahre. *husthusthust

Zitat:Ich überlege gerade, wie es wäre, wenn die Römer bis heute Herrscher der Welt wären ... Amerikaner gäbe es in der Form gar nicht, die Indianer wären vielleicht nicht so behandelt worden wie in unserer Welt ... Die britische Geschichte wäre auch ganz anders verlaufen ... Wirklich schwer vorstellbar.
Ohje, sich das vorzustellen übersteigt jede Vorstellungskraft, denke ich. Hab damals auch einen anderen Ansatz gehabt, nämlich: Was wäre passiert, wenn die Römer Arminius nicht als Geisel genommen hätten? Der hätte keine Ausbildung erhalten, wäre nicht römischer Soldat geworden und hätte Varus nicht im Teutoburger Wald geschlagen. Nein, er wäre in seinem Dorf aufgewachsen und gestorben. Die Folgen wären immens gewesen. Die komplette Geschichte der Welt hätte sich geändert, weil das römische Reich sich weiter nach Osteuropa ausgedehnt hätte, die Grenze die Oder oder die Elbe gewesen wäre und nicht der Rhein. Ich glaub ich fang an zu träumen …

Zitat:Gibt es eigentlich Muslime in deiner Welt? Oder sind das alles Christen geworden?
Der Islam hat nicht stattgefunden, weil Mohammed keine Möglichkeit hatte, seine Lehre per Schwert zu verbreiten. Er konnte sie wahrscheinlich nicht einmal verfassen, weil er auf seinen Karawanenreisen nie mit Christen in Kontakt kam, denn diese waren ja nur eine kleine Sekte.

Zitat:Ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich dieses Mal nichts extra heraushebe - ich fand die Geschichte in ihrer Gesamtheit einfach toll und will das so stehen lassen.
Da gibt’s niggs zu verzeihen. Ich betrachte alles als herausgehoben! *strahlt

Vielen, vielen Dank für dein Kommi.
Das tut so richtig gut. *das Grinsen nicht aus dem Gesicht kriegt.

Ich wünsch dir was.

CU,
Teja


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