Es ist: 29-06-2022, 10:41
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Stalker - Teil 2/2
Beitrag #1 |

Stalker - Teil 2/2
Die Geschichte wird gerade nach Weltwanderers, Addis und Lannas Vorschlägen verbessert. Die neue Version sollte in Kürze bereitstehen.

Stalker Teil 2/2

Keuchend hielt Pascal auf einer verlassenen Landstrasse inne um zu verschnaufen. Er stützte sich mit den Händen auf seine Knie und verweilte mehrere Minuten in dieser gebückten Haltung.
Als er wieder einigermassen normal atmen konnte, richtete er sich auf und blickte umher. Dunkelheit umhüllte ihn und die Lichter der Stadt waren nur noch in der Ferne zu erblicken. Die Landstrasse führte in Richtung eines grossen Waldes, was ihm überhaupt nicht behagte. Doch hatte er eine andere Wahl? Zurück in die Stadt konnte er nicht, da ihn die Polizei dort bestimmt schon suchte. Somit blieb nur der Wald.
Er setzte sich wieder in Bewegung, langsamer diesmal. Sein Herz pochte noch immer von der Rennerei und in seinem Kopf blitzen unaufhörlich Gedanken umher.
Was hab ich bloss getan? Wie konnte mir das passieren? Doch es war zu spät, das wusste Pascal. Er hatte Libby geschlagen und durch nichts in der Welt konnte er dies noch ändern.
Es kam Pascal alles so irreal vor. In einem Moment ein kompletter Normalbürger, ein unbeschriebenes Blatt und im anderen Moment schon ein gesuchter Gewaltverbrecher.
Kurz überlegte er, einfach umzudrehen und sich der Polizei zu stellen, doch er hatte zu viel Angst. Angst vor den Konsequenzen, Angst vor der Reaktion seiner Eltern und Freunde, Angst vor der Polizei.
Also lief er weiter, ohne ein wirkliches Ziel, lief weiter mit all‘ den quälenden Gedanken, die an seinem Gewissen nagten.
Selbstvorwürfe begannen sich in seinem Kopf breit zu machen. Wie konntest du so dumm sein? Wieso bist du nur so gestört? So erbärmlich, so verabscheuenswürdig. Ich hasse dich. Von ganzen Herzen hasse ich dich.
Die Bäume erstickten auch noch das letzte bisschen Licht, als Pascal in den Wald eintrat. Schiere Dunkelheit lag vor ihm und es war kein Ende ersichtlich.
Pascal schauderte. Neben der Dunkelheit hatte sich auch noch eine unnatürliche Stille im Wald breit gemacht. Man hörte lediglich den kalten Wind in den Baumwipfeln rauschen.
Wenigstens finden sie mich hier nie, versuchte sich Pascal etwas aufzuheitern, doch das ungemütliche Gefühl in der Brust blieb.
Er konnte sich jetzt nur noch sehr langsam fortbewegen, da es fast unmöglich wurde, den Weg zu sehen.
Dann, wie aus dem Nichts, ein Knacken vor ihm. Pascal erstarrte augenblicklich und versuchte etwas zu erspähen - unmöglich. Doch er vernahm ein leises Rascheln, wie Füsse, die sich langsam auf Laub bewegten - Menschenfüsse!
Von der Angst gepackt, machte Pascal sofort Kehrt und hastete in Richtung Ausgang des Waldes. Er rannte und in der Ferne sah er schon den hellen Fleck, wo er den Wald erst Minuten zuvor betreten hatte. Nur noch einige Meter, dann wäre er wieder im Freien.
Dann, als er ungefähr zwanzig Meter vom Waldausgang entfernt war, hielt er plötzlich inne.
Vor ihm, an der Stelle, wo die Landstrasse aus dem Wald führte, erblickte er etwas - eine Gestalt.
Wie eine Statue stand sie dort, inmitten des Landweges, gerade genug vom Mondlicht beleuchtet, dass Pascal ihre Konturen wahrnehmen konnte.
Er wagte sich nicht zu rühren, wagte nicht, einen Ton zu machen und sich somit zu verraten. Doch die Gestalt tat nichts. Sie stand nur da und blickte in seine Richtung.
Dem zu urteilen, was Pascal im schwachen Licht erkennen konnte, war sie etwa gleich gross wie er. Pascal wagte es, sich einige Schritte zu nähern, doch noch immer machte sein Gegenüber keine Anstalten sich zu bewegen.
Wäre dies ein Polizist, würde er doch bestimmt nicht nur so dastehen?
Noch einige Schritte machte Pascal in Richtung Waldausgang und jetzt, ganz leise, hörte er etwas. Zuerst dachte er, es sei noch immer der Wind in den Baumwipfeln, doch dafür war es zu gleichmässig. Dann realisierte er, es war ein Atmen. Ein heiseres, tiefes Atmen. Zuerst nur ganz leise, wie die Flügelschläge eines Raben, doch immerzu wurde es lauter und lauter. Ein hohes Einatmen und ein tiefes, langes Ausatmen.
Ein – aus – ein – aus.
Es wurde so allumfassend und penetrant, dass Pascal unbewusst den Atemrhythmus übernahm und fortan im Gleichtakt mit seinem Gegenüber ein- und ausatmete, während er starr vor Angst wie versteinert dastand.
Plötzlich regte sich die Gestalt und machte einen Schritt in Pascals Richtung. Dieser reagierte instinktiv. So schnell ihn seine Beine trugen, rannte er ins Dickicht des Waldes, weg von der Landstrasse und der Gestalt darauf. Äste peitschten ihm ins Gesicht, Baumstämme und Büsche stellten sich ihm in den Weg, brachten ihn zu Fall, doch Pascal rappelte sich immer sofort wieder auf und rannte weiter. Bis er irgendwann vollkommen die Orientierung verloren hatte und sich in einem so dunkeln Teil des Waldes wiederfand, dass er nicht einmal mehr die eigene Hand vor den Augen erkennen konnte.
Heftig schnaufend hielt er inne und lauschte, ob die Gestalt ihn noch verfolgte, doch keine Spur von ihr, kein Atmen mehr, das Pascal in den Ohren klang.
Langsam tastete er sich mithilfe seiner Hände vor und versuchte so gut wie möglich den Bäumen auszuweichen. Alles, was er noch wollte, war aus diesem Wald zu entkommen. Ganz egal, wenn er der Polizei in die Hände lief.
Irgendetwas stimmte hier nicht. Zuerst das Rascheln vor ihm, wobei das ja noch ein Tier hätte sein können, aber dann die Gestalt auf der Strasse, das war bestimmt kein Tier.
Wenn er doch bloss etwas sehen könnte, eine Taschenlampe dabei hätte, eine… warte mal. Pascal griff in seine Jackentasche und nahm sein Handy hervor. Die simpelste Lösung und ich komme einfach nicht drauf. Er schaltete es ein und sogleich erhellte das Display und tauchte die Umgebung in schwaches Licht. Somit konnte Pascal zumindest wieder einigermassen sehen, wohin er lief. Einen kurzen Moment spielte er mit dem Gedanken, jemanden anzurufen, aber dann viel ihm etwas auf. Eine ungelesene SMS, erhalten vor zirka einer halben Stunde. Er öffnete sie. Es stand lediglich ein einziger Satz darin:
Pascal Eckhart, ich werde dich erledigen!
- Slack Ratachep

Pascal las die SMS mehrmals hintereinander. Er konnte sich keinen Reim darauf machen. Noch nie hatte er etwas von einem Slack Ratachep gehört, aber trotzdem kam ihm irgendetwas an diesem Namen bekannt vor.
Er blickte auf die Absendernummer, doch sie war ihm unbekannt.
Konnte die Gestalt auf der Strasse dieser Ratachep gewesen sein?
Pascals ohnehin schon strapazierte Nerven lagen völlig blank. Der Zwischenfall mit Libby, die Gestalt auf der Strasse, dieser verschissene Wald und jetzt diese SMS. Was war heute Abend bloss los? Zudem noch diese unglaublich nervende, anhängliche Frau im Club. Konnte sie etwas damit zu tun haben? War sie ihm möglicherweise sogar hierher gefolgt? Er konnte es sich durchaus vorstellen. Schon im Club hatte er ein komisches Gefühl bei ihr gehabt. Vielleicht hatte sie ja diese SMS geschrieben?
Es gab nur eine Möglichkeit dies rauszufinden. Pascal öffnete nochmals die SMS, begutachtete die Absendernummer und dann, ohne weiter darüber nachzudenken, betätigte er die Anruftaste.
Beinahe eine halbe Minute wartete er, doch niemand nahm ab. Als Pascal schon fast wieder aufhängen wollte, kam plötzlich die Mailbox und er hörte eine Frauenstimme: „Hi, hier ist die Mona. Ich bin zurzeit nicht erreichbar, also bitte hinterlasse mir eine Nachricht nach dem Piep Ton.“
Also doch, die Frau von der Bar. Eine Verrückte, ein Freak, eine Stalkerin.
Wenigstens wusste Pascal jetzt, mit wem er es zu tun hatte. Und Licht hatte er auch, das machte ihn etwas zuversichtlicher. Doch konnte er sich keinen Reim darauf machen, wieso ihm diese Mona ein solches SMS geschrieben hatte und wie um Himmels Willen sie ihm bisher gefolgt war. Zudem noch das komische Atmen. Irgendwie hörte sich das nicht nach einer Frau an.
Mit Hilfe des Displays als Lichtquelle kam Pascal wieder etwas schneller voran, aber ein Ende des Waldes war noch immer nicht in Sicht, doch vor ihm hörte er ein leichtes Rauschen.
Bald merkte Pascal, dass es von einem Bach oder einem Fluss herrühren musste.
Er ging weiter in Richtung des Rauschens und im stockte der Atem. Vor ihm erstreckte sich eine Schlucht, durch die ein Bach floss. Aufgrund der Dunkelheit war es schwer einzuschätzen, wie tief sie war. Pascal warf einen Stein hinab. Beinahe zwei Sekunden, bis man ihn unten ankommen hörte. Eins war sicher, würde man hier hinunterfallen, wäre man auf jeden Fall tot.
Schnurstracks kehrte Pascal der Schlucht den Rücken und ging in die entgegengesetzte Richtung weiter.
Angst kam wieder in ihm hoch, als er hinter sich ein Knacken hörte.
Beruhige dich Pascal! Das war bestimmt nur irgendein Tier.
Mehrmals blickte er hinter sich, leuchtete mit seinem Handy in die Dunkelheit, doch es war nichts zu sehen. Das Gefühl aber blieb, jemand schien ihn zu verfolgen.
Pascal beschleunigte seine Schritte. Da war es wieder, ein Knacken und Rascheln hinter ihm.
Doch immer wenn er stehen blieb und sich umschaute, war nichts zu sehen oder zu hören.
„Wer da?“ rief Pascal mit allem Mut in der Stimme, den er aufzubringen vermochte, doch niemand antwortete. Jedoch schien es Pascal, als ob jemand direkt hinter ihm stand, ausser Reichweite des Handylichts, doch trotzdem nahe genug, dass man ein leises Atmen vernehmen konnte.
Pascal setzte sich wieder in Bewegung und sofort hörte er, wie auch seinen Verfolger ihm nachlief, immer schön im Gleichschritt und darauf bedacht, sich nicht zu zeigen.
Pascal fühlte seine Präsenz.
Wieder blieb er stehen und rief in die Dunkelheit hinter ihm: „Mona, ich weiss, dass du es bist. Zeig dich endlich, du Verrückte!“
Ein heiseres Kichern. Höhnisch lachte es Pascal aus, und es klang so gar nicht nach der Frau von der Bar.
Jetzt rannte Pascal, doch es hatte keinen Zweck. Er konnte dem Verfolger nicht entkommen, egal wie schnell er war.
„Zeig dich endlich!“ verlangte Pascal verzweifelt. Er hatte Tränen in den Augen.
Noch immer hörte er das Atmen hinter ihm, lauter jetzt. Es vermischte sich mit einem anderen Geräusch. Pascal konnte es nicht glauben. Das Rauschen des Baches!
Er machte ein paar Schritte vorwärts und tatsächlich. Er war wieder genau an der gleichen Stelle angekommen, von der er sich zuvor abgewandt hatte.
Ich bin im Kreis gelaufen.
Jetzt konnte er nicht mehr weiter. Vor ihm ging es mehrere Meter tief in eine Schlucht und hinter ihm wartete sein Verfolger.
Das Atmen übertönte jetzt sogar das Rauschen des Baches. Wieder glich sich Pascals Atem dem seines Verfolgers an und jetzt spürte er, wie er näher kam. Schritte waren zu hören, langsam zwar, aber stets näher kommend. Pascal zitterte.
Eine Gestalt trat in den Lichtschein des Handys. Zuerst ein Fuss, dann ein zweiter Fuss, ein Körper, ein Gesicht..
Pascals Knie wurden weich, ein Schrei des Entsetzens entsprang seiner Kehle und das Handy fiel ihm aus der schlaffen Hand, als er das Gesicht erkannte.
Jetzt leuchtete es nicht mehr und Dunkelheit umhüllte die beiden Personen, liess sie verschmelzen zu einem einzigen grossen Schatten im Wald.
Ungläubig darüber, was er gesehen hatte, schloss Pascal seine Augen und sprach sich innerlich immer wieder vor:
Ich bin Pascal Eckhart,
ich bin Pascal Eckhart,
ich bin Pascal Eckhart,
Pascal Eckhart,
Pascal Eckhart,
Sascal Eckhart,
Slascal Eckhart,
Slascal Eckharep,
Slascal Eckhachep,
Slascal Reckhachep,
Slacal Rackhachep,
Slaca Rachhachep,
Slack Ratachep,
Ich bin Slack Ratachep…


Er realisierte. Und er wusste, dass es kein Entkommen gab, nie geben würde.
Pascal sprang.

“Egal wohin du auch gehst, dich selbst nimmst du mit!“

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Beitrag #2 |

RE: Stalker - Teil 2/2
Erste!
Tschakka!
Jut, dann schauen wir mal, wo Pascal so hinläuft. Icon_wink

Zitat:Keuchend hielt Pascal auf einer verlassenen Landstrasse inne um zu verschnaufen. Er stützte sich mit den Händen auf seine Knie und verweilte mehrere Minuten in dieser gebückten Haltung.
-- Von der Disco zur Landstraße? In welcher stadt sind wir denn? Oder ist es ein Dorf? Insgesamt könntest du ruhig etwas mehr Hintergrund einflechten. Abgesehen von dem Tattoo weiß ich zum Beispiel nichts von Pascal.
Hey, mir fällt gerade ein, dass das Yin-Yang auch einer verlorenen Wette geschuldet ist oder einer trunkenen Idee, dann müsste er vielleicht nicht wirklich wissen, was es damit auf sich hat. (Nur so am Rande.)

Zitat:Die Landstrasse führte in Richtung eines grossen Waldes, was ihm überhaupt nicht behagte.
-- ein großer Wald ist so wie eine junge Frau - werd ruhig genauer. Warum nicht den Namen nennen, er wohnt schließlich da, da sollte er ihn kennen. Oder irgendeinen Bezug zu haben. Schließlich ist er nicht völlig planlos dahin, er muss ja beim Rennen was gedacht haben.

Zitat: Doch hatte er eine andere Wahl? Zurück in die Stadt konnte er nicht, da ihn die Polizei dort bestimmt schon suchte. Somit blieb nur der Wald.
-- Erneut die Frage nach der Größe der Stadt. Die Polizei wird wohl kaum auf ihn stoßen in einer Stadt wie Köln zum Beispiel, solange er nicht seine Wohnung aufsucht. er könnte zum Beispiel zu einem Kumpel. Hat er soetwas?
Zudem fehlt mir hier etwas Reflektion. Macht er sich Sorgen um Libby, hat er Schuldgefühle?

Zitat:Was hab ich bloss getan? Wie konnte mir das passieren? Doch es war zu spät, das wusste Pascal. Er hatte Libby geschlagen und durch nichts in der Welt konnte er dies noch ändern.
-- Immer noch keine Sorge um seine Freundin?

Zitat:Also lief er weiter, ohne ein wirkliches Ziel, lief weiter mit all‘ den quälenden Gedanken, die an seinem Gewissen nagten.
-- Muss das da hin? Ist schließlich keine Abkürzung. Icon_confused

Zitat:Selbstvorwürfe begannen sich in seinem Kopf breit zu machen. Wie konntest du so dumm sein? Wieso bist du nur so gestört? So erbärmlich, so verabscheuenswürdig. Ich hasse dich. Von ganzen Herzen hasse ich dich.
-- Wenn er wirklich so gestört ist und die Wut schon öfter auftrat, wovon ich ausgehe, warum ist dies dann erst sein erstes Verbrechen? Wo lässt er denn sonst seine Wut ab?

Zitat:Die Bäume erstickten auch noch das letzte bisschen Licht, als Pascal in den Wald eintrat. Schiere Dunkelheit lag vor ihm und es war kein Ende ersichtlich.
Pascal schauderte. Neben der Dunkelheit hatte sich auch noch eine unnatürliche Stille im Wald breit gemacht. Man hörte lediglich den kalten Wind in den Baumwipfeln rauschen.
-- Schlimmer als Blätterrascheln finde ich ja immer das Geknarze im Wald. Gruselig. *schauder*
Wie ist eigentlich das Wetter um Pascal? Sommer, Winter? Vollmond?
Ein bissl mehr könntest du uns ruhig erzählen. Icon_wink
Ist es ein Kiefernwald, Mischwald?

Zitat:Wenigstens finden sie mich hier nie, versuchte sich Pascal etwas aufzuheitern, doch das ungemütliche Gefühl in der Brust blieb.
-- Joah, die Frage ist, wie lange er dort so durchhalten kann, im Wald, ohne Essen und Trinken.

Zitat:Er konnte sich jetzt nur noch sehr langsam fortbewegen, da es fast unmöglich wurde, den Weg zu sehen.
-- Welchen Weg? Ist er von der Straße abgegangen?

Zitat:Dann, wie aus dem Nichts, ein Knacken vor ihm. Pascal erstarrte augenblicklich und versuchte etwas zu erspähen - unmöglich. Doch er vernahm ein leises Rascheln, wie Füsse, die sich langsam auf Laub bewegten - Menschenfüsse!
-- Sorry, aber ich glaube nicht, dass man das als Stadtmensch bzw. Mensch ohne Jagderfahrung hören kann!

Zitat:Von der Angst gepackt, machte Pascal sofort Kehrt und hastete in Richtung Ausgang des Waldes.
-- kehrt - klein

Zitat: Er rannte und in der Ferne sah er schon den hellen Fleck, wo er den Wald erst Minuten zuvor betreten hatte. Nur noch einige Meter, dann wäre er wieder im Freien.
-- Für einen Mann, der gerade seine Frau verhauen hat, ist er ziemlicher Angsthase.

Zitat:Er wagte sich nicht zu rühren, wagte nicht, einen Ton zu machen und sich somit zu verraten. Doch die Gestalt tat nichts. Sie stand nur da und blickte in seine Richtung.
Dem zu urteilen, was Pascal im schwachen Licht erkennen konnte, war sie etwa gleich gross wie er. Pascal wagte es, sich einige Schritte zu nähern, doch noch immer machte sein Gegenüber keine Anstalten sich zu bewegen.
Wäre dies ein Polizist, würde er doch bestimmt nicht nur so dastehen?
-- Wie sollte da ein Polizist hinkommen? Dafür, dass er eben vor Menschenfüßen weggerannt ist, macht sein Zugehen nun wenig Sinn.

Zitat:Noch einige Schritte machte Pascal in Richtung Waldausgang und jetzt, ganz leise, hörte er etwas. Zuerst dachte er, es sei noch immer der Wind in den Baumwipfeln, doch dafür war es zu gleichmässig. Dann realisierte er, es war ein Atmen.
-- *hust*

Zitat:Ein heiseres, tiefes Atmen. Zuerst nur ganz leise, wie die Flügelschläge eines Raben, doch immerzu wurde es lauter und lauter. Ein hohes Einatmen und ein tiefes, langes Ausatmen.
Ein – aus – ein – aus.
-- Wird das Atmen wirklich lauter oder geht er nur näher heran?

Zitat:Irgendetwas stimmte hier nicht. Zuerst das Rascheln vor ihm, wobei das ja noch ein Tier hätte sein können, aber dann die Gestalt auf der Strasse, das war bestimmt kein Tier.
-- Das wissen wir ja bereits, daher will der Gedanke nicht passen.
eher "Wer war der Kerl? Ein irrer Landstreicher?"

Zitat:Einen kurzen Moment spielte er mit dem Gedanken, jemanden anzurufen, aber dann viel ihm etwas auf. Eine ungelesene SMS, erhalten vor zirka einer halben Stunde.
-- cirka und fiel ihm auf

Zitat:Pascal Eckhart, ich werde dich erledigen!
- Slack Ratachep
-- Okay, also der Name ist so ungewöhnlich, das jeder hängen bleibt und darüber stolpert, dass es Pascals Name nur neu geschüttelt ist. Sorry.

Zitat:Pascal las die SMS mehrmals hintereinander. Er konnte sich keinen Reim darauf machen. Noch nie hatte er etwas von einem Slack Ratachep gehört, aber trotzdem kam ihm irgendetwas an diesem Namen bekannt vor.
-- Nicht der Hellste, der Gute.

Zitat:Er blickte auf die Absendernummer, doch sie war ihm unbekannt.
Konnte die Gestalt auf der Strasse dieser Ratachep gewesen sein?
Pascals ohnehin schon strapazierte Nerven lagen völlig blank. Der Zwischenfall mit Libby, die Gestalt auf der Strasse, dieser verschissene Wald und jetzt diese SMS. Was war heute Abend bloss los? Zudem noch diese unglaublich nervende, anhängliche Frau im Club. Konnte sie etwas damit zu tun haben? War sie ihm möglicherweise sogar hierher gefolgt?
-- Jetzt wird es abstrus. Mona ist wohl sein geringstes Problem.

Zitat:Beinahe eine halbe Minute wartete er, doch niemand nahm ab. Als Pascal schon fast wieder aufhängen wollte, kam plötzlich die Mailbox und er hörte eine Frauenstimme: „Hi, hier ist die Mona. Ich bin zurzeit nicht erreichbar, also bitte hinterlasse mir eine Nachricht nach dem Piep Ton.“
-- Piepton, und warum plötzlich? So unerwartet ist eine Mailbox nicht. Plötzlich würde ich mir für etwas wirklich dramatisches aufsparen. Icon_wink

Zitat:Mit Hilfe des Displays als Lichtquelle kam Pascal wieder etwas schneller voran, aber ein Ende des Waldes war noch immer nicht in Sicht, doch vor ihm hörte er ein leichtes Rauschen.
-- Rauschen hatten wir bereits, da es um einen schnellen Bach geht, wie wäre es mit Gurgeln? Plätschern?

Zitat:Noch immer hörte er das Atmen hinter ihm, lauter jetzt. Es vermischte sich mit einem anderen Geräusch. Pascal konnte es nicht glauben. Das Rauschen des Baches!
Er machte ein paar Schritte vorwärts und tatsächlich. Er war wieder genau an der gleichen Stelle angekommen, von der er sich zuvor abgewandt hatte.
-- Das kann ich nicht nachvollziehen. Der Bach wird nicht nur an einer Stelle des Waldes zu hören sein. Icon_wink

Zitat:Eine Gestalt trat in den Lichtschein des Handys. Zuerst ein Fuss, dann ein zweiter Fuss, ein Körper, ein Gesicht..
-- Gesicht (LZ) ... (LZ)

Zitat:Er realisierte. Und er wusste, dass es kein Entkommen gab, nie geben würde.
Pascal sprang.
-- *hust*

Okay, fertig. Ingesamt betrachtet, finde ich die Idee gut. Dein Stil liest sich flüssig und daher angenehm, bis auf den bereits erwähnten Haufen Pascals, die schwache Verwendung von Verben oder Adjektiven sowie die "dochs" und "abers". Nutze einmal die Suchfunktion von Word und du wirst dich erschrecken wie oft, diese beiden Wörter vorkommen. Hier lassen sich viele Verwendungen durch eine einfache Umstellung des Satz oder mehr Textbreite umgehen. Textbreite oder Länge ist auch die Hauptkritik. Die Geschichte wirkt dahingehuscht, an einigen Stellen leider wenig durchdacht. Lass dir ruhig etwas mehr Zeit, um Pascal dem Leser nahezubringen. Erinnerungen, Eindrücke - all das fehlt, während hingegen seine Angst vor dem Verfolger zu schnell und daher übertrieben ist. So wirkt Pascal als Person nicht wirklich rund, und ich frage mich, kennst du Pascal überhaupt? Sein Alter, seine Geschichte, seine Ängste? Als Autor sollten dir deine Figuren so bekannt wie Freunde sein, denn nur so kannst du sie schlüssig gestalten, sie aus der Fiction dem Leser als Menschen nahe bringen. Im Moment wirkt er für mich konstruiert, da er sich widersprüchlich verhält und in sich inkonsequent ist. Zudem kann ich mich auch nicht mit ihm identifizieren. Ein Bösewicht ist okay, aber das soll er nicht sein, oder? Schließlich sind wir in der Rubrik Horror. Icon_wink
Ich hoffe, ich habe dich nicht zu sehr vor den Kopf gestoßen. Ich kann nur meine Eindrücke wiedergeben, und Stalker weiß mich leider nicht zu überzeugen.

LG
Adsartha

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #3 |

RE: Stalker - Teil 2/2
Hallo zum zweiten, Elia! Icon_smile

Vorneweg: es wäre ganz sinnvoll, wenn du den zweiten Teil deiner Geschichte irgendwo im ersten Teil verlinkst (zB. am Ende des Texts mit einem "hier gehts weiter") - damit man den zweiten Teil dann auch noch findet, wenn die irgendwann auseinandergezogen irgendwo im Horrorsubforum rumhängen. Icon_wink

Nun denn, auf gehts!

Zitat:Dunkelheit umhüllte ihn und die Lichter der Stadt waren nur noch in der Ferne zu erblicken.
Wow, der muss aber eine Ausdauer haben (oder hatte er sich eh schon am Rand der Stadt befunden?).

Zitat:Doch hatte er eine andere Wahl? Zurück in die Stadt konnte er nicht, da ihn die Polizei dort bestimmt schon suchte. Somit blieb nur der Wald.
Hier hast du erst fast schon nüchtern klingende Gedanken, weiter unten folgen dann erst seine Gedanken zu Libby. Ist das so richtig rum? Klar geht es ihm erstmal drum weg zu kommen, aber wenn er dann anhält, überfallen ihn dann nicht erstmal die Schuldgefühle? Was mich ...

Zitat:Was hab ich bloss getan? Wie konnte mir das passieren? Doch es war zu spät, das wusste Pascal. Er hatte Libby geschlagen und durch nichts in der Welt konnte er dies noch ändern.
... zu dieser Stelle bringt. Icon_wink Dass er sich solche Fragen stellt ist schon mal ein guter Anfang. Aber hier verschenkst du meiner Meinung nach viel Potential. Zeig uns Leser, was er fühlt. Sieht er vielleicht Libby's Gesicht nochmal vor Augen - spürt er nicht vielleicht den Verlust, denn immerhin war sie seine Freundin? All dies sollte nicht auf einen Schlag kommen im Text, du kannst ihn ruhig in der Zwischenzeit weitergehen lassen.
Aber so wie es jetzt ist, wirkt er auf mich völlig teilnahmslos. Also quasi: "Och ja, ich hab gerade meine Freundin niedergeschlagen. Blöd. Na ja, kann man jetzt eh nicht mehr ändern." => wenn du allerdings genau diesen Eindruck vermitteln wolltest, dann wäre dir das gelungen. *lacht*

Zitat:Es kam Pascal alles so irreal vor.
Ich gebe zu, das er gerade alles irreal empfindet, könnte auch dazu führen, dass Pascal zunächst eher gefühlskalt ist. Aber dann müsstest du dem Leser auch vermitteln, dass er sich wie betäubt fühlt (seine Gedanken krochen nur noch, sein Schädel dröhnte, als hätte jemand mit einem Vorschlaghammer ... etc.). Icon_smile

Zitat:Kurz überlegte er, einfach umzudrehen und sich der Polizei zu stellen, doch er hatte zu viel Angst. Angst vor den Konsequenzen, Angst vor der Reaktion seiner Eltern und Freunde, Angst vor der Polizei.
Hm. Meintest du nicht in deiner Antwort zum ersten Teil, dass es schon mal passiert ist und Libby deshalb weiß was kommt?

Zitat:Also lief er weiter, ohne ein wirkliches Ziel, lief weiter mit all‘ den quälenden Gedanken, die an seinem Gewissen nagten.
Selbstvorwürfe begannen sich in seinem Kopf breit zu machen. Wie konntest du so dumm sein? Wieso bist du nur so gestört? So erbärmlich, so verabscheuenswürdig. Ich hasse dich. Von ganzen Herzen hasse ich dich.
Na also! *lacht*

Zitat:Wenigstens finden sie mich hier nie, versuchte sich Pascal etwas aufzuheitern, doch das ungemütliche Gefühl in der Brust blieb.
Ich finde irgendwie krass, dass es ihm wichtiger ist, nicht gefunden zu werden, als zu erfahren, wie es seiner Freundin geht. Oder die Selbstvorwürfe, die er sich gerade noch gemacht hat, lassen die wirklich Raum für einen Aufheiterungsversuch?

Zitat:Dann, als er ungefähr zwanzig Meter vom Waldausgang entfernt war, hielt er plötzlich inne.
Du schreibst gerade im personalen Erzähler. Der Leser befindet sich also gerade im Kopf deines Protagonisten: wenn du ziemlich panisch zum Ausgang eines Waldes hetzt, schätzt du dann die Entfernung bis zum Ausgang wirklich in Metern? Hier könntest du ein bisschen mehr Spannung aufbauen, in dem du beschreibst, wie das Licht näher kommt, wie Pascal vielleicht noch einmal seine Schritte beschleunigt - und dann abrupt innehält.

Zitat:Er wagte sich nicht zu rühren
Ich würde schreiben: "er wargte nicht sich zu rühren"

Zitat:einen Ton zu machen
Das bekommst du besser hin, so ist es eine recht gewöhnliche Formulierung. Mach es atemloser, die Geräusche unterdrückend und nicht umgekehrt - ich finde, damit vermittelst du mehr spannung also so (wo es wirkt, als hätte Pascal sich unter Kontrolle, aber das ist doch langweilig Mrgreen ).

Zitat:Dem zu urteilen, was Pascal im schwachen Licht erkennen konnte
Fehlt da nicht ein "nach" relativ am Anfang des Satzes?

Zitat:war sie etwa gleich gross wie er.
"Gleich groß" klingt eher umgangssprachlich, finde ich. Vorschlag: ebenso groß.

Zitat:Wäre dies ein Polizist, würde er doch bestimmt nicht nur so dastehen?
Hier wiederum befinden wir uns in Pascals Gedanken - da wirkt "dies" irgendwie zu gestelzt und ich würde daher eher "das" schreiben. Aber vielleicht gehts nur mir so. Icon_wink

Zitat:Noch einige Schritte machte Pascal in Richtung Waldausgang
Du hast schon zwei Sätze vorher "Schritte". Da muss etwas Abwechslung rein. Lass ihn sich zB. an den Walausgang herantasten, vielleicht zögerlich, vielleicht rauscht ihm das Blut in den Ohren?

Zitat:Dann realisierte er, es war ein Atmen. Ein heiseres, tiefes Atmen. Zuerst nur ganz leise, wie die Flügelschläge eines Raben, doch immerzu wurde es lauter und lauter. Ein hohes Einatmen und ein tiefes, langes Ausatmen.
Ein – aus – ein – aus.
Gute Stelle! Pro

Zitat:So schnell ihn seine Beine trugen, rannte er ins Dickicht des Waldes, weg von der Landstrasse und der Gestalt darauf.
Eine verständliche Reaktion - auch wenn es vermutlich klüger gewesen wäre, auf der Landstraße zu bleiben, nicht wahr? *lacht*

Zitat:Äste peitschten ihm ins Gesicht, Baumstämme und Büsche stellten sich ihm in den Weg, brachten ihn zu Fall, doch Pascal rappelte sich immer sofort wieder auf und rannte weiter.
stürmte, hetzte, eilte ... (hetzte gefällt mir spontan am besten). Die Beschreibung des Waldes gefällt mir hier gut!

Zitat:Eine ungelesene SMS, erhalten vor zirka einer halben Stunde. Er öffnete sie. Es stand lediglich ein einziger Satz darin:
Pascal Eckhart, ich werde dich erledigen!
- Slack Ratachep
Oha, das klingt interessant! Ich nehme auch an, dass es die Gestalt von vorhin war. Mal schauen, was kommt. Und dieser Name, der hat doch bestimmt eine tiefere Bedeutung. Muss man vielleicht die Buchstaben irgendwie umtauschen? Ich bin gespannt.

Zitat:Irgendwie hörte sich das nicht nach einer Frau an.
Erzähl uns Lesern doch, warum sich das nicht nach einer Frau angehört hatte? ("So schwer atmete doch keine Frau!?" etc. Oder du gehst von der Größe der Gestalt aus, die ja in etwa der von Pascal entsprach.)
HA! Ich hab's! Slack Ratachep -> p - Slack Ratache -> pa - Slck Ratache -> paS - lck Ratache -> paSc - lk Ratache -> paScal - k Rtache -> paScal eck - Rtah -> Pascal Eckhart!
Interessant.

Zitat:Mehrmals blickte er hinter sich, leuchtete mit seinem Handy in die Dunkelheit, doch es war nichts zu sehen. Das Gefühl aber blieb, jemand schien ihn zu verfolgen.
Hier könnte sich Pascals Atem immerweiter beschleunigen. Vielleicht beginnt ihm der Schweiß über die Stirn zu rinnen oder er spürt, wie sein Herz gegen seinen Brustkorb hämmert. Wie fühlt es sich an, wenn man glaubt, man wird verfolgt?

Zitat:immer schön im Gleichschritt und darauf bedacht, sich nicht zu zeigen.
Im Gleichschritt, weil es ja zwei Seiten der selben Person sind? Haben sie deshalb auch im Gleichtakt geatmet vorhin? (Wenn das so wäre, dann fände ich das sehr gut durchdacht!) Pascal hat das Ganze aber nicht etwa mit seinem Selbsthass vorhin erst ausgelöst?

Zitat:Ich bin Pascal Eckhart
Ich bin Slack Ratachep…
Ich bin gut. Icon_wink

Schlussbetrachtungen und Fazit:

Stil:
Wie du ja schon geahnt hast, fanden sich viele meiner Kritikpunkte aus dem ersten Teil in diesem wieder. Aber das ist ja nichts schlimmes, sondern eröffnet nur Möglichkeiten, sich zu verbessern. Icon_smile (Abgesehen davon, dass du selbstverständlich nicht meiner Meinung sein musst.) Insgesamt haben mir die Szenen im Wald aber durchaus gut gefallen. Ich finde, dass du uns Leser an einigen Stellen tiefer in Pascals Gefühls- und Gedankenwelt hättest eintauchen lassen können. Aber die atemlose (oder eher atemvolle?) Atmopshäre kam gut rüber. Manchmal neigst du dazu, bestimmte "einfache" Verben und Phrasen zu wiederholen - hier könntest du mehr Abwechslung reinbringen, eine kleine Änderung, die aber einen großen Effekt haben kann. Insbesondere bieten solche Stellen oft die Chance, sprachlich ein bisschen kreativer zu werden und ausgetretene Phrasen durch unbekannte Metaphern zu ersetzen. Aber da muss jeder seinen eigenen Stil finden. Das ist sowieso das Zentrale: finde eine Art zu schreiben, die dir selbst gefällt, es wird eh nie bei jedem Leser gut ankommen. Icon_wink
Insgesamt solltest du den Leser aber mehr in deine Welt eintauchen lassen.

Inhalt:
Ok, jetzt liegt deine Geschichte ausgebreitet vor mir. Wir haben Pascal, der seine Wut nicht beherrschen kann. Wenn man vom eigenen Zorn übermannt wird, verhält man sich vielleicht in einer Weise, die einem absolut fremd, die man aber doch selber ist. In diesem Thema ist also schon ein wenig die Spaltung der Person angelegt. Dazu das Yin-und-Yan-Tatoo als kleiner Hinweis darauf, wohin du uns führen möchtest. Diese kleinen Hinweise gefallen mir sehr gut. Richtig gute Enden sind überraschend, aber wenn man sie dann kennt, machen viele Details der Geschichte aufeinmal Sinn. Man muss allerdings darauf achten, dass die Hinweise deutlich genug sind, dass der Leser sich daran erinnert, aber nicht so deutlich, dass der Leser sie durchschaut. Icon_wink Schwere Sache, das bekommen auch Bestsellerautoren nicht ohne weiteres hin. In Anbetracht dieses Schwierigkeitsgrads gefallen mir deine verstreuten Hinweise daher sehr gut! Besonders der "geschüttelte" Name war eine gute Idee, auch wenn es vielleicht riskant war, "Pascal Eckhart" und "Slack Ratachep" direkt in einer SMS stehen zu haben. Na ja, der Leser muss ja auch eine Chance haben.
Am Ende wird Pascal also von einer Seite seiner selbst überrannt, die er nicht kontrolieren kann. Ein einfaches und doch eingängiges Motiv. Vielleicht hättest du Slack Ratachep schon vorher irgendwie einbauen können (vielleicht hätte Mona slack kennen gelernt haben können oder so etwas) - aber Pascal war ja nicht richtig persönlichkeitsgespalten.
Ein wenig schwach erscheint mir vielleicht die Verbindung zwischen der Gewalttätigkeit von Pascal und dem Rest der Geschichte - aber wie oben geschrieben ist die Verbindung da, daher mecker ich mal nicht weier. Icon_smile
Alles in allem gefällt mir deine Idee also gut.

Ich hoffe mein Kommtar hilft dir weiter.

Viele Grüße,
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

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Beitrag #4 |

RE: Stalker - Teil 2/2
@ Addi:

Zitat:Von der Disco zur Landstraße? In welcher stadt sind wir denn? Oder ist es ein Dorf? Insgesamt könntest du ruhig etwas mehr Hintergrund einflechten. Abgesehen von dem Tattoo weiß ich zum Beispiel nichts von Pascal.

Ja, die fehlenden Hintergrundinfos wurden ja schon im ersten Teil zurecht bemängelt. Werde ich beim Überarbeiten besser machen.

Zitat:ein großer Wald ist so wie eine junge Frau - werd ruhig genauer. Warum nicht den Namen nennen, er wohnt schließlich da, da sollte er ihn kennen. Oder irgendeinen Bezug zu haben. Schließlich ist er nicht völlig planlos dahin, er muss ja beim Rennen was gedacht haben.

Geht wohl in die selbe Sparte wie oben.

Zitat:
Zitat:Also lief er weiter, ohne ein wirkliches Ziel, lief weiter mit all‘ den quälenden Gedanken, die an seinem Gewissen nagten.


Muss das da hin? Ist schließlich keine Abkürzung.

muss es nicht, danke Icon_wink

Zitat:Wenn er wirklich so gestört ist und die Wut schon öfter auftrat, wovon ich ausgehe, warum ist dies dann erst sein erstes Verbrechen? Wo lässt er denn sonst seine Wut ab?

da sehe ich hingegen keinen Widerspruch. Man kann seine Aggressionen auch ausleben, ohne gleich in Kontakt mit dem Gesetz zu kommen.
Vandalismus mal als Beispiel. Klar ist es eine Straftat, irgend etwas mutwillig zu zerstören, aber erwischt wird man dabei ja eh nicht.
Oder diverse Prügeleien, bei denen sich die Täter gleich wieder aus dem Staub machen oder es erst gar nicht zur Anzeige kommt. Keine Seltenheit wage ich mal zu behaupten.

Zitat:Joah, die Frage ist, wie lange er dort so durchhalten kann, im Wald, ohne Essen und Trinken.

Ich glaube nicht, dass er sich zurzeit darüber Gedanken macht.

Zitat: -- Welchen Weg? Ist er von der Straße abgegangen?

In meinem Kopf war es eigentlich immer nur ein Weg^^
Danke, werde ich ändern.

Zitat:
Zitat:Dann, wie aus dem Nichts, ein Knacken vor ihm. Pascal erstarrte augenblicklich und versuchte etwas zu erspähen - unmöglich. Doch er vernahm ein leises Rascheln, wie Füsse, die sich langsam auf Laub bewegten - Menschenfüsse!

Sorry, aber ich glaube nicht, dass man das als Stadtmensch bzw. Mensch ohne Jagderfahrung hören kann!

Auch hier wage ich es, dir zu widersprechen Icon_wink
Warst du schon einmal in der Nacht alleine im stockdunklen Wald? Man hört jedes noch so kleine Geräusch.

Zitat:kehrt - klein

Danke

Zitat:Für einen Mann, der gerade seine Frau verhauen hat, ist er ziemlicher Angsthase.

In deinen Augen ist also ein Mann, der seine Frau / Freundin verhaut, ein mutiger Kerl? Oder wieso verwundert es dich, dass er ein Angsthase ist?

Zitat:
Zitat:Er wagte sich nicht zu rühren, wagte nicht, einen Ton zu machen und sich somit zu verraten. Doch die Gestalt tat nichts. Sie stand nur da und blickte in seine Richtung.
Dem zu urteilen, was Pascal im schwachen Licht erkennen konnte, war sie etwa gleich gross wie er. Pascal wagte es, sich einige Schritte zu nähern, doch noch immer machte sein Gegenüber keine Anstalten sich zu bewegen.
Wäre dies ein Polizist, würde er doch bestimmt nicht nur so dastehen?

Wie sollte da ein Polizist hinkommen? Dafür, dass er eben vor Menschenfüßen weggerannt ist, macht sein Zugehen nun wenig Sinn.

Indem er Pascal gefolgt ist würde ich sagen Icon_wink
Bei der Logiklücke mit dem Wegrennen hast du jedoch recht. Muss ich mir etwas überlegen.
Was ich gerade auch gesehen habe ist, dass sich hier das "er wagte es" wiederholt.

Zitat:
Zitat:Noch einige Schritte machte Pascal in Richtung Waldausgang und jetzt, ganz leise, hörte er etwas. Zuerst dachte er, es sei noch immer der Wind in den Baumwipfeln, doch dafür war es zu gleichmässig. Dann realisierte er, es war ein Atmen.

-- *hust*

hehe ja, das werde ich mir ganz gross hinter die Ohren schreiben Icon_lol

Zitat:Wird das Atmen wirklich lauter oder geht er nur näher heran?

es wird tatsächlich lauter Icon_smile

Zitat:Das wissen wir ja bereits, daher will der Gedanke nicht passen.
eher "Wer war der Kerl? Ein irrer Landstreicher?"

Darf ich das so übernehmen? Ist wirklich besser.

Zitat:cirka und fiel ihm auf

Doh

Zitat:Okay, also der Name ist so ungewöhnlich, das jeder hängen bleibt und darüber stolpert, dass es Pascals Name nur neu geschüttelt ist. Sorry.

Brauchst dich nicht zu entschuldigen Icon_wink
Da du und auch Weltwanderer gleich draufgekommen seid, ist mir klar, dass ich es für den Leser schwerer machen muss.
Ich selbst konnte halt nur schwer einschätzen, ob es einfach ist draufzukommen oder nicht.

Zitat:Piepton, und warum plötzlich? So unerwartet ist eine Mailbox nicht. Plötzlich würde ich mir für etwas wirklich dramatisches aufsparen.

wird geändert Icon_smile

Zitat:
Zitat:Er realisierte. Und er wusste, dass es kein Entkommen gab, nie geben würde.
Pascal sprang.

-- *hust*

haha unfassbar Doh

Zitat:Textbreite oder Länge ist auch die Hauptkritik.

Mit Textbreite meinst du die fehlenden Beschreibungen usw. ?

Zitat:Die Geschichte wirkt dahingehuscht, an einigen Stellen leider wenig durchdacht. Lass dir ruhig etwas mehr Zeit, um Pascal dem Leser nahezubringen.

Das wurde ja schon im ersten Teil von dir und WW bemängelt. Deshalb war mir eigentlich auch schon klar, dass es im zweiten Teil auf etwa dasselbe hinauslaufen wird.
Muss auch sagen, ihr habt da vollkommen recht. Manche Dinge fallen einem erst auf, nachdem man darauf aufmerksam gemacht wurde.

Zitat:Zudem kann ich mich auch nicht mit ihm identifizieren. Ein Bösewicht ist okay, aber das soll er nicht sein, oder? Schließlich sind wir in der Rubrik Horror.

Ich weiss nicht, ob ich überhaupt will, dass man sich mit Pascal identifizieren kann. Er ist ja kein "netter" Protagonist im eigentlichen Sinne.

Zitat:Ich hoffe, ich habe dich nicht zu sehr vor den Kopf gestoßen. Ich kann nur meine Eindrücke wiedergeben, und Stalker weiß mich leider nicht zu überzeugen.

Auf keinen Fall! Ich war sehr froh um deine beiden Kommentare. Sie haben mich sehr weitergebracht und ich hoffe wirklich, möglichst viel von dem, was ich gelernt habe, umsetzen zu können. Icon_smile

Vielen Dank Addi, für deine beiden Kommentare! Ich weiss es wirklich zu schätzen.

Elia

_______________________________________________________________

@ Weltwanderer

Zitat:Hallo zum zweiten, Elia!

Hallo zum zweiten, Weltwanderer Icon_smile

Zitat:Vorneweg: es wäre ganz sinnvoll, wenn du den zweiten Teil deiner Geschichte irgendwo im ersten Teil verlinkst

wird gemacht

Zitat:
Zitat:Dunkelheit umhüllte ihn und die Lichter der Stadt waren nur noch in der Ferne zu erblicken.

Wow, der muss aber eine Ausdauer haben (oder hatte er sich eh schon am Rand der Stadt befunden?).

mhh, jetzt wo du es sagst ... "In der Ferne" ist wohl etwas übertrieben.

Zitat:Dass er sich solche Fragen stellt ist schon mal ein guter Anfang. Aber hier verschenkst du meiner Meinung nach viel Potential. Zeig uns Leser, was er fühlt. Sieht er vielleicht Libby's Gesicht nochmal vor Augen - spürt er nicht vielleicht den Verlust, denn immerhin war sie seine Freundin? All dies sollte nicht auf einen Schlag kommen im Text, du kannst ihn ruhig in der Zwischenzeit weitergehen lassen.
Aber so wie es jetzt ist, wirkt er auf mich völlig teilnahmslos. Also quasi: "Och ja, ich hab gerade meine Freundin niedergeschlagen. Blöd. Na ja, kann man jetzt eh nicht mehr ändern." => wenn du allerdings genau diesen Eindruck vermitteln wolltest, dann wäre dir das gelungen. *lacht*

ne, den Eindruck wollte ich eigentlich nicht vermitteln Icon_lol
Ich werde versuchen, dem Leser die Gefühlswelt von Pascal etwas näher zu bringen. Allerdings muss ich mir selbst zuerst einmal klar darüber werden, was er überhaupt fühlt^^
Du siehst, es fehlt noch an allen Enden und Ecken bei der Geschichte Icon_panik

Zitat:
Zitat:Kurz überlegte er, einfach umzudrehen und sich der Polizei zu stellen, doch er hatte zu viel Angst. Angst vor den Konsequenzen, Angst vor der Reaktion seiner Eltern und Freunde, Angst vor der Polizei.

Hm. Meintest du nicht in deiner Antwort zum ersten Teil, dass es schon mal passiert ist und Libby deshalb weiß was kommt?

Hier kann ich nur dasselbe sagen, wie schon zu Addi: Meiner Meinung nach zieht ein exzessives Ausleben eigener Aggressionen nicht zwangsweise ein Konflikt mit dem Gesetz nach sich.

Zitat:Ich finde irgendwie krass, dass es ihm wichtiger ist, nicht gefunden zu werden, als zu erfahren, wie es seiner Freundin geht.

Pascal ist ein egoistischer Mensch. Da besteht für mich keinen Zweifel.

Zitat:Du schreibst gerade im personalen Erzähler. Der Leser befindet sich also gerade im Kopf deines Protagonisten: wenn du ziemlich panisch zum Ausgang eines Waldes hetzt, schätzt du dann die Entfernung bis zum Ausgang wirklich in Metern? Hier könntest du ein bisschen mehr Spannung aufbauen, in dem du beschreibst, wie das Licht näher kommt, wie Pascal vielleicht noch einmal seine Schritte beschleunigt - und dann abrupt innehält.

Du hast recht. Das mit den 20 Metern liest sich komisch und passt nicht wirklich zu einem personalen Erzähler.

Zitat:
Zitat:Wäre dies ein Polizist, würde er doch bestimmt nicht nur so dastehen?

Hier wiederum befinden wir uns in Pascals Gedanken - da wirkt "dies" irgendwie zu gestelzt und ich würde daher eher "das" schreiben. Aber vielleicht gehts nur mir so.

Stimmt, das liest sich tatsächlich besser.

Zitat:HA! Ich hab's! Slack Ratachep -> p - Slack Ratache -> pa - Slck Ratache -> paS - lck Ratache -> paSc - lk Ratache -> paScal - k Rtache -> paScal eck - Rtah -> Pascal Eckhart!

Hehe guter Mann Icon_wink
Addi hats auch schon beim Lesen rausgefunden. Werde ich wohl etwas schwerer machen müssen.
Leider ist es nicht so leicht, ein gescheites Anagramm zu konstruieren ^^

Zitat:Im Gleichschritt, weil es ja zwei Seiten der selben Person sind? Haben sie deshalb auch im Gleichtakt geatmet vorhin?

Genau Icon_smile

Zitat:
Zitat:Ich bin Pascal Eckhart
Ich bin Slack Ratachep…

Ich bin gut. Icon_wink

Das bist du. *dem Weltwanderer zustimmend auf die Schulter tätschelt* Icon_smile

Zitat:Wie du ja schon geahnt hast, fanden sich viele meiner Kritikpunkte aus dem ersten Teil in diesem wieder. Aber das ist ja nichts schlimmes, sondern eröffnet nur Möglichkeiten, sich zu verbessern.

Find es auch nicht schlimm. So lange man einen Fehler nicht zwei mal macht, ist alles in Ordnung.
Ich muss sagen, dein und Addis Kommentare zu dieser Geschichte waren eine richtige Lehrstunde für mich, aus denen ich ganz viele wichtige Erkenntnisse gewonnen hab.
Jetzt gilt es nur noch, diese Erkenntnisse umzusetzen Icon_smile

Zitat:Ich finde, dass du uns Leser an einigen Stellen tiefer in Pascals Gefühls- und Gedankenwelt hättest eintauchen lassen können.

Ist wohl auch das, was mir jetzt beim erneuten Durchlesen am meisten aufgefallen ist. Zusammen mit deinem nächsten Kritikpunkt:

Zitat:Manchmal neigst du dazu, bestimmte "einfache" Verben und Phrasen zu wiederholen - hier könntest du mehr Abwechslung reinbringen, eine kleine Änderung, die aber einen großen Effekt haben kann.

Werde ich dran arbeiten.

Zitat:Richtig gute Enden sind überraschend, aber wenn man sie dann kennt, machen viele Details der Geschichte aufeinmal Sinn. Man muss allerdings darauf achten, dass die Hinweise deutlich genug sind, dass der Leser sich daran erinnert, aber nicht so deutlich, dass der Leser sie durchschaut. Schwere Sache, das bekommen auch Bestsellerautoren nicht ohne weiteres hin. In Anbetracht dieses Schwierigkeitsgrads gefallen mir deine verstreuten Hinweise daher sehr gut! Besonders der "geschüttelte" Name war eine gute Idee, auch wenn es vielleicht riskant war, "Pascal Eckhart" und "Slack Ratachep" direkt in einer SMS stehen zu haben. Na ja, der Leser muss ja auch eine Chance haben.

Ich schätze, ich habe die Hinweise wohl etwas zu offensichtlich gemacht.
Oder du und Addi seid einfach besonders aufmerksame Leser Icon_wink
Es ist schwer, als Autor selbst einzuschätzen ob die Hinweise offensichtlich sind oder nicht, denn selbst weiss man ja, was sie zu bedeuten haben.
Deshalb bin ich sehr froh um eure Kommentare.

Zitat:Ich hoffe mein Kommtar hilft dir weiter.

Und wie er mir weiter half Icon_smile
Vielen vielen Dank WW! Ich werde die ganze Geschichte überarbeiten und werde versuchen, so viele von deinen und Addis Tipps wie möglich umzusetzen.

Wie wird das eigentlich gehandhabt hier? Darf man, wenn man die Geschichte verbessert hat, die alte Version weg editieren?
Also einfach die neue Version über die alte editieren?

Ich möchte mich nochmals herzlich bei dir bedanken Weltwanderer.
Ich weiss, wie viel Zeit man in einen Kommentar investiert und deshalb schätze ich es wirklich, wenn sich jemand die Mühe macht.

Danke!

Elia





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Beitrag #5 |

RE: Stalker - Teil 2/2
Zitat:Wie wird das eigentlich gehandhabt hier? Darf man, wenn man die Geschichte verbessert hat, die alte Version weg editieren?
Also einfach die neue Version über die alte editieren?
Genau so - bitte nicht die neue Version irgendwo unten dranpappen, wo sie am Ende niemand mehr findet, sondern die alte Version übereditieren. Icon_smile

Zitat:Ich möchte mich nochmals herzlich bei dir bedanken Weltwanderer.
Ich weiss, wie viel Zeit man in einen Kommentar investiert und deshalb schätze ich es wirklich, wenn sich jemand die Mühe macht.
Aber gerne doch, dafür sind wir ja hier im Forum. Icon_smile Und wenn man sich die Kommentare, die du schreibst, so anschaut, dann hast du einfach ähnlich ausführliche Kommentare verdient!

Viele Grüße,
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
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Beitrag #6 |

RE: Stalker - Teil 2/2
Ja, da bin ich wieder Icon_smile

Ich bemühe mich auch hier (ja, hab ich unterm ersten Teil auch schon getan *lach*), mich nicht zu sehr auf Einzelheiten zu fokussieren. Aber manchmal kann ich einfach nicht anders.

Zitat: Keuchend hielt Pascal auf einer verlassenen Landstrasse inne um zu verschnaufen.
Den Club hätte ich jetzt nicht mitten im Nirgendwo vermutet.
Ich weiß jetzt auch nicht, in welchem geistigen Zustand Pascal ist, aber er wird ja bestimmt nicht wissen, aus welcher Richtung (und über welche Straße) die Polizei kommt, wäre es da nicht besser, sich abseits der Straße zu halten?

Zitat: Die Landstrasse führte in Richtung eines grossen Waldes, was ihm überhaupt nicht behagte. Doch hatte er eine andere Wahl? Zurück in die Stadt konnte er nicht, da ihn die Polizei dort bestimmt schon suchte. Somit blieb nur der Wald.
Wie kann er den großen Wald erkennen, wenn Dunkelheit ihn umhüllt? Ob der Wald groß oder klein ist, ist eh egal. Selbst in nem kleinen Wald kann man sich bei Nacht das Genick brechen Icon_wink
Was hat er vor? Will er im Wald leben? Will er sich verstecken, bis die Polizei ihn nicht mehr sucht? Da hat er im Wald aber kaum Überlebenschancen. Hat er keinen Kumpel, bei dem er sich verstecken kann? Wenn jetzt der Wald nahe am Club wäre und er halt in Panik erstmal zwischen die Bäume springt, fände ich das nachvollziehbarer. Aber auf ner einsamen Landstraße zu stehen, und zu sagen: In einer von vier Richtungen liegt ein Wald, also hab ich keine andere Wahl als in den Wald zu gehen, ist doch arg an den Haaren herbeigezogen. Er könnte genausogut auf der Straße hockenbleiben, oder am Rand, und sich bei jedem Auto hinterm Busch verstecken. Oder er versteckt sich am Waldrand. Aber er muss ja nicht REIN gehen.

Zitat: und in seinem Kopf blitzen unaufhörlich Gedanken umher.
»blitzten«

Zitat: Er hatte Libby geschlagen 
*hust* das ist aber sehr euphemistisch gedacht. Er hat sie halb tot geprügelt … Schlagen klingt so »harmlos«, nach ner Ohrfeige. Aber Libby war voller Blut und bewusstlos. Wenn ich Pascal wäre und diese unkontrollierbare Wut kennen würde, hätte ich Angst, dass ich sie totgeschlagen hab …

Zitat:  In einem Moment ein kompletter Normalbürger, ein unbeschriebenes Blatt und im anderen Moment schon ein gesuchter Gewaltverbrecher.
Hier behauptest du, Pascal wäre ein Normalbürger – oder zumindest denkt er das von sich. Aber er hat doch diese Wutattacken … ist er sich nicht bewusst, dass das NICHT normal ist? Und wenn er denkt, das wäre normal, warum unterdrückt er es dann?
Ich kann noch immer nicht einordnen, ob er nun ein normaler Kerl ist, der heute zum ersten Mal ausrastet, oder ob er das öfter hat, aber normalerweise besser unter Kontrolle. Bei letzterem ist der Normalbürger hier sehr irreführend. Da würde besser sowas passen wie: »Bis heute hatte er geglaubt, diese Wut unter Kontrolle zu haben, ein normales Leben führen zu können, normal zu sein. Und plötzlich war er ein gesuchter Gewaltverbrecher« (der vielleicht seine Freundin auf dem Gewissen hat … die Sorge um Libby kommt mir hier etwas knapp – war er überhaupt glücklich mit ihr?)

Zitat: lief weiter mit all‘ den quälenden Gedanken, 
hinter »all« brauch kein Apostroph, die Verkürzung ist eingebürgert im Gebrauch

Zitat: Wieso bist du nur so gestört? 
Das deutet wieder drauf hin, dass Pascal sich bewusst ist, dass er nicht normal ist. Jemand, der das erste Mal völlig aus der Rolle fällt, fragt sich eher »Wie konntest du sowas tun, wie konnte es soweit kommen, warum bin ich plötzlich so anders«
»gestört« deckt einen längeren Zeitraum ab, nicht einen einmaligen Ausraster.

Zitat: Er konnte sich jetzt nur noch sehr langsam fortbewegen, da es fast unmöglich wurde, den Weg zu sehen. 
Ich kenne ja viele Landstraßen, die den Namen Straße nicht einmal verdient haben. Aber auf allen könnte man problemlos – okee, vielleicht nicht joggend, aber in normalem Schritttempo – vorankommen. Und wenn er bisher den Weg sehen konnte, kann er es auf der Straße auch, weil der Vorteil an Straßen, die durch Wälder führen, ist, dass dort keine Bäume stehen Mrgreen Wenns also draußen nicht stockfinster war, ist es im Wald vielleicht dunkler, aber gar nichts sehen tut man auch nicht.

Zitat: Doch er vernahm ein leises Rascheln, wie Füsse, die sich langsam auf Laub bewegten - Menschenfüsse!
Hehe, sieht man mal – mein erster Gedanke wäre »Ohmeingottohmeingottohmeingott ein Werwolf!« Icon_ugly Wenns jetzt schnelle Schritte hinter ihm wären, könnte ich die Idee ja noch verstehen, dass er glaubt, jemand würde ihn jagen. Aber vor ihm ein langsames Rascheln … da müsst ja jemand im Wald auf ihn gewartet haben. Weiß nicht, ob das so der erste und spontane Einfall in so einer Situation ist. Vielleicht eher:
»Irgendein Tier, vielleicht auf der Suche nach Futter. Pascal lauschte angestrengt. Oder konnte das ein Mensch sein? Lauert ihm jemand auf? Im gleichen Moment verwarf er den Gedanken. Das war lächerlich.
Trotzdem hielt er einige Herzschläge lang die Luft an, um sich nicht zu verraten.«

Zitat: Von der Angst gepackt, machte Pascal sofort Kehrt und hastete in Richtung Ausgang des Waldes.
Zitat:
hehe, eben kam er nur langsam voran, und plötzlich kann er rennen? Icon_wink »Ausgang des Waldes« klingt komisch, weil man aus nem Wald überall dort rauskommt, wo er zuende ist.

Zitat: und in der Ferne sah er schon den hellen Fleck, wo er den Wald erst Minuten zuvor betreten hatte
Wenn draußen sogar ein heller Fleck zu sehen ist, kann es so stockduster nicht sein. Wie gesagt, die Bäume wachsen ja nicht dicht über der Straße zusammen, da ist so gut wie immer eine Lücke im Blätterdach, so dass es eben nicht so finster ist wie im dichten Unterholz.
Zitat:

Zitat: Nur noch einige Meter, dann wäre er wieder im Freien.
Dann, als er ungefähr zwanzig Meter vom Waldausgang entfernt war,

also, er ist nur noch einige Meter weg, und dann wieder zwanzig? einige Meter sind zwar nicht definiert, aber ich behaupte mal, dass mindestens 90% aller Befragten auf die Frage »wie viele Meter sind einige Meter« mit einer Zahl unter 20 antworten würden Icon_wink

Zitat: Vor ihm, an der Stelle, wo die Landstrasse aus dem Wald führte, erblickte er etwas - eine Gestalt.
Wie eine Statue stand sie dort, inmitten des Landweges, gerade genug vom Mondlicht beleuchtet, dass Pascal ihre Konturen wahrnehmen konnte.

Mondlicht ist auch noch! Bist du etwa so ein Stadtkind, das den Unterschied zwischen Stroh und Heu nicht kennt und nie nachts durchs Dorf geschlichen ist um im Gemeindehaus Würfelzucker zu stehlen? Mrgreen Mach es nicht so duster, dass Pascal im Wald nix sieht. Lass ihn die Umrisse der Bäume sehen, Schatten, die sich zu bewegen scheinen, wippende Äste und die leuchtenden Augen einer Eule. Nein, letzteres nicht. Aber das davor. Das ist glaubwürdiger als vollkommene Dunkelheit im Wald und leuchtender Mondschein draußen Icon_wink
»an der Stelle, wo die Landstraße aus dem Wald führte« ist arg umständlich formuliert. Warum nicht: »Vor ihm auf der Landstraße stand eine Gestalt.«?
»Landweg« ist mir so kein geläufiger Begriff, meinst du Feldweg? Das wäre aber keine Landstraße. Also eine Landstraße ist schon genau das, eine Straße, kein Weg. Kannst »inmitten des Landweges« einfach weglassen, weil du mit dem »dort« ja auf die vorher beschriebene Position verweist.

Zitat: Doch die Gestalt tat nichts. Sie stand nur da und blickte in seine Richtung.
Wenn er nur ihre Konturen sieht, wie kann er dann wissen, dass sie in seine Richtung blickt? Vielleicht: »Er konnte spüren, dass sie ihn anstarrte, aus diesem schwarzen Schatten heraus, der ihr Gesicht verbarg« oder sowas ?

Zitat: Dem zu urteilen, was Pascal im schwachen Licht erkennen konnte, war sie etwa gleich gross wie er.
ist das wichtig? in irgendeiner Weise relevant? Wenn du einen Hinweis geben möchtest, dass er sich da quasi selbst sieht, würde ich eher über die Proportionen gehen, also in Richtung: »Die Gestalt wirkte nicht muskulös und hatte etwa seine Größe. Doch vielleicht hatte sie ein Messer, oder die schemenhaften Umrissen täuschten Pascal. Er wollte es nicht auf eine Auseinandersetzung ankommen lassen. Etwas an dem Fremden jagte ihm eine Heidenangst ein.« … also nicht nur die gleiche Größe erwähnen, sondern das in Pascals Überlegungen einbetten.

Zitat: Wäre dies ein Polizist, würde er doch bestimmt nicht nur so dastehen?
Die Vermutung, dass es ein Polizist sein könnte, ist so weit hergeholt, dass ich mich frage, wie Pascal überhaupt auf die Idee kommt … Der hat weder ein Auto noch eine Taschenlampe oder sonst irgendwas …

Zitat: Zuerst nur ganz leise, wie die Flügelschläge eines Raben,
Raben schlagen ziemlich laut mit den Flügeln. Zumindest im Vergleich zu der Lautstärke des Atemgeräusches. Meint man nicht, ist aber so.
Ist übrigens so ein bisschen Darth Vader, das Atmen.
(vielleicht ist das mein Problem mit Horror … ich hab zu viele schräge Assoziationen *lach*)

Zitat: während er starr vor Angst wie versteinert dastand.
Einmal ins Klischeekästchen gegriffen? Icon_wink »starr vor Angst« oder »wie versteinert« allein würden schon reichen, sind aber beide recht abgegriffen. Beide zusammen sind echt zuviel des Guten

Zitat: Baumstämme und Büsche stellten sich ihm in den Weg
Meiner Schwester ist auch mal ne Leitplanke vors Auto gesprungen. Fiese Dinger sind das Icon_ugly
vielleicht eher »versperrten ihm den Weg«?

Zitat: in einem so dunkeln Teil des Waldes wiederfand, dass er nicht einmal mehr die eigene Hand vor den Augen erkennen konnte.
Wenn du mir sagst, dass du schonmal bei Mondschein in nem Wald warst, in dem es so dunkel war, dann möchte ich dir das wohl glauben. Aber für mich klingt es nicht nachvollziehbar. Im Sommer, wenn das Blätterdach dicht ist, sind die Nächte ja nicht so duster, und wenn die Nächte dusterer werden, schwindet das Blätterdach. Ich war halt als Kind viel im Wald unterwegs, auch bei Nachtwanderungen oder mit Freunden, und wir hatten zwar Taschenlampen dabei, kamen aber auch super ohne zurecht. Ist schwierig, wenn ich ne Erfahrungshaltung hab, mich vom Gegenteil zu überzeugen.

Aber selbst in einer Horrorgeschichte müssen es ja nicht immer die Superlative sein. Ich finds auch viel gruseliger, wenn man zwar erkennt, dass da noch irgendwas ist, aber nicht genau was, und ob es sich bewegt und wie viele Zähne es hat Mrgreen Gruseliger als »stockduster« fände ich zum Beispiel, wenn etwas nach Pascals Bein greift, an seiner Hose zerrt und er kriegt Panik und schlägt um sich und stellt dann fest, dass es nur ein Brombeerbusch war, oder wenn er über ne Wurzel stolpert und seinen Fuß anknackst und erstmal glaubt, dass er jetzt hier liegen muss und verhungern wird, wenn ihn die Wildschweine nicht fressen.
Den Wald als Antagonisten bissl mehr einbauen – sonst könnte er auch einfach über die Landstraße weiterlaufen, die kein Ende nehmen will.

Zitat: und versuchte so gut wie möglich den Bäumen auszuweichen
tückisch am Wald sind ja nicht die Bäume, sondern das Kroppzeug auf dem Boden. Hecken, Büsche, Wurzeln, Löcher, Steine, nasses Laub, n Morastloch, ein sich spontan auftuender Abgrund / Abhang *g* Wildschweine mit Jungen können übrigens auch arschgefährlich werden. Brombeerhecken sind auch fies, wenn man mitten reinrennt

Zitat:  Pascal griff in seine Jackentasche 
Warum hat er seine Jacke an? Er saß ja in der Bar, da hatte er sie vermutlich aus, dann hat er Libby mit Miri geholfen – kann mir nicht vorstellen, dass er da seelenruhig erst zur Garderobe geht und seine Jacke holt, und dann ist er gerannt.

Zitat: Die simpelste Lösung und ich komme einfach nicht drauf.
Mehr Filme gucken – Fernsehn bildet! *lach*

Zitat:  jemanden anzurufen, aber dann viel ihm etwas auf. 
»fiel« (von »auffallen«)

Zitat: Eine ungelesene SMS, erhalten vor zirka einer halben Stunde
Wie gesagt, ich gehe davon aus, dass er sich selbst diese SMS von Monas Handy geschickt hat. Mona hat ja auch seine Nummer gar nicht. Außer er hat ihr da tatsächlich die Nummer gegeben, aber sie hat ja gar keinen Grund, mit diesem Namen zu unterschreiben. Wäre natürlich hilfreich, wenn man wüsste, wie lange er da schon rennt. Kleiner Gedanken vielleicht dazu? »erhalten vor knapp einer halben Stunde – da musst er noch im Club gewesen sein«
oder eben » - da war er schon durch diese gottverdammt dunkle Hölle gestolpert«

Zitat: - Slack Ratachep
Also ich wäre da nie auf Pascal Eckhart gekommen – in sowas bin ich eine Null. Hab da kein Gespür für und denke beim Lesen auch nicht drüber nach.

Zitat: einem Slack Ratachep gehört, aber trotzdem kam ihm irgendetwas an diesem Namen bekannt vor. 
Ich weiß nicht, käme einem so ein Name wirklich bekannt vor, nur weil alle Buchstaben des eigenen Namens drin vorkommen?
Enaldia würde mir zum Beispiel gar nicht bekannt vorkommen … gut, ich würde auch im Leben nicht drauf kommen, dass es die Buchstaben meines Namens neu zusammengesetzt sind …

Zitat: Konnte die Gestalt auf der Strasse dieser Ratachep gewesen sein? 
Hätte ja bissl was von Scream für stumme Killer. Anrufen geht nicht, also wird per SMS gedroht Mrgreen

Zitat: Der Zwischenfall mit Libby, die Gestalt auf der Strasse, dieser verschissene Wald und jetzt diese SMS. Was war heute Abend bloss los? Zudem noch diese unglaublich nervende, anhängliche Frau im Club. 
»Zwischenfall« ist aber nett umschrieben für »zusammenschlagen«; und so wie es sich hier liest, ist der Höhepunkt der ganzen Sache, dass ihn eine nervende Frau angequatscht hat. Weiß nit, die stünde auf meiner Prioritätenliste ganz unten.

Zitat: Schon im Club hatte er ein komisches Gefühl bei ihr gehabt.
Davon hast du uns aber nix verraten. Er war genervt und wütend. Aber ein »komisches« Gefühl war da nicht. Informationen nachschieben gildet nich! *g*

Zitat: Vielleicht hatte sie ja diese SMS geschrieben?
Hat er ihr denn tatsächlich seine Nummer gegeben? Warum hätte er das tun sollen?

Zitat: eine Nachricht nach dem Piep Ton.“
Nur »Piep« oder »Piepton«

Zitat: Also doch, die Frau von der Bar. 
»aus der Bar« - vielleicht aber eher »Also doch, diese Mona.«?
Fragt er sich nicht, woher sie so schnell seinen Nachnamen hat?

Zitat: Wenigstens wusste Pascal jetzt, mit wem er es zu tun hatte.
Öh, ja? Mit wem denn? Sie könnte auch einfach jemand mit skurrilem Humor sein, eine total Durchgeknallte oder eine eiskalte Killerin. Er weiß ja nichts über sie, wie will er dann wissen, mit wem er es zu tun hat.

Zitat:  Irgendwie hörte sich das nicht nach einer Frau an.
Sahen denn die Umrisse der Gestalt wie eine Frau aus? Also so eine Frau in so einer Bar, die einfach so Kerle anmacht, die wird ja nicht in langen weiten Jeans und Flanellhemd da rumlaufen, sondern eher n Kleid anhaben, oder was hautenges. Das hätte man an den Umrissen schon erkennen können, denke ich, und wäre auch eine Erwähnung wert.

Zitat: und im stockte der Atem.
»ihm«

Zitat: Aufgrund der Dunkelheit war es schwer einzuschätzen, wie tief sie war. 
Wenn er den Bach sieht, sieht er auch den Boden der Schlucht und sieht auch, wie tief es is.

Zitat: Schnurstracks kehrte Pascal der Schlucht den Rücken und ging in die entgegengesetzte Richtung weiter. 
Also in die Richtung, aus der er kommt? *verwirrt* Warum geht er nicht einfach an der Schlucht entlang? da hat er zumindest eine Orientierung, er hat Wasser, falls er mal durstig wird, und da ist der Baumbewuchs bestimmt auch nicht so dicht wie mitten im Wald.

Zitat: Beruhige dich Pascal! Das war bestimmt nur irgendein Tier.
möp. Vorhin war sein erster Gedanke »Menschenfüße« und jetzt, wo er weiß, dass er von nem Irren verfolgt wird, ist sein Gedanke »War nur ein Tier«?

Zitat: als ob jemand direkt hinter ihm stand, ausser Reichweite des Handylichts, doch trotzdem nahe genug, dass man ein leises Atmen vernehmen konnte.
Ich hab kein Handy, aber ich hab es grad mal mit meinem Telefon ausprobiert – wohlgemerkt mit einem, dessen Display nur schwach gräulich leuchtet, nix im Vergleich zu diesen Smartphonedingern … und das hat schon so zwei Meter Erhellkraft (Leuchtkraft wäre übertrieben). Wenn jemand nun aber zwei Meter von mir wegsteht, ist er nicht mehr »direkt« hinter mir. Und wenn er »leise« atmet, höre ich davon auch nix, wenn ich nicht grad selbst den Atem anhalte und gute Ohren habe.
»man« ist sehr distanziert. Nicht »man« steht da im Wald und hat Schiss, sondern Pascal. Du hast deine Hauptperson, bleib bei ihr Icon_smile

Zitat: Pascal setzte sich wieder in Bewegung und sofort hörte er, wie auch seinen Verfolger ihm nachlief, immer schön im Gleichschritt 
»nachlaufen« ist ja das falsche Wort, wenn es im Gleichschritt ist und Pascal nicht läuft, weil er ja fast nix sieht. eher vielleicht »wie auch sein Verfolger weiter ging«?

Zitat:  Er war wieder genau an der gleichen Stelle angekommen, von der er sich zuvor abgewandt hatte. 
Hat er in einen Stein »Pascal war hier« geritzt, oder wie erkennt er die Stelle wieder? Icon_wink Er könnte ja auch zwanzig Meter weiter rausgekommen sein.

Zitat: Vor ihm ging es mehrere Meter tief in eine Schlucht und hinter ihm wartete sein Verfolger.
Das Problem hatte er schon vor dem Wald. Entweder Wald, oder zurück. Hier überspringt er auch mal blind die zwei anderen Möglichkeiten in unserer dreidimensionalen Welt: Er könnte nach links oder rechts gehen, an der Schlucht entlang.

Zitat: Er realisierte. Und er wusste, dass es kein Entkommen gab, nie geben würde.
Pascal sprang.

Das geht mir zu schnell. Ich bekomm irgendwie den Wahnsinn bei Pascal nicht mit. Von »eine unheimliche Gestalt verfolgt mich« zu »Ich bilde mir das nur ein und verfolge mich selber« ist es ja noch irgendwie verständlich, wenn er halt sich selbst plötzlich gegenübersteht. Aber von »Ich halluziniere« zu »Es gibt keine Rettung, ich muss mich umbringen« … da fehlt mir n Baustein. So im Affekt sich mal flott selbst umzubringen … ich weiß nicht, das ist eher Selbsttotschlag als Selbstmord *lach* Er arbeitet ja nichtmal mit der Erkenntnis, bzw. die Erkenntnis arbeitet nicht in ihm, verändert nichts in ihm, weckte keinen grauenvollen Zukunftsvisionen … wovor hat er da solche Angst, dass er sich selbst umbringt? Nachdem er so um sein Leben gerannt ist und ja eher Überlebenswillen und Kämpfergeist gezeigt hat. Wenn zumindest so ein kleiner Anreiz da wäre. Wenn zum Beispiel das Thema Libby und Schuldgefühle mehr eingearbeitet wäre, könnte man auf der Schiene weiterfahren… sowas wie:
»
Die Gestalt ihm gegenüber verzog das Gesicht – so vertraut und doch so fremd – zu einem hässlichen Grinsen. »Du hast sie umgebracht.«
Fassungslos starrte Pascal in den Spiegel, schüttelte den Kopf, keuchte. »Nein. Nein! Sie hat noch geatmet. Ich … ich wollte das nicht!«
Die Dunkelheit lachte höhnisch.
»Du bist schuld daran!«, schrie Pascal ihn an – schrie sich selbst an. »Du hast alles zerstört!«
Vor seinen Augen rasten die Bilder, Libbys Lachen, dann ihre Schreie, ihre Panik, getunkt in blutiges Rot. Wie sie reglos auf dem Boden lag. Sie hatte noch geatmet. Hatte sie doch?
Was hatte er getan?
«

Ist jetzt halt ganz anders als deins, aber für meinen Geschmack müsste da halt viel mehr Konflikt rein, viel mehr Selbsterkenntnis, Entdecken des eigenen Monsters, um den Entschluss zum Selbstmord zu rechtfertigen. Das Monster aufhalten indem er sich selbst aufhält. Aber dafür wäre es auch viel praktischer, wenn Pascal schon öfter mit sich kämpfen musste und weiß, dass er die Kontrolle nicht immer halten kann, dass er tatsächlich unkontrollierbar ist. Dafür reicht ein Ereignis, das ihn hauptsächlich dazu bringt, sich selbst zu bemitleiden, nicht aus. Er muss Angst haben, dass er anderen etwas antut, dass er Libby vielleicht beim nächsten Mal totprügelt oder eben jetzt schon totgeprügelt hat.
Momentan kommt da nichts von rüber, warum er einfach so springt.

Oh gerade kommt mir noch eine Idee – statt zu springen, könnte sein anderes – sein böses – Ich ihn ja runterstoßen. Dann wäre er quasi schon gesprungen, aber nicht in einer bewussten Entscheidung. Oder er weicht vor dem bösen Ich zurück und tritt dabei auf nen lockeren Stein und fällt in die Schlucht. Dann hat er sich auch quasi selbst umgebracht.


So, nun aber mal noch ein Fazit:
Ich bin für Krimi-Autoren und solche, die gerne Geschichten mit Twist schreiben, den sie sorgsam vorbereiten, wohl eher ein Schrecken als ein erwünschter Leser. Denn ich bin in solchen Dingen dumm wie Brot und habe einen festen Platz auf meinem Schlauch, den ich ungern verlasse. Damit ich bei Hinweisen die richtigen Schlüsse ziehe, müssen schon einige Zufälle zusammenkommen.
Dass Pascal sich quasi selbst stalkt, darauf wäre ich nie gekommen. Aber ich ging auch davon aus, dass sich sowas wie Schizoprenie oder MPS in einer Art bemerkbar macht, dass der Leser was davon mitbekommt. Das bisschen Jähzorn ist mir halt nicht Erklärung genug für Persönlichkeitsspaltung oder schwere Halluzinationen.
Im Allgemeinen erfährt man einfach zu wenig über Pascal, um sagen zu können: Stimmt, im Nachhinein betrachtet musst es ja auf das Ende rauslaufen. Wie gesagt, es hätte genauso Sinn gemacht, wenn tatsächlich Mona eine verrückte Irre gewesen wäre und ihm nachgerannt wäre. Warum Pascal selbst die SMS mit diesem Namen unterschrieben hat ist genauso ein Mysterium, wie wenn es Mona gewesen wäre. Bei MPS haben die Persönlichkeiten, soweit ich weiß, eigenständige Namen, keine Neuzusammensetzungen des eigentlichen Namens. Und wenns eine andere Persönlichkeit von ihm war, hätte er in der Bar entweder einen Aussetzer haben müssen, oder sein Charakter hätte sich deutlich ändern müssen. »Ich werd jetzt mal bissl wütend« ist mir wie gesagt nicht Hinweis genug auf eine neue, zerstörerische Persönlichkeit, weil es so wirkt, als könne Pascal diese Wut kontrollieren – ergo ist er nicht Slack, weil Slack die Wut ja nicht kontrolliert.

Vom Horror her hätte man aus dem dunklen Wald mehr machen können, finde ich. Das Atmen ist mir ein bisschen zu oft wiederholt und in meinen Augen auch eher zu belächeln als gruselig, weil es so unrealistisch ist, dass er das immer und überall hört. Für mich als Leser ist das entweder eindeutig Einbildung oder überspitzt dargestellt, aber nicht realistisch. Grusel muss für mich aber so real wie möglich sein, damit er wirkt. Hab mich aber auch schon lange nicht mehr bei ner Geschichte gegruselt.

Das Grundgerüst hat auf jeden Fall Potenzial, solche Persönlichkeits-Psycho-Verfolgungsdinger sind schon interessant und spannend, man merkt auch, dass du dir Gedanken gemacht hast und Ideen im Kopf hattest. Ich meine auch, dass ich diese Sci-Fi-Geschichte von dir, die inzwischen gelöscht im Archiv ist, mal irgendwann gelesen habe, und wenn ich grad das richtige im Kopf habe, kann ich wirklich sagen, dass du einen enormen Sprung nach vorne gemacht hast, seither. Das Schreiben selbst beherrschst du, das behaupte ich jetzt mal einfach so, und jetzt geht’s drum, die Feinheiten zu meistern. Runde Charaktere, Atmosphäre aufbauen, Spannung halten, Details beachten.
Zu wissen, was man will, was man Schreiben will und was man vermitteln will, das ist schonmal die halbe Miete. Muss man es nur noch so rüberbringen, dass es alles beim Leser ankommt Icon_wink

Ich hoffe, ich hab da nicht zu sehr drauf rumgeritten und mich wiederholt – hab nur bei negativen Kommentaren das Gefühl, mich besonders erklären zu müssen, vor allem dann, wenn schon durchschimmert, das was richtig Gutes draus werden kann.

Ach, fast vergessen: Der Titel passt mMn nicht. Jo, komm, zum Abschluss noch so ein Schlag in die Fresse Icon_wink --- »Stalking« ist laut Wikipedia »das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann«
Jemand, dem man zum ersten Mal begegnet ist, kann demnach also kein Stalker sein, egal, wie irre er sich verhält.
Wenn der »Stalker« auf des Böse Ich Pascals bezogen ist, müsste vielleicht ein bisschen konkreter erwähnt werden, dass er unter diesen Jähzornattacken auch leidet und sie vielleicht sogar fürchtet.
Aber Titel sind ein Hassthema von mir (wenns drum geht, passende zu finden), deshalb belass ich es mal dabei *lach*

Nun aber wirklich mal genug – ein Pflaster gibt’s noch aufs Haus, wahlweise mit Entchen oder rosa Elefanten Mrgreen

Wenn noch was unklar ist oder du Dampf ablassen möchtest, steht meine Tür dir immer offen Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #7 |

RE: Stalker - Teil 2/2
Zitat:Ja, da bin ich wieder

Ich auch Icon_smile

Zitat:Was hat er vor? Will er im Wald leben? Will er sich verstecken, bis die Polizei ihn nicht mehr sucht? Da hat er im Wald aber kaum Überlebenschancen. Hat er keinen Kumpel, bei dem er sich verstecken kann? Wenn jetzt der Wald nahe am Club wäre und er halt in Panik erstmal zwischen die Bäume springt, fände ich das nachvollziehbarer. Aber auf ner einsamen Landstraße zu stehen, und zu sagen: In einer von vier Richtungen liegt ein Wald, also hab ich keine andere Wahl als in den Wald zu gehen, ist doch arg an den Haaren herbeigezogen. Er könnte genausogut auf der Straße hockenbleiben, oder am Rand, und sich bei jedem Auto hinterm Busch verstecken. Oder er versteckt sich am Waldrand. Aber er muss ja nicht REIN gehen.

Muss ich wohl ändern. Ich schätze, ich könnte es so machen, dass er von der Polizei aktiv verfolgt wird und sich deswegen entscheidet, in den Wald zu gehen, um sie abzuhängen.

Zitat:Zitat: In einem Moment ein kompletter Normalbürger, ein unbeschriebenes Blatt und im anderen Moment schon ein gesuchter Gewaltverbrecher.
Hier behauptest du, Pascal wäre ein Normalbürger – oder zumindest denkt er das von sich. Aber er hat doch diese Wutattacken … ist er sich nicht bewusst, dass das NICHT normal ist? Und wenn er denkt, das wäre normal, warum unterdrückt er es dann?
Ich kann noch immer nicht einordnen, ob er nun ein normaler Kerl ist, der heute zum ersten Mal ausrastet, oder ob er das öfter hat, aber normalerweise besser unter Kontrolle. Bei letzterem ist der Normalbürger hier sehr irreführend. Da würde besser sowas passen wie: »Bis heute hatte er geglaubt, diese Wut unter Kontrolle zu haben, ein normales Leben führen zu können, normal zu sein. Und plötzlich war er ein gesuchter Gewaltverbrecher« (der vielleicht seine Freundin auf dem Gewissen hat … die Sorge um Libby kommt mir hier etwas knapp – war er überhaupt glücklich mit ihr?)

Normalbürger war mehr darauf bezogen, dass er bis anhin noch nie mit dem Gesetz in Konflikt kam.
Seine Wutausbrüche kannte er schon, aber es ist noch nie so weit gekommen, dass er jemanden schlug.
Die Sorge um Libby muss ich noch besser beschreiben. Bzw. mir darüber klar werden, ob sich Pascal überhaupt um sie sorgt.

Zitat:Ich kenne ja viele Landstraßen, die den Namen Straße nicht einmal verdient haben. Aber auf allen könnte man problemlos – okee, vielleicht nicht joggend, aber in normalem Schritttempo – vorankommen. Und wenn er bisher den Weg sehen konnte, kann er es auf der Straße auch, weil der Vorteil an Straßen, die durch Wälder führen, ist, dass dort keine Bäume stehen Wenns also draußen nicht stockfinster war, ist es im Wald vielleicht dunkler, aber gar nichts sehen tut man auch nicht.

guter Einwand Icon_smile

Zitat:Zitat: Von der Angst gepackt, machte Pascal sofort Kehrt und hastete in Richtung Ausgang des Waldes.
hehe, eben kam er nur langsam voran, und plötzlich kann er rennen? »Ausgang des Waldes« klingt komisch, weil man aus nem Wald überall dort rauskommt, wo er zuende ist.

haha, das mit dem Ausgang hört sich wirklich bescheuert an. Ich weiss gar nicht, wie ich auf so etwas komme und wieso es mir nicht auffällt ^^

Zitat:Zitat: Nur noch einige Meter, dann wäre er wieder im Freien.
Dann, als er ungefähr zwanzig Meter vom Waldausgang entfernt war,
also, er ist nur noch einige Meter weg, und dann wieder zwanzig? einige Meter sind zwar nicht definiert, aber ich behaupte mal, dass mindestens 90% aller Befragten auf die Frage »wie viele Meter sind einige Meter« mit einer Zahl unter 20 antworten würden

haha, ich kopier mal meine Antwort von eben: Ich weiss gar nicht, wie ich auf so etwas komme und wieso es mir nicht auffällt ^^

Zitat:Zitat: Dem zu urteilen, was Pascal im schwachen Licht erkennen konnte, war sie etwa gleich gross wie er.
ist das wichtig? in irgendeiner Weise relevant?

sollte auch ein Hint sein, da er sich ja selbst gegenüber stand.

Zitat:Wenn du einen Hinweis geben möchtest, dass er sich da quasi selbst sieht, würde ich eher über die Proportionen gehen

will do

Zitat:Zitat: Wäre dies ein Polizist, würde er doch bestimmt nicht nur so dastehen?
Die Vermutung, dass es ein Polizist sein könnte, ist so weit hergeholt, dass ich mich frage, wie Pascal überhaupt auf die Idee kommt … Der hat weder ein Auto noch eine Taschenlampe oder sonst irgendwas …

werde ich in der neuen Version dadurch beheben, dass Pascal zuvor von der Polizei gejagt wird. Dadurch sollte es dann legitim sein, dass sich Pascal fragt, ob dies ein Polizist ist.

Zitat:Zitat: während er starr vor Angst wie versteinert dastand.
Einmal ins Klischeekästchen gegriffen? »starr vor Angst« oder »wie versteinert« allein würden schon reichen, sind aber beide recht abgegriffen. Beide zusammen sind echt zuviel des Guten

muss jetzt sagen damit hab ich komischerweise kein Problem.
Finde nicht, dass sich das irgendwie komisch liest.

Zitat:Zitat: Baumstämme und Büsche stellten sich ihm in den Weg
Meiner Schwester ist auch mal ne Leitplanke vors Auto gesprungen. Fiese Dinger sind das
vielleicht eher »versperrten ihm den Weg«?

Icon_lol

Zitat:Zitat: und versuchte so gut wie möglich den Bäumen auszuweichen
tückisch am Wald sind ja nicht die Bäume, sondern das Kroppzeug auf dem Boden. Hecken, Büsche, Wurzeln, Löcher, Steine, nasses Laub, n Morastloch, ein sich spontan auftuender Abgrund / Abhang *g* Wildschweine mit Jungen können übrigens auch arschgefährlich werden. Brombeerhecken sind auch fies, wenn man mitten reinrennt

ich sehe, du bist etwas erfahrener als ich was Wälde betrifft. Ich werde versuchen, einige der von dir oben genannten Dinge einzubauen. Auch wenn es vielleicht nicht gleich ein Wildschwein mit Jungen sein wird Icon_wink

Zitat:Zitat: jemanden anzurufen, aber dann viel ihm etwas auf.
»fiel« (von »auffallen«)

danke ^^

Zitat:Zitat: - Slack Ratachep
Also ich wäre da nie auf Pascal Eckhart gekommen – in sowas bin ich eine Null. Hab da kein Gespür für und denke beim Lesen auch nicht drüber nach.

Icon_jump yay immerhin eine Person, der es nicht gleich auf den ersten Blick bemerkt hat.

Zitat:Zitat: - Slack Ratachep
Also ich wäre da nie auf Pascal Eckhart gekommen – in sowas bin ich eine Null. Hab da kein Gespür für und denke beim Lesen auch nicht drüber nach.

Ich kann mir schon vorstellen, dass einem eine gewisse Ähnlichkeit auffallen kann.

Zitat:Zitat: Schnurstracks kehrte Pascal der Schlucht den Rücken und ging in die entgegengesetzte Richtung weiter.
Also in die Richtung, aus der er kommt? *verwirrt* Warum geht er nicht einfach an der Schlucht entlang? da hat er zumindest eine Orientierung, er hat Wasser, falls er mal durstig wird, und da ist der Baumbewuchs bestimmt auch nicht so dicht wie mitten im Wald.

ich schätze aus Angst, hinunterzufallen. Ist ja nicht gerade ungefährlich in einem Stockdunkeln Wald an einer Schlucht entlang zu spazieren.

Zitat:Zitat: als ob jemand direkt hinter ihm stand, ausser Reichweite des Handylichts, doch trotzdem nahe genug, dass man ein leises Atmen vernehmen konnte.
Ich hab kein Handy, aber ich hab es grad mal mit meinem Telefon ausprobiert – wohlgemerkt mit einem, dessen Display nur schwach gräulich leuchtet, nix im Vergleich zu diesen Smartphonedingern … und das hat schon so zwei Meter Erhellkraft (Leuchtkraft wäre übertrieben). Wenn jemand nun aber zwei Meter von mir wegsteht, ist er nicht mehr »direkt« hinter mir. Und wenn er »leise« atmet, höre ich davon auch nix, wenn ich nicht grad selbst den Atem anhalte und gute Ohren habe.
»man« ist sehr distanziert. Nicht »man« steht da im Wald und hat Schiss, sondern Pascal. Du hast deine Hauptperson, bleib bei ihr

wie jetzt du hast kein Handy? MrgreenIcon_shocked
Ich finde, zwei Meter hinter einem kann man gut noch als "direkt" hinter ihm bezeichnen.
Das "man" werde ich ändern.

Zitat:Zitat: Pascal setzte sich wieder in Bewegung und sofort hörte er, wie auch seinen Verfolger ihm nachlief, immer schön im Gleichschritt
»nachlaufen« ist ja das falsche Wort, wenn es im Gleichschritt ist und Pascal nicht läuft, weil er ja fast nix sieht. eher vielleicht »wie auch sein Verfolger weiter ging«?

nachlaufen ist wohl tatsächlich falsch. Aber das mit dem Gleichschritt will ich beibehalten. Das war extra so gewählt, da die beiden ja die gleichen Personen sind. Deshalb laufen sie hier auch im Gleichschritt. Soll halt auch ein kleiner Hint sein.

Zitat:Zitat: Vor ihm ging es mehrere Meter tief in eine Schlucht und hinter ihm wartete sein Verfolger.
Das Problem hatte er schon vor dem Wald. Entweder Wald, oder zurück. Hier überspringt er auch mal blind die zwei anderen Möglichkeiten in unserer dreidimensionalen Welt: Er könnte nach links oder rechts gehen, an der Schlucht entlang.

hier ist es tatsächlich ein Logikfehler.
Danke!

Zitat:Dass Pascal sich quasi selbst stalkt, darauf wäre ich nie gekommen. Aber ich ging auch davon aus, dass sich sowas wie Schizoprenie oder MPS in einer Art bemerkbar macht, dass der Leser was davon mitbekommt. Das bisschen Jähzorn ist mir halt nicht Erklärung genug für Persönlichkeitsspaltung oder schwere Halluzinationen.
Im Allgemeinen erfährt man einfach zu wenig über Pascal, um sagen zu können: Stimmt, im Nachhinein betrachtet musst es ja auf das Ende rauslaufen. Wie gesagt, es hätte genauso Sinn gemacht, wenn tatsächlich Mona eine verrückte Irre gewesen wäre und ihm nachgerannt wäre. Warum Pascal selbst die SMS mit diesem Namen unterschrieben hat ist genauso ein Mysterium, wie wenn es Mona gewesen wäre. Bei MPS haben die Persönlichkeiten, soweit ich weiß, eigenständige Namen, keine Neuzusammensetzungen des eigentlichen Namens. Und wenns eine andere Persönlichkeit von ihm war, hätte er in der Bar entweder einen Aussetzer haben müssen, oder sein Charakter hätte sich deutlich ändern müssen. »Ich werd jetzt mal bissl wütend« ist mir wie gesagt nicht Hinweis genug auf eine neue, zerstörerische Persönlichkeit, weil es so wirkt, als könne Pascal diese Wut kontrollieren – ergo ist er nicht Slack, weil Slack die Wut ja nicht kontrolliert.

Dass Pascal sich als Charakter zu widersprüchlich verhält und seine Absichten zu unklar sind, wurde mir schon nach Weltwanderers und Addis Kritik klar. Ich bin also nicht überrascht, dass auch du diesbezüglich Kritik übst. (völlig zurecht, wie ich mir selbst eingestehen muss)
Da muss ich definitiv nochmals über die Bücher.

Zitat:Vom Horror her hätte man aus dem dunklen Wald mehr machen können, finde ich. Das Atmen ist mir ein bisschen zu oft wiederholt und in meinen Augen auch eher zu belächeln als gruselig, weil es so unrealistisch ist, dass er das immer und überall hört. Für mich als Leser ist das entweder eindeutig Einbildung oder überspitzt dargestellt, aber nicht realistisch. Grusel muss für mich aber so real wie möglich sein, damit er wirkt. Hab mich aber auch schon lange nicht mehr bei ner Geschichte gegruselt.

Horror ist sonst eigentlich nicht so meins. Weder zum lesen noch zum schreiben. Aber ich habe mir gedacht ich kanns ja mal versuchen Icon_smile
Ist viel schwieriger als ich gedacht habe, so etwas rüberzubringen. Dass es einen Leser tatsächlich gruseln kann und dass die Twists funktionieren.

Zitat:Ich meine auch, dass ich diese Sci-Fi-Geschichte von dir, die inzwischen gelöscht im Archiv ist, mal irgendwann gelesen habe, und wenn ich grad das richtige im Kopf habe, kann ich wirklich sagen, dass du einen enormen Sprung nach vorne gemacht hast, seither. Das Schreiben selbst beherrschst du, das behaupte ich jetzt mal einfach so, und jetzt geht’s drum, die Feinheiten zu meistern. Runde Charaktere, Atmosphäre aufbauen, Spannung halten, Details beachten.
Zu wissen, was man will, was man Schreiben will und was man vermitteln will, das ist schonmal die halbe Miete. Muss man es nur noch so rüberbringen, dass es alles beim Leser ankommt

hehe ja, die habe ich aus Scham gelöscht ^^
Ich kann sagen die Fortschritte verdanke ich vor allem Literatopia. Man lernt unheimlich viel, wenn man sich hier aktiv beteiligt. Nicht nur vom Geschichten einstellen, sondern auch vom Rezensieren habe ich viel gelernt.
Ich bin mir bewusst, dass ich noch nicht da bin, wo ich sein will.
Gerade bei den von dir erwähnten Sachen wie Charaktere, Spannung oder auch Konversationen hapert es noch stark bei mir. Aber ich arbeite fleissig daran, es zu verbessern.
Rezensionen wie die hier von dir helfen mir dabei extrem. Dass du dir die Mühe gemacht hast, meine alles andere als perfekte Geschichte durchzulesen und mir Tipps zu geben, weiss ich wirklich zu schätzen. Ob der Grundton der Rezension eher negativ oder positiv ist, spielt für mich eigentlich keine Rolle. Ich nehme so etwas nie persönlich. Im Gegenteil. Ich schätze es sehr, wenn man mir auch einmal umverblümt sagt, wenn man etwas "scheisse" findet.
Ich möchte mich herzlich bei dir bedanken Lanna. Die Rezension war wirklich hilfreich und du hast mir sehr viel Material gegeben, mit dem ich die Geschichte verbessern kann.
Bei praktisch allen deine erwähnten Punkte teile ich deine Meinung und ich werde daran arbeiten, die Fehler nicht mehr zu wiederholen.

Zitat:ein Pflaster gibt’s noch aufs Haus, wahlweise mit Entchen oder rosa Elefanten

Brauche kein Pflaster. Indianer kennen keinen Schmerz Mrgreen

Vielen Dank Lanna Icon_bussi





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Beitrag #8 |

RE: Stalker - Teil 2/2
... und da bin ich wieder.

Zitat:Keuchend hielt Pascal auf einer verlassenen Landstrasse
Dorfdisko? Ansonsten Respekt, dass er so weit gelaufen ist :-)
Zitat:Die Bäume erstickten auch noch das letzte bisschen Licht, als Pascal in den Wald eintrat.
Scream-Queen-Filmklischee. Egal was passiert, auf jeden Fall immer erst mal in den dunklen Wald :-) Und ich find's trotzdem jedes Mal gruselig.
Zitat:Landstrasse
Zitat:Landweges
Straße oder Weg? Oder führt noch ein Weg von der Straße ab?
Zitat:weg von der Landstrasse
Immer tiefer rein ins Verderben Mrgreen
Zitat:Baumstämme und Büsche stellten sich ihm in den Weg
Sorry, hier musste ich kurz lachen. Stell mir gerade so einen Busch vor, der wartet, bis Pascal auf seiner Höhe ist und ihm dan eiskalt in den Weg hüpft *g*
Zitat:Also doch, die Frau von der Bar. Eine Verrückte, ein Freak, eine Stalkerin.
Okay, Pascal ist gerade nicht in der seelischen Verfassung, um logisch zu denken, deswegen tu ich das mal für ihn: Junge, das kann nicht Mona sein, du hast ihr deine Nummer gar nicht gegeben, schon vergessen?
*g*
Zitat:„Wer da?“
"Ist da jemand", fragte der High-School-Teenie, bevor der Irre mit der Scream-Maske ihrem Leben ein rasches, blutiges Ende setzte ;-) Wär ja witzig, würde der Killer wirklich mal antworten.
Zitat:Eine Gestalt trat in den Lichtschein des Handys. Zuerst ein Fuss, dann ein zweiter Fuss, ein Körper, ein Gesicht..
Die Stelle gefällt mir. Von völliger Dunkelheit umgeben, muss er sich beim Konfrontieren mit seinem Gegner nur auf seine Ohren verlassen und jetzt bekommt er häppchenweise auch was für die Augen.
Zitat:Pascal Eckhart
Zitat:Slack Ratachep
Aaaaachso ... okay, hatte mir schon gedacht, dass dieser merkwürdige Name ein Anagram (heißen die so?) ist, war aber ehrlich gesagt zu faul, mir zu überlegen, was das wohl in anderer Reihenfolge heißt.

Soooo, wahrscheinlich störe ich mit meinem Kommentar deine Überarbeitungen, aber vielleicht ist ja meinerseits was Nützliches dabei, hab die anderen Kommentare nicht gelesen :-)

Die Idee finde ich nicht schlecht, ich mag überraschende Enden und du hast mit den Titel Stalker und der Frau in der Bar ja schon eine eindeutige Spur zum vermeintlich Verdächtigen gelegt.
Gut fand ich auch das Tattoo, war ja schon so ein kleiner Hinweis am Anfang und jetzt wo man es weiß, ist dieser Hinweis umso besser.
Wusste Libby eigentlich, wie Pascal drauf ist, also hat sie schon öfter was von seiner Wut mitbekommen, oder kam das für sie überraschend? Ist mir jetzt nicht so ganz klar geworden und hätte man vielleicht etwas ausbauen können. Ebenso die Wald-Idee. Im Prinzip nicht schlecht, ist zwar ein typisches Horror-Klischee, aber funktioniert meiner Meinung nach. Es hätte aber ein bisschen atmosphärischer sein können, die Panik kam ein bisschen zu schnell und das Springen am Ende klingt für mich nach Kurzschlussreaktion und nicht nach langsam in den Wahnsinn abdriften, was ich persönlich besser für die Kategorie Horror gefunden hätte.

Aber ansonsten: mir gefällt die Gesamtidee, ich amg die kleinen, verstreuten Hinweise, hätten ruhig noch ein paar mehr sein dürfen und da du sie ja eh überarbeiten wirst, wird das bestimmt noch richtig gut. :-)

LG

Glory

- Life is not measured by the number of breaths we take but by the number of moments that take our breath away -
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Beitrag #9 |

RE: Stalker - Teil 2/2
Und nochmal.

Zitat:Keuchend hielt Pascal auf einer verlassenen Landstrasse inne um zu verschnaufen. Er stützte sich mit den Händen auf seine Knie und verweilte mehrere Minuten in dieser gebückten Haltung.
Von der belebten Stadt nach Irgendwo an den Rand, eine Landstraße entlang (ohne Gegenverkehr, Polizeiautos?).

Zitat:Selbstvorwürfe begannen sich in seinem Kopf breit zu machen. Wie konntest du so dumm sein? Wieso bist du nur so gestört? So erbärmlich, so verabscheuenswürdig. Ich hasse dich. Von ganzen Herzen hasse ich dich.
Also, ich würde es technisch gelten lassen, wenn da ein Doppelpunkt wäre und die Gedankengänge danach eine aneinandergereihte Aufzählung wären. Aber so empfehle ich, diese separat zu platzieren. Denn er müsste ja noch außer Atem sein. Daher beispielsweise so:

Selbstvorwürfe begannen sich in seinem Kopf breit zu machen.
Wie konntest du so dumm sein?
Wieso bist du nur so gestört?
So erbärmlich, so verabscheuenswürdig.
Ich hasse dich. Von ganzen Herzen hasse ich dich.


Abschließend:
Es wird nicht ganz klar, warum Pascal gegen sein eigenes Ich antritt. Ein bisschen hatte ich die Vermutung, dass es schlussendlich auf einen Drogentrip hinausläuft. Aber wenn jemand derart in Wut/Rage ist, erwarte ich schon ein bisschen was wie Wolverine. Eine Raserei. Ein inneres Ziehen. Und vor allem einen Grund, der nicht nur an der Stelle auftaucht, wo es passiert. Nein, es sollte vorher - viel früher - eingefügt werden. Der Leser liest es, denkt sich nix dabei und erst später fügen sich die einzelnen Teile zusammen.

Mit einem Fragezeichen muss ich auch den Hintergrund bewerten: wieso steht er am Ende gegen sich selbst? Woher kommt das? Wo war das angedeutet? Wieso kann man das nicht an den Anfang (meinetwegen in den Dialog mit Mona) einbauen, à la "Manchmal kämpfen wir auch nur gegen uns selbst" oder eben den letzten Satz "“Egal wohin du auch gehst, dich selbst nimmst du mit!“?*

Auch die Wut an sich hätte eher eingebaut werden müssen. Er sitzend an der Bar. Seine Freundin auf der Tanzfläche. Vielleicht ein kleiner Rückblick. Ein Disuput bereits beim Betreten der Diskothek? Weswegen er alleine an der Bar sitzt? Vielleicht denkt er ja auch schon bei Monas Auftauchen daran, dass gleich wieder die Diskussion losgehen würde?

Bezüglich der Lokalität: Wo sind sie? Rennt er durch die ganze Stadt bis zur Landstraße? Wie wärs mit einer abgelegenen Disko? Oder eine Scheunenparty, die in Norddeutschland in den kleinen Dörfern/Ortschaften gerne mal abgehalten werden? Dann wäre er zumindestens schnell auf der Landstraße.

Die Szenen, die sich im Wald abspielen, eignen sich auch hervorragend dafür, auf seinen inneren Gemütszustand zu verweisen. Der Wald als Sinnbild seines Inneren. Es ist dunkel, es riecht tot und verdorben. Man hört ein Knurren, ein Brummen, fremde Geräusche - ideal für das Setting seines dunklen Ichs. (Abgesehen davon könnte man auch vorher bereits daraufhin deuten, dass da eine eigene - ureigene - Kraft ist, die mehr zerstören will, als das Gegenteil zu tun. Daraus resultieren vielleicht auch ein paar Selbstzweifel?)

Kurz und gut: Die Dialoge waren sauber abgearbeitet, bis auf die Eskalation mit seiner Freundin. Da könnte es - bitte - ein bisschen mehr sein. Ansonsten spiel mit der Psyche. man muss nichts sehen, aber hören.

Ich hoffe, ich konnte einige Anregungen geben und drücke Dir ganz fest die Daumen für die Überarbeitung.

Da ist mehr drin, Elia. Viel mehr.

(Und ich sach das nicht nur so.)

LGD.

Edit: *Man könnte auch Nietzsche hinzuziehen: "Wenn man zu lange in den Abgrund blickt, dann blickt der Abgrund auch irgendwann in einen selbst hinein."


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Beitrag #10 |

RE: Stalker - Teil 2/2
Hi Dread,

Ist mir wie immer eine Freude, dich unter einem meiner Texte zu lesen Icon_smile

Zitat:Warum? Wegen Pep? Mach das mal ganz schnell wieder weg. Alle Schriftsteller sind Q's, nicht nur einer.

Ach nein, nein, das hat nichts speziell mit der Pep Sache zu tun.
Aber wäre ich wirklich ein Querulant, wenn ich es jetzt wegmachen würde? Icon_wink

Zitat:Sehr gelungener Einstieg und für mich einer der besten ersten Sätze, die ich je gelesen habe.

Muss zugeben, ich bin jetzt etwas verwirrt. Ist das Ironie deinerseits?
Weil ganz ehrlich, ich finde den Satz ziemlich banal und ich wüsste nicht, ob ich das heute nochmal so schreiben würde Icon_slash
Andererseits ist er auch nicht so schlecht, als dass man sich über ihn lustig machen müsste... oder? ^^
Bitte um Auflösung Icon_smile

Zitat:Das 'Kalte Schweigen' würde ich in eine eigene Zeile packen. So geht es unter.

Du hast recht, danke!

Zitat:Also, ich würde es technisch gelten lassen, wenn da ein Doppelpunkt wäre und die Gedankengänge danach eine aneinandergereihte Aufzählung wären. Aber so empfehle ich, diese separat zu platzieren. Denn er müsste ja noch außer Atem sein.

Auch hier werde ich deinen Vorschlag übernehmen.

Zitat:Von der belebten Stadt nach Irgendwo an den Rand, eine Landstraße entlang (ohne Gegenverkehr, Polizeiautos?).

Ich denke ich werde die Location der Geschichte einfach wie von dir vorgeschlagen verschieben, sodass sie von Anfang an im Wald oder zumindest in der Nähe davon sind.
Das löst zum einen das Problem mit dem Weg dorthin und andererseits fände ich, würde es auch zur Stimmung beitragen. Weil Grosstadt Disco und danach anschliessend einsamer Wald passen einfach nicht wirklich zusammen.
Wären sie hingegen schon von Anfang an in der Nähe des Waldes wäre es anders. So könnte ich den Wald selbst auch schon vorher in die Geschichte einfügen in dem sie z.B. über ihn reden.

Bezüglich deinem Fazit:

Ich werde versuchen, früher einzelne "Hinweise" auf Pascals gespaltene Psyche einzubauen. Die ist übrigens auch der der Grund, für seinen Kampf gegen sein eigenes Ich. Aber du hast recht, das kommt wohl im Text mangels Hinweise nicht richtig durch. Werde ich verbessern!

Zitat:Ansonsten spiel mit der Psyche. man muss nichts sehen, aber hören.

Zitat:Der Wald als Sinnbild seines Inneren.

Zwei wirklich gute Anregungen Dread, für die ich mich herzlich bei dir bedanken möchte und die ich auch umbedingt umsetzen will, weil sie mir mal wieder die Augen geöffnet haben. Wie schon einmal bei einem Motivationsprojekt hast du es mit wenigen Zeilen geschafft, mir extrem weiterzuhelfen. Danke!

Elia





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