Es ist: 27-01-2022, 09:13
Es ist: 27-01-2022, 09:13 Hallo, Gast! (Registrieren)


Bücher mit offenen Enden - gut oder schlecht?
Beitrag #11 |

RE: Bücher mit offenen Enden - gut oder schlecht?
Hey Sandy,

das hängt vor allem davon ab, wie man "offen" interpretiert. Ich mach es beispielsweise gar nicht, wenn vieles ungeklärt bleibt, weil man das Gefühl hat, der Autor habe sich verhaspelt und alles irgendwie zu Ende bringen wollen. Ein gewisses Maß an Erklärungen gehört dazu beziehungsweise, aus vorangehenden Szenen sollte man sich ein stimmiges Bild machen können.

Ein Ende mit Interpretationsspielraum hingegen finde ich gut. Auch muss es nicht ganz abgeschlossen sein, sprich die Welt gerettet - es kann auch ein Anfang gemacht sein. Das hängt schlichtweg davon ab, was man mit seiner Geschichte erzählen möchte ...

Und ich finde es auch ganz schön, wenn man das Gefühl hat, dass die Protagonisten noch andere große Geschichten erleben werden - auch wenn man diese nicht mehr erzählt bekommt.

Grüße

- Zack

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #12 |

RE: Bücher mit offenen Enden - gut oder schlecht?
Hi Sandy

Also so etwas hatte ich noch nicht gehabt. Bisher haben mir die Enden immer gefallen, na gut, mal mehr, mal weniger, aber all meine offenen Fragen wurden geklärt.

Ich ziehe allgemein Bücher vor, die kein offenes Ende haben. Wenn ich mir ein Ende hinzudichten soll, finde ich das mehr als "gemein" und eigentlich unangebracht. Für mich muss eine Geschichte ein Ende haben.
Nunja ich könnte es mir vielleicht ausnahmsweise vorstellen, wenn es ein Buch wäre, was einem richtig zum Nachdenken anregen soll.

LG Julia

"...und wir halten an dem Glauben fest, dass ein Mann, der ein Urteil spricht, auch selbst das Schwert führen soll." , Lord Eddard Stark, Die Herren von Winterfell, Band 1 aus das Lied von Eis und Feuer. George R.R. Martin

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Beitrag #13 |

RE: Bücher mit offenen Enden - gut oder schlecht?
Hallo alle zusammen!

Offene Enden pauschal zu verdammen, geht schon mal gar nicht. Manche Bücher sind erst mit einem offenen Ende vollkommen. So paradox das auch klingen mag, kann es einer Geschichte auch schaden, wird jedes Detail dem Leser in Großbuchstaben buchstabiert. Ist denn zB eine Horrorgeschichte nicht noch viel endrucksvoller, wenn nicht klar ist, ob das Böse gebannt ist? Ob der Protagonist sich endlich in Sicherheit befindet, als tatsächlich zu wissen, wie er seine Wunden verarztet und sich für den nächsten Job bewirbt?

Natürlich gibt es viele Gründe für ein offenes Ende, der peinlichste wäre wohl: dem Autor sind die Worte ausgegangen. Eine andere wäre, dass mehr als ein Ende denkbar wäre, doch der Autor traut sich nicht, sich für eines zu entscheiden, während das andere genauso gut passen würde. Anstatt sich zu einer halbherzigen Entscheidung durchzuringen, überlässt er die Entscheidung der Fantasie der Leser. Bsp: Inception (wenn auch kein Buch). Wäre der Film wirklich noch genauso gut, würden wir am Ende nicht rätseln, in welcher Welt der Protagonist nun endet?

Offene Enden sind dazu da, dass die Geschichte selbst nach dem Zuklappen des Buches noch immer in unseren Köpfen herumgeistert und uns nicht mehr so schnell loslässt.

Eine kleine Sniffu-Dröhnung

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Beitrag #14 |

RE: Bücher mit offenen Enden - gut oder schlecht?
Gut wenn es schon einen nächsten Teil gibt, schlecht wenn ich noch warten muss! Generell spricht aber nichts dagegen, ein Werk auf mehrere Bände aufzuteilen.


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