Es ist: 19-10-2021, 09:46
Es ist: 19-10-2021, 09:46 Hallo, Gast! (Registrieren)


Der Beginn einer hoffentlich langandauernden Geschichte :)
Beitrag #21 |

RE: Der Beginn einer hoffentlich langandauernden Geschichte :)
Hehe, ich bemühe mich in Hochsprache zu schreiben, die durch den deutschen Buchmarkt sowieso eher deutsch als österreichisch geprägt ist. Aber generell sind das dann solche Kleinigkeiten wie "er ist gelegen" statt "er hat gelegen".

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Beitrag #22 |

RE: Der Beginn einer hoffentlich langandauernden Geschichte :)
Tja, siehst du, das ist genau mein Problem. Ich sehe nicht mal mehr, wo der Fehler liegt. Ob ein halbes Jahr brutale Fremdspracheneinhämmerung oder zu viel Kontakt mit Baden- Württembergen dran schuld ist, wird sich zeigen, wenn ich wieder in die furchtbare, deutschvergewaltigende Lausitz zurückkehre, wo man statt "morgens" mit einem "frühs" ankommt (da stehen mir gerade die Haare zu Berge. Dabei habe ich das lange Zeit einfach so ohne Probleme geschrieben!) oder "Zu der Zeit, wo ..." sagt.


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Beitrag #23 |

RE: Der Beginn einer hoffentlich langandauernden Geschichte :)
Wobei aber gerade die Konstruktion "in einer Zeit, wo..." im Vormarsch ist. Ich habe das bereits in mehreren Büchern (kA welche genau) gelesen, obwohl ich mich immer daran stoße. "jetzt, wo..." gebrauche ich aber auch immer mehr, weil es sich immer natürlicher anfühlt. "jetzt, als" als Alternative?Icon_slash

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Beitrag #24 |

RE: Der Beginn einer hoffentlich langandauernden Geschichte :)
Ich tendiere zu "jetzt, während" und "gerade eben, als" oder einfach "gerade, als". Das "jetzt" beschreibt den Moment, das "während" auch, egal, was gerade passiert, und "als" bezeichnet wohl schon etwas, das einen klitzkleinen Moment zurückliegt. "Wo" dürfte in dem Fall universelle Umgangssprache sein. Beim Sprechen benutze ich es auch. Aber teilweise wird es bei uns auch geschrieben ... in Aufsätzen. Nach stundenlangen Vorträgen meiner Lehrerin habe ich begonnen, einfach um es zu vermeiden (sie erzählt immer dasselbe), es auch im Sprechen zu vermeiden, aber es klappt nun mal nicht immer.


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Beitrag #25 |

RE: Der Beginn einer hoffentlich langandauernden Geschichte :)
Ich finde "jetzt - während" passen nicht zusammen, da jetzt doch auf einen ziemlich genauen Zeitpunkt hinweist, während dagegen entweder einen Gegensatz oder eine längere Zeitspanne markiert. Es stimmt, "wo" ist noch immer umgangssprachlicher als Schriftsprache, aber es zeugt auch vom Sprachwandel, denn einerseits bezieht es sich auf ein zeitliches Geschehen, drückt aber auch eine Art Kausalität aus. zB "Jetzt, wo er gestorben war, konnte sie freiaufatmen." Angenommen der Tote ist ein Frauenschläger und durch seinen Tod ist die von ihm schikanierte Frau endlich befreit. Dann ist damit nicht nur eine zeitliche Abfolge gemeint, sondern auch eine Begründung. Ich gebe zu, die Konstruktion ist nicht die schönste, doch ziemlich praktisch.

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Beitrag #26 |

RE: Der Beginn einer hoffentlich langandauernden Geschichte :)
In der Hinsicht ist "als" besser. Hm. Stimmt auch wieder. War wohl wieder so ein engstirniger Einfall auf einen winzigen Moment bezogen. Verdammter Unterricht. Immer wenn ich ihn habe, geht es meinem Deutsch noch schlechter als sonst. Es kränkelt ziemlich. Naja, bis Freitag mache ich erst mal nichts an dieser Tatsache. Danach kann ich ja weitersehen.
"Wo" als Begründung? Klar, es ist praktisch, aber es ist eben doch Umgangssprache. Und die versuche ich zu vermeiden, außer es geht um einen Dialog zwischen meinen Charakteren, dann verwende ich teilweise Umgangssprache, damit sie nicht zu sehr aus dem Lehrbuch reden. Allerdings mache ich z. B. um Jugendsprache, auch wenn es jugendliche Protagonisten sind, einen riesigen Bogen. Erstens, weil ich sie einfach nicht kann. Was da so manche (ehemalige ... aber die nächsten kommen bestimmt) Klassenkameraden von sich geben, das kann ich nicht in Worte fassen, weil ich ihren Wortschatz nicht habe. Und zweitens, weil es mich stören würde, so etwas zu lesen. Es ist ein Stilmittel, das will ich gar nicht anzweifeln. Aber keines von denen, mit denen ich arbeite.


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Beitrag #27 |

RE: Der Beginn einer hoffentlich langandauernden Geschichte :)
Man kann lang und breit über solche Themen reden, letzten Endes läuft alles jedoch auf den eigenen Geschmack hinaus. Einerseits gut, andererseits scheiden sich da die Geister (oft unversöhnlichDoh).

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Beitrag #28 |

RE: Der Beginn einer hoffentlich langandauernden Geschichte :)
Nun, das stimmt auch wieder. Beides. Auch das mit den unversöhnlichen geschiedenen Geistern ... Glücklicherweise durfte ich so eine Erfahrung noch nicht machen. Außer vielleicht einer solchen beiwohnen ... Mrgreen


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Beitrag #29 |

RE: Der Beginn einer hoffentlich langandauernden Geschichte :)
(06-02-2013, 18:40)Sniffu schrieb: Es steht in meinem Profil, habe es aber nicht extra erwähnt, denn früher oder später hätte ich mich sowieso durch sprachliche "Auffälligkeiten" zu erkennen gegeben. ^^

Ich habe dadurch schon gezeigt, dass ich keine Deutsche bin. Ich habe nämlich meine "Volksschulzeit" erwähnt und in Deutschland ist es die Grundschule wallbash Icon_lol


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Beitrag #30 |

RE: Der Beginn einer hoffentlich langandauernden Geschichte :)
Jajaja, da sind sie aufmerksam, die Deutschen. Brenzelig wird's dann mit Häferl, Semmel, Erdäpfel... Mrgreen

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