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Selbstverlag vs. traditionelle Verlagsveröffentlichung
Beitrag #11 |

RE: Selbstverlag vs. traditionelle Verlagsveröffentlichung
(03-04-2013, 16:09)Adsartha schrieb: (Ich denke, wenn ein Verlag ein Buch nicht druckt, hat das meistens Gründe. Ein Verlag vereint schließlich Fach- und Branchenwissen und erkennt damit, welches Produkt Potenzial hat.)

Das hat mich nun doch zu sehr gereizt. Icon_wink

Wusstest du, dass "Harry Potter" von zig Verlagen abgelehnt wurde? Selbst jener Verlag, der schließlich sagenhafte 500 Stück verlegte, hatte es schon einmal abgelehnt.

Also nein, Verlage mögen ihre Qualitäten haben, aber was letztlich beim Publikum ankommt und was nicht, wissen sie selbst nicht.

Ca. 70 % aller veröffentlichen Werke sind für Verlage ein Verlustgeschäft. Etwa 20 % spielen so einigermaßen ihre Kosten ein bis zu einem minimalen Gewinn. Lediglich 10 % bringen die fette Kohle.

Verlage machen nicht viel mehr als ein Glücksspiel. Ihre Trefferquote mag höher sein als bei Indie-Autoren, aber das liegt eher daran, dass sich zu letzterem sogar Analphabeten berufen fühlen.


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Beitrag #12 |

RE: Selbstverlag vs. traditionelle Verlagsveröffentlichung
Zitat:Ca. 70 % aller veröffentlichen Werke sind für Verlage ein Verlustgeschäft. Etwa 20 % spielen so einigermaßen ihre Kosten ein bis zu einem minimalen Gewinn. Lediglich 10 % bringen die fette Kohle.

Verlage machen nicht viel mehr als ein Glücksspiel. Ihre Trefferquote mag höher sein als bei Indie-Autoren, aber das liegt eher daran, dass sich zu letzterem sogar Analphabeten berufen fühlen.
Damit rückst du wiederum, denke ich, die Indie-Werke zu nah an die Verlagsprodukte. Es mag ja viel Schund verlegt werden, aber das gefällt immerhin noch mindestens einer Person außer dem Autor selbst, nämlich dem Verlagsmitarbeiter. Allein durch so einen Torwächter schießt die Qualität im Vergleich zum völlig schrankenlosen Indiebereich durch die Decke. Was nichts über Perlen in der verlagsfreien Zone sagen soll - die gibt es mit Sicherheit. Aber sie gehen im Schund schlicht unter. Das passiert den in Verlagen erscheinenden Top-Titeln dann - so fragwürdig die Konkurrenz z.T. sein mag - dann doch nicht. Wie gesagt, ich leugne nicht den Kern deiner Aussagen, aber die Relationen passen nach meinem Dafürhalten nicht.

Liebe Grüße,
Lehrling

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Beitrag #13 |

RE: Selbstverlag vs. traditionelle Verlagsveröffentlichung
Deshalb mein Hinweis darauf, dass jeder Analphabet ein Ebook veröffentlichen darf. Ich versuche mal zu differenzieren:

Es gibt Qualitätsverlage. Dort unterzukommen ist das Beste, was einem Autor passieren kann. Steht für mich außer Zweifel. Hier kommt aber nur ein Bruchteil der schreibenden Zunft unter. Sollen alle anderen deshalb darauf verzichten, etwas zu veröffentlichen?

Es gibt aber ebenso Verlage, die zum Beispiel auf Heftromane spezialisiert sind. Ärzte-, Liebes-, Vampirgeschichten und was auch immer. Ich will diesen Bereich nicht madig machen, habe selbst in meiner Teenagerzeit Perry Rhodan und Jerry Cotton verschlungen. Trotzdem ist das schon ein recht großer Qualitätsunterschied.

Und dann gibt's ja noch eine Unmenge an Kleinverlagen, deren Lektorat oftmals sehr schlampig, wenn überhaupt vorhanden ist.

Da ist der Übergang zu Indie-Autoren nicht mehr allzu groß. Wer gut schreiben kann, wer seine Werke gewissenhaft überarbeitet, schafft durchaus eine geringe Fehlerquote. Es gibt nicht wenige verlagslose Autoren, die mehrere hundert Werke jeden Monat verkaufen. Davon können selbst die meisten Schriftsteller bei Qualitätsverlagen nur träumen.

Aber ja, die große Mehrheit ist nicht einmal der deutschen Sprache mächtig. Geschweige denn, dass sie jemals überhaupt etwas von Struktur, Wendungen oder Spannungsbogen gehört haben.

Dafür gibt es die Leseprobe. Die ist bei jedem Ebook vorhanden. Wenn ein Leser nicht nach wenigen Seiten grottenschlechte Werke erkennt, na, der ist selbst schuld, wenn er für miese Qualität Geld ausgibt. Wer kontrolliert, kann aber gute Qualität bei den Ebooks für wenig Geld erwerben.


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Beitrag #14 |

RE: Selbstverlag vs. traditionelle Verlagsveröffentlichung
Da wir gerade passende Interviews zum Thema haben, hier mal ein paar Links:

Qindie-Interview Teil 1: Qindie steht für Qualität von Indie-Publikationen - wir befragten die Macher, wie Qindie genau funktioniert!

Und hier noch drei aktuelle Interviews mit Indie-Autorinnen:

Interview mit Jacqueline Spieweg

Interview mit Stefanie Maucher

Interview mit Gundel Limberg

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #15 |

RE: Selbstverlag vs. traditionelle Verlagsveröffentlichung
(25-06-2013, 19:52)Zack schrieb: Da wir gerade passende Interviews zum Thema haben, hier mal ein paar Links:

Qindie-Interview Teil 1: Qindie steht für Qualität von Indie-Publikationen - wir befragten die Macher, wie Qindie genau funktioniert!

Und ich bin schon mal auf den 2. Teil gespannt.

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Beitrag #16 |

RE: Selbstverlag vs. traditionelle Verlagsveröffentlichung
Der zweite Teil ging soeben online, Schwerpunkt auf eBooks und Self-Publishing:

Zum Qindie-Interview Teil 2

@HMP: Ich glaube nicht, dass du zufrieden sein wirst ^^ ...

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #17 |

RE: Selbstverlag vs. traditionelle Verlagsveröffentlichung
(30-06-2013, 11:33)Zack schrieb: @HMP: Ich glaube nicht, dass du zufrieden sein wirst ^^ ...

Du solltest Wahrsagerin werden Icon_wink ...

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Beitrag #18 |

RE: Selbstverlag vs. traditionelle Verlagsveröffentlichung
Ach, der Markt der Wahrsagerei ist einfach übersättigt Icon_wink ...

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Beitrag #19 |

RE: Selbstverlag vs. traditionelle Verlagsveröffentlichung
(30-06-2013, 21:19)Zack schrieb: Ach, der Markt der Wahrsagerei ist einfach übersättigt Icon_wink ...

Ich zumindest kann Dir was prophezeihen Icon_smile:

Ich werde das Thema noch mal aufgreifen. Spätestens in "Die Leiden des jungen Verlegers" im Kapitel "Qindiesition" ... wohl Herbst 2014.

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Beitrag #20 |

RE: Selbstverlag vs. traditionelle Verlagsveröffentlichung
Wenn das Thema dann noch aktuell ist. Im Moment schwimmen die Qindies auf ihrer Begeisterungswelle - jetzt muss sich zeigen, ob das auch langfristig funktioniert oder ob die ganze Idee wegen Zeitmangel oder aus anderen Gründen auseinanderbricht.

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