Es ist: 09-04-2020, 11:09
Es ist: 09-04-2020, 11:09 Hallo, Gast! (Registrieren)


Oase der Ruh
Beitrag #1 |

Oase der Ruh
Hallo,
zunächst einmal, verzeiht meine lange Abwesenheit.
Als bekennender Lyrikmuffel ist es für mich nicht gerade einfach, mein eigenes Werk das als Teil einer Geschichte entstanden ist zu bewerten. Daher hoffe ich auf einwenig Hilfe von Leuten, die mehr davon verstehen als... äh, naja. Nichts.
Das "Gedicht" soll eine Steininschrift inmitten einer absolut ausgestorbenen Wüste sein.

"Sonne, sie scheint
so das der Menschensohn meint,
sterben er muss,
durch des Wüstengottes Kuss.

Oase der Ruh,
Worauf wartest nur du?
Zu Met und Wein,
wir laden dich ein!

Der Wüstengott,
so oft Hüter des Schafott
Ein Wächter hier,
uns schützet vor seiner Gier.

Sing, tanz und lach,
Unter des Gottes Wächters Dach
Das machen wir,
sag doch, wie steht es mit dir?"


würde mich über jegliche Kritik freuen.
Liebe Grüße,
Green Aye

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi

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Beitrag #2 |

RE: Oase der Ruh
Hey Green Aye!

Ein richtiges Lyrikass bin ich nicht gerade, doch das soll mich nicht aufhalten, dir meine Eindrücke zu deinem Gedicht mitzuteilen. Icon_smile

Zitat:mein eigenes Werk das als Teil einer Geschichte entstanden ist

Finde ich immer wieder interessant, wenn sich in einem literarischen Text weitere kleine literarische Edelsteine ergeben. Ich selbst verwende auch hin und wieder andere Textformen innerhalb eines größeren Romanes. Vielleicht willst du deine Geschichte, in der das Gedicht vorkommt, auch hier vorstellen?

Nun, der Vorworte genug, ab zum Gedicht.

Zitat:Sonne, sie scheint
so das der Menschensohn meint,
sterben er muss,
durch des Wüstengottes Kuss.

sodass oder so dass
Du sagst, es handelt sich hier um eine Steininschrift. Ich nehme an, es handelt sich bei deiner Geschichte um Fantasy, ScienceFiction, aber auf jeden Fall nichts "zu Reales" oder? Denn wenn du authentisch historisch schreiben würdest, würde ich den lockerflockigen Ton dieser Steininschrift nicht abkaufen. Es klingt vielmehr wie ein Trinklied als Lobpreisung eines Gottes als ein Mahnmal, das in Stein gehauen würde.

Zitat:Oase der Ruh,
Worauf wartest nur du?
Zu Met und Wein,
wir laden dich ein!

Wie gesagt, wieder meine ich hier eher ein Trinklied als "ernste Zeilen" zu lesen. Ich hoffe, du bist dir im Klaren, welchen Eindruck hier weckst. Denn eine direkt formulierte Frage mit sogar einem angesprochenen Du und einer Aufforderung ist für mich nicht das Typische, was ich auf einer Steintafel erwarten würde.

Zitat:Der Wüstengott,
so oft Hüter des Schafott
Ein Wächter hier, uns schützet vor seiner Gier.

Schafotts bzw. um, den Reim aufrechtzuerhalten : Schafott'
ich würde nach "Schaffotts" einen Beistrich setzen und "ein" klein schreiben, einfach dass der Satz mit Subjekt und passendem Prädikat funktioniert

Zitat:Sing, tanz und lach,
Unter des Gottes Wächters Dach
Das machen wir,
sag doch, wie steht es mit dir?"

Wieso schreibst du mitten im Satz groß? Davor hast du auch nicht jeden Zeilenanfang groß geschrieben. Entweder alles groß oder alles klein, entscheide dich, so viel Konsequenz muss sein (der Reim war nicht beabsichtigt lol)

Abschließend: Von den Reimen her haben alle für mich funktioniert, die sind dir also sehr gut gelungen. Nur bei der grundsätzlichen Stimmung bin ich mir nicht sicher. Es sind für mich zu viele direkte Anreden dabei, die für mich mit einer Steininschrift nicht recht vereinbar sind. Vielleicht erklärt das Setting drumherum in deiner Geschichte das.

Hoffe, du konntest etwas mit dieser Einschätzung anfangen. Icon_smile

LG

Eine kleine Sniffu-Dröhnung

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