Es ist: 22-11-2019, 09:16
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Das Lindenlied
Beitrag #1 |

Das Lindenlied
Ein Frühlingslied soll dies nun werden
voll Sonnenschein und Übermut
Das Grün sprießt fröhlich aus der Erden
Es lacht das Herz und schäumt das Blut.

Komm lass uns einen Reigen tanzen,
auf einer Wiese tief im Wald.
Wir wollen eine Linde pflanzen.
Dort, wo so laut die Stille schallt.

Wir können Sie dann gern besuchen,
im Mondenschein in lauer Nacht
und wandern zwischen all den Buchen,
wo einsam eine Linde wacht.

O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.

Hyperion am Bellarmin


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Beitrag #2 |

RE: Das Lindenlied
Hallo demon,

dein Gedicht vermittelt eine heitere Grundstimmung, das durch den gleichmäßigen Rhythmus und die ungezwungen gereimten Versen noch unterstützt wird. Man erlebt ein Ganzes, kein Bruch trübt das Lesevergnügen.

In der letzten Strophe, letzter Vers, hätte ich mir ein "unsere" oder "uns're" zur Linde gewünscht, da es ja nicht irgendeine, sondern eben genau diese Linde ist, die dort wacht und die vom Lyrischen Ich und jemand anderem gepflanzt wurde; vor allem auch deshalb, weil diese Linde im ersten Vers ein groß geschriebenes "Sie" erhält, was Sie von allen anderen Linden abhebt.

Danke schön, dass du dein inneres Frühlingsvergnügen mit uns geteilt hast.


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Beitrag #3 |

RE: Das Lindenlied
Hallo Porter,

gern geschehen. Icon_smile Das eine Linde muss so sein, denn es steigert die Wirkung der Verlorenheit.

Liebe Grüße

demon17

O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.

Hyperion am Bellarmin


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