Es ist: 27-11-2020, 06:25
Es ist: 27-11-2020, 06:25 Hallo, Gast! (Registrieren)


Offener Lesezirkel: "Blutklingen" von Joe Abercrombie
Beitrag #21 |

RE: Offener Lesezirkel: "Blutklingen" von Joe Abercrombie
Passt, dann fang ich heute an! Icon_jump

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."
Vaclav Havel
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Beitrag #22 |

RE: Offener Lesezirkel: "Blutklingen" von Joe Abercrombie
Ich musste mich schon ziemlich beherrschen, nicht anzufangen. Icon_wink

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #23 |

RE: Offener Lesezirkel: "Blutklingen" von Joe Abercrombie
Ich freu mich schon! Pro

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Beitrag #24 |

RE: Offener Lesezirkel: "Blutklingen" von Joe Abercrombie
Leute wie siehts aus bei euch mit der ersten Etappe? Icon_smile

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Beitrag #25 |

RE: Offener Lesezirkel: "Blutklingen" von Joe Abercrombie
Ich bin seit ein paar Tagen schon soweit - aufgrund zeitlicher Engpässe bin ich bisher allerdings noch nicht dazu gekommen, hier reinzuschauen. Wie sieht's bei den anderen aus?

Zitat:We have to be realistic.
Eristeseristeseristes! Icon_cool

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Beitrag #26 |

RE: Offener Lesezirkel: "Blutklingen" von Joe Abercrombie
Hallo zusammen,
vom Zeitlichen her wären wir ja jetzt schon bei der vierten Etappe, aber ich denke nicht, dass jetzt alle schon so weit sind, oder..? War alles ein bisschen chaotisch. Mrgreen
Ich fang jetzt einfach mal mit den ersten beiden Etappen an:
Eigentlich beginnt der Spaß schon mit der ersten Seite und dem Gruß. Hab recht herzlich gelacht! Icon_wink Dann geht's weiter und die Story fängt an. Ich finde, man kommt wirklich besonders schnell rein. Ich weiß nicht, warum, aber bei "Heldenklingen" tat ich mir irgendwie schwer mit dem Anfang, das fällt schon mal positiv hier auf. Schnell wird klar, dass es insgesamt um zwei Handlungsstränge geht: Einmal Scheu und Lamm und einmal Tempel. Beginnen wir mit Ersterem.
Jaja Scheu... hat mich ein bisschen an Monza Murcatto erinnert, aber das ist wohl nur so ne Angewohnheit von mir. Sie wirkt mit ihrem Hofleben weniger erfüllt oder zufrieden, sondern viel mehr, als hätte sie eben nach einer Arbeit gesucht, die möglichst wenig mit ihrer Vergangenheit zu tun hat und ist dabei eben darauf gekommen. Nur das Handeln scheint ihr wirklich Spaß zu machen, die Feldarbeit und der Rest... ebenso wichtig sind jedoch für sie ihre kleinen Geschwister, scheint mir. Wirklich sicher sagen kann man das ja nicht, weil sie schon verschleppt werden, bevor Schue wieder den Hof erreicht. Meine erste Theorie war ja, dass die Kinder irgendwie für die Minen in den Bergen gebraucht werden, um das Gold, das ja dort entdeckt wurde, zu schürfen, was ja früher auch praktiziert wurde - ob auf diese Weise, weiß ich nicht.
Scheu macht auf jeden Fall ihrem Namen alle Ehre - nicht. Sie beschließt, den Trupp, der ihren Hof verwüstet, ihren Hausverwalter umgebracht und ihre Kinder verschleppt hat, zu verfolgen, um dann zu tun, was zu tun ist - wie auch immer das aussehen mag. Lamm, der scheinbare Feigling, kommt mit und scheint dabei um Einiges weniger feige zu sein als es wirkt. Sie folgen der Spur, die die Männer durch's Land ziehen und entdecken überall das Gleiche: abgebrannte Häuser, tote Bewohner, aber keine Kinder. Zwischendurch sammeln sie nochmal Lief ein, der auf mich mehr verzweifelt als zielgerichtet wirkt. Und dann kommt die Szene im Wirtshaus und ich weiß nicht mehr, warum ich da so blind war, dass ich nichts eins und eins zusammengezählt habe, was Lamm angeht, sondern mir nichts weiter dabei dachte. Scheu zeigt auf jeden Fall Menschlichkeit und lässt den letzten laufen, bevor sie schließlich weiterziehen. Lamm erholt sich wieder von seinem leicht veränderten Neuner-Anfall. Ich weiß jetzt nicht mehr genau, wann es mir endlich aufgefallen ist, aber in dem Moment habe ich mir buchstäblich das Buch an die Stirn gehauen. Neun Finger, groß und breit, Nordmann... alles Zufall! Mrgreen
Kurz darauf werden sie in jedem Fall von Dab Süß aufgesammelt, aber interessanter finde ich eigentlich die Geisterfrau... mal sehen. Sie kommen in das Lager und lernen einige mehr oder weniger kommunikative Mitmenschen kennen, von denen so einige ein Geheimnis mit sich herumzutragen scheinen, allen voran natürlich Savian. Womit wir auch schon beim Ende des ersten Handlungsstrangs wären.
Im anderen wiederum tauchen Cosca und Freundlich wieder auf, alte Charaktere also. Darüber freue ich mich persönlich immer besonders, weil das die Fragen zu Teilen beantwortet, die sich ja nach Ende der Lektüre ergeben und ich finde, dadurch schließt sich der Kreis. Kam Tempel auch schon in "Racheklingen" vor, ich glaube nicht, oder? In jedem Fall geht es hier vor, wie es vorgeht wenn Inquisition und Söldner aufeinandertreffen und jeder Mann mit einem Rebellentatoo wird ermordet. Grausam, aber irgendwo doch konsequent. Am Besten finde ich ja den Schriftsteller.
Zitat:Schließlich kritzelte er die ungereimten Worte kein Heldenmut zu beobacheten auf die Seite.
Mrgreen

Wir lernen Espe kennen - Icon_smile - und erfahren, dass er auf der Suche nach Logen ist, dann geht's auch schon weiter. Und über Tempel erfahren wir natürlich auch Einiges, ein Mann, dessen Angst doch meist sein Gewissen besiegt. In Averstock entdeckt er dann doch ein kleines bisschen Mut, gemischt mit viel Angst und ein bisschen "Was mache ich hier eigentlich?" Der Angriff kommt verfrüht, der Rettungsversuch geht schief und Sufeen ist tot. Aber wie es scheint, hat Tempel Gefallen daran gefunden, die Schlachterei nicht mehr hinzunehmen und nimmt den in diesem Fall leichtesten Weg: er flieht, recht ungeplant und ohne Vorstellung, was jetzt zu tun ist. Er hat Glück, dass der erste, den er trifft, Espe ist, der ihm einen Platz am Feuer anbietet und ihm was von seinem Essen abgibt. Der Dialog, der sich zwischen beiden abspielt, macht ja nochmal besonders klar, wie ungeeignet Tempel für das Überleben ganz allein im Fernland ist. Nach einem Geisterüberfall schließlich fällt Tempel in den Fluss hinein und ergibt sich seinem Schicksal.
Zitat:Er hatte sich Gott anvertraut, weil sonst niemand da war. Er setzte alle Hoffnungen auf den Himmel.
Aber er machte sich auch bereit für die Alternative.

Insgesamt war das mMn bisher eines der besten Abercrombie-Bücher, mit einer guten Mischung aus Humor, Story und charakterlicher Tiefe und ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Am meisten interessiert mich persönlich ja, wie sich das mit Espe und Logen alias Lamm weiterentwickelt.

Das wär's jetzt meinerseits. Wo steht ihr jetzt ungefähr? Ich bin inzwischen fertig mit der vierten Etappe...

LG,
rex

P.S.: Ich bin mir im Nachhinein nicht sicher, ob das nicht zu sehr wie eine Inhaltsangabe geschrieben war und bitte dahingehend nochmal um kurze Rückmeldung. Icon_smile

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Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #27 |

RE: Offener Lesezirkel: "Blutklingen" von Joe Abercrombie
Hallo Rex!

Krass, das ist alles wirklich sehr unglücklich gelaufen (die Examensvorbereitung hat mich dann doch noch viel stärker in Beschlag genommen, als zunächst gedacht Icon_slash). Ich nehme an, dass du das Buch mittlerweile durch hast?
Wenn du magst, haue ich es auch durch und dann machen wir zumindest eine Nachbesprechung? Icon_smile

(Wo Sternchen abgeblieben ist, kann ich allerdings nicht sagen ...)

Liebe Grüße,
WW

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Beitrag #28 |

RE: Offener Lesezirkel: "Blutklingen" von Joe Abercrombie
Ja, ich hab's mittlerweile durch. Passt schon, geht mir auch öfter so. Icon_smile
Bist du schon fertig inzwischen?

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
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