Es ist: 22-09-2019, 20:21
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Liberté talentueuse
Beitrag #1 |

Liberté talentueuse
Sanya,
zwischen die Kommentare, an denen ich in den letzten Tagen bastel, rutschte mir neben einem Haufen RL eine Schreibübung. Ich wollte mal wieder etwas schreiben (und hier könnte man den Satz eigentlich schon so belassen, aber es ist gemeint: etwas), das nicht vor Bildern überquillt, sondern auch beim ersten Lesen (hoffentlich) verständlich ist. Die Szene ist so etwas wie ein Seitenarm eines existierenden Projekts - ist damit meiner Auffassung nach ein Einzelstück und keine Fortsetzung, aber ich lasse mich gerne belehren - und ich nehme an, mindestens eine von euch wird wissen, welches gemeint ist. Davon unabhängig ist es allerdings immer noch eine Übung, und daher bitte ich demütigst um Kritik vor allem zu Stil, Atmosphäre und dergleichen.
Für den Titel musste ich mich auf einen Babelfisch verlassen, aber ich glaube, so viel kann man da nicht falsch machen. Es soll sich übrigens im Bezug auf Namen niemand angesprochen fühlen, die haben zwar ihre verwurzelten Gründe, aber diese verlieren sich zum Großteil in den Tiefen anderer Projekte ...



Liberté talentueuse

Mit größter Sorgfalt führte Susette die Feder über das Büttenpapier. Nur ganz leicht vorgebeut – strenge Erziehung und Korsett hielten sie in damenhafter Haltung – beobachtete sie durch die geschliffenen Gläser ihrer Brille, wie die Tinte durch den Schlitz des Metalls quoll und den blassen Vorzeichnungen folgte. Noch war keine der zugeschnittenen Karten von Fehlern verunreinigt worden und Susette fühlte durchaus Stolz, ihre Kalligraphie-Fertigkeiten nicht durch mangelnde Übung dem Verfall preisgegeben zu haben; und Ehrgeiz. Jede Einladung sollte perfekt werden und aussehen, als hätte sie sie tatsächlich bei dem Schreiber in Dôle in Auftrag gegeben, wie es ihre Mutter angesichts dessen hervorragenden Rufes geraten hatte. Ein weiterer Schriftzug wurde von einem Schnörkel abgerundet und trocknete zu einem edlen Bordeauxrot. Es war beinahe derselbe Farbton, der auch die Schmucksteine des Geburtstagskleides zierte, für das Dominique freiwillig so lange stillgestanden hatte. Susette musste lächeln, als sie sich das Bild ihrer Tochter vor Augen rief, wie sie auf dem Schneiderschemel stand und Kinderreime vor sich hinmurmelte, damit ihr nicht zu langweilig würde. Und das Kleid selbst war natürlich ein Traum, das ihr kleines Mädchenherz hatte höher schlagen lassen und ihre Schwester in neidische Bewunderung gestürzt hatte. Susette war etwas seltsam zumute gewesen, als die Schneiderin den Rock nicht mehr in die gewohnte Länge gekürzt hatte – aber Dominique wurde ja schon zehn Jahre alt.
Und Tag für Tag schreitet sie der Frau in sich entgegen, dachte Susette. Kaum ein paar Jahre noch für Dominique … Immerhin habe ich dann noch mein Nesthäkchen, wenigstens eine kleine Weile.
Sorgsam griff sie nach der Karte und legte sie zur Seite, um sich die nächste vorzunehmen. Sie rückte das Brillengestell, das sich während ihrer Arbeit etwas geneigt hatte, auf dem Nasenrücken zurecht. Die feingliedrige Kette daran begann zu tanzen und Susette war froh, wenn sie das unbequeme Ding nur wieder abnehmen konnte. Draußen würde sie es ganz sicher nicht tragen – ihre Eitelkeit verbot es –, doch ihr Mann bestand darauf, dass sie es bei Handarbeiten im Hause aufsetzte, damit sie sich nicht aus, wie er sagte, weibischen Prioritäten die Augen ruinierte.
Während er sich aus männischen Prioritäten Nacht für Nacht den gesunden Schlaf raubt, für Ruhm, Ehre und Anerkennung.
Kurz schloss sie die Lider ob der Anstrengung und lauschte dabei auf die Geräusche aus dem Nebenzimmer. Die Tür war dicht und die Wände des Landsitzes dick, doch wenn sie sich konzentrierte, konnte sie die murmelnden Stimmen ihrer Töchter erahnen, die dort von einem Kindermädchen beaufsichtigt wurden.
Meine braven, kleinen Mädchen.
Nur noch ein paar Einladungen zeichnen, dann würde Susette hinübergehen und nachsehen, wie die Mädchen spielten, bevor die Haushaltsführung wieder ihre Aufmerksamkeit verlangte. Eine kleine Geste beruhigte das Brillenkettchen und sie zog die nächste Karte heran. Mit routinierten Bewegungen tauchte sie die Feder wieder in die Tinte, die sie nur für diesen besonderen Zweck ausgesucht hatte, und begann mit der Schrift. Konzentration und Präzision, Susette hatte sich beides angeeignet und ertappte sich bei dem unwillkürlichen Vergleich mit ihren früheren Studien. Nach ihrer Hochzeit waren sie für unpassend erklärt worden, und natürlich hatte Susette ihrer Mutter nachgegeben. Nun wandte sie die Tugenden auf Karten an, Tinte und Bütten statt Impulsleiter und -
Ein heller Schrei ließ Susette zusammenfahren.
„Dominique!“ Sie fuhr auf und ließ den Federhalter achtlos über den Schreibtisch rollen. Es war, als zöge er in ihrem Augenwinkel eine unscharfe, blutrote Spur, und sie schob den Stuhl so hastig zur Seite, dass sie ihn beinahe zu Boden geworfen hätte. Grob in ihre Röcke greifend, stürzte sich Susette zur Tür und riss sie auf. Im selben Moment hörte sie einen dumpfen Aufprall und hielt den auf dem Boden aufgeschlagenen Kindskörper im ersten Augenblick für ihre Tochter. Doch dann regte sich Dominique, wich von der fallen gelassenen Puppe fort und fing an zu weinen.
„Maman!“, schluchzte sie, „Maman!“
Ohne auf ihre Umgebung oder das Kindermädchen, das aus seiner Schockstarre erwachte, zu achten, eilte Susette zu dem kleinen Mädchen und nahm es in den Arm.
„Dominique“, flüsterte sie und strich ihr über die feinen, blonden Haare. Sie konnte keine Verletzung ausmachen, ihre Tochter weinte nur und barg die Wange an Susettes Kleid. Doch von ihrer Schwester war nichts zu sehen. "Wo ist Liberté?"
„Madame“, stotterte das Kindermädchen, scheinbar noch fassungslos über das Geschehen.
Susette ließ noch einmal den Blick wandern, konnte Liberté aber nicht entdecken. Vielleicht war sie hinausgelaufen vor Schreck oder versteckte sich. Sie würde sie sofort suchen müssen, immerhin wusste Susette immer noch nicht, was die Mädchen so in Angst und Schrecken versetzt hatte.
„Maman“, schluchzte Dominique und deutete ängstlich in den Raum hinein.
Susette sah auf und erblickte die hübsche mechanische Katze, bei deren Herstellung Liberté ihrem Vater sogar hatte zusehen dürfen. Ein einfacher Mechanismus aus Zahnrädern ließ das Spielzeug gehen, wenn man es aufzog, doch nun bewegten die bronzenen Pfoten es nur liegend im Kreis. Kaum zwei Schritte davon entfernt kauerte ein weiteres Kätzchen auf dem ausgelegten Teppich. Das weiße Fell wirkte zunächst beinahe künstlich und die zarten, schwarzen Streifen darin ließen für Susette nur den Schluss zu, dass jemand sich trotz des Verbotes an der Präparatsammlung ihres verstorbenen Schwiegervaters zu schaffen gemacht hatte. Sie kannte nicht alle Stücke, aber ein Tiger, zumal von so transportabler Größe, wäre nicht verwunderlich in der Reihe exotischer Tiere. Obwohl sie sich kaum vorstellen konnte, wie man sich davor fürchten sollte, schien es der Grund für den Aufruhr zu sein.
„Fabienne, was soll das bedeuten?“, wandte sich Susette harsch an das Kindermädchen.
Das schien mit der Situation etwas überfordert zu sein, knickste und bekam nur ein paar stotternde Worte und ein „Madame“ hervor. Susette schoss durch den Kopf, dass sie wohl einen Fehler gemacht hatte, ein so junges Kindermädchen eingestellt zu haben, und wollte gerade zu einer Schelte ansetzen, als sie aus dem Augenwinkel die Bewegung wahrnahm.
Dominique ließ einen Schreckenslaut hören und drückte sich nur umso mehr an ihre Mutter, deren Blick zu dem vermeintlichen Präparat huschte. Mit so viel Unsicherheit, wie ein Kätzchengesicht es nur ausdrücken konnte, rührte sich das Tier und machte einige geduckte Schritte in Susettes Richtung. Das Kindermädchen wurde kreidebleich und bekreuzigte sich, was Susette mit einem Anflug von Missfallen quittierte, obgleich sie nicht weniger erschrocken war. Ihr von Wissenschaft geschulter, rationaler Verstand erkannte, dass von einem Kätzchen, ob Tiger oder nicht, keine zu große Gefahr ausging. Im Zweifelsfall hielten sie sich auf dem Landsitz Jagdhunde, die so ein kleines Geschöpf mit Leichtigkeit erlegen konnten. Susette ergriff die Schultern ihrer Tochter und schob sie zur Seite, um sich das verirrte Tier genauer anzusehen. Mit vorsichtigen Schritten ging sie darauf zu.
„Maman.“ Dominiques Stimme zitterte. „Was ist mit Liberté?“
Ohne das offenbar verängstigte Kätzchen, das sich nach wenigen Schritten wieder auf einer Stelle zusammengekauert hatte, aus den Augen zu lassen, riss Susette das Kindermädchen aus ihren stummen Gebeten.
„Wo ist Liberté?“
„M... Madame ...“
Susette hielt inne und warf ihr einen strengen Seitenblick zu. Eine unbestimmte Angst, möglicherweise eine Ahnung, stieg in ihr auf und erschwerte das Atmen, als schnürten unsichtbare Hände ihr Korsett immer enger. Und gleichzeitig fühlte sie einen Anflug von Zorn, Zorn auf dieses Mädchen, das nur schockstarr dort stand und religiöse Mächte anrief, anstatt ihr Auskunft zu geben.
„Wo ist meine Tochter?“ Sie spürte jeden Atemzug wie einen Hieb gegen ihre Contenance. „Sprechen Sie!“
Ein zitternder Fingerzeig deutete auf das Wesen, das sich auf den Teppich hockte und aus großen, blauen Augen zu ihr aufblickte. Susette sah den kleinen Körper zittern und begriff, was das Kindermädchen ihr Unglaubliches sagen wollte.
„Nein“, flüsterte sie und sank auf den Teppich, wobei sie ihre Röcke richtete, ohne es groß zu bemerken. Sie konnte den Blick nicht von dem zittrigen Tigerkätzchen lösen, das nur wenige Schritte von ihr dasaß. Den Gedanken, dass es unmöglich war, hatte sie schon überwunden.
Genetische Magie, dachte sie und streckte die Hand nach dem Kätzchen aus. Sie hörte, wie Dominique sie ängstlich rief und wusste, dass der Blick aus den blauen Tigeraugen dasselbe bedeutete.
„Liberté“, sagte Susette leise und das Kätzchen reagierte, hastig und etwas ungeschickt stürzte es auf sie zu und sie griff nach dem weißen Fell, sobald sie es vermochte. „Oh, mein Kleines ...“
Der Kätzchenkörper schmiegte sich an sie und Susette spürte das Klopfen des Herzens, das zu heftig für dieses zarte Wesen erschien.
„Wie hast du das nur gemacht?“, flüsterte Susette und strich über das weiche Fell, von Angst ergriffen und dem Gedanken, was diese Entdeckung bedeuten würde. „Was hast du nur getan?“
Ein Maunzen war ihre einzige Antwort darauf, schriller als man es von einem niedlichen Kätzchen erwarten würde. Susette schloss die Augen, einige Herzschläge lang versuchte sie, die rasenden Gedanken zu beruhigen, zu ordnen.
Außer ihr waren nur Dominique und Fabienne im Raum. Es blieb noch mindestens eine Stunde, bis es Zeit war zum Essen. Ihre Mutter hatte sich dazu angekündigt. Es würde sich eine harmlosere Erklärung anbieten, die man glauben konnte, wenn man sie nur oft genug wiederholte. Wenn sie dem Kindermädchen ein gutes Zeugnis ausstellte und ihm noch großzügig einen weiteren Lohn auszahlte, gab es keinen Grund für Fabienne, sich zu genau zu erinnern. Und Dominique war ein braves Mädchen, sie wusste, dass man nicht tratschte. Wie auch immer Liberté es angestellt hatte, sie würde es sicher auf demselben Wege wieder rückgängig machen können. Sie war klug für ihr Alter. Und sie hatten noch eine Stunde.
Genetische Magie. Ausgerechnet.
„Fabienne, nimm Dominique und geh mit ihr ins Nebenzimmer“, befahl Susette, ihre Stimme gewann an Festigkeit. Sie spürte immer noch die Wärme und das Herzklopfen des Kätzchens, das sich eng an sie schmiegte. „Wartet dort auf mich.“
Das Mädchen ging langsam, doch als sie Susettes Blick bemerkte, fasste sie rasch Dominiques Hand und führte sie zur Tür.
„Fabienne“, Susette barg das Kätzchen in ihrem Arm und saß mit dem Rücken zur Tür, sodass das Kindermädchen das Tier nicht mehr sehen konnte, „Liberté ist sicher rausgelaufen, weil sie sich erschrocken hat. Ich werde sie suchen.“
„M... Madame?“
„Ich suche sie und bringe sie zurück“, wiederholte Susette und betonte die Worte.
„Ja, Madame.“ Die Tür wurde zugezogen und die Schritte aus dem Nebenzimmer, das nicht so großzügig mit Teppich ausgelegt war, waren zu hören.
Susette atmete auf und hob das Kätzchen sorgsam hoch, damit die Krallen keine Spuren auf ihrem Kleid hinterließen. Vorsichtig setzte sie es vor sich hin und hielt die Finger an seinem Fell.
„Liberté“, sagte Susette und bemühte sich um eine strenge Mutter-Stimme. „Was bist du nur so ungezogen, glaubst du, das gehört sich für ein braves Mädchen?“
Die großen, blauen Augen starrten sie an und Susette wusste, dass ihre Tochter das nicht gewollt hatte und sich vermutlich sehr fürchtete. Doch sie musste sichergehen, dass Liberté nicht vielleicht Gefallen daran fand, sondern aufpasste. Sie musste sie schützen.
„Du wirst dich jetzt sofort wieder in ein gehorsames, kleines Mädchen verwandeln! Oder willst du, dass ich deinem Herrn Vater davon erzähle und er dich bestraft?“
Ihr Blick wanderte kurz zur Standuhr. Noch eine Stunde hatte sie Zeit, um das alles zu richten – sie nämlich, nur sie! Ihr Ehemann würde nichts davon erfahren, niemals.
Ein Zittern erfasste wieder das Kätzchen und es zuckte, Susette zog ihre Finger weg. Sie versuchte, sich ihre Angst nicht anmerken zu lassen, aber sie klopfte wie ein zweiter Puls in ihren Adern und flüsterte ihr ein, was es für Probleme geben könnte.
Liberté, oh meine Kleine, bitte verwandle dich einfach wieder zurück!
Der kleine Tiger schien es wirklich zu versuchen, stieß ein ängstliches Fiepen aus und spannte die Muskeln an. Der Blick suchte wieder die Mutter, die unwillkürlich erneut mit den Fingerspitzen das Fell berührte.
„Sofort! Ich warte“, sagte sie, aber es klang kaum so bestimmt wie beabsichtigt. „Liberté ...“
Das Zucken des zarten Körpers war nun so stark, dass Susette es kaum mit ansehen konnte. Wie unter Stromstößen zitterte er, kämpfte mit dem Willen, wieder Mensch zu werden. Ein klägliches Maunzen erklang, gezogen wie von Anstrengung oder Schmerz, und wurde nach einigen furchtbaren Momenten der Ungewissheit zu einem Schluchzen. Das Weinen ihrer kleinen Tochter erleichterte Susette auf eine morbide Art und Weise, und sie fühlte sich geradezu benommen, als sich das Mädchen in ihren Schoss flüchtete.
„Maman“, brachte Liberté hervor, völlig aufgelöst in Tränen. „Ich wollte nicht unartig sein, Maman! Ich weiß nicht, warum ich das getan habe, und dann war es so schwer … so schwer!“
Susette legte sanft die Arme um die bebenden Schultern.
„Tu das nie wieder“, sagte sie eindringlich und streichelte dabei den Rücken des Mädchens. „Hörst du?“
„Nie wieder, Maman, ich verspreche es!“
Die drohenden Visionen legten sich in Susettes Gedanken nieder, gebrochen an dem Versprechen, und sie beruhigte sich. Sie atmete durch und gönnte sich und ihrer Tochter einen langen Moment, bevor sie sie von sich fortschob.
„Jetzt, da du wieder ein braves Mädchen bist, werden wir wieder zu Fabienne und Dominique gehen, ja?“ Sie strich die gelösten Haare des Kindes aus dem verweinten Gesicht. „Und da das nie wieder geschehen wird, brauchen wir auch niemandem davon zu erzählen, nicht wahr?“
Liberté zog die Nase hoch. „Ja, Maman“, sagte sie gehorsam.
„Auch nicht Papa. Oder willst du doch dafür bestraft werden?“
„Nein, Maman.“
„Na, siehst du.“ Susette erhob sich und strich sich sorgfältig die Aufregung und Angst von den Röcken. Liberté schniefte nur noch einmal und imitierte ihre Mutter, indem sie sich das eigene Kleidchen ordnete. Schließlich nahm sie die mechanische Katze in den Arm und blickte mit großen Augen zu ihrer Mutter auf.
„Du wirst nicht darüber reden“, wiederholte Susette und fasste ihre Tochter an der Schulter, um sie zum Ausgang zu führen. Das Mädchen schüttelte den Kopf und Susette sah, dass die Angst zu groß war, als dass es ihre Tochter wagen würde, ihre Fähigkeit zu erkunden.
Niemand wird davon erfahren, schwor sie sich. Niemals.
Sie öffnete die Tür zum Nebenzimmer.

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

(Avatar: 'Batbastard', © by Trin o'Chaos)

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Beitrag #2 |

RE: Liberté talentueux
Hallo Trin,

eine Geschichte zum Weintraubenessen - wie gut, dass ich welche zur Hand hatte ... Icon_smile

Sie liest sich gut, sehr rund. Du erzählst eine Episode von ihrem Beginn bis zu ihrem Ende, die ich mir gut vorstellen kann als Ausschnitt eines Films, in den man zufällig hineinzappt. Und dann ist Werbepause oder etwas anderes hält vom Weiterschauen ab. Fast wie ein Gespräch, von dem man einen Fetzen im Vorbeigehen versteht und das Gefühl hat, für die Zeit davor und danach sei mit diesem Fetzen erst einmal alles gesagt.

Du steigst sehr gemächlich ein. Wir beobachten Susette, wie sie Einladungen schreibt für eine Feierlichkeit ihrer älteren Tochter. Wir befinden uns in einer etwas anderen Zeit, das zeigt schon die Sprache, das Verhältnis zwischen Mann und Frau, der Umgang mit den Kindern - und natürlich Ausstattung des Hauses. Ich finde, es gelingt dir wirklich gut, eine gediegene Stimmung im Text zu vermitteln, ohne dass sich das auf die Dialoge überträgt - denn die lesen sich sehr natürlich.
Dann ein Schrei und man versteht zunächst gar nichts mehr. Wer hat geschrien, wo, was macht Susette, hat sie sich die Brille vollgespritzt oder nicht? Und dann klärt sich langsam die Situation - schön, wie unterschiedlich du die Figuren zeichnest. Das Kindermädchen sehr klischeehaft, das Mädchen verängstigt, die Mutter zwischen Sorge, Angst, Unverständnis. Wut, vllt in einem Anflug. Und dann eine Katze, doch kein ausgestopftes Tier - interessant, dass Susette sofort zuordnen kann, was passiert ist. Das ist spannend und anscheinend weiß ihr Mann nichts von ihren Kenntnissen (dass sie mehr kann als Muttersein führst du ja am Anfang sehr deutlich aus).

Mir gefällt diese Geschichte, die in sich stimmig lässt, auch wenn sie losgelöst ist aus ihrem Kosmos. Man möchte dann doch etwas mehr erfahren, aber es ist soweit alles verständlich. Challenge completed Icon_wink

Was mich an einigen Stellen irritiert hat, ist die Perspektive. Ich war mir nie ganz sicher, ob du aus Susettes Perspektive schreibst (schließlich rückst du häufiger "in sie hinein") oder ob du eher von außen beschreibst wie ein allwissender Erzähler. Natürlich bist du insgesamt näher bei Susette, aber wie du ihre Fingerfertigkeit beschreibst, liegt für mich jenseits der Selbsteinschätzung:
Zitat:Kurz schloss sie die Lider ob der Anstrengung der präzisen Schreibkunst
Zitat:Nun wandte sie ihre gemeisterten Tugenden auf Karten an, Tinte und Bütten statt Impulsleitern und -
Da ist es ein bisschen viel geworden.

Weitere Anmerkungen direkt am Text:
Zitat:Liberté talentueux
"Liberté" ist weiblich, deshalb: Liberté talentueuse
Mir gefällt die Doppeldeutigkeit dieses Titels: Da ist zum einen die Tochter, Liberté, die gerade entdeckt hat, dass sie ein Tiermensch ist, eindeutig ein Talent. Und da ist die Mutter, die auf den Einladungen ihrem Talent nachgeht und sehr frei, aber präzise schreibt. Schön.
Zitat:abgerundet und trocknete zu einem edlen Bourdeauxrot.
Bordeauxrot
Zitat:Mit einer kleinen Geste beruhigte sie das Brillenkettchen und zog die nächste Karte heran. Mit routinierten Bewegungen tauchte sie die Feder wieder in die Tinte, die sie nur für diesen besonderen Zweck ausgesucht hatte, und begann mit der Schrift.
Das doppelt sich ein bisschen, vllt: "Eine kleine Geste beruhigte das Brillenkettchen und sie zog ..."
Zitat:Ein heller Schrei ließ Susette zusammenfahren. Tinte spritzte vor ihren Augen, doch trotz Brille war sie nicht in der Lage, ihren Blick auf etwas vor ihren Augen zu fokussieren.
Diese zwei Sätze habe ich mehrfach gelesen. Besonders der zweite ergibt für mich keinen Sinn.
Wenn Tinte spritzt, dann doch auch auf die Brille -> sie sieht nichts mehr.
Aber es geht dir doch darum, dass ihr egal ist, was vor ihr ist und sie sich sofort umwendet. Dann lass die Brille und den Fokus weg und mach stattdessen etwas wie: Ein heller Schrei ließ Susette zusammenfahren. Tinte spritzte vor ihr, doch sie ließ die Feder einfach fallen. ... "Dominique!" ...
Oder du lässt "Ein heller Schrei ..." für sich stehen und lässt sie gleich nach ihrer Tochter rufen.
Zitat:Es war, als zöge er in ihrem Augenwinkel eine unscharfe, blutrote Spur und sie schob den Stuhl so hastig zur Seite
ich würde nach "Spur" ein Komma setzen, dann liest sich der Satz von den Pausen her besser.
Zitat:Grob in ihre Röcke greifend, die in der Hast über den Boden rauschten, stürzte sich Susette auf die Tür und riss sie auf.
Wir sind in einer Hektiksituation, also: kurze Sätze. Ganz kurze Sätze. Oder nicht mehr als ein Komma. Den Teilsatz mit den Röcken finde ich sehr bildlich, belass es vllt einfach dabei und streiche den markierten Teil.
Zitat:an der Präparatsammlung ihres verstorbenen Schwiegervaters zu Schaffen gemacht hatte.
"schaffen" klein
Zitat:Ohne das offenbar verängstigte Kätzchen, das sich nach wenigen Schritten wieder auf einer Stelle zusammengekauert hatte, aus den Augen zu lassen, riss Susette das Kindermädchen aus ihren stummen Gebeten.
„Wo ist Liberté?“ Vielleicht war sie hinausgelaufen vor Schreck oder versteckte sich.
Für Absätze hat jeder gefühlt seine eigenen Regeln. Für mich würde es sich stimmiger lesen, wenn du "Wo ist Liberté" direkt hinter "Gebeten" ziehen würdest. Und dann erst der Absatz kommen würde. Denn sonst denkt man sich: "JA, wie reißt sie denn Fabienne aus den Gebeten? ... ... ... ach, ok, sie sagt was."
So ging es mir zumindest an der Stelle. Ich musste dann auch erst einmal überlegen, wer jetzt "Wo ist Liberté?" sagt Icon_wink
Zitat:Viele Gedanken gingen Susette durch den Kopf; den, dass es unmöglich sein sollte, hatte sie jedoch schon überwunden.
Der Anfang ist sehr vage und sagt im Grunde nichts. Vllt schreibst du einfacher: Den Gedanken, dass es unmöglich sein sollte, hatte Susette schon überwunden.
Denn unter "vielen Gedanken" kann ich mir als Leser im Grunde nichts vorstellen, und alle diese Gedanken sind ja gebunden an das Liberté-Problem.
Zitat:Susette spürte das Klopfen des Herzens, das zu heftig für dieses zarte Wesen erschien.
Schön!
Zitat:Ein Maunzen war ihre einzige Antwort darauf, schriller als man es von einem niedlichen Kätzchen erwarten würde
schriller, als
Zitat:„Auch nicht Papá. Oder willst du doch dafür bestraft werden?“
Auch die Franzosen schreiben ihren Papa ohne Accent, hab's extra nochmal nachgeschaut. Sonst müsstest du ihn aber so oder so umdrehen vom Klang her, denke ich.

Und da deine Geschichte jetzt schon so lang ohne Kommentare dasteht, fühle ich mich jetzt eine Runde gut, dass sie mir wieder eingefallen ist, kurz bevor ich Wettbewerbsgeschichten kommentieren wollte *lacht*

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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Beitrag #3 |

RE: Liberté talentueux
Sanya Libbi,

yay, ein Kommentar - yay, einer von dir Icon_smile

(29-05-2013, 20:37)Libertine schrieb: eine Geschichte zum Weintraubenessen - wie gut, dass ich welche zur Hand hatte ... Icon_smile
Weintrauben? o.Ó

Zitat:Sie liest sich gut, sehr rund. Du erzählst eine Episode von ihrem Beginn bis zu ihrem Ende, die ich mir gut vorstellen kann als Ausschnitt eines Films, in den man zufällig hineinzappt. Und dann ist Werbepause oder etwas anderes hält vom Weiterschauen ab. Fast wie ein Gespräch, von dem man einen Fetzen im Vorbeigehen versteht und das Gefühl hat, für die Zeit davor und danach sei mit diesem Fetzen erst einmal alles gesagt.
Episode ist ein schönes Wort dafür. Ja, wenn es für dich so rund liest, ist mir das ganz lieb - ich hätte mich nur ungern genötigt sehen, da noch zwanghaft ein weiteres Projekt zu betreiben Icon_wink

Zitat:Du steigst sehr gemächlich ein. Wir beobachten Susette, wie sie Einladungen schreibt für eine Feierlichkeit ihrer älteren Tochter. Wir befinden uns in einer etwas anderen Zeit, das zeigt schon die Sprache, das Verhältnis zwischen Mann und Frau, der Umgang mit den Kindern - und natürlich Ausstattung des Hauses. Ich finde, es gelingt dir wirklich gut, eine gediegene Stimmung im Text zu vermitteln, ohne dass sich das auf die Dialoge überträgt - denn die lesen sich sehr natürlich.
Hach, schön. Ich hatte Sorge ob der Authentizität von der Umgebung, aber das hier - eine Augenweide, ich will losziehen und die arme Susette tätscheln Icon_smile

Zitat:Dann ein Schrei und man versteht zunächst gar nichts mehr. Wer hat geschrien, wo, was macht Susette, hat sie sich die Brille vollgespritzt oder nicht?
Sensibler Moment, da geh ich bei der Zeilenkritik nochmal drauf ein.

Zitat:Und dann klärt sich langsam die Situation - schön, wie unterschiedlich du die Figuren zeichnest. Das Kindermädchen sehr klischeehaft, das Mädchen verängstigt, die Mutter zwischen Sorge, Angst, Unverständnis. Wut, vllt in einem Anflug.
"Klischeehaft" klingt ja nicht so "schön" *lach* Aber danke für das Lob! Wut ... ja. Doch, vor dem Hintergrund schon.
(... ich hab Susette schon viel zu viel Raum gegeben, ich seh mich schon zwanghaft alles weitere schreiben -.-)

Zitat:Und dann eine Katze, doch kein ausgestopftes Tier - interessant, dass Susette sofort zuordnen kann, was passiert ist.
Ich will von dem Hintergrund gar nicht so viel erklären (müssen). Aber es ist mit Susettes Geschichte logisch, wie schnell sie da schaltet.

Zitat:Das ist spannend und anscheinend weiß ihr Mann nichts von ihren Kenntnissen (dass sie mehr kann als Muttersein führst du ja am Anfang sehr deutlich aus).
Huh, spannend - woher nimmst du, dass ihr Mann keine Ahnung hat? *neugiernase*

Zitat:Mir gefällt diese Geschichte, die in sich stimmig lässt, auch wenn sie losgelöst ist aus ihrem Kosmos. Man möchte dann doch etwas mehr erfahren, aber es ist soweit alles verständlich. Challenge completed Icon_wink
Hallelujah! Vielen Dank für diese Perspektive (Ja, das es losgelöst ist, ist so ein methodisches Problem. Es ist eben eine spontan herausgegriffene Schreibübung *achselzuck*

Zitat:Was mich an einigen Stellen irritiert hat, ist die Perspektive. Ich war mir nie ganz sicher, ob du aus Susettes Perspektive schreibst (schließlich rückst du häufiger "in sie hinein") oder ob du eher von außen beschreibst wie ein allwissender Erzähler. Natürlich bist du insgesamt näher bei Susette, aber wie du ihre Fingerfertigkeit beschreibst, liegt für mich jenseits der Selbsteinschätzung:
Ja, da habe ich wohl aus sprachlichen Gründen zu dick aufgetragen - ich geh dann mal kurz bei den Stellen Fett absaugen.

Zitat:
Zitat:Liberté talentueux
"Liberté" ist weiblich, deshalb: Liberté talentueuse
Mir gefällt die Doppeldeutigkeit dieses Titels: Da ist zum einen die Tochter, Liberté, die gerade entdeckt hat, dass sie ein Tiermensch ist, eindeutig ein Talent. Und da ist die Mutter, die auf den Einladungen ihrem Talent nachgeht und sehr frei, aber präzise schreibt. Schön.
Ja, ne, danke Babelfisch *hmpf* Nein, ehrlich vielmehr: Danke, Libbi! Ich sollte mich mit meinen Französischkenntnissen Level minus neuntausend echt schämen.

Zitat:
Zitat:abgerundet und trocknete zu einem edlen Bourdeauxrot.
Bordeauxrot
Ahahaha ... ha. (Mist.)

Zitat:Das doppelt sich ein bisschen, vllt: "Eine kleine Geste beruhigte das Brillenkettchen und sie zog ..."
Gefällt mir Icon_smile

Zitat:
Zitat:Ein heller Schrei ließ Susette zusammenfahren. Tinte spritzte vor ihren Augen, doch trotz Brille war sie nicht in der Lage, ihren Blick auf etwas vor ihren Augen zu fokussieren.
Diese zwei Sätze habe ich mehrfach gelesen. Besonders der zweite ergibt für mich keinen Sinn.
Wenn Tinte spritzt, dann doch auch auf die Brille -> sie sieht nichts mehr.
Aber es geht dir doch darum, dass ihr egal ist, was vor ihr ist und sie sich sofort umwendet. Dann lass die Brille und den Fokus weg und mach stattdessen etwas wie: Ein heller Schrei ließ Susette zusammenfahren. Tinte spritzte vor ihr, doch sie ließ die Feder einfach fallen. ... "Dominique!" ...
Oder du lässt "Ein heller Schrei ..." für sich stehen und lässt sie gleich nach ihrer Tochter rufen.
Hm, ich weiß gar nicht, was ich mir da groß gedacht habe. Eigentlich sollte sie die Feder fallen lassen, wobei Tinte (durch ihr Sichtfeld, sprich vor ihren Augen) spritzt, sie aber gar nicht richtig hingucken und darauf achten kann, weil sie in dem Schrei ihre Tochter erkannt hat. Das ist wohl viel zu kompliziert, ich hab ja gleich noch die Spur als bildhaftes Element - wenn du nichts dagegen hast, wende ich deinen Vorschlag an.

Zitat:
Zitat:Es war, als zöge er in ihrem Augenwinkel eine unscharfe, blutrote Spur und sie schob den Stuhl so hastig zur Seite
ich würde nach "Spur" ein Komma setzen, dann liest sich der Satz von den Pausen her besser.
Keine Einwände!

Zitat:Wir sind in einer Hektiksituation, also: kurze Sätze. Ganz kurze Sätze. Oder nicht mehr als ein Komma. Den Teilsatz mit den Röcken finde ich sehr bildlich, belass es vllt einfach dabei und streiche den markierten Teil.
Ja, du hast natürlich recht.

Zitat:
Zitat:an der Präparatsammlung ihres verstorbenen Schwiegervaters zu Schaffen gemacht hatte.
"schaffen" klein
wallbash

Zitat:Für Absätze hat jeder gefühlt seine eigenen Regeln. Für mich würde es sich stimmiger lesen, wenn du "Wo ist Liberté" direkt hinter "Gebeten" ziehen würdest. Und dann erst der Absatz kommen würde. Denn sonst denkt man sich: "JA, wie reißt sie denn Fabienne aus den Gebeten? ... ... ... ach, ok, sie sagt was."
So ging es mir zumindest an der Stelle. Ich musste dann auch erst einmal überlegen, wer jetzt "Wo ist Liberté?" sagt Icon_wink
Okay, kann ich nachvollziehen. Ich hab mir die Regel mit dem 'Raum für Rede' schon so eingeprügelt, dass ich deinen Vorschlag jedoch vermutlich nur mit einem zuckenden Unterlid ansehen könnte. Icon_ugly

Zitat:Der Anfang ist sehr vage und sagt im Grunde nichts. Vllt schreibst du einfacher: Den Gedanken, dass es unmöglich sein sollte, hatte Susette schon überwunden.
Denn unter "vielen Gedanken" kann ich mir als Leser im Grunde nichts vorstellen, und alle diese Gedanken sind ja gebunden an das Liberté-Problem.
Ursprünglich wollte ich damit klarer machen, dass der eher abgehackte Absatz mit den Überlegungen diese Gedanken von Susette sind, aber eigentlich kann ich mir das wirklich sparen - show, don't tell und so.

Zitat:
Zitat:Susette spürte das Klopfen des Herzens, das zu heftig für dieses zarte Wesen erschien.
Schön!
Icon_smile

Zitat:schriller, als
... bist du da sicher? Ich würde das dann so lesen, dass es ein zeitlicher Bezug wäre *kopfkratz*

Zitat:Auch die Franzosen schreiben ihren Papa ohne Accent, hab's extra nochmal nachgeschaut. Sonst müsstest du ihn aber so oder so umdrehen vom Klang her, denke ich.
Ich dachte, die würden das so sprechen, aber offenkundig ist mein Sprachgefühl da ... Französisch und ich werden vermutlich nie Freunde werden *grummel*

Zitat:Und da deine Geschichte jetzt schon so lang ohne Kommentare dasteht, fühle ich mich jetzt eine Runde gut, dass sie mir wieder eingefallen ist, kurz bevor ich Wettbewerbsgeschichten kommentieren wollte *lacht*
Steht sie schon so lange hier? ... Das kommt mir gar nicht so vor. Aber vermutlich, weil mich andere Dinge gerade auffressen Icon_rolleyes Die mich dummerweise auch gerade von meiner To-comment-Liste abhalten *grummelseufz*

Ich danke dir auf jeden Fall sehr herzlich für deinen Kommentar und die Bewertung - ich fühle ich geehrt Icon_smile

Liebsten Gruß,
Trin

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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Beitrag #4 |

RE: Liberté talentueuse
Hey Trin,

wow, du warst aber fix mit der Antwort! Icon_smile

Zu deinen Fragen (und zuerst zur wichtigsten):
Zitat:Weintrauben?
Ja, findest du nicht? Icon_smile
Zitat:"Klischeehaft" klingt ja nicht so "schön"
Na ja, das Kindermädchen ist halt immer überfordert und wird von der Mutter entlassen, die das viel besser könnte, aber aus Gründen, über die man diskutieren könnte, nicht selber machen will Mrgreen
Zitat:Ich will von dem Hintergrund gar nicht so viel erklären (müssen). Aber es ist mit Susettes Geschichte logisch, wie schnell sie da schaltet.
Ja, ich hatte auch das Gefühl, es hat einen Grund, weshalb sie so schnell schaltet. Und dass der im Verborgenen bleibt, empfinde ich hier nicht negativ.
Zitat:Huh, spannend - woher nimmst du, dass ihr Mann keine Ahnung hat? *neugiernase*
Schwer zu erklären, eigentlich ein Schuss ins Blaue. Aber Susette sagt ja etwas in der Art wie "Und wir sagen Papa nichts davon und alles ist gut" - das klingt, als sollte der Vater nichts davon wissen. Mir kam es eben so vor, als würde Susette in einer Rolle stecken, die ihren Fähigkeiten nur bedingt entsprechen. Als würde sie sich fast schon dort verstecken. Und das beste Versteck ist eines, von dem man niemandem erzählt. Deshalb die Vermutung, denke ich Icon_wink
Zitat:wenn du nichts dagegen hast, wende ich deinen Vorschlag an.
*g* Dafür ist er da.
Zitat:Ich hab mir die Regel mit dem 'Raum für Rede' schon so eingeprügelt, dass ich deinen Vorschlag jedoch vermutlich nur mit einem zuckenden Unterlid ansehen könnte.
Ja, kann ich verstehen. Ich finde es auch manchmal komisch. Das wichtigste ist ja, dass es für dich richtig aussieht. Aber an sich leitest du an der Stelle ja die wörtliche Rede ein (Satz eben vor der wörtlichen Rede), deshalb gehört das für mich genauso zusammen wie wenn es andersrum wäre und du hinterher schreiben würdest, dass sie Fabienne damit aus den Gebeten reißt ...
Zitat:schriller, als
... bist du da sicher? Ich würde das dann so lesen, dass es ein zeitlicher Bezug wäre *kopfkratz*
Ja. Da im als-Satz ein Prädikat steht, würde ich ein Komma setzen.
Zitat:Papa
Ich dachte, die würden das so sprechen, aber offenkundig ist mein Sprachgefühl da ... Französisch und ich werden vermutlich nie Freunde werden *grummel*
Die sprechen auch so, aber schreiben ihren Papa so wie wir unseren. Man könnte wenn, dann über Papà nachdenken. Aber im Grunde schreiben sie den wirklich ohne Accent.

Liebe Grüße,
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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Beitrag #5 |

RE: Liberté talentueuse
Heyhey Trin!

Wir haben ja schon länger nix mehr voneinander gelesen, aber ich bin fest entschlossen, nochmal bissl aktiver zu werden. Und da ich deine Geschichte bereits gelesen habe (kurz nach dem Einstellen), will ich jetzt auch endlich einen Kommentar hinterlassen. Ein oder zwei Kritikpunkte habe ich noch im Kopf, die Libbi offenbar auch hatte, denn sie sind rausüberarbeitet worden. Sehr schön, weniger zu tippen für mich Mrgreen

Mein Haupt-»Kritikpunkt« ist eigentlich keiner, aber ich erwähne es trotzdem mal: Ich fand die Geschichte recht … anstrengend zu lesen, weil du hm … ausschweifend und verschnörkelt schreibst. Das ist nicht schlecht. Es passt sogar sehr gut zu den Bildern, die in meinem Kopf entstehen, zu dem Setting und der Atmosphäre und zu dem ganzen Projekt, so ich das denn beurteilen kann. Also will ich auf keinen Fall sagen: Änder das.
Es ist eben kein lockerleichter Unterhaltungstext, sondern man muss schon konzentriert lesen und aufpassen. Aber du hast den Stil sehr gut und vor allem konsequent durchgezogen und wie gesagt – es verleiht dem ganzen einen eigenen, passenden Charme.

Überhaupt finde ich die ganze Geschichte um Susette und ihre Familie sehr spannend. Hab auch deinen Blogeintrag (bzw. deine Blogeinträge) dazu gelesen, zum Hintergrund und der Zukunft, und möchte dich hiermit offiziell dazu auffordern, das bitte in Geschichtenform zu packen und hier zu servieren Mrgreen
Ich fand schon die Idee zum Projekt Lefavre (vermutlich falsch geschrieben, bin grad zu faul zum Nachschauen) sehr interessant, die Beiträge allerdings etwas zu abstrakt. Das hast du hier in der Geschichte gut unter Kontrolle, die Bilder sind zwar üppig, aber klar vorstellbar. Man weiß genau, was passiert und wer was warum tut. Soweit es eben für die Geschichte wichtig ist.

Aber ich wäre ja nicht Lanna, wenn ich nicht zumindest ein paar Textstellen anzubieten hätte Icon_ugly

Zitat: Eine kleine Geste beruhigte das Brillenkettchen und sie zog die nächste Karte heran.
Kleinigkeit, die mir jetzt erst beim dritten Lesen aufgefallen ist: Vorher schreibst du »und legte [die Karte] zur Seite, um sich die nächste vorzunehmen« - das klingt so, als nähme sie sich tatsächlich schon die nächste vor. Aber die nächste zieht sie dann erst hier heran.
(gut, man muss schon nach Fehlern suchen und alles tendenziell als Fehler interpretieren … Aber du lässt mir keine Wahl! Mrgreen )

Zitat: Nun wandte sie die Tugenden auf Karten an, Tinte und Bütten statt Impulsleitern und -
mein Gefühl sagt mir, dass das n bei »Impulsleitern« zu viel ist. Wenn ich die Bezüge richtig sehen, soll es heißen: »Sie wandte ihre Tugenden auf Karten an, auf Tinte und Bütten, und sie wandte ihre Tugenden nicht auf Impulsleiter und anderes Zeugs an.«
Wenn es einfach eine Ersetzung sein soll, also im Sinne von »Jetzt hat sie Tinte und Bütten, statt Impulsleiter und anderes Zeug«, wäre das n auch zu viel.
Eine Möglichkeit, bei der das n richtig wäre, wenn der Satz lauten würde: »Sie wandte ihre Tugenden auf Karten an, statt Impulsleitern und anderem Zeug zuzusehen.« Was aber am wenigsten Sinn von den drei Versionen ergibt *lach*

Zitat:  stürzte sich Susette auf die Tür und riss sie auf. 
Kleinigkeit, aber ich würde eher schreiben: »stürzte Susette zur Tür«, weil sich »auf jemanden oder etwas stürzen« mehr danach anhört, als würde sie die Tür mit ner Axt oder so aufhacken wollen. Find ich.

Zitat: und hielt den auf dem Boden aufgeschlagenen Kindskörper im ersten Augenblick für ihre Tochter. Doch dann regte sich Dominique, wich von der fallen gelassenen Puppe fort und fing an zu weinen.
Hier war ich etwas unsicher: Susette sieht einen Körper am Boden liegen, denkt, es wäre ihre Tochter, aber in Wirklichkeit ist es nur eine Puppe? Hm … wie kann man eine Puppe (30 oder 40 cm?)m it dem Körper eines fast 10-jährigen Kindes (~130 cm) verwechseln?

Zitat: „Maman, sie ist weg! Liberté ist weg!“, schluchzte Dominique und blickte ängstlich in den Raum hinein.
Liberté kommt mir persönlich da etwas zu spät. Die Mutter stürzt ins Zimmer, sieht einen Körper am Boden liegen, sieht ihre eine Tochter … warum denkt sie dann nicht erst an die andere Tochter? Also warum glaubt sie kurz, die Puppe wäre Dominique, aber nicht, dass die Puppe auch Liberté sein könnte, wenn sie Dominique entdeckt?
Das ist der einzige, wirkliche Kritikpunkt den ich habe: Das Außenvorlassen der zweiten Tochter. Die Mutter wirkt, als würde ihre Sorge einzig Dominique gelten. Warum kommt ihr gar nicht in den Sinn, dass es auch Liberté sein könnte, der was passiert ist? Warum sorgt sie sich nur so um das eine Kind, während sie an das andere nichtmal denkt?
Also das fand ich etwas befremdlich, dass Dominique ihre Mutter erst darauf hinweisen muss, dass Liberté weg ist und dass die Mutter das nicht direkt auch selbst merkt.

Zitat: kauerte ein weiteres Kätzchen auf dem ausgelegten Teppich und Susette begriff nicht sofort, dass es so lebendig war wie sie selbst.
[...]
„Maman.“ Dominiques Stimme zitterte. „Was ist mit Liberté?“

Kein einziger Gedanken an Liberté, obwohl Dominique das Thema auf den Tisch gebracht hat. Die Tochter muss es erst ein zweites Mal ansprechen, damit die Mutter sich endlich mal Gedanken macht. Ich verstehe natürlich die Wichtigkeit des Tieres für die Geschichte, aber sollte Susette als Mutter, die sofort losstürzt, wenn ein Kind schreit, nicht ERSTMAL nach ihrer zweiten Tochter suchen, bevor sie Tierpräparate auf dem Teppich begutachtet und sich Gedanken macht und Vermutungen anstellt und ganz begeistert davon ist? Sollte ihre erste Frage an das Kindermächen nicht sein: »Wo ist Liberté?« und nicht »Was soll das bedeuten?«
Auch die Sache mit dem »vermeintlichen Präparat« ist bei mir leicht anggeeckt, denn ganz am Anfang verrätst du dem Leser sofort, dass es kein Präparat ist (»Susette begriff nicht sofort, dass es so lebendig war wie sie selbst«), während Susette offenbar weiterhin in dem Glauben ist, es handle sich um ein Präparat. Warum lässt du den Leser nicht auch erstmal in dem Glauben?
Vielleicht könnte man das Ganze schon erheblich entschärfen, wenn Susette einfach sofort fragte »Wo ist Liberté?« und das Kindermädchen aber nur sprachlos auf das vermeintliche Präparat starrt, Susette sich aber denkt »Vielleicht war sie hinausgelaufen vor Schreck oder versteckte sich« und DANN ihre Aufmerksamkeit der Katze widmet. Damit sie zumindest den Hauch von Interesse an ihrer zweiten Tochter zeigt, und diese auf der Prioritätenliste nicht hinter einem Tierpräparat landet.

Zitat: „M...Madame ...“
Hinter den ersten Auslassungspunkten fehlt ein Leerzeichen

Zitat: als schnürten unsichtbare Hände ihr Korsett immer enger.
sehr schön integrierter Vergleich mit dem Korsett

Zitat: und aus großen, blauen Augen zu ihr aufsaß
»aufsah«, vielleicht eher »aufblickte«, weil direkt im nächsten Satz noch ein »sah« kommt.

Zitat: hastig und etwas ungeschickt stürzte es auf sie zu 
Ich hab ja dem »etwas« den Kampf angesagt und beantrage auch hier eine Streichung *lach* ungeschickte Kätzchen sind sooo süß, da braucht es das »etwas« wirklich nicht!

Zitat:  schriller als man es von einem niedlichen Kätzchen erwarten würde. 
Vorab sollte ich erklären, dass ich Katzenbabys liebe und mich nichts glücklicher macht, als mit meiner kleinen Schwester Katzenbabyvideos auf Youtube zu schaun. Deshalb bin ich der Meinung, dass »niedliches Kätzchen« doppelgemoppelt ist. Es gibt keine unniedlichen Kätzchen! Mrgreen

Zitat: und ihm noch großzügig einen weiteren Lohn auszahlte, gab es keinen Grund für Fabienne, sich zu genau zu erinnern. Wie auch immer Liberté es angestellt hatte, sie würde es sicher auf demselben Wege wieder rückgängig machen können. Sie war klug für ihr Alter und Dominique war ein braves Mädchen, sie wusste, dass man nicht tratschte. 
Hier stört das kurze Hin und Her der Gedanken. Zuerst geht es darum, Fabienne vom Tratschen abzuhalten, dann springst du kurz zum Rückgängigmachen und dann geht es wieder darum, Tratsch zu verhindern (Dominique wusste, dass man nicht tratschte); das würde ich umsortieren – also die Dominique-Aussage an die Fabienne-Aussage anschließen und erst dann zu dem Gedanken weitergehen, dass Liberté sich wieder zurückverwandeln kann.
Ich würde ja die Ausrede durchgehen lassen, dass Susette in ihrer Lage wirre Gedankensprünge macht, aber du schreibst selbst, dass sie einen »von Wissenschaft geschulten, rationalen« Verstand hat. ;P

Zitat: „Fabienne“, Susette barg das Kätzchen in ihrem Arm und saß mit dem Rücken zur Tür, sodass das Kindermädchen das Tier nicht mehr sehen konnte, „Liberté ist sicher rausgelaufen,
Das Komma hinter wörtlicher Rede kommt nur, wenn ein Verb folgt, hier müsste also ein Punkt hinter »Fabienne«, und dann auch einer hinter »konnte«

Zitat: „M...Madame?“
Hier fehlt wieder das Leerzeichen nach den Auslassungspunkten.
Wobei ich nicht weiß, ob es eine Regel dafür gibt, wenn gestottert wird. Aber im Grunde fängt Fabienne hier ein Wort an: M... bricht es ab und fängt es neu an, also das Wort heißt nicht: »MiauMadame« und sie lässt einfach nur das »iau« weg, sondern sie wiederholt zweimal das gleiche Wort, einmal abgebrochen, einmal vollständig. Ja, doch, nach meinem Sprachverständnis muss da ein Leerzeichen zwischen die Punkte und das zweite M.
(Sie waren live dabei, bei: Lannas Gedanken!)

Zitat: „Ich suche sie und bring sie zurück“,
Normalweise mache ich es andersrum, dass ich vollständige Verben in wörtlicher Rede kritisiere und zu den verkürzten Versionen rate, aber ich finde ich, klingt das »bring« falsch. Ich würde eher denken, dass Susette »bringe« sagt, weil sie auch »suche« sagt und weil es dazu passt, dass sie sich korrekt ausdrückt, selbst wenn sie gestresst ist.

Zitat: Die Tür wurde zugezogen und man konnte die Schritte aus dem Nebenzimmer hören
Hm … du hast das »man« glaub ich ein oder zweimal im Text, wo es mich nicht stört, aber an dieser Stelle fände ich es konkret besser: »und Susette konnte ...« oder, wenn du den namen vermeiden willst, eine passiv-Konstruktion: »und die Schritte im Nebenzimmer, das nicht … ausgelegt war, waren zu hören«

Zitat: Ihr Blick fiel ganz kurz auf die Standuhr.
»ganz« würde ich streichen. Kurz ist schon kurz und es muss ja auch lang genug sein, dass sie irgendwelche Schlüsse aus dem Gesehenen ziehen kann. Auch würde ich eher ein anderes Verb nehmen, wie »glitt« oder »wanderte« oder »richtete sich« … »fallen« hat mehr so was Zufälliges, finde ich, etwas unwillkürliches. Aber sie sieht ja ganz bewusst auf die Uhr, um zu erfahren, wie viel Zeit ihr noch bleibt, oder?

Zitat: Der kleine Tiger schien es wirklich zu versuchen
Hat es einen Grund, warum du immer vom »Kätzchen« sprichst und hier einmal auf Tiger umschwenkst?

Zitat: Der Blick suchte wieder die Mutter, die unwillkürlich wieder mit den Fingerspitzen das Fell berührte.
Im letzten Drittel etwa häuft sich das Wörtchen »wieder«, da könntest du vielleicht nochmal drüber gehen und bissl ausdünnen.
Auch mein Lieblingsadjektiv »klein« ist stellenweise stark vertreten.

Zitat: Wie unter Stromstößen zitterte er, kämpfte mit dem Willen, wieder Mensch zu werden. 
Hm … da »mit jemandem kämpfen« auch verstanden werden kann als »gegen jemanden kämpfen« (Ich kämpfe mit meiner Angst), kann das hier so gelesen werden, als kämpfe der Tiger gegen den Wunsch an, wieder Mensch zu werden. Ob das jetzt viele Leser so falsch lesen wie ich, kann ich nicht beurteilen, aber auf Nummer sicher gehen könntest du wenn, du das Komma anders setzt:
»Wie unter Stromstößen zitterte er, kämpfte, mit dem Willen wieder Mensch zu werden.«

Zitat: Die drohenden Visionen legten sich in Susettes Gedanken nieder, gebrochen an dem Versprechen, und Susette beruhigte sich wieder. 
Ein »Susette« würde ich durch »ihren« oder durch »sie« ersetzen.

Bis auf die eine Sache mit der fehlenden Sorge um Liberté sind es halt echt nur Kleinigkeiten, die ich gefunden habe. Als Gesamtpaket hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, die Stimmung und das Setting, die Magie darin … Es macht einfach Lust darauf, die ganze Geschichte zu erfahren, gerade, wenn man weiß, was da noch alles passieren wird, wohin das alles führt. Ich würde sofort weiterlesen Icon_smile

Na, was soll ich sonst noch sagen?
Sehr gern gelesen!

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #6 |

RE: Liberté talentueuse
Sanyasala,

*uhr guck* Na, einen mach ich noch. Geht sofort los!

(23-07-2013, 16:38)Lanna schrieb: Mein Haupt-»Kritikpunkt« ist eigentlich keiner, aber ich erwähne es trotzdem mal: Ich fand die Geschichte recht … anstrengend zu lesen, weil du hm … ausschweifend und verschnörkelt schreibst. Das ist nicht schlecht. Es passt sogar sehr gut zu den Bildern, die in meinem Kopf entstehen, zu dem Setting und der Atmosphäre und zu dem ganzen Projekt, so ich das denn beurteilen kann. Also will ich auf keinen Fall sagen: Änder das.
Es ist eben kein lockerleichter Unterhaltungstext, sondern man muss schon konzentriert lesen und aufpassen. Aber du hast den Stil sehr gut und vor allem konsequent durchgezogen und wie gesagt – es verleiht dem ganzen einen eigenen, passenden Charme.
Das ist schön zu lesen - ich habe mich auch sehr bemüht und offenbar ist dies von gewissem Erfolg gekrönt.

Zitat:Überhaupt finde ich die ganze Geschichte um Susette und ihre Familie sehr spannend. Hab auch deinen Blogeintrag (bzw. deine Blogeinträge) dazu gelesen, zum Hintergrund und der Zukunft, und möchte dich hiermit offiziell dazu auffordern, das bitte in Geschichtenform zu packen und hier zu servieren Mrgreen
Wah, es gibt tatsächlich Leute, die meinen Blog lesen? Halt, warte - du bist nebenberuflich Google Spider, das ist es, oder? Icon_ugly
Spaß beiseite: Du schmeichelst mir sehr und ich wehre mich tatsächlich immer weniger dagegen. Ich habe die passenden Schauspieler einfach direkt in welchen von meinen Charas gefunden und die scheinen da Lust drauf zu haben. Vielleicht wird es ja tatsächlich etwas.

Zitat:Ich fand schon die Idee zum Projekt Lefavre (vermutlich falsch geschrieben, bin grad zu faul zum Nachschauen) sehr interessant, die Beiträge allerdings etwas zu abstrakt. Das hast du hier in der Geschichte gut unter Kontrolle, die Bilder sind zwar üppig, aber klar vorstellbar. Man weiß genau, was passiert und wer was warum tut. Soweit es eben für die Geschichte wichtig ist.
Das freut mich, immerhin hatte/habe ich ja Probleme mit der Klarheit. Dann habe ich in Liberté talentueuse etwas, woran ich mich orientieren kann. Für die Geschichte zumindest, die titellose ...

Zitat:Kleinigkeit, die mir jetzt erst beim dritten Lesen aufgefallen ist: Vorher schreibst du »und legte [die Karte] zur Seite, um sich die nächste vorzunehmen« - das klingt so, als nähme sie sich tatsächlich schon die nächste vor. Aber die nächste zieht sie dann erst hier heran.
(gut, man muss schon nach Fehlern suchen und alles tendenziell als Fehler interpretieren … Aber du lässt mir keine Wahl! Mrgreen )
Ach je. Ich wähle dich, Erbsenzähleritis! Wenn man nämlich ganz besonders pingelig ist, bezeichnet "um" nur die Absicht, die sich abzeichnet, und die eigentliche Tätigkeit ist das Weglegen. Aber ich denke, wir sind uns einig, dass wir zu Forschungszwecken die Stelle belassen können, um wissenschaftlich nachzuprüfen, wer hier noch an Erbsenberger Scharfsichtigkeit (dem so genannten Lanna-Syndrom) leidet Icon_wink

Zitat:mein Gefühl sagt mir, dass das n bei »Impulsleitern« zu viel ist. Wenn ich die Bezüge richtig sehen, soll es heißen: »Sie wandte ihre Tugenden auf Karten an, auf Tinte und Bütten, und sie wandte ihre Tugenden nicht auf Impulsleiter und anderes Zeugs an.«
Wenn es einfach eine Ersetzung sein soll, also im Sinne von »Jetzt hat sie Tinte und Bütten, statt Impulsleiter und anderes Zeug«, wäre das n auch zu viel.
Eine Möglichkeit, bei der das n richtig wäre, wenn der Satz lauten würde: »Sie wandte ihre Tugenden auf Karten an, statt Impulsleitern und anderem Zeug zuzusehen.« Was aber am wenigsten Sinn von den drei Versionen ergibt *lach*
So viel Text für einen simplen Tippfehler *lach*

Zitat:Kleinigkeit, aber ich würde eher schreiben: »stürzte Susette zur Tür«, weil sich »auf jemanden oder etwas stürzen« mehr danach anhört, als würde sie die Tür mit ner Axt oder so aufhacken wollen. Find ich.
Dieses Bild ... Ich will zeichnen *wehmütig zur uhr guck* Ich setz es auch die lange Liste der Dinge, die als Bonusmaterial sicher sehr amüsant wären. Und korrigiere die Stelle, die vielleicht dereinst hieß "auf die Tür zu"

Zitat:Hier war ich etwas unsicher: Susette sieht einen Körper am Boden liegen, denkt, es wäre ihre Tochter, aber in Wirklichkeit ist es nur eine Puppe? Hm … wie kann man eine Puppe (30 oder 40 cm?)m it dem Körper eines fast 10-jährigen Kindes (~130 cm) verwechseln?
Ach, aus der Perspektive, in der Hektik, im ersten Moment ... vielleicht haben die auch große Puppen? *sich um kopf und kragen redet* Nun ja, eigentlich dachte ich vor allem an den hellen Schemen am Boden, den sie im ersten Moment wahrnimmt, in Befürchtung einer schlimmen Sitution. So gesehen ...

Zitat:Liberté kommt mir persönlich da etwas zu spät. Die Mutter stürzt ins Zimmer, sieht einen Körper am Boden liegen, sieht ihre eine Tochter … warum denkt sie dann nicht erst an die andere Tochter? Also warum glaubt sie kurz, die Puppe wäre Dominique, aber nicht, dass die Puppe auch Liberté sein könnte, wenn sie Dominique entdeckt?
Das ist der einzige, wirkliche Kritikpunkt den ich habe: Das Außenvorlassen der zweiten Tochter. Die Mutter wirkt, als würde ihre Sorge einzig Dominique gelten. Warum kommt ihr gar nicht in den Sinn, dass es auch Liberté sein könnte, der was passiert ist? Warum sorgt sie sich nur so um das eine Kind, während sie an das andere nichtmal denkt?
Also das fand ich etwas befremdlich, dass Dominique ihre Mutter erst darauf hinweisen muss, dass Liberté weg ist und dass die Mutter das nicht direkt auch selbst merkt.
Punkt eins ist einfach erklärt: Es ist gar nicht gesagt, für welche Tochter sie die Puppe hält. Ich hatte mir da quasi ein Liberté gekürzt, um den Dominique-als-solche-erkennen-Effekt rauszukürzen, um das nicht unnötig in die Länge zu ziehen, sondern die Dynamik zu erhalten.
Deinen Kritikpunkt kann ich nachvollziehen und ich sehe auch den Änderungsbedarf. Die derzeitige Konstellation ist eben ein Versuch, das Kätzchen in den Vordergrund zu stellen, was aber in der Form als Stilmittel, quasi, offensichtlich nicht klappt. Tja. Erinnert mich bei Gelegenheit daran, niemals Mutter zu werden Icon_ugly

Zitat:Kein einziger Gedanken an Liberté, obwohl Dominique das Thema auf den Tisch gebracht hat. Die Tochter muss es erst ein zweites Mal ansprechen, damit die Mutter sich endlich mal Gedanken macht. Ich verstehe natürlich die Wichtigkeit des Tieres für die Geschichte, aber sollte Susette als Mutter, die sofort losstürzt, wenn ein Kind schreit, nicht ERSTMAL nach ihrer zweiten Tochter suchen, bevor sie Tierpräparate auf dem Teppich begutachtet und sich Gedanken macht und Vermutungen anstellt und ganz begeistert davon ist? Sollte ihre erste Frage an das Kindermächen nicht sein: »Wo ist Liberté?« und nicht »Was soll das bedeuten?«
Auch die Sache mit dem »vermeintlichen Präparat« ist bei mir leicht anggeeckt, denn ganz am Anfang verrätst du dem Leser sofort, dass es kein Präparat ist (»Susette begriff nicht sofort, dass es so lebendig war wie sie selbst«), während Susette offenbar weiterhin in dem Glauben ist, es handle sich um ein Präparat. Warum lässt du den Leser nicht auch erstmal in dem Glauben?
Vielleicht könnte man das Ganze schon erheblich entschärfen, wenn Susette einfach sofort fragte »Wo ist Liberté?« und das Kindermädchen aber nur sprachlos auf das vermeintliche Präparat starrt, Susette sich aber denkt »Vielleicht war sie hinausgelaufen vor Schreck oder versteckte sich« und DANN ihre Aufmerksamkeit der Katze widmet. Damit sie zumindest den Hauch von Interesse an ihrer zweiten Tochter zeigt, und diese auf der Prioritätenliste nicht hinter einem Tierpräparat landet.
Ich überarbeite das - deinen Vorschlag finde ich gut, mal schauen, wie sich das nicht nur entschärfen, sondern auch richtigstellen lässt. Susette will ich nicht als Rabenmutter verstanden wissen *korrekturstift zück*

Zitat:Zitat: als schnürten unsichtbare Hände ihr Korsett immer enger.
sehr schön integrierter Vergleich mit dem Korsett
Es bot sich einfach an Icon_smile

Zitat:»aufsah«, vielleicht eher »aufblickte«, weil direkt im nächsten Satz noch ein »sah« kommt.
wallbash

Zitat:Ich hab ja dem »etwas« den Kampf angesagt und beantrage auch hier eine Streichung *lach* ungeschickte Kätzchen sind sooo süß, da braucht es das »etwas« wirklich nicht!
Ich notiere: Einmal gif-Verfilmung für Tisch Lanna. Aber das "etwas" liegt mir hier tatsächlich am Herzen, da es die, nun, Brutalität aus der Phrase "hektisch und ungeschickt" nimmt, die ich bei all der Aufregung für ein betont zartes, kleines Geschöpf etwas zu grob finde.

Zitat:Vorab sollte ich erklären, dass ich Katzenbabys liebe und mich nichts glücklicher macht, als mit meiner kleinen Schwester Katzenbabyvideos auf Youtube zu schaun. Deshalb bin ich der Meinung, dass »niedliches Kätzchen« doppelgemoppelt ist. Es gibt keine unniedlichen Kätzchen! Mrgreen
Eigentlich mag ich ja keine Katzen, aber bei Großkatzen mache ich Ausnahmen. Dennoch bin ich der Meinung, dass das ein betonendes Stilmittel ist und zumindest eine Existenzberechtigung hat. Hm, es wird unterkringelt, mal sehen, ob es überlegt. Also, das "niedlich", nicht das Kätzchen. Wie es mit dem weitergeht, weiß ich ja schon.

Zitat:Hier stört das kurze Hin und Her der Gedanken. Zuerst geht es darum, Fabienne vom Tratschen abzuhalten, dann springst du kurz zum Rückgängigmachen und dann geht es wieder darum, Tratsch zu verhindern (Dominique wusste, dass man nicht tratschte); das würde ich umsortieren – also die Dominique-Aussage an die Fabienne-Aussage anschließen und erst dann zu dem Gedanken weitergehen, dass Liberté sich wieder zurückverwandeln kann.
Ich würde ja die Ausrede durchgehen lassen, dass Susette in ihrer Lage wirre Gedankensprünge macht, aber du schreibst selbst, dass sie einen »von Wissenschaft geschulten, rationalen« Verstand hat. ;P
Ach Mist, bis zum letzten Satz wollte ich das Argument tatsächlich anbringen. Jetzt habe ich natürlich keine Wahl mehr, als dir Recht zu geben.

Zitat:Zitat: „Fabienne“, Susette barg das Kätzchen in ihrem Arm und saß mit dem Rücken zur Tür, sodass das Kindermädchen das Tier nicht mehr sehen konnte, „Liberté ist sicher rausgelaufen,
Das Komma hinter wörtlicher Rede kommt nur, wenn ein Verb folgt, hier müsste also ein Punkt hinter »Fabienne«, und dann auch einer hinter »konnte«
Ich dachte, es kommt auch, wenn die Aussage in der wörtlichen Rede unterbrochen wird und der Beisatz nur eingeschoben ist Icon_confused Ich fände einen Punkt hinter "Fabienne" auch sehr unästhetisch und müsste tricksen, wenn es nicht so wäre.

Zitat:Hier fehlt wieder das Leerzeichen nach den Auslassungspunkten.
Wobei ich nicht weiß, ob es eine Regel dafür gibt, wenn gestottert wird. Aber im Grunde fängt Fabienne hier ein Wort an: M... bricht es ab und fängt es neu an, also das Wort heißt nicht: »MiauMadame« und sie lässt einfach nur das »iau« weg, sondern sie wiederholt zweimal das gleiche Wort, einmal abgebrochen, einmal vollständig. Ja, doch, nach meinem Sprachverständnis muss da ein Leerzeichen zwischen die Punkte und das zweite M.
(Sie waren live dabei, bei: Lannas Gedanken!)
Ich würde ja das Applause-Sample einbauen Icon_wink Da sie tatsächlich von dem Kätzeleyn nicht so beeinträchtigt wird, dass sie Susette eine MiauMadame nennen würde, hast du natürlich vollkommen recht.

Zitat:Normalweise mache ich es andersrum, dass ich vollständige Verben in wörtlicher Rede kritisiere und zu den verkürzten Versionen rate, aber ich finde ich, klingt das »bring« falsch. Ich würde eher denken, dass Susette »bringe« sagt, weil sie auch »suche« sagt und weil es dazu passt, dass sie sich korrekt ausdrückt, selbst wenn sie gestresst ist.
Ich stelle eben alles auf den Kopf *lach* Ich stimme dir da zu, vermutlich habe ich es einfach übersehen.

Zitat:Hm … du hast das »man« glaub ich ein oder zweimal im Text, wo es mich nicht stört, aber an dieser Stelle fände ich es konkret besser: »und Susette konnte ...« oder, wenn du den namen vermeiden willst, eine passiv-Konstruktion: »und die Schritte im Nebenzimmer, das nicht … ausgelegt war, waren zu hören«
Hm, beides irgendwie unschön, einmal mit Namensdopplung, einmal mit "war, waren" ... Aber ich finde jetzt, wo du es aufzeigst, die persönliche Variante auch besser.

Zitat:»ganz« würde ich streichen. Kurz ist schon kurz und es muss ja auch lang genug sein, dass sie irgendwelche Schlüsse aus dem Gesehenen ziehen kann. Auch würde ich eher ein anderes Verb nehmen, wie »glitt« oder »wanderte« oder »richtete sich« … »fallen« hat mehr so was Zufälliges, finde ich, etwas unwillkürliches. Aber sie sieht ja ganz bewusst auf die Uhr, um zu erfahren, wie viel Zeit ihr noch bleibt, oder?
Ich denke schon, immerhin ist sie mehr und mehr rational.

Zitat:Hat es einen Grund, warum du immer vom »Kätzchen« sprichst und hier einmal auf Tiger umschwenkst?
Vermutlich, weil ich schon so oft "Kätzchen" und, als Variante, "Tigerkätzchen" hatte. Hm. Das Problem ist, dass ich eigentlich immer von einem "cub" sprechen müsste, weil die Vorlage für die Figur aus einem meiner englischsprachigen Settings kommt und die Konstellation auch ein bisschen daran angelehnt ist ... aber nun gut. Kleinigkeiten, Interna, pipapo.

Zitat:Im letzten Drittel etwa häuft sich das Wörtchen »wieder«, da könntest du vielleicht nochmal drüber gehen und bissl ausdünnen.
Auch mein Lieblingsadjektiv »klein« ist stellenweise stark vertreten.
Ich kämme noch einmal durch - die Szene hat tatsächlich noch Reste von Winterfell. Obwohl ich das mit dem "klein" hier nicht so eng gesehen habe, um den Effekt mit der Verniedlichung im Stil beizubehalten. Aber ich sehe, was sich machen lässt.

Zitat:Hm … da »mit jemandem kämpfen« auch verstanden werden kann als »gegen jemanden kämpfen« (Ich kämpfe mit meiner Angst), kann das hier so gelesen werden, als kämpfe der Tiger gegen den Wunsch an, wieder Mensch zu werden. Ob das jetzt viele Leser so falsch lesen wie ich, kann ich nicht beurteilen, aber auf Nummer sicher gehen könntest du wenn, du das Komma anders setzt:
»Wie unter Stromstößen zitterte er, kämpfte, mit dem Willen wieder Mensch zu werden.«
Es ist genauso gemeint, wie du es gelesen hast - es ist ja nicht Liberté, "sie", die dort kämpft, sondern "er", der Körper eines kleinen Kätzchens, der gegen den Willen steht, wieder menschlichen Formen zu weichen. So war das gemeint Icon_smile

Zitat:Ein »Susette« würde ich durch »ihren« oder durch »sie« ersetzen.
Das mag ich nicht an diesem Erzähler. Man ist ständig versucht, nur den Namen zu nehmen, wahlweise Variationen davon und Spitznamen und ansonsten nur "sie" und Umschreibungen, die nach unfreiwillig komischer und verwirrender Kreativität klingen *seufz*

Zitat:Bis auf die eine Sache mit der fehlenden Sorge um Liberté sind es halt echt nur Kleinigkeiten, die ich gefunden habe. Als Gesamtpaket hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, die Stimmung und das Setting, die Magie darin … Es macht einfach Lust darauf, die ganze Geschichte zu erfahren, gerade, wenn man weiß, was da noch alles passieren wird, wohin das alles führt. Ich würde sofort weiterlesen Icon_smile
Du bist gespannt, weil du weißt, was passiert? *lach* Seltsame Aussage. Aber mit "erfahren" macht es ja wieder Sinn. Tja, es freut mich, dass es dir soweit gefallen hat und ich danke dir sehr herzlich für deinen Kommentar - war ja auch sehr hilfreich. Du aktivierst den Gedanken, das Projekt wieder aufzunehmen. Grausame, grausame Lanna! Und ich habe noch nicht einmal einen Titel!

Vielen Dank nochmal, auch für das viele, tolle Lob!
Liebe Grüße von
Trin

"Unmöglich? Du selbst bist doch die Fürstin des Unmöglichen. Du hast mir das Leben geschenkt und es dann zur Hölle gemacht. Zwei Väter hast Du mir gegeben, und beide mir entrissen. Unter Schmerzen mich geboren und zu Schmerzen mich verdammt. Nun spreche ich zu Dir aus dem Grabe, zu dem Du mir die Welt geschaffen hast: Ich bin Deine Tochter - und Dein Tod."
- aus Bastard -

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