Es ist: 11-04-2021, 08:42
Es ist: 11-04-2021, 08:42 Hallo, Gast! (Registrieren)


Kumen-Esh (Auszug 4.1)
Beitrag #1 |

Kumen-Esh (Auszug 4.1)
Vorweg:
Ich habe jetzt lange, lange, lange darüber nachgedacht, überhaupt noch was von Kumen-Esh einzustellen. Einerseits brenne ich darauf, Meinungen zu hören, andererseits bezweifle ich, dass diese Auszugmethode so sinnvoll ist. Am liebsten würde ich einfach alles einstellen. Aber das geht nicht. Aus Gründen.
Aber gerade diese Szene, die das erste war, was ich beim letzten MoPro geschrieben habe und die in meinem Kopf schon ziemlich lange existiert, ist mir doch recht wichtig.
Inhaltlich wird es vermutlich einiges an Unverständnis geben, aber in erster Linie ist mir eh wichtig, ob die Bewegungsabläufe klar verständlich sind, ob die Situation vorstellbar ist und ob Gefühle / Beschreibungen fehlen oder zu viel sind.

Um das ganze aber inhaltlich zumindest ein wenig zu klären, gibt es in Auszug 4.2 noch die in-Story-Erklärung zu dem Phänomen.

Eine Frage im Allgemeinen (und vor allem für folgende Kapitel) hätte ich noch: Ist es euch lieber, ein Kapitel im Ganze zu bekommen, so wie bei 1, 2 und hier, oder sagt euch die Länge der beiden Häppchen von Auszug 3 (a+b) eher zu? Man will’s den Lesern ja so angenehm wie möglich machen *lach*


Erklärungen: (Click to View)
.


Auszug 1_______(Hitoro Takahashi) [veraltete Version]
Auszug 2_______(Janis van Deelen) [veraltete Version]
Auszug 3a / 3b__(Janis van Deelen)
Auszug 4.1 / 4.2_(Yelena Ivanova)
Auszug 5_______(Yelena Ivanova)
Kampfszene____(Hitoro Takahashi)



Yelena Ivanova

»Komm auf die Brücke, Jelly«, meldete sich Asad aus den Kopfhörern ihres Headsets. Er klang nicht, als hätten sich all ihre Probleme in Luft aufgelöst. »Mit Bishop stimmt was nicht.«
Einen Moment lang glaubte Yelena, nicht mehr atmen zu können. Ihr Kopf war leergefegt – nur die unsagbare Angst, Nate könne das alles nicht überstehen, sickerte wie Kühlflüssigkeit durch das Vakuum.
Er wird nicht sterben!
»Was ist los?«
Sie ignorierte Takahashis Frage und stürmte aus dem Aufenthaltsraum. Er folgte ihr, als sie die kurze Strecke zur Brücke innerhalb weniger Sekunden zurücklegte. Bei jedem Schritt hämmerte sich die Angst tiefer in ihren Verstand. Fast erwartete sie, Nate im Todeskampf zu sehen, Blut spuckend, zusammengekrümmt am Boden. Aber er lag noch auf der Pritsche und kämpfte um jeden Atemzug. Neben ihm kniete Asad und betrachtete die Blutdruckmanschette um den Arm des Elfen kritisch.
»60 zu 40«, teilte er ihr besorgt mit. »Fallend.«
Yelena stürzte zu ihnen, ging in die Hocke und legte eine Hand auf Nates Stirn. Seine schweißnasse Haut war kalt und klebrig und seine Augenlider zitterten wie im Fieber. Nur schwer hob und senkte sich sein Brustkorb, als läge ein Gewicht darauf, das ihn kaum atmen ließ.
Sie hatte gehofft, ihn nie wieder so sehen zu müssen.
»Ephedrin!«
Während Asad im Notfallkoffer nach der Spritze suchte, umschloss sie Nates Gesicht mit beiden Händen, beugte sich über ihn. »Hörst du mich, Nate?«
Er stöhnte, rang nach Luft.
»Du packst das, verstehst du? Bleib bei mir.«
Es schien eine Ewigkeit zu dauern, in der sein Herzschlag schwächer wurde, bis Asad ihr die Spritze in die Hand drückte. Hastig riss sie die Nadelkappe ab. Ihre Finger zitterten so stark, dass sie drei Versuche brauchte, bis sie die Vene traf. Nicht zum ersten Mal injizierte sie Nate den Cocktail, der Vorschrift in jedem Notfallkoffer eines Aztec-Piloten war. Die auf den elfischen Organismus abgemischte Lösung regte die Ausschüttung von Adrenalin an, zwang das Herz-Kreislauf-System zu Höchstleistungen. Einen Menschen hätte die Dosis vermutlich umgebracht. Aber Nate schien nicht einmal darauf zu reagieren.
Yelena griff nach seiner Hand und konzentrierte sich auf seine Atmung. Sie war so schwach. Viel schwächer als während seines letzten Kollaps. Allerdings war damals der Grund tatsächlich nur verwässerte E-Lösung gewesen. Keine wilde Jagd durch den Astralraum, unter viel zu großer Belastung. Und die Möglichkeit, dass Nate sich als Blutkurier für illegale Substanzen verdingte, hätte sie niemals in Betracht gezogen.
Fahrig tastete Yelena nach seinem Puls. Kaum spürbar klopfte er gegen ihre Fingerkuppen, ein fernes Echo seines Herzschlags.
»Komm schon, Nate«, flehte sie ihn an, auch wenn er sie nicht hörte. Die Stille machte sie wahnsinnig.
Asad legte ihr behutsam eine Hand auf die Schulter. »Er ist ein zäher Drecksack.«
Als hätten seine Worte stärkere Heilkräfte als die Injektion, wurde Nates Puls allmählich stärker. Sein Brustkorb hob sich, senkte sich wieder, zunächst noch unregelmäßig, bis seine Atmung sich endlich stabilisierte.
Zwischen zwei Pulsschlägen fiel alle Anspannung von Yelena ab. Eine Mischung aus Lachen und Schluchzen quälte sich aus ihrer Kehle, und gleichzeitig schien sie auch die Angst auszuspucken.
Alles war gut.
Mit dem Handrücken wischte sie sich über das tränennasse Gesicht, küsste Nate sanft auf die Wange. »Jag mir nie wieder so einen Schreck ein.«
Widerwillig ließ sie sich von Asad auf die Beine ziehen und richtete ihren Blick erst auf ihn, als er seinen Griff um ihren Arm verstärkte.
»Jelly – reiß dich zusammen«, raunte er ihr zu.
Die Frage, warum er so leise sprach, machte ihr bewusst, dass van Deelen die Szene abschätzig aus einiger Entfernung beobachtete. Der Commander hatte seine beiden Orklinge zur Seite genommen und redete auf sie ein, ohne dass Yelena ein Wort verstand. Sie hoffte, dass er ihnen klarmachte, wer auf diesem Schiff das Sagen hatte.
»Wir müssen die Kumen-Esh anfliegen. Bishop braucht ’nen Arzt.« Asad hielt seine Stimme noch immer gesenkt, beinahe als traue er niemandem außer ihr. »Du bist die Verantwortliche, Jelly. Wenn du jetzt zusammenklappst, wird dieser Merowichser das Kommando übernehmen.« Er schüttelte sie, als hätte er Angst, sie könne ihm nicht folgen. »Das will niemand hier!«
»Lass mich los.«
Es hatte ein Befehl sein sollen, aber die Worte klangen wie eine zaghafte Bitte. Sie konnte nicht mehr. Scheiße – sie hätte Sergej wecken sollen. Alles wurde nur schlimmer und schlimmer.
»Gib mir zwei Minuten.« Oder besser noch: eine Ewigkeit. »Und sieh nach, ob die inzwischen auf unser Signal reagiert haben.«
Sie musste ihre Gedanken sortieren, musste sich davon überzeugen, dass es Nate gut ging. Auch Asad schien das zu verstehen, denn er verzichtete auf jede Form von Widerspruch. Er ließ sie los und für einen Augenblick glaubte sie, sich nicht mehr alleine auf den Beinen halten zu können. Aber sie musste: Sie war die Verantwortliche. Und die Kumen-Esh war ihre – Nates – einzige Chance.
Yelena atmete tief durch und fühlte sich alles andere als bereit für eine weitere Auseinandersetzung mit van Deelen. Der Merowinger verfolgte Asads Weg zum Funkpult mit misstrauischem Blick. Er würde ihren Befehl sicher nicht ohne weiteres annehmen.
Kalte Finger schlossen sich um ihr Handgelenk.
Noch bevor sie sich umdrehen konnte, zog Nate sie auf die Liege, auf der er sich aufgerichtet hatte. Überrascht stolperte sie zurück, aber er packte ihre Schulter und drückte sie gegen seine Brust. Sie konnte seinen rasenden Herzschlag in ihrem Rücken spüren.
Seine rechte Hand schloss sich um ihre Kehle.
»Where am I?« zischte er ihr ins Ohr, drückte zu und gleichzeitig ihr Kinn nach oben.
Keuchend schnappte sie nach Luft, wollte sich aus dem Griff befreien, aber er verstärkte ihn nur noch. Der Schmerz trieb ihr Tränen in die Augen.
»Du tust mir weh, Nate!«
»Shut the fuck up! Where am I? Where’s Cathy?«
Seine hassgetränkte Stimme hämmerte gegen ihr Trommelfell, viel lauter als das mechanische Klicken, mit dem drei Waffen entsichert und auf sie gerichtet wurden. Auf Nate – der komplett den Verstand verloren hatte. Verzweifelt griff sie mit ihrer freien Hand nach seinem Unterarm, aber er erhöhte den Druck auf ihren Hals, machte es ihr unmöglich, den Kopf zu bewegen.
»Lass sie gehen!«
Takahashis Stimme schien weit weg. Vielleicht in einer anderen Wirklichkeit, weil das hier nur ein Traum sein konnte. Ein schrecklicher Albtraum, aus dem sie erwachen würde, sobald keine Luft mehr ihre Lungen erreichte. Jeder Atemzug war ein Kampf.
»Nate …«, keuchte sie, versuchte gegen jede Vernunft, seine Finger zu lösen. »Bitte!«
»Guns down.«
Von einer Sekunde zur nächsten war sein irrsinniger Zorn in gefährliche Ruhe umgeschlagen. Jeder Muskel seines Körpers war angespannt, bereit zu reagieren.
»Drop ’em! Or I’ll kill her.«
Nur aus den Augenwinkeln sah Yelena Takahashi, wie er die Hauer bleckte, als würde er sich jeden Moment auf Nate stürzen wollen. Vielleicht dachte er wirklich darüber nach. Der Atem des Elfen dicht neben ihrem Ohr ging stoßweise – in einem Zweikampf hätte er schlechte Karten. Aber der Commander sprang nicht vor, nahm nicht in Kauf, dass Nate seine Drohung wahrmachen würde, sondern suchte Yelenas Blick.
Als könne sie ihm erklären, welcher Irrsinn Besitz von dem Aztec ergriffen hatte.
Ein Zittern fraß sich durch Nates angespannte Muskulatur und sie spürte seinen kalten Schweiß durch den Stoff ihres T-Shirts hindurch. Das verdammte Adrenalin … wie lange würde es ihn auf den Beinen halten?
»Mach … keinen Scheiß … Nate.« Die Worte waren kaum mehr als ein Krächzen und brachten ihn dazu, seinen Griff zu lockern. Sie schnappte nach Luft, ihre rechte Hand noch immer auf Nates, der in einem Anfall von Wahnsinn ihre Leben wegschmiss. »Nehmt die … verdammten … Waffen runter.«
Sie brauchte Zeit. Ein paar Minuten, in denen niemand auf Nate schoss. Nur bis seine Kraftreserven aufgebraucht waren.
»Nein!« Van Deelen klang entschlossen, ihren Plan zunichte zu machen. »Wir verhandeln nicht mit Aztec. Lassen Sie Miss Ivanova gehen und ergeben Sie sich.«
Sie spürte Nates Unruhe, das Zittern seiner verkrampften Finger. Er wollte sie nicht töten. Nicht, solange niemand ihn dazu zwang.
»Waffen runter!«, befahl Takahashi seinen Orklingen.
Yelena schloss erleichtert die Augen.
»Siehst du … Nate? Keiner will –«
»Where am I?«, wiederholte er seine Frage, die so gar keinen Sinn ergab. Wenigstens schien er einzusehen, dass sie keine Möglichkeit hatte, ihm zu antworten, wenn er ihr den Kehlkopf zerquetschte. Er gab ihr ein wenig Freiraum, ließ sie schlucken, ohne das Gefühl, ersticken zu müssen.
»Auf der Risen. Space Traveller Risen
Sie konnte förmlich spüren, dass er mit dieser Antwort nichts anzufangen wusste. Als reichten seine Kraftreserven nicht aus, über seine Situation zu grübeln und gleichzeitig seinen Körper zur Höchstleistung zu treiben. Er war am Ende.
Aus den Augenwinkeln nahm sie eine Bewegung wahr – Asad, der einen Schritt vortrat und damit Nates Aufmerksamkeit auf sich zog.
»Don’t move!«, blaffte der Elf ihn an.
Abwehrend hob er beide Hände und blieb folgsam stehen. »Nathanael Bishop, vollintegrierter Aztec, ID 03101107/0623. Angestellt als Lizenzpilot bei Sunshine and Beyond
Als eine Reaktion ausblieb, wiederholte er die Aussage auf elfisch.
Nate atmete heftig ein.
»Assimilated …?« Die anderen hörten es vermutlich nicht einmal, so leise flüsterte er dieses eine Wort, das auch seine letzte Kraft aufzusaugen schien. »No …«
Ein Zittern schüttelte seinen Körper und ging abrupt in einen Hustenkrampf über. Seine Hand löste sich von Yelenas Kehle, ließ sie atmen, und keuchend sog sie die Luft ein. Aber die Angst, einer der Orks würde die Chance nutzen, um Nate doch noch zu erschießen, ließ sie wie versteinert verharren. Erst als Asad sie am Arm packte und zur Seite zog, lief die Zeit weiter.
»Nicht schießen!«
Panisch versuchte sie, sich loszureißen, doch Takahashi war längst bei Nate und setzte ihn mit einem gezielten Schlag gegen den Hals außer Gefecht.
»Erschießen Sie ihn!« Van Deelens Stimme schnitt sich wie glühender Draht durch den Nebel in Yelenas Kopf.
»Nein!«
Dieses Mal reagierte Asad nicht schnell genug. Sie stürzte zu Nate, obwohl Takahashi keine Anstalten machte, den Befehl auszuführen. Stattdessen packte er sie an den Schultern, wie eine unüberwindbare Mauer zwischen ihr und Nate.
»Er ist nur bewusstlos«, erklärte er ruhig.
»Das war ein Befehl, Commander!«
»Dein Wort – scum – zählt auf dieser Brücke einen Dreck.« Asad baute sich einen knappen Meter vor van Deelen auf und verschränkte die Arme vor der Brust.
Ihm musste auffallen, dass die beiden Orklinge unruhig wurden, doch er ließ es sich nicht anmerken. Nur Takahashi wirkte, als würde er nicht einmal einen Finger krumm machen, sollte Asad sich tatsächlich auf den Zöllner stürzen.
Dem reichte offenbar das brüchige Schutzversprechen, das Daisuke und Kumi ihm gaben.
»Bedroht oder beendet ein Aztec wissentlich und willentlich das Leben eines Mitglied des Völkerbundes, ist jeder Beamte der Merowinger Allianz ermächtigt, eine unmittelbare Exekution anzuordnen«, verkündete er seine Rechtfertigung, die klang, als stünde sie genau so in einem der zahllosen Merowinger Gesetzkataloge. »Auf Behinderung eines Beamten in Ausübung seiner Pflicht für Volk und Allianz steht ein Jahr Reintegrierungsanstalt. Wenn Ihnen ein durchgedrehter Aztec diese Strafe wert ist – Mr Salehi ...« Er zuckte beiläufig die Schultern und wandte sich Yelena zu. »Als Geschädigte in diesem Fall werden Sie verstehen können –«
»Einen Scheiß werden Sie unter meinem Kommando tun!« Du bist die Befehlshabende auf diesem Schiff. Er ist nur ein kleiner Beamter. Er kann dir nichts. »Nate hat mir nichts getan.«
Damit brachte sie van Deelen zum ersten Mal aus der Fassung. Einen Moment sprachlos, starrte er sie an.
»Er wollte Sie umbringen
»Vorübergehende Unzurechnungsfähigkeit!«
Nate hätte es nie getan.
Jeder Atemzug, der den Schmerz von ihrem Kehlkopf aus tiefer in ihren Körper trug, strafte diese Überzeugung Lügen, aber Yelena klammerte sich daran fest. Was auch immer in ihn gefahren war – er hätte sie nicht getötet. Noch nie hatte sie ihn so erlebt. So ... hasserfüllt und verzweifelt. Aber der Name – Cathy ...
Sie drehte sich zu ihm um und blinzelte. Schlieren zogen durch den Raum, sickerten aus den Augenwinkeln in ihr Sichtfeld und dämpften auch die Geräusche.
Eine Stimme wie hinter einer Wand aus Watte erklärte: »Bei allem Respekt, Mr van Deelen, aber wir verdanken ihm unser Leben.«
Dann schaltete sich die Welt ab.



Übersetzung (Click to View)

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 4.1)
Hallo Lanna.

Und auch wenn gerade der BvB Bayern München mit 4:2 vom Platz gehen ließ - ich gehe wie gewohnt professionell an die Thematik heran.

Anmerkungen abseits der Fragen:
Zitat:Ihr Kopf war leergefegt – nur die unsagbare Angst, Nate könne das alles nicht überstehen.
Es liest sich unvollständig. Okay, ich mach das auch manchmal so. (Okay, manchmal sehr oft.) Aber hier finde ich es zu unvollständig. Rein vom Klang her fehlt mir da ein Abschluss, so wie:
Ihr Kopf war leergefegt – nur die unsagbare Angst, Nate könne das alles nicht überstehen, trudelte in ihrem Kopf als Gedanke umher.

Zitat:Sie ignorierte Takahashis Frage, stürmte aus dem Aufenthaltsraum und legte die kurze Strecke zur Brücke zurück.
Hier scheint es mir - von der Satzstruktur plausibel her - an der 'Zeit' zu mangeln. Oder der Passus ist irgendwie verloren gegangen.

Meine Augen wollten das lesen:
Sie ignorierte Takahashis Frage, stürmte aus dem Aufenthaltsraum und legte die kurze Strecke zur Brücke in wenigen Sekunden zurück.

Zitat:Nur schwer hob und senkte sich sein Brustkorb, als läge ein Gewicht darauf, das ihn kaum atmen ließ.
Kleinigkeiten: Das 'ein' Gewicht stört die Umsetzung des Bildes. Damit es schwer wird (im Kopf), würde die Mehrzahl dort gut passen.
Nur schwer hob und senkte sich sein Brustkorb, als lägen Gewichte darauf, die ihn kaum atmen ließen.

Zitat:»Ephedrin!«
Während Asad im Notfallkoffer nach der Spritze suchte ...
Beim ersten Lesen dachte ich, es wäre ein elfischer Ausdruck für 'Komm zurück!' Um diese Sackgasse zu umgehen empfehle ich ein 'fraglichen':
»Ephedrin!«
Während Asad im Notfallkoffer nach der fraglichen Spritze suchte ...

Zitat:Die auf den elfischen Organismus abgemischte Lösung regte die Ausschüttung von Adrenalin an, zwang das Herz-Kreislauf-System zu Höchstleistungen.
Verständnisfrage: Elfen haben auch Adrenalin?

Zitat:Nate war nicht viel zu lange und unter viel zu großer Belastung vor Aztec-Huntern durch den Astralraum geflohen
Hier scheint etwas bei der Überarbeitung verloren gegangen zu sein. Vor nicht allzu langer Zeit? Oder doch tatsächlich >ohne< das Nicht?
(Die zwei 'viel's könnte man so reduzieren:
Nate war zu lange und unter viel zu großer Belastung vor Aztec-Huntern durch den Astralraum geflohen ...

Zitat:»Komm schon, Nate«, flehte sie ihn an, auch wenn er sie nicht hörte. Die Stille machte sie wahnsinnig.
Asad legte ihr behutsam eine Hand auf die Schulter. »Er ist ein zäher Drecksack.«
Hier erscheint im ersten Moment die zweite wörtliche Rede so, als würde Sie sie sprechen. Ich würde diesen in der nächsten Zeile beginnen lassen:
»Komm schon, Nate«, flehte sie ihn an, auch wenn er sie nicht hörte. Die Stille machte sie wahnsinnig.
Asad legte ihr behutsam eine Hand auf die Schulter.
»Er ist ein zäher Drecksack.«


Fragen bezüglich der Geschichte:
Zitat:wichtig, ob die Bewegungsabläufe klar verständlich sind, ob die Situation vorstellbar ist und ob Gefühle / Beschreibungen fehlen oder zu viel sind.
Die Bewegungsabläufe sind nachvollziehbar. Einzig der Punkt, warum Takahashi plötzlich mit Van Deelen da auf der Brücke steht, erschließt sich mir nicht. Ich meine, es ist so plötzlich. Am Anfang scheint er mit Takahashi in Yelenas Nähe zu sein, aber nur sie läuft zur Brücke.

Zur Situation, soweit logisch anhand der Auszüge: sie ist verständlich. Bezüglich der Gefühle und Beschreibungen empfinde ich es nicht als zuviel oder zuwenig. Einzig der Passus mit der Spritze/der Injektion - da könnte man den Block vielleicht etwas auflockern.

Generelle Anmerkung:
Ich denke, Du hattest am Anfang Schwierigkeiten, wieder ins Thema hineinzukommen. Aber ab einem Drittel läuft es wieder runder. Ohne dass ich Dir sagen kann, woran es genau liegt. (Bauch.)

Zitat:Eine Frage im Allgemeinen (und vor allem für folgende Kapitel) hätte ich noch: Ist es euch lieber, ein Kapitel im Ganze zu bekommen, so wie bei 1, 2 und hier, oder sagt euch die Länge der beiden Häppchen von Auszug 3 (a+b) eher zu? Man will’s den Lesern ja so angenehm wie möglich machen *lach*
Solange Du es nicht wieder ins Nirvana beförderst, ist es (für mich) zweitrangig, wie Du (mir als Leser) die Geschichte präsentierst.

LGD.


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #3 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 4.1)
Hey D.!

Gottogott, mein Nervengerüst ist doch noch nicht so weit in Sachen »Kommentare bekommen«, wie ich dachte. Meine Finger haben richtig gezittert, als ich sah, dass der erste Kommentar da ist und auch noch einer von dir. Aber zum Glück triffst du mich nicht an unvorhersehbaren Stellen *lach*

Also erstmal: Vielen Dank für deine Meinung Icon_smile Ich habs mir jetzt erstmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, weil ich nach wie vor ein bisschen brauche, um nicht direkt in eine rechtfertigende Haltung zu fallen. Die Macke werd ich wohl nie los. Aber in einigen Punkten konnte ich dir direkt beim ersten Lesen zustimmen und das meiste wird direkt als Kommentar ins Manuskript eingefügt oder gleich überarbeitet. Trotzdem mal der Reihe nach:

Zitat: Es liest sich unvollständig. Okay, ich mach das auch manchmal so. (Okay, manchmal sehr oft.) Aber hier finde ich es zu unvollständig. Rein vom Klang her fehlt mir da ein Abschluss, so wie:
Ich verstehe deinen Einwand, werde aber vermutlich eine Weile brauchen, bis ich da ein Bild finde, mit dem ich zufrieden bin. Ich hätte gerne einen schönen Vergleich, der gleichzeitig nicht zu abgehoben sein darf. Ist aber in Arbeit.

Zitat: Hier scheint es mir - von der Satzstruktur plausibel her - an der 'Zeit' zu mangeln. Oder der Passus ist irgendwie verloren gegangen.
Meine Augen wollten das lesen:

Ja … *hust* das ist so eine Notlösung, weil mir irgendwann mal aufgefallen ist, dass ich Takahashi in dem Kapitel ursprünglich erst auf der Brücke erwähne. Ohne Bemerkung dazu, was er überhaupt tut, als Yelena abhaut oder wie er auf die Brücke kommt. Weil ich beim Schreiben der Szene den Fokus so auf Yelena hatte. Und ich weiß, dass ich da irgendwann mal auch irgendwas noch stehen hatte, was irgendwie in die Richtung abgezielt hat: »innerhalb kürzester Zeit« oder sowas. Werde da vorerst die wenigen Sekunden einfügen.

Zitat: Kleinigkeiten: Das 'ein' Gewicht stört die Umsetzung des Bildes. Damit es schwer wird (im Kopf), würde die Mehrzahl dort gut passen.
Ich hätte gerne ein originelleres Bild als die Gewichte, ob nun Singular oder Plural, daher ist das Wort selbst (hoffentlich) nur eine Übergangslösung.

Zitat: Beim ersten Lesen dachte ich, es wäre ein elfischer Ausdruck für 'Komm zurück!' Um diese Sackgasse zu umgehen empfehle ich ein 'fraglichen':
Ich hoffe, der Leser hat an dieser Stelle schon im Hinterkopf, dass Elfen englisch sprechen. Zuerst wollte ich Nate eine Adrenalin-Spritze verabreichen, hauptsächlich aus dem Grund, weil »Adrenalin!« bei den meisten Lesern bekannt sein dürfte. Aber meine medizinische Beraterin a.k.a. große Schwester hat mich überzeugt, dass Adrenalin bei niedrigem Blutdruck, Atemnot und Kreislaufkollaps totaler Blödsinn ist und nur Ephedrin die einzig wahre Lösung Icon_ugly
»fraglich« will mir aus vermutlich nur für mich nachvollziehbaren Gründen nicht passen, aber ich markiere mir die Stelle.

Zitat: Verständnisfrage: Elfen haben auch Adrenalin?
Jup – vom Grundaufbau her sind die Organismen von Menschen, Elfen, Orks und Zwergen gleich, gleiche Organe, gleiche Hormone, gleicher Stoffwechsel. Es sind eher kleine Mutationen, in denen sie sich unterscheiden. Orks zum Beispiel haben ein stärkeres Immunsystem, bei Elfen läuft dafür die Produktion von Neurotransmittern anders (stärker oder schwächer) ab als Menschen. Zum Beispiel wird ein Elf viel schneller süchtig nach allem, was die Dopaminausschüttung anregt, weil sein Körper viel stärker auf das Dopamin reagiert. Ich hoffe nur, ich werd keine Szene schreiben wollen, in der das Thema vertieft wird *lach*

Zitat: Hier scheint etwas bei der Überarbeitung verloren gegangen zu sein. Vor nicht allzu langer Zeit? Oder doch tatsächlich >ohne< das Nicht?
(Die zwei 'viel's könnte man so reduzieren:

Bin dem Abschnitt bin ich auch gar nicht zufrieden. Das »nicht viel zu lange und unter viel zu großer Belastung« sollte sich eigentlich auf den letzten Vorfall dieser Art beziehen, also im Sinne von: »Das ist schon mal passiert, aber nicht weil er das und das gemacht hat, so wie er es dieses Mal gemacht hat.
Wobei ich vermutet, dass ich diesen Kram da sowieso nur geschrieben habe, um für mich selbst das Geschehen der vergangenen Kapitel nochmal zusammenzufassen.

Zitat: Hier erscheint im ersten Moment die zweite wörtliche Rede so, als würde Sie sie sprechen. Ich würde diesen in der nächsten Zeile beginnen lassen:
Ja, ich muss da mal für mich selbst ein Prinzip festlegen. Wenn ein kurzer Handlungssatz vor der wörtlichen Rede kommt, mach ich meist keinen Zeilenumbruch, weil ich es behandle wie einen nachgestellten Handlungssatz.
Also:
Asad nickte. »Ich stimme dir zu.«
»Ich stimme dir zu.« Asad nickte.
In beiden Versionen ist der Sprecher Asad. Mit einem Absatz wäre Asad nicht mehr der Sprecher.
Ich lese das aber auch in anderen Geschichten so, dass der Handelnde solange mit dem Sprechenden identisch ist, bis ein Zeilenumbruch kommt.

Zitat:  Einzig der Punkt, warum Takahashi plötzlich mit Van Deelen da auf der Brücke steht, erschließt sich mir nicht. Ich meine, es ist so plötzlich. Am Anfang scheint er mit Takahashi in Yelenas Nähe zu sein, aber nur sie läuft zur Brücke.
Jup, das hatte ich befürchtet. Zum einen kommt das daher, dass Yelena kurzzeitig alles ausblendet und sich auch nicht groß dafür interessiert, was Takahashi tut und wie und wann er dann auf die Brücke kommt. Zum anderen liegt es daran, dass ich noch nicht sicher weiß, wie das Vorgängerkapitel aufhört, wodurch ich kein Gefühl für das Gespräch habe, das am Anfang dieses Kapitels unterbrochen wird. Vorläufig werd ich mal schaun, ob ich irgendwo reinquetschen kann, dass Takahashi Yelena folgt.

Zitat: Ich denke, Du hattest am Anfang Schwierigkeiten, wieder ins Thema hineinzukommen. Aber ab einem Drittel läuft es wieder runder. Ohne dass ich Dir sagen kann, woran es genau liegt. (Bauch.)
Ja, da hat dein Bauch absolut recht. Durch das abgebrochene, unfertige Kapitel davor war die ganze Situation hier am Anfang in der Schwebe und ich musste improvisieren. Das mag ich selbst nicht, aber es musste sein, um überhaupt reinzukommen. Ich könnte die Geschichte nie anders als streng chronologisch schreiben. Ich hoffe, das bekomme ich dann in der Überarbeitung (irgendwann) ausgebügelt.

Wir lesen uns dann gleich unterm nächsten Teil Icon_smile

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #4 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 4.1)
OOOOOh Mann!

Ich hatte den Kommentar schon halb fertig, dann war Opera mal wieder überempfindlich und hat den Tab geschlossen
wallbashwallbashwallbashwallbashwallbashwallbashwallbashwallbash

Okay, dann mal die verkürzte Variante.

Zitat:als würde er sich jeden Moment auf Nate stürzen wollen. Vielleicht dachte er wirklich darüber nach
Ich würde sagen, der Teil kann an sich raus, da er die Dringlichkeit der Szene irgendwie zu sehr streckt. Was du hier beschreibst, kannst du getrost der Phantasie des Lesers überlassen, mMn.

Zitat:Aus den Augenwinkeln nahm sie eine Bewegung wahr – Asad, der einen Schritt vortrat und damit Nates Aufmerksamkeit auf sich zog.
Ich muss sagen, ich finde Asad recht interessant. Sein erster Auftritt hat mir das Gefühl gegeben, er billige die Beziehung von Jelly und Nate nicht, aber wenns hart auf hart kommt, setzt er sich für beide ein. Bin gespannt, wo das noch hinführt.
Ach ja, Drama Icon_smile

Zitat:»Dein Wort – scum – zählt auf dieser Brücke einen Dreck.« Asad baute sich einen knappen Meter vor van Deelen auf und verschränkte die Arme vor der Brust.
Wie gesagt, Asad finde ich klasse Icon_smile

Zitat:Dann schaltete sich die Welt ab.
Pro

Dieser Auszug hat mir sehr gut gefallen. Ich bin so ein kleines bisschen gehypt und das liegt nicht nur am Kaffee. Wohin die Handlung geht (abgesehen von ein paar Meta-Andeutungen, dass es noch in Richtung Horror trudeln wird), kann ich zu diesem Zeitpunkt nur bedingt sagen, aber ich finde die Besetzung klasse, die du hier herangekarrt hast. Wir haben so viele Beziehungsgeflechte und Spannungsverhältnisse, ohne dass Charaktere als böse dargestellt oder über den grünen Klee hinaus gelobt werden. Da ist so viel Potenzial für Spannung abseits der klassischen Storykatalysatoren - und das ist großartig. Ich freue mich auf deine Handlung, aber das schöne ist, dass hier in erster Linie Charaktere interagieren, woraus sich viel Dynamik entwickelt/entwickeln kann.

Hier und da holpert es manchmal noch etwas (was natürlich normal ist, aber ich komm mir unglaubwürdig vor, wenn ich nur lobe Icon_wink ), aber ich bin ziemlich begeistert^^

PS: Die ganze Sequenz mit Nates Flashback ist gut gemacht, aufgeteilt und ziemlich spannend (auch wenn wir natürlich irgendwie wissen, dass erstmal niemand stirbt).

Pro

Tinte | Feder | Schwert -  mein neuer Blog

Meine Machenschaften im Forum: mein Werkeverzeichnis

Science-Fiction, ständig in Bewegung: Sektor 42 Wiki

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #5 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 4.1)
Zitat:Ich hatte den Kommentar schon halb fertig, dann war Opera mal wieder überempfindlich und hat den Tab geschlossen
Deshalb nehm ich mir ja immer vor, Antworten in Word zu schreiben. Nicht, dass ich mich immer daran halten würde Icon_rolleyes Aber eine Weisheit des Tages musste jetzt einfach mal raus *lach*

Zitat:Ich muss sagen, ich finde Asad recht interessant. Sein erster Auftritt hat mir das Gefühl gegeben, er billige die Beziehung von Jelly und Nate nicht, aber wenns hart auf hart kommt, setzt er sich für beide ein. Bin gespannt, wo das noch hinführt.
Ach ja, Drama
Ja, der gute Asad, der hat sich ganz still und heimlich auf die Liste meiner "Vielleicht bekommt er eine eigene Perspektive"-Personen geschlichen. Er ist eine der vielseitigsten Charaktere, denke ich, hat eine recht dramatische und komplexe Vergangenheit, und er überrascht selbst mich hin und wieder mit dem, was er tut. Manchmal nervt das, weil es meine Pläne durchkreuzt, aber alles in allem bin ich sehr froh mit Asad Icon_smile Umso toller natürlich, wenn er nicht nur mit gefällt!

Zitat:(abgesehen von ein paar Meta-Andeutungen, dass es noch in Richtung Horror trudeln wird)
Ja, die Horror-Sache *hust* die ist inzwischen eher Wunschdenken von mir. Glaub ich. Wenn ich mich mal an das nächste Kapitel in dem anderen Handlungsstrang trauen würde, könnte ich das mal testen - aber auf mehr als ein bisschen Gänsehaut-Feeling hoffe ich schon nicht mehr Icon_ugly

Zitat:Da ist so viel Potenzial für Spannung abseits der klassischen Storykatalysatoren - und das ist großartig.
So viel Lob Smiley_emoticons_blush jetzt muss ich erstmal in den Keller gehen und meine Panik, dass ich die Erwartungen niemals erfüllen kann, einsperren. Danke schön Icon_smile

Zitat:Hier und da holpert es manchmal noch etwas (was natürlich normal ist, aber ich komm mir unglaubwürdig vor, wenn ich nur lobe :Icon_wink: ), aber ich bin ziemlich begeistert^^
Ach, weißte, wer so viele schöne, liebe Sachen schreibt, der darf auch über Holperstellen meckern Icon_bussi

Zitat:PS: Die ganze Sequenz mit Nates Flashback ist gut gemacht, aufgeteilt und ziemlich spannend (auch wenn wir natürlich irgendwie wissen, dass erstmal niemand stirbt).
Das war zum Glück auch nicht meine Absicht, dass der Leser hier denkt: "Oh Gott, hoffentlich stirbt niemand!" - Ich hab mehr so ein "WTF? Was geht denn hier ab?" bezwecken wollen. Das Sterben wird noch früh genug anfangen *muharhar* Icon_fies

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #6 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 4.1)
Liebe Lanna,

dann will ich mich endlich den beiden neuesten Teilen von Kumen-Esh beschäftigen. Hoffe, du willst überhaupt noch was dazu hören.

Zitat:Inhaltlich wird es vermutlich einiges an Unverständnis geben, aber in erster Linie ist mir eh wichtig, ob die Bewegungsabläufe klar verständlich sind, ob die Situation vorstellbar ist und ob Gefühle / Beschreibungen fehlen oder zu viel sind.
Ok, das kleb ich mir jetzt als Briefing an den Bildschirm und stell meinen Tunnelblick an. Oder so. Mrgreen

Zitat:Eine Frage im Allgemeinen (und vor allem für folgende Kapitel) hätte ich noch: Ist es euch lieber, ein Kapitel im Ganze zu bekommen, so wie bei 1, 2 und hier, oder sagt euch die Länge der beiden Häppchen von Auszug 3 (a+b) eher zu? Man will’s den Lesern ja so angenehm wie möglich machen *lach*
Ich freu mich über kurze Häppchen, weil ich sehr lange für Kommentare brauche und mir die Zeit dann besser einteilen kann. Aber hab mir grad mal die länge des Textes angeschaut - und der kommt mir nicht besonders lang vor. Bin also mit beidem einverstanden! Icon_smile

Zitat:Meine Elfen sprechen Englisch und ich habe unten am Text die Übersetzung der vorkommenden Sätze angehängt. Allerdings müsste es in diesem Kapitel noch ohne gehen.
Gut, dass ich in der Schule Englisch hatte. Icon_wink Im Ernst: so schwierig ist das Englisch nicht. Vielleicht kannst du sogar davon ausgehen, dass deine Leser die Sätze einfach verstehen. Aber ich find die Lösung gut, die Übersetzungen ans Ende zu verfrachten.

Interessant: deine Zusammenfassung der Ereignisse (oder: "was bisher geschah") konnte ich mir aus den bisherigen Auszügen gut zusammenreimen - und weil ich ein ganz interessantes Gedächtnis habe, hatte ich das sogar noch im Kopf. Insofern hast du hier also den richtigen Textleser anner Angel. Icon_cool

Zitat:Ihr Kopf war leergefegt – nur die unsagbare Angst, Nate könne das alles nicht überstehen, sickerte wie Kühlflüssigkeit durch jeden Gedanken.
Cooles Bild - es macht Sinn, wenn eine Raumschiffcrew auch in Raumschiffbildern denkt. Icon_wink Ich muss allerdings darauf hinweisen, dass es - ganz korinthenkackerisch gedacht -keinen Sinn macht, wenn Kühlflüssigkeit durch Gedanken sickert, während der Kopf leergefegt (also quasi gedankenleer) ist. Just saying.

Zitat:Er wird nicht sterben!
Passt hier nicht eher der Wunsch, also: "er darf nicht sterben"?

Zitat:Sie hatte gehofft, ihn nie wieder so sehen zu müssen.
Aha? Interessant. Icon_fies

Zitat:Und die Möglichkeit, dass Nate sich als Blutkurier für illegale Substanzen verdingte, hätte sie niemals in Betracht gezogen.
Bedeutet das "hätte", dass sich Nate in Wirklichkeit tatsächlich als Blutkurier verdingt hat? Oder bezieht sich das auf die verwässerte E-Lösung? Liegt es am elfischen Organismus oder können sich auch Menschen als Blutkuriere verdingen? Wann tauchen endlich die Zwerge auf? Das sind so die Fragen, die mir an dieser Stelle durch den Kopf gehen. Mrgreen

Zitat:Wir müssen die Kumen-Esh anfliegen.
Icon_shocked Der Titel macht auf einmal Sinn! *g*

Zitat:dieser Merowichser
Icon_lol

Zitat:Er würde ihren Befehl sicher nicht ohne weiteres annehmen.
ich würde "akzeptieren" und nicht "annehmen" schreiben, denn ersteres transportiert in meinen Augen besser, dass es darum geht, dass Janis dem Befehl eher nicht Folge leisten wird .

Zitat:Auf Nate – der komplett den Verstand verloren hatte.
Dr. WW diagnostiziert eher akuten Gedächtnisverlust und darausfolgende Zurückversetzung in eine vergangene Lebenswirklichkeit als Belastungs- bzw. Stressreaktion.

Zitat:Das verdammte Adrenalin … wie lange würde es ihn auf den Beinen halten?
Yelena hat ihm Ephedrin gespritzt - klar, laut deiner Erklärung führt das zur Ausschüttung von Adrenalin. Aber denkst du als Laie nicht eher, "wie lange wird ihn das Ephedrin auf den Beinen halten"? Nur so eine Annmerkung am Rande.

Zitat:»Assimilated …?«
Da fragt man sich doch ganz spontan, wer eigentlich hier der Schurkenstaat ist. Schön wenn es nicht einfach Schwarz und Weiß gibt!

Zitat:Bedroht oder beendet ein Aztec wissentlich und willentlich das Leben eines Mitglied des Völkerbundes, ist jeder Beamte der Merowinger Allianz ermächtigt, eine unmittelbare Exekution anzuordnen«, verkündete er seine Rechtfertigung, die klang, als stünde sie genau so in einem der zahllosen Merowinger Gesetzkataloge.
Dipl. jur. WW stellt hierzu fest, dass nicht nachgewiesen ist, dass der Aztec wissentlich und willentlich gehandelt hat. Willentlichkeit kann nach der hierfür einschlägigen Definition durch vorübergehende Geisteskrankheit ausgeschlossen sein, Herr Van Delen. Amtsmissbrauch dagegen kann ebenfalls mit Internierung in der Reintregierungsanstalt bestraft werden. Ich glaube, Sergej würde mich sofort einstellen, oder? Icon_cool

Zitat:Nate hätte es nie getan.
Ich denke doch. (Wobei er seinen Griff immerhin gelockert hatte, das spricht für ihn.)

Zitat:Aber der Name – Cathy ...
Könnte seine (ehemalige) Geliebte sein. Blöd für Yelena. Icon_nosmile

Fazit

Der Text hat sich gut und flüssig gelesen. Ich hatte ein klares Bild vor Augen, insofern waren die Beschreibungen also gut gelungen. Komplizierte Bewegungsabläufe sind mir jetzt nicht in Erinnerung geblieben. Keine Ahnung, ob das jetzt dafür spricht, dass die nicht gut rüber gekommen sind ^^ mir erscheint aber wahrscheinlicher, dass es einfach keine gab. Und die, die da waren, haben sich gut eingefügt. Die Gefühle, die du Yelena haben lässt, waren definitiv nicht zu dick aufgetragen. Das hat mir gut gefallen. Auch wenn sie mir doch etwas labil vorkommt in Anbetracht dessen, dass sie momentan die Verantwortung für das Schiff trägt (warum wurde gerade sie ausgewählt?).
Jetzt bin ich gespannt, wie es weiter geht. Findet Nate sein Gedächtnis wieder? Erfahren wir mehr über seine Vergangenheit? Wird Janis alle mit Reintegrierungsverfahren überziehen? Was sind Engel? Wann tauchen Zwerge auf? Mrgreen
Nein im ernst: ich finde Kumen-Esh spannend. Vielleicht darf ich die Geschichte ja irgendwann in ihrer Gänze lesen (und wenn ich sie dafür in der Buchhandlung kaufen muss).

Hoffe mein Kommentar hilft dir weiter!
Liebe Grüße,
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #7 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 4.1)
Hiho WW!

Ich hab bestimmt schonmal erwähnt, dass ich es genial finde, wie viel du immer aus (meinen) Texten herausliest. Mach ich aber trotzdem nochmal. Einfach toll, wie du interpretierst und mitdenkst und vermutest. Allein mal dafür schon ein Bussi Icon_bussi Icon_smile

Wie schon gesagt (habe ich doch?) ist hier noch alles aktuell und Meinungen immer erwünscht. Vor allem so positive Mrgreen

Zitat:Gut, dass ich in der Schule Englisch hatte. Icon_wink Im Ernst: so schwierig ist das Englisch nicht. Vielleicht kannst du sogar davon ausgehen, dass deine Leser die Sätze einfach verstehen. Aber ich find die Lösung gut, die Übersetzungen ans Ende zu verfrachten.
Hehe - ja, hier im Teil bin ich auch davon ausgegangen, dass es noch jeder versteht. Aber es kommen später noch etwas komplexere Passagen und ich wollte schonmal die Fußnotensache etablieren, falls der ein oder andere Ausschnitt noch seinen Weg ins Forum findet. Und ich kann verdammt schlecht einschätzen, was so "Allgemeinbildung" ist und was dem Normal-Deutschen einfach nix sagt. Ich selbst guck ja viel auf englisch (Filme und Youtube), spiele PC-Spiele auf englisch ... Und hinterher soll ja keiner sagen, er habe den Sinn der Geschichte nicht verstanden, weil da zwei Wörter auf englisch unklar waren Icon_ugly

Zitat:Interessant: deine Zusammenfassung der Ereignisse (oder: "was bisher geschah") konnte ich mir aus den bisherigen Auszügen gut zusammenreimen - und weil ich ein ganz interessantes Gedächtnis habe, hatte ich das sogar noch im Kopf. Insofern hast du hier also den richtigen Textleser anner Angel.
Nicht, dass ich dir deinen besonderen Status aberkennen möchte, aber ich hab mich auch bemüht, den Inhaltstext auf das zu beschränken, was schon im Forum zu lesen ist *lach* Also was da jetzt genau bei der Flucht war und wie sie die Kumen-Esh entdeckt haben, spielt ja keine Rolle hier. Trotzdem find ichs toll, dass du es noch im Kopf hast - das spricht hoffentlich nicht nur für dein gutes Gedächtnis sondern zumindest auch ein bisschen für die Einprägsamkeit meiner Geschichte *grins*

Zitat:Cooles Bild - es macht Sinn, wenn eine Raumschiffcrew auch in Raumschiffbildern denkt. Icon_wink Ich muss allerdings darauf hinweisen, dass es - ganz korinthenkackerisch gedacht -keinen Sinn macht, wenn Kühlflüssigkeit durch Gedanken sickert, während der Kopf leergefegt (also quasi gedankenleer) ist. Just saying.
*hust* Ja ... das kommt vom flüchtigen Überarbeiten. Die Kühlflüssigkeit war nämlich zuerst gar nicht da, aber weil Dread den Satz nicht mochte, hab ich sie eingefügt (danke übrigens fürs Lob - damit setzte ich mich ja auch sehr viel bewusst auseinander, welche Vergleiche und Bilder zu welcher Perspektive passen) - naja, und dabei ist dann der leere Kopf mit den Gedanken kollidiert. Werd's ändern in "Ihr Kopf war leergefegt - nur die unsagbare Angst, Nate könne das alles nicht überstehen, sickerte wie Kühlflüssigkeit in/durch das Vakuum" - damit hab ich gleich noch einen schönen Weltraumvergleich Icon_wink

Zitat:Passt hier nicht eher der Wunsch, also: "er darf nicht sterben"?
Das wird sich bei der Komplettüberarbeitung zeigen. Die Rohfassung schreibe ich ja stark nach Gefühl, so dass die Charaktere ihre Sprache quasi selbst entwickeln. Allerdings will ich bei der Überarbeitung gerade auf sowas verstärkt achten, damit ich es einheitlich halte, wie die Leute denken und sprechen. Zur Zeit finde ich noch, dass es zu Yelena passt, wenn sie das so als Tatsache hinstellt, um sich selbst zu überzeugen. In "er darf nicht sterben" schwingt mMn stark ein Aber mit: "Er darf nicht, aber es könnte schnell passieren". Bei "er wird nicht sterben", gibt es kein wenn und aber. Das ist so und Basta. Genau wie Yelena später sagt "Nate hätte mich nicht getötet".
Aber wie gesagt, solche Stellen merke ich mir auf jeden Fall an, um es später im Ganzen stimmig zu halten.
(Man merkt, dass ich in Laberlaune bin, oder? Icon_ugly )

Zitat:Bedeutet das "hätte", dass sich Nate in Wirklichkeit tatsächlich als Blutkurier verdingt hat? Oder bezieht sich das auf die verwässerte E-Lösung? Liegt es am elfischen Organismus oder können sich auch Menschen als Blutkuriere verdingen?
Das soll aussagen, dass Yelena die Möglichkeit dieses Mal in Betracht zieht, dass Nate als Blutkurier arbeiten könnte. Sie weiß es nicht, hat aber einen Verdacht. Ihm ging es beim Abflug nicht besonders gut, das kommt vielleicht im Prolog vor, und als van Deelen auf die Risen kommt, wird das auch in einem Gespräch kurz thematisiert, wo Yelena die Befürchung (Nate = Blutkurier) schon haben wird.
Ja, das liegt irgendwie schon am elfischen Organismus. Genauer gesagt macht es diese E-Lösung möglich, weil die "Schmuggelware" darin eingebunden ist und dadurch nicht von Bioscans entdeckt wird. Und die E-Lösung wiederum wird von Aztec-Piloten benötigt, damit die ohne Pause (Nahrungsaufnahme und Ausscheidung) fliegen können. Das Thema würd ich gerne in der Geschichte selbst aufarbeiten, weiß aber noch nicht, ob ich den Platz dafür finde. Obwohl es eigentlich noch recht wichtig wird.

Zitat:Wann tauchen endlich die Zwerge auf? Das sind so die Fragen, die mir an dieser Stelle durch den Kopf gehen.
Icon_ugly Der erste Zwerg ist inzwischen namentlich erwähnt worden. Das reicht dir vermutlich nicht, oder? *lach* Nur deinetwegen überlege ich jetzt schon eine Weile, ob ich nicht irgendwie noch einen Zwerg in einer Sprechrolle einbauen kann. Der einzige eingeplante liegt nämlich im Koma. Und so wie ich dich kenne, zählt das für dich dann nicht als Zwerg Mrgreen

Zitat:Der Titel macht auf einmal Sinn! *g*
Oh, das war ein Versehen, das wollte ich nicht. Wo kämen wir denn da hin? Mrgreen

Zitat:ich würde "akzeptieren" und nicht "annehmen" schreiben, denn ersteres transportiert in meinen Augen besser, dass es darum geht, dass Janis dem Befehl eher nicht Folge leisten wird .
Absolut. Keine Ahnung, wie ich überhaupt auf "annehmen" gekommen bin *lach*

Zitat:Dr. WW diagnostiziert eher akuten Gedächtnisverlust und darausfolgende Zurückversetzung in eine vergangene Lebenswirklichkeit als Belastungs- bzw. Stressreaktion.
Weißte, genau solche Kommentare bestärken mich dann darin, dass alle Leser, die sowas nicht sofort verstehen, einfach nur doof sind. Immerhin kommt der WW direkt drauf *lach* Nein, ernsthaft, das tut echt gut, weil es mir zeigt, dass ich die Sachen aus meinem Kopf offenbar halbwegs verständlich aufs Dokument übertragen kann. Freut mich sehr Icon_smile

Zitat:Yelena hat ihm Ephedrin gespritzt - klar, laut deiner Erklärung führt das zur Ausschüttung von Adrenalin. Aber denkst du als Laie nicht eher, "wie lange wird ihn das Ephedrin auf den Beinen halten"? Nur so eine Annmerkung am Rande.
Jo, das doofe Ephedrin. Es ärgert mich schon, dass Yelena Nate nicht einfach Adrenalin spritzen kann, das wäre einfacher. Aber Yelena selbst ist auch nur Halb-Laie. Das wird später noch erwähnt, dass die gesamte Crew der Risen eine kurze Medizin-Schulung hat machen müssen, damit sie ohne Bordarzt fliegen dürfen. Und Yelena interessiert sich auch so bissl für den elfischen Organismus *hust* - so ein Halbwissen würde ich ihr schon unterstellen.

Zitat:Da fragt man sich doch ganz spontan, wer eigentlich hier der Schurkenstaat ist. Schön wenn es nicht einfach Schwarz und Weiß gibt!
Icon_fies Bei mir niemals! Auch wenn einer meiner Hauptantagonisten mir aktuell einen Strich durch meine Grau-Malerei machen will und sich wie ein Arsch verhält. Aber das ist mir auch ganz wichtig, dass es eben nicht ein gutes und ein böses Volk gibt, sondern dass es Völker im Krieg gibt und auf jeder Seite gibt es nette und weniger nette Leute.
Bei solchen Stellen wie hier befürchte ich immer, dass der Leser drüberliest, dass es zu subtil ist. Aber solange du sie rauspickst, kann ich alles auf die Unaufmerksamkeit der anderen schieben Icon_wink

Zitat:Dipl. jur. WW stellt hierzu fest, dass nicht nachgewiesen ist, dass der Aztec wissentlich und willentlich gehandelt hat. Willentlichkeit kann nach der hierfür einschlägigen Definition durch vorübergehende Geisteskrankheit ausgeschlossen sein, Herr Van Delen. Amtsmissbrauch dagegen kann ebenfalls mit Internierung in der Reintregierungsanstalt bestraft werden. Ich glaube, Sergej würde mich sofort einstellen, oder?
Icon_lol Würde auf der Risen Bedarf an Rechtsverdrehern bestehen, wärst du sofort an Bord Mrgreen Aber ob du das wollen würdest? ... *lach*
Allerdings muss man hier ja zur Verteidigung des armen van Deelen sagen, dass er tatsächlich nichts von dieser Flashback-Sache weiß und einfach mal davon ausgeht, dass der Aztec schon irgendeinen perfiden, bösartigen Plan mit dieser irren Aktion verfolgen wird. Er wartet quasi seit seiner Ankunft auf der Risen darauf, dass Nate etwas tut, weshalb van Deelen ihn drankriegt. Und da muss er sich natürlich hier direkt draufstürzen, ohne groß zu hinterfragen.

Zitat:Ich denke doch. (Wobei er seinen Griff immerhin gelockert hatte, das spricht für ihn.)
Hehe - schön, schön.

Zitat:Könnte seine (ehemalige) Geliebte sein. Blöd für Yelena
Unter anderem diese Aussage war teil der Inspiration für ein Gespräch zwischen Yelene und Nate. Weil ich mir dachte: Kaum kommt ein Frauenname ins Spiel, schon is es die Geliebte - wo kommt das her, welche Frauen könnten noch wichtig im Leben eines Mannes sein? Wer könnte sich hinter "Cathy" verbergen? Nicht dass die Vermutung mit der Geliebten falsch wäre Icon_rolleyes

Zitat:Komplizierte Bewegungsabläufe sind mir jetzt nicht in Erinnerung geblieben. Keine Ahnung, ob das jetzt dafür spricht, dass die nicht gut rüber gekommen sind ^^ mir erscheint aber wahrscheinlicher, dass es einfach keine gab. Und die, die da waren, haben sich gut eingefügt.
Ja, vermutlich hab ich mir da mal wieder zu viel Kopp gemacht. Ich hab mit meinem Mann bestimmt eine Viertelstunde lang ausprobiert, wie ein Halbsitzender eine vor ihm stehende Person am besten zu sich runtergezogen bekommt und welche Haltung er am besten einnimmt und ob das überhaupt funktioniert, dass er dann noch effektiv eine Hand an ihrer Kehle hat. Aber wenn es entweder gut vorstellbar ist oder gar nicht die Frage aufwirft, wie genau Yelena und Nate da überhaupt positioniert sind, ist mir das natürlich sehr recht.

Zitat: Auch wenn sie mir doch etwas labil vorkommt in Anbetracht dessen, dass sie momentan die Verantwortung für das Schiff trägt (warum wurde gerade sie ausgewählt?).
Wie gerne würde ich hier sagen: Wenn man das Ganze liest, macht sie diesen Eindruck nicht.
Aber das wäre gelogen Icon_rolleyes Yelena ist echt total labil, das hat sich einfach so entwickelt. Jede neue Situation bringt einen neuen Beinahe-Zusammenbruch. Ich hoffe, das wird auf Dauer nicht zu anstrengend Icon_ugly - aber die Verantwortliche ist sie - um mal zu der Frage zu kommen - weil "Schichtleiter" normalerweise kein stressiger Job ist. Man sitzt einfach auf der Brücke und passt auf, dass der Pilot seinen Job macht, kümmert sich um die Kommunikation und beschäftigt sich irgendwie mit Büchern oder Spielen oder Sport. Yelena hat den Job, weil sie einen Pilotenschein hat und deshalb im Notfall (oder wenn Nate doch mal eine Pause braucht) das Schiff selbst fliegen kann. Schwerwiegende Entscheidungen gibt es da keine zu treffen.
Ich bereite mich aber innerlich schonmal darauf vor, bei der Überarbeitung etliche Sachen rauszustreichen. Auch wenn ich hoffe, dass es im Ganzen mehr Sinn macht, dass Yelena am Ende ist.

Zitat: Findet Nate sein Gedächtnis wieder? Erfahren wir mehr über seine Vergangenheit? Wird Janis alle mit Reintegrierungsverfahren überziehen? Was sind Engel? Wann tauchen Zwerge auf?
Icon_ugly Icon_lol Ach, die doofen Engel muss ich auch noch erklären. Ich ärger mich ein bisschen, dass ich sie drin hab, weil ich keine Stelle finde, um das zu erklären, aber ich kann sie auch nicht einfach rausstreichen, weil sie inzwischen einen zu festen Platz im Hintergrundplan eingenommen haben.
Und die Zwerge lassen mir jetzt keine Ruhe mehr Icon_motz

Zitat:Vielleicht darf ich die Geschichte ja irgendwann in ihrer Gänze lesen (und wenn ich sie dafür in der Buchhandlung kaufen muss).
Smiley_emoticons_blush Ein potenzieller Käufer Icon_bussi Aber sobald (man beachte, wie ich mir das "wenn" verkneife) Kumen-Esh fertig ist, werde ich mich hier im Forum sowieso mal nach Betalesern umschauen. Und meine treuen Kommentatoren stehen da auf der Anfrage-Liste natürlich ganz oben. Ye be warned! Icon_ugly

Zitat:Hoffe mein Kommentar hilft dir weiter!
Definitiv!

Liebe Grüße
Lanna

EDIT: *hust* - ich hab ein wenig gelabert ... verzeih *lach*

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #8 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 4.1)
Juhu Lanna,
auch Du sollst in den Genuss meines Urlaubs kommen. Icon_wink
Ich habe schnell noch einmal die ersten Auszüge überflogen und nachdem ich nun, dank deiner Erläuterungen, ,up to date bin - um es in Elbisch auszudrücken - freue ich mich nun auf die Risen Crew!

Zitat:»Komm auf die Brücke, Jelly«, meldete sich Asad aus den Kopfhörern ihres Headsets.
-- Da Jelly die Kurzform von Yelena zu sein scheint (?), würde ich vielleicht Yelly schreiben, denn ich musste gerade an Marmelade denken. *g*

Zitat:Und die Möglichkeit, dass Nate sich als Blutkurier für illegale Substanzen verdingte, hätte sie niemals in Betracht gezogen.
-- bezieht sich dieser Satz auf eine Textstelle, die wir nicht kennen? Falls nicht, stehe ich auf dem Schlauch.

Zitat:»Wir müssen die Kumen-Esh anfliegen. Bishop braucht ’nen Arzt.«
-- Ah, endlich wissen wir, was es damit auf sich hat. Ich vermute, der Titel bezieht sich auf die leere Raumstation? Also ist der Text bis hier Vorspiel auf die Handlung an Bord dort? Wunderbar. Mir gefällt, wie du die Charaktere in Szene setzt.

Zitat:Asad hielt seine Stimme noch immer gesenkt, beinahe als traue er niemandem außer ihr. »Du bist die Verantwortliche, Jelly. Wenn du jetzt zusammenklappst, wird dieser Merowichser das Kommando übernehmen.« Er schüttelte sie, als hätte er Angst, sie könne ihm nicht folgen. »Das will niemand hier!«
-- *g* Ich mag ihn.

Zitat:Seine rechte Hand schloss sich um ihre Kehle.
»Where am I?« zischte er ihr ins Ohr, drückte zu und gleichzeitig ihr Kinn nach oben.
Keuchend schnappte sie nach Luft, wollte sich aus dem Griff befreien, aber er verstärkte ihn nur noch. Der Schmerz trieb ihr Tränen in die Augen.
-- Amnesie? Und das Opfer ist gerade die, die sich am meisten um ihn sorgt. Der arme Nate. Krank und verlassen.

Insgesamt stellt sich die Situation somit sehr verfahren dar. Niemand außer Nate kann das Schiff fliegen, und der ist nicht nur am Sterben, sondern leidet auch noch unter Gedächtnisverlust und ist somit wieder zum Feind geworden.
Mir gefallen die Leute, die Dialoge und das Setting immer mehr. Schade, dass du es nur in Stücken präsentieren willst, aber du wirst deine Gründe haben, daher mecker ich nicht weiter.
Fehlerchen habe ich keine gefunden, dafür wieder viele tolle Sätze!

GLG
Addi

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #9 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 4.1)
Sodele, liebe Addi, nun bekommst du auch endlich eine Antwort.

Ich freu mich natürlich, dass ich es sogar in deinen Urlaub rein geschafft habe (und morgen die Weltherrschaft! *muharhar*) und ebenso, dass es so wenig zu meckern gab. Hätte auch ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn du dich übern Urlaub mit Kumen-Esh rumgeärgert hättest Icon_wink

Zitat:-- Da Jelly die Kurzform von Yelena zu sein scheint (?), würde ich vielleicht Yelly schreiben, denn ich musste gerade an Marmelade denken. *g*
Ich schreib das ja nie gerne, weil es meist nach billiger Ausrede klingt, aber das mit der Doppeldeutigkeit des Spitznamens war von mir (und von Asad) durchaus gewollt Icon_ugly Ich hatte allerdings den "jellyfish" im Hinterkopf, oder eben auch die "Gelee"-Bedeutung von "Jelly".
Bin mir da aber noch nicht ganz sicher, ob ich es drinlasse, weil es so ein Fall von "Ich finds total lustig, aber verstehen die Leser es überhaupt?" ist.

Zitat:-- bezieht sich dieser Satz auf eine Textstelle, die wir nicht kennen? Falls nicht, stehe ich auf dem Schlauch.
Ähm, ja, die Blutkurier-Sache, da bin ich mir selbst noch nicht sicher, in welchem Maß Yelena davon weiß, wie stark ihre Vermutung ist und wie die Infos an den Leser gebracht werden. In den Forums-Auszügen kam das Thema glaub ich noch nicht zur Sprache, daher liegt das Problem wohl nicht bei dir Icon_wink

Zitat:-- Ah, endlich wissen wir, was es damit auf sich hat. Ich vermute, der Titel bezieht sich auf die leere Raumstation? Also ist der Text bis hier Vorspiel auf die Handlung an Bord dort? Wunderbar. Mir gefällt, wie du die Charaktere in Szene setzt.
Jup, Kumen-Esh = verlassene Station und Haupthandlungsort. Der Geschehen an Bord der Risen ist hauptsächlich da, um die Charaktere vorzustellen, die Welt, das Setting, den Hintergrund. Aber gerade dieser Flashback und der Konflikt darum sind auch handlungstragend, also schon Teil des Hauptkonflikts.
Das Lob übers In-Szene-Setzen muss ich allerdings an meine Charaktere selbst weitergeben, ich hab da kaum Einfluss drauf, was die so tun Icon_ugly Aber danke Icon_smile

Zitat:Schade, dass du es nur in Stücken präsentieren willst, aber du wirst deine Gründe haben, daher mecker ich nicht weiter.
Es ärgert mich selbst auch, dieses häppchenweise Vorgehen, aber ich gebs nichtmal meinem Mann komplett zu lesen (obwohl ich das seeeehr gerne würde), weil sich einfach ganze Kapitel noch komplett ändern werden, veraltete Infos drin sind und kaum Beschreibungen vom Schiffsinneren oder gar von Technik.

Zitat:Mir gefallen die Leute, die Dialoge und das Setting immer mehr. [...] Fehlerchen habe ich keine gefunden, dafür wieder viele tolle Sätze!
Super! Das sind die richtigen Worte, um ins MoPro zu starten Icon_wink Danke dir Icon_bussi

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #10 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 4.1)
Hallo Lanna,

mein Gefühl für diese Geschichte hat immer behauptet, ich hätte den vierten Teil bereits gelesen und kommentiert. Tatsächlich habe ich weder das eine noch das andere getan - also jetzt, endlich! Tut mir Leid, dass es so lang gedauert hat.

Der Vorteil der Auszüge ist, dass mein Siebgehirn sich nicht merken muss, was in den einzelnen Teilen passiert ist. Denn darauf kommt es hier nicht an und alles, was man wissen sollte, erklärst du vor jedem Auszug noch einmal grob. Zum Beispiel, wie die Figuren zueinander stehen bzw. wie sich diese Beziehungen bislang gewandelt haben. Nicht nur deshalb finde ich es gut, wie du die Geschichte hier einstellst - und ob nun kapitelweise wie hier oder mit zwei recht unabhängigen Auszügen wie in 3a und 3b, ist mir egal Icon_wink

Und jetzt mal langsam zum Text:
Nates Zustand verschlechtert sich und Yelena kämpft um ihn. Was genau er hat, wissen wir nicht, nur dass die Kraft, die er durch die Adrenalinspritze bekommt, nicht lange hält. Im Grunde besteht dieser Teil aus zwei Szenen: die erste, in der Yelena versucht, Nate zu retten. Und die zweite, in der Nate versucht, sich zu retten. Oder seinen Verstand. Oder das, was in seinem Kopf noch ist. Mir kommt es fast vor, als hätte er einen Großteil seiner jüngeren Vergangenheit vergessen, als sei ein Teil des Nate Bishop verloren gegangen, denn er weiß nicht, dass er ein vollintegrierter Aztek ist, ist eher schockiert, als er hört, er sei assimilated.
Yelena wirkt hier ganz anders als in den Teilen zuvor. Ich erinnere mich zwar wenig an den Inhalt (wie gesagt: Siebgehirn, das liegt nicht an deiner Geschichte, wirklich nicht), aber an ein Gefühl für die Figuren. Und Yelena fühlt sich für mich kalt und abweisend und beherrscht an und dazwischen etwas verzweifelt oder verbittert. Wahrscheinlich weil sie meist mit van Deelen gesprochen hat.
Nate ist spannend, man möchte mehr über ihn erfahren. Wie er dorthin gekommen ist und vor allem: warum er so lange bewusstlos war. (Oder wissen wir das längst, dann tut es mir Leid.)
Das Gespräch zwischen den beiden, diese Bedrohungssituation, Nates Frage nach Cathy, das ist sehr eindringlich geschrieben und zieht mich stark in seinen Bann. Eigentlich möchte man den beiden nur beim Interagieren zuschauen und hoffen, dass die anderen Figuren die Klappe halten und Nate noch etwas durchhält. Sehr stimmig, sehr dicht, gefällt mir ausgesprochen gut.

Anmerkungen:
Zitat:Yelena griff nach seiner Hand und konzentrierte sich auf seine Atmung. Sie war so schwach.
Zitat:Fahrig tastete Yelena nach seinem Puls.
Zwischen den beiden Stellen stehen vier Zeilen. Ich habe das Fühlen nach dem Puls bereits in den ersten Satz hineingelesen und dann gedacht: Wieso fühlt sie jetzt nochmal? V.a. da "fahrig tasten" so klingt, als würde sie jetzt erst nach seinem Arm greifen. Vllt würde ich den zweiten Satz weglassen und dann direkt schreiben "Kaum spürbar klopfte sein Puls gegen ihre Fingerkuppen". Mh, aber vllt fehlt dann auch etwas.
Zitat:Sein Brustkorb hob sich, senkte sich wieder, zunächst noch unregelmäßig, bis seine Atmung sich endlich stabilisierte.
Du willst zeigen, dass das Ephedrin doch wirkt, oder? Dennoch würde ich nach "unregelmäßig" einen Punkt setzen. Denn sonst geht es zu schnell, finde ich.
Zitat:Widerwillig ließ sie sich von Asad auf die Beine ziehen und richtete ihren Blick erst auf ihn, als er seinen Griff um ihren Arm verstärkte.
»Jelly – reiß dich zusammen«, raunte er ihr zu.
Die Frage, warum er so leise sprach, machte ihr bewusst, dass van Deelen die Szene abschätzig aus einiger Entfernung beobachtete.
Der verstärkte Griff und das Raunen ... das Raunen klingt für mich gar nicht so leise, vllt lese ich es falsch, aber für mich ist das Raunen ein so lautes Flüstern. Dieses Flüstern, das meistens lauter ist, als würde man normal sprechen. Und dann passt es nicht, wenn du schreibst, es sei leise - passt für mich nicht. Aber das ist auch eine sehr subjektive Lesart dieser Stelle.
Zitat:Seine hassgetränkte Stimme hämmerte gegen ihr Trommelfell, viel lauter als das mechanische Klicken, mit dem drei Waffen entsichert und auf sie gerichtet wurden. Auf Nate – der komplett den Verstand verloren hatte.
Wow!
Zitat:»Drop ’em! Or I’ll kill her.«
"Or I kill her" fände ich prägnanter. Gerade weil er auch etwas verschluckt spricht.
Zitat:»Er wollte Sie umbringen!«
»Vorübergehende Unzurechnungsfähigkeit!«
Schreit sie wirklich? Einen Punkt fände ich nach "Unzurechnungsfähigkeit" passender, ruhiger, bestimmter, sie schreit doch nicht oder? Sie resigniert eher, macht sich etwas vor, wie du auch selbst schreibst "Nate hätte es nie getan." Macht sich etwas vor, ohne es selbst zu glauben. Und dazu passt für mich ein fassungsloser Punkt besser als ein gefasstes Ausrufezeichen. Ehja Mrgreen

Morgen gehts weiter.
Viele Grüße
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
Avatar von Eddie Haspelmann

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2021 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme