Es ist: 26-02-2020, 10:19
Es ist: 26-02-2020, 10:19 Hallo, Gast! (Registrieren)


Vom Drang, in die Sonne zu schauen
Beitrag #11 |

RE: Vom Drang, in die Sonne zu schauen
Hey noch einmal Sniffu, Icon_smile

eigentlich ist so ziemlich alles gesagt, aber nachdem ich deinen Kommi mit etwas Abstand noch einmal auf einer Metaebene gelesen habe (Icon_wink), stelle ich fest, dass wir doch einige Dinge sehr unterschiedlich sehen.
Du hast teilweise doch einen etwas anderen Blickwinkel auf die Dinge als ich ... und das bringt mir viel. Kurzum: ich schätze deine Kommentare sehr, auch wenn ich nicht immer mit dir einer Meinung bin (und so sollte das ja auch sein).

Deshalb noch mal ein großes Dankeschön!

Liebe Grüße
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #12 |

RE: Vom Drang, in die Sonne zu schauen
Hi WW,

ich weiß noch, dass ich deine Geschichte damals sehr gern gelesen habe. Ein Kommentar folgt jetzt.

Zitat:Der Onkel füllte einen energischen Schwall Klaren in seinen Kaffee, ohne seinen Blick abzuwenden.


*hust* Klischee. Mrgreen (den russischen Namen folgend)

Zitat:Ich meine, es widerspricht einfach unumstößlichen Regeln ...

Man denkt sofort an etwas anderes. Schön! Pro

Zitat:Du bekommst vielleicht mit Dreißig Kinder.

Wird "Dreißig" nicht klein geschrieben?

Zitat:Koljas Stimme war kaum zu hören, als er sprach:
„Ich weiß, ich werde sie niemals kennen lernen.“

Ich würde den Absatz weglassen.

Zitat:Kolja ließ sich vorwärts sinken und legte seinen Kopf zwischen die Arme. Die kühle Tischplatte drückte gegen seine Wange und er konnte die Vibration spüren, allgegenwärtig wie der Atem einer schlafenden Göttin. Sie verriet, dass die großen Generatoren arbeiteten, die das Siedlerschiff mit nur einem Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit durch die Leere des Alls pflügen ließen. Und die auch die unzähligen Kälteschlafsärge einige Decks über Kolja mit Strom versorgten.

Und ein atmosphärisch stimmiges Ende.

Das war's schon. Ich hab eigentlich nichts zu mäkeln. Ich persönlich war vom Ende damals doch ziemlich überrascht und hätte auch eher mit einem Szenario auf der Erde gerechnet. Sprachlich gibt es auch nichts auszusetzen. Hat mir gut gefallen!

LG,
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #13 |

RE: Vom Drang, in die Sonne zu schauen
Hey Rex,

entschuldige, dass du so lange auf eine Antwort warten musstest. Ich freue mich jedenfalls sehr, dich hier unter meinem Text begrüßen zu drüfen - zumal dir die Geschichte auch noch gefallen hat! Mrgreen

Zitat: Zitat:Der Onkel füllte einen energischen Schwall Klaren in seinen Kaffee, ohne seinen Blick abzuwenden.



*hust* Klischee. Mrgreen (den russischen Namen folgend)
Hast du mal Lukianenko gelesen? Das ist kein Klischee ... xD

Zitat: Zitat:Ich meine, es widerspricht einfach unumstößlichen Regeln ...


Man denkt sofort an etwas anderes. Schön! Pro
So hatte ich mir das erhofft. Sehr gut! Icon_smile

Zitat: Zitat:Du bekommst vielleicht mit Dreißig Kinder.


Wird "Dreißig" nicht klein geschrieben?
Ich glaube nicht, wenn es um das Alter geht - außerdem hat Sniffu zurecht erwähnt, das man andernfalls zu schnell an dreißig Kinder denkt. Aber ich lasse mich gerne eines besseren Belehren!

Zitat: Zitat:Koljas Stimme war kaum zu hören, als er sprach:
„Ich weiß, ich werde sie niemals kennen lernen.“


Ich würde den Absatz weglassen.
Ich glaube, ich habe den Absatz bewusst gewählt, damit diese Aussage als eine Art Paukenschlag alleine steht. Ich hoffe es liest sich nicht allzu blöd?

Zitat: Zitat:Kolja ließ sich vorwärts sinken und legte seinen Kopf zwischen die Arme. Die kühle Tischplatte drückte gegen seine Wange und er konnte die Vibration spüren, allgegenwärtig wie der Atem einer schlafenden Göttin. Sie verriet, dass die großen Generatoren arbeiteten, die das Siedlerschiff mit nur einem Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit durch die Leere des Alls pflügen ließen. Und die auch die unzähligen Kälteschlafsärge einige Decks über Kolja mit Strom versorgten.


Und ein atmosphärisch stimmiges Ende.
Yeah! Dankeschön!

Zitat:Das war's schon. Ich hab eigentlich nichts zu mäkeln. Ich persönlich war vom Ende damals doch ziemlich überrascht und hätte auch eher mit einem Szenario auf der Erde gerechnet. Sprachlich gibt es auch nichts auszusetzen. Hat mir gut gefallen!
Hab versucht, den Leser ein bisschen an der Nase rumzuführen und es nach "gesellschaftlichem Konflikt" klingen zu lassen. Wobei - so ein bisschen ist es das ja auch (die einen im Kälteschlaf, die anderen dazu verdammt, das Schiff zu bemannen). Freut mich, dass das Ende dann überraschend kommt. Ich hoffe, nicht zu überraschend. Ich finde nämlich Enden mit einem "Aha-Effekt" toll (also solche, wo man als Leser denkt, auch sooo, deshalb das und das ...) während ich Enden, die einfach nur überraschend sind ohne auch nur im geringsten vorher angedeutet zu sein, eher doof finde. Ich versuche mich immer an ersterem - und hier scheint es mir ein bisschen gelungen zu sein.

Sehr cool, dich hier zu lesen. Danke für deinen Kommentar, Rex!

Viele Grüße
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #14 |

RE: Vom Drang, in die Sonne zu schauen
Erst einmal vorab: Den Titel der Geschichte liebe ich. Der ist wunderschön.

"Mit verzogenem Mund sah Kolja auf seinen eigenen Kaffee hinab. Er war tief schwarz. Schwarz wie das Universum – und mit genau so wenig Möglichkeiten für ihn gefüllt. Rebellisch goss er Milch hinein und betrachtete den neugeborenen Stern."
Einer meiner Lieblingsabsätze in der Geschichte. Rebellisch Milch eingießen:-)

"Atjoms Lachen kam dem Dröhnen eines Benzinmotors gleich."
Benzinmotoren verbinde ich irgendwie nicht mit dröhen, eher einen großen Diesel.

Die Geschichte insgesamt ist für mich nicht ganz rund. Der Dialog bleibt recht allgemein (Thema Liebesgeschichte) und schließlich irgendwie in der Luft hängen, wenn die Handlung ihre Wendung nimmt. Ich finde sie als Basis für eine längere Geschichte spannend, als Kurzgeschichte fehlt mir etwas.

Viele Grüße
Boris


Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2020 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme