Es ist: 26-09-2022, 20:57
Es ist: 26-09-2022, 20:57 Hallo, Gast! (Registrieren)


Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) II
Beitrag #1 |

Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) II
Ok. Nach gefühlt hundert Jahren wage ich es mal, weitere Teile dieser alten Geschichte einzustellen. Immerhin ist ein ganzes MoPro auf diese Geschichte verwandt worden. Manchmal gefällt sie mir, manchmal nicht. Icon_slash

Hammer und Amboss
Teil I, Teil II, Teil III, Teil IV, Teil V, Teil VI, Teil VII, Teil VIII, Teil IX, Teil X


Schließlich erreichte Thakis das Kommandozelt. Viel zu groß und protzig für seinen Geschmack, aber es verblasste völlig gegenüber den Zelten der Caladhir.
Die Anführer warteten bereits, als er eintrat. Jeder von ihnen war selbst angesehener Heerführer seines Volkes, doch sie alle hatten Thakis zu ihrem Oberbefehlshaber gewählt. Vielleicht, weil er Erfahrung hatte, vielleicht sogar, weil er einen guten Ruf genoss. Vielleicht aber auch nur, weil er als Kompromisslösung erschienen war. Ändern konnte er es nicht. Sein knapper Gruß in die Runde wurde murmelnd erwidert. Sie alle wirkten ausgelaugt und gezeichnet. Die letzten Ereignisse hatten diese Frauen und Männer ebenso mitgenommen wie Thakis. Aber ein Gutes hatte die ganze Angelegenheit. Jeder Zwist, jeder Graben, der zwischen den Völkern bestehen mochte, war in den letzten Tagen fortgewischt worden.
Mit gerunzelter Stirn beugte sich der breitschultrige General über eine Karte, die den grob zusammengezimmerten Tisch förmlich unter sich begrub. Um ihn herum lastete ein schweres, drückendes Schweigen - wie Morgennebel. Nur gelegentlich wurde die Stille durch ein Quietschen des flackernden Öllämpchens durchbrochen, das an einer Kette vom Zeltdach schwankte. Sein Schein ließ die Schatten an den Wänden tanzen.
Die Blicke der Offiziere ruhten auf Thakis. Er konnte sie fühlen, wie glühende Brandmale auf seiner Haut. Sie warteten und das Kommandozelt schien sich um ihn zusammenzufalten, ihn einzuengen, immer weiter. Verzweiflung war mit Händen zu greifen. Er wusste, dass er etwas sagen musste. Er war der General. Sie wollten von ihm hören, dass es noch Hoffnung gab.
Haben wir schon verloren?
Seine Finger zitterten etwas, als sie über den Lageplan des Passes strichen, ihre Position nachzeichneten. Sie standen gut. Normalerweise hätte Thakis in dieser Stellung eine Übermacht abwehren können.
Wie seltsam, dass wir in der Überzahl sind und trotzdem hinweggefegt werden.
Jeder Tag, der verstrich, schadete seiner Armee, schwächte seine Männer, während die Dunklen sich langsam näherten. Und bald war es soweit. Die Karte verschwamm vor ihm und der General rieb sich über das Gesicht.
Haben wir schon verloren?
In seiner Heimat war er ein Held. Thakis verzog kalt lächelnd das Gesicht.
Wenn sie mich jetzt sehen würden.
Er hatte an den Grenzen nach Osten viele Schlachten gewonnen. Aber auch genug verloren, um zu wissen, wie sich eine Niederlage anfühlte. Doch diese Niederlagen waren reparabel gewesen. Man konnte sich zurückziehen, sich sammeln und neu zuschlagen.
Die kommende Schlacht war anders. Er fühlte sich so hilflos, so klein, so schwach. Sollte er einfach hinwerfen? Vielleicht würde es das Leben der Soldaten retten, wenn sie sich ergaben. Sklaverei war besser als der Tod …
Etwas in ihm regte sich, verborgen unter Niedergeschlagenheit und Erschöpfung, und er erschauderte innerlich. Es war ungerecht! Eine schreiende Ungerechtigkeit, dass gerade es gerade an ihm war, diese Entscheidung zu fällen, dass es gerade seine Kinder sein mussten, die ein Leben in der Sklaverei der Dunkeln führen würden. Der Funke schwoll an. Thakis hatte schon immer eine Waffe gehabt, die ihn gegen alle Widrigkeiten angehen ließ. Er spürte, wie sein Körper sich aufrichtete, seine Schultern sich strafften.
Was bringt ein kleines Feuer in einem verschneiten Wald? Es kann den ganzen Wald in Brand setzen, bis der Schnee geschmolzen ist!
Wie von selbst fuhr seine Faust auf die Karte herab und brachte den Tisch zum erbeben. Der Knall riss die Anführer aus ihrer Lethargie, verwundert sahen sie ihn an.
„Noch ist es nicht vorbei!“ Der General war selbst von seiner festen Stimme überrascht. Es gab noch Hoffnung. Ernst blickte er in die Runde. „Noch stehen wir aufrecht, noch sind unsere Schwerter nicht zerbrochen! Vielleicht können wir sie nicht besiegen, aber wir können sie aufhalten!“
Skepsis schlug Thakis entgegen. Nachdenkliche, ablehnende Gesichter. Heerführer Lysander von Gandal schüttelte nur den Kopf und strich sich über seine kurz geschorenen, roten Haare.
„Was soll das, Thakis? Wir sind alle erfahren genug, um die Situation selbst einzuschätzen. Mit simplen Durchhalteparolen wirst du zumindest bei mir nichts erreichen können. Wir sehen doch alle -“
Der General unterbrach ihn mit einer Handbewegung und beugte sich, auf den Kartentisch gestützt, in Lysanders Richtung vor.
„Ich bin nicht dumm, Heerführer!“
Lysander wich unwillkürlich zurück, die Zeltplane knarzte leise, als er sich dagegen lehnte.
„Ich habe Hauptfrau Aliya losgeschickt. Sie wird nach Skarr reiten und die dort verbliebenen Krieger mobilisieren. Wenn wir Glück haben, löst das eine Kettenreaktion aus und frisch eintreffende Truppen werden das Blatt wenden.“
Oder zumindest nur noch das bekämpfen müssen, was wir übrig gelassen haben.
Ein bitterer Zug trat um Thakis' Mund, während er sich umwandte und das Tuch am Zelteingang hob. Die aufgehende Sonne badete die umliegenden Berggipfel in ein strahlendes Rot. Es schien, als wären sie in Blut getaucht.
Hinter ihm stieß der Heerführer Gandals ein abfälliges Schnauben aus.
„Warum sollte eure Botin plötzlich einen Sinneswandel bewirken? Das sind viele Unabwägbarkeiten, findet Ihr nicht?“
Ärgerlich runzelte Thakis die Stirn. Doch bevor er dazu kam etwas zu entgegnen, mischte sich eine weitere Person in das Gespräch ein.
„Narr! Habt Ihr vergessen, warum wir hier sind? Wir kämpfen für unsere Heimat! Solange es auch nur die geringste Hoffnung gibt, dürfen wir nicht weichen. Zumindest meine Ehre gebietet es, weiter zu kämpfen, selbst dann, wenn es aussichtslos erscheinen sollte.“ Karmjuks Stimme, mit dem starken, an Singsang erinnernden Akzent, vibrierte vor Erregung. Er hatte sich vor Lysander aufgebaut, obwohl dieser den drahtigen Kham um mindestens einen Kopf überragte. Die dunklen Augen funkelten zornig.
Ein erleichtertes Lächeln stahl sich auf die Lippen des Generals. Es wurde breiter, als sich ein weiterer der Heerführer regte.
„Er hat Recht.“ Die schwere, bronzene Rüstung klirrte leise, als Meisterin Merida einen Schritt in die Mitte des Zeltes setzte. „Die Göttin hätte unseren Orden nie in den Kampf geschickt, wenn es nicht die geringste Aussicht auf Erfolg geben würde. Ich bin bereit mein Leben zu geben!“ Fast schon sanft legte sie ihre gepanzerte Faust auf das Symbol der Göttin Rashiya, das auf ihrem Brustpanzer prangte.
Sind wir todesmutig? Oder einfach nur verrückt?

***

Schmerz durchbrach den Wall, den die Ohnmacht um Aliya errichtet hatte. Ein pochender Schmerz, der sich von Rücken und Brustkorb aus bis tief in ihren Körper hinein brannte. Jeder Atemzug war eine Qual, füllte ihre Lungen wie flüssiges Metall.
Sie nahm Stimmen wahr. Sie schienen nah zu sein und doch konnte sie den Sinn der Worte nicht erfassen. Ein beständiges Rauschen in ihren Ohren.
Mühsam öffnete Aliya die Augen, nur um sie verwirrt wieder zu schließen. Über ihr wölbte sich eine Decke aus dunklem Fels, auf der lange Schatten mit rötlichem Licht tanzten. Wo bei allen Göttern war sie? Und was tat sie eigentlich hier? Verstohlen bewegte sie ihre Arme. Keine Fesseln.
Bruchstückhaft kehrten Erinnerungen zurück. Erinnerungen an Hunde, an die Verfolgung … an die Botschaft, die sie überbringen sollte! Ruckartig fuhr Aliya in die Höhe und glühendes Stechen bestrafte sie dafür.
Die Stimmen im Hintergrund verstummten, Leder knirschte, dann waren Schritte zu hören und eine schattenhafte Gestalt schob sich in ihr Blickfeld. Die Hauptfrau wollte ihre Arme schützend heben, doch stattdessen wäre sie um ein Haar wieder auf den Rücken gestürzt.
„Ah, du bist wach.“ Die Worte wurden mit einem starken Akzent ausgesprochen. Brummend, fast grollend. Aliya konnte ihn nicht zuordnen.
„Hier, trink das. Wird helfen.“
Die Kriegerin fühlte, wie etwas Kühles ihre Lippen berührte, und öffnete automatisch den Mund. Eine scharfe Flüssigkeit rann ihr die Kehle hinab – so scharf, dass es ihr die Tränen in die Augen trieb – und brannte sich förmlich ihren Hals hinab. Entsetzt verschluckte sie sich und begann zu husten, während ihr die Tränen nun über die Wange liefen.
„Was zur Hölle ist das?“, presste sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
Als Antwort bekam sie nur ein polterndes Lachen.
Verärgert schirmte Aliya ihre Augen ab, um ihren Wohltäter gegen das flackernde Licht erkennen zu können. Augen in dem blassen Blau eines Saphirs funkelten vergnügt zurück. Umrahmt von einem wahrhaft ausladenden, pechschwarzen Bart.
„Komm ans Feuer, Menschin, du brauchst etwas zu essen.“ Eine starke, raue Hand half ihr auf, und die Hauptfrau stieß ihren Atem zischend zwischen zusammengepresseten Kiefern hervor, während sie den Schmerz mit bloßer Willenskraft in Schach zu halten versuchte. Als sie schließlich schwankend wieder auf beiden Beinen stand, stellte sie überrascht fest, dass sie den ledergerüsteten Fremden um mindestens einen Kopf überragte. Doch bevor sie etwas sagen konnte, hatte der untersetzte Bärtige mit dem breiten Kreuz sie bereits mit sich an das Lagerfeuer gezerrt, um das noch zwei weitere dieser seltsamen Gestalten saßen. Rasch und etwas zu unsanft für ihren geschundenen Körper wurde Aliya in sitzende Position gedrückt und eine hölzerne Schale mit einer kräftigen, stark duftenden Brühe gefüllt. Gierig schlang die Kriegerin die Suppe hinunter, während sie gleichzeitig versuchte sich ein Bild von ihrer Umgebung zu machen. Sie schien sich in einer Art Höhle zu befinden, jedenfalls enthüllte der Schein der Flammen nur zerklüftetes Gestein in alle Richtungen.
Nachdenklich wandte sie sich den Fremden zu.
„Wer seid Ihr, wenn ich fragen darf und ... was ist geschehen?“
Sie musterte die Fremden intensiver und bemerkte eine Reihe von verzierten Äxten, die jeder der Fremden in einem Brustgurt trug.
Es antwortete wieder der, der die Kriegerin bereits zuvor ans Feuer geholt hatte.
„Ich bin Brombasch, Sohn des Brandil vom Clan Kohlhand. Dort sitzt ...“ Brombasch deutete in die entsprechende Richtung. „Knar, Sohn des Kringosch vom Clan Granitbeißer.“
Der Angesprochene nickte Aliya schweigend zu, die silbrigen Augen forschend auf sie gerichtet.
„Und dies ist Grunkar, Sohn des Grankul vom Clan Goldzwinge.“
Der letztgenannte brummte etwas in einer Sprache, die Aliya nicht kannte. Dann legte sich Stille über den Lagerplatz.
„Würdest du uns vielleicht auch deinen Namen verraten?“, fragte Brombasch schließlich und ein Hauch von Verärgerung schwang in seiner Stimme mit.
Aliya fuhr zusammen.
„Oh, natürlich. Ich bin Hauptfrau Aliya, ähm … aus Karond, ich diene unter General Thakis.“
Zufrieden nickte Brombasch, dann kramte er umständlich in einem der ledernen Ranzen, die auf den Boden standen, und förderte eine langstielige Pfeife zutage, die er in aller Seelenruhe zu stopfen begann.  
Mit gerunzelter Stirn beobachtete Aliya ihn dabei. Als der Fremde die Pfeife geschickt am Feuer entzündete und sie genüsslich ansetzte, begann die Hauptfrau sich nervös die Hände zu kneten. Sie wusste nicht, wie lange sie in der Ohnmacht gelegen hatte, aber sie hoffte, dass es noch nicht zu spät war. Dafür waren ihre Wunden noch zu frisch. Es durfte einfach nicht zu spät sein! Da ihre Retter das Gespräch anscheinend nicht fortführen wollten, brach die junge Kriegerin das Schweigen.
„Ich möchte nicht unhöflich erscheinen und danke Euch sehr für Eure Gastfreundschaft, doch ich muss unbedingt weiter. Sagt, wo ist mein Pferd?“ Ächzend stemmte sie sich in die Höhe, ihr Körper protestierte deutlich dagegen und sandte glühende Nadeln durch ihre Muskeln.
Brombasch schüttelte den Kopf, sein langer Bart schien dieser Bewegung nur träge folgen zu wollen.
„Du hattest Glück, dass sich die Biester zuerst auf dein Reittier gestürzt haben. Sonst hätten wir nicht mehr rechtzeitig eingreifen können.“ Bedauernd hob er die Schultern. „Dein Pferd ist tot. Doch diese Bestien haben ihre letzte Mahlzeit wahrlich nicht mehr genießen können.“ Mit einem grimmigen Lächeln klopfte Brombasch auf seinen Waffengurt.
Aliya erstarrte, nur langsam sickerte die gesamte Tragweite dieser neuen Erkenntnis in ihr Bewusstsein. Ihre Erschöpfung traf sie nun mit voller Wucht und sie wäre einfach in sich zusammen gesackt, wenn sie sich nicht mit einer Hand noch hätte an der kühlen Felswand abstützen können. Wie sollte sie ohne ihr Pferd noch rechtzeitig Skarr erreichen? Wie sollte sie ohne ihr Pferd überhaupt noch Skarr erreichen?
Sie hatte bereits versagt, obwohl General Thakis doch so viel Vertrauen in sie gesetzt hatte. Schwankend wandte sie sich herum und lehnte sich gegen die Wand. Die Struktur des Felsgesteins drückte unangenehm deutlich in ihren wunden Rücken.
„Ich muss gehen“, brachte sie schließlich hervor.
Wieder schüttelte Brombasch den Kopf, dann erhob er sich und trat neben die Kriegerin. Seine schwere Hand legte sich auf ihre Schulter, die er selbst kaum überragte.
„Das ist keine gute Idee, Menschin. Du bist alleine. Und da draußen wimmelt es von ihren Spähern. Du wirst niemals durchkommen.“
Unwirsch unterbrach sie ihn. „Und doch muss ich es tun.“
Es gab keine andere Möglichkeit. Lieber wollte sie in den Fängen wilder Tiere verrotten, als tatenlos mit anzusehen, wie ihre Kameraden untergingen. Wie ihre Welt unterging.
„Wenn ich nicht durchkomme, werden unsere Truppen überrannt. Ohne Unterstützung können wir die Dunklen nicht aufhalten!“
Aliya löste sich mühsam von der Wand. Ein unangenehmes Ziehen lag in ihrer Magengrube, wie eine Vorahnung. Dann blickte sie um sich. Sie konnte den Eingang zu dieser Grotte nicht erkennen, es musste draußen wohl noch dunkel sein. Zögerlich setzte sie einige Schritte in die Richtung, in der der Qualm des Lagerfeuers abzog.
Da hielt sie Brombasch ein weiteres Mal zurück und musterte sie abschätzend.
„Du sprachst von Truppen, Hauptfrau. Aber wir haben hier in der Umgebung kein Aufgebot bemerkt.“
Aliya schüttelte den Kopf.
„Nein, die verschiedenen Heere haben sich - nach den Kämpfen um Iquan - im Süden gesammelt und sind dann zum Pass an der Wolkenkralle gezogen, um die Hauptstreitmacht der Duredhel zu stellen. Krieger aus ganz Athalem, mindestens fünfzehn Tausendschaften.“
Aliya seufzte. Es war ein unglaubliches Gefühl gewesen, als das Heer marschiert war. Als hätte die Erde selbst unter ihren Schritten gebebt. Als könnten sie die Invasoren einfach zurück über die Berge treiben, dorthin wo auch immer sie hergekommen sein mochten. Die Schreckensherrschaft der Duredhel sollte ein Ende haben.
Leider war von diesem Gefühl nichts mehr geblieben.
Mit zusammengeschobenen Augenbrauen blickte Brombasch zu seinen Gefährten zurück, wechselte einige Worte in dieser seltsamen Sprache mit ihnen. In den Ohren der Kriegerin hatte sie große Ähnlichkeit mit dem Grollen, das strapazierter Fels manchmal von sich gab.
Schließlich wandte er sich wieder an sie.
„Ihr werdet nicht durchkommen, alleine. Aber das, was ihr zusagen habt, wird den Bergherren mit Sicherheit interessieren. Wie heißt es noch? Wenn der Stollen einstürzt, gräbt auch der Fremde nach dem Ausgang.“
Mit gerunzelter Stirn musterte die Hauptfrau ihr Gegenüber. Brombasch murmelte etwas Unverständliches in seinen Bart.
„Der Feind deines Feindes ist dein Freund, wir sitzen alle im selben Boot … so in etwa jedenfalls. Wie auch immer, wir werden dich in unsere Stadt bringen.“
Verständnislos schüttelte die Hauptfrau den Kopf.
„Die nächstgelegene Stadt ist doch Skarr?“
Brombasch begann dröhnend zu lachen, während er den anderen beiden mit einer Hand ein Zeichen gab. Diese begannen augenblicklich damit, ihre Sachen zusammen zu suchen und das Feuer auszutreten.
„Die nächstgelegene menschliche Stadt ist Skarr. Wir werden dich nach Sternenwacht bringen, die fünfte Großmine unseres Volkes. Eine Bergfestung der Zwerge.“

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

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Beitrag #2 |

RE: Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) II
Hiho Wanderer!

Ich versuche schon eine ziemlich lange Weile (knappe 2 Monate), Hammer & Amboss zu kommentieren und es ist wie ein Fluch: Ständig kommt irgendwas dazwischen. Als habe meine ganze Umwelt sich nur darauf ausgerichtet, zu verhindern, dass ich diesen Kommentar schreibe.
Aber heute nicht. Ich hab alles gecheckt: Mein Mann war erst vor drei Tagen beim Arzt, hat Medikament und ist auf dem Weg der Besserung, meine Familie ist geschlossen in Irland und wird (hoffentlich) von dort nicht in 10 Minuten anrufen, die Einkäufe sind gemacht, die Wäsche aufgehängt, und eine Unwetterwarnung steht auch nicht an. Zeit ist also da, und Laune hab ich auch ein wenig. Wenn es heute nicht klappt, dann niemals Mrgreen

Soviel also zu der Vorgeschichte.
Ich hatte mir den ersten Teil nochmal durchgelesen, kurz nachdem Teil 2 und 3 online kamen, weil ich nicht über dein hervorragendes Gedächtnis verfüge und nur noch was von einer fliehenden Frau und General Thakis im Kopf hatte. Und dass es mir gefallen hat.
Allerdings werd ich diesmal in meinem Kommentar bissl anders vorgehen: Ich les zuerst den ganzen Ausschnitt durch, sage dir dann allgemein meine Meinung und mach dir eine kleine Korrekturliste.
Aber zuerst entschuldige ich mich, dass es so lange gedauert hat. Eine höhere Macht war gegen mich Icon_ugly

Erste Hälfte:
Durch Thakis gibst du dem Leser Einblick in die aktuelle Lage, bzw. in Thakis’ Gedanken dazu. Was mir glaub ich auch schon im ersten Teil gefallen hatte (oder ich hab es im ersten oder zweiten Kommentarversuch geschrieben): Thakis ist kein »typischer« Held, der genau weiß, was richtig ist oder der ohne Zögern alles in die Schlacht wirft, was er hat. Er hat Zweifel und Ängste, aber er weiß, dass die Situation auswegslos ist.
Ich finde es schön, dass er auch über eine Kapitulation nachdenkt. Das zeigt, dass ihm wirklich daran liegt, für sein Volk das beste Ende zu finden. Ob nun Tod oder Sklaverei besser ist, wird jeder anders sehen. Aber Thakis findet seinen Kampfgeist wieder – oder vielleicht auch nur die Verzweiflung, weil er und seine Leute mit dem Rücken zur Wand stehen.
Das bringst du gut rüber, finde ich. Thakis’ Gefühlslage und auch allgemein die Stimmung im Zelt. Keiner hat wirklich einen Plan.

Allerdings scheint mir der »innere Monolog«, nenn ich es mal, zu ausschweifend für die Situation. Ich stell mir vor, wie Thakis in das Zelt reinkommt – alle warten schon auf ihn, warten auf einen Plan oder eine Ansprache oder eine Erklärung, und er stellt sich nur an die Karte, tippt mit seinem Finger drauf und denkt dann erstmal ewig lange nach. Da hab ich mich zwischendurch gefragt, ob die anderen Generäle da wirklich einfach nur weiter rumstehen und warten. Ob da keiner dabei ist, der ungeduldig darauf drängt, etwas von ihrem Anführer zu hören. Ob sich nicht einmal einer räuspert oder zwei miteinander tuscheln. Im Moment scheint es mehr so eine Momentaufnahme zu sein. Während Thakis nachdenkt, steht die Welt still und läuft erst weiter, als er anfängt zu sprechen.
Spontan fallen mir dazu zwei Möglichkeiten ein:
Thakis könnte VOR dem Zelt zögern es zu betreten, weil er weiß, was da drin auf ihn wartet. Weil er weiß, dass die Leute erwarten, dass er einen Plan hat oder zumindest eine tolle Rede, um ihnen Mut zu machen. Das lässt ihn zögern und diese Gedankengänge haben.
Oder du unterbrichst seine Gedanken durch Störungen von außen, zeigst mit zwei oder drei Nebensätzen, dass die anderen Teilnehmer nervös oder unruhig werden. Das Missfallen in ihren Gesichtern, weil er Anführer nur rumschweigt. Mit wenigen Worten – immerhin liegt der Fokus ja auf Thakis’ Innensicht. Aber ich denke, er als General sollte sich trotzdem bewusst sein, dass er da schweigend vor seinen Männern steht und sie zumindest am Rande seiner Aufmerksamkeit auch beachten.

Die unterschiedlichen »Völker«, die erwähnt werden, sind alles Menschenvölker, oder? Bei Fantasy hab ich immer so schnell im Kopf, dass andere Völker gleich Elfen oder Zwerge sind, aber hier sind Meir, Kham und was sonst noch gemeint, stimmts?


Spannend wird es vor allem durch die Erwähnung der Botin, von der wir ja wissen, dass ihr Ritt nicht allzu gemütlich verlaufen ist. (Schlachten sind für mich persönlich nicht ganz so spannend, ich bin mehr der Einzelschicksal-Typ Icon_wink )
Sie soll die Reserve mobilisieren. Dabei könnten zwei Dinge passiert sein:
Entweder sie ist in der Gewalt der Dunkelelben sein, die sie verfolgt / gejagt haben – zumindest vermute ich mal, dass es die Dunklen oder ihre Helfershelfer waren – und muss sich da irgendwie befreien.
Oder die Zwerge haben sie gerettet. Und jetzt muss sie die Zwerge überzeugen, in den Kampf einzugreifen. Irgendwo müssen die ja herkommen Mrgreen

Auf ihren Handlungsstrang bin ich auch etwas gespannter als auf das politisch-militärische bei Thakis. Aber Thakis als Person find ich sehr interessant, das gleicht das wieder aus Icon_wink


Zweite Hälfte:
Ja, die Zwerge kamen jetzt wenig überraschend Mrgreen Hauptfrau (*giggle*) Ailya, die Menschin (*schauder*), ist vorerst in Sicherheit, kann ihren Auftrag aber nicht ausführen. In den ersten Absätzen scheint sie ziemlich starke Schmerzen zu haben, die dann recht schnell abklingen. Besonders aufgefallen ist das, als sich sich beim Aufstehen bloß noch »etwas unsicher« fühlt – kein Wort mehr von dem brennenden, pochenden Schmerz oder den qualvollen Atemzügen. War die Flüssigkeit womöglich mehr als nur Alkohol? Falls die rasante Besserung dadurch kommt, würde ich da vielleicht noch einen kurzen Gedanken einfügen, so a la: »Das brennen in ihrer Kehle ließ rasch nach und überrascht bemerkte Aliya, dass sich auch der Schmerz in Rücken und Brust zurückzog« oder sowas.
Ich weiß auch nicht, ob ich da vielleicht ein bisschen überempfindlich reagiere, weil ich selbst so oft überlege, wo das richtige Maß bei der Beschreibung von Schmerzen liegt. Man will den Leser ja nicht nerven damit – aber ich denke, wenn es so heftige Schmerzen sind, sollte gerade dann beim ersten Gehversuch nochmal erwähnt werden, wie schwer es fällt / wie weh es tut. Oder der Schmerzhabende spürt eben eine Besserung, ringt die Schmerzen nieder oder versucht sie zu ignorieren.

Geschickt im Gespräch verpackt erfährt man als Leser hier ein bisschen was über die Hintergründe des Krieges – die Dunklen sind also in Athalem eingefallen, haben teilweise die Kontrolle über die Grenzgebiete und die Armee will sie nun vertreiben? Vermutlich, weil die Dunklen von dort aus die Übernahme ganz Athalems planen.
Dass die Zwerge davon gar nichts mitbekommen haben … hm … das könnte natürlich sein, wenn sie sich so gar nicht für das Leben außerhalb ihres Reiches interessieren. Aber immerhin geht es hier um einen Gebirgspass. Und Aliya war doch auch übertage unterwegs, als die Zwerge sie gerettet haben. Vielleicht haben sie nur das ganze Ausmaß nicht mitbekommen, oder Brombasch und Co. sind »nur« recht einfache Soldaten, die über sowas nicht informiert sind?
Ach, ich guck grad auf die Karte … ich dachte eigentlich, die Geschichte spielt da oben ganz im Norden bei dem großen Gebirge (wo ich auch immer die Zwerge verordnen hatte), aber du schreibst was von im Süden gesammelt (vermutlich südlich von Iquan, wenn da vorher die Kämpfe waren?) - das wäre ja dann noch ewig weit bist zu dem Gebirge.
Okee, geh ich einfach mal davon aus, dass die Zwerge sich nicht dort aufhalten, wo die dunkle und die helle Streitmacht sich im Moment gegenüberstehen. Dann könnten sie tatsächlich nichts davon wissen. Wobei Aliya ja auch nicht soo weit weg sein kann. Wenn sie jetzt zwei Wochen reiten müsste, um nach Skarr zu kommen, dann da ein paar Tage Hickhack mit den Verantwortlichen, das Bereitmachen der Reserve und dann der ganze Weg nochmal zurück mit einem kleinen Heer, da sind ja gut mal anderhalb Monate rum. Und bei Thakis klang es so, als sei es ziemlich wichtig und dringend, dass die Verstärkung möglichst schnell eintrifft. Hm …
Also mein Gefühl sagt mir: Es ist gut möglich, dass Brombasch und Co. nichts von den Ereignissen am Pass wissen, aber die Wichtigen in Sternenwacht sollten schon zumindest eine Ahnung haben, was da passiert.
Oder ich hab total falsche Vorstellungen von den Entfernungen und zeitlichen Abläufen, das könnte auch gut sein *lach*

So, dann noch eine Liste an Auffälligkeiten – und dann wäre der Kommentar endlich geschafft und geschrieben *freude* (wobei ich besser noch nix sag, sonst schmiert gleich mein Computer ab und ist kaputt Mrgreen )


Erste Hälfte

Zitat:  Vielleicht weil er Erfahrung hatte, vielleicht sogar, weil er einen guten Ruf genoss. Vielleicht aber auch nur weil er als Kompromisslösung erschienen war. 
Komma zwischen »Vielleicht, weil« und zwischen »nur, weil«
(Mit der blöden Regel hab ich selbst jedes Mal Probleme, deshalb hab ichs extra mal nachgeschlagen. Duden sagt dazu: »Sonst gelten für verkürzte Teilsätze dieselben Richtlinien wie bei vollständigen Sätzen.« und bringt als Beispiel: »Vielleicht, dass er noch eintrifft.«)

Zitat:  jeder Graben der zwischen den Völkern bestehen mochte
Komma zwischen »Graben, der«

Zitat: Mit gerunzelter Stirn beugte sich der breitschultrige General über eine ausladende Karte, die den kleinen, grob zusammengezimmerten Tisch förmlich unter sich begrub. Um ihn herum lastete ein schweres, drückendes Schweigen - wie Morgennebel. Nur gelegentlich wurde die Stille durch ein Quietschen des flackernden Öllämpchens durchbrochen, dass schwankend an einer Kette vom Zeltdach hing.
Das ist die einzige Stelle, an der mir so eine Anhäufung von Adjektiven/Adverbien aufgefallen ist, deshalb merk ich sie auch mal an.
»breitschultrig« könnte mMn weg, weil ich persönlich mir einen General im Mittelalter sowieso gut durchtrainiert vorstelle und weil es aus der Perspektive bricht.
»ausladend« könnte weg, weil die Größe der Karte schon dadurch angedeutet wird, dass sie den Tisch unter sich begräbt.
»kleinen« könnte weg, weil ich es hasse *g*
»förmlich« könnte weg, weil es meistens überflüssig ist. Die Karte begräbt den Tisch unter sich. Ganz unförmlich Icon_wink
»schweres« könnte weg, weil ich »erdrückendes« stärker und individueller finde.
statt »schwankend« könnte man schreiben »das an einer Kette unter dem Zeltdach schwankte.
Muss natürlich nicht alles weg, aber ein oder zwei Wörter würd ich schon rausschmeißen.

Zitat: des flackernden Öllämpchens durchbrochen, dass schwankend
»das«

Zitat: Sein Schein ließ die Schatten an den Wänden tanzen. 
Die Blicke der Offiziere ruhten auf ihm.

das »ihm« würde ich hier durch »Thakis« ersetzen, den Namen dafür zwei Sätze später nicht verwenden. Grammatikalisch gesehen ruhen die Blicke der Offiziere hier nämlich auf dem Öllämpchen, das im Satz vorher noch »seinen« Schein hat tanzen lassen.

Zitat: Seine Finger zitterten etwas
Dafür, dass ich »etwas« so wenig mag, benutz ich es selbst erschreckend oft. Trotzdem rate ich immer wieder gerne, es einfach wegzulassen Icon_smile

Zitat: in der Überzahl sind und trotzdem hinweg gefegt werden. 
»hinweggefegt« (zusammen)

Zitat: Aber auch genug verloren um zu wissen
Komma zwischen »verloren, um«

Zitat: Eine schreiende Ungerechtigkeit, dass gerade er es sein musste, der diese Entscheidung fällen musste, dass es gerade seine Kinder sein, die ein Leben in der Sklaverei der Dunkeln führen würden. 
Ich kann nicht so genau erklären, warum sich die Sätze merkwürdig lesen. Durch das doppelte »musste« in der ersten Hälfte liegt der Fokus sowohl auf Thakis (Warum ausgerechnet ich?) wie auch auf der Entscheidung (Warum ausgerechnet diese Entscheidung?), und bei den Kindern ist die Entscheidung offenbar schon gefallen, denn die »würden« in Sklaverei leben. Das tun sie aber nur, wenn Thakis aufgibt, was er ja noch nicht entschieden hat.
Ich versuch einfach mal, wie ich den Satz ordnen würde:
»Eine schreiende Ungerechtigkeit, dass es an ihm war, diese Entscheidung zu fällen. Dass es seine Kinder sein mussten, denen ein Leben in der Sklaverei der Dunklen bevorstand, (egal wie er sich entschied?)« (ich vermute mal, wenn die Schlacht verloren wird, werden die Zivilisten ebenfalls von den Dunklen versklavt, nicht nur wenn die Armee sich ergibt.

Zitat:  seine Schultern sich straften
»strafften« sofern es keine selbstgeißelnden Schultern sind Icon_wink

Zitat: Doch was brachte die Wut eines Kindes, wenn es vor einer unüberwindbaren Mauer stand und mit kleinen Fäusten dagegen hämmerte? 
Dadurch, dass kurz vorher von Thakis Kindern die Rede war, fand ich das Bild total schräg, weil ich dachte: »Wieso sind seine Kinder jetzt wütend?« … ich weiß, ich bin schräg. Aber direkt danach hast du das Bild mit dem kleinen Feuer, das finde ich sowieso besser. Da würde ich auf das wütende Kind verzichten.
Vielleicht:
Doch was brachte die Wut eines Kindes, wenn es vor einer unüberwindbaren Mauer stand und mit kleinen Fäusten dagegen hämmerte? 
(Doch) Was brachte ein kleines Feuer in einem verschneiten Wald?
Es kann den ganzen Wald in Brand setzen, bis der Schnee geschmolzen ist!

Zitat: auf die Karte herab und brachte den Tisch zum erbeben.
»Erbeben« (groß)

Zitat: aber wir können sie aufhalten!“ Skepsis schlug Thakis entgegen.
das zieht sich durch die ganze Versammlung, dass du nach der wörtlichen Rede keinen Absatz machst. Finde ich persönlich aber leichter zu lesen, wenn die Handlung hinter der wörtlichen Rede nicht mehr zum Sprecher gehört, einen Absatz zu machen.
Die Skepsis ist hier der Akteur, deshalb einen Absatz. Kein Absatz wäre, wenn da stünde »Thakis spürte die Skepsis, die ihm wie eine Welle entgegenschlug« oder sowas, weil da Thakis sowohl Sprecher als auch Akteur wäre.
Wenn aber eine längere Beschreibung kommt (wie hier), mehr als ein erklärender Satz, dann würde ich grundsätzlich einen Absatz machen. In einer Zeile sollte möglichst nur wörtliche Rede und dann eben noch die Sprecherzuweisung stehen.

Zitat: und strich sich über seine kurz geschorenen roten Haare. 
Komma zwischen »geschorenen, roten«

Zitat: Wir sind alle erfahren genug um Situationen selbst einzuschätzen. 
Komma zwischen »genug, um«
vom Klang her hätte ich eher geschrieben: »um die Situation« - es geht ja nicht um allgemeine Dinge, sondern um genau diese spezielle Lage.

Zitat: Wir sehen doch alle -“ Der General unterbrach ihn mit einer Handbewegung
Hier würd ich wieder nen Absatz machen. Der Sprecher ist Lysander, der Akteur ist Thakis.

Zitat: „Ich bin nicht dumm, Heerführer!“ Lysander wich unwillkürlich zurück
siehe oben, nur andersrum: Sprecher ist Thakis, Akteur Lysander

Zitat: nach Skarr reiten und die dort verbliebenden Krieger mobilisieren.
»verbliebenen«

Zitat: und frisch eintreffende Truppen, werden das Blatt wenden.
kein Komma zwischen »Truppen werden«

Zitat: Ein bitterer Zug trat um Thakis Mund während er sich umwandte
Hinter Thakis fehlt der Apostroph;
Komma zwischen »Mund, während«

Zitat: Die aufgehende Sonne tauchte die umliegenden Berggipfel in ein strahlendes Rot. Es schien, als wären sie in Blut getaucht.
Vorschlag (dramatisch): das zweite »getaucht« ersetzen durch: »Es schien, als würden sie bluten«
Vorschlag (undramatisch): das erste »tauchte« ersetzen durch »überzog die umliegenden Berggipfel mit strahlendem Rot.«

Zitat: „Warum sollte denn eure Botin so plötzlich einen Sinneswandel bewirken? Das sind alles etwas viele Unabwägbarkeiten, findet Ihr nicht?“
Ist pure Geschmackssache und der Tatsache geschuldet, dass ich zur Zeit viel über »Soldatensprache« nachdenke, aber ich finde, die ganzen fetten Wörtern sind überflüssig. Ein bisschen knapper drückt auch Verärgerung besser aus, finde ich.

Zitat:  mit dem starken an Singsang erinnernden Akzent, vibrierte förmlich vor Erregung. 
Komma zwischen »starken, an« (ist zwar nicht unbedingt nötig, aber ich les jedes Mal »stark an Singsang erinnernden«, das wär mit Komma nicht so Icon_smile
»förmlich« könnte auch wieder weg.

Zitat: obwohl dieser den drahtigen Kam um mindestens einen Kopf überragte.
»Kham«?

Zitat:  Es wurde breiter als sich ein weiterer der Heerführer regte.
Komma zwischen »breiter, als«

Zitat: Die schwere bronzene Rüstung klirrte leise als Meisterin Merida einen Schritt in die Mitte des Zeltes setzte.
Komma zwischen »schwere, bronzene« und zwischen »leise, als«
»einen Schritt setzen« klingt komisch, man setzt ja eher einen Fuß und macht einen Schritt?

Zitat: auf das Symbol der Göttin Rashiya das auf ihrem Brustpanzer prangte.
Komma zwischen »Rashiya, das«



Zweite Hälfte

Zitat: Schmerz durchbrach den Wall, den die Ohnmacht um Hauptfrau Aliya errichtet hatte.
Ich bin kein Freund von solchen Kombinationen: Berufsbezeichnung + Name – sehe aber ein, dass es manchmal der kürzeste Weg ist, sowas einzuführen. Hier brauchst du es mMn überhaupt nicht, weil wir ja schon wissen, dass Aliya eine Hauptfrau ist. Verwechslungsgefahr besteht keine, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass es neben Hauptfrau Aliya auch noch Nebenfrau Aliya gibt ( Icon_ugly ), so dass hier »Aliya« vollkommen zur Identifizierung reichen würde. Zudem klingt es auch eher distanziert, weil kaum jemand von sich selbst als »Hauptfrau Aliya« denkt, denke ich Icon_wink

Zitat: Ein brennender, pochender Schmerz, der von Rücken und Brustkorb bist tief in ihren Körper hinein strahlte.
»bis«
Ja, oben an der Stelle mit den vielen Adjektiven hab ich gelogen: Hier hat mich die Zweifachbeschreibung des Schmerzes auch direkt beim Lesen gestört *lach* Vielleicht einfach »Ein heiß pochender Schmerz«, »Ein brennendes / glühendes Pochen, das von …« oder »Ein pochender Schmerz, der sich von Rücken und Brustkorb bis tief in ihren Körper hineinbrannte.«?

Zitat: an die Botschaft die sie abliefern sollte!
Komma zwischen »Botschaft, die«
zu einer Botschaft würde mMn »überbringen« besser passen als »abliefern«. Das hat was von Pizzaservice *g*

Zitat: Ein Unterfangen das sie sofort bereute, als der Schmerz noch an Intensität zu nahm.
Komma zwischen »Unterfangen, das«
»zunahm«
Für eine Situation, die ich mir am ehesten vorstelle als »ARGH! Scheiße, verdammt, tut das weh!« ist mir persönlich der Satz zu nüchtern *lach*
»Ein Unterfangen« - klingt so nach wochenlang geplanter Amazonas-Expedition, nicht nach einen eher eher undurchdachten Reaktion auf eine plötzliche Erkenntnis.
»das sie sofort bereute«, steht in der Satzchronologie noch vor dem Auslöser dieses Bereuens, nämlich dem Schmerz. So bekommt der Leser erst das Bereuen mit, danach erst den Schmerz. Besser andersrum.
»noch an Intensität zunehmen« - sowas schreibt ein Arzt vielleicht in einen Bericht, aber nimmt man selbst das so wahr, wenn der Schmerz kurzzeitig unerträglich ist?
Vorschlag hab ich jetzt keinen guten, aber ich würd das Augenmerk hauptsächlich auf den Schmerz legen »Schlagartig schwappte der Schmerz über und nahm ihr für einen Moment die Luft zum Atmen« oder sowas »Wie eine Stichflamme schoss der Schmerz durch ihren Körper« … dass es durch das schnelle Auffahren kommt, ist ja logisch, und dass sie es bereut muss mMn auch nicht explizit erwähnt werden. Nur nicht so klinisch steril: »der Schmerz nahm an Intensität zu« - das passt einfach nicht.

Zitat: wie etwas Kühles sie an den Lippen berührte
»wie etwas Kühles ihre Lippen berührte« fände ich flüssiger.
Komma hinter »berührte«

Zitat: so scharf das es ihr die Tränen in die Augen trieb
»dass«
Komma zwischen »scharf, dass«

Zitat: Verärgert schirmte Aliya ihre Augen ab, um ihren Wohltäter gegen das flackernde Licht erkennen zu können.
Sie ist verärgert, weil der Kerl sie gerade auslacht, nachdem er ihr eine brennende Flüssigkeit eingeflößt hat … warum bezeichnet sie ihn trotzdem als »Wohltäter«? Icon_wink
Ich kenn das Problem selbst und beim ersten Lesen hab ich auch nicht drüber nachgedacht, aber inzwischen frag ich mich, warum Aliya so gar keine Angst hat, dass sie eine Gefangene sein könnte? Da würd ja schon ein kleiner Satz reichen, dass sie bemerkt, dass ihre Hände nicht gefesselt sind und deshalb erleichtert ist. Als Autor weiß man sowas ja immer schon, deshalb neigt man (ich zumindest) dazu, dass die Lage auch für die Hauptperson klar ist.
Um den Kerl da als »Wohltäter« zu bezeichnen hat Aliya ja im Moment noch reichlich wenig Grund.

Zitat: dass sie den Fremden um mindestens einen Kopf überragte.
Als Athalem-Zwerg-Unwissende muss ich sagen: Ich hätte mir die Zwerge kleiner vorgestellt Mrgreen Also eher so zwei Köpfe kleiner als ein Mensch. Diese Anmerkung dient keinem speziellen Zweck, ich wollts nur gesagt haben.

Zitat: Sie schien sich in einer Art Höhle zu befinden, jedenfalls enthüllte der Schein der Flammen nur zerklüftetes Gestein in alle Richtungen. 
Kleinigkeit, aber hier würd ich die Sätze umdrehen: Erst die Beschreibung von der Umgebung (zerklüftetes Gestein in alle Richtungen), dann die Schlussfolgerung, dass es wohl eine Höhle ist.

Mir fällt auf, dass Aliya zwar von den Zwergen als »seltsame Gestalten« denkt, ich als Leser aber nichts über sie weiß, außer dass sie einen Kopf kleiner und bärtig sind. Vielleicht kannst du irgendwo ein bisschen genauere Beschreibungen einfließen lassen? Zumindest mal, dass sie vom Aufbau her aussehen wie Menschen, dass sie Rüstungen tragen und ob sie eher dreckig aussehen als würden sie grad aus einem Kampf kommen (mit Blut besudelt) oder sowas? Nicht viel, nur in ein oder zwei Sätzen.

Zitat: „Knar, Sohn des Kringosch vom Clan Granitbeißer“
Punkt hinter »Granitbeißer«

Zitat: brummte etwas in einer Sprache die Aliya nicht kannte.
Komma zwischen »Sprache, die«

Zitat: „Würdest du uns vielleicht auch deinen Namen verraten?“, fragte Brombasch schließlich und ein Hauch von Verärgerung schwang in seiner Stimme mit.
Je nachdem, wie stark verärgert Brombasch sein soll, könnte ich mir auch vorstellen:
»Verrätst du uns auch deinen Namen?« - er scheint ja da am Anfang nicht so redselig zu sein.

Zitat: aus Karond ich diene unter General Thakis
Punkt oder Komma zwischen »Karond, ich«

Zitat:  in einem der ledernen Ranzen die auf den Boden standen und förderte eine langstiehlige Pfeife zutage
Komma zwischen »Ranzen, die« und zwischen »standen, und«
»langstielige«

Zitat: Mit gerunzelter Stirn beobachte Aliya ihn dabei.
»beobachtete«

Zitat: am Feuer entzündete und sie genüsslich ansetze,
»ansetzte«

Zitat: Es schien, als hatte sie bereits versagt,
»hätte«
Wobei man das »Es schien« auch weglassen könnte und nur schreibt: »Sie hatte versagt« - je nachdem, wie Aliya es in dem Moment stärker wahrnimmt.

Zitat: Die Struktur des Felsgesteins drückte unangenehm deutlich in ihren wunden Rücken. 
»deutlich« könnte man weglassen – nicht die Deutlichkeit ist unangenehm, sondern das Drücken selbst.

Zitat: „Ich muss gehen.“, brachte sie schließlich hervor. 
Da hat sich ein Punkt in die wörtliche Rede geschlichen, der nicht hingehört Icon_wink

Zitat: Du wirst niemals durchkommen.“ Unwirsch unterbrach sie ihn. „Und doch muss ich es tun.“ Es gab keine andere Möglichkeit.
Ich hab jetzt nicht durchgehend drauf geachtet, aber hier nochmal die wörtliche Rede:
Absatz vor »Unwirsch« (Redner ist Brombasch, Akteur ist Aliya)
Der folgende Satz (»Und doch muss ich es tun«) kann mit »Unwirsch unterbrach sie ihn« in einer Zeile stehen, weil es Redezuweisung ist und die wörtliche Rede quasi beschreibt.
Vor »Es gab« würde ich wieder einen Absatz machen, weil nach der wörtlichen Rede jetzt ein paar Sätze Gedanken gekommen, die zwar zu Aliya gehören, aber nicht mehr die wörtliche Rede genauer beschreiben oder mit einer Handlung von Aliya in Zusammenhang bringen.

Zitat:  Lieber wollte sie in den Fängen irgendwelcher wilden Tiere verrotten, als tatenlos mit anzusehen, wie ihre Kameraden untergingen. Wie ihre Welt unterging. 
Pro (muss bei all der Meckerei ja auch mal gesagt sein *lach*) - ich würd nur »irgendwelcher« streichen, weils abschwächt. Aber grad die zweite Hälfte des Zitats gefällt mir ausgesprochen gut.

Zitat: „Wenn ich nicht durch komme,
»durchkomme«

Zitat: der Wolkenkralle gezogen um die Hauptstreitmacht der Duredhel zu stellen
Komma zwischen »gezogen, um«

Zitat: Aber das was ihr zusagen habt wird den Bergherren mit Sicherheit interessieren
Komma zwischen »das, was« und zwischen »habt, wird«

Zitat: Brambasch murmelte etwas Unverständliches in seinen Bart.
»Brombasch« Icon_wink

Zitat: Brambasch begann dröhnend zu lachen
hier auch

Zitat: ihre Sachen zusammen zu suchen und das Feuer auszutreten.
»zusammenzusuchen«

Für meinen Geschmack könnte man entweder auf »Hauptfrau« oder auf »Kriegerin« als Synonym für Aliya verzichten. Es gibt in der Szene ja sowieso nur »sie« und »er«, also meist ist glasklar, dass »sie« Aliya ist (außer wenn halt grad im Satz vorher von der Suppe die Rede war oder so) und »er« Brombasch. Da kann man auf viel Namensnennung verzichten, ohne jedes Mal ein Synonym ranziehen zu müssen. Geschmackssache, aber ich persönlich bin immer froh, wenn ich nur einen männlichen und einen weiblichen Akteur habe, weil ich mir die verzweifelte Synonymsuche dann immer sparen kann *lach*

Und meiner Abneigung des Wortes »beginnen« gegenüber geschuldet ist mir an zwei oder drei Stellen aufgefallen, dass du es verwendest. Ist natürlich wie das meiste Geschmackssache, deshalb hab ichs nicht extra angemerkt, aber ich wollt es zumindest erwähnt haben. MMn kann man meist drauf verzichten, weil die Chronolgie des Erzählens klarstellt, dass etwas beginnt. Wenn ich also schreibe »Brombasch lachte«, dann ist für mich als Leser klar, dass er jetzt grad damit anfängt. Wenn »die Sonne aufgeht«, dann muss da für mich nicht stehen, dass sie gerade damit beginnt aufzugehen. Aber ich les das so oft, mit dem »beginnen«, das ist also wirklich nur eine persönliche Macke von mir Icon_smile

Alles in allem setzt du den ersten Teil gut fort. Es liest sich gut weg und du hast eine angenehme Balance zwischen Gedanken, Beschreibung, Erklärung, Handlung und Dialog gefunden. Man bekommt genug von der Welt mit, um sich ein Bild zu machen, obwohl du eben die Dinge nicht breit auswalzt.
Vom Fortlauf der Geschichte erwarte ich mir, dass Aliya nun zu den Zwergen gebracht wird, die sie überzeugen muss, den Menschen zu helfen, während Thakis sich noch ein bisschen mit den Elben rumschlägt. Oder vielleicht sehen wir ihn sogar in einem kleinen Scharmützel? Auf jeden Fall denke ich, dass die Verstärkung der Zwerge dann hollywood-gerecht im letzten Moment (bei Sonnenaufgang des fünften Tages!) auftauchen und Thakis den Arsch retten wird.
Oder du machst es dramatisch und die Zwerge kommen zu spät, um die Armee zu retten, aber früh genug, um den Rest Athalems zu retten.

Wie viele Teile werden es eigentlich insgesamt?

Ich kann nicht sagen, wann ich zu Teil 3 kommen werde – aber ich bin schonmal sehr glücklich, diesen Kommentar hier endlich verfasst zu haben *lach* Und zu den nächsten Teilen werde ich mich auf jeden Fall früher oder später melden!

Ganz liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #3 |

RE: Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) II
Hi Lanna! Icon_smile

Du hättest das mit dem Monat nicht sagen sollen - da ist mir doch glatt wieder die Zeit entfleucht. Smiley_emoticons_blush

Zitat:Aber heute nicht. Ich hab alles gecheckt: Mein Mann war erst vor drei Tagen beim Arzt, hat Medikament und ist auf dem Weg der Besserung, meine Familie ist geschlossen in Irland und wird (hoffentlich) von dort nicht in 10 Minuten anrufen, die Einkäufe sind gemacht, die Wäsche aufgehängt, und eine Unwetterwarnung steht auch nicht an. Zeit ist also da, und Laune hab ich auch ein wenig. Wenn es heute nicht klappt, dann niemals Mrgreen
... uuund es hat geklappt - dabei muss man nach der Aufzählung eigentlich davon ausgehen, dass doch noch was passiert. Zumindest wenn das Leben ein Kinofilm wär. Mrgreen
Ich hoffe die Geschichte ist diesen Kampf gegen die Naturkräfte zumindest ein bisschen wert.
Ich freue mich sehr sehr sehr über deinen Kommi (weil du immer tolle Sachen zu sagen hast)! Umso mehr, als das Athalem momentan eher ein stiefmütterlich behandelter Bereich des Forums ist.

Zitat:Ich hatte mir den ersten Teil nochmal durchgelesen, kurz nachdem Teil 2 und 3 online kamen, weil ich nicht über dein hervorragendes Gedächtnis verfüge und nur noch was von einer fliehenden Frau und General Thakis im Kopf hatte. Und dass es mir gefallen hat.
*hust* viel mehr passiert doch auch gar nicht im ersten Teil. xD

Zitat:Aber zuerst entschuldige ich mich, dass es so lange gedauert hat. Eine höhere Macht war gegen mich Icon_ugly
Du hast überhaupt keinen Grund, dich zu entschuldigen. Es gibt ja schließlich keinen Anspruch auf Kommentare oder sowas, alle Kommis sind quasi Bonus! (Und als kleines Dankeschön, stell ich immer einen neuen Teil ein, nachdem ich Kommis beantwortet habe Icon_fies )

Zitat:Was mir glaub ich auch schon im ersten Teil gefallen hatte (oder ich hab es im ersten oder zweiten Kommentarversuch geschrieben): Thakis ist kein »typischer« Held, der genau weiß, was richtig ist oder der ohne Zögern alles in die Schlacht wirft, was er hat. Er hat Zweifel und Ängste, aber er weiß, dass die Situation auswegslos ist.
Genau so wollte ich ihn hinbekommen - ich hoffe nur, dass ich im späteren Verlauf nicht übertreibe und er nervig wird (oder er auf einmal unpassend locker - die Balance zu finden ist echt nicht einfach, finde ich). Freut mich jedenfalls sehr, dass dir das Konzept soweit gefällt. Ich find "typische" Helden nämlich ziemlich langweilig ... außer sie sind Bestandteil einer Parodie. Icon_wink

Zitat:Ich finde es schön, dass er auch über eine Kapitulation nachdenkt. Das zeigt, dass ihm wirklich daran liegt, für sein Volk das beste Ende zu finden. Ob nun Tod oder Sklaverei besser ist, wird jeder anders sehen. Aber Thakis findet seinen Kampfgeist wieder – oder vielleicht auch nur die Verzweiflung, weil er und seine Leute mit dem Rücken zur Wand stehen.
Das bringst du gut rüber, finde ich. Thakis’ Gefühlslage und auch allgemein die Stimmung im Zelt. Keiner hat wirklich einen Plan.
Yeah! Verzweiflung ist ein gutes Stichwort ... und Zorn. Ich glaube er ist manchmal etwas cholerisch.

Zitat:Allerdings scheint mir der »innere Monolog«, nenn ich es mal, zu ausschweifend für die Situation. Ich stell mir vor, wie Thakis in das Zelt reinkommt – alle warten schon auf ihn, warten auf einen Plan oder eine Ansprache oder eine Erklärung, und er stellt sich nur an die Karte, tippt mit seinem Finger drauf und denkt dann erstmal ewig lange nach. Da hab ich mich zwischendurch gefragt, ob die anderen Generäle da wirklich einfach nur weiter rumstehen und warten. Ob da keiner dabei ist, der ungeduldig darauf drängt, etwas von ihrem Anführer zu hören. Ob sich nicht einmal einer räuspert oder zwei miteinander tuscheln. Im Moment scheint es mehr so eine Momentaufnahme zu sein. Während Thakis nachdenkt, steht die Welt still und läuft erst weiter, als er anfängt zu sprechen.
Ein sehr berechtigter Einwand, wie mir scheint. Ich habe mir das so vorgestellt, dass alle grüblerisch ihren eigenen Gedanken nachhängen ... aber ja, irgendwie passt da was nicht. Mir gefällt dabei dein zweiter Vorschlag besser als dein erster. Vielleicht schaffe ich es aber auch, diese brütende Stille irgendwie rüberzukriegen, die ich mir vorstelle.

Zitat:Die unterschiedlichen »Völker«, die erwähnt werden, sind alles Menschenvölker, oder? Bei Fantasy hab ich immer so schnell im Kopf, dass andere Völker gleich Elfen oder Zwerge sind, aber hier sind Meir, Kham und was sonst noch gemeint, stimmts?
Genau! Diese Geschichte ist quasi ein historischer "Roman" - ich hab ein bestimmtes Ereignis der Zeitleiste genommen und versucht es schreiberisch umzusetzen. Ich glaube das ist auch der Grund, dass ich so große Probleme mit dieser Geschichte hatte - das Ende steht schon in der Athalem-Bibliothek. Icon_wink Jedenfalls war dort (erst einmal) von Menschen und Caladhir die Rede und Thakis meint selbst (hier) ausschließlich menschliche Völker. Muss ich das deutlicher machen, also ein Wort dazu verlieren?

Zitat:Spannend wird es vor allem durch die Erwähnung der Botin, von der wir ja wissen, dass ihr Ritt nicht allzu gemütlich verlaufen ist. (Schlachten sind für mich persönlich nicht ganz so spannend, ich bin mehr der Einzelschicksal-Typ Icon_wink )
Oh oh ... hoffentlich hälst du überhaupt bis zum Ende durch. ^^"

Zitat:Sie soll die Reserve mobilisieren. Dabei könnten zwei Dinge passiert sein:
Entweder sie ist in der Gewalt der Dunkelelben sein, die sie verfolgt / gejagt haben – zumindest vermute ich mal, dass es die Dunklen oder ihre Helfershelfer waren – und muss sich da irgendwie befreien.
Oder die Zwerge haben sie gerettet. Und jetzt muss sie die Zwerge überzeugen, in den Kampf einzugreifen. Irgendwo müssen die ja herkommen Mrgreen
Wie kommst du bloß darauf, dass die Zwerge hier überhaupt eine Rolle spielen ...? Icon_cool

Zitat:Auf ihren Handlungsstrang bin ich auch etwas gespannter als auf das politisch-militärische bei Thakis. Aber Thakis als Person find ich sehr interessant, das gleicht das wieder aus Icon_wink
Cool, also sind die Handlungsstränge nicht unspannend? Das ist mehr als ich zu hoffen gewagt habe!

Zitat:Ja, die Zwerge kamen jetzt wenig überraschend Mrgreen
*hust* Mrgreen

Zitat:die Menschin (*schauder*)
Betrachte es als die Rache all der belächelten Zwerginnen. (Von wegen Bärte ... ja ich spreche von dir, Film-Aragon!)

Zitat:In den ersten Absätzen scheint sie ziemlich starke Schmerzen zu haben, die dann recht schnell abklingen. Besonders aufgefallen ist das, als sich sich beim Aufstehen bloß noch »etwas unsicher« fühlt – kein Wort mehr von dem brennenden, pochenden Schmerz oder den qualvollen Atemzügen. War die Flüssigkeit womöglich mehr als nur Alkohol? Falls die rasante Besserung dadurch kommt, würde ich da vielleicht noch einen kurzen Gedanken einfügen, so a la: »Das brennen in ihrer Kehle ließ rasch nach und überrascht bemerkte Aliya, dass sich auch der Schmerz in Rücken und Brust zurückzog« oder sowas.
Ich weiß auch nicht, ob ich da vielleicht ein bisschen überempfindlich reagiere, weil ich selbst so oft überlege, wo das richtige Maß bei der Beschreibung von Schmerzen liegt. Man will den Leser ja nicht nerven damit – aber ich denke, wenn es so heftige Schmerzen sind, sollte gerade dann beim ersten Gehversuch nochmal erwähnt werden, wie schwer es fällt / wie weh es tut. Oder der Schmerzhabende spürt eben eine Besserung, ringt die Schmerzen nieder oder versucht sie zu ignorieren.
Oh ja, da hast du Recht. Da muss mehr kommen (auch wenn Alkohol Schmerzen natürlich lindern kann ist Aliya nicht völlig unbedarft im Genuß von dem Zeug ...). Gerade, weil ich persönlich es als Leser auch seltsam finde, wenn der schwer verletzte Charakter zwei Augenblicke später wieder quitschfidel durch die Gegend hüpft. Ich hab jetzt mal erste Schmerzen nachgetragen, aber es ist ein bisschen mit der heißen Nadel gestrickt und ich muss mich da noch einmal tiefergehender mit auseinandersetzen.

Zitat:Geschickt im Gespräch verpackt erfährt man als Leser hier ein bisschen was über die Hintergründe des Krieges – die Dunklen sind also in Athalem eingefallen, haben teilweise die Kontrolle über die Grenzgebiete und die Armee will sie nun vertreiben? Vermutlich, weil die Dunklen von dort aus die Übernahme ganz Athalems planen.
So weit so konform zur Zeitleiste. Icon_wink (Iquann war besetzt)

Zitat:Dass die Zwerge davon gar nichts mitbekommen haben … hm … das könnte natürlich sein, wenn sie sich so gar nicht für das Leben außerhalb ihres Reiches interessieren. Aber immerhin geht es hier um einen Gebirgspass. Und Aliya war doch auch übertage unterwegs, als die Zwerge sie gerettet haben. Vielleicht haben sie nur das ganze Ausmaß nicht mitbekommen, oder Brombasch und Co. sind »nur« recht einfache Soldaten, die über sowas nicht informiert sind?
Ich hab mir das so gedacht (und ich hoffe, dass es später noch ein bisschen besser rauskommt) - da es ja einen Grund geben muss, dass die Zwerge bisher nicht eingeriffen haben, bin ich davon ausgegangen, dass sie sich hauptsächlich in ihrer Bergfestung eingeschlossen und das getan haben, was Zwerge nunmal am besten können: stur allen Angriffen trotzen. *lacht* Es geht tatsächlich um das Gebirge im Norden von Athalem (es gibt allerdings auch Zwerge im Osten Athalems) und mit "im Süden" meinte Aliya hauptsächlich "südlich von hier". Aber ja, die Menschen sind auf einem Rückeroberungsfeldzug, haben bisher aber hauptsächlich mit Plünderen zu tun gehabt, die sich schnell haben zurückfallen lassen, um nun offenbar das menschliche Heer weit ab der Versorgungslinien am Pass an der Wolkenkralle zu zerschmettern (so zumindest der Plan).
Die Zwerge von Sternenwacht haben bisher abgewartet und schicken nur ab und zu ein paar Tunnelläufer raus, die sich aber nur selten an die Oberfläche wagen und momentan nicht die Reichweite haben, die sie gewöhnt sind, weil auch der Feind überall seine Kundschafter hat.
Meine internenen Informationen besagen also, dass die Zwerge zwar mitbekommen haben, dass sich die Duredhel überall rumtreiben, aber eigentlich hoffen, diese Plage geht irgendwann von alleine vorbei.
Mal schauen, was davon in der Geschichte am Ende tatsächlich überbleibt.
Hey! Ich kann auch Monologe über Hintergrunddetails schreiben, die dich in der Ausführlichkeit wahrscheinlich gar nicht interessiert haben ... xD

Zitat:So, dann noch eine Liste an Auffälligkeiten – und dann wäre der Kommentar endlich geschafft und geschrieben *freude* (wobei ich besser noch nix sag, sonst schmiert gleich mein Computer ab und ist kaputt Mrgreen )
hurra

Zitat:Zitat: Vielleicht weil er Erfahrung hatte, vielleicht sogar, weil er einen guten Ruf genoss. Vielleicht aber auch nur weil er als Kompromisslösung erschienen war.
Komma zwischen »Vielleicht, weil« und zwischen »nur, weil«
(Mit der blöden Regel hab ich selbst jedes Mal Probleme, deshalb hab ichs extra mal nachgeschlagen. Duden sagt dazu: »Sonst gelten für verkürzte Teilsätze dieselben Richtlinien wie bei vollständigen Sätzen.« und bringt als Beispiel: »Vielleicht, dass er noch eintrifft.«)
Klingt sehr richtig und ist geändert (du bist da so viel besser als ich Pro ).
Und deshalb werde ich jetzt alle Kommafehler die ich nicht erwähne einfach mit dem nötigen Schuldbewusstsein ausbessern.

Zitat:Das ist die einzige Stelle, an der mir so eine Anhäufung von Adjektiven/Adverbien aufgefallen ist, deshalb merk ich sie auch mal an.
»breitschultrig« könnte mMn weg, weil ich persönlich mir einen General im Mittelalter sowieso gut durchtrainiert vorstelle und weil es aus der Perspektive bricht.
»ausladend« könnte weg, weil die Größe der Karte schon dadurch angedeutet wird, dass sie den Tisch unter sich begräbt.
»kleinen« könnte weg, weil ich es hasse *g*
»förmlich« könnte weg, weil es meistens überflüssig ist. Die Karte begräbt den Tisch unter sich. Ganz unförmlich Icon_wink
»schweres« könnte weg, weil ich »erdrückendes« stärker und individueller finde.
statt »schwankend« könnte man schreiben »das an einer Kette unter dem Zeltdach schwankte.
Muss natürlich nicht alles weg, aber ein oder zwei Wörter würd ich schon rausschmeißen.
Das sieht wirklich sehr gehäuft aus ... oki mal schauen. *Rotstift zückt*
- Also das "breitschultrig" ist drin, weil vor meinem inneren Auge (das oft genug seltsame Sachen macht btw *g*) dann das Bild eines Kerls entsteht, der den Tisch und die Karte quasi überragt. Ohne das wird die Karte im Verhältnis auf einmal viel dominanter. Aber das bin vermutlich nur ich.
- "Ausladend" ist gestrichen.
- "Klein" ist gestrichen.
- "Förmlich" ist eins von diesen Wörtern, die ich gerne verwende, ebenso wie beginnen. *lacht* Irgendwie find ich, dass es gut klingt, also bleibt es erstmal drin.
- "schweres" dient hier der Häufung als literarische Figur um die Wirkung der Adjektive zu kommulieren ... *hust* Mrgreen
- "schwankend" wurde verbisiert.
Ich hoffe ich konnte die Stelle so etwas entzerren - ich neige manchmal dazu, zu viele Adjektive zuverwenden - ich glaube das liegt daran, dass ich ein sehr genaues Bild vor meinem inneren Auge habe und das unbedingt so gut wie möglich an den Leser bringen will. Federlehrling hat das unter einer anderen Geschichte von mir schon mal kritisiert.

Zitat:Zitat: des flackernden Öllämpchens durchbrochen, dass schwankend
»das«
Doh

Zitat:Zitat: Sein Schein ließ die Schatten an den Wänden tanzen.
Die Blicke der Offiziere ruhten auf ihm.
das »ihm« würde ich hier durch »Thakis« ersetzen, den Namen dafür zwei Sätze später nicht verwenden. Grammatikalisch gesehen ruhen die Blicke der Offiziere hier nämlich auf dem Öllämpchen, das im Satz vorher noch »seinen« Schein hat tanzen lassen.
Ähm ... verdammte Grammatik! Icon_aufsmaul (Geändert, weil du Recht hast.)

Zitat:Zitat: Seine Finger zitterten etwas
Dafür, dass ich »etwas« so wenig mag, benutz ich es selbst erschreckend oft. Trotzdem rate ich immer wieder gerne, es einfach wegzulassen Icon_smile
Aberaberaber sie zittern halt nur etwas. Mrgreen

Zitat:Zitat: in der Überzahl sind und trotzdem hinweg gefegt werden.
»hinweggefegt« (zusammen)
Verdammt! xD

Zitat:Zitat: Eine schreiende Ungerechtigkeit, dass gerade er es sein musste, der diese Entscheidung fällen musste, dass es gerade seine Kinder sein, die ein Leben in der Sklaverei der Dunkeln führen würden.
Ich kann nicht so genau erklären, warum sich die Sätze merkwürdig lesen. Durch das doppelte »musste« in der ersten Hälfte liegt der Fokus sowohl auf Thakis (Warum ausgerechnet ich?) wie auch auf der Entscheidung (Warum ausgerechnet diese Entscheidung?), und bei den Kindern ist die Entscheidung offenbar schon gefallen, denn die »würden« in Sklaverei leben. Das tun sie aber nur, wenn Thakis aufgibt, was er ja noch nicht entschieden hat.
Ich versuch einfach mal, wie ich den Satz ordnen würde:
»Eine schreiende Ungerechtigkeit, dass es an ihm war, diese Entscheidung zu fällen. Dass es seine Kinder sein mussten, denen ein Leben in der Sklaverei der Dunklen bevorstand, (egal wie er sich entschied?)« (ich vermute mal, wenn die Schlacht verloren wird, werden die Zivilisten ebenfalls von den Dunklen versklavt, nicht nur wenn die Armee sich ergibt.
Ja, das viele "musste" und die Stellen an denen es eigentlich hätte sein müssen (*hust*) liest sich irgendwie komisch. Ich hab jetzt Elemente von meinem alten Satz und Teile deines neuen genommen und daraus ein Unikat gemacht.

Zitat:Zitat: seine Schultern sich straften.
»strafften« sofern es keine selbstgeißelnden Schultern sind Icon_wink
Öhm ... ok. *ggg*

Zitat:Zitat: Doch was brachte die Wut eines Kindes, wenn es vor einer unüberwindbaren Mauer stand und mit kleinen Fäusten dagegen hämmerte?
Dadurch, dass kurz vorher von Thakis Kindern die Rede war, fand ich das Bild total schräg, weil ich dachte: »Wieso sind seine Kinder jetzt wütend?« … ich weiß, ich bin schräg. Aber direkt danach hast du das Bild mit dem kleinen Feuer, das finde ich sowieso besser. Da würde ich auf das wütende Kind verzichten.
Vielleicht:
Doch was brachte die Wut eines Kindes, wenn es vor einer unüberwindbaren Mauer stand und mit kleinen Fäusten dagegen hämmerte?
(Doch) Was brachte ein kleines Feuer in einem verschneiten Wald?
Es kann den ganzen Wald in Brand setzen, bis der Schnee geschmolzen ist!
Aber versteht man ohne die "Wut" im Satz davor, dass die Metapher auf verzweifelten Zorn anspielt? Ich neige manchmal dazu meinen Lesern zuviel zuzumuten. xD aber ich find's gut, dem Leser was zuzumuten. Also probier ich das mal.

Zitat:Zitat: auf die Karte herab und brachte den Tisch zum erbeben.
»Erbeben« (groß)
Ähm. Echt? o.O Ó.Ò

Zitat:Zitat: aber wir können sie aufhalten!“ Skepsis schlug Thakis entgegen.
das zieht sich durch die ganze Versammlung, dass du nach der wörtlichen Rede keinen Absatz machst. Finde ich persönlich aber leichter zu lesen, wenn die Handlung hinter der wörtlichen Rede nicht mehr zum Sprecher gehört, einen Absatz zu machen.
Die Skepsis ist hier der Akteur, deshalb einen Absatz. Kein Absatz wäre, wenn da stünde »Thakis spürte die Skepsis, die ihm wie eine Welle entgegenschlug« oder sowas, weil da Thakis sowohl Sprecher als auch Akteur wäre.
Wenn aber eine längere Beschreibung kommt (wie hier), mehr als ein erklärender Satz, dann würde ich grundsätzlich einen Absatz machen. In einer Zeile sollte möglichst nur wörtliche Rede und dann eben noch die Sprecherzuweisung stehen.
Das hat Dread auch schon kritisiert (im ersten Teil) - und ihr habt mich überzeugt, ich hab schon damit begonnen, Absätze einzufügen, wenn ich über solche Stellen stolpere.

Zitat:Zitat: Wir sind alle erfahren genug um Situationen selbst einzuschätzen.
Komma zwischen »genug, um«
vom Klang her hätte ich eher geschrieben: »um die Situation« - es geht ja nicht um allgemeine Dinge, sondern um genau diese spezielle Lage.
Das hab ich beim drüberlesen vorhin auch schon gedacht ... also ZACK geändert!

Zitat:Zitat: nach Skarr reiten und die dort verbliebenden Krieger mobilisieren.
»verbliebenen«
Offenbar stand da mal "verbleibende" ... Icon_wink

Zitat:Zitat: Die aufgehende Sonne tauchte die umliegenden Berggipfel in ein strahlendes Rot. Es schien, als wären sie in Blut getaucht.
Vorschlag (dramatisch): das zweite »getaucht« ersetzen durch: »Es schien, als würden sie bluten«
Vorschlag (undramatisch): das erste »tauchte« ersetzen durch »überzog die umliegenden Berggipfel mit strahlendem Rot.«
Ich glaube, ich mache aus dem ersten "tauchte" ein "badete" dann bleibt's im Bild. ^^

Zitat:Zitat: „Warum sollte denn eure Botin so plötzlich einen Sinneswandel bewirken? Das sind alles etwas viele Unabwägbarkeiten, findet Ihr nicht?“
Ist pure Geschmackssache und der Tatsache geschuldet, dass ich zur Zeit viel über »Soldatensprache« nachdenke, aber ich finde, die ganzen fetten Wörtern sind überflüssig. Ein bisschen knapper drückt auch Verärgerung besser aus, finde ich.
Klingt nachvollziehbar. Ich probier es (jetzt) mal aus!

Zitat:Zitat: mit dem starken an Singsang erinnernden Akzent, vibrierte förmlich vor Erregung.
Komma zwischen »starken, an« (ist zwar nicht unbedingt nötig, aber ich les jedes Mal »stark an Singsang erinnernden«, das wär mit Komma nicht so Icon_smile
»förmlich« könnte auch wieder weg.
Volle Zustimmung.

Zitat:Zitat: obwohl dieser den drahtigen Kam um mindestens einen Kopf überragte.
»Kham«?
Icon_shocked

Zitat:Zitat: Die schwere bronzene Rüstung klirrte leise als Meisterin Merida einen Schritt in die Mitte des Zeltes setzte.
Komma zwischen »schwere, bronzene« und zwischen »leise, als«
»einen Schritt setzen« klingt komisch, man setzt ja eher einen Fuß und macht einen Schritt?

Hm. Ich glaube ich spreche so. *lacht* (Für mich klingt es ganz normal)

Zwischenstop. Wow - das waren richtig viele Anmerkungen! Schonmal hier vielen Dank für deine Mühe! Jetzte gibt's erstmal Kekse für alle, morgen geht's weiter! Icon_smile

[...]

Und dann bin ich wieder und freue mich auf die nächste Session mit deinen Gedanken zu meinem Text.

Zitat:Zitat: Schmerz durchbrach den Wall, den die Ohnmacht um Hauptfrau Aliya errichtet hatte.
Ich bin kein Freund von solchen Kombinationen: Berufsbezeichnung + Name – sehe aber ein, dass es manchmal der kürzeste Weg ist, sowas einzuführen. Hier brauchst du es mMn überhaupt nicht, weil wir ja schon wissen, dass Aliya eine Hauptfrau ist. Verwechslungsgefahr besteht keine, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass es neben Hauptfrau Aliya auch noch Nebenfrau Aliya gibt ( Icon_ugly ), so dass hier »Aliya« vollkommen zur Identifizierung reichen würde. Zudem klingt es auch eher distanziert, weil kaum jemand von sich selbst als »Hauptfrau Aliya« denkt, denke ich Icon_wink
Hm. Einerseits hast du Recht, andererseits klingt es irgendwie angemessen an der Stelle. Egal, Stolperstellen müssen mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden!

Zitat:Zitat: Ein brennender, pochender Schmerz, der von Rücken und Brustkorb bist tief in ihren Körper hinein strahlte.
»bis«
Ja, oben an der Stelle mit den vielen Adjektiven hab ich gelogen: Hier hat mich die Zweifachbeschreibung des Schmerzes auch direkt beim Lesen gestört *lach* Vielleicht einfach »Ein heiß pochender Schmerz«, »Ein brennendes / glühendes Pochen, das von …« oder »Ein pochender Schmerz, der sich von Rücken und Brustkorb bis tief in ihren Körper hineinbrannte.«?
Was haben bloß immer alle gegen doppelte Adjektive - das ist ein Stilmittel! Icon_ugly
Aber stimmt schon, hier ist das nicht notwendig. Ich werd mich an deinen zweiten Vorschlag anlehnen. Icon_smile

Zitat:Zitat: an die Botschaft die sie abliefern sollte!
Komma zwischen »Botschaft, die«
zu einer Botschaft würde mMn »überbringen« besser passen als »abliefern«. Das hat was von Pizzaservice *g*
Irgendwie ... hast du Recht.

Zitat:Zitat: Ein Unterfangen das sie sofort bereute, als der Schmerz noch an Intensität zu nahm.
Komma zwischen »Unterfangen, das«
»zunahm«
Für eine Situation, die ich mir am ehesten vorstelle als »ARGH! Scheiße, verdammt, tut das weh!« ist mir persönlich der Satz zu nüchtern *lach*
»Ein Unterfangen« - klingt so nach wochenlang geplanter Amazonas-Expedition, nicht nach einen eher eher undurchdachten Reaktion auf eine plötzliche Erkenntnis.
»das sie sofort bereute«, steht in der Satzchronologie noch vor dem Auslöser dieses Bereuens, nämlich dem Schmerz. So bekommt der Leser erst das Bereuen mit, danach erst den Schmerz. Besser andersrum.
»noch an Intensität zunehmen« - sowas schreibt ein Arzt vielleicht in einen Bericht, aber nimmt man selbst das so wahr, wenn der Schmerz kurzzeitig unerträglich ist?
Vorschlag hab ich jetzt keinen guten, aber ich würd das Augenmerk hauptsächlich auf den Schmerz legen »Schlagartig schwappte der Schmerz über und nahm ihr für einen Moment die Luft zum Atmen« oder sowas »Wie eine Stichflamme schoss der Schmerz durch ihren Körper« … dass es durch das schnelle Auffahren kommt, ist ja logisch, und dass sie es bereut muss mMn auch nicht explizit erwähnt werden. Nur nicht so klinisch steril: »der Schmerz nahm an Intensität zu« - das passt einfach nicht.
Ich kann deine hierzu Gedanken nachvollziehen. Ich glaube ich hab diesen Satz damals als hohe Kunst des Formulierens empfunden - das dabei vielleicht die Emotion auf der Strecke bleibt, hätte ich möglicherweise bedenken können. *g* Ich hab mich nochmal ein wenig daran probiert.

Zitat:Zitat: wie etwas Kühles sie an den Lippen berührte
»wie etwas Kühles ihre Lippen berührte« fände ich flüssiger.
Komma hinter »berührte«
In der Tat.

Zitat:Zitat: Verärgert schirmte Aliya ihre Augen ab, um ihren Wohltäter gegen das flackernde Licht erkennen zu können.
Sie ist verärgert, weil der Kerl sie gerade auslacht, nachdem er ihr eine brennende Flüssigkeit eingeflößt hat … warum bezeichnet sie ihn trotzdem als »Wohltäter«? Icon_wink
Ich kenn das Problem selbst und beim ersten Lesen hab ich auch nicht drüber nachgedacht, aber inzwischen frag ich mich, warum Aliya so gar keine Angst hat, dass sie eine Gefangene sein könnte? Da würd ja schon ein kleiner Satz reichen, dass sie bemerkt, dass ihre Hände nicht gefesselt sind und deshalb erleichtert ist. Als Autor weiß man sowas ja immer schon, deshalb neigt man (ich zumindest) dazu, dass die Lage auch für die Hauptperson klar ist.
Um den Kerl da als »Wohltäter« zu bezeichnen hat Aliya ja im Moment noch reichlich wenig Grund.
Das "Wohltäter" soll hier einen leicht ironischen Unterton haben - die Wohltat war das leckere Getränk, das ihr gerade so gut auf die Beine geholfen hat. Icon_wink Meinst du ich muss den "Wohltäter" in Anführungszeichen setzen oder kursivieren um das Ganze deutlicher zu machen?
Guter Punkt, das mit der Angst. Irgendwie hab ich gedacht: sie ist noch am Leben, sie ist nicht gefesselt, sie bekommt einen Begrüßungsschnaps ... da hat man keine Angst? Aber ich könnte mich täuschen.

Zitat:Zitat: dass sie den Fremden um mindestens einen Kopf überragte.
Als Athalem-Zwerg-Unwissende muss ich sagen: Ich hätte mir die Zwerge kleiner vorgestellt Mrgreen Also eher so zwei Köpfe kleiner als ein Mensch. Diese Anmerkung dient keinem speziellen Zweck, ich wollts nur gesagt haben.
Tja, dabei können Zwerge sehr gut 1,50-160 werden! Wir *hust* sie sind überhaupt nicht so klein wie alle immer tun. Mrgreen
(Wie viele Zentimeter sind eigentlich ein Kopf?)

Zitat:Zitat: Sie schien sich in einer Art Höhle zu befinden, jedenfalls enthüllte der Schein der Flammen nur zerklüftetes Gestein in alle Richtungen.
Kleinigkeit, aber hier würd ich die Sätze umdrehen: Erst die Beschreibung von der Umgebung (zerklüftetes Gestein in alle Richtungen), dann die Schlussfolgerung, dass es wohl eine Höhle ist.
Dein Einwand hat etwas für sich. Aber ich mag diese Satzstellung irgendwie ...

Zitat:Mir fällt auf, dass Aliya zwar von den Zwergen als »seltsame Gestalten« denkt, ich als Leser aber nichts über sie weiß, außer dass sie einen Kopf kleiner und bärtig sind. Vielleicht kannst du irgendwo ein bisschen genauere Beschreibungen einfließen lassen? Zumindest mal, dass sie vom Aufbau her aussehen wie Menschen, dass sie Rüstungen tragen und ob sie eher dreckig aussehen als würden sie grad aus einem Kampf kommen (mit Blut besudelt) oder sowas? Nicht viel, nur in ein oder zwei Sätzen.
Ich gebe zu, das macht Sinn. ^^ Ich kann die insoweit beruhigen, als das nachher immer mal wieder was zum Aussehen der Zwerge kommt. Aber ich fürchte ich hab irgendwie vorausgesetzt, dass der Leser ein bestimmtes Bild vor Augen hat ... ich glaube schon, dass der Leser an sich zunächst eine menschliche Gestalt vor Augen hat, wenn nichts anderes gesagt wird, aber ich denke, das ein oder andere Detail mehr könnte der Text gut vertragen.

Zitat:Zitat: „Würdest du uns vielleicht auch deinen Namen verraten?“, fragte Brombasch schließlich und ein Hauch von Verärgerung schwang in seiner Stimme mit.
Je nachdem, wie stark verärgert Brombasch sein soll, könnte ich mir auch vorstellen:
»Verrätst du uns auch deinen Namen?« - er scheint ja da am Anfang nicht so redselig zu sein.
Brombasch versucht hier höflich zu bleiben (auch wenn Aliya gerade ziemlich unhöflich war - denk daran, wenn sich dir ein Zwerg vorstellt, solltest du dich immer artig zurückvorstellen xD)

Ui. Ich frage mich gerade, was ich gemacht habe, als ich diese Geschichte hätte Korrekturlesen sollen. -.- (Bessere gerade brav Zeichensetzungs- und Rechtschreibfehler aus.)

Zitat:Zitat: Die Struktur des Felsgesteins drückte unangenehm deutlich in ihren wunden Rücken.
»deutlich« könnte man weglassen – nicht die Deutlichkeit ist unangenehm, sondern das Drücken selbst.
Einerseits ja, andererseits wäre das Drücken nicht so unangenehm, wenn es nicht so deutlich wäre.

Zitat:Zitat: Du wirst niemals durchkommen.“ Unwirsch unterbrach sie ihn. „Und doch muss ich es tun.“ Es gab keine andere Möglichkeit.
Ich hab jetzt nicht durchgehend drauf geachtet, aber hier nochmal die wörtliche Rede:
Absatz vor »Unwirsch« (Redner ist Brombasch, Akteur ist Aliya)
Der folgende Satz (»Und doch muss ich es tun«) kann mit »Unwirsch unterbrach sie ihn« in einer Zeile stehen, weil es Redezuweisung ist und die wörtliche Rede quasi beschreibt.
Vor »Es gab« würde ich wieder einen Absatz machen, weil nach der wörtlichen Rede jetzt ein paar Sätze Gedanken gekommen, die zwar zu Aliya gehören, aber nicht mehr die wörtliche Rede genauer beschreiben oder mit einer Handlung von Aliya in Zusammenhang bringen.
Da gehe ich mit dir konform.

Zitat:Zitat: Lieber wollte sie in den Fängen irgendwelcher wilden Tiere verrotten, als tatenlos mit anzusehen, wie ihre Kameraden untergingen. Wie ihre Welt unterging.
Pro (muss bei all der Meckerei ja auch mal gesagt sein *lach*) - ich würd nur »irgendwelcher« streichen, weils abschwächt. Aber grad die zweite Hälfte des Zitats gefällt mir ausgesprochen gut.
Irgendwelche ist gestrichen. Und: YEAH! Icon_smile

Zitat:Zitat: Brambasch begann dröhnend zu lachen
hier auch

Zitat: ihre Sachen zusammen zu suchen und das Feuer auszutreten.
»zusammenzusuchen«
Hier geht es ja auch um Brombaschs Zwillingsbruder, der ... >.< *lacht*

Zitat:Für meinen Geschmack könnte man entweder auf »Hauptfrau« oder auf »Kriegerin« als Synonym für Aliya verzichten. Es gibt in der Szene ja sowieso nur »sie« und »er«, also meist ist glasklar, dass »sie« Aliya ist (außer wenn halt grad im Satz vorher von der Suppe die Rede war oder so) und »er« Brombasch. Da kann man auf viel Namensnennung verzichten, ohne jedes Mal ein Synonym ranziehen zu müssen. Geschmackssache, aber ich persönlich bin immer froh, wenn ich nur einen männlichen und einen weiblichen Akteur habe, weil ich mir die verzweifelte Synonymsuche dann immer sparen kann *lach*
Ich bin eigentlich immer froh, wenn ich mehr als Synonym für "sie" habe, gerade auch, wenn "sie" gerade alleine ist. Ich weiß nicht, mir kommt der Wechsel zwischen "nur" zwei Synonymen zu wenig vor, auch an so einer Stelle. Obwohl du natürlich grundsätzlich Recht hast und es nicht zu Verständnisschwierigkeiten kommen wird. Vielleicht ist das Geschmackssache?

Zitat:Und meiner Abneigung des Wortes »beginnen« gegenüber geschuldet ist mir an zwei oder drei Stellen aufgefallen, dass du es verwendest. Ist natürlich wie das meiste Geschmackssache, deshalb hab ichs nicht extra angemerkt, aber ich wollt es zumindest erwähnt haben. MMn kann man meist drauf verzichten, weil die Chronolgie des Erzählens klarstellt, dass etwas beginnt. Wenn ich also schreibe »Brombasch lachte«, dann ist für mich als Leser klar, dass er jetzt grad damit anfängt. Wenn »die Sonne aufgeht«, dann muss da für mich nicht stehen, dass sie gerade damit beginnt aufzugehen. Aber ich les das so oft, mit dem »beginnen«, das ist also wirklich nur eine persönliche Macke von mir Icon_smile
Kann es sein, dass wir darüber schonmal diskutiert haben? Oder war das mit jemand anderem? Ich mag das "beginnen" jedenfalls und benutze es gerne (und zugegebenermaßen bestimmt etwas zu oft) - für mich drückt es etwas noch eine Nuance anders aus, als ohne. Natürlich ist die Stelle verständlich auch ohne das "beginnen", aber trotzdem habe ich das Gefühl, so ein klareres Bild zeichnen zu können. Vielleicht täusche ich mich ja, aber ich mag's.

Zitat:Alles in allem setzt du den ersten Teil gut fort. Es liest sich gut weg und du hast eine angenehme Balance zwischen Gedanken, Beschreibung, Erklärung, Handlung und Dialog gefunden. Man bekommt genug von der Welt mit, um sich ein Bild zu machen, obwohl du eben die Dinge nicht breit auswalzt.
Cool, das freut mich! Icon_jump Das ist schoneinmal ein großes Lob - zumal ich immer das Gefühl hatte beim Schreiben, ich würd mit der Länge der Geschichte kämpfen (wann muss welche Info vorhanden sein, sollte man alle Details schon am Anfang verbraten?). Ich hoffe, dass die Geschichte stetig etwas besser wird im Verlauf der nächsten Abschnitte, die im MoPro geschrieben wurden. Auch wenn ich das partou nicht einschätzen kann ...

Zitat:Vom Fortlauf der Geschichte erwarte ich mir, dass Aliya nun zu den Zwergen gebracht wird, die sie überzeugen muss, den Menschen zu helfen, während Thakis sich noch ein bisschen mit den Elben rumschlägt. Oder vielleicht sehen wir ihn sogar in einem kleinen Scharmützel? Auf jeden Fall denke ich, dass die Verstärkung der Zwerge dann hollywood-gerecht im letzten Moment (bei Sonnenaufgang des fünften Tages!) auftauchen und Thakis den Arsch retten wird.
Oder du machst es dramatisch und die Zwerge kommen zu spät, um die Armee zu retten, aber früh genug, um den Rest Athalems zu retten.
Mrgreen Wir werden sehen. Ich hoffe, dass das Ende nicht zu vorhersehbar ist - aber ich halte immer das "Es ist meine erste Fortsetzungsgeschichte und dann noch zu so einem vorgegebenen Thema und überhaupt Kekse"-Schild hoch und verstecke mich dahinter.

Zitat:Wie viele Teile werden es eigentlich insgesamt?
Öhm, gute Frage. So 10? Es ist ein einziger Text und ich teile es dann immer an Stellen die mir passend erscheinen.

Zitat:Ich kann nicht sagen, wann ich zu Teil 3 kommen werde – aber ich bin schonmal sehr glücklich, diesen Kommentar hier endlich verfasst zu haben *lach* Und zu den nächsten Teilen werde ich mich auf jeden Fall früher oder später melden!
Und ich bin sehr glücklich, dass du dich an meine Geschichte gesetzt hast! Mich so intensiv mit meiner Geschichte auseinanderzusetzen, war zwar geistig ziemlich anstrengend, aber auch ziemlich cool! Ich denke, ich muss unbedingt wieder schreiben. Danke jedenfalls für die unfassbare Mühe, die du hier reingesteckt hast - da war sehr viel Hilfreiches dabei!

Wir lesen uns sicherlich bald!

Liebe Grüße
WW


Ps.
Zitat:Die von dir eingegebene Nachricht enthält 35 Grafiken, es sind aber nur 25 Grafiken pro Nachricht erlaubt. Bitte entferne Grafiken aus deiner Nachricht, um das Limit nicht zu überschreiten.
Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr ... *lacht*

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

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Beitrag #4 |

RE: Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) II
Hey WW!

Allgemein gilt natürlich: Über Geschmack lässt sich streiten und der mit dem spitzeren Stock gewinnt halt [Bild: smiley_emoticons_stock2.gif] Mrgreen

Zitat:Ich hoffe die Geschichte ist diesen Kampf gegen die Naturkräfte zumindest ein bisschen wert.
Bei anderen hätte ich schon lange aufgegeben - darfst du also durchaus als Kompliment für die Geschichte auffassen Icon_smile

Zitat:Ein sehr berechtigter Einwand, wie mir scheint. Ich habe mir das so vorgestellt, dass alle grüblerisch ihren eigenen Gedanken nachhängen ... aber ja, irgendwie passt da was nicht. Mir gefällt dabei dein zweiter Vorschlag besser als dein erster. Vielleicht schaffe ich es aber auch, diese brütende Stille irgendwie rüberzukriegen, die ich mir vorstelle.
Hm ... also ich kann mir schon sehr gut vorstellen, was du meinst und wie die Atmo im Zelt dann ist. Du schreibst ja auch, dass Thakis die Anführer aus ihrer "Lethargie" reißt, nur hab ich das eher so aufgefasst, als wäre das eben so die allgemeine Stimmung, weniger auf die spezielle Situation bezogen. An der Stelle ist eine genauere Erklärung aber ungünstig, weil Thakis ja grad in Fahrt kommt, da sollte man ihn nicht bremsen *lach*
Das Haupt"problem" ist glaub ich der Satz
"Die Blicke der Offiziere ruhten auf Thakis. Er konnte sie fühlen, wie glühende Brandmale auf seiner Haut. Sie warteten ..." (ja, es sind drei Sätze ...)
Auch wenn es nur Thakis' Wahrnehmung ist, kommen dadurch die Generäle ungeduldig rüber und man (ich) fragt sich halt, warum sie, wenn sie so sehr darauf warten, dass er was sagt, nicht einfach selbst das Wort ergreifen und ihn bedrängen etwas zu sagen.

Zitat:Jedenfalls war dort (erst einmal) von Menschen und Caladhir die Rede und Thakis meint selbst (hier) ausschließlich menschliche Völker. Muss ich das deutlicher machen, also ein Wort dazu verlieren?
Nein, ich denke, das ist ein persönliches Problem bei mir. Mein erster Gedanken bei "Volk" ist halt immer Elfen und so ein Kram, aber der Begriff selbst der passt schon. Zumal ich ja Verfechter der Theorie bin: "Autoren müssen nur das unnormale sagen, normale Dinge erwartet der Leser und brauch sie nicht hingeschrieben bekommen" *lach* Also Menschen sind ja der Standard und es müsste nur dort stehen, wenn die Völker etwas anderes als Menschen wären.

Zitat:Wie kommst du bloß darauf, dass die Zwerge hier überhaupt eine Rolle spielen ...?
Icon_ugly Das war wild ins Blaue geraten Mrgreen

Zitat:Cool, also sind die Handlungsstränge nicht unspannend? Das ist mehr als ich zu hoffen gewagt habe!
"nicht unspannend" ... *lach* ich finde sie sogar nicht nur nicht unspannend, sondern gar interessant Icon_wink

Zitat:Hey! Ich kann auch Monologe über Hintergrunddetails schreiben, die dich in der Ausführlichkeit wahrscheinlich gar nicht interessiert haben ... xD
Ach, Wanderer, ich enttäusche dich nur ungern, aber da muss schon ein bisschen mehr langweiliges Gelaber kommen, damit es MICH nicht interessiert cookie Ich LIEBE Hintergrundgelaber!
Klingt auch sehr logisch, wie du es schreibst. Solche Mutmaßungen und Überlegungen stell ich auch nicht an, weil ich damit dem Autor sagen will, er soll das in seine Geschichte packen, sondern weil ich denke, dass es für den Autor spannend ist, zu wissen, welche Gedanken sich seine Leser machen. Ich kann da auch gut mit leben, wenn mir persönlich nicht alles klar wird (gerade wenn räumliches Vorstellungsvermögen gefragt ist, bin ich da eh eine Niete *lach*)

Zitat:Klingt sehr richtig und ist geändert (du bist da so viel besser als ich :Pro: ).
Ich hab ja auch drei Duden neben mir liegen und gefühlte zweihundert Lesezeichen zu Rechtschreibseiten Icon_ugly Ich find Rechtschreibung einfach unglaublich spannend *lach*

Zitat:Ich hoffe ich konnte die Stelle so etwas entzerren - ich neige manchmal dazu, zu viele Adjektive zuverwenden - ich glaube das liegt daran, dass ich ein sehr genaues Bild vor meinem inneren Auge habe und das unbedingt so gut wie möglich an den Leser bringen will. Federlehrling hat das unter einer anderen Geschichte von mir schon mal kritisiert.
Wie gesagt, ich hab ja absolut nichts gegen Adjektive und nutze selbst auch oft mal eher zu viel als zu wenig. Meist reicht es (für mich) da schon, wenn man ein oder zwei von den schwächeren rauswirft. Und wenn die "förmlich" gefällt, dann werd ich wohl damit leben (müssen Icon_ugly ). Ist ja auch immer eine Frage des Stils und den will ich echt niemandem verbieten Icon_wink

Zitat:Aberaberaber sie zittern halt nur etwas.
Solange sie nicht etwas tot oder etwas schwanger ist, kann ich auch damit leben *lach*

Zitat:Aber versteht man ohne die "Wut" im Satz davor, dass die Metapher auf verzweifelten Zorn anspielt? Ich neige manchmal dazu meinen Lesern zuviel zuzumuten. xD aber ich find's gut, dem Leser was zuzumuten. Also probier ich das mal.
Also, ich finde, in der ganzen Beschreibung davor, von Thakis' Gedankengang, kommt sehr gut rüber, dass er verzweifelt ist und gerade das ihn jetzt aber anstachelt und er gerade WEIL die Lage so schlimm ist nochmal richtig kämpfen will. Wenn du das meinst: Das kommt rüber.

Zitat:Ähm. Echt? o.O Ó.Ò
(zu: »Erbeben« (groß))
sobald ein "zum" oder "beim" oder sowas vor einem Verb steht, ist es im Normalfall substantiviert und wird deshalb groß geschrieben. "zum" ist ja eine Zusammenziehung aus "zu dem", also wird der Tisch zu dem Erbeben gebracht (nur dass das eben niemand sagt), "das Erbeben" ist damit substantiviert.
klein würde es geschrieben bei zum Beispiel: "und brachte den Tisch dazu, zu erbeben."

Zitat:Hm. Ich glaube ich spreche so. *lacht* (Für mich klingt es ganz normal)
Allwissend ist Lanna ja (zum Glück?) auch nicht *lach* und ich hab schon oft gehabt, dass ich regional bedingt eine Wendung nicht kannte oder sowas. Wenn du sagst, das gibt es, dann glaub ich dir das Icon_wink

Zitat:Jetzte gibt's erstmal Kekse für alle
cookie

Zitat:Das "Wohltäter" soll hier einen leicht ironischen Unterton haben - die Wohltat war das leckere Getränk, das ihr gerade so gut auf die Beine geholfen hat. :Icon_wink: Meinst du ich muss den "Wohltäter" in Anführungszeichen setzen oder kursivieren um das Ganze deutlicher zu machen?
*hust* Da ich Ironie in gesprochener Form schon kaum erkenne und in geschriebener Form schon dreimal nicht, bin ich da wohl der falsche Ansprechpartner Icon_ugly
Nein, ernsthaft, ich bin für sowas meistens komplett unempfänglich - MIR hätten Anführungsstriche oder kursiv vielleicht geholfen es zu verstehen, aber das heißt nicht, dass im Umkehrschluss niemand sonst es OHNE versteht.
Ich selbst setzte solche Sachen meist kursiv, allerdings eben auch nur, damit ich selbst solche Stellen in meinen Texten wiederfinde. Bevor du da was wegen meiner Aussage änderst, lass es erstmal.

Zitat:Guter Punkt, das mit der Angst. Irgendwie hab ich gedacht: sie ist noch am Leben, sie ist nicht gefesselt, sie bekommt einen Begrüßungsschnaps ... da hat man keine Angst? Aber ich könnte mich täuschen.
Nene, wenn sie nicht gefesselt ist, wäre Angst wirklich nicht nötig, aber mir fehlt da eben (beim genauer drüber Nachdenken) ein kurzer Hinweis, dass sie nicht gefesselt ist, weil es etwas wäre, über das ICH erleichtert wäre, wenn mich fiese Monster verfolgen, ich bewusstlos werde und dann in einer Höhle mit böse Aua wieder aufwache. Da würd ich erstmal schaun, ob ich gefangen bin oder eben nicht. Natürlich noch bevor es den Begrüßungsdrink gibt.
Aber ist halt nix gravierendes, beim ersten Mal lesen bin ich überhaupt nicht drüber gestolpert oder so.

Zitat:Tja, dabei können Zwerge sehr gut 1,50-160 werden! Wir *hust* sie sind überhaupt nicht so klein wie alle immer tun. Mrgreen
(Wie viele Zentimeter sind eigentlich ein Kopf?)
Meiner ist etwa 24 Zentimeter, der von meinem Mann 26. Mein Mann ist zusätzlich jetzt verwirrt, weil ich ihm ein Metermaß an den Kopf gehalten habe Mrgreen
Mit den Köpfen ist das vielleicht auch ein privates Problem von mir, weil ich sehr oft eine männliche Figur habe, die recht groß ist und dazu eine weibliche Figur, die dann eben diesen Kopf kleiner ist. Dabei gehts dann halt um den Größenunterschied 1,85 - 1,60. Da ich meine Frauenrollen gerne mit kleinen Personen besetzte, würden sie in dieser Geschichte vermutlich alle als Zwerginnen durchgehen *lach*
Aber da ist man als Autor ja zum Glück ganz frei. Für mich sind nur Zwerge immer kleiner, also maximal 1,40.

Zitat:Dein Einwand hat etwas für sich. Aber ich mag diese Satzstellung irgendwie ...
Dann behalte deine Satzstellung! Ist ja alles Geschmacksache und solang ich kein Buch professionell veröffentlich habe, darf ich ja sowieso niemandem vorschreiben, wie guter Stil zu sein hat Icon_ugly

Zitat:ich glaube schon, dass der Leser an sich zunächst eine menschliche Gestalt vor Augen hat, wenn nichts anderes gesagt wird, aber ich denke, das ein oder andere Detail mehr könnte der Text gut vertragen.
Ja, das denke ich auch. Es fiel mir nur wegen der Formulierung "seltsame Gestalt" auf, weil ich "Gestalt" ja auch auf die Form des Körpers beziehen könnte, also dass die irgendwie seltsam ist.
Und ich fände es an dieser Stelle eben auch sinnvoll, einen Satz zu ihrer Bewaffnung / Rüstung zu verlieren (die Äxte erwähnst du ja schon), weil ich mir von einer Hauptfrau gut vorstellen kann, dass sie auf sowas bei der Betrachtung von Fremden Wert legt. Also: "In welche Kategorie ordnen sich diese Leute ein: Zivilisten, wehrhaft, organisiert, bis an die Zähne bewaffnet?", weil sie ja immerhin im Krieg sind und die Zwerge ja auch einfach nur nett TUN könnten um sie ohne Schwierigkeiten an die Orks verkaufen zu können oder so.
Aber auch darauf bestehe ich natürlich nicht. Ich bin bei meinen Geschichten nur immer so froh, wenn ich Stellen finde, an denen ich ohne erklärend zu wirken, Leute beschreiben kann. Vielleicht viel es mir deshalb so ins Auge Icon_wink

Zitat:Hier geht es ja auch um Brombaschs Zwillingsbruder, der ... >.< *lacht*
Icon_lol

Zitat:Ich bin eigentlich immer froh, wenn ich mehr als Synonym für "sie" habe, gerade auch, wenn "sie" gerade alleine ist. Ich weiß nicht, mir kommt der Wechsel zwischen "nur" zwei Synonymen zu wenig vor, auch an so einer Stelle. Obwohl du natürlich grundsätzlich Recht hast und es nicht zu Verständnisschwierigkeiten kommen wird. Vielleicht ist das Geschmackssache?
Ja, absolut Geschmackssache. Lass dich da auch bitte von mir zu nix bequatschen, was du nicht selbst gut findest. Also nicht nur in diesem Punkt sondern in allen: Ich bin ja auch nur ein Mensch mit einer Meinung, und die hat weiß Gott keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. In vielen Dingen bin ich auch durch meine Schreibvergangenheit vorbeschädigt und deshalb überempfindlich, denke ich. So hab ich früher für jeden Person immer mindestens drei Synonyme gehabt, um den Namen bloß nur einmal pro Seite erwähnen zu müssen. Inzwischen beschränke ich mich auf eins, maximal zwei. Dafür ärger ich mich dann auch regelmäßig mit den Wortwiederholungen rum *lach* Hat also alles seine Schattenseiten

Zitat:Kann es sein, dass wir darüber schonmal diskutiert haben? Oder war das mit jemand anderem? Ich mag das "beginnen" jedenfalls und benutze es gerne (und zugegebenermaßen bestimmt etwas zu oft)
Das kann sogar sehr gut sein Mrgreen Das Thema hab ich schon unter einigen Geschichten angesprochen, weil das einfach einer meiner kleinen privaten Kreuzzüge ist. Aber ich versuch immer deutlich zu machen, dass es halt mein Geschmack ist und natürlich keine allgemeine Regelung. Benutz es also ruhig weiter und ich versuche dran zu denken, mir Kommentare dazu zu verkneifen. Kann nur nix versprechen Icon_ugly

Zitat:Öhm, gute Frage. So 10? Es ist ein einziger Text und ich teile es dann immer an Stellen die mir passend erscheinen.
Jo, ging nur so in etwa um die Länge, dass man weiß, ob es im nächsten Teil zuende ist oder ob da noch 200 kommen Icon_wink

Zitat:Danke jedenfalls für die unfassbare Mühe, die du hier reingesteckt hast - da war sehr viel Hilfreiches dabei!
Smiley_emoticons_blush Na, dann konnt ich mich ja schonmal zum Teil für deine Kommentare unter Kumen-Esh revanchieren (mir kommen die Kommentare von anderen meistens hilfreicher vor als meine eigenen Icon_slash ). Freut mich daher umso mehr, dass du so viel mit der Kritik anfangen kannst. Lass dir bitte nur nicht von mir zu viel in deinen Stil reinreden.
Ich würd jetzt gern sagen: Andere sagen dazu bestimmt ganz andere Sachen, aber so mau wie das hier mit Kritik aussieht ...
Wäre es nicht eine Möglichkeit, die Geschichte zumindest für eine kurze Zeit in die Fantasy-Rubrik zu schieben? Hier in Athalem gehen die Geschichten glaub ich immer unter, weil gerade neue Mitglieder ja wenig mit der Rubrik anfangen können. Und ich fände es schade, wenn sie nur deshalb so wenig Beachtung findet, weil sie nicht bei den "richtigen" Geschichten steht.
Kann mir gut vorstellen, dass es auch abschreckt, dass viele Neue sich denken, hier dürfe man nur kommentieren, wenn man auch mitmacht oder sowas.

Ich find nämlich - trotz all meiner Meckerei - diese Geschichte hätte mehr Leser und mehr Meinungen verdient!

Ganz liebe Grüße
Lanna

Zitat:Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr ... *lacht*
[Bild: smiley_emoticons_auslachen2.gif]

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»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #5 |

RE: Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) II
Hi Lanna!

Zitat:Allgemein gilt natürlich: Über Geschmack lässt sich streiten und der mit dem spitzeren Stock gewinnt halt [Bild: smiley_emoticons_stock2.gif] Mrgreen
Den Smiley find ich cool! Mrgreen

Zitat:Bei anderen hätte ich schon lange aufgegeben - darfst du also durchaus als Kompliment für die Geschichte auffassen Icon_smile
Yeah!

Zitat:Hm ... also ich kann mir schon sehr gut vorstellen, was du meinst und wie die Atmo im Zelt dann ist. Du schreibst ja auch, dass Thakis die Anführer aus ihrer "Lethargie" reißt, nur hab ich das eher so aufgefasst, als wäre das eben so die allgemeine Stimmung, weniger auf die spezielle Situation bezogen. An der Stelle ist eine genauere Erklärung aber ungünstig, weil Thakis ja grad in Fahrt kommt, da sollte man ihn nicht bremsen *lach*
Das Haupt"problem" ist glaub ich der Satz
"Die Blicke der Offiziere ruhten auf Thakis. Er konnte sie fühlen, wie glühende Brandmale auf seiner Haut. Sie warteten ..." (ja, es sind drei Sätze ...)
Auch wenn es nur Thakis' Wahrnehmung ist, kommen dadurch die Generäle ungeduldig rüber und man (ich) fragt sich halt, warum sie, wenn sie so sehr darauf warten, dass er was sagt, nicht einfach selbst das Wort ergreifen und ihn bedrängen etwas zu sagen.
Hm, interessant. Mir war nicht klar, dass sich die Blicke und die Niedergeschlagenheit so beißen ... vllt. kann ich den Satz einfach streichen? Hm nee ... da muss ich mir noch zu Gedanken machen.

Zitat:Nein, ich denke, das ist ein persönliches Problem bei mir. Mein erster Gedanken bei "Volk" ist halt immer Elfen und so ein Kram, aber der Begriff selbst der passt schon. Zumal ich ja Verfechter der Theorie bin: "Autoren müssen nur das unnormale sagen, normale Dinge erwartet der Leser und brauch sie nicht hingeschrieben bekommen" *lach* Also Menschen sind ja der Standard und es müsste nur dort stehen, wenn die Völker etwas anderes als Menschen wären.
Wieso sind denn die ersten Völker, die dir einfallen, Elfen? Also in meiner Fantasywelt sind Elfen kannibalistische, degenerierte Mutanten ... hm, also nichts, was nicht noch twillight-mäßig ins Positive verkehrt werden könnte. Icon_ugly Mrgreen

Zitat:"nicht unspannend" ... *lach* ich finde sie sogar nicht nur nicht unspannend, sondern gar interessant Icon_wink
Icon_smile

Zitat:Ach, Wanderer, ich enttäusche dich nur ungern, aber da muss schon ein bisschen mehr langweiliges Gelaber kommen, damit es MICH nicht interessiert cookie Ich LIEBE Hintergrundgelaber!
Klingt auch sehr logisch, wie du es schreibst. Solche Mutmaßungen und Überlegungen stell ich auch nicht an, weil ich damit dem Autor sagen will, er soll das in seine Geschichte packen, sondern weil ich denke, dass es für den Autor spannend ist, zu wissen, welche Gedanken sich seine Leser machen. Ich kann da auch gut mit leben, wenn mir persönlich nicht alles klar wird (gerade wenn räumliches Vorstellungsvermögen gefragt ist, bin ich da eh eine Niete *lach*)
Und ich finde cool, wenn du dir solche Gedanken machst. Und so haben wir beide was davon!

Zitat:Ich hab ja auch drei Duden neben mir liegen und gefühlte zweihundert Lesezeichen zu Rechtschreibseiten Icon_ugly Ich find Rechtschreibung einfach unglaublich spannend *lach*
*hust* ich hab noch in der Oberstufe im Deutsch-Leistungskurs Punktabzüge für mangelnde Rechtschreibung bekommen. Ich schieb das immer gerne auf meine schlesische Abstammung (*in Deutschland geboren*). Mrgreen

Zitat:Wie gesagt, ich hab ja absolut nichts gegen Adjektive und nutze selbst auch oft mal eher zu viel als zu wenig. Meist reicht es (für mich) da schon, wenn man ein oder zwei von den schwächeren rauswirft. Und wenn die "förmlich" gefällt, dann werd ich wohl damit leben (müssen Icon_ugly ). Ist ja auch immer eine Frage des Stils und den will ich echt niemandem verbieten Icon_wink
Ein paar sind ja geflogen. Ich übertreibe manchmal echt.

Zitat:Solange sie nicht etwas tot oder etwas schwanger ist, kann ich auch damit leben *lach*
Letztens hab ich irgendwo "vorübergehend tot" gelesen (es war zugegebenermaßen ein Rollenspielregelwerk ... aber trotzdem). Icon_wink

Zitat:Also, ich finde, in der ganzen Beschreibung davor, von Thakis' Gedankengang, kommt sehr gut rüber, dass er verzweifelt ist und gerade das ihn jetzt aber anstachelt und er gerade WEIL die Lage so schlimm ist nochmal richtig kämpfen will. Wenn du das meinst: Das kommt rüber.
Perfekt!

Zitat:(zu: »Erbeben« (groß))
sobald ein "zum" oder "beim" oder sowas vor einem Verb steht, ist es im Normalfall substantiviert und wird deshalb groß geschrieben. "zum" ist ja eine Zusammenziehung aus "zu dem", also wird der Tisch zu dem Erbeben gebracht (nur dass das eben niemand sagt), "das Erbeben" ist damit substantiviert.
klein würde es geschrieben bei zum Beispiel: "und brachte den Tisch dazu, zu erbeben."
*fleißig Notizen macht*

Zitat:*hust* Da ich Ironie in gesprochener Form schon kaum erkenne und in geschriebener Form schon dreimal nicht, bin ich da wohl der falsche Ansprechpartner Icon_ugly
Nein, ernsthaft, ich bin für sowas meistens komplett unempfänglich - MIR hätten Anführungsstriche oder kursiv vielleicht geholfen es zu verstehen, aber das heißt nicht, dass im Umkehrschluss niemand sonst es OHNE versteht.
Ich selbst setzte solche Sachen meist kursiv, allerdings eben auch nur, damit ich selbst solche Stellen in meinen Texten wiederfinde. Bevor du da was wegen meiner Aussage änderst, lass es erstmal.
Ein klarer Fall für das Irony Mark. *lacht* Gut, dann lass ich das erstmal so und schaue, was die Anderen dazu sagen.

Zitat:Nene, wenn sie nicht gefesselt ist, wäre Angst wirklich nicht nötig, aber mir fehlt da eben (beim genauer drüber Nachdenken) ein kurzer Hinweis, dass sie nicht gefesselt ist, weil es etwas wäre, über das ICH erleichtert wäre, wenn mich fiese Monster verfolgen, ich bewusstlos werde und dann in einer Höhle mit böse Aua wieder aufwache. Da würd ich erstmal schaun, ob ich gefangen bin oder eben nicht. Natürlich noch bevor es den Begrüßungsdrink gibt.
Aber ist halt nix gravierendes, beim ersten Mal lesen bin ich überhaupt nicht drüber gestolpert oder so.
Ich hab jetzt mal ein "verstohlen bewegte sie ihre Arme. Keine Fesseln." eingefügt.^^

Zitat:Meiner ist etwa 24 Zentimeter, der von meinem Mann 26. Mein Mann ist zusätzlich jetzt verwirrt, weil ich ihm ein Metermaß an den Kopf gehalten habe Mrgreen
Ich find es einfach nur genial, dass du einfach nachmisst (auf die Idee wäre ich einfach nicht gekommen)! Mrgreen

Zitat:Aber da ist man als Autor ja zum Glück ganz frei. Für mich sind nur Zwerge immer kleiner, also maximal 1,40.
Hm ... wenn Aliya also so 1,65 wäre, würde es wieder hinkommen, mit dem Kopf kürzer?

Zitat:Ja, das denke ich auch. Es fiel mir nur wegen der Formulierung "seltsame Gestalt" auf, weil ich "Gestalt" ja auch auf die Form des Körpers beziehen könnte, also dass die irgendwie seltsam ist.
Und ich fände es an dieser Stelle eben auch sinnvoll, einen Satz zu ihrer Bewaffnung / Rüstung zu verlieren (die Äxte erwähnst du ja schon), weil ich mir von einer Hauptfrau gut vorstellen kann, dass sie auf sowas bei der Betrachtung von Fremden Wert legt. Also: "In welche Kategorie ordnen sich diese Leute ein: Zivilisten, wehrhaft, organisiert, bis an die Zähne bewaffnet?", weil sie ja immerhin im Krieg sind und die Zwerge ja auch einfach nur nett TUN könnten um sie ohne Schwierigkeiten an die Orks verkaufen zu können oder so.
Aber auch darauf bestehe ich natürlich nicht. Ich bin bei meinen Geschichten nur immer so froh, wenn ich Stellen finde, an denen ich ohne erklärend zu wirken, Leute beschreiben kann. Vielleicht viel es mir deshalb so ins Auge Icon_wink
Klingt sehr einleuchtend. Mir fällt es nur irgendwie schwer, eine Stelle zu finden, wo ich dazu etwas zwischenschieben könnte ohne, dass es hölzern klingt. Da muss ich nochmal schauen.

Zitat:Ja, absolut Geschmackssache. Lass dich da auch bitte von mir zu nix bequatschen, was du nicht selbst gut findest. Also nicht nur in diesem Punkt sondern in allen: Ich bin ja auch nur ein Mensch mit einer Meinung, und die hat weiß Gott keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. In vielen Dingen bin ich auch durch meine Schreibvergangenheit vorbeschädigt und deshalb überempfindlich, denke ich. So hab ich früher für jeden Person immer mindestens drei Synonyme gehabt, um den Namen bloß nur einmal pro Seite erwähnen zu müssen. Inzwischen beschränke ich mich auf eins, maximal zwei. Dafür ärger ich mich dann auch regelmäßig mit den Wortwiederholungen rum *lach* Hat also alles seine Schattenseiten
Keine Sorge, ich lass mich nicht bequatschen. Aber ich finde es sehr gut, sich mit anderen Meinungen zu bestimmten schreiberischen Gewohnheiten auseinander zu setzen. Man sollte sich konstant auf den Prüfstand stellen, wenn man besser werden will, denke ich.

Zitat:Das kann sogar sehr gut sein Mrgreen Das Thema hab ich schon unter einigen Geschichten angesprochen, weil das einfach einer meiner kleinen privaten Kreuzzüge ist. Aber ich versuch immer deutlich zu machen, dass es halt mein Geschmack ist und natürlich keine allgemeine Regelung. Benutz es also ruhig weiter und ich versuche dran zu denken, mir Kommentare dazu zu verkneifen. Kann nur nix versprechen Icon_ugly
Bloß keine Kommentare verkneifen! Ich komm schon damit klar, dass wir hier unterschiedlicher Meinung sind. Icon_wink

Zitat:Wäre es nicht eine Möglichkeit, die Geschichte zumindest für eine kurze Zeit in die Fantasy-Rubrik zu schieben? Hier in Athalem gehen die Geschichten glaub ich immer unter, weil gerade neue Mitglieder ja wenig mit der Rubrik anfangen können. Und ich fände es schade, wenn sie nur deshalb so wenig Beachtung findet, weil sie nicht bei den "richtigen" Geschichten steht.
Kann mir gut vorstellen, dass es auch abschreckt, dass viele Neue sich denken, hier dürfe man nur kommentieren, wenn man auch mitmacht oder sowas.
Einerseits hast du sicherlich Recht, andererseits ist es fast schon eine Frage des Prinzips, dass die Athalemgeschichten als letzte Mohikaner aufrecht hier dahinvegetieren. Mrgreen

Zitat:Ich find nämlich - trotz all meiner Meckerei - diese Geschichte hätte mehr Leser und mehr Meinungen verdient!
Das ist ein großes Lob für mich! Danke dir dafür und auch für die Zeit, die du in diese Geschichte gesteckt hast!

Ganz liebe Grüße zurück
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

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Beitrag #6 |

RE: Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) II
Hallo Weltenwanderer,

Konnte natürlich nicht warten, auch den zweiten Teil zu kommentieren. 

Nur eine kleine Anmerkung: Im ersten Abschnitt klebst du wieder sehr an den Namen, danach wird es aber besser  Icon_smile

Zitat:Wie seltsam, dass wir in der Überzahl sind und trotzdem hinweggefegt werden. 
Woher weiß er das jetzt schon? Ist das eine düstere Vorahnung oder nur falsche Zeit?  Icon_smile

Zitat:Die Karte verschwamm vor ihm und der General rieb sich über das Gesicht. 
Die Karte verschwamm vor seinen Augen 

Zitat:Sklaverei war besser als der Tod … 
Denkt er das echt? Ich hätte ja eher geglaubt, dass er lieber stehend stirbt als kniend lebt, aber das ist ja auch ein gängiges Klischee

Zitat:Was bringt ein kleines Feuer in einem verschneiten Wald? Es kann den ganzen Wald in Brand setzen, bis der Schnee geschmolzen ist!
Diesen Satz finde ich ja sowas von genial   Pro

Zitat: Wenn wir Glück haben, löst das eine Kettenreaktion aus und frisch eintreffende Truppen werden das Blatt wenden.“ Oder zumindest nur noch das bekämpfen müssen, was wir übrig gelassen haben.
Zwischen wenden und oder bitte einen Absatz. Weil er den ersten Satz laut ausspricht und der zweite zum inneren Monolog gehört.

Zitat:Fast schon sanft legte sie ihre gepanzerte Faust auf das Symbol der Göttin Rashiya, das auf ihrem Brustpanzer prangte.
Und wie schaut das Symbol aus? Icon_confused

Zitat:Jeder Atemzug war eine Qual, füllte ihre Lungen wie flüssiges Metall.
flüssig finde ich da ein wenig unglücklich gewählt, heißes, geschmolzenes Metall träfe es eher

 
Zitat:Mit zusammengeschobenen Augenbrauen blickte Brombasch zu seinen Gefährten zurück,

Die zusammengeschobenen Augenbrauen finde ich hier ein wenig unglücklich gewählt. Ich denke, er runzelt die Stirn.

Zitat:wir sitzen alle im selben Boot
Mir war als Leser schon recht früh klar, dass es sich bei den Fremden um Zwerge handeln musste, auch wenn du das sehr schön umschrieben hast. Um diese Wirkung nicht zu zerstören, würde ich diese Redewendung so umformen, dass es eine Anspielung auf die Zwerge ist. Etwa: Wir sitzen alle im selben Stollen oder so.

Hat mir wieder sehr gut gefallen und ich fiebere richtig mit. Ob Aliya und Thakis zusammen kommen? Würde es den beiden gönnen, wäre aber wohl zu einfach.

Ich lasse mich überraschen.

Viele Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #7 |

RE: Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) II
Hallo Persephone,

voll schön, dass du dich weiter getraut hast! 

Zitat:Nur eine kleine Anmerkung: Im ersten Abschnitt klebst du wieder sehr an den Namen, danach wird es aber besser  [Bild: icon_smile.gif]
Ich schau es mir noch mal an. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich den Namen zu oft verwendet habe. Ein generelles Problem von mir damals (hoffentlich Mrgreen ).


Zitat:Woher weiß er das jetzt schon? Ist das eine düstere Vorahnung oder nur falsche Zeit?  [Bild: icon_smile.gif]
Mir fällt es schwer, hier auszudrücken, was ich meine: Es handelt sich ja nicht um eine einzelne Schlacht, sondern um einen fortdauernden Krieg. Und mittlerweile verlieren sie Scharmützel um Scharmützel. Wahrscheinlich ist schon "Hinwegfegen" das falsche Verb. Hast du einen besseren Vorschlag für diesen Satz?


Zitat:Die Karte verschwamm vor seinen Augen
Na ja, ich glaube man kann es auch so sagen, weil ja klat ist, dass damit vor seinen Augen gemeint ist. Icon_smile


Zitat:Denkt er das echt? Ich hätte ja eher geglaubt, dass er lieber stehend stirbt als kniend lebt, aber das ist ja auch ein gängiges Klischee
Genau, ich wollte hier mit dem Klischee brechen. Aber so richtig glaubt er wohl nicht daran.


Zitat:Diesen Satz finde ich ja sowas von genial   [Bild: icon_pro.gif]
Smiley_emoticons_blush 

Zitat:Zwischen wenden und oder bitte einen Absatz. Weil er den ersten Satz laut ausspricht und der zweite zum inneren Monolog gehört.
Ist geändert. 


Zitat:Und wie schaut das Symbol aus? [Bild: icon_confused.gif]
Das kommt mir an der Stelle so unwichtig vor. xD Mittlerweile habe ich auch vergessen, was ich mir da vorgestellt habe. Oder gibt es etwas dazu im Athalemhintergrund ...?


Zitat:flüssig finde ich da ein wenig unglücklich gewählt, heißes, geschmolzenes Metall träfe es eher
Ich verstehe deinen Einwand. Aber mir kommt die Formulierung "wie flüssiges Metall" häufiger unter. Sieh es als künstlerische Freiheit. Mrgreen 


Zitat:Die zusammengeschobenen Augenbrauen finde ich hier ein wenig unglücklich gewählt. Ich denke, er runzelt die Stirn.
Ich wollte den Fokus auf die buschigen Augenbrauen der Zwerge legen - sie sollen zumindest ein kleines bisschen fremdartig wirken und nicht bloß wie kleine Menschen. Ich stelle mir das so vor, dass ihre Haare generell ein (klein)wenig anders sind als die von Menschen (deshalb auch der Fokus auf den Bart).

Zitat:Mir war als Leser schon recht früh klar, dass es sich bei den Fremden um Zwerge handeln musste, auch wenn du das sehr schön umschrieben hast. Um diese Wirkung nicht zu zerstören, würde ich diese Redewendung so umformen, dass es eine Anspielung auf die Zwerge ist. Etwa: Wir sitzen alle im selben Stollen oder so.
Brombasch versucht das Zwergensprichtwort "Wenn der Stollen einstürzt, gräbt auch der Fremde nach dem Ausgang" in die Sprache der Menschen zu übersetzen. "Wir sitzen alle im selben Boot" ist das was ein Mensch sagen würde. Passt also eigentlich. Kann ich das irgendwie deutlicher machen?


Zitat:Hat mir wieder sehr gut gefallen und ich fiebere richtig mit. Ob Aliya und Thakis zusammen kommen? Würde es den beiden gönnen, wäre aber wohl zu einfach.
Das freut mich sehr!
Hihi, ja, zwischen Aliya und Thakis besteht eine gewisse Spannung nicht wahr? Wir werden sehen ...

Liebe Grüße
WW

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