Es ist: 14-11-2019, 22:05
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Auszug aus "Das Wandernde Volk"
Beitrag #1 |

Auszug aus "Das Wandernde Volk"
Liebe Literatopier,

ich habe unter "Vorstellungen" über mein entstehendes Manuskript geschrieben. Zuerst wollte ich die Geschichte im Kulturkreis der Germanen und Kelten schreiben, die Storyline war fix und fertig und diverse Kapitel geschrieben. Ich habe bemerkt, dass ich den Band, der in Mesopotamien spielt, zuerst schreiben muss, weil so viele Informationen in der späteren Zeit wieder auftauchen. So wird "Das Wandernde Volk" erst der zweite Band. Ich möchte hier ein Kapitel daraus posten, bei dem es nicht wichtig ist, ob man alles versteht oder die Handelnden schon kennt. Ich versuche hier, eine möglichst klare Sprache ohne Schnörkel zu benutzen, um den Schwerpunkt wirklich auf der Story zu haben. Viel Spaß damit. Smiley_emoticons_blush

7. Eine Runeninschrift

Gydja saß gemütlich auf einem mit Fell bedeckten Lehnstuhl im Haus des Ebers, Rikaz’ privatem Gemach. Im Kamin prasselte ein munteres Feuer, von den Deckenbalken hingen mehrflammige Ölleuchter an Ketten herab und verbreiteten ein sinnliches Licht. Eine seltsame Geruchsmischung aus geflochtener Strohmatte, gewebtem Schurwollteppich, Kerzenruß und kaltem Fleisch verquirlte sich in einzigartiger Weise mit dem Dunst von Lampenöl.
Der Fürst lief hinter seinem Arbeitstisch unruhig hin und her und störte damit Gydjas gerade aufkommende Wohlbefindlichkeit, denn sie hatte mit Niviarsiaq gut gegessen und genoss nun einen Becher vorzüglichen Emmerbiers. Sie hatte ihre Sklavin fortgeschickt, um mit Rikaz ungestört reden zu können. „Wie wäre es mit Sciana, der Tochter von Tigernos Sil?“ Gydja nippte spielerisch an ihrem konisch geformten Becher aus rotem Ton und folgte dabei mit ihren Augen dem Muster der geschwungenen Linien am Rand des Gefäßes. „Das wäre ein gutes Bündnis und würde den Streitigkeiten mit den Sunuciern ein Ende machen.“
Rikaz hielt inne, schnaubte ungehalten und löschte damit versehentlich eine der Kerzen des gusseisernen Ständers, der Rikaz’ Lauferei in dieser Richtung ein Ende setzte und ihn zum Umkehren zwang. Aufgebracht drehte er sich in Gydjas Richtung. „Wie kannst du nur jetzt davon sprechen. Ich habe gerade andere Sorgen, als die, mir eine Frau zu suchen.“
Er setzte sich wieder in Bewegung und dachte an die wilde Sciana, die er vor ein paar Jahren bei einer Unterredung mit dem Keltenfürsten Tigernos Sil in Drûnemeton kennengelernt hatte. Ein Bild von tiefgründigen smaragdgrünen Augen in einem schmalen Gesicht durchzog schemenhaft die Fäden seiner Erinnerung. Der Duft ihrer aufgelösten rehbraunen Haare, die sie umwehten, als sie ihr Schwert gefährlich bei einer Übung schwang, brachte seine Nasenhaare noch immer zum Kitzeln. Sie war ungestüm und aufbrausend und trug den Beinamen ‚die Klinge’. Er zuckte seltsam berührt mit den Schultern. Gydja gähnte und streckte sich ausgiebig und knurrte dann ungehalten: „Wenn der Herr sich vielleicht dazu durchringen könnte, Platz zu nehmen und mit dem aufgescheuchten weibischen Hühnergerenne aufzuhören, dann könnte ich meine Gedanken sammeln und den Ereignissen auf den Zahn fühlen.“ Sie strahlte Rikaz ins Gesicht. „Sie würde gut zu dir passen…“ – „Weibisches Hühnergerenne…“ Rikaz war gedanklich abwesend, und so waberten Gydjas Worte nur allmählich in sein Bewusstsein. „Oh bitte, Frieden, ich setze mich und du sprichst nicht wieder von Heirat.“
Rikaz nahm sich einen Stuhl, lief um den Arbeitstisch herum und setzte sich Gydja gegenüber. Seine makellose Stirn legte sich in unregelmäßige Falten, als er seine Augenbrauen mit einem erinnerungsvollen Ausdruck zusammenzog. „Du weißt nicht, wie viele es sind. Ich habe sie mit eigenen Augen gesehen. Reiter, Fußleute, Wagen, Frauen, Kinder und Alte. Sie schleppen ihren gesamten Hausrat mit. Es ist, als ob sich das ganze nördliche Land entvölkert.“ Aufgebracht haute er mit der Faust auf die schön geschwungene Lehne seines Stuhles. Gydja erhob sich und ging hinüber zu einem Tischchen, auf dem ein Krug Wein stand, goss das tiefrote Nass bis zum Rand in einen Becher und drückte diesen Rikaz in die Hand. Dann setzte sie sich wieder und sagte wie beiläufig: „Einen Strom seh’ ich, der nach Süden fließt, Meineid und Meuchelmord sich über alles ergießt.“ -
„Was sagst du da?“ Rikaz richtete sich kerzengerade auf.
„Ein Traum.“ Sie sah Rikaz in die Augen. „Ich träumte von einer Gefahr, die so groß ist, dass sie die Welt erschüttern wird. So sagte es mir Skuld.“ –
„Skuld? Du sprichst von Geistern aus uralter Zeit.“ Verwirrt schüttelte Rikaz den Kopf. „Uralte Zeit, wohl wahr,“ antwortete Gydja mit leiser Stimme, „aber kein Geist hat zu mir gesprochen. Skuld, seit Anbeginn der Zeit Wächterin über das Schicksal der Menschen, die jüngste der Nornen und Walachuria des einst mächtigen Odin ist meine Ahnin.
Dieser Traum ist eine Warnung und ein Rätsel, und einen Vers daraus habe ich nun gelöst. Denn der Strom, der nach Süden fließt, ist das Volk von Hûnaland, sie morden und plündern und vernichten alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Sie verraten die Völker und das Land. So ist es doch, oder?“ Gydja nahm einen tiefen Schluck aus dem Becher.
Rikaz wickelte sich nervös einen der zwei langen Zöpfe seines blonden Bartes um den Finger. „Aber warum? Sie bauen Flöße und Boote. Die Wasser der Flüsse sind über die Ufer getreten und wir kamen auf dem Rückweg fast nicht mehr hinüber. Die Strömung ist reißend und die Ufer sind zum Teil fortgespült. Die Nerterianer können jetzt nicht heil durch den Wald gelangen. Sie fahren an der Küste entlang, sie werden dort an Land gehen, wo der Miriquidi zu Ende ist. Am Königsfenn. Etwas treibt sie. Sie sind stark. Wir konnten sie nicht aufhalten.“
Rikaz dachte an das verlorene Dorf Arahydan und wunderte sich noch immer über die unglaublich wilde Entschlossenheit, mit der die Nerterianer auftraten. Als wenn alle Götter ihnen Kraft verleihten. „Was ist in Hûnaland geschehen?“ Seine düsteren Gedanken schienen den Raum zu verdunkeln.
„Höre die Worte, die Skuld zu mir sprach.“ In Gydjas Geist stiegen die geheimnisvollen Bilder erneut auf. Eine Aura der Macht baute sich um sie herum auf und brachte die Luft zum flimmern, es schien, als ob sie größer würde und Skuld selbst mit ihrer Stimme sprach:

„Alles weiß ich, wo die Götter ihr Schicksal bargen.
Denn weit und breit sehe ich über der Welten alle.
Da wird Mord in der Welt zuerst,
wenn das Seelenheil geraubt durch ruchlose Gier,
wenn Schicksal entkommt durch die Fluten des Aegir,
fremde, uralte Mächte gerufen durch unrechte Tat,
wenn Männer und Frauen Ruhm suchen durch Verrat.
Die Flut sich ergießt in die hohen Hallen,
hochheilige Götter vom Himmel fallen.
Wißt ihr, was dies bedeutet?

Einen Strom seh’ ich, der nach Süden fließt,
Meineid und Meuchelmord sich über alles ergießt.
Denn das, was in keines Irdischen Hände gehört
ist verloren und gefunden, mit glühendem Feuer bewehrt.
Wißt ihr, was dies bedeutet?

Weißt du das Schicksal, kannst das Geheimnis ergründen?
Kein Erdling und Gott darf darüber befinden.
Mir gab Heervater Halsband und Ringe,
Für goldene Sprüche und spähenden Sinn.
Denn weit und breit sehe ich über der Welten alle.“
Die Aura verblasste und ließ eine kleine grauhaarige Frau auf einem fellbedeckten Stuhl zurück. Den letzten Satz der Skuld erwähnte sie nicht.
Rikaz machte ein erstauntes Gesicht, atmete hörbar ein und nahm einen tiefen Schluck aus seinem Becher. Die süßlich-herbe Flüssigkeit brannte sich in seinen Rachen, als er sich verschluckte und heftig zu husten begann, bis er krebsrot im Gesicht war.
„Bei Bragis Becher, was heißt das, die Götter fallen vom Himmel?“ Er wischte sich mit dem behaarten Handrücken die Weintropfen aus dem Bart.
„Ich habe mir den Kopf über diese Worte zerbrochen,“ erklärte Gydja mit müder Stimme. „Irgendein Schicksal entkommt den Fluten, vorbei an dem Thursen Aegir, dem Gebieter der Meere. Es ist fremd, uralt und mächtig und wurde gerufen durch eine unrechte Tat. Männer und Frauen, deren Seelenheil durch goldene Gier geraubt wird, erlangen Ruhm, indem sie Verrat üben. An wem und wie? Welche hochheiligen Götter fallen vom Himmel, weil sich eine Flut von was auch immer in ihre Hallen ergießt? Nein, ich weiß nicht, was dies bedeutet. Aber ich weiß, dass wir es schnell herausfinden müssen. Etwas wurde gefunden, was nicht in die Hände von Menschen gehört. Wer hat es verloren? Die Götter? Und wer hat es gefunden?“ Gydja sah Rikaz herausfordernd an.
„Die Nerterianer.“ Rikaz’ Verstand klärte sich zu einer kaltblütigen Schärfe. „Sie haben also einen göttlichen Gegenstand gefunden, der sie unbesiegbar macht. Wie können wir sie dann aufhalten?“
Gydja rief sich den Gesichtsausdruck des toten Hûnaländers ins Gedächtnis. „Göttliche Dinge in den Händen von Menschen treiben diese früher oder später in den Wahnsinn. Diese Kräfte sind zu groß, um von Menschen beherrscht zu werden. Und sie lassen sich nicht einfach vernichten.“ Sie stand auf und murmelte in Gedanken versunken: „Es wird nicht lange verborgen bleiben. Ich vermute, wer auch immer dieses machtvolle Ding verloren hat, will es wiederhaben.“
Still verlöschten die Flammen eines der Leuchter, als sein Öl zur Neige ging, und im gespannten Schweigen schienen düstere Gedanken durch Rikaz’ Schläfen zu pulsieren. Er hörte das Knistern der Staubkörner, die anmutig im Schein einer Kerze durch den Raum schwebten, um in ihrem heißen Licht zu verglühen.
„Warum kommen sie dann nicht, um dieses Ding zurück zu holen?“ Das klang zu einfach, und er ahnte es. Gydja entfuhr ein tiefer Seufzer und ein Schimmer von uraltem Wissen huschte einen Augenblick lang über ihr anmutiges Gesicht. „Fremde, uralte Mächte,“ zitierte sie. „Nicht unsere Götter haben es verloren.“
Sie berichtete Rikaz von den Bildern in ihrem Traum, die sie nicht zu deuten vermochte und von dem seltsamen Greif, dessen unheilvoller Schrei ihr noch in den Ohren klang.
„Es ist eine Ahnung. Keine Gewissheit. Die Götter erscheinen machtlos oder unwissend, oder vielleicht beides. Wir haben zwei Möglichkeiten, das herauszufinden: Skuld und den Gefangenen.“ Ungläubig schaute Rikaz ihr ins Gesicht. „Machst du Scherze? Wie willst du einen körperlosen Geist befragen?“ –
„Am Brunnen von Urd, in Skadis Reich. Ich werde es versuchen. Ich hoffe, du erfährst etwas Brauchbares von dem Gefangenen, bevor Iring ihn umbringt.“ Ein Anflug von Bitterkeit schwang in ihrer Stimme mit.
„Iring ist ein wenig übereifrig, ich gebe es zu,“ erwiderte Rikaz beschwichtigend. „Aber er ist ein guter Freund und regelt die Dinge in meinem Sinne.“ –
„War es auch in deinem Sinne, dass er meine Sklavin erniedrigt hat?“ Rikaz schmunzelte. „Du hast ihn geärgert. Nimm das nicht ernst. Warum gibst du Niviarsiaq nicht frei, wenn dir soviel an ihr liegt? Sie bleibt bestimmt auch so bei dir.“ In Gedanken war er längst bei dem Gefangenen, der seine Neugier erregte. Die Antwort darauf war von einfacher Natur.
„Du hast sie versklavt. Wenn ich Niviarsiaq freigebe, wird sie dich töten. Als freier Mensch hat sie ein Recht dazu. Als Sklavin droht ihr dafür der Tod.“
Es klopfte an der Tür, und Rikaz stand auf, um nachzusehen, wer die Störung verursachte. „Amir, was gibt es ?“ Rikaz mißbilligender Ton ließ seinen schwarzhaarigen Diener einen Schritt zurücktreten. „Verzeiht, Herr, der Bote Earu wünscht euch zu sprechen, er hat einen Speer gefunden, dessen Spitze eine Runeninschrift enthält. Er meint, das sei wichtig.“ –
„Lass ihn herein,“ sagte Gydja neugierig. Earu betrat den Raum und hielt den Speer des Mannes in den Händen, der versucht hatte, ihn zu töten. Höflich verbeugte er sich vor Gydja und wandte sich dann Rikaz zu.
„Vielleicht können wir aus dieser Runeninschrift etwas über die Angreifer erfahren.“ Gydja nahm den Speer und hielt die Spitze neben eine Kerzenflamme. Die stumpfe Oberfläche schimmerte nicht und verriet damit den regen Gebrauch der Waffe, deren Inschrift schwer zu erkennen war.
„Ich brauche ein grobes Wolltuch,“ sagte sie, und stellte den Speer neben sich auf den Boden. Sein Schaft ragte über ihre Gestalt hinaus, er war für einen großen Krieger gefertigt, der über einige Körperkraft verfügen musste, um den Speer wuchtig ins Ziel werfen zu können.
Rikaz schickte seinen Diener Amir, und als dieser mit einem Wolltuch zurückkehrte, nahm Gydja es, ging zu einem der Ölleuchter, löschte die Flammen und goss etwas von dem Lampenöl darauf. Sie polierte die Speerspitze, bis ihre Oberfläche einen schimmernden Glanz bekam. Kratzer und Riefen wurden sichtbar, aber auch die eingeritzten Runen, die sich auf beiden Seiten der Spitze befanden.
„Todesbiss,“ las sie gedehnt, „Woden geweiht.“ Sie drehte den Speer um. „Ich, Erilar, ritzte die Runen dem Arouth. - Nun, der Todesbiss traf glücklicher Weise nur auf Holz. Wir wissen nicht, was aus Arouth geworden ist, vielleicht war er es, der mit seinem Pferd stürzte. Er trägt einen Odinsnamen und ist sicher ein hervorragender Kämpfer. Er hat seinen Speer Woden geweiht durch einen Runenkundigen, der Erilar heißt.“
Gydja gab Rikaz den Speer, der die Inschrift mit argwöhnischem Blick betrachtete, weil er sie nicht lesen konnte. „Der Kriegsgott war ihm nicht wohlgesonnen,“ knurrte er in seinen Bart. „Hilft uns das weiter?“
Rikaz gab den Speer an Earu zurück. „Möge er dir bessere Dienste leisten.“ –
„Ich kenne einen Runenmeister, der Erilar heißt,“ sinnierte Gydja, den Blick nach innen kehrend, um aus dem unerschöpflichen Sumpf ihrer Erinnerungen das richtige Bild herauszufischen. „Es gibt nicht viele Priester, die Runen ritzen können, und nur wenige, die es an andere weitergeben. Ich bin ihm einmal begegnet. Es war auf einer Versammlung der Stämme, glaube ich. Aber das liegt weit zurück. Wir müssen nun handeln.“
Erleichtert lockerte Rikaz seine verspannten Schultern. Endlich konnte er etwas tun, dieses Gerede von Göttern, Zauberdingen und Gefahr machte ihn unruhig. Er verstand nichts von göttlichen Dingen und unsichtbaren Gestalten und hielt sich lieber an alles, was greifbar und irdisch war. Ganz der Fürst, begann er, Anordnungen zu erteilen.
„Earu, versammle die Krieger und Hauptleute in der Halle, ich werde in kurzer Zeit berichten, was zu tun ist. Du wirst mit Ulvar nach Menosgada reiten, um Tigernos Sil um Hilfe zu bitten. Ich werde Boten an alle Stämme schicken, die dasselbe tun. Diesen Krieg können wir nicht allein gewinnen. Du wirst alles nötige erfahren.“ Damit entließ er Earu.
„Gydja, bitte begleite mich zu dem Gefangenen. Seine Aussage ist von großer Bedeutung.“ So verließ der Fürst mit seiner Hohepriesterin das Haus des Ebers und machte sich auf den Weg zum Schrein der Sprechenden, dessen Name nichts Gutes verhieß und Gydja ein unwohles Gefühl im Magen verursachte.


Mich kann man nicht komprimieren!

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Beitrag #2 |

RE: Auszug aus "Das Wandernde Volk"
Hallo slainte!

In der Vorstellung hatte ich ja gesagt, dass ich mir deinen Text gerne ansehen werden, also da bin ich. Eiiiigentlich sollte ich ja an meinem eigenen Kram schreiben, also perfekte Voraussetzungen.

Zitat:ich habe unter "Vorstellungen" über mein entstehendes Manuskript geschrieben. Zuerst wollte ich die Geschichte im Kulturkreis der Germanen und Kelten schreiben, die Storyline war fix und fertig und diverse Kapitel geschrieben. Ich habe bemerkt, dass ich den Band, der in Mesopotamien spielt, zuerst schreiben muss, weil so viele Informationen in der späteren Zeit wieder auftauchen. So wird "Das Wandernde Volk" erst der zweite Band.

Nochmal meine Bewunderung dafür, wieviel Arbeit du in dein Projekt investierst!

Zitat:Ich möchte hier ein Kapitel daraus posten, bei dem es nicht wichtig ist, ob man alles versteht oder die Handelnden schon kennt. Ich versuche hier, eine möglichst klare Sprache ohne Schnörkel zu benutzen, um den Schwerpunkt wirklich auf der Story zu haben. Viel Spaß damit. Smiley_emoticons_blush
Hiermit habe ich definitiv das größte Problem, denn deine Sprache ist für mich alles andere als schnörkellos. Klar, im sinne von, ich weiß was du meinst, schon, aber der Stil an sich ist sehr blumig, ein Adjektiv- und Gefühlsfeuerwerk ersten Ranges.
Ich bin kein Leser von historischen Romanen. Aber ich bin auch kein Fan von einem journalistisch knappen Stil, der ganz verhungert daherkommt.
Also letztenendes brauchst du Fans des Genres, um deinen Stil beurteilen zu lassen. Aber da ich schonmal da bin ... Habe ich jetzt in ein paar historische Romane reingeschnuppert, unter anderem Rebecca Gable und Kartrin Burseg Königsmal, die auf der Amazon Bestenliste oben stehen.
Also kann ich sagen, dass ich deinen blumigen Stil als genreangemessen empfinde, aber auch trotz dessen zu überladen. Es kommt mir so vor, als ob du den Text oft überarbeitet hast und es kamen immer mehr Adjektive und Details hinzu. Das hat ihn in meinen Augen dann doch überladen und lenkt doch von der Geschichte ab. Markiere dir mal alle Adjektive und schaue bei deinen Lieblingsautoren nach, wie die das so handhaben.
Aber nun zum Text.
Ich habe ihn auf meine Art durchgearbeitet, ich drehe jedes Wort um und bin ziemlich kritisch. Nimm, was du brauchen kannst und vergiss den Rest.
Allgemein finde ich die Geschichte interessant. Fantasystoff Icon_cuinlove Aber auch einige der meistbenutzten Topoi dieses Genres. Eine Prophezeiung, Hohepriesterin und Fürst. Deshalb sind meine Ansprüche auch besonders hoch. Und leider habe ich viel zu kritisieren, was deine Charakterzeichnung und die Einheit dieses Kapitels angeht. Die Kapitelüberschrift sagt schon, dass die Inschrift immens wichtig ist, sie bringt die Leute auch dazu aktiv zu werden, doch sie selbst ist nichtssagend. Dass dafür die Prophezeiung in Vergessenheit gerät oder wie beides zusammenhängt, habe ich nicht wirklich verstanden und auch wenn ich Vorkenntnisse hätte, wäre mir dieser Übergang zu wenig nachvollziehbar.
Im Prinzip gefällt mir, dass die Hohepriesterin so locker ist und den Fürsten neckt und nicht so eine vertrocknete düstere Hohepriesterin. Aber die Lage ist ernst, es scheint schon viel Blut geflossen und die Lage ziemlich aussichtslos, da fände ich ein bisschen mehr Konzentration auf das wesentliche wichtig. Auch die Anflüge von Humor gefallen mir, ich finde ihn nur noch nicht richtig eingesetzt, um mich mehr in die Geschichte zu ziehen. Ich lache lieber mit Figuren, als über sie.
Aber einfach mal zum Text. Ich hoffe, dass du trotzdem einiges gebrauchen kannst ...
Ich sage hier schon mal
Liebe Grüße!
von der Pfote
Zitat:7. Eine Runeninschrift
Nach durchlesen des Kapitels, finde ich die Überschrift nicht passend. Es ist doch wichtigeres besprochen worden, als der Speer. Jedenfalls für die Figuren und da du nicht mehr verrätst, würde ich mich auch eher an die Figuren halten und die Prophezeiung in den Fokus rücken.

Zitat:Gydja saß gemütlich auf einem mit Fell bedeckten Lehnstuhl im Haus des Ebers, Rikaz’ privatem Gemach.
Das Haus des Ebers ist doch nicht insgesamt Rikaz privates Gemach. Gemach, spricht nur für einen Raum. Also etwas umformulieren, sprich zum Beispiel ein "in" einfügen.
Der mit fellbedeckte Lehnstuhl, gehört halt zum historischen Setting und hier am anfang, wo noch keine Dymamik drin ist, stört er nicht und unterstreicht die Gemütlichkeit.


Zitat: Im Kamin prasselte ein munteres Feuer, von den Deckenbalken hingen mehrflammige Ölleuchter an Ketten herab und verbreiteten ein sinnliches Licht.
Hier fängt es schon an. Erstmal viel und dann harmonieren sie nicht miteinander. Wer empfindet das Kaminfeuer als munter, was einen fröhlichen Eindruck macht und dann ist das Licht sinnlich. Sinnlichkeit suggeriert intime Zweisamkeit, die hier überhaupt keine Rolle spielt. Und dann ist da noch das gemütlich aus dem ersten Satz. Es ist also gemütlich, munter und sinnlich ... so gehe ich in die Szene ...

Zitat: Eine seltsame Geruchsmischung aus geflochtener Strohmatte, gewebtem Schurwollteppich, Kerzenruß und kaltem Fleisch verquirlte sich in einzigartiger Weise mit dem Dunst von Lampenöl.
Erstmal positiv, du sprichst mehrere Sinne an, du zeigst das Licht und hier ist es der Geruch.
Aber wieder massig Adjektive, die nichts mit dem Geruch zu tun haben und zudem ziemlich überflüssig sind. Klar, ein Teppich kann auch gefilzt oder geklebt sein oder sogar selbst gewachsen (Algenteppich Icon_smile ) Aber Teppiche sind doch meist gewebt, und Strohmatten geflochten.
Und wer nimmt diesen Geruch wahr, als seltsam? Für die Figuren sollte jeder Geruch und auch ihre Kombination vertraut vorkommen und was soll daran einzigartig sein? Hier höre ich den Autoren, der aus seiner Zeitkapsel steigt, sich hinter einer Truhe versteckt und zum ersten Mal diese Gerüche wahrnimmt, aber ist das dein Ziel?
Das Wort verquirlte erinnert mich an einen Mixer, es sticht heraus in diesem eher getragenen Satz, ich würde etwas schlichteres, wie vermischte nehmen.
Zitat:Der Fürst lief hinter seinem Arbeitstisch unruhig hin und her und störte damit Gydjas gerade aufkommende Wohlbefindlichkeit, denn sie hatte mit Niviarsiaq gut gegessen und genoss nun einen Becher vorzüglichen Emmerbiers.
Ist die Wohlbefindlichkeit wirklich gerade erst am aufkommen, die hat es im ersten Satz ja schon gemütlich. Das Emmerbier ist wieder Geschichtskollorid. Kennt der Leser Gydjas schon?
Jedenfalls führst du hier einen starken Kontrast ein, Gydjas hat die Ruhe weg und der Fürst als aufgeregte Rennmaus Icon_smile Ich gebe zu, ich mag das nicht sehr. Ein Herrscher sollte sich meiner Meinung nach etwas mehr im Griff haben und wann hat man schon mal jemanden vor Aufregung wirklich hin und her laufen sehen, vorm Kreissaal, beim warten auf einen Zug, der nicht kommt. Innere Konflikte im hin und herlaufen abreagieren ... kennst du das? Und es ist so ein Klischee, dass ich daran nicht mehr wirklich freude habe, wenn ich soetwas lese, ich würde mir mal etwas anderes wünschen, etwas individuelleres.

Zitat:Sie hatte ihre Sklavin fortgeschickt, um mit Rikaz ungestört reden zu können.
Eine vielleicht wichtige Info, aber warum hier? Da die Sklavin nicht erwähnt wurde, nimmt man nicht an, dass sie in der Szene anwesend ist.
Oder man setzt das fortschicken an den Anfang. Hier jedenfalls, finde ich nicht, dass es eine gelungene Vorbereitung ist, für den doch wichtigen Satz, der folgt.
Zitat: „Wie wäre es mit Sciana, der Tochter von Tigernos Sil?“
Wie wäre es, ist natürlich ziemlich locker.
Zitat:Gydja nippte spielerisch an ihrem konisch geformten Becher aus rotem Ton und folgte dabei mit ihren Augen dem Muster der geschwungenen Linien am Rand des Gefäßes.
O.k. sie nippt und ist betont abgelenkt, weil die den Becher so genau betrachtet. die genaue Beschreibung ist wieder Genretypisch, doch das spielerisch stört mich, es ist wie das muntere Kaminfeuer. Wie nippt man denn spielerisch? soll sie so eine ...alberne Komponente haben? nippen ist taktieren, spielerisch nippen würde vielleicht noch gehen, wenn sie seine Geliebte wäre, aber sie ist doch wohl eher ein politischer Strippenzieher. Ich würde spielerisch streichen
Zitat: „Das wäre ein gutes Bündnis und würde den Streitigkeiten mit den Sunuciern ein Ende machen.“
Die gute Alte Heiratspolitik einem ungehalten wirkendem Mann unterbreitet, eine gewisse Spannung kommt auf
Zitat:Rikaz hielt inne, schnaubte ungehalten und löschte damit versehentlich eine der Kerzen des gusseisernen Ständers,
Unfreiwillige Slapstickeinlage. Stell dir das mal verfilmt vor, er rennt und schnaubt eine Kerze aus. Das ist einfach übertrieben, show dont tell in ungünstiger Form. Es sei denn, du nutzt sowas wirklich für einen Lacher, der zum Beispiel Figuren entspannt in einer aggressiven Situation. Aber hier bemerkt das nur der Erzähler.
Zitat:der Rikaz’ Lauferei in dieser Richtung ein Ende setzte und ihn zum Umkehren zwang.

Hier hab ich den Eindruck, du willst lieber noch mehr Raum zeigen, als das du dich auf deinen Charakter konzentrierst. Der wird als sehr aufgedreht und schwach dargestellt, wenn ihn ein Leuchter zu etwas zwingen kann. Lauferei triffts umgangssprachlich.
Zitat:Aufgebracht drehte er sich in Gydjas Richtung. „Wie kannst du nur jetzt davon sprechen. (?)Ich habe gerade andere Sorgen, als die, mir eine Frau zu suchen.“
Wenn die Streitereien mit den Sunuciern, diese Sorgen sind, entlarvt er sich oder du ihn als ziemlich unfähigen Fürsten, dass er die Möglichkeit nicht erwägt.
Zitat:Er setzte sich wieder in Bewegung und dachte an die wilde Sciana, die er vor ein paar Jahren bei einer Unterredung mit dem Keltenfürsten Tigernos Sil in Drûnemeton kennengelernt hatte.
Du bist zwar in ihm, aber nicht besonders nahe. Und kennengelernt klingt ziemlich modern, so wie man sich halt kennenlernt. Ist sie ihm nicht offiziell vorgestellt worden, hatte er privaten Kontakt?

E
Zitat:in Bild von tiefgründigen smaragdgrünen Augen in einem schmalen Gesicht durchzog schemenhaft die Fäden seiner Erinnerung. Der Duft ihrer aufgelösten rehbraunen Haare, die sie umwehten, als sie ihr Schwert gefährlich bei einer Übung schwang, brachte seine Nasenhaare noch immer zum Kitzeln.
O.k. Nackenbeißeralarm. tiefgründig smaragdgrün und er erinnert sich an den Geruch und das Schwertschwingen mit wehendem Haar, kann man gleich als Cover verwenden. Ja, so romantisch, warum dann nicht heiraten? Klingt nach einer typischen Verwicklung, die keine ist. Sie sind füreinander bestimmt und werden sich auch kriegen, nachdem sie sich angemessen lange geziert hat. Hmmm. Mich als Leser spricht das nicht so an, aber das ist sicher nicht repräsentativ, vielleicht freuen sich die meisten Leser schon, dass endlich "die Frau" auftaucht.
bringt seine Nasenhaare zum kitzeln, ist ein ziemlich witziger Bruch. Er muss also von ihrem Schampoo niesen Icon_smile Aber bringt es wirklich die Nasenhaare zum kitzeln, also ihn kitzeln dann seine eigenen Nasenhaare, weil er etwas riecht? Ergibt für mich nicht wirklich Sinn. kitzelte in der Nase ist passender, aber natürlich nicht so drollig.
Zitat:Sie war ungestüm und aufbrausend und trug den Beinamen ‚die Klinge’.
Ja, klassisches Wildkatzensyndrom. Inwieweit sind weibliche Schwertkämpfer den archäologisch belegt? Fänd ich spannend, hab ja selber Schwertkämpferinnen, allerdings hab ichs da in einer Fantasywelt nicht so schwer.
Aber jedenfalls halte ich deine Figur für genregerecht: Ich hoffe mal sie kriegt, wenn sie selbst auftaucht noch mehr Profil
Zitat:Er zuckte seltsam berührt mit den Schultern
.
Ein schöner Satz, allerdings rennt er dabei ja rum, was die Wirkung für mich verpuffen lässt. Aber du brauchst das für den nächsten Satz
Zitat:Gydja gähnte und streckte sich ausgiebig und knurrte dann ungehalten:
Erster Teil wieder die Gelassenheit selbst, eine lässige Löwin und dann wird sie auf einmal ungehalten. Ohne Grund. Warum regt es sie gerade jetzt plötzlich nach dem gähnen und strecken so auf, dass sie ungehalten knurrt. Solche unmotivierten Stimmungsumschwünge von einem extrem ins andere, sind für mich unschön. Der Autor kann machen, was er will, ich kann es nicht nachvollziehen. Das macht Reaktionen beliebig.
Zitat:„Wenn der Herr sich vielleicht dazu durchringen könnte, Platz zu nehmen und mit dem aufgescheuchten weibischen Hühnergerenne aufzuhören, dann könnte ich meine Gedanken sammeln und den Ereignissen auf den Zahn fühlen.“
Welchen Ereignissen, sie hat ein anderes Thema und er hat nur andere Sorgen angesprochen. Klar, würde ich alle Kapitel kennen, wüsste ich wahrscheinlich Bescheid. Dennoch beziehen sich die Worte im Dialog nicht wirklich aufeinander. Weder wirkt sie so, als müsse sie ihre Gedanken sammeln, noch sind irgendwelche Ereignisse angesprochen. Da sollte also der Fürst etwas ansprechen, was dann eventuell auch dazu taugt, den gezeigten Unmut herauszufordern.
Ihre Worte zeigen, sie hat null Respekt oder ist sehr mit ihm befreundet, jedenfalls scheint sie nichts von ihm befürchten zu müssen.
Zitat:Sie strahlte Rikaz ins Gesicht. „Sie würde gut zu dir passen…“ –
Und jetzt Strahlt sie wieder, Achterbahnfahrt... ohne das knurrte ungehalten vielleicht passend, so aber wirkt es weiter so, als nimmst so halt die stärksten Worte, die dir einfallen.

Zitat:„Weibisches Hühnergerenne…“ Rikaz war gedanklich abwesend, und so waberten Gydjas Worte nur allmählich in sein Bewusstsein. „Oh bitte, Frieden, ich setze mich und du sprichst nicht wieder von Heirat.“
Da wir bei seinen Gedanken gerade dabei waren, wirkt es hier etwas merkwürdig, er ist mit den Gedanken also nicht woanders, sondern denkt nichts?
Oh, bitte Frieden. Sie sind also wirklich sehr gute Freunde
Zitat:Rikaz nahm sich einen Stuhl, lief um den Arbeitstisch herum und setzte sich Gydja gegenüber.
lief klingt so nach rennen, ich würde gehen nehmen, er wirkt eh so flummihaft und wieso nimmt er den Stuhl mit herum?

Zitat:Seine makellose Stirn legte sich in unregelmäßige Falten, als er seine Augenbrauen mit einem erinnerungsvollen Ausdruck zusammenzog.

Vom Rumrenner zum Denker?
Bei makelloser stirn geht bei mir wieder der Nackenbeißeralarm los. Ein erinnerungsvoller Ausdruck, du willst also sagen, er sieht aus als ober er sich erinnert.
Zitat:„Du weißt nicht, wie viele es sind. Ich habe sie mit eigenen Augen gesehen. Reiter, Fußleute, Wagen, Frauen, Kinder und Alte. Sie schleppen ihren gesamten Hausrat mit. Es ist, als ob sich das ganze nördliche Land entvölkert.“
O.k. als Leser des ganzen Textes, wüsste ich jetzt was das soll und ob das nördliche Land, sein Land ist. Wäre echt schön, wenn ich wüsste, ob das was mit der Keltenprinzessin zu tun hat
Zitat:Aufgebracht haute er mit der Faust auf die schön geschwungene Lehne seines Stuhles.

Hier ist so ein Satz, wo sich die Beschreibung und das Gefühl wieder mächtig beißen. Eben noch nachdenklich, ist er wieder aufgebracht. Als Leser, will ich mitschwingen, doch ich bleibe an der schön geschwungenen Lehne seines Stuhles hängen. Soll ich nun den Stuhl bewundern oder mit ihm aufgebracht sein? Hier stört das wirklich und sollte weg.
Zitat:Gydja erhob sich und ging hinüber zu einem Tischchen, auf dem ein Krug Wein stand, goss das tiefrote Nass bis zum Rand in einen Becher und drückte diesen Rikaz in die Hand.

Auch hier, das tiefrote Nass lenkt ab, nimmt der Szene Brisanz.
Zitat:Dann setzte sie sich wieder und sagte wie beiläufig: „Einen Strom seh’ ich, der nach Süden fließt, Meineid und Meuchelmord sich über alles ergießt.“ -
Wieso wie beiläufig? Sie hat wichtigste Informationen, wohl von einer göttlichen Eingebung und spricht erst davon, wenn er das passende Stichwort gibt, ansonsten sieht es so aus, als wäre sie nur zu fröhlichem Plausch gekommen.
Zitat:„Was sagst du da?“ Rikaz richtete sich kerzengerade auf.
sollte er nicht schon aufgebracht sein, also dürfte seine Körperspannung stark sein, nicht so schwach, dass er sich jetzt aus einem entspannten zustand auf einmal kerzengerade aufrichten könnte, wie es der Ausdruck suggeriert. Wieder arbeitest du mit starken Kontrasten, sie wieder beiläufig, er wie von der Tarantel gestochen.
Zitat:„Ein Traum.“ Sie sah Rikaz in die Augen. „Ich träumte von einer Gefahr, die so groß ist, dass sie die Welt erschüttern wird. So sagte es mir Skuld.“ –
Ja, genau. Sowas sagt man halt so nebenher, gibt wichtigeres.
Zitat:„Skuld? Du sprichst von Geistern aus uralter Zeit.“ Verwirrt schüttelte Rikaz den Kopf.
Eine Figur muss "Dumm" fragen, damit du das erklären kannst. Wieso ist er nun verwirrt? Hatte sie noch nie vorher einen Traum? Er könnte beunruhigt sein, aber so wirkt er naja, nicht wie ein Herrscher
Und Absatz, Sprecherwechsel
Zitat:„Uralte Zeit, wohl wahr,“ antwortete Gydja mit leiser Stimme, „aber kein Geist hat zu mir gesprochen. Skuld, seit Anbeginn der Zeit Wächterin über das Schicksal der Menschen, die jüngste der Nornen und Walachuria des einst mächtigen Odin (Komma) ist meine Ahnin.
O.k. wieder Infos untergebracht. Auch noch genregerecht würde ich mal sagen.
Zitat:Dieser Traum ist eine Warnung und ein Rätsel, und einen Vers daraus habe ich nun gelöst. Denn der Strom, der nach Süden fließt, ist das Volk von Hûnaland, sie morden und plündern und vernichten alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Sie verraten die Völker und das Land. So ist es doch, oder?“ Gydja nahm einen tiefen Schluck aus dem Becher.
Ja, das ist eine Bedrohung, der man Aufmerksamkeit widmen sollte.
Zitat:Rikaz wickelte sich nervös einen der zwei langen Zöpfe seines blonden Bartes um den Finger.
Also, hier streike ich. Wie eine Blondine kringelt er nun nicht sein güldenes Haar, sondern eben seinen geflochtenen Bart. Wie übersteht der einen Tag als Fürst unter Männern? Mach ihn nicht so weibisch. Und wieder show don't tell ist eine schöne Sache, wenn man es aber übertreibt, kommt sowas dabei raus. Die Leute fangen an sich extrem zu benehmen und werden damit in meinen Augen unglaubwürdig. Ein Mann der tausende in den Tod schicken kann, der mit Gegnern von außen und sicherlich auch von innen zu kämpfen hat, wird sich eine Körpersprache angewöhnt haben, die ihn nicht mit Signalen wie Leuchtfeuern als ängstlich verraten, oder abgelenkt, nervös. Das merkt ein guter Beobachter einem Guten Herrscher an ganz dezenten Dingen an, oder eben gar nicht. Oder er ist eben unbeherrscht und unberechenbar und lehrt die Untergebenen dadurch das fürchten. Die dürfen aber nicht mit einem Funken Loyalität rechnen.
Zitat:„Aber warum? Sie bauen Flöße und Boote. Die Wasser der Flüsse sind über die Ufer getreten und wir kamen auf dem Rückweg fast nicht mehr hinüber. Die Strömung ist reißend und die Ufer sind zum Teil fortgespült. Die Nerterianer können jetzt nicht heil durch den Wald gelangen.
Klar, kann ein Fluss auch durch einen Wald führen, aber dass sie mit einem Boot nicht durch den Wald können, klingt schräg.
Zitat:Sie fahren an der Küste entlang, sie werden dort an Land gehen, wo der Miriquidi zu Ende ist. Am Königsfenn. Etwas treibt sie. Sie sind stark. Wir konnten sie nicht aufhalten.“
Und das war nicht von Anfang an Thema? Warum die Heirat um den Ärger mit den Sunuciern zu vermeiden. Weiß sie gar nichts davon und wieso fängt er erst mit den Frauen und Kindern an, als wäre es ein Flüchtlingstreck und nun sieht es ganz anders aus.
Zitat:Rikaz dachte an das verlorene Dorf Arahydan und wunderte sich noch immer über die unglaublich wilde Entschlossenheit, mit der die Nerterianer auftraten.
auftraten, verlorenes Dorf ... ich nehme mal an, das Dorf wurde abgeschlachtet? Dann würde ich nicht so harmlose Worte dafür benutzen. Entschlossenheit, das klingt auch, als wären sie so bei Hof aufgetreten und nicht nach morden und plündern.
Zitat:Als wenn alle Götter ihnen Kraft verleihten
.
verliehen oder verleihen würden
Zitat: „Was ist in Hûnaland geschehen?“ Seine düsteren Gedanken schienen den Raum zu verdunkeln.
Draaamaaa. Wer spricht dort, wer nimmt wahr, dass seine düsteren Gedanken den Raum verdunkeln, der Erzähler, er selbst. Ich bin auch gerne poetisch, aber er stellt eine direkte Frage, da ist nicht groß Raum für düstere Gedanken. Wenn dann umdrehen.
Zitat:„Höre die Worte, die Skuld zu mir sprach.“ In Gydjas Geist stiegen die geheimnisvollen Bilder erneut auf. Eine Aura der Macht baute sich um sie herum auf und brachte die Luft zum flimmern, es schien, als ob sie größer würde und Skuld selbst mit ihrer Stimme sprach:
Von einem lockeren Plausch, über düster ängstliche verwirrte Andeutungen zu jetzt einem großen auftritt, wo sie immer noch auf einem Lehnstuhl sitzt ... Und wie passt das zum Einstieg wo sie gut gegessen hatte und unbedingt Bier genießen wollte und sich so richtig wohlfühlte ... Sie hat so einen Traum doch wohl nicht vergessen.
Für so einen Auftritt (Ich mag sowas durchaus, bin Braveheart Fan), müsste für mich ein ganz anderer Vorlauf geschaffen werden und nicht erst diese betonte Lässigkeit und nun plötzlich

Zitat:Alles weiß ich, wo die Götter ihr Schicksal bargen.
Denn weit und breit sehe ich über der Welten alle.
Da wird Mord in der Welt zuerst,
wenn das Seelenheil geraubt durch ruchlose Gier,
wenn Schicksal entkommt durch die Fluten des Aegir,
fremde, uralte Mächte gerufen durch unrechte Tat,
wenn Männer und Frauen Ruhm suchen durch Verrat.
Die Flut sich ergießt in die hohen Hallen,
hochheilige Götter vom Himmel fallen.
Wißt ihr, was dies bedeutet?
Solche Weissagungen sind immer super schwer

weit und breit würde ich als heute recht belanglose Redewendung vermeiden
Und warum diese Frage, am Ende? Klingt ein bisschen ... hämisch. Wenn sie sich das fragt als eine Art Göttin und sie möchte, das die Menschen es wissen, warum sagt sie es dann nicht direkter? Weißsagungen sind nur nicht gemein, wenn das Wesen, dass sie so verschwurbelt ausdrückt, sich eben nicht anders ausdrücken kann. Durch dir Frage wird schon festgesellt, dass ein Missverständnis und Unwissen eintreten kann.

Zitat:Einen Strom seh’ ich, der nach Süden fließt,
Meineid und Meuchelmord sich über alles ergießt.
Das paar gefällt mir vom Klang und inhalt gut
Zitat:Denn das, was in keines Irdischen Hände gehört
was in keines irdischen Hand gehört oder in keine irdischen Hände gehört
irdische Hände ist kein feststehender Begriff, deshalb hätte ich irdisch klein geschrieben
Zitat:ist verloren und gefunden, mit glühendem Feuer bewehrt.
Wißt ihr, was dies bedeutet?

Zitat:Weißt du das Schicksal, kannst das Geheimnis ergründen?
Kein Erdling und Gott darf darüber befinden.
Wirklich Erdling? Warum nicht Mensch?
Zitat:Mir gab Heervater Halsband und Ringe,
Für goldene Sprüche und spähenden Sinn.
Goldene Sprüche? Klingt ein wenig Wie Grußkarten. Ich würde das umformulieren, die Assoziation ist nicht günstig
Zitat:Denn weit und breit sehe ich über der Welten alle.“
Wie gesagt, poetischer Klänge es z.B. Denn weit sehe ich pber der Welten alle
Zitat:Die Aura verblasste und ließ eine kleine grauhaarige Frau auf einem fellbedeckten Stuhl zurück.

Zum ersten Mal sehe ich sie in der Szene als alte Frau.
Zitat:Den letzten Satz der Skuld erwähnte sie nicht.
Welchen letzten Satz? Einen von denen, die oben gesagt wurden, oder noch einen? Das schreibst du hier einfach dazwischen als Erzähler. Warum? Warum verschweigt sie etwas, was fühlt sie in diesem Moment. Ich weiß von köstlichem Bier und gutem Essen, aber hier bin ich blind und taub, ist deine Figur nicht da. Hier wäre es aber wichtig!
Zitat:Rikaz machte ein erstauntes Gesicht
,
Du magst ihn nicht besonders oder? Wieso ist er jetzt erstaunt? Da wurde ihm eine göttliche Weißsagung zuteil und er schaut ... erstaunt ... also hier darfst du gerne mal extremer werden und ihn auch ein wenig den Mann und Fürsten raushängen lassen
Zitat:atmete hörbar ein und nahm einen tiefen Schluck aus seinem Becher. Die süßlich-herbe Flüssigkeit brannte sich in seinen Rachen,
O.k. er muss einen trinken. Aber die süßlich herbe Flüssigkeit, das ist doch der Wein von gerade oder? Den hat er vorher doch auch überstanden ohne brennen im Hals.
Zitat:als er sich verschluckte und heftig zu husten begann, bis er krebsrot im Gesicht war.
Du kannst ihn echt nicht leiden, oder willst bewusst mit dem Heldenbild brechen, in jedem Fall machst du ihn hier zum Hannes. Ich würde das nicht tun, ich glaube, wenn er deine Hauptfigur ist, was ich annehme, tust du ihm mit diesen Slapstickeinlagen bei so einer wichtigen Szene, keinen gefallen.
Zitat:„Bei Bragis Becher, was heißt das, die Götter fallen vom Himmel?“ Er wischte sich mit dem behaarten Handrücken die Weintropfen aus dem Bart.
Hier auch, ich habe eine Weissagung zu verdauen, Götter und so und dann muss ich mich mit einem behaarten Handrücken und gekleckertem im Bart beschäftigen. Wie möchtest du, dass die Szene auf den Leser wirkt?
Zitat:„Ich habe mir den Kopf über diese Worte zerbrochen,“ erklärte Gydja mit müder Stimme.
Nein, nicht wirklich, so wie sie in das Zelt kam. Da hatte sie super Laune und andere Pläne ...
Zitat:„Irgendein Schicksal entkommt den Fluten, vorbei an dem Thursen Aegir, dem Gebieter der Meere. Es ist fremd, uralt und mächtig und wurde gerufen durch eine unrechte Tat. Männer und Frauen, deren Seelenheil durch goldene Gier geraubt wird, erlangen Ruhm, indem sie Verrat üben. An wem und wie? Welche hochheiligen Götter fallen vom Himmel, weil sich eine Flut von was auch immer in ihre Hallen ergießt? Nein, ich weiß nicht, was dies bedeutet. Aber ich weiß, dass wir es schnell herausfinden müssen. Etwas wurde gefunden, was nicht in die Hände von Menschen gehört. Wer hat es verloren? Die Götter? Und wer hat es gefunden?“
O.k. noch eine schnelle Zusammenfassung. Sie hat aber doch oben gemeint, den Teil mit der Flut hat sie enträtselt, oder denkt sie das was nach Süden fließt, ist etwas anderes?

Zitat:Gydja sah Rikaz herausfordernd an.
Warum herausfordernd? Arbeiten sie nicht zusammen, besteht da eine Konkurenz, versucht sie sein Hirn zum funktionieren zu bringen?
Zitat:„Die Nerterianer.“ Rikaz’ Verstand klärte sich zu einer kaltblütigen Schärfe.
Öh, da waren wir schon. kaltblütige Schärfe ist zwar plötzlich behauptet, doch da sowohl sie als auch er schon über sie geredet haben, ist das keine komplizierte Feststellung, ich würde das einfach nicht so sehr betonen, damit es nicht lächerlich wirkt. Und einer Kaltblütigkeit, bedarf es bei der Feststellung doch nicht.
Zitat:„Sie haben also einen göttlichen Gegenstand gefunden, der sie unbesiegbar macht. Wie können wir sie dann aufhalten?“
Er konnte sich das auch vorher, ohne göttliches Gegenstand nicht vorstellen, es wurde ihm schon bewiesen, dass sie so stark sind
Zitat:Etwas treibt sie. Sie sind stark. Wir konnten sie nicht aufhalten.“
Zitat:Gydja rief sich den Gesichtsausdruck des toten Hûnaländers ins Gedächtnis.
Ach, wieder ein Teil, den ich nicht kenne. Aber, wenn sie da schon etwas bemerkt hat, wieso haben sie nicht schon früher geredet?
Zitat:„Göttliche Dinge in den Händen von Menschen treiben diese früher oder später in den Wahnsinn. Diese Kräfte sind zu groß, um von Menschen beherrscht zu werden.
Ziemlich kurz hintereinander

Zitat:Und sie lassen sich nicht einfach vernichten.“ Sie stand auf und murmelte in Gedanken versunken: „Es wird nicht lange verborgen bleiben. Ich vermute, wer auch immer dieses machtvolle Ding verloren hat, will es wiederhaben.“
Wer auch immer, wird ja wohl ein Gott sein ... und verborgen ist es doch nicht, oder wieso sollte nur die Skuld davon wissen?
Zitat:Still verlöschten die Flammen eines der Leuchter, als sein Öl zur Neige ging, und im gespannten Schweigen schienen düstere Gedanken durch Rikaz’ Schläfen zu pulsieren.
Zitat:Er hörte das Knistern der Staubkörner, die anmutig im Schein einer Kerze durch den Raum schwebten, um in ihrem heißen Licht zu verglühen.
Zitat:„Warum kommen sie dann nicht, um dieses Ding zurück zu holen?“ Das klang zu einfach, und er ahnte es. Gydja entfuhr ein tiefer Seufzer und ein Schimmer von uraltem Wissen huschte einen Augenblick lang über ihr anmutiges Gesicht. „Fremde, uralte Mächte,“ zitierte sie. „Nicht unsere Götter haben es verloren.“
Anmutig, war sie nicht gerade noch eine erschöpfte alte Frau?
Zitat:Sie berichtete Rikaz von den Bildern in ihrem Traum, die sie nicht zu deuten vermochte und von dem seltsamen Greif, dessen unheilvoller Schrei ihr noch in den Ohren klang.
Wieso hier die Zusammenfassung? Und warum berichtet sie erst davon, als er wieder fragt, hätte sie das sonst verschwiegen?
Zitat:„Es ist eine Ahnung. Keine Gewissheit. Die Götter erscheinen machtlos oder unwissend, oder vielleicht beides. Wir haben zwei Möglichkeiten, das herauszufinden: Skuld und den Gefangenen.“
Absatz, da Sprecherwechsel
Sie kann also mit Skuld aktiv in Kontakt treten, warum hat sie dann nicht schon mit ihr geredet?

Zitat:Ungläubig schaute Rikaz ihr ins Gesicht. „Machst du Scherze? Wie willst du einen körperlosen Geist befragen?“ –
Da triffst du bei mir einen neuralgischen Punkt. Er hat nun schon die Prophezeihung gesehen und offensichtlich glaubt er ihr Problemlos und nun wird er auf einmal ungläubig, wenn sie sagt, Skuld ist eine Möglichkeit? Und wie schon, Meditation, Pilze, ne heilige Höhle ... er ist doch nicht erst seit gestern auf der welt und glaubt an die Existenz der Götter, wieso kriegt er also bei einem Geist die Krise. Glaubst du, dass sie dir antworten wird, das wäre noch so eine Frage, aber nicht die. Das ist für mich künstliches Aufregen
Zitat:„Am Brunnen von Urd, in Skadis Reich. Ich werde es versuchen. Ich hoffe, du erfährst etwas Brauchbares von dem Gefangenen, bevor Iring ihn umbringt.“ Ein Anflug von Bitterkeit schwang in ihrer Stimme mit.
O.k. der Gefangene könnte auch der Protagonist sein, dann darf der Fürst durchaus dusselig sein ... auch wenn trotzdem unwahrscheinlich ist, wie er Fürst bleiben konnte.
Zitat:„Iring ist ein wenig übereifrig, ich gebe es zu,“ erwiderte Rikaz beschwichtigend. „Aber er ist ein guter Freund und regelt die Dinge in meinem Sinne.“ –
Das ist auch so ein typisches Klischee Folter als witzig darzustellen, in den Augen eines herrschenden ... ich mag das Klischee nicht.
Wieso machst du eigentlich diese Striche am Ende? Ist das in Büchern, die du liest üblich?
Zitat:„War es auch in deinem Sinne, dass er meine Sklavin erniedrigt hat?“ (Absatz)Rikaz schmunzelte. „Du hast ihn geärgert. Nimm das nicht ernst.
O.k. das mit dem baldigen Untergang seines Volkes wäre geklärt, jetzt können wir nach zwei Sätzen wieder schmunzeln?
Zitat:Warum gibst du Niviarsiaq nicht frei, wenn dir soviel an ihr liegt? Sie bleibt bestimmt auch so bei dir.“ In Gedanken war er längst bei dem Gefangenen, der seine Neugier erregte.
In Gedanken ... du solltest vielleicht überlegen, ob du ihm was zu tun gibst, Karten studieren oder irgendwas anderes.
Zitat:„Du hast sie versklavt. Wenn ich Niviarsiaq freigebe, wird sie dich töten. Als freier Mensch hat sie ein Recht dazu. Als Sklavin droht ihr dafür der Tod.“
Öh, ja interessant. Und das perlt so an ihm ab, wird ignoriert?
Zitat:Es klopfte an der Tür, und Rikaz stand auf, um nachzusehen, wer die Störung verursachte.
Er geht als Fürst zur Tür? Hat keine Wachen davor, keinen Diener, der immer zur verfügung steht, er muss selber aufstehen? Das muss nichtmal die Queen heutzutage, wette ich.
Zitat:„Amir, was gibt es ?“ Rikaz mißbilligender Ton ließ seinen schwarzhaarigen Diener einen Schritt zurücktreten. „Verzeiht, Herr, der Bote Earu wünscht euch zu sprechen, er hat einen Speer gefunden, dessen Spitze eine Runeninschrift enthält. Er meint, das sei wichtig.“ –
O.k. der Titelgebende Speer.ER kennt die Boten mit Namen?
Zitat:„Lass ihn herein,“ sagte Gydja neugierig.

Und da wird dann der Fürst übergangen und der Kerl latscht einfach rein und schiebt den Fürst aus der Tür? Und das obwohl der Diener Angst vor ihm haben soll? Gib ihm ein wenig mehr Autorität
Zitat:Earu betrat den Raum und hielt den Speer des Mannes in den Händen, der versucht hatte, ihn zu töten.Höflich verbeugte er sich vor Gydja und wandte sich dann Rikaz zu.

O.k. sie als Priesterin steht höher als sein ? Fürst. Oder Frauen?
Und woher weiß wer, dass es der Schwer von jemandem ist, der versucht hat Earu zu töten?
Zitat:„Vielleicht können wir aus dieser Runeninschrift etwas über die Angreifer erfahren.“ Gydja nahm den Speer und hielt die Spitze neben eine Kerzenflamme. Die stumpfe Oberfläche schimmerte nicht und verriet damit den regen Gebrauch der Waffe, deren Inschrift schwer zu erkennen war.
Schöne Beschreibung!
Zitat:„Ich brauche ein grobes Wolltuch,“ sagte sie, und stellte den Speer neben sich auf den Boden. Sein Schaft ragte über ihre Gestalt hinaus, er war für einen großen Krieger gefertigt, der über einige Körperkraft verfügen musste, um den Speer wuchtig ins Ziel werfen zu können.
Den letzten Nebensatz brauchst du eigentlich nicht, denn erstmal kann ein Speer auch zu anderen Dingen verwendet werden und zum zweiten, ja so wird ein Speer benutzt.
Zitat:Rikaz schickte seinen Diener Amir,
Hier wieder, muss Rikaz ihn schicken? Und er sagt nichts, als wäre er nicht mehr da. Ich würde ihm wieder Präsenz geben
Zitat:und als dieser mit einem Wolltuch zurückkehrte, nahm Gydja es, ging zu einem der Ölleuchter, löschte die Flammen und goss etwas von dem Lampenöl darauf.

Warum lässt sie sich nicht ein Wolltuch und Öl bringen? Lampenöl stinkt mehr als Speiseöl ... Oder das Gebringe lässt du weg und lässt sie einfach ein Stück Stoff greifen und das Lampenöl nehmen.
Zitat:Sie polierte die Speerspitze, bis ihre Oberfläche einen schimmernden Glanz bekam. Kratzer und Riefen wurden sichtbar, aber auch die eingeritzten Runen, die sich auf beiden Seiten der Spitze befanden.
„Todesbiss,“ las sie gedehnt, „Woden geweiht.“ Sie drehte den Speer um. „Ich, Erilar, ritzte die Runen dem Arouth. - Nun, der Todesbiss traf glücklicher Weise nur auf Holz. Wir wissen nicht, was aus Arouth geworden ist, vielleicht war er es, der mit seinem Pferd stürzte. Er trägt einen Odinsnamen und ist sicher ein hervorragender Kämpfer. Er hat seinen Speer Woden geweiht durch einen Runenkundigen, der Erilar heißt.
Wiederholung, das hat sie nun für jeden verständlich vorgelesen, kann weg
Zitat:Gydja gab Rikaz den Speer, der die Inschrift mit argwöhnischem Blick betrachtete, weil er sie nicht lesen konnte.

Er argwöhnt damit eher Gydja
Zitat:„Der Kriegsgott war ihm nicht wohlgesonnen,“ knurrte er in seinen Bart. „Hilft uns das weiter?“
Rikaz gab den Speer an Earu zurück. „Möge er dir bessere Dienste leisten.“ –
Sie diskutieren vor einem Boten und geben ihm das Ding zurück? Wenn er irgendeine Bedeutung hat, sollte er ihn doch behalten ...
Zitat:„Ich kenne einen Runenmeister, der Erilar heißt,“ sinnierte Gydja, den Blick nach innen kehrend, um aus dem unerschöpflichen Sumpf ihrer Erinnerungen das richtige Bild herauszufischen.
Sehr schönes Bild Mrgreen
Zitat: „Es gibt nicht viele Priester, die Runen ritzen können, und nur wenige, die es an andere weitergeben. Ich bin ihm einmal begegnet. Es war auf einer Versammlung der Stämme, glaube ich. Aber das liegt weit zurück. Wir müssen nun handeln.“
Warum handeln??? Der Speer ist Woden geweiht und offensichtlich unwichtig, wenn der Bote ihn wiederbekommt. Seinem Besitzer hat er auch nicht geholfen. Also wieso müssen sie nun handeln und wieso ist das auf einmal wichtiger als der Gefankene und die Skuld und der Weltuntergang?
Zitat:Erleichtert lockerte Rikaz seine verspannten Schultern. Endlich konnte er etwas tun, dieses Gerede von Göttern, Zauberdingen und Gefahr machte ihn unruhig. Er verstand nichts von göttlichen Dingen und unsichtbaren Gestalten und hielt sich lieber an alles, was greifbar und irdisch war. Ganz der Fürst, begann er, Anordnungen zu erteilen.

Jaaa, hat man gemerkt, dass er da simpel gestrickt ist, fragt sich nur wie er zu der Haltung kommt, Gerede. Das ist für mich als ob ein Herrscher zu Zeiten der Kreuzzüge sagt, och geh mir weg mit Jerusalem und dem scheiß. ER wirkt so modern und nicht gerade in dem Glauben, den er gerade demonstriert bekommen hat, wirklich gefestigt. Mir zu modern.
Zitat:„Earu, versammle die Krieger und Hauptleute in der Halle, ich werde in kurzer Zeit berichten, was zu tun ist. Du wirst mit Ulvar nach Menosgada reiten, um Tigernos Sil um Hilfe zu bitten. Ich werde Boten an alle Stämme schicken, die dasselbe tun. Diesen Krieg können wir nicht allein gewinnen. Du wirst alles nötige erfahren.“ Damit entließ er Earu.
Ein klitzekleiner Verbindungssatz sollte schon sein, warum nun das abhängig war von diesem so wichtigen Speer. das hat sich mir nicht eröffnet.
Zitat:„Gydja, bitte begleite mich zu dem Gefangenen. Seine Aussage ist von großer Bedeutung.“
Das hat sie ihm gesagt, nicht umgekehrt und ist hier auch überflüssig zu erklären. Es sei denn er will unbedingt vor Dienerohren angeben, damit der Gefangene auch von einem Verräter vorher getötet werden kann.
Absatz, da du vom Dialog in die Totale wechselst.
Zitat:So verließ der Fürst mit seiner Hohepriesterin das Haus des Ebers und machte sich auf den Weg zum Schrein der Sprechenden, dessen Name nichts Gutes verhieß und Gydja ein unwohles Gefühl im Magen verursachte.
Ist der Schrein der Sprechenden nun der Kerker? Und wenn sie die Hohepriesterin ist, kennt sie das nicht? Und der Name verursacht ihr ein unwohles Gefühl? Hat sie nicht auch viel größere Sorgen? Ob der Gefangene bei der behandlung überhaupt noch lebt, ob er vernehmungsfähig ist, ob er reden wird. Wie sie die Reise zum Brunnen startet ... Warum Skula ihr überhaupt so ein Rätsel aufgibt ...
Mir fehlt ein wenig die Klammer, die Prophezeiung sollte für sie Priorität haben, schon am Anfang des Kapitels und am Ende sind sie vorangekommen, die Figuren und der Leser haben neue Puzzlestücke, die sie weiterführen. Das ist hier der Gefangene und was er weiß.
Ich höre jetzt mal auf.

HAt Spaß gemacht sich in deinen Text zu knien, danke fürs Lesen lassen und nicht vergessen, nimm was du brauchen kannst und den Rest kannst du mir gerne um die Ohren hauen Icon_smile

Gewinne und wünsch' dir ein Taschenbuch! Mrgreen

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Beitrag #3 |

RE: Auszug aus "Das Wandernde Volk"
Hallo Pfote,

vielen herzlichen Dank für diese ausführliche Stellungnahme - wow, da hast du Dir aber mächtig Zeit genommen.
Diesen Text haben bisher nur einige wenige Freunde gelesen, und von denen gibt es sehr unterschiedliche Aussagen. Das reicht von toll, spannend, schön bis zu kompliziert, nicht meins, langweilig oder wie auch immer. Nur darf man von ihnen keine wirkliche Kritik erwarten - die trauen sich nicht, vor Allem, weil sie wissen, dass ich seit Jahren kontinuierlich daran arbeite. Den Text auf meiner Webseite hat übrigens niemand zuvor gesehen. Er ist fast zwei Jahre später entstanden als dieser hier und unterscheidet sich sprachlich. Dieser hier erscheint mir wie eine Jugendgeschichte, der andere ist irgendwie erwachsener. Aber Du wirst darin sicherlich auch zuviele Adjektive finden Icon_wink
Ich gehöre mit fast fünfzig zur älteren Generation, und ich bin mit der ersten Fantasy in Deutschland aufgewachsen. Ich war überrascht, als ich von einem Freund meiner Tochter erfuhr, dass er sich gerade durch den Herr der Ringe quält, weil er mit der Sprache nicht gut zurechtkommt. Ich habe ihn damals verschlungen und diesbezüglich null Probleme gesehen. So habe ich ein paar von den alten Büchern herausgekramt, die mich als Jugendliche sehr begeistert haben und sie noch einmal angelesen. Überraschung: Garnicht klar kam ich mit der Shannara-Reihe, die ich früher sehr mochte, oder mit einigen Hohlbein-Büchern - die ersten fand ich noch richtig gut früher. Da ist mir aufgefallen, wie sehr sich die Sprache verändert hat. Wahrscheinlich ist dies ein ganz entscheidendes Kriterium, für welche Zielgruppe man ein Buch konzipiert. Aber wie gesagt, ich bin Anfänger, und vielleicht werde ich scheitern, weil ich entweder nicht klug genug bin, oder mich nicht genug verbiegen will.Write
Aber genug geschwafelt, jetzt kommt die Rechtfertigung, hinter der man sich sehr gut verstecken kann, doch ich will mutig sein und aus Deiner Kritik soviel wie möglich mitnehmen, denn dafür hast Du Sie ja geschrieben - nochmal vielen Dank.
Zitat:Also kann ich sagen, dass ich deinen blumigen Stil als genreangemessen empfinde, aber auch trotz dessen zu überladen. Es kommt mir so vor, als ob du den Text oft überarbeitet hast und es kamen immer mehr Adjektive und Details hinzu. Das hat ihn in meinen Augen dann doch überladen und lenkt doch von der Geschichte ab. Markiere dir mal alle Adjektive und schaue bei deinen Lieblingsautoren nach, wie die das so handhaben.
Ich habe den Text oft überarbeitet, allerdings in kurzen Abständen, aber seit ich an dem anderen Manuskript schreibe, gar nicht mehr. Ich kann kein neues Kapitel anfangen, wenn in dem vorigen Formulierungen drin sind, die mir nicht gefallen. Blumiger Stil klingt besser als flach und trocken. Wenn es überladen ist, muss ich eine andere Sichtweise für meinen Text erlernen. Ich versuche, die Welt und Umgebung mit Worten zu zeichnen, aber es ist schwer zu entscheiden, wann das nicht angebracht ist. Was ich bei Anderen sehe, bleibt mir oft in meinem eigenen Text verborgen.
Gydja ist eine Vielwissende (Hohepriesterin muss ich eigentlich streichen, denn die gab es in dieser Form nicht im germanischen Raum ca. 102 v.u.Z.) Sie ist dafür verantwortlich, dass Rikaz Piudarik auf den Thron der Thoringer gelangte, und sie hat tatsächlich ihm gegenüber eine Stellung, die ihr erlaubt, kumpelhaft oder vielleicht sogar mütterlich zu sein.
Zitat:Nach durchlesen des Kapitels, finde ich die Überschrift nicht passend. Es ist doch wichtigeres besprochen worden, als der Speer. Jedenfalls für die Figuren und da du nicht mehr verrätst, würde ich mich auch eher an die Figuren halten und die Prophezeiung in den Fokus rücken.
Die Prophezeiung erhält Gydja im Prolog und sie wird in den nachfolgenden Kapiteln mit Earu, dem Boten schon teilweise besprochen, daher sollte der Schwerpunkt nicht hauptsächlich darauf liegen. Der Speer ist ebenfalls Bestandteil voriger Kapitel. Ich habe die Kapitelüberschriften immer nach dem Inhalt des Kapitels gesetzt, so dass es zu Ende ist, wenn sich die Überschrift erfüllt hat. Ich kann das gar nicht begründen, es ist intuitiv und vielleicht nicht angebracht. Im anderen Manuskript heißen die Kapitel wie die Person, aus deren Sicht es geschrieben ist - das hat mit bei Game Of Thrones ganz gut gefallen, noch besser finde ich aber vielleicht eine Kombination aus Person und Schwerpunkt ...Icon_panik
Zitat:sprich zum Beispiel ein "in" einfügen.
Absolut korrekt, sollte da gestanden haben. Pro
Zitat:Hier fängt es schon an. Erstmal viel und dann harmonieren sie nicht miteinander. Wer empfindet das Kaminfeuer als munter, was einen fröhlichen Eindruck macht und dann ist das Licht sinnlich. Sinnlichkeit suggeriert intime Zweisamkeit, die hier überhaupt keine Rolle spielt. Und dann ist da noch das gemütlich aus dem ersten Satz. Es ist also gemütlich, munter und sinnlich ... so gehe ich in die Szene ...
Ich habe einen offenen Kamin zu Hause und finde, das Feuer prasselt munter und die Sinnlichkeit macht das Licht, selbst wenn ich alleine davor sitze. Aber das ist meine Empfindung und die gehört vielleicht tatsächlich nicht hierher. Der starke Kontrast zum eigentlich ernsten Thema ist aber schon auch gewollt. Gydja, ihre Sklavin und der Bote haben einen gefährlichen Ritt nach Osheim, dem Fürstensitz in Dariks Land, hinter sich. Rikaz war noch nicht zurück von seinem letzten Erkundungsritt, sie hatte eine Auseinandersetzung mit seinem Stellvertreter, und nun sitzt sie nach einer kurzen Nacht im privaten Gemach des Fürsten. Endlich entspannt, nach der Aufregung der letzten Tage.
Zitat:Hier höre ich den Autoren, der aus seiner Zeitkapsel steigt, sich hinter einer Truhe versteckt und zum ersten Mal diese Gerüche wahrnimmt, aber ist das dein Ziel? Das Wort verquirlte erinnert mich an einen Mixer, es sticht heraus in diesem eher getragenen Satz, ich würde etwas schlichteres, wie vermischte nehmen.
Wie gern würde ich das machen, aus der Zeitkapsel steigen und mich hinter einer Truhe verstecken, um meinen eigenen Protas zuzusehen! Ja, aber ich gebe Dir recht. Mit ganz vorsichtigem "Vielleicht" könnte es aber durchgehen, weil Gydja nicht am Hof lebt sondern an einem See in den Bergen, und nur gekommen ist, weil der Fürst es befahl? Es ist für den Inhalt nicht wichtig. Es trägt nur dazu bei, die Stimmung auf heiter zu halten, was aber vielleicht gar nicht angebracht ist.
Zitat:Jedenfalls führst du hier einen starken Kontrast ein, Gydja hat die Ruhe weg und der Fürst als aufgeregte Rennmaus.
Der Fürst ist jung und unerfahren, sie dagegen ein alter Hase. Er kommt nicht klar mit der Situation, ist aufgebracht durch das, was er gesehen hat. Sie ist die Ruhe selbst, nicht, weil sie wirklich ruhig ist, sondern weil sie ihn beruhigen will. Vielleicht ist das Bild übertrieben. Zu "individueller weiter unten noch was.
Zitat:nippen ist taktieren, spielerisch nippen würde vielleicht noch gehen, wenn sie seine Geliebte wäre, aber sie ist doch wohl eher ein politischer Strippenzieher. Ich würde spielerisch streichen
Ich glaube, sie will ihn damit aufziehen. Sie hat gute Laune, obwohl schwere Zeiten bevor stehen. Andererseits meint sie es aber auch ernst. Vielleicht ist das ihre Art zu versuchen, den Fürsten von den schrecklichen Bildern abzulenken, die er gesehen hat. So wie der rumrennt, kann sie mit ihm unmöglich reden. Ich muss drüber nachdenken, ob der ganze Dialog nicht anders sollte.
Zitat:Stell dir das mal verfilmt vor, er rennt und schnaubt eine Kerze aus.
Ich musste total lachen, als ich mir das vorgestellt habe. Die Idee kam, weil ich schon verschiedene Male im Restaurant unbeabsichtigt das Teelicht beim Reden gekillt habe. In einer ernsten Situation nimmt man das wohl tatsächlich nicht als lustig wahr. Letzten Endes ist es der Versuch, diesen Kerzenständer aktiv im Geschehen zu zeigen - aber das kann man auch lassen Icon_cool
Zitat:Wenn die Streitereien mit den Sunuciern, diese Sorgen sind, entlarvt er sich oder du ihn als ziemlich unfähigen Fürsten, dass er die Möglichkeit nicht erwägt.
Nein, die Sunucier sind nur Tagesgeschäft, die Sorgen beziehen sich auf die Überfälle und die Gefahr für Dariks Land.
Zitat:Sie sind füreinander bestimmt und werden sich auch kriegen, nachdem sie sich angemessen lange geziert hat.
Das werde ich jetzt nicht vorweg nehmen, aber es gibt noch mehr wichtige Frauen in dieser Geschichte und einiges, was sich Klischee nennt, mag ich auch nicht.
Zitat:Aber bringt es wirklich die Nasenhaare zum kitzeln, also ihn kitzeln dann seine eigenen Nasenhaare, weil er etwas riecht? Ergibt für mich nicht wirklich Sinn. kitzelte in der Nase ist passender, aber natürlich nicht so drollig.
Ich muss schon wieder persönliches preisgeben, um das zu erklären. Ich hatte mal Pferde, und wenn die geputzt wurden, kam es schon mal vor, dass man Haare in die Nase bekam und niesen musste, oder aber eines lag auf der Nase, dann hat es widerlich gejuckt. Dieses Jucken hatte ich noch Jahre später, obwohl da nichts mehr war, einfach weil meine Nerven sich diesen Zustand scheinbar irgendwie gemerkt haben. Und bei einer bestimmten Vorstellung juckte es dann grundlos unerträglich. Rikaz hat die Empfindung, dass seine Nasenhaare ihn kitzeln, weil er sich an den Geruch erinnert.
Zitat:Ja, klassisches Wildkatzensyndrom. Inwieweit sind weibliche Schwertkämpfer den archäologisch belegt? Fänd ich spannend, hab ja selber Schwertkämpferinnen, allerdings hab ichs da in einer Fantasywelt nicht so schwer.
Ähmm, diese Geschichte ist eine Fantasygeschichte mit historischem Hintergrund. Im anderen Manuskript ist mehr Historie und weniger Fantasy, hier ist es umgekehrt, weil alle Personen und auch die Länder fiktiv sind. Sie sind sozusagen historisch inspiriert - das Wandernde Volk ist aus den Kimbern und Teutonen entstanden. Die Thoringer aus Dariks Land und die Nerterianer aus Hûnaland (Anhänger der Göttin Nerthus), tragen ganz klar germanische Merkmale, während Telta von Kelten bewohnt ist. Ich habe keine archäologischen Belege für Schwertkämpferinnen gefunden. Aber für reitende Bogenschützinnen, die man allerdings nicht mit den nicht existiert habenden Amazonen gleichsetzen sollte. Es heißt aber nicht, dass es trotzdem keine schwertgewandten Frauen gegeben hat. Ich bin mir sicher, dass es für so Manche überlebensnotwendig war, wenigstens leidlich mit einem Schwert umgehen zu können.
Zitat:Der Autor kann machen, was er will, ich kann es nicht nachvollziehen. Das macht Reaktionen beliebig.
Na ja, sie ist ein wenig genervt, weil sie ja das eigentlich Wichtige zur Sprache bringen möchte und das nicht kann, weil der Herr nicht zur Ruhe kommt.
Zitat:Ihre Worte zeigen, sie hat null Respekt oder ist sehr mit ihm befreundet, jedenfalls scheint sie nichts von ihm befürchten zu müssen.
Er ist jung und noch grün hinter den Ohren, sie ist ein alter Hase. Sie hat dafür gesorgt, dass er auf den Fürstenthron kam. Und tatsächlich waren die Vielwissenden bei den Germanen hoch angesehen.
Zitat:Hier ist so ein Satz, wo sich die Beschreibung und das Gefühl wieder mächtig beißen. Eben noch nachdenklich, ist er wieder aufgebracht. Als Leser, will ich mitschwingen, doch ich bleibe an der schön geschwungenen Lehne seines Stuhles hängen. Soll ich nun den Stuhl bewundern oder mit ihm aufgebracht sein? Hier stört das wirklich und sollte weg.
Okay, ich merke, ich bin noch zu unsensibel. Du hast recht.
Zitat:du willst also sagen, er sieht aus als ober er sich erinnert.
Joah, das isses.
Zitat:... ob das was mit der Keltenprinzessin zu tun hat
Hat es nicht, die gerät auf völlig andere Art und Weise in die Geschichte Icon_smile Hier wird der Zusammenhang für eine spätere Begegnung vorbereitet, damit es später keine komischen Zufälle gibt.
Zitat:Also, hier streike ich. Wie eine Blondine kringelt er nun nicht sein güldenes Haar, sondern eben seinen geflochtenen Bart. Wie übersteht der einen Tag als Fürst unter Männern? Mach ihn nicht so weibisch. Und wieder show don't tell ist eine schöne Sache, wenn man es aber übertreibt, kommt sowas dabei raus. Die Leute fangen an sich extrem zu benehmen und werden damit in meinen Augen unglaubwürdig. Ein Mann der tausende in den Tod schicken kann, der mit Gegnern von außen und sicherlich auch von innen zu kämpfen hat, wird sich eine Körpersprache angewöhnt haben, die ihn nicht mit Signalen wie Leuchtfeuern als ängstlich verraten, oder abgelenkt, nervös. Das merkt ein guter Beobachter einem Guten Herrscher an ganz dezenten Dingen an, oder eben gar nicht. Oder er ist eben unbeherrscht und unberechenbar und lehrt die Untergebenen dadurch das fürchten. Die dürfen aber nicht mit einem Funken Loyalität rechnen.
Dein Kommentar ist köstlich!Icon_lol Schon dafür lohnt es sich, sowas zu schreiben. Aber es ist einfach mal wieder wahr, und so bitte ich Dich: Nicht schlagen! Ich mach's noch besser...
Zitat:Klar, kann ein Fluss auch durch einen Wald führen, aber dass sie mit einem Boot nicht durch den Wald können, klingt schräg.

Erklärt sich durch ein früheres Kapitel. Der Miriquidi ist ein Auenwald. Die Flüsse, die dort hindurchfließen, werden nach der Schneeschmelze zu reißenden Strömen, die den Großteil des Waldes unter Wasser setzen und die Ufer wegspülen. Das kann man sich auf You Tube ansehen, es gibt nämlich noch ein paar von diesen einzigartigen Wäldern. In der damaligen Zeit waren diese weit wilder und gefährlicher und bedeckten weite Teile Germaniens.
Zitat:Von einem lockeren Plausch, über düster ängstliche verwirrte Andeutungen zu jetzt einem großen auftritt, wo sie immer noch auf einem Lehnstuhl sitzt ... Und wie passt das zum Einstieg wo sie gut gegessen hatte und unbedingt Bier genießen wollte und sich so richtig wohlfühlte ... Sie hat so einen Traum doch wohl nicht vergessen.
Für so einen Auftritt (Ich mag sowas durchaus, bin Braveheart Fan), müsste für mich ein ganz anderer Vorlauf geschaffen werden und nicht erst diese betonte Lässigkeit
Icon_confusedHmm, es ist ein Stimmungswandel. Mir erscheint das nicht so unnatürlich. Ich kann durchaus mit Leuten scherzen, bevor dann ein ernstes Thema aufkommt und die Stimmung damit natürlich kippt. Aber vielleicht ist es hier einfach fehl am Platz. Ich kann mich wahrscheinlich nicht genug in die extremen Ereignisse hineinversetzen, will heißen, ich nehme die Situation, in der sich meine Leute befinden, nicht ernst genug und das ist ein schwerer Fehler.
Der Auftritt Gydjas ist von ihrer Seite eher passiv. D.h., es geschieht etwas mit ihr, als sie die Worte wiederholt, sie schafft diese Aura nicht selbst. Sie ist in diesem Augenblick ein Instrument. Im Prolog bekommt sie diese Worte gesagt - da ist das Setting ein völlig anderes.
Zitat:weit und breit würde ich als heute recht belanglose Redewendung vermeiden
Und warum diese Frage, am Ende? Klingt ein bisschen ... hämisch. Wenn sie sich das fragt als eine Art Göttin und sie möchte, das die Menschen es wissen, warum sagt sie es dann nicht direkter? Weißsagungen sind nur nicht gemein, wenn das Wesen, dass sie so verschwurbelt ausdrückt, sich eben nicht anders ausdrücken kann. Durch dir Frage wird schon festgesellt, dass ein Missverständnis und Unwissen eintreten kann.
Diese Weissagung ist ein Teil aus "der Seherin Ausspruch" aus der Edda, wortwörtlich übernommen:„Alles weiß ich, wo die Götter ihr Schicksal bargen.
Denn weit und breit sehe ich über der Welten alle.
Da wird Mord in der Welt zuerst,"


den nächsten Teil habe ich selbst formuliert, zum Teil mit Worten, die die Seherin benutzt, nur auf meine Geschichte angepasst.

"Mir gab Heervater Halsband und Ringe,
Für goldene Sprüche und spähenden Sinn.
Denn weit und breit sehe ich über der Welten alle.“
ist wortwörtlich übernommen. Ebenso stellt die Seherin nach jedem Vers die Frage "Wisst ihr, was dies bedeutet?"
Mir gefällt das gut. Es wirkt alt, und Skuld ist uralt. Die Sprache ändert sich im Lauf der Zeit. Gydja hat von Skuld während ihrer Ausbildung erfahren. Dieser Traum ist etwas extrem ungewöhnliches, da Skuld sonst nicht zu ihr spricht.
Zitat:Denn das, was in keines Irdischen Hände gehört...
ist alte Sprache und poetisch durchaus so gewollt. Heute schreibt man das natürlich nicht so. Genau wie die Formulierung "Erdling", stammt wiederum aus der Edda.
Zitat:Welchen letzten Satz? Einen von denen, die oben gesagt wurden, oder noch einen? Das schreibst du hier einfach dazwischen als Erzähler. Warum? Warum verschweigt sie etwas, was fühlt sie in diesem Moment. Ich weiß von köstlichem Bier und gutem Essen, aber hier bin ich blind und taub, ist deine Figur nicht da. Hier wäre es aber wichtig!
Geht wiederum aus dem Prolog hervor. Kannst Du deshalb nicht wissen.
Zu Rikaz: Doch, ich mag ihn sogar sehr besonders. Hast Du mal aus Versehen eingeatmet beim Trinken von Rotwein? Ich schon. Das brennt aber total im Hals Icon_ugly
Ich muss das jetzt ein bisschen abkürzen, weil mir die Zeit wegläuft. Ich denke, ich hab' so einiges verstanden, was Du schreibst. Manche Dinge sehe ich anders, aber das will Leser natürlich nicht wissen. Als Texterfinder muss ich mich da besser kontrollieren.
Ich bin sehr glücklich, eine so stichhaltige Kritik gelesen zu haben und hoffe, Du hast Dir nicht die halbe Nacht damit um die Ohren geschlagen.
Zum besseren Verständnis stelle ich den Prolog ein - unbearbeitet, und ich erwarte jetzt nicht, dass Du Dir damit nochmal soviel Arbeit machst. Jetzt bin ich dran mit Arbeit hurra
Liebe Grüße, slainte


Mich kann man nicht komprimieren!

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Beitrag #4 |

RE: Auszug aus "Das Wandernde Volk"
Hallo slainte

Zitat:vielen herzlichen Dank für diese ausführliche Stellungnahme - wow, da hast du Dir aber mächtig Zeit genommen.
Nicht mehr Zeit, als der Text verdient hat Icon_smile Und um ehrlich zu sein, mich kurz zu fassen, ist einfach keines meiner Talente Smiley_emoticons_blush
Zitat:Diesen Text haben bisher nur einige wenige Freunde gelesen, und von denen gibt es sehr unterschiedliche Aussagen. Das reicht von toll, spannend, schön bis zu kompliziert, nicht meins, langweilig oder wie auch immer. Nur darf man von ihnen keine wirkliche Kritik erwarten - die trauen sich nicht, vor Allem, weil sie wissen, dass ich seit Jahren kontinuierlich daran arbeite. Den Text auf meiner Webseite hat übrigens niemand zuvor gesehen. Er ist fast zwei Jahre später entstanden als dieser hier und unterscheidet sich sprachlich. Dieser hier erscheint mir wie eine Jugendgeschichte, der andere ist irgendwie erwachsener. Aber Du wirst darin sicherlich auch zuviele Adjektive finden Icon_wink
Das bildet ja nicht nur Freundschaft ab, sondern eben auch verschiedene Geschmäcker. Wie ich in der Einleitung schrieb, ich bin kein Leser historischer Romane, war aber durch deine Homepage so auf dieser Spur und eben auch durch den Stil.
Und ich bin absolut kein Feind von Adjektiven wie so mancher (Schreibratgeber), ich benutze selbst gerne reichlich davon, auch gerne im Doppelpack (am Liebsten OHNE Komma dazwischen, ein Sakrileg Icon_fiesMrgreen ). Aber sie haben eben Risiken und Nebenwirkungen und passen ( wie alles meiner Meinung nach) nicht überall. Wie eben bei dem Beispiel mit der schönen Lehne bei einem Wutausbruch. Hätte eine andere Figur das wahrgenommen, um zu zeigen, der Wutausbruch ist mir sowas von egal, super! Aber an der Stelle glaubte ich nicht, dass das deine Absicht war.

Zitat:Ich gehöre mit fast fünfzig zur älteren Generation, und ich bin mit der ersten Fantasy in Deutschland aufgewachsen. Ich war überrascht, als ich von einem Freund meiner Tochter erfuhr, dass er sich gerade durch den Herr der Ringe quält, weil er mit der Sprache nicht gut zurechtkommt. Ich habe ihn damals verschlungen und diesbezüglich null Probleme gesehen.
Na o.k. i ich bin 40 und das sind auch so meine Anfangserfahrungen.
Ging mir genauso mit dem Herrn der Ringe, null Probleme mit der Sprache, aber er hat mich trotzdem wahnsinnig gemacht, weil er konsequent immer an den Sachen vorbei geschrieben hat, die ich erleben wollte. Icon_motz Da ist mir Shakespeare schon lieber gewesen.

Zitat:So habe ich ein paar von den alten Büchern herausgekramt, die mich als Jugendliche sehr begeistert haben und sie noch einmal angelesen. Überraschung: Garnicht klar kam ich mit der Shannara-Reihe, die ich früher sehr mochte, oder mit einigen Hohlbein-Büchern - die ersten fand ich noch richtig gut früher. Da ist mir aufgefallen, wie sehr sich die Sprache verändert hat.

Und man darf nun nicht unterschätzen, wie es sich auswirkt, wenn man schon viel mehr gelesen hat. Die Begeisterung mit der man als Kind oder Jugendlicher Bücher verschlingt, wenn diese Welten ganz neu sind, die kann man nicht wiedererlangen.
Mein Sohn ist jetzt 12 und Bücherfresser. Er liebte Eragon, wuchs aber von Buch zu Buch da raus, mochte den Herrn der ringe ganz gern, aber hatte auch so seine Probleme mit der Aufteilung und Shannara konnte ihn gar nicht mehr hinter dem Ofen vorlocken, Schade hätte ihn eine Weile beschäftigt.Mrgreen
Ich habe auch vor einigen Jahren ein paar heißgeliebte Bücher gekauft, die ich als Kind bekommen habe (nach einem Umzug, waren alle meine Bücher einem Wasserschaden im Keller zum Opfer gefallen) und war geschockt, wie wenig von meinen Erinnerungen doch wirklich in den Büchern stand und schon gar nicht durch die Sprache festgehalten, da habe ich aus wenigen Sätzen ganze Phantomkapim Kopf "geschrieben" von Nebenfiguren, Vergangenheit und Zukunft, die im Buch gar keine Rolle spielten. Und das ist auch eines der Geheimnisse des Lesens, auf den wir als Geschichtenerzähler keinen Einfluss haben, wie sich Elemente im Text mit einem Leser verbinden und eine eigene einzigartige Geschichte erschaffen.
Zitat:Wahrscheinlich ist dies ein ganz entscheidendes Kriterium, für welche Zielgruppe man ein Buch konzipiert. Aber wie gesagt, ich bin Anfänger, und vielleicht werde ich scheitern, weil ich entweder nicht klug genug bin, oder mich nicht genug verbiegen will.Write
Ich sehe das so, man braucht Leser, die auf eine gewisse Art zum Text passen, die diese Texte suchen und ... brauchen. Man kann und darf nicht irgendwem oder einer Zielgruppe hinterherschreiben. Schreiben ist so zeitaufwendig und tiefgehend, dass der Weg das Ziel ist, nicht die Veröffentlichung, nicht die Anerkennung durch andere (die ist im Verhältnis einfach nur ein Lidschlag lang) und das geht eben nur wenn man sich nicht verbiegt. Für dich finde ich die Zielgruppenbestimmung wichtig, weil du ja meintest, du möchtest einen schnörkellosen Stil haben. Den du meiner Meinung nach nicht hast und eben für dein Genre auch gar nicht brauchst. Den bräuchtest du, um Fans gewisser Krimis anzusprechen, gewisse SF Themen und anderes. Und es klingt ja auch gut, den Stil der Geschichte unterzuordnen. Aber man kleidet den Sonnenkönig auch nicht in Lumpen, um die Handlung zu unterstreichen, so ist ein schnörkelloser Stil eben für viele Fans solcher Geschichten nix. Also der Stil und die Ansprüche an eine "klare schnörkellose Sprache" sind nicht falsch, aber sie müssen für dich und deine Geschichte, deshalb noch nicht richtig sein.
Die Rückmeldungen, das gelesen werden, Kritik, ist ein ganz anderer Genuss (und ebenso zweischneidig wie das Schreiben selbst).
Aber, wenn man eben veröffentlichen will, gelesen werden will, finde ich es wichtig, sich zu überlegen wohin der Stil passt und wo man eben seine Leser finden kann. Deshalb habe ich betont, dass ich deinen Stil für Fans historischer Romane angemessen finde und ich eben kein wirklicher bin. Weshalb du meine ehrliche Kritik eben so nehmen kannst, als nahe dran, aber eben nicht unbedingt zielgruppengerecht. Das bedeutet eben, nimm die Kritik nicht so ernst, wenns zum Beispiel um die tiefgründigen Smaragdaugen geht. Obwohl, eigentlich ...

Zitat:Aber genug geschwafelt, jetzt kommt die Rechtfertigung, hinter der man sich sehr gut verstecken kann, doch ich will mutig sein und aus Deiner Kritik soviel wie möglich mitnehmen, denn dafür hast Du Sie ja geschrieben - nochmal vielen Dank.
Deshalb sagte ich, nimm was du brauchen kannst und vergiss den Rest. Ich hätte vielleicht noch sagen sollen, dass mir widerspruch beinahe noch lieber ist, als Zustimmung. Ich klopfe den Text ab und du sagst: Ja, ich habe dein Argument gehört und verstanden und befinde, dass meine Version genau so ist, wie ich sie haben wollte. Dann bin ich am glücklichsten, dann habe ich nach meinem empfinden meine Aufgabe erfüllt. Ich habe den Text nach meinem besten Wissen und Gewissen auseinandergenommen und du bist zufrieden mit deinem Werk. Und ich habe gerne eine genaue Rückmeldung. Ich bin nicht besser als du, ich mache das mit dem auseinandernehmen sicherlich schon länger, und ich hab auch einige Kilometer Buch auf der Uhr, aber du bist der Experte für deinen Text, nur du weißt, wie die Figuren wirklich sind und was du erreichen willst. Vielleicht erstmal nur intuitiv, aber in der Auseinandersetzung mit Kritik solltest du das nie vergessen, du bist der Souverän und Argumente für deine Entscheidungen bewusst zu überdenken und zu "rechtfertigen" schärfst deinen Blick für das was dir wichtig ist, was du kannst! Durch deinen Text und deine Antworten, bist du auch immer mein Kollege und Lehrer, und erweiterst mein Wissen und meine Wahrnehmung. Das ist keine Einbandstraße. Also versteck dich nicht, und rechtfertige dich nicht, rede mit mir. Wir sind Kollegen, sicherlich mit verschiedenen Schwerpunkten, doch immer auf Augenhöhe und das Hausrecht gebührt dir allein.
Zitat:Also kann ich sagen, dass ich deinen blumigen Stil als genreangemessen empfinde, aber auch trotz dessen zu überladen. Es kommt mir so vor, als ob du den Text oft überarbeitet hast und es kamen immer mehr Adjektive und Details hinzu. Das hat ihn in meinen Augen dann doch überladen und lenkt doch von der Geschichte ab. Markiere dir mal alle Adjektive und schaue bei deinen Lieblingsautoren nach, wie die das so handhaben.
Zitat:Ich habe den Text oft überarbeitet, allerdings in kurzen Abständen, aber seit ich an dem anderen Manuskript schreibe, gar nicht mehr. Ich kann kein neues Kapitel anfangen, wenn in dem vorigen Formulierungen drin sind, die mir nicht gefallen. Blumiger Stil klingt besser als flach und trocken. Wenn es überladen ist, muss ich eine andere Sichtweise für meinen Text erlernen.

Nein, musst du nicht. Sicher nicht, nur weil ich (oder eine Millionen andere Menschen) es sagen. Ich empfinde ihn als überladen und habe dir die Stellen gezeigt, wo dieses Gefühl aufkommt und warum. Du musst entscheiden, ob es deiner Geschichte guttut, diesem Argument zu folgen, oder eben nicht oder es fällt dir bei der Beleuchtung noch etwas ganz anderes ein. Vielleicht stellst du fest, dass er noch gar nicht reich genug ist an Adjektiven, um das zu erreichen, was du willst.Das Echo, das dein Text in mir erzeugt, ist nie "wahr, oder richtig", es ist gefärbt von mir, und der Unmöglichkeit sich unter Worten exakt das selbe vorzustellen wie ein anderer. Daraus herauszufiltern, was relevant ist, ist nicht einfach. Aber ganz sicher ist es ganz wichtig, dass es für dich erstmal das bleibt, was es ist. Meine Sicht auf deinen Text, nicht mehr, nicht weniger.
Zitat:Ich versuche, die Welt und Umgebung mit Worten zu zeichnen, aber es ist schwer zu entscheiden, wann das nicht angebracht ist. Was ich bei Anderen sehe, bleibt mir oft in meinem eigenen Text verborgen.
Ja, das geht so ziemlich jedem so, deshalb ist der blick durch andere Augen auf den eigenen Text so spannend, und so gefährlich. Sieh mich als Advokatus diaboli Icon_smile
Zitat:Gydja ist eine Vielwissende (Hohepriesterin muss ich eigentlich streichen, denn die gab es in dieser Form nicht im germanischen Raum ca. 102 v.u.Z.) Sie ist dafür verantwortlich, dass Rikaz Piudarik auf den Thron der Thoringer gelangte, und sie hat tatsächlich ihm gegenüber eine Stellung, die ihr erlaubt, kumpelhaft oder vielleicht sogar mütterlich zu sein.
Ja, so wirkt es Icon_smile Vielwissende ist ein schönes Wort und nicht so vielgebraucht. Die Edda, die du unten gebrauchst, ist aber um einiges jünger oder?
Zitat:Nach durchlesen des Kapitels, finde ich die Überschrift nicht passend. Es ist doch wichtigeres besprochen worden, als der Speer. Jedenfalls für die Figuren und da du nicht mehr verrätst, würde ich mich auch eher an die Figuren halten und die Prophezeiung in den Fokus rücken.
Zitat:Die Prophezeiung erhält Gydja im Prolog und sie wird in den nachfolgenden Kapiteln mit Earu, dem Boten schon teilweise besprochen, daher sollte der Schwerpunkt nicht hauptsächlich darauf liegen. Der Speer ist ebenfalls Bestandteil voriger Kapitel. Ich habe die Kapitelüberschriften immer nach dem Inhalt des Kapitels gesetzt, so dass es zu Ende ist, wenn sich die Überschrift erfüllt hat. Ich kann das gar nicht begründen, es ist intuitiv und vielleicht nicht angebracht.
Wenn es deine Intuition ist, würde ich es unbedingt so lassen, ich hab ja nur das Kapitel und konnte das Muster nicht erkennen. Das ist immer ein Problem er Ausschnitte. Wann immer jemand irgendetwas fragt und bemäkelt ist es auch immer die Frage, ob es ein Effekt des Ausschnitts ist. Als Leser ist man ja nicht in der Lage zu meckern und liest noch mal ganz anders, wenn man meckern und ändern kann.

Zitat:Im anderen Manuskript heißen die Kapitel wie die Person, aus deren Sicht es geschrieben ist - das hat mit bei Game Of Thrones ganz gut gefallen, noch besser finde ich aber vielleicht eine Kombination aus Person und Schwerpunkt ...Icon_panik
Ja, find ich auch gut. Ich kann ohne Überschrift gar nicht schreiben, die kommt bei mir bevor ich auch nur eine Idee habe, was als nächstes passiert
Games of Thrones ist eine auch sehr personenzentrierte Geschichte, da sind die Überschriften
Zitat:Hier fängt es schon an. Erstmal viel und dann harmonieren sie nicht miteinander. Wer empfindet das Kaminfeuer als munter, was einen fröhlichen Eindruck macht und dann ist das Licht sinnlich. Sinnlichkeit suggeriert intime Zweisamkeit, die hier überhaupt keine Rolle spielt. Und dann ist da noch das gemütlich aus dem ersten Satz. Es ist also gemütlich, munter und sinnlich ... so gehe ich in die Szene ...
Zitat:Ich habe einen offenen Kamin zu Hause und finde, das Feuer prasselt munter und die Sinnlichkeit macht das Licht, selbst wenn ich alleine davor sitze. Aber das ist meine Empfindung und die gehört vielleicht tatsächlich nicht hierher.
Das ist der Erfahrungsschatz den man hat und braucht. Und eine Frage der Schreibphilosophie. Für mich ist der Raum, indem eine Geschichte spielt der Klangkörper für die Gefühle der Charaktere. Wie man bei Liebeskummer lauter glückliche Paare sieht, was den Schmerz vertieft, oder Menschen, die jemandem ähnlich sehen, den man verloren hat.
Der Raum existiert für mich nicht unabhängig von der Geschichte. Im Fernen Ideal gehört für mich alles, was man schreibt, zum Puzzle dazu, ist nichts überflüssig, oder nur zur Orientierung da.

Zitat:Der starke Kontrast zum eigentlich ernsten Thema ist aber schon auch gewollt. Gydja, ihre Sklavin und der Bote haben einen gefährlichen Ritt nach Osheim, dem Fürstensitz in Dariks Land, hinter sich. Rikaz war noch nicht zurück von seinem letzten Erkundungsritt, sie hatte eine Auseinandersetzung mit seinem Stellvertreter, und nun sitzt sie nach einer kurzen Nacht im privaten Gemach des Fürsten. Endlich entspannt, nach der Aufregung der letzten Tage.
Ich kann nachvollziehen, dass sie eine Atempause hat und froh darüber ist, so wie du es hier erzählst, aber Wohlgefühl und diese Art ... Heiterkeit... Ich weiß nicht, ich stelle mir vor, ich würde wissen, dass es Krieg gibt, verheerend, bisher unaufhaltsam. Ich bin von den Göttern erwählt das verhindern zu können und habe nicht die leiseste Ahnung wie, mein Verbündeter ist so ein halbes Kind von einem Fürsten, ich könnte essen ja, hätte wahrscheinlich das Bedürfnis zu trinken, mich vielleicht sogar etwas mehr zu betrinken als Klug ist, könnte die Augen schließen und meine Knochen aufwärmen, aber ich wäre wohl nicht in der Stimmung jemanden zu necken und nicht zum wichtigsten zu kommen, das ich in meinem Leben gehört habe. Aber ich bin eben nicht Gydja. Wenn sie so ist, dann ist sie so. War sie schon so als Kind, ist es eine Reaktion auf Ereignisse in ihrem langen Leben. Dann ist es für mich deine Aufgabe, das so darzustellen, dass ich es nachvollziehen kann, dass sie so ist, nicht unbedingt in der Szene, aber insgesamt und man muss eben damit rechnen, dass ein Leser, der das bis hier noch nicht verstanden hat, sich erstmal von der Figur distanziert und sie und sie unglaubwürdig oder unsympathisch findet. Vielleicht findet er sie aber auch cool, weil sie sich so entspannen kann trotz allem. Es ist nur die Frage, ist es so in dieser Form für dich logisch und aufgrund von Gydjas Charakter so? Oder hat da einfach Feuer und Gemütlichkeit aus deinem Leben als Autor sich da zu breit gemacht?
Zitat:Hier höre ich den Autoren, der aus seiner Zeitkapsel steigt, sich hinter einer Truhe versteckt und zum ersten Mal diese Gerüche wahrnimmt, aber ist das dein Ziel? Das Wort verquirlte erinnert mich an einen Mixer, es sticht heraus in diesem eher getragenen Satz, ich würde etwas schlichteres, wie vermischte nehmen.
Zitat:Wie gern würde ich das machen, aus der Zeitkapsel steigen und mich hinter einer Truhe verstecken, um meinen eigenen Protas zuzusehen! Ja, aber ich gebe Dir recht. Mit ganz vorsichtigem "Vielleicht" könnte es aber durchgehen, weil Gydja nicht am Hof lebt sondern an einem See in den Bergen, und nur gekommen ist, weil der Fürst es befahl? Es ist für den Inhalt nicht wichtig. Es trägt nur dazu bei, die Stimmung auf heiter zu halten, was aber vielleicht gar nicht angebracht ist.
Der Geruch trägt eigentlich nicht zur Heiterkeit bei, er ist ja merkwürdig. Wenn du dann einbaust, dass er so merkwürdig anders ist, als ihr Haus am See und sie sich vielleicht dahin zurückwünscht, hättest du zwei fliegen mit einer Klappe geschlagen, ich verstehe, warum sie den Geruch merkwürdig findet und sie klingt nicht so, als hätte sie die Prophezeiung einfach mal so vergessen, sondern dass sie sie einen Moment vergessen wollte, elementarer Unterschied.
Zitat:Jedenfalls führst du hier einen starken Kontrast ein, Gydja hat die Ruhe weg und der Fürst als aufgeregte Rennmaus.
Zitat:Der Fürst ist jung und unerfahren, sie dagegen ein alter Hase. Er kommt nicht klar mit der Situation, ist aufgebracht durch das, was er gesehen hat. Sie ist die Ruhe selbst, nicht, weil sie wirklich ruhig ist, sondern weil sie ihn beruhigen will. Vielleicht ist das Bild übertrieben. Zu "individueller weiter unten noch was.
O.k. für mich kann ein junger Fürst, der zum Fürst gemacht wird und es nicht geerbt hat (und aus irgendeinem Grund unfähig und unerzogen für seine Aufgabe bleibt), nicht so sein, oder sich zumindest so nicht lange halten. Was hat sie in ihm gesehen, dass sie ihn zum Fürsten gemacht hat? Das? Leicht manipulierbar? Advokatus diaboli. Hat er schon getötet in seinem Leben, wann zum ersten Mal, wie ist die Gesellschaft in die er als Junge hineingeboren wurde, wieviel Kindheit gesteht man Kindern zu? Also, kann er so sein? Oder ist er ein Jüngling aus unserer Zeit, wo man es sich leistet noch mit zwanzig oder gar dreißig jugendlich zu sein? Ja, er kann angemessen aufgebracht sein, über das was er gesehen hat. Aber für mich müsste er es zeigen, wie es eben ein Mann mit viel Verantwortung auf den Schultern zeigt, der noch unerfahren ist, du kannst in die Gedanken springen, ganz nah ranzoomen. Ich finde eben hin und her rennen ist ein abgenutztes und für mich unrealistisches Bild.

Und hier widersprichst du dir, du schreibst mir oben, sie ist wirklich entspannt nach den letzten Tagen, hier ist sie aber nicht wirklich ruhig, sondern tut nur so, um ihn zu beruhigen.
Sie macht also den Vorschlag mit der Heirat um ihn abzulenken, ihm ein Lösbares Problem zu servieren und sie weiß vielleicht, dass er gefallen gefunden hat an der Schwertschwingerin als Vielwissende. Deute das an und ich bin sehr glücklich, deinen Charakter so erkennen zu können wie er von dir gedacht ist. Das liebe ich an ausführlichen Antworten, besser zu verstehen, was gemeint ist. Denn das ist etwas, das ich nicht leisten kann, die Idee im Kopf mit deinem Text zu vergleichen, ich kann nur rückmelden, was ich gefunden habe
Zitat:nippen ist taktieren, spielerisch nippen würde vielleicht noch gehen, wenn sie seine Geliebte wäre, aber sie ist doch wohl eher ein politischer Strippenzieher. Ich würde spielerisch streichen
Zitat:Ich glaube, sie will ihn damit aufziehen. Sie hat gute Laune, obwohl schwere Zeiten bevor stehen. Andererseits meint sie es aber auch ernst. Vielleicht ist das ihre Art zu versuchen, den Fürsten von den schrecklichen Bildern abzulenken, die er gesehen hat. So wie der rumrennt, kann sie mit ihm unmöglich reden. Ich muss drüber nachdenken, ob der ganze Dialog nicht anders sollte.
Die gute Laune muss meiner Meinung nach im Text motiviert werden, eben als Reaktion auf schlimme Dinge. Als Art damit klarzukommen, eben nicht vergessen, sondern zurückdrängen. Und dann verfliegt diese Gegenreaktion, dass es ihm schlecht geht, bringt das alles zurück, deshalb auch der ernste Ausbruch, es ist schon alles da im Text, aber noch nicht ganz fassbar gemacht (für mich wohlgemerkt, andere können da feinere Antennen haben), da fehlt mir noch was. Markiere mal im Text, woran ich das erkenne, ich kann auch immer etwas übersehen, Hauptsache es ist für dich da, aber eben nicht nur in Gedanken sondern auch irgendwo in den Worten.
Zitat:Stell dir das mal verfilmt vor, er rennt und schnaubt eine Kerze aus.
Zitat:Ich musste total lachen, als ich mir das vorgestellt habe. Die Idee kam, weil ich schon verschiedene Male im Restaurant unbeabsichtigt das Teelicht beim Reden gekillt habe. In einer ernsten Situation nimmt man das wohl tatsächlich nicht als lustig wahr. Letzten Endes ist es der Versuch, diesen Kerzenständer aktiv im Geschehen zu zeigen - aber das kann man auch lassen Icon_cool
Ansich eine sehr gute Einstellung, kein statisches Bild abzuarbeiten (ein typisches Verhalten in den Anfängen des Schreibens), sondern es in den Film einzubauen und erst zu nennen, wenn es für den Film eben relevant ist. Aber gerade in hochemotionalen Szenen, sollte ein Leuchter den Gefühlen doch nicht den Raum stehlen. Wäre es das Schwert seines Vaters, hätte also etwas mit seinen Gefühlen und der Situation zu tun, wäre es etwas anderes, dann wäre der Gegenstand sozusagen ein Mitspieler, ein Klangkörper. Wenn du die Flammen nutzen würdest, als Symbol, dass seine Welt bald in übertragenen Sinne in Flammen steht, er sich davor fürchtet oder sie grimmig löscht ... Wie gesagt, für mich ist die Umgebung der Figuren Klangkörper und hat keinen eigenen Wert für sich. Gerade eben in sehr wichtigen Momenten, in ruhigen Momenten kann man das eher einbringen, wie am Anfang wo sie nur rumsitzt. Da sorgen Betrachtungen der Umgebung für Ruhe.
Zitat:Wenn die Streitereien mit den Sunuciern, diese Sorgen sind, entlarvt er sich oder du ihn als ziemlich unfähigen Fürsten, dass er die Möglichkeit nicht erwägt.
Zitat:Nein, die Sunucier sind nur Tagesgeschäft, die Sorgen beziehen sich auf die Überfälle und die Gefahr für Dariks Land.
Um so wichtiger für mich, dass er nicht "andere Sorgen" sagt, sondern es konkretisiert und man es andeutet, das sie versucht ihn abzulenken und das eben nicht gelingt.
Zitat:Sie sind füreinander bestimmt und werden sich auch kriegen, nachdem sie sich angemessen lange geziert hat.
Zitat:Das werde ich jetzt nicht vorweg nehmen, aber es gibt noch mehr wichtige Frauen in dieser Geschichte und einiges, was sich Klischee nennt, mag ich auch nicht.
Bin schon gespannt hurra
Zitat:Aber bringt es wirklich die Nasenhaare zum kitzeln, also ihn kitzeln dann seine eigenen Nasenhaare, weil er etwas riecht? Ergibt für mich nicht wirklich Sinn. kitzelte in der Nase ist passender, aber natürlich nicht so drollig.
Zitat:Ich muss schon wieder persönliches preisgeben, um das zu erklären. Ich hatte mal Pferde, und wenn die geputzt wurden, kam es schon mal vor, dass man Haare in die Nase bekam und niesen musste, oder aber eines lag auf der Nase, dann hat es widerlich gejuckt. Dieses Jucken hatte ich noch Jahre später, obwohl da nichts mehr war, einfach weil meine Nerven sich diesen Zustand scheinbar irgendwie gemerkt haben. Und bei einer bestimmten Vorstellung juckte es dann grundlos unerträglich. Rikaz hat die Empfindung, dass seine Nasenhaare ihn kitzeln, weil er sich an den Geruch erinnert.
Ich habe schon verstanden, dass es ihn wieder kitzelt, nur sind es eben nicht Pferdehaare, sondern seine eigenen Nasenhaare, die ihn kitzeln, was ein drolliges Bild bei mir ergibt und mich ablenkt (Die Frage, wie lang müssen die sein, damit er sich selbst kitzelt zum Beispiel Smiley_emoticons_blush ) Die Frage ist für mich, soll es drollig sein? Oder soll die Erinnerung mehr Gewicht haben? Finden das überhaupt andere Menschen auch so ungewollt lustig?
Sass du in Erinnerungen auhc Sinnesempfindungen einbaust, die er wieder hat, finde ich klasse!
Zitat:Ja, klassisches Wildkatzensyndrom. Inwieweit sind weibliche Schwertkämpfer den archäologisch belegt? Fänd ich spannend, hab ja selber Schwertkämpferinnen, allerdings hab ichs da in einer Fantasywelt nicht so schwer.
Zitat:Ähmm, diese Geschichte ist eine Fantasygeschichte mit historischem Hintergrund. Im anderen Manuskript ist mehr Historie und weniger Fantasy, hier ist es umgekehrt, weil alle Personen und auch die Länder fiktiv sind. Sie sind sozusagen historisch inspiriert - das Wandernde Volk ist aus den Kimbern und Teutonen entstanden. Die Thoringer aus Dariks Land und die Nerterianer aus Hûnaland (Anhänger der Göttin Nerthus), tragen ganz klar germanische Merkmale, während Telta von Kelten bewohnt ist.
Oh, wieder durch die Homepage angeregt, dachte ich, es wäre eher ein historischer Roman mit Fantasyeinsprengseln (in der Annahme die Menschen damals haben so wirklich an ihre Götter geglaubt, dass ihre Wahrnehmung Beweise dafür produziert hat bzw. man es immer auf zwei Arten lesen kann, Alles Einbildung oder Götter gabs damals noch wirklich.


Zitat: Ich habe keine archäologischen Belege für Schwertkämpferinnen gefunden. Aber für reitende Bogenschützinnen, die man allerdings nicht mit den nicht existiert habenden Amazonen gleichsetzen sollte.

Ja, so ist es in meiner Welt, wenn Frauen in der Armee eher als Bogenschützinnen, nur sehr selten als Schwertkämpferinnen (und da dann eher hochrangige Witwen, die den Platz ihrer Männer einnehmen)

Zitat:Es heißt aber nicht, dass es trotzdem keine schwertgewandten Frauen gegeben hat. Ich bin mir sicher, dass es für so Manche überlebensnotwendig war, wenigstens leidlich mit einem Schwert umgehen zu können.
Ich denke mir eher, dass Frauen eher andere Waffen bevorzugt haben, die ihren körperlichen Nachteil nicht so heraustellten ... Aber vorstellbar ist es natürlich, wäre schön dafür mal Beweise zu finden
Zitat:Der Autor kann machen, was er will, ich kann es nicht nachvollziehen. Das macht Reaktionen beliebig.
Zitat:Na ja, sie ist ein wenig genervt, weil sie ja das eigentlich Wichtige zur Sprache bringen möchte und das nicht kann, weil der Herr nicht zur Ruhe kommt.
Naja, sie hat ihn mit der Hochzeit abgelenkt und da hat sie das Gerenne auch nicht gestört, und sie hat ihn zum Fürsten gemacht, sie müsste wissen, wie er ist, außerdem hört er ja nicht mit den Füßen Mrgreen Also würde ich mir wünschen, dass zumindest eben etwas passiert, was diesen Stimmungswechsel provoziert, er kann dann ja den Ständer umrennen und das reicht ihr dann. Sie könnte dann angemessenen Zweifel an ihrer Wahl haben, wenn er sich so benimmt, zumindest das die Figuren selber merken wie unangemessen er sich benimmt

Zitat:Ihre Worte zeigen, sie hat null Respekt oder ist sehr mit ihm befreundet, jedenfalls scheint sie nichts von ihm befürchten zu müssen.
Zitat:Er ist jung und noch grün hinter den Ohren, sie ist ein alter Hase. Sie hat dafür gesorgt, dass er auf den Fürstenthron kam. Und tatsächlich waren die Vielwissenden bei den Germanen hoch angesehen.
Hier ist eben die Frage, ob er so sein kann mit der Biographie, die er haben muss, als Krieger, als jemande der schon getötet hat.
Zitat:Hier ist so ein Satz, wo sich die Beschreibung und das Gefühl wieder mächtig beißen. Eben noch nachdenklich, ist er wieder aufgebracht. Als Leser, will ich mitschwingen, doch ich bleibe an der schön geschwungenen Lehne seines Stuhles hängen. Soll ich nun den Stuhl bewundern oder mit ihm aufgebracht sein? Hier stört das wirklich und sollte weg.
Zitat:Okay, ich merke, ich bin noch zu unsensibel. Du hast recht.
Passiert jedem ob sensibel oder nichtIcon_smile Man selber hat ja das richtige Gefühl für die Szene, meist stören da Beschreibungen am wenigsten, die sieht man im Kopf vor sich und da stören sie auch nicht. Wenn sie sich aber in Worte verwandeln, die Platz brauchen, können sie schon stören. Mich jedenfalls.
Zitat:... ob das was mit der Keltenprinzessin zu tun hat
Zitat:Hat es nicht, die gerät auf völlig andere Art und Weise in die Geschichte Icon_smile Hier wird der Zusammenhang für eine spätere Begegnung vorbereitet, damit es später keine komischen Zufälle gibt.
Solche Mutmaßungen kann ein Leser immer haben, die auf die falsche Fährte locken. Das gehört zum Lesespaß dazu
Zitat:Also, hier streike ich. Wie eine Blondine kringelt er nun nicht sein güldenes Haar, sondern eben seinen geflochtenen Bart. Wie übersteht der einen Tag als Fürst unter Männern? Mach ihn nicht so weibisch. Und wieder show don't tell ist eine schöne Sache, wenn man es aber übertreibt, kommt sowas dabei raus. Die Leute fangen an sich extrem zu benehmen und werden damit in meinen Augen unglaubwürdig. Ein Mann der tausende in den Tod schicken kann, der mit Gegnern von außen und sicherlich auch von innen zu kämpfen hat, wird sich eine Körpersprache angewöhnt haben, die ihn nicht mit Signalen wie Leuchtfeuern als ängstlich verraten, oder abgelenkt, nervös. Das merkt ein guter Beobachter einem Guten Herrscher an ganz dezenten Dingen an, oder eben gar nicht. Oder er ist eben unbeherrscht und unberechenbar und lehrt die Untergebenen dadurch das fürchten. Die dürfen aber nicht mit einem Funken Loyalität rechnen.
Zitat:Dein Kommentar ist köstlich!Icon_lol Schon dafür lohnt es sich, sowas zu schreiben. Aber es ist einfach mal wieder wahr, und so bitte ich Dich: Nicht schlagen! Ich mach's noch besser...
Na, ich werde dich doch nicht schlagen, ich bin voooll der Pazifist, aber er, wenn er das liest, ganz sicher
Zitat:Klar, kann ein Fluss auch durch einen Wald führen, aber dass sie mit einem Boot nicht durch den Wald können, klingt schräg.

Zitat:Erklärt sich durch ein früheres Kapitel. Der Miriquidi ist ein Auenwald. Die Flüsse, die dort hindurchfließen, werden nach der Schneeschmelze zu reißenden Strömen, die den Großteil des Waldes unter Wasser setzen und die Ufer wegspülen. Das kann man sich auf You Tube ansehen, es gibt nämlich noch ein paar von diesen einzigartigen Wäldern. In der damaligen Zeit waren diese weit wilder und gefährlicher und bedeckten weite Teile Germaniens.
Dann würde ich trotzdem sagen, schreib, sie schaffen es nicht durch den Auwald, damit das Bild im Kopf gleich richtig ist und nicht erst den Umweg durch den Staatsfort nehmen muss.
Zitat:Von einem lockeren Plausch, über düster ängstliche verwirrte Andeutungen zu jetzt einem großen auftritt, wo sie immer noch auf einem Lehnstuhl sitzt ... Und wie passt das zum Einstieg wo sie gut gegessen hatte und unbedingt Bier genießen wollte und sich so richtig wohlfühlte ... Sie hat so einen Traum doch wohl nicht vergessen.
Für so einen Auftritt (Ich mag sowas durchaus, bin Braveheart Fan), müsste für mich ein ganz anderer Vorlauf geschaffen werden und nicht erst diese betonte Lässigkeit
Zitat:Icon_confusedHmm, es ist ein Stimmungswandel. Mir erscheint das nicht so unnatürlich. Ich kann durchaus mit Leuten scherzen, bevor dann ein ernstes Thema aufkommt und die Stimmung damit natürlich kippt. Aber vielleicht ist es hier einfach fehl am Platz. Ich kann mich wahrscheinlich nicht genug in die extremen Ereignisse hineinversetzen, will heißen, ich nehme die Situation, in der sich meine Leute befinden, nicht ernst genug und das ist ein schwerer Fehler.
Ja, so ein Stimmungswandel ist nicht unnatürlich, wenn das Leben weitergeht und man dann durch irgendeine Bemerkung, oder Bild von der Erinnerung heimgesucht wird und sie Stimmung dann kippt. Aber hier hat sie diese Prophezeiung erhalten, wohl schlimmes gesehen und dann kommt quasi zufällig das Gespräch auf diese unendlich wichtigen Dinge, deshalb klappt das für mich eben nicht so ganz
Zitat:Der Auftritt Gydjas ist von ihrer Seite eher passiv. D.h., es geschieht etwas mit ihr, als sie die Worte wiederholt, sie schafft diese Aura nicht selbst. Sie ist in diesem Augenblick ein Instrument. Im Prolog bekommt sie diese Worte gesagt - da ist das Setting ein völlig anderes.
Hab den Prolog jetzt entdeckt und gelesen. Und ich finde den Prolog sehr schön ausgearbeitet, dein Stil hat sich noch weiter entwickelt und gefestigt und klingt nicht wie der einer Anfängerin, sicher nicht.
Zitat:weit und breit würde ich als heute recht belanglose Redewendung vermeiden
Und warum diese Frage, am Ende? Klingt ein bisschen ... hämisch. Wenn sie sich das fragt als eine Art Göttin und sie möchte, das die Menschen es wissen, warum sagt sie es dann nicht direkter? Weißsagungen sind nur nicht gemein, wenn das Wesen, dass sie so verschwurbelt ausdrückt, sich eben nicht anders ausdrücken kann. Durch dir Frage wird schon festgesellt, dass ein Missverständnis und Unwissen eintreten kann.
Zitat:Diese Weissagung ist ein Teil aus "der Seherin Ausspruch" aus der Edda, wortwörtlich übernommen:„Alles weiß ich, wo die Götter ihr Schicksal bargen.
Denn weit und breit sehe ich über der Welten alle.
Da wird Mord in der Welt zuerst,"
Ja, das ist auch schön! Aber dem Leser wird wahrscheinlich doch nicht die Edda vor Augen stehen (die hab ich vor ... zwanzig Jahren das letzte mal gelesen, muss ich unbedingt wieder auffrischen. Danke! Für die Erinnerung), sondern die Floskel. Er ging die Straße runter, weit und breit war nix zu sehen. Und wieder weit und breit ist eine deutsche übersetzung, wie es im original klang ... Aber klar, wenn du genau an den Worten hängst (Fußnote für dieses Zitat nicht vergessen!), dann lass sie unbedingt so.

Zitat: den nächsten Teil habe ich selbst formuliert, zum Teil mit Worten, die die Seherin benutzt, nur auf meine Geschichte angepasst.

Zitat:"Mir gab Heervater Halsband und Ringe,
Für goldene Sprüche und spähenden Sinn.
Denn weit und breit sehe ich über der Welten alle.“
ist wortwörtlich übernommen. Ebenso stellt die Seherin nach jedem Vers die Frage "Wisst ihr, was dies bedeutet?"
Mir gefällt das gut. Es wirkt alt, und Skuld ist uralt. Die Sprache ändert sich im Lauf der Zeit. Gydja hat von Skuld während ihrer Ausbildung erfahren. Dieser Traum ist etwas extrem ungewöhnliches, da Skuld sonst nicht zu ihr spricht.
Ich bezog mich nur auf die Frage, wisst ihr was dies bedeutet. Das find ich eben etwas hämisch, weil, wenn sie das in Frage stellt, könnte sie sich auch besser ausdrücken. Das Problem ist, dass du Worte, einer Seherin, nun einer Göttin gibst. Wenn ein Bote, wie eine Seherin einen Traum hat, den Ausspricht und dann fragt, wisst ihr was dies bedeutet. Dann ist das eben ihr eigenes Unvermögen, die Bilder zu deuten und sie fragt die anderen, ob sie das Rätsel lösen können. Wenn aber die Göttin selbst, die diese Botschaft einer Seherin übergibt dies fragt, ist das was anderes, denn sie weiß es ja, sonst hätte sie es nicht mitgeteilt. Ist das nun verständlich? Also es ist etwas anderes, wenn ein Schüler einen Text rezitiert und dann fragt. Wisst ihr was das bedeutet? Als wenn ein Autor seinen Text vorliest und dann Fragt, Wisst ihr was das bedeutet (obwohl er es ja selbst weiß).
Deshalb ändert sich eben (für mich) die Poesie der Worte, je nachdem, wer sie spricht.
Gegen eine Alte Sprache habe ich rein gar nichts, ich liebe das selbst sehr. Ich muss was einstellen, damit du dich mal an meinem Text austoben kannst. Das stellt das Gefälle dann erst recht wieder richtig. Da wirst du auch eine Menge zu mosern finden
Zitat:Denn das, was in keines Irdischen Hände gehört...
Zitat:ist alte Sprache und poetisch durchaus so gewollt. Heute schreibt man das natürlich nicht so. Genau wie die Formulierung "Erdling", stammt wiederum aus der Edda.
Ich bezog mich da glaub ich eher darauf, dass du Irdische groß schreibst, was es zum feststehenden Begriff machen würde, was ich übertrieben finde. Also irdische Hände.
Und die Edda ist ... Isländisch ... Erdling ist also die Idee des Übersetzers und deine Übersetzung ist von wann? Vielleicht hat eine andere Übersetzung ein schöneres Wort. Warum nicht Erdverhafteter zum Beispiel? Irdener ... der Erde Geborener .... Erdling ist im Moment für mich aktueller eher ein Begriff der in, mehr oder weniger schlechten, SF Filmen und Romanen vorkommt, wo der Außerirdische brüllt: Stürb Erdling! Weshalb ich es nicht mehr benutzen würde, wegen der heutigen Konnotation. Sondern eben etwas poetischeres, freieres
Zitat:Welchen letzten Satz? Einen von denen, die oben gesagt wurden, oder noch einen? Das schreibst du hier einfach dazwischen als Erzähler. Warum? Warum verschweigt sie etwas, was fühlt sie in diesem Moment. Ich weiß von köstlichem Bier und gutem Essen, aber hier bin ich blind und taub, ist deine Figur nicht da. Hier wäre es aber wichtig!
Zitat:Geht wiederum aus dem Prolog hervor. Kannst Du deshalb nicht wissen.
Nachschau, ja
Dies ist dein Erbe, denn ich bin Skuld!’
Ist direkt für sie. Aber es ist hier nicht wichtig, dass sie ihn weglässt. Vorallem lässt sie selbst ihn ja nicht weg, sondern sie hat doch wieder so einen göttlichen Moment. Dass du das betonst, klingt, als verheimlicht sie was. Das ist aber nicht so, das ist einfach nur nicht wirklich Teil der Prophezeiung. Also ich würde diesen Stolperstein streichen.
Zitat:Zu Rikaz: Doch, ich mag ihn sogar sehr besonders. Hast Du mal aus Versehen eingeatmet beim Trinken von Rotwein? Ich schon. Das brennt aber total im Hals Icon_ugly
Klar tut es das, aber es ist deine Verantwortung als Autor ihn sich jetzt verschlucken zu lassen und damit sein Tölpelimmage zu unterstreichen. Als Figur würd ich mich echt nicht gemocht fühlen, ehrlich mal Icon_motzMrgreen
Zitat:Ich muss das jetzt ein bisschen abkürzen, weil mir die Zeit wegläuft. Ich denke, ich hab' so einiges verstanden, was Du schreibst. Manche Dinge sehe ich anders, aber das will Leser natürlich nicht wissen. Als Texterfinder muss ich mich da besser kontrollieren.
Klar, will ich das als Leser und Kritiker wissen, was du anders siehst, ist auch klug, wenn ich das bei noch anderen Kommentaren zum selben Thema weiß, dann passe ich mein Gemoser an Mrgreen
Zitat:Ich bin sehr glücklich, eine so stichhaltige Kritik gelesen zu haben und hoffe, Du hast Dir nicht die halbe Nacht damit um die Ohren geschlagen.
Zum besseren Verständnis stelle ich den Prolog ein - unbearbeitet, und ich erwarte jetzt nicht, dass Du Dir damit nochmal soviel Arbeit machst. Jetzt bin ich dran mit Arbeit hurra
Du erwartest nicht, oder befürchtest eher Icon_fies Mal sehen, wann ich Zeit habe, eiiigentlich sollte ich das gute Wetter besser ausnutzen.

Liebe Grüße von der Pfote

Gewinne und wünsch' dir ein Taschenbuch! Mrgreen

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Beitrag #5 |

RE: Auszug aus "Das Wandernde Volk"
ganz kurz, dann muss ich weg:
Zitat:Denn das, was in keines Irdischen Hände gehört...

nein, das hast Du falsch verstanden, der "Irdische" ist doch eine Person. Du kannst auch schreiben "in keines Menschen Hände".

Zitat:Ich muss was einstellen, damit du dich mal an meinem Text austoben kannst. Das stellt das Gefälle dann erst recht wieder richtig. Da wirst du auch eine Menge zu mosern finden
Da freu ich mich aber schon drauf! hurra

Zitat:Du erwartest nicht, oder befürchtest eher
Aber ich glaub' nicht, dass ich was zu befürchten hab' Icon_slash

Schönes Wochenendemusic


Mich kann man nicht komprimieren!

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Beitrag #6 |

RE: Auszug aus "Das Wandernde Volk"
Hallo slainte
ganz kurz, zurück Icon_smile
Zitat:Denn das, was in keines Irdischen Hände gehört...

Zitat:nein, das hast Du falsch verstanden, der "Irdische" ist doch eine Person. Du kannst auch schreiben "in keines Menschen Hände".
*Klong * Der Groschen hat aber lange gebraucht Smiley_emoticons_blush

Zitat:Ich muss was einstellen, damit du dich mal an meinem Text austoben kannst. Das stellt das Gefälle dann erst recht wieder richtig. Da wirst du auch eine Menge zu mosern finden
Zitat:Da freu ich mich aber schon drauf! hurra
Ich mich auch hurra

Zitat:Du erwartest nicht, oder befürchtest eher
Zitat:Aber ich glaub' nicht, dass ich was zu befürchten hab' Icon_slash
Ich hab schon angefangen und da ist mir aufgefallen, dass ich ungenau war. Ich bin eine Leserin Icon_smile

Dir auch ein schönes Wochenende!

Gewinne und wünsch' dir ein Taschenbuch! Mrgreen

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Beitrag #7 |

RE: Auszug aus "Das Wandernde Volk"
Hallo Slainte, 

Auf zum zweiten Teil. (Ich hoffe mal, das ist der zweite Teil, sicher bin ich mir nicht  Icon_confused ) Hta mir definitiv besser gefallen als der erste, da er nicht ganz so pathetisch ist. 

Bei der Beschreibung von Sciana musste ich an die Isländer Königin Brunhilde aus der Edda denken. 

Zitat:Sie strahlte Rikaz ins Gesicht. „Sie würde gut zu dir passen…“ – „Weibisches Hühnergerenne…“ Rikaz war gedanklich abwesend, und so waberten Gydjas Worte nur allmählich in sein Bewusstsein. „Oh bitte, Frieden, ich setze mich und du sprichst nicht wieder von Heirat.“ 
Zwischen den wörtlichen Reden und Gedankengängen könnten an dieser Stelle mehr Absätze sein. Das liest sich dann flüssiger.

Zitat:Aufgebracht haute er mit der Faust auf die schön geschwungene Lehne seines Stuhles. 
schlug wäre das elegantere Wort

Zitat: Er wischte sich mit dem behaarten Handrücken die Weintropfen aus dem Bart. 
behaarter Handrücken? Da hatte ich automatisch das Bild von Hobbitfüßen vor Augen  Icon_confused

Den Einstieg fand ich schon mal ganz ok, auch wenn ich Pfotenabdruck beipflichten muss. es ist recht blumig geschrieben und die Figuren scheinen auch ein wenig zu perfekt zu sein.

Auch klebst du mir immer noch ein wenig zu sehr an den Namen.

Ansonsten immer noch sehr interessant, grade weil du in der Welt der nordischen Mythologie schreibst. 
 Ich lese jetzt mal den dritten Teil  Icon_smile

Gruß Persephone

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