Es ist: 11-04-2021, 08:35
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Kumen-Esh (Auszug 5)
Beitrag #1 |

Kumen-Esh (Auszug 5)
Vorweg:
Pünktlich zum Schreib-Ende des aktuellen MoPros kommt hier ein Teil dessen, was ich im letzten MoPro geschafft habe. Ich selbst bin ganz zufrieden damit, kann aber gar nicht einschätzen, wie es bei Lesern ankommt, weil es für mich Neuland ist.

Dieses Kapitel braucht kaum Vorerklärungen. Es steht relativ außerhalb der eigentlichen Handlung und schließt thematisch an Auszug 4 (Nates Flashback) an. Fragen gibt’s am Ende des Textes


Hintergrundwissen (Click to View)


Auszug 1_______(Hitoro Takahashi) [veraltete Version]
Auszug 2_______(Janis van Deelen) [veraltete Version]
Auszug 3a / 3b__(Janis van Deelen)
Auszug 4.1 / 4.2_(Yelena Ivanova)
Auszug 5_______(Yelena Ivanova)
Kampfszene____(Hitoro Takahashi)




Yelena Ivanova

Der Wecker im Regal zwinkerte Yelena zu, als er von 04:59 auf 05:00 sprang.
Schichtwechsel, flüsterte er. Du musst Sergej wecken.
»Scheiße!«, fuhr sie ihn an. »Scheiß drauf!«
Dann fiel ihr Blick auf Daisuke, der ihr gegenüber am Tisch saß und sie halb erschrocken, halb irritiert ansah.
»’tschuldigung.«
»Wollen Sie drüber reden?«, fragte der Orkling mitfühlend und überraschte sie damit erneut.
Bisher hatten sie sich die Zeit – die endlosen dreiundzwanzig Minuten – mit Kartenspielen und Small-Talk vertrieben, ohne ihre aktuelle Situation auch nur anzuschneiden. Daisuke spähte zwar immer wieder zu Nate, gab sich aber aufrichtig Mühe, sie abzulenken. Er war in diesem Raum sicher der Letzte, der es verdient hatte, angeschrien zu werden.
»Ich –«
- wusste, dass irgendwas nicht stimmt.
Ich hätte Nate melden müssen, hätte ihn nicht fliegen lassen dürfen.
Ich bin die verdammte Verantwortliche!
Ich will ihn nicht verlieren …
»Ich brauch was zu trinken«, brachte sie mühsam hervor.
Mit wenigen unsicheren Schritten durchquerte sie den Aufenthaltsraum, der in den letzten zwei Jahren zu ihrem Zuhause geworden war. Im Moment erinnerte nichts an die Stunden um Stunden, die sie hier bereits verbracht hatte. Nur an das Chaos, in das Nates erster Zusammenbruch ihr Leben gestürzt hatte.
Er lag, noch immer mit gefesselten Händen, auf dem einen Sofa, während es sich van Deelen auf dem anderen bequem gemacht hatte. Sie hätte dem Merowinger schon viel früher ein paar Beruhigungstropfen unterschieben sollen.
Neben Nate ging sie in die Hocke und legte ihm eine Hand auf die Stirn. Seine Temperatur war seit einer Weile stabil und seine Atmung gleichmäßig. Auch wenn er bisher nicht zu Bewusstsein gekommen war, wirkte er zumindest nicht mehr wie kurz vor dem Exitus. Es sah aus, als würde er schlafen.
Als sie ihre Hand zurückzog, blinzelte er.
»Hau nich’ wieder ab«, raunte er heiser und hustete.
Yelena wäre ihm am liebsten um den Hals gefallen. »Das Gleiche könnte ich dir sagen. Wie geht’s dir?«
»Was is’ passiert?« Mühsam drehte er sich halb um und stieß an die Grenze seines Bewegungsfreiraums. »Was soll der Dreck?«
»Du kannst dich an nichts erinnern?«
Es war gut so.
»Yelena!« Er wollte auffahren, erstickte stattdessen aber fast an einem Hustenanfall.
Verzweifelt wandte sie sich Daisuke zu, der die Situation angespannt beobachtete.
»Er wird niemandem was tun«, versicherte sie dem Orkling, ohne ihn überzeugen zu können. »Bitte.«
Als sie wieder zu Nate sah, schimmerte Panik in den grünen Elfenaugen. »Was is’ passiert?«, wiederholte er eindringlich.
»Du … du hattest einen Flashback. Und …« Sie legte ihm zaghaft eine Hand auf die Wange. »… du hast mich als Geisel genommen.«
Er starrte sie an, vollkommen reglos, während minutenlange Sekunden verstrichen.
»Nein«, flüsterte er schließlich. »Ich … – nein. Nein!«
»Doch, Nate. Du bist von der MA in Gewahrsam genommen. Es tut mir Leid.« Erneut warf sie einen Blick über die Schulter. »Auf meine Verantwortung, Daisuke!«
Widerwillig trat der Orkling zu ihnen.
»Aye, Captain.«
Er fischte ein Klappmesser aus seiner Tasche und durchtrennte das Kabelband mit einem Ruck.
Nate drehte sich stöhnend auf den Rücken, atmete tief durch.
»Sag mir, was passiert is’!«, verlangte er ein drittes Mal.
Während Yelena ihm alles erzählte, starrte er nur schweigend an die Decke. Erst als sie zu seinem Flashback kam, sah er sie an. Konzentriert, als könnten ihre Worte seine Erinnerung daran zurückbringen. Nicht einmal die Tatsache, dass er gedroht hatte, sie umzubringen, rief eine Regung in seinem Gesicht wach.
Es tat weh, obwohl es eigentlich ein gutes Zeichen war. Für einen Flashback konnte er nicht hingerichtet werden. Um diesen matten Hoffnungsschimmer nicht zu zerstören, erwähnte sie Cathy in keinem Satz.
»Wasser«, kommentierte er teilnahmslos, als sie geendet hatte.
In seinen Augen spiegelten sich Angst und Verzweiflung. Er sah sie nicht an, als sie ihm die Flasche reichte.
»Warum has’ du sie dran gehindert, mich zu erschießen?«
Seine Worte bohrten sich wie ein glühender Nagel in ihre Brust und schnürten ihr die Luft ab. Wie seine Finger an ihrer Kehle. Und gleichzeitig entflammten sie eine ungeheure Wut – auf ihre Hilflosigkeit, auf die Aztec und auf Nate.
Vor allem auf Nate.
»Weil du gottverdammt egoistisches Arschloch mir was bedeutest! Du bist doch selbst Schuld an der ganzen Scheiße!«
Die letzten Worte hätte sie am liebsten sofort wieder ungesagt gemacht. Mit dem Handrücken wischte sie sich das Brennen aus den Augen und schniefte. Es war zu spät.
Nate reagierte nicht. Er starrte nur weiter die Decke an und rieb sich nachdenklich die Handgelenke. Nach einer endlosen Zeit des Schweigens stemmte er sich hoch.
»Mach langsam, Nate.« Sie erwartete nicht, dass er auf sie hörte. »Du warst ziemlich lange weg.«
»Wir müss’n reden. Allein.«
Er stützte sich mit einer Hand an der Sofalehne ab, mit der anderen an ihrer Schulter. Es würde keinen Sinn machen, ihn aufhalten zu wollen, also half sie ihm auf die Beine. Daisuke beobachtete sie unruhig.
»Hinten sind Umkleide und Dusche«, erklärte sie dem Orkling mit einem Kopfnicken in Richtung Tür. »Von da aus geht’s nirgendwo hin. Wenn irgendwas ist, ruf ich dich, okay?«
Er nickte, weil sein Commander ihm keine andere Wahl gelassen hatte.
»Aye, Captain«, entgegnete er unglücklich.
Seine Sorge war fast schon lächerlich in Anbetracht von Nates Zustand. Der Elf konnte kaum einen Schritt ohne Hilfe tun. Geschweige denn irgendjemanden überwältigen, um zu fliehen. Wohin auch?
Er stützte sich schwer auf ihr ab, während sie ihn die wenigen Schritte zum Umkleidebereich führte. Doch als sie sorgfältig die Tür hinter sich schloss, veränderte sich seine Haltung. Beinahe lässig durchquerte er den kleinen Raum und lehnte sich neben den Waschbecken an die Wand. Keine Spur mehr von Schwäche. Nur das raue Husten schien echt.
Ohne sie aus den Augen zu lassen, nahm er einen weiteren tiefen Schluck aus der Flasche und stellte sie neben sich ab. Sein Schweigen war ein einziger Vorwurf.
Yelena seufzte. »Was hätte ich machen sollen, Nate? Hätte ich van Deelen erzählen sollen, dass das so ein kleiner Insider hier bei uns ist? ›Der Aztec tut manchmal so, als wär er total durchgeknallt und dann lachen wir uns alle tot. Alles nicht so schlimm, hahaha‹
Sie war schon wieder kurz davor, ihn anzuschreien. Dabei sollte sie glücklich sein, dass er wieder wach war. Dass es ihm gut ging.
Dass er ein Jahr Urlaub in der Re-Int gewonnen hat?
»Was genau hab ich gesagt?«, wollte er so unvermittelt wissen, dass Yelena einige Augenblicke brauchte, um die Frage zu verstehen.
»Dinge, die man eben so sagt, wenn man durchdreht, Nate. ›Where am I?‹, ›Guns down‹, und mein Lieblingssatz: ›I’ll kill her‹.« Sie schnaubte. »Damit war ich gemeint.«
»Hab ich dir weh getan?«
Ein Hauch Sorge, den sie sich vielleicht einbildete, schlich sich in seinen Blick.
»Ja.«
Sollte er ruhig ein schlechtes Gewissen haben! Aber dann dachte sie daran, dass er noch schwer genug bestraft werden würde. Für etwas, das er bei klarem Verstand niemals getan hätte.
»Nur ein bisschen. Unwichtig.«
Nate lächelte gequält und winkte sie zu sich.
»Lass uns nich’ mehr drüber reden.«
Er schloss sie in die Arme, ihr Kopf an seiner Brust und sein Herzschlag in ihrem Ohr. Für immer wollte sie so stehen bleiben – gedankenlos, angstlos. Mit der Gewissheit, dass alles gut wurde. Irgendwie.
Nur Nate schaffte es, dass sie sich gleichzeitig wütend und geborgen fühlte.
Zärtlich strich er mit einem Finger über ihren Nacken, jagte ein wohliges Schaudern ihren Rücken hinab. Yelena schüttelte sich und befürchtete im gleichen Moment, die Berührung verjagt zu haben. Einen quälenden Moment lang hielt Nate inne. Dann legte er die andere Hand an ihr Kinn, drückte ihren Kopf nach oben – sanft, als hätte er Angst, ihr erneut weh zu tun. Vertraut streichelte sein Atem über ihre Wange. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, die Hände auf seinen Schultern, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Keine Angst schimmerte mehr im Grün seiner Augen, keine Schwäche. Er sah nur sie, als sich ihre Lippen auf seine legten.
Im ersten Augenblick schien er überrascht, doch dann erwiderte er den Kuss leidenschaftlich.
Mit der Hand in ihrem Nacken drückte er sie an sich, als befürchte er, sie könne zurückweichen.
Scheiße, was tat sie hier?
Energisch drehte Yelena ihren Kopf zur Seite, aber damit hielt sie Nate nicht auf. Seine Lippen wanderten über ihr Ohrläppchen, ihre Wange, ihre Nasenspitze.
»Hör auf«, flüsterte sie und hörte selbst, dass ihre Worte klangen wie ›Mach weiter‹. »Nate. Nicht jetzt.«
Mit aller Selbstbeherrschung, die sie aufbringen konnte, drückte sie sich von ihm weg. Er ließ zu, dass sie knapp eine Handbreit Abstand zu ihm gewann, legte den Kopf schief und grinste.
»Genau jetzt.«
Überrascht von der Kraft, mit der er sie packte und mit seinem Körper an die Wand drückte, ließ sie es geschehen. Doch als er sie küssen wollte, drehte sie den Kopf erneut weg. Jeder seiner Atemzüge auf ihrem Gesicht schmolz ihren Widerstand.
»Du wills’ es auch.« Seine Stimme verwischte die Grenze zwischen Vernunft und Verlangen. »Ein paar Endorphine.« Er ignorierte ihren halbherzigen Versuch, ihn aufzuhalten, und schob seine Hand unter ihr Shirt. »Dopamin.« Seine Finger streichelten eine Gänsehaut über ihre Haut, wanderten ihre Hüfte hinauf. »Serotonin.« Ein Prickeln folgte der sanften Linie, die er ihre Taille entlang zog, als sickerte es in sie hinein. »Ich brauch den Schub.« Warm flüsterte sein Atem an ihrem Ohr. »Sons’ dreh ich durch.«
Sie mussten sich etwas überlegen, brauchten einen Plan.
»Wir können nicht …«
»Keine Sorge.« Nate lachte leise. »Ich kann.«
Er gab ihr Freiraum, nur genug um ihr das T-Shirt über den Kopf zu streifen. Folgsam hob sie die Arme, wusste, dass es keine gute Idee war – nicht jetzt, nicht hier – und zog Nate wieder zu sich. Nichts mehr zwischen ihnen.
Und doch drückte er sie stärker gegen die Wand, wollte ihr näher sein als Haut an Haut. Seine Küsse wurden fordernder, seine Berührungen grober. Gieriges Verlangen nach dem Rausch.
Das verhaltene Klopfen hörte er vermutlich nicht einmal.
»Yelena?«
Sie stöhnte, wollte ihre Vernunft nicht die Oberhand gewinnen lassen, wollte nicht, dass dieser Moment jemals endete.
Aber Daisuke blieb hartnäckig.
»Mr van Deelen wacht auf.«
Schlagartig kehrte die Wirklichkeit zurück. Sie spürte die Kälte der Wand in ihrem Rücken und den leisen Schmerz an ihrem Hals. Energisch brachte sie ihre Arme zwischen sich und Nate.
»Is’ doch egal«, raunte er heiser und öffnete ihre Hose.
»Hör auf!«
Sie griff nach seiner Hand und wusste, dass sie seiner Kraft nichts entgegensetzen konnte. Für einen Moment wirkte er tatsächlich, als wäre ihm ihr Einwand egal. Aber er machte einen Schritt zurück und schüttelte ihre Berührung verärgert ab.
»Damnit!«
Die Geborgenheit zerplatzte wie ein Traum. Nichts war mehr in Ordnung. Und sein anklagender Blick machte es nicht besser.
Sie war die einzige, die immer und ohne zögern auf seiner Seite stand! Egal in was er sich reingeritten hatte.
Als es ein weiteres Mal klopfte, atmete Yelena tief ein.
»Ich komm sofort!«
Zum Glück hatte der Orkling den Anstand, nicht unaufgefordert das Zimmer zu stürmen.
Hastig klaubte sie ihr T-Shirt vom Boden und streifte es über.
»Zieh dir was an und piss van Deelen nicht wieder ans Bein.«
Zwar bezweifelte sie, dass es jetzt noch einen Unterschied machte, ob Nate weiter nur in Jogginghose und Bademantel durchs Schiff lief oder zumindest optisch einen halbwegs seriösen Eindruck hinterließ, aber schaden würde es sicher nicht.
»Verstanden?«
»Ich kriech nich’ vor dem Wichser!«, blaffte er sie an. »Scrap it!«
»Dann fick dich doch, Nate! Und krieg deinen Scheiß allein auf die Reihe!«
Mit drei Schritten war sie aus dem Raum und knallte die Tür hinter sich zu. Bevor sie ihre Worte bereute.
»Scheiße!«, fuhr sie Daisuke an, der neben dem Durchgang stand und irritiert die Stirn runzelte.
»Alles in Ordnung?«, wollte er wissen, den Blick wieder auf die Tür gerichtet.
Yelena nickte, auch wenn absolut nichts in Ordnung war. »Nate zieht sich um. Er kommt gleich.«
Egal wie wütend er sie machte – es stand zu viel auf dem Spiel, um ihn ausgerechnet jetzt im Stich zu lassen. Es gab nur ein echtes Problem an Bord der Risen. Und das wachte gerade auf.





»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #2 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 5)
Ok. Ich weiß jetzt, was man in diesem Forum niemals machen darf: Wenn man sich drei Stunden an eine Kritik gesetzt hat und beim anschließenden Durchlesen im Vorschau-Modus aus versehen etwas im Vorschau-Test anklickt und dann Enter drückt, weil man seiner Antwort einen Fehler korrigieren will, dann hat man ein Problem. Das Problem, dass ich am liebsten meine Tatstatur zerbeißen würde, weil drei Stunden Arbeit für den Arsch sind!

An dieser Stelle sei es mir bitte verziehen, wenn meine Kritik jetzt etwas halbherzig und knapp ausfällt. Im Übrigen umfasst sie die Texte mit van Deelen als Handlungsträger (glaube das war, Nr 2), 4.1, 4.2 und 5.

Dein Text hat einen sehr schönen und lebendigen Stil, was mich im Übrigen dazu veranlsst hat, ihn doch noch zu lesen. Es wird spannend.

Ok, meinen Ärger über drei Stunden sinnloser Arbeit verschuldet, meine Kritikpunkte säuberlich durchnummeriert und eine ziemlich ruppige Einleitung. Schließlich will ich irgendwann ins Bett Icon_wink


1. Du benutzt relativ oft das Wörtchen doch und seine Artverwandten aber, allerdings und ähnliche. Das ist keine Kritik in dem Sinne, sondern eine Feststellung. Da ich diese sogenannten doch-Konstrucktionen selber gerne verwende, um sie später dann mühevoll umzuformulieren, sind die mir auch bei dir aufgefallen. Was immer dir diese Feststellung bringen mag - mach damit was du willst Icon_wink

2. Deine Orks haben leider immer noch keinen wirklichen Biss. Im Gegenteil. In höchst angespannten Situationen, sind die die Einzigen, die rational und bedacht handeln. Gelegentliches Hauerzeigen und Fäusteballen der Jungspunde in eben solchen Situationen sind für mich kein Zeichen von krigerischem Temprament, sondern etwas, das jedem passieren dürfte.
Leider bleibt es bei den Orks bisher für mich beim grün angemalten Japaner.

3. Bishop (der Junkie-Elf?) hat einen Knacks weg, was er angesichts seiner Gehirnwäche auch haben darf und sollte, eignet er sich nur schwer dazu, die Elfen als Volk an sich einzuführen - weswegen ich zum Temprament der Elfen nicht viel sagen kann. Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es mehrere Elfenstämme und die Aztec sind nur das schwarze Schaf unter ihnen. Oder die Schlimmsten.
Ansonsten wären kriegerische Elfen (wenn meine Vermutung richtig ist) zwar immer noch recht selten, aber dennoch nicht allzu exotisch, da bereits Völker wie die Albae, Dunkelelfen, Blutelfen und andere Vertreter der Spitzohrigen, die eine zweifelhafte Moral haben, dieses Bild bereits gezeichnet haben.
Ansonsten erinnert mich Bishop ein wenig an den Elf aus Markus Heitz' Schadowrun, falls dir das etwas sagt.

4. Englisch als Elfisch ist mein größter Stolperstein in diesem Weltenkonstruckt, weil Englisch eben kein Elfisch ist und das leider auch jeder weiß. Wenn du mir in deiner Geschichte etwas anderes erzählen willst, stoppt da mein Lesefluss und statt: oh, Elfisch, denke ich mir: Hey, das ist aber Englisch!
Fremde Kulturen zu greifen und sie auf Fantasyvölker zu münzen ist nichts neues und nichts verbotenes - das tun wir alle, aber ausgerechnet das Englische dafür zu nehmen, scheint mir eine schlechte Wahl. Der einzige Vorteil ist der, dass eine auf elfisch geführte Unterhaltung auf dieser Weise kaum Übersetzung für den Leser bedarf.
Der Nachteil ist der, dass deine Elfen vermutlich dadurch ziemlich schnell mit den Amerikanern oder Engländern assoziiert werden.
Der wesentlich größere Nachteil allerdings, ist mein Gedankengang zu der Frage, in wie weit die Elfen und das Elfische eine Vorreiter- und herrschende Funktion in deinem Realitätskonstruckt haben. Auf der einen Seite haben deine menschlichen Schiffe, Firmen und einige Begriffe einen nicht zu leugnenden elfischen Anstrich (Risen, Bioscan, Space Traveller, Traveller Organisation, Sunshine and Beyond, Display und vor allem die menschlichen Anreden Mr und Mrs) und auf der anderen Seite wird dem guten Aztec das Gedächtnis gelöscht und sich dann darüber mokiert, dass er auf einmal wieder elfisch spricht. Das passt nicht zusammen. Ganz besonders deswegen nicht, weil ich bisher eher den Eindruck hatte, dass das Elfische selbst bei den Menschen, speziell den Merowingern, mehr den Ruf der schlechten Umgangsformen hat. Warum spricht deine Welt also so viel Englisch, ähm, Elfisch?

5. van Deelen kam mir in Text 2 noch als irgendwie sympatischer, wenn auch verbohrter Beamter rüber, doch inzwischen ist da handfeste Abneigung draus geworden. An sich kein Problem, aber wenn du ihn als Handlungsträger behalten möchstest und sich dann herausstellt, auch in seiner eigenen Sichtweise sind die Gesetzbücher der Merowinger seine ganz private Bibel, läuft er Gefahr zu sehr stereotyp und damit unglaubwürdig zu werden. Auch bei den Bösen gild, Böses um das Böse willen ist langweilig - auch das Böse braucht ein Motiv. Oder in van Deelens Fall: krümelkackendes Beamtentum nur des krümelkackenden Beamtentum wegens ist auch langweilig. Abhilfe könnte die Antwort auf die Frage sein, warum van Deelen so geworden ist, wie er sich hier dastellt. Gibt es vielleicht ein Trauma, das ihn dazu veranlasst sämtliche menschlichen Regungen wegzusperren? Wenn du ihn als Handlungsträger behalten willst, muss er meines Erachtens mehr Tiefe bekommen, ansosnsten fängt er an zu stören, oder gar zu nerven, wenn man aus seiner Sicht ließt.
Bisher präsentiert er sich mir als der typische Charaktär, der in der gesamten Geschichte nicht ein sinnvollen Beitrag zu jeglicher Problemlösung leisten kann, um dann doch im Showdown irgendwie über seinen Schatten zu springen und einen wichtigen Beitrag dazu leisten zu können, die Geschichte doch noch (halbwegs) gut ausgehen zu lassen. Oder alle ins Verderben zu stürzen, wenn er es nicht schafft.
Auf jeden Fall sehe ich bei ihm die Gefahr, dass er so viele Bretter vor den Kopf genagelt bekommt, dass er irgendwann einen ganzen Wald vor sich herschiebt und damit berechenbar und stereotyp wird. Niemand ist ein Stereotyp. Selbst ein überzeugter Beamter nicht.

6. Deine Menschen sind bisher bei weitem das viefältigste und plastischste Volk. Zumindest lässt das das Spektrum zwischen van Deelen und Yelena vermuten. Wenn die Orks aber deine Lieblinge sind, wie du sagst, würde ich bei denen noch ein paar Kontroversen einbauen, damit sie von ihrer Lebendigkeit einfach mit den Menschen mithalten können.

Okay, in aller Kürze soweit - das war es. Glaube ich. Irgendwie habe ich das vorher schöner geschrieben, aber nein, das muss jetzt leider ausreichen. Falls dadurch mein Tonfall etwas ruppig wirken sollte, bitte ich dich, mir das zu entschuldigen. Immerhin habe ich es sogar noch zu einer flüchtigen Tippfehlerkorrektur gebracht Icon_ugly

LG Chewi

"Ganz besonders Ihr, [...], werdet irgendwann erkennen, dass eine Welt, die mit dem Begriffsvermögen eines einzigen Menschen zu erfassen ist, keine Welt wäre, in der es sich lohnen würde zu leben."

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Beitrag #3 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 5)
Hi Chewi!

Vorwarnung zuerst: Es könnte sein, dass ich ins Schwafeln und Brainstormen komme, weil mir sowas recht oft bei Kommentar-Antworten passiert, in denen ich Dinge erkläre und/oder rechtfertige. Das macht mir auch oft Spaß, ist also nichts schlimmes. Es könnte eben nur ein bissl ausarten Mrgreen

Zitat: Das Problem, dass ich am liebsten meine Tatstatur zerbeißen würde, weil drei Stunden Arbeit für den Arsch sind! 
Das ist echt ärgerlich Icon_nosmile
Ich geb da immer den Ratschlag, alle längeren Texte fürs Forum in Word vorzuschreiben – auch wenn das jetzt für diesen Kommentar zu spät kommt, kann man so zumindest einer Wiederholung des ganzen Ärgers vorbeugen. Wobei mir auch schon mein Dokument abgeschmiert ist und nicht wiederherstellbar war. Von verlorenen Kommentaren kann ich glaub ich jeder ein Liedchen singen Icon_nosmile

Zitat: An dieser Stelle sei es mir bitte verziehen, wenn meine Kritik jetzt etwas halbherzig und knapp ausfällt.
Ich les einfach drüber weg. Find’s umso schöner, dass du dir die Mühe gemacht hast, trotzdem nochmal die Punkte aufzuschreiben. Vielen lieben Dank dir Icon_smile

Zitat: Dein Text hat einen sehr schönen und lebendigen Stil, was mich im Übrigen dazu veranlsst hat, ihn doch noch zu lesen. Es wird spannend. 
Icon_bussi Das hör (les) ich gern

1. Das seh ich durchaus als Problem an, weil diese aber-Grippe den gesamten Text befallen hat. Während des Schreibens fällt es mir schon auf und beim Durchlesen erst recht. Dadurch bin ich vermutlich etwas abgestumpft und freu mich schon, wenn ab und zu mal ein Absatz ohne aber, doch, allerdings und dergleichen auskommt.
Das Ärgerlichste daran ist mMn, dass ich viele dieser dämlichen Wörtchen einfach rausstreichen kann, sobald ich bissl Abstand zum Text habe. Die meisten Gegensätze ergeben sich ja ohnehin aus dem Kontext.
Ich denke, beim Überarbeiten werde ich mir die kleinen Biester alle farblich markieren und ordentlich ausdünnen. Wobei die Texte hier im Forum schon ausgedünnt sind … Icon_rolleyes

2. Mit meinen Orks werd ich dich wohl auch im weiteren Verlauf nicht überzeugen können. Asad ist vermutlich vom Temperament her am nächsten an dem dran, wie du die Orks gerne hättest. Wenn ich mir vorstelle, dass Hitoro jetzt genauso hitzköpfig wäre … da gäbe es den ersten Toten wohl schon sehr viel früher Icon_ugly
Ich finds allerdings auch wichtig, dass jemand in Hitoros Position einen kühlen Kopf bewahrt. Ob nun Ork, Mensch oder Elf: Er ist für die Sicherheit verantwortlich und will aus der Sache lebend rauskommen. Kumi ist der aggressivste der drei (zumindest während des Aufenthalts auf der Risen), wobei da die größten »Ausbrüche« ein Zoff mit Yelena und der Angriff auf Asad sind (letzterer nur Off-Screen). Bei ihm und Daisuke spielt eben eine große Rolle, dass Hitoro ihr Vorgesetzter ist und sie seinen Befehl zu achten haben. Und wenn der Befehl lautet: Ruhe bewahren, dann muss man das als braver Orkling auch tun Mrgreen
Nur weil Hitoro ein ruhiges Exemplar seiner Art ist, heißt das ja nicht, dass ALLE Orks so vernünftig sein müssen. Also wenn du möchtest kannst du dir Japan voller kampflustiger, blutrünstiger Orks vorstellen Icon_ugly Icon_wink Wobei ich ja schon ziemlich lange auch auf der Suche nach einem Alternativ-Begriff für die Orks bin, so wie ich »Maya« und »Aztec« für die Elfen habe und »Kosaken, Perser und Merowinger« für die Menschen. Nur find ich für das japanische Volk oder eine Volksgruppe aus der Gegend keinen allgemein bekannten Begriff.

3.
Zitat: eignet er sich nur schwer dazu, die Elfen als Volk an sich einzuführen - weswegen ich zum Temprament der Elfen nicht viel sagen kann. 
Ja, dazu ist Bishop auch später nicht wirklich geeignet. Allerdings wird es eine weitere Gruppierung geben, die diese Aufgabe übernimmt. Hier gilt, wie auch bei den Orks: DEN Standard-Aztec/Elf gibt es nicht. Ich hab bisher drei wichtige Aztec (neben Bishop) drin, die allesamt grundverschieden von ihrer Einstellung, ihrem Verhalten und ihrer Vorgehensweise sind. Außerdem tauchen zwei Maya auf, die ebenfalls mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten haben. Da ist mir einfach wichtiger, das eine Person ein Individuum ist und nicht nur der Angehörige einer bestimmten Rasse.

Zitat: Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es mehrere Elfenstämme und die Aztec sind nur das schwarze Schaf unter ihnen. Oder die Schlimmsten. 
Genau – früher waren es mal drei Gruppen, nach einem kleinen Genozid sind es nur noch die Maya und die Aztec. Erstere auf der »guten« Seite, letztere auf der »bösen«.

Zitat: Ansonsten wären kriegerische Elfen (wenn meine Vermutung richtig ist) zwar immer noch recht selten, aber dennoch nicht allzu exotisch,
Meine Elfen führen keinen Krieg, weil sie eben kriegerisch sind. Sie haben politische und moralische Ziele, haben ihre Gründe, warum sie diesen Krieg fortsetzen (begonnen haben sie ihn nicht einmal) und es wird in der Geschichte sogar ein ausgesprochen nettes Exemplar auftreten. Auf ihren Zivil-Stationen führen sie ein ebenso friedliches Leben wie die Menschen. Wenn nicht sogar friedlicher, weil meine Elfen von Natur aus leicht empathisch begabt sind und dadurch sensibler gegenüber ihren Mitelfen.

Zitat: Ansonsten erinnert mich Bishop ein wenig an den Elf aus Markus Heitz' Schadowrun, falls dir das etwas sagt.
Ah, geh mir weg mit Heitz Mrgreen Des Buch von ihm kenn ich nicht, nur das Rollenspiel-System, auf dessen Welt es aufbaut (vermute ich mal, da ich Shadowrun in sonst keinem anderen Zusammenhang kenne).

4. Mein Englisch/Elfisch … davon werd ich auf keinen Fall ablassen. Aber ich wills zumindest erklären:
Zitat: weil Englisch eben kein Elfisch ist und das leider auch jeder weiß.
Elfen kommen für gewöhnlich auch nicht aus Amerika. Und Merowinger Standard ist kein Deutsch.
Eine Fantasy-Sprache kommt für mich absolut nicht in Frage, weil die gesamte Evolution auf unserer Erde stattgefunden hat. Und da haben sich eben die Sprachen normal entwickelt.

Zitat: aber ausgerechnet das Englische dafür zu nehmen, scheint mir eine schlechte Wahl.
Aber ob nun englisch oder eine andere, weniger bekannte Sprache – wo wäre da der Unterschied? Abgesehen davon, dass ich für aztekische Sätze ziemlich lange suchen und recherchieren müsste – falls man da überhaupt was zum Übersetzen findet – wäre die Sprache ja nicht weniger real als Englisch.

Zitat: Der einzige Vorteil ist der, dass eine auf elfisch geführte Unterhaltung auf dieser Weise kaum Übersetzung für den Leser bedarf.
Das ist einer der Gründe, warum ich es nicht ändern werde. Ich wüsste gar nicht, wie ich die Infos aus wörtlicher Rede sonst in die Geschichte einbringen könnte, wenn ich eine Fantasy-Sprache benutzen würde.

Zitat: Der Nachteil ist der, dass deine Elfen vermutlich dadurch ziemlich schnell mit den Amerikanern oder Engländern assoziiert werden. 
Obs so von Nachteil wäre, weiß ich gar nicht. Ich sag ja immer, die Aztec sind meine Amis – arrogant, überheblich und halten sich selbst für die Krone der Schöpfung – außerdem waren sie die ersten auf dem Mond Mrgreen
Ich mein, durch die Namen setz ich ja sowieso starke Akzente, so dass ich es eher unpassend fände, wenn Sprache und Namen nicht mehr zusammenpassen. Also wenn die Elfen namens Nate, Hayden und Cassandra plötzlich Suaheli als Muttersprache hätten.

Zitat: Der wesentlich größere Nachteil allerdings, ist mein Gedankengang zu der Frage, in wie weit die Elfen und das Elfische eine Vorreiter- und herrschende Funktion in deinem Realitätskonstruckt haben. 
Ein Hauptgrund fürs Englische war, dass ich nicht noch einmal Science Fiction ohne englische Begriffe schreiben wollte. Ich hab ein Fantasy-Projekt, in dem eben eine Fantasy-Welt das Mittelalter verlassen hat und Computer, Züge und Co. erfunden hat. Da es in dieser Welt kein Englisch gibt, verzichte ich auf alle allzu offensichtlich englischen Begriffe. Wie zum Beispiel »Computer« … und das ist anstrengender als es auf den ersten Blick klingt *lach*
Bei Kumen-Esh war mir klar: Da muss Englisch rein.
Erst im Nachhinein hab ich mir Gedanken um die Erklärung gemacht:
Meine Elfen sind in Sachen Weltraum-Forschung und -Technologie die Vorreiter. In einer friedlich globalisierten Welt tut man sich zusammen und die Weltraumsprache ist eben englisch/elfisch. Fachliteratur erscheint in dieser Sprache, Entwicklungen werden auf englisch/elfisch benannt und es setzt sich auch immer weiter im Wirtschafts- und Privatleben durch. So ist auch die Entwicklung bei uns, vor allem im Bereich Computer.
Auf der Alternativ-Erde von Kumen-Esh kommt es aber irgendwann zum Bruch zwischen den Aztec und dem Rest der Bevölkerung und die Zusammenarbeit erlischt. Trotzdem sind nun aber die ganzen englisch/elfischen Begriffe in der »neuen Weltsprache« Merowinger Standard. Es gibt keine Ersatzbegriffe dafür und so werden sie übernommen.
Diese Vergangenheit würde ich unglaublich gerne in die Geschichte einbringen, eben um solche Fragen zu erklären, aber ich hab (wie so oft) noch keine Ahnung, an welcher Stelle ich das wie unterbringen könnte.

Zitat: und auf der anderen Seite wird dem guten Aztec das Gedächtnis gelöscht und sich dann darüber mokiert, dass er auf einmal wieder elfisch spricht. 
Na, es macht ja einen Unterschied, ob ich Anglizismen verwende oder ob ich plötzlich komplett in einer anderen Sprache rede. Hier geht es auch darum, dass Bishop sonst eben kein Elfisch spricht
(warum auch? ein Engländer, der schon etliche Jahre in Deutschland lebt und arbeitet, der einwandfrei Deutsch spricht, der kommt ja auch nicht auf die Arbeit und redet plötzlich nur Englisch mit seinen deutschsprachigen Kollegen, nur weil Worte wie »Meeting« und »Coffee to go« im deutschen Sprachgebrauch sind.)

Zitat: weil ich bisher eher den Eindruck hatte, dass das Elfische selbst bei den Menschen, speziell den Merowingern, mehr den Ruf der schlechten Umgangsformen hat.
Ja *hust* dieser Eindruck wird sich vermutlich verstärken, je mehr der Leser von Asad hört. Der flucht nämlich absolut gerne auf elfisch/englisch.
Aber meine Intention war es gar nicht – es gibt ja auch noch »anerkannte« Elfen (die ganzen Maya), die ihre Muttersprache ebenfalls nutzen. Bei Janis ist einfach alles schlecht, was mit Aztec zu tun hat. Und von Bishop ist es ungewohnt, dass er die Sprache nutzt. Abgesehen von Momenten, in denen er sich ärgert. Das hat er sich von Asad abgeguckt …

Zitat: Warum spricht deine Welt also so viel Englisch, ähm, Elfisch?
Ich hoffe, ich konnt zumindest ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.
Auf englische Begriffe will ich auf gar keinen Fall verzichten, das würde mich viel zu viel aufhalten beim Schreiben, weil es so viele Begriffe in diesem Genre gibt, für die es einfach keine deutsche Entsprechung gibt. Ich würde Jahre brauchen, um überall Ersatzbegriffe zu finden. Und für mich selbst gilt: Irgendwo müssen die englischen Begriffe ja herkommen – also muss es ein Volk geben (das in diesem Gebiet (Raumfahrt) etwas Bedeutendes geleistet hat), das Englisch spricht.

5.
Zitat: aber wenn du ihn als Handlungsträger behalten möchstest und sich dann herausstellt, auch in seiner eigenen Sichtweise sind die Gesetzbücher der Merowinger seine ganz private Bibel, läuft er Gefahr zu sehr stereotyp und damit unglaubwürdig zu werden.
Ich bemühe mich natürlich darum, ihm noch ein paar Facetten mehr zu geben, aber ich zweifle hin und wieder, ob das klappt. Ich selbst denke, dass er sich im Lauf der Geschichte etwas mehr öffnet, aber ich kann nicht einschätzen, ob der Leser das ebenso sehen wird *lach*

Zitat: Auch bei den Bösen gild, Böses um das Böse willen ist langweilig - auch das Böse braucht ein Motiv
Jup, da stimme ich voll und ganz zu. Und ich sag mal so: Eine der (meiner Meinung nach) nettesten Personen in dieser Geschichte steht auf der »bösen« Seite Icon_ugly - Janis ist zwar hier am Anfang der »Antagonist« (er macht auch nur seinen Job), aber es taucht noch eine wirkliche Gefahr von außen auf. Und da muss selbst der Merowinger dann mal umdenken.

Zitat:  Abhilfe könnte die Antwort auf die Frage sein, warum van Deelen so geworden ist, wie er sich hier dastellt. Gibt es vielleicht ein Trauma, das ihn dazu veranlasst sämtliche menschlichen Regungen wegzusperren? 
Menschliche Regungen würde ich gerne noch aus ihm herauskitzeln – nur Janis macht da nicht so mit. Er hat zwar ein einschneidendes Erlebnis in seiner … hm … wie nennt man das? Jugend ist es nicht mehr … also mit 22 Jahren geschah etwas in seinem Leben, das aber eher Erklärung für seinen Hass auf Aztec und für seine Reaktionen auf Yelena+Nate ist.

Zitat: Wenn du ihn als Handlungsträger behalten willst, muss er meines Erachtens mehr Tiefe bekommen, ansosnsten fängt er an zu stören, oder gar zu nerven, wenn man aus seiner Sicht ließt. 
Ich hoffe natürlich, dass ich das schaffe. Und wenn nicht, dass dann zumindest die neuen Einsichten, die man durch Janis als Handlungsträger in die Hintergründe bekommt, spannend genug sind, dass der Leser die Kapitel nicht rausreißt und verbrennt Icon_ugly

Zitat: Bisher präsentiert er sich mir als der typische Charaktär, der in der gesamten Geschichte nicht ein sinnvollen Beitrag zu jeglicher Problemlösung leisten kann, um dann doch im Showdown irgendwie über seinen Schatten zu springen und einen wichtigen Beitrag dazu leisten zu können, die Geschichte doch noch (halbwegs) gut ausgehen zu lassen. Oder alle ins Verderben zu stürzen, wenn er es nicht schafft. 
Du glaubst gar nicht, wie viel du mir mit diesem Abschnitt zu denken gegeben hast. Und wie kritisch ich Janis und seine Rolle in der Geschichte im Moment hinterfrage. Wie ich Gedanken und Ideen wälze, Szenarien im Kopf durchspiele und verwerfe und wie wenig ich möchte, dass Janis »nicht einen sinnvollen Beitrag« leistet.
Ich wusste schon immer, dass er keiner der aktiven Charaktere ist, der die Handlung vorantreibt. Aber ich befürchte, ich habe ihn dazu verdonnert, einfach nur das Gegengewicht zu Yelena zu sein, so dass sie seine einzige Daseinsberechtigung ist. Er ist zwar der Auslöser für einen ziemlich tiefgreifenden Konflikt, aber auch da ist er eher passiv dran beteiligt. Und für das, was ich mit ihm geplant habe, hätte er eigentlich eine viel aktivere Rolle verdient.

Zitat: Auf jeden Fall sehe ich bei ihm die Gefahr, dass er so viele Bretter vor den Kopf genagelt bekommt, dass er irgendwann einen ganzen Wald vor sich herschiebt und damit berechenbar und stereotyp wird.
Ich hoffe, in den Szenen, die ich mit ihm schon geschrieben habe, wird Janis den Leser das ein oder andere Mal überraschen. Bei mir hat ers auf jeden Fall geschafft *lach* - aber ich werde auf seinen Stereotyp ein besonderes Auge haben. Und ich überleg mir etwas für sein erstes Kapitel, das ihn menschlicher wirken lässt. Der erste Eindruck zählt ja schließlich Icon_smile

6.
Die Menschen haben auch den Vorteil, dass sie Vergleichspartner da haben. Wenn ich jetzt noch einen netten, gesprächigen Elfen an Bord hätte zum Beispiel, würden der und Bishop sich genauso krass gegenüberstehen. Oder wenn ich einen durchgeknallten, schießwütigen Ork dabei hätte. Aber solche kulturellen Unterschiede in einer Person darzustellen ist ja unmöglich. Und es geht mir auch gar nicht so sehr darum, dass der Leser sagt, sobald mein zweiter Elf Vincent zum Beispiel auftaucht: »Ah, der ist auch ein Elf, deshalb verhält der sich so und so«, sondern bei mir lautet das Motto: »Ah, das ist Vincent, der hat dies und das erlebt, deshalb verhält der sich so und so.«
Es kommt auch später noch eine Merowingerin dazu, die ist komplett anders als Janis. Oder ein Kosake, der Yelenas Labilität so überhaupt nicht teilt.
Orks kann ich dummerweise keine »echten« zum Vergleich einbringen, aber die, die auftauchen, haben überhaupt nichts mit Hitoro gemein Mrgreen
Und wie schon irgendwo gesagt: Unter der Aztec-Gruppe, die noch eine Rolle spielen wird, gibt es den netten, gutmütigen, hilfsbereiten Kerl ebenso wie das Arschloch mit der Knarre.


Ich war mir von Anfang an bewusst, dass die Begriffe »Elfen, Orks, Merowinger« und Englisch als Elfisch riskant sind. Dass es ein Reinfall werden könnte. Dass ich dafür Tomaten an den Kopf geschmissen bekomm :Icon_ugly: - trotzdem, oder gerade deshalb, versuche ich zumindest für mich selbst Erklärungen zu finden, soweit ich Chancen sehe, erfolgreich zu sein.
Warum die Menschen nun als Merowinger und Perser und Kosaken unterwegs sind, das werd ich niemals weltenintern erklären können. Das ist so, weil ichs cool find.
Zumal in der Geschichte auch gar kein Platz für solche Erklärungen wäre. (Ich bekomm ja schon die Erklärungen, die ich gerne drin hätte, nicht rein … )

So, ich hab versucht, nicht allzu viel rumzulabern und dabei möglichst verständlich zu klingen Mrgreen und auch wenn der Eindruck womöglich zwischen all der Rechtfertigungen untergeht, hast du mir wieder Stoff zum Nachdenken gegeben. Gerade über die Janis-Perspektive und die Frage, inwieweit ich es schaffe, das Englisch/Elfisch innerhalb der Geschichte zu erklären.
Also dank dir, nochmal, fürs Lesen und Meinung gleich zweimal schreiben Icon_bussi Bei den ganzen Gedanken, die ich mir jetzt wieder über die ersten Kapitel gemacht habe, würd ich am liebsten hingehen und alles erneuern. Wenn das nicht so viel Arbeit wäre *grins* (und ich mir keine Gedanken machen müsste, wie ich Janis menschlicher bekommen …)

Ganz liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

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Beitrag #4 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 5)
Zum Elfischen:
Ich kann verstehen, dass du das nicht mehr rausnehmen willst - würde ich auch nicht wollen. Von der Sache her würde ich sagen, dass man bei einer Si-Fi-Geschichte mit Anglizismen um sich werfen kann, wie man möchte, weil es ja auch hier bei uns die überwiegend technische Sprache ist. Um das zu tun, bräuchstest du aber kein Volk, das Englisch spricht, sondern könntest einfach die Begriffe nutzen. Ich bezweifle, dass sich da irgendwer drüber aufregen würde.
Aber so wie du es gemacht hast - eben klarzustellen, dass Elfisch Englisch ist, bringt bei Anglizismen dann den Erklärungsbedarf.

Zitat:Auf der Alternativ-Erde von Kumen-Esh kommt es aber irgendwann zum Bruch zwischen den Aztec und dem Rest der Bevölkerung und die Zusammenarbeit erlischt. Trotzdem sind nun aber die ganzen englisch/elfischen Begriffe in der »neuen Weltsprache« Merowinger Standard. Es gibt keine Ersatzbegriffe dafür und so werden sie übernommen.
Diese Vergangenheit würde ich unglaublich gerne in die Geschichte einbringen, eben um solche Fragen zu erklären, aber ich hab (wie so oft) noch keine Ahnung, an welcher Stelle ich das wie unterbringen könnte.
Nach meinem Gefühl wirst du es müssen. Denn wenn der Leser so wie ich sich die Frage stellt, warum Merowinger Unternehmen Elfische Namen tragen oder warum sich Menschen mit elfischen Anreden ansprechen, wird dein Konstruckt brüchig, sofern du nicht genau darauf eine gute Antwort parat hast. Und sie auch in der Geschichte nennst, möglichst bevor beim Leser der Eindruck entsteht, dass der Autor seine eigene Welt nicht im Griff hat. Will damit sagen, dass eine solche Erklärung auf den ersten zehn Seiten erheblich besser wäre, als auf den letzten.
Mit anderen Worten: Es ist ja schön, dass du das weißt, aber ich als Leser will das auch wissen. Möglichst in der Geschichte selbst und nicht als Erläuterung in einem Forum.
Ich wurde schon von jemanden (ich glaube es war Trin) vollkommen zu recht darauf hingewiesen, dass sich eine Geschichte von selbst erklären muss. Regeln und Begebenheiten, die beim Weltenbasteln dem Autor selbst vollkommen plausibel sind, müssen für den Leser unter Umständen erst erklärt werden. Der Einsatz und die Stellung der Elfischen Sprache ist so eine Sache. Und zwar eine ziemlich große Sache.
Diese Feststellung hat mir selbst bei meiner Geschichte zwar so überhaupt nicht gefallen, dennoch hatte (oder war es Federlehrling?) dieser Jemand recht.

Zitat:Zitat: "weil ich bisher eher den Eindruck hatte, dass das Elfische selbst bei den Menschen, speziell den Merowingern, mehr den Ruf der schlechten Umgangsformen hat."
Ja *hust* dieser Eindruck wird sich vermutlich verstärken, je mehr der Leser von Asad hört.
Wenn Elfisch eine Sprache der Wissenschaft sein soll, wirkt ein solcher Eindruck widersprüchlich bis fatal. Das Gleiche wie zuvor: Dein Leser muss wissen, wo und wie er Elfisch einzuordnen hat, damit die Lieblingssprache für Schimpfwörter und Flüche einer einzigen Person nicht zum Sprachempfinden des Lesers wird. Hier heißt es: Asad und Bishop vs. deine Welt. Lass sie auf Elfisch schimpfen und fluchen, aber zeige dann auch, dass der Rest der elfischsprachigen Welt bessere Manieren hat.

Okay, deine Erklärungen sagen mir, warum deine Figuren auf Displays statt Bildschirmen arbeiten. Sie sagen mir auch, warum sich ein Forscherteam für Raumfahrt und Weltraumphysik eher in Elfisch als "Merowingisch" verständigen wird.
Was sie mir nur bedingt erklären, sind nach wie vor elfische Namen für Unternehmen und Raumschiffe, denn solche Namen bilden sich selten aus der wissenschaftlichen Sprache, sondern eher aus der Sprache, die alle verstehen. Die einzig sinnvolle Erklärung dafür, wäre die, die man auch in unserer Welt für englische Namen sehen kann: Elfisch wäre nicht ausschließlich eine Sprache der Wissenschaft, sondern vor allem eine Sprache der Massen. Ist das so? Falls ja, Warum? Dann musst du das auch sagen. Es müsste ja nicht jeder bei dir zwingend fließend Elfisch sprechen, aber geheime Unterhaltungen auf Elfisch sind dann Tabu.
In dem Fall sollten dann auch Türschilder von vornherein auf Elfisch beschriftet sein, und hätten nicht als Schmiererei eine Übersetzung draufgekritzelt - so aussagekräftig dieses Bild in der Szene mit van Deelen auch ist.
Was mir deine Erklärungen allerdings gar nicht überzeugend darstellen können, ist die Frage, warum sich Menschen gegeseitig auf Elfisch ansprechen. (Ich kann da nur von mir selbst reden, aber an dieser Stelle wäre ich Pragmat und würde Mr und Mrs dezent entfehrnen und durch etwas anderes Ersetzen. Selbst russische Anreden wären bei Kosaken wesentlich plausibler als elfische.)
Wenn du allerdings noch eine wirklich gute Begründung hast, warum man sich auch außerhalb eines Forscherteams für Weltraumphysik mit Mr und Mrs Mensch ansprechen soll, dann würde ich die als Leser sehr gerne kennen - leider würde ich mich da aber nicht mit dem Akademiker-Sprache-Agument zufriedengeben, denn ich rede meine Seminarleiter nur Mr und Mrs an, wenn sie auch aus dem englischsprachigen Raum kommen. Wiedrum hätte ich diese Erklärung dann gerne auch innerhalb der Geschichte Icon_wink

Zitat:Zitat: "Warum spricht deine Welt also so viel Englisch, ähm, Elfisch?"
Ich hoffe, ich konnt zumindest ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.
Auf englische Begriffe will ich auf gar keinen Fall verzichten, das würde mich viel zu viel aufhalten beim Schreiben, weil es so viele Begriffe in diesem Genre gibt, für die es einfach keine deutsche Entsprechung gibt. Ich würde Jahre brauchen, um überall Ersatzbegriffe zu finden. Und für mich selbst gilt: Irgendwo müssen die englischen Begriffe ja herkommen – also muss es ein Volk geben (das in diesem Gebiet (Raumfahrt) etwas Bedeutendes geleistet hat), das Englisch spricht.
Gut, kann ich vollkommen verstehen und diesen Aufwand würde ich selbst auch nicht treiben wollen. Ich glaube allerdings nicht, dass das nötig wäre, selbst wenn du deine Merowinger Althochdeutsch und deine Elfen Sindarin sprechen lassen würdest. In diesem Genre fallen Anglizismen nicht störend auf und da einige so fest im deutschen Sprachgebrauch drin sind, erst recht nicht.
Aufgefallen sind sie mir wirklich erst in dem Augenblick, wo du sie als elfisch deklariert hast. Zusammen mit dem Eindruck, dass Elfisch fast schon verpönt ist, habe ich mich dann allerdings schon gefragt, wie diese Begriffe da hinkommen. Das hatte ungefähr für mich den Eindruck, als ob ein Akademiker plötzlich berliner-Türkendeutsch sprechen würde - als ob du in deiner Geschichte aus dem Wellnessbereich die Bonzenwaschanlage gemacht hättest - falls du meinem Gedankengang folgen kannst.
Schon allein deswegen: es wäre nicht gut, wenn Asads fehlende Kinderstube das Sprachempfinden deiner Leser derart stark beeinflusst, wie er es bei mir geschafft hat.

Ich bin immer noch der Meinung, dass Englisch als Elfisch grenzwertig ist, aber du hast mich zumindest davon überzeugt, dass du es dennoch seriös hinbekommen könntest. Trotzdem steckt in diesem Bereich nach meinem Empfinden noch eine ganze Menge Arbeit drin, denn was warum woher kommt, ist (für mich) noch nicht ausreichend geklärt.

Zu Janis.
Ich bin mir nicht sicher, ob er menschlicher, in Sinne von sympatischer, wirken muss. Nur, dass er facettenreicher werden sollte. Mein Gott, es gibt eben auch Arschlöcher auf dieser Welt! Bedauerlich, aber daran lässt sich leider nicht viel ändern. Wenn dir sonst keine gute Idee einfällt, wie du seine Gefühlskälte erklärst, gib ihm ne schlechte Kindheit. Das mag zwar ein Klischee sein, aber aus meiner bisherigen Berufserfahrung heraus kann ich sagen, dass es ein trauriger Weise zu 90% zutreffendes Klischee ist. Warum das so ist, kann bei Interesse im Internet bestimmt erschöpfend nachgelesen werden (oder frag mich Icon_ugly ).
Als Handlungsträger ist er ein netter Gegensatz zu all den "Guten" in deiner Geschichte. Er erweitert die Perspektive des Lesers und allein schon deswegen, würde ich ihn nicht als handlungstragenden Charakter ausschließen. Im Übrigen sehe ich ihn nicht als böse an - nur als Arsch.
Trotzdem braucht er Perspektive und Tiefe.
An der Stelle kurze Vorwarnung, dass ich ins Schwafeln komme: Ich fand Bertholt Brechts Aussage zum Thema: Was passiert mit meinem zur Strecke gebrachten Schurken? sehr inspirierend. Er war der Meinung, dass es einen wesentlich größeren Effeckt hätte, wenn man ihn nicht einfach abschießt und alle Welt freut sich drüber, weil er halt böse war; sondern wenn man ihm die Tiefe gibt, ein wirklich gutes Motiv für seine Taten zu haben. Brecht wollte die Kartasis nicht, die bis dahin die meisten anderen Dramenautoren anstrebten, sondern er wollte einen Aufschrei. Er wollte einen Schurken, dem man hätte helfen können, der nur böse ist, weil er es sein muss - nicht unbedingt, weil er es will.
Keine Ahnung, was du darüber denkst, aber dem Schurken auch einen hübschen Konflikt mit auf dem Weg zu geben, macht ihn auf jeden Fall wesentlich interessanter. Ich habe es selbst auch mal ausprobiert und ich kann sagen, dass mir das Ergebnis bisher gefällt.
Auch wenn ich natürlich nicht weiß, was du für van Deelen geplant hast, aber wenn du ihn durch seine eigene Midlifecrises gehen lässt, dürfte ihm das vielleicht sogar den einen oder anderen Fan einbringen.

Zitat:Warum die Menschen nun als Merowinger und Perser und Kosaken unterwegs sind, das werd ich niemals weltenintern erklären können. Das ist so, weil ichs cool find.
Vollkommen plausibel und ausreichend für meinen Geschmack ^.^ Hab sowas selbst allerdings noch nicht auf diese Weise gemacht. Was nicht ist, kann ja noch werden. Jedenfalls, bin ich da nicht diejenige, die sich bei soetwas an Fachbegriffen langhangelt und das beanstandet. Hin und wieder weise ich auf solche Unstimmigkeiten hin, aber stören tun sie mich nur dann, wenn ich feste Assoziationen damit habe, die dann einfach ignoriert werden.

Dann für heute genug gemeckert,
LG Chewi

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Beitrag #5 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 5)
Das klingt jetzt vermutlich total doof und ich hab wirklich alles versucht, um das hier nicht schreiben zu müssen, aber nach etlichen Stunden Gehirnzermaterung und 13 Seiten lose aneinandergereihter Erklärungen, Gegenargumenten, Widersprüchen, und zahlloser (14) Versuche, irgendwie eine klare, knappe Struktur reinzubringen, muss ich leider sagen, dass ich mich zur Zeit nicht in der Lage sehe, dir gezielt zu antworten.

Das Einzige, bei dem ich mir absolut sicher bin und was eigentlich von Anfang an feststand:
Ich verwende Englisch ganz normal, wie ich es in einer Geschichte ohne Orks und Elfen auch verwenden würde, und dann nenn ich es »Elfisch«.
Da gibt’s keine besonderen Gründe oder Gedanken zu. Mr und Mrs sind drin, weil ich »Frau Ivanova« und »Herr Bishop« schlicht und ergreifend mordsdämlich finde. Die Risen heißt Risen, weil sie so in meinem Kopf war, als alles anfing. Sunshine and Beyond heißt so, weil ich den Klang und das Bild, das ich damit verbinde, total cool finde. Und Asad flucht auf Elfisch, weil er als Kind viel unter fluchenden Elfenmechanikern war. Nein, stimmt nicht – er flucht auf Englisch, weil ich es cooler finde als auf Deutsch Icon_ugly

Da wird sich innerhalb der Geschichte niemals eine der Perspektivenpersonen Gedanken zu machen, weil es absolut nichts zum eigentlichen Konflikt oder dessen Lösung beitragen würde. Und weil ich niemanden dabei habe, der sich über die alltäglichsten Dinge den Kopf zerbricht. Und weil bei Kumen-Esh die Handlung sehr weit vor dem Worldbuilding steht. Und weil ich auch gar nicht wüsste, was genau ich da wie klären soll.

So, das ist die erste Version, von der ich mir vorstellen kann, sie auch einzustellen, auch wenn sie doof und schnippisch klingt.
Ich hab nur das Gefühl, dass du mich falsch verstanden hast und dass ich dich nicht so recht verstehe und dass es Chaos gibt, wenn ich da den ganzen Wulst versuche zu erklären mit allen Hintergedanken, die ich mir spontan dazu mache, und allen Ereignissen, die sich auf der Kumen-Esh noch zutragen werden. Geheime Gespräche auf Elfisch waren zum Beispiel nie geplant und ich hab längst ein paar Leute drin, die beide Sprachen fließend sprechen ohne in einer davon zu fluchen. Ich hatte nie eine »Akademiker-Sprache« im Kopf und auch keine reine Fluch-Sprache.
Aber ich kann ja schlecht auf den ersten 10 Seiten erstmal ALLES zum Thema Worldbuilding erklären. Ich würds auch gar nicht wollen. Je weiter die Geschichte voranschreitet, umso mehr erfährt der Leser über die Welt und ihre Bewohner, bzw. die paar Bewohner, die als Charaktere durch die Geschichte turnen.
Und glaub mir, die haben ganz andere Probleme als die Frage, in welcher Sprache sie nun aus Political correctness überhaupt noch fluchen dürfen Icon_ugly

Ja, also wie gesagt, ich habs echt lange und verzweifelt mit einer ausführlichen Antwort versucht, aber es kam nix Brauchbares bei raus. Dafür sind das zu viele Themen zusammen – vielleicht faser ich das auch einfach im Kopf zu weit auseinander … ich weiß nicht.
Welchen Eindruck die Sprache auf den Leser macht, kann man, denke ich, ohnehin nur im Gesamtwerk dann auswerten. Passiert ja auch viel zwischen den Auszügen und noch mehr, das erst später kommt.

Vielleicht schaffs ichs ja jetzt, ein bisschen Schlaf nachzuholen.
(Lag aber nicht an deinem Kommentar, sondern an verschiedenen Dingen.)

Liebe Grüße
Lanna

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Beitrag #6 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 5)
Okay, das kann ich akzeptieren, schließlich ist es deine Geschichte und die muss in erster Linie dir gefallen. Meine Vorbehalte wegen dem Elfischen bleiben dennoch. Es müsste einfach etwas ausgefeilter sein, als du es derzeit in den Auszügen deiner Geschichte durchblicken lässt, aber das ist wie gesagt meine persönlich Meinung.
Das ist ja das Schöne an einem Internetforum, dass man die Ratschläge annehmen kann, aber es nicht muss. Damit werde ich also leben müssen Icon_wink

Von Dingen, die ich mir übrigens irgendwo abgeguckt und übernommen habe, weil ich es mir ursprünglich einfach machen wollte und die dann doch einen gigantischen Rattenchwanz an Arbeit mich sich brachten, kann ich ein Lied singen. Bisher war es für mich nur nie eine Option zu sagen: och ich lass das jetzt trotzdem so. Da ist eben jeder anders.
Da stört sich letztentlich auch jeder anders dran. Ich mehr, du weniger Icon_ugly
Zitat:Aber ich kann ja schlecht auf den ersten 10 Seiten erstmal ALLES zum Thema Worldbuilding erklären. Ich würds auch gar nicht wollen.

Wer will das schon? Icon_ugly
Ich fände halt einfach nur eine Antwort auf die Frage wichtig: woher kommt dieser starke, elfische Spracheinfluss? Insbesondere deswegen, weil du ja mit dieser Sprache recht stark einsteigst. So unbefriedigend diese Antwort (für einen wie mich) vielleicht auch sein mag, weil man eben jahzehnte oder Jahrhunderte der Forschung und Sprachentwicklung nicht in zwei Sätzen unterbringen kann, ich hätte es wenigstens mal angerissen.

Bei meinem derzeitigen Mamut habe ich auf bisher 300 Wordseiten noch nicht alles zum Thema Wolrdbuilding erklärt, was es zu erklären gibt. Nur eben das Wichtigste und an einigen Stellen müssen bestimmt auch meine phlegmatischen Probeleser einfach hinnehmen, dass bestimmte Dinge nicht oder noch nicht erklärt werden. Das ist eben so. Ich gebe mir in meinen (längeren) Geschichten aber vielleicht auch einfach mehr Mühe bestimmte Eckpfeiler meiner Welt zu umreißen. Der Nachteil dürfte allerdings ebenso auf der Hand liegen: die hässliche Neigung meine Leser mit Erklärungen zu irgendwelchen Zeugs zu langweilen Icon_ugly

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Beitrag #7 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 5)
Hi Chewi

Ich würd dich drum bitten, dass wir es dabei belassen.
Du magst mein Elfisch nicht – das hab ich verstanden.
Aber wie leichtfertig ich Argumente und Vorschläge meiner Leser ausschlage und wie viel Mühe ich mir mit meinem Weltenbau gebe, kannst du nicht im Ansatz beurteilen. Auch wenns nicht so gemeint war, hast du damit einen wunden Punkt bei mir getroffen und ich würd das Thema dann gern zu den Akten legen, bevor ich wieder was schreibe, was ich hinterher bereue, weil ich alles persönlich nehme.

Danke.
Lanna

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Beitrag #8 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 5)
Einverstanden.
Habe ja auch lange genug darauf herumgekaut.
Sieh es doch einmal so: dafür, dass ich deine Geschichte anfangs überhaupt gar nicht groß weiter verfolgen wollte, habe ich schon ziemlich viel Zeit mit ihr verbracht - und es auch nicht bereut.
Wie du selbst sagst, ist Kumen-Esh eine sehr große Geschichte und du hast da viele interessante und teilweise auch sehr sympatische Figuren geschaffen und sowohl die Welt als auch die Charaktäre sind für mich gute Gründe deine Geschichte auch weiterhin mitzulesen.
Und dein Schreibstil ist nach meinem Leseempfinden auch sehr schön und farbenfroh.
Vielleicht ist es wichtig, dass ich das ebenfalls nochmal anspreche - bevor du entgültig glaubst, ich wäre hier nur die Meckertante. Denn eigentlich will ich die nicht sein.

Was das Elfische betrifft, habe ich nicht vor diesbezüglich in eventuell zukünftigen Kommentaren ein weiteres Fass aufzureißen.

Ich hoffe, damit kannst du so leben.
LG Chewi

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Beitrag #9 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 5)
Hi Chewi,

alles klar - damit kann ich auf jeden Fall leben.
Danke auch für die positiven Punkte. Freut mich natürlich Icon_smile und keine Sorge, ich bin ja selbst so eine Meckertante, ich nehm sowas nicht persönlich. Auch wenns hier vielleicht anders gewirkt hat.

Liebe Grüße
Lanna

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Beitrag #10 |

RE: Kumen-Esh (Auszug 5)
Hallo Lanna

Als MoPro Versager Smiley_emoticons_blush... wag ich mich mal an dein Kumen-Esh. SiFi mag ich weil eine Freundin es mag und wir so viel gemeinsame Star Trek und Babylon 5 usw. Zeit verbracht haben. Allerdings lese ich kein SF.
Kumen-Esh ist so ein schöner Titel. In meinem Kopf ist das ein Genlabor in Indien, das verantwortlich dafür ist, dass das innerste der Menschen nach Außen gekehrt wurde und die Geschichte dann nochmal ganz spannende Wendungen genommen hat. Mrgreen
Aber Konzentration auf dein Kumen-EshIcon_smile
Ich habe den ersten Teil gelesen und finde deinen alten Krieger mit Familie großartig! Da ist aber nun schon soviel zu geschrieben worden, und ich habe gesehen, die anderen sind auch sehr gut besucht gewesen, also blätterte ich vor und stellte fest, dieser hier ist noch nicht von so vielen kommentiert worden und steht relativ für sich allein. Da mein Schädel nun nicht so auf Hochleistung läuft und ich mir so keine Blöße geben kann, wenn ich Verknüpfungen nicht schaffe, nehme ich mir also diesen Abschnitt als Uneingeweihter vor und melde dir mal zurück, wie die Figuren auf mich wirken. Und lese den spannenden Teil, wie es dazu kam, dann hinterher Icon_smile



Zitat:Yelena Ivanova
Der Name ist schonmal schön voll mit russischer Seele Icon_smile

Zitat:Der Wecker im Regal zwinkerte Yelena zu, als er von 04:59 auf 05:00 sprang.
Zuzwinkern. Boah, so früh am Morgen, wäre ich jetzt schon bedient.Mrgreen
Zitat:Schichtwechsel, flüsterte er. Du musst Sergej wecken.
»Scheiße!«, fuhr sie ihn an. »Scheiß drauf!«
Genau das Mrgreen
Zitat:Dann fiel ihr Blick auf Daisuke, der ihr gegenüber am Tisch saß und sie halb erschrocken, halb irritiert ansah.
Oh, bei Wecker denk ich immer an Ding am Bett ...
Zitat:»’tschuldigung.«
»Wollen Sie drüber reden?«, fragte der Orkling mitfühlend und überraschte sie damit erneut.
Bisher hatten sie sich die Zeit – die endlosen dreiundzwanzig Minuten – mit Kartenspielen und Small-Talk vertrieben, ohne ihre aktuelle Situation auch nur anzuschneiden. Daisuke spähte zwar immer wieder zu Nate, gab sich aber aufrichtig Mühe, sie abzulenken. Er war in diesem Raum sicher der Letzte, der es verdient hatte, angeschrien zu werden.
Sehr schön gezeigt, dass Orks eben keine Klischeeorks sind.
Und sie kann trotz ihres stresses, zumindest im Nachgang die Situation erfassen und Gefühle würdigen.
Zitat:»Ich –«
- wusste, dass irgendwas nicht stimmt.
Ich hätte Nate melden müssen, hätte ihn nicht fliegen lassen dürfen.
Ich bin die verdammte Verantwortliche!
Ich will ihn nicht verlieren …
... süß, wenn ich das so sagen darf. Sie fühlt sich verantwortlich und er bedeutet ihr viel.
Zitat:»Ich brauch was zu trinken«, brachte sie mühsam hervor.
Mit wenigen unsicheren Schritten durchquerte sie den Aufenthaltsraum, der in den letzten zwei Jahren zu ihrem Zuhause geworden war. Im Moment erinnerte nichts an die Stunden um Stunden, die sie hier bereits verbracht hatte. Nur an das Chaos, in das Nates erster Zusammenbruch ihr Leben gestürzt hatte.
Gibt es einen zweiten Zusammenbruch bisher, sonst würde ich "erster" weglassen
Zitat:Er lag, noch immer mit gefesselten Händen, auf dem einen Sofa, während es sich van Deelen auf dem anderen bequem gemacht hatte. Sie hätte dem Merowinger schon viel früher ein paar Beruhigungstropfen unterschieben sollen.
Interessant, er muss gefesselt werden und sie hat kreative Problemlösungen, so Beruhigungtropfen, wünsch ich mir auch Pro

Zitat:Neben Nate ging sie in die Hocke und legte ihm eine Hand auf die Stirn. Seine Temperatur war seit einer Weile stabil und seine Atmung gleichmäßig. Auch wenn er bisher nicht zu Bewusstsein gekommen war, wirkte er zumindest nicht mehr wie kurz vor dem Exitus. Es sah aus, als würde er schlafen.
Als sie ihre Hand zurückzog, blinzelte er.
»Hau nich’ wieder ab«, raunte er heiser und hustete.
Yelena wäre ihm am liebsten um den Hals gefallen. »Das Gleiche könnte ich dir sagen. Wie geht’s dir?«
Oh, sehr schön. Ihre Sorge und die Beziehung. er scheint offener damit umgehen zu können als sie.
Zitat:»Was is’ passiert?« Mühsam drehte er sich halb um und stieß an die Grenze seines Bewegungsfreiraums. »Was soll der Dreck?«
Leicht reizbar ...
Zitat:»Du kannst dich an nichts erinnern?«
Es war gut so.
Sehr schön Frage und der Gedanke.
Zitat:»Yelena!« Er wollte auffahren, erstickte stattdessen aber fast an einem Hustenanfall.
Verzweifelt wandte sie sich Daisuke zu, der die Situation angespannt beobachtete.
Hier würde ich, um die Dringlichkeit zu unterstreichen, das unterstrichene streichen. Das ist ihr wahrscheinlich im Moment egal, ob er das beobachtet hat.
Zitat:»Er wird niemandem was tun«, versicherte sie dem Orkling, ohne ihn überzeugen zu können. »Bitte.«
zeigen. Also
»Er wird niemandem was tun«, versicherte sie dem Orkling, ohne ihn überzeugen zu können. (Irgendwas woan sie sieht, dass sie ihn nicht überzeugen kann, nicht die erklärung »Bitte.«
Zitat:Als sie wieder zu Nate sah, schimmerte Panik in den grünen Elfenaugen.
Was tut sie wegen dem Husten, wo sind ihre Hände?
Zitat:»Was is’ passiert?«, wiederholte er eindringlich.
Er ist doch gefesselt, was tut er in der Zeit mit seinen gefesselten Händen oder so...
Zitat:»Du … du hattest einen Flashback. Und …« Sie legte ihm zaghaft eine Hand auf die Wange. »… du hast mich als Geisel genommen.«
Er starrte sie an, vollkommen reglos, während minutenlange Sekunden verstrichen.
Irgendwie süß minutenlange Sekunden. Sie ist wahrscheinlich eher eine genaue Person.
Zitat:»Nein«, flüsterte er schließlich. »Ich … – nein. Nein!«
»Doch, Nate. Du bist von der MA in Gewahrsam genommen. Es tut mir Leid.« Erneut warf sie einen Blick über die Schulter. »Auf meine Verantwortung, Daisuke!«
Widerwillig trat der Orkling zu ihnen.
»Aye, Captain.«
Er fischte ein Klappmesser aus seiner Tasche und durchtrennte das Kabelband mit einem Ruck.
Nate drehte sich stöhnend auf den Rücken, atmete tief durch.
»Sag mir, was passiert is’!«, verlangte er ein drittes Mal.
Während Yelena ihm alles erzählte, starrte er nur schweigend an die Decke. Erst als sie zu seinem Flashback kam, sah er sie an. Konzentriert, als könnten ihre Worte seine Erinnerung daran zurückbringen. Nicht einmal die Tatsache, dass er gedroht hatte, sie umzubringen, rief eine Regung in seinem Gesicht wach.
Es tat weh, obwohl es eigentlich ein gutes Zeichen war. Für einen Flashback konnte er nicht hingerichtet werden. Um diesen matten Hoffnungsschimmer nicht zu zerstören, erwähnte sie Cathy in keinem Satz.
Interessant, als Leser war ich ja wahrscheinlich ganz dabei. Dass er keine Regung zeigt ist eigentlich ein schlechtes Zeichen, es sollte ihn erschüttern sie bedroht zu haben. Ich würde das eher so werten, dass er sich erinnert.
Zitat:»Wasser«, kommentierte er teilnahmslos, als sie geendet hatte.
In seinen Augen spiegelten sich Angst und Verzweiflung. Er sah sie nicht an, als sie ihm die Flasche reichte.
also nur in seinen Augen.
Zitat:»Warum has’ du sie dran gehindert, mich zu erschießen?«
Seine Worte bohrten sich wie ein glühender Nagel in ihre Brust und schnürten ihr die Luft ab. Wie seine Finger an ihrer Kehle. Und gleichzeitig entflammten sie eine ungeheure Wut – auf ihre Hilflosigkeit, auf die Aztec und auf Nate.
Vor allem auf Nate.
Ja, also ehrlich mal, weiß er nicht, dass sie ihn liebt? Prügel Junge, Prügel Icon_motz Er ist wahrscheinlich so einer, der nicht glauben kann, dass ihn jemand lieben könnte. Schon gar nicht nach so einer Geschichte.
Zitat:»Weil du gottverdammt egoistisches Arschloch mir was bedeutest! Du bist doch selbst Schuld an der ganzen Scheiße!«
Jawoll, das musste nun raus!
Zitat:Die letzten Worte hätte sie am liebsten sofort wieder ungesagt gemacht.
Versteh ich auch, die Arme. so ein Stress.
Zitat:Mit dem Handrücken wischte sie sich das Brennen aus den Augen und schniefte. Es war zu spät.
Sie schnieft. So körperlich ...?
Zitat:Nate reagierte nicht. Er starrte nur weiter die Decke an und rieb sich nachdenklich die Handgelenke. Nach einer endlosen Zeit des Schweigens stemmte er sich hoch.
Oh, ha. Aber er hat auch kaum Handlungsspielraum mit dem Ork im Nacken, da sind Männer ja nun nicht wirklich gesprächig was Gefühle angeht und wahrscheinlich weiß er einfach absolut nicht, was er sagen soll. Er wird ihr wahrscheinlich recht geben.
Zitat:»Mach langsam, Nate.« Sie erwartete nicht, dass er auf sie hörte. »Du warst ziemlich lange weg.«
»Wir müss’n reden. Allein.«
Jepp, genau Icon_smile
Zitat:Er stützte sich mit einer Hand an der Sofalehne ab, mit der anderen an ihrer Schulter.

Für so einen Mann ist das schon ein ich liebe dich Kategorie 3 MrgreenIcon_cuinlove
Zitat:Es würde keinen Sinn machen, ihn aufhalten zu wollen, also half sie ihm auf die Beine. Daisuke beobachtete sie unruhig.
»Hinten sind Umkleide und Dusche«, erklärte sie dem Orkling mit einem Kopfnicken in Richtung Tür. »Von da aus geht’s nirgendwo hin. Wenn irgendwas ist, ruf ich dich, okay?«
Er nickte, weil sein Commander ihm keine andere Wahl gelassen hatte.
»Aye, Captain«, entgegnete er unglücklich.
Es klingt, als wäre Daisuke für sie noch sehr jung.
Zitat:Seine Sorge war fast schon lächerlich in Anbetracht von Nates Zustand. Der Elf konnte kaum einen Schritt ohne Hilfe tun. Geschweige denn irgendjemanden überwältigen, um zu fliehen. Wohin auch?
Der Elf klingt nun arg fern für ihre Beziehung. Da springt mich nur Abwechseln wollen an, ich würd Er nehmen.
Zitat:Er stützte sich schwer auf ihr ab, während sie ihn die wenigen Schritte zum Umkleidebereich führte. Doch als sie sorgfältig die Tür hinter sich schloss, veränderte sich seine Haltung. Beinahe lässig durchquerte er den kleinen Raum und lehnte sich neben den Waschbecken an die Wand. Keine Spur mehr von Schwäche. Nur das raue Husten schien echt.
Du cleveres, berechnendes ...
Zitat:Ohne sie aus den Augen zu lassen, nahm er einen weiteren tiefen Schluck aus der Flasche und stellte sie neben sich ab. Sein Schweigen war ein einziger Vorwurf.
ein Vorwurf, ich hoffe das interpretiert sie nur rein. Wehe, er macht ihr irgendeinen Vorwurf, außer dem nicht genug an ihr Leben gedacht zu haben!
sie ist sehr unsicher ... verständlich. geht ihr wahrscheinlich nicht oft so in einen Todeskandidaten verliebt zu sein ...
Zitat:Yelena seufzte.
Nur fürs Protokoll, ich mag seuftzen nicht in ernsten Situationen. Hat aber weiter keine Bedeutung für dich Smiley_emoticons_blush Ich will es trotzdem aus diesem schönen Text entfernen, aber sofort cookie
Zitat: »Was hätte ich machen sollen, Nate? Hätte ich van Deelen erzählen sollen, dass das so ein kleiner Insider hier bei uns ist? ›Der Aztec tut manchmal so, als wär er total durchgeknallt und dann lachen wir uns alle tot. Alles nicht so schlimm, hahaha‹
Eben, ist nicht viel Wahl, wenn der andere durchdreht ...
Zitat:Sie war schon wieder kurz davor, ihn anzuschreien. Dabei sollte sie glücklich sein, dass er wieder wach war. Dass es ihm gut ging.
Na, es geht ihm gut genug, um ihm eine zu verpassen, hat er verdient! Icon_motz
Zitat:Dass er ein Jahr Urlaub in der Re-Int gewonnen hat?
Klingt wie iene gaaanz miese Klapse ... vielleicht sogar gefroren?
Zitat:»Was genau hab ich gesagt?«, wollte er so unvermittelt wissen, dass Yelena einige Augenblicke brauchte, um die Frage zu verstehen.
»Dinge, die man eben so sagt, wenn man durchdreht, Nate. ›Where am I?‹, ›Guns down‹, und mein Lieblingssatz: ›I’ll kill her‹.« Sie schnaubte. »Damit war ich gemeint.«
Sehr schön gezeigt. Er ist noch irgendwie ... woanders und sie, der Stress bricht sich halt Bahn, weil sie keine Handlungsalternative hat. ein Liebespaar waren sie noch nicht, jedenfalls nicht so wirklich fest zusammen.
Zitat:»Hab ich dir weh getan?«
Ein Hauch Sorge, den sie sich vielleicht einbildete, schlich sich in seinen Blick.
»Ja.«
Sehr schön, ihre Unsicherheit. Sein stilles nachfragen ... er liebt sie!
Zitat:Sollte er ruhig ein schlechtes Gewissen haben! Aber dann dachte sie daran, dass er noch schwer genug bestraft werden würde. Für etwas, das er bei klarem Verstand niemals getan hätte.
»Nur ein bisschen. Unwichtig.«
Nate lächelte gequält und winkte sie zu sich.
»Lass uns nich’ mehr drüber reden.«
XXX
Er schloss sie in die Arme, ihr Kopf an seiner Brust und sein Herzschlag in ihrem Ohr. Für immer wollte sie so stehen bleiben – gedankenlos, angstlos. Mit der Gewissheit, dass alles gut wurde. Irgendwie.
Bei XXX fehlt mir noch wie sie sich ihm nähert, zögernd, rennend. Das ist der Moment, wo sie sich wieder in seine Hände begibt. Da möcht ich so gerne einen blick drauf werfen, dabei sein.
unterstrichen Besonders Icon_cuinlove
Zitat:Nur Nate schaffte es, dass sie sich gleichzeitig wütend und geborgen fühlte.
Ist sie immer noch wütend? Oder will sie das nur für sich behaupten?
Zitat:Zärtlich strich er mit einem Finger über ihren Nacken, jagte ein wohliges Schaudern ihren Rücken hinab. Yelena schüttelte sich und befürchtete im gleichen Moment, die Berührung verjagt zu haben.
Sehr schön, das ist noch so neu für sie.

Zitat:Einen quälenden Moment lang hielt Nate inne. Dann legte er die andere Hand an ihr Kinn, drückte ihren Kopf nach oben – sanft, als hätte er Angst, ihr erneut weh zu tun. Vertraut streichelte sein Atem über ihre Wange. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, die Hände auf seinen Schultern, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Keine Angst schimmerte mehr im Grün seiner Augen, keine Schwäche. Er sah nur sie, als sich ihre Lippen auf seine legten.
Im ersten Augenblick schien er überrascht, doch dann erwiderte er den Kuss leidenschaftlich.
Oh, der erste Kuss vielleicht sogar?
Zitat:Mit der Hand in ihrem Nacken drückte er sie an sich, als befürchte er, sie könne zurückweichen.
Scheiße, was tat sie hier?
Schreiße was taten sie hier oder was tat sie? Wie weit empfindet sie sich gerade noch getrennt von ihm und allein Verantwortlich?
Zitat:Energisch drehte Yelena ihren Kopf zur Seite, aber damit hielt sie Nate nicht auf. Seine Lippen wanderten über ihr Ohrläppchen, ihre Wange, ihre Nasenspitze.
»Hör auf«, flüsterte sie und hörte selbst, dass ihre Worte klangen wie ›Mach weiter‹. »Nate. Nicht jetzt.«
Hmmm. Einen Gedanken an Daisukes gute Ohren? Hier würde ich auch noch ein Gefühl reinbringen, ihr Körper dürfte anderer Ansicht sein als sie im Moment Mrgreen
Zitat:Mit aller Selbstbeherrschung, die sie aufbringen konnte, drückte sie sich von ihm weg. Er ließ zu, dass sie knapp eine Handbreit Abstand zu ihm gewann, legte den Kopf schief und grinste.
»Genau jetzt.«
Ja, klar, also ihm ist der erst der Lage entweder noch nicht klar, oder ganz genau klar, von wegen letzte Gelegenheit ... Ich würde hier aber überlegen noch einen Tropfen Traurigkeit hier reinzubringen, bevor er dann wieder grinst, einen Moment in den Mann hineinlegen kann, dass er es sehrwohl weiß.
Zitat:Überrascht von der Kraft, mit der er sie packte und mit seinem Körper an die Wand drückte, ließ sie es geschehen. Doch als er sie küssen wollte, drehte sie den Kopf erneut weg. Jeder seiner Atemzüge auf ihrem Gesicht schmolz ihren Widerstand.
»Du wills’ es auch.« Seine Stimme verwischte die Grenze zwischen Vernunft und Verlangen.
Du willst es auch, das ist so ein Satz, der so oft im Zusammenhang mit erzwungenem Sex genannt wird. Ich würd etwas anderes wählen.
Zitat: »Ein paar Endorphine.« Er ignorierte ihren halbherzigen Versuch, ihn aufzuhalten, und schob seine Hand unter ihr Shirt. »Dopamin.« Seine Finger streichelten eine Gänsehaut über ihre Haut, wanderten ihre Hüfte hinauf. »Serotonin.« Ein Prickeln folgte der sanften Linie, die er ihre Taille entlang zog, als sickerte es in sie hinein. »Ich brauch den Schub.« Warm flüsterte sein Atem an ihrem Ohr. »Sons’ dreh ich durch.«
Oh, auf die Schiene? Wenigstens ist er ... ehrlich? Oder verbirgt er dahinter seine tieferen Gefühle, was ich natürlich inständig für Yelena hoffe. Er klingt wie ein Junkie.
Zitat:Sie mussten sich etwas überlegen, brauchten einen Plan.
Hier ist es wir nicht sie allein. Obwohl ich hier fast eher sie allein nehmen würde, denn er ist offensichtlich nicht in PlanenkönnStimmung ...
Zitat:»Wir können nicht …«
»Keine Sorge.« Nate lachte leise. »Ich kann.«
Er gab ihr Freiraum, nur genug um ihr das T-Shirt über den Kopf zu streifen. Folgsam hob sie die Arme, wusste, dass es keine gute Idee war – nicht jetzt, nicht hier – und zog Nate wieder zu sich. Nichts mehr zwischen ihnen.
Und doch drückte er sie stärker gegen die Wand, wollte ihr näher sein als Haut an Haut. Seine Küsse wurden fordernder, seine Berührungen grober. Gieriges Verlangen nach dem Rausch.
Echt zweischneidig, ich als Leser kann mich nicht entscheiden zwischen Leidenschaft und einer sucht, die nicht wirklich sie meint und auch gefährlich ist. Sie wirkt ein wenig ... betäubt, so wie sie Folgsam! die Arme hebt.

Zitat:Das verhaltene Klopfen hörte er vermutlich nicht einmal.
»Yelena?«
Sie stöhnte, wollte ihre Vernunft nicht die Oberhand gewinnen lassen, wollte nicht, dass dieser Moment jemals endete.
Hmm, das kommt erst jetzt, weil sie sich oben so auf ihn konzentriert. Wenn sie mit leidenschaftlich sein soll, würde ich auch ihre eigenen Reaktionen, ihre eigene Gier andeuten, bevor dann der Abbruch hier kommt
Zitat:Aber Daisuke blieb hartnäckig.
»Mr van Deelen wacht auf.«
Kalte Dusche!!! Kenn ihn zwar nicht, aber das mit den Beruhigungstropfen, lässt nix gutes ahnen.
Zitat:Schlagartig kehrte die Wirklichkeit zurück. Sie spürte die Kälte der Wand in ihrem Rücken und den leisen Schmerz an ihrem Hals. Energisch brachte sie ihre Arme zwischen sich und Nate.
»Is’ doch egal«, raunte er heiser und öffnete ihre Hose.
»Hör auf!«
Sie griff nach seiner Hand und wusste, dass sie seiner Kraft nichts entgegensetzen konnte. Für einen Moment wirkte er tatsächlich, als wäre ihm ihr Einwand egal. Aber er machte einen Schritt zurück und schüttelte ihre Berührung verärgert ab.
»Damnit!«
Die Geborgenheit zerplatzte wie ein Traum. Nichts war mehr in Ordnung. Und sein anklagender Blick machte es nicht besser.
Wie die Kalte Wand. Er kann oder will sich nicht wirklich auf sie beziehen, entweder wollte er einfach Sex oder er versuchte mit Sex seine anderen Probleme zu überdecken, dass es ihm leidtut, dass er keine Ahnung hat, was er machen soll.
Zitat:Sie war die einzige, die immer und ohne zögern auf seiner Seite stand!
Man beachte, stand, nicht gestanden hatte. Sie ist sehr loyal, loyaler, als gut für sie ist? Ihr Herz wird auf jeden Fall filetiert werden, ob er sie nun liebt oder nicht ...
Zitat:Egal in was er sich reingeritten hatte.
Als es ein weiteres Mal klopfte, atmete Yelena tief ein.
»Ich komm sofort!«
Zum Glück hatte der Orkling den Anstand, nicht unaufgefordert das Zimmer zu stürmen.
Ich würde Umkleide, oder Dusche nehmen, nicht Zimmer, Setting hältst du ja sehr mager, da hilft die eben Dusche oder Umkleide mehr, mich als Leser drin zu halten.
Zitat:Hastig klaubte sie ihr T-Shirt vom Boden und streifte es über.
»Zieh dir was an und piss van Deelen nicht wieder ans Bein.«
Zwar bezweifelte sie, dass es jetzt noch einen Unterschied machte, ob Nate weiter nur in Jogginghose und Bademantel durchs Schiff lief oder zumindest optisch einen halbwegs seriösen Eindruck hinterließ, aber schaden würde es sicher nicht.
»Verstanden?«
Na, sie kennt ihn nun auch noch nicht so gut, dass sie mit ihm umgehen könnte, so ein Kerl Typ "Kerl" wird sich wahrscheinlich nach so einer Ansage nie wieder Anziehen, und wenn nie wieder ohne eisig gekränkt zu ihr zu kucken Mrgreen
Zitat:»Ich kriech nich’ vor dem Wichser!«, blaffte er sie an. »Scrap it!«
»Dann fick dich doch, Nate! Und krieg deinen Scheiß allein auf die Reihe!«
Mit drei Schritten war sie aus dem Raum und knallte die Tür hinter sich zu. Bevor sie ihre Worte bereute.
Sie bringt es nicht, ihn zu hassen. Sie hats echt erwischt. Ganz schwierige Kiste mit den beiden.
Zitat:»Scheiße!«, fuhr sie Daisuke an, der neben dem Durchgang stand und irritiert die Stirn runzelte.
»Alles in Ordnung?«, wollte er wissen, den Blick wieder auf die Tür gerichtet.
Yelena nickte, auch wenn absolut nichts in Ordnung war. »Nate zieht sich um. Er kommt gleich.«
Daisuke ist sooo süß und sooo jung. Wenn der irgendwie Kämpfen soll, krieg ich als Leser wahrscheinlich einen Herzinfarkt vor Angst um ihn!
Zitat:Egal wie wütend er sie machte – es stand zu viel auf dem Spiel, um ihn ausgerechnet jetzt im Stich zu lassen. Es gab nur ein echtes Problem an Bord der Risen. Und das wachte gerade auf.
Perfektes Ende!!! Das erwacht!!! Und da Nate schon so entzückend ist, muss Deelen ja richtig, richtig .... richtig Icon_ugly sein.

Hat viel Spaß gemacht das zu lesen. Auch wenn du keine ... ätherische Sprache benutzt, zieht mich dein Stil in den Bann, ist er halt weltraumtauglich sphärisch Icon_smile

Ich hoffe, die Fragen beantworten sich aus meinen Reaktionen, also hier nochmal ein zusammenfassungsversuch ohne Gewe(ä)hr Icon_wink

[spoiler=Fragen:]

Zitat:1) Die Szene zwischen Yelena und Nate ist die erste dieser Art, die ich jemals geschrieben habe (abgesehen von einem kleinen Kuss in einer anderen Geschichte) und ich habe so überhaupt keine Vorstellung davon, ob es gut klingt. Ob was fehlt. Ob was stört.
Ich weiß, dass „Endorphin“, „Dopamin“ und „Serotonin“ nicht unter Dirty-Talk fallen Icon_ugly aber zerstört es die Atmosphäre, so denn welche aufkommen mag?
Also es macht ihn schon unberechenbarer, weil so nichts wirklich liebevolles von ihm kommt, bis auf die zärtliche Berührung am Anfang. Das hat schon Einfluss auf meine Sicht von ihm. sie scheint das von ihm zu kennen, erwartete wohl nichts anderes. Wahrscheinlich ist sie auch so perplex, dass sie gar nicht so denken kann ...


Zitat:2) Ist Yelenas Stimmungswechseln nachvollziehbar oder zumindest glaubwürdig? Dass sie sich zuerst auf Nate einlässt und ihn am Ende anbrüllt?
Ja unbedingt, er ist ein ... Kerl und die Situation ist echt stressig.

Zitat:3) Wie kommt Nate rüber? Einen Sympathiepreis soll er nicht gewinnen, aber ich will auch nicht, dass Yelena total doof rüberkommt, weil sie noch zu ihm hält.
Ich weiß es eben nicht. Wenn du mich mehr auf der Seite "Er liebt sie, wirklich!" Haben willst, sollten in seinem Verhalten noch ein paar Brüche sein, Versuche von Zärtlichkeit, Hilflosigkeit, Zurückhaltung, Trauer ...
ansonsten, sie liebt ihn, ihn jetzt im Stich lassen, heißt, soweit ich das so erkennen kann, ihm mit größerer Wahrscheinlichkeit den Tod zu bringen. Selbst wenn sie ihn nicht lieben sollte, wäre ein im Stich lassen, nur weil er sich wie ein A. benimmt, nicht o.k. (insofern er nicht schlimmstes auf dem Kerbholz hat). Also sie ist nicht doof, nur in einer verdammt verzwickten Situation mit einem sehr schwierigen Charakter, den man am besten lieben kann, wenn er bewusstlos ist. Also eine nachvollziehbare Situation. Icon_smileMrgreenIcon_smile

Danke fürs Lesen lassen!

Und Liebe Grüße von der Pfote

Gewinne und wünsch' dir ein Taschenbuch! Mrgreen

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