Es ist: 15-11-2019, 21:33
Es ist: 15-11-2019, 21:33 Hallo, Gast! (Registrieren)


Prolog "Das Wandernde Volk"
Beitrag #11 |

RE: Prolog "Das Wandernde Volk"
Hallo slainte.

Zitat:War ich jetzt gerade auf dem Holzweg?
Jepp. Icon_wink

War gestern Abend spät. Gemeint war die Stimme, die die Botschaft spricht.
Diese gesprochene Botschaft könnte man auch im Prolog weglassen. Zugegeben, es würde verschlüsselter sein - und mysteriöser - und die Kraft der Botschaft kann dann nur durch die Bilder vermittelt werden.
Aber es würde mehr dazu animieren weiterzulesen, als mit der Botschaft.*

Das war gemeint, und nicht ... der Erzähler. Icon_wink

LGD.

Edit:
Ich bin - muss ich fairerweise sagen - eher der Typ, der den Leser ins kalte Wasser schmeißt und die Informationen erst während des Verlaufs einbaut.
D.


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Beitrag #12 |

RE: Prolog "Das Wandernde Volk"
Zitat:Diese gesprochene Botschaft könnte man auch im Prolog weglassen. Zugegeben, es würde verschlüsselter sein - und mysteriöser - und die Kraft der Botschaft kann dann nur durch die Bilder vermittelt werden.
Aber es würde mehr dazu animieren weiterzulesen, als mit der Botschaft.*
Da muss ich jetzt echt erstmal drüber nachdenken, ob ich das auch so empfinde. Die Botschaft wird immer wieder Versweise zitiert und die Handelnden versuchen, jeden Vers davon zu enträtseln. Daher ist der Wortlaut unverzichtbar. Auch in anderer Hinsicht bekommt sie Bedeutung. Mir erscheint es so, als würde in dem Kapitel etwas wichtiges fehlen, wenn ich sie weglasse. Du machst mir gerade Kopfschmerzen. Schwierig. Eine echte Herausforderung. Icon_nosmileIcon_wink Ich arbeite dran Write

Liebe Grüße von slainte music


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Beitrag #13 |

RE: Prolog "Das Wandernde Volk"
Teil drei des einsamen kommentierabends.

First read:
Eine Wahrsagerin schläft und hat dabei einen Traum. Im Traum sieht sie ein großes, zerfallendes Gebäude, das sie nach dem Eintreten als eine Art Mausoleum erkennt. der Sternenhimmel verändert sich, bis schließlich die Sterne zu Halbmonden werden und abstürzen. Danach singt Skald von einer Prophezeihung, die für mich klingt als wäre ihr Inhalt die Tafel des Schicksals, die gestohlen wurde und über das Meer zu den Wikingern gelangt ist. Danach wacht die träumende auf und lässt ihn sich am See nochmal durch den Kopf gehen.


Second read:

Liest sich wie ein Film, bei dem die Kamera erst der Gegend folgt und dann langsam über Fokus auf den Uhu zur Hütte kommt. Bis dahin wieder schön und atmosphärisch, bis zu diesem Satz:

Zitat:Er kam ungerufen und unwillkommen und unheilschwer stahl er sich heimlich in ihr Bewusstsein, verwirrte ihre Sinne und grub sich tief in ihr Gedächtnis:

Hier kommt Spannung auf und die Idyllische Atmosphäre wird bedrohlich.


Zitat:Mit klopfendem Herzen, voller Neugier und gespannter Erwartung legte sie sich nieder.

Legt sie sich in die Bahre? Wenn ja, fehlt mir irgendwo der neugierige Blick hinein und die Enttäuschung, wenn nur Leere darin vorhanden ist. Die Erkenntnis, dass sie es ist, die hinein gehört.
Wenn nein, wtf? Legt sie sich einfach auf den Boden, anstatt nachzusehen, wessen Grab es ist? :D


Zitat:wenn Schicksal entkommt durch die Fluten des Aegir,
Zitat:Denn das, was in keines irdischen Hände gehört
ist verloren und gefunden,

Hier verbinde ich mal die drei Links, die du mir vorgegeben hast und interpretiere, das die Dub-Schicksal gestohlen, übers Meer gebracht und in Sturmheim vor Hordars Füßen angeschwemmt wurde.


Fazit:
Während mir sonst immer die Handlung gefehlt hat, reicht mir hier das Atmosphärische. Du versprichst Götter, einen Untergang, Verrat, Mord, Meineid und verpackst das ganze in einem Kapitel voller Schönheit und eindrucksvoller Bilder. Ich wüsste nicht, was ich hier kritisieren kann.

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

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Beitrag #14 |

RE: Prolog "Das Wandernde Volk"
Zitat:Hier verbinde ich mal die drei Links, die du mir vorgegeben hast und interpretiere, das die Dub-Schicksal gestohlen, übers Meer gebracht und in Sturmheim vor Hordars Füßen angeschwemmt wurde.
Fast Icon_wink
Ich habe ursprünglich zuerst an diesem Manuskript geschrieben, bis mir aufgefallen ist, dass ich zuviel erklären muss, wenn ich nicht die Geschichte der Tafel voranstelle. Und so ist dieser Text schon viel eher entstanden und ruht - obwohl es bereits etliche Kapitel gibt.
Zitat:Während mir sonst immer die Handlung gefehlt hat, reicht mir hier das Atmosphärische. Du versprichst Götter, einen Untergang, Verrat, Mord, Meineid und verpackst das ganze in einem Kapitel voller Schönheit und eindrucksvoller Bilder. Ich wüsste nicht, was ich hier kritisieren kann.
Das ist ein großes Kompliment für mich, vielen Dank.

Liebe Grüße von slainte music


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Beitrag #15 |

RE: Prolog "Das Wandernde Volk"
Hallo Slainte, 

Auf der Suche nach kommentarfähigen Geschichten bin ich hier auf dein Werk gestoßen. Ich bin ja der absolute Fantasyfan und krieg von Elfen und Drachen und Abenteuern überhaupt nicht genug. 
Der Titel verspricht schon einmal Spannung und der Einstieg ist auch ganz ordentlich.
Allerdings sind mir zwei Sachen direkt ins Auge gefallen. 

Du verwendest unheimlich viele Adjektive. Die sind auch nicht schlecht gelungen. Allerdings in der Masse wirkt das sehr pathetisch und ist auch ein wenig hölzern zu lesen. Besser fände ich, wenn du einzelne Punkte und damit Highlights setzt, denn das erhöht auch die Aufmerksamkeit des Lesers. 

Zweitens klebst du unheimlich am Namen. Stattdessen könntest du Synonyme verwenden, um die Dame näher zu beschreiben. 

Zitat:Hier am Aura Darnia, dem verborgenen See, lag die Vielwissende Gydja Volur in ihrer geräumigen Hütte und träumte einen seltsamen Traum. 
viel wissend klein und träumte und Traum beißt sich für meinen Geschmack auch. In der Regel träumt man Träume  Icon_smile

Zitat:ungerufen und unwillkommen und unheilschwer 
un un un bisschen zu viel. Ich weiß, was du damit bezwecken möchtest, aber der Effekt kommt da weniger raus, sondern liest sich eben nur schwerer.

Zitat:einem Krieg, der die Himmel erschüttern und die Welt verändern würde.
nach würde noch einmal einen Absatz un die Prophezeiung hätte mehr Wirkung wenn sie kursiv gesetzt wäre und mittig. 


So zum Beispiel 

Zitat:
alles weiß ich, wo die Götter ihr Schicksal bargen. 

Denn weit und breit sehe ich über der Welten alle. Da wird Mord in der Welt zuerst,
wenn Seelenheil geraubt durch ruchlose Gier, 
wenn Schicksal entkommt durch die Fluten des Aegir, 
fremde, uralte Mächte gerufen durch unrechte Tat,
wenn Männer und Frauen Ruhm suchen durch Verrat.
Die Flut sich ergießt in die hohen Hallen,
hochheilige Götter vom Himmel fallen.
Wißt ihr, was dies bedeutet?
wisst  Icon_smile

Zitat:Der Frieden - er war vorbei.
Er vielleicht groß

Zitat:Eine Warnung. Eine Prophezeiung. Ein Auftrag. Keine Erklärung.
Bin ich mal gespannt, wie es weitergeht 

Jetzt lese ich mal weiter, um mir ein Gesamtbild machen zu können, wobei der Einstieg schon mal ganz gut ist. 

Mir gefällt auch der Bezug zur nordischen Mytholgie.

Viele Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #16 |

RE: Prolog "Das Wandernde Volk"
Hi Persephone, ich bin überrascht, dass Du diesen Text wieder ausgegraben hast, er sit ja schon ein paar Jahre alt. Umso mehr freue  ich mich über Deinen Kommentar.
Ich habe die letzten zwei Jahre fast ausschließlich englisch geschrieben und hoffe, jetzt nicht zuviele Rechtschreibfehler einzubauen Icon_smile
Zitat:Du verwendest unheimlich viele Adjektive.

Ja. Ich stamme aus der Karl May Leser Generation und für mich waren es immer diese unglaublichen Beschreibungen, die mir die Welt nahe gebracht haben, die waren gespickt mit Adjektiven. Der Schreibstil der Schriftsteller früher war ein komplett anderer und ich bin da einfach näher dran als an heutigen Texten. Aber ich habe mich inzwischen sehr eingehend mit Adjektivitis beschäftigt und auch gelernt, wie man kraftvolle Bilder ohne Adjektive erschaffen kann. Adjektive zu vermeiden finde ich durchaus wichtig. Aber schau Dir Game of Thrones an. Die Kapitel sind gespickt mit Adjektiven und dennoch sind die Kapitel spannend und der Autor ist extrem erfolgreich damit. Ich glaube inzwischen, dass manche Texte durchaus viele Adjektive vertragen und andere nicht. Und zugegebener Maßen bin ich natürlich betriebsblind für meine eigenen Texte Icon_smile
Zitat:viel wissend klein und träumte und Traum beißt sich für meinen Geschmack auch. In der Regel träumt man Träume 
Vielwissende ist hier ein Titel, eine Berufsbezeichnung sozusagen und deshalb groß.
Man kann einen Traum auch reflektieren, erinnern, darüber reden - für mich liegt die Betonung hier auf seltsam und ich finde es so passend.

Zitat:un un un bisschen zu viel. Ich weiß, was du damit bezwecken möchtest, aber der Effekt kommt da weniger raus, sondern liest sich eben nur schwerer.
Das ist ein altes Stilmittel, das so zu machen, aber es ist wahrscheinlich nicht mehr zeitgemäß. Für mich verstärken diese "uns" das Unbehagen, das Gydja empfindet.

Zitat:nach würde noch einmal einen Absatz un die Prophezeiung hätte mehr Wirkung wenn sie kursiv gesetzt wäre und mittig.
Ja, ein Absatz wäre sinnvoll. Aber niemals würde ich die Prophezeiung kursiv und mittig setzen. Das wirkt auf mich so als wenn ich den Leser jetzt unbedingt auf was ganz Wichtiges mit der Nase stoßen muss - also wenn die Worte nicht genügend  Bedeutungsschwere vermitteln, dann ist der Text für mich schlecht.

Zitat:Jetzt lese ich mal weiter, um mir ein Gesamtbild machen zu können, wobei der Einstieg schon mal ganz gut ist.
Danke für's Lesen und kommentieren. Wahrscheinlich wirst Du Dich mit den weiteren Kapiteln eher schwertun. Ich habe das alles vor Jahren geschrieben, als ich noch null Erfahrung hatte. Inzwischen bin ich ein gutes Stück weiter, habe meinen Schreibstil entwickelt und - denke ich - eine  Balance zwischen Handlung und Beschreibung gefunden. Ich arbeite nach wie vor an diesen zwei Mammutprojekten und hoffe, den ersten Teil bis Jahresende fertig zu bekommen.
Liebe Grüße von slainte  music


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