Es ist: 15-08-2022, 04:10
Es ist: 15-08-2022, 04:10 Hallo, Gast! (Registrieren)


weiterschreiben gefragt
Beitrag #1 |

weiterschreiben gefragt
Liebe Literatopier,

hier kommt ein klassischer Geschichtenanfang, der gern von Jedem weitergesponnen werden darf. Write Bitte lasst Euch inspirieren und tobt Euch aus. Es gibt noch keinen Namen ...Liebe Grüße, slainte Wave



In der Tempelburg saß in seinem Amtszimmer der Vertreter des Königs gebeugt über ellenlangen Listen der eingebrachten Güter des letzten Jahres, als die Doppeltür aus dickem Eichenholz plötzlich aufgestoßen wurde und ein Wachmann der Burg völlig aufgelöst hereinstürzte. Ihm folgten ein weiterer Wachmann und ein erschöpft wirkender Händler, der ziemlich verwirrt dreinschaute, als ob er einem Gespenst begegnet sei.
„Was zum Henker ist das für ein Benehmen?“ rief ärgerlich der Vertreter des Königs, gereitzt von der Unterbrechung seiner ohnehin langweiligen Beschäftigung mit der Güterverwaltung. ‚Das ist nichts für einen gestandenen Kämpen’, dachte er bei sich und wendete seine Aufmerksamkeit den Hereingestürmten zu. „Nun denn, sprecht, aber schnell!“ rief er ungeduldig.
„Dieser Händler hier hat ein Bündel für euch gebracht, Herr, er wollte es uns nicht öffnen, aber wir haben es ihm abgenommen und hineingeschaut ... „ bei diesen Worten wurde er kreidebleich. „Seht selbst – aber schliesst vorher die Tür.“ Der Vertreter war nun verwundert ob dieser Vorsichtsmassnahme und fragte sich, was das zu bedeuten hatte. Die Tür wurde verschlossen und der Vertreter nahm das Bündel und leerte den Inhalt mitten im Raum auf den Boden. Es polterte, als der abgeschlagene Kopf des Königs herausfiel.
Es polterte noch einmal, als der Vertreter erschrocken zurückwich, über einen Stapel Bücher stolperte und auf dem Absatz vor dem Fenster landete - erst auf den durcheinandergeratenen Bücherstapel, dann auf den blutigen Kopf mit den geöffneten, glasigen Augen starrend.
Es war totenstill im Raum. Der Vertreter schaute sprachlos den schauernden Händler an und dann brach es aus ihm heraus: “Erklärt mir das auf der Stelle, wenn euch euer Leben lieb ist!“
Der Händler wusste nichts. Ihm war unter Androhung der Todesstrafe von fremden Männern ein Bündel anvertraut worden, in das er nicht hineinsehen durfte, und das er sofort dem Vertreter des Königs abzuliefern hatte. Es gab keine Botschaft, keinen Hinweis, wer die Männer waren, wer das getan hatte. Eine Kriegserklärung ohne Gegner, den man zur Rechenschaft ziehen konnte. Der König hatte keinen Thronerben ausgerufen, sein Sohn war zu jung. Die Wölfe würden sich um den Thron streiten und ausserdem der unbekannte Feind. (Fortsetzung folgt hoffentlich...)


Mich kann man nicht komprimieren!

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