Es ist: 24-02-2020, 05:48
Es ist: 24-02-2020, 05:48 Hallo, Gast! (Registrieren)


Das Wandernde Volk - eine Charaktereinführung
Beitrag #1 |

Das Wandernde Volk - eine Charaktereinführung
Okay, ich wollte es eigentlich nicht mehr posten, aber Pfote ruft nach Texten für das Kommentierwochenende, und da ich im Moment nix neues schreiben kann (das dauert bei mir immer ewig!), gibt es einen kurzen Text, der einen Charakter einführt.
Viel Spaß beim Lesen und ich freu mich über Kommentare. Icon_cool

Sciana, die Klinge
„He du, wo ist dein Schwert, wo dein Schild? Nicht so trottelig, los, nimm dir das da vorn und komm’ her!“
Völlig verdutzt blickte der schlaksige Junge sich nach der barschen Stimme um, als er den Hof der Kriegerunterkünfte von Menosgada überqueren wollte und wagte keinen Widerspruch. Er hob ein schartiges Kurzschwert und einen Holzschild vom Boden auf und hielt sie der ungeduldigen Kriegerin unsicher entgegen.
Bevor er sich’s versah, knallte ihm der erste Schlag ihres Schwertes um die Ohren und er stolperte rückwärts taumelnd über die Pflastersteine. „Auf, auf!“, kommandierte sie, „wo ist deine Haltung, wo deine Deckung? Fuchtel nicht so herum, das ist ein Schwert und kein Besenstiel!“
Der nächste Schlag krachte auf den Schild, den der keine fünfzehn Jahre alte Bengel kaum festzuhalten vermochte, er wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah. Er wollte protestieren, aber wieder zischte das Schwert durch die Luft. Verzweifelt zog er den Kopf ein und versteckte sich zurückweichend hinter dem viel zu großen ovalen Schild. „Worauf wartest du, schlag endlich zurück!“
Der Junge wimmerte, fasste sich ein Herz und reckte zögerlich das Schwert in die Höhe. Die schlanke Kriegerin starrte ihm mit ihren smaragdgrünen Augen grimmig ins Gesicht.
„Schau mich an!“, kam die Aufforderung und schon erfolgte die nächste Lektion. Sie machte einen Ausfallschritt und ihre Klinge krachte erbarmungslos gegen die seine. In hohem Bogen flog ihm das Eisen aus der Hand und schrabbelte mit einem häßlichen Kratzen über die Steine. „Was ist los mit dir?“, fauchte die Kriegerin, ging zu ihm hinüber und stellte ihn zurecht. „Wo ist dein Arm? Hier, der Schild gehört so.“ Sie packte ihn von hinten an den Hüften, drehte seinen Körper, trat ihm gegen ein Bein, um es nach vorn zu bugsieren und brachte ihn in einen sicheren Stand. Der schmale Junge bebte am ganzen Körper, er überragte die Kriegerin beinahe um eine Haupteslänge. Mit einer leichtfüßigen Bewegung hob sie das Schwert auf und drückte es ihm in die zitternde Hand. „So hälst du das!“ Er sah sie mit weit aufgerissenen Augen an.
Bei Teutates, die werden auch immer weicher’, dachte Sciana genervt, klemmte ihren geflochtenen Zopf zwischen die Zähne und nahm eine auffordernde Abwehrhaltung ein.
„Nun mach’ schon, greif’ mich an!“, presste sie die Worte durch das rehbraune Zopfende. Ihre missmutigen Gedanken weilten ganz woanders. Sie würde nicht gehorchen. Nein, diesmal nicht. Dieses eine Mal würde sie nicht folgen, egal, was ihr Vater auch unternahm. Dieses Mal weigerte sie sich.
Der Halbwüchsige stand völlig erstarrt. ‚Diemal nicht!’ Sciana hauchte eine wirbelnde Dampfwolke in die kühle Luft des sonnigen Nachmittags, bewegte sich unbewusst aus der Abwehrstellung in Angriffshaltung, schwang ihr Schwert und entlud ihre Wut in einem Satz von Hieben, die auf den verängstigten Jungen einprasselten; er stieß einen entsetzten Schrei aus, taumelte zurück, ließ das Schwert fallen, kauerte sich zitternd auf die Steine und zog sich den Schild schützend über seinen Kopf.
„Sciana, hör auf!“, rief eine belustigte Stimme vom Tor, „lass ihn gehen, es ist der Falsche.“ Verdutzt hielt die Tochter des Fürsten inne und drehte sich um. Ein rothaariger Struwelkopf von annähernd ihrer schlanken Statur trat aus dem Schatten einer Hauswand hervor. Verwirrt blickte sie in ein amüsiertes Grinsen, das seinem spitzen Gesicht einen Hauch von Fuchsigkeit verlieh. Hinter Sciana schepperte es, sie fuhr zusammen und gewahrte gerade noch, wie der verschreckte Junge die Beine in die Hand nahm und rannte.
„Was? Der Falsche? Ach, verflucht Verakos, das ist schon das dritte Mal in dieser Woche!“
Vom schiefergedeckten Dach des Torhauses keckerte eine fette Elster und wie zur Antwort erklang das gelächterartige Geschrei der Krähen, die auffliegend ihre bevorzugten Zuschauerplätze räumten, um die Blamage über die ganze Stadt hinauszuschreien.
Ärgerlich schaute Sciana ihnen hinterher und fragte sich, wann der oberste Heerführer Derk Ambaztos sie wohl entlassen würde. Sie schob die Klinge in ihre Lederscheide zurück und blickte hilflos in Verakos’ brauenüberwucherte Augen, die sie an die Ohrpuschel von Eichhörnchen erinnerten.
„Ambaztos wird mich vierteilen, wenn er das erfährt.“ – „Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du sicher sein. Ist sonst noch jemand anwesend?“
Verakos drehte sich in alle Richtungen und blickte über den menschenleeren Hof. Er zuckte gleichgültig mit den Schultern. „Komm, sammel’ dein Werkzeug weg und lass uns zu Briccos Torcos gehen, da kannst du dich erstmal abkühlen. Taman ist in der Stadt und ich möchte ihn sehen.“ – „Aber ich muss einen Rekruten trainieren“, protestierte Sciana.
„Ich wollte es dir gerade sagen, der Rekrut kommt nicht, er hat sich entschuldigen lassen. Du hast also einen freien Nachmittag.“
Verakos’ vergnügter Blick ließ Sciana misstrauisch werden. „Wie lange hast du mich schon beobachtet? Oh nein, das glaub’ ich einfach nicht, du belustigst dich auf meine Kosten!“ Sie packte Verakos an den Schultern und schüttelte ihn, bis er vor Lachen und Atemlosigkeit nicht mehr konnte. „Friede, Friede! Ich kam zu spät, wirklich!“ Keuchend befreite er sich aus ihrem Griff. „Nun komm’ schon, ein Becher Gewürztes wird dir gut tun.“ Sciana zog ihren spitzen Eisenhelm mit den triskelenverzierten Ohrbesätzen vom Kopf und klaubte die am Boden liegenden Kampfgeräte zusammen.
„Also gut, ich komme. Gib mir einen Speerwurf Zeit.“


Mich kann man nicht komprimieren!

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

RE: Das Wandernde Volk - eine Charaktereinführung
Hallo Slainte,

frisch ausgeschlafen, nach einer langen Nacht (siehe Pfotes Prolog zum Grab des Gestaltwanderers Icon_wink ), werde ich mich nun einmal an einen Kommentar zu deinem Text wagen.

Zitat:„He du, wo ist dein Schwert, wo dein Schild?

Ich bin mir nicht sicher, aber gehört hinter das 'He' nicht noch ein Komma?

Zitat:In hohem Bogen flog ihm das Eisen aus der Hand und schrabbelte mit einem häßlichen Kratzen über die Steine.

Das schrabbelte haut mich raus, meiner Meinung nach klingt es wie brabbeln oder schwabbeln und ist, finde ich, etwas zu niedlich für ein Schwert. Ich würde vielleicht 'schlitterte' schreiben, oder aber, wenn du dieses Wort beibehalten willst 'schrabbte'.

Zitat:Der schmale Junge bebte am ganzen Körper, er überragte die Kriegerin beinahe um eine Haupteslänge.

Hier klingt es in meinen Ohren so, als würde er beben, gerade weil er sgrößer ist als sie. Vielleicht könnte eine andere Konstellation dem Abhilfe verschaffen, wie zum Beispiel 'Obwohl er die Kriegerin beinahe um eine Haupteslänge überragte, bebte der Junge am ganzen Körper', oder 'Trotz des Umstandes, dass er die Kriegerin um fast eine Haupteslänge überragte, bebte der Junge am ganzen Körper'.

Zitat:Mit einer leichtfüßigen Bewegung hob sie das Schwert auf und drückte es ihm in die zitternde Hand.

Auch dies könnte man insofern missverstehen, dass sie das Schwert mithilfe ihrer Füße aufhebt, oder dass ihre Hände leichtfüßig sind, was ich irgendwie seltsam fände. Ich würde hier vielleicht eher schreiben: 'Leichfüßig ging sie zu dem Schwert, hob es auf und drückte es ihm in die zitternde Hand.'

Zitat:...klemmte ihren geflochtenen Zopf zwischen die Zähne...

Das hat mich im ersten Augenblick verwirrt, war dann aber sinnvoll. Icon_smile

Zitat:Sie würde nicht gehorchen. Nein, diesmal nicht. Dieses eine Mal würde sie nicht folgen, egal, was ihr Vater auch unternahm. Dieses Mal weigerte sie sich.

Interessant. Icon_wink
Es fordert dazu auf, sich zu fragen, was ihr Vater ihr befohlen haben könnte, was er ihr früher aufgetragen haben könnte zu tun, was dieses Mal anders ist, so dass sie es nicht tun möchte und wie das Verhältnis zwischen den beiden ist. Sehr schön!

Zitat:bewegte sich unbewusst aus der Abwehrstellung in Angriffshaltung

Zuvor hast du aus ihrer Sicht geschrieben, Gedanken mit einfließen lassen, das hat mich ihr näher gebracht, aber jetzt schreibst du wieder, dass sie sich unbewusst bewegt, das schafft Distanz.

Zitat:Verdutzt hielt die Tochter des Fürsten inne

Noch mehr Distanz. Sie würde kaum von dich als von der 'Tochter des Fürsten' denken, eben war ich noch in ihr drin und jetzt, WAMM, schaue ich wieder von oben auf das Geschehen hinab.

Zitat:Hinter Sciana schepperte es, sie fuhr zusammen und gewahrte gerade noch, wie der verschreckte Junge die Beine in die Hand nahm und rannte.

Das kann ich mir bildlich vorstellen! Icon_lol

Zitat:Vom schiefergedeckten Dach des Torhauses keckerte eine fette Elster und wie zur Antwort erklang das gelächterartige Geschrei der Krähen, die auffliegend ihre bevorzugten Zuschauerplätze räumten, um die Blamage über die ganze Stadt hinauszuschreien.

Pro

Zitat:Sie schob die Klinge in ihre Lederscheide zurück und blickte hilflos in Verakos’ brauenüberwucherte Augen

Nun, hilflos wirkt sie jetzt nicht gerade auf mich, sie hat eben noch einen Jungen vermöbelt. Icon_wink
Mit diesem 'hilflos' zerstörst du diese Aura der jungen, erfolgreichen Kriegerin, du jagst sie förmlich in die Luft. Vielleicht würde 'resigniert' oder etwas ähnliches hier besser passen.

Zitat:„Ambaztos wird mich vierteilen, wenn er das erfährt.“

Das klingt, als würde er höchstpersönlich zu ihr hingehen und sie ganz alleine vierteilen, was sich nicht nur vom Kraftakt her als schwierig gestalten könnte. Ich würde noch ein 'vierteilen lassen' einfügen.

Zitat:Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du sicher sein.

Schöner fände ich: 'Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du dir sicher sein.'

Zitat:Komm, sammel’ dein Werkzeug weg

Etwas 'wegsammeln' klingt in meinen Ohren ungewöhnlich, ich würde es durch ein 'einsammeln' ersetzen.

Zitat:„Ich wollte es dir gerade sagen, der Rekrut kommt nicht, er hat sich entschuldigen lassen. Du hast also einen freien Nachmittag.“

Das finde ich auch etwas unglücklich formuliert, es liest sich nicht flüssig. Anstatt dem 'Ich wollte es dir gerade sagen, der Rekrut kommt nicht, er hat sich entschuldigen lassen.' würde ich 'Deswegen bin ich hier: Der Rekrut hat sich entschuldigen lassen, er kommt nicht.' schreiben.

So, genug bekrittelt. Icon_wink
Bis auf die oben genannten Verbesserungsvorschläge gefällt mir dein Text wirklich gut und auch das, was ich bemerkt habe, waren eher Kleinigkeiten. Icon_smile
Beim Lesen klingt es nicht wie eine unglaublich wichtige Schlüsselszene, eher wie etwas Alltägliches, aber gerade das muss man meiner Meinung nach als Autor auch schreiben können. Es genügt nicht, nur die aufregenden Szenen zu schreiben und zwischendrin riesige Lücken zu lassen und damit habe ich selbst die größten Probleme: Ich kann keine gewöhnlichen Szenen schreiben, so banal sie auch sein mögen, oder besser: Je banaler sie sind, desto weniger bin ich dazu in der Lage, sie zu schreiben. Icon_ugly
Am liebsten würde ich von einem Kampf in den nächsten hüpfen und bin deshalb beeindruckt von der Art, wie du auch diese Alltagssituation meisterst. Pro

In der Hoffnung, dass wir noch viel voneinander lesen,

Atankhor Wave

“We should forgive our enemies, but not before they are hanged.”
― Joe Abercrombie, Before They Are Hanged

“I have learned all kinds of things from my many mistakes. The one thing I never learn is to stop making them.”
― Joe Abercrombie, Last Argument of Kings

“Travel brings wisdom only to the wise. It renders the ignorant more ignorant than ever.”
― Joe Abercrombie, Last Argument of Kings

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #3 |

RE: Das Wandernde Volk - eine Charaktereinführung
Hallo Atankhor,

vielen Dank für deinen Kommentar. Nachdem ich jetzt vier Stunden an Pfotes Endloskapitel gesessen habe, möchte ich trotzdem schnell noch Deine Mühe belohnen und antworten.

Dies ist eine Charaktereinführung einer wichtigen Figur. Sie wird bereits im Kapitel "Der Erste der Druiden" erwähnt, der Leser ahnt also schon, dass sie verheiratet werden soll.
Zitat:Ich bin mir nicht sicher, aber gehört hinter das 'He' nicht noch ein Komma?
Ruf mal "He du!" Würdest du nach dem He eine Pause machen?
Zitat:Das schrabbelte haut mich raus,
Das ist schade, aber reine Geschmacksache. Ich finde, es gibt dem Text eine etwas komische Note, und auch wenn das Geschehen für Sciana eine ernste Sache ist, finde ich einfach die Situation witzig. Und deshalb passt es für mich. Icon_smile
Zitat: Der schmale Junge bebte am ganzen Körper, er überragte die Kriegerin beinahe um eine Haupteslänge.

Hier klingt es in meinen Ohren so, als würde er beben, gerade weil er größer ist als sie. Vielleicht könnte eine andere Konstellation dem Abhilfe verschaffen, wie zum Beispiel 'Obwohl er die Kriegerin beinahe um eine Haupteslänge überragte, bebte der Junge am ganzen Körper', oder 'Trotz des Umstandes, dass er die Kriegerin um fast eine Haupteslänge überragte, bebte der Junge am ganzen Körper'.
Ja, da hast du einfach recht. Das wollte ich schon längst geändert haben Icon_rolleyes
Zitat: Zitat:Mit einer leichtfüßigen Bewegung hob sie das Schwert auf und drückte es ihm in die zitternde Hand.


Auch dies könnte man insofern missverstehen, dass sie das Schwert mithilfe ihrer Füße aufhebt, oder dass ihre Hände leichtfüßig sind, was ich irgendwie seltsam fände. Ich würde hier vielleicht eher schreiben: 'Leichfüßig ging sie zu dem Schwert, hob es auf und drückte es ihm in die zitternde Hand.'
Das hat ebenfalls meine Zustimmung. Natürlich wollte ich damit ausdrücken, dass Sciana sich gewandt bewegt (oh, böse Rechtschreibfalle, schreibt man gewandt hier mit nur "d" oder tatsächlich mit "dt")Icon_ugly)
Zitat: Zitat:bewegte sich unbewusst aus der Abwehrstellung in Angriffshaltung

Zuvor hast du aus ihrer Sicht geschrieben, Gedanken mit einfließen lassen, das hat mich ihr näher gebracht, aber jetzt schreibst du wieder, dass sie sich unbewusst bewegt, das schafft Distanz.
Na ja, aber sie tut das tatsächlich unbewusst, weil sie ja in Gedanken total woanders ist. Deswegen verhaut sie ja auch den armen Bengel und merkt es nicht mal so richtig.Icon_fies
Zitat: Verdutzt hielt die Tochter des Fürsten inne


Noch mehr Distanz. Sie würde kaum von dich als von der 'Tochter des Fürsten' denken, eben war ich noch in ihr drin und jetzt, WAMM, schaue ich wieder von oben auf das Geschehen hinab.
Ja, das haben andere auch schon bemängelt. Ich bin mit den Perspektiven noch nicht so sicher. Muss drüber nachdenken.Icon_confused
Zitat: Zitat:Sie schob die Klinge in ihre Lederscheide zurück und blickte hilflos in Verakos’ brauenüberwucherte Augen


Nun, hilflos wirkt sie jetzt nicht gerade auf mich, sie hat eben noch einen Jungen vermöbelt. Icon_wink
Mit diesem 'hilflos' zerstörst du diese Aura der jungen, erfolgreichen Kriegerin, du jagst sie förmlich in die Luft. Vielleicht würde 'resigniert' oder etwas ähnliches hier besser passen.
Ich empfinde sie als total hilflos. Klar kann sie sich wehren, aber nun kommt ihr Vater und drückt ihr etwas auf, was sie auf gar keinen Fall will. Sie sieht keinen Ausweg. Ihre Gedanken kreisen einzig und allein darum. Und deshalb steht da hilflos, denn das Problem lässt sich mit einem Schwert nicht lösen. Icon_smile
Zitat: Zitat:„Ambaztos wird mich vierteilen, wenn er das erfährt.“


Das klingt, als würde er höchstpersönlich zu ihr hingehen und sie ganz alleine vierteilen, was sich nicht nur vom Kraftakt her als schwierig gestalten könnte. Ich würde noch ein 'vierteilen lassen' einfügen.
Kann man machen...
Zitat: Zitat:Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du sicher sein.


Schöner fände ich: 'Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du dir sicher sein.'
auch das ist Geschmacksache.
Zitat: Zitat:Komm, sammel’ dein Werkzeug weg


Etwas 'wegsammeln' klingt in meinen Ohren ungewöhnlich, ich würde es durch ein 'einsammeln' ersetzen.
Hm, ich denke, auch damals hat es eine Art Umgangssprache gegeben, die ich natürlich nicht schreiben kann, weil ich nicht dabei war, aber unter diesem Aspekt finde ich es in Ordnung.Icon_slash
Zitat: Zitat:„Ich wollte es dir gerade sagen, der Rekrut kommt nicht, er hat sich entschuldigen lassen. Du hast also einen freien Nachmittag.“


Das finde ich auch etwas unglücklich formuliert, es liest sich nicht flüssig. Anstatt dem 'Ich wollte es dir gerade sagen, der Rekrut kommt nicht, er hat sich entschuldigen lassen.' würde ich 'Deswegen bin ich hier: Der Rekrut hat sich entschuldigen lassen, er kommt nicht.' schreiben.
Tatsächlich gefällt mir das so auch nicht. Muss ich noch mal umbasteln. "Deswegen bin ich hier" würde ich aber auch nicht schreiben, das geht ja aus der Handlung hervor. Mal sehen.
Zitat:Bis auf die oben genannten Verbesserungsvorschläge gefällt mir dein Text wirklich gut und auch das, was ich bemerkt habe, waren eher Kleinigkeiten. Icon_smile
Vielen Dank für die Blumen, das freut michSmiley_emoticons_blush
Ich kann Dir sagen, ich hatte echt Spaß, als ich das geschrieben habe, weil ich mich so gut in diese Szene hineinversetzen konnte - mir tat der Junge unendlich leid, und dann habe ich auch diese Wut und Machtlosigkeit Scianas ihrem Vater gegenüber gespürt und den fuchsigen Verakos, der sie freundschaftlich auslacht - und dann die dämlichen Krähen... wenn davon was in dem Text fühlbar wird, bin ich ganz schön glücklich.
Vielen Dank Dir und noch nen schönen sonntag hurra


Mich kann man nicht komprimieren!

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #4 |

RE: Das Wandernde Volk - eine Charaktereinführung
Huhu slainte,

aufgrund der Tatsache, dass ich eigentlich lernen sollte, bin ich immer noch hier und kann dir deshalb gleich wieder antworten. Icon_wink

Zitat:Ruf mal "He du!" Würdest du nach dem He eine Pause machen?

Hmm, ich denke das kommt ganz auf die Situation und die Person an, und die Reaktion desjenigen, dem man das zuruft... Icon_confused

Zitat:
Zitat:Das schrabbelte haut mich raus,


Das ist schade, aber reine Geschmacksache. Ich finde, es gibt dem Text eine etwas komische Note, und auch wenn das Geschehen für Sciana eine ernste Sache ist, finde ich einfach die Situation witzig. Und deshalb passt es für mich.

... und das ist ja auch das Wichtigste! Wenn es für dich so stimmt, dann soll mich das auch nicht stören. Icon_smile

Zitat:Ja, da hast du einfach recht. Das wollte ich schon längst geändert haben

Icon_smile

Zitat:Das hat ebenfalls meine Zustimmung. Natürlich wollte ich damit ausdrücken, dass Sciana sich gewandt bewegt (oh, böse Rechtschreibfalle, schreibt man gewandt hier mit nur "d" oder tatsächlich mit "dt")

Das wurde eigentlich auch klar, wenn man darüber nachdachte, es war eben nur auf den ersten Blick etwas unglücklich formuliert. Icon_wink
Ich glaube, so wie du es geschrieben hast, ist es richtig. Mit dt. Pro

Zitat:Na ja, aber sie tut das tatsächlich unbewusst, weil sie ja in Gedanken total woanders ist. Deswegen verhaut sie ja auch den armen Bengel und merkt es nicht mal so richtig.

Sie kann das ja auch durchaus unbewusst tun, es ist eben nur eine Frage der Perspektive. Icon_smile
Damit habe ich auch meine Probleme, und ich glaube nicht, dass ich es jemals lernen werde... Ein schlimmes Beispiel wäre ein Satz, den ich aus der Sicht meiner Protagonistin angefangen, und aus der Sicht des Antagonisten beendet habe. Icon_ugly

Zitat:Ja, das haben andere auch schon bemängelt. Ich bin mit den Perspektiven noch nicht so sicher. Muss drüber nachdenken.

Siehe oben. Icon_wink
Ich glaube, mit der Zeit wird es besser, hört aber nie ganz auf...

Zitat:Ich empfinde sie als total hilflos. Klar kann sie sich wehren, aber nun kommt ihr Vater und drückt ihr etwas auf, was sie auf gar keinen Fall will. Sie sieht keinen Ausweg. Ihre Gedanken kreisen einzig und allein darum. Und deshalb steht da hilflos, denn das Problem lässt sich mit einem Schwert nicht lösen. Icon_smile

Diese Sichtweise habe ich bis jetzt vollkommen außer Acht gelassen, aber jetzt wo du es sagst, wird es klarer. Es war nur etwas schwierig, weil dies das erste Anzeichen von Hilflosigkeit ist, dass man an ihr bemerkt. Zuvor hatte sie etwas rebellisches, als sie 'diesmal nicht' dachte und im Satz direkt davor ist sie noch ärgerlich, was das hilflos einfach ein bisschen überraschend macht... Zumindest empfinde ich das so, aber wie schon gesagt, wenn es für dich so seine Richtigkeit hat, dann will ich nicht daran rummosern. Icon_smile

Zitat:auch das ist Geschmacksache.

Und wieder hast du Recht. Icon_jump

Zitat:Hm, ich denke, auch damals hat es eine Art Umgangssprache gegeben, die ich natürlich nicht schreiben kann, weil ich nicht dabei war, aber unter diesem Aspekt finde ich es in Ordnung.

Es mag auf den Leser vielleicht etwas verwirrend wirken, da diese Umgangssprache hier zum ersten Mal auftaucht, aber wenn du vorhast, sie durch das ganze Buch zu ziehen, dann gewöhnt man sich sicherlich daran. Icon_smile

Zitat:Tatsächlich gefällt mir das so auch nicht. Muss ich noch mal umbasteln. "Deswegen bin ich hier" würde ich aber auch nicht schreiben, das geht ja aus der Handlung hervor. Mal sehen.

Es war ja nur ein Vorschlag, du findest sicher noch etwas, was dir besser gefällt. Pro

Zitat:wenn davon was in dem Text fühlbar wird, bin ich ganz schön glücklich.

Da wird einiges von fühlbar, du hast also allen Grund glücklich zu sein! Icon_wink
Ich mag deinen Text wirklich und finde auch, dass man beim Lesen spürt, dass du Spaß daran hattest, diese Szene zu schreiben...
Es ist wirklich unheimlich, dass ich mich anscheinend besser in Schlachten versetzen kann, als zum Beispiel auf einen Markt und diese Szenen mir dementsprechend leichter von der Hand gehen... Icon_panik

Ich glaube, ich habe vorhin vergessen zu schreiben, dass sich meine Kritik selbstverständlich nur auf deinen Text bezieht und nicht auf deine Person, aber ich hoffe, dass man das erahnen konnte. Icon_smile

Liebe Grüße,
Atankhor Wave

“We should forgive our enemies, but not before they are hanged.”
― Joe Abercrombie, Before They Are Hanged

“I have learned all kinds of things from my many mistakes. The one thing I never learn is to stop making them.”
― Joe Abercrombie, Last Argument of Kings

“Travel brings wisdom only to the wise. It renders the ignorant more ignorant than ever.”
― Joe Abercrombie, Last Argument of Kings

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #5 |

RE: Das Wandernde Volk - eine Charaktereinführung
Hallo slainte

Zitat:Okay, ich wollte es eigentlich nicht mehr posten, aber Pfote ruft nach Texten für das Kommentierwochenende, und da ich im Moment nix neues schreiben kann (das dauert bei mir immer ewig!), gibt es einen kurzen Text, der einen Charakter einführt.
Viel Spaß beim Lesen und ich freu mich über Kommentare. Icon_cool
Na, da muss ich aber dringend kommentieren auch für den so arbeitsreichen verschwundenen Kommi. Und lass uns einen Club gründen, ich brauche leider auch ewig und viel Anlauf zum weiterschreiben. Aber es hilft, wenn jemand piekst und bettelt. Also mal sehen, nach was ich am meisten giere Mrgreen
Zitat:Sciana, die Klinge
Der Name ist schonmal vielversprechend! Sehr schön, eine Menge kriegerische Frauen in deinem Wandernden Volk hurra

Zitat:„He du, wo ist dein Schwert, wo dein Schild? Nicht so trottelig, los, nimm dir das da vorn und komm’ her!“
Trottelig kommt mir zwar sehr ... norddeutsch vor, aber schöner Einstieg in die Szene!

Zitat:Völlig verdutzt blickte der schlaksige Junge sich nach der barschen Stimme um, als er den Hof der Kriegerunterkünfte von Menosgada überqueren wollte und wagte keinen Widerspruch. Er hob ein schartiges Kurzschwert und einen Holzschild vom Boden auf und hielt sie der ungeduldigen Kriegerin unsicher entgegen.
Ich mag es, wenn die Umgebung in Handlung eingebettet ist und nicht so statisch daherkommt.
Vielleicht könnte man "vom Boden" noch spezifizieren, aber das würde den Satz vielleicht doch überladen.
Zitat:Bevor er sich’s versah, knallte ihm der erste Schlag ihres Schwertes um die Ohren und er stolperte rückwärts taumelnd über die Pflastersteine.
Keine Gnade für schlacksige Jungen, sie und meine Clairon würden sich wahrscheinlich gut verstehen und mosern über die Jugend von heute Mrgreen
Bevor er sich’s versah - die Formulierung rückt den Leser nah an den Jungen heran.
Zitat:„Auf, auf!“, kommandierte sie, „wo ist deine Haltung, wo deine Deckung? Fuchtel nicht so herum, das ist ein Schwert und kein Besenstiel!“
Mrgreen Aber du konzentrierst die bei den Beschreibungen sehr auf den Jungen. Was ist mit ihr. Ich bin üppige Bilder von dir gewohnt. Vielleicht eine Geste, mit der du zeigen kannst, was sie anhat?
Zitat:Der nächste Schlag krachte auf den Schild, den der keine fünfzehn Jahre alte Bengel kaum festzuhalten vermochte, er wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah.

Brauchst du eigentlich nicht sagen, du zeigst es ja
Zitat:Er wollte protestieren, aber wieder zischte das Schwert durch die Luft. Verzweifelt zog er den Kopf ein und versteckte sich zurückweichend hinter dem viel zu großen ovalen Schild. „Worauf wartest du, schlag endlich zurück!“
Der Junge wimmerte, fasste sich ein Herz und reckte zögerlich das Schwert in die Höhe. Die schlanke Kriegerin starrte ihm mit ihren smaragdgrünen Augen grimmig ins Gesicht.
Du zeigst ihn mir hinter dem Schild verkrochen, dann starrt sie ihm aber ins Gesicht. Geht das überhaupt? Ich würde den Satz vielleicht nach oben schieben, wo er nicht wagt, das Schwert nicht aufzuheben.
Zitat:„Schau mich an!“, kam die Aufforderung und schon erfolgte die nächste Lektion. Sie machte einen Ausfallschritt und ihre Klinge krachte erbarmungslos gegen die seine.
Ansonsten auf jeden Fall das schau mich an vor die smaragdgrünen Augen.
Zitat:In hohem Bogen flog ihm das Eisen aus der Hand und schrabbelte mit einem häßlichen (hässlichen) Kratzen über die Steine.
schrabbelte finde ich ebenfalls zu schwabbelig. schabte ... schlittere vielleicht?
Und ich würde hier einen Absatz machen
Zitat:„Was ist los mit dir?“, fauchte die Kriegerin, ging zu ihm hinüber und stellte ihn zurecht. „Wo ist dein Arm? Hier, der Schild gehört so.“ Sie packte ihn von hinten an den Hüften, drehte seinen Körper, trat ihm gegen ein Bein, um es nach vorn zu bugsieren und brachte ihn in einen sicheren Stand.
Mrgreen

Zitat:Der schmale Junge bebte am ganzen Körper, er überragte die Kriegerin beinahe um eine Haupteslänge.

Die beiden Sätze haben nicht wirklich etwas miteinander zu tun und der schmale Junge hattest du schon öfter. Nutz dem Platz für etwas anderes, wo kommt er überhaupt her, was hätte er eigentlich tun müssen?
Zitat:Mit einer leichtfüßigen Bewegung hob sie das Schwert auf und drückte es ihm in die zitternde Hand. „So hälst (hältst) du das!“ Er sah sie mit weit aufgerissenen Augen an.
leichtfüßig passt nicht auf eine ganze Bewegung, eben eher aufs gehen.
Zitat:Bei Teutates, die werden auch immer weicher’, dachte Sciana genervt, klemmte ihren geflochtenen Zopf zwischen die Zähne und nahm eine auffordernde Abwehrhaltung ein.
Also bei TeutatesIcon_shocked ist so Asterix. Ich weiß nicht, ob du dir damit einen gefallen tust. Sofort verwandelt sich die Szene in meinem Kopf in Zeichentrick und sie ist so eine Blonde Gallierwalküre und Obelix rennt vorbei und schreit Wildweine ... Icon_lol
Und irgendwie kommt mir das bekannt vor, mit dem Zopf, aber ist das wirklich ... zweckdienlich? Schon gar, wenn man unterrichtet. Oder auch im Kampf, es behindert die Atmung und wenn einen der Gegner an so einem Zopf erwischt, schleift der einen sonstwohin. Also ich persönlich finde, eine Kriegerin sollte in der Lage sein, sich eine zweckmäßige Frisur zuzulegen. Ein Zopf, der einen nicht behindert oder eben runter mit der Mähne ...
Zitat:„Nun mach’ schon, greif’ mich an!“, presste sie die Worte durch das rehbraune Zopfende.
Ich hab lange Haare, ich habs gerade ausprobiert, es klingt doof und schmeckt auch nich besonders und es lohnt nicht für so einen Gegner.Icon_rolleyesMrgreen
Zitat:Ihre missmutigen Gedanken weilten ganz woanders. Sie würde nicht gehorchen. Nein, diesmal nicht. Dieses eine Mal würde sie nicht folgen, egal, was ihr Vater auch unternahm. Dieses Mal weigerte sie sich.
Schön, jetzt bin ich in ihr drin. Natürlich möchte ich meckern, warum nicht von Anfang an so, warum erst keiner, dann er, dann sie. Aber das ist der historische Stil ...
egal ist so ein ... modern wirkendes Wort. Alternative gleichgültig ...
Zitat:Der Halbwüchsige stand völlig erstarrt. ‚Diemal nicht!’ Sciana hauchte eine wirbelnde Dampfwolke in die kühle Luft des sonnigen Nachmittags,
Hauchen geht auch schlecht mit dem Zopf. Und es passt auch nicht so recht zu ihrer wütenden entschlossenen Stimmung. was mit stieß vielleicht?
Zitat:bewegte sich unbewusst aus der Abwehrstellung in Angriffshaltung, schwang ihr Schwert und entlud ihre Wut in einem Satz von Hieben, die auf den verängstigten Jungen einprasselten; er stieß einen entsetzten Schrei aus, taumelte zurück, ließ das Schwert fallen, kauerte sich zitternd auf die Steine und zog sich den Schild schützend über seinen Kopf.
Sie nimmt also keine Rücksicht auf so einen schwachen Gegner. Und eigentlich sollte ihre Kraft ausreichen, ihm ernsthaft wehzutun, wenn sie ohne Bremse auf ihn einschlägt.
durch das und wirkt es als hätte er bisher den Schild nicht als Schutz gehabt ...
kauerte sich zitternd unter das Schild, vielleicht so?
Zitat:„Sciana, hör auf!“, rief eine belustigte Stimme vom Tor, „lass ihn gehen, es ist der Falsche.“ Verdutzt hielt die Tochter des Fürsten inne und drehte sich um.


Zitat:Ein rothaariger Struwelkopf von annähernd ihrer schlanken Statur trat aus dem Schatten einer Hauswand hervor. Verwirrt blickte sie in ein amüsiertes Grinsen, das seinem spitzen Gesicht einen Hauch von Fuchsigkeit verlieh.
Struwelkopf, wie Struwelpeter?
Fuchsigkeit ... wäre eine Neuschöpfung und irgendwie ... wenn jemand fuchsig ist, ist er für mein Gefühl wütend (fuchsteufelswild) Ich würde eher das Wort Fuchs einbauen, um ihn zu charakterisieren, das macht ihn für mich auch souveräner ...
Zitat:Hinter Sciana schepperte es, sie fuhr zusammen und gewahrte gerade noch, wie der verschreckte Junge die Beine in die Hand nahm und rannte.
„Was? Der Falsche? Ach, verflucht Verakos, das ist schon das dritte Mal in dieser Woche!“
Nehmen sie auch die Woche als Maß?
Zitat:Vom schiefergedeckten Dach des Torhauses keckerte eine fette Elster und wie zur Antwort erklang das gelächterartige Geschrei der Krähen, die auffliegend ihre bevorzugten Zuschauerplätze räumten, um die Blamage über die ganze Stadt hinauszuschreien.
Elstern und fett? Und nimmt man mal an sie hört es, hört sie, ob die Elster fett ist?
Und ich mags ja kompliziert. Also ich mag den Satz Icon_smile
Klingt auch ... nordisch durch die Krähen und Elstern.
Zitat:Ärgerlich schaute Sciana ihnen hinterher und fragte sich, wann der oberste Heerführer Derk Ambaztos sie wohl entlassen würde.
Als Fürstentochter? Entlässt er sie? wundert mich. Und auch, dass sie sich so veralbern lässt, das dritte Mal ...
Zitat:Sie schob die Klinge in ihre Lederscheide zurück und blickte hilflos in Verakos’ brauenüberwucherte Augen, die sie an die Ohrpuschel von Eichhörnchen erinnerten.
Hmm, du hast ihn gerade zum Fuchs gemacht, nun zum Eichhörnchen? Ich würde beim Fuchs bleiben.
Zitat:„Ambaztos wird mich vierteilen, wenn er das erfährt.“ – „Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du sicher sein. Ist sonst noch jemand anwesend?“
Verakos drehte sich in alle Richtungen und blickte über den menschenleeren Hof. Er zuckte gleichgültig mit den Schultern. „Komm, sammel’ dein Werkzeug weg und lass uns zu Briccos Torcos gehen, da kannst du dich erstmal abkühlen. Taman ist in der Stadt und ich möchte ihn sehen.“ – „Aber ich muss einen Rekruten trainieren“, protestierte Sciana.
Was hat ein Gedankenstrich, gegenüber einem Absatz für Vorteile? Ich finde man brettert leicht über ihn hinweg und ziehe den Absatz bei Sprecherwechsel vor.
Zitat:„Ich wollte es dir gerade sagen, der Rekrut kommt nicht, er hat sich entschuldigen lassen. Du hast also einen freien Nachmittag.“
Verakos’ vergnügter Blick ließ Sciana misstrauisch werden. „Wie lange hast du mich schon beobachtet? Oh nein, das glaub’ ich einfach nicht, du belustigst dich auf meine Kosten!“ Sie packte Verakos an den Schultern und schüttelte ihn, bis er vor Lachen und Atemlosigkeit nicht mehr konnte.
Das merkt sie erst jetzt? Da sie oben Ach verflucht sagt, dachte ich, sie weiß schon, dass er es ihr vorenthalten hat, dass es nicht der Rekrut ist.
Zitat:„Friede, Friede! Ich kam zu spät, wirklich!“ Keuchend befreite er sich aus ihrem Griff. „Nun komm’ schon, ein Becher Gewürztes wird dir gut tun.“ Sciana zog ihren spitzen Eisenhelm mit den triskelenverzierten Ohrbesätzen vom Kopf und klaubte die am Boden liegenden Kampfgeräte zusammen.
Dass sie so einen Helm trägt, würde ich wirklich nach vorne ziehen, gerade weil du ihren Zopf so genau beschreibst, da stelle ich sie mir ziemlich lange eben mit Zopf vor und dann kommt hier auf einmal der Helm rauf und wieder runter ... Und wenn sie einen trägt, sollte der Junge dann nicht auch einen tragen, wo sie ihn so angreift? Also bei jedem Rekruten darauf achten, wenn die Schwerter schon echt sind? (Bei mir sinds Holzschwerter, oder lederumwickelt und gepolstert, sie ist ja echt hart drauf Icon_smile)

Zitat:„Also gut, ich komme. Gib mir einen Speerwurf Zeit.“
Schöne Zeitangabe Icon_smile

Also mein Eindruck von ihr, impulsiv, von Männern abhängig (Vater, Derk, Verrakos), recht leicht beeinflussbar und ziemlich im Stress. Sie zu zeigen, wie sie auf einen schmächtigen Jüngling einprügelt und ihm dabei aber kein Haar krümmt, ist ein zweischneidiges Schwert, wenn sie da alle Wut und Power reinsteckt, ist das eine schwache Leistung, wenn sie wirklich im Feld kämpfen soll und sie hat keine Selbstbeherrschung, das eben nicht an so einem schwachen Gegner auszulassen. Da wäre es besser, eben einen kräftigeren Kerl hinzustellen, der vielleicht sogar denkt, dass sie leichte Beute wäre. Oder, dass sie ihn eben davonjagt, und ihm sagt er solle vergessen Rekrut zu sein, was er ja wahrscheinlich auch gar nicht sein will und sie dann auf etwas anderes einprügelt und dabei ihr Schwert misshandelt. (Da könnte man dann auch gleich zeigen, wie es um die Schwerter so steht) vorallem, weil sie ja, die Klinge heißt.

Oder du willst sie so haben, als Anfang einer Entwicklung? Ich mag es jedenfalls, dass du Kriegerinnen hast und finde es auch interessant sie so unbeherrscht zu zeigen und auch leicht beeinflussbar. Also ich denke, sie ist da am Anfang des Weges, sich den Namen "Die Klinge" zu verdienen hurra

Danke fürs Lesen Lassen!

Und liebe Grüße
von der Pfote

Gewinne und wünsch' dir ein Taschenbuch! Mrgreen

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #6 |

RE: Das Wandernde Volk - eine Charaktereinführung
Hallo slainte,

wenn du sie schon extra einstellst, dann will ich deine Geschichte im Zuge des Kommentiertages auch noch kommentieren. Icon_smile

Zitat:„He du, wo ist dein Schwert, wo dein Schild? Nicht so trottelig, los, nimm dir das da vorn und komm’ her!“

"komm"
meiner Meinung nach gehört der Apostroph da überall weg. Ich meine für welchen Buchstaben soll der stehen? "Komme her" ist ja kein Deutsch. Icon_wink

Zitat:In hohem Bogen flog ihm das Eisen aus der Hand und schrabbelte mit einem häßlichen Kratzen über die Steine.

Es müsste "schrappte" heißen. Und "hässlich". Davon abgesehen stelle ich mir das nicht sonderlich realistisch vor: Die Klinge fällt auf den Boden, springt zwei- oder dreimal hin und her und bleibt dann liegen. Ein Schrappen würde ich eher einordnen, wenn der Junge das Schwert wirklich über den Stein zieht.

Zitat:Der schmale Junge bebte am ganzen Körper, er überragte die Kriegerin beinahe um eine Haupteslänge.

Mir würde besser gefallen:
Der schlaksige Junge, der die Kriegerin um beinahe eine Haupteslänge überragte, bebte am ganzen Körper. So wirkt der zweite Satzteil ein bisschen aus dem Zusammenhang gerissen.

Zitat:„So hälst du das!“

*hust*

Zitat:„Nun mach’ schon, greif’ mich an!“, presste sie die Worte durch das rehbraune Zopfende. Ihre missmutigen Gedanken weilten ganz woanders.

Auch hier gehören die beiden Apostrophe weg. Zunächst habe ich ein wenig gelacht bei dem Bild, wie sie den Zopf zwischen ihre Zähne klemmt, aber inzwischen finde ich das Bild eigentlich recht stark.

Zitat:Sie würde nicht gehorchen. Nein, diesmal nicht. Dieses eine Mal würde sie nicht folgen, egal, was ihr Vater auch unternahm. Dieses Mal weigerte sie sich.

Die Wiederholung von "dieses Mal" gefällt mir gut an dieser Stelle, aber das "diesmal" passt mMn da nicht rein. Deshalb würde ich den zweiten Satz einfach ganz streichen.

Zitat:Der Halbwüchsige stand völlig erstarrt. ‚Diemal nicht!’ Sciana hauchte eine wirbelnde Dampfwolke in die kühle Luft des sonnigen Nachmittags, bewegte sich unbewusst aus der Abwehrstellung in Angriffshaltung, schwang ihr Schwert und entlud ihre Wut in einem Satz von Hieben, die auf den verängstigten Jungen einprasselten

Icon_lol Außerdem: "diesmal"

Zitat:„Sciana, hör auf!“, rief eine belustigte Stimme vom Tor, „lass ihn gehen, es ist der Falsche.“

"Sciana, hör auf!", rief eine belustigte Stimme vom Tor. "Lass ihn gehen, es ist der Falsche."

Ansonsten: Icon_lol

Zitat:Ein rothaariger Struwelkopf von annähernd ihrer schlanken Statur trat aus dem Schatten einer Hauswand hervor.

"Struwwelkopf"

Zitat:Sie schob die Klinge in ihre Lederscheide zurück und blickte hilflos in Verakos’ brauenüberwucherte Augen, die sie an die Ohrpuschel von Eichhörnchen erinnerten.

Da hast du ein Bezugsproblem. Momentan erinnern sie die Augen an Ohrpuschel von Eichhörnchen. Zudem kann ich mir unter Ohrpuscheln von Eichhörnchen nicht sonderlich viel vorstellen, vielmehr unter ihrem Schweif. An sich finde ich den Vergleich aber stark.

Vorschlag:

[...] und blickte hilflos in Verakos' Augen, über denen Brauen wie Ohrpuscheln/der Schweif von Eichhörnchen thronten.

Übrigens verwendest da - wie auch dort, wo er ohnehin weggehört Icon_wink - den falschen Apostroph. Der richtige wäre, glaube ich, Shift + # , also: Verakos' statt Verakos´.

Zitat:„Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du sicher sein.

Ich würde das "Oh" weglassen. Besser gefiele mir auch: "Meiner Verschwiegenheit kannst du dir sicher sein."

Zitat:„Komm, sammel’ dein Werkzeug weg

"sammel ... ein"

Zitat:„Ich wollte es dir gerade sagen, der Rekrut kommt nicht, er hat sich entschuldigen lassen.

Dass der Rekrut nicht kommt, wenn er sich hat entschuldigen lassen, ist irgendwo klar. Daher wurde ich den mittleren Teilsatz weglassen.

Zitat:Verakos’ vergnügter Blick ließ Sciana misstrauisch werden.

Auch hier: "Verakos'"

Zitat:Oh nein, das glaub’ ich einfach nicht

Hier wiederum kannst du den Apostroph dalassen. Ob du ihn auch streichen kannst, da bin ich mir nicht ganz sicher. In jedem Fall aber auch hier wieder: glaub'

Zitat:Sie packte Verakos an den Schultern und schüttelte ihn, bis er vor Lachen und Atemlosigkeit nicht mehr konnte.

Ich weiß, was du meinst, aber hier beschreibst du, wie er vor Lachen nicht mehr lachen kann. Icon_wink
Vorschlag:
[...]bis ihm der Atem zum Lachen ausging.

Zitat:„Nun komm’ schon, ein Becher Gewürztes wird dir gut tun.“

"komm"

Zitat:„Also gut, ich komme. Gib mir einen Speerwurf Zeit.“

"einen Speerwurf" kenne ich mehr als Längenbezeichnung, von daher wirkt das hier auf mich ein bisschen komisch.

So, ich bin durch mit deinem kleinen Text, der mir insgesamt gut gefallen hat. Du hast, finde ich, eine alltägliche Szene gut und unterhaltsam beschrieben. Die kleine Charakterzeichnung ist dir auch gut gelungen und ich finde, mehr kann man von einer Charaktereinführung nicht erwarten. Pro

Mich würde noch interessieren, ob du auf diese Weise langsam deine Welt aufbaust. So versuche ich es nämlich zur Zeit und das klappt eigentlich ganz gut. Ich finde, indem man sich mit Einzelschicksalen beschäftigt, wird man deutlich kreativer, als wenn man immer den Blick fürs große Ganze sucht. Icon_smile

LG,
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #7 |

RE: Das Wandernde Volk - eine Charaktereinführung
Hallo rex noctis,

vielen Dank für Deinen Kommentar. Und natürlich freut es mich, dass Dir diese kurze Charaktereinführung gefallen hat. Icon_wink
Die Wörter mit dem Abostroph: das ist Imperativ, und scheinbar bin ich nicht mehr up to date, wann der gesetzt werden muss und wann nicht. Ich habe kurz nachgeschlagen, ja, da waren wohl ein paar zu viele drin, ich werde es noch korrigieren. Vielen Dank für den Hinweis. Allerdings bin ich etwas mit ratlos mit der Form des Abostrophs, es ist doch immer Shift +#.
Der sieht bei mir dann so aus. Ich sehe da kein Problem???Icon_confused

Zitat:schrabbelte
Hm, ich mag dieses Wort, aber es klingt natürlich irgendwie umgangssprachlich.

Zitat:Die Klinge fällt auf den Boden, springt zwei- oder dreimal hin und her und bleibt dann liegen. Ein Schrappen würde ich eher einordnen, wenn der Junge das Schwert wirklich über den Stein zieht.
Nein, das stelle ich mir anders vor: Scianas Klinge kracht gegen seine, die er hoch erhoben hält. Sie fliegt ihm mit Wucht aus der Hand, hat also einen Drive in eine Richtung. Durch den Schwung rutscht sie über die Steine, und der Klang des hässlichen Kratzens unterstreicht für mich nochmal herrlich die missliche Lage des Jungen, der natürlich hier eine völlig untergeordnete Rolle spielt.

Zitat:Der schlaksige Junge, der die Kriegerin um beinahe eine Haupteslänge überragte, bebte am ganzen Körper. So wirkt der zweite Satzteil ein bisschen aus dem Zusammenhang gerissen.
Ja, klar, natürlich, warum hab' ich das nur nicht selbst gesehen??wallbash

Zitat:Auch hier gehören die beiden Apostrophe weg. Zunächst habe ich ein wenig gelacht bei dem Bild, wie sie den Zopf zwischen ihre Zähne klemmt, aber inzwischen finde ich das Bild eigentlich recht stark.
Ich habe es im Film "Die Tochter des Meisters", ein uralter Kung Fu Film, gesehen, wie die Hauptdarstellerin es gemacht hat und fand es supercool.

Zitat:Sie würde nicht gehorchen. Nein, diesmal nicht. Dieses eine Mal würde sie nicht folgen, egal, was ihr Vater auch unternahm. Dieses Mal weigerte sie sich.
Dieses Mal ist für mich eine Steigerung zu "diesmal". Ich möchte das gern so lassen, zumal sie es in Gedanken "Diesmal nicht" ja wiederholt, an der Stelle, wo ich das "s" vergessen habe Icon_lol

Zitat:"Sciana, hör auf!", rief eine belustigte Stimme vom Tor. "Lass ihn gehen, es ist der Falsche."
Ja, das ist besser Pro

Zitat:Da hast du ein Bezugsproblem. Momentan erinnern sie die Augen an Ohrpuschel von Eichhörnchen. Zudem kann ich mir unter Ohrpuscheln von Eichhörnchen nicht sonderlich viel vorstellen, vielmehr unter ihrem Schweif. An sich finde ich den Vergleich aber stark.
Eichhörnchen haben tatsächlich Puschel auf den Ohrspitzen. Und der keltische Name "Verakos" bedeutet Eichhörnchen. Pfote hat allerdings ein Problem damit, weil ich das Gesicht schon fuchsig beschrieben habe - damit ist natürlich der rote Haarschopf und das spitze Gesicht gemeint. Aber vielleicht hat sie recht und das Ganze ist etwas zu "tierhaft"?
Ich denke drüber nach. Das mit dem Bezugsproblem stimmt leider auch (bah, schon wieder nicht gemerkt!)

Zitat:Ich würde das "Oh" weglassen. Besser gefiele mir auch: "Meiner Verschwiegenheit kannst du dir sicher sein."
Da empfinde ich einen winzigen Unterschied in der Nuance des Tones. Dein Vorschlag wirkt nämlich wie der eines verständnisvollen Kumpels. Meiner klingt eher etwas herablassend. Ich möchte hier eine ironische Note hineinbekommen, also Verakos macht sich schon lustig über sie, wenn auch freundschaftlich. Was stört Dich denn konkret?

Zitat:"sammel ... ein"
Das wäre geläufig, ich wähle hier absichtlich eine Art Umgangssprache. Und, was ich hier schon verraten kann, Verakos ist nicht nur keltischer Abstammung, sondern auch germanischer. Da heißt er Ik-Verna. Auch das bedeutet Eichhörnchen. Er ist Kundschafter und spricht keltische und germanische Dialekte. Vielleicht geht das "sammel weg" so durch?Icon_slash

Zitat:Dass der Rekrut nicht kommt, wenn er sich hat entschuldigen lassen, ist irgendwo klar. Daher wurde ich den mittleren Teilsatz weglassen.
Ja, kann man. Der Satz gefällt mir insgesamt nicht. Mach' ich mal neu Icon_rolleyes

Zitat:Ich weiß, was du meinst, aber hier beschreibst du, wie er vor Lachen nicht mehr lachen kann. Icon_wink
Vorschlag:
[...]bis ihm der Atem zum Lachen ausging.
Oh, pffffhh, da habe ich selbst vor lauter Lachen Tomaten auf den Augen Icon_lachtot Danke für die Erleuchtung.

Zitat:"einen Speerwurf" kenne ich mehr als Längenbezeichnung, von daher wirkt das hier auf mich ein bisschen komisch.
Na ja, es dauert, bis so ein geworfener Speer irgendwo ankommt. Das meinte ich damit. Aber ich bin noch auf der Suche nach Zeiteinheiten, die ich benutzen kann, die nicht in unserer Zeit vorkommen.

Zitat:Mich würde noch interessieren, ob du auf diese Weise langsam deine Welt aufbaust.
"Langsam" trifft es perfekt, aber darum geht's ja gerade garnicht. Icon_lol
Ich kann nur von dieser Geschichte reden, da ich ja noch nie irgendwas anderes geschrieben habe. Und die hat total naiv angefangen. Irgendwie, mit einem Charakter (Sciana, die war die erste, und total flach). Inzwischen ist alles ziemlich durchgeplant.
Es ist ja so, dass in der Realität die Menschen immer eine Geschichte haben. Selbst wenn man jemandem nur kurz begegnet, handelt er aufgrund seiner Erfahrung, seiner Erziehung, seiner Lebenswirklichkeit. Ich erfinde für jede meiner Figuren eine Geschichte, die erstmal mit dem Großen, Ganzen der Story nichts zu tun hat. Aufgrund dieser Geschichte kann diese Figur dann entsprechen handeln, wenn sie von mir drangsaliert wird. Ich versuche, das ziemlich genau zu machen, damit ich nachher nicht böse Überraschungen erlebe - das heißt nicht, dass es immer klappt.

Ich sehe zuerst die verschiedenen Ebenen, auf denen die Geschichte abläuft. Da ist das Große Ganze, worum es eigentlich geht. Bei mir die Schicksalstafel und das Wandernde Volk, die letztendlich alle Länder bedrohen. Das war die ursprüngliche Idee. Ich hatte einen Anfang und ein Ende und ein paar Figuren, die daran beteiligt sein sollten.
Dann kam die Ebene der Figuren, die in ein System eingebunden sind. Arbeit, Familie, Politik - die etwas erreichen wollen, das groß ist, die eine Motivation haben und Konflikte bewältigen müssen, um ihr Ziel zu erreichen. Das ist Sciana, die eine Kriegerkarriere erhofft, aber als Fürstentochter keine Chance hat, weil sie heiraten soll, da ist Rikaz Piudarik, der auf den Fürstenthron der Thoringer gepuscht wurde und nun viele Feinde am Hals hat, da ist Gydja Volur, die Rikaz auf den Thron brachte, weil sie die ewigen Kriege beenden wollte, doch nun droht einer, den ihr Fürst nicht abwenden kann, da ist Andrastos, der nach der Macht über Tuairtha und das Leben selbst strebt und über Leichen geht, um seine Ziele zu erreichen. Diese Ziele müssen auf dieser Ebene präzise benannt werden. Sie sind unabhängig vom Großen drum herum, denn da werden die Figuren ja erst hineingeschleudert.
Die nächste Ebene ist die der Persönlichkeiten. Der ganz persönliche Konflikt, in ihrem ganz privaten Bereich. Niviarsiaq ist introvertiert und ängstlich, und das hindert sie daran, aus ihrem Sklavendasein zu entkommen, Rikaz' bester Freund ist eifersüchtig und macht ihm das Leben schwer, Taman Torques glaubt an die Ziele des Druidenzirkels und wird enttäuscht - und solche Sachen.
Auf dieser persönlichen Ebene spielen sich die Beziehungen zu den Mitmenschen ab.
Ja, das ist alles Kopfwissen, und praktisch war es denn doch nicht so klar strukturiert. Das ist langsam gewachsen. Ich habe für mich beschlossen, dass die Einführung eines wichtigen Charakters ihn unbedingt in einer für ihn typischen Situation zeigen soll, mit Stärken und Schwächen und einem Konflikt, in dem er steckt. Durch die Einbindung der verschiedenen Ebenen versuche ich die Dichtigkeit zu erreichen.
Das war jetzt lang, aber zeigt, dass ich in dieser Geschichte nicht zuerst den Charakter geschaffen habe, um die Welt dann drumherum zu bauen.
Aber ich glaube, dass es auch funktioniert - man kann ja immer vom Detail ins Große Ganze gehen oder umgekehrt. Tatsächlich ist es bei mir beides - nur die höchste Ebene, die stand eben fest.
Boah, so'n langer Text, hoffentlich nicht zu langweilig Mrgreen

Liebe Grüße von slainte


Mich kann man nicht komprimieren!

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #8 |

RE: Das Wandernde Volk - eine Charaktereinführung
HalloPfote,

schön, dass Du mich gelesen hast (entzückt sei!)
Dann kriegst Du jetzt auch die verdiente Antwort für Deinen Kommi Icon_wink
Zitat:Der Name ist schonmal vielversprechend! Sehr schön, eine Menge kriegerische Frauen in deinem Wandernden Volk
Sciana kennst Du ja schon - erinnerst Du Dich an die Keltenprinzessin, die Gydja gern mit Rikaz verheiraten möchte? Sciana ist übrigens das keltische Wort für Klinge Mrgreen

Zitat:Trottelig kommt mir zwar sehr ... norddeutsch vor, aber schöner Einstieg in die Szene!
Also ich habe eigentlich schon überall in Deutschland gelebt, und da glaube ich nicht, dass dieses Wort meinem momentanen Aufenthalt geschuldet ist. Hoffe ich.

Zitat:Aber du konzentrierst die bei den Beschreibungen sehr auf den Jungen. Was ist mit ihr. Ich bin üppige Bilder von dir gewohnt. Vielleicht eine Geste, mit der du zeigen kannst, was sie anhat?
Ah, das kommt schon noch. Das Buch wird ja lang - ich glaub', so 800 Seiten oder so. Für die kurze Einführung reicht es vielleicht so.

Zitat:Der nächste Schlag krachte auf den Schild, den der keine fünfzehn Jahre alte Bengel kaum festzuhalten vermochte, er wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah.
Ich denke, dass unterstreicht es nochmal so richtig. Stört es? Dann kann es auh weg.

Zitat: Er wollte protestieren, aber wieder zischte das Schwert durch die Luft. Verzweifelt zog er den Kopf ein und versteckte sich zurückweichend hinter dem viel zu großen ovalen Schild. „Worauf wartest du, schlag endlich zurück!“
Der Junge wimmerte, fasste sich ein Herz und reckte zögerlich das Schwert in die Höhe. Die schlanke Kriegerin starrte ihm mit ihren smaragdgrünen Augen grimmig ins Gesicht.

Du zeigst ihn mir hinter dem Schild verkrochen, dann starrt sie ihm aber ins Gesicht. Geht das überhaupt? Ich würde den Satz vielleicht nach oben schieben, wo er nicht wagt, das Schwert nicht aufzuheben.
Ja, das geht, weil er nämlich wieder hervorlugt, als er das Schwert zögerlich in die Höhe reckt. Muss ich das deutlicher schreiben?

Zitat: „Schau mich an!“, kam die Aufforderung und schon erfolgte die nächste Lektion. Sie machte einen Ausfallschritt und ihre Klinge krachte erbarmungslos gegen die seine.

Ansonsten auf jeden Fall das schau mich an vor die smaragdgrünen Augen.
Ja, das kann man machenPro

Zitat: In hohem Bogen flog ihm das Eisen aus der Hand und schrabbelte mit einem häßlichen (hässlichen) Kratzen über die Steine.

schrabbelte finde ich ebenfalls zu schwabbelig. schabte ... schlittere vielleicht?
Und ich würde hier einen Absatz machen
Das hat rex noctis auch gestört. Dabei ist es ein so schönes Wort! seufz. Ich finde schlitterte ganz gut, und vielleicht auch rutschte - mal sehen.

Zitat:Die beiden Sätze haben nicht wirklich etwas miteinander zu tun und der schmale Junge hattest du schon öfter. Nutz dem Platz für etwas anderes, wo kommt er überhaupt her, was hätte er eigentlich tun müssen?
Der Junge spielt keine Rolle. Er ist einfach zur falschen Zeit am falschen Ort, aber das merkst Du ja weiter unten Icon_ugly

rex noctis hat den Satz einfach umgestellt, und das finde ich gut. Ich möchte hier nichts Beschreibendes oder ähnliches mehr reinbringen, weil es den Handlungsablauf unterbrechen würde, und der muss hier einfach ein gewisses Tempo haben.

Zitat:leichtfüßig passt nicht auf eine ganze Bewegung, eben eher aufs gehen.
Ja, stimmt, hier passt es nicht, wird korrigiert...

Zitat:Also bei TeutatesIcon_shocked ist so Asterix. Ich weiß nicht, ob du dir damit einen gefallen tust. Sofort verwandelt sich die Szene in meinem Kopf in Zeichentrick und sie ist so eine Blonde Gallierwalküre und Obelix rennt vorbei und schreit Wildweine ... Icon_lol
Und irgendwie kommt mir das bekannt vor, mit dem Zopf, aber ist das wirklich ... zweckdienlich? Schon gar, wenn man unterrichtet. Oder auch im Kampf, es behindert die Atmung und wenn einen der Gegner an so einem Zopf erwischt, schleift der einen sonstwohin. Also ich persönlich finde, eine Kriegerin sollte in der Lage sein, sich eine zweckmäßige Frisur zuzulegen. Ein Zopf, der einen nicht behindert oder eben runter mit der Mähne ...
Asterix hat einen realen Hintergrund, der karrikiert wurde.
Teutates ist ein keltischer Gott des Krieges. Und da meine Fantasystory in einem ziemlich realen Setting spielt, (okay, es gibt Ausnahmen, aber deshalb Fantasy und nicht Historie) habe ich keine Scheu davor, diesen Gott zu verwenden. Er war für die Kelten ungemein wichtig. Icon_cool
Sciana trainiert ja nur einen Rekruten. Sie zieht in keine Schlacht. Sie soll heiraten. Frauen in meiner Welt erlernen den Umgang mit dem Schwert, weil sie sich verteidigen können müssen. Das ist durchaus realistisch nach meinen Studien. Aber das ist für den Notfall, sie werden in der Regel keine Krieger. Der Fürst hat Sciana hier nachgegeben, aber mehr als die Jungen zu trainieren - nein, das geht nicht. Smiley_frown
Deshalb trägt sie diesen Zopf, und natürlich habe ich sowas gesehen, nähmlich im Kung Fu Film "Die Tochter des Meisters", da hat die Hauptdarstellerin ihren Zopf im Mund beim Kampf, aber sie wird auch daran gezogen - ich finde das super.

Zitat:egal ist so ein ... modern wirkendes Wort. Alternative gleichgültig ...
Ja, kann man machen. Gibt es was kürzeres?

Zitat:Hauchen geht auch schlecht mit dem Zopf. Und es passt auch nicht so recht zu ihrer wütenden entschlossenen Stimmung. was mit stieß vielleicht?
Ja, das ist stärker!Pro

Zitat:Sie nimmt also keine Rücksicht auf so einen schwachen Gegner. Und eigentlich sollte ihre Kraft ausreichen, ihm ernsthaft wehzutun, wenn sie ohne Bremse auf ihn einschlägt.
durch das und wirkt es als hätte er bisher den Schild nicht als Schutz gehabt ...
kauerte sich zitternd unter das Schild, vielleicht so?
Nein, sie ist nicht in der Lage, Rücksicht zu nehmen, sie ist völlig durch den Wind. Aber ich denke, das später klar wird, dass hier keine scharfen Klingen benutzt werden, da ja Training. Und die Qualität des Eisens war ohnehin 102 v.u.Z. eine andere als später im Mittelalter.

Zitat: Ein rothaariger Struwelkopf von annähernd ihrer schlanken Statur trat aus dem Schatten einer Hauswand hervor. Verwirrt blickte sie in ein amüsiertes Grinsen, das seinem spitzen Gesicht einen Hauch von Fuchsigkeit verlieh.

Struwelkopf, wie Struwelpeter?
Fuchsigkeit ... wäre eine Neuschöpfung und irgendwie ... wenn jemand fuchsig ist, ist er für mein Gefühl wütend (fuchsteufelswild) Ich würde eher das Wort Fuchs einbauen, um ihn zu charakterisieren, das macht ihn für mich auch souveräner ...
Ach, klar, das muss "Fuchshaftigkeit" heißen. Ist ungewöhnlich, aber passt für mich Mrgreen

Zitat:Als Fürstentochter? Entlässt er sie? wundert mich. Und auch, dass sie sich so veralbern lässt, das dritte Mal ...
Ja, er entlässt sie als Fürstentochter, denn er weiß wohl darüber bescheid, wie der Fürst zu dieser Marotte seiner Tochter steht.
Sie lässt sich nicht veralbern, es passiert ihr einfach, die falschen Jungen zu erwischen, weil sie so verzweifelt und nicht mehr richtig sie selbst ist. Wenn das dreimal in einer Woche passiert, ist der Grund schon extrem heftig. So wollte ich das.
Woche - ja, da fällt mir nix richtig ein, obwohl ich mich ja auch mit den Kalendern beschäftigt habe. Das kommt noch...Geduld Icon_nosmile

Zitat:Was hat ein Gedankenstrich, gegenüber einem Absatz für Vorteile? Ich finde man brettert leicht über ihn hinweg und ziehe den Absatz bei Sprecherwechsel vor.
Das ist in Büchern früher so gemacht worden, und irgendwie bei mir hängen geblieben. Der Vorteil für die Druckerei ist, nicht ne halbe oder dreiviertel Zeile zu verschenken, nur weil der Sprecher wechselt. Aber ich versuche, es mir abzugewöhnen.

Zitat: „Ich wollte es dir gerade sagen, der Rekrut kommt nicht, er hat sich entschuldigen lassen. Du hast also einen freien Nachmittag.“
Verakos’ vergnügter Blick ließ Sciana misstrauisch werden. „Wie lange hast du mich schon beobachtet? Oh nein, das glaub’ ich einfach nicht, du belustigst dich auf meine Kosten!“ Sie packte Verakos an den Schultern und schüttelte ihn, bis er vor Lachen und Atemlosigkeit nicht mehr konnte.

Das merkt sie erst jetzt? Da sie oben Ach verflucht sagt, dachte ich, sie weiß schon, dass er es ihr vorenthalten hat, dass es nicht der Rekrut ist.
Nein, in der Tat hat sie das nicht begriffen, sie denkt, der richtige Rekrut kommt noch Icon_lol

Zitat:Dass sie so einen Helm trägt, würde ich wirklich nach vorne ziehen, gerade weil du ihren Zopf so genau beschreibst, da stelle ich sie mir ziemlich lange eben mit Zopf vor und dann kommt hier auf einmal der Helm rauf und wieder runter ... Und wenn sie einen trägt, sollte der Junge dann nicht auch einen tragen, wo sie ihn so angreift? Also bei jedem Rekruten darauf achten, wenn die Schwerter schon echt sind? (Bei mir sinds Holzschwerter, oder lederumwickelt und gepolstert, sie ist ja echt hart drauf Icon_smile)
Ah, ich stelle mir vor, dass es da so eine Entwicklung gegeben hat im Laufe der Jahrhunderte. So, wie ich früher im Traum nie daran gedacht hätte, freiwillig eine Reitkappe aufzusetzen, so war sicherlich das Training damals auch nicht unbedingt abgesichert. Ist es bei einigen ja heute nicht mal. Dieses Sicherheitsbewusstsein - ich glaube, das gab es früher nicht in der Form.

Zitat:Oder du willst sie so haben, als Anfang einer Entwicklung? Ich mag es jedenfalls, dass du Kriegerinnen hast und finde es auch interessant sie so unbeherrscht zu zeigen und auch leicht beeinflussbar. Also ich denke, sie ist da am Anfang des Weges, sich den Namen "Die Klinge" zu verdienen
Ja, genauso will ich sie haben. Sie ist ungestüm, unbeherrscht, gerade mal drei Jahre älter als der Bengel, den sie da verprügelt. Sie hat einen weiten Weg vor sich und würde sich ganz bestimmt unter ihrer Strohmatratze verstecken, wenn sie auch nur ahnte, was da noch auf sie zukommt. Es gibt schlimmeres, als zu heiraten Mrgreen

Herzliche Grüße von slainte und vielen Dank!


Mich kann man nicht komprimieren!

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #9 |

RE: Das Wandernde Volk - eine Charaktereinführung
Hallo Slainte,

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Sciana, die Klinge
Der Name gefällt mir.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: „He du, wo ist dein Schwert, wo dein Schild? Nicht so trottelig, los, nimm dir das da vorn und komm’ her!“
Ich persönlich mag es ja total, wenn ein Text mit einer wörtlichen Rede beginnt. Irgendwie katapultiert einen das mitten in die/eine Geschichte hinein.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Völlig verdutzt blickte der schlaksige Junge sich nach der barschen Stimme um, als er den Hof der Kriegerunterkünfte von Menosgada überqueren wollte und wagte keinen Widerspruch. Er hob ein schartiges Kurzschwert und einen Holzschild vom Boden auf und hielt sie der ungeduldigen Kriegerin unsicher entgegen.
Generell schön aufgezeigt, aber durch die unterstrichenen Satzteile erhält man den Eindruck, als würden Kurzschwert und Schild da mitten im Hof, direkt vor ihm auf dem Boden liegen, was aber dann nicht so ganz zu der Aussage "...nimm dir das da vorn..." aus der wörtlichen Rede passen will.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Bevor er sich’s versah, knallte ihm der erste Schlag ihres Schwertes um die Ohren und er stolperte rückwärts taumelnd über die Pflastersteine.
Wenn ich einen Text lese, möchte ich ihn immer gerne bildlich vor Augen haben können und ja, ich gebe zu, in dieser Hinsicht werde ich da manchmal auch zur Erbsenzählerin Icon_rolleyes - aber dennoch habe ich hier mit dieser Aussage des Satzes Probleme, mir das bildhaft vorzustellen. Denn wie kann einem ein Schlag eines Schwertes um die Ohren knallen? Ein Schuß, ja. Aber der Schlag eines Schwertes? Icon_confused Entweder der Schlag trifft - dann knallt er ihm aber nicht um die Ohren oder er spürt oder hört das Vorbeischausen des Schwertes an seinen Ohren, also so, dass es ihn ganz knapp verfehlt.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Der nächste Schlag krachte auf den Schild, den(Komma einfügen) der keine fünfzehn Jahre alte Bengel kaum festzuhalten vermochte, er wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah.
Grün markierter Teil: Hier passt das mit dem Schlag des Schwertes auf den Schild sehr schön.
Aber auch generell ein sehr schöner Satz, der mir gut gefällt.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: . Er wollte protestieren, aber wieder zischte das Schwert durch die Luft.
Auch hier passt es wieder, da durch das mit durch die Luft zischen mit einfließen lässt.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Verzweifelt zog er den Kopf ein und versteckte sich zurückweichend hinter dem viel zu großen[/color] den(Komma einfügen) ovalen Schild. „Worauf wartest du, schlag endlich zurück!“
Bei der wörtlichen Rede spricht sie? Ich denke ja, da es bei ihm ja keinen Sinn ergäb. Dann musst du hier aber einen Zeilenumbruch einfügen um das deutlich zu machen.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Der Junge wimmerte, fasste sich ein Herz und reckte zögerlich das Schwert in die Höhe. Die schlanke Kriegerin starrte ihm mit ihren smaragdgrünen Augen grimmig ins Gesicht.
Sehr schön. Stimmung und Aussehen flüssig miteinander verflochten.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: „Schau mich an!“, kam die Aufforderung und schon erfolgte die nächste Lektion. Sie machte einen Ausfallschritt und ihre Klinge krachte erbarmungslos gegen die seine. In hohem Bogen flog ihm das Eisen aus der Hand und schrabbelte mit einem häßlichen Kratzen über die Steine.
Ich weiß, Icon_rolleyes es wurde schon mehrfach hier angemerkt, aber ich muss gestehen, dass ich mich hier mit diesem "schrabbelte" auch nicht richtig anfreunden kann und mir da ein "schlitterte" sehr viel besser gefallen würde."

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: „Was ist los mit dir?“, fauchte die Kriegerin, ging zu ihm hinüber und stellte ihn zurecht. „Wo ist dein Arm? Hier, der Schild gehört so.“ Sie packte ihn von hinten an den Hüften, drehte seinen Körper, trat ihm gegen ein Bein, um es nach vorn zu bugsieren und brachte ihn in einen sicheren Stand.
Lach ... ganz schön rabiat, die Gute. Aber sehr schön bildhaft dargestellt.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Der schmale Junge bebte am ganzen Körper, er überragte die Kriegerin beinahe um eine Haupteslänge.
Auch hier würde ich - wie schon erwähnt - nicht "schmal" verwenden, da du das bei der Beschreibung der Kriegerin verwendet hast. Dann lieber nochmal auf das Schlaksige zurück greifen.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Mit einer leichtfüßigen Bewegung hob sie das Schwert auf und drückte es ihm in die zitternde Hand.
Die "leichtfüßigen Bewegung" wurde ja bereits erwähnt und auch, dass du das noch ändern möchtest. Wollte nur nochmal anmerken, dass ich es auch so empfinde wie meine Vorkommentatoren.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Bei Teutates, die werden auch immer weicher, dachte Sciana genervt, klemmte ihren geflochtenen Zopf zwischen die Zähne und nahm eine auffordernde Abwehrhaltung ein.
Es gibt in der Literatur ja mehrere Möglichkeiten, wörtliche Gedankengänge aufzuzeigen. Entweder indem man (wie du das hier gemacht hast) mit dem entsprechenden Anhang "dachte Sciana" und/oder indem man es ins kursive setzt oder indem man es in Anführungszeichen einbindet. Alles drei auf einmal ist dann allerdings etwas zu viel des Guten. Icon_wink Deshalb würde ich die Anführungszeichen entfernen, da sie wirklich überflüssig sind.
Und wirklich? Sie nimmt den geflochteten Zopf zwischen die Zähne? Warum? Weil er sie stört? Dann würde sie als erfahrene Kriegerin niemals diese Frisur tragen.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: „Nun mach’ schon, greif’ mich an!“, presste sie die Worte durch das rehbraune Zopfende.
Funktioniert so leider nicht und ist zudem auch nicht nachvollziehbar. Denn, entweder redet sie ohne dabei die Zähne auseinander zunehmen, dann wäre sie unter Garantie aber nicht so deutlich zu verstehen. Oder sie öffnet die Zähne beim Reden, dann aber fällt der Zopf heraus und somit spricht sie gar nicht mehr durch den Zopf. Und wieder die Frage nach dem Grund. Wofür soll es gut sein?

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Ihre missmutigen Gedanken weilten ganz woanders. Sie würde nicht gehorchen. Nein, diesmal nicht. Dieses eine Mal würde sie nicht folgen, egal, was ihr Vater auch unternahm. Dieses Mal weigerte sie sich.
Gefällt mir und gibt dem Leser eine erste Ahnung, warum sie sich gegenüber dem Jungen so rabiat verhält.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Diemal nicht!Sciana hauchte eine wirbelnde Dampfwolke in die kühle Luft des sonnigen Nachmittags, bewegte sich unbewusst aus der Abwehrstellung in Angriffshaltung, schwang ihr Schwert und entlud ihre Wut in einem Satz von Hieben, die auf den verängstigten Jungen einprasselten; er stieß einen entsetzten Schrei aus, taumelte zurück, ließ das Schwert fallen, kauerte sich zitternd auf die Steine und zog sich den Schild schützend über seinen Kopf.
Auch hier kannst du die Anführungszeichen weglassen. Das Kursive reicht als Kennzeichnung vollkommen aus.
"hauchte eine wirbelnde" widerspricht sich in meinen Augen. wirbeln suggeriert mir etwas, wo Kraft, Schnelligkeit dahinter steckt. Ein Hauch ist für mich aber eben ain Hauch, also etwas sanftes, weiches.
Nach "einprasselten" würde ich aus zwei Gründen anstatt dem Semikolon ein Punkt setzen:
1. Es ist wirklich ein ganz schöner Bandwurmsatz.
2. Das viel entscheidendere: Du wechselt von ihr zu dem Jungen.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: „Sciana, hör auf!“, rief eine belustigte Stimme vom Tor, „lass ihn gehen, es ist der Falsche.“
Schön, gefällt mir.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Verdutzt hielt die Tochter des Fürsten inne und drehte sich um.
Haut den Leser völlig aus ihr raus. Viel zu weit weg. Bleib im Text besser abwechselnd bei Scania und sie. Das wirkt nicht langweilg, schafft aber mehr Nähe zur Figur.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Ein rothaariger Struwelkopf von annähernd ihrer schlanken Statur trat aus dem Schatten einer Hauswand hervor.
Das "schlanken" kannst du hier streichen, da der Leser ja schon zuvor erfahren hat, dass sie schlank ist und so vermeidest du gleichzeitig auch die Wiederholung.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Verwirrt blickte sie in ein amüsiertes Grinsen, das seinem spitzen Gesicht einen Hauch von Fuchsigkeit verlieh.
Schöne Beschreibung, man kann sich ihn direkt bildhaft vorstellen.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Hinter Sciana schepperte es, sie fuhr zusammen und gewahrte gerade noch, wie der verschreckte Junge die Beine in die Hand nahm und rannte.
Lach ... sehr schön bildhaft.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: „Was? Der Falsche? Ach, verflucht(Komma einfügen) Verakos, das ist schon das dritte Mal in dieser Woche!“
Ja, auch wenn schon sooooo viele Kommata in dem recht kurzen SAtz enthalten sind, gehört hinter verflucht dennoch eines, da dannn ein Name bzw eine Ansprache der Person mit Namen erfolgt.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Vom schiefergedeckten Dach des Torhauses keckerte eine fette Elster und wie zur Antwort erklang das gelächterartige Geschrei der Krähen, die auffliegend ihre bevorzugten Zuschauerplätze räumten, um die Blamage über die ganze Stadt hinauszuschreien.
Sehr schön.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Sie schob die Klinge in ihre Lederscheide zurück und blickte hilflos in Verakos’ brauenüberwucherte Augen, die sie an die Ohrpuschel von Eichhörnchen erinnerten.
Wirklich brauenüberwucherte Augen? Icon_shocked Da erscheint vor meinen Augen das Bild von einem Urwald bestehend aus Brauen, durch die man die Augen selbst gar nicht mehr erkennt. Icon_shocked

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: „Ambaztos wird mich vierteilen, wenn er das erfährt.“ – „Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du sicher sein. Ist sonst noch jemand anwesend?“
Wer sagt hier was? Spricht hier nur Sciana oder Verakos? So oder so ist es aber ein Fehler.
Wenn beides von Sciana gesagt wird, müssen die Anführungszeichen in der Mitte weg und du lässt nur den Gedankenstrich, also so: „Ambaztos wird mich vierteilen, wenn er das erfährt. – Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du sicher sein. Ist sonst noch jemand anwesend?“
Oder es sprechen beide, dann muss der Gedankenstrich weg und dafür ein Zeilenumbruch rein. Also so:
„Ambaztos wird mich vierteilen, wenn er das erfährt.“
„Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du sicher sein. Ist sonst noch jemand anwesend?“

Und sollte der zweite Satz von Verakos stammen - wovon ich ausgehe, dann kann bzw muss der nächste Zeilenumbruch weg, also so:
„Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du sicher sein. Ist sonst noch jemand anwesend?“ Verakos drehte sich in alle Richtungen und blickte über den menschenleeren Hof. Er zuckte gleichgültig mit den Schultern.
Ah okay, ich sehe gerade, dass es sein kann, dass du im Originalskript hier gar keinen Zeilenumbruch drinnen hast, sondern das nur hier an der Aufteilung liegt. Das kann ich jetzt nicht beurteilen.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: „Komm, sammel’ dein Werkzeug weg und lass uns zu Briccos Torcos gehen, da kannst du dich erstmal abkühlen. Taman ist in der Stadt und ich möchte ihn sehen.“ – „Aber ich muss einen Rekruten trainieren“, protestierte Sciana.
Ah, hier wird ziemlich klar, dass es sich da bei dir wirklich um die wörtliche Rede zweier Personen handelt. Da muss dann aber auch wieder wie zuvor der Gedankenstrich weg und dafür ein Zeilenumbruch rein.

(08-12-2013, 02:18)slainte schrieb: Verakos’ vergnügter Blick ließ Sciana misstrauisch werden. „Wie lange hast du mich schon beobachtet? Oh nein, das glaub’ ich einfach nicht, du belustigst dich auf meine Kosten!“ Sie packte Verakos an den Schultern und schüttelte ihn, bis er vor Lachen und Atemlosigkeit nicht mehr konnte. „Friede, Friede! Ich kam zu spät, wirklich!“ Keuchend befreite er sich aus ihrem Griff. „Nun komm’ schon, ein Becher Gewürztes wird dir gut tun.“ Sciana zog ihren spitzen Eisenhelm mit den triskelenverzierten Ohrbesätzen vom Kopf und klaubte die am Boden liegenden Kampfgeräte zusammen.
„Also gut, ich komme. Gib mir einen Speerwurf Zeit.“
Ein schön ausklingendes Ende.

Fazit:
Alles in allem eine doch gut aufgezeigte Charaktervorstellung, die mir gut gefallen hat. Man kann sich alle drei, also deb Jungen, Sciana und Verados vorstellen und erhält gerade bei den letzten Beiden einen ersten guten Eindruck, wie sie ticken.

Liebe Grüße

Xhex

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle!

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #10 |

RE: Das Wandernde Volk - eine Charaktereinführung
Hallo Xhex,

vielen Dank, dass Du Dir Zeit für meine kurze Charaktereinführung genommen hast. (Freu!)
Sorry, dass ich erst jetzt antworte. Ich habe im Moment soviele virenverseuchte Maschinen zu retten, und dann kam meine Mutter am Wochenende mit drei geschrotteten PCs, die alle repariert werden mussten ...Icon_panik
Jetzt habe ich ein paar Minuten und zum Glück meine Antwort schon als Entwurf fast fertig. Los geht's:

Zitat: Er hob ein schartiges Kurzschwert und einen Holzschild vom Boden auf und hielt sie der ungeduldigen Kriegerin unsicher entgegen.

Generell schön aufgezeigt, aber durch die unterstrichenen Satzteile erhält man den Eindruck, als würden Kurzschwert und Schild da mitten im Hof, direkt vor ihm auf dem Boden liegen, was aber dann nicht so ganz zu der Aussage "...nimm dir das da vorn..." aus der wörtlichen Rede passen will.
wallbash Guck mal an, warum ist mir das noch nie!!! so deutlich geworden? Ich hab' es tausend Mal gelesen... Gut aufgepasst!Pro

Zitat:Denn wie kann einem ein Schlag eines Schwertes um die Ohren knallen? Ein Schuß, ja. Aber der Schlag eines Schwertes? Icon_confused Entweder der Schlag trifft - dann knallt er ihm aber nicht um die Ohren oder er spürt oder hört das Vorbeischausen des Schwertes an seinen Ohren, also so, dass es ihn ganz knapp verfehlt.
Ja, auch da muss ich Dir zustimmen. Ich hatte ein Bild im Kopf und habe ein anderes aufgeschrieben und beides miteinander verquirlt - wie blöd
Icon_lol
Zitat: Verzweifelt zog er den Kopf ein und versteckte sich zurückweichend hinter dem viel zu großen[/color] den(Komma einfügen) ovalen Schild. „Worauf wartest du, schlag endlich zurück!“

Zitat:Der nächste Schlag krachte auf den Schild, den(Komma einfügen) der keine fünfzehn Jahre alte Bengel kaum festzuhalten vermochte, er wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah.
Warum soll da ein Komma rein? Das ergibt ja gar keinen Sinn.

Bei der wörtlichen Rede spricht sie? Ich denke ja, da es bei ihm ja keinen Sinn ergäb. Dann musst du hier aber einen Zeilenumbruch einfügen um das deutlich zu machen.
Da denkst Du richtig, weil es ja eben sonst keinen Sinn ergibt. Okay, die Zeilenumbrüche vernachlässige ich manchmal...Icon_nosmile

Zitat: Der schmale Junge bebte am ganzen Körper, er überragte die Kriegerin beinahe um eine Haupteslänge.

Auch hier würde ich - wie schon erwähnt - nicht "schmal" verwenden, da du das bei der Beschreibung der Kriegerin verwendet hast. Dann lieber nochmal auf das Schlaksige zurück greifen.
Gute AnmerkungPro

Zitat:Es gibt in der Literatur ja mehrere Möglichkeiten, wörtliche Gedankengänge aufzuzeigen. Entweder indem man (wie du das hier gemacht hast) mit dem entsprechenden Anhang "dachte Sciana" und/oder indem man es ins kursive setzt oder indem man es in Anführungszeichen einbindet. Alles drei auf einmal ist dann allerdings etwas zu viel des Guten. Icon_wink Deshalb würde ich die Anführungszeichen entfernen, da sie wirklich überflüssig sind.
Und wirklich? Sie nimmt den geflochteten Zopf zwischen die Zähne? Warum? Weil er sie stört? Dann würde sie als erfahrene Kriegerin niemals diese Frisur tragen.
Ja, das mit dem "dreifach" stimmt. Das habe ich noch nicht konsequent überlegt, wie ich das eigentlich machen will, und das kam dann dabei heraus (schmunzel!) Den Zopf habe ich im anderen Kommi schon gerechtfertigt, Sciana ist keine Kriegerin sondern eine Fürstentochter, die gern Kriegerin wär', aber nicht darf. Ich habe das mit dem Zopf im Kung Fu Film "die Tochter des Meisters" gesehen und mir hat es einfach total gut gefallen, die Kämpferin wirkte wie eine Tigerin und richtig böse dadurch.
Zitat: „Nun mach’ schon, greif’ mich an!“, presste sie die Worte durch das rehbraune Zopfende.

Funktioniert so leider nicht und ist zudem auch nicht nachvollziehbar. Denn, entweder redet sie ohne dabei die Zähne auseinander zunehmen, dann wäre sie unter Garantie aber nicht so deutlich zu verstehen. Oder sie öffnet die Zähne beim Reden, dann aber fällt der Zopf heraus und somit spricht sie gar nicht mehr durch den Zopf. Und wieder die Frage nach dem Grund. Wofür soll es gut sein?
Für mich funktioniert das. Sie ist nicht deutlich zu verstehen, das ist klar. Der Zopf ist hier in die Handlung eingebunden, weil er sie für den Leser beschreibt. Scheinbar stolpern da alle drüber, ich muss drüber nachdenken, ob das so bleibt oder ich es weglasse.

Zitat:"hauchte eine wirbelnde" widerspricht sich in meinen Augen. wirbeln suggeriert mir etwas, wo Kraft, Schnelligkeit dahinter steckt. Ein Hauch ist für mich aber eben ain Hauch, also etwas sanftes, weiches.
Nach "einprasselten" würde ich aus zwei Gründen anstatt dem Semikolon ein Punkt setzen:
1. Es ist wirklich ein ganz schöner Bandwurmsatz.
2. Das viel entscheidendere: Du wechselt von ihr zu dem Jungen.
der Vorschlag war, hauchte mit stieß zu ersetzen. Ich glaube, das geht.
zu 1.: finde ich okay mit dem Bandwurmsatz, der drückt eine schnelle ununterbrochene Handlung aus.
Zu 2.: Das ist richtig. Und deshalb wird hier zukünftig ein Punkt stehenPro

Zitat: Verdutzt hielt die Tochter des Fürsten inne und drehte sich um.

Haut den Leser völlig aus ihr raus. Viel zu weit weg. Bleib im Text besser abwechselnd bei Scania und sie. Das wirkt nicht langweilg, schafft aber mehr Nähe zur Figur.
Okay, dann muss ich irgendwo noch die Info unterbringen, dass Sciana die Fürstentochter ist. Das möchte ich jedenfalls. Vielleicht nennt Verakos sie so - ich finde es gut, wenn der Leser das hier schon erfährt.

Zitat: Ein rothaariger Struwelkopf von annähernd ihrer schlanken Statur trat aus dem Schatten einer Hauswand hervor.

Das "schlanken" kannst du hier streichen, da der Leser ja schon zuvor erfahren hat, dass sie schlank ist und so vermeidest du gleichzeitig auch die Wiederholung.
Pro

Zitat: „Was? Der Falsche? Ach, verflucht(Komma einfügen) Verakos, das ist schon das dritte Mal in dieser Woche!“

Ja, auch wenn schon sooooo viele Kommata in dem recht kurzen SAtz enthalten sind, gehört hinter verflucht dennoch eines, da dannn ein Name bzw eine Ansprache der Person mit Namen erfolgt.
Bist Du Dir da sicher, dass da eins zwingend hin muss? Wenn ich es lese, wird hier der Fluss durch das Komma doof unterbrochen. - Ich will da keins Icon_nosmile
Zitat:Wirklich brauenüberwucherte Augen? Icon_shocked Da erscheint vor meinen Augen das Bild von einem Urwald bestehend aus Brauen, durch die man die Augen selbst gar nicht mehr erkennt. Icon_shocked
Oha, missverständlich, ich meine natürlich, dass die Brauen über den Augen wuchern und extrem buschig sind. Icon_lol

Zitat:Oder es sprechen beide, dann muss der Gedankenstrich weg und dafür ein Zeilenumbruch rein. Also so:
„Ambaztos wird mich vierteilen, wenn er das erfährt.“
„Oh, meiner Verschwiegenheit darfst du sicher sein. Ist sonst noch jemand anwesend?“
Früher wurde das in Büchern mit dem Gedankenstrich zwischen zwei Dialogpartnern getrennt. Das ist immer noch so drin bei mir. Ich versuche, es mir abzugewöhnen. Icon_slash

Zitat:Fazit:
Alles in allem eine doch gut aufgezeigte Charaktervorstellung, die mir gut gefallen hat. Man kann sich alle drei, also deb Jungen, Sciana und Verados vorstellen und erhält gerade bei den letzten Beiden einen ersten guten Eindruck, wie sie ticken.
Vielen Dank, Xhex, das ist ein schönes Lob, und an dem Rest arbeite ich noch. Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Liebe Grüße und einen schönen Abend wünscht Dir slainte hurra


Mich kann man nicht komprimieren!

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2020 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme