Es ist: 26-02-2020, 11:52
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Wie das Licht erlosch (kurzgeschichte)
Beitrag #1 |

Wie das Licht erlosch (kurzgeschichte)
Die Menschen glauben bis heute nicht an uns, da wir vor vielen tausenden Jahren ausgestorben sind.
Mein Name war Lucy und ich gehörte zu dem Volk der Feen.
Gelbhäutig waren wir, mit winzigen Köpfen, nicht viel größer als eine Fingerkuppe die eines Menschens.
Unsere weissen schmetterlingsartigen Flügel glänzten im Sonnenlicht in vielen verschieden Farben.
Was uns auch besonders aus machte ist das wir leuchteten, wie kleine Glühwürmchen schwirrten wir im Dunkeln umher und trugen das Licht mit uns, das uns gegeben wurde.
Wir waren ein zahlenreiches Volk, ich war nur eine von vielen.
In Wäldern lebten wir, doch wir waren nie alleine. Menschen hausten in kleinen Hütten wo sie nur darauf warteten auf uns zu schiessen - man nannte sie Jäger. Mein Volk fürchtete sie wie nichts anderes.
Es war eine grausame Zeit, Jäger schlugen uns Tot als ob wir nutzlose Mücken wären die herumschwirren, sie behandelten uns als wären wie Dreck.
Immer mehr töteten sie von uns und mit den Jahren wurden wir immer weniger.
Ich und meine Freundinn Ina gehörten zu den wenigen die überlebten doch irgendwann fanden sie auch uns.
Die Jäger haben sich zusammengetan und haben beschlossen mich und meine Freundinn als eine Art Lampe zu benutzen da wir wie Glühwürmchen leuchteten, sie empfanden daraus Spaß uns in winzige Käfige zu sperren das uns das wenige Sauerstoff das wir benötigten raubte.
Sie gaben uns nichts zu essen, das einzige was wir bekamen war ein wenig Käse und Milch.
"Schliesse die Augen dann wirst du merken das dass alles nur ein Traum ist" hat mir Ina zugeflüstert als ich eines Nachts im sterben lag vor Hunger und vor Leid.
Ich schloss meine Augen, wie sie es sagte, doch als ich sie wieder öffnete steckte ich immer noch in diesem Käfig.
"Es ist kein Traum Ina" hatte ich ihr zugeflüstert.
"Dann stelle es dir vor" kam es von ihr zurück. Und ich stellte mir vor es sei alles nur ein Traum, das ich wieder mit meinen Geschwiestern umherfliege und auf dem Wasser tanze, umhertolle und mit meinen Freunden leckeren Honig von den Honig Feen stahl.
Und es half, ich öffnete meine Augen und schleckte mir mit meiner Zunge über meine Lippen, den ich schmeckte den warmen Honig auf meiner Zunge. "Bald wird es ein Ende geben" flüsterte Ina.
"Es wird nie ein Ende geben" meinte ich.
"Doch...der Tod hilft uns dem allen ein Ende zu setzten. Du wirst sehen, bald haben wir es geschafft...bald..." und mit diesen Worten erlosch ihr Licht.
Keine einzige Träne weinte ich ihr hinterher den ich wusste das sie sich sehr wohl fühlen wird da wo sie ist.
Und ich freute mich schon wen der Tod mich aufnahm, wie einen verlorenen Sohn.
Ich schloss meine Augen und mein Licht erlosch ebenfalls.
Mit einem Lächeln verlies ich diese Welt, diese furchtbare Welt.
Und so starb unsere Rasse aus.
Für immer.


Würde mich über feedback freuenIcon_smile

Langsam,
zärtlich streichelnd,
gleitet das Mondlicht
über deine schlafende Gestalt.

Unausgesprochene
Verbundenheit.

Im Lichtertanz
umhüllen
wärmende Gedanken
dich,
meinen Liebsten..♥

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Beitrag #2 |

RE: Wie das Licht erlosch (kurzgeschichte)
Hi storylove,

deine Geschichte steht nun schon eine Weile ganz unkommentiert im Forum und bevor ich zum Handwerklichen komme, wollt ich dir kurz erklären, wo das herkommen könnte. Du hast ja bisher schon einiges an Geschichten hier eingestellt, beteiligst dich aber selbst gar nicht am Forum. Das schreckt viele Kommentatoren ab, weil wir das hier alles in unserer Freizeit machen und die wenigsten bereit sind, Zeit in Geschichten zu investieren, wenn sie dafür nicht einmal eine Antwort (zumindest mal ein Dankeschön) vom Autor bekommen. Unter »Bitte um Hilfe (kleiner Ausschnitt vom Anfang meiner Geschichte)« hast du zum Beispiel weder Reisbällchens ausführlichen Kommentar noch auf Adsarthas gut gemeinten Hinweis reagiert. Und auch Lia hat sich unter »Kurzgeschichte« Mühe gemacht, dir weiterzuhelfen, ohne auch nur ein Dankeschön zu bekommen. Das erweckt den Eindruck, dass du gar nicht an Kritik interessiert bist. Hab da nur keine Scheu und nimm ruhig aktiv am Forenleben teil – wir sind hier alle ganz nett und beißen nicht Icon_wink

Gute Werbung für dich und deine Geschichte ist natürlich auch, wenn du selbst ein bisschen kommentierst. Dafür braucht es keine langjährige Erfahrung oder besonderen Kenntnisse. Schreib einfach auf, was dir beim Lesen einer Geschichte durch den Kopf geht, ob sie dir gefällt und warum, oder ob sie dir nicht gefällt und warum nicht. Da muss keine Fehlerliste in einen Kommentar, keine detaillierte Literaturanalyse. Aber wie du selbst am Ende deiner Geschichte schreibst:
»Würde mich über feedback freuen«
Das geht hier jedem so, der veröffentlicht, und Feedback kann es nur geben, wenn jeder auch seinen Teil dazu beiträgt.

Da ich nun nicht weiß, ob du überhaupt an ausführlicher Kritik interessiert bist, ich mir aber vorgenommen habe, mich während des Kommentier-Wettbewerbs, der gerade läuft, vor allem unkommentierten Geschichten zu widmen, beschränke ich mich hier mal auf eine Fehlerliste (samt Korrektur; diese kannst du über den »Bearbeiten«-Button dann auch in deiner Geschichte vornehmen. Daran sehen Leser auch, dass ein Autor gewillt ist, Verbesserungen auszuführen).

Zitat: Die Menschen glauben bis heute nicht an uns, da wir vor vielen tausenden Jahren ausgestorben sind. 
Direkt der erste Satz lässt mich stutzen: Da erzählt ein Ich-Erzähler, der von sich selbst sagt, dass er schon ausgestorben ist? Wie kann er dann eine Geschichte erzählen? Das ist im ganzen ersten Absatz ein Problem, dass da einer von sich und seinem Volk in der Vergangenheit erzählt und dann damit endet, dass die Rasse ausgestorben ist.
Bissl besser wäre es, wenn die Geschichte nicht in der Vergangenheit erzählt wird, sondern im Präsens, und nicht damit anfängt, dass alles schon tausend Jahre her ist, sondern damit, dass die Erzählerin sich vorstellt, der Leser sie quasi »live« kennenlernt. Also:
»Mein Name ist Lucy und ich gehöre zum Volk der Feen. Gelbhäutig sind wir, mit winzigen Köpfen … « usw. Dann würde zumindest die Erzähltechnik Sinn ergeben.
Das soll aber auch die einzige umfangreiche Bemerkung bleiben, ab jetzt nur noch Orthografie und Grammatik Icon_wink (viele der Fehler werden übrigens von einem Textprogramm wie Word oder OpenOffice angezeigt, wenn du die Rechtschreibkontrolle aktivierst)

Zitat: nicht viel größer als eine Fingerkuppe die eines Menschens.
»als die Fingerkuppe eines Menschen«

Zitat: Unsere weissen schmetterlingsartigen Flügel glänzten im Sonnenlicht in vielen verschieden Farben.
»weißen«
Komma zwischen »weißen, schmetterlingsartigen«
»verschiedenen«

Zitat: Was uns auch besonders aus machte ist das wir leuchteten,
»ausmachte«
»war« (statt »ist«)
»dass«
Komma zwischen »ausmachte ist« und zwischen »ist, dass«
also:
»Was uns auch besonders ausmachte, war, dass wir leuchteten«

Zitat: und trugen das Licht mit uns, das uns gegeben wurde
»gegeben worden war« (das passiert ja in der Vorvergangenheit, also noch bevor die Feen in der Vergangenheit leuchteten, wurde ihnen vorher das Licht gegeben)

Zitat: Menschen hausten in kleinen Hütten wo sie nur darauf warteten auf uns zu schiessen
Komma zwischen »Hütten, wo« und zwischen »warteten, auf«
»schießen«

Zitat:  Jäger schlugen uns Tot als ob wir nutzlose Mücken wären die herumschwirren, sie behandelten uns als wären wie Dreck.
»tot«
Komma zwischen »tot, als«
Komma zwischen »wären, die«
und ich denke, es müsste auch zwischen »uns, als« ein Komma, aber ich kenn das eh nur in der Wendung »sie behandelten uns wie Dreck«. Aber da der Vergleich ein eigenes Verb hat, müsste da schon ein Komma stehen.
(übrigens haben die Jäger im Satz vorher noch geschossen, hier schlagen sie dann, verwirrt.)

Zitat: Ich und meine Freundinn Ina gehörten zu den wenigen die überlebten doch irgendwann fanden sie auch uns.
»Freundin«
Komma zwischen »wenigen, die«
Komma zwischen »überlebten, doch«

Zitat: Die Jäger haben sich zusammengetan und haben beschlossen mich und meine Freundinn als eine Art Lampe zu benutzen da wir wie Glühwürmchen leuchteten, sie empfanden daraus Spaß uns in winzige Käfige zu sperren das uns das wenige Sauerstoff das wir benötigten raubte.
»taten sich zusammen«
»und beschlossen«
»Freundin« (die weibliche Endung ist immer »in« mit nur einem N, nie »inn«)
Komma zwischen benutzen, da«
Hinter »leuchteten« würde ich einen Punkt machen, der Satz klingt sonst atemlos.
»Sie hatten Spaß daran, uns …« oder »Sie machten sich einen Spaß daraus, uns …« oder »Sie empfanden es als Spaß, uns …« (beachte: bei jeder Variante muss ein Komma vor das »uns«)
»Käfige zu sperren, was uns des wenigen Sauerstoffs, den wir benötigten, raubte« (drei eingefügte Kommas beachten)

Zitat: Sie gaben uns nichts zu essen, das einzige was wir bekamen war ein wenig Käse und Milch.
»Einzige«
Komma zwischen »Einzige, wdas«
Komma zwischen »bekamen, war«
Unlogisch: Entweder sie bekommen etwas zu essen (Käse und Milch), oder sie bekommen nichts, beides gleichzeitig geht nicht Icon_wink

Zitat: "Schliesse die Augen dann wirst du merken das dass alles nur ein Traum ist" hat mir Ina zugeflüstert als ich eines Nachts im sterben lag vor Hunger und vor Leid.
»Schließe« (aus dem Doppel-S wird immer dann ein ß, wenn der Vokal davor (a, e, i, o, u) langgesprochen wird, oder wenn es sich, so wie hier, um einen Doppelvokal (ei, au, ie, äu, eu) handelt)
Komma zwischen »Augen, dann«
Komma zwischen »merken, dass das«
»flüsterte mir Ina zu, als ich«
Außerdem muss hinter der wörtlichen Rede noch ein Komma hin:
… ein Traum ist«, flüsterte …
»Sterben«

Zitat: Ich schloss meine Augen, wie sie es sagte, doch als ich sie wieder öffnete steckte ich immer noch in diesem Käfig.
»gesagt hatte«
Komma zwischen »öffnete, steckte«

Zitat: "Es ist kein Traum Ina" hatte ich ihr zugeflüstert.
Komma zwischen »Traum, Ina«
Komma nach der wörtlichen Rede und die Zeit ist schon wieder falsch (die wählst du recht willkürlich, scheint mir)
… kein Traum, Ina«, flüsterte ich ihr zu.

Zitat: "Dann stelle es dir vor" kam es von ihr zurück. Und ich stellte mir vor es sei alles nur ein Traum, das ich wieder mit meinen Geschwiestern umherfliege und auf dem Wasser tanze, umhertolle und mit meinen Freunden leckeren Honig von den Honig Feen stahl. 
Komma nach der wörtlichen Rede (… dir vor«, kam es …)
Komma zwischen »vor, es«
»dass«
»Geschwistern«
»umherflog«
»tanzte«
»umhertollte«
»Honigfeen«

Zitat: den ich schmeckte den warmen Honig auf meiner Zunge. "Bald wird es ein Ende geben" flüsterte Ina.
»denn«
Koma hinter der wörtlichen Rede (… Ende geben«, flüsterte …)

Zitat: "Es wird nie ein Ende geben" meinte ich.
hier auch ( … geben«, meinte …)

Zitat: "Doch...der Tod hilft uns dem allen ein Ende zu setzten. Du wirst sehen, bald haben wir es geschafft...bald..." und mit diesen Worten erlosch ihr Licht.
Vor und hinter den Auslassungspunkten muss immer ein Leerzeichen stehen, außer wenn mitten im Wort abgebrochen wird:
»Doch … der Tod«
Komma zwischen »uns, dem«
»setzen«
»geschafft … bald …«
»Und« (groß)

Zitat: Keine einzige Träne weinte ich ihr hinterher den ich wusste das sie sich sehr wohl fühlen wird da wo sie ist. 
»denn«
Komma zwischen »hinterher, denn«
»dass«
Komma zwischen »wusste, dass«
»würde«
Komma zwischen »wird, da« und zwischen »da, wo«

Zitat: Und ich freute mich schon wen der Tod mich aufnahm, wie einen verlorenen Sohn.
»wenn«
Komma zwischen »schon, wenn«
»aufnehmen würde«

Zitat: Mit einem Lächeln verlies ich diese Welt,
»verließ«

Wie du siehst, liegt da in der Rechtschreibung und der Kommasetzung noch einiges im Argen, da solltest du dringend dran arbeiten. Denn eine Geschichte kann noch so schön erzählt sein, wenn in jedem Satz Fehler auftauchen, macht das Lesen einfach keinen Spaß. Da hilft es auch, wenn du selbst viel liest oder dir zum Beispiel deinen Text mal laut vorliest, da merkt man oft schon, wo ein Komma hinpasst, weil man beim Lesen da auch eine kleine Pause macht.

Ich glaub, du hast irgendwo geschrieben, dass du noch recht jung bist – deshalb lass dich da nicht entmutigen, sowas lernt man eben einfach mit der Zeit. Sammle Erfahrungen, probier dich mit dem Schreiben aus. Aber wenn du deine Geschichten für Fremde veröffentlichst, sollten sie eben schon ordentlich bearbeitet sein, so dass man sich auch auf den Inhalt konzentrieren kann. Da würde es dann auch sicher helfen, wenn du nicht so viele Geschichten hier einstellst, sondern dich auf eine konzentrierst, an der du dann arbeitest und übst, bei der du die Fehler korrigierst und versuchst, ein paar Tipps, die du bekommen hast, umzusetzen. So kannst du am besten rausfinden, was auch dir selbst gefällt und wie du dich am besten Verbessern kannst.

Und wie gesagt: Es ist immer schön für den Kommentator, wenns zumindest eine kurze Rückmeldung vom Autor gibt, dass die Mühe nicht umsonst war Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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