Es ist: 22-11-2019, 07:09
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Dead Man's Chest - Tag 2
Beitrag #1 |

Dead Man's Chest - Tag 2
Der zweite von fünf Tagen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen. Icon_smile

Tag 2

Meine Tante hatte in alle Nachbardörfer telefoniert, in denen sie jemanden kannte, meistens um jemanden zu bitten, wen zu bitten, wen zu bitten, nach einem jungen Mann namens Mikhail zu fragen, und immer erfolglos.

„Wir müssen warten“, versuchte mein Vater seine Schwägerin zu beruhigen. „Vielleicht ist er keinem begegnet, den wir angerufen haben, und schon auf dem Weg nach Hause.“

Meine Tante fragte nicht, warum Mikhail sich nicht von sich aus gemeldet hatte. Normalerweise rief er immer bei seinen engsten Verwandten an, wenn er auswärts unterwegs war und erst recht, wenn Grund zur Sorge um ihn bestand. Auch war es unwahrscheinlich, dass er zu keinem Bekannten gegangen war. Aber seine Eltern wagten es nicht, zu zweifeln oder sich die Frage zu stellen, wie Mikhail es allein und ohne Geld nach Hause schaffen sollte. Mein Bruder und ich entschieden uns ebenfalls, unserem Vater zu glauben, und verbrachten den Tag am Busbahnhof, beobachteten stumm die Menschen, die aus allen möglichen Orten ankamen und mit großen Koffern und Reisetaschen beladen zu Schaltern hasteten oder von Freunden und Verwandten in Empfang genommen wurden. Ein Bus nach dem anderen kam an, und bei jedem hofften wir, dass sich unter den Passagieren ein gepäckloser junger Mann befinden würde, der inzwischen sehr müde sein musste und wahrscheinlich eine Dusche bitter nötig hatte. Selbst, wenn ein Bus nicht vom Meer kam, betrachteten wir die Aussteigenden genau, überprüften jeden Einzelnen danach, ob er nicht unser Vetter war.

Mikhail kam nicht. Er war nicht der Bettler mit der ähnlichen Stimme, welcher uns aufschrecken ließ, als er um eine kleine Spende bat und eine große bekam. Er war auch nicht das Kind mit demselben Namen, das von seiner Mutter gerufen wurde und nicht auf sie hören wollte, sondern sich lieber zwischen den Bussen versteckte.

Nachdem wir auch unter den letzten Ankommenden kein bekanntes Gesicht gesehen hatten, gingen wir wieder nach Hause. Nachdem man die Anastasia in den Sand geschleift hatte, hatte mein Bruder trotz einiger Proteste Mikhails Kiste und den Schlüssel dazu, den man unter der kleinen Bank im Boot entdeckt hatte, zu sich mitgenommen. Er war nicht der Einzige, dem wieder eingefallen war, was Mikhail zu ihm gesagt hatte. Am Abend starrte er die Kiste mindestens eine Stunde lang mit dem Schlüssel in der Hand an, bis er es nicht mehr aushielt und einige Freunde und Bekannte zu sich einlud, um mit ihnen eine Flasche Rum zu leeren. Mikhails Lieblingsgetränk. Immer wenn er zum Rum griff, erfand er die spannendsten Geschichten. Meist handelten sie von Piraten und verborgenen Schätzen. Auch ich setzte mich stets zu ihm und den anderen jungen Männern, um zuzuhören, obwohl fast jedes Mal irgendwann einer der besonders Betrunkenen versuchte, mir näher zu kommen. Es war mir unangenehm, bisher hatten Mikhail und mein Bruder mich jedoch immer beschützen können und verhindert, dass mich jemand auch nur anfasste. Diesmal wagte niemand den Versuch, mich zu berühren. Mein Bruder wurde gefragt, ob er die Kiste bereits geöffnet hatte und wurde zornig.

„Natürlich nicht! Mikhail sagte mir, ich soll sie öffnen, wenn er tot ist.“ Daraufhin begann die Gruppe darüber zu spekulieren, was wohl in der Kiste sein mochte. Je mehr Rum aus der Flasche verschwand, desto abstruser wurden die Geschichten. Erst glaubte man, darin könnte Mikhails Testament sein, was für einen jungen und gesunden Mann jedoch ungewöhnlich gewesen wäre. Dann meinten einige, Mikhail sei selbst ein Pirat und habe in der Kiste gestohlene Schätze versteckt, andere vermuteten eine Schatzkarte oder gar den Schädel eines toten Mannschaftsmitglieds. Es juckte mich in den Fingern, die Kiste zu öffnen und nachzusehen, welche der Vermutungen nun stimmte, doch ich wagte es nicht. Ich fürchtete mich nicht vor dem womöglich grausigen Inhalt, obwohl ich im Rausch beinahe daran glaubte, dass ich Knochen oder Schlimmeres vorfinden würde. Stattdessen verspürte ich eine irrationale Angst davor, dass das Öffnen der Kiste Mikhails Verschwinden zu etwas Endgültigem machen würde. Dass meine Entscheidung auf irgendeine Art und Weise beeinflussen könnte, was mit meinem Vetter passiert war. Natürlich war es dumm. Aber solange die Kiste geschlossen war, konnte ich mich weiterhin der Illusion hingeben, dass nichts Schlimmes passiert war. Solange die Kiste geschlossen war, war Mikhail noch am Leben.

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Beitrag #2 |

RE: Dead Man's Chest - Tag 2
Hallo!

Und wieder ich Icon_wink.

Auch der zweite Teil deiner Geschichte gefällt mir sehr gut. Der allererste Abschnitt mit der Tante ist sprachlich etwas unklar, auch mit so mancher Wortwiederholung.

Und bei allem Rätseln, was wohl in der Kiste ist, schließt sich manches schon durch das Gewicht der Kiste aus: Ein Testament oder eine Art Schatzkarte, überhaupt ein kleines Schriftstück wären eher leicht, ein richtiger Schatz mit viel Edelmetall eher schwer.

Aber das fällt beides als kleine Kritik nicht ins Gewicht, weil die Geschichte in mir Spannung erzeugt und ich mich mit der Ich-Erzählerin identifizieren kann. Und genial ist ihr Gedanke am Ende: Vielleicht ist es gar nicht entscheidend, was in der Kiste ist. Entscheidend ist eher, sie so lange geschlossen zu halten bis man sich mit dem endgültigen Verschwinden Mikhails zwar nicht anfreunden, aber doch arrangieren kann. Sehr gut.

Ich freue mich auf den dritten Teil Mrgreen

Du fragst, warum mein Leben Schreiben ist
Ob es mich unterhält?
Die Mühe lohnt?
Vor allem aber, macht es sich bezahlt?
Was wäre sonst der Grund??
Ich schreib allein
Weil eine Stimme in mir ist,
Die will nicht schweigen?" (Sylvia Plath)

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Beitrag #3 |

RE: Dead Man's Chest - Tag 2
Hi AngelsDust und danke für deine Rückmeldung.
Naja, die Wiederholungen dienten eigentlich dazu, zu verdeutlichen, über wie viele Ecken das ganze geht und wie viele Leute gefragt werden müssen, weil keiner etwas von Mikhail gehört hat.
Mit dem Gewicht hast du ganz recht. Aber der einzige, der die Kiste bisher in den Händen gehalten hat und somit ihr Gewicht kennt, ist der Bruder der Erzählerin und außerdem sind die alle betrunken, weshalb sie nicht mehr so logisch denken. Icon_wink Trotzdem danke für den Hinweis, vielleicht sollte ich das in der Geschichte erwähnen, damit es nicht wie ein Logikfehler wirkt.
Hehe, ich weiß schon, was in der Kiste ist. Ich glaube, das erwartet keiner. Aber du hast schon recht, an sich ist das nicht so wichtig.
Es freut mich, dass dir das Kapitel gefallen hat. Erinnert mich daran, dass ich mal das nächste posten sollte. Ich weiß immer nicht, welche Zeitabstände da angebracht sind, weil ich ja so viel hab. ^^'
lg, Lia

Long live Rock n Roll. Icon_cool

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Beitrag #4 |

RE: Dead Man's Chest - Tag 2
Hallo Lia

Tag 2

Zitat:Meine Tante hatte in alle Nachbardörfer telefoniert, in denen sie jemanden kannte, meistens um jemanden zu bitten, wen zu bitten, wen zu bitten, nach einem jungen Mann namens Mikhail zu fragen, und immer erfolglos.
Das Telefon rückt es ein wenig in unsere Zeit, aber noch nicht in die Handyzeit. Eigentlich ... schade, zeitlos hätte es mir glaube ich besser gefallen.
Schön, dieses bitten, wen zu bitten.

Zitat:„Wir müssen warten“, versuchte mein Vater seine Schwägerin zu beruhigen. „Vielleicht ist er keinem begegnet, den wir angerufen haben, und schon auf dem Weg nach Hause.“
Deshalb angeheiratet. dritten, vierten, stimmt dann jedoch trotzdem nicht.
Warten, den Schmerz vertrösten, Hoffnung erzwingen.

Zitat:Meine Tante fragte nicht, warum Mikhail sich nicht von sich aus gemeldet hatte. Normalerweise rief er immer bei seinen engsten Verwandten an, wenn er auswärts unterwegs war und erst recht, wenn Grund zur Sorge um ihn bestand.
Wir akribisch sie erklären muss, wie sinnlos das ist.
Zitat:Auch war es unwahrscheinlich, dass er zu keinem Bekannten gegangen war. Aber seine Eltern wagten es nicht, zu zweifeln oder sich die Frage zu stellen, wie Mikhail es allein und ohne Geld nach Hause schaffen sollte. Mein Bruder und ich entschieden uns ebenfalls, unserem Vater zu glauben, und verbrachten den Tag am Busbahnhof, beobachteten stumm die Menschen, die aus allen möglichen Orten ankamen und mit großen Koffern und Reisetaschen beladen zu Schaltern hasteten oder von Freunden und Verwandten in Empfang genommen wurden.
Und dennoch glauben sie das unglaubhafte lieber als das unglaubliche, dass er sich umgebracht hat.
Und wie dann Menschen ankommen, Empfangen, heimgekehrt von Reisen. Schmerzhaft, die Wahl der Beobachtungen
Zitat:Ein Bus nach dem anderen kam an, und bei jedem hofften wir, dass sich unter den Passagieren ein gepäckloser junger Mann befinden würde, der inzwischen sehr müde sein musste und wahrscheinlich eine Dusche bitter nötig hatte.
gepäcklos, das Gepäck der zerbrochenen Liebe hinter sich gelassen.
Zitat:Selbst, wenn ein Bus nicht vom Meer kam, betrachteten wir die Aussteigenden genau, überprüften jeden Einzelnen danach, ob er nicht unser Vetter war.
Die Stille Verzweiflung dahinter. Gezeigt, ohne es betonen zu müssen

Zitat:Mikhail kam nicht. Er war nicht der Bettler mit der ähnlichen Stimme, welcher uns aufschrecken ließ, als er um eine kleine Spende bat und eine große bekam. Er war auch nicht das Kind mit demselben Namen, das von seiner Mutter gerufen wurde und nicht auf sie hören wollte, sondern sich lieber zwischen den Bussen versteckte.
Wie die Wahrnehmung einem streiche spielt, grausam.

Zitat:Nachdem wir auch unter den letzten Ankommenden kein bekanntes Gesicht gesehen hatten, gingen wir wieder nach Hause. Nachdem man Anastasia in den Sand geschleift hatte, hatte mein Bruder trotz einiger Proteste Mikhails Kiste und den Schlüssel dazu, den man unter der kleinen Bank im Boot entdeckt hatte, zu sich mitgenommen.
"die" bei Anastasia einsetzen?
Zitat:Er war nicht der Einzige, dem wieder eingefallen war, was Mikhail zu ihm gesagt hatte. Am Abend starrte er die Kiste mindestens eine Stunde lang mit dem Schlüssel in der Hand an, bis er es nicht mehr aushielt und einige Freunde und Bekannte zu sich einlud, um mit ihnen eine Flasche Rum zu leeren. Mikhails Lieblingsgetränk. Immer wenn er zum Rum griff, erfand er die spannendsten Geschichten. Meist handelten sie von Piraten und verborgenen Schätzen. Selbst ich setzte mich stets zu ihm und den anderen jungen Männern, um zuzuhören, obwohl fast jedes Mal irgendwann einer der besonders Betrunkenen begann, mich anzufassen. Es war mir unangenehm, bisher hatten Mikhail und mein Bruder mich jedoch immer beschützen können und verhindern können, dass Schlimmeres geschah.
Sonst wäre schlimmeres geschehen? Das erwartete sie wirklich und trotzdem geht sie da noch hin und ihre Verwandten sind noch mit solchen befreundet?
Vorschlag. einer der besonders Betrunkenen mir zu nahe rückte. Es war mir unangenehm, bisher hatten Mikhail und mein Bruder mich jedoch immer beschützen können und verhindert, dass jemand mich auch nur anfasste.

Zitat:Diesmal versuchte niemand, mich zu berühren. Mein Bruder wurde gefragt, ob er die Kiste bereits geöffnet hatte, worauf er unverhältnismäßig wütend reagierte.
unverhältnismäßig wütend, find ich doch etwas zuviel beamtendeutsch. Wieso nicht ganz ohne den Teil?

Zitat:„Natürlich nicht! Mikhail sagte mir, ich soll sie öffnen, wenn er tot ist.“ Daraufhin begann die Gruppe darüber zu spekulieren, was wohl in der Kiste sein mochte. Je mehr Rum aus der Flasche verschwand, desto abstruser wurden die Geschichten. Erst glaubte man, darin könnte Mikhails Testament sein, was für einen jungen und gesunden Mann jedoch ungewöhnlich war.
wäre.
Zitat:Dann meinten einige, Mikhail sei selbst ein Pirat und habe in der Kiste gestohlene Schätze versteckt, andere vermuteten eine Schatzkarte oder gar den Totenschädel eines toten Crewmitglieds.
Crew? Welche Crew? Das Wort ist doch arg modern anmutend und so herausstechend englisch. Ich würde etwas anderes wählen.
Zitat:Es juckte mich in den Fingern, die Kiste zu öffnen und nachzusehen, welche der Vermutungen nun stimmte, doch ich wagte es nicht. Ich fürchtete mich nicht vor dem womöglich grausigen Inhalt, obwohl ich im Rausch beinahe daran glaubte, dass ich einen Schädel oder Schlimmeres vorfinden würde.

Wo ist Ansatasia eigentlich? Ihr Schädel wäre so eine Vermutung ...
Zitat:Stattdessen verspürte ich eine irrationale Angst davor, dass das Öffnen der Kiste Mikhails Verschwinden zu etwas Endgültigem machen würde. Dass meine Entscheidung auf irgendeine Art und Weise beeinflussen könnte, was mit meinem Vetter passiert war. Natürlich war es dumm. Aber solange die Kiste zu war, konnte ich mich weiterhin der Illusion hingeben, dass nichts Schlimmes passiert war. Solange die Kiste zu war, war Mikhail noch am Leben.
Magisches denken, in der Furcht liegt eben die Hoffnung ihn dadurch am Leben zu erhalten. Sehr gut platziert und beschrieben. Man ist ganz bei ihr.

Eigentlich sollllllte ich schlafen.

Bis im nächsten Teil und liebe Grüße!

Gewinne und wünsch' dir ein Taschenbuch! Mrgreen

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Beitrag #5 |

RE: Dead Man's Chest - Tag 2
Hey Lia,

auf geht's im zweiten Teil. Kleiner Vorschlag zu Beginn: Verlinke doch die verschiedenen Teile untereinander! Es muss ja kein aufwändiges Menüfeld sein, aber ein kleines "Weiterlesen ..." oder Ähnliches mit Link auf den nächsten Teil der Geschichte würde das flüssige Durchlesen erleichtern. Icon_smile

Zitat:Selbst, wenn ein Bus nicht vom Meer kam, betrachteten wir die Aussteigenden genau, überprüften jeden Einzelnen danach, ob er nicht unser Vetter war.

Nur eine klitzekleine Kleinigkeit: ich finde die Formulierung hier ein wenig ungeschickt.

Vorschlag:
[...] prüften bei jedem Einzelnen, ob er nicht unser Vetter war.

Das ist allerdings reine Geschmackssache.

Zitat:Mikhail kam nicht. Er war nicht der Bettler mit der ähnlichen Stimme, welcher uns aufschrecken ließ, als er um eine kleine Spende bat und eine große bekam. Er war auch nicht das Kind mit demselben Namen, das von seiner Mutter gerufen wurde und nicht auf sie hören wollte, sondern sich lieber zwischen den Bussen versteckte.

Gerade diese Stelle veranschaulicht mMn sehr schön die Verzweiflung der Angehörigen.

Zitat:Aber solange die Kiste zu war, konnte ich mich weiterhin der Illusion hingeben, dass nichts Schlimmes passiert war. Solange die Kiste zu war, war Mikhail noch am Leben.

"zu war" ist ziemlich umgangssprachlich. Wie wäre es mit "geschlossen blieb"?

Mehr gibt es auch zu diesem Teil nicht an Anmerkungen. Du erzählst recht allgemein und vertiefst dich selten in einzelnen Details, aber bisher stört mich das nicht. Es liest sich wirklich angenehm.
Warum hast du eigentlich immer eine Leerzeile zwischen den Absätzen? Das bringt da eine Distanz hinein, die teilweise irgendwie fehl am Platz ist.

Bis zum nächsten Teil!

Liebe Grüße,
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #6 |

RE: Dead Man's Chest - Tag 2
Und weiter geht's. ^^

@Pfote

Zitat:Das Telefon rückt es ein wenig in unsere Zeit, aber noch nicht in die Handyzeit. Eigentlich ... schade, zeitlos hätte es mir glaube ich besser gefallen.
Schön, dieses bitten, wen zu bitten.

Stimmt irgendwie. Auch wenn es Telefone ja schon eine ganze Weile gibt. Ich habe beim Schreiben diese altmodischen Drehscheibentelefone im Kopf gehabt. Mrgreen
Ändern lässt sich das glaube ich nicht mehr, sonst fällt der ganze Absatz weg und ich mag dieses bitten, wen zu bitten eigentlich auch. Icon_confused Icon_ugly

Zitat:Wie die Wahrnehmung einem streiche spielt, grausam.

Vor allem ist es auch wieder unrealistisches Denken, zumindest das mit dem Kind. :P Immerhin ist Mikhail ja nicht zurück, nur weil jemand seinen Namen sagt. Freut mich, dass die Verzweiflung rüberkommt. ^^

Zitat:"die" bei Anastasia einsetzen?

Ist erledigt. An einer oder zwei Stellen habe ich den Artikel absichtlich weggelassen, weil die Erzählerin das Boot zum Teil personifziert, aber hier fehlte er einfach nur, weil ich beim Schreiben nicht wusste, dass man Bootsnamen mit Artikel schreibt. Jaa, ich das Meereskind. Icon_ugly Icon_lol

Zitat:Sonst wäre schlimmeres geschehen? Das erwartete sie wirklich und trotzdem geht sie da noch hin und ihre Verwandten sind noch mit solchen befreundet?
Vorschlag. einer der besonders Betrunkenen mir zu nahe rückte. Es war mir unangenehm, bisher hatten Mikhail und mein Bruder mich jedoch immer beschützen können und verhindert, dass jemand mich auch nur anfasste.

Okay, er Einwand ist eindeutig berechtigt. Habe ich entsprechend verändert. Es ist ja auch unangenehm genug, lüstern angegafft zu werden.
Es gibt aber einen Grund, warum sie trotzdem hinging. Icon_wink

Zitat:unverhältnismäßig wütend, find ich doch etwas zuviel beamtendeutsch. Wieso nicht ganz ohne den Teil?

Stimmt, klingt besser. Cпасибо. ^^

Zitat:Wo ist Ansatasia eigentlich? Ihr Schädel wäre so eine Vermutung ...

Och ... *pfeif*
Die ist ganz lebendig.
Öhm. Dazu komme ich später.

Zitat:Eigentlich sollllllte ich schlafen.

Das kenne ich. Icon_lachtot Auf mir lastet in der Hinsicht sowieso ein Fluch, und der nennt sich Smartphone. Und seit einiger Zeit auch endlich wieder Zeichenblock.


@rex noctis

Zitat:Nur eine klitzekleine Kleinigkeit: ich finde die Formulierung hier ein wenig ungeschickt.

Vorschlag:
[...] prüften bei jedem Einzelnen, ob er nicht unser Vetter war.

Das ist allerdings reine Geschmackssache.

Ich hab's mir auf jeden Fall gemerkt. Mir gefällt die Formulierung eigentlich, aber mit deinem Vorschlag könnte ich mich auch anfreunden ... mal wieder bin ich dankbar für die Editierfunktion. ^^

Zitat:Gerade diese Stelle veranschaulicht mMn sehr schön die Verzweiflung der Angehörigen.

Oh, noch jemand, der die Stelle mag. Danke. ^^ Das freut mich sehr. :D

Zitat:"zu war" ist ziemlich umgangssprachlich. Wie wäre es mit "geschlossen blieb"?

Mehr gibt es auch zu diesem Teil nicht an Anmerkungen. Du erzählst recht allgemein und vertiefst dich selten in einzelnen Details, aber bisher stört mich das nicht. Es liest sich wirklich angenehm.
Warum hast du eigentlich immer eine Leerzeile zwischen den Absätzen? Das bringt da eine Distanz hinein, die teilweise irgendwie fehl am Platz ist.

Ich habe es jetzt durch "geschlossen" ersetzt. Klingt m.M.n. noch etwas holprig, deshalb könnte es sein, dass ich es nochmal ändere, wenn mir was Besseres einfällt, aber naja, das ist wieder eine der Stellen, die ich mir noch ein Weilchen durch den Kopf gehen lasse. Ich sehe es mal als gutes Zeichen, dass ich bei den Feinheiten angelangt bin. ^^

Das mit den Leerzeilen ist reine Gewohnheit. Ich bin einen kleinen Abstand zwischen den Absätzen gewöhnt, sonst sehe ich immer so einen großen Textblock vor mir. Ich hoffe, es stört nicht zu arg, wenn ich bei der Gewohnheit bleibe. Smiley_emoticons_blush

Lg, Lia

Long live Rock n Roll. Icon_cool

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