Es ist: 23-09-2019, 00:35
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Kaffee
Beitrag #1 |

Kaffee
Kaffee

Wenn ich morgens halbtot in meinem Bettchen liege
Und mal wieder die reinste Krise kriege,
Wenn das penetrante Piepen meines Weckers erklingt
Und von allen Seiten in meine geschundenen Ohren dringt,
Dann gibt es nur einen Gedanken, der mich arme Seele
Vorantreibt, während ich mich durch den Morgen quäle.

Kaffee! Denke ich, während ich im Badezimmer stehe.
Kaffee ist in meinem Kopf, wenn ich zum Frühstückstisch gehe.
Kaffee ist mein Lebenssaft, der mich auf den Beinen hält.
Kaffee ist das Einzige, was mir am Montagmorgen gefällt.

Mich erwartet eine ganze Kanne frischer Bohnenkaffee.
Da wird mir warm ums Herz, wenn ich das himmlische Zeug nur seh‘.
Ich sprinte herbei, sobald ich Kaffee rieche.
Und das, obwohl ich mich sonst immer in meinem Zimmer verkrieche.
Wohlriechend, wohlschmeckend, macht die Kopfschmerzen weg.
Kaffee ist meine Religion, Kaffee ist einfach perfekt.

Drum kippe ich das Zeug auch literweise in mich hinein.
Cappuccino, Espresso, Latte, nur ohne Zucker muss es sein.
Sobald ich das das kleinste Bisschen Müdigkeit verspür
Muss auf der Stelle ein Becher Kaffee her.

Eine Stunde, zwei, fühle ich mich pudelwohl
Bevor ich wieder müde werde und mir den nächsten Kaffee hol‘.
Doch nun habe ich ein immer schlimmer werdendes Problem.
Denn trotz feinstem Espresso will der Kopfschmerz nicht weggeh’n.
In meiner Sucht habe ich diese Kleinigkeit wohl verpennt.
Eine Tragödie! Ich bin jetzt koffeinresistent!

Long live Rock n Roll. Icon_cool

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Beitrag #2 |

RE: Kaffee
Jo Lia

Fleißig fütterst du das Forum mit deinen Texten, also schau auch ich mal bei dir vorbei Icon_wink

Ich finde dein Gedicht richtig gelungen, jeder, der diese innige Liebe mit Kaffee teilt, wird dir wohl zustimmen und sich vor Schmerzen krümmen, sollte ihn dasselbe Schicksal von Koffeinresistenz ereilen. Du bedienst dich eines breitgefächerten Wortschatzes, was für eine lebhafte und mitreißende Stimmung sorgt und sogleich die Lust nach Kaffee weckt.^^

Nur zwei Baustellen haben sich mir am Text gezeigt: der großgeschriebene Zeilenanfang und die Satzzeichensetzung. 3. & 4. Strophe zerstückelst du förmlich durch deine Punktsetzung, während sich die erste Strophe mit überlangen Sätzen über die Zeilen zieht. Ein gesundes Maß wäre hier angebracht, damit das Text ausgewogener wird. Am Schluss verlierst du dann die richtige Kommasetzung etwas aus den Augen. Im Überblick merke ich dir die entsprechenden Stellen an.

Zitat:Wenn ich morgens halbtot in meinem Bettchen liege
Und mal wieder die reinste Krise kriege,
Wenn das penetrante Piepen meines Weckers erklingt
Und von allen Seiten in meine geschundenen Ohren dringt,
Dann gibt es nur einen Gedanken, der mich arme Seele
Vorantreibt, während ich mich durch den Morgen quäle.

Ich liebe Extreme und zelebriere schon manchmal die Launen einer Dramaqueen, darum hätte ich hier eher der mir arme Seele neue Hoffnung gibt geschrieben.

Zitat:Kaffee! Denke ich, während ich im Badezimmer stehe.
Kaffee ist in meinem Kopf, wenn ich zum Frühstückstisch gehe.
Kaffee ist mein Lebenssaft, der mich auf den Beinen hält.
Kaffee ist das Einzige, was mir am Montagmorgen gefällt.

Lebenselixier würde ich auch hier wählen, weil "Saft" fruchtiger klingt und "Lebenselixier" mal wieder so wunderbar theatralisch ist. ^^

Zitat:Mich erwartet eine ganze Kanne frischer Bohnenkaffee.
Da wird mir warm ums Herz, wenn ich das himmlische Zeug nur seh‘.
Ich sprinte herbei, sobald ich Kaffee rieche.
Und das, obwohl ich mich sonst immer in meinem Zimmer verkrieche.
Wohlriechend, wohlschmeckend, macht die Kopfschmerzen weg.
Kaffee ist meine Religion, Kaffee ist einfach perfekt.

Zumindest den Satz mit "und" würde ich verknüpfen, aber auch der erste Satz würde sich mit dem zweiten in einem Satz gut tun.
Die letzten beiden Zeilen würde ich entweder mit einem "-" oder ":" versehen. Zu viele Punkte in einem Vers machen sich nicht schön.

Zitat:Drum kippe ich das Zeug auch literweise in mich hinein.
Cappuccino, Espresso, Latte, nur ohne Zucker muss es sein.
Sobald ich das das kleinste Bisschen Müdigkeit verspür,
Muss auf der Stelle ein Becher Kaffee her.

Zitat:Eine Stunde, zwei, fühle ich mich pudelwohl,
Bevor ich wieder müde werde und mir den nächsten Kaffee hol‘.
Doch nun habe ich ein immer schlimmer werdendes Problem.
Denn trotz feinstem Espresso will der Kopfschmerz nicht weggeh’n.
In meiner Sucht habe ich diese Kleinigkeit wohl verpennt.
Eine Tragödie! Ich bin jetzt koffeinresistent!

"maximal zwei" würde wieder um einen Tick theatralischer wirken.^^
Die nächsten zwei Sätze würde ich wieder verknüpfen.
Auch vor der letzten Zeile würde ich wieder ein "-" oder ":" machen.

Joah, wie gesagt, ein ziemlich treffend formuliertes Gedicht, das Schwung und Elan hat, der dem Erzähler zuletzt leider fehlt. Icon_ugly Den Zeilenanfang würde ich - sofern kein neuer Satz beginnt - klein schreiben, die Satzzeichen noch etwas überarbeiten und ein Schuss mehr Dramatik schadet auch nicht. Ansonsten ein sehr schönes Gedicht.Icon_smile

LG

Eine kleine Sniffu-Dröhnung

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