Es ist: 20-10-2021, 23:45
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Fragen, Probleme, absolute Ratlosigkeit?
Beitrag #81 |

RE: Fragen, Probleme, absolute Ratlosigkeit?
Hallo Adsartha,
Verben, die ich am häufigsten verwende sind jegliche Form von "sein", "werden" oder andere Hilfsverben. Ich weiß auch nicht, wieso ich es so oft verwende. Deshalb wird es schnell monoton. Mein Lehrer betitelt es immer mit einer "einfachen Verbwahl".
Es muss nicht spezifisch um Interpretationen gehen. Die Aufsätze bestehen ja noch aus mehr.

Beispiele (Ich schreibe sie mal 1 zu 1 vom Aufsatz ab, auch wenn ich mich für solche Sätze eigentlich schämen muss):
Zitat:Ein Freund ist jemand, der für einen da ist und dem man gerne seine Probleme anvertraut, weil man weiß, dass er einem hilft.
Ich weiß auch nicht wie ich solche Sätze vermeiden kann. Beim Schreiben fällt es mir irgendwie nicht auf, dass ich einen solchen Mist schreibe^^

Zitat:Auch wenn man ihn schon lange nicht gesehen hat, kann man sich auf ihn verlassen.

Zitat:Deshalb muss man weiter an seinem digitalen Ich arbeiten

Zitat:Auf das Bild der Stäbe wird in der ersten Srophe viel Wert gelegt. Dies wird durch den Stabreim in Vers 3 und durch...

MfG
Dramweida

"I'm Logan Thackeray. I protect those who are mine."
"I'm Rytlock Brimstone. I kill those who aren't."
Guild Wars 2 - Edge of Destiny

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Beitrag #82 |

RE: Fragen, Probleme, absolute Ratlosigkeit?
Okay, das ist schwierig. Icon_wink
Zuerst einmal, zähle doch einfach die "mans", während des Schreibens. Zu deinen Beispielen:

Zitat:Ein Freund ist jemand, der für einen da ist und dem man gerne seine Probleme anvertraut, weil man weiß, dass er einem hilft.
-- Freunde sind immer füreinander da. Sie vertrauen sich Probleme an, helfen einander ...

Zitat:Auch wenn man ihn schon lange nicht gesehen hat, kann man sich auf ihn verlassen.
-- Auch wenn sie einander über längere Zeit nicht gesehen haben.

Zitat:Deshalb muss man weiter an seinem digitalen Ich arbeiten
-- Hier fehlt mir der Zusammenhang. Ab und an ist es notwendig, an seinem digitalen Ich zu arbeiten.

Zitat:Auf das Bild der Stäbe wird in der ersten Srophe viel Wert gelegt. Dies wird durch den Stabreim in Vers 3 und durch...
-- Der Autor legt auf das Bild der Stäbe großen Wert. Deutlich wird dies durch .../ Verdeutlichen tun dies .../ Vers 3 macht dies deutlich/
wahlweise statt verdeutlichen, mal hier schauen:

http://synonyme.woxikon.de/synonyme/verdeutlichen.php

Meine Empfehlung, testweise zu Hause üben. Verben und ihre Synonyme nachschlagen und in deren Verwendung und Satzstellungen üben. Das prägt sich dann ein und wird automatisch abgerufen in der Prüfung. Icon_wink

LG
Addi

"I wish a car would just come and fucking hit me!"
"Want me to hail a cab?"
"No, I'm talking bus!"  (The four faced liar)

Da baumelt die kleine Doktorspinne in ihrem Seidenreich und träumt von ihren Silberfäden.
[Bild: riverdance.gif]

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Beitrag #83 |

RE: Fragen, Probleme, absolute Ratlosigkeit?
Hi Leute,

Ich hätte eine kleine Frage bezüglich Formatierung, und zwar:
Gibt es eigentlich eine Regel, wann man auf einer neuen Zeile weiterschreiben muss (also Eingabetaste bestätigen) und wann man auf der selben Zeile weiterschreiben sollte.
Ich frage, weil mir meine Texte oftmals etwas zusammengedrückt vorkommen aber ich nicht weiss, wann ich den Text auf einer neuen Zeile weiterführen soll.
Gibt es da irgend eine Regel oder Leitlinien?

Vielen Dank schonmal im Voraus!





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Beitrag #84 |

RE: Fragen, Probleme, absolute Ratlosigkeit?
Hallo Elia.

Da ich in letzter Zeit solche Formatsachen bemängelt habe, möchte ich darauf antworten.
Vorweg: ich keine persönlich keine Regel diesbezüglich, aber man darf mich auch nicht als Maßstab oder sonstiges nehmen. (Sogenanntes Diktat des Bauchgefühls.)

Also, *hust* ich kann nix und schreib einfach so, wie ich es für richtig/passend/angemessen halte.

Ich mache es meistens dann, wenn die Perspektive sich innerhalb einer Szene ändert. Oder wenn beispielsweise eine Beschreibung endet und eine neue beginnt - innerhalb einer Szene.
(Beispiele dafür wären bei Dialogen, dass von Sprecher 1 zu 2 gewechselt wird. Oder aber bei Beschreibungen - konkret: Haus - zuerst die Details des Daches - Einbau eines Vergleiches/Gedankensatzes des Betrachters - danach kommt die Fassade - Einschub: sieht ja ziemlich graffitiverseucht aus - Türen und Fenster - Na, da bleibt der Schimmel ja gerne zu Besuch - undsoweiter undsofort.)

Szenen selbst grenze ich durch Leerzeilen voneinander ab - besonders, wenn zwischen Szene 1 und 2 eine gewisse Zeitstrecke liegt.

In einer neuen Zeile lasse ich generell jeden gesprochenen Satz eines Darstellers beginnen - es sei denn, er wird fortgesetzt. Also so:

"Hömma Junge", sagte Bertie zu Spencer, "lass ma' datt olle Grillzeuch rübawachs'n! Oda glaubse, datte hia alleine biss'?"
Spencer griff nach dem Kohlensack und warf ihn zu Bertie hinüber.
"Samma, seh' ich etwa so aus, wie sonnen Laibeigna?" Das Zischen war unüberhörbar. "Mach fettich da, sonst komm' ich Dia gleich bei, Mensch Kerr'!"


Dadurch finde ich, werden die Sprecher gut voneinander abgegrenzt und die Augen des Lesers erkennen die Struktur des Textes und können nahtlos folgen.
Mit anderen Worten: ein Text wie eine Landkarte. Icon_wink

Wenn Fragen, weiterfragen. Icon_wink

LGD.


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Beitrag #85 |

RE: Fragen, Probleme, absolute Ratlosigkeit?
Huhu, Elia!

Also, Regeln habe ich da auch nicht - Es wird nur ein gutes Bauchgefühl oder Intuition benötigt.
Mir sagen auch andauernd Freunde, ich soll mehr Absätze machenMrgreen

Um Dread' da zu ergänzen, neben Absätzen zwischen zwei Beschreibungen und bei wörtlichen Reden mache ich auch häufig welche, wenn Gedanken des Protagonisten wiedergegeben werden.
Also, z.B.:

,weil er vor lauter Vorfreude die Hände verkrampfte.
Endlich!
Die Auszeichnung des Königs - Ihm verliehen! Der Elf konnte sich bei diesem Gedanken ein Grinsens kaum verkneifen.
Und doch war der Weg weit gewesen.


Und da sieht man am Ende auch noch gleich das andere Mal, wenn es einen Zeitlichen Sprung gibt. Rückblenden etz.

Es kommt also auf den Inhalt an! Überall, wo es einen Bruch gibt, könnte man meist einmal Eingabetaste drücken (;

lg
sandy

Mit Worten kann man die Welt aus den Angeln hebeln

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Beitrag #86 |

RE: Fragen, Probleme, absolute Ratlosigkeit?
super, vielen Dank Dreadnoughts und Sandy!
Ihr habt mir einiges weitergeholfen.

Ist also mehr so ein Bauchgefühl als dass es eine feste Regel dazu geben würde. Gut zu wissen.





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Beitrag #87 |

RE: Fragen, Probleme, absolute Ratlosigkeit?
Hey Elia,

ich schließe mich dem "Keine Regeln - setzen nach Bauchgefühl" meiner Vorsprecher an. Beim Sprecherwechsel in der wörtlichen Rede, dem stimme ich auch zu, sollte unbedingt ein Absatz gemacht werden.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass ein neuer Absatz beginnt, sobald ein neuer Gedanke im Text auftaucht. Gedanke allerdings nicht bezogen auf einen Gedankengang des Protagonisten, sondern auf den Inhalt des Textes:

Bsp:
Das Wetter war in den letzten Tagen schrecklich gewesen, aber inzwischen traute sich die Sonne wieder hervor. [ABSATZ]
Genüsslich wandte Erik sein Gesicht der Wärme entgegen.

Erklärung:
Der erste (Ab-)Satz / Gedanke beschreibt das Wetter, der zweite beschreibt die Aktion einer Figur. Ist natürlich jetzt stark gekürzt, aber prinzipiell kann man an solchen Stellen einen Absatz gut einbauen. Oder auch wenn sich der Fokus zwischen zwei Personen verlagert, also erst beschrieben wird, was Person A tut und dann die Reaktion von Person B.

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #88 |

RE: Fragen, Probleme, absolute Ratlosigkeit?
Danke für die Erkärung Lanna Icon_smile

Leider hab ich schon das nächste Problem (ich weiss, ich bin ein richtiger Problemhaufen ^^ )

Wenn man im epischen Präteritum schreibt, in welcher Zeitform muss man dann ein Ereignis erzählen, dass schon geschehen ist? Perfekt? Plusquamperfekt? Oder kann man es im Präteritum lassen? Ich hab echt ein riesen Problem mit den Zeitformen.

Also mal das Beispiel. (unterstrichen die Verformen, mit denen ich Probleme habe)

Zitat:Unweigerlich fragte sich Paul, wie das Leben auf der Erde dazumal ausgesehen hat. Gab es auch Fast Food, Frauenparkplätze und Sonnenschutzcreme, oder brauchte man solche Dinge früher nicht?

aussah, ausgesehen hat oder ausgesehen hatte?
gab, hat.. gegeben oder hatte.. gegeben?
brauchte, hat.. gebraucht oder hatte .. gebraucht?

Ich krieg voll die Krise Icon_panik

Ich würde mich natürlich auch schon mit einem Link zufrieden geben, der die Theorie erklärt. Dann könnte ich es selbst duchlesen und das Problem lösen. Aber leider hab ich bis jetzt noch nichts brauchbares gefunden.
Bin für jede Hilfe Dankbar!

Elia.





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Beitrag #89 |

RE: Fragen, Probleme, absolute Ratlosigkeit?
Hi Elia,
das ist ein schwieriger Fall, weil deine Verben fast alle Bezüge zum Jetztzustand haben und daher nicht wirklich abgeschlossen sind. Versuchen wir es mal mit dem Präsens:

Zitat:Unweigerlich fragt sich Paul, wie das Leben damals ausgesehen hat. Gab es damals bereits Fast Food, Frauenparkplätze und Sonnenschutzcreme, oder brauchte man solche Dinge früher nicht.


So würde der Satz aussehen, wenn ich ihn mir als Gedanken im Jetzt überlege. In der Theorie müsste nun jedes Verb eines nach hinten (zeitformbezogen).

Also rein aus dem Bauch müsste es so aussehen:

Zitat:Unweigerlich fragte sich Paul, wie das Leben auf der Erde dazumal ausgesehen hatte. Hatte es auch Fast Food, Frauenparkplätze und Sonnenschutzcreme gegeben, oder hatte man solche Dinge früher nicht benötigt?

Nun stehen da arg viele "hatte", also stellen wir etwas um:

Zitat:Unweigerlich fragte sich Paul, wie das Leben auf der Erde damals ausgesehen hatte. Waren Fast Food, Frauenparkplätze und Sonnenschutzcreme bereits so präsent wie heute, oder hatte man solche Dinge früher nicht benötigt?

Wobei "benötigt" für Frauenparkplätze wohl etwas hoch gegriffen ist. Icon_wink

LG
Addi

PS: Grundsätzlich gilt bei Geschichten im Präteritum das man für frühere Ereignisse die Vorvergangenheit verwendet, auf schlau das Plusquamperfekt.

Hier mal ein Link, die ich sehr hilfreich finde.

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Beitrag #90 |

RE: Fragen, Probleme, absolute Ratlosigkeit?
Hi Addi,

vielen Dank für deine Mühe!
Der Link ist auf jeden Fall schonmal sehr hilfreich, und über deine Erklärung habe ich mich echt gefreut.

Kann das ganze jetzt schon etwas geordneter in meinem Kopf ansehen.

Macht Sinn, dass man schon geschehen Ereignisse in der Vorvergangenheit schreibt, wenn die aktuelle Handlung im Präteritum steht.

Nur wozu bräuchte man in einer Präteritum Geschichte das Perfekt?
Nur in der direkten Rede?

Nochmals vielen Dank Addi, du hast was gut bei mir Icon_smile





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