Es ist: 28-03-2020, 22:27
Es ist: 28-03-2020, 22:27 Hallo, Gast! (Registrieren)

Aktuell befinden wir uns im Umbau. Sollte also etwas seltsam aussehen, sind wir gerade bei der Arbeit und strukturieren die Foren neu :)

Der König der Nacht (1.2)
Beitrag #1 |

Der König der Nacht (1.2)
Der Hubschrauber donnerte über das Schiff hinweg.
Ronald konnte aus dem Augenwinkel erkennen, dass zwei Personen auf der Brückennock standen und ihnen hinterher sahen.
"Wir müssen weiter in den Süden", meinte er. "Oldenburg, Aurich, Bremen."
Winnie nickte nur und beobachtete, die blinkende Tankanzeige, die bereits auf dem Rückflug angesprungen war.
"Scheint diesmal wohl wirklich knapp zu werden."
"Ist es das nicht immer?"
Wangerooge hatte die Form eines Seepferdchens, vom dem aber gerade nur einige Umrissel zu sehen war. Das Westdorf (genannt 'Westen') verschmolz beinahe mit der Nacht. Viel war nicht zu erkennen, außer die beiden massiven Türme, die immer noch steil in die Nacht hineinragten: der alte Westturm mit seinen dunklen Mauern und der leblose Leuchtturm, dessen verblasste Farbkombination aus Rot und Weiß deutlicher hervorstach. Ansonsten schlich die Nacht durch die Gassen.
"Sind wohl alle im Rathaus", meinte Winnie.
"Ist heute ein besonderer Tag?"
"Muss wohl", antwortete der Co-Pilot. "Ansonsten haben sie wohl die Gremlins überrannt."
Ronald seufzte.
"Ich finde das immer noch eine unpassende Namenswahl", sagte er und ließ seinen Blick weiter nach rechts wandern. Östlich vom Westdorf waren die Bauernhöfe. Mehr erahnt, als tatsächlich gesehen. Weiter in der Mitte der Insel das Hauptdorf, das ebenfalls beinahe wie ausgestorben wirkte. Wenigstens konnte man in einigen Häusern den schwachen Schein von Kerzenlichtern sehen. Manche Kamine spien ihren wüsten Rauch aus dem Schornstein in den windigen Himmel.
Einzig das Rathaus war hell erleuchtet.
"Irgendwie passt es aber", sagte Winnie und wollte gerade zu einer Begründung ansetzen, als Ronald den Kopf schüttelte.
"Nicht jetzt." Er lenkte den Hubschrauber über die Häuser weiter nach Osten, folgte den schmalen Gleisen, die aus dem Dorf führten. Sie selbst waren nur kleine Pinselstriche, schwarz und fein gezeichnet. Viel klarer zu erkennen waren dagegen die Schatten der neugebauten kleinen Häuschen am östlichen Ende des Flugplatzes. Der Tower - und auch das alte verblichene Schild mit 'Wangerooge Flughafen', was in Ronalds Augen immer noch ein Witz darstellte - und der Landepunkt mit dem H waren dagegen beleuchtet.
"Sagt mal Jungs", rief eine ältere - und brummige - Stimme aus dem Kopfhörer. "Fliegt ihr mit Liebe? Ist müsstet eigentlich schon komplett trocken sein!"
"Wie kommst Du denn auf Liebe, Otto?", fragte Winnie und lachte. "Dass Du ein solches Wort in den Mund nehmen kannst - faszinierend."
"Komm Du mir auf den Boden ..."
"Geht gleich los", sagte Ronald, als er backbords an seinem Co-Piloten vorbei aus dem Fenster schaute und den grauen Strand hinter der bewachsenen Düne sah. Das Meer brandete nicht mehr an, sondern zog sich auch dort langsam zurück. Doch es war nicht so sehr das Fehlen von Strandkörben - die selbst damals zur Sturmsaison schon längst weggebracht worden waren - sondern einfach nur ein Gefühl.
Ein ungutes Gefühl.
Er drückte den Steuerknüppel nach links und der Hubschrauber wuchtete seinen massiven Körper knurrend in die gewünschte Richtung.
"Was wird das?", fragte Winnie.
"Schalte die vorderen Scheinwerfer ein."
Sein Co-Pilot schaute ihn fragend an, griff dann nach oben zu den Kippschaltern und schnippte einen davon zur Seite.
"An."
Ein gleißender Strahl schoss unter der Kanzel hervor und zerteile wie ein Lichtschwert die Nacht. Im hellen Kegel, der mit dem Hubschrauber über den Strand wanderte, war nur Sand zu sehen - diesmal nicht grau, sondern so hell, wie auf einem Wüstenplaneten.
"Suchst Du Deine verlorene Unschuld?", fragte Winnie und lachte. Als er sah, dass das Gesicht des Piloten versteinert blieb, schlug er ihm mit der Hand gegen das linke Bein. "Das war ein Scherz, meine Güte!"
"Ich mache mir um euch bestimmt keine Sorgen", ertönte plötzlich wieder Ottos Stimme, "aber ich hätte gerne meine Lady wieder sicher auf dem Boden."
"Deine Lady?", fragte Winnie. "Gewagte These."
"Ihr dürft sie fliegen, das ist alles."
"Leute!", unterbrach sie Ronald, hob gebieterisch seine Hand und zeigte dann triumphierend auf einen Punkt vor ihnen. "Mein Gefühl, Mann."
Sein Co-Pilot folgte dem Finger und einige Sekunden später tauchte im Lichtkegel ein kleiner Berg von Trümmerstücken auf.
Verbogene rote Plastikteile, die aussahen, wie von einem Rettungsboot. Teilweise angebrannt oder zerfetzt. Haufenweise massive Holzkanten, die zur Ladungssicherung eines Frachtschiffes gehören mussten. Dazu noch einige Plastikfässer, die nicht sehr tief im Sand lagen.
"Vielleicht ist ja was Brauchbares für uns dabei", rief Ronald und grinste, als er die Sprechtaste drückte. "Otto? Wrackteile am Nordstrand. Schick jemanden hin, der sich das anschaut."
"Wrackteile?", fragte Otto. "Von einem Schiff? Hab ich das richtig verstanden?"
"Jepp. Sieht so aus." Ronald tippte Winnie ans Bein, der staunend hinunter auf den Strand
starrte. "Was ist?"
"Da draußen gibt es noch Schiffe?"

***

Der silberne X5 war alt, an manchen Stellen verbeult, aber immer noch fahrtauglich. Zum Glück für die Insel hatten die Eisenacher Motorenwerke ihren EMW beinahe vorsorglich so gebaut, dass er auch die schlimmsten Zeiten überdauern konnte. Ob sie das dabei tatsächlich geahnt hatten, wusste keiner der beiden Insassen, die unterschiedlicher nicht sein konnten.
Der eine war gelangweilt. Der andere völlig entspannt.
Der Gelangweilte trug eine dicke graue Weste über einen (ebenfalls grauen) Kaputzenpulli, saß auf dem Beifahrersitz und schaute sich das ausgestorbene Westdorf im Regen hinter den Scheiben an. Der Entspannte hatte sich trotz des Wetters für eine schwarze (abgegriffene) Lederjacke entschieden. Er war meistens ruhig, während er den SUV im gemäßigten Tempo durch die leblosen Gassen lenkte. Nur vereinzelt konnte man den Schein von Kerzenlichtern oder glimmendes Kaminfeuer sehen. Manchmal huschte auch eine Frau mit einem eingewickelten Baby am Fenster vorbei.
"Wir könnten eine Menge Sprit sparen", brummte der Beifahrer, der (wenn er es wollte) auf den Namen Hikaru Onu hörte, "wenn wir diese Fahrten nicht mehr machen müssten." Nach einer Pause fügte er noch ein "Weiß sowieso nicht, warum wir das machen" hinzu.
Der Fahrer antwortete nicht, sondern lenkte die Scheinwerferkegel weiter an den verschlafenen Häuserfronten vorbei durch die Nacht.
Hikaru drehte sich zu ihm um.
"Ignorierst Du alle Menschen, Pfaffe?"
"Diese Fahrten sind notwendig", sagte der Angesprochene, der tatsächlich Pfarrer war, auch wenn der Name 'Murdock' (den Vornamen hatte er nie verraten) nicht zwingend darauf schließen ließ.
"Und wieso? Es kann keiner auf die Insel, außer mit dem Hubschrauber."
"Man kann nie wissen."
Hikaru verzog den Mund.
"Man kann nie wissen", äffte er Murdock nach. "Dann frage ich mich, warum wir keine Knarren haben."
"Wir haben keine, weil ich keine brauche", antwortete der Pfarrer. "Und Du kannst nicht damit umgehen." Und bevor der Japaner zu einer Entgegnung ansetzen konnte, schaute er ihn kurz vom Fahrersitz aus an. "Außerdem glaube ich nicht, dass es dir darum geht - du willst einfach nur nach Hause, oder?"
"Das auch."
Murdock lenkte den Wagen langsam über den Weg nach Osten, der das West- mit dem Hauptdorf verband. Links von ihnen türmte sich die hohe Düne zum Strand auf. Rechts waren Krater, in denen Bäume versuchten nach oben zu wachsen. Seit einigen Jahren stagnierten sie, als hätte die Zeit das Leben angehalten. Oder die Sonne, die nicht mehr so oft hinunter schaute.
"Das Leben ist nie gradlinig", meinte Murdock. "Es überrascht immer wieder aufs Neue. Vor allem sucht es sich seinen ganz eigenen Weg, den man nie vorhersehen kann."
Hikaru schüttelte den Kopf.
"Ist das wieder eine deiner Weisheiten? Oder steht das irgendwo in der Bibel?"
"Das diktiert das Leben selbst, mein Sohn."
Der Japaner hob die Hand.
"Bitte verschone mich damit", stöhnte er. "Ich bin kein Schäfchen aus deiner Herde."
"Auch du wirst irgendwann in meiner Kirche stehen und Gott um Verzeihung bitten wollen."
"Seit wann kannst Du in die Zukunft schauen?"
"Das vielleicht nicht ...
"Na siehste."
"... aber Gottes Zorn wird uns alle treffen. Früher oder später."
Der Regen, der eben noch gegen die Frontscheibe geprasselt war, verschwand. Dafür zuckten jetzt Blitze durch die dunkle Nacht und beleuchteten Teile der Wolkengehirne immer für einen kurzen Moment.
Hikaru nahm davon keine Notiz, sondern drehte sich mit finsterem Gesichtsausdruck zum Fahrer um.
"Versuchst Du witzig zu sein?"
"Würde ich mir Gott gegenüber nie erlauben."
"Dann verrate mir mal: Wieso sind wir hier auf dieser verfluchten Insel? Ist das nicht Gefängnis genug?"
"Du solltest D-"
Hikaru unterbrach ihn wieder mit einer gebieterisch erhobenen Hand.
"Nein, hör mal bitte für einen Moment auf mit dem Scheiß. Und sag mal ehrlich: Ist das hier nicht Strafe genug?"
Die alten behelfsmäßig erbauten Häuschen am Rand des Hauptdorfes tauchten vor der Windschutzscheibe auf. Leer, verlassen und von vielen Stürmen beinahe auseinander gerissen. Eigentlich waren es mehr Hütten, als Häuschen. Und es waren auch nicht mehr viele, denn der Abbruch ging schnell voran. Denn die Hölzer und anderen Materialien wurden für den Eisenbahndamm, der zwischen Wangerooge und Spiekeroog errichtet wurde dringend gebraucht.
Murdocks Gesicht blieb ausdruckslos, aber vertraute Menschen wie Hikaru (obwohl er sich nie dazuzählen würde) wussten, dass es dahinter am Arbeiten war.
"Das hier ist eine Prüfung", antwortete der Pfarrer und nickte mehr sich selbst zu, als seinem Beifahrer.
"Eine Prüfung?"
"Ja."
Hikaru schaut ihn fassungslos an, dann tippte er sich mit dem Finger an die Schläfe.
"Da ist irgendwas bei Dir kaputt gegangen."
"Bei mir ist alles in Ordnung."
"Hast Du vergessen, was passiert ist? Oder war das nur eine Vorprüfung zur Hauptprüfung?"
"Nun ..." Murdock brach ab und presste die Lippen aufeinander.
"Da fehlen dir die Worte." Der Hauch eines Triumphes huschte über das Gesicht des Japaners. "Dem großen Mann fehlen echt die Worte." Er atmete erleichtert ein und aus. "Das ich das noch erleben darf."
Murdock schaute den Japaner von der Seite an. In seinem Blick war kein Entrüsten oder Bedauern, sondern einfach nichts.
"Wenn du es so sehen willst, wurden wir bereits geprüft, ja."
"Und warum dann noch eine Prüfung?"
Ein Rauschen schob sich durch das Fahrzeuginnere. Statische Verzerrung.
"Weil wir versagt haben", antwortete Murdock.
Hikaru grinste und schüttelte den Kopf.
"Nicht wir, sondern nur Du", sagte er und zeigte auf den Pfarrer. "Du als Vertreter Gottes hast versagt." Er wandte seinen Blick wieder auf die Welt hinter der Beifahrerscheibe und murmelte leise: "Vielleicht sollten wir Johann zum Stellvertreter erklären ..."
Murdock ignorierte den letzten Satz, griff nach dem Funksprechgerät und drückte auf die Sprechtaste.
"Otto? Bist Du das?"
"Den Gesandten Gottes persönlich am Gerät", tönte Ottos verzerrtes Brummen aus den Lautsprechern. "Das ich das noch erleben darf."
"Nicht Du auch noch." Murdock seufzte. "Was gibts denn?"
"Ronald McDonald und Winnie the Puh haben am Strand was gefunden."
"Was meinst Du mit was?"
"Wrackteile." Otto machte eine Pause (oder das Funkgerät hatte wieder keine Lust, was öfter vorkam), bevor er fortfuhr. "Da hats wohl ein Schiff vor der Küste erwischt."
Stille, nur unterbrochen vom Rauschen und Ottos Frage.
"Seid ihr noch da?"

***

Einige Zeit später, nachdem einige Kilometer Sand von den Rädern des SUV mehrmals durcheinander gewirbelt worden war, hielt der EMW am Strand.
Das Meer war gerade ruhig.
Nur kleine Zungen brandeten leicht an, zogen sich aber mehr zurück, als dass sie die Insel auffressen wollten.
Im Scheinwerferlicht lagen die Wrackteile. Verbogenes, teilweise zerfetztes Plastik. Scheinbar von der Bordwand eines Rettungsbootes. Viele Kanthölzer, beinahe so groß wie ein ausgewachsener Mensch. Daneben Kunststofffässer, die nicht sehr tief im Sand lagen.
Die beiden Autotüren öffneten sich und die zwei Männer stiegen aus. Und zum ersten Mal konnte man im Scheinwerferlicht sehen, dass sie trotzdem eine Gemeinsamkeit aufwiesen: beide trugen schwarze Arbeitshosen und schwarze Stiefel.
"Otto hatte Recht." Der Pfarrer hielt eine Stabtaschenlampe in der Hand, mit der auf die Trümmer leuchtete. "Da hat es jemanden übel getroffen."
Hikaru ging zu einem der zerfetzten Bordwandreste, hockte sich hin und schaute sie sich genauer an.
"Krass", murmelte er, dann schnüffelte er vorsichtig daran. "Feuer. Aber mit einer solchen Wirkung?"
"Vielleicht eine Explosion?"
Hikaru schüttelte den Kopf.
"Dann sähe das Teil anders aus", antwortete er. "Ich tippe auf Leuchtgranaten, die gleichzeitig abgefackelt sind." Er erhob sich schaute sich um. "War wahrscheinlich tatsächlich ein Rettungsboot."
Murdock war an ihm vorbei zu den Kanthölzern gegangen, die wild übereinander lagen.
"Hm", meinte er und ließ den Strahl der Taschenlampe darüber hinweggleiten, bis er plötzlich zusammenzuckte. Hektisch beugte er sich vor, ging in die Knie und leuchtete direkt in den Kantholz-Berg hinein. "Hikaru? Kommst Du mal?"
Der Japaner machte große Augen.
"Wow, hast Du endlich mal meinen Namen ben-?"
"Da liegt jemand!"
Wie ein Messerstich ins Herz fühlte es sich an, als der Pfarrer das sagte. Und für einen Moment konnte Hikaru sich tatsächlich nicht bewegen. Stillstand - zum Glück galt das nicht für sein Herz und die Lungen.
"Brauchst Du eine Extra-Einladung?", rief Murdock, legte die Lampe in den Sand - aber so, dass das Licht immer noch in den Berg aus Trümmern hineinleuchtete - und griff nach dem ersten Holzstück.
Hikaru ging schweren Schrittes zu dem Pfarrer. Gemeinsam wuchteten sie eins nach dem anderen hoch und legten es zur Seite.
Und dann sahen sie es.
Eine Gestalt.
"Scheiße", flüsterte Hikaru. "Gott verflucht nochmal ..."
"Hey!"
"Schon gut, war nicht so gemeint."
Letztendlich konnten sie es beide nicht glauben, dass da ein Unbekannter lag. Von Größe und Breite her ein Mann, auch wenn dieser dafür sehr groß und sehr breit gebaut war.
Vielleicht lag das aber auch an der Kleidung. Der Mann trug eine dunkle gefütterte Jacke, eine Hose mit Beintaschen und Stiefel. Er lag mit dem Gesicht voran im Sand. Bewegungslos.
Atmung nicht erkennbar.
Während Murdock noch hechelte, ging der Japaner zum X5 zurück, öffnete die Heckklappe und nahm eine schwere Schaufel heraus. Damit bewaffnet näherte er sich dem Fremden. Ganz langsam, bis er neben ihm zum Stehen kamen.
"Willst Du ihm den Schädel einschlagen?", fragte Murdock.
"Abschlagen", antwortete Hikaru und sein Gesicht blieb todernst. "Was dagegen?"
Murdock schüttelte den Kopf, hockte sich neben den Unbekannten hin und rüttelte vorsichtig an dessen Schultern. Keine Reaktion.
"Hilf mir mal", sagte er zum Japaner.
"Was soll das werden?"
"Ich will sein Gesicht sehen."
"Glaubst Du etwa, dass das Jesus ist?"
"Jetzt versuchst Du witzig zu sein?" Murdock rollte mit den Augen. "Komm."
Nach einem Moment nickte Hikaru, dann drehten sie den massiven Körper des Fremden auf den Rücken. Der Pfarrer nahm die Lampe, hob vorsichtig eines der Augenlider des hünenhaften Mannes. Sie waren nach unten gerichtet. Dann legte er seinen Kopf quer auf dessen Brust und horchte.
"Er atmet", sagte Murdock. "Aber sehr schwach."
"Wie schön."
Der Pfarrer leuchtete auf die dicke Jacke des Hünen, sah sich sein lebloses Gesicht an, während der Blick weiter nach unten wanderte.
"Seine Sachen sind nass", murmelte er. "Die Haut sieht völlig normal aus." Er zeigte auf eine Stelle am rechten Hosenbein, die zerrissen und verkrustet war. "Aber das ist nicht gut."
"Bitte sags nicht ..."
Murdock stand auf und nickte.
"Wir bringen ihn zu Al."
"Wir sollten ihn zurück ins Meer schmei-"
Murdock drehte sich zu Hikaru um, packte ihn plötzlich am Kragen und zog das Gesicht des Japaners bis zu seinem.
"Ich sags nicht nochmal", zischte der Pfarrer, in dessen Gesicht immer noch kein Gefühlsausbruch zu beobachten war.
Hikaru war völlig überrascht. Er verharrte reglos, war zum ersten Mal in seinem Leben überrumpelt und suchte händeringend nach seiner Sprache - die auch dann nicht wiederkam, als der Pfarrer ihn nach einigen Sekunden losließ, als hätte er ein heißes Stück Eisen zu lange in der Hand gehalten.
"Du hast echt einen Lattenknaller", murmelte Hikaru. "Oder schlimmer."
Murdock schwieg nur und starrte ihn mit einer Mischung aus Nichts und Gleichgültigkeit an.
Minutenlang.
Schließlich hoben sie den Riesen hoch, trugen ihn schweigend (und hechelnd) zum EMW, klappten extra noch die Rückbank um und verfrachteten ihn in den Kofferraum.

***



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Beitrag #2 |

RE: Der König der Nacht (1.2)
Hallo Dread,

ich lese dies hier gerade an, möchte spontan darauf antworten, ohne zu wissen, was mich erwartet, aber ich bin gerade einfach da, eine gute Idee nach diesem Tag und so fange ich an, ohne es vielleicht bis zum Ende zu bringen. Meine Tastatur spinnt ein wenig, deshalb bitte ich Dich, diverse Buchstabendreher oder Fehler zu entschuldigen.
"Der König der Nacht" erinnert mich an Sankt Pauli - Hamburg.
Zitat:Oldenburg, Aurich, Bremen
Ich würde jetzt Aurich vor Oldenburg und Bremen nennen, ich wohne seit zwei Jahrzehnten in Bremen und Umgebung und kenne jobmässig den Norden sehr gut, und Aurich ist definitiv nicht zwischen Oldenburg und Bremen Icon_cool
Also fliegt der Hubi von der Nordsee her über das Land bis Bremen.
Zitat:die blinkende Tankanzeige, die bereits auf dem Rückflug angesprungen war.
Auf dem Rückflug von was? Und - verzeihung, ich bin aus Berlin und kein Seemann -was ist eine Brückennock? Mein Vater war zur See - aber davon hat er nie gesprochen. Smiley_emoticons_blush
Ach so, ich werde Deine Rechtschreibfehler nicht korrigieren, die findest Du selber wahrscheinlich besser als ich, lass mal drei Tage liegen und dann ist die Blindheit weg. Finde ich jetzt gerade nicht wichtig. Vielleicht finde ich sie ja auch garnicht? pffhhh, Mist, erwischt! Icon_lol
Zitat:verschmolz beinahe mit der Nacht. Viel war nicht zu erkennen, außer die beiden massiven Türme, die immer noch steil in die Nacht hineinragten:
die Nacht würde ich hier nicht doppeln.
Zitat:Ansonsten haben sie wohl die Gremlins überrannt."
Ronald seufzte.
"Ich finde das immer noch eine unpassende Namenswahl
Findet der Autor wohl auch, sonst hätte er es nicht extra betont Icon_ugly
Zitat:Östlich vom Westdorf waren die Bauernhöfe. Mehr erahnt, als tatsächlich gesehen.
Warum zwei Sätze? Ich weiß, dass ist Dein Stil, Kameraführung - aber hier fände ich einen Satz besser.
Zitat:außer die beiden massiven Türme, die immer noch steil in die Nacht hineinragten:
warum "immernoch"? Ich gehe davon aus, dass diese Türme schon länger stehen und es gibt gerade keinen Terroranschlag, der das ändert. Mrgreen Da ich nur Touri in diesem Ort bin, sehe ich das genau so.
Zitat:Weiter in der Mitte der Insel das Hauptdorf, das ebenfalls beinahe wie ausgestorben wirkte. Wenigstens konnte man in einigen Häusern den schwachen Schein von Kerzenlichtern sehen.
Mich stört "ebenfalls" und "wenigstens". Wenn Du vorher unterbringst, dass der Ort wie ausgestorben wirkt, kannst Du auf diesen Hinweis verzichten und die Dramatik hier erhalten.
Zitat:leblose Leuchtturm, dessen verblasste Farbkombination aus Rot und Weiß deutlich hervorstach.
Hach, das erinnert mich an Robbi Tobbi und das Fliwatüt, aber der leuchtturm war gelb-schwarz geringelt und ich kenne nur den gelb-rot geringelten von Otto - da war ich selber schon und an dem sind die Farben immer frisch Icon_lol
Zitat:Manche Kamine spien ihren wüsten Rauch aus dem Schornstein in den windigen Himmel.
Ohne die Story schon jetzt zu durchblicken wüdre ich dies hier düsterer beschreiben: Zahlreiche Schlote auf den Dächern spien ihren wüsten Rauch in den windigen Himmel. Oder so. Wobei ich "in einen windigen Himmel" fast noch stärker finde. Aber natürlich ist alles Geschmacksache und der Erfahrung des Einzelnen geschuldet.
Zitat:[color=#1E90FF]"Nicht jetzt." Er lenkte den Hubschrauber über die Häuser weiter nach Osten, folgte den schmalen Gleisen, die aus dem Dorf führten. Sie selbst waren nur kleine Pinselstriche, schwarz und fein gezeichnet. Viel klarer zu erkennen waren dagegen die Schatten der neugebauten kleinen Häuschen am östlichen Ende des Flugplatzes. Der Tower - und auch das alte verblichene Schild mit 'Wangerooge Flughafen', was in Ronalds Augen immer noch ein Witz darstellte - und der Landepunkt mit dem H waren dagegen beleuchtet.
[/quote]
Okay, irgendwie hatte ich die Vorstellung, sie müssten bis nach Bremen fliegen aus irgendeinem Grund, aber jetzt halten sie sich mit Konturen von Häuserzeilen in Wangerooge auf - habe ich was nicht mitgekriegt? Kann ja passieren in meinem Alter "g"
Zitat: Doch es war nicht so sehr das Fehlen von Strandkörben - die selbst damals zur Sturmsaison schon längst weggebracht worden waren - sondern einfach nur ein Gefühl.
Das reißt mich jetzt vollkommen raus. Wieso damals?
Aktuell haben sie es übrigens nicht geschafft, die Strandkörbe und andere Touristenrelevanten schweren Gegenstände vor der ersten Sturmflut zu entfernen - aber so ist es eigentlich immer.
Der Rest des ersten Abschnitts bist wieder ganz Du - klar, ausdrucksstark und unmissverständlich - darüber kann ich nicht meckern, aber ich mag es: Es ist leicht zu lesen und ich bin sofort ein Teil des Geschehens.

Hey Dread, mehr kann ich heute nicht, stecke bis über beide ohren in meiner eigenen Story und muss ab morgen eine ganze Firma It-mässig umstellen. Aber vielleicht hat hier was geholfen. Ich mache noch weiter die nächsten Tage irgendwie.

Immer wieder gerne - liebe Grüße von slainte music


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Beitrag #3 |

RE: Der König der Nacht (1.2)
Hallo slainte.

Zitat:eine gute Idee nach diesem Tag
Hört sich nicht gut an. o.O

Zitat:Meine Tastatur spinnt ein wenig, deshalb bitte ich Dich, diverse Buchstabendreher oder Fehler zu entschuldigen.
Macht nix. Hab gestern Abend auch noch editiert wie blöd und Satzzeichen/RS-Fehler entdeckt, wofür man sich schämen muss.

Zitat:Ich würde jetzt Aurich vor Oldenburg und Bremen nennen, ich wohne seit zwei Jahrzehnten in Bremen und Umgebung und kenne jobmässig den Norden sehr gut, und Aurich ist definitiv nicht zwischen Oldenburg und Bremen
Ich weiß. Icon_wink Ich wollte damit zeigen, dass es mehrere Flüge waren und die Ziele nicht in einem Rutsch angeflogen worden sind.

Zitat:Auf dem Rückflug von was? Und - verzeihung, ich bin aus Berlin und kein Seemann -was ist eine Brückennock? Mein Vater war zur See - aber davon hat er nie gesprochen.
Hier ist der Hubschrauber gemeint, der sich wieder auf dem Weg nach Hause befindet. Und zu seemännischen Ausdrücken:
Brückennock ist - mehr oder weniger - der 'Balkon', sieht aber mancherorts aus, wie eine Planke mit Geländer. Da stehen die Kapitäne / Steuerleute. (Im entfernten Sinne kann man sich auch die beiden Opas im Theater der Muppet-Show vorstellen. Obwohl es da eher eine Loge ist.)
Hier: *klick*

(Steuerbord und Backbord sind Dir aber ein Begriff, oder? Falls nicht, hier eine Eselsbrücke. SteueRbord=Rechts. Backbord=links. Dazu kommt bei Militärschiffen noch Backen und Banken für Essen. Raise, Raise, aufstehen für ... Aufstehen. Smiley_emoticons_blush Wollt' mal angeben.)

Zitat:Zitat:verschmolz beinahe mit der Nacht. Viel war nicht zu erkennen, außer die beiden massiven Türme, die immer noch steil in die Nacht hineinragten:

die Nacht würde ich hier nicht doppeln.
Ich glaube, ich habs gestern Abend verschlimmbessert. Icon_ugly

Zitat:Zitat:Ansonsten haben sie wohl die Gremlins überrannt."
Ronald seufzte.
"Ich finde das immer noch eine unpassende Namenswahl

Findet der Autor wohl auch, sonst hätte er es nicht extra betont
Musste sein, denn auf der einen Seite sind die Gremlins diejenigen, die Du aus den Filmen kennst. Aber ihrem Ursprung nach waren sie Kobolde in Flugzeugen der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg. Icon_wink Und haben für so manchen Kunstfehler als Ausrede gedient. Mrgreen

Zitat:Zitat:Östlich vom Westdorf waren die Bauernhöfe. Mehr erahnt, als tatsächlich gesehen.

Warum zwei Sätze? Ich weiß, dass ist Dein Stil, Kameraführung - aber hier fände ich einen Satz besser.
Ich schau mal.

Zitat:Zitat:außer die beiden massiven Türme, die immer noch steil in die Nacht hineinragten:

warum "immernoch"? Ich gehe davon aus, dass diese Türme schon länger stehen und es gibt gerade keinen Terroranschlag, der das ändert. Mrgreen Da ich nur Touri in diesem Ort bin, sehe ich das genau so.
Das 'immer noch' ärgert mich auch. Aber für die Geschichte - die 2017 spielt - ist es schon wichtig, dass sie noch stehen.

Zitat:Zitat:Weiter in der Mitte der Insel das Hauptdorf, das ebenfalls beinahe wie ausgestorben wirkte. Wenigstens konnte man in einigen Häusern den schwachen Schein von Kerzenlichtern sehen.

Mich stört "ebenfalls" und "wenigstens". Wenn Du vorher unterbringst, dass der Ort wie ausgestorben wirkt, kannst Du auf diesen Hinweis verzichten und die Dramatik hier erhalten.
Icon_ugly

Zitat:Zitat:Manche Kamine spien ihren wüsten Rauch aus dem Schornstein in den windigen Himmel.

Ohne die Story schon jetzt zu durchblicken wüdre ich dies hier düsterer beschreiben: Zahlreiche Schlote auf den Dächern spien ihren wüsten Rauch in den windigen Himmel. Oder so. Wobei ich "in einen windigen Himmel" fast noch stärker finde. Aber natürlich ist alles Geschmacksache und der Erfahrung des Einzelnen geschuldet.
Pro

Zitat:Okay, irgendwie hatte ich die Vorstellung, sie müssten bis nach Bremen fliegen aus irgendeinem Grund, aber jetzt halten sie sich mit Konturen von Häuserzeilen in Wangerooge auf - habe ich was nicht mitgekriegt? Kann ja passieren in meinem Alter "g"
Sie sind der alten Fährrine nach Wangerooge gefolgt, und die geht bis zum Westhafen. Von da fliegen sie über die Insel nach Osten, zum Flughafen/Flugplatz.
Eine Flugüberwachung mit Hightech-Geräten gibt es nicht mehr. Nur noch das alte kartenmaterial an Bord der CH-53. Und eben Otto, der das vom Tower kontrollieren kann. (Ich wollte mich hier nicht technischen Ausführungen ergießen. Smiley_emoticons_blush )
Kurz gesagt habe ich die Stelle genommen um damit die Insel ein wenig zu beschreiben.

Zitat:Zitat: Doch es war nicht so sehr das Fehlen von Strandkörben - die selbst damals zur Sturmsaison schon längst weggebracht worden waren - sondern einfach nur ein Gefühl.

Das reißt mich jetzt vollkommen raus. Wieso damals?
Weil zwischen 2014 und 2017 eine Menge passiert ist. Icon_wink

Zitat:Hey Dread, mehr kann ich heute nicht, stecke bis über beide ohren in meiner eigenen Story und muss ab morgen eine ganze Firma It-mässig umstellen. Aber vielleicht hat hier was geholfen. Ich mache noch weiter die nächsten Tage irgendwie.
Danke für die Durchsicht. Und lass Dir keine grauen Haare wachsen. (Falls Du welche hast, dann 'keine weiteren', okay?)

LGD.


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Beitrag #4 |

RE: Der König der Nacht (1.2)
Hallo, schon wieder ich! Mrgreen

Wird der letzte Teil fuer heute, aber kann auch sein, dass ich mich nicht losreißen kann gleich.

Inhalt

Zitat:Ansonsten haben sie wohl die Gremlins überrannt.
*g* Ich dachte, das wäre eine Vampirgeschichte. Gremlins also - und der Name ist passen, weil die Anderen von Licht getötet werden und sich bei Kontakt mit Wasser vermehren ... oder umgekehrt?

Zitat:Ronald McDonald und Winnie the Puh haben am Strand was gefunden.
Mrgreen

Zitat:"Seine Sachen sind nass", murmelte er. "Die Haut sieht völlig normal aus." Er zeigte auf eine Stelle am rechten Hosenbein, die zerrissen und verkrustet war. "Aber das ist nicht gut."
Aha, Wasser ist also tatsächlich schädlich fuer die Gremmlins. Und offenbar verwandeln sie so richtig vampirmäßig Menschen in ihresgleichen (zumindest schließe ich das aus der Vorgehensweise von Murdock und Hikaru).

Kolonien von Ueberlebenden auf den Nordseeinseln - Erkundungsfluege mit einem Militärhuschrauber, die offenbar ergebnislos sind (im Sinne von: es ist ueberall das selbe, alles tot). Spannend!
Ich mag die Charaktere, die wir bisher kennenlernen durften. Insbesondere Murdock finde ich interessant - ein Priester in einer (scheinbar) gottverlassenen Welt, der äußerlich völlig gelassen ist, aber wie die letzte Szene zeigt, kann es in seinem Inneren durchaus brodeln.
Ok, was ist der Stand? Der Typ aus dem Prolog ist wieder aufgetaucht (im wahrsten Sinne des Wortes Icon_wink). Die Max&Moritz ist ziemlich nah an der Kueste - und das hört sich verdächtig nach Ärger an.
Aber es geht auch voran - die Kolonien versuchen, sich mit Bahndämmen zu verbinden. Und irgendwie spielt Rex in die ganze Sache mit rein (der, wie wir jetzt vermuten können, in Al-Essams Haus wohnt).
Soweit: Pro

Liebe Grueße
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #5 |

RE: Der König der Nacht (1.2)
Und nochmal, Hallo WW.

Zitat:Wird der letzte Teil fuer heute, aber kann auch sein, dass ich mich nicht losreißen kann gleich.
Das hofft jeder, der hier eine Geschichte einstellt. (Außer Herr Fitzek vielleicht: Der weiß es. Icon_wink )

Zitat:*g* Ich dachte, das wäre eine Vampirgeschichte. Gremlins also - und der Name ist passen, weil die Anderen von Licht getötet werden und sich bei Kontakt mit Wasser vermehren ... oder umgekehrt?
Ich darf Ronald zitieren?
"Ich finde das immer noch eine unpassende Namenswahl."

Natürlich ist es nicht identisch, aber viele Kleinigkeiten sind ähnlich dazu. Abgesehen davon ist hier ein kleiner Lacher versteckt, denn Gremlins kommen von hier: *klick* Aus der militärischen Luftfahrt. Icon_wink

Zitat:Aha, Wasser ist also tatsächlich schädlich fuer die Gremmlins. Und offenbar verwandeln sie so richtig vampirmäßig Menschen in ihresgleichen (zumindest schließe ich das aus der Vorgehensweise von Murdock und Hikaru).
Klares 'Ja'.

Zitat:Kolonien von Ueberlebenden auf den Nordseeinseln - Erkundungsfluege mit einem Militärhuschrauber, die offenbar ergebnislos sind (im Sinne von: es ist ueberall das selbe, alles tot). Spannend!
Ich hab am Strand gestanden und zur Insel hinübergeschaut. "Was ist SF noch?", hab ich gedacht, während ibi durchs Watt gelaufen ist. Und da machte es *Peng*, als ich an die Rama-Quadrologie von Arthur C. Clarke dachte. Wenn man die Inseln mit Raumstationen gleichsetzt (die um die Erde kreisen), dann ist die Küste der Planet in diesem Vergleich. Und da bis jetzt die Inseln da oben noch in keiner SF-Geschichte vorgekommen sind, war es höchste Zeit, dies zu ändern. Mrgreen

Zitat:Ok, was ist der Stand? Der Typ aus dem Prolog ist wieder aufgetaucht (im wahrsten Sinne des Wortes Icon_wink).
Du bist bis jetzt der einzige Leser, der wissen könnte, wie der Typ heißt.

Zitat:Aber es geht auch voran - die Kolonien versuchen, sich mit Bahndämmen zu verbinden.
Dystopischer, WW. Bahnverbindung nach Spiekeroog - ja. Aber die Insel ist leer. Nach dem Fall von Sylt ist diese Insel hier die einzige, die noch von Menschen bewohnt wird. Juist, Baltrum, etc. - tot. Leer. (Zumindest, soweit die Inselbewohner das wissen.)

Zitat:Und irgendwie spielt Rex in die ganze Sache mit rein (der, wie wir jetzt vermuten können, in Al-Essams Haus wohnt).
Definitiv. (Und ja.)

Bis blad.

LGD.


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Beitrag #6 |

RE: Der König der Nacht (1.2)
Hallo Dread,

und weiter. Ich bemüh mich nicht so viel Zeit zwischen den Teilen zu vertrödeln, damit ich noch weiss, was vorher passiert ist. Bin ja schließlich auch bald alt. Icon_ugly

Zitat: Wangerooge hatte die Form eines Seepferdchens, vom dem aber gerade nur einige Umrissel zu

Umrisse

Zitat:"Sagt mal Jungs", rief eine ältere - und brummige - Stimme aus dem Kopfhörer. "Fliegt ihr mit Liebe? Ist müsstet eigentlich schon komplett trocken sein!"

Warum spricht der kursiv? Nur weil die Stimme aus dem Kopfhörer kommt? Solange die nicht zu dritt ein Gespräch mit dem Co-Pilot führen, was unübersichtlich werden könnte, seh ich keinen Grund, warum man das so rausstellen sollte.

Zitat: Sturmsaison

Gefällt mir das Wort. Pro Und es wird mal wieder deutlich, dass es hier eine Vergangenheit gibt, die sich nicht mit der unseren deckt.

Zitat: "Deine Lady?", fragte Winnie. "Gewagte These."

Ich fühl mich angesprochen. Mrgreen

Zitat:Nur vereinzelt konnte man den Schein von Kerzenlichtern oder glimmendes Kaminfeuer sehen.

Irgendwie drängt sich mir der verdacht auf, dass es keinen Strom mehr gibt.

Zitat:der tatsächlich Pfarrer war, auch wenn der Name 'Murdock' (den Vornamen hatte er nie verraten) nicht zwingend darauf schließen ließ.

Welcher Name würde denn darauf schließen lassen? Icon_wink

Zitat:Einige Zeit später, nachdem einige Kilometer Sand von den Rädern des SUV mehrmals durcheinander gewirbelt worden war, hielt der EMW am Strand.

Dopplung von „einige“. Vorschlag: „Stunden später …“ oder „viele Kilometer …“

Zitat:Daneben Kunststofffässer, die nicht sehr tief im Sand lagen.

Das hast du irgendwie schonmal erwähnt. Ich nehme an du willst deutlich machen, dass es hier um denselben Schauplatz geht. Aber das ergibt sich ja eigentlich von selbst aus der Logik des Inhalts heraus, dass sie jetzt dort sind, wo die anderen was gefunden haben. Deshalb wirkt es ein wenig Wiederholt.

Zitat:Und zum ersten Mal konnte man im Scheinwerferlicht sehen, dass sie trotzdem …

Ich neige auch dazu und muss da selbst drauf achten: „und“s am Anfang des Satzes wirkt nicht sehr elegant. Hier könntest du es einfch weglassen.

Zitat:Der Pfarrer hielt eine Stabtaschenlampe in der Hand, mit der auf die Trümmer leuchtete. "Da hat es jemanden übel getroffen."

… mit der er auf die Trümmer …

Zitat:"War wahrscheinlich tatsächlich ein Rettungsboot."

Bei „Rettungsboot“ muss ich doch sofort an unseren Namenlosen (der Rolf heißt, ich hab die Geburtstagsgeschichte nachgelesen Icon_wink ), der sich vom Schiff gerettet hat denken. Ich hoffe mal du hast ihn nicht ertränkt. Icon_slash

Zitat: Letztendlich konnten sie es beide nicht glauben, dass da ein Unbekannter lag.

Vielleicht doch nicht ertränkt. Icon_jump Der Satz klingt ein wenig komisch. Ich hätte geschrieben: „… dass da jemand lag.“ Denn das derjenige unbekannt ist, ist ja jetzt nicht so ungewöhnlich, sie werden ja nicht jeden auf dem Planeten kennen. Versteht man mich? Es klingt als ob sie es nicht glauben könne, dass sie ihn nicht kennen ...

Zitat:Von Größe und Breite her ein Mann, auch wenn dieser dafür sehr groß und sehr breit gebaut war.

Dopplung von „größe und breite“

Meine Theorie, dass sie Rolf gefunden haben, ist ein wenig ins Schwanken geraten. Der hatte nämlich keine Jacke dabei, als er sich auf das Rettungsboot geschwungen hat. Aber vielleicht lag die im Boot für solche Fälle. Ich nehme mal an wir erfahren noch, wer das nun ist. Icon_smile

Auch dieser Teil ist wieder rasend schnell an mir vorbeigezogen. Ich möchte bei jedem Satz unbedingt wissen wie es weitergeht und gerade die Dialoge zwischen dem Pfarrer und dem Japaner sind wirklich kurzweilig. Pro

Ich bin gespannt wie es weiter geht. Langsam sind die Kulissen alle aufgebaut und die handelnen Personen eingeführt, jetzt kann es losgehen.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #7 |

RE: Der König der Nacht (1.2)
Und nochmal, mal schauen wie weit ich komme. Zum letzten Teilkapitel die Anmerkung, dass die unerwähnten Anmerkungen bedacht und ggfs. geändert werden.

Zitat:. Bin ja schließlich auch bald alt.
Uns trennen 10 Jahre. Was bin ich denn dann? Ein Dinosaurier?
(Nein! Sags lieber nicht ... Icon_rolleyes )

Zitat:Warum spricht der kursiv? Nur weil die Stimme aus dem Kopfhörer kommt? Solange die nicht zu dritt ein Gespräch mit dem Co-Pilot führen, was unübersichtlich werden könnte, seh ich keinen Grund, warum man das so rausstellen sollte.
Jepp, sollte es verdeutlichen, dass die Stimme woanders ist. Finde ich jetzt nicht unbedingt sooo schlimm.

Zitat:Ich fühl mich angesprochen.
Ähm, ja. Ursprünglich hat Winnie an den Rumpf den Namen des berühmten Flugzeugs von 1950 drangemalt - die Lady des blauen Mondes. Aber irgendwie hat es das nicht in die Endfassung geschafft - nur das 'Lady' blieb. Smiley_emoticons_blush

Zitat:Irgendwie drängt sich mir der verdacht auf, dass es keinen Strom mehr gibt.
Doch, aber sie müssen eben damit haushalten.

Zitat:Welcher Name würde denn darauf schließen lassen?
Johannes, Don Camillo ... Mrgreen

Zitat:Aber das ergibt sich ja eigentlich von selbst aus der Logik des Inhalts heraus, dass sie jetzt dort sind, wo die anderen was gefunden haben. Deshalb wirkt es ein wenig Wiederholt.
Nunja, die beiden haben den Strandabschnitt noch nicht gesehen und es könnte ja auch ein anderer sein. Icon_fies

Zitat:Bei „Rettungsboot“ muss ich doch sofort an unseren Namenlosen (der Rolf heißt, ich hab die Geburtstagsgeschichte nachgelesen Icon_wink ), der sich vom Schiff gerettet hat denken. Ich hoffe mal du hast ihn nicht ertränkt.
Rolf ist richtig und zum Rest ... *hust* ... ich hab da so ein ... *doppelhust* ... im *Dauerhust* ... Hals ...

Zitat:„… dass da jemand lag.“ Denn das derjenige unbekannt ist, ist ja jetzt nicht so ungewöhnlich, sie werden ja nicht jeden auf dem Planeten kennen. Versteht man mich? Es klingt als ob sie es nicht glauben könne, dass sie ihn nicht kennen ...
Doch, Lady. Denn es dürfte der erste Unbekannte seit drei Jahren sein.

Zitat: Der hatte nämlich keine Jacke dabei, als er sich auf das Rettungsboot geschwungen hat. Aber vielleicht lag die im Boot für solche Fälle.
Ist in den Booten mit drin, ja.

LGD.


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Beitrag #8 |

RE: Der König der Nacht (1.2)
Hallo Dread,

Ich mal wieder  Icon_smile

Ich tauche immer mehr ein in deiner Geschichte und rätsele, wie es zu dieser Apocalypse (ich nenne das jetzt einfach mal so) kommen konnte. Aktuell tippe ich auf Dritten Weltkrieg, bei dem irgendetwas eingesetzt wurde, dass die Anderen in Monster verwandelt hat. 

Zitat:"Wir müssen weiter in den Süden", meinte er. "Oldenburg, Aurich, Bremen."
 Aus meiner Sicht hoher Norden ... Mrgreen Mrgreen Mrgreen
Zitat:Wangerooge hatte die Form eines Seepferdchens, vom dem aber gerade nur einige Umrissel zu sehen war.
 Umrisse zu sehen waren Das Seepferdchen passt immer noch, hab es gerade gegoogelt  Icon_cuinlove

Zitat:"Ansonsten haben sie wohl die Gremlins überrannt."

Die Knuddelmonster ?  Icon_lol
Zitat:Ist müsstet eigentlich schon komplett trocken sein!"
 Ihr müsstet 

Zitat:Eisenacher Motorenwerke ihren EMW beinahe vorsorglich so gebaut,

 EMW habe ich extra gegoogelt, weil ich mir bei dir nicht mehr sicher bin, ob das eine Erfindung oder "echt" ist. Ganz schön raffiniert  Mrgreen Mrgreen Mrgreen aber Persi passt auf  Icon_wink

Zitat:auch wenn der Name 'Murdock' (den Vornamen hatte er nie verraten) nicht zwingend darauf schließen ließ.

Murdock, das ist ein Schurkenname aus einem Karl May Film  Icon_smile
Zitat:Denn die Hölzer und anderen Materialien wurden für den Eisenbahndamm, der zwischen Wangerooge und Spiekeroog errichtet wurde dringend gebraucht.
Komma nach wurde

Zitat:Ronald McDonald und Winnie the Puh haben am Strand was gefunden."
Icon_lachtot Icon_lachtot Icon_lachtot

Also, ich kann nicht mehr davon lassen, bis ich alles weiß. 
Eine supertolle Idee bisher, auch dass du dich nicht auf eine Nationalität (Deutsche) festlegst, sondern den Faden der Internationalität deiner Figuren ziehst.  Pro

Liebe Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #9 |

RE: Der König der Nacht (1.2)
Hallo Persephone.

Schön, dass Du noch dabei bist. Die Fehler und Anmerkungen werde ich - *schwör* - in einer ruhigen Minute durchsehen und bearbeiten.

Zu Deinen Anmerkungen:

Zitat:Die Knuddelmonster?

Ich baue ganz gerne einige Sachen in die Geschichten ein, vorzugsweise aus SF-Geschichten, beziehungsweise SF-Serien. Da kann mal die Zahl 8472 (Spezies 8472 aus Star Trek: Voyager) auftauchen, oder W359 (Star Trek: The next Generation, Schlacht zwischen den Borg und der Förderation bei Wolf 359), schwarze, übergroße und quaderförmige Computer (Monolith aus 2001: Odyssee im Weltraum), Gas-Cabs (aus einem lange verschollenen Roman von Jules Verne betreffend die Zukunft), oder eben Gremlins (aus eben diesem Film).
Wenn man es weiß, macht das Lesen (so denke ich mir) noch mehr Spaß. Wenn nicht, fällt es wenigstens nicht weiter auf.


Zitat:EMW habe ich extra gegoogelt, weil ich mir bei dir nicht mehr sicher bin, ob das eine Erfindung oder "echt" ist. Ganz schön raffiniert
Dies hier ist eine Parallelwelt, die sich ab einem bestimmten Datum von der unserigen unterscheidet. Um dies plastisch darzustellen, habe ich nicht nur kulturelle Gepflogenheiten, eine (so) nicht mehr existente Stadt namens Königsberg, sowie u.a. Autos verwendet. Um bei letzterem zu bleiben: BMW gab es hier, wurde aber - im Gegensatz zu unserer Welt - während des Zweiten Weltkriegs von den (besetzenden) sowjetischen Truppen aufgelöst. Die Zweigsniderlassung in Eisenach, die in der dortigen DDR (1941 - 1945) lag, blieb dagegen bestehen und wuchs in der Nachkriegszeit zu einem nationalen (später internationalen) Großkonzern heran.
Wichtig hierbei ist, dass die gleichen Modelle wie hier in der anderen Welt auch bestehen, nur eben nicht als BMW X5, sondern als EMW X5. (Statt blauweißem Propeller als Markenzeichen gibt es eben einen ähnlichen mit rotweiß.)
Im Übrigen gibt es hier auch keine Opel-Fahrzeuge, die heißen Vauxhall. Genau wie die Fahrzeuge, die im Vereinigten Königreich hergestellt werden.


Zitat:Murdock, das ist ein Schurkenname aus einem Karl May Film
Murdock ist der Oberbösewicht aus einigen Staffeln MacGyver. Und einer der Vier aus dem A-Team. Icon_wink


Zitat:auch dass du dich nicht auf eine Nationalität (Deutsche) festlegst, sondern den Faden der Internationalität deiner Figuren ziehst.
Ähm, bis auf Hikaru, den man als faktischen Inländer (oder Insulaner) bezeichnen kann, sind alle deutsch. Icon_wink

LGD.


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