Es ist: 28-03-2020, 21:20
Es ist: 28-03-2020, 21:20 Hallo, Gast! (Registrieren)

Aktuell befinden wir uns im Umbau. Sollte also etwas seltsam aussehen, sind wir gerade bei der Arbeit und strukturieren die Foren neu :)

Der König der Nacht (3.2)
Beitrag #1 |

Der König der Nacht (3.2)
"Und das nur wegen dem Penner hier", knurrte Hikaru und leuchtete in das kantige Riesengesicht, dass immer noch schlief. "Was zum Teufel sollte das?"
"Ein ... Reflex?", meinte Rex, schloss für einen Moment die Augen und presste die Lippen aufeinander. Das Herz schmerzte noch so, als würde ein Speer darin stecken. "Etwas, was er ... vielleicht ... vor der Bewusstlosigkeit erlebt hat?"
"Dann möchte ich nicht wissen, wo er war", sagte der Japaner. "Oder was da los war."
Er leuchtete das Gesicht ab und hob langsam und sehr vorsichtig das linke Augenlid.
"Ich habe doch schon nachgeschaut", murmelte Rex, doch Hikaru leuchtete weiter in das Auge, schaute sich die Pupille und die braune Iris genauer an. Und inmitten des Bernsteins sah er einen kleinen roten Punkt. Nicht größer, als die Spitze einer Nadel.
Die Lampe in Hikarus Hand begann zu zittern.
"Was ist?", fragte Rex.
"Wir brauchen Kabelbinder", sagte der Japaner und starrte dem Riesen weiter in die Augen. "Und Wasser."
"Kabelbinder haben wir n-"
"Wasser, schnell."
Er hörte, wie Rex hastig einen Wasserhahn auf- und wieder zudrehte. Kurz danach stand er wieder bei ihm und hielt ihm ein gefülltes Glas hin.
Hikaru nahm es wortlos und kippte es über der Brust des Fremden aus.
Schweigend beobachteten sie, wie das Wasser in kleinen Flüssen über die Muskellandschaft strömte. Auf dem Weg hinab zum Bauchnabel zog es eine dunkle Spur hinter sich her. Es sah aus, als es würde die Haut dabei in eine rissige Wüstenlandschaft verwandeln. Doch das Schauspiel dauerte nicht lange. Einige Sekunden später hatte die Haut das Wasser aufgesogen und bekam wieder seine normale Farbe zurück.
"Jetzt ...", sagte Hikaru zu Rex. "Jetzt haben wir echt ein Problem."

***

Die Bürgermeisterin redete immer noch auf die paralysierte Menge ein, die in den Momenten eher wirkte, wie die Untoten auf dem Festland. Aber den Vergleich würde niemand bejahen wollen.
"... und wenn wir den Dammbau endlich beendet haben ..."
Ronald hatte sich zu Nayima an den Tisch gesetzt, zu dem sich auch noch Karaytan gesellt hatte. Drei Gläser mit dem selbstgebrauten Bier aus dem Westdorf standen auf dem kleinen Tisch, der mehr wackelte, als der Hubschrauber im letzten Sturm.
"... stehen noch etliche andere Projekte auf dem Programm."
Er griff nach dem Glas und trank ein Schluck, während er Winnie beobachtete, der sich durch die Menschenmenge schob um sich noch ein Bier zu holen.
Wie einfach könnte das Leben sein, dachte Ronald, wenn man es mit seinen Augen sehen konnte.
Karaytan war Ronalds Blick gefolgt.
"Ich weiß nicht, wie er das schafft", meinte er in einem leisen Ton.
"Was meinst Du?"
"Wir werden es gemeinsam schaffen, die Zivilisation am Leben zu erhalten."
"Er hat noch nicht die Grenze zwischen Wahnsinn und Apathie überschritten", antwortete Karaytan und tippte sich leicht an die Schläfe. "Irgendwo ist er davor stehen geblieben. Du verstehst?"
Ronald verstand.
Ja, Winnie und er waren einige Monate nach dem Ende auf die Insel gekommen. Nachdem sie tagelang mit einem alten Wolf (einem Bundeswehr-Geländewagen) durch totes Land gefahren waren. Immer auf der Suche nach Treibstoff, Munition und Nahrung. Dafür fanden sie am Rand von Bremen Otto und den Hubschrauber in einer der alten Heeresflieger-Kasernen. Der Mechaniker, der das Ungetüm nicht alleine fliegen konnte, und sie hatten sich dann dafür entschieden, sich auf eine der vorgelagerten Inseln zu begeben. Sie hatten angenommen, dass auch dort keiner überlebt hatte.
Dafür waren sie sehr erstaunt, als sie Wangerooge sehr lebendig vorfanden.
"Ich weiß, dass es noch sehr viele Steine gibt, die in unserem Weg liegen ..."
"Ja", sagte Ronald. "Er hat sich nie verloren gegeben."
Und er konnte sich noch gut an das riesige Schild erinnern, das (bis zum letzten Sturm) am Südstrand gestanden hatte. 'Willkommen auf der europäischen Insel Wangerooge. Gefördert durch die Kulturstiftung und der Europäischen Kommission für Raumentwicklung' hatte ursprünglich dort gestanden, bis Winnie kam.
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hatte er es zuerst weiß angestrichen und dann in schwarzen Buchstaben 'Willkommen im Paradies. Zutritt für Gremlins nicht erlaubt!' drauf geschrieben. Auch wenn der Urheber nie ermittelt worden war, er wusste, dass sein Co-Pilot es immer wieder tun würde. Es gab nur kein so großes Schild mehr auf der Insel.
"... und einer dieser Steine - ein sehr großer sogar - wird von uns parallel in Angriff genommen."
"Wäre gut, wenn sich andere an ihm ein Beispiel nehmen würden", meinte Nayima und nickte unauffällig zu einem anderen Tisch, der am anderen Ende des Saals stand. Einige Seeleute der Emden, ein paar Arbeiter vom Bauernhof aus Westen und der Gewächshäuser standen zwar dazwischen, aber Ronald konnte nach einigen Minuten sehen, wen Nayima meinte. Ein älterer Mann mit weißem Haar und wettergegerbten Gesicht. Noch einigermaßen kräftig gebaut, was dem Umstand geschuldet war, dass auch er am Dammbau mitmachen musste.
"Sie fragen sich sicherlich, welchen ich meine: ..."
"Erhard?", flüsterte er. "Wie alt ist er jetzt?"
"Keine Ahnung", antwortete Nayima. "Vielleicht 85?"
"Ich will sie nicht auf die Folter spannen. Wir werden das Festland zurückerobern ..."
Ronald hob eine Augenbraue. Er wusste nicht viel, aber dass von den Originalen, die das Ende überlebt hatten, neben dem Geburtstagskind nur noch der Pfarrer, die BM, der Japaner namens Hikaru und eben dieser Erhard noch lebten. Die anderen hatten in den letzten Jahren den Friedhof ein Stück größer werden lassen.
"Ich kann mich nicht erinnern, dass er jemals etwas gesagt hatte."
"Du bist ja auch die ganze Zeit unterwegs", warf Karaytan ein und nahm noch ein Schluck aus seinem Glas. "Aber er sagt wirklich nichts."
Nayima nickte.
"Ich glaube, er ist innen tot."
"Dafür wirkt die BM sehr lebendig."
Karaytan winkte ab.
"... und uns der Infizierten endgültig entledigen, ..."
"Ach die ..." Er seufzte. "Murdock ist Mensch geblieben. Mehr als wir alle."
Sie schwiegen, während Nayima ein ums andere mal zu den Eingangstüren schaute, aber sie öffneten sich nicht.
"..., indem wir sie ins Watt locken und mit Napalm verbrennen werden!"
"Wo bleibt Rex nur?", murmelte sie, und registrierte, wie die beiden Männer sie anstarrten. "Was ist?"
"Hast Du das gehört?", fragte Karaytan und zeigte zur BM am Rednerpult, deren Gesicht vor Freude zu glühen begann.
"Ja, sie haben richtig gehört. Napalm. Wir wissen jetzt von einen großen Bestand in einem der US-Lager im Emsland."
Sie lächelte und schien innerlich befreiter zu sein. Ihre Augen suchten durch die Menschenmenge, die immer noch apathisch im Saal stand oder saß und fand schließlich Winnie, der an der Bar lehnte und dessen Glas mit dem Bier beinahe aus der Hand glitt.
"Und hier kommen unsere fliegenden Jungs ins Spiel, die für uns das Problem erledigen werden."
Winnie schüttelte den Kopf und wollte gerade etwas erwidern, als jemand am anderen Ende des Saals aufstand. Zu Ronalds Verwunderung war es der alte Erhard, der seinen Rücken straffte und sich schließlich räusperte.
"Ich glaubs nicht!", entfuhr es Karaytan und selbst Nayima machte große Augen. Es wurde so still im Saal, dass man Erhards leise (aber brummige) Stimme so klar hören konnte, als würde er neben dem Ohr eines jeden Anwesenden stehen.
"Hast Du Murdocks Worte vergessen, Mathilda?", fragte er die Frau am Rednerpult, deren Hände nervös auf dem Holz zu tippen begannen.
"Lieber Erhard", sagte sie. "Welche der vielen Worte meinst Du denn?" Sie versuchte sich an einem Lächeln. "Dass wir nach vorne schauen sollen?"
"Nein."
"Dann klär mich doch bitte auf."
Erhard holte tief Luft.
"Du sollst nicht töten", antwortete er.

***

"Aber da war nichts!", sagte Rex, der neben Hikaru stand. "Nichts!"
"Jetzt ist da aber was."
"Die Iriden verfärben sich bereits kurze Zeit nach der Infektion", sagte der Junge. "Und nicht Stunden später."
"Vielleicht gilt das nur für die Typen an unserer Küste", meinte Hikaru. "Oder es hängt damit zusammen, dass der Kerl hier schon vom Körperbau anders ist."
Rex legte den Kopf schief und überlegte, doch alles, was er über die Krankheit (die Infektion, der Zorn Gottes, oder wie auch immer man diese Seuche nennen wollte) wusste, hatte er von Al. Und der hatte es live und in Farbe vor Sylt beobachten können, bevor die Untoten über den Hindenburgdamm gekommen waren und ...
"Wie auch immer", unterbrach ihn der Japaner und zeigte auf den Riesen. "Er muss weg von hier."
"Und wie?"
Ja, wie? Das war eine gute Frage. Ins Meer schmeißen solange der Mann noch bewusstlos war? Und zusehen, wie er in Rauch aufging und als Klumpen versinken würde? Aber er kam ja aus dem Meer! Würde er die gleiche Antipathie dagegen entwickeln, wie die Anderen?
Hikaru leuchtete in Murdocks Gesicht.
Scheiße!
"Bitte nicht", sagte Rex und drückte den Lichtkegel zur Seite. "Ich ..."
"Schon gut, Junge." Er nickte dem Gesicht des Pfarrers zu, das wieder in der Dunkelheit versank. "Okay, dann auf Deine Tour. Wiedermal."
"Was meinen Sie damit?"
Der Lichtkegel wanderte herum und leuchtete wieder auf den Riesen.
Den kriegen wir weg, dachte der Japaner. Zumindest bis zu Johann. Und dann?
"Ich weiß, dass Du Angst hast, da raus zu gehen", meinte Hikaru schließlich und nickte zum Fenster. "Aber wenn der Typ hier aufwacht, gibt es kein Da-draußen mehr." Er schaute zu Rex, der am Rand des Lichts schwach zu sehen war. "Also: Hilfst Du mir?"
Rex sagte nichts, nickte aber.
"Gut", meinte Hikaru. "Wir brauchen was zum Fesseln."
"Wir haben Panzertape von der 'Emden'."
"Sehr gut."

Sie hatten die Handgelenke und die Stiefel des Fremden mit dem Tape derart umwickelt, dass beinahe keine Haut mehr zu sehen war. Danach trugen sie ihn raus zum X5 und schoben ihn wieder in den Kofferraum an den Werkzeugen und der Schaufel vorbei. Recht brachial, aber ohne ihn vorsätzlich zu verletzen.
Für Rex war dabei der erste Schritt hinaus in die Nacht eine Qual. Auch wenn die dicke schwarze Bomberjacke ihm ein bisschen Schutz versprach, hätte er beinahe aufgehört zu atmen, während sein Herz ihm bis zum Hals schlug. Als dann noch die Beine zu zittern begannen, hatte ihn Hikaru - der den Mann mit dem Oberkörper voran aus dem Haus schleppte - wohlwollend zugenickt.
"Das schaffst Du!", hatte er gesagt. "Mut, Junge!"
Und mit einem Mal war die Schwelle hinter und die stürmische Nacht ihm. Als wäre es die einfachste Sache der Welt. Leider hatten das weder sein Herz noch die Beine auf Anhieb verstanden. Es dauerte noch eine Weile, bis sich sein Körper etwas beruhigt hatte. Genauer gesagt: Bis er auf dem Beifahrersitz saß.
"Geht doch", sagte Hikaru vom Fahrersitz aus.
Rex sah auf seine Hand, aber das Zittern verschwand allmählich.
"Hm."
"Lenk Deinen Geist ab", sagte der Japaner. "Dann vergisst er die Angst."
"Ablenken?" Der Junge schaute ihn erstaunt an. "Und wie?"
Hikaru zuckte mit den Schultern.
"Träum Dich weg, denk an was anderes", meinte er. "Oder schreib ein Gedicht."
"Ich habe aber nichts zum Schreiben."
Es war stürmisch geworden und der Wind rüttelte heftig an den übriggebliebenen Bäumen. Am anderen Ende der Straße konnte er das Rathaus sehen, was als einziges Gebäude beleuchtet war. Licht hinter den Fenstern. Vielleicht wartete die alte Nayima schon mit einem Lächeln auf ihn.
Hikaru tippte sich an den Kopf.
"Da drin kann man das auch." Er drückte auf den Startknopf und der Motor brummte sich zurück ins Leben. "Und viel besser."
Doch anstatt in Richtung Westhafen oder hinauf zum Nordstrand zu fahren, lenkte der Japaner den Geländewagen zu Bahnhof, der am Anfang der Straße zu sehen war.
"Was ...?", begann er, doch Hikaru schüttelte den Kopf.
"Was auch immer passiert", sagte er. "Stell keine Fragen."

Nein, fragen tat er nicht, als sie am Bahnhof ankamen. Auch nicht, als sie den Mann wieder aus dem Wagen hievten und ihn zu dem Zug schleppten, der aus einer roten Lok mit dem Namen 'Emma' (die aussah, wie ein amerikanischer Truck, nur ohne Räder) und zwei blau-weißen Passagierwaggons zusammengesetzt war. Die anderen Frachtwaggons standen zwar auch auf dem überdachten Gleis hinter dem Zuggespann, waren aber nicht angekoppelt.
"Da ... rein?", fragte Rex, während ihm beinahe die Puste ausging bei dem Gewicht des Mannes.
"Jepp."
Hikaru setzte den Oberkörper für einen Moment auf einem Bein ab und öffnete mit der freien Hand die Waggontür. Dann wuchteten sie ihn in den mittleren Waggon hinein, trugen ihn in das leere Abteil der zweiten Klasse und legten ihn im Gang zwischen den Viergruppen der Sitzplätze ab.
Nach Luft ringend setzte sich Rex auf einen der Plätze, die mit rotem Stoff überzogen waren, und versuchte seine Atmung wieder in den Griff zu bekommen. Stirnrunzelnd beobachtete er, wie Hikaru den Waggon wieder verließ, zum X5 ging und mit etwas Langem wiederkam.
"Und ... jetzt?", fragte der Junge, als er sah, was der Japaner mitgebracht hatte.
"Wir fahren zum Ostanleger", sagte Hikaru und hielt ihm mit einem gefühllosen Gesichtsausdruck die große Schaufel hin. "Hier. Sobald er auch nur zuckt, schlägst Du ihm den Schädel ein. Aber nur dann."
Rex schüttelte den Kopf.
"Aber ..."
"Du kannst auch versuchen, ihm den Schädel abzuschlagen." Er zuckte mit den Schultern. "Deine Entscheidung."
"Und wo sind Sie?"
"Hast Du 'Emma' schonmal bewegt?"
"Was? Nein."
"Na siehste."

***

(Irgendwann in der Nacht ...)

Da war ein Licht in der Ferne.
Stecknadelkopf groß.
Es rief ihn.
Ein Gewirr aus vielen Stimmen, die er im ersten Moment nicht zuordnen konnte. Doch je näher er dem Licht kam - oder je näher das Licht ihm kam - desto mehr erkannte er sie.
Die Stimmen. Alles vertraut, aber schon seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gehört. Was genau sie sagten konnte er nicht verstehen, aber er hörte den Unterton. Es war wie ein Summen, dass mal freudig erregt war und dann wieder in Enttäuschung kippte. In Enttäuschung und Zorn.
Zorn und Wut.
Mehr war da nicht, obwohl er sich immer vorgestellt hatte, es wäre wärmer oder freundlicher gewesen. Nein, es blieb kalt, obwohl er kein Frösteln auf der Haut spüren konnte. Kalt und dunkel. Bis auf das Licht, dass plötzlich inne hielt.
Die Wut war nicht überall. Er konnte auch andere Gefühle heraushören und es folgte eine summende Diskussion, die ihm unverständlich blieb. Mal dominierte die eine, mal die andere Seite, bis die gemäßigten Empfindungen verstummten.
Kein gutes Zeichen, das ahnte er bereits. Wissen tat er es dann, als sich das Licht wieder entfernte.
Es wanderte weg, wurde kleiner als am Anfang und ließ ihn in der Dunkelheit hängen.
Sie verwehrten ihm den Zugang. Dabei hatte er doch alles getan, was er tun sollte. Er hatte so versucht zu leben, wie es gewünscht war.
Warum wollten sie ihn dann nicht?
Hatte er versagt?
Hatte er irgendwas getan, was ihren Idealen nicht entsprach?
Er fragte es sich immer wieder. Doch eine Antwort blieb aus.
Er wusste nur, dass es wieder zurückging.
Dorthin, wo alles angefangen hatte.

***



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Beitrag #2 |

RE: Der König der Nacht (3.2)
Hey Dread,

weiter geht's! Icon_smile

Zitat:Einige Sekunden später hatte die Haut das Wasser aufgesogen und bekam wieder seine normale Farbe zurück.
"Jetzt ...", sagte Hikaru zu Rex. "Jetzt haben wir echt ein Problem."
Oh, also hat es ihn entweder auf dem Schiff doch erwischt - oder er ist ein Hybrid. Jedenfalls scheint Rolf sich nur langsam zu verändern, vielleicht hat er besondere Abwehrkräfte?
Und hoffentlich hat er nicht zielgerichtet nach dem geistlichen Gegriffen, weil er den einzigen ausschalten wollte, der ihm gefährlich werden könnte (wenn wir schon bei Vampieren sind - hat es schonmal jemand mit Weihwasser und Kruzifixen probiert?).

Zitat:"Die Iriden verfärben sich bereits kurze Zeit nach der Infektion", sagte der Junge. "Und nicht Stunden später."
"Vielleicht gilt das nur für die Typen an unserer Küste", meinte Hikaru. "Oder es hängt damit zusammen, dass der Kerl hier schon vom Körperbau anders ist."
Oder er kennt eine Möglichkeit, die Krankheit zumindest einzudämmen, so dass sie nicht ausbricht (wieder eine Paralelle zu HIV). Da er aber jetzt längere Zeit bewusstlos war, könnte er die Methode nicht anwenden und die Wirkung lässt nach. Oder er ist erst gerade eben von Rex angesteckt worden.

Zitat:Er fragte es sich immer wieder. Doch eine Antwort blieb aus.
Er wusste nur, dass es wieder zurückging.
Dorthin, wo alles angefangen hatte.
Oha. Waren das die Gedanken von Rolf? Vielleicht ...

Ich les dann mal weiter. Icon_smile

LG
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #3 |

RE: Der König der Nacht (3.2)
Hallo Dread,

auf auf. Weiter durch die Nacht. Icon_smile

Zitat: Einige Sekunden später hatte die Haut das Wasser aufgesogen und bekam wieder seine normale Farbe zurück.

Ich finde das echt spannend, was für Ausprägungen dein Vampirismus annehmen kann. Aber offenbar scheint es bei denen die draußen rumlaufen, (die Al beobachtet hat) ähnlich zu sein.

Zitat:Er griff nach dem Glas und trank ein Schluck,
… einen Schluck …
Zitat: Der Mechaniker, der das Ungetüm nicht alleine fliegen konnte, und sie hatten sich dann dafür entschieden,

Ich würde hier tatsächlich eher mit den Strichen arbeiten, also: Der Mechaniker - der das Ungetüm nicht alleine fliegen konnte - …
Weil: Ich musste den Satz mehrmals lesen, weil ich nach dem „konnte“ einfach nahtlos mit dem „und“ weitergelesen habe und dann macht der Satz keinen Sinn. Mit den Strichen finde ich es deutlicher, dass es ein Einschub ist.

Zitat:Sie hatten die Handgelenke und die Stiefel des Fremden mit dem Tape derart umwickelt, dass beinahe keine Haut mehr zu sehen war.

Erbsenzählerei: Bei den Stiefeln ist eh keine Haut zu sehen. Icon_wink

Zitat:Danach trugen sie ihn raus zum X5 und schoben ihn wieder in den Kofferraum

„hinaus“ würde etwas eleganter klingen.

Zitat: Japaner den Geländewagen zu Bahnhof, der am Anfang der Straße zu sehen war.

zum

Zitat:Er wusste nur, dass es wieder zurückging.
Dorthin, wo alles angefangen hatte.

Und wieder so ein spannendes Ende. Wessen Gedanken sind das? Rolf wäre möglich, denn der ist nur ohnmächtig, vielleicht hat er ja unterbewusst die Diskussion um ihn mitbekommen. Spannend ist auch, wohin sie ihn jetzt bringen.

Und unser armer Rex ist jetzt in diese Aktion mit hineingezogen worden, mal sehen, was du noch mit ihm anstellst.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #4 |

RE: Der König der Nacht (3.2)
Hallo WW, hallo Lady.

Falls es untergegangen ist: Ich freue mich sehr von euch zu lesen.

@WW:
Zitat:Oh, also hat es ihn entweder auf dem Schiff doch erwischt - oder er ist ein Hybrid. Jedenfalls scheint Rolf sich nur langsam zu verändern, vielleicht hat er besondere Abwehrkräfte?
Es gab ja noch das Rettungsboot und den Schatten vor der Tür. Icon_wink Und ja, wie Hikaru später anmerkt: Vom Körperbau ist der Hüne bereits anders, als die 'normalen' Menschen, daher die lange Zeitspanne.

Zitat:Und hoffentlich hat er nicht zielgerichtet nach dem geistlichen Gegriffen, weil er den einzigen ausschalten wollte, der ihm gefährlich werden könnte (wenn wir schon bei Vampieren sind - hat es schonmal jemand mit Weihwasser und Kruzifixen probiert?).
Es war ein Reflex. Ich sag es hier nochmal ganz deutlich, denn Rolf ist bewusstlos.
Und zum letzten Einwand: Das wäre dann eine Lachnummer geworden. Wollte ich nicht, denn die Wesen sind so ernst und gefährlich, wie es nur ging. Da kann gar kein Gedanke an gewöhnliche Mittel auftauchen.
Sollte zumindest nicht. Icon_wink

@Lady:
Zitat:Und wieder so ein spannendes Ende. Wessen Gedanken sind das? Rolf wäre möglich, denn der ist nur ohnmächtig, vielleicht hat er ja unterbewusst die Diskussion um ihn mitbekommen. Spannend ist auch, wohin sie ihn jetzt bringen.
Das ist Murdock. Ich wollte es so offen lassen, auch wegen dem Kapitelbruch an der Stelle.

LGD.


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Beitrag #5 |

RE: Der König der Nacht (3.2)
Hallo Dread, 

Wie gesagt, ich spamme nicht gerne, aber das letzte Wort muss ich immer haben  Icon_lol Icon_lol deswegen 
1. Als ich sagte Vorbild, meinte ich, dass du inspirierend bist und man von dir lernen kann und deswegen sind wir ja hier in dem Forum unterwegs, um gegenseitig voneinander zu lernen. Zu guter und konstruktiver Kritik gehört auch, jemanden auf die Schulter zu klopfen und zu sagen Hey, gut gemacht !  Icon_smile

2. Natürlich habe ich noch auf dem Schirm, dass du im Dunkeln lassen möchtest, wie diese Katastrophe passiert ist, das bedeutet nicht, dass ich das auch akzeptiere, sondern hintenrum versuche, doch ein Schlupfloch zu finden und meine brennende Neugier zu befriedigen.  Icon_smile Icon_smile

So bin ich eben, wie ein Diamant. Trage mich einfach mit Fassung  Icon_lachtot Icon_lachtot

So und jetzt an die Arbeit 

Zitat:"Und das nur wegen dem Penner hier", knurrte Hikaru und leuchtete in das kantige Riesengesicht, dass immer noch schlief. 
das

Zitat: Es sah aus, als es würde die Haut dabei in eine rissige Wüstenlandschaft verwandeln. Doch das Schauspiel dauerte nicht lange. Einige Sekunden später hatte die Haut das Wasser aufgesogen und bekam wieder seine normale Farbe zurück.

"Jetzt ...", sagte Hikaru zu Rex. "Jetzt haben wir echt ein Problem."
Dopplung von Haut und bekam wieder ihre normale Farbe zurück, ich denke es bezieht sich auf Haut und nicht auf Wasser. Wenn der Riese zum Zombie mutiert ist, bekommen sie ganz bestimmt ein Problem

Zitat:Die Bürgermeisterin redete immer noch auf die paralysierte Menge ein, die in den Momenten eher wirkte, wie die Untoten auf dem Festland. Aber den Vergleich würde niemand bejahen wollen.
 Ich dachte, es wären nur eine Handvoll Leute, die überlebt haben? Oder ist mir im Nachtschichtmodus etwas entgangen? Die BM kommt mir vor wie manch ein Politiker in unserer Welt  Mrgreen

Zitat:"Ich will sie nicht auf die Folter spannen. Wir werden das Festland zurückerobern ..."
Sie in der Anrede groß. Wo wir gerade dabei sind, du schreibst du in der Anrede auch immer groß. Das wurde doch schon vor zwanzig Jahren abgeschafft  Icon_confused

Zitat:Er wusste nur, dass es wieder zurückging. 

Dorthin, wo alles angefangen hatte

Die Rückentwicklung des Menschen. Ich brenne natürlich drauf, wie es mit diesem Licht weitergeht und Rex scheint ja doch etwas Besonderes zu sein. 

Der Riese, der noch vor den Zombies geflüchtet ist, scheint doch gebissen worden zu sein. 

Ich platze vor Neugier,

Bis dahin Grüße von Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



Werkeverzeichnis

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Beitrag #6 |

RE: Der König der Nacht (3.2)
Hallo Persephone.

Zitat:Zu guter und konstruktiver Kritik gehört auch, jemanden auf die Schulter zu klopfen und zu sagen Hey, gut gemacht!

Icon_ugly  Ich red zuviel ...

Zitat:Wenn der Riese zum Zombie mutiert ist, bekommen sie ganz bestimmt ein Problem

Nunja, aufgrund der körperlichen Beschaffenheit stecken in dem Riesen sowieso schon mal pro forma zwei Menschen. (Oder drei - von der Kraft her.)

Zitat:Ich dachte, es wären nur eine Handvoll Leute, die überlebt haben? Oder ist mir im Nachtschichtmodus etwas entgangen? Die BM kommt mir vor wie manch ein Politiker in unserer Welt

Nein, sind ein paar mehr: Zu den eigentlichen Überlebenden kommen noch etliche von den anderen Inseln, wie beispielsweise Al (obwohl der von Sylt ist), der Kapitän von Juist und die Besatzung der Emden, die beim Flugplatz wohnt.
Und ja, bei der BM war das so gewollt.

Zitat:Sie in der Anrede groß. Wo wir gerade dabei sind, du schreibst du in der Anrede auch immer groß. Das wurde doch schon vor zwanzig Jahren abgeschafft

Bin ja jetzt auch 41! Mrgreen 

Zitat:Der Riese, der noch vor den Zombies geflüchtet ist, scheint doch gebissen worden zu sein.
Sieht so aus. Icon_slash 

LGD.


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