Es ist: 28-03-2020, 22:08
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Aktuell befinden wir uns im Umbau. Sollte also etwas seltsam aussehen, sind wir gerade bei der Arbeit und strukturieren die Foren neu :)

Der König der Nacht (4.2)
Beitrag #1 |

Der König der Nacht (4.2)
(Irgendwann zwischen Jetzt und Gestern)

Er konnte es fühlen, bevor er wieder zu sich kam.
Es war im verwüsteten Land. Kurz nach dem Ende, als ihn Jemand aus den Trümmern eines der Häuser gezogen hatte. Splitter hatten sich in sein Gesicht gegraben und der Schmerz im Kopf donnerte durch die Leere seines Ichs, das noch bewusstlos am Boden lag.
"Hallo?" Eine Stimme, die er nicht kannte. Aber er war ja auch fast neu auf der Insel. "Kannst Du mich hören?" Und es gab viele Menschen, die nicht den Weg zu ihm fanden. "Komm zu Dir!"
Dann ein Rütteln an den Schultern, eine Hand klatschte sich durch sein Gesicht, was bis dahin noch niemand gewagt hatte.
"So ist es gut."
Langsam (mehr zähflüssig, als alles andere) stand das Ich auf, kletterte in den Kopf zurück und drängte die Innenvorhänge der Augen zur Seite. Das erste was er sah, war der rötliche Himmel über ihm, dann schob sich ein Gesicht mit asiatischen Zügen davor.
"Geht doch", sagte der Mann und hielt ihm seine Hand hin. "Komm, ich helfe Dir."

Die Sonne war abrupt verschwunden, genau wie das alte Leben. Es war wolkig, heiß und schwül. Man konnte es nicht hören, konnte es nicht sehen. Aber er spürte, dass alle Uhren auf der Erde gerade auf Null gestellt worden waren.
Kurz darauf befanden sie sich im Nachhall der Apokalypse. Er mit dem Kreuz seiner Kette fest in der Hand. Der Japaner mit einer Axt, mit dem er Teile des Dachstuhls zertrümmern musste, bevor er an ihn herangekommen war.
So standen sie da. Schauten auf das, was noch da war. Wie zwei Vollstrecker, die zu spät zur Hinrichtung gekommen waren: Tote Kinder lagen zusammen mit den Erwachsenen verstreut herum. Von Einigen konnte man nur den Kopf oder andere Gliedmaßen sehen. Andere lagen offen herum und brannten noch, als der Himmel langsam seine ersten heißen Tränen vergoss.
"Gott im Himmel", flüsterte er, und der Japaner namens Hikaru (der einer der ältesten Singles auf der Insel war) bedeutete ihm still zu sein.
"Warte mal." Er horchte in das Ende hinein. "Da war was."
Zwischen dem pfeifenden Wind und dem Knistern der Flammen am Gebälk der Häuser konnten sie Schreie hören, die ihren Ursprung hinter der Düne hatten.
"Los!", rief er und Hikaru hatte sich nicht lange bitten lassen.
Gemeinsam rannten sie die Düne hoch- und auf der anderen Seite wieder herunter. Kurz vor dem dampfenden Meer sahen sie einen Jungen im Sand, der mit einem Ziegelstein auf ein Mädchen einschlug. Immer wieder. Bis sie zur Seite wegkippte.
Sie eilten zum Strand. Er nahm dem schreienden Jungen den Ziegel aus der Hand, schloss ihn in seine Arme und sagte immer wieder "Ruhig! Ganz ruhig!", bis der Junge irgendwann ohnmächtig wurde.
Hikaru schaute sich das Mädchen an, ging - nachdem sie sich wieder aufgerichtet hatte - entgeistert ein Stück zurück. Der Kopf war zwar blutverschmiert, doch er sah nicht mehr so aus, als hätte der Ziegelstein ihn jemals getroffen.
Aber es waren die Augen, die ihn zurückschrecken ließen. Die Pupillen hatten die Iriden aufgefressen.
"Das gibts doch nicht!", rief er dem Mann mit dem Kreuz zu, als sie sich anschickte, den Japaner anzugreifen, der seine Axt erhob. "Was ist hier los?"
"Nicht!", rief der Mann, der den Jungen in den Armen hielt, dem Japaner zu. "Nein!"
"Bist Du irre?"
Noch bevor die Axt ihr Geschäft erledigen konnte, hinterließ der Regen auf der Haut des Mädchens tiefe schwarze Stellen. Sie ging immer langsamer auf Hikaru zu, stolperte schließlich und fiel wieder hin. Erschöpft. Schwer atmend.
"Scheiße", rief der Japaner und hielt immer noch die Axt abwehrbereit in den Händen. "Was ist das?"
"Was hast Du gemacht?"
"Nichts!"
"Und wieso liegt sie da?"
"WAS WEISS ICH?"
Hikaru näherte sich langsam dem Mädchen und beugte sich vorsichtig zu ihr hinunter. Die schwarzen Stellen verschwanden nach einiger Zeit, entstanden aber bei jedem Tropfen neu.
"Es ist der Regen!", sagte der Japaner und schaute in den Himmel. "Der Regen!"
Er hielt den apathischen Jungen in seinem Arm, den er wie ein Baby in den Schlaf wiegte.
"Wasser", sagte der Mann mit dem Kreuz. "Heiliges Wasser!"
Das Mädchen stöhnte, versuchte sich aufzurichten, brach aber wieder zusammen.
"Sie lebt!", rief Hikaru, hatte die Axt wieder erhoben und wollte ihr den Kopf abschlagen.
"Nein!", rief er ihm zu. "Du sollst nicht töten!"
"BIST DU IRRE?"
"TUS NICHT!"
Der Japaner schüttelte den Kopf und ließ die Axt wieder sinken. Dann drehte er sich zornig zu ihm um und hob frustriert die Arme in den Himmel.
"UND WAS SOLL ICH TUN?"
Ja. Was?

***

(23.09.2017)

Die Fahrt war lang und eintönig. Die Düne links war ein ständiger Begleiter, wie es auch das Meer auf der anderen Seite war. Hinzugekommen waren dicke Stromleitungen, die an den Seiten der Gleise auftauchten, seit sie den Flughafen passiert hatten.
Und die Gleise der Schmalspurbahn gingen genau geradeaus in die Nacht hinein. Obwohl es nicht völlig finster war. Die Bake war schon von weitem zu sehen. Nur das was dahinterlag versteckte sich im Schatten des Leuchtfeuers.
Hikaru saß auf dem linken Sitz und drückte das Pedal durch, doch schneller als 33 Km/h fuhr 'Emma' einfach nicht. Warum auch? Sie war dafür gebaut worden, Frachten und Touristen zu befördern. Auf einer Insel, wo selbst die Zeit einkehrte, um sich eine Pause zu gönnen.
Er drehte sich um und schaute durch die Scheibe der Waggontür. Rex saß da, war aber nur zur Hälfte erkennbar. Der Riese lag noch auf dem Boden. Und die Schaufel befand sich anscheinend auf den Sitzen vor dem Jungen, denn nur der Stil ragte von dort ein Stück in den Gang hinein.
Hikaru beobachtete das apathische Gesicht des Jungen, der den Riesen ununterbrochen anstarrte, sich aber ansonsten nicht rührte. Als wäre es eingefroren.
"Du bist die ärmste Sau, die auf diesem Sandberg lebt", murmelte der Japaner, während er sich wieder den Instrumenten zu wandte. Die Bake glitt gerade rechts an ihnen vorbei und dahinter konnte man bereits den Außenbereich des Ostanlegers erkennen. Und ein graues Etwas, dass sich hinter einem Kran, einigen kleinen Wellblechhallen und verschieden großen Tanks versteckte.
"Fast so wie damals", flüsterte Hikaru. "Fast wie ..."
Damals.
Vor drei Jahren ...
Emma hatte nur flache Frachtwaggons hinter sich hergezogen. Bis hierhin zum Ostanleger, wo das alte Frachtschiff Harlesund mit den Infizierten beladen wurde. Ordentliche Stapel, bei denen Hikaru ein ums andere Mal der Gedanke kam, dass das typisch für die hiesige Bevölkerung sein musste.
Menschliche Ladung, die nichts Menschliches mehr an sich hatte. Gefesselt, bewusstlos, wimmernd und stöhnend. Immer wieder fuhr Emma die Strecke. Bis alle verladen waren. Bis alle von Wangerooge verschwunden waren.
Sie hatten der Harlesund hinterher geschaut, als das Schiff zum letzten Mal abgelegt hatte. Mit einem dumpfen Gefühl im Kopf und einem Stich im Herzen. Aber was hätten sie schon machen können? Ein Heilmittel gab es selbst jetzt nicht. Und der beschützende Regen starb direkt nach der letzten Fahrt. Es sollte lange dauern, bis er wieder kam.
So wie jetzt ...
Er blinzelte sich zurück ins Heute. Sie fuhren bereits auf dem breiten Holzsteg an den kleinen provisorisch errichteten Hallen vorbei. Hikaru hielt Emma vor dem Kran an, hinter dem die alte Fregatte Emden lag. Die NATO-Kennung am Bug F-226 war - genauso wie das Namensschild an der Brückennock - nur noch zu erahnen. Rost hatte sich an einigen Stellen in den Stahl gefressen und schickte sich langsam an, sich des ganzen Schiffes zu bemächtigen.
Hikarus Blick wanderte von der Hubschrauber-Landeplattform am Heck über den Hangar, die Schornsteine, die Brücke und der davor befindlichen Startplattform für die Raketen hin zum Geschütz. Es wirkte, als würde die Emden fahrbereit sein, aber er wusste, dass das Schiff im Sand lag. Die meisten Maschinen waren fast größtenteils aus dem Rumpf herausgeholt worden, genauso wie das technische Equipment, was nicht unbedingt benötigt wurde. Denn auch wenn das Schiff nur noch Schrottwert hatte (den keiner mehr zahlen konnte), es erfüllte noch zwei Zwecke:
Verteilung des Stroms vom Windrad (in der Nordsee) inklusive Notstromversorgung für die Insel.
Und die Waffen waren einsatzbereit.
Er sah einen Mann auf der dunklen Brücke, der auf die Nock trat.
Genauso wie Johann, dachte Hikaru. Immer einsatzbereit.

***

(Irgendwann zwischen Jetzt und Gestern)

Das letzte Bild trudelte. Verschwamm kurzzeitig mit der Wirklichkeit. Er konnte die Dunkelheit um sich herum erkennen, mitsamt einigen Umrissen. Eine leere Liege, zersplittertes Glas, ein rollender Hocker.
Seine Finger erkundeten die Landschaft des schmerzenden Gesichtes, fanden klebriges Zeug und brennende Stellen. Seine Nase fühlte sich an wie nach einem Boxkampf, den er einwandfrei verloren hatte. Abgesehen von den Stichen im Kopf, die das alte Bild erneut verstärkten.
Er blinzelte und vor die Nacht im Hier und Jetzt schob sich erneut das Ende aus dem Gestern.
Mit dem kleinen Jungen ...
... den irgendeiner als Rex identifiziert hatte. Er lag gefesselt auf einer notdürftigen Trage in einem der Häuser, die es nicht so schlimm erwischt hatten. Es gab noch Wasser und ein Dach, was an diesem Tag ein Luxus war. Der Rest war eine Symphonie aus Wimmern und Schreien.
Der alte Arzt stand neben dem Jungen an der Trage, erhob sich gerade wieder und streckte den schmerzenden Rücken durch. Im hinteren Bereich lagen die ersten Verwundeten, die hereingekommen waren. Die meisten hatten Schnittwunden, Knochenbrüche, abgerissene Gliedmaßen, schwere Verbrennungen. Schlimm genug, aber der Junge hier bereitete ihm richtiges Kopfzerbrechen.
"Es ist merkwürdig", sagte der Arzt zu dem Mann, der immer noch sein Kreuz fest in der Hand hielt. "Die Wunde ist geschlossen. Er ist bis jetzt der einzige, der gebissen wurde. Doch er mutiert nicht."
Bevor der Mann mit dem Kreuz etwas sagen konnte, kam eine Frau herein. Ihr blondes Haar war angesengt und nass. Und ihre Klamotten waren derart zerfetzt, dass man von einem Wunder sprechen konnte. Sie lebte, auch wenn das Gesicht von nun an mit Narben verziert bleiben würde. Doch das schien sie nicht zu stören, als sie sich an den Mann mit dem Kreuz wandte.
"Wir haben jetzt alle aus den Trümmern herausgetrieben", sagte sie und ein wenig Stolz schwang in ihrer Stimme mit. "Mit dem C-Schlauch der Feuerwehr."
"Mathilda", sagte der Mann mit dem Kreuz zu ihr. "Sorge dafür, dass sie zum Bahnhof gebracht werden. Erhard weiß Bescheid. Nehmt Kabelbinder mit, Seile oder was auch immer."
"Geht klar."
"Und ... Mathilda?" Er hielt sie am Arm fest, als sie wieder wie eine Furie gehen wollte. "Das sind immer noch Menschen. Verstanden."
Da war ein Zögern, ein Zaudern, doch sie nickte. Schweigend, dann ging sie.
"Muss das wirklich sein?" Der Arzt zeigte auf den Jungen. "Sie sehen doch, dass es nicht unheilbar ist."
Der Mann mit dem Kreuz schaute vom sorgenvollen Gesicht des Arztes zum Jungen, dann wieder zurück.
"Es regnet schon sehr lange", sagte er. "Schaffen Sie es ein Mittel zu finden, bis es aufhört?"
Der alte Arzt biss sich auf die Lippen, dann nickte er.
"Ich versuchs."
"Wir machen trotzdem weiter", flüsterte der Mann mit dem Kreuz, klopfte ihm auf die Schulter und wandte sich zum Eingang, der anstelle einer Tür nur noch mit Gardinenresten notdürftig verhangen war. Die schweren Regentropfen konnte man damit nicht aufhalten, genausowenig wie die Tränen, die heute schon vergossen worden waren. Ein Windstoß scheuchte die Stofffetzen zur Seite, als er nach draußen ging.
Es war nicht wirklich greifbar.
Immer noch nicht.
Die Häuser teilweise nur noch Gerippe mit zerfetzten Fenstern, wie leere Augenhöhlen. Das Kurzentrum war von einigen schweren Steinbrocken getroffen willenlos eingestürzt. Die Straßen wiesen Wellen auf, als wäre ein heißer Wind hindurchgefegt. Bäume waren abgeknickt oder glimmten noch. Feuer war in einigen Seitengassen zu sehen, genauso wie die Leichen, an denen die Flammen fraßen. Er kannte sie alle, konnte sich aber nicht dazu durchringen, sie zu zählen. Dutzende. Wieviele lagen noch unter den eingestürzten Gebäuden?
Und auf den Straßen, im Regen, neben den Verbrannten, lagen die Infizierten. Gefesselt, stöhnend, jammernd und winselnd. Bewacht von Überlebenden, die mit Schaufeln und Äxten bewaffnet waren. Ein Elektrowagen mit einem langen flachen Anhänger kam vorbei.
Sein Griff um das Kreuz wurde stärker, als die Unglücklichen auf die anderen Leiber verfrachtet wurden, die bereits darauf lagen.
"Gott steh uns bei."

***

(23.09.2017)

Er war die Nacht.
Auch am wolkenverhangenen Tage.
Und er wusste alles.
Egal, welcher Kutter auf Fischfang ging oder wo die 'Max&Moritz' gerade dabei war, Teile des Prils auszubaggern, ob der Hubschrauber wieder unterwegs war, oder wann die Bauarbeiter wieder am Damm nach Spiekeroog arbeiteten: Die Insel lag wie ein offenes Buch vor ihm.
Vor seinen Augen. Eine Schönheit aus Skalen, Tabellen und Karten, die sich auf verschiedene Displays verteilten: den bordeigenen, die noch liefen und den Monitoren der angeschlossenen Klapprechnern aus der Operationszentrale des Schiffes, die auch Dunkelkammer genannt wurde. Oder worden war, denn dort befand sich kaum noch Material.
Und Menschen würde man an Bord nur ihn vorfinden. Vom Maschinisten (einem sogenannten Ölfüß) zum Kommandanten. Ein Weg, der nur durch das Ende erreicht werden konnte.
Früher hatten ihn zwar die Elfer (die Seeleute, die den Decksdienst - Pönen, Taue werfen und fangen - verrichteten) ein ums andere Mal angepöbelt, weil er nicht so aussah wie die anderen: Braungebrannt und durchtrainiert. 'Das Gespenst' hatten sie ihn genannt, weil er in seiner dunkelblauen Borduniform so blass aussah und von dürrer Gestalt war. Er liebte die Dunkelheit, auch wenn der fragliche Hauptabschnitt des Schiffes eher hell, als dunkel war. Er hatte gerne die Lichter gedimmt oder komplett ausgeschaltet. Zu schön war die Symphonie der Maschinen, zusammen mit dem Geruch nach Öl und anderen Schmierfetten und der Lichtlosigkeit.
Ja, ausgelacht hatten sie ihn. Ausgelacht ...
Jetzt waren die meisten von ihnen tot und vergangen. Der Rest lebte in selbstgebauten Häusern und Hütten am Flugplatz. Weit weg von ihm.
Auf seinem Gesicht war keine Regung zu erkennen, als der folgende Gedanke wieder durch seinen Kopf schwebte: Keine Menschen mehr, mit denen er reden musste.
Abgesehen von den Leuten, die das Schiff zur Hälfte auseinander gebaut hatten (und die jetzt beim Dammbau waren), kam nur noch die Lok einmal im Monat mit Proviant und Verpflegung. Irgendwann würden sie wieder zahlreicher erscheinen, wenn sie tatsächlich noch ein Schiff hierher bekommen würden. Aber bis dahin war er der uneingeschränkte Herr im Haus.
Der Wächter, der die Insel beschützt hatte, als die Untoten das erste Mal sich der (damals noch) engen Stelle des östlichen Prils genähert hatten.
Er nickte zufrieden bei dem Gedanken an die Nacht, die schon kleine Ewigkeiten entfernt war.
Ja, er war die Nacht, die schlimmer sein konnte, als alles, was da draußen herumlief.

Er saß im Kommandantenstuhl in der Mitte der Brücke. Vor ihm die leeren Sitze der Brückencrew mit ihren jeweiligen Arbeitsplätzen: Kartentisch, Radargerät, Navigationsrechner, Steuermann, Waffenleitanlage. Hinter ihm hing noch die Tafel mit dem Rollenplan, der jetzt über drei Jahre alt war. Die roten und blauen wasserlöslichen Schriftzeichen hatte er nicht weggewischt. Ein bisschen Sentimentalität hatte selbst er.
Die drei Klapprechner mit dem Logo 'F-226 Emden' hatte er um den Komandantenstuhl herum aufgebaut (links, Mitte, rechts) und die Kabel, die aus ihnen kamen und kreuz und quer über den Boden der Brücke verliefen, verbanden alle wichtigen Knotenpunkte mit dem Rest des Schiffes. Zumindest denjenigen, die noch gebraucht wurden: Stromversorgung extern und intern. Sowie die Waffenanlagen, denn der Pril war zwar zwischen Westhafen und dem Flugplatz breit und tief genug ausgebaggert worden, der östliche Teil Richtung Minsener Oog war dagegen immer noch sehr schmal, wenn auch etwas tiefer. Die Versandung dieses Teils des Prils ging deutlich schneller vonstatten, als früher.
Er schaute auf die Monitore, war stets wachsam und bereit seiner Aufgabe nachzukommen: Der Schutz der Insel. Ohne Kompromisse. Moralische Bedenken gehörten für ihn zu den Sachen des Tages, wenn das Licht das Dunkel zurückhielt.
Die 'Max&Moritz' hatte bereits kehrt gemacht und steuerte zurück zum Westhafen. Der Hubschrauber stand wieder in seiner Halle. Die Energieauslastung zeigte an, dass die meisten Verbraucher im Rathaus zu finden waren.
Irgendeine Feier. Den Grund kannte er nicht. Eingeladen hatte man ihn, aber sie wussten, dass er nicht kommen würde. Nicht kommen konnte. Keiner konnte ihn ersetzen - und das wussten sie auch.
Abgesehen davon war diese Nacht eine von vielen. Wäre da nicht das kleine Licht gewesen, was sich aus dem Westen näherte. Er hatte eine Meldung bekommen, dass einige Verbraucher am Bahnhof aktiviert worden waren. Die Sichtung der Lokomotive erstaunte ihn. Besonders, da sie Waggons im Schlepp hatte.
Johanns Finger huschten über die Tastaturen, doch es erschienen keine Einträge über eine beabsichtigte Fahrt zum jetzigen Zeitpunkt. Weder eine Proviantfahrt, noch sonst was.
Er setzte sich das Headset auf, klopfte auf seine Pistole, die sich mit dem Lauf nach vorne im Hosenbund versteckte, schwang sich aus dem Stuhl und öffnete die Tür nach draußen. Die kalte Nachtluft hauchte ihm einen trockenen Willkommensgruß entgegen, als er auf die Brückennock trat und den Zug musterte, der ihm gerade auf dem breiten Holzsteg entgegenkam.

***



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Beitrag #2 |

RE: Der König der Nacht (4.2)
Hey Dread!

Die Geschichte reißt mich echt mit. Hast du gut hinbekommen. Ich verschlinge die Zeilen nur so (daher auch keine besonders tiefgehenden Anmerkungen Icon_wink).

Zitat:"Hallo?" Eine Stimme, die er nicht kannte. Aber er war ja auch fast neu auf der Insel. "Kannst Du mich hören?" Und es gab viele Menschen, die nicht den Weg zu ihm fanden. "Komm zu Dir!"
Dann ein Rütteln an den Schultern, eine Hand klatschte sich durch sein Gesicht, was bis dahin noch niemand gewagt hatte.
"So ist es gut."
Langsam (mehr zähflüssig, als alles andere) stand das Ich auf, kletterte in den Kopf zurück und drängte die Innenvorhänge der Augen zur Seite. Das erste was er sah, war der rötliche Himmel über ihm, dann schob sich ein Gesicht mit asiatischen Zügen davor.
"Geht doch", sagte der Mann und hielt ihm seine Hand hin. "Komm, ich helfe Dir."
Murdock lebt! Icon_smile (Zumindest hoffe ich, dass es auch so ein Erinnerungstraum ist, wie ihn offenbar alle haben. Mrgreen )

Wasser belastet offensichtlich die Regenerationsfähigkeit der Anderen in zu hohem Maße, deshalb waren sie alle so erschöpft, Blut hätte ihnen diese Regenerationsfähigkeit wiedergegeben. Also kann die Metamorphose auch "lediglich" darin bestehen, dass die Regenerationsfähigkeit so stark angestiegen ist, dass die Anderen sich jetzt längere Zeit im Wasser aufhalten können, bevor ihnen die Kraft ausgeht. Das ist jetzt erstmal meine Theorie.^^

Zitat:Genauso wie Johann, dachte Hikaru. Immer einsatzbereit.
Woher kenne ich nochmal Johann? Ich weiß, dass ich ihn kenne, nur nicht mehr, woher ...

Bedrueckend die Bilder nach der Katastrophe, an die Murdock sich erinnert. Bedrueckend, erschreckend, aber gut vorstellbar.

Zitat:Er war die Nacht.
Auch am wolkenverhangenen Tage.
Und er wusste alles.
Johann. Icon_smile

Spannend! Jetzt haben wir auch die Ein-Mann-Verteidigungslinie der Insel kennen gelernt. Johann die Nacht. Aber den Schluessel hat wohl Rex, der König der Nacht, hm?

LG
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
Weltenknoten

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Beitrag #3 |

RE: Der König der Nacht (4.2)
Hallo Dread,

weiter gehts in die Nacht. Icon_smile

Zitat:Man konnte es nicht hören konnte, nicht sehen.

Ich bin da ja auch kein Profi, aber mein Lesegefühl sagt mir, dass das Komma hier nicht an der richtigen Stelle ist. Ich hätte es hinter das „hören“ gesetzt, weil ich vor dem zweiten „konnte“ beim Lesen eine Pause mache.

Zitat:"Das gibts doch nicht!", rief er dem Mann mit dem Kreuz, als sie sich anschickte, den Japaner anzugreifen, der seine Axt erhob

Hier fehlt ein „zu“. Ich seh grad die „rief-zu“-Formulierung hast du im nächsten Satz nochmal.

Meine Gedanken zum ersten Teil: Es ist prima, dass wir mal was zu Hikarus und Murdocks Vergangenheit erfahren. Ebenso find ich gut, dass wir Rex’s Erlebnisse mal aus einer anderen Sicht gezeigt bekommen, denn seine Erinnerungen sind immer so verschwommen. Icon_wink Ich muss ja sagen, dass ich die Sache mit dem Ziegelstein bisher nicht so gelesen hatte, dass er damit das Mädchen geschlagen hat, sondern ich dachte, er hätte ihn gegen den Kopf gegriegt. Icon_rolleyes

Zitat:Auf einer Insel, wo selbst die Zeit einkehrte, um sich eine Pause zu gönnen.

Sehr schöne Formulierung. Pro

Zitat: Als wäre es eingefroren.

er

Zitat:Sie hatten der Harlesund hinterher geschaut, als das Schiff zum letzten Mal abgelegt hatte.

Spontaner Gedanke: War Rolf auf diesem Schiff und ist vor den Zombies geflüchtet? Würde sich nur die Frage stellen, wie er denn auf das Schiff gekommen ist …

Zitat:Die meisten Maschinen waren fast größtenteils aus dem Rumpf herausgeholt worden, genauso wie das technische Equipment, was nicht unbedingt benötigt wurde.

„fast größtenteils“ widerspricht sich irgendwie. Ich würde mir eins von den beiden aussuchen. Icon_wink

Zitat:Seine Finger erkundeten die Landschaft des schmerzenden Gesichtes, fanden klebriges Zeug und brennende Stellen.

„Zeug“ klingt ein wenig ungelenk. Ich würde vielleicht sagen „Flüssigkeit“.

Zitat:"Mathilda", sagte der Mann mit dem Kreuz zu ihr.

Du bezeichnest ihn in diesen Rückblenden fast nur als „Mann mit dem Kreuz“. Ich würde da etwas Abwechslung ganz gut finden. „Pfarrer“ oder so. Icon_wink
Übrigens: Gut zu wissen, dass Rex immun ist, vielleicht erfahren wir ja noch, warum das so ist. Vielleicht ist es einfach eine Laune der Natur.

Zitat:Teile des Prils auszubaggern, ob der Hubschrauber wieder unterwegs war, oder wann die

Priels

Zitat: (einem sogenannten Ölfüß)

Ich hab ja keine Ahnung von nautischen Begriffen, aber mein Lesegefühl meint, dass sich Ölfuß besser lesen lässt. Icon_wink

Zitat:zusammen mit dem Geruch nach Öl und anderen Schmierfetten und der Lichtlosigkeit.

Lichtlosigkeit. Schönes Wort. Icon_cuinlove

Zitat:Auf seinem Gesicht war keine Regung zu erkennen, als der folgende Gedanke wieder durch seinen Kopf schwebte: Keine Menschen mehr, mit denen er reden musste.

Ich finde das mit dem „folgenden Gedanken“ ein wenig unglücklich formuliert. Das klingt so formell. Vorschlag: „Als der Gedanke … durch seinen Kopf schwebte, zeigte sich keine Regung.“ So ähnlich halt.

Zitat:Der Wächter, der die Insel beschützt hatte, als die Untoten das erste Mal sich der (damals noch) engen Stelle des östlichen Prils genähert hatten.

Du und der Priel werdet keine Freunde. Icon_wink

Zitat:Die drei Klapprechner mit dem Logo 'F-226 Emden' hatte er um den Komandantenstuhl

Den Stuhl weiter oben hast du mit zwei „m“ geschrieben Icon_wink

Zitat: (links, Mitte, rechts)

Wo denn auch sonst?

Zitat:Sowie die Waffenanlagen, denn der Pril war zwar zwischen Westhafen und dem Flugplatz

*hust*

Zitat:Irgendeine Feier. Den Grund kannte er nicht.

Ich befürchte ja, dass diese Party in einer Katastrophe endet.

Okay, also sind Rex und Hikaru mit Rolf auf dem Weg zu Johann. Gut, das hab ich soweit verstanden. Was Hikaru nun mit Rolf vorhat wissen wir aber immer noch nicht. Ob er ihn irgendwo einsperren will? Oder ihn auf dem Schiff abtransportieren lassen will, wie die es ja auch mit den anderen Infizierten gemacht haben? Ich vermute irgendwie letzteres. Es wäre ein super Effekt, wenn das alte Schiff wieder klar gemacht wird und in See sticht. Icon_smile

Ich bin gespannt.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #4 |

RE: Der König der Nacht (4.2)
Ich mache mal weiter mit meinem Antwortmarathon. Icon_wink

@WW:
Zitat:Ich verschlinge die Zeilen nur so
Sehr schön. Mrgreen Atmen nicht vergessen. Icon_wink

Zitat:Wasser belastet offensichtlich die Regenerationsfähigkeit der Anderen in zu hohem Maße, deshalb waren sie alle so erschöpft, Blut hätte ihnen diese Regenerationsfähigkeit wiedergegeben. Also kann die Metamorphose auch "lediglich" darin bestehen, dass die Regenerationsfähigkeit so stark angestiegen ist, dass die Anderen sich jetzt längere Zeit im Wasser aufhalten können, bevor ihnen die Kraft ausgeht. Das ist jetzt erstmal meine Theorie.^^
Das ist erstmal richtig so. Icon_wink

Zitat:Woher kenne ich nochmal Johann? Ich weiß, dass ich ihn kenne, nur nicht mehr, woher ...
Pate für Johann, die Nacht war nicht Johann Kienau, sondern Johann, das Gespenst. Johann Kienau würde ich für diese Rolle niemals verwenden. Der hat seinen Platz auf der Wiesbaden - und der steht ihm echt zu. (Falls dieses Dingen irgendwann mal fertig wird. Nein, wenn ich es fertig haben will.)

Zitat:Bedrueckend die Bilder nach der Katastrophe, an die Murdock sich erinnert. Bedrueckend, erschreckend, aber gut vorstellbar.
Ich habe im Ort gestanden und mir die Szene vorgestellt. Ein kompletter Bruch zwischen Ferien, Sonne, Freiheit und der düsteren Apokalypse.

Zitat:Spannend! Jetzt haben wir auch die Ein-Mann-Verteidigungslinie der Insel kennen gelernt. Johann die Nacht. Aber den Schluessel hat wohl Rex, der König der Nacht, hm?
Der König der Nacht herrscht über die Nacht und allem, was sich darin befindet. Ja.

@Lady:
Zitat:Ich muss ja sagen, dass ich die Sache mit dem Ziegelstein bisher nicht so gelesen hatte, dass er damit das Mädchen geschlagen hat, sondern ich dachte, er hätte ihn gegen den Kopf gegriegt.
Ist das so missverständlich gewesen? Hm.

Zitat:Zitat:Sie hatten der Harlesund hinterher geschaut, als das Schiff zum letzten Mal abgelegt hatte.

Spontaner Gedanke: War Rolf auf diesem Schiff und ist vor den Zombies geflüchtet? Würde sich nur die Frage stellen, wie er denn auf das Schiff gekommen ist …
Nein, das Schiff vom Anfang war auf hoher See. Die Harlesund ist ein Küstenschiff und würde gar nicht soweit kommen.
Das ist ein Stück Vergangenheit aus Hikarus Sicht. Die Harlesund gibt es schon gar nicht mehr (2017).

Zitat:Du bezeichnest ihn in diesen Rückblenden fast nur als „Mann mit dem Kreuz“. Ich würde da etwas Abwechslung ganz gut finden. „Pfarrer“ oder so. Icon_wink
Übrigens: Gut zu wissen, dass Rex immun ist, vielleicht erfahren wir ja noch, warum das so ist. Vielleicht ist es einfach eine Laune der Natur.
Ich wollte eine Abgrenzung zu Murdock als lebende Person haben, aber ich kann auch Pfarrer wieder einbauen.
Und bei Rex: Laune der Natur.

Zitat:Zitat: (einem sogenannten Ölfüß)

Ich hab ja keine Ahnung von nautischen Begriffen, aber mein Lesegefühl meint, dass sich Ölfuß besser lesen lässt.
Umgangssprache an Bord. Wie in jedem anderen Berufszweig auch gibt es Verballhornungen oder Spitznamen ... Beispielsweise gibt es den Decksdienst an Bord. Also wenn ein Schiff ankert, Tampen und Taue geworfen werden oder gepönt werden muss (Farbe neu machen etc.) Dieser Verwendungsreihe wird gerne vorgeworfen, dass die Mindestanforderungen sehr gering sind (was nicht wahr ist) und daher gibt es bspw den Scherz:
Achtung! Bleib nicht so lange still auf dem Deck stehen - sonst wirst Du mit angestrichen. Oder landest als Tampen zwischen Bordwand und Kai.
Und ja, es war Ölfuß gemeint. Smiley_emoticons_blush

Zitat:Zitat: (links, Mitte, rechts)

Wo denn auch sonst?
Der Stuhl ist meistens frei, damit der Kdt alles im Blick hat. Johann hat das Schiff ein bisschen 'gepimpt'. Außerdem wollte ich die Szene klar zeigen, dass das alles in seiner unmittelbaren Reichweite liegt, also drumherum.

Zitat:Es wäre ein super Effekt, wenn das alte Schiff wieder klar gemacht wird und in See sticht.
Die Emden liegt im Sand. Und das Schiff da wieder rauszukriegen ist 2017 schlicht unmöglich. (Und auch nicht gewollt.)

LGD.


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Beitrag #5 |

RE: Der König der Nacht (4.2)
Ganz kurze Rückmeldung:

Zitat:
Zitat:Ich muss ja sagen, dass ich die Sache mit dem Ziegelstein bisher nicht so gelesen hatte, dass er damit das Mädchen geschlagen hat, sondern ich dachte, er hätte ihn gegen den Kopf gegriegt.

Ist das so missverständlich gewesen? Hm.

Missverständlich nicht unbedingt. Ich hatte mir das einfach falsch zusammengereimt. Icon_wink Rex' Erinnerungen sind ja bis dahin eh verschwommen. Icon_wink

Zitat:Ich wollte eine Abgrenzung zu Murdock als lebende Person haben, aber ich kann auch Pfarrer wieder einbauen.

Okay, das ist nachvollziehbar. Aber ich find's halt bissl eintönig. Icon_wink Bisher ist es aber auch, dass ich ganz gut Vergangenheit und Gegenwart auseinanderhalten konnte, entweder durch die Jahreszahlen oder durch die Übergänge. Ich glaub nicht, dass man da was verwechselt, wenn du seinen Namen benutzt oder so.

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #6 |

RE: Der König der Nacht (4.2)
Hallo Lady.

Zitat:Okay, das ist nachvollziehbar. Aber ich find's halt bissl eintönig. Icon_wink Bisher ist es aber auch, dass ich ganz gut Vergangenheit und Gegenwart auseinanderhalten konnte, entweder durch die Jahreszahlen oder durch die Übergänge. Ich glaub nicht, dass man da was verwechselt, wenn du seinen Namen benutzt oder so.
Wie gesagt: Ohne Namen ist er nur ein Mensch. In Anbetracht der Umstände zum Ende hin war der Gedanke eine Entmenschlichung. Aber ich werde den Namen wieder einbauen.

LGD.


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Beitrag #7 |

RE: Der König der Nacht (4.2)
Hallo Dread, 

Ich bin immer noch dabei und weiterhin am rätseln, wie alles passiert ist. Icon_confused Vielleicht so einen klitzekleinen Hinweis?  Icon_wink

Zitat:Und es gab viele Menschen, die nicht den Weg zu ihm fanden.
Zu wem? Zu Rex, seinem Ich? Dieser Satz ist ein wenig unverständlich

Zitat:Langsam (mehr zähflüssig, als alles andere) stand das Ich auf, kletterte in den Kopf zurück und drängte die Innenvorhänge der Augen zur Seite.
Diesen Satz finde ich genial

Zitat:Und ihre Klamotten waren derart zerfetzt, dass man von einem Wunder sprechen konnte. Sie lebte, auch wenn das Gesicht von nun an mit Narben verziert bleiben würde.
Ich weiß, was du mit diesem Satz sagen möchtest, aber der kommt ein wenig schief. Schreibe das mit dem Wunder doch nach den Narben, weil die zerfetzten Klamotten allein machen da den Hahn nicht fett und ich persönlich finde Kleidung besser passend als Klamotten weil sie scheint ja eher eine erwachsene Frau und Dame zu sein, als ein junges Teeniemädel.

Zitat:Er hielt sie am Arm fest, als sie wieder wie eine Furie gehen wollte.
Das ist auch so ein Satz. Man weiß zwar, was gemeint ist, aber es kommt nicht raus. Ersetze doch gehen durch stürmen, das trifft, denke ich, eher den Kern der Situation und dann passt es auch zur Furie.

Zitat:Und Menschen würde man an Bord nur ihn vorfinden. 
Hä? Hast du da Wörter vergessen?   Icon_confused

Zitat:Ja, er war die Nacht, die schlimmer sein konnte, als alles, was da draußen herumlief.

Rex kann es nicht sein, der wäre zu jung. Scheint ein Menschenhasser zu sein, jemand der keine Freunde hat. Vielleicht ist er schuld an der Apokalypse? Ich finde es noch raus  wallbash

Zitat:Die Versandung dieses Teils des Prils ging deutlich schneller vonstatten, als früher. 
Ich glaube, das Komma hinter vonstatten kannst du streichen

Zitat: Eingeladen hatte man ihn, aber sie wussten, dass er nicht kommen würde. Nicht kommen konnte. Keiner konnte ihn ersetzen - und das wussten sie auch.
Da hat aber jemand ein Ego,  Icon_irre klingt ziemlich eingebildet und ich habe sofort ein bestimmtes Bild im Kopf. 

Du verstehst es, Atmosphäre einzufangen uns Spannung zu erzeugen, ohne gleich ein Drama mit viel Blutvergießen schreiben zu müssen, selbst wenn da kein Angriff der Zombievampire kommt, bleibt es spannend.
Jetzt habe ich das auch mit dem Wasser kapiert. Zuerst sind die Anderen eine Art von Vampiren, die Wasser nicht vertragen, aber wenn sie sich umgewandelt haben, sind sie Zombies  Icon_confused

Ich bin momentan die Königin der Nacht mit viel Zeit, deine Geschichte hier zu kommentieren  hurra

Liebe Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #8 |

RE: Der König der Nacht (4.2)
Hallo Persephone.

Zitat:Und es gab viele Menschen, die nicht den Weg zu ihm fanden.
Zu wem? Zu Rex, seinem Ich? Dieser Satz ist ein wenig unverständlich

Es ist Murdocks Sicht, also aus der Sicht als Pfarrer, zu dem nicht alle (möglichen) Schäfchen kommen.

Zitat:Ich weiß, was du mit diesem Satz sagen möchtest, aber der kommt ein wenig schief. Schreibe das mit dem Wunder doch nach den Narben, weil die zerfetzten Klamotten allein machen da den Hahn nicht fett und ich persönlich finde Kleidung besser passend als Klamotten weil sie scheint ja eher eine erwachsene Frau und Dame zu sein, als ein junges Teeniemädel.

Analya ist ungefähr im gleichen Alter wie Rex gewesen. Von daher finde ich Klamotten besser als Kleidung. Und von der Abfolge hatte ich erst die 'Kleidung' im Kopf, also das, was man zuerst sehen würde, dann erst die Narben.
(Nicht stimmig?) Icon_confused

Zitat:Das ist auch so ein Satz. Man weiß zwar, was gemeint ist, aber es kommt nicht raus. Ersetze doch gehen durch stürmen, das trifft, denke ich, eher den Kern der Situation und dann passt es auch zur Furie.

Hm, soviel Platz ist da nicht, aber ich weiß, was Du meinst. Besser wäre also von 'davonstürmen' zu schreiben.

Zitat:Hä? Hast du da Wörter vergessen?

Ähm, nein?

Zitat:Rex kann es nicht sein, der wäre zu jung. Scheint ein Menschenhasser zu sein, jemand der keine Freunde hat. Vielleicht ist er schuld an der Apokalypse? Ich finde es noch raus

Nein, das ist 'nur' Johann. Mrgreen

Zitat:Ich glaube, das Komma hinter vonstatten kannst du streichen

Ja, Mam. Icon_ugly

Zitat:Da hat aber jemand ein Ego,  [Bild: icon_irre.gif] klingt ziemlich eingebildet und ich habe sofort ein bestimmtes Bild im Kopf.

Johann ist der Inbegriff der Nacht, was vorher bereits an einigen Stellen durchklingen sollte. Jemand, den man fürchtet, nicht besonders mag, aber der irgendwie immer da ist. Unsichtbar, unerkannt, ständig präsent und der Name wird mit Ehrfurcht ausgesprochen.

Zitat:Du verstehst es, Atmosphäre einzufangen uns Spannung zu erzeugen, ohne gleich ein Drama mit viel Blutvergießen schreiben zu müssen, selbst wenn da kein Angriff der Zombievampire kommt, bleibt es spannend.

Ich bemühe mich. Grundsätzlich bin ich auch kein Fan von Braindead-Filmen oder Sinnlos-Gemetzel. Subtiler geht es immer, und dann ist es auch meistens bedrohlicher, weil die Filmleinwand niemals das eigene Grauen im Kopf des Zuschauers darstellen kann. Jeder hat seine eigene Hölle - und das unterstütze ich hiermit natürlich großzügig. Mrgreen

Zitat:Jetzt habe ich das auch mit dem Wasser kapiert. Zuerst sind die Anderen eine Art von Vampiren, die Wasser nicht vertragen, aber wenn sie sich umgewandelt haben, sind sie Zombies

Ich habe versucht, es bei der postapokalyptischen Strandszene mit Rex und Analya zu zeigen. Zuerst beißt sie ihm in den Arm, saugt das Blut aus dem Fleisch, welches sie dann aber wegwirft. Also Vampire. Später werden sie vom Blutsauger zum Fleischfresser, weil das Blut alleine nicht mehr reicht.

Zitat:Ich bin momentan die Königin der Nacht mit viel Zeit, deine Geschichte hier zu kommentieren

Da freut sich aber jemand. Mrgreen

LGD.


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