Es ist: 11-04-2021, 07:29
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Herr je, der Reim ...
Beitrag #1 |

Herr je, der Reim ...
Der Endreim ist's, genau gesagt
der jeden wahren Dichter plagt.
Der Stabreim ist nicht mehr gefragt,
ist er doch heute arg betagt.

Ach, denke ich an Hölderlin,
was wäre Dichtung ohne ihn,
kommt mir das Versmaß in den Sinn.
Der Rhythmus ist seit Anbeginn
Euterpes liebstes Musenkind,
ein wunderbarer Götterwind.

Doch als die Dichter dies vergaßen,
starb ihre Kunst gewissermaßen.

O ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt, und wenn die Begeisterung hin ist, steht er da wie ein missratener Sohn, den der Vater aus dem Hause stieß, und betrachtet die ärmlichen Pfennige, die ihm das Mitleid auf den Weg gab.

Hyperion am Bellarmin


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Beitrag #2 |

RE: Herr je, der Reim ...
Hallo,

so lange kein Kommentar? Das muss sich ändern.

Reime in der Dichtung, ja ... sie sind insofern aus der Mode, wie bildliche Darstellung in der Malerei aus der Mode ist, oder klare Stimmen in der Popmusik lange out waren. Aber ganz weg ist nichts davon, alles kommt nach 20 Jahren wieder ...

An der ersten Strophe habe ich nichts zu bemängeln. Die Zweite hätte ich nach der vierten Zeile aufgespalten, so dass alles auf "ihn/inn" endet. Damit hättest du ein sauberes 3x4-Zeilen-Schema.

- coco


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