Es ist: 08-03-2021, 16:09
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Umfrage: Über welchen Zeitraum soll das 9. MoPro laufen?
Diese Umfrage ist geschlossen.
12.01 (Montag) - 08.02
75.00%
3 75.00%
23.01 (Freitag) - 19.02
25.00%
1 25.00%
Gesamt 4 Stimme(n) 100%
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Das 9. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
Beitrag #121 |

RE: Das 9. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
@Lanna:
Zitat:Im Endeffekt schreib ichs halt erstmal so, wie ich es für richtig halte (vor allem, weil einer der neuen POVs inzwischen auch einige richtige spannende Parts in Planung hat, das sollte den Leser versöhnen), und wenns nicht ankommt, hab ich halt Pech gehabt Icon_ugly
Ich glaub, das ist eine Faustregel fürs Schreiben: es geht immer langsamer als erwartet :D
Werde heute auch nicht mit dem aktuellen Kapitel fertig, dabei habe ich schon viel geschafft. Mache einfach bis zu der Stelle noch weiter in der der Graf (potentieller POV Nr. 4) erstmals auftaucht.

Zitat:Schreibtechnisch gehts bei mir mal wieder schleppend, weil die ganze Szene einfach so chaotisch ist und ich ein paar Infos zehnmal wiederhole und andere überhaupt nicht drin hab und gerade so nebenbei noch einen Nebenplot auflösen will, der als was ganz anderes geplant war und jetzt aber doch nicht und vielleicht rausfliegt, aber ... puh, alles so unübersichtlich hier. Ich will meine getrennten Handlungsstränge wiederhaben Smiley_frown
Kenn ich. Habe mir inzwischen angewöhnt, alles erstmal zu schreiben, dann zu drucken (bzw. aufm Tablet zu lesen) und dann daran herumzudoktern, bis alles halbwegs organisch wirkt. Entscheide mich meist erst dann, welche Information an welcher Stelle landet.

@MoPro:
Schreibe aktuell an dem Kapitel, das rein chronologisch das erste Kapitel nach dem Prolog sein wird, bin mir aber noch extrem unsicher, ob es interessant ist oder einfach nur völlig mit Infos überfrachtet. Andererseits machen viele der Informationen in diesem Kapitel auch einfach Sinn, a) weil sie immer wieder eine Rolle spielen werden und b) weil die Kombination der Charaktere es nahezu unmöglich macht, dass nicht darüber geredet/nachgedacht wird.
Aktuell sind die vorkommenden oder zumindest angeschnittenen Themen:
1) Die Herbstaufstände und die Rolle des Grafen
2) Die Schlacht der Zwei Schwerter, bei der ein Seeräuberkriegsherr geschlagen wurde
3) Die anschließende Befreiung der Stadt (das zumindest wird nur mal kurz erwähnt)
Dazu kommen kleinere Sachen:
a) Geographie der Umgebung der Stadt mit Nachtforst, Schlammwasser (Dorf), Schlammstrom (kleiner Fluss), Sorneal (größerer Fluss)
b) Was an Gerüchten/Infos über den Grafen in der Stadt angekommen ist
c) dass die Westlichen Reiche seit 200 Jahren keine Könige mehr haben, sondern vom Konzil der Fürsten regiert werden
Bin schon froh, dass mir gestern Nacht noch eine Methode eingefallen ist, die grundlegenden Infos über die Herbstaufstände organisch in die Handlungen und Dialoge einzubauen, anstatt nur zu infodumpen.

Frage:
Wie verschafft ihr euch einen Überblick über die Länge eures Textes? Damit meine ich nicht alleine die Wortzahl, sondern wie ihr ein Gefühl dafür entwickelt, wie viel ihr schon geschrieben habt, im Verhältnis zu der Länge, die alles mal haben soll?
Rechnet ihr auf Normseiten um? Wenn ja, wie?
Eine meiner großen Ängste ist es einfach, am Ende 800 Seiten zu haben und im Grunde ist nichts passiert.

PS:
Wollen wir nicht einfach das MoPro noch weiter verlängern? ^^ Kann die Motivation immer gebrauchen.

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Beitrag #122 |

RE: Das 9. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
Zitat:Ich glaub, das ist eine Faustregel fürs Schreiben: es geht immer langsamer als erwartet :D
Daran hab ich mich inzwischen ja gewöhnt. Mein Problem gerade im Moment ist, dass es mir viel zu schnell vorkommt. Also ich hab inzwischen so ein Gefühl für Kumen-Esh und das Handlungstempo dort entwickelt und nun musste ich meinen ursprünglichen "Plan" umschmeißen und Ereignisse vorziehen, bzw. gleichzeitig geschehen lassen und einen ganzen Strang hab ich rausgestrichen ... und plötzlich kommt es mir vor, als würde ich von einem Punkt zum nächsten hetzen. Das macht mir bissl Angst.
Aber für Verschnaufpausen haben meine Leute eigentlich keine Zeit mehr ...

Zitat:Habe mir inzwischen angewöhnt, alles erstmal zu schreiben, dann zu drucken (bzw. aufm Tablet zu lesen) und dann daran herumzudoktern, bis alles halbwegs organisch wirkt. Entscheide mich meist erst dann, welche Information an welcher Stelle landet.
Ja, zur Zeit schaff ich es auch ganz gut, "einfach erstmal alles zu schreiben" Icon_smile heute auch wieder: Ein Gespräch, dass so nicht in die Geschichte kommt, das mir aber selbst ein klares Bild vom Standpunkt der Parteien gegeben hat, so dass ich für mich selbst genau weiß, was passiert ist, das aber für den Leser nur zusammenfassen werde. Aber das kann ich nicht immer, weil es mich oft tierisch aufregt, wenn ich so ziellos schreibe *lach*
Überspringen ist dann auch meist keine Option, weil ich mich unsicher fühle, sobald ich nicht genau weiß, was da fünf Minuten zuvor überhaupt passiert ist.

Zitat:Schreibe aktuell an dem Kapitel, das rein chronologisch das erste Kapitel nach dem Prolog sein wird, bin mir aber noch extrem unsicher, ob es interessant ist oder einfach nur völlig mit Infos überfrachtet.
Dafür hab ich bei meiner eigenen Schreibe ja auch überhaupt kein Gespür. Zu viele Infos? Zu wenig? Spannender Charakter? Langweilig? Ich mach das da wie du und schreib die Infos erstmal rein, wo sie mMn gut passen und wo sie sich passend anfühlen.
In deiner Übersicht klingt es auf jeden Fall mal nicht langweilig, gerade weil es ja viel um Konflikt geht (der vermutlich auch die Story beeinflussen wird). Das ist ja was ganz anderes als irgendwie den Stammbaum der Königslinie bis aufs Jahr Null runter zu dokumentieren Icon_ugly

@Frage:
Ich hab keinen Überblick Mrgreen
Ich kann sowas nicht einschätzen, wenn ich es bisher versucht habe (also so in zwei Kapitel sollten sie dann fliehen. - Fünf Kapitel später hängen sie immer noch gemütlich in ihrem "Gefängnis" ab ... Icon_rolleyes ), ist es grandios daneben gegangen. Ich dachte schon zig mal, ich wäre jetzt so etwa in der Hälfte, aber das Ende fühlt sich noch weit weg an.
Wenn ich Langeweile hab (oder mich vorm Schreiben drücke), formatiere ich alles manchmal aus Spaß in Norm-Seiten. Ist aber schon eine Weile her, das letzte Mal war ich glaub ich bei 300 oder so. Aber selbst wenn ich es einschätzen könnte: Bei der Überarbeitung will ich so viel umschreiben, neuschreiben, reinschreiben ... da würd eh alles wieder umgeworfen *lach*

Ich finds jetzt auch weniger wichtig zu wissen, dass ich am Ende auf 600 Seiten komm. Wenn ich das immer im Hinterkopf hätte und meine Story letztendlich aber nur für 400 Seiten reichen würde, würde ich mich womöglich genötigt sehen, zu strecken und unnötige Dinge reinzuschreiben. Andersrum will ich nicht auf eine gute / spannende / dramatische Szene verzichten, nur weil ich dann auf 700 statt auf 600 Seiten käme.
Ich hab meinen groben Storyverlauf (bzw. mein Ende, das ich erreichen will und einige Zwischenpunkte auf dem Weg), aber wie viele Seiten die Geschichte letztendlich braucht, um erzählt zu werden, kann ich gar nicht einschätzen.

Dass auf zu vielen Seiten zu wenig passiert, ist allerdings eine Befürchtung, die ich auch habe. Vor allem, weil ich viel Dialog schreibe, viel inneren Konflikt und so. Aber ich versuch einfach, mir beim Schreiben selbst keine Gedanken darum zu machen (weil ich sonst nicht mehr zum Schreiben käme). Und irgendwann hab ich hoffentlich ein oder zwei Betaleser, die mir die Sache um die Ohren hauen Icon_smile

Zitat:Wollen wir nicht einfach das MoPro noch weiter verlängern? ^^ Kann die Motivation immer gebrauchen.
Also ich wollte auf jeden Fall versuchen, ob ich das noch ein paar Wochen durchhalten kann. dadurch, dass ich dieses Mal nur nachmittags schreibe und abends den Kopf freibekomme, fühl ich mich bei weitem nicht so ausgelaugt und von meiner eigenen Geschichte genervt wie sonst. Bin also auf jeden Fall noch dabei Icon_smile

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Beitrag #123 |

RE: Das 9. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
Hallo zusammen.

@Saryn:
Zitat:Generell stimme ich dir zu. Ich hab definitiv keine Quote im Kopf,
Wenn sich mir eine Idee, eine Geschichte erschließt, sind die Darsteller bereits Mann oder Frau. Ist eben von Anfang an so, da überlege ich auch nicht lange.

Zitat:Zitat:Dann vielleicht ein Non-POV? Oder bei Nummer 4 gibst Du etwas mehr mit

Sorry, Dread ... ich hab das jetzt mehrmals gelesen und versteh immer noch nicht, was du mir sagen willst
Ähm, ... Icon_ugly Okay, nochmal von vorne.
Ich meinte damit, dass man einen vierten Perspektivträger mit Handlungsbogen nehmen könnte (kein Ich-Erzähler), der mit einem neutralen Erzähler ausgestattet wird, zur Abgrenzung. Diese Nummer 4 könnte die anderen drei Darsteller durch sein Handeln miteinander verbinden. Vielleicht hat er auch eine wichtige Information, entweder für den Leser oder die Darsteller, wodurch sein Platz in der Geschichte gerechtfertigt wäre. Von der Position her würde ich Nummer 4 dann als Nebendarsteller aufbauen, mit dem Zusatz 'Running Gag', nur hier als 'Fortlaufende Verbindung'.

Generell stimme ich da Lanna zu:
Zitat:Im Endeffekt schreib ichs halt erstmal so, wie ich es für richtig halte
Denn brauchen wir Abgrenzungen? Muss es Normen erfüllen? Kann man auch Neues wagen und versuchen? Ich finde ja.

@Lanna:
Zitat:puh, alles so unübersichtlich hier. Ich will meine getrennten Handlungsstränge wiederhaben
Flipchart und Edding. Oder nimm gleich die Wand. Mrgreen Und wenn jemand fragt: Du wolltest sowieso tapezieren. Icon_wink

@Saryn:
Zitat:Bin schon froh, dass mir gestern Nacht noch eine Methode eingefallen ist, die grundlegenden Infos über die Herbstaufstände organisch in die Handlungen und Dialoge einzubauen, anstatt nur zu infodumpen.
Genau so. Obwohl ich meine, dass es in meiner Parallelwelt einfacher ist weil einfach ein gemeinsamer 'Nenner' irgendwo da ist.

Zitat:Wie verschafft ihr euch einen Überblick über die Länge eures Textes? Damit meine ich nicht alleine die Wortzahl, sondern wie ihr ein Gefühl dafür entwickelt, wie viel ihr schon geschrieben habt, im Verhältnis zu der Länge, die alles mal haben soll?
Rechnet ihr auf Normseiten um? Wenn ja, wie?
Eine meiner großen Ängste ist es einfach, am Ende 800 Seiten zu haben und im Grunde ist nichts passiert.
Überblick? Icon_ugly Ich plane, ja. Mindestens sechs Seiten, maximal 8 pro Einstellung. (Meistens ist es auch dann ein Unterkapitel.)
Aber die Realität zur Planung sieht schlimmer aus. Beispielsweise ist der hängende Irgendwas viel (!) zu lang geworden, weil ich Idiot ihm auch den nötigen Platz geschenkt habe. Aber nachdem der ursprüngliche Plan sowieso bald obsolet wurde, wars dann auch egal.

Zitat:PS:
Wollen wir nicht einfach das MoPro noch weiter verlängern? ^^ Kann die Motivation immer gebrauchen.
Immer. Ich muss sowieso.

LGD.


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Beitrag #124 |

RE: Das 9. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
@Dread:
Zitat:Ich meinte damit, dass man einen vierten Perspektivträger mit Handlungsbogen nehmen könnte (kein Ich-Erzähler), der mit einem neutralen Erzähler ausgestattet wird, zur Abgrenzung. Diese Nummer 4 könnte die anderen drei Darsteller durch sein Handeln miteinander verbinden. Vielleicht hat er auch eine wichtige Information, entweder für den Leser oder die Darsteller, wodurch sein Platz in der Geschichte gerechtfertigt wäre. Von der Position her würde ich Nummer 4 dann als Nebendarsteller aufbauen, mit dem Zusatz 'Running Gag', nur hier als 'Fortlaufende Verbindung'.
Hm, das würde vermutlich funktionieren, aber so habe ich es in "Die Stadt" gemacht, womit ich im Endeffekt nicht sonderlich glücklich bin. Für "Eine Zeit der Dornen" habe ich mir ein paar Regeln auferlegt, die ich nicht brechen will:
- nur personale Erzähler
- ein Kapitel = ein Erzähler
- keine einmaligen Perspektivträger, die nur da sind um zum richtigen Zeitpunkt zufällig die richtige Information mitzukriegen
- ein Kapitel ~ 4000 Wörter
Das heißt im Endeffekt, dass es nur einen Kandidaten für Perspektive 4 gibt, nämlich den bereits erwähnten Grafen. Ich werde mich einfach damit abfinden müssen, dass er in "Sommer" dazu kommt

Aber wo ich gerade Kapitellängen erwähne:
Wenn ich eine Sache habe, die mich beim Schreiben frustriert (ich habe mehr als nur eine), dann ist es sicher, dass ich bei den Überarbeitungen stets das Gefühl hatte, präziser, knapper und besser zu formulieren und am Ende auf einmal 1000 Wörter mehr habe als in der unüberarbeiteten Variante. Icon_motz

@Lanna:
Zitat: Herr Gott, wie schreibt man solche Szenen nur? Am besten versuch ich es doch mal mit einem Zeitsprung, so dass alle Entscheidungen und Streits schon in der Vergangenheit liegen. [...] Okee, mein zweiter Ansatz ist definitiv der erfolgsversprechendere, auch wenn die Hälfte im PQP steht.
Jo, das beschreibt in etwa meine aktuelle Vorgehensweise bei wenigstens jedem zweiten Kapitel. Kapitelanfang -> Rückblick -> Kapiteltext & Ende. Früher habe ich mich gegen so etwas immer gewehrt, weil ich Rückblicke immer für unelegant hielt - wenn etwas wichtiges in der Vergangenheit passiert ist (also kurz vorher), warum fängt man das Kapitel nicht einfach an der Stelle an? Aber inzwischen habe ich festgestellt, dass diese Methode viel mehr gestalterische Freiheit mit sich bringt. Man kann zum Beispiel ein Kapitel mit einer Formulierung anfangen, die einem gefällt, aber zeitlich nur an der Stelle Sinn macht. Man kann mit einer schnellen Szene anfangen und die langsameren Vorbereitungen später einfließen lassen. Man kann Dinge andeuten und den Leser neugierig machen. Man kann das Was voranstellen und sich Zeit nehmen und viel Spaß haben mit der Darlegung des Warum.
Was das PQP-Problem angeht, bin ich auch noch unschlüssig. Kurze Abschnitte lasse ich meist einfach darin stehen, aber gerade bei längeren Absätzen, die längere PQP-Ebenen-Szenen als Rückblick darlegen, fudle (fudel?) ich momentan ein wenig. Z.B.:
"Tom hatte den Hund zum ersten Mal gesehen, als er spät Abends aus der Kneipe torkelte. Das Tier war groß und schwarz, dass es mehr aussah wie ein Scherenschnitt von einem Tier als das tatsächliche Tier. Nur die Augen zerstörten die Illusion, den sie waren gelb und hell - nicht so hell wie die Scheinwerfer des Autos, das im nächsten Moment vorbei fuhr, aber auch nicht so dunkel wie die eine, schwächliche Glühbirne in Toms winziger Wohnung. Diese Augen hatten ihn angesehen und eine ernüchternde Wirkung auf Tom gehabt."
Keine Ahnung, ob man das so machen kann, ich mache es jedenfalls so. Ich nennen es das PQP-Sandwich. Also gerade eben. Gerade eben habe ich es so genannt.
Oh Gott, ich bin kein Koffein gewohnt ...

@MoPro:
Zwei Fragen:
1. Ist eigentlich noch irgendwer hier außer uns dreien?
2. Habt ihr einen idealen Leser, den ihr stets im Hinterkopf habt, wenn ihr schreibt?
Für mich ist das immer wieder ein Problem. Ich bin in meinem Freundeskreis der größte SF/Fantasy-Afficionado (das klingt netter als Geek Icon_ugly ). Hab zwar eine gute Freundin, die so ziemlich alles über Mittelerde im Schlaf wiedergeben könnte, aber das ist nicht unbedingt mein Subgenre. Außerdem hat sie noch nie was von mir gelesen (wovon ich weiß) und wie jeder gute Introvertierte genier ich mich viel zu sehr um ihr mal was zu geben Icon_ugly
Zumeist liest meine Freundin meine Text - relativ gnadenlos möchte ich hinzufügen, da musste ich schon Lieblingsformulierungen mit Krallen und Zähnen verteidigen - aber sie hat mit den Genres, in denen ich mich bewege, so gut wie nichts zu tun. Mein bester Freund ist schon vor einiger Zeit nach Berlin gezogen und auch wenn wir stets gelesen haben, was der andere geschrieben hat, waren wir auch in unterschiedlichen Genres unterwegs. Damit will ich nicht sagen, dass nur jemand, der Fantasy liest/schreibt meine Texte bewerten könnte. Keinesfalls, Elemente wie Formulierungen, Handlungstempo sind ja größtenteils unabhängig vom Genre. Aber wenn man sich in einem Genre auskennt, fallen eher Sachen auf, die ausgelutscht sind oder schonmal da waren oder dergleichen.
Der einzige, den ich persönlich kenne und ab und an mal sehe, der Fantasy schreibt ist sowas von am anderen Ende des Genrespektrums angesiedelt, dass wir in 9 von 10 Fällen zu einem Element von Handlung oder Weltenbau die exakt gegensätzliche Position einnehmenIcon_ugly
Ich: Magie bitte nur in Moderation, wenn überhaupt. Er: Zauberer! Götter! Zwerge, die auf Riesenkaninchen reiten!

Worauf ich hinaus will? Mensch, fragt mich doch sowas nicht Icon_ugly Aus mir spricht der Kaffee. Ich werde jetzt zusehen, dass ich noch was geschafft kriege. Write

PS:
Eine kleine Frage, habe hier einen Satz, bei dem ich mir nicht sicher bin ob die Bezüge alle stimmen. Vielleicht seht Ihr ja mehr, ich glaube, ich hab Scheuklappen auf.

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Beitrag #125 |

RE: Das 9. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
Dreadnoughts schrieb:Flipchart und Edding. Oder nimm gleich die Wand. :Mrgreen: Und wenn jemand fragt: Du wolltest sowieso tapezieren. :Icon_wink:
Ich WILL tatsächlich tapezieren. Schon seit wir hier eingezogen sind Icon_ugly Aber meistens hab ich mehr Erfolg, wenn ich das Problem im Kopf durchgehe und es tagelang mit mir rumschleppe. Sobald ich es zu Papier bringe, wirkt es nur noch unübersichtlicher und chaotischer *lach*

Saryn schrieb:Ich werde mich einfach damit abfinden müssen, dass er in "Sommer" dazu kommt
Also ich find das nicht schlimm. Solang die Perspektive DANN etwas beiträgt und spannend ist - immer noch besser als sie von Anfang an dabeizuhaben, aber die Hälfte des Buches bringt sie nichts ein oder schlimmer noch: versaut die Spannungsbögen der anderen Icon_ugly
Und von 3 auf 4 Perspektiven zu erhöhen, find ich jetzt auch als Leser nicht so dramatisch.

Saryn schrieb:Früher habe ich mich gegen so etwas immer gewehrt, weil ich Rückblicke immer für unelegant hielt - wenn etwas wichtiges in der Vergangenheit passiert ist (also kurz vorher), warum fängt man das Kapitel nicht einfach an der Stelle an?
Also wirklich, wirklich schlimm finde ich einen Rückblick nur DIREKT am ANFANG der Geschichte. Denn dann will ich tatsächlich wissen, was aktuell für den Charakter von Belang ist. Wenn ich den Charakter schon kenne und mittendrin einen unspannenden Ausflug in die Taverne rückgeblickt bekomme, ist mir das auch recht schnuppe.
Wobei es bei mir nichtmal richtige Rückblicke sind, sondern mehr so ein: "Jetzt saß sie hier, weil die anderen der Meinung gewesen waren, mal schnell die Welt zu retten. Sie hatte nicht einen von ihnen überzeugen können, zu fliehen und das frustrierte sie." Nur bissl ausführlicher. Also quasi nur die Zusammenfassung eines Rückblicks Mrgreen
Aber sowas bekomm ich in der Überarbeitung vielleicht glattgebügelt. Nur wenn ich eh recht planlos beim Schreiben bin, hilft es mir unheimlich, 5 Seiten Dialogkonflikt zu überspringen und direkt mit dem Ergebnis weiterzuarbeiten. Vor allem weil in dem Dialogkonflikt dann sieben alte Themen nochmal aufgewärmt werden, die niemanden interessieren *lach*
(Redundanz ist ja auch so eine Sache, die ich noch nicht richtig im Griff hab Icon_ugly )

Saryn schrieb:Kurze Abschnitte lasse ich meist einfach darin stehen, aber gerade bei längeren Absätzen, die längere PQP-Ebenen-Szenen als Rückblick darlegen, fudle (fudel?) ich momentan ein wenig.
fudeln = faudeln Mrgreen

Aber: ja, so wie du das machst, hab ich das schon öfter gesehen, bzw. auch als Tipp gelesen, dass man die Rückblende nur mit PQP ein- und ausleitet, aber dazwischen eben in der normalen Vergangenheit schreibt. Ich hab das selbst bisher einmal probiert und es nicht hinbekommen, weil für mein Gefühl die Rückblende einfach zu kurz war für diese Überleitung, aber zu lang, so dass das ganze PQP mich genervt hat. Hab dann einfach aufgegeben und vermeide seitdem Rückblenden, die nicht Traum, Wahnvorstellung oder Erzählung eines Charakters sind Mrgreen

Zitat:Ich nennen es das PQP-Sandwich. Also gerade eben. Gerade eben habe ich es so genannt.
Oh Gott, ich bin kein Koffein gewohnt ...
Icon_lol cookie

Zitat:1. Ist eigentlich noch irgendwer hier außer uns dreien?
Wir sind ganz allein, nur du und ich und der D. [Bild: smiley_emoticons_anmachen.gif] Icon_ugly

Zitat:2. Habt ihr einen idealen Leser, den ihr stets im Hinterkopf habt, wenn ihr schreibt?
Hm ... einer, der genau versteht, was ich meine, selbst wenn ich es nicht so geschrieben habe Mrgreen Also eher ein imaginärer Leser, als ein tatsächlich existierender.
Zur Zeit liest niemand mein Zeug, und ich kann auch mit niemandem drüber reden, was mich zeitweise total frustriert, weil ich denke, dass ich dann viele Probleme schneller und besser lösen könnte. Zum Teil bin ich aber selbst Schuld, weil ich die ganzen unfertigen ersten Kapitel (also, so knapp die erste Hälfte *lach*) niemanden lesen lassen will, weil es eben unfertig ist und teilweise noch stark umgeschrieben wird.
Beim Schreiben denke ich aber nicht viel an die Leser. Also schon im Sinne von "Jetzt sollte nochmal was spannendes passieren" oder "Wenn ich jetzt kurz die Perspektive wechsel, weil der Leser, dass von Person A eine Gefahr ausgeht, aber Person B weiß es nicht *hrhr*" - aber trotzdem erzähle ich die Geschichte eher für mich. Schreibe das, was mir Spaß macht.

@Dein Satz
Grammatikalisch gesehen schreit die Menge natürlich die Männer oder gar die Stricke wie Hochrufe, aber inhaltlich ist das für mich so eindeutig, dass ich selbst beim ersten Mal lesen direkt mit richtigem Bezug gelesen habe. Also die Männer hängen an den Stricken, die Menge schreit die Namen, bis die Männer aufhören zu zucken. Im letzten Teil könnte man vielleicht "bis der letzte Leib / Körper zu zucken aufgehört hatte" oder sowas schreiben, gab aber wie gesagt bei mir nichtmal den Ansatz eines bezüglichen Missverständnisses.
Allerdings (da wir eben noch beim PQP waren) könntest du auch einfach "bis der letzte zu zucken aufhört" schreiben, dann haste das hässliche "hatte" weg Icon_wink


@meine Schreibe
Ich kam am Freitag nicht mehr zum Schreiben, weil ich kaufen war und abends dann keinen Nerv mehr hatte. Wochenende ist wie gewohnt frei, aber Montag fang ich wieder an. Hoffentlich Icon_ugly Immerhin hab ich jetzt halbwegs sortiert, dass die geplante Action-Szene doch noch nicht kommen darf, weil sonst ein Anta zu wütend wäre, um das zu tun, was er erst später tun wird und außerdem wäre er dann nicht so dumm, die Person zu töten, die ihm sagen könnte, was hier eigentlich noch vor sich geht. Ohne die Action-Szene gibt das aber weiterhin Sinn. Außerdem muss ich mir noch überlegen, wie man (theoretisch) eine Raumstation am besten sprengt. Also "am besten" im Sinne von: Was klingt logisch, beugt sich aber gleichzeitig meinen (eher unlogischen) Anforderungen, damit das passieren kann, was passieren soll? Oder ich überlege mir was anderes, wobei ich schon gerne eine Szene im Weltall schreiben würde. Wo ich schon so viele Leute hab, die sich damit auskennen. Also, in der Geschichte. Nicht in der Wirklichkeit.
Und dann muss ich mir noch Gedanken über Off-Screen-Tode machen.
Weil die bei mir immer den GEdanken "HA! Der ist gar nicht tot, solang man seine Leiche nicht sieht" wachruft. Aber bei mir SIND die Leute dann auch tot.

Und jetzt ist meine Pizza da Icon_smile

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Beitrag #126 |

RE: Das 9. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
*Zwischenruf*

Manchmal fühle ich mich echt doof. Also foreshadowing krieg ich noch hin, POV (?) ebenfalls. Aber bei PQP ...?

* Dreadnoughts sollte auch mal Fremdwörter einführen. Icon_aufsmaul

Icon_rolleyes

LGD.


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Beitrag #127 |

RE: Das 9. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
Sorry, Dread, das ist nicht als Schikane gemeint^^
Die Sache ist bloß, je länger ich Englisch studiere, desto weniger glaube ich manchmal, Deutsch zu können Icon_ugly

POV = Point of View = Perspektive; hätte man auch so schreiben können.

Aber für "foreshadowing" finde ich keinen deutsche Entsprechung außer "epische Vorausdeutung" und das ist einfach furchtbar :D

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Beitrag #128 |

RE: Das 9. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
PQP = Plusquamperfekt = Vorvergangenheit

Und ich gestehe: Dafür, dass ich Abkürzungen eigentlich nicht so gerne mag, benutze ich viel zu viele Icon_ugly

Bei mir läuft es heute schreibtechnisch hoffentlich wieder.
Habe gestern Abend lange über mein Problem nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass meine Protas gar nicht mehr Zeit brauchen, sondern dass ich das war. Weil ich erst vor zwei Kapiteln einen SPannungspunkt reingebracht habe, der im übernächsten Kapitel wahrscheinlich schon wieder "hinfällig" wird. Wobei das nur der Fall ist, weil ICH ja weiß, wie es weitergeht. Der Leser aber nicht. Für den dürfte es also trotzdem weiterhin spannend bleiben.
Ja, so einfach kann es manchmal sein.

Kennt ihr das auch? Tagelang an einem Problem zu sitzen, nicht zu wissen, wie man weiter vorgehen soll, und plötzlich hat man die total simple Lösung?
Ich bin das inzwischen gewohnt und halte mich deshalb nicht mehr für absolut dämlich Icon_ugly - sondern sage mir immer: "Gut Ding will eben Weile haben". Ganz euphemistisch Mrgreen

Also mit ein bisschen Disziplin komme ich heute noch zu einer sehr emotionalen Szene, die ich schon lange im Kopf hab und auf die ich mich freue, auch wenn ich weiß, dass sie anstrengend wird, weil ich sie perfekt haben will. Und noch dazu hab ich ne Magenverstimmung. Yay.

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Beitrag #129 |

RE: Das 9. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
ach menno ...
gestern hatte ich noch total viel Lust auf diese eine Szene, zu der ich ja gestern nicht mehr gekommen bin. Deshalb wollte ich heute alle lästigen Übergänge einfach überspringen, und sie schreiben.
Aber ich hab schlecht geschlafen und schlecht geträumt, sitze deshalb schon den ganzen Tag mit einem schlechten Gefühl rum und hab nicht wirklich Lust auf Schreiben. Und schon gar nicht auf eine Szene, die ich mir mit dieser Einstellung total versauen könnte. Smiley_frown

Ich werd jetzt wohl ein bisschen vor mich hintippen, um meinen Wort-Counter zu füllen (dafür eignen sich lästige Übergänge zum Glück ganz gut) und hoffen, dass es morgen wieder besser geht.

Aber um mal nicht nur hier rumzujammern:

Setzt ihr Träume in euren Geschichten ein? Als Foreshadowing, zum Beispiel? Icon_wink Oder um die Vergangenheit der Charaktere zu beleuchten? Wenn ihr Träume beschreibt, versucht ihr das möglichst real zu halten oder geht ihr eher ins surreale?

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Beitrag #130 |

RE: Das 9. MotivationsProjekt (Anmelde- und Plauderthread)
Hallo zusammen.

@Saryn:
Zitat:Sorry, Dread, das ist nicht als Schikane gemeint^^
Die Sache ist bloß, je länger ich Englisch studiere, desto weniger glaube ich manchmal, Deutsch zu können
Ich habe ähnlich gedacht: Dachte, ich könnte irgendwie ein bisschen Schreiben. Aber nach den Fremdwörtern fühlte ich mich wie ein blutiger Laienanfänger. Oder so. Icon_ugly

Nix gegen solche Benennungen. Ich schreib eher aus dem Bauch heraus so, wie es sich richtig anfühlt. Also ohne es 'gelernt zu haben'.
Foreshadowing. Irgendwas wirft seinen Schatten voraus? Ich denk da an das Bild des kleinen Anakin S., dessen Schatten aussah, wie Darth V.

@Lanna:
Zitat:Kennt ihr das auch? Tagelang an einem Problem zu sitzen, nicht zu wissen, wie man weiter vorgehen soll, und plötzlich hat man die total simple Lösung?
Ja, aktuell ist die Geschichte, die ich schreiben wollte, völlig scheiße. Aber ihr Beide habt es rausgerissen. Oder besser gesagt: Saryn mit den Perspektiven, die mich zu einer Alternative geführt haben.

Zitat:ach menno ...
... steht in Alaska vor der Tür und kommt nicht rein! Icon_aufsmaul

Zitat:Und schon gar nicht auf eine Szene, die ich mir mit dieser Einstellung total versauen könnte.
Ich habe 8 Seiten TNR12 geschrieben. Fast ausnahmslos ohne Musik, da irgendwie nichts passen wollte. Fühlt sich merkwürdig an, ungeachtet der Thematik, aber irgendwie ist es auch makaber schön. Hm. Bin da noch nicht so eins mit.

Zitat:Setzt ihr Träume in euren Geschichten ein? Als Foreshadowing, zum Beispiel? Icon_wink Oder um die Vergangenheit der Charaktere zu beleuchten? Wenn ihr Träume beschreibt, versucht ihr das möglichst real zu halten oder geht ihr eher ins surreale?
Selten. Wenn ich meine Träume morgens noch weiß und diese aufschreiben würde, dann würde die Logik vor Schreck erblassen.
Und die brauch ich noch. Mrgreen

LGD.


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