Es ist: 27-06-2022, 22:15
Es ist: 27-06-2022, 22:15 Hallo, Gast! (Registrieren)


Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) I
Beitrag #11 |

RE: Hammer und Amboß (vor 1654 Jahren) I
Huhu!^^

Zitat:NEIN, du kannst jetzt NICHT aufhören! Jetzt hab ich nämlich extra Addis Kommi gelesen!
*g* wer hat denn behauptet das ich aufhören würde? Es fängt gerade erst an!!!

Zitat:Was den ersten Teil betrifft: HM... ich hatte schon bei „Bauernopfer“ bei sämtlichen Kampfszenen das Lesetempo hoch geschalten, aber ich dachte immer das liegt daran dass ich Kampf nicht so spannend finde... ^^“
*räusper* also in Bauernopfer sind alle meine Kampfszenen toll ... jetzt hier keine hinkenden Vergleiche ziehen!!!! Icon_aufsmaul Mrgreen

Zitat:Das stimmt -- sie könnten ihm ja freundlich zunicken (da sie ihn nur wahrnehmen aber eigentlich nix von ihm wollen).
Doch klar ... sie wollen ihn zurückhalten Icon_confused

Zitat:Und irgendwann will ich eine Rüstungsbeschreibung, Thakis kennt die ja vielleicht aber deine(n) Leser interessiert es^^
Icon_lol Irgendwann kommt auch eine ...

Zitat:Addi & ich haben da jetzt aber die demokratische Mehrheit erreicht! :D
Wegen den sickernden Haaren? Das ist mir doch egal!!! DEN BEHALTE ICH! Mrgreen

Zitat:*lach* Und ich weiß auch nicht, ob man ZU Boden spuk..äh...spuckt? Nicht „auf den Boden“? Weil, es ist ja eher „fällt zu Boden“, „sinkt zu Boden“... „spuckt zu Boden“????? Hm, aber die Addi hat’s durchgehen lassen.... O_o *eingeschüchtert*
soweit ich weiß kann man ohne Probleme zu boden spucken. ^^

Zitat:Hmm, wenn sie aber auf die Elben ANGEWIESEN sind?...
Hm ... so seh ich das eigentlich auch ... trotzdem muss da noch mal gehörig dran gefeilt werden. Icon_wink

Zitat:Wann kommt der zweite Teil?
Wenn der erste überarbeitet ist? Icon_smile

Liebe Grüße vom Wanderer

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Beitrag #12 |

RE: Hammer und Amboß (vor 1654 Jahren) I
Hi Wanderer!

Ich will ja schon ewig und drei Tage deine Athalem-Zwergen-Geschichte lesen. Aber weil sie nicht in der Fantasy-Rubrik steht, fällt sie mir immer vom Tisch Icon_nosmile Jetzt gibt’s endlich einen Kommentar!
Und ich fange direkt mal mit dem Thema-Namen an:
Warum schreibst du „Amboss“ mit ß und in der Überschrift dann richtig?
Ich gebe zu, „Amboß“ ist eines der wenigen Wörter, die ich nach alter Rechtschreibung von der Optik her schöner finde als nach neuer; aber leider ist es falsch

Zitat: Der Gegenwind zerrte an ihr, ließ ihr langes Haar wild flattern und schlug der jungen Frau immer wieder blonde Haarsträhnen ins Gesicht, die unter ihrem Helm aus gekochten
Dass die Haare flattern und der Wind ihr Strähnen ins Gesicht schlägt, ist meiner Meinung nach doppelt gemoppelt.
„Der Gegenwind zerrte an ihr und schlug der jungen Frau immer wieder blonde Haarsträhnen ins Gesicht, ...“
„gekochtem“ (und ich habe gelernt, dass man Leder zum Härten kocht *lach*)

Zitat: Währenddessen schüttelten Unebenheiten auf dem Weg Pferd und Reiter immer wieder durch.
Ich bin kein Reiter (falle schon im Trab von den dummen Biestern *grins*), aber merkt man im vollen Galopp auf der Flucht wirklich ein paar „Unebenheiten“ im Weg? Darunter stell ich mir kleine Hubbel und Steine vor, aber nichts schlimmes.

Zitat: schneller sein, als ihr Pferd?
Kein Komma zwischen „sein als“

Zitat: Dann wurde es endgültig Dunkel.
„dunkel“

Der erste Absatz ist schonmal sehr atmosphärisch und stimmungsvoll. Vor meinen Augen entstand ein schönes Bild von der Szene, der Mond, der Wald, die Hundebestien. Einzig gestört hat mich ein bissl, dass ich zwar die Haarfarbe der Frau kenne, aber nicht ihren Namen. Ich mag Namen. Bei mir bekommen sogar unwichtige Nebenpersonen einen *lach*

Zitat: Das ist doch zum kotzen!
„Kotzen“

Zitat: Thakis Atem kondensierte, als er sich auf die Hände bließ und stieg als kleines Wölkchen in Richtung der schneebedeckten Berggipfel, die höhnisch auf das kleine Tal starrten, das ihnen als Lagerplatz diente.
Hui, würde eine Aufteilung in zwei Sätze vorschlagen.
„Thakis “ bekommt erstmal ein Genitiv-Apostroph spendiert.
„der Atem kondensiert“ und „der Atem steigt als kleines Wölkchen in Richtung der schneebedeckten Berggipfel“ sagt beides das gleiche, das eine knapp und knackig, das andere in stimmungsvoller Umgebungsbeschreibung. Würde nur letztes nehmen.
Am Ende vom Satz die ineinandergeschachtelten Relativsätze mag ich nicht. Mein Vorschlag: Punkt nach Berggipfel und weiter:
„Höhnisch schienen sie auf das kleine Tal zu starren, das (den Soldaten / dem Spähtrupp / den Gandalkaner / was weiß ich *lach*) als Lagerplatz diente.“

Zitat: um sich zog stapfte Thakis leise fluchend weiter.
Komma zwischen „zog, stapfte“

Zitat: General Thakis! Pah …
Verhöhnt er sich da selbst? Er ist merkwürdig.

Zitat: Ayas hob eine seiner perfekt geschwungenen Augenbrauen
Elf. Eindeutig.

Zitat: WAS mich zu Euch führt?
Großschreibung mag ich als Betonung gar nicht (Geschmackssache), würde es eher nicht-kursiv machen.

Zitat: während du hier irgendwelche Dämpfe inhalierst!
Icon_lachtot

Zitat: seinem Lager aus übereinander geworfenen Decken niederließ.
würde ich vom Gefühl her zusammenschreiben: „übereinandergeworfene Decken“

Zitat: Dann sah er noch mal auf und
„noch mal“ klingt bissl umgangssprächlich, eher „noch einmal auf“

Zitat: So als müsstest du selbst im Trinken von Wasser zu höchster Perfektion gelangen.
Icon_lol Ich bin ja ein Elfenfreund (solang sie nicht von Klischee und Liebe leben), aber Thakis Gedanken sind einfach genial. Kann sehr gut verstehen, warum er den Zaudel da nicht mag *nick*

Zitat: Warum nur war er so wütend?
Also ich wäre auch wütend. Seine Männer sterben und der Elb redet drüber, als wär das ja notwendig, damit nachher die Elben ihre Arbeit gut machen können. Nene, die Cal... Elben mag ich nicht. Hochnäsige Zaudel!

Zitat: Ich befehlige die größte Armee, die Athalem je gesehen hat.
*hust* Die sitzt aber nicht vollständig in dem „kleinen Tal“ und wohnt in einer „Ansammlung geduckter, gräulicher Zelte“ ?
Ich fände es interessant, wenn du eine etwas genauere Zahl irgendwo einfließen lassen könntest, ob es über tausend Mann sind, über zehntausend ... oder auch nur, dass der Feind ihnen fünf und eins überlegen ist oder sowas. Weil im Moment tappe ich total im Dunkeln, wie groß ich mir das Lager und die Armee vorstellen muss.
(wobei mir auffällt, dass ich das in einer meiner Geschichten auch nicht erwähne *notiert*)

Zitat: Ich hoffe nur, dass es Hauptfrau Aliya gut geht. Ich hoffe nur, dass sie durchgekommen ist.
Ich rate mal wild ins Blaue, dass die Blondine vom Anfang Hauptfrau Aliya ist *lach*


Es war so spannend zu lesen, dass ich zwischendurch gar nicht mehr dran gedacht hab, wann denn nun die Zwerge auftauchen. Inzwischen bin ich nichtmal mehr sicher, ob überhaupt Zwerge auftauchen. Wobei ... als überraschende Hilfe in größter Not vielleicht? Oder du hast mich mit dem Titel einfach nur total gekonnt in die Irre geführt *grins*

Ich weiß jetzt auch echt nicht, was ich großartig sonst sagen soll – alles was mir auffiel, steht in den Anmerkungen und ansonsten hat es mir sehr gut gefallen. Spannend, flüssig zu lesen, stimmungsvoll und nachvollziehbare Gespräche.

Nur eine Sache beunruhigt mich:
Warum steht nach so langer Zeit noch immer kein 2. Teil on? Er kommt doch, oder? Wäre sonst nämlich wirklich schade, weil ich unbedingt weiterlesen will.

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
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Beitrag #13 |

RE: Hammer und Amboß (vor 1654 Jahren) I
Hi Lanna!^^

Entschuldige, dass ich dich so lange hab warten lassen. Aber über die Festtage hat's meistens nur für längere Blicke ins Forum gereicht. Icon_wink Jetzt habe ich einiges aufzuarbeiten...

Zitat:Ich will ja schon ewig und drei Tage deine Athalem-Zwergen-Geschichte lesehn. Aber weil sie nicht in der Fantasy-Rubrik steht, fällt sie mir immer vom Tisch Icon_nosmile Jetzt gibt’s endlich einen Kommentar!
Gut, dass sie noch nicht kaputt gegangen ist o.O ... *lach* ich freue mich sehr, dich hier zu finden.

Zitat:Warum schreibst du „Amboss“ mit ß und in der Überschrift dann richtig?
Ich gebe zu, „Amboß“ ist eines der wenigen Wörter, die ich nach alter Rechtschreibung von der Optik her schöner finde als nach neuer; aber leider ist es falsch
Weil "Amboß" schöner und vor allem richtiger aussieht? -.- Ist geändert.

Zitat:Dass die Haare flattern und der Wind ihr Strähnen ins Gesicht schlägt, ist meiner Meinung nach doppelt gemoppelt.
„Der Gegenwind zerrte an ihr und schlug der jungen Frau immer wieder blonde Haarsträhnen ins Gesicht, ...“
Hm ... da könntest du recht haben. Ich habe versucht das Zerren des Windes und das Wehen der Haare so zu betonen. Wollte ein bisschen Hektik reinbringen. Ich werde mir den Satz nocheinmal anschauen.^^

Zitat:Zitat: Währenddessen schüttelten Unebenheiten auf dem Weg Pferd und Reiter immer wieder durch.
Ich bin kein Reiter (falle schon im Trab von den dummen Biestern *grins*), aber merkt man im vollen Galopp auf der Flucht wirklich ein paar „Unebenheiten“ im Weg? Darunter stell ich mir kleine Hubbel und Steine vor, aber nichts schlimmes.
Das Problem ist vermutlich, dass ich auch kein Reiter bin ... (Recherche, Wanderer, Recherche!!!) Aber ich stelle mir unter Unebenheiten etwas mehr vor, als nur Kiesel oder so. Sowas wie Schlaglöcher. Icon_wink Ich meine so ein Waldpfad im Hohen Norden Athalems wird wohl eher nicht perfekt ausgebaut sein. Aber ich werde mich mal mit einem Reiter unterhalten müssen. Irgendwie kann ich mir schon generell nicht vorstellen, dass Reiten irgendwie bequem sein könnte.

Zitat:Der erste Absatz ist schonmal sehr atmosphärisch und stimmungsvoll. Vor meinen Augen entstand ein schönes Bild von der Szene, der Mond, der Wald, die Hundebestien. Einzig gestört hat mich ein bissl, dass ich zwar die Haarfarbe der Frau kenne, aber nicht ihren Namen. Ich mag Namen. Bei mir bekommen sogar unwichtige Nebenpersonen einen *lach*
Das freut mich! Icon_smile Interessant wie unterschiedlich Geschmäcker sein können ... Addi konnte mit diesem Teil so gar nichts anfangen. Hm ... ich denke, ein bisschen Überarbeitung hat er auf jeden Fall verdient. Wenn nur Zeit und Faulheit nicht wären, gäbs die auch schon. Icon_wink

Zitat:Hui, würde eine Aufteilung in zwei Sätze vorschlagen.
„Thakis’ “ bekommt erstmal ein Genitiv-Apostroph spendiert.
„der Atem kondensiert“ und „der Atem steigt als kleines Wölkchen in Richtung der schneebedeckten Berggipfel“ sagt beides das gleiche, das eine knapp und knackig, das andere in stimmungsvoller Umgebungsbeschreibung. Würde nur letztes nehmen.
Am Ende vom Satz die ineinandergeschachtelten Relativsätze mag ich nicht. Mein Vorschlag: Punkt nach Berggipfel und weiter:
„Höhnisch schienen sie auf das kleine Tal zu starren, das (den Soldaten / dem Spähtrupp / den Gandalkaner / was weiß ich *lach*) als Lagerplatz diente.“
*ggg* Sätze aufteilen ist immer gut (Obwohl: irgendwann steht dann der Satzbandwurm auf der Liste der bedrohten Tierarten) aber ich finde das "der Atem kondensiert" und "der Atem steigt als kleines Wölkchen" nicht das selbe ist: das eine ist der Vorgang des Sichtbarwerdens, das andere alles was danach passiert. Mir fehlt irgendwie etwas, wenn ich den Teil rausnehme. Den Punkt habe ich jetzt aber gemacht und es mal mit einem Synonym für Berggipfel und "Kriegern" versucht.^^

Zitat:Zitat: General Thakis! Pah …
Verhöhnt er sich da selbst? Er ist merkwürdig.
Ja und ja Icon_smile

Zitat:Icon_lol Ich bin ja ein Elfenfreund (solang sie nicht von Klischee und Liebe leben), aber Thakis Gedanken sind einfach genial. Kann sehr gut verstehen, warum er den Zaudel da nicht mag *nick*
*muhahahahahaha* und langsam rücke ich meinem ultimativen Ziel, der Misskreditierung aller Elben, immer näher. Aber ich vermute stark, dass Ayas später noch die Chance bekommen wird, sich von einer anderem Seite zu zeigen. Wir werden sehen.^^

Zitat:*hust* Die sitzt aber nicht vollständig in dem „kleinen Tal“ und wohnt in einer „Ansammlung geduckter, gräulicher Zelte“ ?
Ich fände es interessant, wenn du eine etwas genauere Zahl irgendwo einfließen lassen könntest, ob es über tausend Mann sind, über zehntausend ... oder auch nur, dass der Feind ihnen fünf und eins überlegen ist oder sowas. Weil im Moment tappe ich total im Dunkeln, wie groß ich mir das Lager und die Armee vorstellen muss.
(wobei mir auffällt, dass ich das in einer meiner Geschichten auch nicht erwähne *notiert*)
Es gibt eine genauere Zahl, die auch in späteren Teilen erwähnt werden soll ... ich hab mich sogar mit einer Expertin (*hust* Sternchen *hust*) unterhalten. Warte ich schau mal nach (...) öhm so 15.000? ^^" (Ganz Athalem geeinigt gegen die große Bedrohung). Vielleicht sollte ich das Lager etwas ausweiten, so noch den ganzen Berghang hinab? Wie groß wohl Lager für soviele Menschen sein müssen? (Recherche, Wanderer, Recherche!!!)

Zitat:Zitat: Ich hoffe nur, dass es Hauptfrau Aliya gut geht. Ich hoffe nur, dass sie durchgekommen ist.
Ich rate mal wild ins Blaue, dass die Blondine vom Anfang Hauptfrau Aliya ist *lach*
Wie kommst du nur auf so abwegige Gedanken? *räusper* *unschuldig guckt*

***Alle Rechtschreibfehler wurden heimlich still und leise ausgebessert ***

Zitat:Es war so spannend zu lesen, dass ich zwischendurch gar nicht mehr dran gedacht hab, wann denn nun die Zwerge auftauchen. Inzwischen bin ich nichtmal mehr sicher, ob überhaupt Zwerge auftauchen. Wobei ... als überraschende Hilfe in größter Not vielleicht? Oder du hast mich mit dem Titel einfach nur total gekonnt in die Irre geführt *grins*
Zwerge? Ich? Warum sollte ich denn bei einer großen Schlacht in den Bergen Zwerge auftauchen lassen? *dumdidumdidum*

Zitat:Nur eine Sache beunruhigt mich:
Warum steht nach so langer Zeit noch immer kein 2. Teil on? Er kommt doch, oder? Wäre sonst nämlich wirklich schade, weil ich unbedingt weiterlesen will.
*g* Weil ich mir geschworen habe erst den ersten Teil vollständig zu überarbeiten, bevor ich den zweiten einstelle. (Er wartet sogar schon auf meiner Festplatte) Icon_smile

Freut mich sehr, dass dir die Geschichte bisher gut gefällt! Irgendwie ist mir General Thakis schon ans Herz gewachsen. Ich hoffe, dass er im späteren Athalem nicht in Vergessenheit geraten wird ...
Jetzt bin ich natürlich umso gespannter, wie dir die nächsten Teile gefallen werden. (Wie gesagt, das wird die längste Geschichte, die ich je geschrieben habe)

Vielen, lieben Dank für dein Kommi! ^^

Liebe Grüße vom Wanderer

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Beitrag #14 |

RE: Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) I
WW, jetzt bist Du dran. Icon_fies

Du weißt, wies läuft, ne?

Technische Anmerkungen:
Zitat:Die Verfolger hatten sie fast erreicht. Sie konnte bereits den keuchenden Atem der Biester in ihrem Rücken hören. Mittlerweile klammerte sie sich nur noch verzweifelt am Zaumzeug fest und duckte sich so tief wie möglich in die Mähne ihres Pferdes. Was hätte sie auch anderes tun sollen? Flucht war die einzige Option. Der Gegenwind zerrte an ihr ...
Das ist der Einstieg in die Geschichte. Ich habe extra ein paar Sätze mehr zitiert um zu zeigen, was für mich etwas unglücklich gewählt ist. Die nahtlos hintereinander ablaufenden Sätze. (Erinnert an eine Perlenkette. Icon_wink )
Und das, obwohl Du einen, für mich, unheimlich guten ersten Satz drin hast:
Zitat:Die Verfolger hatten sie fast erreicht.
Geil. Sie kleingeschrieben, sind also schon mal mindestens zwei. Verfolung, dann ist Dynamik und Action drin.
Das kannst Du ruhig alleine stehen lassen.
Desweiteren sind mMn die Gedankensätze aus dem Konstrukt herauszulösen. Ja, ich mach das ganz gerne, dass ich ihnen eine eigene Zeile gönne, um sie vom Rest abzugrenzen. (Selbst wenn es eine Aussage des neutralen/nichtneutralen Erzählers ist.) Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber effektiv (effizient/nachhaltig/*hust*). So einfach und klar wie möglich der Aufbau, so verschleiert und verworren darf die eigentliche Geschichte sein. Icon_wink (Jeffrey Deaver lässt grüßen.)

Also, hier mein Vorschlag für die ersten Sätze:
Die Verfolger hatten sie fast erreicht.
Sie konnte bereits den keuchenden Atem der Biester in ihrem Rücken hören. Mittlerweile klammerte sie sich nur noch verzweifelt am Zaumzeug fest und duckte sich so tief wie möglich in die Mähne ihres Pferdes.
Was hätte sie auch anderes tun sollen? Flucht war die einzige Option.
Der Gegenwind zerrte an ihr ...


Die oben erwähnten Anmerkungen sind auf die ganze Szene anwendbar. Ansonsten hätte ich jetzt noch Roland-Emmerich-Vorschläge gehabt, die die Szene vor dem Ende (Kampfhund/Pferd) betreffen, aber ich denke, so gehts auch.

Zitat:Das ist doch zum Kotzen! Die mit Raureif überzogenen Kieselsteine knirschten vorwurfsvoll unter den schweren Sohlen seiner ledernen Stiefel, begleiteten jeden seiner Schritten mit einem viel zu lauten Geräusch. Thakis' Atem kondensierte, als er sich auf die Hände bließ und stieg als kleines Wölkchen in Richtung der schneebedeckten Berggipfel, die höhnisch auf das kleine Tal starrten, das ihnen als Lagerplatz diente.
Hier ebenfalls. Der Gedankensatz sollte mMn alleine stehen. Da direkt danach mit dem Raureif ein Wechsel des Blickpunktes stattfindet, würde ich ihn in einer neuen Zeile beginnen lassen. So geht es unter.
Vorschlag:
Das ist doch zum Kotzen!
Die mit Raureif überzogenen Kieselsteine knirschten vorwurfsvoll unter den schweren Sohlen seiner ledernen Stiefel, begleiteten jeden seiner Schritten mit einem viel zu lauten Geräusch. Thakis' Atem kondensierte, als er sich auf die Hände bließ und stieg als kleines Wölkchen in Richtung der schneebedeckten Berggipfel, die höhnisch auf das kleine Tal starrten, das ihnen als Lagerplatz diente.


Zitat:hindurch drängte. Für euch bin ich doch sowieso nicht viel mehr als ein Tier, oder nicht?
Desgleichen hier.

Zitat:Ayas hob eine seiner perfekt geschwungenen Augenbrauen, erhob sich aber nicht von seinem Lager, auf dem er mit unterschlagenen Beinen saß.
Ich weiß: Dopplung. Normalerweise würde ich jetzt den Wortschatz der Uni Leipzig rauskramen, aber ich hab gerade eine Idee zu dieser Stelle:
Ayas hob nur eine seiner perfekt geschwungenen Augenbrauen, der Rest seines Körpers blieb mit unterschlagenen Beinen auf dem Lager sitzen.

Zitat:„General?“ Der Anführer der Elbentruppen strich sich durch das lange blonde Haar, das ihm fließend über die Schultern auf das weite weiße Gewand sickerte und setzte dann ein Lächeln auf. Doch Thakis meinte darin einen Hauch Verärgerung erkennen zu können.
Hier war ich erst unsicher, wer das jetzt ist. Ayas oder Thakis? Problem: Es wird vorher nicht erklärt. Die letztendliche Auflösung im Folgesatz ist in Ordnung, dennoch ein Holperstein für Athalem-Unbedarfte.

Zitat:Bröckelte die Fassade dieser Wesen? Kaum zu glauben, dass ich gestern noch etwas Göttliches in diesen Gesichtern gesehen habe. Thakis entging nicht, das Ayas ihm keinen der kleinen Tuchhocker anbot, mit denen sein Zelt ausgestattet war.
Ich bin kein Freund von unklaren Abgrenzungen. Hier ist der Erzähler selbst wieder mit einer Frage vertreten. (Und bei solchen Stellen denke ich immer: macht der Erzähler das nur aus dramaturgischen Gründen oder kennt er die Geschichte nicht, die er erzählt?) Direkt gefolgt von einer Gedankenzeile. Und wieder der Erzähler, diesmal nur erzählend.
Insgesamt zu gebündelt diese Stelle. Vorschlag:
Bröckelte die Fassade dieser Wesen?
Kaum zu glauben, dass ich gestern noch etwas Göttliches in diesen Gesichtern gesehen habe.
Thakis entging nicht, das Ayas ihm keinen der kleinen Tuchhocker anbot, mit denen sein Zelt ausgestattet war.


Oder, um Thakis 'in der Mitte' zu lassen:
Bröckelte die Fassade dieser Wesen?
Kaum zu glauben, ... Thakis entging nicht, das Ayas ihm keinen der kleinen Tuchhocker anbot, mit denen sein Zelt ausgestattet war. ... dass ich gestern noch etwas Göttliches in diesen Gesichtern gesehen habe.


Zitat:Um Beherrschung ringend, ballte der Krieger seine Hände.
„Ihr sagtet, Ihr kämt zu unserer Unterstützung, Ayas do'Finoyêl von den Caladhir.“
Anmutig und gefasst neigte der Elb sein Haupt.
„Dann sagt, wo wart Ihr heute Nacht, als ich einen Boten zu Euch sandte?“ Thakis Stimme war klirrendkalt und zitterte etwas. Immer noch keine Regung im Gesicht des Elben. Nur dieser kaum merkliche Zug um die Mundwinkel.
„Hier.“
Im ersten Moment wusste ich nicht, wer den Satz mit 'Dann' sagt, weil eigentlich sollte es Thakis sein, doch der Elb wurde als letztes erwähnt.
Vorschlag: (Und anstelle des 'Krieger' würde ich, um Verwechslungen zu vermeiden, hier noch vom 'General' sprechen.)
Thakis rang um seine Beherrschung.
„Ihr sagtet, Ihr kämt zu unserer Unterstützung, Ayas do'Finoyêl von den Caladhir.“
Anmutig und gefasst neigte der Elb sein Haupt, so als könnte er kein Wässerchen trüben, was den General veranlasste, seine Hände zu zornigen Fäusten zu ballen.
„Dann sagt, wo wart Ihr heute Nacht, als ich einen Boten zu Euch sandte?“ Thakis Stimme war klirrendkalt und zitterte etwas. Immer noch keine Regung im Gesicht des Elben. Nur dieser kaum merkliche Zug um die Mundwinkel.
„Hier.“


Zitat:„Ich kann keinen meiner Krieger erübrigen. Wir sind gekommen, um in der Schlacht zu fallen. Nicht davor. Jeder einzelne von meinen Kämpfern ist ganze Züge dieser Orksklaven wert.“ Und tausende Menschen. Ich verstehe schon.
Da hat die NSA Deine Formatierung durcheinander gebracht. Icon_wink

Zitat:Der Mensch setzte zu einer harschen Entgegnung an, rang sie aber mit sichtlicher Anstrengung nieder und stürmte aus dem Zelt. Was für eine Arroganz! Ruckartig ballten sich seine Hände und öffneten sich wieder. Hielt dieser Elb ihn zum Narren? Waren sie denn völlig unwichtig? Bisher hatten die Caladhir noch keinen Finger krumm gemacht, aber Ayas vermittelte den Eindruck, dass die Menschen abziehen konnten.
Ich mache es nochmal anschaulich: der Gedanke geht unter, WW. Gib ihm Raum, damit er gesehen wird.
->
Der Mensch setzte zu einer harschen Entgegnung an, rang sie aber mit sichtlicher Anstrengung nieder und stürmte aus dem Zelt.
Was für eine Arroganz!
Ruckartig ballten sich seine Hände und öffneten sich wieder. Hielt dieser Elb ihn zum Narren? Waren sie denn völlig unwichtig? Bisher hatten die Caladhir noch keinen Finger krumm gemacht, aber Ayas vermittelte den Eindruck, dass die Menschen abziehen konnten.


Zitat:als müsste er jeden Morgen eine schwerere Last stemmen, um überhaupt vom Lager auf zu kommen.
Statt 'auf' würde ich 'hoch' verwenden.

Zitat:„Wir sind immer noch zu wenige“, flüsterte er abwesend. Ich hoffe nur, dass es Hauptfrau Aliya gut geht. Ich hoffe nur, dass sie durchgekommen ist.
GENDERKOMPETENZ! Mrgreen Ne, im Ernst, jedesmal, wenn einer der Gutmenschen mit dem Scheiß anfängt, könnte ich kotzen. Nichts dagegen, dass Frauen im Militär sind, aber die Dienstgrade auch noch darüberhinaus den Geschlechtern anzupassen, halte ich für falsch. Es geht ja nicht um Geschlechter, sondern Rollen. (Ein Soldat ist ein Neutrum.) Aber wenn das hier so sein soll, okay.

Inhaltliche Anmerkungen:
Thakis als menschlicher General. Ayas als elbischer Mit-Verbündeter kommen gut herüber, auch wenn Du durch die Formatierung einiges verschenkst. Dagegen sind die einzelnen Gesten, der Duft, die Augenbraue gut in Szene gesetzt. Einzig den Kontrast zwischen dem menschlichen Zorn, der Unfassbarkeit und der elbischen / stoischen Ruhe, dem Über-den-Dingen-stehen könnte man ein paar Worte mehr geben. Eine knisternde Stille. Schließlich hat der Mensch keine zighundert Jahre gelernt. Und er stirbt auch viel zu schnell dafür.

Okay, "und das muss für heute reichen." Mrgreen

LGD.

Edit: Wie gehts 'Jagdfieber'?
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Beitrag #15 |

RE: Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) I
Hey Dread,

das hat jetzt wieder ewig gedauert, bis ich zum Antworten komme. Icon_nosmile Funktioniert als Entschuldigung, dass meine Freundin wieder zurück war? Vermutlich nur teilweise ... ich hoffe, ich bekomme mich wieder regelmäßiger ins Forum.

Nun ja, damit war die Vorrede lang genug. Icon_wink Ich hab mich sehr gefreut, als ich deinen Kommentar gesehen habe - andererseits bin ich auch sehr nervös. Wie schon beim Kaffeetrinken gesagt, bin ich irgendwie unzufrieden mit der Geschichte. Mal sehen, was du dazu denkst.

Zitat:Das ist der Einstieg in die Geschichte. Ich habe extra ein paar Sätze mehr zitiert um zu zeigen, was für mich etwas unglücklich gewählt ist. Die nahtlos hintereinander ablaufenden Sätze. (Erinnert an eine Perlenkette. Icon_wink )
Und das, obwohl Du einen, für mich, unheimlich guten ersten Satz drin hast:
Ich hab es mal ausprobiert - sieht gut aus. Das ist dir ja immer ein wichtiges Anliegen, der Text muss eine gute Struktur haben. Und du hast halt auch einfach recht. Icon_wink Freut mich übrigens, dass dir mein erster Satz gefallen hat!

Nachdem mir das im "Prolog" gefallen hat, muss ich wohl auch so konsequent sein und dir im weiteren Verlauf des Textes ebenfalls Recht geben und die Struktur verbessern.

Zitat: Zitat:Ayas hob eine seiner perfekt geschwungenen Augenbrauen, erhob sich aber nicht von seinem Lager, auf dem er mit unterschlagenen Beinen saß.

Ich weiß: Dopplung. Normalerweise würde ich jetzt den Wortschatz der Uni Leipzig rauskramen, aber ich hab gerade eine Idee zu dieser Stelle:
Ayas hob nur eine seiner perfekt geschwungenen Augenbrauen, der Rest seines Körpers blieb mit unterschlagenen Beinen auf dem Lager sitzen.
Hm ... vielleicht war das mal als cleveres Wortspiel gedacht? Ich weiß es nicht mehr. Icon_confused Ich hab mich jedenfalls von deiner Idee inspieren lassen und es so ähnlich umgebaut.

Zitat: Zitat:„General?“ Der Anführer der Elbentruppen strich sich durch das lange blonde Haar, das ihm fließend über die Schultern auf das weite weiße Gewand sickerte und setzte dann ein Lächeln auf. Doch Thakis meinte darin einen Hauch Verärgerung erkennen zu können.

Hier war ich erst unsicher, wer das jetzt ist. Ayas oder Thakis? Problem: Es wird vorher nicht erklärt. Die letztendliche Auflösung im Folgesatz ist in Ordnung, dennoch ein Holperstein für Athalem-Unbedarfte.
Ich verstehe das Problem. Ich hab gedacht, dass es ausreicht Thakis im Anschluss zu erwähnen ... vielleicht mache ich aus "General?" Einfach "General Thakis?" das müsste doch funktionieren?

Zitat:Ich bin kein Freund von unklaren Abgrenzungen. Hier ist der Erzähler selbst wieder mit einer Frage vertreten. (Und bei solchen Stellen denke ich immer: macht der Erzähler das nur aus dramaturgischen Gründen oder kennt er die Geschichte nicht, die er erzählt?) Direkt gefolgt von einer Gedankenzeile. Und wieder der Erzähler, diesmal nur erzählend.
Insgesamt zu gebündelt diese Stelle. Vorschlag:
Bröckelte die Fassade dieser Wesen?
Kaum zu glauben, dass ich gestern noch etwas Göttliches in diesen Gesichtern gesehen habe.
Thakis entging nicht, das Ayas ihm keinen der kleinen Tuchhocker anbot, mit denen sein Zelt ausgestattet war.
Nach deiner Anmmerkung zum Prolog bin ich den ganzen Text durchgegangen und hab auch diese Stelle schon verändert, sie enstpricht jetzt deinem Vorschlag. Icon_smile

Zitat:(Und anstelle des 'Krieger' würde ich, um Verwechslungen zu vermeiden, hier noch vom 'General' sprechen.)
Gute Idee!

Zitat: Zitat:Um Beherrschung ringend, ballte der Krieger seine Hände.
„Ihr sagtet, Ihr kämt zu unserer Unterstützung, Ayas do'Finoyêl von den Caladhir.“
Anmutig und gefasst neigte der Elb sein Haupt.
„Dann sagt, wo wart Ihr heute Nacht, als ich einen Boten zu Euch sandte?“ Thakis Stimme war klirrendkalt und zitterte etwas. Immer noch keine Regung im Gesicht des Elben. Nur dieser kaum merkliche Zug um die Mundwinkel.
„Hier.“

Im ersten Moment wusste ich nicht, wer den Satz mit 'Dann' sagt, weil eigentlich sollte es Thakis sein, doch der Elb wurde als letztes erwähnt.
Der Satz nach der Aussage sollte klassifizieren, wer das sagt. Da ich explizit von Thakis Stimme spreche, war ich eigentlich ganz zufrieden ...

Zitat:Da hat die NSA Deine Formatierung durcheinander gebracht. Icon_wink
Mrgreen
Ist jetzt kursiv und in einer eigenen Zeile.

Zitat:Ich mache es nochmal anschaulich: der Gedanke geht unter, WW. Gib ihm Raum, damit er gesehen wird.
->
Der Mensch setzte zu einer harschen Entgegnung an, rang sie aber mit sichtlicher Anstrengung nieder und stürmte aus dem Zelt.
Was für eine Arroganz!
Ruckartig ballten sich seine Hände und öffneten sich wieder. Hielt dieser Elb ihn zum Narren? Waren sie denn völlig unwichtig? Bisher hatten die Caladhir noch keinen Finger krumm gemacht, aber Ayas vermittelte den Eindruck, dass die Menschen abziehen konnten.
Auch an dieser Stelle gehe ich mit dir konform.

Zitat: Zitat:als müsste er jeden Morgen eine schwerere Last stemmen, um überhaupt vom Lager auf zu kommen.

Statt 'auf' würde ich 'hoch' verwenden.
Ok.

Zitat:GENDERKOMPETENZ! Mrgreen Ne, im Ernst, jedesmal, wenn einer der Gutmenschen mit dem Scheiß anfängt, könnte ich kotzen. Nichts dagegen, dass Frauen im Militär sind, aber die Dienstgrade auch noch darüberhinaus den Geschlechtern anzupassen, halte ich für falsch. Es geht ja nicht um Geschlechter, sondern Rollen. (Ein Soldat ist ein Neutrum.) Aber wenn das hier so sein soll, okay.
Icon_lol
Aber Dread, gehen wir einmal davon aus, dass Athalem eine Gesellschaft hat, in der Frauen von Anfang an gleichberechtigt waren, zB. weil Frauen "dort" körperlich stärker sind als "hier" (oder Männer "dort" intelligenter *hust*). Dann etwickeln sich auch die millitärischen Bezeichnungen anders. Vielleicht ist es dann quasi Hauptmensch ... und das klingt doof. Icon_wink

Zitat:Thakis als menschlicher General. Ayas als elbischer Mit-Verbündeter kommen gut herüber, auch wenn Du durch die Formatierung einiges verschenkst.
Ich hab versucht die Formatierung jetzt besser hinzukriegen. Ich freue mich, dass die Charaktere aber rüberkommen.

Zitat:Dagegen sind die einzelnen Gesten, der Duft, die Augenbraue gut in Szene gesetzt.
Icon_jump

Zitat:Einzig den Kontrast zwischen dem menschlichen Zorn, der Unfassbarkeit und der elbischen / stoischen Ruhe, dem Über-den-Dingen-stehen könnte man ein paar Worte mehr geben.
Wo genau würdest du da ansetzen? Aber ja, das ist eigentlich der zentrale Konflikt zwischen Thakis und Ayas in dieser Szene.

Zitat:Okay, "und das muss für heute reichen." Mrgreen
Mrgreen

Zitat:Edit: Wie gehts 'Jagdfieber'?
*lacht* Ich durchdenke die Charaktere. Bin momentan bei 5-6 wichtigen. Vielleicht mache ich auch so coole Interviews mit ihnen wie ihr das immer tut.

Dread, vielen Dank für deinen Kommentar zu diesem Teil der Geschichte - war letztendlich gar nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte. Offenbar ist die Geschichte zumindest keine absolute Katastrophe. Wenn doch, dann zahle ich halt Lehrgeld und mache die nächste Geschichte umso besser! Icon_cool

Viele Grüße und bis bald!
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

Wanderer zwischen den Welten und der
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Beitrag #16 |

[geteilt] Hammer und Aboss (vor 1654 Jahren) X
Hallo Weltenwanderer,

schon länger möchte ich Deine Geschichte kommentieren, wenigstens teilweise - ich glaube nicht, dass ich alle zehn Kapitel schaffe, aber lesen werde ich sie sicher. Da sie sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstreckt, bin ich gespannt, was sich an Deinem Schreibstil seit 2009 verändert hat.
Ich habe Tolkien im Jahr 1987 gelesen und danach haufenweise Fantasyliteratur, in denen Elben, Zwerge, Trolle und was nicht noch alles dermaßen überstrapaziert wurden, dass ich nach einigen Jahren entnervt aufgegeben habe. Es waren durchaus einige spannende Sachen dabei, aber irgendwann wurde es eben zu platt. Trotzdem bin ich ein Fantasyfan geblieben, auch durchaus von klassischen Figuren. Aber ich verstehe jetzt besser, was mich an solchen Geschichten fasziniert, und deshalb freue ich mich auf Deine Geschichte. Icon_smile
Ich habe den Text der ersten drei Kapitel gelesen und steige deshalb direkt ein. Alles ist nur mein persönliches Empfinden, wenn es Dir nützt, freu ich mich, was Du anders siehst, da vergiss, was ich schreibe.
Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) I
Bezieht sich diese Zeitangabe auf ein Athalemsches Datum oder ist unsere Zeitrechnung gemeint? Da ich Athalem nicht so gut kenne (habe vor ein paar Monaten mal die Geschichte gelesen, aber das meiste wieder vergessen), weiß ich nicht, wie diese Zeit aussieht. Mittelalterambiente ist ja immer sofort im Sinn, aber wie sieht es dann heute über 1000 Jahre danach aus?
Die Verfolger hatten sie fast erreicht.
Sie konnte bereits den keuchenden Atem der Biester in ihrem Rücken hören. Mittlerweile klammerte sie sich nur noch verzweifelt am Zaumzeug fest und duckte sich so tief wie möglich in die Mähne ihres Pferdes.

Den ersten Satz würde ich direkt streichen, den habe ich schon zu oft gelesen. Spannender finde ich Sie konnte den keuchenden Atem der Biester hinter sich hören. Verzweifelt klammerte sie sich an der Mähne ihres fliehenden Pferdes fest und duckte sich dicht über den Hals.
Ich habe den Inhalt auch etwas verändert. An das Zaumzeug kommt sie eher nicht ran, Du meinst sicher den Zügel. Wenn sie sich daran klammert, behindert sie das Pferd erheblich beim Laufen, was im gehetzten Galopp zu Stürzen führen kann. Außerdem bietet ein Zügel tatsächlich wenig Halt.
Was hätte sie auch anderes tun sollen? Flucht war die einzige Option.
Das würde ich ebenfalls komplett streichen. Sie wird sicher nicht diese Hetzjagd in Kauf nehmen, wenn sie eine andere Option hätte. Oder vielleicht kennt sie nur keine andere, das ist aber das gleiche Ergebnis und deshalb egal. Sie ist in einer schrecklichen Situation, das erkenne ich sofort und das ist Konflikt genug. Icon_wink
Der Gegenwind zerrte an ihr, ließ ihr langes Haar wild flattern und schlug der jungen Frau immer wieder blonde Haarsträhnen ins Gesicht, die unter ihrem Helm aus gekochtem Leder hervor lugten.
Das kann man so machen, in diesem Fall wären die ersten Zeilen nicht ihr POV sondern der des Allwissenden. Ich fände es schöner, wenn Du anstelle der "jungen Frau" ihren Namen genommen hättest und somit aus ihrer Sicht schreibst.
Da war ein Knurren an der Flanke ihres Reittieres zu hören, das entsetzt aufschrie und noch einmal an Geschwindigkeit gewann.
Dieser Satz nimmt das Tempo aus der Szene (krasser Gegensatz zum Inhalt, wo das Pferd doch Geschwindigkeit aufnimmt) und killt damit das dramatische. Vielleicht besser: Wütendes Knurren grollte dicht an der Flanke. Das Pferd schrie voller Angst und erhöhte noch einmal die Geschwindigkeit.
Das ist nicht perfekt, aber unmittelbarer. Reittier macht für mich keinen Sinn.
Panisch tastete die junge Frau an ihre Hüfte und erfühlte den kühlen Stahl des Kurzschwertes während Unebenheiten auf dem Weg Pferd und Reiter immer wieder durchschüttelten.
Lange Sätze killen das Tempo. Hier würde ich zwei Sätze schreiben. Aber die Frage ist, kann sie nach ihrem Kutzschwert tasten, dann müsste sie loslassen und wäre in Gefahr, vom Pferd zu stürzen. Vor allem, weil das Pferd über Unebenheiten springt (Löcher im Boden, Steine, Äste, alles was im Weg liegt), was einen Reiter in der Tat ziemlich durchschütteln kann. Ich habe viele Male auf durchgehenden Pferden gesessen und weiß, wovon ich spreche.
Zu dem einen Raubtier an ihrer Rechten schlossen nun weitere auf. Im schwachen Licht des Mondes schimmerten ihre gefletschten Zähne und ihre großen, dunklen Augen, die sich auf ihre Beute richteten.
Kürzer ist auch hier wieder Temporeicher und Du sparst Dir das "Raubtier": Die Meute schoss heran. Oder so. Jedenfalls kürzer und schnörkelfrei.
Der erste überholte sie, das kraftvolle Spiel seiner Muskeln war nun als schemenhafte Bewegung unter seinem struppigen Fell zu erkennen.
Sie waren groß. Viel zu groß!
Für einen kurzen Moment schien es ihr, als würde der Kampfhund sie angrinsen, dann änderte er schlagartig die Laufrichtung und schoss auf das Pferd zu. Der Aufprall des schweren Körpers riss ihr Reittier im vollen Lauf von den Beinen und schleuderte sie durch die Luft.

Autsch! Da stecke ich voll drin. Das ist so ein Moment, indem man hilflos erleben muss, dass da eine totale Katastrophe mit einem passiert, die man noch einen Moment beobachtet, bevor das Licht aus geht ... Pro
Kurz schien die Welt um sie herum zu gefrieren, schienen die Geräusche, die Hunde, der verdammte Krieg einfach zu verblassen.
Kurz und einfach kannst Du streichen. Und eigentlich auch das "schienen". Denn es verblasst ja für sie wirklich. Das kurz ist durch den folgenden Satz sonnenklar.
Der Aufprall war hart und presste ihr die Luft schmerzhaft aus den Lungen, während ihr schwarze Punkte vor den Augen tanzten.
Dann wurde es endgültig dunkel.

Der Aufprall war hart? Da ist ein Spalier von Tannen, durch das sie flüchtet, d.h. für mich, dass sie volle Kanne samt Pferd in die Bäume kracht! Mindestens kommen dabei ein paar gebrochene Rippen oder ein Schulterbeinbruch (selbst, sollte sie die Bäume verfehlt haben) oder auch ne gebrochene Hüfte dabei raus. Von der Gehirnerschütterung ganz zu schweigen. Icon_fies
Falls das Pferd wegrutscht und der Reiter deshalb aus dem Sattel geschleudert wird, dann überschlägt er sich bei dieser Geschwindigkeit mehrfach, muss befürchten, dass das Pferd auf ihn draufkracht - also mir reicht da nicht, dass es ihr die Luft aus den Lungen presst.
Die mit Raureif überzogenen Kieselsteine knirschten vorwurfsvoll unter den schweren Sohlen seiner ledernen Stiefel, begleiteten jeden seiner Schritten mit einem viel zu lauten Geräusch.
Solche Sätze liebe ich einfach! Schlicht und aussagekräftig. Icon_cuinlove
Ich bin übrigens einer der alten Lesegeneration und deshalb werde ich nichts weiter über die vielen Adjektive schreiben. Ich finde Adjektive einfach wichtig, weil sie mir zeigen, wie etwas ist. Ich bin da furchtbar durch Karl May geprägt, seine Figuren und ganz Amiland konnte ich nach seinen Geschichten zeichnen - ich mag das. Heute haben die Leser nicht mehr genug Geduld und wollen sich lieber eigene Vorstellungen von Figuren und der Welt machen, wobei manche dabei sehr unterschiedliche Vorstellungen zu dem entwickeln, wie man seine Welt als Schreiber sieht. Tatsächlich kannst Du dennoch einige Adjektive streichen. Dann, wenn es den Fluss der Handlung blockiert. Ich muss an dieser Stelle selbst noch ganz viel lernen und (viel schlimmer) mich von liebgewordenen Angewohnheiten trennen. Smiley_frown
Thakis' Atem kondensierte, als er sich auf die Hände bließ und stieg als kleines Wölkchen in Richtung der schneebedeckten Berggipfel, die höhnisch auf das kleine Tal starrten, das ihnen als Lagerplatz diente.
Diesen Satz finde ich ein wenig sperrig. Vielleicht mehrere Sätze:
Thakis bließ sich auf die Hände (warum eigentlich?). Der Atem kondensierte und stieg als kleines Wölkchen in Richtung der schneebedeckten Berggipfel, die höhnisch auf das kleine Tal starrten. Dort unten befand sich ihr Lager.
Dann passt allerdings der nachfolgende Satz nicht mehr, den ich aber auch für überflüssig halte: Die erdbraunen Zelte direkt vor ihm schienen sie allerdings von ihrem Spott auszunehmen.
Warum nicht: Er ließ seinen Blick über ein Meer von erdbraunen Zelten schweifen.
Dann hat man sofort eine Vorstellung von der Größe des Lagers - das "ein kleines Tal" wahrscheinlich sprengt - immerhin reden wir von 15000 Mann + Logistik - Lebensmittel, Ausrüstung, Wasser, Kochgeräte usw. Oder habe ich das falsch im Kopf?
Ich hatte zunächst den Eindruck, dass Thakis selbst auf einem Berg oder einer Anhöhe stand und auf das Lager herunter sieht. Aber er bewegt sich im Lager (seine Schritte)?
Täuschte es ihn, oder war der Boden dort vorn aufgetaut?
Warum ist dieser Satz wichtig?
Zwei schlanke, hochgewachsene Wächter traten ihm entgegen, freundlich aber bestimmt, als er das kleinere Zeltlager erreichte.
Ah, okay, es ist nicht das Lager der Menschen, hatte ich falsch in Erinnerung. Aber warum "das kleinere Zeltlager"? Auch das scheint inhaltlich keine Rolle zu spielen und kann daher weg. Oder Du willst die Beschreibung, um ein Bild zu vermitteln, dann fehlt mir aber der Rest vom Bild Icon_wink
Doch er knurrte sie lautstark an und genoss ihren Gesichtsausdruck, während er sich zwischen ihnen hindurch drängte.
Für euch bin ich doch sowieso nicht viel mehr als ein Tier, oder nicht?

Uh, überraschend. Da gibt es einen Konflikt. Pro Aber ist das realistisch, dass er so respektlos ist? Seine Gedanken kann er ja trotzdem haben. Du kennst natürlich Deinen Chara besser als jeder andere und musst wissen, ob es zu ihm passt.
Überrascht sah Ayas auf, als Thakis ohne Vorwarnung in seine Unterkunft stürmte. Die warme, kräuterduftgeschwängerte Luft versetzte ihm förmlich einen Schlag ins Gesicht und hätte den breitschultrigen Menschen fast wieder hinaus getrieben.
Ayas hob eine seiner perfekt geschwungenen Augenbrauen, blieb aber mit untereinandergeschlagenen Beinen auf seinem Lager sitzen, inmitten eines Meers von kleinen flackernden Kerzen.

Hier bin ich perspektivistisch verunsichert "lach". Ich habe ja so meine Probleme damit in meinen Texten, und hier weiß ich nur, dass ich jetzt jedenfalls nicht mehr in Thakis Kopf stecke. Aber auch nicht in Ayas - der denkt wohl kaum an seine perfekt geschwungenen Augenbrauen "schmunzel". Mir würde Klarheit helfen.
„General Thakis?“ Der Anführer der Elbentruppen strich sich durch das lange blonde Haar, das ihm fließend über die Schultern auf das weite weiße Gewand sickerte und setzte dann ein Lächeln auf. Doch Thakis meinte darin einen Hauch Verärgerung erkennen zu können.
Jetzt bin ich in Thakis' Kopf? Können Haare auf ein Gewand sickern? Klingt sehr lustig!
Vielleicht doch weniger Adjektive ... Icon_confused
Bröckelte die Fassade dieser Wesen?
Ich kann hier keine Fassade erkennen, deshalb verstehe ich den Satz nicht. Vielleicht meinst Du, dass die Elben sonst eine unbewegliche Maske im Gesicht haben und nie Gefühlsregungen offenbaren? Dann würde ich das erklären: Sieh an, sie haben doch Gefühle. Die Fassade bröckelt. Oder so ähnlich. Aber vielleicht bin ich auf dem Holzweg?
Thakis wäre ihm am liebsten an die Kehle gesprungen.
Was mich zu Euch führt? WAS mich zu Euch führt?

Das scheint mir zu überraschend. Ich weiß ja nicht, in welcher Mission Thakis überhaupt unterwegs ist. Eine Vorabinfo, die klar werden lässt, dass Thakis stocksauer ist. Das passt irgendwie auch nicht zu der Ruhe, die er vorher in den Gedanken über die Fassade gezeigt hat.
Immer noch keine Regung im Gesicht des Elben. Nur dieser kaum merkliche Zug um die Mundwinkel.
Das ist falsch, vorher schien er einen Zug Verärgerung zu haben. Und jetzt um den Mundwinkel, das ist auch eine Regung.
Meint Ihr nicht, dass wir etwas Hilfe hätten gebrauchen können? Ihre Vorhut hat angegriffen. Nur ein schneller Schlag für sie. Aber ich habe viele Männer verloren!“ Der General ignorierte jeden Anstand und spuckte zu Boden. „Gute Männer.“
Thakis' Handlungen passen mir nicht zu seiner Figur oder seinen Wahrnehmungen. Er ist der oberste Heerführer einer Truppe von 15000 Mann - die haben ihn sicher nicht wegen Unbeherrschtheit dazu gemacht. Meint Ihr nicht, dass wir etwas Hilfe hätten gebrauchen können? Klingt in meinen Ohren absolut unglaubwürdig. Verharmlosend. Und mit "etwas Hilfe" ist diese Schlacht wohl kaum zu gewinnen. Klar, er steckt voller Bitterkeit und würde dem Elf am liebsten die Leichen seiner gestorbenen Kameraden vor die Füße werfen, aber der Elf gehört zu einem extrem überlegenen Volk, auf das die Menschen scheinbar nicht verzichten können. Und es ist ein wissendes Volk. Es wird ihnen kaum entgangen sein, dass die Menschen angegriffen wurden. Es muss also einen Grund haben, dass sie nicht zu Hilfe kamen. Entweder sind ihnen die Menschen egal, oder sie wussten um ein Risiko für ihr eigenes Volk, dass sie nicht eingehen konnten. Thakis kann sich das in jedem Fall denken - oder gab es eine Absprache, einen Plan, in den beide Seiten eingewilligt haben?
Und sie haben sich immer wieder Opfer ausgesucht, die sie wie beiläufig erschlagen haben.“
Hier gefällt mir die Formulierung nicht. Es ist ja seltsam, dass Thakis' Männer es nicht geschafft haben, auch nur einen einzigen Ork zu töten. Die Orks erscheinen also geradezu unheimlich und mit einer Macht ausgestattet, die es ihnen ermöglicht, Männer wie Strohhalme umzusäbeln. Das muss Thakis verwundern und entsetzen. Ich würde das irgendwie deutlicher werden lassen.
Wieder zuckten Bilder aus seiner Erinnerung.
Können Bilder zucken? Eher Blitze. Vielleicht "zuckten Bilder wie Blitze"...
Hochgewachsene, schlanke Gestalten auf ebenso großen Reittieren. Auf Tieren die auf den ersten Blick wirkten wie Pferde. Nur die Reißzähne und die Klauen belehrten eines Besseren.
Wie kriege ich das Bild von einem hochgewachsenen, schlanken Ork in meinen Schädel??? Oder waren die Reiter keine Orks? Die Beschreibung passt auf Deine junge Frau oder von mir aus auch auf einen Elbenkrieger, aber auf einen Ork? Noch aus anderem Grund würde ich diese Beschreibung so nicht liefern: Sie ist so gleich. Taucht immer wieder in allen möglichen Geschichten und passend auf alle möglichen Figuren. Ich hätte da lieber etwas unverkennbares. Das muss ich aber in meinen Geschichten selber unter die Lupe nehmen Icon_rolleyes
Die Taktik der Dunklen war leicht zu durchschauen und ebenso effektiv.
??? Wer sind die Dunklen? Beim ersten Lesen dachte ich, die Elben sind damit gemeint. Oder gibt es in der Schlacht Dunkelelben, und das sind die eigentlichen Angreifer? Sind die Reittiere dann Orks? Icon_confused Ich kapier's gerade nicht mehr ....
„Mensch, das war nur ein Scharmützel im Vergleich zu der Schlacht, die bevorsteht.
Hier bin ich über "Mensch" gestolpert und habe erst im zweiten Eindruck kapiert, dass er das wörtlich so meint.
Wir sind gekommen, um in der Schlacht zu fallen. Nicht davor. Jeder einzelne von meinen Kämpfern ist ganze Züge dieser Orksklaven wert.
Oha. Die Gefahr ist also so groß, dass die weit überlegenen Elben gekommen sind, um in der Schlacht zu fallen. Na der hat ja Hoffnung. Ist vielleicht nicht der geeignete Partner für Thakis. Eine Schlacht, die nicht gewonnen werden kann, braucht man nicht zu schlagen. Wenn Thakis diese Hoffnung trotzdem hat, muss ihm der Elb doch als unzulänglich erscheinen.
„Egal, wie viele ihr seid. Wir müssen diese Schlacht gewinnen, oder alle bei dem Versuch sterben. Wenn sie hier nicht aufgehalten werden, werden sie überhaupt nicht mehr aufgehalten.“
Es ist ihm egal, wieviele Menschen es sind, aber die Elben müssen diese Schlacht gewinnen. Na prima, dann können die Menschen einfach nach Hause gehen. Ich glaube nicht, dass der Elb so spricht, zumal er vorher ja gerade festgestellt hat, dass sie alle sterben werden.
„Wir dürfen nicht verlieren!“ Aber sie sind doch gekommen, um in der Schlacht zu sterben? Es passt einfach nicht. Es ist klar, die Lage ist aussichtslos. Aber wenn die Handelnden nicht ein Fünkchen Hoffnung zurückbehalten, selbst, wenn es arrogante Elben sind, wie soll ich als Leser dann daran glauben, dass es einen Ausweg gibt?
„Die Caladhir haben die Kunst des Krieges perfektioniert, jeder unserer Krieger hat mehrere eurer Leben darauf verwendet, um seine Rolle im Kampf zu erlernen und völlig auszufüllen. Wir wissen, wie wir vorgehen.“ Der Calandhir schloss die Augen, für ihn war das Gespräch beendet.
Da haben wir es. Die brauchen die Menschen nicht. Die legen keinen Wert auf ihre Hilfe. Dann sollen die 15000 Leute doch abziehen und sich um ihr zu Hause kümmern.
Für mich wäre es nachvollziehbarer, wenn Du deutlich herausstellst, dass Thakis nicht daran denkt, dem Elben zu vertrauen und nicht daran glaubt, dass die Elben das schaffen können. Ansonsten hätte er ja einfach nur zu verhandeln brauchen: "Bitte, was müssen wir euch geben, damit ihr uns beschützt?"
Verdammt! Soll er die Schlacht doch alleine führen! Genau! Und deshalb funktioniert die Story so nicht. Mach deutlich, dass Thakis nicht an den Elben glaubt.
Mit gerunzelter Stirn blickte Thakis zurück und ließ dann seine Augen über das menschliche Lager streichen, das sich vor ihm öffnete. Eine eigentlich stattliche Ansammlung geduckter, gräulicher Zelte, die sich doch wie ängstlich an den auslaufenden Hang einer der Berggipfel schmiegten.
Huch, das Lager der Menschen ist neben dem der Elben? In einem kleinen Tal? Sprengt das nicht irgendwie das Gelände?
Wir müssen jede Hilfe nehmen, die wir bekommen können. Ja. Aber die bekommen sie nicht von den Elben.
Es ist doch unglaublich! Ich befehlige die größte Armee, die Athalem je gesehen hat. Ich könnte ganze Königreiche zu Fall bringen und doch scheine ich meiner Aufgabe nicht gewachsen zu sein.
Er hat Selbstzweifel. Das ist gut. Aber diesen Gedanken glaube ich ihm nicht. Er könnte Königreiche stürzen, schafft es aber nicht, auch nur einen von diesen Feinden zu töten? Da muss Magie im Spiel sein. Ich will als Leser wissen, warum er die Feinde nicht töten konnte. Außerdem will ich wissen, warum die überhaupt Krieg führen. Warum Thakis der oberste Heerführer ist, warum er glaubt, er braucht die Elben, warum er glaubt, dass die Hauptfrau Hilfe holen könnte, die wirklich hilft - denn es scheint ja nicht an der Anzahl der Männer zu liegen, dass sie nicht einen! der Feinde abschießen konnten.
Nach wochenlangen Kämpfen, einem ewigen Katz- und Mausspiel mit den elbischen Plünderern fühlte Thakis sich einfach nur noch müde, ihm war, als müsste er jeden Morgen eine schwerere Last stemmen, um überhaupt vom Lager hoch zu kommen.
„Wir sind immer noch zu wenige“, flüsterte er abwesend.

Das wochenlange Katz- und Mausspiel mit elbischen Plünderern verstehe ich nicht, weil ich keine Info darüber habe. Und dass sie zu wenige sind, glaube ich nicht. Wie schon der Elb bemerkte: "Es ist egal, wieviele ihr seid." Es scheint nicht an der Zahl der Männer zu liegen.

Huh, Welti, das waren ne Menge Dinge, die ich loswerden musste, und das mag darüber hinwegtäuschen, dass mir dieser Einstieg trotzdem gefallen hat. Pro Das Thema ist inhaltlich konfliktgeladen genug, um mich bei der Stange zu halten. Ich bin momentan wahrscheinlich oberkritisch, weil ich soviel für meine eigene Geschichte lernen muss - ich drücke sozusagen gerade die Schulbank, um Geschichten und natürlich auch meine eigene zu analysieren.
Ich würde an Deiner Stelle nochmal die Figur des Thakis überdenken. Ich habe an einen obersten Heerführer, der in einer verzweifelten Lage steckt, eine bestimmte Erwartungshaltung. Der ist Oberster, weil er es schafft, Menschen zu führen, zu begeistern, Hoffnung zu geben, Stärke zu vermitteln, sprich, seine Mannschaft zu motivieren und zu übermächtiger Leistung zu bringen. Er bringt eine Menge Erfahrung mit. Überdenke aus diesem Blickwinkel seine Handlungsweise und seine Sprache, die er in diesem Kapitel benutzt.
Es gibt die große Frage in der Story, die eine Geschichte braucht:
"Wird Thakis einen Weg finden, um die Schlacht zu gewinnen oder werden die Menschen vernichtet?" Diese beiden Möglichkeiten müssen für mich als Leser zu erkennen sein. Wenn ich das Gefühl habe, es gibt keine Möglichkeit, die Schlacht zu gewinnen, dann ist für mich die ganze Geschichte unglaubwürdig. Ich brauche also die Info, dass da noch was geht - mindestens, dass Thakis Hoffnung hat und sich auf die Suche nach einer Lösung begibt. Der letzte Satz drückt diese Hoffnung aus - aber es passt nicht zu meinem Eindruck, dass noch mehr Männer auch nicht helfen könnten.

So, das war es von mir, weil Zeit immer knapp ist, komme ich nicht so schnell zum Weitermachen.
Liebe Grüße von slainte music


Mich kann man nicht komprimieren!

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Beitrag #17 |

RE: Hammer und Aboss (vor 1654 Jahren) I
Hallo Slainte,

entschuldige, dass ich dich so lange hab warten lassen! Du musstest zwar nicht ganz so lange warten wie Lanna, aber dennoch viel zu lang. Das wird nicht wieder vorkommen (falls wir nochmal das Verguegen haben sollten Icon_smile).

Zitat:schon länger möchte ich Deine Geschichte kommentieren, wenigstens teilweise - ich glaube nicht, dass ich alle zehn Kapitel schaffe, aber lesen werde ich sie sicher. Da sie sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstreckt, bin ich gespannt, was sich an Deinem Schreibstil seit 2009 verändert hat.
Ja, diese Geschichte ist schon uralt. Es ist mein erstes "großes" Projekt und ich habe sie vor allem deshalb zu Ende gefuehrt, weil ich wissen wollte, wie es ist, eine längere Geschichte zu schreiben.
Ich bin vor allem stolz auf mich, weil ich es am Ende doch noch geschafft habe und weniger mit der Geschichte selbst. Icon_wink
Gerade deshalb kann ich aber sehr sehr viel aus den Kommentaren zur Geschichte mitnehmen (ich muesste auch nach meinem eigenen Empfinden einige Stellen nochmal neu schreiben - und vielleicht nehme ich mir auch irgendwann die Zeit).
Ich bin jedenfalls gespannt auf deine Gedanken zu meinem Text und auch auf deine Gedanken ueber die Entwicklung (oder Stagnation) meines Stils.

Zitat:Ich habe Tolkien im Jahr 1987 gelesen und danach haufenweise Fantasyliteratur, in denen Elben, Zwerge, Trolle und was nicht noch alles dermaßen überstrapaziert wurden, dass ich nach einigen Jahren entnervt aufgegeben habe. Es waren durchaus einige spannende Sachen dabei, aber irgendwann wurde es eben zu platt. Trotzdem bin ich ein Fantasyfan geblieben, auch durchaus von klassischen Figuren. Aber ich verstehe jetzt besser, was mich an solchen Geschichten fasziniert, und deshalb freue ich mich auf Deine Geschichte. Icon_smile
Also bist ein "erwachsener" Fantasyleser? *lacht* Eine gute Herangehensweise nach meinem Empfinden.

Zitat:Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) I
Bezieht sich diese Zeitangabe auf ein Athalemsches Datum oder ist unsere Zeitrechnung gemeint? Da ich Athalem nicht so gut kenne (habe vor ein paar Monaten mal die Geschichte gelesen, aber das meiste wieder vergessen), weiß ich nicht, wie diese Zeit aussieht. Mittelalterambiente ist ja immer sofort im Sinn, aber wie sieht es dann heute über 1000 Jahre danach aus?
Hier sind mir aufgrund der "offiziellen" Zeitleiste von Athalem die Hände gebunden. Ich stelle mir die Zeit etwas eisenzeitmäßiger vor, als das aktuelle Athalem, aber die aktuellen Fraktionen gab es offenbar damals schon, dementsprechend hab ich gedacht, ich sollte mich grob daran orientieren.

Zitat:Die Verfolger hatten sie fast erreicht.
Sie konnte bereits den keuchenden Atem der Biester in ihrem Rücken hören. Mittlerweile klammerte sie sich nur noch verzweifelt am Zaumzeug fest und duckte sich so tief wie möglich in die Mähne ihres Pferdes.
Den ersten Satz würde ich direkt streichen, den habe ich schon zu oft gelesen. Spannender finde ich Sie konnte den keuchenden Atem der Biester hinter sich hören. Verzweifelt klammerte sie sich an der Mähne ihres fliehenden Pferdes fest und duckte sich dicht über den Hals.
Ich habe den Inhalt auch etwas verändert. An das Zaumzeug kommt sie eher nicht ran, Du meinst sicher den Zügel. Wenn sie sich daran klammert, behindert sie das Pferd erheblich beim Laufen, was im gehetzten Galopp zu Stürzen führen kann. Außerdem bietet ein Zügel tatsächlich wenig Halt.
Diese Einstiegsszene ist mein großes Sorgenkind - ich habe versucht Dynamik zu erzeugen, aber wie ich das oft auch bei anderen Schreibern kritisiere: man eine Szene genau im Kopf, der Leser aber nicht.
Mit bewegten Bildern macht das alles Sinn, geschrieben verfehlt es offensichtlich die Wirkung.
Das ist auch eine der Szenen, die eigentlich gelöscht und komplett neugeschrieben gehören.
Ich muss aber sagen, dass ich deine Vorschläge sehr gut finde. Ich werde direkt mal schauen, was ich einbaue.

(hier vergeht Zeit ...^^)

Ok, ich hab ein bisschen was verändert an den Stellen, die du angekreidet hast. Vielleicht ist die Dynamik jetzt ein bisschen stärker - wenn auch weiterhin nicht perfekt. Auch die Auswirkungen des Sturzes haben jetzt ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bekommen. Ich hatte mir - glaube ich - vorgestellt, dass man so kurz vor der Ohnmacht nicht viel spuert (allerdings hätte ich dann eine Taubheit beschreiben muessen). Na ja.
Jedenfalls sind deine Gedanken zur Szene sehr hilfreich!

Zitat:Die mit Raureif überzogenen Kieselsteine knirschten vorwurfsvoll unter den schweren Sohlen seiner ledernen Stiefel, begleiteten jeden seiner Schritten mit einem viel zu lauten Geräusch.
Solche Sätze liebe ich einfach! Schlicht und aussagekräftig. Icon_cuinlove
Dankeschön! Icon_smile

Zitat:Ich bin übrigens einer der alten Lesegeneration und deshalb werde ich nichts weiter über die vielen Adjektive schreiben. Ich finde Adjektive einfach wichtig, weil sie mir zeigen, wie etwas ist. Ich bin da furchtbar durch Karl May geprägt, seine Figuren und ganz Amiland konnte ich nach seinen Geschichten zeichnen - ich mag das. Heute haben die Leser nicht mehr genug Geduld und wollen sich lieber eigene Vorstellungen von Figuren und der Welt machen, wobei manche dabei sehr unterschiedliche Vorstellungen zu dem entwickeln, wie man seine Welt als Schreiber sieht. Tatsächlich kannst Du dennoch einige Adjektive streichen. Dann, wenn es den Fluss der Handlung blockiert. Ich muss an dieser Stelle selbst noch ganz viel lernen und (viel schlimmer) mich von liebgewordenen Angewohnheiten trennen. Smiley_frown
Das Interessante ist, dass ich auch von Karl May geprägt bin, in der Hinsicht. Das waren die ersten Buecher die ich vorgelesen bekommen und später selbst gelesen habe. Mrgreen
Ich denke, dass man seinen Stil nicht total verbiegen muss. Wenn man viele Adjektive verwendet, dann ist das halt so. Wenn sie allerdings - und auch da möchte ich dir Recht geben - ueberhand nehmen, muss auch ein Adjektive-Fanatiker zurueckstecken. Und ich glaube, bei mir nimmt das gelegentlich Ueberhand. Icon_wink

Zitat:Thakis' Atem kondensierte, als er sich auf die Hände bließ und stieg als kleines Wölkchen in Richtung der schneebedeckten Berggipfel, die höhnisch auf das kleine Tal starrten, das ihnen als Lagerplatz diente.
Diesen Satz finde ich ein wenig sperrig. Vielleicht mehrere Sätze:
Thakis bließ sich auf die Hände (warum eigentlich?). Der Atem kondensierte und stieg als kleines Wölkchen in Richtung der schneebedeckten Berggipfel, die höhnisch auf das kleine Tal starrten. Dort unten befand sich ihr Lager.
Dann passt allerdings der nachfolgende Satz nicht mehr, den ich aber auch für überflüssig halte: Die erdbraunen Zelte direkt vor ihm schienen sie allerdings von ihrem Spott auszunehmen.
Warum nicht: Er ließ seinen Blick über ein Meer von erdbraunen Zelten schweifen.
Dann hat man sofort eine Vorstellung von der Größe des Lagers - das "ein kleines Tal" wahrscheinlich sprengt - immerhin reden wir von 15000 Mann + Logistik - Lebensmittel, Ausrüstung, Wasser, Kochgeräte usw. Oder habe ich das falsch im Kopf?
Ich hatte zunächst den Eindruck, dass Thakis selbst auf einem Berg oder einer Anhöhe stand und auf das Lager herunter sieht. Aber er bewegt sich im Lager (seine Schritte)?
Thakis bewegt sich von einem Lager zum anderen, gleichzeitig wollte ich zeigen, dass es kalt ist und eine negative Grundstimmung vermitteln. Kein Wunder, dass der Satz zu sperrig geworden ist. Ich gebe dir Recht, dass hier der erwuenschte Effekt verfehlt wird. Besonders problematisch ist, dass nicht klar wird, was es jetzt mit den Lagern auf sich hat. Ich habe eh das Lager der Menschen und dessen Aussehen sträflich vernachlässigt und den Fokus etwas zu sehr auf Thakis gelegt. Hier muss Nachgebessert werden!

Zitat:Täuschte es ihn, oder war der Boden dort vorn aufgetaut?
Warum ist dieser Satz wichtig?
Ich wollte zeigen, dass die Elfen etwas Mystisches ansich haben - auf subtile Weise zeigen, dass sie ueber Mächte gebieten, die den Menschen fremd sind. Mittlerweile kommt es mir allerdings eher wie ein Vorschlaghammer vor.^^ Abgesehen davon scheint es noch nicht mal zu funktionieren.

Zitat:Zwei schlanke, hochgewachsene Wächter traten ihm entgegen, freundlich aber bestimmt, als er das kleinere Zeltlager erreichte.
Ah, okay, es ist nicht das Lager der Menschen, hatte ich falsch in Erinnerung. Aber warum "das kleinere Zeltlager"? Auch das scheint inhaltlich keine Rolle zu spielen und kann daher weg. Oder Du willst die Beschreibung, um ein Bild zu vermitteln, dann fehlt mir aber der Rest vom Bild Icon_wink
Das stimmt. Wenn es kleiner Lager gibt, muss es auch ein größeres geben - es wäre geschickt gewesen, wenn ich das erwähnt hätte. *lacht*
Wenn ich mir diese Szene so anschaue, dann zeigst du mir ein riesiges Loch auf - da wo das Feldlager der Menschen sein muesste.

Zitat:Doch er knurrte sie lautstark an und genoss ihren Gesichtsausdruck, während er sich zwischen ihnen hindurch drängte.
Für euch bin ich doch sowieso nicht viel mehr als ein Tier, oder nicht?
Uh, überraschend. Da gibt es einen Konflikt. Pro Aber ist das realistisch, dass er so respektlos ist? Seine Gedanken kann er ja trotzdem haben. Du kennst natürlich Deinen Chara besser als jeder andere und musst wissen, ob es zu ihm passt.
Ja, ich glaube schon. Er ist eine sehr knorrige Persönlichkeit und hat "keinen Bock mehr", fuer ihn haben die Elben ihren Nimbus verloren.

Zitat:Überrascht sah Ayas auf, als Thakis ohne Vorwarnung in seine Unterkunft stürmte. Die warme, kräuterduftgeschwängerte Luft versetzte ihm förmlich einen Schlag ins Gesicht und hätte den breitschultrigen Menschen fast wieder hinaus getrieben.
Ayas hob eine seiner perfekt geschwungenen Augenbrauen, blieb aber mit untereinandergeschlagenen Beinen auf seinem Lager sitzen, inmitten eines Meers von kleinen flackernden Kerzen.

Hier bin ich perspektivistisch verunsichert "lach". Ich habe ja so meine Probleme damit in meinen Texten, und hier weiß ich nur, dass ich jetzt jedenfalls nicht mehr in Thakis Kopf stecke. Aber auch nicht in Ayas - der denkt wohl kaum an seine perfekt geschwungenen Augenbrauen "schmunzel". Mir würde Klarheit helfen.
Ich wollte eigentlich schon noch, dass wir uns in Thakis Kopf befinden. Wahrscheinlich ist der erste Satz der Szene daher ungluecklich gewählt.
Ich frage mich gerade, warum wir Schreiberlinge uns eigentlich so an bestimmte Erzählperspektiven fesseln ... letztendlich sind sie doch Kunstprodukte? Andererseits ist es auch so schon schwer genug, alle Bilder an den Leser zu vermitteln. Ihn dann auch noch zwischen den Charakteren zu verlieren ist wohl kaum zielfuehrend.

Zitat:„General Thakis?“ Der Anführer der Elbentruppen strich sich durch das lange blonde Haar, das ihm fließend über die Schultern auf das weite weiße Gewand sickerte und setzte dann ein Lächeln auf. Doch Thakis meinte darin einen Hauch Verärgerung erkennen zu können.
Jetzt bin ich in Thakis' Kopf? Können Haare auf ein Gewand sickern? Klingt sehr lustig!
Vielleicht doch weniger Adjektive ... Icon_confused
Mrgreen Ja, die Adjektive. Wenn ich eines mitnehme, dann dass ich mir meinen Umgang mit den leidigen Biestern sehr genau anschauen muss.

Zitat:Bröckelte die Fassade dieser Wesen?
Ich kann hier keine Fassade erkennen, deshalb verstehe ich den Satz nicht. Vielleicht meinst Du, dass die Elben sonst eine unbewegliche Maske im Gesicht haben und nie Gefühlsregungen offenbaren? Dann würde ich das erklären: Sieh an, sie haben doch Gefühle. Die Fassade bröckelt. Oder so ähnlich. Aber vielleicht bin ich auf dem Holzweg?
Genau das ist, was ich gemeint habe. Ich habe deine Vorschlag uebernommen. Icon_smile

Zitat:Thakis wäre ihm am liebsten an die Kehle gesprungen.
Was mich zu Euch führt? WAS mich zu Euch führt?
Das scheint mir zu überraschend. Ich weiß ja nicht, in welcher Mission Thakis überhaupt unterwegs ist. Eine Vorabinfo, die klar werden lässt, dass Thakis stocksauer ist. Das passt irgendwie auch nicht zu der Ruhe, die er vorher in den Gedanken über die Fassade gezeigt hat.
Es sollte eine Explosion sein und daher durchaus ueberraschend. Aber woher soll der Leser das wissen, wenn er Thakis noch nicht kennt? Hm, hm, ich bin eingestiegen, wie ich in eine Kurzgeschichte eingestiegen wäre - den Leser ins kalte Wasser schmeißen. Aber das scheint bei einem so komplexen Hintergrund nicht gut zu funktionieren. Vielleicht muss ich direkt am Anfang viel mehr Informationen geben? Ich bin mir da allerdings nicht so sicher. Info-Dump ist jedenfalls die andere Seite der Medaille und darf auch nicht sein.

Zitat:Immer noch keine Regung im Gesicht des Elben. Nur dieser kaum merkliche Zug um die Mundwinkel.
Das ist falsch, vorher schien er einen Zug Verärgerung zu haben. Und jetzt um den Mundwinkel, das ist auch eine Regung.
Technisch gesehen hast du Recht. Mrgreen

Zitat:Meint Ihr nicht, dass wir etwas Hilfe hätten gebrauchen können? Ihre Vorhut hat angegriffen. Nur ein schneller Schlag für sie. Aber ich habe viele Männer verloren!“ Der General ignorierte jeden Anstand und spuckte zu Boden. „Gute Männer.“
Thakis' Handlungen passen mir nicht zu seiner Figur oder seinen Wahrnehmungen. Er ist der oberste Heerführer einer Truppe von 15000 Mann - die haben ihn sicher nicht wegen Unbeherrschtheit dazu gemacht. Meint Ihr nicht, dass wir etwas Hilfe hätten gebrauchen können? Klingt in meinen Ohren absolut unglaubwürdig. Verharmlosend. Und mit "etwas Hilfe" ist diese Schlacht wohl kaum zu gewinnen. Klar, er steckt voller Bitterkeit und würde dem Elf am liebsten die Leichen seiner gestorbenen Kameraden vor die Füße werfen, aber der Elf gehört zu einem extrem überlegenen Volk, auf das die Menschen scheinbar nicht verzichten können. Und es ist ein wissendes Volk. Es wird ihnen kaum entgangen sein, dass die Menschen angegriffen wurden. Es muss also einen Grund haben, dass sie nicht zu Hilfe kamen. Entweder sind ihnen die Menschen egal, oder sie wussten um ein Risiko für ihr eigenes Volk, dass sie nicht eingehen konnten. Thakis kann sich das in jedem Fall denken - oder gab es eine Absprache, einen Plan, in den beide Seiten eingewilligt haben?

Ja, die Formulierung klingt in der Tat zu verharmlosend. Ich hab den Satz gestrichen und außerdem versucht den Hergang der Begegnung besser zu beschreiben, ohne zu ausfuehrlich zu werden. Vielleicht ist es jetzt ein bisschen nachvollziehbarer.

Zitat:Und sie haben sich immer wieder Opfer ausgesucht, die sie wie beiläufig erschlagen haben.“
Hier gefällt mir die Formulierung nicht. Es ist ja seltsam, dass Thakis' Männer es nicht geschafft haben, auch nur einen einzigen Ork zu töten. Die Orks erscheinen also geradezu unheimlich und mit einer Macht ausgestattet, die es ihnen ermöglicht, Männer wie Strohhalme umzusäbeln. Das muss Thakis verwundern und entsetzen. Ich würde das irgendwie deutlicher werden lassen.
Da ist etwas durcheinander geraten. Die Menschen haben durchaus Orks getötet, nur an die Duredhel sind sie nicht ran gekommen. Fuer Thakis steht fest, dass der Feind ein Bauernopfer erbracht hat, um die Stärke der Menschen zu testen und sie nebenbei noch etwas zu demoralisieren. Ich habe die Stelle etwas verändert, um das klarer zu machen. Icon_smile

Zitat:Wieder zuckten Bilder aus seiner Erinnerung.
Können Bilder zucken? Eher Blitze. Vielleicht "zuckten Bilder wie Blitze"...
Ich fuerchte, da sind wir unterschiedlicher Ansicht. Ich nehme die schriftstellerische Freiheit heraus, dass auch Bilder zucken können (wie Blitze). Mrgreen

Zitat:Hochgewachsene, schlanke Gestalten auf ebenso großen Reittieren. Auf Tieren die auf den ersten Blick wirkten wie Pferde. Nur die Reißzähne und die Klauen belehrten eines Besseren.
Wie kriege ich das Bild von einem hochgewachsenen, schlanken Ork in meinen Schädel??? Oder waren die Reiter keine Orks? Die Beschreibung passt auf Deine junge Frau oder von mir aus auch auf einen Elbenkrieger, aber auf einen Ork? Noch aus anderem Grund würde ich diese Beschreibung so nicht liefern: Sie ist so gleich. Taucht immer wieder in allen möglichen Geschichten und passend auf alle möglichen Figuren. Ich hätte da lieber etwas unverkennbares. Das muss ich aber in meinen Geschichten selber unter die Lupe nehmen Icon_rolleyes
Da setzt sich die Verwirrung dann fort. Der Feind, das sind hier Dunkelelben (auf Reittieren) und Orks als Bodentruppen (die nur vermutlich nur Sklaven sind und fast wie Vieh in die Schlacht getrieben werden - die Informationen aus der Klammer sollen an dieser Stelle noch nicht deutlich werden Icon_wink). Ich vermute, dass Leser, die sich etwas in Athalem auskennen, diese Ausgangssituation kennen und ich deshalb so wenig dazu geschrieben habe. Ich sehe nehmlich auch, dass da ziemlich wenig zu steht.

Zitat:Die Taktik der Dunklen war leicht zu durchschauen und ebenso effektiv.
??? Wer sind die Dunklen? Beim ersten Lesen dachte ich, die Elben sind damit gemeint. Oder gibt es in der Schlacht Dunkelelben, und das sind die eigentlichen Angreifer? Sind die Reittiere dann Orks? Icon_confused Ich kapier's gerade nicht mehr ....
Wie gesagt, es gibt Orks und Dunkelelben. Letztere sind die Herren und haben sich das Scharmuetzel ziemlich unbehelligt angeschaut. Das muss offensichtlich viel deutlicher werden!

Zitat:„Mensch, das war nur ein Scharmützel im Vergleich zu der Schlacht, die bevorsteht.
Hier bin ich über "Mensch" gestolpert und habe erst im zweiten Eindruck kapiert, dass er das wörtlich so meint.
Ich finde halt immer, dass es ungerecht ist, dass Menschen Elben "Elben" nennen duerfen, aber die anderen sollen sich gefälligst präzieser ausdruecken.^^ Ich verstehe aber, warum du hier stolperst. Ich will dennoch daran festhalten, glaube ich.

Zitat:Wir sind gekommen, um in der Schlacht zu fallen. Nicht davor. Jeder einzelne von meinen Kämpfern ist ganze Züge dieser Orksklaven wert.
Oha. Die Gefahr ist also so groß, dass die weit überlegenen Elben gekommen sind, um in der Schlacht zu fallen. Na der hat ja Hoffnung. Ist vielleicht nicht der geeignete Partner für Thakis. Eine Schlacht, die nicht gewonnen werden kann, braucht man nicht zu schlagen. Wenn Thakis diese Hoffnung trotzdem hat, muss ihm der Elb doch als unzulänglich erscheinen.
Daher kommt auch Thakis Zorn auf die Elben, insbesondere auf Thakis. Auch wenn mir nicht gut gelungen ist, das darzustellen, gibt es eine Wurzel fuer Thakis Verhalten.

Zitat:„Egal, wie viele ihr seid. Wir müssen diese Schlacht gewinnen, oder alle bei dem Versuch sterben. Wenn sie hier nicht aufgehalten werden, werden sie überhaupt nicht mehr aufgehalten.“
Es ist ihm egal, wieviele Menschen es sind, aber die Elben müssen diese Schlacht gewinnen. Na prima, dann können die Menschen einfach nach Hause gehen. Ich glaube nicht, dass der Elb so spricht, zumal er vorher ja gerade festgestellt hat, dass sie alle sterben werden.
Genau so meint Ayas das aber. Elben halt. Arrogantes Pack. Icon_cool

Zitat:„Wir dürfen nicht verlieren!“ Aber sie sind doch gekommen, um in der Schlacht zu sterben? Es passt einfach nicht. Es ist klar, die Lage ist aussichtslos. Aber wenn die Handelnden nicht ein Fünkchen Hoffnung zurückbehalten, selbst, wenn es arrogante Elben sind, wie soll ich als Leser dann daran glauben, dass es einen Ausweg gibt?
Auch hier ist, denke ich, etwas falsch rueber gekommen. Mit "Wir sind gekommen, um in der Schlacht zu sterben, nicht davor", meint Ayas nicht, dass eh alle sterben werden, sondern, dass er keine Lust darauf hat, bereits Krieger vor der eigentlichen Schlacht zu verlieren. Er geht schon davon aus, dass er die Duredhel schlagen kann. Den Menschen weist er dabei allerdings eher eine Nebenrolle zu.

Zitat:„Die Caladhir haben die Kunst des Krieges perfektioniert, jeder unserer Krieger hat mehrere eurer Leben darauf verwendet, um seine Rolle im Kampf zu erlernen und völlig auszufüllen. Wir wissen, wie wir vorgehen.“ Der Calandhir schloss die Augen, für ihn war das Gespräch beendet.
Da haben wir es. Die brauchen die Menschen nicht. Die legen keinen Wert auf ihre Hilfe. Dann sollen die 15000 Leute doch abziehen und sich um ihr zu Hause kümmern.
Für mich wäre es nachvollziehbarer, wenn Du deutlich herausstellst, dass Thakis nicht daran denkt, dem Elben zu vertrauen und nicht daran glaubt, dass die Elben das schaffen können. Ansonsten hätte er ja einfach nur zu verhandeln brauchen: "Bitte, was müssen wir euch geben, damit ihr uns beschützt?"
Aber deshalb ist Thakis ja so zornig. Er glaubt den Elben nicht! Ich sehe ein, dass ich das deutlicher machen muss, aber genau darum geht es, keine Sorge. Ich muss schauen, wo ich da nachbessern kann.

Zitat:Mit gerunzelter Stirn blickte Thakis zurück und ließ dann seine Augen über das menschliche Lager streichen, das sich vor ihm öffnete. Eine eigentlich stattliche Ansammlung geduckter, gräulicher Zelte, die sich doch wie ängstlich an den auslaufenden Hang einer der Berggipfel schmiegten.
Huch, das Lager der Menschen ist neben dem der Elben? In einem kleinen Tal? Sprengt das nicht irgendwie das Gelände?
Ich gebe zu, da habe ich nicht gut genug drueber nachgedacht. Das geht so nicht. *lacht*

Zitat:Es ist doch unglaublich! Ich befehlige die größte Armee, die Athalem je gesehen hat. Ich könnte ganze Königreiche zu Fall bringen und doch scheine ich meiner Aufgabe nicht gewachsen zu sein.
Er hat Selbstzweifel. Das ist gut. Aber diesen Gedanken glaube ich ihm nicht. Er könnte Königreiche stürzen, schafft es aber nicht, auch nur einen von diesen Feinden zu töten? Da muss Magie im Spiel sein. Ich will als Leser wissen, warum er die Feinde nicht töten konnte. Außerdem will ich wissen, warum die überhaupt Krieg führen. Warum Thakis der oberste Heerführer ist, warum er glaubt, er braucht die Elben, warum er glaubt, dass die Hauptfrau Hilfe holen könnte, die wirklich hilft - denn es scheint ja nicht an der Anzahl der Männer zu liegen, dass sie nicht einen! der Feinde abschießen konnten.
Wie schon angemerkt zieht sich hier ein großes Missverständnis weiter durch, dass ich durch nebulöse Beschreibungen ausgelöst habe:
Die Menschen haben durchaus die angreifenden Orks ausgeschaltet - sie haben allerdings keinen der Hintermänner zu fassen bekommen. Hast du einen Vorschlag, wie ich das deutlicher machen kann? Deshalb glaubt Thakis auch, dass er das Problem mit NOCH mehr Kriegern wird lösen können (auch wenn es etwas verzweifelt ist) - quasi steter Tropfen hölt den Stein.

Zitat:Huh, Welti, das waren ne Menge Dinge, die ich loswerden musste, und das mag darüber hinwegtäuschen, dass mir dieser Einstieg trotzdem gefallen hat. Pro Das Thema ist inhaltlich konfliktgeladen genug, um mich bei der Stange zu halten.
Wirklich? Cool! Icon_jump
Ich freue mich, dass dir die Geschichte trotz der Vielzahl an berechtigten Kritikpunkten dennoch gefallen hat!

Zitat:Ich bin momentan wahrscheinlich oberkritisch, weil ich soviel für meine eigene Geschichte lernen muss - ich drücke sozusagen gerade die Schulbank, um Geschichten und natürlich auch meine eigene zu analysieren.
Deshalb sind wir ja alle hier im Forum - und deshalb kann ich auch sehr viel aus deinem Kommentar mitnehmen! Du hilfst mir nicht nur, diese Geschichte zu verbessern, sondern vor allem auch, die selben Fehler in Zukunft vielleicht ein Stueck weit zu vermeiden. Und das ist doch großartig!

Zitat:Ich würde an Deiner Stelle nochmal die Figur des Thakis überdenken. Ich habe an einen obersten Heerführer, der in einer verzweifelten Lage steckt, eine bestimmte Erwartungshaltung. Der ist Oberster, weil er es schafft, Menschen zu führen, zu begeistern, Hoffnung zu geben, Stärke zu vermitteln, sprich, seine Mannschaft zu motivieren und zu übermächtiger Leistung zu bringen. Er bringt eine Menge Erfahrung mit. Überdenke aus diesem Blickwinkel seine Handlungsweise und seine Sprache, die er in diesem Kapitel benutzt.
Ich glaube, wir haben da vielleicht einen unterschiedlichen Geschmack bei unseren Charakteren - ich mag Thakis so dreckig wie er ist. Er ist Oberbefehlshaber, weil er fuer alle Seiten tragbar ist und versucht das Beste daraus zu machen. Seine Stärke liegt in der Taktik, nicht unbedingt in der Menschenfuehrung - da ist er eher bärbeißig.^^

Zitat:"Wird Thakis einen Weg finden, um die Schlacht zu gewinnen oder werden die Menschen vernichtet?" Diese beiden Möglichkeiten müssen für mich als Leser zu erkennen sein. Wenn ich das Gefühl habe, es gibt keine Möglichkeit, die Schlacht zu gewinnen, dann ist für mich die ganze Geschichte unglaubwürdig. Ich brauche also die Info, dass da noch was geht - mindestens, dass Thakis Hoffnung hat und sich auf die Suche nach einer Lösung begibt. Der letzte Satz drückt diese Hoffnung aus - aber es passt nicht zu meinem Eindruck, dass noch mehr Männer auch nicht helfen könnten.
Ich glaube, dass der so negative Eindruck, den du von der Gesamtsituation bekommen hast, auch auf dem Folgemissverständnis fußt. Ich wollte darstellen, dass die Situation sehr finster ist - aussichtslos ist sie (noch) nicht. Icon_smile

Liebe Slainte, ein riesiges Dankeschön fuer deinen unglaublich ausfuehlichen und hilfreichen Kommentar, der mir sehr weitergeholfen und mich an einigen Stellen zum Nachdenken ueber meine Schreibe angeregt hat! Großartig, wie viel Muehe du da hineingesteckt hast. Da kann ich nur den Hut ziehen, toll!

Liebe Grueße
WW

Die meisten Menschen haben überdurchschnittlich viele Arme und Beine ...

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Beitrag #18 |

RE: Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) I
Hallo Weltenwanderer,

Nach einigen kleinen technischen Problemen, kann ich endlich deine schöne Geschichte kommentieren  Icon_smile

Zitat:Der Gegenwind zerrte an ihr, ließ ihr langes Haar wild flattern und schlug der jungen Frau immer wieder blonde Haarsträhnen ins Gesicht, die unter ihrem Helm aus gekochtem Leder hervor lugten.
Ich stelle mir diese Szene bildlich vor. Sie muss schon sehr langes Haar haben, weil so ein Helm ja doch die Frisur bändigt. Ich gehe jetzt mal von meinem ganz persönlichen, subjektiven Standpunkt aus: Ich würde es besser finden, wenn du beschreibst, wie lang ihr Haar ist. Vielleicht bis zur Hüfte oder noch länger, weil ich meine, du willst mit diesem Satz aussagen, dass sie außergewöhnlich langes Haar hat. Liege ich da richtig?  Icon_confused

Zitat:Schatten uralter hochaufragender Tannen schossen zu beiden Seiten vorbei. Ein Spalier, einen Tunnel direkt auf den bleichen Mond zu. 
hoch aufragend getrennt und wunderschöner Satz  Icon_cuinlove

Zitat:Der Aufprall des schweren Körpers riss ihr Reittier im vollen Lauf von den Beinen und schleuderte sie durch die Luft. Kurz schien die Welt um sie herum zu gefrieren, schienen die Geräusche, die Hunde, der verdammte Krieg einfach zu verblassen.

Der Aufprall presste ihr die Luft aus den Lungen, ließ stechenden Schmerz durch ihren Brustkorb schießen und raubte ihr jedes Gefühl in den Beinen. Schwarze Punkte tanzten vor ihren Augen.
Zweimal Aufprall liest sich ein wenig holprig, eins bitte durch ein Synonym ersetzen

Zitat:das ihm fließend über die Schultern auf das weite weiße Gewand sickerte
Wie kann Haar sickern? Das assoziiere ich eher mit Wasser

Zitat:Die Augen grün wie Licht, das durch Baumwipfel scheint. 
Wieder so ein schönes Bild, das mein romantisches Herz erwärmt

Zitat:Oder ist es das das?
Wiederholung von das

Zitat:Und hier sitzt die Lichtgestalt von der wir alle Heil erhofft haben. Krieger aus den Legenden,. Wesen, die wir verehren. Sitzt hier.
Das A.... Mrgreen

Zitat:Während er sich nachdenklich über den struppigen tiefschwarzen Bart rieb, 
Mich stört das tief ein bisschen. Einfach schwarz würde meiner Ansicht genügen, oder kohlschwarz. Ist aber wieder nur persönlich und subjektiv.

Du klebst ziemlich an den Namen, aber das Problem kenne ich von mir. In dieser Richtung vielleicht noch einmal drüber schauen und durch das ein oder andere Synonym ersetzen.

Bis auf ein paar kleine verzeihliche Fehlerchen sehr schön geschrieben. Spannend, mit sehr schönen sprachlichen Bildern und auch von der Ausdrucksweise auf einem hohen Niveau.

Ich weiß schon jetzt, wen ich mag (Ayas ist es nicht  Mrgreen )und wen nicht. 
Man merkt, dass es dir richtig Spaß gemacht hat zu schreiben.

Freue mich schon auf den zweiten Teil.

Viele Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #19 |

RE: Hammer und Amboss (vor 1654 Jahren) I
Hallo Persephone,

da hast du aber eine alte Geschichte von mir ausgegraben! Ich freue mich sehr, dass du dich ihrer annimst (und noch mehr, dass sie dir gefällt). Pro Ich hab lange gebraucht, um sie fertig zu stellen, also fürchte ich, dass es ein stilistischer Flickenteppich sein könnte.
Voll schön, dass du sie liest!

Zu deinem Kommentar:



Zitat:Ich stelle mir diese Szene bildlich vor. Sie muss schon sehr langes Haar haben, weil so ein Helm ja doch die Frisur bändigt. Ich gehe jetzt mal von meinem ganz persönlichen, subjektiven Standpunkt aus: Ich würde es besser finden, wenn du beschreibst, wie lang ihr Haar ist. Vielleicht bis zur Hüfte oder noch länger, weil ich meine, du willst mit diesem Satz aussagen, dass sie außergewöhnlich langes Haar hat. Liege ich da richtig?  [Bild: icon_confused.gif]
Ich muss gestehen, so gut kenne ich mich mit langen Haaren gar nicht aus. xD Aber ja, sie hat langes Haar. Aber eher so bis zum Rücken, nicht unbedingt bis zur Hüfte. Also funktioniert das wahrscheinlich nicht so cineastisch, wie ich mir das vorgestellt habe?


Zitat:hoch aufragend getrennt und wunderschöner Satz  [Bild: icon_cuinlove.gif]
Dankeschön! Icon_smile


Zitat:Zweimal Aufprall liest sich ein wenig holprig, eins bitte durch ein Synonym ersetzen
Erledigt.


Zitat:Wie kann Haar sickern? Das assoziiere ich eher mit Wasser
Ich wollte auch ein Bild von "Fluß" erreichen.


Zitat:Wieder so ein schönes Bild, das mein romantisches Herz erwärmt
Hihi, das geht runter wie Öl.


Zitat:Mich stört das tief ein bisschen. Einfach schwarz würde meiner Ansicht genügen, oder kohlschwarz. Ist aber wieder nur persönlich und subjektiv.
Ich habe glaub ich in den ersten Teilen (hoffentlich nur dort) ziemlich dick mit den Adjektiven aufgetragen. Liest sich teilweise sehr schwülstig. xD 'tief' wird gestrichen.


Zitat:Bis auf ein paar kleine verzeihliche Fehlerchen sehr schön geschrieben. Spannend, mit sehr schönen sprachlichen Bildern und auch von der Ausdrucksweise auf einem hohen Niveau.

Ich weiß schon jetzt, wen ich mag (Ayas ist es nicht  [Bild: mrgreen.gif] )und wen nicht. 
Man merkt, dass es dir richtig Spaß gemacht hat zu schreiben.
Ich freue mich sehr, dass dir dieser Teil gefällt! Die Idee für diese Geschichte hat sich aus einem der Forenrollenspiele ergeben, wo der Name Thakis quasi zu einem running Gag wurde. Mrgreen

Für mich hat diese Geschichte aber auch sonst nostalgischen Wert: es ist das längste Werk das ich bisher geschrieben hab.

Liebe Grüße
WW

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