Es ist: 14-11-2019, 14:37
Es ist: 14-11-2019, 14:37 Hallo, Gast! (Registrieren)


Im Schatten des Mondes - Kapitel 01
Beitrag #11 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 01
Hallo Sir Jason,

ich bin jetzt leider noch nicht dazu gekommen, mich an deine Geschichte zu trauen, aber jetzt ist es soweit. Ich leg dann einfach mal los. Icon_wink

Zitat:Im direkten Vergleich hatte der rot angemalte Drachenkopf, durch den man es betrat, immer viel furchteinflößender ausgesehen als Kherzal selbst, der sonst neben dem Zelt schlief. Jetzt musste ich bei dem Anblick nur an das ängstliche Fiepen denken, mit dem er seinen Reiter vom Schlachtfeld getragen hatte.

Die Frage die sich mir gerade aufdrängt ist: Und wer ist Kherzal jetzt eigentlich? Ein Drache vielleicht, weil du ihn ja mit dem Drachenkopf vergleichst? Oder doch ein Pferd, an das ich bei „Reiter“ zuerst denken musste. Irgendwie ist die Formulierung ein wenig unglücklich. Ich würde dazu raten Kherzal erstmal wegzulassen und nur dieses Drachenkopf-Eingangs-Portal zu beschreiben. Wenn Kherzal wichtig wird, kannst du ihn immer noch beschreiben.

Zitat:Ich gab mir einen Wolfskopf und bellte ein paar Mal laut, dann beruhigten sich auch die letzten Gespräche. Wieder in komplett menschlicher Gestalt, bat ich Traygon darum, die Situation zu erläutern.

Ui er ist ein Gestaltwandler, oder sowas. Sehr schön, wie du das so beiläufig erwähnst, als ob es etwas ganz natürliches wäre.

Zitat:zustimmendes Gemurmel breitete sich aus.

Zustimmendes

Zitat:Erst bekam ich nur allgemeines Gemurmel als Antwort, dann antwortete mir Lord Squerat.

Dopplung von „Antwort“. Da er ihm ja widerspricht, würde ich vorschlagen das „antwortete“ durch „widersprach“ zu ersetzen.

So und dann bin ich auch schon fertig mit lesen. Das Kapitel ist ja sowieso recht kurz. Aber ich finde für diese Kürze hast du recht viele Informationen darin. Ich als Leserin, die deine Welt nicht kennt, muss die alle erstmal verarbeiten. Es fängt an, bei den vielen Namen, über die Länder und dann hat auch noch jeder ein besonderes Talent oder Eigenschaft und einen Spitznamen.Außerdem gibt’s da ja auch die Handlung um die Schlacht. Für mich persönlich sind das zuviele Informationen auf einmal, so dass ich mir kaum die ganzen Namen merken konnte. Ich würde diese ganze Besprechung ein wenig in die Länge ziehen und vielleicht auch die Versammlung ein wenig schrumpfen lassen, sodass sich Jason nur noch mit zwei oder drei anderen über die weitere Vorgehensweise streitet.
Abgesehen von dem ganzen Infodump, war es aber gut zu lesen, deshalb hab ich auch nicht soviel zum Anmerken gefunden. Auch inhaltlich hast du mich zum weiterlesen bewogen, auch wenn eine Schlachtensituation zwischen Menschen/Zwergen/Elfen und den Orks jetzt nicht unbedingt die Neuerfindung des Rades ist, aber ich bin sehr gespannt, was du daraus machst. Icon_wink

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #12 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 01
Woah woah, das Christkind ist dieses Jahr wohl früher gekommen und hat uns allen mehr Zeit geschenkt Icon_smile Freut mich, dass ihr mir einen Teil davon widmet.

Ich fang mal mit Slainte an, Antwort an Lady kommt dann unten, einfach scrollen bis ich groß ankündige, dass der Rest an dich geht :-)


Die Ich-Form findet sich im Moment nur bei einem fünftel der Kapitel, soll den Unterschied zwischen der eigentlichen Handlung und Jasons Erinnerungen deutlich machen. Ich finds selber immer total komisch so zu schreiben und mach auch immer erst nen Haufen Fehler und Er-Sätze, aber der Kontrast ist mir wichtig.
Deine Begründung war ja jetzt recht allgemein auf Texte in der Ich-Form bezogen, würde mich freuen wenn du nach dem Genuss von Kapitel4 mal noch zwei-drei Sätze dazu sagen würdest, wie sehr es dich konkret bei meinen Texten stört oder ob du da besser damit klar kommst.


Zitat:Ich weiß noch nicht, wer "ich" ist, aber denkt dieser "ich" tatsächlich an die kommenden Schrecken in diesen Horrorvisionen, wenn er doch gleichzeitig die saubere Luft atmet und geniesst?

Er genießt die Ruhe vor dem Sturm ohne dabei den Sturm zu vergessen. Ich behalte die Kritik aber mal im Hinterkopf, wenn sie öfter kommt muss ich mir etwas überlegen.


Zitat:Das "natürlich" kann ich hier nicht verstehen und finde es überflüssig.

Ersetze ich mit "wie immer" oder "wie gewohnt". Das sollte eigentlich damit ausgedrückt werden, dann kann ich es ja auch direkt sagen.


Zitat:Diesen Satz würde ich teilen, einmal, um die Kommas zu reduzieren, und dann, um ihn schneller fassbar zu machen.
Perfekter würde ich es finden, wenn ich aus den Augen von "ich" sehen könnte, was er sieht - Du schreibst zwar aus seiner Perspektive, aber diese Beschreibung wirkt nicht wie er, sondern wie der Erzähler, der mir das Umfeld erklären will.

Schachtelsätze sind meine schlimmste Krankheit. Mit der Beschreibung hast du recht.


Zitat:Inhaltlich finde ich es bedenklich, dass es ein Zeltlager in unmittelbarer Nähe eines großen Schlachtfeldes gibt, auf dem die Schlacht stattfinden soll.

Mir stellt sich die Frage, ob ich die Information einfach weglasse, näher ausführe, dass man nur von zwei Seiten auf das Kahl Plateau kommt oder den Teil auf die Besprechung im Zelt verschiebe. Wenn ich so drüber nachdenke, ist es eh ein Plothole, dass Jason jetzt schon von der Schlacht weiß, obwohl erst später entschieden wird, dass sie überhaupt stattfindet Doh


Zitat:Kherzal? Ist das das Pferd von diesem Prinzen? Nein, ein Pferd fiept nicht und schläft auch nicht. Erst beim nochmaligen Lesen glaube ich, dass es ein Drache sein muss. Ein fiepender Drache? Icon_wink

Hm, den Kritikpunkt bringt Lady ja auch an, das muss ich wohl besser erklären. Und ja, der Drache fiept und verpisst sich feige. Ist ein wichtiger Punkt meiner Hintergrundgeschichte, dass Drachen und ihre Reiter in den letzten Jahrhunderten alle von einer unnatürlichen Angst vor allem getrieben werden.


Zitat:Was sind das für Männer, die sich gegenseitig laut beleidigen? Warum? Stehen sie nicht vor einem gemeinsamen Problem?
Oder geht es hier um Konkurrenz, Streit um Vorherrschaft, den Thron? Dann würde ich das hier erwähnen.

Ein gemeinsames Problem, bei dem jeder einen anderen Lösungsansatz, aber niemand das Kommando hat. Wer fliehen will wird als Feigling und Verräter beschimpft, wer kämpfen will soll doch allein verrecken usw.


Zitat:Mit dem "ich gab mir einen Wolfskopf" kann ich überhaupt nichts anfangen. Im Nachhinein ist klar, dass er die Gestalt zumindest teilweise wechselt.

Ich notiere mir deine Kritik mit einem X auf meiner Negativseite, aber wenn du zu Ladys Kritik guckst, gefällt ihr genau diese Stelle^^
Ich weiß hier, dass meine Art der Informationsvermittlung Geschmacksache ist, aber ich bin der festen Überzeugung, dass Dinge, die für die Charaktere Alltag sind auch wie Alltag beschrieben werden müssen.


Zitat:Warum spottet der Mann? Es sollte wichtig sein, plündernde Orks von Raubzügen abzuhalten und das Volk zu schützen. Und dann gibt es da welche, die das Ganze für eine Laune des Prinzen, der scheinbar dabei draufgegangen ist, halten?
Okay, später muss ich erkennen, dass der Prinz gar nicht tot ist, sondern geflohen. Dann würde ich das hier schon deutlich machen.

Der Mann spottet, weil es nicht der Plan war, sich ein Schild mit "free snacks" umzuhängen und damit die Orks von den Plünderungen weg zu locken.
Und es war tatsächlich eine Laune des Prinzen. Dass der nicht tot ist, soll eigentlich im Kapitel mitschwingen und u.A. auch aus der Passage rauszulesen sein...


Zitat:Den feinen Lords ist es also vollkommen egal, was mit den Menschen ist, deren Ortschaften da geplündert wurden, sie denken nur an sich selbst und trauern noch nicht mal um den Prinzen - gibt es da einen König, der ein Interesse daran hat, die Meute zur Rechenschaft zu ziehen, die offenbar nicht in der Lage waren, den Thronerben oder zumindest seinen Bruder zu schützen?

Der König hat ein Interesse an Strafe, aber für den falschen. Kommt noch.
Für die Plünderungen gibt es in den Kolonien eigentlich ein Söldnerheer, das nichts anderes tut, als Orks zu metzeln und zu versklaven. Weil dieses aber sackteuer ist, senden die reichen und mächtigen trotzdem immer einen Hilferuf an den König, der aber nie beantwortet wird. Eine Laune des Prinzen ist der Feldzug deswegen, weil der kurzerhand beschlossen hat, für Ruhm und Ehre doch mal den Hilferuf zu beantworten. Sehr zur Verwunderung auch in den Kolonien, die jetzt nicht wussten, wie viel sie den Söldnern bezahlen sollen und ob die überhaupt noch gebraucht werden.
All das sind jedoch Informationen, die in Kap1 zu früh kämen. Hier hoffe ich irgendwo auf das Vertrauen des Lesers an mich, dass fehlende Informationen entweder im Text versteckt sind oder erst später kommen.


Zitat:Wir haben also Orks, die stumpfdumm auf ein Schlachtfeld rennen werden, um alles niederzumetzeln, was ihnen in die Quere kommt.

Eigentlich haben wir Orks mit einer Luftwaffe, die gezielt den wichtigsten Teil der menschlichen Armee angreift, einer Schlachtenformation, bei der erst die Formation der Gegner zerschmettert wird und dann die Fußsoldaten in diese Lücken rennen, Schamanen, die geschickt und mit gebündelten Kräften in das Geschehen eingreifen und einer Kavalleriereserve, deren Kommandant eigenmächtig entscheiden darf, wo er am meisten gebraucht wird. Aber all das siehst du in Kapitel4 :-) Das kulturelle System und die Hierarchie beim grünen Volk werden erst später beschrieben.


Zitat:ie könnten alle einfach abhauen, dann würde es die Schlacht gar nicht geben. Mir fehlt die Motivation. Jemand, der gezwungen ist, diese Schlacht zu schlagen, weil er sonst alles, aber auch alles verliert.

Das könnte ich mal versuchen noch deutlicher zu machen: Jeder hier könnte alles verlieren. Weglaufen ist nur eine halbe Option, weil die Orks schneller rennen und die Gegend besser kennen. Die Chance, tatsächlich in die Heimat zu gelangen ist nur sehr gering.


Zitat:Da ist ein Widerspruch. Die Orks sind ihnen auf den Fersen. Und die sind schnell, " ... holen sie uns ein wenn wir müde sind und massakrieren oder versklaven uns bis zum letzten Mann."
Genau. Und deshalb ist es total unglaubwürdig, dass dieses Heer ein paar Stunden Ruhe bekommen kann. Oder die Orks sind ihnen doch nicht so dicht auf den Fersen, dann verstehe ich aber die Angst nicht, dass Heer könnte eingeholt werden.

Hm. Das Heer hat die Hauptstadt der Orks angegriffen, während der Kriegshäuptling mit seinen eigenen Truppen außer Haus war und die restlichen Armeen mit Plünderung beschäftigt waren. Das Timing für den Angriff war nicht schlecht. Dann ist der Prinz jedoch feige geflohen und hat dabei die Moral mitgenommen. Die Menschen fliehen daraufhin unsortiert und nur Jason hält die Wyvernreiter davon ab, blutige Ernte unter den hinteren Reihen der fleihenden zu halten. Von da an folgen dem Heer die verstreuten grünen Armeen, die dann auch noch kurz auf einander warten um gebündelt weiter zu marschieren. der Vorsprung und das warten ergeben die Verschnaufpause. Ich will aber eigentlich nicht das ganze erste Kapitel nur mit Erklärungen vollpumpen Icon_slash
Dass sie eingeholt werden liegt daran, dass die Orks von jetzt an eine schnellere Marschgeschwindigkeit haben als das Heer der Menschen.


Zitat:Auch hier kann ich nicht verstehen, was eigentlich vorgeht. Ein desertierter Lehnsherr, okay, das ist frustrierend für Squerat, aber was ist das mit der Erwähnung des Vaters und Onkels? Warum will Crage ihn einfach töten, wo er doch auf jeden Mann angewiesen ist. Um eine Schlacht zu gewinnen, aber warum muss er das?

Der Lehnsherr ist der Prinz. Vater und Onkel haben großen Einfluss auf Jason selbst und den Rest der Geschichte und sollen von Anfang an als gottgleich mächtige Figuren dargestellt werden, damit die Hype Engine schon mal vorgeheizt ist, wenn tatsächlich einer der beiden überraschend aufkreuzt.
Squerat selbst erkennt hier sehr schnell, dass Jason eigentlich rein aus Arroganz und der Überzeugung handelt, er würde die Schlacht schon irgendwie gewinnen.
Jason wiederum hat a) ein Problem mit einem Krüppel wie Squerat, weil in seiner Heimat Schwäche verachtet wird und b) aus demselben Grund ein Problem mit der Flucht. Dazu kommt die abartig hohe Messlatte, die seine Familie ihm setzt. Später kommt raus, dass ein Vater ihn eh als unfähig verachtet und ihn nie zum Erben erziehen wollte sondern immer nur als Werkzeug gesehen hat.

Jetzt kommt aber das Problem mit der Tür, die ins Haus fällt. Ich kann all diese Informationen unmöglich ins erste Kapitel einbauen. Erklärungen existieren und kommen auch noch vor.
Die Schlacht selbst sieht durch Jasons Augen z.B. komplett anders aus als durch die Augen anderer Teilnehmer. Er wird vieles übersehen, manches gar nicht wahrnehmen und Fehler machen, die er nie als solche erkennt. Aber aus seiner Sicht beschrieben wird das kaum ersichtlich. In der Hauptstory, die 14 Jahre später spielt wird immer mal wieder jemand von dieser Schlacht erzählen und Jasons Handlungen dabei bewerten, andere berichten von dieser Besprechung und wie sie sich eigentlich fest vorgenommen hatten, in der Nacht zu desertieren und nur durch die Ankunft der Reichshelden umgestimmt wurden.

Aber bei all der Flut an Informationen, die ich hier nicht erwähne, tendiere ich immer noch eher dazu, mehr zu kürzen, als mehr zu erklären.


Zitat:Positiv finde ich Deinen Erzählstil an sich. Und Du hast eine Menge Fantasy da drin, die ziemliches Potential bietet und neugierig macht.

Ich weiß nicht, ob du meine Kritiken unter anderen Texten mal gelesen hast, aber ein Thema, das sich bei mir wiederholt sind "Versprechungen"
Ich will am Anfang einer Geschichte noch gar keine Erklärungen sehen. Ich will Andeutungen sehen, einen kleinen Ausblick darauf, was noch alles kommen kann und ein ungefähres Verständnis davon, wie die Welt funktioniert.
Danach habe ich mich beim schreiben orientiert und ich hoffe, dass du verstehen kannst, warum ich das Kapitel so gestaltet habe.

Zumindest nach diesen Kriterien hatte ich bei dir ja auch Erfolg, auch wenn ich natürlich noch an den Motivationen arbeiten könnte :-)


Zitat:Vielleicht kannst Du was hiervon gebrauchen, dann nimm es mit.

Jede Kritik ist wertvoll. Manche bestätigen mich, manche öffnen mir die Augen und manche will ich nicht glauben, notiere sie aber im Hinterkopf, falls mal jemand die gleichen Punkte kritisiert.
Danke.

Zitat:Ich habe in die anderen Kapitel schon mal reingeschaut, wird aber dauern, bis ich mich damit richtig auseinandersetzen kann.

Lass dir Zeit.



So, ab hier für Lady:


Zitat:Die Frage die sich mir gerade aufdrängt ist: Und wer ist Kherzal jetzt eigentlich? Ein Drache vielleicht, weil du ihn ja mit dem Drachenkopf vergleichst? Oder doch ein Pferd, an das ich bei „Reiter“ zuerst denken musste. Irgendwie ist die Formulierung ein wenig unglücklich. Ich würde dazu raten Kherzal erstmal wegzulassen und nur dieses Drachenkopf-Eingangs-Portal zu beschreiben. Wenn Kherzal wichtig wird, kannst du ihn immer noch beschreiben.


Hm, die Information ist bei "der Drachenkopf sah furchteinflößender aus als das Original" natürlich fast ein bisschen zu gut versteckt. Nachdem Slainte dasselbe Problem hatte, überlege ich mir hier mal eine Lösung. Für solche Fälle mag ich mein first-read, second-read Schema der Kritik, darum hier die Frage:
Slainte ist beim nochmaligen drüberlesen darauf gekommen, dass Kherzal der Drache des Prinzen sein muss. War dir das bis zum Schluss nicht klar oder nur nicht auf Anhieb?


Zitat:Ui er ist ein Gestaltwandler, oder sowas. Sehr schön, wie du das so beiläufig erwähnst, als ob es etwas ganz natürliches wäre.

Endlich jemand, der mich versteht Icon_cuinlove


Zitat:Dopplung von „Antwort“. Da er ihm ja widerspricht, würde ich vorschlagen das „antwortete“ durch „widersprach“ zu ersetzen.

Ups. Ich könnte schwören, dass ich den Text schon sieben mal gründlich nach Wiederholungen durchforstet habe^^


Zitat:Aber ich finde für diese Kürze hast du recht viele Informationen darin. Ich als Leserin, die deine Welt nicht kennt, muss die alle erstmal verarbeiten.

Das ist ein Vorgeschmack. Einerseits will ich mit dem Kapitel viele "Versprechungen" an den Leser machen, andererseits soll von Anfang an klar werden, dass man hier mitdenken und sich evtl sogar Notizen machen sollte. Bücher geben einem ja im Gegensatz zu Filmen die Zeit, sich mit der Fülle an Informationen auseinander zu setzen.


Zitat: Es fängt an, bei den vielen Namen, über die Länder und dann hat auch noch jeder ein besonderes Talent oder Eigenschaft und einen Spitznamen.

Ich versuche, so selten wie möglich einfach nur "einen Mann" etwas tun zu lassen. Am besten hat jeder einen Namen, zumindest aber Herkunft oder ein Merkmal, dass die Person erkennt, aus deren Sicht wir die Geschichte erleben. Wenn das zu viel Information ist, empfehle ich dir einfach, im Kopf aus "Gorn Rohrholdt" einfach "Einer der Männer" zu machen. Später entgehen dir dann kleinen Leckerlis, wie z.B. dass ein Freund eines später wichtigen Charakters der Sohn von Gorn Rohrholdt ist.
Die Erwähnung der Länder dient hier vor allem dazu, dem Leser zu zeigen, dass es eine größere Welt gibt, in der das ganze spielt, das fällt für mich wieder unter Versprechungen.


Zitat:Außerdem gibt’s da ja auch die Handlung um die Schlacht. Für mich persönlich sind das zuviele Informationen auf einmal, so dass ich mir kaum die ganzen Namen merken konnte.

Merk dir das wichtige und such dir von den nebensächlichen Informationen das aus, was dich interessiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Leser jedes Detail beim ersten lesen des Buches gleich erkennen wird. Meine Wunschvostellung ist irgendwie, dass jemand einen reread meiner Bücher anfängt und im ersten Kapitel dann "Woah, der hat den da schon eingeplant. Jetzt verstehe ich auch, warum der..." denkt.
Ich will, dass jemand der genau aufpasst und sich kleinigkeiten merkt, dafür auch belohnt wird, gleichzeitig aber auch jemand, der eher an der Hauptstory interessiert ist auf seine Kosten kommt, ohne sich den "Aufwand" zu machen, alle Verbindungen zu entdecken.


Zitat:Auch inhaltlich hast du mich zum weiterlesen bewogen, auch wenn eine Schlachtensituation zwischen Menschen/Zwergen/Elfen und den Orks jetzt nicht unbedingt die Neuerfindung des Rades ist, aber ich bin sehr gespannt, was du daraus machst. Icon_wink

Dann bin ich sehr auf deine Reaktion zu Kap4 gespannt, denn dort findet die Schlacht statt :-)
Was das "Standardsetting" angeht, ist mein Gedanke, dass man sich als geübter Fantasy-Konsument gleich wie zuhause fühlen soll. Keine Ahnung, ob das ein kluger Ansatz ist, aber ich probiere ihn mal bewusst so.

Habe mich sehr über deine Kritik gefreut und hoffe jetzt mal, dass ich dich nicht enttäuschen werde.

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

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Beitrag #13 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 01
Hallo Jason,

du bist ja fleißig. ^^

Zitat:Für solche Fälle mag ich mein first-read, second-read Schema der Kritik, darum hier die Frage:
Slainte ist beim nochmaligen drüberlesen darauf gekommen, dass Kherzal der Drache des Prinzen sein muss. War dir das bis zum Schluss nicht klar oder nur nicht auf Anhieb?

Beim ersten Lesen hab ichs überhaupt nicht kapiert. Deshalb habe ich den Absatz nochmal gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass du den Drachen gemeint haben könntest. Aber das du den Drachen tatsächlich gemeint hast, ist mir überhaupt nicht klar geworden. ^^
Auch im Verlauf des Kapitels wird leider nicht erwähnt, dass der Kerl auf einem Drachen geflohen ist ...

Zitat:Wenn das zu viel Information ist, empfehle ich dir einfach, im Kopf aus "Gorn Rohrholdt" einfach "Einer der Männer" zu machen. Später entgehen dir dann kleinen Leckerlis, wie z.B. dass ein Freund eines später wichtigen Charakters der Sohn von Gorn Rohrholdt ist.

Habe ich schließlich beim Lesen ja auch. Von daher kann es mir also im weiteren Verlauf dann schon passieren, dass ich den ein oder anderen Namen wiedererkenne und dann merke: "Mensch, das ist doch ein Verwandter von dem und dem". Icon_wink

Grüße Lady

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Beitrag #14 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 01
Zitat:Schachtelsätze sind meine schlimmste Krankheit. Mit der Beschreibung hast du recht.
Ich finde Schachtelsätze total okay, aber sie müssen passen. Also schreib ruhig welche Icon_cool

Zitat:Mir stellt sich die Frage, ob ich die Information einfach weglasse, näher ausführe, dass man nur von zwei Seiten auf das Kahl Plateau kommt oder den Teil auf die Besprechung im Zelt verschiebe. Wenn ich so drüber nachdenke, ist es eh ein Plothole, dass Jason jetzt schon von der Schlacht weiß, obwohl erst später entschieden wird, dass sie überhaupt stattfindet
Dann würde ich das an dieser Stelle streichen. Wenn die Schlacht eh erst später stattfindet, muss über das Plateau ja noch gar keine Info hier stehen, außer der, die Du im ersten Absatz ja schon hast.

Zitat:Und ja, der Drache fiept und verpisst sich feige. Ist ein wichtiger Punkt meiner Hintergrundgeschichte, dass Drachen und ihre Reiter in den letzten Jahrhunderten alle von einer unnatürlichen Angst vor allem getrieben werden.
Aber Du schreibst wortwörtlich:... mit dem er seinen Reiter vom Schlachtfeld getragen hatte.
Das sagt mir doch, der Prinz ist schwer verletzt oder tot und der Drache trägt ihn vom Schlachtfeld, rettet ihn also vor Verstümmelung oder was sonst noch Feinde so machen. Das ist überhaupt nicht feige. So kommt es bei mir an, deshalb hatte ich ja auch angenommen, der Prinz ist tot. Und der Drache fiept aus Trauer.

Zitat:Ich notiere mir deine Kritik mit einem X auf meiner Negativseite, aber wenn du zu Ladys Kritik guckst, gefällt ihr genau diese Stelle^^
In diesem Falle ist es nicht Geschmacksache Deiner Informationsvermittlung, sondern wahrscheinlich meinem Intellekt geschuldet, der mit dieser Formulierung nichts anfangen kann, weil er damit nicht vertraut ist. Lass es stehen und ignorier mich Icon_wink

Zitat:All das sind jedoch Informationen, die in Kap1 zu früh kämen. Hier hoffe ich irgendwo auf das Vertrauen des Lesers an mich, dass fehlende Informationen entweder im Text versteckt sind oder erst später kommen.
Sieh das von der anderen Seite: Du hast jetzt schon viel zuviele Informationen in dem Kapitel, die mich zu diesen Fragen und Gedankengängen führen. Worum geht es:
Ein Trupp führerloser Soldaten, deren Kommandanten sich über die notwendige Strategie streiten.
Eine Bedrohung von einer Horde Orks, die sie früher oder später einholen.
Ein Gestaltwandler, der den Oberbefehl über den demoralisierten Haufen Soldaten bekommt.
Zitat:Ich hatte also sieben Reichshelden, ein fliegendes Schiff, fast hundert Magier und geschätzt 300.000 demoralisierte Soldaten.
Darum geht es. Dein Hauptchara wird mir hier also vorgestellt als derjenige, der das Kommando über eine zerstrittene Truppe bekommt.
Das ist erstmal nichts ungewöhnliches. Also muss ein Konflikt her: Jason muss ein Problem damit haben, damit ich als Leser neugierig auf ihn werde. Jetzt kannst Du natürlich sagen, ist das nicht genug Konflikt, dass er diesen Haufen unter einen Hut kriegen muss? Für manche Leser ja. Mir fehlt da die persönliche Ebene, die einen Chara mit seinen Problemen so spannend macht und ihm Tiefe verleiht.
Sagen wir, er hat ein Akzeptanzproblem und muss sich deshalb zum Wolf machen, um Deserteure zurückzuhalten - aber der Befehl des Königs ist eindeutig und sein Schutzschild im Rücken und damit ist das kein Konflikt mehr.
Da scheint mir die Sache mit Onkel und Vater ein besserer Ansatzpunkt. Aber darüber erfahre ich nichts, nicht die kleinste Andeutung darüber, ob hier ein wunder Punkt liegt, den Jason zum Handeln treibt.
Ich brauche einen persönlichen Konflikt und eine Motivation, die Deinen Chara zum Handeln zwingt. Sonst nichts.
Arbeite die Kernaussagen dieses Kapitels heraus. Gib sie als Dialog zwischen den Streitenden, oder als Gedanken von Jason wieder. Zeige mir seinen Konflikt durch seine Handlung oder Gedanken oder am Besten beides. Schon sind alle Erklärungen überflüssig und Deine nicht zu langen Beschreibungen können sich auf ein Minimum des Umfelds aus Jasons Perspektive beschränken. Lass mich dann ruhig Fragen stellen - ein Konflikt, das ist spannend, da lese ich weiter, um irgendwann meine Fragen beantwortet zu bekommen.
Puh, ich lerne gerade selbst - aber das ist ja der Sinn beim Kommentieren - glaub nicht, dass ich das selber so kann - zu betriebsblind bei meinen Texten Icon_ugly
Zitat:Aber all das siehst du in Kapitel4 :-) Das kulturelle System und die Hierarchie beim grünen Volk werden erst später beschrieben.
Ich glaube, dass Du hier schon Andeutungen über die ungeheure Schlagkraft der Orks machen musst - allein schon deshalb, damit ich bewusst das Kontingent vergleichen kann, das Jason zur Verfügung steht und diese Aussage des letzten Satzes ein schweres Gewicht erhält.
Eine übermächtige Truppe - vor lauter Beschreibung in Deinem Kapitel verschwindet dieses wichtige Detail im Nichts.
Okay. Da haben wir einen starken Konflikt: Jason muss eine übermächtige Armee besiegen. Aber dennoch ist das nicht die persönliche Ebene. Das sind die Umstände seines Jobs. Geh noch tiefer, such nach seinen ganz persönlichen Kernwahrheiten, die ihn in dieser Situation in Schwierigkeiten bringen. Vielleicht kommt das ja noch, aber dann deute es hier in diesem Kapitel an: Er hat ein persönliches Problem. Du musst nichts erklären. Aber wenn ich durch eine Andeutung spüre, dass mehr dahintersteckt, lese ich unbedingt weiter.
Zitat:Ich will am Anfang einer Geschichte noch gar keine Erklärungen sehen. Ich will Andeutungen sehen, einen kleinen Ausblick darauf, was noch alles kommen kann und ein ungefähres Verständnis davon, wie die Welt funktioniert.
Na, der dritte Punkt wird sich eher langsam entwickeln, aber Du hast da vollkommen recht. Nur glaube ich, da solltest Du an der Umsetzung noch arbeiten. Aber das ist meine Meinung, andere sind vielleicht weniger pingelig und finden alles so vollkommen okay. Ich versuche nur, Dir einen anderen Blickwinkel aufzuzeigen, wie Du Dich dann entscheidest, ist ja Deine Sache. Es muss für Dich funktionieren. Icon_cool


Mich kann man nicht komprimieren!

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Beitrag #15 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 01
Hallo SirJasonCrage,
ich habe mir Dein erstes Kapitel hier durchgelesen, und kann Dir einmal ein First read darauf geben:
Obwohl die Geschichte an sich interessant mit einer Besprechung einer zusammengewürfelten Gruppe von Verbündeten beginnt, die mehr zerstritten als vereint denken, fehlt mir ein wenig mehr an Beschreibung.
Es wirkt auf mich so, als wenn ich mir den dritten Teil der Hobbit-Trilogie ansehen würde, ohne eine Ahnung von Teil eins und zwei zu haben! Doch hier sind wir am Anfang. Daher denke ich, es bedarf einer umfangreicheren Einführung.
Zum Beispiel wird erwähnt, das neben dem großen Beratungszelt ein Drache in der Wiese liegt, doch als Leser kann man sich ihn gar nicht vorstellen hinsichtlich Aussehen und Größe.
Der Führer des zerstrittenen Haufens scheint ein Wehrwolf oder ähnliches zu sein, auch hier gibt es keinen einzigen Hintergrundgedanken, etwa wieso er so ist.(Unfall, Absicht, verseucht, verzaubert, von Geburt an, etc). So etwas würde helfen in eine fremde Stimmung einzutauchen.
Wie sieht er überhaupt aus? Rüstung, Bart, Waffen...

Dann erfahren wir, dass eine große Horde Orks im Anmarsch ist, die ihre Plünderungen eingestellt haben, um die Gruppe zu eliminieren. Als Leser fragt man sich sofort wo die Orks denn herkommen? Künstlich erschaffen, ein richtiges Volk...?
Ein Elf wird erwähnt, der lieber nicht in der Gesellschaft der Menschen sein würde. Was hat ihn dazu veranlasst dennoch hier zu sein?

Ein Reiseportal wird erwähnt. Das wäre eine Möglichkeit, zunächst einmal mit einer kleinen Gruppe zu beginnen, um erstmal etwas über die einzelnen Motive der Einzelnen zu erfahren.

Ein plötzlich anwesendes Flugschiff wird erwähnt, mit dem der Anführer schon rechnet, ohne es überhaupt gesehen und inspiziert zu haben.

Kurzum, es fehlen jede Menge Details, und daher hängt man als Leser in der Luft. Ich will mich freuen auf einen guten Kampf, doch es gibt keine Persönlichkeiten, an die man sich klammern kann, weil leider niemand langsam aufgebaut wird...

Es wirkt auf mich, um nochmal einen Vergleich heranzuziehen, wie eine Koalition mit dem Ziel den Todesstern zu vernichten, doch man hat nicht die Chance auch nur einen einzigen Protagonisten kennenzulernen.

Doch vielleicht kommt das ja auch erst Icon_smile
Soviel zu meinem First read-Eindruck.
lg El Lobo

Die Geschichte der Menschheit ist eine nähere Betrachtung wert!

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Beitrag #16 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 01
Freut mich sehr, dass du hier mal reingesehen hast.
Deine Geschichte updated mir irgendwie zu schnell, aber bei Gelegenheit werd ich mir den Rest auch mal noch zu gute führen.

Zitat: Zum Beispiel wird erwähnt, das neben dem großen Beratungszelt ein Drache in der Wiese liegt, doch als Leser kann man sich ihn gar nicht vorstellen hinsichtlich Aussehen und Größe.

Die Stelle mit dem Drachenkopf muss ich eh mal noch bearbeiten, mir entschlüsseln da zu wenig Leser, was ich sagen wollte. Mea culpa.


Ansonsten beschreibst du einen Mangel an Wissen, der im ersten Kapitel vermittelt wird. Mein Problem damit ist, dass ich lange Zeit die Leser mit Wissen erschlagen habe, das für die Szene eigentlich nur von zweitrangiger Bedeutung ist.


Zitat: Der Führer des zerstrittenen Haufens scheint ein Wehrwolf oder ähnliches zu sein, auch hier gibt es keinen einzigen Hintergrundgedanken, etwa wieso er so ist.(Unfall, Absicht, verseucht, verzaubert, von Geburt an, etc). So etwas würde helfen in eine fremde Stimmung einzutauchen.

Die Absicht hier war, zu zeigen wie alltäglich das für die Anwesenden ist. Jason verschwendet buchstäblich keinen Gedanken daran.
Wieso er so ist, ist für mich eine unwichtige Information hier, zumal ich sie nicht so unterbringen könnte, wie ich Information gerne an den Leser tropfen lasse. Ein Hinweis darauf steht sogar schon im Text, seine Verwandten sind ebenfalls absolute Monster und tatsächlich ist die Lösung hier, dass er von Geburt an so ist. Ich könnte an der Stelle dann ausschweifen und weiter erklären, dass er einer langen Linie so genannter Mondaugen entspringt, die seit einigen Jahrhunderten über das Land Antury herrschen und so weiter, aber für die Szene ist es einfach nicht wichtig. Man sieht, er ist Gestaltwandler und er nutzt die Fähigkeit um zu drohen.


Zitat:Wie sieht er überhaupt aus? Rüstung, Bart, Waffen...

Wir sehen die Geschichte aus seiner Sicht, er wird nicht plötzlich in sich gehen und darüber nachdenken, dass er sich vielleicht hätte rasieren sollen. Ich versuche immer nur zu erzählen, was die Figur wahrnimmt, der wir folgen. Wenn die Szene aus der Sicht eines Knappen beschrieben wäre, der sich ins Zelt verirrt hat, käme eine Beschreibung der eindrucksvollen Person Jason Crage, gefolgt von irritierter Angst vor seiner Verwandlung und einer gedachten "das meinten sie also mit Werwolf." - Erklärung. Wir sehen es aber aus Jasons Sicht.


Zitat: Dann erfahren wir, dass eine große Horde Orks im Anmarsch ist, die ihre Plünderungen eingestellt haben, um die Gruppe zu eliminieren. Als Leser fragt man sich sofort wo die Orks denn herkommen? Künstlich erschaffen, ein richtiges Volk...?

Da sind wir als Leser unterschiedlich, auch bei Tolkien habe ich mich z.B. nicht gefragt, ob die Zwerge von den Valar oder den Maiar erschaffen wurden, oder ob es einfach nur kleine Menschen waren.
Davon abgesehen, dass ich die Information wieder für irrelevant halte (zumal keiner der Anwesenden die Antwort kennt und ich sie deswegen wieder nicht meinem Stil getreu beantworten könnte), würde es wieder den Rahmen sprengen, wenn ich hier anfange zu erzählen, wie im Götterkrieg die kriegerischen Götter dem Friedensvertrag von Varlosstadt nicht zustimmten und deswegen ins Exil nach Kudros gingen, dort die Orks erschufen und eine Art Proxy-Krieg gegen den Teil der Rebellenarmee führten, der ohnehin nicht mit dem Frieden zufrieden oder scharf auf mehr Götterseelen war.
Es würde mehr Fragen aufwerfen als beantworten.


Zitat: Ein Elf wird erwähnt, der lieber nicht in der Gesellschaft der Menschen sein würde. Was hat ihn dazu veranlasst dennoch hier zu sein?

Alte Verträge besagen, dass es immer einen Elf im Rat Galirias geben muss, als die Familie Kathrogonn aber ihre Position als Privatarmee des Retes ausnutzte und sich zu Königen aufschwang, musste ein anderes Amt gefunden werden, das der Abgesandte der Elfen bekleiden konnte. Mit der Zeit wechselten diese und am Ende war es immer ein Reichsheld, der spitze Ohren hatte.


Zitat: Ein plötzlich anwesendes Flugschiff wird erwähnt, mit dem der Anführer schon rechnet, ohne es überhaupt gesehen und inspiziert zu haben.

Uff. Tut er eigentlich nicht. Magst du mir die Stelle aufzeigen, an der ich den Eindruck entstehen lasse? Icon_slash




Zitat: Kurzum, es fehlen jede Menge Details, und daher hängt man als Leser in der Luft. Ich will mich freuen auf einen guten Kampf, doch es gibt keine Persönlichkeiten, an die man sich klammern kann, weil leider niemand langsam aufgebaut wird...

Wenn du dir vorstellst, all die Informationen aus meinem Antwortpost hier in dem Kapitel zu haben, würde es das in deinen Augen besser machen?
Im Moment hängt der Leser in der Luft, die Alternative wäre, den Leser zu überschwemmen. Die einzig andere Option wäre ein Einstieg an einer anderen Stelle in der Story. Da müsste ich aber vor dem Beginn des Feldzugs ansetzen und das ist mir zu weit von der Schlacht weg, die eigentlich der wichtige Punkt für die Hauptstory ist.

Von daher finde ich es schade, dass dir die Information hier fehlt, aber ich kann sie hier nicht einfach hineinfluten lassen.
Dass dir Charakternähe fehlt wird sich erst viel später ändern...
Ich hab auch grad überhaupt keine Ahnung, ob dich der Start trotzdem neugierig macht oder eher abgeschreckt hat.


Zitat: Es wirkt auf mich, um nochmal einen Vergleich heranzuziehen, wie eine Koalition mit dem Ziel den Todesstern zu vernichten, doch man hat nicht die Chance auch nur einen einzigen Protagonisten kennenzulernen.

Abschließend noch: Ich wollte keine Heldenreise mit einem unbeschriebenen Jungen aus einem friedlichen Dorf anfangen, dessen Leben durch die Ankunft Fremder/eines Fremden durcheinander gebracht wird. Das gibts soweit ich weiß schon.
Dass es einen Sinn hat, wenn viele mit dem Format anfangen und dass man etwas einbüßt, wenn man aus diesem bewährten Schema ausbricht ist mir klar.

Ich würde mir irgendwo wünschen, dass man als Leser das Gefühl bekommt, in eine lebendige Welt gestoßen zu werden, bei der zu jedem Zeitpunkt mehr Eindrücke auf einen eingeprasselt wären, als man verstehen kann. Egal wo man anfängt.
Deswegen fange ich einfach mittendrin an. Der Todesstern schwebt auf uns zu, die Lage ist beschissen und keiner weiß so recht was zu tun ist. Kennenlernen kann warten.

Ich würde mich einfach freuen, wenn du der Geschichte trotzdem eine Chance gibst Icon_smile

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

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Beitrag #17 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 01
Abend, SirJasonCrage,

Zitat:Wir sehen die Geschichte aus seiner Sicht...
Ah ja, an die Ich-Form muss ich mich erst gewöhnen...

Zitat:„Das ‚Bollwerk‘ ist ebenfalls hier und wir wurden mitsamt einer neuen Konstruktion hierher teleportiert, einem fliegenden Schiff. Auf dem Schiff sind einige Magier, die es in der Luft halten und knapp 100 weitere, die wir für die Schlacht einsetzen können.
Das war die Stelle, wo plötzlich das fliegende Schiff erwähnt wird.

Zitat:Ich hab auch grad überhaupt keine Ahnung, ob dich der Start trotzdem neugierig macht oder eher abgeschreckt hat.
Keine Sorge, ich finde den Einstieg trotzdem gelungen, und bin sehr neugierig auf die Fortsetzungen Icon_smile

Zitat:Die Absicht hier war, zu zeigen wie alltäglich das für die Anwesenden ist.
Ja, das bringst Du sehr schön rüber. Man fühlt sich tatsächlich von Deiner lebendigen Welt mitgerissen, ohne sich gleich auszukennen. Ist wie wenn in einer neuen Firma anfängt - da macht man auch gleich mit, obwohl man noch nicht viel weiß und die Leute noch nicht kennt.
Ich bin überzeugt das meine Fragen im Laufe der Handlung beantwortet werden Icon_smile

Und Du darfst dich somit freuen, ich gebe Deiner Geschichte die Chance mich zu beeindrucken Icon_smile

Zitat:Deine Geschichte updated mir irgendwie zu schnell
Oh, ist nur deshalb so, weil ich das erste Kapitel bereits weit vorgeschrieben habe, und noch langen Weihnachtsurlaub dazu hatte. Das Tempo reduziert sich ohnehin automatisch... Icon_smile

lg El Lobo

Die Geschichte der Menschheit ist eine nähere Betrachtung wert!

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Beitrag #18 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 01
Hi Jason (du erlaubst doch, oder?),

wir sind uns bislang noch nicht über den Weg gelaufen, daher von meiner Seite ein verspätetes Willkommen an dich! Und wie könnte man jemanden besser begrüßen als mit einer kommentierten Geschichte. Also - auf geht's!

Beim Lesen des ersten Teils kamen von meiner Seite einige Anmerkungen auf, die recht tief in den Aufbau der Geschichte eingreifen. Es versteht sich von selbst, dass ich nicht beleidigt bin, wenn du diese ignorierst.
Zunächst einmal finde ich, dass deine Handlung viel Potenzial bietet - um das zu illustrieren, schreibe ich mal ein bisschen runter, was ich aus dem ersten Teil so rausgelesen habe und was sich daraus ergeben könnte: wir haben eine Armee im desolaten Zustand mit einem feigen Anführer, der geflohen ist, während eine Armee einer fremden Rasse, die an einem Frieden anscheinend nicht interessiert ist, im Begriff steht, die Soldaten, die ohnehin bereits kurz vor einer Meuterei stehen, zu überrennen. Wir haben eine zerstrittene Führungsriege, in der jeder seine eigenen Vorstellungen hat, aber niemand wirklich weiß, was zu tun ist und wir haben Magie. Mächtige Reichshelden, die im Alleingang hunderte Menschen töten können, darunter ein Magier, der so mächtig ist, dass er als entartetes Exemplar seiner Riege gilt und unser Protagonist Jason. Dieser ist selbst ein Gestaltwandler (und wer weiß, was noch) und wird von den Lords einerseits gefürchtet, andererseits aber auch verachtet, weil er im zu großen Schatten seines Vaters und seines Onkels steht. Da braucht man nicht lange suchen, um zahlreiche Konfliktherde zu finden, die die Story ansprechend gestalten können. Das Setting bietet also reichlich Potenzial.
Was ich zunächst gern betonen würde, ist, dass, ohne dass die Proportionalität verloren geht, aus meiner Sicht kaum eine Möglichkeit, die Figuren sich im Laufe der Geschichte in magischer Hinsicht entwickeln zu lassen, was ja doch in vielen Geschichten Verwendung findet. Damit ergibt sich für deine Geschichte eine antiklimatische Wirkung - wenn dieser Teil nicht außerhalb der eigentlichen Geschichte steht, worauf das Kursive ein Stück weit hinweist.
Nichtdestotrotz weckt die Ausgangssituation reichlich Interesse: wir haben den Krieg als einen großen Konflikt, kleiner Konflikte zwischen einzelnen Charakteren auf derselben Seite des Krieges und dann noch den Konflikt innerhalb von Jason, zwischen ihm als mächtiger Reichsheld und der daraus resultierenden Verantwortung und dem ständigen Vergleich mit seiner Familie. Woraus sich auch schon das Problem ergibt, das ich mit diesem Text habe: die Atmosphäre.
Aus meiner Sicht ist dein Stil für die Katastrophe, die sich bereits ereignet hat und weiter anbahnt viel zu leicht. Einige Beispiele:



Zitat:„Ich hoffe, die fangen nicht ohne uns an. Am Ende kommt eine dumme Idee dabei heraus.“
Traygon kicherte. „Der ganze Feldzug war eine dumme Idee, daran werden wir heute auch nichts mehr ändern.“ Die Soldaten in Hörweite, die mit missmutigen Gesichtern von ihren Zelten saßen, nickten zustimmend. Es war nicht gut für die Moral, wenn er in seiner Position als Reichsheld so etwas sagte, aber seit der Niederlage vor Gardonis war diese ohnehin nicht mehr zu retten.



Hier sind tausende Männer gestorben und weitere stehen kurz vor dem Tod. Da kichert mit Sicherheit niemand (bzw. du solltest dir bewusst sein, dass das ein recht spezielles Bild auf deine Reichshelden wirft) und auch "missmutig" ist für mich ein zu schwaches Adjektiv für Soldaten, die ihre Reichshelden den Feldzug, für den sie leiden und sterben, in den Dreck ziehen hören.



Zitat:Im direkten Vergleich hatte der rot angemalte Drachenkopf, durch den man es betrat, immer viel furchteinflößender ausgesehen als Kherzal selbst, der sonst neben dem Zelt schlief. Jetzt musste ich bei dem Anblick nur an das ängstliche Fiepen denken, mit dem er seinen Reiter vom Schlachtfeld getragen hatte.



Die Stelle wiederum gefällt mir sehr gut. Pro



Zitat:Die Männer, die im Zelt standen diskutierten bereits und beleidigten sich gegenseitig laut, als ich eintrat. Einige der Lords bemerkten mich und wurden still, aus Respekt davor, dass ich unsere Armee vor Gardonis vor der Auslöschung bewahrt hatte, andere ließen sich nicht in ihrem Gezänk bremsen. Ich gab mir einen Wolfskopf und bellte ein paar Mal laut, dann beruhigten sich auch die letzten Gespräche. Wieder in komplett menschlicher Gestalt, bat ich Traygon darum, die Situation zu erläutern.



Auch diese Szene könntest du viel mehr auskosten: erst diese Unruhe, die sich nicht kontrollieren lässt; dann wie Jason sich verwandelt. Das ist das erste Mal; du könntest beispielsweise etwas genauer beschreiben, wie das abläuft. Auch dürften die Lords doch eine Reaktion - vielleicht Furcht? - auf Jasons Verwandlung zeigen, oder? So wirkt das ein bisschen wie ein Computerspiel: Aufgabe: Beruhige die streitenden Lords; Lösung: Gib dir einen Wolfskopf und belle. (Ach ja: Sicher, dass Wölfe bellen können?  Icon_ugly )



Zitat:„Dann teilen wir uns eben auf. Jeder nimmt seine Leute und schlägt sich selbst durch.“ Lord Squerats Vorschlag fand zu viel Anklang für meinen Geschmack. Der Mann war klein, buckelig und hatte ein deformiertes Gesicht, aber sein strategisches Wissen hatte zu viel Gewicht bei den Männern, als dass ich ihn einfach ignorieren könnte.



Auch hier: Jason steht in Gefahr, die Kontrolle über die Lords zu verlieren. Du könntest auch hier die Atmosphäre im Kriegsrat genauer beschreiben, zeigen, wie Jason überlegt, wie er sie von der Idee abbringt etc.



Zitat:„Ich bin Euch nicht unterstellt, Sir. Ihr und euer schattiger Freund mögt Reichshelden sein, aber damit steht Ihr neben der Befehlskette und nicht über ihr. Jeder Mann hier untersteht nur seinem Lehnsherr und meiner hat während der Schlacht von Gardonis auf seiner geflügelten Echse das Weite gesucht. Ich werde mir das als Vorbild nehmen.“ Er schickte sich an, das Zelt zu verlassen. Ich ließ mir Krallen wachsen, versperrte der kleinen Missgeburt mit einem Arm den Weg und rief an ihm vorbei in den Raum.
„Falls wirklich jemand auf die Idee kommt, seine Männer zusammenzutrommeln und zu desertieren, werde ich eigenhändig seine Truppen zerfleischen und ihm die Gedärme durch den Hals herausreißen.“



Hier zeigst du auch bereits viel Potenzial durch die gegenseitige Verachtung der beiden Männer, die du schön beschreibst. Allerdings könntest du diese Szene noch viel intensiver gestalten. Gerade bei Jasons Drohung würde ich beispielsweise genauer erläutern, ob er dieser irgendwie Nachdruck verleiht oder ob bereits sein Ruf ausreicht, damit diese selbst ohne einschüchternden Tonfall gefährlich genug wirkt.

Das wären mal einige Beispiele, die ich dir an dieser Stelle geben würde. Momentan wirkt dieser gesamte Text ein wenig lieblos. Ich bin mir sicher, du hast dich damit lange beschäftigt und deshalb hast du die ganze Szene sofort vor deinem inneren Auge, aber das musst für den Leser erstmal erreichen. Und dafür kannst du dir Zeit lassen. Du führst hier so viele Charaktere und Konflikte ein, darauf könntest du viel mehr Platz verwenden. Bislang ist alles nur so eine knappe Abhandlung, da kommt nicht wirklich Atmosphäre auf.
Natürlich ist das, was ich dir gerade vorschlage, ein ziemlich großer Eingriff. Deshalb habe ich dir jetzt auch mal nur ein paar Beispiele gegeben, um meinen Punkt zu unterstützen. Solltest du meinem Vorschlag (zumindest in Teilen) folgen wollen, kann ich dies gern weiter ausführen.
In diesem Sinne freue ich mich auf deine Antwort und möglicherweise auch eine anregende Diskussion. Wenn etwas unklar ist, zögere nicht nachzufragen - ich bin ein wenig aus der Übung, was Kommentare schreiben angeht. Icon_wink

Liebe Grüße,

rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #19 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 01
Zitat:Hi Jason (du erlaubst doch, oder?),

wir sind uns bislang noch nicht über den Weg gelaufen, daher von meiner Seite ein verspätetes Willkommen an dich! Und wie könnte man jemanden besser begrüßen als mit einer kommentierten Geschichte. Also - auf geht's!

Ui, ein Veteran.  Icon_panik

*Salutier*

Nennen darf mich jeder wie er das  guten Willens möchte Icon_smile


Zitat:wir haben eine Armee im desolaten Zustand mit einem feigen Anführer, der geflohen ist, während eine Armee einer fremden Rasse, die an einem Frieden anscheinend nicht interessiert ist, im Begriff steht, die Soldaten, die ohnehin bereits kurz vor einer Meuterei stehen, zu überrennen. Wir haben eine zerstrittene Führungsriege, in der jeder seine eigenen Vorstellungen hat, aber niemand wirklich weiß, was zu tun ist und wir haben Magie. Mächtige Reichshelden, die im Alleingang hunderte Menschen töten können, darunter ein Magier, der so mächtig ist, dass er als entartetes Exemplar seiner Riege gilt und unser Protagonist Jason. Dieser ist selbst ein Gestaltwandler (und wer weiß, was noch) und wird von den Lords einerseits gefürchtet, andererseits aber auch verachtet, weil er im zu großen Schatten seines Vaters und seines Onkels steht. Da braucht man nicht lange suchen, um zahlreiche Konfliktherde zu finden, die die Story ansprechend gestalten können. Das Setting bietet also reichlich Potenzial.

Bäm. Zumindest bei der Informationsvermittlung scheine ich meinen eigenen Ansprüchen zu genügen, genau das sollte rüber kommen.
Du hättest allerdings noch erwähnen können, dass man nebenbei von der Existenz von mindestens einem Drachen erwähnt, das macht sich in Zusammenfassungen dieser Art immer ganz gut  :D

Apropos:

Zitat:
Zitat: schrieb:Im direkten Vergleich hatte der rot angemalte Drachenkopf, durch den man es betrat, immer viel furchteinflößender ausgesehen als Kherzal selbst, der sonst neben dem Zelt schlief. Jetzt musste ich bei dem Anblick nur an das ängstliche Fiepen denken, mit dem er seinen Reiter vom Schlachtfeld getragen hatte.



Die Stelle wiederum gefällt mir sehr gut. [Bild: icon_pro.gif]

Ich lerne ja sehr langsam, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass mir Schreiberforen vor allem eines beibringen wollen: Man kann es nie allen recht machen.
Bis jetzt hat jeder hier diesen Satz kommentiert, aber vor dir noch niemand positiv. Wie soll man da ein Meisterwerk erschaffen? wallbash
Freut mich jedenfalls sehr, dass du mir hier den Rücken stärkst Icon_smile


Zitat:Was ich zunächst gern betonen würde, ist, dass, ohne dass die Proportionalität verloren geht, aus meiner Sicht kaum eine Möglichkeit, die Figuren sich im Laufe der Geschichte in magischer Hinsicht entwickeln zu lassen, was ja doch in vielen Geschichten Verwendung findet.

Nach mehrmaligem lesen, komme ich zu dem Schluss, dass da irgendwo ein Wort fehlt. Die Bedeutung erschließt sich mir dennoch und ohne hier zu viel zu verraten, möchte ich versichern, dass noch genügend Samen magischer Entfaltung gesät werden. Kapitel zwei, z.B. fängt gleich einen anderen Handelsstrang an, dessen Protagonist einen Großteil seiner Screentime damit verbringen wird, seine Magie zu entwickeln und Dinge zu lernen. (meistens auf die harte Tour.)


Zitat:die Atmosphäre.

Aus meiner Sicht ist dein Stil für die Katastrophe, die sich bereits ereignet hat und weiter anbahnt viel zu leicht.

Das sind Überbleibsel aus meinem Anime-haften Computerspiel-inspirierten denken... Traygon z.B. war der Edgy Arroganzbolzen, der selbst Verzweiflung noch als Grund zum Schmunzeln sieht. 
Dieses Verhalten ist irgendwie in meinem Kopf an ihm hängen geblieben, obwohl ich das mittlerweile selbst blöd finde -.-


Zitat:Auch dürften die Lords doch eine Reaktion - vielleicht Furcht? - auf Jasons Verwandlung zeigen, oder?

Ich wollte hier deutlich zeigen, dass seine Fähigkeiten Alltag sind, ohne zu sagen "aber niemand sah verwundert aus, weil der Leser hier der einzige ist, der das nicht weiß."


Zitat:Gerade bei Jasons Drohung würde ich beispielsweise genauer erläutern, ob er dieser irgendwie Nachdruck verleiht oder ob bereits sein Ruf ausreicht, damit diese selbst ohne einschüchternden Tonfall gefährlich genug wirkt.

Genau das dachte ich getan zu haben. Der Nachdruck besteht in den Krallen und dem versperrten Weg, den Rest übernimmt sein Ruf Icon_slash


Zitat:Momentan wirkt dieser gesamte Text ein wenig lieblos. [...]
Solltest du meinem Vorschlag (zumindest in Teilen) folgen wollen, kann ich dies gern weiter ausführen.


Du meinst, ich spare zu sehr an der Seitenzahl, die ich dem Inhalt gönne? Hm. Ich würde dich bitten, den Gedanken im Hinterkopf zu behalten und zu vergleichen, ob du den Eindruck auch bei anderen Kapiteln hast. Mich interessiert, ob mein Schreibstil allgemein so auf dich wirkt, oder ob ich das hier anders gemacht habe als sonst. Dementsprechend würde ich auch mit dem weiteren Ausführen noch warten. Generell interessieren mich deine Gedanken dazu aber.


Danke für die Kritik und das Interesse. Der Kommentar lässt durchblicken, dass du trotzdem Spaß am lesen hattest und meine Fehler eher als Dämpfer siehst als als Bremsen.



Wir haben zwar spät miteinander angefangen, dafür umso besser  Icon_wink

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

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Beitrag #20 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 01
Zitat:Wir haben zwar spät miteinander angefangen, dafür umso besser  [Bild: icon_wink.gif]


Ich versuche, aufzuholen. Icon_wink


Zitat:Ich lerne ja sehr langsam, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass mir Schreiberforen vor allem eines beibringen wollen: Man kann es nie allen recht machen.

Bis jetzt hat jeder hier diesen Satz kommentiert, aber vor dir noch niemand positiv. Wie soll man da ein Meisterwerk erschaffen? [Bild: smiley_wallbash.gif]

Es hat stets jemand eine andere Sicht auf die Geschichte. Literatur ist nun mal keine Naturwissenschaft (und da gibt es ja auch keine wirkliche Objektivität). Aber ist es nicht gerade diese Tatsachen, die das Schreiben so spaßig macht? Icon_wink

Zitat:Nach mehrmaligem lesen, komme ich zu dem Schluss, dass da irgendwo ein Wort fehlt. Die Bedeutung erschließt sich mir dennoch und ohne hier zu viel zu verraten, möchte ich versichern, dass noch genügend Samen magischer Entfaltung gesät werden. Kapitel zwei, z.B. fängt gleich einen anderen Handelsstrang an, dessen Protagonist einen Großteil seiner Screentime damit verbringen wird, seine Magie zu entwickeln und Dinge zu lernen. (meistens auf die harte Tour.)

Da hast du recht, das muss sich wohl irgendwo versteckt haben.  Smiley_emoticons_blush
Ansonsten haben sich meine Sorgen damit ja erledigt. Icon_wink

Zitat:Das sind Überbleibsel aus meinem Anime-haften Computerspiel-inspirierten denken... Traygon z.B. war der Edgy Arroganzbolzen, der selbst Verzweiflung noch als Grund zum Schmunzeln sieht. 

Dieses Verhalten ist irgendwie in meinem Kopf an ihm hängen geblieben, obwohl ich das mittlerweile selbst blöd finde -.-

Ist ja an sich kein Problem. Aber dann sollten die Soldaten anders darauf reagieren - die finden das nämlich nicht zum Schmunzeln. Aber genau dieses Denken ist mir eben so ein bisschen an dem Ausschnitt aufgefallen.

Zitat:Ich wollte hier deutlich zeigen, dass seine Fähigkeiten Alltag sind, ohne zu sagen "aber niemand sah verwundert aus, weil der Leser hier der einzige ist, der das nicht weiß."

Du könntest dennoch die Verwandlung etwas genauer beschreiben. Und wenn die Lords nicht einmal Furcht zeigen, wieso sollten sie dann verstummen? Irgendeine Reaktion sollte es schon geben. Icon_wink

Zitat:Genau das dachte ich getan zu haben. Der Nachdruck besteht in den Krallen und dem versperrten Weg, den Rest übernimmt sein Ruf [Bild: icon_slash.gif]

Dann schreib das hin.
Sein Tonfall war weder einschüchternd, noch verlieh er seinen Worten auf andere Weise Nachdruck - wozu auch? Jasons Ruf in Verbindung mit dem Arm eines Monsters, der den Fettwanst ohne große Mühe aufschlitzen konnte, macht einen größeren Eindruck auf Lord Squerat als ein aggressiver Tonfall dies je vermocht hätte.
Irgendwie sowas.

Zitat:Du meinst, ich spare zu sehr an der Seitenzahl, die ich dem Inhalt gönne? Hm. Ich würde dich bitten, den Gedanken im Hinterkopf zu behalten und zu vergleichen, ob du den Eindruck auch bei anderen Kapiteln hast. Mich interessiert, ob mein Schreibstil allgemein so auf dich wirkt, oder ob ich das hier anders gemacht habe als sonst. Dementsprechend würde ich auch mit dem weiteren Ausführen noch warten. Generell interessieren mich deine Gedanken dazu aber.

Ich werde mich definitiv in den nächsten Tagen mal an die nächsten Kapitel setzen. Ich muss am Montag ein Essay über Hegel abgeben und hab noch nicht wirklich angefangen. Dementsprechend motiviert bin ich für alles außer besagtem Essay. Icon_wink

Wir lesen uns also bald.

Liebe Grüße,
rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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