Es ist: 17-11-2019, 06:40
Es ist: 17-11-2019, 06:40 Hallo, Gast! (Registrieren)


Blutklinge (4/10)
Beitrag #1 |

Blutklinge (4/10)
überarbeitet: 29.08.




Im Eingang tauchte ein Waldelb auf, ebenso in Lederbänder und Lendenschurz gekleidet wie seine Artgenossin auf dem Tisch und ebenso unbewaffnet. Nur die schlammverklebten Stiefel hatte man ihm gelassen und die Paste in seinem Gesicht war weniger stark verlaufen, ließ Muster und Struktur erahnen. Auch die blassgrünen Augen kamen nicht an die Wildheit der Frau heran, als er sie starr auf den reglosen Körper richtete.
»Qai!« Er machte einen Schritt vor, hielt inne und drehte sich um. »Lebt sie?«
In der Frage schwang unüberhörbar eine Forderung, doch bevor Makku darauf reagieren konnte – vielleicht mit dem Befehl, jedem weiteren Wilden, der sein Zelt betrat, den Kopf abzuschlagen – stolperte ein Söldner herein. Der Mann war außer Atem, weit mehr als der Waldelb, den er durch das Lager eskortiert haben musste. Trotzdem versuchte er unverzüglich, die Lage aufzuklären.
»Der Kommandant«, setzte er an, atmete heftig ein, »schickt uns.« Ausatmen, einatmen. »Rasd«, keuchte er, deutete auf den Wilden, atmete ein, »hat die Erlaubnis … der Gefangenen …«
»Zur Leere!«, unterbrach Makku das Gestammel und verdrehte die Augen. »Warum hab ich zwei Wilde in meinem Zelt?«
Der Waldelb war inzwischen neben der Bahre in die Knie gegangen und flüsterte dem Fratzengesicht leise Worte zu, wagte aber offenbar nicht, die Frau zu berühren. Wenigstens einer hier zeigte Respekt vor Makkus Arbeit. Ilnor wirkte verunsichert, ebenso wie der Söldner, der mit gesenktem Schwert am Eingang stand und nicht so recht zu wissen schien, wie seine Befehle in einer solchen Situation lauteten. Und der einzige, der die Antwort kannte, bekam die Luft dafür nicht schnell genug in seine Lungen.
Keiner der Anwesenden brachte Makku dazu, der Situation etwas Gutes abzugewinnen. Selbst Xephos wünschte er in diesem Moment in die Leere – obwohl ihrem Hauptmann keine Wahl geblieben war, als der Küstenfürst Galbûn ihn in diesen götterverlassenen Sumpf geschickt hatte. Aber dieses Elbenpack war sicher nicht auf Anordnung irgendeines Fürsten hier. In seinem Zelt.
»Die Frau«, setzte die Eskorte des Waldelben schließlich wieder an und klang nicht mehr nach Erstickungstod, »ist vorerst eine Gefangene und soll in Eurer Obhut bleiben.«
Überrascht zog Makku eine Augenbraue nach oben. Eine weitere Provokation der Blutklinge? Oder ein Zeichen des Vertrauens von Xephos?
Sein Gegenüber ließ ihm keine Zeit, nach der Antwort zu suchen, sondern deutete auf den Waldelben, der dem Gespräch kaum Beachtung schenkte.
»Er, Rasd, hat sich uns ergeben, und darum gebeten, in ihrer Nähe bleiben zu dürfen.«
»Als Gefangener?«
»Vorläufig.«
Das erklärte, warum er unbewaffnet war. Weniger erklärte es, warum er ungehindert in Makkus Zelt hatte stürmen können. Vermutlich zogen die Söldner es vor, in der schattigen Hitze ihrer Lager abzuwarten, wie sich die Begegnung zwischen einem Waldelb und einem Nekromanten entwickelte, bevor sie entschieden, ob es lohnte, zu den Schwertern zu greifen.
»Und er ist freiwillig hier?«
Sein Gegenüber wirkte ratlos. »So hat es der Kommandant angeordnet. Er wird vermutlich gegen Abend mit seinem Trupp zurücksein.«
»Er ist noch in den Sümpfen? Wie habt ihr die Wilde so schnell herbekommen?«
Die Frage war an den Söldner gerichtet, der gemeinsam mit der Frau hier eingetroffen war, und der andere nahm es zum Anlass, das Zelt hastig zu verlassen.
»Nihel hat sie durch einen Riss geschafft.«
Das erklärte ihr irres Geschrei, obwohl das Feengift nur einen vergleichsweise kleinen Teil ihres Fleisches durchsetzt hatte. Der Sprung durch die Manasphäre musste den Schmerz ins Unermessliche gesteigert haben. Und es bedeutete, Nihel hatte wahrscheinlich kaum noch Kraft, um die magischen Fallen im Sumpf ausfindig und unschädlich zu machen – geschweige denn einen Angriff abzuwehren, falls der Trupp auf Feen stieß.
Dass Xephos sich von der Blutklinge verleiten ließ, ein solches Risiko in Kauf zu nehmen, um eine Waldelbe zu retten, konnte einfach nichts Gutes bedeuten. Nicht in Zeiten wie diesen.
»Wenn Ihr mich nicht mehr braucht …«
Der Söldner war schon am Zelteingang, bevor Makku abwesend nickte. Er sah zu dem leblos wirkenden Körper der Waldelbe, dann zu ihrem Begleiter, der seitlich saß, so dass sich ihm niemand unbemerkt nähern konnte, weder vom Eingang aus noch durch die Lücke in der Rückwand. Allerdings stand in seinem Gesicht kein Misstrauen, geschweige denn Angst. Unablässig klebte der blasse Blick an Makku und am liebsten hätte er ein Tuch darüber geworfen, wie er es bei seinen Kadavern zu tun pflegte. Stattdessen machte er sich daran, zumindest einige Antworten zu suchen.
»Verstehst du mich?«, wandte er sich an den Waldelb – Rasd.
»Ja, ich rede Durethi«, erwiderte sein Gegenüber und lächelte schwach. »Ich bin dir im Dank. Du bewahrst Qais Leben und wir stehen in deiner Schuld.«
Makku verschlug es für wenige Augenblicke die Sprache. Das kam beileibe nicht oft vor – aber noch seltener war es, dass ein Waldelb sich bei ihm bedankte. Hoffentlich kam der Kerl nicht auf die Idee, ihm fortan wie ein Schatten zu folgen, um seine Schuld abzugleichen. Er musste dringend mit Xephos sprechen.
»Wie ist es dazu gekommen?«, hakte er nach, weil ihr Hauptmann gerade nicht verfügbar war. »Für wen kämpft ihr?«
Die zweite Frage war die entscheidende, aber der Waldelb war so höflich und hielt sich an die ausgesprochene Reihenfolge.
»Wir gingen durch die Sümpfe, mit einigen Phratag-sweln. Wir jagten eine Gruppe Phratag, da kamen die Wester zu uns. Sie halfen gegen die Phratag, doch die Sweln sind Freie. Jäger ohne Befehl. Sie griffen alles an, das nicht vom Herzbaum war. Qai und ich haben kein Wort bei ihnen. Wir kämpften nicht gegen die Wester. Wir töteten die Phratag. Dabei traf Qai ein Zauber. Die Sweln gingen, als alle Phratag im Wasser schwammen. Dein Anführer – Xephos – er sprach bei den Western für uns. Für Qai und mich.«
Es war mühsam, der Ausführung zu folgen, nicht nur aufgrund der recht eigenen Ausdrucksweise und der harten Aussprache, sondern weil der Wilde in einem monotonen Auf und Ab sprach. Und es war beunruhigend zu hören, dass sich Feenschlächter in den Sümpfen herumtrieben. Gnadenlose Jäger, weit über die Waldgrenzen hinaus bekannt und gefürchtet, die auf Feenhatz vor nichts und niemandem Halt machten.
»Wir folgen dem Waldfürsten Lanneq«, beantwortete Rasd auch die zweite Frage.
Das erklärte Xephos’ Entscheidung – soweit sie mit Logik zu erklären war. Lanneq ging am Hofe Galbûns ein und aus, sehr zum Missfallen des Königs, und wenn die beiden Waldelben einen hohen Rang bekleideten, würde der Küstenfürst Xephos womöglich einen gewaltigen Gefallen schulden.
Selbst in diesen götterverlassenen Sümpfen gelang es ihrem Hauptmann, über einen Sack voll Gold zu stolpern.
»Wann wird sie aufwachen?« Diese Frage war vorsichtig gestellt, als sei Rasd nicht sicher, ob er überhaupt das Recht auf eine Antwort hatte.
Doch weil er ein erstaunlich entgegenkommendes Exemplar eines Wilden war, ließ Makku ihn nicht zappeln.
»In der Nacht, vielleicht schon am Abend. Spätestens morgen.«
»Bren-sgal«, erwiderte Rasd erleichtert. »Danke.«
Makku zuckte mit den Schultern. »Ich hab nur Befehle befolgt.«
Sollten die beiden vor Xephos auf die Knie fallen und ihm die Stiefel lecken. Er wollte mit Waldelben – zivilisiert oder nicht – wo wenig wie möglich zu schaffen haben.
Es reichte ihm schon, dass Rasd den ganzen Tag über in seinem Zelt hockte und ihn und Ilnor dabei beobachtete, wie sie die Messer und Werkzeuge säuberten, die Trollzahnklingen in einer eigens angemischten Tinktur, um die magische Schärfe zu erhalten. Seine grünen Augen folgten jeder Bewegung, als der Krüppel auf Makkus Geheiß hin die zweite Bahre ein Stück in den Raum schob und das Tuch lüftete.
Der Waldelb rümpfte die Nase, als der ausgeschlachtete Kadaver zum Vorschein kam, sagte aber nichts. Er schien sogar darum bemüht, seinen Gesichtsausdruck neutral zu halten, obwohl die Abscheu nicht zu verbergen war. Die gleiche Reaktion rief die Nekromantenkunst auch bei vielen Westländern hervor. Und doch flehte ein jeder, der auf seinem Tisch landete, um sein Leben.
Außer den Toten.
Makku grinste. Waldelbe oder nicht – es war ein gutes Gefühl, dem Feengift ein Opfer abgerungen zu haben.

~*~




»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

RE: Blutklinge (4/10)
Hallo Lanna!

Weiter geht’s mit dem Vorschlagregen, die Mülltonnen hast du ja schon (man kann nie genug von denen haben, wenn sie überfüllt sind, riechen die meist unangenehm – insbesondere im Sommer Icon_ugly )

(04-08-2015, 12:50)Lanna schrieb: Im Durchgang tauchte ein Waldelb auf, ebenso in Lederbänder und Lendenschurz gekleidet wie seine Artgenossin auf dem Tisch und zu Makkus Erstaunen ebenso unbewaffnet. Seine Füße steckten in kniehohen Lederstiefeln und an seinem linken Arm trug er eine Armschiene, wie es unter Bogenschützen üblich war. Weder ein Schwert im Waffengurt, noch einen Bogen auf dem Rücken. Seine Augen waren von weniger intensivem Grün und unverwandt auf den reglosen Körper direkt vor ihm gerichtet.
Du hast zwar am Ende des letzten Teils bereits vom „Zelteingang“ geschrieben, wenn ich mich recht erinnere (mein Gott, wahrscheinlich durchlaufe ich über Nacht immer ein Reset, so löchrig ist mein Gedächtnis momentan), aber das Wort „Durchgang“ passt hier mMn nicht. Allerdings muss ich zugeben, dass mir gerade keine Alternative einfällt. Zelteingang, zurückgeschlagene Stoffbahnen … Das hattest du ja schon alles. Und viel mehr gibt es da wahrscheinlich nicht.
Etwas schmunzeln lässt mich die Bezeichnung „Artgenossen“, das klingt ein bisschen nach Tier und weniger nach Humanoid. Allerdings tue ich mich auch hier etwas schwer mit einem Alternativvorschlag.
Ansonsten wundert mich etwas die Reihenfolge Makkus Erstaunen über das Unbewaffnetsein – Beschreibung der Kleidung des Elben – Eingehen auf das Fehlen jeglicher Bewaffnung – Beschreibung der Elbenaugen sowie seiner Handlung.
Vorschlag: „Zwischen den zurückgeschlagenen Zeltplanen tauchte ein Waldelb auf, in denselben Witz von Rüstung, bestehend aus Lederbänden und Lendenschurz, gekleidet wie seine [Artgenossin, mir fällt hier wirklich nichts Besseres ein], und zu Makkus Erstaunen ebenso unbewaffnet. Zwar wiesen ihn die kniehohen Lederstiefel und die Armschiene am linken Arm als Bogenschützen aus, doch er trug weder ein Schwert im Waffengurt noch einen Bogen auf dem Rücken. Seine Augen, nicht ganz so grün wie die der verletzten Waldelbe, waren unverwandt auf den reglosen Körper unter Makkus Händen gerichtet.“

Zitat:»Qai!«, stieß er aus und wirkte, als wolle er vorstürzen. Doch er drehte sich zu Makku um. »Lebt sie?«
Das empfinde ich als etwas unglücklich formuliert.
Vorschlag: „Qai!“, stieß er aus und machte eine Bewegung, als wolle er vorstürzen. Doch er beherrschte sich und drehte sich zu Makku um (vielleicht erst hier die Farbe der Augen erwähnen?).
„Lebt sie?“ (Würde ich in eine extra Zeile setzen, um es mehr zu betonen).

Zitat:Obwohl ein Befehl mitschwang – die Forderung nach einer Antwort – blieb die Frage mehr ein Flehen. Trotzdem kniff Makku die Augen zusammen und wartete ab, bis auch der Söldner eintrat, der den Wilden durch das Lager eskortiert haben musste. Er war außer Atem, weit mehr als der Waldelb, besaß aber den Anstand, nicht erst nach Luft zu schnappen, sondern die Lage sofort aufzuklären zu wollen.
Ist eine Forderung bereits ein Befehl? Bis jetzt hatte ich es so verstanden, dass eine Forderung zwar dringlich sein kann, ja, durchaus auch mal durchgesetzt werden muss, ist ein Befehl immer noch ein Befehl für mich. Eine Forderung also, gegen die man sich nicht wehren kann bzw. sollte. Ein Imperativ, der ausgeführt werden muss. Die Forderung nach einer Antwort hingegen sehe ich, insbesondere in diesem Kontext hier (Elb unbewaffnet, besorgt, unter Menschen, deren Freund/Feindstatus nicht ganz klar ist), selbst wenn der Elb sich einiges herausnimmt, eher als … Empfehlung? Jedenfalls nicht so dringlich wie ein Befehl, wenn du verstehst, was ich meine. Nicht so, dass ich es gleichsetzen würde.
Bei dem Augen zusammenkneifen würde ich vielleicht Makkus Missmut noch etwas herausarbeiten – also, ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ihn das Verhalten des Elbs sauer aufstößt. Immerhin stürmt der ja einfach in sein Zelt, ohne vorher anzuklopfen und stellt nun auch noch Forderungen …
Was mich gerade wundert, ist die Tatsache, dass du am Ende des letzten Teils doch geschrieben hast, dass da draußen vor dem Zelt Schwerter gezogen wurden, wahrscheinlich als Reaktion auf den frei herumlaufenden Elben. Was ist denn eigentlich mit den übervorsichtigen Söldnern von draußen passiert, nachdem Rasd in das Zelt gestürmt ist? Wollten die nicht mal nach dem Rechten sehen und haben sie ihn einfach gehen lassen?

Zitat:»Der Kommandant«, setzte er an, atmete heftig ein, »schickt uns.« Ausatmen, einatmen. »Rasd«, keuchte er, deutete auf den Waldelbe, atmete ein, »hat die Erlaubnis … der Gefangenen …«
»Zur Leere!«, unterbrach Makku das Gestammel und verdrehte die Augen. »Warum hab ich zwei Wilde in meinem Zelt?«
Icon_lol
Den kurzatmigen Söldner mag ich übrigens Pro

Zitat:Ilnor wirkte durch seine Anwesenheit verunsichert, ebenso wie der Söldner, der noch immer mit gezogenem Schwert neben dem Eingang stand und nicht so recht wusste, ob er nun einem Feind gegenüberstand oder nicht. Und der einzige, der die Antwort kannte, bekam die Luft nicht schnell genug in seine Lungen.

Das hier bezieht sich zwar auf den Waldelben, aber aus irgendeinem Grund habe ich beim ersten Lesen angenommen, es würde sich um Makku handeln – inklusive der Frage „Warum ist eigentlich Makkus Gehilfe von Makku verunsichert?“ wallbash
Vorschlag zum letzten Satz: „Und der Einzige, der die Antwort kannte, bekam die nötige Luft dafür nicht schnell genug in seine Lungen.“

Zitat:Keiner der Anwesenden brachte Makku dazu, seine Meinung über diesen stinkenden Söldnerhaufen zu ändern. Selbst über Xephos ärgerte er sich – obwohl ihr Hauptmann keine Wahl gehabt hatte, als der Küstenfürst Galbûn ihn in diesen götterverlassenen Sumpf geschickt hatte. Aber dieses Elbenpack war sicher nicht auf Anordnung eines Fürsten hier. In seinem Zelt.
Oo
Das hier wundert mich etwas, aber das mag meinem Siebgedächtnis und eventueller Unaufmerksamkeit beim Lesen geschuldet sein. Zunächst einmal der Übergang – gerade weiß Makku noch nicht so recht, was die beiden Elben da bitteschön in seinem Zelt machen, und jetzt ärgert er sich gleich über den ganzen Söldnerhaufen im Gesamten?
Und Fürsten – ich dachte bis jetzt, Xephos wäre auch ein Fürst. Wenn Xephos also vom Kurfürsten geschickt wurde (was ja möglich ist), und selbst als Fürst angeordnet hat, die Elbe in Makkus Zelt zu verfrachten, warum kann der Fürst dann nicht angeordnet haben, dass die Elben in Makkus Zelt landen?
(Ah. Du meinst den Kurfürsten.)

Zitat:»Die Frau«, setzte die Eskorte des Waldelben schließlich wieder an und klang nicht mehr nach Erstickungstod, »ist vorerst eine Gefangene und soll in Eurer Obhut bleiben.«
Icon_lol Pro

Zitat:Überrascht zog Makku eine Augenbraue nach oben. War es Strafe oder Vertrauensbeweis?
Sein Gegenüber ließ ihm keine Zeit, eine Antwort zu finden, sondern deutete auf den Waldelben, der das Gespräch nur aus den Augenwinkeln beobachtete.
»Er, Rasd, hat sich uns ergeben, und darum gebeten, in ihrer Nähe bleiben zu dürfen.«
»Als Gefangener?«
Das erklärte, warum er unbewaffnet war. Weniger erklärte es, warum er trotzdem ungehindert in Makkus Zelt hatte stürmen können.
Und genau Letzteres frage ich mich auch. Ich meine, die haben ja alle ihre Schwerter gezogen. Und keiner konnte ihn aufhalten? Immerhin war Mr. Kurzatmig ja ein ganzes Stück hinter Rasd und auch weitaus langsamer und sauerstoffärmer unterwegs. Woher weiß Rasd überhaupt, wenn er in einem fremden Lager ist, wo sich Qai befindet?

Zitat:»Ja, vorläufig.« Sein Gegenüber wirkte ratlos. »Befehl vom Kommandaten. Er wird vermutlich gegen Abend mit seinem Trupp zurücksein.«
»Er ist noch in den Sümpfen? Wie habt ihr die Wilde so schnell herbekommen?«
Die Frage war an den Söldner gerichtet, der gemeinsam mit der Frau hier eingetroffen war, und der andere nahm es zum Anlass, das Zelt hastig zu verlassen.
»Nihel hat sie durch einen Riss geschafft.«
„Kommandanten“, da ist dir ein „n“ entwischt.
„der andere nahm es als Anlass“
Das mit dem Riss interessiert mich. Da bin ich mal gespannt, was man darüber noch erfährt (jap, der Teaser ist dir gelungen Icon_wink)

Zitat:Das erklärte ihr irres Geschrei, obwohl das Feengift nur einen vergleichsweise kleinen Teil ihres Fleisches durchsetzt hatte. Der Sprung durch die Manasphäre musste den Schmerz ins Unermessliche gesteigert haben. Dass Xephos das Risiko in Kauf genommen und noch dazu eine solch wertvolle Ressource wie die Kraft eines Hexers verschwendet hatte, um eine Waldelbe zu retten, konnte einfach nichts Gutes bedeuten. Nicht in Zeiten wie diesen.
Nichts Gutes, wenn die Elben vielleicht auch Freunde sein könnten?

Zitat:»Wenn Ihr mich nicht mehr braucht …«
Der Söldner war schon am Zelteingang, bevor Makku abwesend nickte. Sein Blick richtete sich auf den leblos wirkenden Körper der Waldelbe, dann auf ihren Begleiter, der seitlich saß, so dass er nicht nur sie, sondern auch jede andere Person, die sich ihm nähern würde, im Auge behalten konnte. Allerdings stand in seinem Gesicht kein Misstrauen, geschweige denn Angst. Am liebsten hätte Makku ihm ein Tuch übergeworfen, wie er es bei seinen Kadavern zu tun pflegte. Stattdessen machte er sich daran, zumindest einige Antworten zu suchen.
Das ist also der andere Söldner? Der, der die Elbe gebracht hat? (Ist nur noch mal für mich, bin da manchmal etwas lahm im Begreifen.)
Was ich nicht ganz verstehe, ist die Sache mit dem fehlenden Misstrauen, der fehlenden Angst. Was ist an seinem Blick so unangenehm, dass Makku ihm am liebsten ein Tuch übergeworfen hätte?

Zitat:Die zweite Frage war die entscheidende, aber der Waldelb war so höflich und hielt sich an die ausgesprochene Reihenfolge.
»Wir gingen durch die Sümpfe, mit einigen Phratag-sweln. Feenschlächtern. Wir jagten eine Gruppe Phratag, da kamen die Wester zu uns. Sie halfen gegen die Phratag, doch die Feenschlächter sind Freie. Jäger ohne Befehl. Sie griffen alles an, das nicht vom Herzbaum war. Qai und ich haben kein Wort bei ihnen, doch wir kämpften nicht gegen die Wester. Wir töteten die Phratag. Dabei traf sie ein Zauber. Die Feenschlächter gingen, als alle Phratag im Wasser schwammen. Dein Anführer – Xephos – er sprach für uns. Für Qai und mich.«
Interessant. Die Feenschlächter gehen also auf alles los, was nicht Elb ist? Die scheinen mir ja fast noch gefährlicher als die Feen an sich.
Worauf bezieht sich das „Dabei traf sie ein Zauber“? Auf Qai? Momentan klingt es so, als würde die Feen ein Zauber treffen, dabei dachte ich doch, dass die den einen oder anderen Zauber werfen …
Und wie ist das mit Xephos, der für Qai und Rasd gebürgt hat? Klar, das ist seine eigene Erzählung, kann also etwas lückenhaft sein, aber mich wundert das hier etwas. Haben die Söldner, die auf die Gruppe Feenschlächter gestoßen sind, etwa vorgehabt, Qai und Rasd zu töten oder den Feen zu überlassen, weil sie mit den Feenschlächter gemeinsam gekämpft haben? Und dabei wie als Kollateralschaden auch ein paar Söldner draufgegangen sind?

Zitat:Es war mühsam, der Ausführung zu folgen, nicht nur aufgrund der recht eigenen Ausdrucksweise und der harten Aussprache, sondern weil der Wilde in einem monotonen Auf und Ab sprach. Wenn Makku ihn richtig verstand, war Xephos’ Trupp über eine Gruppe Waldelben im Jagdrausch gestolpert, zu denen Rasd und seine Begleiterin allerdings nicht gehörten. Die politischen Gruppierungen der Wilden waren für Außenstehende undurchschaubar – nur die Feenschlächter waren über die Grenzen ihrer Wälder hinaus bekannt. Gnadenlose Jäger, die auf Feenhatz vor nichts und niemandem Halt machten.
Gerade kann ich mich nicht so recht entscheiden, ob ich diese nachgesetzte Erklärung überflüssig finde oder nicht. Einerseits hat man das, was Makku versteht, auch bereits verstanden. Aber andererseits hilft es dem verwirrten Leser, sich wieder zurechtzufinden … Ich glaube, es ist ganz gut so, dass es dort steht.
Trotzdem noch ein Vorschlag: „Es war mühsam, seinen Ausführungen zu folgen, nicht nur aufgrund der recht eigenen Ausdrucksweise und der harten Aussprache der ungewohnten Worte, sondern auch, weil der Wilde wohl versuchte, seinen Zuhörer mit einem monotonen Auf und Ab einzuschläfern.“ (Okay. Das ist jetzt sehr weit weg von deinem Stil.)

Zitat:»Wir folgen dem Waldfürsten Lanneq«, fuhr Rasd schließlich fort, als habe er geahnt, dass Makku eine Weile brauchen würde, die Wörter zu sortieren.
Er war definitiv nicht das erste Mal unter Menschen. Und seine Antwort erklärte Xephos’ Entscheidung – soweit sie mit Logik zu erklären war. Lanneq zählte zu den Verbündeten des Küstenfürsten Galbûn und wenn die beiden Waldelben einen hohen Rang bekleideten, würde der Küstenfürst Xephos einen gewaltigen Gefallen schulden.
Küstenfürst oO
Ich könnte schwören, ich da würde Kurfürst stehen … Okay. Lassen wir das Mrgreen
Also sind die beiden doch keine Feinde, sondern Freunde. Na, das klärt die Fronten doch etwas.

Zitat:Selbst in diesen götterverlassenen Sümpfen gelang es ihrem Hauptmann, über einen Sack voll Gold zu stolpern.
Icon_lol
Was für ein Glückskeks!

Zitat:»Wann wird sie aufwachen?«, hakte Rasd vorsichtig nach, als sei er nicht sicher, ob er überhaupt das Recht hatte, diese Frage zu stellen.
Das Nachhaken empfinde ich hier als Dopplung.

Zitat:Sollten die beiden vor Xephos auf die Knie fallen und ihm die Stiefel lecken. Er wollte mit Waldelben – zivilisiert oder nicht – wo wenig wie möglich zu schaffen haben.
Das nehme ich ihm ab, aber warum hat er sich dann am Anfang doch über den Dank gefreut?

Zitat:Es reichte ihm schon, dass Rasd den ganzen Tag über in seinem Zelt hockte und ihn und Ilnor dabei beobachtete, wie sie die Messer und Werkzeuge säuberten, die Trollzahnklingen in einer eigens angemischten Tinktur, um die magische Schärfe zu erhalten. Seine grünen Augen folgten jeder Bewegung, als der Krüppel auf Makkus Geheiß hin die zweite Bahre ein Stück in den Raum schob und das Tuch lüftete.
Bahre Icon_ugly
Im Übrigen weiß ich auch nicht mehr, wie man das Ding sonst nennen soll. Soweit ich weiß, heißen die Dinger ja wirklich Bahre beim Bestatter, und sind solche Rolltische. Und die anderen Teile, die ich meinte, nennt man auch Trage … Also, vielleicht habe ich da bloß was verwechselt. Und konnte mir aufgrund der Behandlung nur so einen Behandlungstisch vorstellen, wie im OP. Oder beim Tierarzt.

So, das wäre es dann für diesen Part. Wie immer sind es insgesamt nur ein paar Formulierungssachen und subjektiv empfundene Kleinigkeiten.

Viele Grüße,
Eselfine


We are all accidents
Waiting
Waiting to happen
Radiohead, "There There"

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #3 |

RE: Blutklinge (4/10)
Hi Fine!

Zitat:Du hast zwar am Ende des letzten Teils bereits vom „Zelteingang“ geschrieben, wenn ich mich recht erinnere (mein Gott, wahrscheinlich durchlaufe ich über Nacht immer ein Reset, so löchrig ist mein Gedächtnis momentan), aber das Wort „Durchgang“ passt hier mMn nicht. Allerdings muss ich zugeben, dass mir gerade keine Alternative einfällt. Zelteingang, zurückgeschlagene Stoffbahnen … Das hattest du ja schon alles.
Ja, vorerst bleibt es hier wohl bei "Durchgang", weil mir da auch keine Alternative einfallen will. Wobei ich das Wort (inzwischen) auch nicht mehr so schlimm finde - seit ich es bei Kumen-Esh regelmäßig als "Tür"-Synonym verwende Icon_ugly

Zitat:Etwas schmunzeln lässt mich die Bezeichnung „Artgenossen“, das klingt ein bisschen nach Tier und weniger nach Humanoid.
War zwar so nicht direkt meine Absicht, aber das herablassend-abwertende passt ja super zu Makku, deshalb kommt mir diese Assoziation eigentlich ganz recht Icon_wink

Zitat:Ansonsten wundert mich etwas die Reihenfolge Makkus Erstaunen über das Unbewaffnetsein – Beschreibung der Kleidung des Elben – Eingehen auf das Fehlen jeglicher Bewaffnung – Beschreibung der Elbenaugen sowie seiner Handlung.
Jup, da stimme ich dir zu. Auch die folgenden Anmerkungen zu diesem Absatz hab ich mir zu Herzen genommen, so dass das Ganze jetzt so aussieht:

Im Durchgang tauchte ein Waldelb auf, ebenso in Lederbänder und Lendenschurz gekleidet wie seine Artgenossin auf dem Tisch und ebenso unbewaffnet. Nur die schlammverklebten Stiefel hatte man ihm gelassen und die Paste in seinem Gesicht war weniger stark verlaufen, ließ Muster und Struktur erahnen. Auch die blassgrünen Augen kamen nicht an die Wildheit der Frau heran, als er sie starr auf den reglosen Körper richtete.
»Qai!« Er machte einen Schritt vor, hielt inne und drehte sich um. »Lebt sie?«
In der Frage schwang unüberhörbar eine Forderung mit, doch bevor Makku darauf reagieren konnte – vielleicht mit dem Befehl, jedem weiteren Wilden, der sein Zelt betrat, den Kopf abzuschlagen – stolperte ein Söldner herein. Der Mann war außer Atem, weit mehr als der Waldelb, den er durch das Lager eskortiert haben musste. Trotzdem versuchte er unverzüglich, die Lage aufzuklären.


Bin im Moment noch nicht 100% zufrieden damit, werd wohl noch bissl feilen.

Zitat:Was mich gerade wundert, ist die Tatsache, dass du am Ende des letzten Teils doch geschrieben hast, dass da draußen vor dem Zelt Schwerter gezogen wurden, wahrscheinlich als Reaktion auf den frei herumlaufenden Elben. Was ist denn eigentlich mit den übervorsichtigen Söldnern von draußen passiert, nachdem Rasd in das Zelt gestürmt ist? Wollten die nicht mal nach dem Rechten sehen und haben sie ihn einfach gehen lassen?
Das Schwerter-Ziehen habe ich rausgestrichen, das macht tatsächlich wenig Sinn.
Die Söldner wirkten dadurch zu schreckhaft und die Situation war ein wenig überdramatisiert. Jetzt entsteht nur noch Stimmengewirr - und die Söldner trauen dem Nekromanten einfach zu, allein mit einem unbewaffneten Elb fertig zu werden. Makku ist zu unbeliebt, dass da jemand zu seiner Rettung stürzen würde *lach*
Ich hoffe, es ist weniger fragwürdig, wenn ich das Schwerterziehen weglasse.

Zitat:
Zitat: Ilnor wirkte durch seine Anwesenheit verunsichert, ebenso wie der Söldner, der noch immer mit gezogenem Schwert neben dem Eingang stand und nicht so recht wusste, ob er nun einem Feind gegenüberstand oder nicht. Und der einzige, der die Antwort kannte, bekam die Luft nicht schnell genug in seine Lungen.
Das hier bezieht sich zwar auf den Waldelben, aber aus irgendeinem Grund habe ich beim ersten Lesen angenommen, es würde sich um Makku handeln – inklusive der Frage „Warum ist eigentlich Makkus Gehilfe von Makku verunsichert?“ wallbash
Vorschlag zum letzten Satz: „Und der Einzige, der die Antwort kannte, bekam die nötige Luft dafür nicht schnell genug in seine Lungen.“
An der Stelle bin ich auch immer gestolpert. Aber auf das Einfache kommt man manchmal nicht: Habe einfach "durch seine Anwesenheit" gestrichen. Ist ja irgendwie klar, dass der Waldelb Ilnor verunsichert.
auch das "dafür" hab ich übernommen, das ganze sieht jetzt so aus:
Ilnor wirkte verunsichert, ebenso wie der Söldner, der mit gesenktem Schwert am Eingang stand und nicht so recht zu wissen schien, ob er nun einem Feind gegenüberstand oder nicht. Und der einzige, der die Antwort kannte, bekam die Luft dafür nicht schnell genug in seine Lungen.

Zitat:
Zitat:Keiner der Anwesenden brachte Makku dazu, seine Meinung über diesen stinkenden Söldnerhaufen zu ändern. Selbst über Xephos ärgerte er sich – obwohl ihr Hauptmann keine Wahl gehabt hatte, als der Küstenfürst Galbûn ihn in diesen götterverlassenen Sumpf geschickt hatte. Aber dieses Elbenpack war sicher nicht auf Anordnung eines Fürsten hier. In seinem Zelt.
Oo
Das hier wundert mich etwas, aber das mag meinem Siebgedächtnis und eventueller Unaufmerksamkeit beim Lesen geschuldet sein. Zunächst einmal der Übergang – gerade weiß Makku noch nicht so recht, was die beiden Elben da bitteschön in seinem Zelt machen, und jetzt ärgert er sich gleich über den ganzen Söldnerhaufen im Gesamten?
Und Fürsten – ich dachte bis jetzt, Xephos wäre auch ein Fürst. Wenn Xephos also vom Kurfürsten geschickt wurde (was ja möglich ist), und selbst als Fürst angeordnet hat, die Elbe in Makkus Zelt zu verfrachten, warum kann der Fürst dann nicht angeordnet haben, dass die Elben in Makkus Zelt landen?
(Ah. Du meinst den Kurfürsten.)
Makkus Meinung zu dem Söldnerhaufen hat hier in der Tat nichts zu suchen, deshalb hab ichs geändert in:
Keiner der Anwesenden brachte Makku dazu, der Situation etwas Gutes abzugewinnen. Selbst Xephos wünschte er in diesem Moment in die Leere – obwohl ihr Hauptmann keine Wahl gehabt hatte

Xephos ist kein Fürst, nein. Er ist bloß ein Söldnerhauptmann, deshalb bezeichnet Makku ihn immer als "ihren Hauptmann" und die Söldner sprechen vom "Kommandanten". In diesem Absatz wird auch zum ersten Mal erwähnt, dass es überhaupt einen Fürsten gibt, aber da ist ja ganz klar von Galbûn die Rede. Vielleicht wegen den Spähern des Königs am Anfang? Hm ... ich seh da grade nicht wirklich, wo der Eindruck herkommt, Xephos könne ein Fürst sein. Icon_confused
(Ich wollte statt "Küstenfürst" erst "Inselfürst" nehmen, weil seine Burg auf ner Insel steht, aber das klang irgendwie nach einem mickrigen Fürstentum und so provinziell, Aber wenn mans schnell als "Kurfürst" liest, wäre "Insel" vielleicht echt besser Icon_ugly )

Zitat:Und genau Letzteres frage ich mich auch. Ich meine, die haben ja alle ihre Schwerter gezogen. Und keiner konnte ihn aufhalten? Immerhin war Mr. Kurzatmig ja ein ganzes Stück hinter Rasd und auch weitaus langsamer und sauerstoffärmer unterwegs. Woher weiß Rasd überhaupt, wenn er in einem fremden Lager ist, wo sich Qai befindet?
Also ohne gezogene Schwerter stell ich mir das jetzt so vor:
Mr. K und Rasd tauchen aus dem Sumpf auf, Rasd ist a weng ungeduldig und die unvorbereiteten Söldner erstmal verwirrt, was sie mündlich äußern. Mr. K teilt einem der Chefs in gewohnter Eloquenz mit, dass alles gut ist ("Befehl ..." *nach Luft schnapp* "von oben" *röchelkeuch* "erklär's gleich") und der Chef sorgt für Ruhe im Lager ("Still jetzt, Kevin-Justin! Sonst gehts ohne Abendessen ins Bett!"). Vielleicht haben die Söldner, die Qai gebracht haben, auch schon angedeutet, dass da noch mehr Waldelben unterwegs sind, aber der Flurfunk funktioniert in diesem Lager nicht so gut - zu wenig Frauen anwesend für die schnelle und zuverlässige Verbreitung von Tratsch und Klatsch.
Mr. K zeigt mit letzter Kraft auf Makkus Zelt (das steht abseits, wie später noch erwähnt wird) und Rasd stürmt los, während Mr. K atemlos hinterherkrebst.
Und wenn ich so weiter mache, könnte ich eine eigene Kurzgeschichte daraus machen Mrgreen
Ich würd jetzt nur ungern einen der Beteiligten erklären lassen, wie Rasd dahinkommt, weil Makku sich dafür ziemlich sicher nicht interessiert. Er fühlt sich ohnehin immer von Idioten umgeben *lach*

Zitat:„Kommandanten“, da ist dir ein „n“ entwischt.
„der andere nahm es als Anlass“
Das mit dem Riss interessiert mich. Da bin ich mal gespannt, was man darüber noch erfährt (jap, der Teaser ist dir gelungen Icon_wink)
*n antacker*
Mag regional bedingt sein, ich kenn nur "zum Anlass nehmen" - "als Anlass" klingt für mich irgendwie falsch. Da recherchier ich nachher noch Icon_wink
Oh, freu dich nicht zu sehr auf den Riss. Makkus Fähigkeiten gehen eher Richtung Vernichtungsmagie Icon_ugly

Zitat:
Zitat: Das erklärte ihr irres Geschrei, obwohl das Feengift nur einen vergleichsweise kleinen Teil ihres Fleisches durchsetzt hatte. Der Sprung durch die Manasphäre musste den Schmerz ins Unermessliche gesteigert haben. Dass Xephos das Risiko in Kauf genommen und noch dazu eine solch wertvolle Ressource wie die Kraft eines Hexers verschwendet hatte, um eine Waldelbe zu retten, konnte einfach nichts Gutes bedeuten. Nicht in Zeiten wie diesen.
Nichts Gutes, wenn die Elben vielleicht auch Freunde sein könnten?
Nja ... "Freunde" klingt so positiv. Generell sind Elben nicht so beliebt (das kommt hoffe ich rüber), und wenn man sich mit denen verbündet, steigt das Risiko, dass man selbst eben auch nicht mehr so beliebt ist.
Ich hab jetzt später noch was eingefügt:

Lanneq zählte zu den Verbündeten des Küstenfürsten Galbûn, sehr zum Missfallen des Königs, und wenn die beiden Waldelben einen hohen Rang bekleideten, würde der Küstenfürst Xephos womöglich einen gewaltigen Gefallen schulden.

um zu verdeutlichen, dass da interne politische Probleme reinspielen. Später geht es auch noch um Xephos und die Entscheidungen, die er so trifft (und aus welchen Gründen), da schwingt auch nochmal mit, dass Makku ein gewisses Misstrauen entwickelt hat. Wenn Xephos so viel investiert, um eine vollkommen Fremde zu retten, dann macht das Makku unruhig, weil er schon ahnt, was Xephos dazu gebracht hat, diese Entscheidung zu treffen. Das wiederum wird im späteren Gespräch zwischen den beiden thematisiert.

Zitat:
Zitat:»Wenn Ihr mich nicht mehr braucht …«
Der Söldner war schon am Zelteingang, bevor Makku abwesend nickte. Sein Blick richtete sich auf den leblos wirkenden Körper der Waldelbe, dann auf ihren Begleiter, der seitlich saß, so dass er nicht nur sie, sondern auch jede andere Person, die sich ihm nähern würde, im Auge behalten konnte. Allerdings stand in seinem Gesicht kein Misstrauen, geschweige denn Angst. Am liebsten hätte Makku ihm ein Tuch übergeworfen, wie er es bei seinen Kadavern zu tun pflegte. Stattdessen machte er sich daran, zumindest einige Antworten zu suchen.
Das ist also der andere Söldner? Der, der die Elbe gebracht hat? (Ist nur noch mal für mich, bin da manchmal etwas lahm im Begreifen.)
Was ich nicht ganz verstehe, ist die Sache mit dem fehlenden Misstrauen, der fehlenden Angst. Was ist an seinem Blick so unangenehm, dass Makku ihm am liebsten ein Tuch übergeworfen hätte?
Ja, hier haut der Söldner, der von Anfang an da war, auch ab, so dass nur noch Makku, Ilnor und die beiden Elben im Zelt sind. (Mit Namen wäre das wohl leichter, aber ich mag es irgendwie, dass alle Statisten namenlos sind)
Ich befürchte, das ist ungewollt tiefenpsychologisch *hust* ALso jetzt nicht annehmen, dass ich mir diese Gedanken VOR dem Schreiben gemacht hätte, das ist eher so ein Prozess während des Schreibens und das nachfolgende Interpretieren meiner eigenen Texte:
Makku ist es gewohnt, dass seine Arbeit nicht positiv aufgefasst wird. Dass Menschen ihm mit Angst/Abscheu begegnen, sich von ihm fernhalten wollen. Er kennt das nicht wirklich, dass Menschen irgendwie freundlich auf ihn zugehen oder unvoreingenommen sind. Einerseits wegen des (Be-)Rufes der Nekromantie. Andererseits wegen seiner herzlich-freundliche Art. Die er nicht hat Icon_ugly
Wenn ihn jetzt aber jemand (außerhalb seines überschaubaren Freundeskreises) ohne Angst und Misstrauen ansieht, wird Makku nervös, weil dann irgendwas falsch ist. Er hat dann die Kontrolle über die Situation nicht, weil er sein Gegenüber nicht einschätzen kann, er ist nicht automatisch in der stärkeren Position.
Und er mag es ganz allgemein nicht, beobachtet zu werden. Das hat er von mir Mrgreen

Im Moment änder ich da mal nichts, aber ich behalt es im Auge und werd demnächst wohl mal ein bisschen mit Formulierungen rumprobieren Icon_smile

Zitat:Worauf bezieht sich das „Dabei traf sie ein Zauber“? Auf Qai? Momentan klingt es so, als würde die Feen ein Zauber treffen, dabei dachte ich doch, dass die den einen oder anderen Zauber werfen …
Und wie ist das mit Xephos, der für Qai und Rasd gebürgt hat? Klar, das ist seine eigene Erzählung, kann also etwas lückenhaft sein, aber mich wundert das hier etwas. Haben die Söldner, die auf die Gruppe Feenschlächter gestoßen sind, etwa vorgehabt, Qai und Rasd zu töten oder den Feen zu überlassen, weil sie mit den Feenschlächter gemeinsam gekämpft haben? Und dabei wie als Kollateralschaden auch ein paar Söldner draufgegangen sind?
Ja, Qai wurde von einem Feenzauber getroffen, habe da ihren Namen eingefügt "Dabei traf Qai ein Zauber" - Rasd Sprechweise ist ja ohnehin nicht die poetischste *lach*
Xephos selbst fast die Geschichte später nochmal zusammen, da wird dieser Aspekt des Geschehens genauer erklärt (hoffe ich zumindest). Alle Fragen sollte Rasds Erklärung nicht beantworten, ihm liegt im Moment nichts daran, mehr Informationen als nötig preiszugeben (was später kurz aufgegriffen wird).

Zitat:Gerade kann ich mich nicht so recht entscheiden, ob ich diese nachgesetzte Erklärung überflüssig finde oder nicht. Einerseits hat man das, was Makku versteht, auch bereits verstanden. Aber andererseits hilft es dem verwirrten Leser, sich wieder zurechtzufinden … Ich glaube, es ist ganz gut so, dass es dort steht.
*lach* - ja, genau die gleichen Gedanken hab ich mir da auch schon gemacht. Ich liebe es ja, Fremdsprachler mit unbeholfener Sprache darzustellen, bin aber immer unsicher, wie viel mein Leser dann auch inhaltlich versteht. Deshalb hab ich sicherheitshalber mal die Zusammenfassung von Makku dazugeschrieben, obwohl es später sowieso nochmal zur Sprache kommt. Aber ich dachte, ich streich es lieber raus, wenn mir alle sagen, dass es überflüssig ist, als dass keiner versteht, wovon Rasd da überhaupt redet.

Zitat:Was für ein Glückskeks!
Mrgreen Ich hätte nicht gedacht, dass außer mir noch jemand "Glückskeks" zu nem Glückskind sagt Icon_lol

Zitat:
Zitat:»Wann wird sie aufwachen?«, hakte Rasd vorsichtig nach, als sei er nicht sicher, ob er überhaupt das Recht hatte, diese Frage zu stellen.
Das Nachhaken empfinde ich hier als Dopplung.
geändert in:
»Wann wird sie aufwachen?« Diese Frage war vorsichtig gestellt, als sei Rasd nicht sicher, ob er überhaupt das Recht auf eine Antwort hatte.

Zitat:
Zitat:Sollten die beiden vor Xephos auf die Knie fallen und ihm die Stiefel lecken. Er wollte mit Waldelben – zivilisiert oder nicht – wo wenig wie möglich zu schaffen haben.
Das nehme ich ihm ab, aber warum hat er sich dann am Anfang doch über den Dank gefreut?
Oh, wie Freude sollte das nicht rüberkommen. Makku war überrascht - sprachlos eben -, weil er nicht geglaubt hat, dass mal ein Elb zu ihm Danke sagt. Muss noch überlegen, wie ich das deutlicher machen kann.

Zitat:Im Übrigen weiß ich auch nicht mehr, wie man das Ding sonst nennen soll. Soweit ich weiß, heißen die Dinger ja wirklich Bahre beim Bestatter, und sind solche Rolltische. Und die anderen Teile, die ich meinte, nennt man auch Trage … Also, vielleicht habe ich da bloß was verwechselt. Und konnte mir aufgrund der Behandlung nur so einen Behandlungstisch vorstellen, wie im OP. Oder beim Tierarzt.
Das was du meinst, heißt auch Bahre, diese Tragegestelle - dazu findet Google ja auch Bilder. Ich bin über "Von der Wiege bis zur Bahre" auf diese Pathologentische gekommen, glaub ich, und es klingt halt altmodischer als "metallener Rolltisch" oder so Icon_ugly Bin da noch total unsicher, wie ich es unbenennen könnte. Vielleicht kommt ja wer anders mit dem perfekten Begriff! Icon_wink

Auch hier wieder lieben Dank dir! Ich hab bisher echt viele Denkanstöße in deinen Anmerkungen gefunden und freu mich, dass du dir die Zeit nimmst Icon_smile Mache jetzt auch extra langsam mit dem Posten neuer Teile Icon_wink

Liebe Grüße
Lanna

PS: Ich hoffe, der Kommentar ist nicht zu konfus geworden, mein Kopf ist heut bissl ungeordnet Icon_wink

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #4 |

RE: Blutklinge (4/10)
Hallo Lanna!

(22-08-2015, 15:46)Lanna schrieb: Das Schwerter-Ziehen habe ich rausgestrichen, das macht tatsächlich wenig Sinn.
Die Söldner wirkten dadurch zu schreckhaft und die Situation war ein wenig überdramatisiert. Jetzt entsteht nur noch Stimmengewirr - und die Söldner trauen dem Nekromanten einfach zu, allein mit einem unbewaffneten Elb fertig zu werden. Makku ist zu unbeliebt, dass da jemand zu seiner Rettung stürzen würde *lach*
Ich hoffe, es ist weniger fragwürdig, wenn ich das Schwerterziehen weglasse.
Das auf jeden Fall. Wobei ich es nicht als Schreckhaftigkeit interpretiert habe, so tief, wie das Misstrauen gegenüber den Elben sitzt. Aber wenn du es später nicht mehr aufgreifst, wirkt es etwas seltsam.

Zitat:Xephos ist kein Fürst, nein. Er ist bloß ein Söldnerhauptmann, deshalb bezeichnet Makku ihn immer als "ihren Hauptmann" und die Söldner sprechen vom "Kommandanten". In diesem Absatz wird auch zum ersten Mal erwähnt, dass es überhaupt einen Fürsten gibt, aber da ist ja ganz klar von Galbûn die Rede. Vielleicht wegen den Spähern des Königs am Anfang? Hm ... ich seh da grade nicht wirklich, wo der Eindruck herkommt, Xephos könne ein Fürst sein. Icon_confused
(Ich wollte statt "Küstenfürst" erst "Inselfürst" nehmen, weil seine Burg auf ner Insel steht, aber das klang irgendwie nach einem mickrigen Fürstentum und so provinziell, Aber wenn mans schnell als "Kurfürst" liest, wäre "Insel" vielleicht echt besser Icon_ugly )
Ah, okay. Ja, dann habe ich das irgendwo falsch verstanden. Mich vielleicht verlesen oder so Icon_ugly

Zitat:Also ohne gezogene Schwerter stell ich mir das jetzt so vor:
Mr. K und Rasd tauchen aus dem Sumpf auf, Rasd ist a weng ungeduldig und die unvorbereiteten Söldner erstmal verwirrt, was sie mündlich äußern. Mr. K teilt einem der Chefs in gewohnter Eloquenz mit, dass alles gut ist ("Befehl ..." *nach Luft schnapp* "von oben" *röchelkeuch* "erklär's gleich") und der Chef sorgt für Ruhe im Lager ("Still jetzt, Kevin-Justin! Sonst gehts ohne Abendessen ins Bett!"). Vielleicht haben die Söldner, die Qai gebracht haben, auch schon angedeutet, dass da noch mehr Waldelben unterwegs sind, aber der Flurfunk funktioniert in diesem Lager nicht so gut - zu wenig Frauen anwesend für die schnelle und zuverlässige Verbreitung von Tratsch und Klatsch.
Mr. K zeigt mit letzter Kraft auf Makkus Zelt (das steht abseits, wie später noch erwähnt wird) und Rasd stürmt los, während Mr. K atemlos hinterherkrebst.
Und wenn ich so weiter mache, könnte ich eine eigene Kurzgeschichte daraus machen Mrgreen
Ich würd jetzt nur ungern einen der Beteiligten erklären lassen, wie Rasd dahinkommt, weil Makku sich dafür ziemlich sicher nicht interessiert. Er fühlt sich ohnehin immer von Idioten umgeben *lach*
Icon_lol Pro
Wobei es Mr. K. eventuell nicht schaden würde, ein Abendbrot ausfallen zu lassen. Es sei denn, der arme Kerl hat Asthma oder Bronchiektasien.

Zitat:Mag regional bedingt sein, ich kenn nur "zum Anlass nehmen" - "als Anlass" klingt für mich irgendwie falsch. Da recherchier ich nachher noch Icon_wink
Oh, freu dich nicht zu sehr auf den Riss. Makkus Fähigkeiten gehen eher Richtung Vernichtungsmagie Icon_ugly
Ganz so sicher bin ich mir da gerade auch nicht mehr, aber ich sage immer "als Anlass" ... Nu ja. Ich mache eine Menge falsch, also bin ich vielleicht auch nicht die richtige Person, das einzuschätzen.

Zitat:
Zitat:Was für ein Glückskeks!
Mrgreen Ich hätte nicht gedacht, dass außer mir noch jemand "Glückskeks" zu nem Glückskind sagt Icon_lol
Man sagt "Glückskind"? Oo Das waren schon immer glückliche Kekse!

Viele Grüße,
Eselfine


We are all accidents
Waiting
Waiting to happen
Radiohead, "There There"

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #5 |

RE: Blutklinge (4/10)
Ich habe in Teil 4:

einen weiteren Hinweis auf die Dissonanz zwischen Xephos und der Blutklinge eingebracht (wehe einer kommt jetzt an und erklärt mir, dass es zu viel ist! Icon_ugly Mir gefällt das inzwischen richtig gut, dass es so am Anfang nach zwei verschiedenen Personen klingt):
Zitat:»Die Frau«, setzte die Eskorte des Waldelben schließlich wieder an und klang nicht mehr nach Erstickungstod, »ist vorerst eine Gefangene und soll in Eurer Obhut bleiben.«
Überrascht zog Makku eine Augenbraue nach oben. Eine weitere Provokation der Blutklinge? Oder ein Zeichen des Vertrauens von Xephos?
Sein Gegenüber ließ ihm keine Zeit, nach der Antwort zu suchen, sondern deutete auf den Waldelben, der dem Gespräch kaum Beachtung schenkte.

ein bisschen typische Lagerstimmung eingeschleust, die ein bisschen Licht auf das Verhalten der Söldner gegenüber Makku wirft:
Zitat:»Er, Rasd, hat sich uns ergeben, und darum gebeten, in ihrer Nähe bleiben zu dürfen.«
»Als Gefangener?«
»Vorläufig.«
Das erklärte, warum er unbewaffnet war. Weniger erklärte es, warum er ungehindert in Makkus Zelt hatte stürmen können. Vermutlich zogen die Söldner es vor, in der schattigen Hitze ihrer Lager abzuwarten, wie sich die Begegnung zwischen einem Waldelb und einem Nekromanten entwickelte, bevor sie entschieden, ob es lohnte, zu den Schwertern zu greifen.
»Und er ist freiwillig hier?«

Sein Gegenüber wirkte ratlos. »So hat es der Kommandant angeordnet. Er wird vermutlich gegen Abend mit seinem Trupp zurücksein.«

eine Erklärung eingefügt, warum das Öffnen des Risses ein Risiko ist und ... wieder die Blutklinge:
Zitat:»Nihel hat sie durch einen Riss geschafft.«
Das erklärte ihr irres Geschrei, obwohl das Feengift nur einen vergleichsweise kleinen Teil ihres Fleisches durchsetzt hatte. Der Sprung durch die Manasphäre musste den Schmerz ins Unermessliche gesteigert haben. Und es bedeutete, Nihel hatte wahrscheinlich kaum noch Kraft, um die magischen Fallen im Sumpf ausfindig und unschädlich zu machen – geschweige denn einen Angriff abzuwehren, falls der Trupp auf Feen stieß.
Dass Xephos sich von der Blutklinge verleiten ließ, ein solches Risiko in Kauf zu nehmen, um eine Waldelbe zu retten,
konnte einfach nichts Gutes bedeuten. Nicht in Zeiten wie diesen.
»Wenn Ihr mich nicht mehr braucht …«
Der Söldner war schon am Zelteingang, bevor Makku abwesend nickte.

Mini-Hinweis eingefügt, warum Makku Rasds Blick so unangenehm findet:
Zitat:Der Söldner war schon am Zelteingang, bevor Makku abwesend nickte. Er sah zu dem leblos wirkenden Körper der Waldelbe, dann zu ihrem Begleiter, der seitlich saß, so dass sich ihm niemand unbemerkt nähern konnte, weder vom Eingang aus noch durch die Lücke in der Rückwand. Allerdings stand in seinem Gesicht kein Misstrauen, geschweige denn Angst. Unablässig klebte der blasse Blick an Makku und am liebsten hätte er ein Tuch darüber geworfen, wie er es bei seinen Kadavern zu tun pflegte.

einen zuerst abgelehnten Vorschlag doch übernommen und in Rasds Rede alle "Feenschlächter" gestrichen und durch "Sweln" ersetzt. Außerdem hab ich es mal riskiert und die gedankliche Zusammenfassung Makkus rausgenommen. Und dann hab ich noch aus den beiden "Verbündeten" Fürsten Lanneq und Galbûn ein eher lockeres Verhältnis gemacht.
Zitat:»Wir gingen durch die Sümpfe, mit einigen Phratag-sweln. Wir jagten eine Gruppe Phratag, da kamen die Wester zu uns. Sie halfen gegen die Phratag, doch die Sweln sind Freie. Jäger ohne Befehl. Sie griffen alles an, das nicht vom Herzbaum war. Qai und ich haben kein Wort bei ihnen. Wir kämpften nicht gegen die Wester. Wir töteten die Phratag. Dabei traf Qai ein Zauber. Die Sweln gingen, als alle Phratag im Wasser schwammen. Dein Anführer – Xephos – er sprach bei den Western für uns. Für Qai und mich.«
Es war mühsam, der Ausführung zu folgen, nicht nur aufgrund der recht eigenen Ausdrucksweise und der harten Aussprache, sondern weil der Wilde in einem monotonen Auf und Ab sprach. Und es war beunruhigend zu hören, dass sich Feenschlächter in den Sümpfen herumtrieben. Gnadenlose Jäger, weit über die Waldgrenzen hinaus bekannt und gefürchtet, die auf Feenhatz vor nichts und niemandem Halt machten.
»Wir folgen dem Waldfürsten Lanneq«, beantwortete Rasd auch die zweite Frage.
Das erklärte Xephos’ Entscheidung – soweit sie mit Logik zu erklären war. Lanneq ging am Hofe Galbûns ein und aus, sehr zum Missfallen des Königs, und wenn die beiden Waldelben einen hohen Rang bekleideten, würde der Küstenfürst Xephos womöglich einen gewaltigen Gefallen schulden.

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #6 |

RE: Blutklinge (4/10)
Hallo Lanna,
 
auf zu Teil 4.
 
Zitat:Keiner der Anwesenden brachte Makku dazu, der Situation etwas Gutes abzugewinnen.
 
Icon_lol
 
Zitat:»Und er ist freiwillig hier?«
Sein Gegenüber wirkte ratlos. »So hat es der Kommandant angeordnet. Er wird vermutlich gegen Abend mit seinem Trupp zurücksein.«
 
Hmm, irgendwie passen hier für mich Frage und Antwort nicht richtig zusammen. Icon_confused Bei der Antwort müsste die Frage lauten: „Was ist mit dem Kommandant?“ oder umgekehrt: Die Antwort auf diese Frage wäre: „Ja, ist er. Der Kommandant weiß Bescheid/hat zugestimmt und wird gegen Abend zurück sein.“ Ich hoffe, ich konnte verständlich machen was ich meine, denn einen richtigen Vorschlag grieg ich grade nicht hin, weil ich auch nicht weiss, auf was du jetzt abzielst.
 
Zitat:»Nihel hat sie durch einen Riss geschafft.«
 
Ah, da ist Nihel wieder. Vorher war sie mir ja bisschen zu plötzlich erwähnt worden, da du sie hier offenbar noch brauchst, find ich das jetzt insgesamt gesehen okay so.
 
Zitat:Hoffentlich kam der Kerl nicht auf die Idee, ihm fortan wie ein Schatten zu folgen, um seine Schuld abzugleichen.
 
„abzugleichen“ scheint mir nicht das richtige Wort zu sein. Vorschlag: „zu begleichen“, „abzuzahlen“ sowas halt. „abgleichen“ ist ja eher sowas wie „vergleichen“.

Ja fein. Es geht voran in der Handlung. Jetzt ist auch noch Rasd in Makkus Zelt vorgedrungen. Es ist überhaupt herrlich zu sehen, wie er damit beschäftigt ist nicht alle zusammen wieder hinauszuwerfen. Ich kann sein Augenrollen fast schon zwischen den Zeilen sehen. Mrgreen
Warum Xephos wollte, dass Qai gerettet wird hast du hier auch schon aufgeklärt. Ich muss sagen, ich verstricke mich immer in diesen politischen Verstrickungen und verliere da schnell den Überblick. Aber ich habe mir behalten, dass die Elben wohl einem Waldfürsten folgen, der wiederum am Hofe ein und aus geht, wo sich Xephos beliebt machen will. Icon_panik
Deshalb bin ich jetzt umso gespannter, wie es jetzt weitergeht, wo du doch dieses kleine Geheimnis nun schon gelüftet hast. Dafür hast du mit den Feenjägern eine neue Gefahr eingeführt, wobei ich noch nicht weiß wie ich die einschätzen soll.
Schön find ich auf jeden Fall wie besorgt Rasd um Qai ist, das hat so was nettes in all dem Blut und Tod mit denen wir es bisher zu tun hatten.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #7 |

RE: Blutklinge (4/10)
Hallo Lanna,

Da bin ich wieder Wave auf zum vierten Teil


Zitat: Nur die schlammverklebten Stiefel hatte man ihm gelassen und die Paste in seinem Gesicht war weniger stark verlaufen, ließ Muster und Struktur erahnen.
Paste? Naja, ich denke eher Farbe oder so, denn Paste würde die Muster plasisch machen oder ist das so gemeint?


Zitat:Auch die blassgrünen Augen kamen nicht an die Wildheit der Frau heran, als er sie starr auf den reglosen Körper richtete.
Ich mag ihn Icon_cuinlove

Zitat:Selbst Xephos wünschte er in diesem Moment in die Leere –
Ähm, was ist das genau? Die Hölle?

Zitat:»Ja, ich rede Durethi«, erwiderte sein Gegenüber und lächelte schwach. »Ich bin dir im Dank. Du bewahrst Qais Leben und wir stehen in deiner Schuld.«
"Ich spreche Durethi". Scheint er ja ziemlich gut zu beherrschen

Zitat:Sie griffen alles an, das nicht vom Herzbaum war.

Vom Herzbaum kam. Sollte da aber die begrenzten sprachlichen Kenntnisse Rasds bezeichnen, so hätte ich sie gerne stärker, ansonsten kommt das so umgangssprachlich rüber.

Zitat:Er wollte mit Waldelben – zivilisiert oder nicht – wo wenig wie möglich zu schaffen haben.
So wenig wie möglich Icon_wink 

Endlich kommt Rasd ins Spiel. Ich sehe Herzchen und da ich nicht genug bekomme, bis gleich im fünften Teil

Grüße Siri

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



Werkeverzeichnis

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2019 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme