Es ist: 15-12-2019, 19:58
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Blutklinge (6/10)
Beitrag #1 |

Blutklinge (6/10)
überarbeitet: 29.08.



~*~

Die Nacht ging in Morgendämmerung über und Nebelschwaden zerflossen unter der steigenden Sonne, die einen weiteren heißfeuchten Tag versprach. Weder die Späher des Königs noch ihre eigenen hatten einen Hinweis auf Feen in der Umgebung des Lagers entdeckt, als die Waldelbe aufwachte.
Makku säuberte gerade die Knochen des Kadavers von Fleischresten und Blut, um sie später zu Knochenmehl verarbeiten zu können, da hörte er das schwache Stöhnen. Es kam von der Bahre, die inzwischen in einer Ecke des Zeltraumes stand, neben den Bottichen voller menschlicher Einzelteile. Rasd fühlte sich dort unübersehbar unwohl, hatte die Platzzuweisung aber widerspruchslos akzeptiert. Jetzt griff er nach der Hand seiner Begleiterin und hielt nicht wie die vorherigen Male inne, sondern schloss seine Finger um ihre.
»Qai?«
Ihre Lider flatterten. Wie im Traum zuckte das rechte Bein kaum wahrnehmbar. Mehr ließen die Fesseln an ihren Gelenken, die sie noch immer an der Bahre hielten, nicht zu. Das linke – verwundete – dagegen lag ganz still, selbst als ihre Atmung hektischer wurde und auch die Arme zu zittern begannen.
»Was geschieht?«, drängte Rasd besorgt.
Makku legte den Oberarmknochen zurück zu den anderen und erhob sich ohne Eile. Von einem dreckigen Wilden würde er sich nicht scheuchen lassen. Erst recht nicht in seinem eigenen Zelt.
Er trat in den Eingangsbereich und schob den Stoff ein Stück zurück. Sofort galt ihm die Aufmerksamkeit des Söldners, den Xephos als Wache eingeteilt hatte.
»Sag dem Kommandanten Bescheid«, befahl er. »Sie wacht auf.«
Der Mann nickte knapp und eilte in Richtung des Lagers, das die ganze Nacht über nicht zur Ruhe gekommen war. Seit dem ersten Morgenlicht legten Nihel und die beiden Hexer des Söldnerhaufens Bannkreise und spannten Schutzschilde, Spähtrupps durchkämmten die nahe Umgebung und jeder, der ein Schwert tragen konnte – gute siebzig Mann –, wappnete sich für den erwarteten Angriff.
Einmal hatte Makku bisher erlebt, wie ein menschliches Lager – ein kleines Dorf – von aufgescheuchten Feen ausgelöscht worden war. Genauso wie heute waren Waldelben dafür verantwortlich gewesen.
Damals waren sie in der Nacht gekommen.
Die Luft war kalt und staubig gewesen und er wollte nicht in die Dunkelheit unter dem Stubenboden. Dort hingen tote Kaninchen, Fasane und manchmal sogar ein halbes Schwein, und wenn die Luke geschlossen wurde, drang kaum noch Licht durch die Ritzen in den Brettern. Aber seine Mutter steckte ihn in dieses Loch, weil die Nacht erfüllt mit dem Sirren von Feenlichtern war. Sie weinte, als sie fortlief, um seine Schwestern zu holen – und sie kam nicht zurück.
Er kauerte allein in der Dunkelheit, in die immer wieder stechende Feenmagie sickerte und irgendwann auch Blut. Die ganze Nacht saß er dort, den Tag über und die folgende Nacht hindurch. Spürte, wie die Wärme des Blutes in seinem Gesicht allmählich Kälte wurde, hörte wie die Schreie allmählich Stille wurden und schmeckte, wie der Feengestank und ihre abscheuliche Magie allmählich Vergangenheit wurden. Der Boden war blutgetränkt, als er sein Versteck verließ, und jeder, den er gekannt hatte, tot.
Erst Jahre später begriff er, dass nicht seine Mutter und das dunkle Loch ihn gerettet hatten. Alle anderen, die in ihren Kellern oder Räucherlöchern Schutz gesucht hatten, waren niedergemetzelt worden. Ihn hatte seine eigene Magie geschützt. Eine Barriere, die er instinktiv um sich gezogen hatte, ohne überhaupt zu wissen, dass er dazu in der Lage war.
Heute war das anders. Er war kein verängstigter, kleiner Junge mehr, der sich verstecken musste. Und doch spürte er bei dem Gedanken an den bevorstehenden Angriff die gleiche Hilflosigkeit tief unter all dem, was er seitdem geworden war. Die Dunkelheit lauerte am Rande seiner Wahrnehmung. Und in ihr glaubte er, das Sirren der Feenlichter zu hören.
Es wurde übertönt von dem abgehackten Aufschrei einer Frau.
Hinter ihm.
Makku wirbelte herum und die Vergangenheit gab ihn frei. Zwei Waldelben in seinem Zelt, keine Feen und keine Dunkelheit. Mit wenigen Schritten war er bei der Truhe, in der er Arzneien, Salben und Kräuter aufbewahrte, und suchte die dunkle Phiole mit Mohnsud heraus. Entkorkt hielt er sie der Waldelbe unter die Nase. Die Smaragde in ihrem dunklen Gesicht starrten ihn an, als würden sie in ihn hineinsehen können. Dann sank ihr Kopf zurück auf die Bahre und ihr Körper entspannte sich.
Wie seit seinem Eintreffen schon wahrte Rasd respektvoll Abstand, mischte sich nicht ein und tat auch sonst nichts, weshalb Makku ihn hätte aus seinem Zelt werfen können. Beobachtete nur still jeden Handgriff.
»Kannst du mich hören?«, wandte er sich der Wilden zu, die schwer atmete und ruhig dalag.
»Ja«, presste sie hervor, versuchte benommen, ihre Arme zu bewegen.
Die Lederriemen weckten Irritation im klaren Grün.
»Du bist festgebunden«, erklärte Makku langsam. »Zu deinem eigenen Schutz. Du hattest Feengift in dir.«
»Dann kannst du mich ja jetzt wieder losbinden«, zischte sie in einwandfreiem Durethi. »Und sprich nicht mit mir wie mit einem Kind. Wo bin ich? Rasd?«
Ihr Blick suchten den ihres Begleiters, auch wenn sie dafür den Kopf unangenehm weit drehen musste, und ein Schwall aus elbischen Worten, die nach gedehntem Schluckauf klangen, wechselte zwischen den beiden hin und her.
Nur kurz verstummten sie, als Makku sich an dem Verband zu schaffen machte. Er spürte, wie sich die Muskeln am Oberschenkel unter seinen Fingern versteiften – auch dort, wo das fremde Fleisch unter fremder Haut ruhte. Die Wundränder waren kaum noch zu sehen und die Magie des Quellsalzes hatte bereits damit begonnen, das menschliche Gewebe an ihren Körper anzupassen. In ein paar Tagen schon würde ihr Bein wieder makellos sein. Sonnenbraune, glatte Haut über starken Muskeln. Behutsam fuhr Makku mit zwei Fingern die Konturen des fremden Gewebes nach.
Unter der Berührung zuckte die Waldelbe zusammen, versuchte ihr Bein zurückzuziehen.
»Was machst du da?«, fauchte sie.
Makku grinste. »Ich bewundere meine Arbeit. Wenn’s sonst schon keiner tut.«
Er erwartete eine weitere bissige Erwiderung, aber sie blieb aus. Stattdessen hob die Waldelbe unter Aufwendung all ihrer Kraft den Kopf so weit, dass sie ihr eigenes Bein begutachten konnte. Ein weiterer kurzer Wortwechsel mit ihrem Begleiter, dann nickte sie einsichtig.
»Es tut mir leid. Wir – ich stehe in deiner Schuld. Du hast mein Leben gerettet, dafür bin ich dir zu Dank verpflichtet.«
Um den Hals gefallen wäre sie ihm vermutlich auch dann nicht, wenn sie es gekonnt hätte. Dafür klangen die Worte zu hölzern. Aber immerhin war sie ein Stück weit eingeknickt.
Makku zuckte mit den Schultern. »Ich hab nur Befehle befolgt.«
Sie setzte zu einer Erwiderung an, schloss den Mund aber wieder, als Xephos das Zelt betrat. In ihrem rundlichen Gesicht spiegelten sich Verwunderung und das stumme Staunen, das sich so oft zeigte, wenn Xephos auftrat. Darunter fast verborgen: Erkenntnis. Sie spürte die Blutklinge.
»Kann sie sprechen?«, wollte er ohne Umschweife von Makku wissen.
Die Waldelbe selbst kam seiner Antwort zuvor. »Sie kann. Und sie wird, sobald ihr sie losgebunden habt.«
Herausfordernd starrte sie Xephos an, der sich auf diese Art von Duell nicht einließ.
»Sind die Fesseln notwendig?«, wandte er sich stattdessen an Makku.
»Ich finde, sie stehen ihr.«
»Mach sie ab.« Er bedachte die Waldelbe mit einem blassen Lächeln. »Du wirst uns keinen Ärger bereiten, nicht wahr?«
Sie lachte – es klang wie das Gluckern eines Baches.
»Dir nicht, Blutklinge.«
Ihre Katzenaugen verfolgten Makku, der erst die Riemen um ihre Fußgelenke löste, dann die an ihren Armen.
»Versuch es nur«, erwiderte er ungerührt.
Fürs Erste beließ sie es allerdings dabei, sich mit Rasds Hilfe aufzurichten. Mit fahrigen Bewegungen rieb sie sich die Handgelenke, bevor sie ihren Schenkel begutachtete. Ihr Finger fuhr die Grenze zwischen heller und dunkle Haut nach, als könne sie nur so begreifen, wie knapp sie dem Tod entkommen war.
Sie hob den Kopf und wollte etwas sagen, doch Xephos kam ihr zuvor.
»Was wisst ihr über die Feen?«
»Vor ein paar Wochen fanden wir Hinweise auf eine Siedlung der Phratag in den Sümpfen«, antwortete sie ohne Umschweife. »Wir vermuten, sie ist gerade groß genug, dass es einen Quellstein gibt. Zweihundert Phratag, ein paar mehr oder weniger, davon die Hälfte unbewaffnet. Die Phratag-sweln haben auf Verstärkung gewartet – sie waren nur achtzehn –, aber sie kamen wohl zu nah an die Siedlungsgrenzen.«
»Wann und wo war das?«
Sie fragte Rasd etwas auf Elbisch und er nickte.
»Vor drei Tagen. Ein paar Laufstunden von dem Ort entfernt, an dem du mit deinen Männern zu uns gestoßen bist.«
»Das heißt, nicht einmal zwei Tagesmärsche von hier liegt eine Feensiedlung mitten im Sumpf?« Xephos legte die Stirn in Falten. »Wie konnten wir sie die ganze Zeit übersehen?«
»Ihre Magie ist stark an diesem Ort«, antwortete Rasd. »Es sind Irrwege um die Siedlung. Illusionen, Täuschungen.«
Seine Begleiterin nickte und fixierte Xephos mit ihren Katzenaugen. »Wir brauchen unsere Waffen.«
»Wie viele Feen haben die Phratag-sweln schon getötet?«, überging er die dreiste Forderung.
»Die Hälfte vielleicht. Hauptsächlich Unbewaffnete, weil sie leichtere Beute sind und schwer aufzustöbern, wenn sie sich erst eine neue Zuflucht errichten. Ich versichere dir, es schwirren noch genug rachsüchtige Phratag im Sumpf herum, die dein Lager angreifen werden. Rasd und ich können helfen, aber dafür brauchen wir unsere Waffen.«
»Damit ihr uns abstecht, weil ihr uns im Kampfrausch für Feen haltet?«, mischte Makku sich ein. Die Wilde würde es noch zustande bringen, Xephos’ Meinung zu ändern. »Als unsere Gäste habt ihr kein Recht darauf, Waffen zu tragen.«
»Dann bitte ich nicht als euer Gast darum.« Langsam glitt sie von der Bahre und stand nun vor Xephos, nur eine Handbreit kleiner als er und ebenso stolz. »Sondern als deine Verbündete. Xephos, Henker von Galbûn.«
Er neigte den Kopf leicht nach rechts und verriet Makku damit, dass die Blutklinge seine Entscheidung längst getroffen hatte.
»Wer bist du?«
»Ich bin Qai«, antwortete sie und hielt dem abschätzenden Blick stand. »Tochter des Waldfürsten Lanneq.«

~*~




»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #2 |

RE: Blutklinge (6/10)
Hallo Lanna,

und weiter geht’s! Ich warne dich auch diesmal (verdammich, deinen Namen erkennt das blöde Word immer als Englisch, jetzt wollte er mir „diesmal” in „dismal” korrigieren -.-) vor wirren Gedanken und Erklärungsversuchen für mich, das kennst du ja schon Icon_wink

(19-08-2015, 15:07)Lanna schrieb: Die Nacht ging in Morgendämmerung über und Nebelschwaden zerflossen unter der steigenden Sonne, die einen weiteren heißfeuchten Tag versprach. Weder die Späher des Königs noch ihre eigenen hatten einen Hinweis auf Feen in der Umgebung des Lagers entdeckt, als die Waldelbe aufwachte.
Pro
Diesen ersten Satz (ist doch ein neuer Abschnitt oder, darf ich da erster Satz sagen?) finde ich gut, beschreibt schön die Morgenstimmung über dem Sumpf.
Die Söldner unterstehen also nicht dem König? Du hattest in deiner letzten Antwort etwas in der Richtung erwähnt, dass Xephos als Küstenfürst das ein oder andere Problem mit dem König hat … Also, die Söldner unterstehen Xephos. Und Xephos nicht dem König?
Vielleicht „erwachte“? Aber das passt irgendwie nicht so richtig zu deinem Stil …

Zitat:Makku säuberte gerade die Knochen des Kadavers von Fleischresten und Blut, um sie später zu Knochenmehl verarbeiten zu können
Icon_ugly
Da denke ich irgendwie immer an Tierfutter.

Zitat:da hörte er das schwache Stöhnen. Es kam von der Bahre, die inzwischen in einer Ecke des Zeltraumes stand, neben den Bottichen voller menschlicher Einzelteile. Rasd fühlte sich dort unübersehbar unwohl, hatte die Platzzuweisung aber widerspruchslos akzeptiert. Jetzt griff er nach der Hand seiner Begleiterin – es war das erste Mal, dass Makku sah, wie er sie berührte – und beugte sich zu ihr.
»Qai?«
Icon_lol
Wahrscheinlich hat er Angst, dass eine Leber heraushopst und ihn angrinst.
Warum betonst du eigentlich so, dass Rasd sie zum ersten Mal in Makkus Anwesenheit berührt? Für mich sind die beiden Kampfgefährten, also finde ich das hier nicht so wichtig zu wissen.

Zitat:Ihre Lider flatterten. Wie im Traum zuckte das rechte Bein in winzigen Bewegungen. Mehr ließen die Fesseln an ihren Gelenken, die sie noch immer an der Bahre hielten, nicht zu. Das linke – verwundete – dagegen lag ganz still, selbst als ihre Atmung hektischer wurde und auch die Arme zu zittern begannen.
Statt „winzig“ vielleicht „kaum wahrnehmbaren“? „Winzig“ verbinde ich immer mit Zwergen und Flöhen, weniger mit Zuckungen, auch wenn sie unterbunden werden …

Zitat:Makku legte den Oberarmknochen zurück zu den anderen und erhob sich betont gelassen. Von einem dreckigen Wilden würde er sich nicht scheuchen lassen. Erst recht nicht in seinem eigenen Zelt.
Inwiefern scheucht Rasd ihn denn? Er hat doch nur gefragt, was passiert, das verbinde ich nicht mit Scheuchen. Nicht einmal mit einer Aufforderung, sondern nur Beunruhigung, die Makku aber nichts angehen muss, er also auch nicht darauf reagieren muss. Seine betonte Gelassenheit würde ich eher damit begründen, dass er vor Rasd professionell erscheinen möchte, auch wenn er vielleicht selbst gespannt ist, was die Elbe sagen wird.

Zitat:Ohne die Waldelbe aus den Augen zu lassen, trat er in den Eingangsbereich und schob den Stoff ein Stück zurück. Sofort galt ihm die Aufmerksamkeit des Söldners, den Xephos als Wache eingeteilt hatte.
»Sag dem Kommandanten Bescheid«, befahl er knapp. »Sie wacht auf.«
Irgendwie stelle ich mir das seltsam vor – die Bahre steht dort irgendwo an der Seite, und er geht also seitlich zum Eingang, um Blickkontakt zu halten … stelle dir einen Mann im Krebsgang vor, der angestrengt in eine Richtung starrt Icon_lol

Zitat:Sein Gegenüber nickte, verschwendete keine Zeit mit Fragen und eilte in Richtung Lager, in dem die ganze Nacht über keine Ruhe eingekehrt war. Nihel und die Hexer der Söldnerhaufen legten Bannkreise und spannten Schutzschilde, Spähtrupps durchkämmten die nahe Umgebung und jeder, der ein Schwert tragen konnte – gute siebzig Mann –, wappnete sich für den erwarteten Angriff.
Vorschlag: „Der Söldner nickte und eilte in Richtung des Lagers, in das die ganze Nacht über keine Ruhe eingekehrt war.“
Also gibt es noch mehr Hexer.
Wieso „Söldnerhaufen“ im Plural? Ich dachte immer, es wäre eine größere Gruppe von Söldnern, die Xephos untersteht und in diesem Sumpf kampiert. Also wäre es „des Söldnerhaufens“, aber „Haufen“ klingt so abwertend. Viel hält Makku ja nicht von der bewaffneten Bande, nur dass ich es auch an dieser Stelle nicht sonderlich angebracht finde zu erwähnen (insbesondere, wenn du es das erste Mal wieder herausgenommen hast), sondern eine neutralere Bezeichnung bevorzugt hätte.

Zitat:Einmal hatte Makku bisher erlebt, wie ein menschliches Lager – ein kleines Dorf – von aufgescheuchten Feen ausgelöscht worden war. Genauso wie heute waren Waldelben dafür verantwortlich gewesen.
Ah, lass mich raten – deshalb misstraut er ihnen so?
Wie hat er eigentlich herausgefunden, dass Waldelben dafür verantwortlich waren? Immerhin scheinen Menschen und Waldelben nicht zusammen zu leben, auch wenn sie Kontakt zueinander haben. Wie kann er also als kleiner Junge, der erlebt, wie sein Dorf ausgelöscht wird und nur die unmittelbaren Folgen sieht – aufgescheuchte, mordlustige Feen, Blut und Schreie und Tod – wissen, dass ein fehlgegangener Schlachtversuch der Elben der Grund für das Massaker war?
(Komisch, dass ich auf so etwas Wert lege. Dieses ganze Kommentieren bringt mich auf die seltsamsten Gedanken.)

Zitat:Anders als heute waren sie damals in der Nacht gekommen.
Sie sind doch noch gar nicht da, oder? Noch bereiten sie sich ja vor und rechnen mit dem Angriff. Also würde ich den Satz verkürzen auf „Damals waren sie in der Nacht gekommen“, das ist dramatisch genug Icon_ugly

Zitat:Die Luft war kalt und staubig gewesen und er wollte nicht in die Dunkelheit unter dem Stubenboden. Dort hingen tote Kaninchen, Fasane und manchmal sogar ein halbes Schwein, und wenn die Luke geschlossen wurde, drang kaum noch Licht durch die Ritzen in den Brettern. Aber seine Mutter steckte ihn in dieses Loch, weil die Nacht erfüllt mit dem Sirren von Feenlichtern war. Sie weinte, als sie fortlief, um seine Schwestern zu holen – und sie kam nicht mehr zurück.
Er kauerte allein in der Dunkelheit, in die immer wieder stechende Feenmagie sickerte und irgendwann auch Blut. Die ganze Nacht saß er dort, den Tag über und die folgende Nacht hindurch. Spürte, wie die Wärme des Blutes in seinem Gesicht allmählich Kälte wurde, hörte wie die Schreie allmählich Stille wurden und schmeckte, wie der Feengestank und ihre abscheuliche Magie allmählich Vergangenheit wurden. Der Boden war blutgetränkt, als er sein Versteck verließ, und jeder, den er gekannt hatte, tot.
Erst Jahre später begriff er, dass nicht seine Mutter und das dunkle Loch ihn gerettet hatten. Alle anderen, die in ihren Kellern oder Räucherlöchern Schutz gesucht hatten, waren niedergemetzelt worden. Ihn hatte seine eigene Magie geschützt. Eine Barriere, die er instinktiv um sich gezogen hatte, ohne überhaupt zu wissen, dass er dazu in der Lage war.
Pro
Diese Erinnerungen rufen bei mir die meisten Bilder hervor, ich kann ihn da unten regelrecht kauern sehen und in die im aufblitzenden Licht beinahe lebendig wirkenden Fasanenaugen starren sehen, während träge eine Fliege um die Schweinshälfte summt, unbeeindruckt von den Schreien und dem Blut, das von oben heruntertröpfelt …

Zitat:Heute war das anders. Er war kein verängstigter, kleiner Junge mehr, der sich verstecken musste. Und doch spürte er bei dem Gedanken an den bevorstehenden Angriff die gleiche Hilflosigkeit tief unter all dem, was er seitdem geworden war. Die Dunkelheit lauerte am Rande seiner Wahrnehmung. Und in ihr glaubte er, das Sirren der Feenlichter zu hören.
Da kommt wohl das Trauma wieder durch. Hat er deshalb auch geglaubt, in der letzten Nacht, als er mit Xephos vor dem Zelt stand, dieses Sirren zu hören?

Zitat:Es wurde übertönt von dem abgehackten Aufschrei einer Frau. Hinter ihm.
Makku wirbelte herum und wusste die beiden Waldelben im ersten Moment nicht einzuordnen. Dann gab die Vergangenheit ihn frei und er war mit wenige Schritten bei einer Truhe, in der er Arzneien, Salben und Kräuter aufbewahrte. Ohne danach suchen zu müssen, fand er die dunkle Phiole mit Mohnsud, die er entkorkte und der Waldelbe unter die Nase hielt. Die Smaragde in ihrem dunklen Gesicht starrten ihn an, als würden sie in ihn hineinsehen können. Dann sank ihr Kopf zurück auf die Bahre und ihr Körper entspannte sich.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das „Hinter ihm“ als eigenständigen Satz stehen lassen würde … Wenn, dann vielleicht sogar in eine eigene Zeile. Momentan wirkt es auf mich wie nichts Halbes und nichts Ganzes, so eine Anmerkung, die ihren Platz noch nicht ganz gefunden hat … Wenn es eine eigene Zeile hätte, könnte man es zweierlei interpretieren: Einmal, dass die Frau hinter ihm geschrien hat. Eventuell, weil die Feen angreifen. Und dann, dass sie hinter ihm sind, dort, wo der Schrei herkam, was das Herumwirbeln und die Verwirrung verstärken würde.
Vielleicht auch „und suchte für einen Moment nach einer Waffe, irgendwas, mit dem er die starren Blicke der Feen brechen konnte – nein, nicht Feen. Waldelben.
Die Vergangenheit gab ihn frei und […]“
„wenigen“, da ist dir ein n entwischt. Die Truhe würde ich mit einem bestimmten Artikel spezifizieren, denn es scheint die einzige Truhe in seinem Zelt zu sein, die das enthält, was er braucht – zumindest gehe ich jetzt mal frech davon aus, wenn er unterwegs ist und das ein oder andere direkt herstellt, da wird er ja nicht so viel sperriges Gepäck haben, oder?
Suchen und Finden sind zwei Verben, die Hand in Hand gehen, weswegen ich es etwas kurios finde, dass er nicht sucht, aber trotzdem etwas findet … klar, Dinge, die einem über die Füße fallen, findet man von Zeit zu Zeit auch ohne Suche. Ist dir da vielleicht ein „lange“ verloren gegangen, denn „ohne lange danach suchen zu müssen“ wird schon häufiger verwendet?


Zitat:Wie seit seinem Eintreffen schon wahrte Rasd respektvoll Abstand, mischte sich nicht ein und tat auch sonst nichts, weshalb Makku ihn hätte aus seinem Zelt werfen können. Nur der Blick des Waldelben, nicht annähernd so unangenehm wie der seine Begleiterin, folgte jeder seiner Bewegungen.
Das hätte Makku wohl gerne Icon_lol

Zitat:»Kannst du mich hören?«, wandte er sich der Wilden zu, die schwer atmete und ruhig dalag.
»Ja«, presste sie hervor, versuchte träge, ihre Arme zu bewegen.
Wirklich träge? Hinter „träge“ steht meist nicht sonderlich viel Willen und Anstrengung, was aber dem späteren Eindruck, dass sie die Verschnürung tatsächlich stört, etwas entgegensteht.

Zitat:Die Lederriemen weckten Irritation im klaren Grün.
Pro
Zitat:Ihr Blick richtete sich auf ihren Begleiter, auch wenn sie dafür den Kopf unangenehm weit drehen musste, und ein Schwall aus elbischen Worten, die nach gedehntem Schluckauf klangen, wechselte zwischen den beiden hin und her.

Icon_lol Pro

Zitat:Er erwartete eine weitere bissige Erwiderung, aber sie blieb aus. Verwundert sah er auf, in das dreckige Gesicht der Waldelbe, die unter Aufwendung all ihrer Kraft den Kopf so weit hob, dass sie ihr eigenes Bein begutachten konnte. Ein weiterer kurzer Wortwechsel mit ihrem Begleiter, dann richtete ihr Blick sich wieder auf Makku. Weniger bohrend.
»Es tut mir Leid. Wir – ich stehe in deiner Schuld. Du hast mein Leben gerettet, dafür möchte ich dir danken.«
Um den Hals gefallen wäre sie ihm vermutlich auch dann nicht, wenn sie es gekonnt hätte. Dafür klangen die Worte zu hölzern. Aber immerhin war sie ein Stück weit eingeknickt.
Er zuckte mit den Schultern. »Ich hab nur Befehle befolgt.«
Hehehe, aber ein bisschen freut er sich doch schon, dass sie ihm gedankt hat, oder? Auch wenn er es sich nicht anmerken lässt.

Zitat:»Kann sie sprechen?«, wollte er ohne Umschweife von Makku wissen.
Die Waldelbe selbst kam seiner Antwort zuvor. »Sie kann. Und sie wird, sobald ihr sie losgebunden habt.«
Herausfordernd starrte sie Xephos an, der sich auf diese Art von Duell nicht einließ.
»Sind die Fesseln notwendig?«, wandte er sich stattdessen an Makku.
»Ich finde, sie stehen ihr.«
Icon_lol

Zitat:Ihr lauernder Blick verfolgte Makku, der erst die Riemen um ihre Fußgelenke löste, dann die an ihren Armen.
»Versuch es nur«, erwiderte er ungerührt.
Hat sie nur auf Rasds Drängen hin gedankt? Hier kommt es so rüber, als würde sie nur auf eine Gelegenheit warten, Makku an die Gurgel zu springen, welchen Grund auch immer sie dazu haben sollte – mal von reiner Antipathie, die er ja auch erwidert, abgesehen.

Zitat:Fürs Erste beließ sie es allerdings dabei, sich mit Rasds Hilfe aufzurichten. Mit trägen Bewegungen rieb sie sich die Handgelenke, bevor sie auf ihren Schenkel hinabsah. Ihr Finger fuhr die Grenze zwischen heller und dunkle Haut nach, als könne sie nur so begreifen, wie knapp sie dem Tod entkommen war.
Wieder diese trägen Bewegungen, unter denen ich mir nichts vorstellen kann – reiben ist eine schnelle Bewegung, träge das Gegenteil davon, wie soll das funktionieren? Vielleicht bin ich auch bloß zu müde (ja, ich bin dauermüde seit Tagen, wer weiß warum), um das zu verstehen.

Zitat:»Was wisst ihr über die Feen?«
»Vor ein paar Wochen fanden wir Hinweise auf eine Siedlung der Phratag in den Sümpfen«, antwortete sie ohne Umschweife. »Wir vermuten, sie ist gerade groß genug, dass es einen Quellstein gibt. Zweihundert Phratag, ein paar mehr oder wenig, davon die Hälfte unbewaffnet. Die Phratag-sweln haben auf Verstärkung gewartet – sie waren nur achtzehn –, aber sie kamen wohl zu nah an die Siedlungsgrenzen.«
Ohei, der Quellstein. Quellsalz und Quellstein, die Namensähnlichkeit ist kein Zufall, oder? Nach der Überarbeitung des ersten Teils weiß der Leser auch, dass die Söldner einen Quellstein suchen (wenn ich mich recht erinnere, wenn nicht, dann kläre mich auf Icon_wink) und den für irgendwas brauchen. Fragt sich nur was. Wurde das schon erwähnt und ich habe es überlesen oder schon wieder vergessen? Kommt das noch?
Das Ding ist magisch, that’s for sure. Aber ansonsten kann ich mir nicht sonderlich viel drunter vorstellen. Die Feen scheinen ja eine Bedrohung zu sein, sind sie das schon immer oder würden sie friedlich leben, wenn die Menschen nicht hinter diesen Quellsteinen hinterher wären? Ziehen sie ihre Kraft aus den Quellsteinen und die Menschen bzw. Elben wollen diese Steine haben, um die Bedrohung durch die Feen zu eliminieren? Viele Möglichkeiten …
„mehr oder weniger“; vorhin sprach Qai noch einwandfreies Durethi, deshalb gehe ich davon aus, dass dir hier eine Endung hops gegangen ist.

Zitat:»Das heißt, nicht einmal zwei Tagesmärsche von hier liegt eine Feensiedlung mitten im Sumpf?« Xephos legte die Stirn in Falten und sah Makku an. »Wie konnten wir sie die ganze Zeit übersehen?«
»Ihre Magie ist stark an diesem Ort«, gab Rasd die Antwort, die keiner von ihnen kannte. »Es sind Irrwege um die Siedlung. Illusionen, Täuschungen.«
„die keiner von ihnen kannte“ – „ihnen“ bezieht die Elben ja mit ein, zumindest in meinen Augen, also wirkt das etwas seltsam – wie kann Rasd eine Antwort geben, die er selbst nicht kennt? Würde den Nebensatz weglassen.

Zitat:Seine Begleiterin nickte und fixierte Xephos mit ihren Katzenaugen. »Wir brauchen unsere Waffen.«
»Wie viele Feen haben die Phratag-sweln schon getötet?«, überging er die dreiste Forderung.
Er ist Xephos? (Das ist wieder so eine „Das muss ich mir mal selbst klarmachen“-Frage.)

Zitat:»Die Hälfte vielleicht. Hauptsächlich Unbewaffnete, weil sie leichtere Beute sind und schwer zu finden, sobald sie sich eine neue Zuflucht errichten. Es schwirren noch genug im Sumpf herum, die dein Lager angreifen werden. Rasd und ich können helfen, aber dafür brauchen wir unsere Waffen.«
Angreifen werden? Ich weiß, dass sie sich hier sehr sicher sind, dass die Feen angreifen werden, und höchstwahrscheinlich werden wir sogar noch das Vergnügen mit ihnen haben. Aber die Wendung erscheint mir in Verbindung mit dem „noch genug“ recht ungewöhnlich, da hätte ich hier ein „können“ erwartet im Sinne von „Da sind noch genug, um hier richtig die Hölle aufgehen zu lassen“.
Vorschlag: „Die Hälfte vielleicht. Hauptsächlich Unbewaffnete, weil sie leichtere Beute sind und schneller getötet werden müssen, bevor sie sich eine neue Zuflucht errichten und verschwinden. Aber es sind noch genug im Sumpf unterwegs. Rachlustige Magier und Waffenträger, die dein Lager angreifen werden, sobald sie es gefunden haben.“

Zitat:»Damit ihr uns abstecht, weil ihr uns im Kampfrausch für Feen haltet?«, mischte Makku sich ein. In erster Linie weil ihr Hauptmann wirkte, als wolle er auf die Forderung eingehen. »Als unsere Gäste habt ihr kein Recht darauf, Waffen zu tragen.«
Vorschlag: „Damit ihr uns abstecht, weil ihr uns im Kampfrausch für Feen haltet?“, mischte Makkz sich ein, bevor ihr (oder besser sein bzw. der, da die Elben ihm ja nicht unterstehen?) Hauptmann auf die Forderung eingehen konnte. „Als unsere […]“
Ich kann dir nicht genau sagen, welches Problem ich mit dem „In erster Linie“-Satz habe. Aber er fällt ein wenig aus dem Rahmen.

Zitat:»Dann bitte ich nicht als euer Gast darum.« Langsam glitt sie von der Bahre und stand nun vor Xephos, nur eine handbreit kleiner als er und ebenso stolz. »Sondern als deine Verbündete. Xephos, Henker von Galbûn.«
Handbreit groß.
Oho, sie kennt ihn also. Mit Beinamen. Fragt sich, woher er den bekommen hat Icon_ugly

Zitat:Er kniff die Augen zusammen und musterte die Waldelbe eindringlich. Seine Entscheidung hatte die Blutklinge längst getroffen, das sah Makku an diesem Ausdruck.
Vielleicht „an seinem Ausdruck“? Momentan mustert er die Waldelbe ja nur etwas intensiver als vorher schon (die gucken sich ziemlich häufig an bei dir – der eine starrt hierhin, der andere dorthin, der nächste beobachtet den und mustert den übernächsten …), ist das bereits ein Anzeichen für seinen Entschluss?

Zitat:»Ich bin Qai«, antwortete sie und hielt dem abschätzenden Blick stand. »Tochter des Waldfürsten Lanneq.«
Icon_shocked
Da hast du mich aber kalt erwischt!

Das hätte ich jetzt nicht erwartet, auch wenn klar war, dass Qai etwas Besonderes ist (hat ja die Blutklinge so entschieden) und Makku auch schon vermutet hat, dass die Beiden bei Lanneq einen hohen Rang haben. Aber so … Dafür ein Pro

Da wären wir auch schon wieder, auf geht’s zu Part 7! Der ist ja nicht so lang, also denke ich mal, es wird nicht arg so lange dauern, bis ich einen Kommentar dazu auf die Beine gestellt habe – oder eher auf die Buchstaben?

Viele Grüße,
Eselfine


We are all accidents
Waiting
Waiting to happen
Radiohead, "There There"

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Beitrag #3 |

RE: Blutklinge (6/10)
Und auch hier: Hallihallo liebe Fine Icon_smile

Zitat:Diesen ersten Satz (ist doch ein neuer Abschnitt oder, darf ich da erster Satz sagen?) finde ich gut, beschreibt schön die Morgenstimmung über dem Sumpf.
Die Söldner unterstehen also nicht dem König? Du hattest in deiner letzten Antwort etwas in der Richtung erwähnt, dass Xephos als Küstenfürst das ein oder andere Problem mit dem König hat … Also, die Söldner unterstehen Xephos. Und Xephos nicht dem König?
Vielleicht „erwachte“? Aber das passt irgendwie nicht so richtig zu deinem Stil …
Danke schön! (Ja, ist ein neuer Abschnitt - mit den ersten und letzten Sätzen solcher Abschnitte tu ich mich ja immer schwer. Deshalb freut es mich besonders, wenn sie gelungen sind Icon_smile )
Genau, die Söldner unterstehen Xephos (bzw. ihren jeweiligen Söldneführer, die dann wiederum Xephos unterstehen), der ist im Auftrag des Küstenfürsten Galbûn unterwegs und der ist streng genommen ein Untergebener des Königs, aber mächtig und einflussreich genug, dass er teilweise sein eigenes Ding machen kann (solang er nicht gegen königliche Befehle verstößt).
erwachte/aufwachte - da bin ich selbst nicht ganz sicher. Allgemein mag ich "erwachen" vom Klang her auch lieber, aber irgendwie gefällt mir an dieser Stelle das simple "aufwachen", weil es so hübsch undramatisch klingt.

Zitat:
Zitat:Makku säuberte gerade die Knochen des Kadavers von Fleischresten und Blut, um sie später zu Knochenmehl verarbeiten zu können
:Icon_ugly:
Da denke ich irgendwie immer an Tierfutter.
Dann darfst du dir ruhig vorstellen, dass Makku später daraus Kekse für die Pferde backt. Mrgreen (und es nicht für sinnlose Dinge wie magische Zutaten zur Rettung von Menschenleben verschwendet *nick*)

Zitat:Warum betonst du eigentlich so, dass Rasd sie zum ersten Mal in Makkus Anwesenheit berührt? Für mich sind die beiden Kampfgefährten, also finde ich das hier nicht so wichtig zu wissen.
Weil ich manchmal nicht widerstehen kann, unwichtige Details in meine Geschichte zu stopfen Icon_ugly
Unter Waldelben ist es ein absolutes Tabu, Bewusstlose oder gar im Sterben Liegende zu berühren (sofern es nicht zur Rettung des Lebens dient). Und ich dachte, der Leser geht vielleicht von einer (nicht vorhandenen) Nähe zwischen Qai und Rasd aus, wenn Rasd sich freiwillig in Gefangenschaft begibt, nur um bei ihr zu sein. Dem würde dieses Nicht-Berühren vielleicht auch ein bisschen entgegenwirken.
Also für mich gehört das irgendwie mit dazu, wenn einer die ganze Nacht am Lager einer Schwerverletzten sitzt, dass er ihre Hand hält oder mal ihren Arm streichelt, eine Strähne aus der Stirn schiebt.

Zitat:
Zitat: Ihre Lider flatterten. Wie im Traum zuckte das rechte Bein in winzigen Bewegungen. ...
Statt „winzig“ vielleicht „kaum wahrnehmbaren“? „Winzig“ verbinde ich immer mit Zwergen und Flöhen, weniger mit Zuckungen, auch wenn sie unterbunden werden …
"Zwerge und Flöhe" also ... Mrgreen
Ist aber ohne Widerworte geändert, weil du recht hast. "winzig" passt gar nicht. Und wenn ich schon dabei bin, streich ich auch die Bewegungen - denn wie sollte das Bein sonst zucken?
Wie im Traum zuckte das rechte Bein kaum wahrnehmbar.

Zitat:
Zitat:Makku legte den Oberarmknochen zurück zu den anderen und erhob sich betont gelassen. Von einem dreckigen Wilden würde er sich nicht scheuchen lassen. Erst recht nicht in seinem eigenen Zelt.
Inwiefern scheucht Rasd ihn denn? Er hat doch nur gefragt, was passiert, das verbinde ich nicht mit Scheuchen. Nicht einmal mit einer Aufforderung, sondern nur Beunruhigung, die Makku aber nichts angehen muss, er also auch nicht darauf reagieren muss. Seine betonte Gelassenheit würde ich eher damit begründen, dass er vor Rasd professionell erscheinen möchte, auch wenn er vielleicht selbst gespannt ist, was die Elbe sagen wird.
Hm ... der Gedanke dahinter war, dass Makku es so empfindet, dass der Waldelb ihm jetzt vorschreibt, dass er gefälligst sofort nach der Patienten zu gucken hat. Also Makku reagiert da schon über, zum Teil weil er sich einfach ärgert, den Waldelb nicht aus seinem Zelt geekelt zu bekommen (er muss ja nicht nur zufällig neben den stinkenden Bottichen sitzen Icon_ugly ) und dann wagt der Wilde auch noch, einfach so das Wort an ihn zu richten!
Das ist Makkus liebenswürdige Art, in allem einen Angriff auf seine Person zu sehen. Vielleicht geb ich Rasd einen leicht drängenden Tonfall mit, damit Makku zumindest den Hauch eines Grundes hat, verärgert zu sein? Hm, änder es mal in
»Was geschieht?«, drängte Rasd besorgt.
Außerdem erhebt Makku sich jetzt nicht mehr "betont gelassen", sondern einfach "ohne Eile"

Zitat:
Zitat:Ohne die Waldelbe aus den Augen zu lassen, trat er in den Eingangsbereich und schob den Stoff ein Stück zurück. Sofort galt ihm die Aufmerksamkeit des Söldners, den Xephos als Wache eingeteilt hatte.
»Sag dem Kommandanten Bescheid«, befahl er knapp. »Sie wacht auf.«
Irgendwie stelle ich mir das seltsam vor – die Bahre steht dort irgendwo an der Seite, und er geht also seitlich zum Eingang, um Blickkontakt zu halten … stelle dir einen Mann im Krebsgang vor, der angestrengt in eine Richtung starrt
Icon_lol
Ja, sowas passiert, wenn man sich selbst die Szenen nie vorstellt, die man beschreibt. Gott, dieser Blickkontakt kommt auf jeden Fall raus.
Er trat in den Eingangsbereich
(Das kommt davon, dass ich dazu neige, Satzanfänge mit "er" und so vermeiden zu wollen. Da bieten sich die "ohne etwas zu tun"-Formulierungen immer so an *lach*)

Zitat:Vorschlag: „Der Söldner nickte und eilte in Richtung des Lagers, in das die ganze Nacht über keine Ruhe eingekehrt war.“
Also gibt es noch mehr Hexer.
Wieso „Söldnerhaufen“ im Plural? Ich dachte immer, es wäre eine größere Gruppe von Söldnern, die Xephos untersteht und in diesem Sumpf kampiert. Also wäre es „des Söldnerhaufens“, aber „Haufen“ klingt so abwertend. Viel hält Makku ja nicht von der bewaffneten Bande, nur dass ich es auch an dieser Stelle nicht sonderlich angebracht finde zu erwähnen (insbesondere, wenn du es das erste Mal wieder herausgenommen hast), sondern eine neutralere Bezeichnung bevorzugt hätte.
Ich muss das jetzt mal loswerden: Genau wie eins weiter oben mit dem "ohne etwas zu tun", ist auch "keine Zeit mit etwas verschwenden" etwas, das ich selbst total unsinnig finde, wenn es erwähnt wird, aber in meinen eigenen Texten nie ausgemerzt bekomme. Das ärgert mich immer so, dass ich auf dem Auge blind bin, was eigene Texte angeht. Bei jedem anderen hätte ich auch gesagt: "Wird klar, dass er keine Fragen stellt, wenn im Text keine Fragen stehen". Vollkommen überflüssig zu erwähnen. Das ärgert mich mehr, als der Wilde in seinem Zelt Makku ärgert. Icon_rolleyes
geändert in
Der Mann nickte knapp und eilte in Richtung des Lagers, das die ganze Nacht über nicht zur Ruhe gekommen war.
Auch die Söldnerhaufen habe ich zu einem zusammengestrichen. Eigentlich sind es halt mehrere kleine Söldnertrupps (von je 15-30 Mann), die sich dort zusammengetan haben (deshalb sind es später auch mehrere Söldnerführer), aber für die Geschichte ist das egal. Hatte das nur beim Schreiben so im Hinterkopf, deshalb der Plural.
Mit "Haufen" abzuwerten war nicht beabsichtigt, für mich ist eine Ansammlung an Söldnern einfach ein "Söldnerhaufen". Ich weiß nichtmal, wo ich das Wort herhabe, aber in meinem Kopf ist es tatsächlich ganz neutral. Falls das aber noch weiter negativ auffällt, kann ich auch "Söldnertrupp" draus machen. Ich glaube, in erster Linie wollte ich die Doppelung mit "Spähtrupps" vermeiden, für die müsst ich mir dann was anderes überlegen. Ich wart da mal noch andere Kommentare ab.

Zitat:
Zitat:Einmal hatte Makku bisher erlebt, wie ein menschliches Lager – ein kleines Dorf – von aufgescheuchten Feen ausgelöscht worden war. Genauso wie heute waren Waldelben dafür verantwortlich gewesen.
Ah, lass mich raten – deshalb misstraut er ihnen so?
Wie hat er eigentlich herausgefunden, dass Waldelben dafür verantwortlich waren? Immerhin scheinen Menschen und Waldelben nicht zusammen zu leben, auch wenn sie Kontakt zueinander haben. Wie kann er also als kleiner Junge, der erlebt, wie sein Dorf ausgelöscht wird und nur die unmittelbaren Folgen sieht – aufgescheuchte, mordlustige Feen, Blut und Schreie und Tod – wissen, dass ein fehlgegangener Schlachtversuch der Elben der Grund für das Massaker war?
(Komisch, dass ich auf so etwas Wert lege. Dieses ganze Kommentieren bringt mich auf die seltsamsten Gedanken.)
*lach* Ja, beim Kommentieren kommen mir auch manchmal die seltsamsten Ideen und Fragen in den Kopf.
Also ja, das ist - neben den allgemein herrschenden Vorurteilen und Vorbehalten gegen Waldelben - für Makku ein wichtiger Punkt, weshalb er so schlecht auf Waldelben zu sprechen ist.
Wie er darauf kommt? Als normaler Mensch stolpert man nicht über eine Feensiedlung, die verstecken sich ja recht gut. Also muss eine bewaffnete EInheit unterwegs gewesen sein. In der Ecke, aus der Makku kommt, kämen dafür nur die Männer des Fürsten in Frage - und der hat abgestritten, irgendwas damit zu tun gehabt zu haben - oder eben ein Waldelbentrupp/Feenschlächter.
Sei jetzt mal dahingestellt, ob der Fürst tatsächlich keine Männer dort hatte, oder ob er das nur aus Publicity-Gründen behauptet, Makku glaubt das jedenfalls (er ist danach auch auf der Burg des Küstenfürsten aufgewachsen) und ist deshalb überzeugt, dass es nur Waldelben gewesen sein können. Beweise dafür gibts aber keine.
Ich denk mal, gerade als Kind "braucht" man schon einen Schuldigen für so ein großes Unglück, und wer eignet sich da besser als das Feindbild Waldelben. Quasi ein Teufelskreis.

Zitat:
Zitat: Anders als heute waren sie damals in der Nacht gekommen.
Sie sind doch noch gar nicht da, oder? Noch bereiten sie sich ja vor und rechnen mit dem Angriff. Also würde ich den Satz verkürzen auf „Damals waren sie in der Nacht gekommen“, das ist dramatisch genug
Ja.
(Ich wollte damit glaube ich ausdrücken, dass sie in der vergangenen Nacht nicht gekommen sind. Ist aber tatsächlich doof, weil ... naja, das liest du bald *lach*)

Zitat:Diese Erinnerungen rufen bei mir die meisten Bilder hervor, ich kann ihn da unten regelrecht kauern sehen und in die im aufblitzenden Licht beinahe lebendig wirkenden Fasanenaugen starren sehen, während träge eine Fliege um die Schweinshälfte summt, unbeeindruckt von den Schreien und dem Blut, das von oben heruntertröpfelt …
Icon_bussi Icon_jump Icon_smile

Zitat:Da kommt wohl das Trauma wieder durch. Hat er deshalb auch geglaubt, in der letzten Nacht, als er mit Xephos vor dem Zelt stand, dieses Sirren zu hören?
Genau. Ein bisschen menschliche Schwäche für meinen Makku. Ich liebe es, wenn Charaktere die Dämonen ihrer Vergangenheit mit sich herumtragen. Hoffe nur, ich habe bei Makku damit nicht zu dick aufgetragen stellenweise *hust*

Zitat:
Zitat:Es wurde übertönt von dem abgehackten Aufschrei einer Frau. Hinter ihm.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das „Hinter ihm“ als eigenständigen Satz stehen lassen würde … Wenn, dann vielleicht sogar in eine eigene Zeile. Momentan wirkt es auf mich wie nichts Halbes und nichts Ganzes, so eine Anmerkung, die ihren Platz noch nicht ganz gefunden hat … Wenn es eine eigene Zeile hätte, könnte man es zweierlei interpretieren: Einmal, dass die Frau hinter ihm geschrien hat. Eventuell, weil die Feen angreifen. Und dann, dass sie hinter ihm sind, dort, wo der Schrei herkam, was das Herumwirbeln und die Verwirrung verstärken würde.
Vielleicht auch „und suchte für einen Moment nach einer Waffe, irgendwas, mit dem er die starren Blicke der Feen brechen konnte – nein, nicht Feen. Waldelben.
Die Vergangenheit gab ihn frei und […]“
„wenigen“, da ist dir ein n entwischt. Die Truhe würde ich mit einem bestimmten Artikel spezifizieren, denn es scheint die einzige Truhe in seinem Zelt zu sein, die das enthält, was er braucht – zumindest gehe ich jetzt mal frech davon aus, wenn er unterwegs ist und das ein oder andere direkt herstellt, da wird er ja nicht so viel sperriges Gepäck haben, oder?
Suchen und Finden sind zwei Verben, die Hand in Hand gehen, weswegen ich es etwas kurios finde, dass er nicht sucht, aber trotzdem etwas findet … klar, Dinge, die einem über die Füße fallen, findet man von Zeit zu Zeit auch ohne Suche. Ist dir da vielleicht ein „lange“ verloren gegangen, denn „ohne lange danach suchen zu müssen“ wird schon häufiger verwendet?
Das mit der eigenen Zeile gefällt mir sehr gut, übernehm ich direkt!
Den Übergang Vergangenheit-Gegenwart würde ich lieber noch kürzer machen als länger, das gefällt mir inzwischen selbst nicht mehr so gut, dass er die Waldelben nicht einordnen kann.
Das n wird natürlich ergänzt, aus "einer Truhe" wird "die Truhe" und auch mit dem suchen/finden hast du recht. Das ist so eine Wendung, die ich gerne benutze (etwas finden, ohne danach suchen zu müssen), die aber tatsächlich reichlich wenig Sinn ergibt. Für mich ist das so ein "Okay, dann such ich jetzt mal danach *truhe aufmach* ah, es liegt ja direkt oben drauf *schon gefunden*" - aber ja, das ist eher ne Macke *lach*
damit liest sich die Passage jetzt so:
Es wurde übertönt von dem abgehackten Aufschrei einer Frau.
Hinter ihm.
Makku wirbelte herum und die Vergangenheit gab ihn frei. Zwei Waldelben in seinem Zelt, keine Feen und keine Dunkelheit. Mit wenigen Schritten war er bei der Truhe, in der er Arzneien, Salben und Kräuter aufbewahrte, und suchte die dunkle Phiole mit Mohnsud heraus. Entkorkt hielt er sie der Waldelbe unter die Nase.


Zitat:
Zitat:»Kannst du mich hören?«, wandte er sich der Wilden zu, die schwer atmete und ruhig dalag.
»Ja«, presste sie hervor, versuchte träge, ihre Arme zu bewegen
Wirklich träge? Hinter „träge“ steht meist nicht sonderlich viel Willen und Anstrengung, was aber dem späteren Eindruck, dass sie die Verschnürung tatsächlich stört, etwas entgegensteht.
Ich wollte jetzt erklären, wie ich mir diese "träge" Bewegung vorstelle und das klang in meinem Kopf ungefähr so: "Ja, wie wenn man aus der Narkose aufwacht und noch ganz benommen .... ... wieso hab ich nicht "benommen" geschrieben??" Mrgreen
Also: träge geändert in benommen Icon_wink

Zitat:
Zitat:..., und ein Schwall aus elbischen Worten, die nach gedehntem Schluckauf klangen, wechselte zwischen den beiden hin und her.
:Icon_lol: :Pro:
Mrgreen (Ich fand den standardmäßigen Singsang, den Elben sonst von sich geben, zu klischeehaft für meine Barbarenelben, da musste was unelbischeres her!)

Zitat:
Zitat: Er zuckte mit den Schultern. »Ich hab nur Befehle befolgt.«
Hehehe, aber ein bisschen freut er sich doch schon, dass sie ihm gedankt hat, oder? Auch wenn er es sich nicht anmerken lässt.
Yeah, toll, dass das auch rüberkommt Icon_smile Genau so ist es. Verrat nur Makku nicht, dass du ihn durchschaut hast *lach*

Zitat:
Zitat:Ihr lauernder Blick verfolgte Makku, der erst die Riemen um ihre Fußgelenke löste, dann die an ihren Armen.
»Versuch es nur«, erwiderte er ungerührt.
Hat sie nur auf Rasds Drängen hin gedankt? Hier kommt es so rüber, als würde sie nur auf eine Gelegenheit warten, Makku an die Gurgel zu springen, welchen Grund auch immer sie dazu haben sollte – mal von reiner Antipathie, die er ja auch erwidert, abgesehen.
Nee, sie hat Makku auch gedankt, weil es die Höflichkeit gebietet, und ... naja, sie ist schon froh, noch am Leben zu sein. Sie will sich nur die "Angriffe" von Makku nicht gefallen lassen ("Die Fesseln stehen ihr" oder auch, dass er ihr Bein betatscht, ist ja schon recht übergriffig, Lebensretter hin oder her), kann sich aber nur verbal wehren. Für sie ist im Moment die einzige Verteidigung, dass Makku genug Respekt vor ihr hat, um sich nicht weiter mit ihr anzulegen. Sie will nicht wehrlos wirken, weiß aber im Grunde, dass sie Makku (und Xephos) ausgeliefert ist, das gefällt ihr nicht ganz so sehr.

Zitat:Wieder diese trägen Bewegungen, unter denen ich mir nichts vorstellen kann – reiben ist eine schnelle Bewegung, träge das Gegenteil davon, wie soll das funktionieren? Vielleicht bin ich auch bloß zu müde (ja, ich bin dauermüde seit Tagen, wer weiß warum), um das zu verstehen.
*weiches Kopfkissen bereitleg* Icon_wink
"reiben" ist für mich jetzt nicht unbedingt schnell. Wobei ich gerade nicht sicher bin, ob man die Bewegung, die ich im Kopf habe, wirklich als "reiben" bezeichnet. Hm, im Duden die Synonyme gehen tatsächlich alle in ne andere Richtung. Also ich kenn das im Zusammenhang mit angestoßenen Ellbogen zum Beispiel, dass man sich dann den Ellbogen reibt. Und das kann man auch langsam tun. "massieren" wäre wohl am ehesten das, was ich im Sinn habe, das Wort passt aber nicht wirklich.
Mir fällt da kein Ersatz ein, sie sollt halt noch bissl benommen wirken, aber "benommen" ist mir hier schon zu stark.

Zitat:Ohei, der Quellstein. Quellsalz und Quellstein, die Namensähnlichkeit ist kein Zufall, oder? Nach der Überarbeitung des ersten Teils weiß der Leser auch, dass die Söldner einen Quellstein suchen (wenn ich mich recht erinnere, wenn nicht, dann kläre mich auf Icon_wink) und den für irgendwas brauchen. Fragt sich nur was. Wurde das schon erwähnt und ich habe es überlesen oder schon wieder vergessen? Kommt das noch?
Das Ding ist magisch, that’s for sure. Aber ansonsten kann ich mir nicht sonderlich viel drunter vorstellen. Die Feen scheinen ja eine Bedrohung zu sein, sind sie das schon immer oder würden sie friedlich leben, wenn die Menschen nicht hinter diesen Quellsteinen hinterher wären? Ziehen sie ihre Kraft aus den Quellsteinen und die Menschen bzw. Elben wollen diese Steine haben, um die Bedrohung durch die Feen zu eliminieren? Viele Möglichkeiten …
„mehr oder weniger“; vorhin sprach Qai noch einwandfreies Durethi, deshalb gehe ich davon aus, dass dir hier eine Endung hops gegangen ist.
(mehr oder weniger: jup, Tippfehler meinerseits)
Quellsalz und Quellmagie: halb, halb *lach* Ursprünglich hieß das Zeug "Blutsalz", aber damit wurde mir die Geschichte zu "blut"ig, deshalb musste ich Ersatz suchen. "Quellsalz" ist es dann geworden, weil ich dachte, es wäre schick, wenn man den Quellstein als magischen Staub verarbeiten könnte, so dass dieser Quellstaub zu einer Komponente im Quellsalz geworden ist und ihm den Namen gegeben hat.
Die SUche nach dem Quellstein hab ich nachträglich im ersten Teil eingefügt, da erinnerst du dich richtig. Was genau so ein Quellstein ist und tut und warum man ihn haben will, wird nicht thematisiert, deshalb erklär ich das mal hier:
Zu diesem Zeitpunkt der Geschichte interessieren sich die Menschen in erster Linie für den Quellstein als magische Zutat, für mächtige Zauber, Salben,Tränke und sowas. Deshalb glauben die meisten auch, dass die Erbeutung der Quellsteine tatsächlich der Hauptgrund für die Feenjagd ist. (Die Strippenzieher im Hintergrund wissen natürlich, dass es in größeren Maßstäben hier auch um das Schicksal der Menschheit und der Welt geht. Kompliziertere Geschichte)
Den Elben geht es in erster Linie um die Ausrottung der Feen, da ist ein Quellstein eher ein netter Nebenverdienst.
Für die Feen bedeutet der Raub ihres Quellsteins den Tod. Wenn eine Fee sich zu weit vom Quellstein entfernt (oder der Quellstein von der Fee), kippt sie tot um. Deshalb reagieren die Feen so aggressiv auf Eindringlinge.
(Von all dem erfährt man in der Geschichte leider nichts).
Also wenn einfach alle die Feen in Ruhe lassen würden, würden die Feen sich freuen und es gäbe keine Massenvernichtungen auf beiden Seiten.
(Nicht gut, so viel zum Hintergrund zu labern. Ich bekomm immer mehr Lust, die Welt nochmal anzugehen und weiter auszubauen Icon_rolleyes )

Zitat:
Zitat:»Ihre Magie ist stark an diesem Ort«, gab Rasd die Antwort, die keiner von ihnen kannte. »Es sind Irrwege um die Siedlung. Illusionen, Täuschungen.«
„die keiner von ihnen kannte“ – „ihnen“ bezieht die Elben ja mit ein, zumindest in meinen Augen, also wirkt das etwas seltsam – wie kann Rasd eine Antwort geben, die er selbst nicht kennt? Würde den Nebensatz weglassen.
Ja. Mir gefällt der Nebensatz selbst nicht, aber auf die einfache Idee, ihn wegzulassen, komm ich natürlich nicht Icon_ugly

Zitat:
Zitat: »Die Hälfte vielleicht. Hauptsächlich Unbewaffnete, weil sie leichtere Beute sind und schwer zu finden, sobald sie sich eine neue Zuflucht errichten. Es schwirren noch genug im Sumpf herum, die dein Lager angreifen werden. Rasd und ich können helfen, aber dafür brauchen wir unsere Waffen.«
Angreifen werden? Ich weiß, dass sie sich hier sehr sicher sind, dass die Feen angreifen werden, und höchstwahrscheinlich werden wir sogar noch das Vergnügen mit ihnen haben. Aber die Wendung erscheint mir in Verbindung mit dem „noch genug“ recht ungewöhnlich, da hätte ich hier ein „können“ erwartet im Sinne von „Da sind noch genug, um hier richtig die Hölle aufgehen zu lassen“.
Vorschlag: „Die Hälfte vielleicht. Hauptsächlich Unbewaffnete, weil sie leichtere Beute sind und schneller getötet werden müssen, bevor sie sich eine neue Zuflucht errichten und verschwinden. Aber es sind noch genug im Sumpf unterwegs. Rachlustige Magier und Waffenträger, die dein Lager angreifen werden, sobald sie es gefunden haben.“
Puh, nach langem Überlegen geändert in:
»Die Hälfte vielleicht. Hauptsächlich Unbewaffnete, weil sie leichtere Beute sind und schwer aufzustöbern, wenn sie sich erst eine neue Zuflucht errichten. Ich versichere dir, es schwirren noch genug rachsüchtige Phratag im Sumpf herum, die dein Lager angreifen werden. Rasd und ich können helfen, aber dafür brauchen wir unsere Waffen.«
Deinen Einwand kann ich nachvollziehen, mag aber auch dieses leicht Eigenartige in Qais Sprechweise. Bei wörtlicher Rede tu ich mich allgemein oft schwer, den Ausdruck zu ändern, weil ich da meist nach Gefühl gehe.

Zitat:
Zitat: »Damit ihr uns abstecht, weil ihr uns im Kampfrausch für Feen haltet?«, mischte Makku sich ein. In erster Linie weil ihr Hauptmann wirkte, als wolle er auf die Forderung eingehen. »Als unsere Gäste habt ihr kein Recht darauf, Waffen zu tragen.«
Vorschlag: „Damit ihr uns abstecht, weil ihr uns im Kampfrausch für Feen haltet?“, mischte Makkz sich ein, bevor ihr (oder besser sein bzw. der, da die Elben ihm ja nicht unterstehen?) Hauptmann auf die Forderung eingehen konnte. „Als unsere […]“
Ich kann dir nicht genau sagen, welches Problem ich mit dem „In erster Linie“-Satz habe. Aber er fällt ein wenig aus dem Rahmen.
mit dem "ihr Hauptmann" hab ich mir stellenweise selbst ins Knie geschossen, aber wenn ich erstmal so eine Bezeichnung drin hab ... Wenn Xephos über Makku spricht, nennt er ihn halt oft "mein Nekromant", und daraus hat Makku für sich dann "ihren Hauptmann" (seinen und Nihels) gemacht. Was ohne Nihel im Kontext halt manchmal komisch klingt. Aber verwerfen kann ich das irgendwie auch nicht mehr *lach*
"In erster Linie", ja das gefällt mir auch nicht so gut.
Ich lass es mal auf eine Namenswiederholung ankommen und schreiben:
, mischte Makku sich ein. Die Wilde würde es noch zustande bringen, Xephos’ Meinung zu ändern.

Zitat:
Zitat: Xephos, Henker von Galbûn.«
Handbreit groß.
Oho, sie kennt ihn also. Mit Beinamen. Fragt sich, woher er den bekommen hat
Tipper korrigiert, und Antwort: Natürlich weil Xephos für seinen Fürsten Galbûn, der unter schrecklicher Höhenangst leidet, immer auf die Leiter klettert und Bilder aufhenkt. Icon_ugly

Zitat:
Zitat:Er kniff die Augen zusammen und musterte die Waldelbe eindringlich. Seine Entscheidung hatte die Blutklinge längst getroffen, das sah Makku an diesem Ausdruck.
Vielleicht „an seinem Ausdruck“? Momentan mustert er die Waldelbe ja nur etwas intensiver als vorher schon (die gucken sich ziemlich häufig an bei dir – der eine starrt hierhin, der andere dorthin, der nächste beobachtet den und mustert den übernächsten …), ist das bereits ein Anzeichen für seinen Entschluss?
Ursprünglich stand da auch mal "an seinem Ausdruck", was dann aber einem "Ah, überall Wortwiederholungen!"-Anfall zum Opfer gefallen ist. Ja, manchmal verliere ich da die Beherrschung *lach*
Ist also zurückgeändert.
(Gegen das Gegucke wird etwas unternommen, versprochen!)
Ich dachte mir, Xephos hat dann immer so einen speziellen Blick, wenn er und seine Blutklinge zu einer Entscheidung kommen, den Makku halt erkennt, den ich jetzt aber nicht irgendwie im Detail beschreiben könnte.

Zitat:
Zitat:»Ich bin Qai«, antwortete sie und hielt dem abschätzenden Blick stand. »Tochter des Waldfürsten Lanneq.«
...
Das hätte ich jetzt nicht erwartet, auch wenn klar war, dass Qai etwas Besonderes ist (hat ja die Blutklinge so entschieden) und Makku auch schon vermutet hat, dass die Beiden bei Lanneq einen hohen Rang haben. Aber so … Dafür ein :Pro:
Da bin ich ein bisschen wie Xephos: Meine besten - und meine schlechtesten - Entscheidungen beim Schreiben treffe ich aus einem Gefühl heraus Mrgreen Bis ich diese Zeile geschrieben hab, wusste ich nur, dass Qai irgendwie eine Special Little Snowflake ist. Schön zu hören, dass diese Entscheidung zu den guten gehört Icon_bussi

(Ich hab das Gefühl, immer mehr und mehr zu labern. Wenns zu viel wird, sag einfach Bescheid, dann reiß ich mich a bissl mehr am Riemen *lach*)

Ganz liebe Grüße auch hier wieder
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #4 |

RE: Blutklinge (6/10)
Hallo Lanna Icon_smile

Und wieder eine Rückmeldung, bevor ich mich an Nr. 7 setze.

(27-08-2015, 19:33)Lanna schrieb: Danke schön! (Ja, ist ein neuer Abschnitt - mit den ersten und letzten Sätzen solcher Abschnitte tu ich mich ja immer schwer. Deshalb freut es mich besonders, wenn sie gelungen sind Icon_smile )
Genau, die Söldner unterstehen Xephos (bzw. ihren jeweiligen Söldneführer, die dann wiederum Xephos unterstehen), der ist im Auftrag des Küstenfürsten Galbûn unterwegs und der ist streng genommen ein Untergebener des Königs, aber mächtig und einflussreich genug, dass er teilweise sein eigenes Ding machen kann (solang er nicht gegen königliche Befehle verstößt).
erwachte/aufwachte - da bin ich selbst nicht ganz sicher. Allgemein mag ich "erwachen" vom Klang her auch lieber, aber irgendwie gefällt mir an dieser Stelle das simple "aufwachen", weil es so hübsch undramatisch klingt.
Da möchte ich es hier doch gleich noch mal betonen, dass dir der Einstieg meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist Icon_smile
Okay, das klärt die Verhältnisse. Ich denke, es würde den Rahmen sprengen, das direkt in die Geschichte einzubinden - ich bin begeistert von den ganzen Ideen, die hinter deiner Welt stehen, schade nur, dass die Kurzgeschichte (oder kürzere Geschichte Icon_ugly ) das nicht so rüberbringen kann. Darf man auf den geplanten Roman hoffen? Icon_wink

Zitat:Weil ich manchmal nicht widerstehen kann, unwichtige Details in meine Geschichte zu stopfen Icon_ugly
Unter Waldelben ist es ein absolutes Tabu, Bewusstlose oder gar im Sterben Liegende zu berühren (sofern es nicht zur Rettung des Lebens dient). Und ich dachte, der Leser geht vielleicht von einer (nicht vorhandenen) Nähe zwischen Qai und Rasd aus, wenn Rasd sich freiwillig in Gefangenschaft begibt, nur um bei ihr zu sein. Dem würde dieses Nicht-Berühren vielleicht auch ein bisschen entgegenwirken.
Also für mich gehört das irgendwie mit dazu, wenn einer die ganze Nacht am Lager einer Schwerverletzten sitzt, dass er ihre Hand hält oder mal ihren Arm streichelt, eine Strähne aus der Stirn schiebt.
Deswegen ja!
*schreit den Bildschirm an, warum das alles nicht drin ist, weil es doch interessant und wissenswert ist*
Ich weiß, der Rahmen. Aber der dumme Leser (den Titel wirst du dir wohl mit mir teilen müssen Icon_ugly ) namens Eselfine weiß das nicht und wundert sich. Ist wohl auch unwahrscheinlich, dass Makku so viel über die Gebräuche der Elben weiß, dass er das mitbekommt, aber dennoch ...

Zitat:Hm ... der Gedanke dahinter war, dass Makku es so empfindet, dass der Waldelb ihm jetzt vorschreibt, dass er gefälligst sofort nach der Patienten zu gucken hat. Also Makku reagiert da schon über, zum Teil weil er sich einfach ärgert, den Waldelb nicht aus seinem Zelt geekelt zu bekommen (er muss ja nicht nur zufällig neben den stinkenden Bottichen sitzen Icon_ugly ) und dann wagt der Wilde auch noch, einfach so das Wort an ihn zu richten!
Das ist Makkus liebenswürdige Art, in allem einen Angriff auf seine Person zu sehen. Vielleicht geb ich Rasd einen leicht drängenden Tonfall mit, damit Makku zumindest den Hauch eines Grundes hat, verärgert zu sein? Hm, änder es mal in
»Was geschieht?«, drängte Rasd besorgt.
Außerdem erhebt Makku sich jetzt nicht mehr "betont gelassen", sondern einfach "ohne Eile"
Jup, das macht es klarer. Wobei, mit "besorgtem Drängen" kann ich mich irgendwie auch nicht so recht anfreunden. Aber aus Ermangelung von Alternativen halte ich mal lieber die Klappe Icon_wink

Zitat:Ich muss das jetzt mal loswerden: Genau wie eins weiter oben mit dem "ohne etwas zu tun", ist auch "keine Zeit mit etwas verschwenden" etwas, das ich selbst total unsinnig finde, wenn es erwähnt wird, aber in meinen eigenen Texten nie ausgemerzt bekomme. Das ärgert mich immer so, dass ich auf dem Auge blind bin, was eigene Texte angeht. Bei jedem anderen hätte ich auch gesagt: "Wird klar, dass er keine Fragen stellt, wenn im Text keine Fragen stehen". Vollkommen überflüssig zu erwähnen. Das ärgert mich mehr, als der Wilde in seinem Zelt Makku ärgert. Icon_rolleyes
Ei, das bietet sich aber auch an! *möchte gar nicht nachsehen, wie oft das in ihren Texten auftaucht*

Zitat:Auch die Söldnerhaufen habe ich zu einem zusammengestrichen. Eigentlich sind es halt mehrere kleine Söldnertrupps (von je 15-30 Mann), die sich dort zusammengetan haben (deshalb sind es später auch mehrere Söldnerführer), aber für die Geschichte ist das egal. Hatte das nur beim Schreiben so im Hinterkopf, deshalb der Plural.
Mit "Haufen" abzuwerten war nicht beabsichtigt, für mich ist eine Ansammlung an Söldnern einfach ein "Söldnerhaufen". Ich weiß nichtmal, wo ich das Wort herhabe, aber in meinem Kopf ist es tatsächlich ganz neutral. Falls das aber noch weiter negativ auffällt, kann ich auch "Söldnertrupp" draus machen. Ich glaube, in erster Linie wollte ich die Doppelung mit "Spähtrupps" vermeiden, für die müsst ich mir dann was anderes überlegen. Ich wart da mal noch andere Kommentare ab.
Haufen ist für mich eine unorganisiert zusammengewürfelte Gruppe, die nicht so genau weiß, was sie da eigentlich will. Wenn das auf deine Söldner zutrifft, war es eine passende Beschreibung Icon_ugly
Meine Mutter meinte, es sei eine eher neutrale Bezeichnung. Wahrscheinlich habe also bloß ich das Problem mit der Negativfärbung.

Zitat:*lach* Ja, beim Kommentieren kommen mir auch manchmal die seltsamsten Ideen und Fragen in den Kopf.
Also ja, das ist - neben den allgemein herrschenden Vorurteilen und Vorbehalten gegen Waldelben - für Makku ein wichtiger Punkt, weshalb er so schlecht auf Waldelben zu sprechen ist.
Wie er darauf kommt? Als normaler Mensch stolpert man nicht über eine Feensiedlung, die verstecken sich ja recht gut. Also muss eine bewaffnete EInheit unterwegs gewesen sein. In der Ecke, aus der Makku kommt, kämen dafür nur die Männer des Fürsten in Frage - und der hat abgestritten, irgendwas damit zu tun gehabt zu haben - oder eben ein Waldelbentrupp/Feenschlächter.
Sei jetzt mal dahingestellt, ob der Fürst tatsächlich keine Männer dort hatte, oder ob er das nur aus Publicity-Gründen behauptet, Makku glaubt das jedenfalls (er ist danach auch auf der Burg des Küstenfürsten aufgewachsen) und ist deshalb überzeugt, dass es nur Waldelben gewesen sein können. Beweise dafür gibts aber keine.
Ich denk mal, gerade als Kind "braucht" man schon einen Schuldigen für so ein großes Unglück, und wer eignet sich da besser als das Feindbild Waldelben. Quasi ein Teufelskreis.
wallbash
Auf die Idee, was der arme kleine Waisenjunge eigentlich nach dem Massaker gemacht hat, bin ich noch gar nicht gekommen - siehst, so unvollständig sind die seltsamen Ideen, auf die einen das Kommentieren bringt.

Zitat:Genau. Ein bisschen menschliche Schwäche für meinen Makku. Ich liebe es, wenn Charaktere die Dämonen ihrer Vergangenheit mit sich herumtragen. Hoffe nur, ich habe bei Makku damit nicht zu dick aufgetragen stellenweise *hust*
Icon_lol
Wenn ja, wirst du das wohl eher nicht von mir hören. Die Hälfte meiner Charasammlung hier knabbert an ihrem Kindheitstrauma, und ich habe hier mindestens einen, den ich der Überdramatisierung verdächtige (nichts erspart: abusive parents, abusive boyfriend, abusive falcons, abusive life in general).

Zitat:Es wurde übertönt von dem abgehackten Aufschrei einer Frau.
Hinter ihm.
Makku wirbelte herum und die Vergangenheit gab ihn frei. Zwei Waldelben in seinem Zelt, keine Feen und keine Dunkelheit. Mit wenigen Schritten war er bei der Truhe, in der er Arzneien, Salben und Kräuter aufbewahrte, und suchte die dunkle Phiole mit Mohnsud heraus. Entkorkt hielt er sie der Waldelbe unter die Nase.
Meine erste Reaktion war "Wie soll er sie denn sonst unter die Nase halten, wenn nicht entkorkt?", aber dann ist mir aufgefallen, dass ich andernfalls meckern würde, dass er sie ja noch öffnen muss.

Zitat:Ich wollte jetzt erklären, wie ich mir diese "träge" Bewegung vorstelle und das klang in meinem Kopf ungefähr so: "Ja, wie wenn man aus der Narkose aufwacht und noch ganz benommen .... ... wieso hab ich nicht "benommen" geschrieben??" Mrgreen
Also: träge geändert in benommen Icon_wink
Benommen! Mir ist das Wort auch nicht eingefallen.

Zitat:*weiches Kopfkissen bereitleg* Icon_wink
"reiben" ist für mich jetzt nicht unbedingt schnell. Wobei ich gerade nicht sicher bin, ob man die Bewegung, die ich im Kopf habe, wirklich als "reiben" bezeichnet. Hm, im Duden die Synonyme gehen tatsächlich alle in ne andere Richtung. Also ich kenn das im Zusammenhang mit angestoßenen Ellbogen zum Beispiel, dass man sich dann den Ellbogen reibt. Und das kann man auch langsam tun. "massieren" wäre wohl am ehesten das, was ich im Sinn habe, das Wort passt aber nicht wirklich.
Mir fällt da kein Ersatz ein, sie sollt halt noch bissl benommen wirken, aber "benommen" ist mir hier schon zu stark.
Na, doch, das ist schon noch "reiben" - kann ich bezeugen, so oft, wie ich gegen Dinge laufe oder mir den Ellenbogen einstoße ... Heute habe ich es geschafft, mir einen großen Kratzer quer über den Handrücken einzufangen, unten an der Haustür (ja, ich weiß selbst nicht so genau, wie), nachdem ich mir morgens schon mal den Kopf an der Kante des Bücherregals über meinem Bett gestoßen hatte ... Bruchpilot :D
Duden schlägt das vor, was ich auch dachte: duselig, im Tran, schwummerig Icon_ugly "umnebelt" vielleicht?

Zitat:Quellsalz und Quellmagie: halb, halb *lach* Ursprünglich hieß das Zeug "Blutsalz", aber damit wurde mir die Geschichte zu "blut"ig, deshalb musste ich Ersatz suchen. "Quellsalz" ist es dann geworden, weil ich dachte, es wäre schick, wenn man den Quellstein als magischen Staub verarbeiten könnte, so dass dieser Quellstaub zu einer Komponente im Quellsalz geworden ist und ihm den Namen gegeben hat.
Die SUche nach dem Quellstein hab ich nachträglich im ersten Teil eingefügt, da erinnerst du dich richtig. Was genau so ein Quellstein ist und tut und warum man ihn haben will, wird nicht thematisiert, deshalb erklär ich das mal hier:
Zu diesem Zeitpunkt der Geschichte interessieren sich die Menschen in erster Linie für den Quellstein als magische Zutat, für mächtige Zauber, Salben,Tränke und sowas. Deshalb glauben die meisten auch, dass die Erbeutung der Quellsteine tatsächlich der Hauptgrund für die Feenjagd ist. (Die Strippenzieher im Hintergrund wissen natürlich, dass es in größeren Maßstäben hier auch um das Schicksal der Menschheit und der Welt geht. Kompliziertere Geschichte)
Den Elben geht es in erster Linie um die Ausrottung der Feen, da ist ein Quellstein eher ein netter Nebenverdienst.
Für die Feen bedeutet der Raub ihres Quellsteins den Tod. Wenn eine Fee sich zu weit vom Quellstein entfernt (oder der Quellstein von der Fee), kippt sie tot um. Deshalb reagieren die Feen so aggressiv auf Eindringlinge.
(Von all dem erfährt man in der Geschichte leider nichts).
Also wenn einfach alle die Feen in Ruhe lassen würden, würden die Feen sich freuen und es gäbe keine Massenvernichtungen auf beiden Seiten.
(Nicht gut, so viel zum Hintergrund zu labern. Ich bekomm immer mehr Lust, die Welt nochmal anzugehen und weiter auszubauen Icon_rolleyes )
Da steckt so eine Menge hinter dieser Geschichte und in dieser Welt, da kann ich nur sagen: Warum gibt es dann nichts Längeres? Die Hintergründe sind vielleicht direkt in die Geschichte eingebaut, purer Infodump. Aber ohne diese Informationen fehlt mir das Verständnis für die einen oder anderen Dinge, die dir vollkommen klar sind. Ich finde das immer schwierig, die richtige Balance zu finden. Bei den Linien bin ich da fast adelig geworden, und allzu gut gelungen ist es ja nicht gewesen ... Klar, man selbst weiß, was sich alles hinter einem Nebensatz versteckt, welche Faktoren dort hineinspielen und man möchte ja den Leser nicht langweilen.
Es ist noch nicht so, dass man gar nichts mehr versteht. Aber wenn ich diese Informationen haben kann, dann möchte ich sie auch bekommen Icon_fies

Zitat:Puh, nach langem Überlegen geändert in:
»Die Hälfte vielleicht. Hauptsächlich Unbewaffnete, weil sie leichtere Beute sind und schwer aufzustöbern, wenn sie sich erst eine neue Zuflucht errichten. Ich versichere dir, es schwirren noch genug rachsüchtige Phratag im Sumpf herum, die dein Lager angreifen werden. Rasd und ich können helfen, aber dafür brauchen wir unsere Waffen.«
Deinen Einwand kann ich nachvollziehen, mag aber auch dieses leicht Eigenartige in Qais Sprechweise. Bei wörtlicher Rede tu ich mich allgemein oft schwer, den Ausdruck zu ändern, weil ich da meist nach Gefühl gehe.
Gut, diese Eigenarten machen sie ja auch besonders, das ist schon gut, wenn die erhalten bleiben und du darauf Wert legst (Wert groß? Icon_ugly )

Zitat:mit dem "ihr Hauptmann" hab ich mir stellenweise selbst ins Knie geschossen, aber wenn ich erstmal so eine Bezeichnung drin hab ... Wenn Xephos über Makku spricht, nennt er ihn halt oft "mein Nekromant", und daraus hat Makku für sich dann "ihren Hauptmann" (seinen und Nihels) gemacht. Was ohne Nihel im Kontext halt manchmal komisch klingt. Aber verwerfen kann ich das irgendwie auch nicht mehr *lach*
"In erster Linie", ja das gefällt mir auch nicht so gut.
Ich lass es mal auf eine Namenswiederholung ankommen und schreiben:
, mischte Makku sich ein. Die Wilde würde es noch zustande bringen, Xephos’ Meinung zu ändern.
You aim for the knee. Always.
Sorry, ich konnte nicht widerstehen Icon_ugly

Zitat:Tipper korrigiert, und Antwort: Natürlich weil Xephos für seinen Fürsten Galbûn, der unter schrecklicher Höhenangst leidet, immer auf die Leiter klettert und Bilder aufhenkt.
Deshalb laufen Henker immer mit Leitern herum Icon_ugly

Zitat:Ursprünglich stand da auch mal "an seinem Ausdruck", was dann aber einem "Ah, überall Wortwiederholungen!"-Anfall zum Opfer gefallen ist. Ja, manchmal verliere ich da die Beherrschung *lach*
Ist also zurückgeändert.
(Gegen das Gegucke wird etwas unternommen, versprochen!)
Ich dachte mir, Xephos hat dann immer so einen speziellen Blick, wenn er und seine Blutklinge zu einer Entscheidung kommen, den Makku halt erkennt, den ich jetzt aber nicht irgendwie im Detail beschreiben könnte.
Aber dieser spezielle Blick ist doch der Ausdruck, oder?
@Anfall: *lach* Das kenne ich :D

Zitat:Da bin ich ein bisschen wie Xephos: Meine besten - und meine schlechtesten - Entscheidungen beim Schreiben treffe ich aus einem Gefühl heraus Mrgreen Bis ich diese Zeile geschrieben hab, wusste ich nur, dass Qai irgendwie eine Special Little Snowflake ist. Schön zu hören, dass diese Entscheidung zu den guten gehört
So ist das mit dem Gefühl ... Immer da, um im falschen Moment zu nerven. Oder mal einen Tupfer Genialität dazulassen :D

Zitat:(Ich hab das Gefühl, immer mehr und mehr zu labern. Wenns zu viel wird, sag einfach Bescheid, dann reiß ich mich a bissl mehr am Riemen *lach*)
Ach wo, ich bin ja auch so eine Labertasche, da können wir uns gegenseitig zulabern Mrgreen

Viele Grüße,
Eselfine


We are all accidents
Waiting
Waiting to happen
Radiohead, "There There"

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Beitrag #5 |

RE: Blutklinge (6/10)
Puh, kaum denk ich mir "Endlich alle Kommentare beantwortet für heute, jetzt kannst du dich daran machen, die Stares auszumerzen", dann ist schon der nächste da Mrgreen

Aber ich freu mich! Dass du so ausdauernd dabei bist und einen so tollen Laberpartner abgibst Icon_wink

Zitat:Da möchte ich es hier doch gleich noch mal betonen, dass dir der Einstieg meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist :Icon_smile:
Okay, das klärt die Verhältnisse. Ich denke, es würde den Rahmen sprengen, das direkt in die Geschichte einzubinden - ich bin begeistert von den ganzen Ideen, die hinter deiner Welt stehen, schade nur, dass die Kurzgeschichte (oder kürzere Geschichte :Icon_ugly: ) das nicht so rüberbringen kann. Darf man auf den geplanten Roman hoffen? :Icon_wink:
Icon_bussi
Mein Problem mit Romanen ist halt in erster Linie, dass ich nicht die Geduld habe, sie zuende zu schreiben und dass mir oft die Ideen für die Handlung fehlen. Nur mit einer tollen Welt kann man leider keinen Roman füllen. Außer man heißt Tolkien Icon_ugly
Du hast mich aber inzwischen schon soweit, dass ich heute beim Muffin-Backen über eine Art Fortsetzungsgeschichte nachgedacht habe. Anderes Setting, andere Hauptfigur, andere Thematik. Aber bestimmt interessant zu schreiben.
In erster Linie ( Icon_ugly ) ärgerlich, weil ich mir vorgenommen habe, die nächsten MoPros für Kumen-Esh zu nutzen, bis es endlich fertig ist. Und weil ich mich vor ein paar Tagen endlich an eine andere Fantasy-Geschichte gesetzt hab, die ich schon seit Ewigkeiten schreiben will, wobei das Interesse schwächer wird, je mehr ich über Makku nachdenke. Harg! Die Bürde der Kreativität Icon_ugly

Zitat:*schreit den Bildschirm an, warum das alles nicht drin ist, weil es doch interessant und wissenswert ist*
Ich weiß, der Rahmen. Aber der dumme Leser (den Titel wirst du dir wohl mit mir teilen müssen Icon_ugly ) namens Eselfine weiß das nicht und wundert sich. Ist wohl auch unwahrscheinlich, dass Makku so viel über die Gebräuche der Elben weiß, dass er das mitbekommt, aber dennoch ...
Ich könnte ja Makku bei Wikipedia in einem verstaubten Wälzer eine Abhandlung über die Sitten und Gebräuche des Gemeinen Waldelben lesen lassen. Das wäre sicher ... äh ... spannend. *hust*

Zitat:
Zitat: »Was geschieht?«, drängte Rasd besorgt.
Jup, das macht es klarer. Wobei, mit "besorgtem Drängen" kann ich mich irgendwie auch nicht so recht anfreunden. Aber aus Ermangelung von Alternativen halte ich mal lieber die Klappe
Das Problem ist glaub ich, dass ich Rasds eigentlichen Tonfall mit dem vermischen will, wie Makku es wahrnimmt. Und dass Rasd noch dazu so wortkarg ist.
Im Grunde fragt Rasd nur: "Was passiert gerade mit Qai? Ist das normal?" und Makku interpretiert noch ein "Willst du nicht irgendwas machen?" mit rein.
Ich neige zu "verlangte er zu wissen", aber das drückt halt auch nicht aus, was ich eigentlich meine und passt nicht zu dem Tonfall, den Rasd tatsächlich anstrebt.
Also bissl quengelig, nervös, erwartungsvoll. Ich denke dauernd, dass es da ein spezielles Wort gibt, das genau das ausdrückt, was ich meine, aber ich finde es einfach nicht. Vermutlich, weil es nicht existiert.
So wie ich mich kenne, werd ich jetzt jedes Mal an der Stelle hängen bleiben, bis mir die Erleuchtung kommt *lach*

Zitat:
Zitat: Entkorkt hielt er sie der Waldelbe unter die Nase.
Meine erste Reaktion war "Wie soll er sie denn sonst unter die Nase halten, wenn nicht entkorkt?", aber dann ist mir aufgefallen, dass ich andernfalls meckern würde, dass er sie ja noch öffnen muss.
Icon_lachtot Genau das! Also, nicht dass du meckerst, aber genau das hab ich mir auch gedacht. Wobei ich noch überlegt habe, ob ich nicht auch schreiben sollte, dass er zurück zu der Waldelbe geht, hab mich dann einfach bei der einen Info dafür und bei der anderen dagegen entschieden.

Zitat:so oft, wie ich gegen Dinge laufe oder mir den Ellenbogen einstoße ... Heute habe ich es geschafft, mir einen großen Kratzer quer über den Handrücken einzufangen, unten an der Haustür (ja, ich weiß selbst nicht so genau, wie), nachdem ich mir morgens schon mal den Kopf an der Kante des Bücherregals über meinem Bett gestoßen hatte ... Bruchpilot :D
Ich hab mir mal das Kinn so stark an der Tür des Gefrierfachs im Kühlschrank gestoßen, dass es geblutet hat Icon_ugly
Gegen-halboffene-Türen-Rennen ist meine Lieblingssportart und als ich noch berufsmäßig mit Papier gearbeitet habe, hatte ich immer an mindestens zwei Finger Pflaster.
Ich fühle also mit dir! cookie

Zitat:Da steckt so eine Menge hinter dieser Geschichte und in dieser Welt, da kann ich nur sagen: Warum gibt es dann nichts Längeres? Die Hintergründe sind vielleicht direkt in die Geschichte eingebaut, purer Infodump. Aber ohne diese Informationen fehlt mir das Verständnis für die einen oder anderen Dinge, die dir vollkommen klar sind. Ich finde das immer schwierig, die richtige Balance zu finden. Bei den Linien bin ich da fast adelig geworden, und allzu gut gelungen ist es ja nicht gewesen ... Klar, man selbst weiß, was sich alles hinter einem Nebensatz versteckt, welche Faktoren dort hineinspielen und man möchte ja den Leser nicht langweilen.
Es ist noch nicht so, dass man gar nichts mehr versteht. Aber wenn ich diese Informationen haben kann, dann möchte ich sie auch bekommen
Ich bin ja auch immer die erste, die schreit, dass sie mehr Welthintergrund will. Und ja, das schwierigste daran ist die Balance. Die richtigen Situationen zu schaffen, um Infos unterzubringen, das richtige Maß zu finden. Ich hab schon immer die Sorge im Hinterkopf, dass ich in Kurzgeschichten zu viel Hintergrund einbaue, deshalb beschränke ich mich da vielleicht zu viel. Aber wenn ein Satz erstmal drin steht, ein Detail, eine Andeutung, fällt es mir immer so schwer, sie rauszustreichen. Deshalb halte ich mich selbst auch für einen eher nicht so guten Kurzgeschichtenschreiber.
Ein Problem ist auch, dass ich immer das Gefühl habe, den Fluss der Geschichte zu zerstören, wenn ich nachträglich Szenen einfüge, neue Dialoge reinschreibe oder sowas. Also wenn ich größere Änderungen vornehme.

Das schlimmste ist, wenn ich jetzt ein Stück "Vorgeschichte" schreiben würde, um manche Dinge zu erklären (wie die Sache mit den Feen, Elben und dem Krieg), weiß ich, dass neue Halbinfos dazukämen, neue Fragen aufgeworfen werden würden.
Ich hab zum Beispiel gerade überlegt, wie ich einen Szene gestalten könnte, in der Xephos den Auftrag für diese Suche bekommt, vielleicht aus Nihels Sicht, in einem Gespräch mit dem Küstenfürsten Galbûn. Nun ist dieser Fürst aber nicht nur ein Fürst, sondern auch ein Weltenwächter. Ja, das klingt schon nach einem ganzen Batzen Hintergrundinfos, die DAZU nötig wären Icon_ugly

Ich hab ja früher hauptsächlich Geschichten geschrieben, um meine Welten zu präsentieren. Gerade bei den Khonar-Sachen ist das ganz schlimm, da steht die Handlung echt zurück. Und bei Makku hatte ich gedacht, das halbwegs im Griff zu haben - und war auch ziemlich froh drüber - und dann kommst du daher und willst mehr Infos Icon_motz Mrgreen Und jetzt hab ich Lust, eine handlungsarme Info-Geschichte zu schreiben.
Smiley_frown cookie

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:Er kniff die Augen zusammen und musterte die Waldelbe eindringlich. Seine Entscheidung hatte die Blutklinge längst getroffen, das sah Makku an diesem Ausdruck.
Vielleicht „an seinem Ausdruck“? Momentan mustert er die Waldelbe ja nur etwas intensiver als vorher schon [...], ist das bereits ein Anzeichen für seinen Entschluss?
Ich dachte mir, Xephos hat dann immer so einen speziellen Blick, wenn er und seine Blutklinge zu einer Entscheidung kommen, den Makku halt erkennt, den ich jetzt aber nicht irgendwie im Detail beschreiben könnte.
Aber dieser spezielle Blick ist doch der Ausdruck, oder?
Ja. Glaub ich.
Ich hab ehrlich gesagt, den Faden verloren *lach*
Also Makku soll an diesem nicht näher beschriebenen Blick erkennen, dass die Blutklinge eine Entscheidung getroffen hat.
Wobei ich auch einfach schreiben könnte: "das sah Makku ihm an."
Oder den Nebensatz ganz weglassen? Puh, ich glaub, es ist schon zu spät und ich hab mir heut schon zu viele Gedanken gemacht.

Mann, Mann, Fine. Ich dachte eigentlich, ich schreib hier mal ne abgeschlossene Kurzgeschichte, so zwischendurch, und hab ein gutes Gefühl und kann motiviert an Kumen-Esh weitermachen. Und jetzt hab ich den Kopf voller Ideen zur Hintergrundgeschichte aber keine einzige davon kommt mit einer vernünftigen Handlung, aus der man auch wirklich eine weitere Kurzgeschichte machen könnte.
Warum tust du mir das an?! Mrgreen

Liebe Grüße
Lanna (die jetzt erstmal ins Bett kriecht und das Licht im Kopf auszuknipsen versucht)

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #6 |

RE: Blutklinge (6/10)
Hallo Lanna,
 
weiter mit Teil 6. Icon_wink
 
Zitat:»Was geschieht?«, drängte Rasd besorgt.
 
Ich finde „fragte“ wäre hier das passendere Wort. Auch wenn er sie drängend stellt, ist es erstmal eine Frage und durch das „besorgt“ hast du ja schon eine nähere Beschreibung.
 
Zitat:Er trat in den Eingangsbereich und schob den Stoff ein Stück zurück.
 
Oh man. Doh  Im ersten Moment dachte ich Makku würde in sein Zelt gehen und wunderte mich. Aber er geht ja raus. Vielleicht würde ein „in den Eingangsbereich hinaus“ das etwas deutlicher machen.
 
Zitat:Heute war das anders. Er war kein verängstigter, kleiner Junge mehr, der sich verstecken musste.
 
Schön, dass wir mal etwas aus Makkus Vergangenheit erfahren. Pro Und ich finde es auch schön eingebettet. Ich hadere ja auch immer wieder mit den Rückblinden und finde es inzwischen auch am besten einfach damit loszulegen. Gerade hier „sieht“ man ja sofort, dass es hier um den kleinen Jungen geht. Auch super finde ich, dass du hiermit seinen Hass auf die Waldelben und Feen nochmal ein wenig untermauert hast (auch wenn mir klar ist, das die allgemein nicht beliebt sind) und auch seine Magier ein wenig gezeigt hast.
 
Zitat:Makku wirbelte herum und die Vergangenheit gab ihn frei.
 
„herumwirbelen“ erscheint mir eine etwas zu dramatische Geste hier zu sein. Selbst wenn er so tief in seine Gedanken/Vergangenheit vertieft ist würde ich ihn vielleicht nur zusammenzucken und sich dann herumdrehen lassen. Ansonsten ist das mit der Vergangenheit aber schön formuliert. Icon_smile
 
Zitat:… und tat auch sonst nichts, weshalb Makku ihn hätte aus seinem Zelt werfen können.  Beobachtete nur still jeden Handgriff.
 
Ich mag dieses Stilmittel mit diesen „Halbsätzen“ ja an sich gerne. Aber gerade hier finde ich es nicht passend, weil du ja das mit Makku eingeschoben hast. Also: „… tat auch sonst nichts. Beobachtete nur still …“ würde für mich funktionieren. Dabei finde ich den Einschub an sich auch nicht verkehrt, sodass ich jetzt gar nicht entscheiden könnte, was die bessere Alternative wäre.
 
Zitat:Dafür klangen die Worte zu hölzern. Aber immerhin war sie ein Stück weit eingeknickt.
 
Hmm, ich denke jetzt schon eine Weile über dieses „eingeknickt“ nach. Ich finde es ist an sich eine etwas zu saloppe Formulierung. Außerdem finde ich es hier nicht so passend, weil Makku hier ja nicht so direkt mit ihr einen Kampf ausgefochten hat. Nur halt sehr indirekt im Kontext, was mir hier für das einknicken einfach zu wenig ist. Ganz salopp würde ich vorschlagen: „Aber immerhin hatte sie sich bedankt“ oder sowas. Oder das einfach weglassen, die Sätze vorher zeigen Makkus Gedanken dazu schon ausreichend wie ich finde. Icon_wink

Prima endlich ist Qai aufgewacht und ich erwarte jetzt, dass nun etwas Action in die Sache kommt. Viel mehr passiert hier nämlich noch nicht, außer das wir erfahren, dass sie die Tochter Lanneqs ist, worüber Xephos sich sicherlich freut, weil ihn dann ihre Rettung noch besser bei Hofe aussehen lässt.
Ja und wir eine Stück von Makkus Vergangenheit gesehen, die noch einmal seinen Hass auf die Feen (und Waldelben) erklärt, was ich wie gesagt gut finde, weil ich ihn so noch ein Stück besser nachvollziehen kann.
 
Jetzt bin ich mal auf den nächsten Teil gepannt und darauf, ob wir mal aus diesem Zelt herauskommen. Icon_panik

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #7 |

RE: Blutklinge (6/10)
Hallo Lanna,

Eigentlich wollte ich ja eine kleine Pause einlegen, aber die Sucht ließ mir keine Ruhe, ich muss das jetzt zu Ende bringen. Icon_smile 


Zitat:Jetzt griff er nach der Hand seiner Begleiterin und hielt nicht wie die vorherigen Male inne, sondern schloss seine Finger um ihre.
Können die nicht Geschwister sein? Bin ja schon eifersüchtig


Zitat:Einmal hatte Makku bisher erlebt, wie ein menschliches Lager – ein kleines Dorf – von aufgescheuchten Feen ausgelöscht worden war. Genauso wie heute waren Waldelben dafür verantwortlich gewesen.
Toll und die lieben Feen müssen leiden Icon_motz

Zitat:Er neigte den Kopf leicht nach rechts und verriet Makku damit, dass die Blutklinge seine Entscheidung längst getroffen hatte.
Etwas schizophren,der gute Mann, wenn er schon Stimmen hört.

In diesem Kapitel war meine Kritik, glaub ich, nicht so konstruktiv, als dass sie schreibtechnisch weiterbringen könnte, aber lass dir gesagt sein: Eine tolle Arbeit Pro und ich bin nach wie vor begeistert.

Bis später Siri

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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