Es ist: 14-11-2019, 17:55
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Blutklinge (7/10)
Beitrag #1 |

Blutklinge (7/10)
überarbeitet: 29.08.



~*~

Obwohl die Wunde gut heilte, überraschte es Makku, wie schnell Qai zu neuer Form fand. Ihre Bewegungen waren flink und geschmeidig und sie führte ihr Schwert mit einer kraftvollen Eleganz, die er einer Wilden nicht zugetraut hätte. Die inzwischen gesäuberte Haut spannte sich an Beinen und Armen, über Muskeln und Sehnen, die deutlich zwischen den Lederbändern ihrer Rüstung zu sehen waren. Unter ihren Stiefeln wirbelte jeder Schritt vor und zurück Staub auf, der an den schweißfeuchten Schenkeln klebte. Rasd dagegen schien in der Hitze des Nachmittags zu schwächeln, ließ sich wieder und wieder in diesem kleinen Übungskampf in die Defensive drängen.
Gewaschen wirkten die beiden nicht mehr, als habe der Sumpf selbst sie geboren. Trotzdem hatte Xephos angeordnet, dass sie sich vorerst vom Lager und den westländischen Söldnern fernhalten sollten. Auch Ilnor tauchte nur kurz auf, um ihnen etwas zu Essen zu bringen. Auf Anweisung des Hauptmanns.
Die dreckigen Wilden mussten sich in der anstehenden Schlacht als nützlich erweisen – sonst verlor Xephos vor all seinen Männern das Gesicht. Die Späher des Königs lauerten bereits auf eine Gelegenheit, den verblendeten Wahn der Blutklinge nachweisen zu können. Den treuesten Untergebenen des Küstenfürsten anzuschwärzen, zu stürzen.
Das ständige Warten – das Lauschen auf ein Geräusch, die flirrende Ferne über dem farblosen Sumpfland – machte die Situation nicht angenehmer. So schlich der Nachmittag quälend langsam vorüber, ohne dass sich eine einzige Fee zeigte.
Die Sonne stand noch eine Handbreit über dem Horizont, als Rasd sich in den Schatten des schmächtigen Baumes verzog, der einsam neben dem Zelt stand. Gegen den Stamm gelehnt schloss er die Augen, während Qai unschlüssig wirkte. Eine Weile ließ sie ihren Katzenblick über das mannshohes Totenschilf wandern, das von zahllosen Pfaden und Wegen durchzogen war. Dazwischen immer wieder heimtückische Tümpel, die wie flache Pfützen wirkten, aber einen Mann bis zum Scheitel verschlingen konnten. Auf den festeren Landstrichen wuchsen karge Bäume mit lichten Kronen, behängt mit Algen und Moosen, die in der feuchten Hitze wucherten. Nach Norden hin lief der Morast in spärlich bewachsene Graslandschaft aus, an deren Rand das Lager errichtet war. Auf einem flachen Hügel, der zum Sumpf hin gute fünf Meter steil abfiel. Am Fuße dieser Erhebung, auf der fast dreißig Zelte standen, war das kränkliche Gras zertrampelt von unzähligen Übungskämpfen, die dort Tag für Tag abgehalten wurden, wenn die Söldner nicht gerade den Sumpf durchkämmten.
»Wann werde ich mein Bein wieder vollständig belasten können?«
Die Waldelbe war zu ihm getreten und in die Hocke gegangen. Dabei streckte sie das linke Bein aus, so dass der helle Fleck auf ihrem Oberschenkel sichtbar war.
Unwillkürlich streckte Makku die Hand aus und fuhr mit zwei Fingern die feinen Linien nach. Sie ließ die Berührung wortlos zu, unternahm keinen Versuch, das Bein wegzuziehen, wie noch am Vorabend auf der Bahre. Er spürte das Erzittern der Muskeln unter seinen Fingerspitzen, die Wärme der Haut, die Anspannung.
Perfekt.
Gerne hätte er dieses Ergebnis seiner eigenen Arbeit zugeschrieben, aber er wusste, dass ihm sowohl Macht als auch Mittel fehlten, diese Art von Vollkommenheit zu erreichen. Die ernüchternde Wahrheit war, dass der Körper der Wilden empfänglich für Magie war.
Ohne Nihels Riss wäre das Feengift über sie hergefallen wie Fliegen über ein faules Stück Fleisch. Aber genauso nahm sie auch das Quellsalz besser an als andere.
»Bin ich Hellseher?«, erwiderte er nach einer Weile, weil sie den bohrenden Blick nicht abwandte. Dann dachte er an Xephos und die Blutklinge und seufzte. »Hast du denn noch Schmerzen?«
»Es fühlt sich unangenehm an. Ein wenig steif, wie eine schlecht verheilte Schnittwunde.«
»Das geht vorbei«, versicherte er.
Sie schwieg, während er frisch geriebene Schwarzknolle in den flachen Tiegel gab, der vor ihm auf dem Boden stand. Sorgfältig rührte er die Paste aus gesiebtem Fettgewebe und zerstoßenen Leberstücken um, bevor er ein Tuch darüber legte und sie zur Seite stellte.
»Ich möchte dir danken.«
Makku zuckte mit den Schultern. »Hast du schon.«
»Nein«, widersprach sie entschieden. »Die Höflichkeit gebot, dass ich dir danke. Jetzt möchte ich dir danken.«
»Was hat sich geändert?«
Sie legte den Kopf in den Nacken, wie ein Gruß an den Himmel, und einige Momente lang legte sich ein Schleier aus Traurigkeit über ihr Gesicht. Sie sah aus, als wolle sie im endlosen Blau ertrinken.
»Ich werde frei sein.«
Makku würde sie sicher nicht aufhalten.
»Und du kannst den Hunger besiegen, wenn du bereit bist, den Preis zu zahlen.«
Er runzelte die Stirn und beschloss, es doch noch einmal mit Schweigen zu versuchen. Der Wahnsinn zwischen den Sphären musste tiefere Spuren hinterlassen haben, als Nihel vermutete. Und wenn er in all den Jahren mit Xephos eines gelernt hatte, dann dass es sinnlos war, mit Wahnsinnigen ein vernünftiges Gespräch führen zu wollen. Ebenso wie mit einer Wilden. Aber die hockte ihm stumm gegenüber und sah ihn mit ihren durchdringenden Smaragdaugen an. Es war unmöglich, sie zu ignorieren.
»Ist noch was?«
»Vertraust du der Blutklinge?«
Makku schnaubte. »Ich vertrau dem Mann, der sie trägt. Aber nicht den Entscheidungen, die er trifft.«
Sie nickte wortlos, als hätte diese eine Antwort ihr alles offenbart, was sie wissen musste, um sich ein Bild von ihm zu machen. Dann stand sie auf und gesellte sich zu Rasd unter den Baum, wo sie im Schneidersitz ins kurze, harte Gras sank.
Die Blutklinge mochte wertvolle Verbündete in den beiden sehen und Xephos mochte bereit sein, den Preis dafür zu zahlen. Aber Makku wünschte sich den Moment herbei, an dem sich ihre Wege wieder trennten.
Zur Leere mit den dreckigen Wilden und dem götterverlassenen Sumpf, der sie ausgespuckt hatte.

~*~




»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #2 |

RE: Blutklinge (7/10)
7/10, da könnte ich eigentlich auch noch schnell warten, bis du fertig bist :D

Egal, Leerlauf in der Arbeit, Internet endlich freigeschalten, Literatopia ist nicht auf der Blacklist, fang ich doch gleich mal an. Werde aber bestimmt nicht fertig, der Aktenkoffer kommt jede Minute D:
Von der Struktur her poste ich einfach unfertig und erweitere dann mit Edits.


Hallo Lanna Icon_smile

Als wertvollster und vor allem aktivster Mitstreiter in diesem Unterforum komme ich um Blutklinge gar nicht herum, aber auch inhaltlich bis jetzt ein Werk, dass ich nicht hätte verpassen dürfen.

Wirkung:

Ich würde gern sagen, dass man von Anfang an in den Sumpf geworfen wird, aber zuerst landet man ja im Zelt.
Das Bild ist düster, der Raum eng und die Luft stickig, schon nach wenigen Sätzen sitzt man nicht mehr vor dem Bildschirm, sondern steht neben Makku und versucht, möglichst nicht um Weg zu sein und dabei gleichzeitig nichts anzufassen oder gar umzuwerfen. Während die Klinge Schnitt für Schnitt sorgfältig ihre Arbeit tut, gleitet deine Feder Schritt für Schritt mit derselben Sorgfalt über das virtuelle Papier. In der Hinsicht sind wir sehr verschieden, ich schreibe zielstrebig und vernachlässige Details, du verweilst lieber und lässt uns die Momente mit all ihren Einzelheiten erleben.
Obwohl wir lange Zeit im Zelt verbringen, lässt du in wunderschönen, nicht erklärten Häppchen, Informationen über die Außenwelt durchsickern, sodass wir beim Verlassen des Zeltes in Teil5 schon gut über die Situation im Bilde sind.
Ich fand allerdings, dass die Atmosphäre stark nachlässt, sobald wir im Freien sind.


Textstellen:

Zitat:Stück für Stück ließ er das Messer von der Schulter bis zur Elle wandern und spürte mit jedem Zentimeter mehr den Schweiß, der ihm die nackten Oberarme hinabrann. Es war einfach zu heiß und zu feucht in diesem götterverlassenen Sumpf. Vor allem für einen Nekromanten.

Wieso der letzte Satz? Du malst ein wunderschönes Bild, bei dem wir Strich für Strich erkennen, dass der Charakter sowohl medizinische als auch magische Kenntnisse hat und können erraten, dass er sich mit toten beschäftigt, sehr lebendig hört sich sein Patient nämlich nicht an. Die Männer haben Respekt vor ihm und er ist etwas besonderes und wichtiges. Bis zu dem Moment war ich begeistert, zumal man zu diesem Zeitpunkt noch den Titel mit Makku in Verbindung bringt (seine Klinge ist durchaus blutig) und dadurch etwas von der richtigen Fährte weg gelockt wird, was das "Rätsel" noch schöner macht.
Warum lässt du die Bombe da schon platzen? Stört mich furchtbar :D Du malst ein Bild, ich versuche währenddessen zu erraten wie es am Ende aussiehst und plötzlich zeigst du ein kleines Foto von deinem Motiv her. Super.
Obendrein macht der Satz für mich keinen Sinn. Die meisten Fantasy-Nekromanten fühlen sich gerade in Sümpfen wohl.


Zitat:Natürlich hatte er der Flüssigkeit einige Öle, Chemikalien und nicht zuletzt eine gute Portion Magie beigegeben
Hier erklärst du mir wieder zu wenig :D
Du erklärst vorher ja schon, dass es Mana gibt und dass die Feen es in kristallisierter Form horten. Hat er davon etwas in den Bottich geschüttet? War es Feenstaub? Ist der Bottich schlicht verzaubert? Hat er Formeln über der Flüssigkeit ausgesprchen?
Wenn wir bei dem Bild von vorhin bleiben, das du malst, dann hat dir hier beim Eimer irgendwie doch die Geduld gefehlt und du pinselst einfach wild mit lila in die Öffnung hinein.
Wenn du mehr erklärst, bleibt es noch immer nichtssagend und gibt uns keinerlei Informationen über das, was die Magie tatsächlich tut, aber es verleiht der Textstelle so viel mehr Würze. (Zudem haben schon die alten Ägypter Konservierung auch ohne Magie schon hinbekommen, der Plot zwingt dich also wirklich nicht, hier lieblos mit "Magie halt" zu erklären, warum das funktioniert.)


Zitat:von draußen drang Geschrei herein. Vertraut – Schmerz und Wahnsinn in einer starken Stimme – und fremd zugleich.
Kanns nicht erklären, aber die Stelle mag ich einfach. So nebenbei und wie selbstverständlich zu erwähnen, dass Wahn und Schmerz seine Welt sind verleiht der Figur einiges an Tiefe.


Zitat:Welcher tote Gott nur hatte Xephos ins Hirn gespuckt, dass er eine verletzte Waldelbe anschleppte?
Soso, die Götter sind tot. Ist das ein Nekromanten-Fluch, die in passenden Momenten auch mit "Tote Kacke!" und "Verflixt und umgebracht!" ihrem Frust freien Lauf lassen, oder sind die Götter tatsächlich tot/ist das die weitläufige Meinung/Religion? Der Satz hat viel Potential, ich traue dir zu, dass du es genutzt hast Icon_smile

*Edit: Er sagt "Dreck". Nichtmal "Toter Dreck". Ich hoffe also wirklich, dass hinter den toten Göttern mehr Bedeutung steckt als nur ein Fluch- und Schimpfzusatz ;-)


Bis jetzt hat man übrigens den Eindruck, dass Makku und Xephos sich hassen, der im zweiten Teil auch verstärkt wird. Ich denke mal, dass das auch Anfangs dein Plan war und du erst später auf die Idee gekommen bist, den beiden das freundschaftlich loyale Verhältnis zu geben, das in ihren Gesprächen zutage kommt.


Zitat:Der Mohn würde nicht gegen den Schmerz helfen, der auf die Waldelbe zukam. Er war in erster Linie dazu gedacht, ihre Muskeln zu betäuben und den Widerstand so gering wie möglich zu halten. Den meisten nahm er auch das Bewusstsein.
Bei so viel beiläufiger Grausamkeit muss ich irgendwie Grinsen...


Zitat:Sein Augenmaß war über die Jahre besser geworden, eine Sache, auf die er recht stolz war, auch wenn sie sich nicht dazu eignete, die Söldner draußen oder gar ein hübsches Mädchen zu beeindrucken.
Bis jetzt hatte ich einen erwachsenen Mann zwischen dreißig und vierzig vor meinem inneren Auge, der Satz allein macht ihn zu einem jugendlichen. Auch kommt die frage auf, ob es überhaupt jemanden gibt, den er damit beeindrucken könnte. Ist er der einzige Nekromant auf der Welt?


Zitat:Er war definitiv nicht das erste Mal unter Menschen. Und seine Antwort erklärte Xephos’ Entscheidung – soweit sie mit Logik zu erklären war. Lanneq zählte zu den Verbündeten des Küstenfürsten Galbûn, sehr zum Missfallen des Königs, und wenn die beiden Waldelben einen hohen Rang bekleideten, würde der Küstenfürst Xephos womöglich einen gewaltigen Gefallen schulden.
Selbst in diesen götterverlassenen Sümpfen gelang es ihrem Hauptmann, über einen Sack voll Gold zu stolpern.
Man stellt sich vorher schon die Frage, wie das mit den Männern des Königs ist, die anfangs erwähnt werden und wie dieser König zu dem Küstenfürsten steht. Mit dieser Textstelle beschreibst du ein interessantes Gefüge und verleihst gleichzeitig einem Charakter mehr Tiefe, den wir noch nichtmal zu Gesicht bekommen haben. Nach dieser Stelle bin ich auf so vieles gespannt, was noch kommen wird.


Zitat:Phratag-sweln. Feenschlächtern.
Rasd hat keinen Grund, den Satz erst mit dem einen Wort zu sagen und dann die Übersetzung hinterherzuschieben. Nicht er erklärt Makku was er meint, sondern du als Erzähler dem Leser.
Meine frage dabei: Müssen wir an der Stelle wissen, was sweln heißt?
Du könntest so viel mit Halbwissen kitzeln, was du erfreulicherweise auch oft tust, klopfst aber immer wieder mit dem plumpen Wissenshammer auf uns ein. Machst du das bewusst manchmal und lässt es manchmal sein, oder ist das einfach deine Art zu schreiben?


Ab Teil fünf ändert sich der Stil dann, wir sind nicht mehr im Zelt, sondern ind er großen weiten Welt und erfahren auch urplötzlich viel mehr über diese. Es gib Sphärengeborene, Blutklingen, Hexer, Prinzessinnen und eine Schlacht bahnt sich an. Hier nur mal als Frage an dich: Was hat dir mehr Spaß am Schreiben bereitet? Im Zelt oder draußen?

Zu Teil 5 selbst kann ich nichts wirklich herausgreifen, ich liebe schlicht die Art, wie die drei sich miteinander unterhalten. Etwas verwirrend ist, dass die Truppe das Dorf gesucht hat und jetzt plötzlich Angst hat, gegen die Bewohner zu kämpfen, besonders nachdem die Phratag-sweln immernoch da draußen waren und zweifellos so lange Feen morden würden, bis sie selbst im Dreck liegen.


Zitat: Nihel und die Hexer der Söldnerhaufen legten Bannkreise und spannten Schutzschilde,
Es gibt also mehr Hexer. Sind sie alle Sphärengeboren, oder gibt es da noch unterschiede? Eine Frage, die sich stellt, aber nicht im Text beantwortet werden muss. Kommt nur komisch, dass Makku vorher "Die Kraft eines Hexers" wie eine wirklich seltene Ressource beschreibt.


Sein Flashback gefällt mir nicht. Gibt einerseits mal wieder keinen Grund, die Information hier schon zu verteilen, andererseits find ich solche Flashbacks plump und hasse mich selbst auch dafür, dass ich sie in mener Geschichte so eingebaut habe, dass ich sie nicht mehr rausoperieren kann^^
Hier aber der Höhepunkt der Geschmackssache, mehr zu mir selbst gebrabbelte Kritik als an dich gerichtet Icon_smile

Falls ein Zusammenhang zwischen dem damaligen Überfall und seiner Abscheu vor Feenmagie besteht, würde ich hier vorschlagen, dass du es bei "er hatte schon einmal einen Feen-Überfall erlebt." belässt und uns wieder mit Halbwissen kitzelst, das immer mal wieder ein Bisschen durchsickert. Hängt aber natürlich davon ab, ob es nach den zehn Teilen noch mehr geben wird. Ich gehe ja davon aus, dass Makku den zehnten Teil nicht überlebt und frage mich nur noch, ob die Blutklinge ihn tötet.
Falls Feenmagie schlicht jedem das Gefühl vermittelt, man hätte tausend Maden in den Adern und seine Abscheu nicht vom Überfall stammt, vergiss den letzten Absatz^^


Quai passt perfekt in das verbale Geplänkel hinein, das du so gut hinbekommst. (Rasds Dialoge sind übrigens auch wunderbar in-Character und fügen sich gut in die Gespräche und das Gefüge der PErsonen ein, aber er ist nunmal eine Figur, die wenig Einfluss nimmt. Seine Sprache gibt ihm Tiefe, aber in dieser Tiefe ist er so absichtlich langweilig, dass ich sonst nicht dazu komme, ihn als deine Schöpfung zu loben)

Hier wächst mir auch Makku das erste mal wirklich ans Herz, besonders wegen diesen Perlen:

Zitat: Makku grinste. »Ich bewundere meine Arbeit. Wenn’s sonst schon keiner tut.«
Zitat:»Sind die Fesseln notwendig?«, wandte er sich stattdessen an Makku.
»Ich finde, sie stehen ihr.«

Zitat: »Ich bin Qai«, antwortete sie und hielt dem abschätzenden Blick stand. »Tochter des Waldfürsten Lanneq.«
Das überrascht hier nur wenig, aber dafür kannst du nichts, das liegt einfach an unserer Übersättigung mit Fantasy. Wer ein Bisschen mitdenkt beim Lesen, ahnt das seit der ersten Erwähnung von Lanneq.




Der letzte Absatz bietet nicht viel Inhalt, den ich bewerten könnte. Übende Elben, tanzende Klingen, Bäume und Sumpf. Du weitest das Fantasy-Feeling außerhalb vom Zelt aus, stellst Quai als Kämpferin über Rasd und gibst uns am Ende einen Dialog, der dem Leser nichts neues sagt. Der Teil ist nichtmal langweilig genug um mir das Gefühl des unbestimmten Wartens auf den Angriff zu vermitteln. Was war die Absicht hinter 7/10 ?

Zitat: Er opferte ihr jeden Tag ein winziges Stück seiner selbst. Bis schließlich nur noch Leere in ihm war.
Warum der Satz? Ganz besonders, nachdem "Leere" ja ein besetztes Wort ist, frage ich mich, ob der ganze Abschnitt nicht besser wird, wenn der Satz einfach fehlt. Auch im Absatz davor ist eigentlich keine Information vorhanden. Wir wissen, dass Elben sehr effektiv gegen Feen sind, wir wissen, dass Phratag-sweln ebenfalls ein gutes anti-Feen-Mittel sind, aber böse Nebenwirkungen haben. Der Satz mit dem Misstrauen impliziert leicht, dass er sein Misstrauen gegenüber der Klinge in Misstrauen gegenüber den Elben umwandelt, aber wir wussten eh, dass er dem Schwert nicht traut und dass er den Elben je vertraut hätte, wäre mir an der Stelle auch neu. Die Klinge fordert ihren Preis und Xephos weiß es. Da ist Xephos nicht der einzige.

Das Kapitel ist in meinen Augen ein Lückenfüller, dier ziellos vor sich hin geschrieben wurde.



Fazit:
Du schreibst detailreich und füllst das Blickfeld mit spürbarem Vergnügen aus, tust das aber nur im Zelt. Nachdem wir Makkus Sicht der Dinge sehen, kann das daran liegen, dass er für den Rest der Welt einfach keine Augen hat. Deine Dialoge sind sehr unterhaltsam und die Welt im Hintergrund weckt Stück für Stück mehr interesse. Die Informationsvermittlung was diese Welt angeht ist sehr nach meinem Geschmack, lässt anderswo aber in meinen Augen zu wünschen übrig.
Deine Charaktere sind nicht die Sorte, die man lieb gewinnt, dafür aber sehr gesund für eine gute Geschichte.
Ich bin gespannt auf 8-10 und hatte bis auf Teil7 viel Freude am lesen.


*Humorvoller Edit beim anderen Sternchen.

Nachtrag:
Ich sitz den ganzen Tag schon, seit ich bei eine Antwort von dir an Fine gesehen hab, dass du meinen Kommentar hier erwähnst, vorm computer und refresh alle zehn minuten die Seite hier. Wehe du gehst heute schlafen, bevor ich hier eine Antwort bekomme :D
Bei allen sechs anderen Teilen hast du grad das letzte Wort, führ das doch fort^^

Nachtrag2: Schlafenszeit. Schade. Werde am Wochenende fast nicht online kommen.

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

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Beitrag #3 |

RE: Blutklinge (7/10)
Soooo, ein fröhliches Heyhey an dich, Jason, und ich schau mal, ob ich es schaffe, den ganzen Kommentar noch heute Abend zu beantworten Icon_smile

(Nachtrag: halbe Stunde zu spät! Verdammt, sorry Icon_ugly )

Als "Vorwarnung" vielleicht der Hinweis, dass ich mich schwer damit tue, Geschichten in ihrer Grundstruktur zu ändern, dass ich mir Kritik in dieser Richtung aber immer zu Herzen nehmen und spätestens bei der nächsten Geschichte versuche, das anders umzusetzen. Du sprichst da ja einige tiefergreifende Dinge an, die ich zum Großteil auch nachvollziehen kann. Aber mal eins nach dem anderen Icon_smile


Zitat:
Zitat: Stück für Stück ließ er das Messer von der Schulter bis zur Elle wandern und spürte mit jedem Zentimeter mehr den Schweiß, der ihm die nackten Oberarme hinabrann. Es war einfach zu heiß und zu feucht in diesem götterverlassenen Sumpf. Vor allem für einen Nekromanten.
Wieso der letzte Satz?
[...]
Ich hab den letzten Satz jetzt rausgestrichen. Hauptsächlich, weil er mehr Fragen aufwirft, als dass er irgendwas zur Geschichte beiträgt *lach*
Ein Rätsel um den Titel und Makkus Rolle war gar nicht von mir beabsichtigt, der Titel mehr eine Notlösung, im Original heißt das Dokument noch immer "Makku" Mrgreen

Zitat:
Zitat: Natürlich hatte er der Flüssigkeit einige Öle, Chemikalien und nicht zuletzt eine gute Portion Magie beigegeben
Hier erklärst du mir wieder zu wenig :D
Du erklärst vorher ja schon, dass es Mana gibt und dass die Feen es in kristallisierter Form horten. Hat er davon etwas in den Bottich geschüttet? War es Feenstaub? Ist der Bottich schlicht verzaubert? Hat er Formeln über der Flüssigkeit ausgesprchen?
Wenn wir bei dem Bild von vorhin bleiben, das du malst, dann hat dir hier beim Eimer irgendwie doch die Geduld gefehlt und du pinselst einfach wild mit lila in die Öffnung hinein.
Ich hab doch keine Ahnung, was Makku da alles in den Bottich gekippt hat *lach* Mir war es ehrlich gesagt zu riskant, da irgendwas Halbgares von Zitronensäure und Essig zu schreiben, oder was man sonst so dafür benutzen könnte, weil ich keine Ahnung hab. Hm ...
Wie klänge:
Natürlich hatte er der Flüssigkeit neben Weingeist, Essigsalz und Knochenöl auch eine Prise Manastaub beigegeben - anders war die Lagerung und eine problemlose Nutzung der Hautstücke unter den vorherrschenden Bedingungen nicht zu gewährleisten.
Geht das in die Richtung, die du meinst?
(Mein Fehler: Es geht hier nicht so sehr um die Konservierung, sondern vielmehr darum, die Haut auch ordentlich weiterverarbeiten zu können, sie also "lebendig" zu halten, quasi)

Zitat:
Zitat: Welcher tote Gott nur hatte Xephos ins Hirn gespuckt, dass er eine verletzte Waldelbe anschleppte?
Soso, die Götter sind tot. Ist das ein Nekromanten-Fluch, die in passenden Momenten auch mit "Tote Kacke!" und "Verflixt und umgebracht!" ihrem Frust freien Lauf lassen, oder sind die Götter tatsächlich tot/ist das die weitläufige Meinung/Religion? Der Satz hat viel Potential, ich traue dir zu, dass du es genutzt hast
Die Götter sind tatsächlich tot (oder verschwunden), das wird aber in der Geschichte nicht näher thematisiert. Hat sich irgendwie zu einem "Standardszenario" in meinen dunkleren Fantasywelten entwickelt, dass die Götter dort tot sind. Ursprünglich stammt der Ausruf "Bei allen toten Göttern!" aus einer anderen Geschichte, taucht seit dem aber immer mal wieder auf.

Zitat:Bis jetzt hat man übrigens den Eindruck, dass Makku und Xephos sich hassen, der im zweiten Teil auch verstärkt wird. Ich denke mal, dass das auch Anfangs dein Plan war und du erst später auf die Idee gekommen bist, den beiden das freundschaftlich loyale Verhältnis zu geben, das in ihren Gesprächen zutage kommt.
Daran arbeite ich noch. Hassen sollen Xephos und Makku sich nicht - sie sind nur in manchen Dingen unterschiedlicher Meinung und vor allem bei Makku geht die Abneigung eher gegen die Blutklinge, die aber irgendwie ein Teil von Xephos ist.
Die Freundschaft der beiden besteht schon von Anfang an (also seit es sie in meinem Kopf gibt *lach*), da bin ich jetzt auf der Suche nach einem guten Mittelmaß, das ausgewogen darzustellen. Unpraktisch, dass Xephos in diesem ersten Teilstück nicht anwesend ist und noch dazu Makku mit seinen Befehlen verärgert. Da wird es schwierig, Makku einen positiven Gedanken an Xephos unterzuschieben Icon_ugly

Zitat:
Zitat: Sein Augenmaß war über die Jahre besser geworden, eine Sache, auf die er recht stolz war, auch wenn sie sich nicht dazu eignete, die Söldner draußen oder gar ein hübsches Mädchen zu beeindrucken.
Bis jetzt hatte ich einen erwachsenen Mann zwischen dreißig und vierzig vor meinem inneren Auge, der Satz allein macht ihn zu einem jugendlichen. Auch kommt die frage auf, ob es überhaupt jemanden gibt, den er damit beeindrucken könnte. Ist er der einzige Nekromant auf der Welt?
Oh, das ist blöd. 30 triffst nämlich schon ganz gut, aber wieso sollte ein 30-Jähriger nicht auch mal darauf aus sein, ein Mädchen zu beeindrucken. Ich wollte damit eher auf die Gesellschaftsunfähigkeit dieses Berufes im Allgemeinen und Makkus im Speziellen hinaus. Er sehnt sich nach Anerkennung und bekommt sie nicht. Weder von Frauen noch von "Kameraden".
Es gibt noch mehr Nekromanten, aber die sind (gezwungenermaßen) meist Einzelgänger, weil das normale Volk halt kein Verständnis für die Zerstückelung von Leichen hat. Und an Fürstenhöfen und so braucht man normalerweise nicht mehr als einen. In größeren Schlachten gäb es vielleicht mehrere, die sich um die Soldaten kümmern.
Und einen Metzger könnte Makku mit seinem Augenmaß bestimmt auch beeindrucken. Das Berufsbild ist ja recht ähnlich Mrgreen
Ich muss aber gestehen, dass das einer meiner Lieblingssätze in der Geschichte ist, deshalb lass ich ihn erstmal so stehen.

Zitat:Man stellt sich vorher schon die Frage, wie das mit den Männern des Königs ist, die anfangs erwähnt werden und wie dieser König zu dem Küstenfürsten steht. Mit dieser Textstelle beschreibst du ein interessantes Gefüge und verleihst gleichzeitig einem Charakter mehr Tiefe, den wir noch nichtmal zu Gesicht bekommen haben. Nach dieser Stelle bin ich auf so vieles gespannt, was noch kommen wird.
Ich behaupte mal, das ist oft ein Nachteil meiner Geschichte: Sie "versprechen" zu viel, weil ich oft eine ausgearbeitete Welt im Kopf habe und davon möglichst viele Details einfließen lassen möchte, die dann aber für den Handlungsverlauf selbst keine Bedeutung haben. Ich hoffe, du bist da am Ende nicht zu sehr enttäuscht.

Zitat:
Zitat: Phratag-sweln. Feenschlächtern.
Rasd hat keinen Grund, den Satz erst mit dem einen Wort zu sagen und dann die Übersetzung hinterherzuschieben. Nicht er erklärt Makku was er meint, sondern du als Erzähler dem Leser.
Meine frage dabei: Müssen wir an der Stelle wissen, was sweln heißt?
Du könntest so viel mit Halbwissen kitzeln, was du erfreulicherweise auch oft tust, klopfst aber immer wieder mit dem plumpen Wissenshammer auf uns ein. Machst du das bewusst manchmal und lässt es manchmal sein, oder ist das einfach deine Art zu schreiben?
Klar, zum Teil ist es natürlich schon eine Erklärung an den Leser. Zum Teil gehört es aber auch zu Rasds Sprache dazu. Er macht das ja nicht nur mit den Phratag-sweln, sondern an mehreren Stellen:
"die Feenschlächter sind Freie. Jäger ohne Befehl."
"Dein Anführer – Xephos –"
"er sprach für uns. Für Qai und mich."
Also dass er diese nachgeschobene Erklärung gibt, um eine Aussage zu konkretisieren.
Ich mach das eigentlich recht gerne, wenn ich Fremdsprachler reden lasse, dass ihnen ein Wort der Muttersprache durchrutscht und sie sich dann "verbessern" und die Übersetzung nachschieben.
Da spielt natürlich auch der Gedanke mit, den Leser nicht zu verwirren. Ich hatte schon befürchtet, Rasds wörtliche Rede im Ganzen wäre zu unverständlich, das scheint zum Glück nicht der Fall zu sein. Aber das hat nichts damit zu tun, dass ich dem Leser etwas nicht zutraue und eine plumpe Erklärung einfüge. Ich mach das ganz nach Gefühl, wo ich selbst eine Erklärung für nötig halte oder finde, dass sie sich gut in den Fluss einfügt. Gerade bei wörtlicher Rede hör ich erstmal ganz auf das, was meine Charaktere mir so sagen.
Ist also wirklich nur meine Art zu schreiben und nicht der bewusste Einsatz des Holzhammers, aus Angst, meine Leser wären zu dumm oder so Icon_ugly

Zitat:Ab Teil fünf ändert sich der Stil dann, wir sind nicht mehr im Zelt, sondern ind er großen weiten Welt und erfahren auch urplötzlich viel mehr über diese. Es gib Sphärengeborene, Blutklingen, Hexer, Prinzessinnen und eine Schlacht bahnt sich an. Hier nur mal als Frage an dich: Was hat dir mehr Spaß am Schreiben bereitet? Im Zelt oder draußen?
"Mehr" Spaß, kann ich gar nicht sagen. Im Zelt war es halt mehr eine eher ziellose Szenen- und Charakterbeschreibung, ein Profil von Makku und seiner Arbeit, das fand ich halt in dieser Hinsicht interessant (für mich), einen solchen Charakter in seinem Arbeitsumfeld darzustellen.
Am meisten Spaß machen mir beim Schreiben eigentlich immer die Dialoge, das ist mein Element, da geh ich drin auf *lach*
Erst ab Teil 7 hab ich mich dann eher gemüht, vor allem mit der Beschreibung des Lagers (das aber als Schauplatz relativ wichtig ist) und dann mit den Kampfbeschreibungen. Denen man das hoffentlich nicht zu sehr anmerkt *lach*

Zitat:Zu Teil 5 selbst kann ich nichts wirklich herausgreifen, ich liebe schlicht die Art, wie die drei sich miteinander unterhalten. Etwas verwirrend ist, dass die Truppe das Dorf gesucht hat und jetzt plötzlich Angst hat, gegen die Bewohner zu kämpfen, besonders nachdem die Phratag-sweln immernoch da draußen waren und zweifellos so lange Feen morden würden, bis sie selbst im Dreck liegen.
Da schau ich mal, ob ich das bissl klarer machen kann. Für mich ist es schon ein Unterschied, ob ich selbst derjenige bin, der seine Armee in Stellung bringt, einen genauen Schlachtplan hat und womöglich noch den Überraschungseffekt, oder ob ich plötzlich in der Defensive sitze und darauf warten muss, wann mein (jetzt mordlustiger, statt überraschter) Feind wie angreift.
Das versuch ich noch herauszustellen.

Zitat:
Zitat: Nihel und die Hexer der Söldnerhaufen legten Bannkreise und spannten Schutzschilde,
Es gibt also mehr Hexer. Sind sie alle Sphärengeboren, oder gibt es da noch unterschiede? Eine Frage, die sich stellt, aber nicht im Text beantwortet werden muss. Kommt nur komisch, dass Makku vorher "Die Kraft eines Hexers" wie eine wirklich seltene Ressource beschreibt.
Alle Hexer sind Sphärengeborene, aber nicht alle Sphärengeborenen sind Hexer. Sphärengeboren ist quasi das, was sonst immer "Magier" oder "Zauberer" heißt, und Hexer ist dann eine Spezialisierung auf ein bestimmtes "Fachgebiet".
Stimmt, die Aussage wirkt merkwürdig, wenn man meine Gedanken dazu nicht kennt. In meinem Kopf ist Nihel der einzige Hexer, der Xephos zu diesem Zeitpunkt in die Sümpfe begleitet (immer nur ein Hexer pro Suchtrupp), und demnach ist es ein Risiko, weil dieser eine Hexer seine Kraft verbraucht, obwohl sie ihn und seine Kraft eigentlich bräuchten, um Feenfallen zu umgehen oder einen möglichen Angriff aus dem Hinterhalt abzuwehren.
Das lässt sich bestimmt einbauen. Und am besten füg ich hier noch hinzu, dass es jetzt keine große Guppe Hexer ist, sondern nur ein paar. Zwei oder so.
"Nihel und die beiden Hexer des Söldnerhaufens ..." Relativiert das ganze dann vermutlich *lach*

Zitat:Sein Flashback gefällt mir nicht. Gibt einerseits mal wieder keinen Grund, die Information hier schon zu verteilen, andererseits find ich solche Flashbacks plump und hasse mich selbst auch dafür, dass ich sie in mener Geschichte so eingebaut habe, dass ich sie nicht mehr rausoperieren kann^^
Hier aber der Höhepunkt der Geschmackssache, mehr zu mir selbst gebrabbelte Kritik als an dich gerichtet
Icon_shocked
Meine Lieblingsstelle zweitliebste Stelle! Icon_ugly
Ich kann das aber verstehen, bei mir ist das sehr stark Situationsabhängig, ob ich Flashbacks mag oder nicht. Passiert oft, dass ich es in Geschichten selbst ankreide und eine Streichung empfehle. Und ich geb dir Recht, dass die Position nicht ganz optimal ist. So zwischen Tür und Angel Stoffbahn und ... Stoffbahn.
Trotzdem muss es drinbleiben Icon_wink

Zitat:Falls ein Zusammenhang zwischen dem damaligen Überfall und seiner Abscheu vor Feenmagie besteht, würde ich hier vorschlagen, dass du es bei "er hatte schon einmal einen Feen-Überfall erlebt." belässt und uns wieder mit Halbwissen kitzelst, das immer mal wieder ein Bisschen durchsickert. Hängt aber natürlich davon ab, ob es nach den zehn Teilen noch mehr geben wird.
Nach teil 10 ist Schluss. Also alles, was der Leser über Makku erfährt, muss er in dieser Geschichte erfahren, da gehört für mich eben der detaillierte Flashback dazu, weil er Makku so stark geprägt hat, wie fast nichts anderes in seinem Leben.
Feenmagie ist ansich nichts Angenehmes, aber dass Makku sie so sehr hasst, kommt hauptsächlich von diesem Erlebnis.

Zitat: Ich gehe ja davon aus, dass Makku den zehnten Teil nicht überlebt und frage mich nur noch, ob die Blutklinge ihn tötet.
Ah, eine Spekulation zum Ende. Eselfine hat da auch schon was vermutet und ich bin gespannt darauf, was ihr dann unter Teil 10 sagen werdet.

Zitat:Hier wächst mir auch Makku das erste mal wirklich ans Herz
Ich gebe zu, das ist keine Aussage, die ich über Makku erwartet hätte Mrgreen Freut mich aber! Icon_smile

Zitat:
Zitat: »Ich bin Qai«, antwortete sie und hielt dem abschätzenden Blick stand. »Tochter des Waldfürsten Lanneq.«
Das überrascht hier nur wenig, aber dafür kannst du nichts, das liegt einfach an unserer Übersättigung mit Fantasy. Wer ein Bisschen mitdenkt beim Lesen, ahnt das seit der ersten Erwähnung von Lanneq.
Hehe, hab eben im Kommi noch Eselfine erklärt, dass ich selbst diese "Wendung" gar nicht geplant hatte, sondern spontan drauf gekommen bin. Geplant war nur, dass Qai schon irgendwie was Besonderes ist, die Blutklinge rettet schließlich nicht jede dahergelaufene Waldelbe.
Aber ich find es auch nicht schlimm, wenn das jetzt kein Mega-Twist ist, sowas bau ich sowieso nie absichtlich in meine Geschichten, weil ich grottenschlecht darin bin, Leser gewollt zu überraschen.

Zitat:Der letzte Absatz bietet nicht viel Inhalt, den ich bewerten könnte. Übende Elben, tanzende Klingen, Bäume und Sumpf. Du weitest das Fantasy-Feeling außerhalb vom Zelt aus, stellst Quai als Kämpferin über Rasd und gibst uns am Ende einen Dialog, der dem Leser nichts neues sagt. Der Teil ist nichtmal langweilig genug um mir das Gefühl des unbestimmten Wartens auf den Angriff zu vermitteln. Was war die Absicht hinter 7/10 ?
Beim Schreiben ging es mir gar nicht so, aber vorm Einstellen kamen mir Zweifel, ob Teil 7 interessant genug ist. Ich geh ja nicht mit einem bestimmten Plan an meine Geschichten, sondern schreibe drauf los. Ein paar Dinge sind für mich hier "wichtig":
Qais Genesung und die Tatsache, dass sie schon wieder kämpfen kann.
Die Waldelben haben ihre Waffen zurückbekommen (sind damit also offiziellen Verbündeten geworden).
Die Beschreibung des Sumpfes und des Lagers, das den Schauplatz der nächsten Teile darstellt.
Qais "Annäherung" an Makku.
Und natürlich dem Kernpunkt in der Beziehung Makku-Xephos:
»Vertraust du der Blutklinge?«
»Ich vertrau dem Mann, der sie trägt. Aber nicht den Entscheidungen, die er trifft.«

Wie gesagt, ich bin selbst unsicher, was man davon wirklich braucht, was man vielleicht woanders unterbringen könnte. Aber gerade den Wechseln von "Gefangene" zu "Verbündete" und Qais Verhalten gegenüber Makku (und auch Makkus Einlenken) finde ich schon wichtig und würde es gerne szenisch erzählen.
Ob die genaue Beschreibung des Lagerplatzes nötig ist, kann ich ebenfalls schlecht einschätzen. Für mich persönlich wäre es ziemlich egal, glaub ich, aber ich weiß, dass viele Leser wert darauf legen, sich die Umgebung vorstellen zu können. Da versuche ich immer einen Mittelweg zu finden.

Also das würde mich auf jeden Fall interessieren, ob du dem Teil vielleicht mehr abgewinnen kannst (was seinen Informationswert anbelangt), wenn du die nächsten Teile gelesen hast Icon_smile

Zitat:
Zitat:Er opferte ihr jeden Tag ein winziges Stück seiner selbst. Bis schließlich nur noch Leere in ihm war.
Warum der Satz? Ganz besonders, nachdem "Leere" ja ein besetztes Wort ist, frage ich mich, ob der ganze Abschnitt nicht besser wird, wenn der Satz einfach fehlt.

Warum? Weil ich ihn so toll finde *lach*
Ja, ein dämlicher Grund. Deshalb brauch ich für genau solche Stellen jemanden, der mir sagt: Streichen. Werde ich auch tun, du hast recht.
(Leere war hier allerdings in dem gleichen Sinn gemeint, in dem sie auch vorher schon gemeint ist. Als fremde Entität, die Xephos irgendwann ausfüllen und beherrschen wird)

Zitat:Auch im Absatz davor ist eigentlich keine Information vorhanden. Wir wissen, dass Elben sehr effektiv gegen Feen sind, wir wissen, dass Phratag-sweln ebenfalls ein gutes anti-Feen-Mittel sind, aber böse Nebenwirkungen haben. Der Satz mit dem Misstrauen impliziert leicht, dass er sein Misstrauen gegenüber der Klinge in Misstrauen gegenüber den Elben umwandelt, aber wir wussten eh, dass er dem Schwert nicht traut und dass er den Elben je vertraut hätte, wäre mir an der Stelle auch neu.
Damit wollte ich Makku ein Stück weit einlenken lassen, was Qai und Rasd als Individueen betrifft. Er gibt hier im Prinzip zu, dass die Entscheidung aus Gefangenen Verbündete zu machen wohl die richtige war, sieht also ein, dass Xephos durchaus einen logischen Grund für diese Entscheidung hätte, kann aber den ständigen Gedanken "War es wirklich Xephos' Entscheidung oder die der Blutklinge?" nicht abstellen.
Hab den Schluss verkürzt in:
Xephos wusste das. Und er war offenbar bereit, diesen Preis zu zahlen.
Inwieweit ich da noch kürze und umstelle, muss ich mir noch durch den Kopf gehen lassen. Dass Teil 7 ein Stück weit wie ein Lückenfüller wirkt, kann ich schon nachvollziehen.

Dein Fazit finde ich sehr interessant, das spiegelt auch den Eindruck, den ich selbst von der Geschichte habe. Also Dialoge und Welthintergrund, das waren schon immer meine Steckenpferde, da bin ich inzwischen auch recht stolz drauf und freue mich, dass du die beiden Punkte als gelungen empfindest Icon_smile
In Makkus Zelt hab ich mich noch ganz auf die Situation konzentriert, weil ich noch keinen Plan hatte, wo die Geschichte hin soll *lach* - deshalb liest sich das vermutlich dichter als der Rest, mit dem ich auf ein bestimmtes Ziel zusteuere. Ich merk das beim Schreiben immer, dass es mir schwerer fällt, eine Vorgabe erfüllen zu wollen und bestimmte Punkte einbringen zu "müssen", als wenn ich einfach nur vor mich hinschreiben kann.
Aber bei "vor mich hinschreiben" kommen leider keine Geschichten bei rum.

Zitat:Deine Charaktere sind nicht die Sorte, die man lieb gewinnt
Mrgreen Ja, das stimmt. Ich steh auf verdrehte Charaktere, kann aber auch anders. Hoffe ich. *lach*

Zitat:Ich bin gespannt auf 8-10 und hatte bis auf Teil7 viel Freude am lesen.
Und ich bin echt gespannt, wie du Teil 8-10 findest. Nach so vielen lobenden Worten befürchte ich ja das Schlimmste Icon_ugly

Ganz lieben Dank dir für diese "Zwischenmeldung", für die positiven Anmerkungen, die Anregungen und die Eindrücke, deine Gedanken zu meiner Geschichte. Da ist viel dabei, das ich vielleicht nicht direkt in der Blutklinge umsetze, mir aber auf jeden Fall für die nächsten Geschichten im Kopf behalte (vor allem die Sache mit Leserinfos, wann und wie viel, da bin ich immer auf der Suche nach dem "richtigen" Mittelmaß).
Ich freu mich, dass du dir die Zeit genommen hast, um mir den Kommentar zu schreiben Icon_smile

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

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Beitrag #4 |

RE: Blutklinge (7/10)
Ich hab mir die ganze Zeit gedacht "Sie schreibt bestimmt grad an der Antwort."
Am Ende hat mich die Hoffnung dann doch verlassen. Zu Unrecht :O

Guten Morgen Lanna Icon_smile
Ich hoffe es ist nicht zu spät geworden gestern^^


Zitat:Als "Vorwarnung" vielleicht der Hinweis, dass ich mich schwer damit tue, Geschichten in ihrer Grundstruktur zu ändern,

Jede Geschichte hat ihren Makel. Manche lassen sich nicht ändern, ohne die Geschichte zu einer anderen Geschichte zu machen.
Ich kommentiere nicht mit dem Anspruch, zum Ändern anzuregen, sondern zum Nachdenken. Deswegen erwähne ich auch so selten simple Tippfehler, die bewirken zwar was am Text, aber nicht am Autor. Von daher ist die "Vorwarnung" für mich eher ein Zeichen, dass ich hier richtig bin.


Zitat:Natürlich hatte er der Flüssigkeit neben Weingeist, Essigsalz und Knochenöl auch eine Prise Manastaub beigegeben - anders war die Lagerung und eine problemlose Nutzung der Hautstücke unter den vorherrschenden Bedingungen nicht zu gewährleisten.
Geht das in die Richtung, die du meinst?

Nein überhaupt nicht^^
Mana ist eine Energiequelle. Was du beschreibst ist gleichzusetzen mit "Er gab Butter, Eier und Zucker zum Mehl hinzu" womit die normalen Zutaten oben beschrieben wären "und nutzte dann etwas Strom." Besser noch, Strompulver.
Magie als Alleslöser. Wir sind als Leser zu Magie, wie der Dschungelstamm zum Strom. Beim Backen nutzen wir den Strom zum umrühren, also erklärst du dem Wilden, dass du umrührst --> und dazu Strom benutzt.
Du musst jetzt im Text nicht wissen und erklären, was die Substanz genau tut und bewirkt, aber im Moment klingt das für mich als würdest du Batterien in deinen Kuchenteig mischen. Ich hoffe mein Gleichnis ist nicht zu wirr :D
Lass meinetwegen die Zeit im Bottich langsamer verstreichen und sag dann dazu, dass das durch Magie bewirkt wird. Erfinde ein magisches Gegenstück zum dreifach gezwirbelten Stabmixer, aber bitte gib mir mehr als "da is halt Magie drin."

Pluspunkt für die toten Götter.

Was Makku und Xephos angeht, wage ich zu behaupten, dass du das freundschaftliche auch von Anfang an rein bekommen könntest, hab hier aber keine konstruktive Kritik. Soll ja auch deine Arbeit sein und nicht meine :D


"Ein Talent, das leider weder Söldner noch Frauen beeindrucken konnte, wie so vieles an ihm. Beinahe wäre ihm ein Seufzer über die Lippen gekommen, aber die Konzentration hatte ihn schnell wieder im Griff."

Dass er mitten in der Arbeit an Mädchen denkt, hat etwas jugendliches. Es macht für mich einen Unterschied, ob da Frauen oder Mädchen steht, genauso wie es einen Unterschied macht, ob er über zukünftige Szenarien nachdenkt, oder verpasste Chancen in der Vergangenheit. Du kannst da sehr subtil mit diesem einen Satz an seinem gefühlten (von uns gefühlt) Alter herumschrauben, in dem du Kleinigkeiten umformulierst.
Oben habe ich z.B. versucht, über den Seufzer alte Erinnerungen zu implizieren und eben Frauen statt Mädchen zu schreiben. Die Wirkung variiert natürlich je nach Leser, aber das macht in meinen Augen spontan zwölf gefühlte Lebensjahre Unterschied.


Zitat:Ich behaupte mal, das ist oft ein Nachteil meiner Geschichte: Sie "versprechen" zu viel, weil ich oft eine ausgearbeitete Welt im Kopf habe und davon möglichst viele Details einfließen lassen möchte, die dann aber für den Handlungsverlauf selbst keine Bedeutung haben. Ich hoffe, du bist da am Ende nicht zu sehr enttäuscht.

Da verstehst du mich ein Bisschen falsch. Ich erwarte nicht von dir, dass du den Konflikt aufzeigst und mit einem fulminanten Finale löst, ich will nur sehen, dass er präsent ist und du konsequent mit ihm umgehst. Ich weiß nicht, ob du meinen Kommentar zu Slaintes Tafel des Schicksals gelesen hast, aber ich rede auch gerne von Versprechen. Bei nur zehn Kapiteln ist klar, dass du die nicht alle halten kannst, aber solange du sie nicht blatant "brichst", kannst du sie auch stehen lassen, ohne sie zu erfüllen.
Klingt beim drüberlesen total wirr, im Endeffekt will ich sagen, dass du mir den Rest der Welt nicht zeigen musst, solang er den Effekt auf die Geschichte hat, den ich wegen der Versprechen erwarte.


Stimmt, Rasd redet öfter so. Mea culpa.

Mir wird immer nachgesagt, dass ich offensichtlichen Spaß an Kampfszenen habe, aber ansonsten zu wenig Detailtiefe in meine Geschichte bringe. Wir sollten uns zusammentun :D


Zitat:So zwischen Tür und Angel Stoffbahn und ... Stoffbahn.
Fast hätte ich in der Arbeit laut gelacht...


Zitat:Ich gebe zu, das ist keine Aussage, die ich über Makku erwartet hätte Mrgreen Freut mich aber! Icon_smile
Schreibst zehn Kapitel über einen Character, von dem du nicht erwartest, dass man ihn mögen könnte und beschwerst dich dann in meinem ersten Kapitel, dass mein Jason nicht sympathisch ist :D


Zitat:Hehe, hab eben im Kommi noch Eselfine erklärt, dass ich selbst diese "Wendung" gar nicht geplant hatte, sondern spontan drauf gekommen bin. Geplant war nur, dass Qai schon irgendwie was Besonderes ist, die Blutklinge rettet schließlich nicht jede dahergelaufene Waldelbe.
Es ist schlicht nicht möglich, in nur vier Kapiteln genügend Struktur unter den Elben zu erklären, um zu rechtfertigen, dass die Blutklinge so viel Schicksal in ihr sieht. Bis du da ein soziales und politisches Gefüge aufgebaut hast, in dem sie einen bestimmten Einfluss auf Lanneq hat, der ihr genug Macht gibt usw.
Natürlich wird sie am Ende Schwester oder Tochter sein^^


Zitat:Also das würde mich auf jeden Fall interessieren, ob du dem Teil vielleicht mehr abgewinnen kannst (was seinen Informationswert anbelangt), wenn du die nächsten Teile gelesen hast Icon_smile
Im Hinterkopf notiert.

Das freut mich, dass du den Fazit passend findest.


Zitat:Da ist viel dabei, das ich vielleicht nicht direkt in der Blutklinge umsetze, mir aber auf jeden Fall für die nächsten Geschichten im Kopf behalte
Besser kannst du mir nicht danken Icon_smile

Ich freu mich auch, dass ich mir endlich die Zeit nehmen konnte. War mir ein Vergnügen.

Gruß Zurück
Jason

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

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Beitrag #5 |

RE: Blutklinge (7/10)
Zitat:Ich hab mir die ganze Zeit gedacht "Sie schreibt bestimmt grad an der Antwort."
Am Ende hat mich die Hoffnung dann doch verlassen. Zu Unrecht :O
Na, das ist schon okee. Meistens bin ich ja nicht halb so schnell, was Antworten angeht, da darf man schonmal die Hoffnung verlieren Icon_wink

Und ebenfalls guten Morgen ... *auf Uhr schiel* ... Mann, wie die Zeit heute rast ... guten Mittag Icon_smile

Zitat:Ich hoffe es ist nicht zu spät geworden gestern^^
Icon_ugly Ich hab durchgemacht, weil ich so gegen 5 dachte, dass es sich dann auch irgendwie nicht mehr lohnt.
Passt mir aber eh gut in den Kram, weil ich zur Zeit wieder Schlafprobleme hab und da einen durchgemachte Nacht manchmal Wunder wirkt. Und ich bin so gehypte von der Geschichte, bzw. dem Spaß, den ich daran hab, sie umzuschreiben, Ergänzungen vorzunehmen, Nuancen zu verändern.
Wenn ich also jetzt ein bisschen wie auf einer Überdosis Koffein wirke, liegt das an letzter Nacht. Aber ich streng mich an, verständlich zu bleiben Mrgreen

Zitat:Ich kommentiere nicht mit dem Anspruch, zum Ändern anzuregen, sondern zum Nachdenken. Deswegen erwähne ich auch so selten simple Tippfehler, die bewirken zwar was am Text, aber nicht am Autor. Von daher ist die "Vorwarnung" für mich eher ein Zeichen, dass ich hier richtig bin.
Alles klar! Gibt beim Kommentieren ja auch die unterschiedlichsten Typen und mir ist einfach wichtig, dass auch rüberkommt, dass ich Kommentare ernstnehme, auch wenn ich nicht mit ihnen übereinstimme oder sie direkt umsetze.

Zitat:
Zitat: Natürlich hatte er der Flüssigkeit neben Weingeist, Essigsalz und Knochenöl auch eine Prise Manastaub beigegeben - anders war die Lagerung und eine problemlose Nutzung der Hautstücke unter den vorherrschenden Bedingungen nicht zu gewährleisten.
Geht das in die Richtung, die du meinst?
Nein überhaupt nicht^^
Mana ist eine Energiequelle. Was du beschreibst ist gleichzusetzen mit "Er gab Butter, Eier und Zucker zum Mehl hinzu" womit die normalen Zutaten oben beschrieben wären "und nutzte dann etwas Strom." Besser noch, Strompulver.
Magie als Alleslöser. Wir sind als Leser zu Magie, wie der Dschungelstamm zum Strom. Beim Backen nutzen wir den Strom zum umrühren, also erklärst du dem Wilden, dass du umrührst --> und dazu Strom benutzt.
Du musst jetzt im Text nicht wissen und erklären, was die Substanz genau tut und bewirkt, aber im Moment klingt das für mich als würdest du Batterien in deinen Kuchenteig mischen. Ich hoffe mein Gleichnis ist nicht zu wirr :D
Lass meinetwegen die Zeit im Bottich langsamer verstreichen und sag dann dazu, dass das durch Magie bewirkt wird. Erfinde ein magisches Gegenstück zum dreifach gezwirbelten Stabmixer, aber bitte gib mir mehr als "da is halt Magie drin."
Oi, da lag ich ja voll daneben (immerhin gefällt mir mein Beispiel inzwischen schon besser als die ursprüngliche Auflistung, ich hab mir also nicht umsonst den Kopf zermartert *lach*). Danke für die Erklärung Icon_smile Aber ... puh ... das umzusetzen. Im Grunde war ja nie geplant, dass da ein Zauber gesprochen wird, das sollte wirklich nur so ein Gemisch aus natürlichen und magischen Zutaten sein, denen eben bestimmte Wirkungen innewohnen.
Normalerweise gibt es sowas in meinen Welten ja nicht, also diesen Überfluss an Magie an jeder Ecke, aber in der Blutklingen-Welt gehört das zum Alltag. Da basiert fast alles, was mit Fortschritt zu tun hat, auf diesen magischen Zutaten, die theoretisch jedermann einsetzen kann.
Morgen, wenn mein Kopf nochmal ein bisschen leerer ist, mache ich mir auf jeden Fall nochmal Gedanken darüber, ob mir was Gutes einfällt. Im Moment ist mir das zu hoch *lach*

Zitat:Was Makku und Xephos angeht, wage ich zu behaupten, dass du das freundschaftliche auch von Anfang an rein bekommen könntest, hab hier aber keine konstruktive Kritik. Soll ja auch deine Arbeit sein und nicht meine :D
Ich hab jetzt mal versucht, Makkus ganze negative Energie auf die Blutklinge zu fokussieren. Es wäre so viel leichter, wenn er ein netterer Kerl wäre Mrgreen

Zitat:"Ein Talent, das leider weder Söldner noch Frauen beeindrucken konnte, wie so vieles an ihm. Beinahe wäre ihm ein Seufzer über die Lippen gekommen, aber die Konzentration hatte ihn schnell wieder im Griff."

Dass er mitten in der Arbeit an Mädchen denkt, hat etwas jugendliches. Es macht für mich einen Unterschied, ob da Frauen oder Mädchen steht, genauso wie es einen Unterschied macht, ob er über zukünftige Szenarien nachdenkt, oder verpasste Chancen in der Vergangenheit. Du kannst da sehr subtil mit diesem einen Satz an seinem gefühlten (von uns gefühlt) Alter herumschrauben, in dem du Kleinigkeiten umformulierst.
Oben habe ich z.B. versucht, über den Seufzer alte Erinnerungen zu implizieren und eben Frauen statt Mädchen zu schreiben. Die Wirkung variiert natürlich je nach Leser, aber das macht in meinen Augen spontan zwölf gefühlte Lebensjahre Unterschied.
Okee, kann ich nachvollziehen.
Aber Makku steht nunmal auf junge Dinger, weil er - wie sich beim Schreiben herausgestellt hat - einen leichten Fetisch für makellose, weiche Haut hat *hust* und ja sowieso einen Kontrollzwang, der sich an unerfahrenen Partnerinnen besser ausleben lässt als an Frauen mit eigenem Kopf.
Das größte "Problem" ist glaub ich, dass ich noch total in den Satz verliebt bin und es im Moment einfach nicht übers Herz bringe, ihn rauszustreichen oder abzuändern.
Das kann in ein paar Wochen schon ganz anders aussehen, da hab ich mich schon des Öfteren selbst überrascht.

Zitat:
Zitat: Ich behaupte mal, das ist oft ein Nachteil meiner Geschichte: Sie "versprechen" zu viel, weil ich oft eine ausgearbeitete Welt im Kopf habe und davon möglichst viele Details einfließen lassen möchte, die dann aber für den Handlungsverlauf selbst keine Bedeutung haben. Ich hoffe, du bist da am Ende nicht zu sehr enttäuscht.
Da verstehst du mich ein Bisschen falsch. Ich erwarte nicht von dir, dass du den Konflikt aufzeigst und mit einem fulminanten Finale löst, ich will nur sehen, dass er präsent ist und du konsequent mit ihm umgehst. Ich weiß nicht, ob du meinen Kommentar zu Slaintes Tafel des Schicksals gelesen hast, aber ich rede auch gerne von Versprechen. Bei nur zehn Kapiteln ist klar, dass du die nicht alle halten kannst, aber solange du sie nicht blatant "brichst", kannst du sie auch stehen lassen, ohne sie zu erfüllen.
Klingt beim drüberlesen total wirr, im Endeffekt will ich sagen, dass du mir den Rest der Welt nicht zeigen musst, solang er den Effekt auf die Geschichte hat, den ich wegen der Versprechen erwarte.
Ah, danke für die Erklärung.
Es ist ein altes Problem von mir, dass ich mehr Themen/Details in meine Geschichten reinstopfe, als sie vertragen, deshalb neige ich dazu, Anmerkungen in der Richtung immer gleich als Negativ-Kritik aufzufassen.
Hätt ich mal besser Teil 8-10 überarbeitete, heute Nacht, statt 1-7, damit ich sie gleich online stellen könnte. Ich bin grade total gespannt, was du und Eselfine zum Ende sagen werdet *hibbel* (auch wenn ich ja immer das Schlimmste befürchte Icon_ugly )

Zitat:Stimmt, Rasd redet öfter so. Mea culpa.
Hab die Stelle aber trotzdem ein bisschen verändert. Er nennt die Typen jetzt gar nicht mehr "Feenschlächter", nur noch Phratag-sweln, bzw. kurz Sweln.
(Ja, ich kann meine Sätze verteidigen und fast gleichzeitig zu der Einsicht kommen, dass ich doch was ändern will Mrgreen )

Zitat:Mir wird immer nachgesagt, dass ich offensichtlichen Spaß an Kampfszenen habe, aber ansonsten zu wenig Detailtiefe in meine Geschichte bringe. Wir sollten uns zusammentun :D
Icon_lol (Früher hab ich ja quasi nur Kampfszenen geschrieben. Und hatte auch Spaß dran. Aber gut waren sie leider nicht. Icon_slash )

Zitat:Schreibst zehn Kapitel über einen Character, von dem du nicht erwartest, dass man ihn mögen könnte und beschwerst dich dann in meinem ersten Kapitel, dass mein Jason nicht sympathisch ist :D
Äh ... erwähnte ich schonmal, dass ich manchmal komisch ticke? *lach*
Ganz viele Autoren schreiben ja das, was sie selbst gerne lesen würden. Ich mach das nicht. Ich schreib das, was mir Spaß macht zu schreiben, und das sind dann oft eher ... seltsame Charaktere.
Beim Lesen brauch ich aber einen Bezugspunkt, jemanden, den ich in mein Herz schließen kann. (Ich hab auch schon Serienkiller in mein Herz geschlossen, also möglich ist alles.)
Wobei ich auch schon einen Roman gelesen hab, in dem die Hauptperson mir unsympathisch war, gar nicht mein Fall. Aber technisch und handwerklich dafür sehr interessant dargestellt, das hat mich dann auch bei der Stange gehalten. Ich mochte ihn nicht und gleichzeitig hat mich fasziniert, wie der Autor mich trotzdem in die Geschichte ziehen konnte.

Mein Kopf schwirrt gerade, aber es ist ein tolles Gefühl.
Wenn ich es schaffe, noch die überflüssigen Stares in Teil 8 auszumerzen, stell ich ihn heute noch online. Icon_panik cookie Icon_lol (Willkommen in Lannas alltäglichem Wahnsinn)

Ganz liebe Grüße
Lanna

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Beitrag #6 |

RE: Blutklinge (7/10)
Hallo Lanna!

Auf geht’s, Nummer 7 ist dran. Ist ja ein recht kurzer Part, da besteht die Möglichkeit, dass ich das noch vor dem täglichen Zockanfall und zwischen der Müdigkeit schaffe Icon_ugly
Vorab noch mal die üblichen Warnungen: Die Hälfte ist Gelaber, die andere Hälfte Verwirrung und die dritte Hälfte einigermaßen sinnvolles Zeug. (Hu, das war nur eine Warnung?)
Ah, ich kommentiere hier die unveränderte Fassung, also die, die ich mir vor Jasons Kommentar kopiert habe, also wenn ich hier auf Sachen eingehe, die eigentlich nicht mehr relevant sind, nicht wundern Icon_smile

(26-08-2015, 20:54)Lanna schrieb: Obwohl die Wunde gut heilte, überraschte es Makku, wie schnell Qai zu neuer Kraft fand. Ihre Bewegungen waren flink und geschmeidig und sie führte ihr Schwert in fließenden Mustern. Die inzwischen gesäuberte Haut spannte sich an Beinen und Armen, über Muskeln und Sehnen, die deutlich zwischen den Lederbändern ihrer Rüstung zu sehen waren. Unter ihren Stiefeln wirbelte jeder Schritt vor und zurück Staub auf, der an den schweißfeuchten Schenkeln klebte. Rasd dagegen schien in der Hitze des Nachmittags zu schwächeln, ließ sich wieder und wieder in diesem kleinen Übungskampf in die Defensive drängen.
Unter „fließenden Mustern“ kann ich mir, ehrlich gesagt, nicht sonderlich viel vorstellen. Makku wohl auch nicht, der versteht wahrscheinlich nichts von Schwertkampf. „fließende Bewegungen“ vielleicht? Ah nee, hast du ja direkt davor wallbash
Vorschlag: „Ihre Schritte und Sprünge waren flink und geschmeidig und sie führte ihr Schwert mit fließenden Bewegungen. Unter der inzwischen gesäuberten Haut spannten sich Muskeln und Sehnen, deutlich sichtbar zwischen den Lederbändern ihrer Rüstung.“
Tja, der gute Rasd hätte wohl auch mal eine Nacht guten, betäubten Schlafs gebraucht Mrgreen

Zitat:Gewaschen und mit unverschmierten Gesichtern wirkten die beiden nicht mehr, als habe der Sumpf selbst sie geboren. Trotzdem hatte Xephos angeordnet, dass sie sich vorerst vom Lager und den westländischen Söldnern fernhalten sollten. Auch Ilnor tauchte nur kurz auf, um ihnen etwas zu Essen zu bringen. Auf Anweisung des Hauptmanns.
Hm. „Gewaschen und mit unverschmierten Gesichtern“ sehe ich als Doppelung. Ich meine, wenn sie sich waschen, lassen sie dann gewöhnlich die Tarnfarbe dran?
Ilnor ist doch Makkus Gehilfe, und Makku gammelt in Gesellschaft der Elben rum – warum wurde dann Ilnor angeordnet, sich von den Elben fernzuhalten? Das erscheint mir wenig logisch, muss der nicht Makku bei den Vorbereitungen für den Kampf unterstützen? Und überhaupt, hat Makku überhaupt Zeit dazu, den Elben beim Training zuzugucken, es sei denn, es besteht medizinische Notwendigkeit?

Zitat:Die dreckigen Wilden mussten sich in der anstehenden Schlacht als nützlich erweisen – sonst verlor Xephos vor all seinen Männern das Gesicht. Und die Späher des Königs lauerten bereits auf eine Gelegenheit, den verblendeten Wahn der Blutklinge nachweisen zu können. Den treuesten Untergebenen des Küstenfürsten anzuschwärzen, zu stürzen.
Bah, jetzt hast du mich vollkommen verwirrt. Xephos untersteht dem Küstenfürsten, ist also selbst nicht dieser Fürst? Bis jetzt habe ich das nämlich so verstanden.

Zitat:Die Sonne stand noch eine Handbreit über dem Horizont, als Rasd sich in den Schatten des schmächtigen Baumes verzog, der einsam neben dem Zelt stand. Gegen den Stamm gelehnt schloss er die Augen, während Qai unschlüssig wirkte. Eine Weile starrte sie auf den Sumpf hinaus, ließ ihren Katzenblick über mannshohes Totenschilf wandern, das von zahllosen Pfaden und Wegen durchzogen war. Dazwischen immer wieder heimtückische Tümpel, die wie flache Pfützen wirkten, aber einen Mann bis zum Scheitel verschlingen konnten. Auf den festeren Landstrichen wuchsen karge Bäume mit lichten Kronen, behängt mit Algen und Moosen, die in der feuchten Hitze wucherten. Nach Norden hin lief der Morast in spärlich bewachsene Graslandschaft aus, an deren Rand das Lager errichtet war. Auf einem flachen Hügel, der zum Sumpf hin gute fünf Meter steil abfiel. Am Fuße dieser Erhebung, auf der fast dreißig Zelte standen, war das kränkliche Gras zertrampelt von unzähligen Übungskämpfen, die dort Tag für Tag abgehalten wurden, wenn die Söldner nicht gerade den Sumpf durchkämmten.
Statt „verzog“ vielleicht „zurückzog“?
Bei der Beschreibung der Umgebung irritiert mich die Tatsache, dass Qai im Lager steht und ihren Blick ( Icon_ugly ) über den Sumpf wandern lässt und du die Gelegenheit ergreifst, um die Landschaft zu beschreiben. Das geht, auch wenn es nicht unbedingt notwendig ist, denn der Sumpf ist ein Sumpf wie jeder Sumpf, vielleicht mit dem Unterschied, dass ein paar Wege mehr drin sind, als man das von den meisten heutigen Moorlandschaften kennt (jaja, ich kenne bloß das Dubringer Moor, das ist Naturschutzgebiet) – ich habe mir automatisch den Sumpf vorgestellt wie den Crookback Bog, vielleicht ein bisschen düsterer – irgendwo gab es mal einen Lighting Mod, der dieses Feeling hervorgerufen hat, aber ich bin zu faul, den jetzt zu suchen.
Was mich an dieser Beschreibung aber jetzt deutlich stört, ist die Art, wie du auf das Lager zu sprechen kommst, als könnte man von Qais Standort dorthin blicken – dabei ist sie doch im Lager! Und selbst wenn nicht, dann jedenfalls so nahe daran, dass „nach Norden hin“ mir schon zu weit entfernt vorkommt.

Zitat:»Wann werde ich mein Bein wieder vollständig belasten können?«
Die Waldelbe war zu ihm getreten und in die Hocke gegangen. Dabei streckte sie das linke Bein aus, so dass der helle Fleck auf ihrem Oberschenkel sichtbar war.
Unwillkürlich streckte Makku die Hand aus und fuhr mit zwei Fingern über das Gewebe. Spürte das Erzittern der Muskel unter seinen Fingerspitzen, die Wärme der Haut. Gerne hätte er dieses Ergebnis seiner eigenen Arbeit zugeschrieben, aber er wusste, dass ihm sowohl Macht wie auch Mittel fehlten, diese Art von Vollkommenheit zu erreichen. Die ernüchternde Wahrheit war, dass der sehnige Körper dieser Wilden empfänglich für Magie war.
„der Muskeln“, da ist dir wieder ein n abhanden gekommen.
„sowohl“ kenne ich nur in Verbindung mit „als auch“.
Zitat:Aber sie schwieg und beobachtete ihn dabei, wie er frisch geriebene Kräuter in den flachen Tiegel gab, der vor ihm auf dem Boden stand. Sorgfältig rührte er die rötliche Paste darin um, bevor er ein Tuch darüber legte und sie zur Seite stellte. In dieser Arbeit sahen die Söldner offenbar kein Problem – damit musste er sich nicht hinter Stoffbahnen und in brütender Hitze verstecken.
Einerseits wird es nicht wichtig sein, andererseits frage ich mich, was das für eine Paste ist, die er da anrührt. Um Verletzungen zu verarzten? Pflegesalbe für Transplantionsempfänger?

Zitat:»Ist noch was?«
»Vertraust du der Blutklinge?«
Makku schnaubte. »Ich vertrau dem Mann, der sie trägt. Aber nicht den Entscheidungen, die er trifft.«
Er erwartete eine Erwiderung, doch sie schwieg. Einige Momente lang hockte sie ihm stumm gegenüber und sah ihn mit ihren bohrenden Smaragdaugen an. Dann nickte sie. Stand auf und gesellte sich zu Rasd unter den Baum, wo sie im Schneidersitz ins kurze, harte Gras sank.
Waldelben – wenn nicht gerade Feenschlächter – waren in einem Kampf gegen Feen die besten Verbündeten, die man sich wünschen konnte. Aber das Interesse der Blutklinge an diesen beiden stärkte sein Misstrauen. Wenn sie ihrem Träger etwas Gutes tat, dann niemals ohne einen Preis zu fordern. Xephos wusste das. Und er zahlte diesen Preis, mit jedem Kampf, mit jedem Toten, den er der Klinge gab.
Er opferte ihr jeden Tag ein winziges Stück seiner selbst. Bis schließlich nur noch Leere in ihm war.
Hm, hm. Hier erfährt man an sich nichts Neues. Im Gegensatz zu Jason aber finde ich den letzten Satz gar nicht so schlimm. Vielleicht würde ich, da die Leere bei dir ja etwas Besonderes, Allgegenwärtiges ist, noch einen bestimmten Artikel davor setzen, was die Blutklinge als Instrument der Leere (und wahrscheinlich der damit verbundenen Magie) charakterisieren würde – ich weiß ja nicht, ob du das so möchtest. Und dann würde ich vielleicht sogar so weit gehen und dem Satz wieder eine einzelne Zeile gönnen.

Das wäre es also auch schon. Sehr kurz, der Abschnitt, und recht handlungsarm. Man erfährt, dass Qai besser heilt als die meisten, weil sie eine special little snowflake ist, aber sonst passiert nichts Neues. Der Abschnitt wirkt wie ein einziges großes Füllwort, bevor es dann wohl im nächsten richtig zur Sache geht – die Ruhe vor dem Sturm?
Ich kann mir vorstellen, dass du dich schwertun wirst, da vielleicht noch großartig was zu ändern, aber ich weiß nicht – vielleicht würde ich sogar so weit gehen, den Abschnitt einfach rauszustreichen, eben, weil nichts passiert und man als Leser auch keinerlei neue Informationen bekommt. Es sei denn, dir fällt noch etwas ein, was du uns über die Welt mitteilen möchtest …
Hm.
Auf jeden Fall warte ich auf die nächsten Teile, um zu sehen, wie es weitergeht Icon_smile

Viele Grüße,
Eselfine


We are all accidents
Waiting
Waiting to happen
Radiohead, "There There"

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Beitrag #7 |

RE: Blutklinge (7/10)
Damit dich Eselfine nicht zu sehr verunsichert: Für mich ist die politische konstellation von Anfang an klar und verständlich.

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

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Beitrag #8 |

RE: Blutklinge (7/10)
Eselfine schrieb:Bah, jetzt hast du mich vollkommen verwirrt. Xephos untersteht dem Küstenfürsten, ist also selbst nicht dieser Fürst? Bis jetzt habe ich das nämlich so verstanden.
Jason schrieb:Damit dich Eselfine nicht zu sehr verunsichert: Für mich ist die politische konstellation von Anfang an klar und verständlich.
Ja, Fine macht meinen armen Xephos von Anfang an zum Fürsten, ob er will oder nicht *lach* (ich war mir sicher, dass der Punkt schonmal zur Sprache kam. Also: Xephos = Hauptmann / Kommandant; Galbûn = Küstenfürst)
Nicht in erster Linie deswegen, aber quasi als netter Nebeneffekt, wird jetzt bei der ersten Erwähnung des Küstenfürsten Galbûn eindeutig klar, dass das eine andere Person ist, nämlich die, die Xephos überhaupt in den Sumpf geschickt hat.
So ganz sind nämlich weder Fine noch ich dahintergestiegen, wie Fürst Xephos zustande gekommen ist, glaub ich *lach*

Und damit hallo zu Teil 7.
Dem Sorgenkind.

Ich hatte jetzt mal den Dialog noch ein bisschen ergänzt:

Zitat:»Es fühlt sich unangenehm an. Ein wenig steif, wie eine schlecht verheilte Schnittwunde.«
»Das geht vorbei«, versicherte er.
Sie schwieg, während er frisch geriebene Schwarzknolle in den flachen Tiegel gab, der vor ihm auf dem Boden stand. Sorgfältig rührte er die Paste aus gesiebtem Fettgewebe und zerstoßenen Leberstücken um, bevor er ein Tuch darüber legte und sie zur Seite stellte.
»Ich möchte dir danken.«
Makku zuckte mit den Schultern. »Hast du schon.«
»Nein«, widersprach sie entschieden. »Die Höflichkeit gebot, dass ich dir danke. Jetzt möchte ich dir danken.«
»Was hat sich geändert?«
Sie legte den Kopf in den Nacken, wie ein Gruß an den Himmel, und einige Momente lang legte sich ein Schleier aus Traurigkeit über ihr Gesicht. Sie sah aus, als wolle sie im endlosen Blau ertrinken.
»Ich werde frei sein.«
Makku würde sie sicher nicht aufhalten.
»Und du kannst den Hunger besiegen, wenn du bereit bist, den Preis zu zahlen.«
Er runzelte die Stirn und beschloss, es doch noch einmal mit Schweigen zu versuchen. Der Wahnsinn zwischen den Sphären musste tiefere Spuren hinterlassen haben, als Nihel vermutete. Und wenn er in all den Jahren mit Xephos eines gelernt hatte, dann dass es sinnlos war, mit Wahnsinnigen ein vernünftiges Gespräch führen zu wollen. Ebenso wie mit einer Wilden. Aber die hockte ihm stumm gegenüber und sah ihn mit ihren durchdringenden Smaragdaugen an. Es war unmöglich, sie zu ignorieren.

»Ist noch was?«
»Vertraust du der Blutklinge?«
Makku schnaubte. »Ich vertrau dem Mann, der sie trägt. Aber nicht den Entscheidungen, die er trifft.«
Sie nickte wortlos, als hätte diese eine Antwort ihr alles offenbart, was sie wissen musste, um sich ein Bild von ihm zu machen. Dann stand sie auf und gesellte sich zu Rasd unter den Baum, wo sie im Schneidersitz ins kurze, harte Gras sank.
Die Blutklinge mochte wertvolle Verbündete in den beiden sehen und Xephos mochte bereit sein, den Preis dafür zu zahlen. Aber Makku wünschte sich den Moment herbei, an dem sich ihre Wege wieder trennten.
Zur Leere mit den dreckigen Wilden und dem götterverlassenen Sumpf, der sie ausgespuckt hatte.

und beschäftige mich noch mit den Überlegungen, ob und wie ausführlich es die Beschreibung des Lagers und des Sumpfes braucht. Dass Qai so schnell auf den Beinen ist und ihren Gesprächsversuch mit Makku würde ich schon gerne in der Geschichte haben. Aktuell grüble ich, ob ich Nihel vielleicht vorbeischauen lasse und über ihn noch ein bisschen Welthintergrund oder Erklärung oder irgendwas reinbringen kann, hab da aber noch nicht wirklich einen Plan. Jetzt am Wochenende wird das auch nichts mehr.

@Eselfines Anmerkungen
Zitat:
Zitat: Obwohl die Wunde gut heilte, überraschte es Makku, wie schnell Qai zu neuer Kraft fand. Ihre Bewegungen waren flink und geschmeidig und sie führte ihr Schwert in fließenden Mustern.
Unter „fließenden Mustern“ kann ich mir, ehrlich gesagt, nicht sonderlich viel vorstellen. Makku wohl auch nicht, der versteht wahrscheinlich nichts von Schwertkampf. „fließende Bewegungen“ vielleicht? Ah nee, hast du ja direkt davor
Hehe, genau deshalb steht da "Muster"
geändert in:
Ihre Bewegungen waren flink und geschmeidig und sie führte ihr Schwert mit einer kraftvollen Eleganz, die er einer Wilden nicht zugetraut hätte.

Zitat:
Zitat: Gewaschen und mit unverschmierten Gesichtern wirkten die beiden nicht mehr, als habe der Sumpf selbst sie geboren. Trotzdem hatte Xephos angeordnet, dass sie sich vorerst vom Lager und den westländischen Söldnern fernhalten sollten. Auch Ilnor tauchte nur kurz auf, um ihnen etwas zu Essen zu bringen. Auf Anweisung des Hauptmanns.
Hm. „Gewaschen und mit unverschmierten Gesichtern“ sehe ich als Doppelung. Ich meine, wenn sie sich waschen, lassen sie dann gewöhnlich die Tarnfarbe dran?
Ilnor ist doch Makkus Gehilfe, und Makku gammelt in Gesellschaft der Elben rum – warum wurde dann Ilnor angeordnet, sich von den Elben fernzuhalten? Das erscheint mir wenig logisch, muss der nicht Makku bei den Vorbereitungen für den Kampf unterstützen? Und überhaupt, hat Makku überhaupt Zeit dazu, den Elben beim Training zuzugucken, es sei denn, es besteht medizinische Notwendigkeit?
"mit unverschmierten Gesichtern" ist gestrichen. Hast absolut recht.
Genau, Ilnor ist Makkus Igor Icon_ugly (Die Ähnlichkeit ist mir gerade erst aufgefallen.) Und der soll sich fernhalten, weil Xephos manchmal ein bisschen paranoid ist. Er will sicherstellen, dass nichts von den Waldelben zu den Söldnern durchsickert.
Makku darf deshalb Babysitter / Bewacher spielen (auch "Verbündete" lässt man ja nicht so gerne unbeaufsichtigtIcon_fies ), das würde ich eventuell thematisieren, falls ich entscheide, Nihel in die Szene reinzuschreiben.

Die Lagerbeschreibung:
Ich bin furchtbar schlecht im Örtlichkeiten beschreiben und speziell diese hier ist hauptsächlich drin, um klare Verhältnisse für die kommenden Kampfszenen zu schaffen. Beim Sumpf ist eigentlich nur wichtig, dass dieses "mannshohe Totenschilf" dort wächst und den Blick auf alles, was im Sumpf lauert, versperrt.
Die Positionierung des Lagers habe ich mir so vorgestellt:
   
Makkus Zelt abseits der anderen, das wird irgendwann mal erwähnt.
Wenn ihr beide sagt, dass Teil 8 und 9 auch ohne Beschreibung in Teil 7 auskommen, werd ich das Lager wohl rausstreichen. Ich hab da so gar kein Gespür für, wann Beschreibung gebraucht wird und wann nicht *seufz*

Zitat:
Zitat: Unwillkürlich streckte Makku die Hand aus und fuhr mit zwei Fingern über das Gewebe. Spürte das Erzittern der Muskel unter seinen Fingerspitzen, die Wärme der Haut. Gerne hätte er dieses Ergebnis seiner eigenen Arbeit zugeschrieben, aber er wusste, dass ihm sowohl Macht wie auch Mittel fehlten, diese Art von Vollkommenheit zu erreichen. Die ernüchternde Wahrheit war, dass der sehnige Körper dieser Wilden empfänglich für Magie war.
„der Muskeln“, da ist dir wieder ein n abhanden gekommen.
„sowohl“ kenne ich nur in Verbindung mit „als auch“.
"n"s und "e"s sind bei mir Dauerflüchtlinge *lach*
jup, habs zu "sowohl als auch" geändert. Dumme Angewohnheit, das mit dem "wie", ist zwar auch richtig, aber niemand benutzt/kennt es *lach*

Zitat:
Zitat: Aber sie schwieg und beobachtete ihn dabei, wie er frisch geriebene Kräuter in den flachen Tiegel gab, der vor ihm auf dem Boden stand. Sorgfältig rührte er die rötliche Paste darin um, bevor er ein Tuch darüber legte und sie zur Seite stellte. In dieser Arbeit sahen die Söldner offenbar kein Problem – damit musste er sich nicht hinter Stoffbahnen und in brütender Hitze verstecken.
Einerseits wird es nicht wichtig sein, andererseits frage ich mich, was das für eine Paste ist, die er da anrührt. Um Verletzungen zu verarzten? Pflegesalbe für Transplantionsempfänger?
Hehe, da hab ich noch vor deinem Kommentar was geändert:
Sie schwieg, während er frisch geriebene Schwarzknolle in den flachen Tiegel gab, der vor ihm auf dem Boden stand. Sorgfältig rührte er die Paste aus gesiebtem Fettgewebe und zerstoßenen Leberstücken um, bevor er ein Tuch darüber legte und sie zur Seite stellte.
Sagt zwar immer noch nichts über den Verwendungszweck, ist aber wenigstens mal konkreter Icon_smile

Zitat:
Zitat: »Ist noch was?«
»Vertraust du der Blutklinge?«
[...]
Er opferte ihr jeden Tag ein winziges Stück seiner selbst. Bis schließlich nur noch Leere in ihm war.

Hm, hm. Hier erfährt man an sich nichts Neues. Im Gegensatz zu Jason aber finde ich den letzten Satz gar nicht so schlimm. Vielleicht würde ich, da die Leere bei dir ja etwas Besonderes, Allgegenwärtiges ist, noch einen bestimmten Artikel davor setzen, was die Blutklinge als Instrument der Leere (und wahrscheinlich der damit verbundenen Magie) charakterisieren würde – ich weiß ja nicht, ob du das so möchtest. Und dann würde ich vielleicht sogar so weit gehen und dem Satz wieder eine einzelne Zeile gönnen.
Die Stelle hatte ich auch schon überarbeitet, ein Stück Dialog vorher eingefügt und das Ende tatsächlich gekürzt auf:
Makku schnaubte. »Ich vertrau dem Mann, der sie trägt. Aber nicht den Entscheidungen, die er trifft.«
Sie nickte wortlos, als hätte diese eine Antwort ihr alles offenbart, was sie wissen musste, um sich ein Bild von ihm zu machen. Dann stand sie auf und gesellte sich zu Rasd unter den Baum, wo sie im Schneidersitz ins kurze, harte Gras sank.
Die Blutklinge mochte wertvolle Verbündete in den beiden sehen und Xephos mochte bereit sein, den Preis dafür zu zahlen. Aber Makku wünschte sich den Moment herbei, an dem sich ihre Wege wieder trennten.
Zur Leere mit den dreckigen Wilden und dem götterverlassenen Sumpf, der sie ausgespuckt hatte.


Zitat:Der Abschnitt wirkt wie ein einziges großes Füllwort, bevor es dann wohl im nächsten richtig zur Sache geht – die Ruhe vor dem Sturm?
Ja zu beidem. Beim Schreiben kam es mir gar nicht so lückenfüllig vor, aber schon beim Einstellen hatte ich den Verdacht. Als genau diese Ruhe vor dem Sturm mag ich das Stück, suche deshalb im Moment nach anderem Inhalt, weil ich gerade das jetzt umgeschriebene Gespräch zwischen Qai und Makku sehr gerne behalten würde.
Hach. Schwierig.

Zitat:Es sei denn, dir fällt noch etwas ein, was du uns über die Welt mitteilen möchtest …
Also eher das, als Teil 7 komplett zu streichen Mrgreen Ich werd mal das Gespräch mit Nihel suchen und schauen, ob er noch was Nettes zur Magie erzählen möchte oder so *lach*

Ganz liebe Grüße
Lanna

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(Zack Finfrock)

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Beitrag #9 |

RE: Blutklinge (7/10)
Hallo Lanna,
 
auf geht’s zum 7. Teil.
 
Zitat:Unter ihren Stiefeln wirbelte jeder Schritt vor und zurück Staub auf, der an den schweißfeuchten Schenkeln klebte.
 
Ich würde das „vor und zurück“ weglassen, denn ich bin beim Lesen darüber gestolpert und finde es macht den Satz unnötig sperrig.
 
Zitat:
Eine Weile ließ sie ihren Katzenblick über das mannshohes Totenschilf wandern, das von zahllosen Pfaden und Wegen durchzogen war. Dazwischen immer wieder heimtückische Tümpel, die wie flache Pfützen wirkten, aber einen Mann bis zum Scheitel verschlingen konnten. Auf den festeren Landstrichen wuchsen karge Bäume mit lichten Kronen, behängt mit Algen und Moosen, die in der feuchten Hitze wucherten. Nach Norden hin lief der Morast in spärlich bewachsene Graslandschaft aus, an deren Rand das Lager errichtet war. Auf einem flachen Hügel, der zum Sumpf hin gute fünf Meter steil abfiel. Am Fuße dieser Erhebung, auf der fast dreißig Zelte standen, war das kränkliche Gras zertrampelt von unzähligen Übungskämpfen, die dort Tag für Tag abgehalten wurden, wenn die Söldner nicht gerade den Sumpf durchkämmten.
 
Soviel Landschaftsbeschreibung. Icon_ugly  Ich muss zugeben, ich finde das jetzt nur interessant, weil ich ja auch mal eine Geschichte, die im Sumpf spielt, geschrieben habe. Genau solche Landschaftsbeschreibungen wollte ich dabei vermeiden und meine beiden Prots einfach ganz natürlich in ihrer Umgebung, die sie ja kennen, agieren lassen. Ich muss zugeben, dass hat bei mir nicht so ganz super funktioniert. Wenn ich mir das hier so betrachte ist es natürlich nicht wirklich spannend zu lesen, aber es ist auch Notwendig, damit wir wissen, wie es da so aussieht. Der kritische Leser in mir fragt sich aber gerade, warum sich die Elbe da umsieht, es ist doch ihre Heimat, wo sie sich auskennen müsste, oder nicht? Außerdem reagiert sie in keinster Weise auf diese Umgebung, wenn sie sie zu mindest trostlos finden würde, oder so, hättest du einen Bezug. Spannender wäre es da gewesen, wenn sich Makku (natürlich missmutig) umgesehen hätte. Also, was wollte ich damit sagen? Nix eigentlich. Die Beschreibung nimmt zwar einige Zeilen in Anspruch ist aber auch notwendig, finde ich. Meinem kleinen Kritiker fällt das eigentlich auch nur auf, weil meine Schreiberlingsseele hier nach Patentlösungen suchen will. Mrgreen
 
Zitat:
Die Waldelbe war zu ihm getreten und in die Hocke gegangen. Dabei streckte sie das linke Bein aus, so dass der helle Fleck auf ihrem Oberschenkel sichtbar war.
 
 
Qai ist ja echt beweglich wie eine Katze, wenn sie in der Hocke das Bein ausstrecken kann. Icon_wink
 
Zitat:
Sie schwieg, während er frisch geriebene Schwarzknolle in den flachen Tiegel gab, der vor ihm auf dem Boden stand.
 
Der rührt unter freiem Himmel in seinem Tiegel herum? Hmm, find ich persönlich etwas umständlich, die ganzen Gerätschaften nach draußen zu schleppen …. Was ich mir höchstens vorstellen könnte wäre, wenn er gerade Wurzeln und Kräutchen gepflückt hat und die jetzt da frisch verarbeitet. Vielleicht wird die Szene aber auch im nächsten Teil klarer.
 
Zitat:
»Ich vertrau dem Mann, der sie trägt. Aber nicht den Entscheidungen, die er trifft.«
 
Mit diesem kleinen Satz erklärst du viel, wie ich finde. Zunächst mal den Befehl die Elbe zu retten, gegen den sich Makku innerlich gesträubt hat, obwohl seine Beziehung zu Xephos ja gut ist. Und dann wird hier auch sein Misstrauen gegen die Blutklinge deutlicher, weil du zeigst, dass sie offenbar Xephos Entscheidungen beeinflusst.
 
Und schon ist dieser Abschnitt auch zu Ende. Leider passiert hier eigentlich gar nichts, außer das Makku und Qai miteinander reden. Okay, für Makku ist das eigentlich schon viel, da er die Elbe ja am liebsten im Sumpf versenken möchte. Icon_lol  Wie der Sumpf aussieht wissen wir jetzt auch.
Ich bin immernoch gespannt wie es weitergeht und fiebere eigentich schon der Schlacht mit den Feen und Feenschlächtern entgegen. Mal sehen, wie du das alles in den letzten beiden Abschnitten zu Ende bringst. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #10 |

RE: Blutklinge (7/10)
Hallo Lanna,

Oh gleichauf mit Lady Mrgreen Ernsthaft, wir sind ja hier nicht im Wettstreit, sondern um konstruktive Kritik zu üben, ich werde auch versuchen, sachlich zu bleiben, das wird mir allerdings schwerfallen, da mein Fantasyherz voll und ganz in dieser Geschichte aufgeht. Sag, ist das ein schönes Lob für dich?


Zitat:Die inzwischen gesäuberte Haut spannte sich an Beinen und Armen, über Muskeln und Sehnen, die deutlich zwischen den Lederbändern ihrer Rüstung zu sehen waren. Unter ihren Stiefeln wirbelte jeder Schritt vor und zurück Staub auf, der an den schweißfeuchten Schenkeln klebte.
Ich finde diesen Absatz etwas klischeehaft und auch sexistisch. Aus der häßlichen, verwahrlosten Wilden wird doch noch die schöne Kämpferin und lässt ihren Gefährten alt aussehen. Nach Waldelbenansicht scheint Rasd ja doch ein kleiner Nerd zu sein und nur das Schoßhündchen von Qai. (er darf sich gerne auf meinen Schoß setzen ... Icon_lol <-- diesen Satz bitte löschen Icon_smile )

Zitat:Ohne Nihels Riss wäre das Feengift über sie hergefallen wie Fliegen über ein faules Stück Fleisch. Aber genauso nahm sie auch das Quellsalz besser an als andere.
Ich dachte, der Riss hätte alles verschlimmert? Icon_irre


Zitat:Sorgfältig rührte er die Paste aus gesiebtem Fettgewebe und zerstoßenen Leberstücken um, bevor er ein Tuch darüber legte und sie zur Seite stellte.
Der baut seine Medizin aus Toten? Igitt ist das eklig

So wie Makku gegen Qai zickt, kann man einiges vermuten. Diesmal war ich ein wenig konstruktiver, aber nach wie vor eine tolle Leistung von dir. Liest sich spannend, nur solltest du auf einige Sachen mehr eingehen, die der leser nicht wissen kann, ohne entsprechendes Hintergrundwissen.

Viele Grüße Siri

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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