Es ist: 11-11-2019, 21:30
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Die Federn des Windes - 10
Beitrag #1 |

Die Federn des Windes - 10
Die Federn des Windes
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10
1993

Midja ist tot.
Ein Mädchen auf einem Felsen, die roten Haare glühen in den Lichtsplittern, die sich durch die Baumkronen wagen. Es beugt sich vor, über die Kante, streckt eine Hand aus –
‚Nicht!‘, will sie rufen, doch der Nebel, der über das raue Gestein kriecht und langsam an ihren Füßen zu nagen beginnt, verschluckt jedes Geräusch.
Das Mädchen macht noch einen Schritt, seine – ihre Finger verschwinden im Nichts.
Aus dem Nebelgrau lösen sich flirrende Schemen, bekommen Federn, Hufe, braune Augen, die sie frech auf dem Schulhof anstarren.
Mit einem Mal knistern in der Luft, die sie atmet, blaue Funken, verlaufen zu Linien und schließen sich zusammen zu einem Knoten, der sich wütend in ihre Arme frisst.
Sie schreit, bis das Nichts den Schmerz mit sich nimmt.
Über ihr legt ein Falke die Flügel an und lässt sich fallen.
Midja ist –
Ein Junge auf einem schwarzen Pferd, der verwundert die Sträucher am Wegesrand mustert. Sein Rappe schnaubt und tänzelt, beunruhigt von dem Kribbeln, das die sommerträge Luft vibrieren lässt.
Aus dem Himmel über ihnen fällt ein Federbündel, prallt mit einem dumpfen Geräusch auf den Waldboden und wird von hungrigen Nebelschwaden verschlungen.
Tot.


Ein Klopfen durchbrach die nachmittägliche Krankenhausstille und riss Anna aus ihrem Halbschlaf, verwandelte den Nebel in weißgestrichene Wände und den zerschmetterten Falkenkörper in einen Strauß Astern, der vergeblich versuchte, etwas Farbe in die Sterilität zu bringen.
Astern. Sternblumen.
Die Blumen waren vor zwei Tagen einfach zwischen zwei Träumen aufgetaucht und füllten ihre Langeweile mit Fragen nach ihrem Käufer. Ihre Familie hatte Lilien vorbei gebracht, Krankenhauslilien, wie ihr Mutter sie scherzhaft nannte, und Marcel war es nicht gewesen, das hatte sie an dem giftigen Blick ablesen können, mit denen er die blauvioletten, roten und orangenen Blüten zum Welken bringen wollte. Wer dann? Eine Schulfreundin? Warum war sie dann wieder verschwunden, bevor Anna aufgewacht war, auch wenn sie sie noch eher hätte ablenken können als ein paar krause Pflanzen?
Und Midja ist tot.
Warum stand ihr Besucher eigentlich immer noch vor der Tür?
„Herein!“, rief sie, als sich nach einiger Zeit immer noch nichts tat, ganz so, als wäre ihr Besucher weitergegangen. Vielleicht hatte sie sich das Klopfen auch nur eingebildet.
Das schwarze Pferd, die trommelnden Hufe. Das muss es gewesen sein. Dieser Traum – wie oft habe ich den jetzt schon geträumt? Und immer endet er gleich: Ein Fall, und jemand stirbt.
Die Tür öffnete sich und durch den Spalt schob sich ein Junge, etwa in ihrem Alter.
Fassungslos glitt Annas Blick über den hellbraunen Haarschopf, schlüpfte kurz in verlegen blitzende braune Augen und hielt sich dann an einem fragenden Grinsen fest. Unwille wallte in ihr auf, gemischt mit Fragen, die abwehrend sein sollten und doch voller Neugier zappelten.
Der Traum. Der Junge auf dem schwarzen Pferd. Einbildung oder Zufall?
„Tim“, schlüpfte ihr das erste Wort über die Lippen, stieg in die Luft und entfaltete sich als drohendes Gespräch über ihnen.
„Ich – ähm, ja, also“, stammelte er, während Röte auf seine Wangen kroch.
Interessiert stellte Anna fest, dass es verschiedene Formen von Röte gab – hier Schamröte, vermischt mit Verlegenheit; dann die Röte in der Hitze eines Streits, die des Eifers und den Strich, den ihre Ohrfeige damals hinterlassen hatte. Sollte er wirklich nichts daraus gelernt haben, auch wenn er ihr geflissentlich aus dem Weg gegangen war?
Am Fußende ihres Betts entzündete sich ein blauer Funke, fiel zu Boden und kroch einer glühenden Schnecke gleich auf Tims Füße zu.
Der Rappe, der Nebel, der überall war. Was weiß er darüber?
Ihre Neugier schob sie auf einen der wirren Kommunikationspfade, die sie eigentlich mied und öffnete ihren Mund von allein.
„Was willst du hier? Und woher weißt du überhaupt, dass ich im Krankenhaus bin?“ Sie wollte abweisend und kalt klingen, doch so gut wie noch vor einem Jahr, als er verlangend vor ihr stand, gelang ihr das nicht mehr. Manche Dinge hatten sich geändert, und wenn es schon nicht auf ihn zutraf, dann doch auf sie selbst.
„Anna, ich … Also, ich –“
„Hast wohl deine Kontakte, oder was?“, unterbrach sie ihn unwirsch, nun ehrlich genervt. Vor der Ohrfeige war er wenigstens gleich zur Sache gekommen und hatte ihre Zeit nicht mit Rumstottern verschwendet. Und doch – ein kleiner Teil von ihr, einen, den sie seiner Natur wegen unterdrückte, bevor er überhand nehmen konnte, schenkte ihm für seine Verlegenheit Sympathiepunkte. Ihr Blick fiel auf die Astern, für einen Moment hielt sie inne, in Möglichkeiten verharrend, die den unerwünschten Teil anfeuerten und stärkten.
Kleine, krautige Sternblumen, die auch noch im Herbst blühen, wenn alles andere stirbt. Farbtupfer zwischen weißen Wänden.
„Und die Blumen, die sind wohl auch von dir?“
„Ja, ich …“ Das Rot auf seinen Wangen stand dem der Astern nichts mehr nach.
Wieder ließ Anna ihn nicht zu Wort kommen. „Toll. Glaubst du jetzt, ich falle dir gleich um den Hals, weil du ein bisschen rumschleimst und mich bemitleidest? Vergiss es. Ich habe dir meine Meinung mehr als einmal deutlich gesagt. Jetzt streng mal deinen Hohlkopf an und erinnere dich, was ich gesagt hatte.“
Verzweiflung malte Falten auf sein Gesicht, was sein Konto bei ihrer Bank ungewollt noch einmal stärkte.
Lass ihn reden, drängte etwas in ihr. Vielleicht hat er sich doch geändert.
„Nein, das ist alles – ganz anders! Ich – ich habe dich gefunden“, brach es aus ihm heraus und sein Tonfall machte aus ihrem Spott eine leere Hülle, eine Fassade, aufrechterhalten, um ihm nicht ihre Zweifel einzugestehen.
„Ach? Beanspruchst du jetzt auch noch diesen Teil der Geschichte für dich? Als anonymer, blumenspendender Held?“
Der Junge auf dem Pferd. Ich habe ihn gesehen – und er hat recht. Warum kann ich ihm das nicht einfach glauben? Warum habe ich Angst, mich vor ihm zu blamieren, wenn ich einen Fehler vor dem Begehen eingestehe? Ausgerechnet vor ihm!
Die Veränderung in ihrem Blick musste sichtbar gewesen sein, denn Tim wirkte nun entschlossen, sie von der Wahrheit überzeugen zu können.
„Ich war ausreiten. Klingt vielleicht komisch, aber da ist ein Falke vor uns heruntergestürzt – der war sicherlich krank. Jedenfalls, mein Pferd ist durchgegangen und hat mich abgeworfen, und als ich wieder zu mir kam, war da eine Uhr. Keine Ahnung, wie die da hingekommen ist, aber Morning war mal wieder auf Abwegen und bevor ich bis drei zählen konnte, wollte er ausprobieren, wie du schmeckst. Jedenfalls hast du dort gelegen, sah aus, als seist du von oben runtergefallen. Ich habe dich irgendwie auf Morning gepackt und dann sind wir stundenlang im Wald rumgeirrt, bis wir endlich an die Straße nach Steinthal kamen. Dort habe ich dann einen Autofahrer angehalten, der dich ins Krankenhaus gebracht hat. Ich dachte die ganze Zeit, du müsstest irgendwann aufwachen, aber das war nicht so, und dann dachte ich, du wärst schon längst tot. Als ich erfahren hatte, dass du überlebt hast, wollte ich dir Blumen mitbringen, aber …“
Sein Wortschwall erstarb in der Grimasse, die er zog, was ihr ein Lächeln entlockte, für das sie sich am liebsten geohrfeigt hätte. Schweigen breitete sich zwischen ihnen aus, vertiefte die Pause, in der sie in seinen Augen nach den Spuren einer Lüge suchte. Doch da war nur eine Aufrichtigkeit, die sie von ihm nie erwartet hätte. Gleich einem Vogel, der auf einem dünnen Birkenwipfel landete, schwankte ihre Abneigung und gab dem flügelschlagend balancierenden Teil von ihr das Sagen, das nun die Sympathiepunkte für Tim zählte und auswertete.
Die blau glühende Schnecke erreichte seine Füße und explodierte lautlos in ein Liniennetz, das ihre Körper verwob und verband.
Eine blauviolett blühende Aster verlor ein Blütenblatt.
„Sag mal – mit dem Falken, war da was Besonderes? Ich meine, hast du irgendein besonderes Merkmal erkennen können?“, begann sie nach einer Weile vorsichtig.
Midja ist tot, echoten die Linien und das träge im Luftzug trudelnde Asternblatt die Stimme aus ihren Träumen.
„Nein, eigentlich nicht. Wieso interessiert dich das?“, wollte er wissen, einen fragenden Ausdruck im Gesicht. Er schien unsicher, als könnte er ihrem Stimmungswandel noch nicht ganz trauen. Seine Hände krampften sich zusammen, als sich das Netz aus blauen Linien um sie zusammenzog.
Beinahe so, als würde er sie spüren.
Nein. Das ist unmöglich.
„Ach, das ist – nur so. Ich habe die Falken in der Umgebung eine Weile beobachtet und vielleicht kannte ich ihn ja.“ Ich kannte ihn, und das in einer Art und Weise, von der du nichts ahnen kannst.
Tim zuckte mit den Schultern, dann beschrieb er das, was er auf die Entfernung hatte erkennen können: „Es war ein Weibchen, normal groß, vielleicht ein bisschen dunkler gefärbt als sonst, aber sicher bin ich mir da nicht. Sie flog recht hoch und dann war sie zu schnell.“
Er hielt inne und sah sich um, eine hilflose Fliege zappelnd und schaudernd vor den Spinnenbeinen der Magie.
„Da – da war noch was. Aber das war wohl das Licht. Oder Einbildung. Ich dachte – als sie runterstürzte, dachte ich, ich hätte auf ihrem Gefieder einen blauen Schimmer gesehen.“ Sein nervöses Lachen kräuselte das blau flackernde Licht im Zimmer. Beinahe beiläufig strich seine Hand über den Arm, als wolle er die sich dort festsetzenden Streifen wegwischen, eine Geste, die Anna mehr elektrisierte als das Kribbeln in der Luft.
Kann es sein, dass er das auch sieht?


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Beitrag #2 |

RE: Die Federn des Windes - 10
Hallo Eselfine,

nach der Kritik und Unzufriedenheit mit einzelnen Passagen in den letzten Kapiteln hat mich dieses komplett gepackt. Deine Sprache ist auf dem Punkt bis wundervoll, lebendig. Die Figuren in ihrem Zögern, in ihrer Interaktion funktionieren gut miteinander. Tim bekommt ein Gesicht, oder zumindest einen Funken Charakter. Und wie du Annas Sympathieentwicklung für ihn beschreibst, gefällt mir echt gut. Warum sie ihn vor einem Jahr abgelehnt hat, darüber schweigst du. Aber ist es so wichtig? Sie waren fast noch Kinder, vllt hat er sich zu nah an sie heran getraut. Vllt hat sie ihn einfach davon gestoßen, seine Annäherungsversuche als kindlich abgetan. Da bedarf es eigentlich keiner weiteren Erklärung, wir kennen die Ohrfeige ja auch schon aus einer Rückblende.
Einziges Manko: Es endet zu früh. Das Gespräch hätte ruhig noch etwas weitergehen können. Hier schaffst du es, die Emotionen im Dialog so einzufangen, wie ich es mir im vorherigen Kapitel, im Gespräch zwischen Marcel und Anna gewünscht hätte.
Vllt komme ich auch nur deswegen besser zurecht, weil der kursive Teil, die Erinnerung, als Einleitung zu Beginn steht. Dadurch leitet er eher ein, wir erwachen einmal aus dem Fallen und müssen nicht erst stürzen in die tiefere Ebene und dann wieder von dort erwachen. Dadurch fließt die Geschichte in diesem Kapitel besser. Klar: Das geht nicht in jedem Kapitel. Aber es sorgt mit dafür, dass mir dieses Kapitel sehr gut gefällt.

Daher auch keine großen Reden mehr, keine Interpretationen, keine Wünsche.
Ein paar Anmerkungen:
Zitat:Das Mädchen macht noch einen Schritt, seine – ihre Finger verschwinden im Nichts.
seine oder ihre? Oben schreibst du "Nicht!, will sie rufen", dabei würde ich hier auch bleiben.
Zitat:Mit einem Mal knistern in der Luft, die sie atmet, blaue Funken,
Vorschlag: Mit einem Mal knistern blaue Funken in der Luft, die sie atmet
Zitat:Über ihr legt ein Falke die Flügel an und lässt sich fallen.
Midja ist doch schon tot.
Ist es dann doch nicht Midja, die sich da fallen lässt ...?
Zitat:„Tim“, schlüpfte ihr das erste Wort über die Lippen, stieg in die Luft und entfaltete sich als drohendes Gespräch über ihnen.
Super!
Zitat:Verzweiflung malte Falten auf sein Gesicht, was sein Konto bei ihrer Bank ungewollt noch einmal stärkte.
Auch das!
Zitat:Ich dachte die ganze Zeit, du müsstest irgendwann aufwachen, aber das war nicht so, und dann dachte ich, du wärst schon längst tot.
Hat er nicht kontrolliert, ob sie atmet?
Zitat:das nun die Sympathiepunkte für Tim zählte und auswertete.
Auch die Formulierung gefällt mir sehr, sehr gut!
Zitat:„Sag mal – mit dem Falken, war da was Besonderes? Ich meine, hast du irgendein besonderes Merkmal erkennen können?“,
Echt, kein: Danke?
Sie sagt das ja zögerlich, vllt fällt es ihr auch schwer, danach zu fragen. Deswegen würde ich vllt noch ein Schlucken, ein Zögern einbauen, z.B:
"Sag mal - mit dem Falken, ... war da was Besonderes?" Sie schluckte beim Gedanken an Midja. "Ich meine, hast du irgendein besonderes ... Merkmal erkennen können?"
Ein klein wenig wundert mich in seiner Erzählung, dass er den Falken erwähnt. Für den Leser stehen der Absturz des Falken und Annas Auftauchen in direkter Verbindung. Aber für Tim? Zieht er die Verbindung? Wenn ich jemanden im Wald finde, der bewusstlos ist, dann würde ich vllt vergessen, dass vorher ein Vogel zu Boden ging.
Zitat:Er hielt inne und sah sich um, eine hilflose Fliege zappelnd und schaudernd vor den Spinnenbeinen der Magie.
Auch das ist sehr, sehr gelungen.

Leider kenne ich mein Gedächtnis und muss schon jetzt sagen: Bis es weitergeht - egal wann das ist - werde ich einen Teil vergessen haben. Aber dennoch bin ich gespannt, wie die Geschichte sich weiter entwickelt. Icon_smile

Liebe Grüße
Libertine

... und von den wundersamsten Wegen bleibt uns der Staub nur an den Schuhen. (Dota Kehr)
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Beitrag #3 |

RE: Die Federn des Windes - 10
Hallo Libbi,

es wird! Noch eine Antwort! Icon_ugly

(09-09-2015, 14:44)Libertine schrieb: Einziges Manko: Es endet zu früh. Das Gespräch hätte ruhig noch etwas weitergehen können. Hier schaffst du es, die Emotionen im Dialog so einzufangen, wie ich es mir im vorherigen Kapitel, im Gespräch zwischen Marcel und Anna gewünscht hätte.
Und wenn ich dir jetzt verrate, dass alles weitere nur nichtssagendes Blabla geworden wäre? Icon_uglyMrgreen

Zitat:Vllt komme ich auch nur deswegen besser zurecht, weil der kursive Teil, die Erinnerung, als Einleitung zu Beginn steht. Dadurch leitet er eher ein, wir erwachen einmal aus dem Fallen und müssen nicht erst stürzen in die tiefere Ebene und dann wieder von dort erwachen. Dadurch fließt die Geschichte in diesem Kapitel besser. Klar: Das geht nicht in jedem Kapitel. Aber es sorgt mit dafür, dass mir dieses Kapitel sehr gut gefällt.
Ehrlich gesagt finde ich es auch angenehmer zu schreiben. Aber ich kann schlecht jede Szene aus dem Bett starten, dann passiert ja nie was Icon_wink

Zitat:
Zitat:Das Mädchen macht noch einen Schritt, seine – ihre Finger verschwinden im Nichts.
seine oder ihre? Oben schreibst du "Nicht!, will sie rufen", dabei würde ich hier auch bleiben.
War mir da nicht ganz sicher, wegen dem "Mädchen" ... Ich denke, ich bleibe dann auch einfach bei dem "sie".

Zitat:
Zitat:Über ihr legt ein Falke die Flügel an und lässt sich fallen.
Midja ist doch schon tot.
Ist es dann doch nicht Midja, die sich da fallen lässt ...?
Icon_uglyIcon_fies

Zitat:
Zitat:Ich dachte die ganze Zeit, du müsstest irgendwann aufwachen, aber das war nicht so, und dann dachte ich, du wärst schon längst tot.
Hat er nicht kontrolliert, ob sie atmet?
Das ist tatsächlich eine Frage, die ich mir nicht gestellt habe. Öhm ... offenbar nicht. Aber andererseits, würde er das nicht eigentlich tun, wenn er da so eine Halbtote auf sein Pferd packt?

Zitat:
Zitat:„Sag mal – mit dem Falken, war da was Besonderes? Ich meine, hast du irgendein besonderes Merkmal erkennen können?“,
Echt, kein: Danke?
Wäre wohl zu viel des Guten Icon_ugly

Zitat:Ein klein wenig wundert mich in seiner Erzählung, dass er den Falken erwähnt. Für den Leser stehen der Absturz des Falken und Annas Auftauchen in direkter Verbindung. Aber für Tim? Zieht er die Verbindung? Wenn ich jemanden im Wald finde, der bewusstlos ist, dann würde ich vllt vergessen, dass vorher ein Vogel zu Boden ging.
Tim wäre nicht gestürzt und nicht dorthin gekommen, wo Anna lag, wenn der Falke nicht vom Himmel gestürzt wäre. Es kam ihm ja zielstrebig vor, was zu ungewöhnlich ist, um es zu vergessen.
Direkt nachdem er Anna gefunden hat, wird er es verdrängt haben, aber seitdem ist etwas Zeit vergangen. Genug Zeit für Träume, um darüber nachzudenken, die Dinge zu ordnen.
Ihm ist nicht direkt klar, dass der Falke zu Boden gestürzt ist, um Anna zu retten. Aber das alles ist so ungewöhnlich, dass er beinahe glaubt, dass es zusammenhängen könnte. Deshalb erzählt er Anna davon.

Und bevor ich mich jetzt in wirren Gedankengängen verstricke, noch einmal ein riesengroßes Dankeschön für die ganze Arbeit, die du in die Kommentare gesteckt hast Icon_bussi

Viele liebe Grüße,
Eselfine


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