Es ist: 22-11-2019, 06:06
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Blutklinge (8/10)
Beitrag #1 |

Blutklinge (8/10)



~*~

Das Gellen der Signalhörner riss Makku aus einem Albtraum. Die schwache Flamme der Öllampe verwandelte die Schatten in flackernder Dunkelheit und er nahm den fauligen Geschmack wahr, noch bevor er sich vollständig vom Schlaf gelöst hatte.
Ein verschwommener Blick auf die beiden anderen Liegen, die ebenfalls im abgetrennten Teil des Kommandatenzeltes standen, verriet ihm, dass Xephos und Nihel schon unterwegs waren. In der Luft hing noch die Hitze des Nachmittags und darunter lauerte ein modriger Geruch.
Wieder gellte der Schrei der Hörner, näher jetzt, und jagte Makku endgültig auf die Beine. Mit wenigen Handgriffen zog er sich Lederwams und Hose über, band die Haare im Nacken zusammen und schlang den Schwertgurt um seine Hüfte. Außerhalb des Zeltes verwandelte sich die Dunkelheit in rotfleckige Dämmerung, als Feuer entzündet wurden. Befehle peitschten durch die Luft – die meisten Söldner hatten das Lager bereits verlassen, die restlichen eilten zwischen den Schatten umher.
Er hörte das Sirren von Feenlichtern in der Nacht.
Der kleine Junge tief in dem Mann, dem das Blut nichts mehr anhaben konnte, zitterte und war gleichzeitig starr vor Angst. Makku schuf ihm ein dunkles Loch, in dem er sich verkriechen konnte, bis der Kampf vorüber war. Es war anders als damals. Die Feen kein unsichtbarer Albtraum mehr, die Gefahr bekannt, begreifbar – und sterblich. Das hatte er sich selbst in unzähligen Kämpfen bewiesen.
Auch heute würde die Erde sich rot vom Feenblut färben.
Makku setzte sich in Bewegung, durch die Zeltreihen hindurch Richtung Übungsplatz, nur einige Meter von der Sumpfgrenze entfernt. Dort würden die Söldner die Feen erwarten und dort würde er Xephos finden. Das Sirren in seinem Kopf schwoll an, brachte den Geschmack von Brackwasser und Dunkelheit mit, der sich in seinem Rachen festfraß und ihn schon nach wenigen Schritten innehalten ließ. Die wenigen Söldnern in seiner Nähe stockten ebenfalls, auch wenn sie wahrscheinlich nur auf die Geräuschkulisse reagierten. Schwerter wurden gezogen, Befehle gebrüllt, dann wirbelten die Stiefel wieder Staub auf. Nur Makku verharrte.
Sein Blick wanderte zum Horizont, der zwischen Zelten und Feuern aufblitzte. Zu nah und zu hell. Ein Schwarm Lichtkugeln, jede so groß wie eine Männerfaust, zerstob um eine Gruppe Söldner in seiner Nähe. Sie flimmerten, flackerten, wuchsen innerhalb eines Wimpernschlags. Makku zog sein Schwert und schlug nach dem Feenlicht, das ihm am nächsten war. Zu früh – der durchscheinende Männerkörper schimmerte, wo der Stahl durch ihn hindurchglitt, wurde Licht und Dunkelheit und manifestierte sich. Sofort riss Makku die Klinge zurück. Zwischen sich und das Feenschwert, das wie sein Träger schmal und zerbrechlich wirkte. Aus dem kindlichen Gesicht hinter den gekreuzten Klingen traf ihn ein hassverzerrtes Fauchen, das bis zu dem kleinen Jungen drang. Er schlug die Hände auf die Ohren und kniff die Augen zusammen.
Makku machte einen Schritt zurück, um die Waffen voneinander zu lösen, und trieb die Fee mit einer wenig eleganten, aber dafür wirkungsvollen Schlagfolge in die Waffen der Söldnergruppe. Die vereinzelten Kämpfer zwischen den Zelten dienten lediglich zur Ablenkung. Das Töten geschah außerhalb des Lagers.
Auf der Ebene und zwischen den dort versammelten Söldnern verwandelten sich mehr und mehr der Lichter in Krieger, in Wächter und Magier. Helle, fragile Gestalten in der aufgewühlten Dunkelheit. Im Wogen des Kampfes waren ihre Bewegungen kaum verfolgbar, wenn die Körper flimmerten und sich zu Lichtkugeln zusammenzogen, nur um sich Meter weiter erneut zu verwandeln.
Makku schmeckte eine vertraut prickelnde Süße in der Luft, Wimpernschläge bevor der Nachthimmel über dem Übungsplatz explodierte. Wie fallende Sterne rieselte der Bannzauber gen Boden und würde die Feen in diesem Bereich an ihre menschliche Gestalt fesseln. Zumindest eine Weile.
Er selbst überließ die Feenlichter zwischen den Zelten den Söldnern und eilte weiter, bis er den flachen Hang zum Sumpf erreichte. Ein Großteil der Männer hatte sich auf der Ebene eingefunden und die Luft war erfüllt mit Rufen, Waffenklirren und dem Geruch von Blut.
Makku stoppte auf halber Höhe ab und ließ seinen Blick über das Scharmützel wandern. Suchte nach den Magiern, nach dem Gestank ihrer abscheulichen Feenzauber, nach dem einzigen auf diesem Schlachtfeld, vor dem die Blutklinge Xephos nicht schützen konnte. Und nach Xephos selbst.
Er schmeckte das Feenlicht, bevor es neben ihm aufflackerte, wuchs. Dieses Mal zwang er sich, einen weiteren Herzschlag abzuwarten, und holte erst zum Schlag aus, als das Gesicht fast zu erkennen war. Trotzdem glitt die Klinge nur durch Luft, rief ein Grinsen im Hass wach, Mordlust in den großen, dunklen Augen. Erneut flimmerte der Körper, zog sich zusammen. Dann explodierte das Licht.
Makku wich zurück, spürte den Luftzug der Dolchklinge an seinem Hals. Er schlug nach dem Arm und dieses Mal traf der Stahl auf Widerstand. Mit einem Aufschrei stürzte sein Gegner ihm nach, in einer Hand sein Schwert, in der anderen den vergifteten Dolch, auf den Makku sich konzentrierte. Doch noch bevor sein Gegner zum nächsten Angriff ausholen konnte, bohrte sich ein Pfeil in seinen Hals, so wuchtig, dass er zurückgerissen wurde.
Die schwarzen Federn am Schaft erzitterten, als der Körper auf dem Boden aufschlug.
Makku verschwendete einige Augenblicke damit, den Schützen zu suchen. Der Pfeil stammte weder von Feen noch von den Söldner.
Waldelben, erinnerte er sich und entdeckte die spärlich bekleidete Gestalt. Auf dem Querbalken des Galgens, den Xephos stets als Grundstein am Rande seiner Lager errichten ließ, hockte Qai – an ihrer Seite ein Köcher und in ihren Händen ein Bogen. Ihr Aufmerksamkeit galt bereits wieder der Schlacht und mit ruhiger Präzision verschoss sie ihren nächsten Pfeil, mitten in das Getümmel. Als sei es ihr egal, ob sie Feen oder Menschen erlegte.
Für einen die Dauer eines Herzschlags drehte sie ihren Kopf, sah ihm in die Augen und hob zwei Finger zum Gruß an die Schläfe.
Dreckige Wilde.
Eitriger Geschmack überdeckte den Gedanken. Er musste nicht lange suchen, um das grünliche Leuchten zu entdecken, das von einer zwei Feen abseits des Geschehens ausging. Ihre Magie sickerte tiefer, floss bis in seine Lungen, und er öffnete sich der Kühle in seinem Kopf. Grenzenlose Macht umspülte seine Sinne, ein gewaltiges Meer, das ihn ausfüllte und von dem er doch nie mehr als einen mickrigen Eimer voll zu fassen bekommen würde. Für heute musste das reichen.
Er tauchte ein, nahm auf, was die Kühle ihm freiwillig überließ und verlangte ihr eine Prise mehr ab. Widerwillig wanderte sie durch seinen Körper, strebte zum Herzen, das er ihr verwehrte, und sammelte sich schließlich in seinen Handflächen. Er zwang ihr seinen Willen auf und öffnete die Augen. Entließ das stumme Tosen in die Dunkelheit, im gleichen Moment, in dem das grüne Leuchten im Sumpf anschwoll. Wie eine geträumte Flutwelle rollte sein Zauber über die abfallende Ebene, über Menschen und Feen, die vielleicht einen kühlen Windhauch spürten. Auf der anderen Seite breitete sich das Grün aus, behäbig, wabernd. Noch bevor es die ersten Kämpfer erreichte, brandete es gegen Makkus Zauber. Gischt schlug über dem fauligen Gestank zusammen, brach das Vorwärtsdrängen und löste das Grün in knisternden Rauch auf.
Im gleichen Moment riss der kleine Junge in seinem Loch die Augen auf und schrie.
Er hatte einen Fehler gemacht.
Hektisch sprang Makkus Blick über die Kämpfe, über den Schwarm Feenlichter, der sich vom Sumpf näherten – Verstärkung. Über das Leuchten und Flimmern am Rande des Schlachtfelds. Ein weiterer Schwarm, kleiner, vielleicht fünf Lichter. Und noch einer, ein Stück entfernt. Der nächste gute zwanzig Meter hinter ihm, zwischen den äußeren Zelten. Kreisförmig um die Kämpfenden. Jeder bestand aus einem Magier und ein paar Wächtern.
Die Gewissheit durchdrang Makku, noch bevor die Lichter sich manifestierten.
»Qai!«
Er wirbelte zu der Waldelbe herum. Schmerz jagte durch seinen linken Arm, brannte heiß durch seine Schulter. Die Fee direkt vor ihm holte zum nächsten Schlag aus – ein Schwert, blankes Metall, keine abscheuliche Giftklinge. Dieses Mal war Makku schnell genug, brachte seine eigene Waffe zwischen sich und seinen Angreifer, setzte ohne Zögern nach. Ein schwarzgefiederter Pfeil surrte an ihm vorbei, entlockte der flimmernden Gestalt neben ihm ein schmerzerfülltes Keuchen. Sie war noch nicht auf den Boden gesunken, als zwei weitere Feenlichter in seiner Nähe wuchsen, ihn zum Rückzug zwangen.
Wie ein Anfänger war er auf ihren Trick hereingefallen. Hatte seine Position verraten.
Der kleine Junge zitterte und verstand die Ruhe in Makku nicht.
Er war nicht mehr hilflos.
Ohne sich weiter zurückdrängen zu lassen, parierte er den nächsten Angriff, wich zur Seite, sah einen schwarzgefiederten Pfeil in heller Haut versinken. Er hieb nach einer der Feen und täuschte einen Ausfallschritt an, zog sich zurück, als einer der Angreifer die Gelegenheit nutzen wollte. Der Hieb ging ins Leere, verschaffte Makku einen Herzschlag Zeit.
Er sank auf die Knie und legte die linke Hand flach auf den Boden. Schmerz zuckte durch seine Adern, ließ die Kühle ausbrechen, nach seinem Herzen greifen. Ihre Raureiffinger streichelten die Wärme und verbrannten sich daran. Es dauerte nicht einmal einen Atemzug, der ihm wie ein endloser Winter vorkam.
Dann floss die Magie aus seinen Finger und sickerte in den Boden. Glyphen flammten auf, um ihn herum, und brachten die Leere mit. Schlagartig verlor die Luft ihren Geschmack und der Himmel sein Licht. Vollkommene Dunkelheit legte sich um Makku, breitete sich aus, umhüllte seine Angreifer, die erst begriffen, als die Leere ihre Reißzähne in das helle Feenfleisch schlug.
Allein mit den gellenden Schmerzensschreien spürte er den Hunger. Und den Blick einer Macht, die so viel älter war als alles, was er jemals kennen würde. Älter als der Himmel und älter als die Zeit. Er wollte sich die Hände auf die Ohren schlagen und die Augen zusammenkneifen, sich auf den Boden rollen und warten, bis das Blut auf seinem Gesicht trocknete.
Dann war es vorbei.
Der Zauber löste sich auf – die Glyphen flackerten die Dunkelheit fort, bevor sie selbst erstarben. Zurück blieben vier Körper, vier schmerzverzerrte Gesichter mit milchig leeren Augen. Nur einem war die Rückverwandlung gelungen. Das Sirren des aufstiebenden Feenlichts schnitt durch Makkus Kopf, als es in der Nacht verschwand.
Hastig suchte er nach den kleinen Feengruppen am Rande des Geschehens, wurde fündig. Noch war das Leuchten zwischen den Händen der Magier nur schwach, ihre Zauber mehr zu schmecken als zu sehen.
»Qai!«
Wie der Tod selbst kauerte sie auf dem Galgen, belauerte ihn mit ihrem Katzenblick. Er erhob sich und wies in Richtung der beiden Gruppen, die ihnen am nächsten waren. Sie folgte dem Fingerzeig. Nickte wortlos, legte den nächsten Pfeil an und zielte.
Makku wartete das Ergebnis nicht ab.
Er ließ einen Kreis toter Erde zurück und eilte in Richtung Sumpfgrenze, versuchte, Xephos ausfindig zu machen. Der Gestank in der Luft wurde aufdringlicher, mit jedem Schritt, bis er das Knistern der Zauber auf seiner Zunge schmeckte. Dahinter eine vertraute Stimme, die Befehle brüllte. Irgendwo in seiner Nähe.
Nur eine Armlänge von ihm entfernt wogte das Totenschilf und verbarg die Magiequelle, den wachsenden Zauber. Aber nicht den Geschmack.
Die Kämpfenden beachteten ihn nicht, als er bis an die Wand aus Schilf herantrat. Die Söldner ahnten vermutlich nicht einmal um die Zauber, die einen tödlichen Ring um sie bildeten. Und die Feen nutzten das wenige ihrer Kampfkraft lediglich als Ablenkung, während sie nur auf die Vernichtung aus dem Hinterhalt warteten.




»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
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Beitrag #2 |

RE: Blutklinge (8/10)
Hallo Lanna!

Ich bin zwar noch nicht dazu gekommen, noch ein Feedback zu deiner überarbeiteten Version von Nummer 7 zu hinterlassen und stürze mich gleich auf Nummer 8, aber bis ich das poste, habe ich das wohl schon nachgeholt (warum schreibe ich das dann?).
Weiter geht’s, nach einem eher schläfrigen Part also wieder viel Handlung.

(28-08-2015, 16:57)Lanna schrieb: Das Gellen der Signalhörner riss Makku aus einem Albtraum. Die schwache Flamme der Öllampe verwandelte die Schatten in flackernder Dunkelheit und er nahm den fauligen Geschmack wahr, noch bevor er sich vollständig vom Schlaf gelöst hatte.
„in flackernde Dunkelheit“
Ich denke, der faulige Geschmack kommt von der Feenmagie, die bereits in der Luft liegt? Sonst hätte ich ihn eher mit einem unbestimmten Artikel bevorzugt, aber ich denke, das „den“ hat schon einen Grund.
(Ich denke momentan nicht allzu klar. Die Warnung vor der Verwirrung steht also immer noch, auch wenn die Müdigkeit weg ist.)

Zitat:Ein verschwommener Blick auf die beiden anderen Liegen, die ebenfalls im abgetrennten Teil des Kommandatenzeltes standen, verriet ihm, dass Xephos und Nihel schon unterwegs waren. In der Luft hing noch die Hitze des Nachmittags und darunter lauerte ein modriger Geruch.
Schon wieder ein Blick Icon_ugly
Wahrscheinlich bin ich hier einfach übersensibilisiert, aber ich hätte den Satz etwas vereinfacht:
„Die anderen beiden Liegen, die ebenfalls im abgetrennten Teil des Kommandantenzeltes standen, verrieten ihm, dass Xephos und Nihel schon unterwegs waren. In der Luft hing noch die Hitze des Nachmittags, doch darunter lauerte ein modriger, sumpfiger Geruch.“

Zitat:Wieder gellte der Schrei der Hörner, näher jetzt, und jagte Makku endgültig auf die Beine. Mit wenigen Handgriffen zog er sich Lederwams und Hose über, band die Haare im Nacken zusammen und schlang den Schwertgurt um seine Hüfte. Außerhalb des Zeltes verwandelte sich die Dunkelheit in rotfleckige Dämmerung, als Feuer entzündet wurden. Befehle peitschten durch die Luft – die meisten Söldner hatten das Lager bereits verlassen, die restlichen eilten zwischen den Schatten umher.
„der Schrei der Hörner“ ist für mich so ein bisschen wie das Brüllen des Auerochsen Icon_ugly Aber aus Ermangelung an Alternativen schlage ich vor, dass wir warten, ob jemanden noch etwas Besseres einfällt.
Das muss ja ziemlich spät in der Nacht sein, wenn die ganzen Feuer bereits heruntergebrannt sind. Fast schon gegen Morgen, oder überschätze ich da die durchschnittliche Brenndauer eines Holzstapels? (Ja, sonst wird ja immer nachgelegt … Ich Stadtkind weiß sowas nicht.)

Zitat:Der kleine Junge tief in dem Mann, dem das Blut nichts mehr anhaben konnte, zitterte und war gleichzeitig starr vor Angst.
Geschmackssache, aber vielleicht „gelähmt vor Angst“? Zittern und Starrsein, auch wenn beides durch Angst hervorgerufen wurde, sind zwei Dinge, die mMn nicht gleichzeitig auftreten. Wenn du aber meinst, dass er sich vor Angst und Zittern nicht mehr bewegen kann und nur noch auf das starrt, was da kommt, finde ich „gelähmt“ besser.

Zitat:Makku schuf ihm ein dunkles Loch, in dem er sich verkriechen konnte, bis der Kampf vorüber war.
Pro
Er hat seine Methoden gefunden, mit der Angst umzugehen, als er erwachsen wurde.

Zitat:Makku setzte sich in Bewegung, durch die Zeltreihen hindurch Richtung Übungsplatz, nur einige Meter von der Sumpfgrenze entfernt. Dort würden die Söldner die Feen erwarten und dort würde er Xephos finden. Das Sirren in seinem Kopf schwoll an, brachte den Geschmack von Brackwasser und Dunkelheit mit, der sich in seinem Rachen festfraß und ihn schon nach wenigen Schritten innehalten ließ. Die wenigen Söldnern in seiner Nähe stockten ebenfalls, auch wenn sie wahrscheinlich nur auf die Geräuschkulisse reagierten. Schwerter wurden gezogen, Befehle gebrüllt, dann wirbelten die Stiefel wieder Staub auf. Nur Makku verharrte.
Diese Feen sirren für jeden hörbar, nur für Makku noch deutlicher, weil er für ihre Magie empfänglich ist? (Ich denke mal wieder beim Schreiben …)
Da die Söldner ja schon teilweise dort sind, würde ich vielleicht das doppelte Futur umwandeln in „dort erwarteten die Söldner die Feen und dort würde er auch Xephos finden“, aber das klingt irgendwie nicht so gut …

Zitat:Sein Blick wanderte zum Horizont, der zwischen Zelten und Feuern aufblitzte. Zu nah und zu hell. Ein Schwarm Lichtkugeln, jede so groß wie eine Männerfaust, zerstob um eine Gruppe Söldner in seiner Nähe. Sie flimmerten, flackerten, wuchsen innerhalb eines Wimpernschlags. Makku zog sein Schwert und schlug nach dem Feenlicht, das ihm am nächsten war. Zu früh – der durchscheinende Männerkörper schimmerte, wo der Stahl durch ihn hindurchglitt, wurde Licht und Dunkelheit und manifestierte sich. Sofort riss Makku die Klinge zurück. Zwischen sich und das Feenschwert, das wie sein Träger schmal und zerbrechlich wirkte. Aus dem kindlichen Gesicht hinter den gekreuzten Klingen traf ihn ein hassverzerrtes Fauchen, das bis zu dem kleinen Jungen drang. Er schlug die Hände auf die Ohren und kniff die Augen zusammen.
„Zu nah und zu hell“ vielleicht in eigene Zeile, um auf das Ungewöhnliche aufmerksam zu machen? (Ich habs heute mit den einzelnen Zeilen, das kommt von der Neufassung der Szene, an der ich gestern gearbeitet habe – das war alles Blocktext, und dann wollte ich Kleinigkeiten betonen.)
Die Beschreibung der Feen finde ich gut Pro
Erinnert mich ein bisschen an die Foglets, nur ein bisschen … leuchtender.
Vorschlag: „Sofort riss Makku die Klinge zurück, brachte sie zwischen sich und das Feenschwert, das wie sein Träger schmal und zerbrechlich wirkte. Aus dem kindlichen Gesicht hinter dem gekreuzten Stahl (kommt drauf an, sind die Feenschwerter auch aus Stahl? Wohl eher nicht, oder?) entwich ein hassverzerrtes Fauchen, das bis zu dem kleinen Jungen drang, der die Hände auf die Ohren schlug und die Augen zusammenkniff.“
Den Bezug zu dem kleinen Jungen finde ich übrigens auch sehr gelungen Pro Die Dämonen der Vergangenheit, wie du es genannt hast, die Makku immer noch verfolgen und besonders bei der Begegnung mit den Feen immer wieder auftreten.

Zitat:Makku machte einen Schritt zurück, um die Waffen voneinander zu lösen, und trieb die Fee mit einer wenig eleganten, aber dafür wirkungsvollen Schlagfolge in die Waffen der Söldnergruppe. Die vereinzelten Kämpfer zwischen den Zelten dienten lediglich zur Ablenkung. Das Töten geschah außerhalb des Lagers.
Zusammengeschlagene Waffen werden ja eher durch Druck zusammengehalten, also würde ein Schritt zurück wohl eher bewirken, dass das Feenschwert Makkus Schwert an Makkus Körper drückt – er müsste das Schwert, um Schaden zu vermeiden, also erst zur Seite drücken, dann seine Klinge wieder aufnehmen oder aber am besten den Feenkrieger entwaffen; oder sich an der Feenklinge abstoßen und versuchen, hinter die Verteidigung des Feenkriegers zu gelangen.
(Ich habe nicht viel Ahnung von Schwertkampf. Aber das sind so die Bilder, die ich dazu im Kopf habe.)
Interessant, dass Makku auch einen ganz leidlichen Schwertkämpfer abgibt, bis jetzt kam er mir eher vor wie einer, der rein mit Magie kämpft, nicht auf die „gewöhnliche“ Art und Weise.
Vereinzelte Kämpfer – der Feen? So als Vorhut geschickt?

Zitat:Auf der Ebene und zwischen den dort versammelten Söldnern verwandelten sich mehr und mehr der Lichter in Krieger, in Wächter und Magier. Helle, fragile Gestalten in der aufgewühlten Dunkelheit. Im Wogen des Kampfes waren ihre Bewegungen kaum verfolgbar, wenn die Körper flimmerten und sich zu Lichtkugeln zusammenzogen, nur um sich Meter weiter erneut zu verwandeln.
Die haben eindeutig Vorteile im Kampf, wenn sie die Hälfte der Zeit einfach mal so als diffuse Lichtkugel umherschwirren können Icon_ugly
Hier wird auch noch einmal deutlich, wie ausgeprägt die Arbeitsteilung der Feen ist, von der Qai (oder war es Rasd?) gesprochen hat.

Zitat:Makku schmeckte eine vertraut prickelnde Süße in der Luft, Wimpernschläge bevor der Nachthimmel über dem Übungsplatz explodierte. Wie fallende Sterne rieselte der Bannzauber gen Boden und würde die Feen in diesem Bereich an ihre menschliche Gestalt fesseln. Zumindest eine Weile.
„Zumindest für eine Weile“?
Na, wenigstens ein Weg, die Überlegenheit der Feen auszuschalten.
Menschliche Gestalt – so richtig menschlich? So wie kleine Kinder, die dann und wann mal zu Leuchtkugeln werden? Momentan sehe ich viele kleine hässliche Foglets vor mir, vielleicht mir kürzeren Armen, damit sie das Schwert besser halten können. Wie genau soll ich mir die Feen vorstellen, außer dass sie fragil und zierlich wirken (und dass dieser Eindruck offenbar ziemlich täuscht)?

Zitat:Er selbst überließ die Feenlichter zwischen den Zelten den Söldnern und eilte weiter, bis er den flachen Hang zum Sumpf erreichte. Ein Großteil der Männer hatte sich auf der Ebene eingefunden und die Luft war erfüllt mit Rufen, Waffenklirren und dem Geruch von Blut.
„eingefunden“ klingt für mich eher nach Versammlung als nach Kampf. Vielleicht etwas wie „hatte der Kampf auf die Ebene getrieben“?

Zitat:Makku stoppte auf halber Höhe ab und ließ seinen Blick über das Scharmützel wandern. Suchte nach den Magiern, nach dem Gestank ihrer abscheulichen Feenzauber, nach dem einzigen auf diesem Schlachtfeld, vor dem die Blutklinge Xephos nicht schützen konnte. Und nach Xephos selbst.
Vorschlag: „Makku blieb auf halber Höhe stehen und suchte in dem Getümmel nach Magiern, nach dem Gestank ihrer abscheulichen Feenzaubern, der einzigen Gefahr auf diesem Schlachtfeld, vor der die Blutklinge Xephos nicht schützen konnte. Und nach Xephos selbst.“
„stoppte auf halber Höhe ab“ klingt etwas seltsam, und den Blick hättest du damit auch eliminiert Icon_ugly (Wie gesagt, bin wohl übersensibilisiert.)

Zitat:Er schmeckte das Feenlicht, bevor es neben ihm aufflackerte, wuchs. Dieses Mal zwang er sich, einen weiteren Herzschlag abzuwarten, und holte erst zum Schlag aus, als das Gesicht fast zu erkennen war. Trotzdem glitt die Klinge nur durch Luft, rief ein Grinsen im Hass wach, Mordlust in den großen, dunklen Augen. Erneut flimmerte der Körper, zog sich zusammen. Dann explodierte das Licht.
Mensch, das ist aber auch unhöflich von den Feen, einfach so durchlässig für Schwerter zu sein.

Zitat:Makku wich zurück, spürte den Luftzug der Dolchklinge an seinem Hals. Er schlug nach dem Arm und dieses Mal traf der Stahl auf Widerstand. Mit einem Aufschrei stürzte sein Gegner ihm nach, in einer Hand sein Schwert, in der anderen den vergifteten Dolch, auf den Makku sich konzentrierte. Doch noch bevor sein Gegner zum nächsten Angriff ausholen konnte, bohrte sich ein Pfeil in seinen Hals, so wuchtig, dass er zurückgerissen wurde.
Auffällig ist die Häufung von Makkus am Satzanfang – vielleicht ein Partizip, auch wenn ich die selbst nicht so gern verwende? „Zurückweichend spürte er den Luftzug […]“
Bah, das klingt blöd. Dann noch eher „Instinktiv wich er zurück“.
Woher kommt denn der Pfeil, dass der Feenkämpfer zurückgerissen wird? Hinter Makku, sodass er den Hals der Fee von vorn durchbohrt? Dann würde das funktionieren.

Zitat:Die schwarzen Federn am Schaft erzitterten, als der Körper auf dem Boden aufschlug.
Makku verschwendete einige Augenblicke damit, den Schützen zu suchen. Der Pfeil stammte weder von Feen noch von den Söldner.
Ah, der klassische Retter in der Not, mit dem man schon gar nicht mehr gerechnet hat und dem Feind einen Pfeil durch die Kehle jagt Icon_wink

Zitat:Dreckige Wilde.
Na, Makku, du könntest ihr wenigstens dankbar sein. Wahrscheinlich wärst du sonst draufgegangen *Zeigefinger heb*

Zitat:Eitriger Geschmack überdeckte den Gedanken. Er musste nicht lange suchen, um das grünliche Leuchten zu entdecken, das von einer zwei Feen abseits des Geschehens ausging. Ihre Magie sickerte tiefer, floss bis in seine Lungen, und er öffnete sich der Kühle in seinem Kopf.
Das „grünlich“ assoziiere ich auch meist noch mit Eiter, der ganz ekligen, schmerzhaften Sorte, also weißt du, wie widerlich die Feenmagie mir gerade vorkommt …
Vielleicht „floss in seine Lungen“, ist aber Geschmackssache.

Zitat:Grenzenlose Macht umspülte seine Sinne, ein gewaltiges Meer, das ihn ausfüllte und von dem er doch nie mehr als einen mickrigen Eimer voll zu fassen bekommen würde. Für heute musste das reichen.
Nur so eine rein technische Frage, weil mich alle Formen von Magie interessieren: Er öffnet sich der Magie und ertrinkt also regelrecht in ihrer Macht, kann aber, als kleiner mickriger Sphärengeborener nur einen winzigen Teil davon abschöpfen?

Zitat:Wie eine geträumte Flutwelle rollte sein Zauber über die abfallende Ebene, über Menschen und Feen, die vielleicht einen kühlen Windhauch spürten. Auf der anderen Seite breitete sich das Grün aus, behäbig, wabernd. Noch bevor es die ersten Kämpfer erreichte, brandete es gegen Makkus Zauber. Gischt schlug über dem fauligen Gestank zusammen, brach das Vorwärtsdrängen und löste das Grün in knisternden Rauch auf.
Einerseits – die „geträumte Flutwelle“ klingt so schön Pro Aber ich kann mir gerade nichts drunter vorstellen Icon_lol
Insgesamt finde ich das Meeresbild, das du hier nutzt, um die Magie darzustellen, gelungen. Gibt dem Ganzen so eine reinigende Wirkung, wenn man die Feenmagie als schwärende Wunde begreift.
Was mich ein bisschen wundert, ist die Tatsache, dass Makku da so viel Zeit und Ruhe für den Zauber hat. Er ist zwar nicht mitten im Getümmel, aber es gibt doch auch ein paar Feenkämpfer, die hinter den Linien für Chaos und Verwüstung sorgen – so einer wie der, gegen den er dort gekämpft hat.
Eine Schlacht ist ja nicht nur Toben und Töten, hat er also gerade mal Glück und eine ruhige Minute, oder halten ihm die anderen Söldner, die noch zwischen den Zelten kämpfen, die anderen Feen vom Leib? (Wieder nur so eine Frage, damit ich mir das besser vorstellen kann. Eigentlich könnte man ja sagen, dass das meiner Fantasie überlassen ist, und das stimmt ja auch. Ich habe da auch meine Vorstellungen, aber wahrscheinlich mag ich es, wenn es mir noch jemand bestätigt Icon_ugly Ist also keine sonderlich hilfreiche Anmerkung, nur eine überflüssige Frage.)

Zitat:Im gleichen Moment riss der kleine Junge in seinem Loch die Augen auf und schrie.
Er hatte einen Fehler gemacht.
Pro
Wie schon erwähnt, mir gefällt, dass du den kleinen Jungen und damit Makkus Vergangenheit/Angst immer wieder mit einbringst. Macht ihn menschlicher.

Zitat:Hektisch sprang Makkus Blick über die Kämpfe, über den Schwarm Feenlichter, der sich vom Sumpf näherten – Verstärkung. Über das Leuchten und Flimmern am Rande des Schlachtfelds. Ein weiterer Schwarm, kleiner, vielleicht fünf Lichter. Und noch einer, ein Stück entfernt. Der nächste gute zwanzig Meter hinter ihm, zwischen den äußeren Zelten. Kreisförmig um die Kämpfenden. Jeder bestand aus einem Magier und ein paar Wächtern.
Kämpfe oder Kämpfer? Geht beides, wobei ersteres mehr auf Grüppchenbildung hinweist.
„näherte“, zunächst geht es ja nur um einen Schwarm.
Würde vielleicht den ganzen Absatz etwas umbauen … Vorschlag: „Hektisch sprang Makkus Blick über die Kämpfe, blieb an dem Schwarm Feenlichter hängen, der sich vom Sumpf (her) näherte. Über das Leuchten und Flimmern am Rande des Schlachtfeldes, das einen weiteren Schwarm verriet, kleiner, vielleicht fünf Lichter. Und noch einer, ein Stück entfernt. Der nächste hinter ihm, zwischen den äußeren Zelten. Jeder bestand aus einem Magier und ein paar Wächtern.
Verstärkung.
Die Schlinge zog sich kreisförmig um die Kämpfenden, versuchte ihnen die Luft abzuschnüren, den Sieg zu verhindern.“

Zitat:Die Gewissheit durchdrang Makku, noch bevor die Lichter sich manifestierten.
»Qai!«
Er wirbelte zu der Waldelbe herum. Schmerz jagte durch seinen linken Arm, brannte heiß durch seine Schulter. Die Fee direkt vor ihm holte zum nächsten Schlag aus – ein Schwert, blankes Metall, keine abscheuliche Giftklinge. Dieses Mal war Makku schnell genug, brachte seine eigene Waffe zwischen sich und seinen Angreifer, setzte ohne Zögern nach. Ein schwarzgefiederter Pfeil surrte an ihm vorbei, entlockte der flimmernden Gestalt neben ihm ein schmerzerfülltes Keuchen. Sie war noch nicht auf den Boden gesunken, als zwei weitere Feenlichter in seiner Nähe wuchsen, ihn zum Rückzug zwangen.
Wie ein Anfänger war er auf ihren Trick hereingefallen. Hatte seine Position verraten.
Das wundert mich wiederum etwas – er ruft nach Qai, aber kann sie ihn überhaupt hören? So ein Kampf macht ordentlich Lärm, Schwerter klirren, Männer schreien, rufen und stöhnen, manche sterben spektakulär laut, das Sirren der Feenlichter und zumindest ein Brausen der Magie, das ich mir vorstellen kann, das Pfeifen der durch die Luft sausenden Pfeile – kurz gesagt, eine Menge Getöse, wie soll Qai ihn dann hören? So, wie ich das verstanden habe, ist sie ja etwas von ihm entfernt, beobachtet das Geschehen von oben, weiter weg, nicht ohne die eine oder andere Fee mit Pfeilen zu spicken.
Der Schmerz, der seinen Arm durchdringt – er wurde also von einer Fee verletzt? Mit dem Schwert? Macht sich die Wunde noch bemerkbar? Ein oberflächlicher Schnitt blutet zwar, würde aber, soweit ich weiß, Makku, der ordentlich mit Adrenalin vollgepumpt sein dürfte (innere Ruhe oder nicht, jeder kommt um einen Adrenalinschub nicht herum, wenn von allen Seiten Feinde auf einen einströmen, die einen umbringen wollen), nicht einmal stören – er würde den Schmerz gar nicht bemerken, sondern sich vielleicht irgendwann wundern, was da so Feuchtes seinen Arm hinunterläuft und den Schwertgriff glitschig macht.
Also gehe ich automatisch davon aus, dass es eine tiefere Wunde ist – eine, die aufgrund der Position (Schulter, da ist ja nicht sonderlich viel schützendes Fett etc.) durchaus Auswirkungen auf seine Bewegungsfreiheit haben müsste.
Qai macht also aus den Feen wieder kleine Siebe … Ich weiß nicht, ob ich das eigentlich gut finde oder nicht. Einerseits hat es seinen Reiz, dass Makku sich mitten ins Getümmel stürzt, um Xephos zu finden, aber hier tauchen auch gleich ein paar Fragen auf: Wenn er Xephos vor der Feenmagie schützen soll, warum ist Xephos ohne ihn los? Ist Xephos wirklich so ein Hitzkopf, dass er sich unvorsichtig in die Kämpfe stürzt, auch wenn er wissen muss, dass die Blutklinge ihn nicht vor den Zaubern der Feen beschützt? So kam er mir nämlich nicht vor.
Wenn Makku nicht der beste Kämpfer ist, warum bleibt er dann nicht entweder bei seinem Hauptmann (den er zwar hier erst finden muss, aber eigentlich besser erst gar nicht suchen müsste) oder hält sich etwas abseits? Er muss Xephos schützen, und seine Stärke liegt auf dem Gebiet der Magie, nicht des Schwertkampfs. Warum riskiert er von Krieger-Feen erschlagen zu werden, wenn er sich eigentlich eher um die Magier kümmern sollte, der wahren Gefahr, die er abwenden soll?
Klar, die ganzen Feen, die ihm jetzt auf die Pelle rücken, tun das, um ihn zu neutralisieren, eben, weil er einen Fehler gemacht hat.
(Ich glaube, ich bin gerade dabei, dir deinen ganzen Schlachtablauf auseinanderzupflücken. Wenn Xephos nicht ohne ihn gegangen wäre, hätte er ihn nicht suchen müssen … aber dann hätten die Feen ja die Möglichkeit, den Träger der Blutklinge gemeinsam mit seinem Beschützer einzukesseln, und wenn Makku dann auch noch diesen Fehler macht – das würde der ganzen Situation noch einmal mehr Brisanz verpassen.)

Zitat:Ohne sich weiter zurückdrängen zu lassen, parierte er den nächsten Angriff, wich zur Seite, sah einen schwarzgefiederten Pfeil in heller Haut versinken. Er hieb nach einer der Feen und täuschte einen Ausfallschritt an, zog sich zurück, als einer der Angreifer die Gelegenheit nutzen wollte. Der Hieb ging ins Leere, verschaffte Makku einen Herzschlag Zeit.
Vorschlag: „Um sich nicht weiter zurückdrängen zu lassen“ bzw. etwas in der Art. Das ändert zwar den Sinn, aber kommt mir logischer vor.
Hieb-hieb ist hier eine eher unglückliche Dopplung, vielleicht „schlug nach einer der Feen“, aber das gibt die Bewegung nicht wieder. Duden sagt „mit einer Waffe kämpfend schlagen, angreifen“, das hilft uns da aber auch nicht großartig weiter …
Qai hockt da oben also exponiert herum und hilft Makku aus – hat sie bis jetzt noch keiner entdeckt (unwahrscheinlich)? Warum versucht niemand, sie da oben herunterzuholen, haben die Feen keine Bogenschützen? Wie sieht es mit der Magie aus, nutzt keiner der Feenmagier mal einen Moment, um Qai, die eine eindeutige Bedrohung darstellt, zu neutralisieren? Würde ich zu den angreifenden Feen gehören, würde ich herausfinden wollen, woher der Pfeilhagel kommt, der so viele meiner Kameraden umbringt und mein eigenes Leben bedroht. Sobald ich den Schützen gefunden habe, würde ich ihn ausschalten – weshalb ich es also nicht nachvollziehen kann, dass Qai da oben in Ruhe einen nach dem anderen wegsnipert Icon_ugly
Der Hieb des Angreifers? Das wird hier für mich nicht ganz klar.

Zitat:Er sank auf die Knie und legte die linke Hand flach auf den Boden. Schmerz zuckte durch seine Adern, ließ die Kühle ausbrechen, nach seinem Herzen greifen. Ihre Raureiffinger streichelten die Wärme und verbrannten sich daran. Es dauerte nicht einmal einen Atemzug, der ihm wie ein endloser Winter vorkam.
Dann floss die Magie aus seinen Finger und sickerte in den Boden. Glyphen flammten auf, um ihn herum, und brachten die Leere mit. Schlagartig verlor die Luft ihren Geschmack und der Himmel sein Licht. Vollkommene Dunkelheit legte sich um Makku, breitete sich aus, umhüllte seine Angreifer, die erst begriffen, als die Leere ihre Reißzähne in das helle Feenfleisch schlug.
Erst wollte ich ja meckern – die Fee mit dem Schwert hat ihn nur verfehlt, sie wird gleich wieder zuschlagen, und diesmal vielleicht treffen – aber dann hast du mir die Grundlage für das Meckern genommen, indem dieses ganze Kraftsammeln „nicht einmal einen Atemzug“ dauert, also durchaus zwischen die zwei Hiebe der Feen passen würde.
Was mich aber dennoch verwundert – warum wartet er nicht ab, bis die Gegner, die sich auf ihn stürzen, tot sind? (Er hat keine Zeit dafür.) Warum versucht er nicht, aus dem Kreis auszubrechen? (Das geht wieder in Richtung Makku sollte sich eher raushalten, aber wie gesagt, er hat ja den Fehler gemacht.) Irgendwie habe ich hier die ganze Zeit das Gefühl, gleich, gleich tötet ihn ein Schwerthieb, gleich, gleich kann er den Feen nicht mehr entkommen (gewollt, oder? Icon_wink)
Das Winterbild mag ich Pro
Aber die Formulierung an sich überzeugt mich noch nicht. Ich weiß mal wieder nicht, woran es liegt, und es kann sein, dass mein Vorschlag kompletter Unsinn ist, aber du hast ja noch die zwei Mülltonnen da …
Vorschlag: „Er sank auf die Knie und presste eine Hand [links oder rechts ist nicht wirklich bedeutend, oder? Würde vielleicht noch „freie Hand“ bzw. „Hand ohne Schwert“ oder etwas in der Richtung bevorzugen.] auf den aufgewühlten Boden. Wütender Schmerz zuckte durch seine Adern, ließ die Kühle ausbrechen, nach seinem Herzen greifen. Ihre Raureiffinger [ Pro ] streichelten die Wärme [darin?, es geht doch um das Herz, also seine Lebenswärme, oder?], versuchten einen Augenblick lang, seine Lebensflamme zu ersticken und verbrannten sich daran [naja, vielleicht etwas dick aufgetragen]. Einen Augenblick, nicht einmal einen ganzen Atemzug lang, der ihm wie ein endloser Winter vorkam.
Dann floss die Magie aus seinen Fingern und sickerte in die Erde. Glyphen flammten um ihn herum auf und brachten die Leere mit.“
Wo kommen die Glyphen eigentlich auf einmal her? Ich bin vorgeschädigt, ich sehe da schon wieder Sapkowskis und wohl eher noch CDPRs Werk, aber Glyphen sind für mich bereits vor dem Zauber, vor dem Freisetzen der Magie auf den Boden/die Wände/sonstwohin gemalt worden, um den Spruch zu verstärken oder an einen bestimmten Ort/Radius zu binden bzw. ihn einzugrenzen. Sobald die Magie freigesetzt wird, flackern die auch eifrig auf, als würden sie selbst glühen.
Allerdings kenne ich deine Magie ja nicht, auch wenn „Magie“ so ein weit gefasster und scheinbar allgemein verstandener Begriff ist. Magie ist zwar so eine übernatürliche Kraft, die manche nutzen können und manche nicht, die seltsame Geschehnisse beeinflusst und vielleicht sogar in allem enthalten ist, was so kreucht und fleucht, aber eigentlich unterscheiden sich die einzelnen Formen ja doch sehr voneinander. Wenn wir also alle Sapkowskis und CDPRs und Falken außen vor lassen: Der Spruch, den Makku dort bewirkt, der lässt Glyphen in der Luft aufflammen?
(Jap, ich brauche mal wieder ewig, um Dinge zu verstehen. Du glaubst gar nicht, der wievielte Versuch das ist, diesen Kommentar endlich mal fertig zu bekommen.)

Zitat:Allein mit den gellenden Schmerzensschreien spürte er den Hunger. Und den Blick einer Macht, die so viel älter war als alles, was er jemals kennen würde. Älter als der Himmel und älter als die Zeit. Er wollte sich die Hände auf die Ohren schlagen und die Augen zusammenkneifen, sich auf den Boden rollen und warten, bis das Blut auf seinem Gesicht trocknete.
Dann war es vorbei.
Dass es der Hunger der Magie ist, der fremden Macht, die durch ihn hindurchfließt, wird zwar klar, aber im ersten Moment habe ich mich gefragt, warum der auf einmal hungrig ist, mir wäre wohl schlecht, wenn da so Feen vor mir abgeschlachtet werden, auch wenn es nicht allzu nette Zeitgenossen waren … Icon_ugly
Vorschlag: „Zwischen den gellenden Schmerzensschreien [klingt nicht gut, ich weiß, aber mir fällt nichts Besseres ein …] spürte er den Hunger und den Blick einer Macht, die so viel älter war als alles, was er jemals kennen würde.
Älter sogar als der Himmel. Als die Zeit.
Er wollte sich die Hände auf die Ohren schlagen und die Augen zusammenkneifen, wollte die furchtbaren Laute nicht mehr hören, das Gemetzel nicht mehr sehen. Sich auf den Boden rollen und warten, bis das Blut auf seinem Gesicht trocknete. [Hm, wieder ein bisschen dick aufgetragen …]
Dann war es vorbei.“
(Heute sind die Vorschläge sogar mit Anmerkungen versehen … Mrgreen )

Zitat:Der Zauber löste sich auf – die Glyphen flackerten die Dunkelheit fort, bevor sie selbst erstarben. Zurück blieben vier Körper, vier schmerzverzerrte Gesichter mit milchig leeren Augen. Nur einem war die Rückverwandlung gelungen. Das Sirren des aufstiebenden Feenlichts schnitt durch Makkus Kopf, als es in der Nacht verschwand.
Urghs, das war effektiv.
Und der haut einfach so ab, auch wenn der Zauber bereits vorbei ist und Makku selbst noch nicht wirklich in der Lage zu sein scheint, sich weiterhin zu verteidigen? (Ich meine, ich wäre auch abgehauen, aber das wäre doch die Chance …)

Zitat:Hastig suchte er nach den kleinen Feengruppen am Rande des Geschehens, wurde fündig. Noch war das Leuchten zwischen den Händen der Magier nur schwach, ihre Zauber mehr zu schmecken als zu sehen.
Das ist ja die reinste Verkostung von Luft da Icon_ugly

Zitat:Wie der Tod selbst kauerte sie auf dem Galgen, belauerte ihn mit ihrem Katzenblick. Er erhob sich und wies in Richtung der beiden Gruppen, die ihnen am nächsten waren. Sie folgte dem Fingerzeig. Nickte wortlos, legte den nächsten Pfeil an und zielte.
Makku wartete das Ergebnis nicht ab.
Da hat sie sich ja einen passenden Platz ausgesucht :lol:
Dennoch – wie ich oben bereits erwähnt hatte, mich wundert, dass noch niemand versucht hat, sie da oben runterzuholen. Sniper schön und gut, und Makku hilft es auch weiter, weil er sich dann nicht allein auf seine Magie und sein Schwert verlassen muss, aber *meckerblabla*

Zitat:Er ließ einen Kreis toter Erde zurück und eilte in Richtung Sumpfgrenze, versuchte, Xephos ausfindig zu machen. Der Gestank in der Luft wurde aufdringlicher, mit jedem Schritt, bis er das Knistern der Zauber auf seiner Zunge schmeckte. Dahinter eine vertraute Stimme, die Befehle brüllte. Irgendwo in seiner Nähe.
In Richtung Sumpfgrenze – also in die Richtung der größten Kämpfe, wenn ich das richtig verstanden habe? Dort, wo er Xephos vermutet?

Zitat:Die Kämpfenden beachteten ihn nicht, als er bis an die Wand aus Schilf herantrat. Die Söldner ahnten vermutlich nicht einmal um die Zauber, die einen tödlichen Ring um sie bildeten. Und die Feen nutzten das wenige ihrer Kampfkraft lediglich als Ablenkung, während sie nur auf die Vernichtung aus dem Hinterhalt warteten.
Warum sollten sie ihn auch beachten, sie müssen ja um ihr Leben kämpfen Icon_ugly
„ahnten … um“ klingt seltsam, kenne ich eher als „ahnen … von“.
Vorschlag: „Doch die Wand aus Schilf war näher, und in ihr lauerte eine Bedrohung, ein tödlicher Ring, von dem die Söldner wohl nicht einmal etwas ahnten. Die Feen nutzten ihre wenige Kampfkraft [kamen mir vorhin aber durchaus zahlreich vor, sind ja mehr als Hundert Söldner in dem Lager, die wollen ja auch beschäftigt sein bei einer solchen Schlacht] lediglich als Ablenkung, während sie auf die Vernichtung aus dem Hinterhalt warteten.“

So, da wären wir. Das hat eindeutig länger gedauert, als ich dachte … Icon_ugly
Insgesamt bringst du diese ganze Schlachtenhektik recht gut rüber, die Ungereimtheiten, die mir als DAL (dümmsten anzunehmenden Leser) auffallen, habe ich dir angemerkt. Formulierungstechnisch bist du nicht mehr ganz so umständlich wie am Anfang, aber manchmal sitze ich noch davor und hätte es mir etwas direkter gewünscht, insbesondere in einer actiongeladenen Szene wie hier.
Mal sehen, was die beiden anderen Parts so bringen. Überflogen habe ich sie schon, aber dann hat mich etwas Schreibwut überfallen und das ganze Kommentieren lag etwas … brach. Kann also auch sein, dass es wieder länger dauert (Snickers-Werbung? Icon_ugly ), zumal morgen … na, man will es ja nicht beschreien. Icon_wink

Viele Grüße,
Eselfine


We are all accidents
Waiting
Waiting to happen
Radiohead, "There There"

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Beitrag #3 |

RE: Blutklinge (8/10)
Es hat ein bisschen gedauert, aber jetzt gibts auch eine Antwort, liebe Fine.

Geändert hab ich an diesem Teil jetzt noch nichts, da komm ich wohl während des MoPros auch nicht mehr zu, aber Teil 7 will ich neuschreiben, weil du und Jason mir da einige gute Anregungen zu verpasst habt.
Bevor da also kein aktuelles Überarbeitungsdatum steht, brauchst du zu 7 auch keinen Kommentar schreiben oder so, da wird sich einiges ändern.
Auch geh ich jetzt nicht auf alle Anmerkungen ein, ganz viele werd ich übernehmen / abändern.

Zitat:Diese Feen sirren für jeden hörbar, nur für Makku noch deutlicher, weil er für ihre Magie empfänglich ist?
Genau, alle können es hören, Makku ist etwas sensibler, bildet sich das teilweise halt auch einfach ein *lach*

Zitat:Menschliche Gestalt – so richtig menschlich? So wie kleine Kinder, die dann und wann mal zu Leuchtkugeln werden? Momentan sehe ich viele kleine hässliche Foglets vor mir, vielleicht mir kürzeren Armen, damit sie das Schwert besser halten können. Wie genau soll ich mir die Feen vorstellen, außer dass sie fragil und zierlich wirken (und dass dieser Eindruck offenbar ziemlich täuscht)?
Ein altes Problem: Dinge im Kampf ausführlich genug beschreiben, aber nicht zu ausführlich. Also in meinem Kopf sehen die Feen fast genau wie Menschen aus, nur halt sehr zierlich und mit kindlichen Gesichtern (große Augen, kleine Nase, rundlichere Gesichtsform). Eine Gestalt, die sie bewusst gewählt haben, als sie auf diesen Planeten kamen (ja, in Wirklcihkeit sind meine Feen weltraumreisende Energieerscheinungen Icon_ugly ), um nicht als Bedrohung gesehen zu werden und den Beschützerinstinkt (Kindchen-Schema) anzusprechen.
Ich weiß noch nicht, ob ich da irgendwo eine Stelle find, die Feen genauer zu beschreiben, weil es für mich auch nicht so recht zur Pespektive passt. Makku nimmt eher die Magie wahr als die Gestalten. Aber ich schau, ob ich irgendwo einen oder zwei Halbsätze reinbekomm.

Zitat:Woher kommt denn der Pfeil, dass der Feenkämpfer zurückgerissen wird? Hinter Makku, sodass er den Hals der Fee von vorn durchbohrt? Dann würde das funktionieren.
So von schräg hinter Makku, hatte ich mir vorgestellt.

Zitat:Nur so eine rein technische Frage, weil mich alle Formen von Magie interessieren: Er öffnet sich der Magie und ertrinkt also regelrecht in ihrer Macht, kann aber, als kleiner mickriger Sphärengeborener nur einen winzigen Teil davon abschöpfen?
Genau. Die Magie ist halt überall in dieser Welt, also eine unerschöpftliche Quelle, nur hat ein Zaubernder eben keinen Zugriff auf alles, ihm sind Grenzen gesetzt.

Zitat:Einerseits – die „geträumte Flutwelle“ klingt so schön Pro Aber ich kann mir gerade nichts drunter vorstellen
*lach* danke, mag das Bild selbst total gerne. In meinem Kopf ist das so eine geisterhaft-durchscheinende Welle, bissl wie ein schlechtes Hologramm oder so

Zitat:Was mich ein bisschen wundert, ist die Tatsache, dass Makku da so viel Zeit und Ruhe für den Zauber hat. Er ist zwar nicht mitten im Getümmel, aber es gibt doch auch ein paar Feenkämpfer, die hinter den Linien für Chaos und Verwüstung sorgen – so einer wie der, gegen den er dort gekämpft hat.
Eine Schlacht ist ja nicht nur Toben und Töten, hat er also gerade mal Glück und eine ruhige Minute, oder halten ihm die anderen Söldner, die noch zwischen den Zelten kämpfen, die anderen Feen vom Leib?
Einerseits sind die Söldner drauf getrimmt, ihre Hexer (bzw. alles Zaubernde auf ihrer Seite) zu beschützen/verteidigen, also ja, die achten bissl auf Makku.
Andererseits läuft die Welt um Makku während er zaubert auch in Zeitlupe, also er zaubert schneller als er es selbst wahrnimmt. So sollte es zumindest sein *lach*

Zitat:Das wundert mich wiederum etwas – er ruft nach Qai, aber kann sie ihn überhaupt hören?
Qai kann ziemlich gut hören (Sagt sie selbst irgendwann Mrgreen ) - irgendwie ist das bei mir so Standard für Elfen/Elben, dass sie besser als Menschen hören können, dass ich es gar nicht mehr in den Geschichten thematisiere ...

Zitat:Wenn er Xephos vor der Feenmagie schützen soll, warum ist Xephos ohne ihn los? Ist Xephos wirklich so ein Hitzkopf, dass er sich unvorsichtig in die Kämpfe stürzt, auch wenn er wissen muss, dass die Blutklinge ihn nicht vor den Zaubern der Feen beschützt? So kam er mir nämlich nicht vor.
Wenn Makku nicht der beste Kämpfer ist, warum bleibt er dann nicht entweder bei seinem Hauptmann (den er zwar hier erst finden muss, aber eigentlich besser erst gar nicht suchen müsste) oder hält sich etwas abseits?
Xephos und Nihel waren schon am Übungsplatz, als die ersten Feen gesichtet wurden, da rennt Xephos nicht zu seinem Zelt zurück, um Makku persönlich zu wecken Icon_wink Die beiden waren ja auch "allein" (also ohne Makku) in den Sümpfen - also Makku ist nicht der einzige, der Xephos schützen kann, er nimmt diese Sache nur ernst (und er weiß, dass er zum Schutz gegen Feenmagie die bessere Wahl ist als Nihel.)
Aber es sollte auch nicht so rüberkommen, als wäre Xephos ohne Makku total hilflos *lach* Ich geh da nochmal drüber und gucke, ob ich was ändern kann.

Zitat:Qai hockt da oben also exponiert herum und hilft Makku aus – hat sie bis jetzt noch keiner entdeckt (unwahrscheinlich)? Warum versucht niemand, sie da oben herunterzuholen, haben die Feen keine Bogenschützen? Wie sieht es mit der Magie aus, nutzt keiner der Feenmagier mal einen Moment, um Qai, die eine eindeutige Bedrohung darstellt, zu neutralisieren? Würde ich zu den angreifenden Feen gehören, würde ich herausfinden wollen, woher der Pfeilhagel kommt, der so viele meiner Kameraden umbringt und mein eigenes Leben bedroht.
Ja, *seufz*, die Lanna und ihre tollen Antagonisten-Strategien ... also bezieh das jetzt nicht auf dich oder deinen Kommentar, aber die Sache frustet mich so. Hab ja quasi genau das gleiche Problem bei meiner Kumen-Kampfszene, die ich eingestellt hatte: Für mich ist absolut klar, warum meine Antas tun, was sie tun, aber ich schaff es nicht, das rüberzubringen.
Also: Qai sitzt auf dem Querbalken des Galgens, weil es da für Feen, die sich "materialisieren" wollen am Anfang nur eine einzige Position gibt: nämlich genau vor Qai auf einem vielleicht drei Hände breitem Balken. Da kann Qai jede Fee, die das versucht, direkt mit einem Pfeil spicken oder ihr den Dolch ins Herz rammen. Deshalb fand ich den Galgen als ganz gute Wahl für ihre Position.
Feen-Bogenschützen schießen deshalb nicht, weil sie sich im Sumpf verstecken und niemanden auf sich aufmerksam machen wollen. Der erste Angriff der Feen ist nur gedacht, um alle Kämpfenden auf einer Fläche zu versammeln. Die Zauber der Feen sind dazu gedacht, die Abwehr zu testen, die Magier haben keinen Befehl, auf einzelne Bogenschützen zu achten oder sowas. Der eigentliche Vernichtungsschlag sind ja dann die Pfeile aus der Dunkelheit.
Ich versuche, irgendwo reinzubringen, dass die Feen nicht davor zurückschrecken, eigene Leute zu opfern. Zu Beginn des mal geplanten Romans löschte eine einzige Fee ihre gesamte Siedlung aus, um den Quellstein zu retten. Also da kennen die nix *lach*
Ist aber glaub ich ein Problem gewesen, dass ich so eine Feenschlacht schonmal geschrieben habe (da wurden die Feen aber angegriffen), und hier deshalb kaum ein Gefühl dafür hatte, was ich erwähnen muss und was nicht.
Und ich kann einfach keine Schlachtszenen schreiben. Oder Kampfszenen. Oder irgendwas, wo kein Dialog vorkommt Icon_ugly

Zitat:Wo kommen die Glyphen eigentlich auf einmal her? Ich bin vorgeschädigt, ich sehe da schon wieder Sapkowskis und wohl eher noch CDPRs Werk, aber Glyphen sind für mich bereits vor dem Zauber, vor dem Freisetzen der Magie auf den Boden/die Wände/sonstwohin gemalt worden, um den Spruch zu verstärken oder an einen bestimmten Ort/Radius zu binden bzw. ihn einzugrenzen.
Die Glyphen sind vorab angelegte Zauber, die man nur noch "auslösen" muss. Darauf werde ich vermutlich in der Überarbeitung von Teil 7 eingehen.

Zitat:ass es der Hunger der Magie ist, der fremden Macht, die durch ihn hindurchfließt, wird zwar klar, aber im ersten Moment habe ich mich gefragt, warum der auf einmal hungrig ist, mir wäre wohl schlecht, wenn da so Feen vor mir abgeschlachtet werden, auch wenn es nicht allzu nette Zeitgenossen waren …
Mah, noch ein Überbleibsel aus dem größeren Hintergrund. "Der Hunger" ist ähnlich wie "die Leere" hier in der Welt ein Antagonist, wollte ihn eigentlich überall raushalten und es nur bei der Leere belassen.

Zitat:
Zitat: Nur einem war die Rückverwandlung gelungen. Das Sirren des aufstiebenden Feenlichts schnitt durch Makkus Kopf, als es in der Nacht verschwand.
Urghs, das war effektiv.
Und der haut einfach so ab, auch wenn der Zauber bereits vorbei ist und Makku selbst noch nicht wirklich in der Lage zu sein scheint, sich weiterhin zu verteidigen? (Ich meine, ich wäre auch abgehauen, aber das wäre doch die Chance …)
Der Hunger ist quasi der Todfeind der Feen, das einzige, was sie wirklich fürchten. Ich weiß, steht da nirgendwo *seufz*

Ich entschuldige mich, falls ich ruppig, unwillig, motzig oder frustiert klinge. Das liegt eher an meiner allgemeinen Laune und meiner momentanen Überzeugung, keine vernünftigen Enden schreiben zu können und das wiederum frustriert mich wirklich, weil gerade das Ende von Kumen-Esh doch allmählich mal ansteht. Also das hat nichts mit dir oder dem Kommentar zu tun.
Da ist nämlich wieder einiges Hilfreiches dabei und ich werde viele Dinge in der Überarbeitung berücksichtigen, sobald ich dazu komme.
Deshalb ganz lieben Dank dir, dass du dir erneut die Zeit genommen hast Icon_smile

Liebe Grüße
Lanna

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #4 |

RE: Blutklinge (8/10)
Hallo Lanna,
 
los geht’s mit Teil 8. Icon_smile
 
Zitat:Die wenigen Söldnern in seiner Nähe stockten ebenfalls,
 
Bei den „Söldnern“ ist ein n zuviel.
 
Zitat:Aus dem kindlichen Gesicht hinter den gekreuzten Klingen traf ihn ein hassverzerrtes Fauchen, das bis zu dem kleinen Jungen drang.
 
Hier die kleinen Stellen mit dem Jungen finde ich gut gemacht. Deshalb brauchst du auch die Rückblende von vorhin unbedingt. Ohne die macht das hier keinen Sinn und ohne das, wäre das hier auch nur eine Kampfszene wie jede andere. Icon_wink
 
Zitat:Makku machte einen Schritt zurück, um die Waffen voneinander zu lösen, und trieb die Fee mit einer wenig eleganten, aber dafür wirkungsvollen Schlagfolge in die Waffen der Söldnergruppe.
 
Ich finde „in die Waffen treiben” eine komische Formulierung. Ich kann mir zwar vorstellen, was du meinst und könnte mir vorstellen, dass Soldaten das so sagen, aber ich würde dir trotzdem gerne ein „in die Richtung der Söldner“ vorschlagen. Vorallem um die Wortwiederholung von „Waffe“ zu umgehen.
 
Zitat:Die vereinzelten Kämpfer zwischen den Zelten dienten lediglich zur Ablenkung. Das Töten geschah außerhalb des Lagers.
 
Ich weiss nicht genau, was ich mit diesen Infos hier gerade soll. Ich bin grade so fokussiert auf Makku und seinen Kampf, dass ich grade keinen Blick für das drumherum habe. Ich habe mir das so vorgestellt, dass da halt „irgendwo“ ein Trupp Söldner ist, der sich mit einem Haufen Feen beschäftigt und das von diesem Pulk halt auch mal welche einzeln da rumlaufen, so dass Makku eben dieses „verlorene Schaf“ wieder zurück in die Herde treibt. Wobei ich zugeben muss, dass ich in solchen Action-Szenen gerne mal den Überlick verliere und mir deshalb das mit dem Fokus auf Makku sowieso lieber ist. Icon_panik
 
Zitat:nur um sich Meter weiter erneut zu verwandeln.
 
Ich habe erwartet, dass da „wenige Meter weiter“ steht. So eine kleine Streckenangabe würde ich hier schon sinnvoll finden. Icon_wink
 
Zitat:Er schmeckte das Feenlicht, bevor es neben ihm aufflackerte, wuchs.
 
Es ist gut möglich, dass man das so schreiben darf, aber ich bin mir da nicht sicher. Auf jeden Fall empfinde ich das „wuchs“, als arg drangehängt.
Vorschlag 1: „… aufflackerte und wuchs.“
Vorschlag 2. „… aufflackerte. Wuchs.“
Vorschlag 3: „… aufflackerte. Und wuchs.“
Ich glaube mir würde die simple Lösung 1 am besten gefallen. Icon_wink
 
Zitat:das von einer zwei Feen abseits des Geschehens ausging.
 
Ist es nun eine oder sind es zwei Feen? Oder geht es um eine von zwei Feen?

Irks, hier lässt du mich ja mit einem Cliffhanger zurück. Icon_panik
Okay, hier war also die Action enthalten, auf die ich inzwischen gewartet hatte. Irgendsowas musste ja fast schon passieren. Makku beim Zaubern zu sehen, hat mir gut gefallen. Das er so mächtig ist, war mir noch gar nicht bewusst geworden. Ich hätte mir auch vorstellen können, dass er sich eher auf das Heilen spezalisiert hat.
Gut gefällt mir auch, wie er die Zauber schmecken kann, das wird hier ganz deutlich, obwohl ich mich erinnere, dass du vorher auch schon Andeutungen drin hast. Aber sowas fällt mir immer erst hinterher auf, wenn ich das „Gesamtbild" sehe. Ich bin nicht so gut im Hinweise finden. Icon_wink
Das ihm Qai nun hilft,  hat mich nicht überrascht, er hat ihr immerhin das Leben gerettet. Ich vermute auch mal, das war auch nicht als Überraschung geplant.
Bevor ich also an Neugier sterbe (oder Makkus Kunst benötige) mache  ich mich mal lieber auf den Weg zum nächsten Teil.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #5 |

RE: Blutklinge (8/10)
Hallo Lanna,

nach etwas längerer Pause und wieder mit dem richtigen Namen, geht es weiter in alter Frische Wave

Zitat:Mit wenigen Handgriffen zog er sich Lederwams und Hose über, band die Haare im Nacken zusammen
Dsa hat er wohl schon geübt. Er scheint lange Haare zu haben. Ich würde gerne mehr über ihn wissen, damit man sich das alles leichter vorstellen kann.


Zitat:Das Sirren in seinem Kopf schwoll an, brachte den Geschmack von Brackwasser und Dunkelheit mit, der sich in seinem Rachen festfraß
"fest fraß"

Zitat:Zu früh – der durchscheinende Männerkörper schimmerte, wo der Stahl durch ihn hindurchglitt, wurde Licht und Dunkelheit und
Zweimal "durch" klingt ein wenig hölzern, vielleicht "wo der Stahl in ihn hinein glitt"


Zitat:Er musste nicht lange suchen, um das grünliche Leuchten zu entdecken, das von einer zwei Feen abseits des Geschehens ausging.
"ein oder zweien Feen" oder hast du da ein Wort vergessen?


Zitat:Glyphen flammten auf, um ihn herum, und brachten die Leere mit.
Was sind Glyphen?

In dieser Geschichte sind sehr viele Hintergrundinformationen notwendig. Sie könnte die Fortsetzung einer vorhergehenden Geschichte sein, trotzdem wäre es nett, dann und wann mit ein, zwei Sätzen auf diese Dinge einzugehen, damit der Leser sich ein besseres Bild machen kann. Toll finde ich die Diskrepanz der Feen. Einerseits Leuchfeuerchen, die sich rematerialisieren könne, diese Tinkerbell Romantik, auf der anderen Seite eiskalte Mörder, obwohl ich sie irgendwie als Opfer sehe, die sich vielleicht nur verteidigen. Das wird hier nicht so ganz klar.

Bis gleich und jetzt wieder mit alten, neuen Namen
herzlichst Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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