Es ist: 15-11-2019, 21:37
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DIE BLUTKRISTALLKRIEGE - Buch 1 (Kapitel 1 - Teil 7)
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DIE BLUTKRISTALLKRIEGE - Buch 1 (Kapitel 1 - Teil 7)
Ort: In der antiken mesopotamischen Stadt Uruk
Zeit: 3133 vor Christus
Handlung: Es war einmal ein kleiner Junge mit dem Namen"Gilgamesh"



Oben auf dem Wehrgang der mächtigen Stadtmauer wirkte der oberste Heerführer der Urukiden angesichts der überraschenen Entwicklung auf dem Schlachtfeld ein wenig ratlos. Während des zeitweisen starken Regens war das Kampffeld von der Stadtmauer aus kaum zu übersehen gewesen. Dann plötzlich hatte er die Stimme von Baluum überdeutlich im Kopf vernommen. Und jetzt stellten seine Krieger unten nach und nach das Kämpfen ein, und Taarokot Akaatem konnte trotz der Worte seines Stadtgottes nicht genau sagen warum. Mit dem Ende des Regens war die Sicht endlich klar geworden, und doch hatte er momentan keine Übersicht bezüglich des Geschehens dort unten. Der weißhaarige Heerführer konnte nun selbst von seinem hochgelegenen Standpunkt aus deutlich erkennen, dass zahlreiche Angreifer immer noch bewaffnet waren, während seine eigenen Soldaten die Schwerter gesenkt hatten.
„Was, bei Nina'anakh, geht dort unten vor?“, schimpfte er, während er vergeblich versuchte die Lage zu überblicken.
Nina'anakh war die weibliche Muttergöttin der Unterwelt, sowie die Beherrscherin der Kunst der Verführung und der Blendung. Einer der Soldaten, die mit ihm auf der Mauer standen, erwiderte wahrheitsgemäß:
„Die Männer unten stellen die Kampfhandlungen ein, Herr! Sie befolgen damit die Worte von Baluum.“
Doch das war Taarokot natürlich selber schon längst aufgefallen. Er konnte sich eine beißende Antwort nicht verkneifen:
„Was Ihr nicht sagt, Soldat.“
Alle Kämpfer unten auf dem Schlachtfeld sahen plötzlich in eine bestimmte Richtung. Doch die Mauer schränkte das Sichtfeld des Heerführers ein.
Ein Jedaiah ordnete das Ende einer Schlacht an? So etwas hatte es noch niemals zuvor gegeben!
Natürlich waren auch für den obersten Heerführer die Worte eines Gottes bindend, doch es waren die Umstände, die ihn beunruhigten. Götter, die sich in eine Schlacht der Völker einbrachten, waren nur schwer mit dem bisherigen Bild eines Jedaiah's in Einklang zu bringen. Taarokot vermutete irgendwo dort unten seinen Stadtgott, aber da er ihn noch nicht sehen konnte beschloss er, auf einen der Hochtürme zu klettern, welche das große Stadttor auf beiden Seiten flankierten, um eine bessere Übersicht zu haben. Sein persönlicher Adjutant folgte ihm automatisch. Ein Heerführer musste stets unter allen Umständen einen Überblick über das aktuelle Geschehen auf dem Schlachtfeld haben. Es sah momentan danach aus, als bräuchte er seine zweite Verteidigungswelle gar nicht mehr loszuschicken. Sollte Baluum dort unten tatsächlich für ihre Seite aktiv geworden sein?
Immer wenn Heerführer Taarokot an einer Gruppe Männer vorbeiging, mahnte er sie zur Vorsicht.
„Falls das ein Trick des Feindes sein sollte seid wachsam und haltet die Bögen bereit!“
Vertrauen in göttliche Worte war gut, doch Misstrauen und Vorsicht war in dieser unübersichtlichen Lage sicherlich noch besser.
Schließlich schickte er seinen Begleiter alleine die Mauer entlang, um den Befehl der weiteren Wachsamkeit weiterzugeben und die Situation für ihn im Auge zu behalten, während er selber über eine lange Leiter auf den ganz obersten Turmwehrgang hinauf stieg.

Dabei überdachte er noch einmal die letzten Ereignisse. Seine Entscheidung, die Kämpfer auf zwei Wellen aufzuteilen, dabei zunächst nur die vordere Welle alleine kämpfen zu lassen, und erst später die zweite noch frische Welle gegen die dann bereits erschöpften Angreifer ins Feld zu schicken, war vor der Schlacht von einigen der ihm unterstellten Gruppenführer scharf kritisiert und als zu zögerlich bewertet worden. Ausgerechnet Gruppenführer Muthanakh hatte sich dann in den Vordergrund gedrängt, ihn dabei am heftigsten kritisiert, und den weißhaarigen Heerführer dabei sogar als ängstliches altes Kamel bezeichnet. Dabei war er ein Mann, den Taarokot sonst sehr schätzte. Stets wollte der junge Gruppenführer an vorderster Front kämpfen, und das am liebsten mit allen Männern gleichzeitig.
Taarokot wiederum hatte ihn vor versammelter Truppe einen jungen Hitzkopf genannt, der immer um jeden Preis recht haben wollte, und dabei stets nur die direkte Konfrontation suchen würde, ohne jemals über Alternativen nachzudenken. Hier war wohl das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Derartige verbale Auseinandersetzungen waren im Führungsrat von Uruk an sich nichts Besonderes. Die Gruppenführer waren ja dazu angehalten, eigene Vorschläge einzubringen, doch Taarokot vermutete in Muthanakh jemanden, der nur möglichst schnell auf seinen Posten nachrücken wollte. An Ehrgeiz mangelte es Muthanakh bei allen Göttern nicht.
Taarokot mit einem alten Kamel zu vergleichen war allerdings ein starkes Stück, denn jeder Urukide wusste doch, dass sein frühzeitig ergrautes Haar nichts mit seinem tatsächlichen Alter zu tun hatte. Der oberste Heerführer war jetzt um die fünfunddreißig Jahre alt, und stammte aus einer angesehenen urukidischen Familie. Und jeder Bewohner von Uruk kannte die Geschichte, wonach sein weißes Haar mit seiner gewagten Expedition zur Pforte der Unterwelt zusammenhing.
Der Eingang zur Unterwelt war nach dem Glauben der Menschen dieser Zeit an jenem Ort zu finden, an dem die Sonne jeden Tag im Westen verschlungen wurde, um am Morgen im Osten wieder ausgespuckt zu werden. Vor einigen Jahren hatte Taarokot eine zweihundertmann starke Expedition mit dem Ziel geleitet, dieses sagenumwobene Tor zur Unterwelt zu finden, um die mächtige Göttin Nina'anakh mit Opfergaben zu besänftigen und in ihre Schranken zu weisen, damit die tägliche Bedrohung des Sonnengottes Utu minimiert wurde.
Voller Zuversicht hatte Taarokot damals mit seinen Leuten die große Reise begonnen und war nach Westen aufgebrochen. Sie hatten dabei das Kupferland der Edomiten durchquert, die Mondberge der Sodomiten überwunden, sowie im Tal des Mondes den Fluss Yarden überquert, der in den salzigen Warrachsee mündete. Weiter waren sie durch die gewaltigen Zedernwälder entlang des Nordmeeres marschiert, um schließlich jene sumpfige Pforte zu erreichen, die in viel späteren Zeiten einmal als Nildelta bekannt sein würde.
Dieses Sumpfland war der Übertritt zu den alten Ländern der schwarzen Königreiche, welche die westlichen Lande dominierten. Nach der Überquerung der blauen Schlange, eines mächtigen Flusslaufes, hatte Taarokot mit seinen Männern auch den berühmten Jedah Benben bestiegen, den heiligen Berg der Götter.
Der Legende nach waren dort die Jedaiahs vor vielen tausend Menschenaltern auf die Erde herab gestiegen. Obwohl dieser Tafelberg nach den Worten der heiligen Priester einst in früheren Tagen das Zentrum eines gewaltigen zusammenhängenden Reiches gewesen sein sollte, konnte Taarokot dort nur mehr wenige Bauwerke vorfinden, die mehr als verfallene Ruinen waren.
Dazu zählten vor allem zwei wirklich bemerkenswerte künstliche Baurelikte aus der verlorenen Zeitepoche.
Das eine gut erhaltene Bauwerk auf diesem dicht bewaldeten Berg war eine ehrfurchtgebietende riesige Statue in Form eines liegenden Löwen, den ein schwarzer Menschenkopf mit einer seltsamen Krone zierte!
Das andere Juwel des sogenannten ersten Zeitalters der Menschen war ein perfekt gebautes viereckiges, nach oben spitz zulaufendes Gebäude ohne erkennbaren Eingang, das durch den Standort auf der höchsten Erhebung des Tafelberges eindeutig die Umgebung dominierte. Selbst die Statue des Löwen erschien klein im Vergleich. Dieses Gebäude war eindeutig die Vorlage aller Tempel-Zigghorrats, die heute noch in allen bedeutenden Städten gebaut wurden.
Nach der Übergabe von mitgebrachten Geschenken an die lokalen schwarzen Stämme hatte der Trupp die Gebiete ohne Kampfhandlungen passieren dürfen.

Von allen Seiten durch weitere lokale Konflikte bedroht, war Taarokot schließlich mit seinen Männern nach einem langen Marsch weit im Westen auf die Gestade eines gewaltigen unbekannten Meeres gestoßen, von dem die Sonne jeden Abend verschlungen wurde. Taarokot hatte es sofort als Meer des Todes bezeichnet, welches alle bekannten Länder umschließen sollte. Obwohl ein schwarzer Herrscher sie eindrücklich davor gewarnt hatte, wurden Schiffe gebaut, um dem Lauf der Sonne weiter folgen zu können.
Durch diesen Frevel erzürnt erfolgte eines Nachts darauf die Strafe der Unterweltgötter, denn das Meer des Todes gebar ein schreckliches Monstrum. Das konnte nur Khumbawa sein, der Wächter der Grenzländer und der Unterwelt. Sein Atem war wie Feuer, und sein schmerzender Ruf hatte den Tod in sich gehabt. Das fliegende Monster hatte fürchterlich unter Taarokots Männern gewütet, und als sie alle getötet worden waren, hatte sich Khumbawa schließlich auch auf Taarokot selber stürzen wollen. Zweifellos hätte es auch ihn erwischt, doch die Götter der Unterwelt hatten beschlossen, dass Taarokot eine Warnung mit nach Hause bringen sollte. Diese Warnung besagte niemals wieder das Meer des Todes zu entweihen, denn dieser Ort war nicht für die Menschen bestimmt.
Der bloße Anblick des schrecklichen Khumbawa alleine hatte damals ausgereicht, um Taarokots Haare über Nacht ergrauen zu lassen. So war er als einziger Überlebender zurück nach Uruk gekommen, um die deutliche Warnung des göttlichen Wächters zu überbringen. Bis heute redete er nur wenig über diesen Vorfall auf dem fremden Meer, aber er hatte sich damals geschworen, niemals wieder soweit in unbekannte Regionen vorzudringen, denn dort am Rande der Menschenreiche lauerten die finsteren Kreaturen der Unterwelt.
Wegen seiner neuen Haarfarbe, und vermutlich auch aufgrund seiner Leidenschaft zur Jagd auf die riesigen seltenen Berglöwen mit den gewaltigen Eckzähnen, wurde er fortan der Silberlöwe genannt. An diese Bezeichnung hatte er sich schnell gewöhnt, denn sie stellte auch so etwas wie eine Auszeichnung dar.

Schließlich hatte Taarokot das Ende der langen Leiter erreicht, und der Silberlöwe schwang sich auf den obersten Wehrgang, der entlang der Innenseite der Turmmauer verlief. Genau wie unten auf der Mauer warteten auch hier seine Bogenschützen angespannt auf einen weiteren Befehl ihres Heerführers. Der ging zunächst ohne weitere Worte von einer Mauerscharte zur nächsten, um vielleicht Baluum endlich selber zu entdecken. Doch Rufe machten ihn zunächst auf ein anderes Geschehen aufmerksam.
Auf der Stadtmauer unter ihm hatte sich plötzlich eine unüberschaubare Menge an Zivilisten eingefunden, die im Chor vereint immer wieder riefen:
„Baalum, Baalum, Baalum...“ In ihren farbenfrohen Gewändern erweckten sie dabei den Eindruck einer sorgenlosen Festparade.
Der oberste Heerführer verfluchte den Leichtsinn dieser Menschen. Wieso konnten sie nicht unten in der Stadt auf Neuigkeiten warten? Wenn es jetzt zu einem unerwarteten Zwischenfall kam, waren sie den Soldaten auf dem Wehrgang nur im Weg, und behinderten möglicherweise wichtige Aktionen.
Die lauten Worte eines entsprechend gekleideten Priesters durchdrangen den Chor:
„Seht! So seht doch. Ein Wunder! Baluum, unser Herr, hat den Kampf beendet. Die Waffen ruhen! Gepriesen sei der Herr in all seiner Gnade. Kinder von Uruk, sehet und preiset, denn unser ist der Tag, und alle Tage die da noch kommen werden! Baluum führt seine Kinder. Und wir folgen ihm!“
Kurz dachte Taarokot daran, die Mauer räumen zu lassen, doch er und seine Soldaten mussten sich jetzt auf die Ereignisse draußen vor der Stadt konzentrieren. So verdrängte er die Schaulustigen und konzentrierte sich wieder auf das Schlachtfeld vor der Stadt.

Doch bevor der urukidische Heerführer seinen Gott unten auf der Ebene endlich sehen konnte, wurden in den engen Gassen und Straßen der Stadt plötzlich andere Rufe laut:
„Macht Platz für Euren König!“
Sofort wichen die vielen Menschen, die durch die Stimme ihres Gottes nach draußen gelockt worden waren, zur Seite hin aus.
Entlang einer der Hauptstraßen, die von unterschiedlich hohen Lehmziegelhäusern mit Flachdächern gesäumt war, bewegte sich eine Prozession in Richtung der vorderen Stadtmauer, die vom Hohepriester Ankiduan angeführt wurde. Er war leicht an seiner roten Priesterrobe samt Kapuze und dem heiligen Sonnenfeuer zu erkennen, das an der Spitze eines langen goldenen Stabes flackerte, und nur er persönlich tragen durfte. Er war nach dem König der zweitwichtigste Mann in der Stadt, denn Ankiduan war die rechte Hand des Herrschers von Uruk. Damit kontrollierte er praktisch alles, was der König tat. Ankiduan war nach den Göttern nur dem König Untertan, und der König fragte seinen Hohepriester vor wichtigen Entscheidungen immer nach seiner Meinung.
Der König selber wurde gleich hinter dem Hohepriester von vier Trägern in einem Thronsessel auf ihren Schultern getragen, so dass die Augen des urukidischen Herrschers in ihrer Weitsicht nicht behindert werden konnten. Er trug den königlichen Namen Amesh, doch dank seines hohen Amtes konnte er sich Amesh-D'Anu nennen.
Dieser Name bedeutete soviel wie König Amesh, Herrscher über den Himmel und das Reich von Uruk, sowie Bewahrer und Vollstrecker des Glaubens an den allmächtigen Himmelsgott Anu.
Himmelskönig Amesh-D'Anu war eine eindrucksvolle Persönlichkeit. Er trug seine weiße Königsrobe mit dem vergoldeten Gürtel, dazu ebensolche Armreifen, sowie seine obligate goldene Krone mit dem Symbol der Dreifaltigkeit, welche die Allmacht des Göttervaters Anu, seines Sohnes Baluum, sowie des Königs von Uruk symbolisierte. Seine Augen, die in dem bärtigen Gesicht mit der markant gekrümmten Nase einen zumeist strengen Ausdruck hatten, nahmen jetzt die Menschen in der Umgebung kaum zur Kenntnis, denn er war tief in düstere Gedanken versunken.
Gleich hinter dem König folgten zwei Standartenträger, die sowohl das blaue Sternenbanner des Anu, als auch das rote Stierbanner von Baluum trugen. Bewacht wurde der königliche Tross von seiner Garde.
So wie alle anderen Bewohner von Uruk hatte auch der König die kurze aber inhaltsschwere gedankliche Botschaft seines Stadtgottes erhalten. Daraufhin hatte er sofort entschieden, dass er näher am Geschehen sein wollte, und umgehend seine Residenz verlassen, welche direkt in den Räumen des eindrucksvollen Himmelstempels Zippurat-D'Anu lag. Der Tempel des Himmelsgottes Anu und des Stadtgottes Baluum war eine gewaltige Stufenpyramide im Zentrum der Stadt, dessen oberster Bereich nur den Göttern vorbehalten war, und daher auch nur bei besonderen Anlässen von Menschen betreten werden durfte.
König Amesh-D'Anu wollte sich ein persönliches Bild von den Vorkommnissen vor der Stadt verschaffen. Ankiduans Stimme hallte dabei wieder und wieder durch die Straßen der Stadt: „Macht Platz für den König!“

Die Gedanken des Himmelskönigs drehten sich um die aktuellen Ereignisse. Die Uriden mussten wirklich verrückt geworden sein, sie so offen anzugreifen. Wahrscheinlich litten sie an der Geisteskrankheit der maßlosen Selbstüberschätzung! Gewiss, das Verhältnis zur nachbarlichen Provinz war immer angespannt gewesen, aber Amesh-D'Anu wäre es nie in den Sinn gekommen, ihre einstigen Verbündeten anzugreifen. Sie hatten es offensichtlich nie verwinden können, dass sich Uruk seinerzeit losgelöst und für selbstständig erklärt hatte. Zum Glück hatten seine militärischen Berater den heutigen Überfall vorausgesehen, und entsprechende Vorbereitungen getroffen.
Wiederholt fragte sich der König, warum ihr Stadtgott Baluum in den Kampf wohl eingegriffen und seinen Worten folgend sogar beendet hatte. So etwas war seines Wissens nach noch niemals vorgekommen. Er war Baluum im Himmelstempel schon öfter gegenüber gestanden, jedoch hatte der Jedaiah nie mehr als allgemeine Ratschläge erteilt, oder Möglichkeiten zu verschiedenen Problemlösungen aufgezeigt. Niemals hatte sich er oder sonst ein Jedaiah so direkt in eine akute Krise eingemischt wie jetzt, obwohl es wahrlich genug Möglichkeiten dafür schon gegeben hätte. Einmal hatte er Baluum dahingehend angesprochen, und daraufhin den tadelnden Verweis erhalten, dass nur die Menschen für menschliche Handlungen verantwortlich seien, und nicht die Götter!
Es musste daher einen tiefgreifenden Grund für sein Einschreiten gegeben haben, sonst hätte ihr Stadtgott niemals so direkte Schritte gesetzt wie er das jetzt offensichtlich getan hatte.
Obwohl Ankiduan den König mit dem Hinweis auf mögliche Gefahren davon abgeraten hatte, wollte er diesmal mit eigenen Augen sehen, was vor seiner Stadt gerade passierte.
Doch der König dachte bereits weiter. Uruk konnte sich diese Provokation von Seiten der Stadt Ur weder leisten noch gefallen lassen. Sein oberster Heerführer Taarokot hatte ihm zwar versichert, den Angriff abwehren zu können, doch wenn sie keine gezielten Gegenschritte setzen würden, wäre das eine Einladung für jeden anderen Stadtstaat des Tieflandes, einen erneuten Angriff auf Uruk zu versuchen. Umma und Lagash warteten bestimmt nur das Ergebnis dieser Schlacht ab. Kisurra, Kish, Akkad und Nippur dachten ebenfalls über Gebietsgewinne nach, wenn man den Spionberichten Glauben schenken durfte. Und die Allianzstädte von Aratta in den östlichen Nebelbergen stellten ebenso ein unkalkulierbares Risiko dar. Dem allen musste endgültig ein Riegel vorgeschoben werden. Und das würde wohl Krieg bedeuten, ob er wollte oder nicht. Er wusste, dass Taarokot lieber auf eine starke Verteidigung setzen würde, doch Ankiduan hatte wohl recht damit wenn er sagte, dass nur entschlossenes Handeln einen dauerhaften Frieden bringen würde. Er wollte sich darüber mit seinen Beratern noch später unterhalten, bevor er irgend etwas entscheiden würde.
Plötzlich wurden seine Gedanken unterbrochen, als er aus einer Seitengasse heraus eine helle Stimme hörte. Sofort wusste der Himmelskönig ohne aufzusehen wer da nach ihm rief, und augenblicklich wurden seine Gedanken noch düsterer.
„Vater, Vater, nimm mich mit! Ich will auch sehen was da draußen vorgeht!“
Das war die unverkennbare Stimme seines Sohnes. Die Tatsache seines Erscheinens hier zeigte, dass er sich über die Regeln hinweg gesetzt hatte. Wieder einmal. Er war trotz seiner Jugend schon ein verdammter Sturkopf, der sich einfach nichts sagen lassen wollte. Ständig versuchte er bewährte Traditionen zu durchbrechen, und trieb ihn dadurch oft bis zur Weißglut. Und wenn er ihn dann zur Rede stellte, pflegte er nur zu antworten, dass er doch der Sohn des Königs sei, und ihm deshalb niemand etwas verbieten konnte.
Geduldig hatte er zusammen mit Lehrern und Erziehern immer wieder versucht ihm zu erklären, dass ganz besonders ein König nicht tun und lassen konnte was er wollte, sondern stets an das Wohlergehen seines Volkes zu denken hätte. Doch sein Sohn ließ es immer wieder darauf ankommen.
Er trug den gleichen Namen wie er selbst, und wenn er einst nach ihm Himmelskönig von Uruk werden würde, dann wäre sein Thronname der Tradition entsprechend Gil'Ghamesh-D'Anu. Das bedeutete in der Sprache seiner neuen königlichen Dynastie der erstgeborene Sohn des Amesh, Diener des Himmelsgottes Anu.
Doch vermutlich würde er auch diese Tradition in der einen oder anderen Richtung verbiegen. Der König seufzte innerlich als er schließlich doch seinen Kopf umwandte und seinen Sohn ansah, der kaum sein zehntes Lebensjahr erreicht hatte.
„Was machst Du hier? Hast Du vergessen das ein Mitglied der königlichen Familie stets im Palast zu bleiben hat, wenn der König unterwegs ist? Wie bist Du überhaupt ins Freie gekommen? Ich hatte doch Unterricht angeordnet?“, herrschte er ihn an.
Aber der kleine Amesh zeigte sich gar nicht schuldbewusst: „Och, der Lehrer war langweilig. Ich bin aus dem Fenster geklettert! Nie darf ich mit Dir zusammen einen Ausflug machen. Aber vielleicht jetzt? Bitte, Vater, nimm mich mit. Ich will auch ganz brav sein.“
Wie oft hatte er seinem Sohn bereits erklärt wie gefährlich ein solches unbeherrschtes Verhalten war. Langsam zweifelte er daran, ob sein Sohn den Sinn dieser Maßnahme jemals begreifen würde. Hoffentlich nicht erst dann, wenn es bereits zu spät war. Sollte dem König irgend etwas zustoßen, dann musste die Dynastie unter allen Umständen gewahrt werden. Und das ging nur mit einem direkten Nachkommen. Zwar könnte auch eine seiner Töchter seine Dynastie fortsetzen indem sie sich einen geeigneten Mann nahm, und ihm damit die Königswürde ermöglichte, aber ein männlicher direkter Nachkomme wäre auf jeden Fall die bessere Alternative. Selbst wenn sich die Erziehung zuweilen etwas schwierig gestaltete. Doch der König hoffte immer noch darauf, das sich das ungezügelte Temperament seines Sohnes mit den Jahren etwas legen würde.
Erst jetzt fiel seinem Vater auf, das sein einziger Sohn und Thronerbe ohne Begleitung unterwegs war!
„Wo sind Deine Wächter?“, fragte er ihn verblüfft.
Jetzt zeigte der kleine Amesh eine Reihe blitzblanker weißer Zähne und erwiderte keck: „Die hab ich abgehängt weil sie lahme Schnecken sind! Ich bin der beste Kletterer der ganzen Stadt, Vater. Schon vergessen?“
Dabei fuchtelte er mit seinem hölzernen Schwert herum, als ob er gegen einen imaginären Feind kämpfen musste. Und als er diesen besiegt zu haben schien, setzte er noch hinzu: „Ein König muss seinen Untergebenen stets Ansporn sein, und in jeder Hinsicht sein Bestes geben! Das hast Du mir selber beigebracht.“
Dabei verdrehte er in bekannter Art und Weise die Worte seines Vaters, um seine eigenen unüberlegten Taten zu rechtfertigen. Wäre der König jetzt nicht auf seinem erhöhten Thronsessel und in der Öffentlichkeit, hätte er seinem Sohn wohl nach dieser Aussage eine Ohrfeige versetzt. Tatsächlich war Amesh ein überaus geschickter Kletterer, aber leider bedachte er dabei niemals das Risiko. Es war pures Glück, dass er bisher noch nicht abgestürzt war, und sich dabei schwer verletzt hatte. Einmal hatte es sein Sohn sogar gewagt, in den heiligen Tempelbezirk des obersten Stockwerkes des Zippurat-D'Anu Zigghorrats hinauf zu klettern, um einen Gott als Spielkameraden zu suchen, wie er später sagte.
Der Himmelskönig verlor jetzt restlos die Geduld mit seinem vorlauten Sohn.
„Das reicht jetzt, Amesh!“
Er hieb mit der Hand auf die hölzerne Lehne seines Sessels, und die Träger stoppten sofort.
„Du gehst auf der Stelle nach Hause, entschuldigst Dich bei Deinem Lehrer für Dein Verschwinden, und bleibst gefälligst dort bis ich wieder zurück komme. Ich habe im Moment wahrlich genug andere Sorgen, als dass ich mich auch noch um meinen verzogenen Sohn kümmern könnte! Ich muss mir wohl auch Deine Mutter vorknöpfen. Ist denn ein bisschen Rücksicht wirklich zu viel verlangt? Unsere Krieger lassen ihr Leben dort draußen auf dem Schlachtfeld, während sie ihre Pflicht für Uruk erfüllen, und Du kannst nicht einmal an einem Tag wie diesen ein wenig Respekt Deinem König gegenüber zeigen! Das Leben ist kein Spiel. Wie oft muss ich Dir das noch erklären?“
Der König hatte sich während dieser Worte halb aufgerichtet. In seinem Gesicht loderte der Zorn. Es war Zorn gegenüber seinem respektlosen Sohn, aber mehr noch sein Zorn darüber, weil er sämtliche Bauprojekte wegen dieses und sicher noch weiterer Kriege, die jetzt unausweichlich folgen würden, zurückstellen musste. Er hatte eigentlich gehofft als König der Stadterweiterung in die Geschichte eingehen zu können, und nun würde er gegen seinen Willen Kriege zu führen haben. Und er würde sie führen. Er würde der Welt seinen Stempel aufdrücken, den Stempel von Uruk. Wenn die Nachbarn glaubten, sein Volk wäre schwach und unentschlossen, dann mussten sie eben eines besseren belehrt werden. Amesh-D'Anu wandte sich an zwei seiner königlichen Wachen:
„Ihr zwei da! Ihr seid mit Eurem Leben dafür verantwortlich, dass mein Sohn in den Tempel zurück gebracht wird und diesen bis auf weiteres nicht mehr verlässt. Habe ich mich klar ausgedrückt?“
Ohne zu zögern salutierten und antworteten die beiden Wachen gleichzeitig: „Sehr wohl! Euer Wille geschehe, erhabener Himmelskönig!“
Augenblicklich verließen sie die Formation und nahmen den kleinen Amesh in ihre Mitte.
Der Junge blies die Luft aus, sagte aber kein Wort mehr. Entweder resignierte er, oder er schien doch endlich zur Vernunft zu kommen. Dem König war es gleich. Er musste sich jetzt um das aktuelle Geschehen kümmern. Laut klopfte er gegen die hölzerne Armlehne, und der Tross setzte sich ohne ein weiteres Wort wieder in Bewegung.
Amesh sah seinem Vater regungslos nach. Wieso konnte er nicht wie andere Väter sein? Wieso konnte er ihn nicht einfach in den Arm nehmen und auf seinem Schoß mitreisen lassen? Die Wachen konnten ja genauso gut auf sie beide aufpassen. Statt dessen musste er nun zurück zu dem langweiligen alten Knacker von Lehrer in den Tempelbezirk, der nichts Besseres zu tun haben schien als Jahre zu zählen, und ständig über Ereignisse zu sprechen, die schon so lange zurück lagen, dass sich niemand mehr so wirklich daran erinnern konnte. Was für ein unsinniger Zeitvertreib. Es zählte nur die Gegenwart. Wieso musste er ständig über Dinge lernen, die ihn gar nicht interessierten?
Einer der zugeteilten Wächter legte ihm eine Hand auf die Schulter: „Na los, junger Prinz, Ihr habt Euren Vater gehört. Gehen wir.“
Er hatte keine Wahl. Wenn er nicht freiwillig gehen würde, dann würden sie ihn packen und wie ein gefangenes Tier mitschleppen! Er kannte das schon zur Genüge. Je mehr er darüber nachdachte, desto mehr kam ihm das Amt des Königs wie eine Gefangenschaft vor. Doch er wollte frei sein. Was war das für ein König, der nicht machen durfte was er gerne machen wollte? Wozu sollte man dann überhaupt König werden wollen?
Amesh setzte sich in Bewegung und die Wachen folgten. Dabei waren sie viel zu nahe für seinen Geschmack. Sein Vater würde ihn wohl am liebsten in einen Käfig stecken wie ein Haustier. Vielleicht kam das ja auch noch.
Zwei Gassen weiter fand Amesh, dass ihn sein Holzschwert nur behinderte. Das war auch so etwas. Andere Kinder in seinem Alter durften schon mit echten Schwertern üben. Und obwohl er der Prinz von Uruk war, hatte er nur so ein albernes Holzschwert. Oder vielleicht gerade deswegen. Wie schön doch die Zeit gewesen war, als er Taarokot bei seinen Jagdausflügen begleiten hatte dürfen. Die Jagd nach Löwen war aufregend! Der Heerführer hatte ihm gezeigt, wie man Spuren verfolgen konnte und sich lautlos bewegte. Das war ein Leben ganz nach seinem Geschmack. Nicht den ganzen Tag im Tempel herum sitzen und alberne eingeritzte Zeichen in Tontafeln studieren wie sein Vater.
Blitzschnell drehte er sich zu einer Wache um und rief: „Seid Ihr schnell genug um das zu fangen?“
Damit warf er sein Holzschwert hoch in die Luft. Natürlich wollten sich die beiden Wächter keine Blöße geben und das Schwert zu Boden fallen lassen. Erwachsene waren so leicht zu durchschauen!
Und als sie sich wieder nach Amesh umdrehten, war dieser schon auf halber Höhe einer Leiter, und kletterte schnell weiter nach oben.
„Kommt sofort da herunter. Kleine Prinzen müssen jetzt nach Hause!“
Doch Amesh fühlte sich frei. Er hatte bereits das Dach erreicht als er sich umdrehte und nach unten schaute: „Nur königliche Wächter die schnell genug sind können mich nach Hause bringen! Fangt mich, und ich tue was Ihr sagt.“
Damit rannte er los und sprang gleich auf das nächste Haus hinüber. Alle Gebäude waren so nahe zusammen gebaut, das man quer durch die Stadt laufen konnte ohne ein einziges mal den Boden berühren zu müssen. Amesh nahm Anlauf und sprang über eine schmale Häuserschlucht.
Als er sich umdrehte, sah er bereits einen der Wächter folgen. Der andere war nicht zu sehen.
„Schneller, Ihr Schnecken! Jedes Kind kann Euch davon laufen!“
Amesh lachte dazu und war schon wieder ein Haus weiter. Er liebte es Fangen zu spielen. Hier war er in seinem Element.

Die Geschichte der Menschheit ist eine nähere Betrachtung wert!

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Beitrag #2 |

RE: DIE BLUTKRISTALLKRIEGE - Buch 1 (Kapitel 1 - Teil 7)
Das Zwischenspiel mit der Reise durch Afrika bis an den Atlantik gefällt mir. Es lockert die Sache auf und steuert dabei einen Überblick über die Frühgeschichte bei. Die ersten Sphinxe und Pyramiden scheinen also auf die erste "Einheitskultur" zurückzugehen, welche die Götter anfangs aufbauen wollten.

Aber dann ist mir etwas unklar:

Zitat:Amesh-D'Anu wäre es nie in den Sinn gekommen, ihre einstigen Verbündeten anzugreifen. Sie hatten es offensichtlich nie verwinden können, dass sich Uruk seinerzeit losgelöst und für selbstständig erklärt hatte.

War es nicht anders herum? Ich hab die vorhergehenden Abschnitte so in Erinnerung, dass Ur sich von Uruk abgespalten hätte. Hmm... muss ich noch mal nachlesen.

Jedenfalls nehme ich an, dass das verzogene Gör noch viel Ärger machen wird. Icon_ugly

Gruß aus der Mittagspause
coco


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Beitrag #3 |

RE: DIE BLUTKRISTALLKRIEGE - Buch 1 (Kapitel 1 - Teil 7)
Hallo coco,

Zitat:Das Zwischenspiel mit der Reise durch Afrika bis an den Atlantik gefällt mir. Es lockert die Sache auf und steuert dabei einen Überblick über die Frühgeschichte bei. Die ersten Sphinxe und Pyramiden scheinen also auf die erste "Einheitskultur" zurückzugehen, welche die Götter anfangs aufbauen wollten.
Es freut mich dass die Örtlichkeiten gleich erkannt wurden. Übrigens, die Pyramide, welche Taarokot bei seiner Expedition gesehen hat, gibt es heute nicht mehr, weil dieses Überbleibsel der ersten Zivilisation im Laufe meiner Geschichte zerstört wird.
An ihrer Stelle ist an der höchsten Erhebung des GIZA-Plateaus nur mehr ein Loch, an dessen Stelle sich viele Ägyptologen die Pyramide von Abu Roasch, bzw die Radjedef-Pyramide vorstellen...
Die drei heute so berühmten großen Pyramiden von Giza stellen lediglich die späteren Versuche der Menschen dar, die ersten Bauwerke zu kopieren, doch das Wissen darum geht schnell verloren.
(Näheres dazu später in meiner Geschichte ab Kapitel 2, wenn wir in das Land der Pharaonen kommen, die es noch gar nicht gibt... )


Zu den angesprochenen politischen Verwicklungen hier zwei Ausschnitte aus früheren Teilen:

Zitat:...denn gerade fächerte die Angriffsarmee aus der 50 Kilometer entfernten Küstenstadt Ur auf. Die ganze Nacht über hatte es geregnet, und entsprechend nass und schlammig war der aufgeweichte Boden auch.
Doch die Uriden ließen sich durch schlechte Witterungsverhältnisse nicht aufhalten. Zu tief lag ihr Hass auf die einstige Bruderstadt Uruk, dessen König sich von Ur abgespalten hatte und nun eigene Götter anbetete. Niemand beleidigte ungestraft den mächtigen Kriegergott von Ur, der ihnen eine mächtige und siegreiche Zukunft versprach.

Zitat:Mashkashat befand sich im Kriegsrausch. Der Gott von Ur stand auf einem Sandsteinblock und beobachtete unter sich sein vorwärts stürmendes Volk. ... Genau wie Baluum war auch Mashkashat ein Besucher von den Sternen, ein Jedaiah, der das Wissen der Götter mit sich führte. Er ließ sich von der Bevölkerung der Küstenstadt Ur anbeten, die ihm zu Ehren auch einen gewaltigen Tempelturm errichtet hatten. Dort im obersten Gemach wartete auch seine menschliche Frau auf die wenigen Momente ihres Glücks, wenn sie der Gott bestieg.
Vor einigen Jahren hatte er bereits eine Allianz mit der Nachbarstadt Uruk geschlossen, doch sie hatte aufgrund der eingebildeten und arroganten Art und Weise, wie der König von Ur über die Bewohner von Uruk bestimmen wollte, nicht sehr lange gehalten. Nun wollte sich Mashkashat die Stadt einfach gewaltsam einverleiben.

Zusammenfassung: Mashkashat, der Stadtgott von Ur, hatte einst den König von Ur dahingehend beeinflusst, eine Allianz mit Uruk zu gründen. Doch der arrogante König der Stadt Ur war so überheblich und machtbesessen, dass der König von Uruk die Allianz wieder für Null und Nichtig erkärt hatte, und sich wieder von Ur getrennt hat. Denn der stolze König von Uruk wird sich niemals den Befehlen eines Allianzpartners plötzlich unterordnen, nur weil dieser darauf besteht.
Ob es noch frühere Verbindungen gegeben hat, ist weder bekannt noch relevant für die Geschichte.
Somit hat sich Uruk von Ur abgespalten, und wieder für selbstständig erklärt. Die beiden sehr ähnlichen Städtenamen sind verwirrend, doch eigentlich ist die zerbrochene Allianz nur ein Vorwand, den Mashkashat dazu benutzt, um seine Uriden aufzustacheln. Er hätte so und so zum Angriff auf Uruk geblasen, weil er seinen Bruder Baluum vernichten will...

Zitat:Jedenfalls nehme ich an, dass das verzogene Gör noch viel Ärger machen wird.
Wir werden bestimmt noch weiter von ihm hören Icon_smile Der junge Prinz von Uruk, den wir aus dem Gilgamesh-Epos kennen, wird dort als launenhaft und unbeherrscht beschrieben. Der Grund dafür sind Erlebnisse in seiner Kindheit, die hier skizziert werden.
Später werden wir ihn auch als einen dann schon älteren urukidischen Königssohn erleben...

lg El Lobo

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