Es ist: 19-11-2019, 04:30
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Mondalphabet (1/6)
Beitrag #1 |

Mondalphabet (1/6)
Vielleicht erkennt der ein oder andere Eliah. Einige Szenen stehen schon auf der Spielwiese und durch einige Motivations-Projekte hat er mich auch begleitet.

Mondalphabet


Prolog - Mittendrin

Eliah war sich sicher: Wenn es einen Gott gab, dann war er ein Spieler. Ein Schachspieler. Jemand, der mit menschlichen Figuren agierte. Er hatte das Gefühl, dass er selbst eine völlig unbedeutende Figur in diesem Spiel war. Ein Bauer, den man einfach opfern konnte.
Ratlos saß Eliah auf seinem Sofa und starrte die Thermoskanne an, die vor ihm auf dem Tisch stand. Silbrig, modern glänzte sie vor sich hin. In ihrer einfachen zylindrischen Form fiel es ihr nicht schwer seine Blicke zu ignorieren. Entschlossen griff er nach ihr und schraubte den Deckel ab. Gespannt wartete er darauf, dass etwas geschah. Er erwartete alles mögliche von einem Blitzschlag, bis zu einem plötzlichen Herzanfall traute er dem Alten alles zu. Aber es geschah nichts. Auf alles gefasst wollte er ebenso leicht den Verschluss im Inneren aufschrauben, doch so sehr er sich auch mühte, zog und zerrte, die Thermoskanne ließ sich nicht öffnen.
„Vielleicht sollte ich auf den nächsten Vollmond warten.“ Ärgerlich wollte er schon das silbrige Ding in die nächste Ecke werfen, überlegte es sich aber dann doch anders und stellte sie stattdessen wieder auf dem Couchtisch ab.

Später versuchte er es noch einmal. Es war wie Magie. Das Mondlicht umfing Eliah silbrig, tauchte die Welt in Grau. Als ob der Verschluss durch einen Zauber gelöst worden wäre, ließ sich die Thermoskanne plötzlich ganz leicht öffnen. Eliahs Herz tat einen Sprung. Wenn er ehrlich zu sich selbst war, wusste er nicht, ob er das Geheimnis dieses Gefäßes überhaupt erkunden durfte oder nicht. Vorsichtig spähte er hinein. Gleichzeitig kam er sich recht albern vor. Es war nur eine Thermoskanne. Was konnte schon gefährliches darin sein? Schließlich hatten sie ihm das Ding erst vor wenigen Tagen anvertraut. Er hob die Kanne näher vor seine Augen. Das Mondlicht war zu schwach, es erhellte den Raum nicht genug. Er schaltete die Lampe neben dem Sofa ein. Für einen Moment musste er blinzeln, aber dann konnte er erkennen, dass ein Stück Papier darin lag. Eliah stutzte. Er sollte ein Blatt mit sich herum tragen? Neugierig geworden schob er zwei Finger in die Kanne und irgendwie gelang es ihm, trotz der schmalen Öffnung, die Papierrolle herauszuholen. Sie fühlte sich alt und trocken an. Beinahe wie ein Stück Stoff. Pergamentartig und staubig. Vorsichtig rollte er das Pergament auf. Im Licht des abnehmenden Mondes zeigten sich ihm seltsame Schriftzeichen. Es musste sich um eine Sprache handeln, aber er verstand sie nicht. Die Symbole wirkten alt, geheimnisvoll und – ihm viel kein anderes Wort ein – magisch. Er konnte sich keinen Reim darauf machen und während er vorsichtig das Pergament wieder zusammenrollte und in die Thermoskanne schob, überlegte er, ob er Maxwell danach fragen sollte. Sollte es ihm aber nicht erlaubt gewesen sein, die Kanne zu öffnen, würde sein Vorgesetzter nicht erfreut sein. Eliah beschloss den richtigen Moment abzuwarten. Entweder würde er sich eines Tages ergeben oder nicht. Oder ich werde vorher deswegen umgebracht.

1. Kapitel - Zuvor

Eliah betrat das Arbeitszimmer seines neuen Vorgesetzen um Viertel nach drei. Nervös ließ er sich auf den ihm zugewiesenen Stuhl sinken. Der alte Herr, der ihm als Maxwell vorgestellt worden war, würdigte ihn eines kurzen Blickes, dann wandte er sich wieder den Papieren auf dem Schreibtisch zwischen ihnen zu.
„Der genaue Zeitpunkt, wann Ihr Arbeitsvertrag beginnt, wäre natürlich noch zu terminieren.“ Eliah musste schlucken. Er hatte heute morgen bereits mehrere Tassen Kaffee getrunken, dennoch fühlte er sich nicht im Stande solch langen Sätzen geistig zu folgen. Aber er nickte brav und hoffte, dass das von ihm erwartet wurde. Schwungvoll kritzelte sein Gegenüber eine Notiz. Mit einer Feder. Das erschien Eliah seltsam. So wie der Raum, der nur von Kerzen erhellt, das Pergament, auf dem geschrieben wurde und erst recht der weißhaarige, runzelige Mann ihm gegenüber, der offensichtlich versuchte mit Methusalem zu konkurrieren. Eliah blinzelte. Er musste sich konzentrieren, gleich würde er seinen Arbeitsvertrag unterschreiben.
„Der Vertrag gilt ab morgen. Ist Ihnen das recht?“ Eliah nickte. Akribisch genau, las er seinen Vertrag durch. Das Gefühl von Endgültigkeit lag in der stickigen Luft und doch wusste er, dass er unterschreiben würde, kaum, dass er das Wort „Arbeitsvertrag“ gelesen hatte.
Eliah setzte seine Unterschrift unter das Dokument. Die Spannung der letzten Tage fiel von ihm ab. Wie im Nebel hatte er die seltsamen Einstellungstests absolviert. Als er das Zimmer verließ war es immer noch Viertel nach drei.

Maxwell sah ihn ernst an.
„Eliah, warum gehen die wichtigsten Schätze immer verloren? Bücher, Juwelen, Reliquien, alles Mögliche verschwindet im Strudel der Zeit, in den Nebeln der Jahrhunderte. Sollte man nicht besser auf solche Dinge aufpassen? Ihnen einen Wächter zur Seite stellen? Die Antwortet darauf lautet natürlich: Ja.“
Gestern hatte er seinen Arbeitsvertrag unterschrieben, heute saß er vor einer silbernen Thermoskanne, die aussah, wie alle anderen auch. Zuerst dachte er, Maxwell würde sich einen heißen Tee einschenken und fragte sich, warum er sich keinen von seiner Assistentin bringen ließ. Aber als diese den beiden Kaffee eingoß, wurde alles noch undurchsichtiger.
„Du darfst sie nicht aus den Augen lassen.“ Maxwell durchbohrte ihn mit seinen unergründlichen Augen. Sie zeigten keine Spur des Alters. Eliah wurde nervös.
„Du musst ihre Spur verwischen. Immer in Bewegung bleiben.“ Gerade wollte Eliah fragen, warum er die Thermoskanne nicht einfach in seine Küche stellen konnte, als sich diese Frage durch Maxwells strengen Blick erübrigt hatte.
„Wieso zerstören wir nicht einfach …“, er überlegte, wusste nicht was darin war, „… ihren Inhalt?“ Maxwell schüttelte in einer fließenden Bewegung den Kopf. Mehr sagte er nicht und mehr traute sich Eliah nicht zu fragen.
„Etwas, das stillsteht kann gefunden werden. Etwas, das sich bewegt weitaus schwerer.“ Ob diese Weisheit vielleicht aus einem Glückskeks stammte? Eliah ließ dies Frage lieber unausgesprochen.
„Und ich soll jetzt …“, er warf einen kritischen Blick auf das silbrige Gefäß, über dessen Wichtigkeit er sich nicht im Klaren war. „… mit diesem Ding durch die Gegend fahren?“ Er versuchte nicht allzu viel Unglauben in seine Stimme zu legen, aber er befürchtete, dass ihm das nicht ganz gelang. Maxwells Blick blieb ernst. Stumm nickte er.

Die Nacht war kalt. Eliah musste die Heizung seines Wagens voll aufdrehen. Doch es dauerte einige Minuten, bis er die warme Luft auf seinem Gesicht spüren konnte. Das kann ja heiter werden, dachte er, während er auch die Scheinwerfer einschaltete. Heute Nacht würde er seine reguläre Runde fahren und die üblichen Plätze kontrollieren, wie auch in den vergangenen Monaten. Während er an der letzten Ampel in der Stadt wartete, dass sie ihn weiterfahren ließ klopfte er ungeduldig auf sein Lenkrad. Er fühlte sich wohler, wenn er die Betonbauten hinter sich gelassen hatte. Wenn ihn nichts anderes umgab, als die Schwärze der Nacht und vielleicht ein paar Bäume.
Er seufzte. Es war seine Aufgabe und er musste sie erfüllen. Egal was geschah. Tief in diese Gedanken über seine Arbeit versunken erreichte er den ersten Parkplatz. Leer. Natürlich war er leer. Wenn Mitternacht vorbei war, trieb sich niemand mehr auf der Landstraße herum und schon gar nicht auf diesen asphaltierten Flächen, auf denen sich nichts befand.
Der Regen hatte ihn eingeholt. In wilden Bächen ergoß er sich über seine Windschutzscheibe und Eliah hatte die Befürchtung in seinem Auto ertrinken zu müssen, sollte sich irgendwo eine undichte Stelle befinden. Er spähte über den Parkplatz in die Nacht hinaus. Kalter, nasser Asphalt - sonst nichts. Am Rande seines Bickfeldes standen ein paar Bäume. Er konnte sich daran erinnern, dass er im Sommer gerne darunter gestanden hatte, um eine Pause zu machen. Sie hatten ihm kühlenden Schatten gespendet und er hatte den Menschen zugesehen, die ebenfalls eine Rast eingelegt hatten. Kinderlachen kam ihm in den Sinn und Frauen, die in stoffarmen Kleidern über den Asphalt stöckelten. Er konnte den Sommerwind riechen, der den Geruch von Gras mit sich brachte, Wärme und Benzin. Eliah musste blinzeln, musste sich auf seine Aufgabe konzentrieren. Er hatte nicht bemerkt, dass ein weiteres Auto auf den Parkplatz gefahren war. Es war an ihm vorbei gerollt und Eliah konnte die roten Rücklichter vor sich sehen. Kaum war es zum Stehen gekommen, flog auch schon die Tür des Fahrers auf und ein Mann stieg aus. Eliah wappnete sich innerlich. Es war noch nie vorgekommen, dass er jemandem begegnet war. Der Mann musste zuvor einen grauen Anzug getragen haben, denn seine Hose hatte diese Farbe. Kaum hatte er sein Auto verlassen, da war sein weißes Hemd auch schon von Regentropfen durchtränkt und klebte ihm am Oberkörper. Mit großen Schritten kam der Fremde auf ihn zu. Blitzartig schossen Gedanken durch Eliahs Kopf. Was konnte er tun? Den Zündschlüssel herumdrehen und einfach losfahren? In seiner Panik würde er wahrscheinlich gegen das andere Auto fahren. Aussteigen und weglaufen? Nein, weglaufen war keine Option. Reflexartig griff Eliah nach der Thermoskanne. Maxwell vertraute ihm, er durfte ihn nicht enttäuschen. Noch bevor er einen Plan schmieden konnte, hatte der Fremde ihn erreicht und riss die Fahrertür auf. Der Regen wurde zu ihm hineingeweht und befeuchtete sein Hosenbein.
„Was willst du?“ Er wollte noch so viel mehr wissen, aber ihm blieb keine Zeit, um danach zu fragen. Der Fremde antwortete nicht. Stattdessen schob er seinen Arm zu ihm hinein, packte ihn am Kragen und zerrte ihn zu sich hinaus in die kalte, feuchte Nacht. Eliah presste die Thermoskanne an seine Brust. Sie war das Einzige, an das er denken konnte. Der Regen durchnässte ihn schnell, floß ihm von der Stirn in die Augen und nahm ihm die Sicht. Der Fremde starrte ihn an und presste ihn gegen das Auto. Eliah konnte die noch warme Motorhaube in seinem Rücken spüren.
„Wo ist es?“ Die Worte rollten knarzend aus dem Mund des Fremden, als ob er selten sprach. Eliah presste die Thermoskanne weiter an seine Brust und versuchte sich mit Unwissenheit zu retten.
„Ich weiss nicht was sie meinen.“ Ohne Vorwarnung schlug ihm der Fremde die geballte Faust gegen den Unterkiefer. Eliahs Zähne klapperten aufeinander und er presste die Lippen zusammen. Er würde sich den Schmerz nicht anmerken lassen.
„Wo ist es?“, knarzte es noch einmal. Eliah schüttelte den Kopf. Der Faustschlag traf ihn unvorbereitet ins Gesicht. Seine Wahrnehmung schwankte. Plötzlich glaubte er das Schlagen von Türen zu hören und sich nähernde Schritte.
„Wo ist es?“ Das Knarzen war nun näher an seinem Ohr. Gefährlich nahe. Dann tauchten zwei weitere Gesichter in seinem Blickfeld auf.
„Er wird schon reden“, sagte einer beiden und hob die Faust. Ein stechender Schmerz explodierte in Eliahs Gesicht, dann umpfing ihn eine gnädige Ohnmacht.

weiter zu Teil 2

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Beitrag #2 |

RE: Mondalphabet (1/6)
Hallo,

das fängt ja schon richtig geheimnisvoll an! Icon_smile
Wir haben also einen "zeitlosen" Chef, sowie Dinge die nicht in der Zeit verloren gehen sollen. Passenderweise macht der Parkplatz - zumindest in der Erinnerung - einen Sprung zurück in den Sommer.
Die Thermonskanne lässt sich nur bei Mondlicht oder eben zu bestimmten Zeiten öffnen und der Zettel darin ... herrjeh, jetzt MUSS ich den nächsten Teil lesen!

Ein Satz ist mir besonders aufgefallen:

Zitat:Ist Ihnen das recht, oder bestehen Sie auf den Beginn des Monats?“ Eliah verneinte.

Was verneinte er denn? Dass es ihm recht ist, oder dass er auf den Monatsbeginn besteht? Mrgreen

Dann bin ich noch über ein paar harmlose Vertipper gestolpert:

Zitat:Ein Bauer, den man einfach Opfern konnte.

Hier wird "opfern" klein geschrieben.

Zitat:Das Mondlicht umpfing Eliah silbrig

"umfing" bitte ohne "p".

Zitat:Schließlich hatten sie ihm das Ding, erst vor wenigen Tagen anvertraut.

Dieses Komma hat für mich keine Existenzgrundlage.

Zitat:Sie war das einzigste, an das er denken konnte

Wenn man schon das Einzigste (statt genauso eindeutig Einzige) sagt, darf man es auch so wichtig nehmen, dass man es groß schreibt. Icon_wink

Viele Grüße und ein schönes neues Jahr
coco


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Beitrag #3 |

RE: Mondalphabet (1/6)
Hallo coco,

vielen Dank für den schnellen Beitrag und überhaupt fürs Lesen und geheimnisvoll finden. Icon_jump
Zitat:
Zitat:Ist Ihnen das recht, oder bestehen Sie auf den Beginn des Monats?“ Eliah verneinte.

Was verneinte er denn? Dass es ihm recht ist, oder dass er auf den Monatsbeginn besteht? Mrgreen

Er verneint es auf den Monatsbeginn zu bestehen. Aber ja es klingt missverständlich. Ich werde da nochmal drüber gehen.

Die Vertipper werden natürlich auch verbessert. Vielen Dank fürs raussuchen. Icon_wink

Es geht bald weiter. Icon_wink

Grüße Lady

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Beitrag #4 |

RE: Mondalphabet (1/6)
Hallo Lady,

Zitat:In ihrer einfachen zylindrischen Form fiel es ihr nicht schwer seine Blicke zu ignorieren.
Hier ist wohl gemerkt ... eine Thermoskanne gemeint! Einfallsreich Icon_smile
Aber immerhin scheint sie ein Geheimnis zu umgeben...

Zitat:„Etwas, das stillsteht kann gefunden werden. Etwas, das sich bewegt weitaus schwerer.“
Sehr kryptisch! Gefällt mir Wave

Sehr gut geschrieben - aber, ein Mann wird brutal aus seinem Auto gezerrt und geschlagen - und hält dennoch eine Thermoskanne offen und sichtbar gegen seine Brust gedrückt? Etwas auffällig, meinst Du nicht?

Jetzt kennen wir MITTENDRIN und DAVOR. Man darf wohl auf das DANACH gespannt sein hurra

lg El Lobo

Die Geschichte der Menschheit ist eine nähere Betrachtung wert!

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Beitrag #5 |

RE: Mondalphabet (1/6)
Hallo El Lobo,

schön, dich hier zu finden. Icon_smile

Zitat:Sehr gut geschrieben - aber, ein Mann wird brutal aus seinem Auto gezerrt und geschlagen - und hält dennoch eine Thermoskanne offen und sichtbar gegen seine Brust gedrückt? Etwas auffällig, meinst Du nicht?

Ich habe mir diese Frage auch schonmal gestellt. Aber ich habe es dann doch so gelassen, weil es zeigen soll, dass Eliah darauf trainiert ist, dass Ding nicht aus den Augen zu lassen und mit seinem Leben zu beschützen. Außerdem: Die Angreifer wissen nicht, dass sie nach der Thermoskanne suchen. Icon_wink

Vielen Dank fürs Lesen, dein Lob und die Anmerkungen. Icon_smile

Grüße Lady

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Beitrag #6 |

RE: Mondalphabet (1/6)
Hallo Lady, 

Es fängt ja schon mal spannend an. Diese Geschichte wollte ich schon einmal lesen und kommentieren, warum ich es letztendlich doch nicht gemacht habe, weiß ich nicht mehr  Icon_confused Icon_slash

Zitat:Eliah war sich sicher: Wenn es einen Gott gab, dann war er ein Spieler. Ein Schachspieler. Jemand, der mit menschlichen Figuren agierte. Er hatte das Gefühl, dass er selbst eine völlig unbedeutende Figur in diesem Spiel war. Ein Bauer, den man einfach opfern konnte. 
Wieder so ein starkes Bild  Icon_smile 
Übrigens: Hier klebst du nicht so an den Namen, fällt mi gerade mal auf

Zitat:Ärgerlich wollte er schon das silbrige Ding in die nächste Ecke werfen, überlegte es sich aber dann doch anders und stellte sie stattdessen wieder auf dem Couchtisch ab.

Später versuchte er es noch einmal. Es war wie Magie. Das Mondlicht umfing Eliah silbrig, tauchte die Welt in Grau. 
Da hast du eine Dopplung von silbrig und grau passt für mich auch nicht so in den Kontext. Weil Silber glänzt und grau ist eher stumpf.

Zitat:„Etwas, das stillsteht kann gefunden werden. Etwas, das sich bewegt weitaus schwerer.“ Ob diese Weisheit vielleicht aus einem Glückskeks stammte? Eliah ließ dies Frage lieber unausgesprochen.

„Und ich soll jetzt …“, er warf einen kritischen Blick auf das silbrige Gefäß, über dessen Wichtigkeit er sich nicht im Klaren war. „… mit diesem Ding durch die Gegend fahren?“ Er versuchte nicht allzu viel Unglauben in seine Stimme zu legen, aber er befürchtete, dass ihm das nicht ganz gelang. Maxwells Blick blieb ernst. Stumm nickte er.
Dann wäre er ja ein Leben lang auf der Flucht, wenn man danach geht oder eine Art Staffellauf. Bin mal gespannt, was auf dem Papier steht. Wenn ich nach dem Titel gehe... mmm und natürlich die Bedeutung.

Zitat:Heute Nacht würde er seine reguläre Runde fahren und die üblichen Plätze kontrollieren, wie auch in den vergangenen Monaten. 
Erinnert mich stark an die Revierfahrer vom Sicherheitsdienst  Mrgreen

Zitat:Kaum hatte er sein Auto verlassen, da war sein weißes Hemd auch schon von Regentropfen durchtränkt und klebte ihm am Oberkörper. 
Vom Regen durchnässt klänge weniger pathetisch und hat die dieselbe Aussage

Zitat:„Ich weiss nicht was sie meinen.“
Anrede groß und weiß 

Kleiner Denkfehler. Wenn Eliah diese Thermoskanne so auffällig fest an seine Brust presst, muss der Fremde sie doch sehen. Dann haute er ihm auf die Nase und nimmt sich das Schmuckstück.

Ich bin echt total gespannt, wie es weiter geht

Gruß Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #7 |

RE: Mondalphabet (1/6)
Hallo Persi,


Zitat:Übrigens: Hier klebst du nicht so an den Namen, fällt mi gerade mal auf

Das hier ist ja auch die neueste Geschichte, die online ist. Vielleicht hab ich mich da echt unbewusst verbessert? Icon_confused


Zitat:Da hast du eine Dopplung von silbrig und grau passt für mich auch nicht so in den Kontext. Weil Silber glänzt und grau ist eher stumpf.

Sorry, aber den Satz mag ich einfach und ich denke, ich werde ihn behalten. Genau genommen ist Mondlicht ja auch nicht wirklich silbrig und die Nacht glänzt ja deshalb auch nicht. Daher finde ich schon, dass nachts alles grau wirkt. Nennen wir es mal künstlerische Freiheit. Mrgreen

Zitat:Erinnert mich stark an die Revierfahrer vom Sicherheitsdienst  [Bild: mrgreen.gif]

Sehr gut, dann habe ich ja bei völliger Ahnungslosigkeit alles richtig gemacht. Icon_jump


Zitat:Kleiner Denkfehler. Wenn Eliah diese Thermoskanne so auffällig fest an seine Brust presst, muss der Fremde sie doch sehen. Dann haute er ihm auf die Nase und nimmt sich das Schmuckstück.

Hmm, das haben die anderen auch schon angemerkt. Aber ich wollte damit zeigen, wie sehr er darauf trainiert ist auf das Ding aufzupassen. Andererseits, wissen die ja nicht, dass sie nach der Thermoskanne suchen. Ich überlege mal, wenn es wie ein Fehler wirkt ist das natürlich nicht optimal. Icon_slash

Auch hier wieder: Vielen Dank für deinen Kommi und es freut mich, dass mein Eliah gut anzukommen scheint. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

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