Es ist: 13-11-2019, 00:10
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Mondalphabet (3/6)
Beitrag #1 |

Mondalphabet (3/6)
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4. Kapitel - Währenddessen

Er hatte von einer Oase geträumt und wusste, dass es mehr als nur ein Traum war. Glühend heiß brannte die Sonne auf ihn herab. Cornelius ließ sein Kamel einfach laufen. Das Tier würde ihn schon zur nächsten Wasserstelle bringen. So war es auch gewesen und nun saß er im Schatten einer Palme und erholte sich von dem langen Ritt. Er wunderte sich noch darüber, wohin sein Kamel verschwunden war, als er plötzlich ein Keuchen hörte und knirschende Schritte, die sich näherten. Instinktiv kauerte sich Cornelius hinter den Stamm einer Palme, auch, wenn er nicht glaubte, dass ihm Gefahr drohte. An der Kleidung erkannte er, dass sich ihm ein Priester Thots näherte, ein Mondpriester. Er schien etwas bei sich zu tragen. Cornelius hätte sich ihm gerne genähert, um herauszufinden, was es war, doch sein Gefühl sagte ihm, dass er besser in seinem Versteck bleiben sollte.
Er sah zu, wie der Priester, das was er mitgebracht hatte im Sand verscharrte. Dann verschwand er ebenso rasch wieder, wie er gekommen war, nicht ohne sich ständig umzusehen. Cornelius wusste, dass er eben Zeuge von etwas Wichtigem geworden war. Ebenso wusste er, dass es ein Traum war, denn die Nacht brach herein, ohne dass er sich der zerfließenden Zeit bewusst war. Plötzlich leuchteten die Sterne über ihm und ein voller Mond sandte sein silbriges Licht herab. Er fror. Doch er besaß nichts, um sich gegen die Kälte zu schützen. Gerade fragte er sich, ob es ihm nicht möglich wäre diesem Traum zu entfliehen und in seinem warmen Bett aufzuwachen, als etwas geschah. Zunächst spürte er es mehr, als dass er es sah und selbst dieses Gefühl war mehr als unbestimmt. Die Luft war stromgeschwängert, wie vor einem Gewitter und jedes Haar an Cornelius Körper vibrierte. Er stand auf und lehnte sich gegen die Palme. Automatisch richtete sich sein Blick auf die Stelle, an der der Priester etwas vergraben hatte. Cornelius konnte keine Änderung erkennen, glaubte schon sich geirrt zu haben. Doch dann kam der Mond hinter einer Wolke hervor und schickte sein Licht auf den Sand. Cornelius musste blinzeln. Der Sand blieb nicht länger grau wie die Nacht, er wurde auch nicht silbern wie das Mondlicht, im Gegenteil er schien nicht mehr vorhanden zu sein. Der Gegenstand war nicht länger eingegraben. Er thronte jetzt auf dem Sand, als ob ihn jemand einfach fallen gelassen hätte und wartete. Es wartete auf ihn. Da war sich Cornelius sicher. Er näherte sich. Es schien ihn zu rufen. Lautlos aber intensiv. Nach wenigen Schritten hielt er es in Händen. Cornelius sah ein Pergament vor sich. Mit Schriftzeichen, denen sein Verstand keinen Sinn entlocken konnte und doch wusste er, dass sein Schicksal mit diesen Blättern verknüpft sein würde. Er schloss die Augen und badete sein Gesicht in den Mondstrahlen. Er wusste es einfach, damit würde er die Vergangenheit verändern können.
Das Pergament in seinen Händen fühlte sich nach Macht an. Er hielt die Augen geschlossen und sah. Er sah Maren vor sich, wie sie am Frühstückstisch saß. Mit einer Hand hielt sie ein Stück Toast, mit der anderen blätterte sie in der Tageszeitung. Cornelius mochte es, ihr dabei zuzusehen. Sie sah konzentriert und gleichzeitig ungeschickt aus, dass er sie am liebsten in den Arm genommen hätte. Aber er wusste, dass er sie nicht stören durfte. Sie hasste es. Jeden Morgen musste er warten, bis sie die erste Tasse Kaffee getrunken und die erste Scheibe Toast gegessen hatte, erst dann durfte er seine Frau ansprechen. Das Bild verblasste gerade, als er glaubte den Kaffee tatsächlich riechen zu können. Er wusste es war Vergangenheit, was er dort gesehen hatte. Seine Fingerspitzen, die das Pergament hielten kribbelten. Sein Blick konzentrierte sich auf die Schriftzeichen und er sah wieder etwas. Sich selbst und das Pergament. Dann sah er wieder Maren vor sich, die am Frühstückstisch saß. Diesmal mit schon ergrautem Haar. Und er wusste, dass es seine Zukunft sein konnte.
Schweißgebadet erwachte Cornelius. Lustlos strich der Wind durch die seidenen Vorhänge und versprach ihm Kühlung. Doch er war zu schwach, als das ihm das gelungen wäre. Cornelius befreite sich aus der Bettdecke. Er wusste, dass er geträumt hatte und wusste gleichzeitig, dass er ein Stück Wahrheit gesehen hatte.

„Was tut das Mondalphabet? Was ist so wichtig daran?“ Eliah musste sich setzen. Er wäre heute schon wieder fast gestorben und wollte wissen wofür. Bisher waren seine Fragen geschickt umgangen worden. Maxwell legte die Fingerspitzen aneinander und Eliah bereitete sich darauf vor weitere kryptische Erklärungen zu hören.
„Es macht den Leuten Versprechungen.“ Eliah sagte nichts und wartete ab. Er wusste, dass sich Maxwell auf die Wirkung seiner Worte verließ.
„In ihm ruht eine Macht, die demjenigen, der es in Händen hält, genau das zeigt, was er sich wünscht.“ Maxwell machte wieder eine Spannungspause, als ob er vor Publikum sprechen würde und nicht nur vor Eliah. Dieser versuchte auf seinem Stuhl, eine bequeme Position zu finden. Jeder Knochen im Leib tat ihm weh.
„Und es verspricht ihm die Erfüllung seines Wunsches.“ Eliah überlegte einen Moment.
„Nur im Mondschein?“ Seine Frage war nur halbernst gemeint, aber Maxwells Blick war es umso mehr.
„Ganz genau.“
„Und die Leute glauben das?“ Eliah war sich nicht so ganz sicher, welche Leute er meinte, aber er glaube diejenigen zu meinen, die ihn verfolgten.
„Natürlich. Für manche ist ein wenig Magie die letzte Hoffnung.“
Eliah wurde nachdenklich. Er war heute wieder nicht gestorben, obwohl er es hätte müssen und doch saß er hier und konnte philosophische Gespräche führen. War es da so unglaublich, dass die Menschen – zumindest ein paar – an Magie glaubten. Oder vielmehr an das Mondalphabet? Er dachte an all die Pilger die loszogen, um einem Wunder beizuwohnen. Die schrecklich schmeckendes Wasser tranken, weil sie sich Heilung versprachen. Sie glaubten so fest daran, dass sie ihn dafür töten würden. Also musste er auch daran glauben. Zumindest daran, dass sie es glaubten.

Cornelius schrieb sich seinen Traum in allen Einzelheiten auf. Ihm waren vielmehr Bilder als Worte im Gedächtnis hängen geblieben, doch der Versuch einen Pinsel zu führen, war gescheitert. Über dieser Arbeit, zu später Stunde, war er eingenickt. Als er erwachte und versuchte wieder in den Fluss der Worte einzutauchen, war ihm eines ins Auge gefallen, an das er sich nicht erinnern konnte. Mondalphabet. Cornelius wusste, dass sie es so nannten. Auch wenn er weder wusste, wer „sie“ waren, noch was „es“ genau war. Dennoch begannen Cornelius unstete Gedanken eine Verbindung zu erahnen. Warum sonst sollte ein Priester des Mondgottes mit einem Pergament durch die Wüste wandern, wenn es keine Verbindung gab? Er unterstrich das Wort und arbeitete weiter an seinen Aufzeichnungen. Er durchschritt die Regaltunnel fieberhaft auf der Suche nach dem Mondalphabet. Dabei nahm er alle Schriften mit, derer er habhaft werden konnte. Alles was eine Verbindung zu Ägypten, dem Pergament und den Priestern Thots herstellen konnte. Aber auch am Ende dieses Tages hatte er keinen Beweis dafür finden können, dass das Pergament tatsächlich existierte, aber auch nichts, was das Gegenteil bewies.
Nächtelang stand er schlaflos an seinem Fenster und starrte in die Nacht hinaus. Seit seinem Wüstentraum konnte er in Vollmondnächten nicht mehr schlafen. Er grübelte über das Pergament nach. Über das Gefühl, als er es in Händen hielt. Hoffnung; die ihn plötzlich durchströmt hatte und das unleugbare Wissen, dass er damit eine Alternative für sein einsames Leben schaffen konnte. Hätte ihm jemand davon erzählt, hätte er es nicht geglaubt. Überhaupt war sein ganzes bisheriges Leben von Unglauben beherrscht worden, er glaubte nur das, was er wirklich sah, was er anfassen konnte. Aber dieses Gefühl ließ ihn nicht los. Er würde solange keine Ruhe finden, bis er das Pergament tatsächlich besaß, oder einen Beweis dafür gefunden hatte, dass es nicht existierte.

5. Kapitel - Zwischendurch

Die Nacht war warm und ein angenehmer Luftzug strömte durch die Wohnung. Sie stand, nur in ein Bettlaken gehüllt und von Mondlicht umspült am Fenster. Still ließ sie ihren Blick über die Dächer der Stadt schweifen, ebenso wie ihre Gedanken.
Eliah erwachte. Er spürte nicht mehr die vertraute Wärme neben sich. Auf nackten Füßen verließ er das Schlafzimmer und fand sie im Wohnzimmer. Im kalten Schein des Mondes stand sie vor den bodentiefen Fenstern und sah hinaus. Eliah lächelte.
Er umarmte sie von hinten, schmiegte seinen Bauch an ihren Rücken.
„Was ist los, Annabell? Kannst du nicht schlafen?“
„Wer bist du Eliah?“ Sie sah ihn nicht an, starrte noch immer auf die silbrigen Dächer der Stadt. Wie in Zeitlupe legte sie eine Hand an die kühle Fensterscheibe.
„Deine Wohnung ist so …“, sie unterbrach sich, als ob sie erst nach dem richtigen Wort suchen müsste.
„Unpersönlich“, brach es dann aus ihr heraus, „wie ein Hotelzimmer.“
„Wie meinst du das?“ Er ließ sie nicht los und sie machte keinen Versuch sich aus seiner Umarmung zu befreien.
„Ich sehe nichts Persönliches von dir. Keine Uhr deines Großvaters, kein Bild deiner Familie. Ich kann noch nicht mal deine Lieblingsfarbe erkennen. Es ist als ob du keine Vergangenheit und keine Zukunft hast.“

Das Pergament fühlte sich trocken zwischen seinen Fingern an. Er hatte nicht daran gedacht seine Handschuhe anzuziehen, wie er es meistens tat. Cornelius Augen überflogen den Text. Er konnte die winzigen Buchstaben kaum entziffern. Konzentriert kniff er die Augen zusammen. Automatisch übertrug er die Worte aus dem Lateinischen und schrieb die Übersetzung auf das bereitgelegte Papier. Ihm wurde heiß und der Schweiß lief ihm den Rücken herunter. Beinahe vergaß er mitzuschreiben. Der alte Text verriet ihm etwas Wichtiges. Den Luxus einer „zuverlässigen Quelle“ konnte sich Cornelius nicht leisten. Dafür war sein Forschungsgebiet zu mystisch, zu speziell. So gut wie verschwunden in den Strudeln der Zeit. „Das Mondalphabet existiert“, fasste er zusammen, um den Worten mehr Realität zu verleihen, wenn er es laut aussprach.
„Sie bewachen es.“ Seine Stimme wurde ernster. Wäre noch jemand im Raum gewesen, hätte er sich wohl vor Cornelius gefürchtet.

Wer war nur der fremde, alte Mann, der ihm aus seinem Spiegel heraus anstarrte? Eliah schloss die Augen, als ob sich die Antwort in seinem Inneren verbergen würde. Er schaufelte sich mit der Hand kaltes Wasser in das Gesicht, um seinem alten Selbst wieder näher zu kommen.
„Ich bin zu alt für diese Nachtschichten“, dachte er, während er sich abtrocknete. Erneut wagte er einen Blick in den Spiegel. Der Fremde sah ihm ein wenig ähnlich – wie ein entfernter Verwandter. Resigniert warf er das Handtuch auf den Halter. Wasser würde ihm nicht helfen.
Viel zu schnell senkte sich die Dämmerung über die Welt und Eliah war wieder unterwegs.
Die Scheinwerfer seines Wagens durchschnitten die Nacht. Die Welt um ihn herum schien menschenleer zu sein. Er fuhr dem aufgehenden Mond entgegen. Bald würde ein vollkommenes Himmelsgestirn die Nacht erhellen. Eliah hatte einmal gelesen, dass es Menschen gab, die in solchen Nächten schlecht schliefen. Er glaubte dieser Theorie. Vollmondnächte waren solche, in denen er am Vorsichtigsten sein musste. Es war, als ob der Himmelskörper die Menschen mit einem Gesang rufen würde. Die Menschen ohne Skrupel. Solche die für fünf Minuten Ruhm alles tun würden. Nicht nur zu Dieben wurden, sondern auch zu Mördern. Eliah missfiel dieser Gedanke, denn es wäre sein Körper, der dann in irgendeinem Waldstück gefunden würde. Er blinzelte diese trüben Gedanken fort, es war Zeit für eine Rast. Eliah fuhr auf den Parkplatz, den er schon öfter für seine mitternächtliche Kaffeepause benutzt hatte. Er zog die Handbremse an, ließ den Motor ersterben, stieg aber nicht aus. Hoffnungsstarr saß er hinter dem Lenkrad und wünschte sich zurück unter seine Bettdecke. Kurz schloss er die Augen und tastete auf den Beifahrersitz neben sich. Da war sie. Seine Thermoskanne. Ganz plötzlich – wie sie gekommen war- fiel die lähmende Starre wieder von ihm ab. Eliah öffnete die Tür, nahm seine Thermoskanne heraus und stieg aus. Seine Schritte führten ihn, wie selbstverständlich, um das Auto herum. Er setzte sich auf die warme Motorhaube und trank seinen Kaffee. Er beruhigte ihn und hielt seine Gedanken dort, wo sie sein sollten. Tief in seinem Hinterkopf.
Der Kaffee war heiß und tat seine Wirkung. Eliah schloss die Augen und als er sie wieder öffnete trank er seine Tasse leer und stieg wieder in sein Auto. Nach einem raschen Blick zu der Thermoskanne neben sich startete er den Motor und fuhr zurück in die Nacht. Er spürte dass etwas nicht stimmte. Die Nacht war zu hell. Mehr Dämmerung als Dunkelheit. Sogar für eine Vollmondnacht. Er versuchte seine Aufmerksamkeit auf dieses Gefühl zu lenken. Doch es entglitt ihm, aber anstatt zu verschwinden begann es in ihm zu wachsen. Eliah wurde unruhig. Er fuhr schneller, musste seine allnächtliche Runde beenden.
Wütend kam er zu Hause an. Keine Vorkommnisse. Noch immer war die Welt mondbeschienen und menschenleer. Aber Eliah wurde von einem Gefühl zernagt, welches er bisher immer mit seinem Kaffee hinfortgespült hatte. Die Angst vor der Zukunft.

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Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #2 |

RE: Mondalphabet (3/6)
Hallo,

hast du mit diesem Kapitel absichtlich auf den Vollmond gewartet?
Icon_smile
Ich hab zwar immer noch keine genaue Ahnung, warum er jede Nacht dieselben Orte besuchen muss, aber immerhin verrätst du endlich, was das Mondalphabet denn nun macht. Es zeigt einem also was man gern hätte, und redet einem ein, dass es möglich wäre.
Da fragt man sich doch, ob das Alphabet nicht doch die Vergangenheit ändern kann, was Maxwell nur verschweigt, damit Eliah den Zettel nicht klaut. Womit wir dann wieder beim ersten Kapitel wären ... aber gut, hier ja mein Rotstift:

Zitat:Er sah zu, wie der Priester, dass was er mitgebracht hatte im Sand verscharrte.

Das im Sinne von dieses/jenes/Welches mit nur einem s.

Zitat:ohne das er sich der zerfließenden Zeit bewusst war

als das er es sah

Er spürte das etwas nicht stimmte.

Solche Dass dafür bitte mit Doppel-s.

Zitat:Der Gegenstand, war nicht länger eingegraben

Das Komma kommt mir so sinnlos vor. Möchtest du es nicht für später aufheben ...

Zitat:Mit einer Hand hielt sie ein Stück Toast (Komma) mit der anderen blätterte sie in der Tageszeitung.

... für hier? Icon_wink

Zitat:Jeder Knochen im Laib tat ihm weh.

Icon_smile Ich stelle mir Eliah gerade als Brot vor.
https://de.wikipedia.org/wiki/Laib
https://de.wikipedia.org/wiki/Leib

Zitat:Ich sehe nichts persönliches von dir.

Das Persönliche gehört groß.

Zitat:Die Menschen ohne Skrupell

Skrupel mit nur einem l.

Zitat:Seine Schritte führten ihn (entweder Komma) wie selbstverständlich (oder hier auch keins), um das Auto herum.

Vollmondgrüße
coco


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Beitrag #3 |

RE: Mondalphabet (3/6)
Hallo coco,

es ist schön zu sehen, das du die Geschichte so treu verfolgst.

Zitat:hast du mit diesem Kapitel absichtlich auf den Vollmond gewartet?

Nee, das war purer Zufall. Icon_wink

Zitat:Ich hab zwar immer noch keine genaue Ahnung, warum er jede Nacht dieselben Orte besuchen muss, aber immerhin verrätst du endlich, was das Mondalphabet denn nun macht.

Um ehrlich zu sein, ich weiss es auch nicht so genau. Es geht nur darum, die Thermoskanne in Bewegung zu halten. Ich hoffe mal am Ende kann man über diese Lücke hinwegsehen. Ich wollte ihn einfach nur was tun lassen. Icon_slash

Zitat:Ich stelle mir Eliah gerade als Brot vor.

Doh Ich war mir so sicher, dass ich das extra nachgeschlagen habe. Vermutlich habe ich es dann falsch verbessert. Icon_ugly

Vielen Dank auch für deine anderen Korrekturen. Du findest immer wieder meine Schwachstelle mit dem Kommata und dem das/dass. Wird natürlich alles ausgebssert.

Danke auch fürs Lesen und deinen Kommentar. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

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Beitrag #4 |

RE: Mondalphabet (3/6)
Hallo Lady, 

Keine Ruhe vor dem Bösen  Icon_lol da bin ich wieder. Ich liebe diese Geschichte wirklich und lese sie mit großer Spannung. Read

Den ersten Satz würde ich komplett streichen. Lass doch den Leser eine kleine Weile im Dunkeln tappen, dass Cornelius träumt. Das erhöht die Spannung.
Gut finde ich, dass du die Nuancen des Mondlichts gekonnt einsetzt, um Stimmung zu erzeugen. 
Im ersten Block könntest du mehr Absätze einbauen, das erhöht die Spannung. 

Zitat:Wer war nur der fremde, alte Mann, der ihm aus seinem Spiegel heraus anstarrte? Eliah schloss die Augen, als ob sich die Antwort in seinem Inneren verbergen würde. 
Ist Eliah schon länger im Geschäft? Ich dachte die ganze Zeit, er stünde noch relativ am Anfang. Aber auch Annabells Frage, wer er denn sei, lässt diese Vermutung zu. Trotzdem so einen kleine Satz als Hinweis wäre schon ganz nett.

Zitat:Eliah missfiel dieser Gedanke, denn es wäre sein Körper, der dann in irgendeinem Waldstück gefunden würde.
Diese Todesangst zieht sich wie ein roter Faden. Bisschen störend finde ich das schon, dass er so drauf rumreitet und wenn schon, dann würde ich das auch durch Synonyme umschreiben. Vielleicht dass er sich von Familie und Freunden zurück gezogen hat oder dass er der Beziehung zu Annabell keine Chance gibt.

Zitat:Eliah wurde unruhig. Er fuhr schneller, musste seine allnächtliche Runde beenden.
Fährt er das Ding einfach nur spazieren? Wie kann ich mir die Runden vorstellen? Bitte etwas mehr Erklärung.

Dieser Cornelius scheint ja wider Willen zum Bösen zu werden. Er war mal ein guter Kerl, bis er die geliebte Frau verloren hat und setzt alles dran, sie mit dem Mondalphabet zurück zu bekommen. 

Ich finde deine Geschichte sehr spannend zu lesen, trotz meiner Kritiken und freu mich jetzt auf das nächste Kapitel.

Liebe Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #5 |

RE: Mondalphabet (3/6)
Hallo Persi,


Zitat:Ich liebe diese Geschichte wirklich und lese sie mit großer Spannung. [Bild: icon_read.gif]

Das freut mich, ich mag sie auch immer noch sehr gerne, obwohl sie ja auch schon 2 Jahre alt ist. Aber ich mag den Eliah halt auch. Icon_cuinlove


Zitat:Den ersten Satz würde ich komplett streichen. Lass doch den Leser eine kleine Weile im Dunkeln tappen, dass Cornelius träumt.

Ich verstehe natürlich, was du meinst. Aber ich wollte eben schonmal andeuten, dass es eben doch nicht nur ein Traum. Ich überlege auch hier nochmal.


Zitat:Ist Eliah schon länger im Geschäft?

Ja, inzwischen ist er das. Ich wollte das damit andeuten, dass er älter aussieht, aber auch die Zwischenüberschriften, sollten das zeigen. Das Bewerbungsgespräch ist nämlich mit "vorher" überschrieben.  Das war hier ein wenig das Experiment, dass man das eher aus dem Kontext schließen soll, als das ich es deutlich sagen muss. Ist das zu versteckt? Icon_confused


Zitat:Diese Todesangst zieht sich wie ein roter Faden. Bisschen störend finde ich das schon, dass er so drauf rumreitet und wenn schon, dann würde ich das auch durch Synonyme umschreiben.

Hmm, ich wollte damit deutlich machen, dass er einen gefährlichen Job hat und das er eben nicht unverletzlich ist, also durchaus getötet werden kann. Ich werde, aber darauf mal achten, ob das wirklich zu oft erwähnt ist.


Zitat:Fährt er das Ding einfach nur spazieren? Wie kann ich mir die Runden vorstellen? Bitte etwas mehr Erklärung.

Ähm ja, er fährt das Ding nur spazieren. Genau dieser Fehler ist mir schon während dem Schreiben aufgefallen, aber Eliah muss ja irgendwas machen. Deshalb sagt Maxwell mal irgendwann, dass die Thermoskanne in Bewegung bleiben muss.


Zitat:Dieser Cornelius scheint ja wider Willen zum Bösen zu werden. Er war mal ein guter Kerl, bis er die geliebte Frau verloren hat und setzt alles dran, sie mit dem Mondalphabet zurück zu bekommen.

Sehr gut, genau das wollte ich so darstellen. Ich wollte keinen Bösewicht, der einfach nur böse ist. Niemand ist einfach nur böse. Danke für den Hinweis, dass das funktioniert hat. Icon_smile

Ja und überhaupt vielen Dank für das Durchhalten und überhaupt dafür, dass ich jetzt mal einen Vergleich zwischen meinen Geschichten habe. Es sollte zwar jede für sich stehen, aber anscheinend, habe ich mit den Jahren doch so etwas wie eine Entwicklung durchgemacht. Sowas fällt einem selbst ja nicht auf, zumal man ja selten die alten Dinger nochmal liest. Icon_wink

Bis zum nächsten Teil,
Lady

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