Es ist: 21-10-2021, 00:14
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Umfrage: 13. MoPro, Terminvorschläge
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Motivationsprojekt das 13. Anmelde- und Plauderthread
Beitrag #181 |

RE: Motivationsprojekt das 13. Anmelde- und Plauderthread
Wave keiner da heute abend? Muss ich mal schimpfen Icon_motz

Ich stecke mal wieder fest. Ich habe gerade das Gefühl, dass meine Fantasie mit mir durchgeht und ich verworrenes Zeug schreibe. Auf der anderen Seite ist es irgendwie total cool und spannend - aber vielleicht besser für eine andere Geschichte? Blöde Zweifel, und dauernd muss man Entscheidungen treffen. Back to work, I guess. Read Write Icon_panik


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Beitrag #182 |

RE: Motivationsprojekt das 13. Anmelde- und Plauderthread
Das Netz wird dichter, aber die Einflechtung des Krieges und der Gesamtsituation in die persönlichen Schicksale stimmt noch nicht. Ich habe jetzt ein dichtes Geflecht von Beziehungen, aber nicht alle Entscheidungen sollen daraus resultieren, ich möchte, dass der erste Krieg viel mehr Auswirkungen auf die handlungsweise der Charas hat. Es gibt sicher einige, die der Krieg nichts angeht, aber einige sind unmittelbar betroffen und sollten entsprechend handeln - da muss ich jetzt drüber nachdenken und damit verabschiede ich mich für heute. Ist auch nicht so spannend, hier Monologe zu halten.

Gute Nacht und bis morgen. music


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Beitrag #183 |

RE: Motivationsprojekt das 13. Anmelde- und Plauderthread
Hallo Leute,

mich gibts immer noch! Ich schreibe sogar ein wenig. Allerdings komme ich aktuell eher langsam voran, was aber nicht mit schlechtem Vorankommen gleichzusetzen ist. Habe aber das Gefühl, dass ich, wenn ich jeden Tag aufschreibe, wie wenig ich im Vergleich zum Vorgenommenen schaffe, mich dadurch eher demotiviert finde. Ich weiß, das entspricht nicht den ehernen Regeln des MoPro, aber ich mach's trotzdem erstmal so.
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Beitrag #184 |

RE: Motivationsprojekt das 13. Anmelde- und Plauderthread
@all
Danke schön! Die Besserungswünsche sind angekommen und wirken Icon_wink Sitze zwar immer noch in meinem Loch, aber es ist nicht ganz so tief, wie es gestern noch den Anschein hatte. Hoffe ich.

Deshalb versuche ich es heute nochmal mit schreiben, kann aber nicht versprechen, allzu gesprächig zu werden. Aber hier haben sich ein paar Sachen angesammelt, zu denen ich was sagen will, deshalb nutze ich den Thread mal zum Warmschreiben Icon_wink

slainte schrieb:Findet Ihr es legitim, eine Idee zu benutzen, die schon mal da war? Ich habe da ein Erkennungsmerkmal für zwei Personen entwickelt und dann festgestellt, dass es in der Form in einer anderen Geschichte existiert.
Ich persönlich bin inzwischen vollkommen davon weg, dass meine Ideen einzigartig sein müssen. Es gibt einfach soooo viele Bücher/Filme/Geschichten auf der Welt, da halte ich es für so gut wie unmöglich, noch wirklich "neue" Ideen zu haben. Mir ist in erster Linie wichtig, dass meine Idee MICH überzeugt.
Elfen und Orks im Weltraum: Nix neues. Aber ich find es toll und es begeistert mich.
Einsame Raumstation, auf der irgendwas den Helden ans Leder will? 80% aller SciFi-Horror-Filme haben diesen Plot Icon_ugly

Also ich würd wahnsinnig werden, wenn ich da alles "noch nie dagewesen" machen wollte.
Ich kann nachvollziehen, dass es ärgerlich ist, zu glauben, man hätte die superoriginelle und einzigartige Idee gehabt und dann rauszufinden, dass es das schon gibt. Aber wichtig ist doch: Passt es zu deiner Geschichte, zu deinen Personen und zu dir?

Vampire glitzern zu lassen - Verdammt, das war mal eine Idee, die es so noch nicht gegeben hat. Aber gut war sie deswegen noch lange nicht Mrgreen

Gerade bei "kleinen" Ideen finde ich es gar nicht schlimm, nichts Einzigartiges zu haben. Viel wichtiger ist da die Frage, wie man diese vielen (bekannten) Ideen zu einer spannenden Geschichte zusammenbaut, neu kombiniert, im eigenen Stil ausarbeitet und präsentiert.

Zitat:Da habe ich doch gleich noch eine Frage: Ist es sinnvoll, eine Szene aus der Sicht eines Charas zu schreiben, der eine Woche später stirbt? Es ist ein sehr starker Charakter.
Icon_ugly Ich schreibe Szenen zum Teil aus der Sicht von Charas, die in der nächsten Minuten schon sterben *lach* Aber gut, bei mir geht es (auch) darum, dem Leser klar zu machen, dass sie wirklich, wirklich in Gefahr sind.
Also da spielt mMn viel mit rein, wie der Leser es auffasst. Wenn der Tod vorbereitet und angekündigt ist, fände ich es vermutlich okee. Wenn er einen erkennbaren Sinn macht, die Geschichte vorantreibt oder eben als Konsequenz auf eine vorangegangene Tat oder sowas.

Du schreibst irgendwo, dass man als Leser nicht dabei ist und von dem Tod erst später erfährt.
Da fände ich es dann wichtig, dem Tod des Charas genügend Platz einzuräumen.
Bei der Midkemia-Saga passierte das ständig, dass man irgendwann nebenbei (in nem halben Nebensatz) erfuhr, dass dieser und jener gestorben war und das hat mich mit der Zeit schon geärgert, weil es in meinen Augen die Figuren bissl abgewertet hat. Solange der Tod des Charas aber Wellen schlägt und andere Charaktere in ihrem Handeln und Fühlen beeinflusst, kann man das mMn schon machen. (Und vor allem, wenn es nicht dauernd passiert)

Die Frage ist ja auch, wie lange man diesen Chara vorher begleitet hat. Wenn er nur ein Kapitel bekommt und danach tot ist ... das fänd ich schon komisch.
Bei Sturmwelten gab es zum Beispiel einen Perspektivenchar, der im gesamten 1. Band (von 3) eine wichtige Rolle gespielt hat und in seinem letzten Kapitel ( gegen Ende des Buches) stirbt. Das kam für mich total überraschend (weil unerwartet, weil er eben Perspektivenchar war), aber für den Rest der Trilogie hatte in gefährlichen Situationen wirklich Angst um die anderen Chars. Oft gilt ja: "Perspektivenchar = wird sowieso überleben" - das hat für mich die Spannung also echt erhöht (und mich inspiriert, es bei Kumen-Esh ähnlich zu machen *lach*)

rex schrieb:Was meine Idee angeht: mein Protagonist stürzt als Patient einen Neurochirurgen in tiefe Depression und manipuliert ihn dahingehend, dass er schließlich an einem anderen Patienten eine Operation vornimmt, die diesen zu einem Sklaven ohne Willensfreiheit macht, der dem Chirurgen blind gehorcht, als dieser ihm befiehlt ihn umzubringen.
Als Laie sehe ich das im Moment so:
Ich halte es für unmöglich, durch eine Operation dem Menschen seine Willensfreiheit zu nehmen. Ich hätte sogar gesagt, die heutige Wissenschaft weiß nicht einmal, welcher Bereich des Gehirns dafür zuständig ist. Aber wenn ich es innerhalb eines Romans lesen würde, würde ich dem Autor - so es denn gut gemacht ist - glauben, dass es innerhalb der Romanwelt möglich ist. Dichterische Freiheit. (selbst wenn ein Neurochirurg persönlich die Operation im Anhang erklären würde, würde ich es beim Lesen für erfunden halten).
Gestutzt habe ich eher bei der Tatsache, dass der Neurochirurg so viel mit seinem Patienten zu tun hat, dass der ihn manipulieren kann. Ich wäre davon ausgegangen, dass Chirurgen nur Untersuchungen durchführen und dann eben die Operation. Gespräche und ähnliches hätte ich eher einem Psychiater / Psychologen / Therapeuten zugeordnet. Wenn allerdings im Rahmen der Geschichte geklärt wird, dass Neurochirurgen auch umfangreiche Gespräche führen und sowas, dann würde ich das auch glauben.
Auf den ersten Blick seltsam finde ich auch das Auslösen der Depressionen. Darf ein Chirurg mit schweren Depressionen überhaupt operieren? Wieso fällt niemandem auf, dass er plötzlich depressiv ist? Klar, sowas kann man mit ein bisschen Übung verstecken, aber bei "tiefen Depressionen" hat man nicht die Kraft dazu. Das ist ein Punkt, wo ich die Gefahr sehe, unglaubhaft zu werden. Depressionen + komplizierte Operation (=hoher Stressfaktor) ... als jemand, der an schlechten Tagen nicht einmal in der Lage ist, das Haus zu verlassen um einkaufen zu fahren, wäre das für mich ein Punkt, an dem ich schnell skeptisch werde. Weil für mich Depressionen = mangelnder Antrieb, Unfähigkeit komplexe Aufgaben durchzuführen, keine Konzentration, keine Kraft (weder mental noch körperlich).
Aber auch hier: Es kommt auf die Umsetzung an. Menschen sind unterschiedlich, genauso wie ihre Psyche und ihr Herangehen an Probleme. Wenn du das gut und glaubhaft rüberbringst: Warum nicht?

Also bei Themen, die die menschliche Psyche betreffen, ist meine Bereitschaft, dem Autor etwas zu glauben, sehr hoch, solange er es nachvollziehbar und glaubhaft rüberbringt. In diesem Bereich gibt es so viele Lücken in der Wissenschaft, so viel Ungeklärtes und individuelle Einzelfälle.
Interessant find ich die Thematik alle mal, weil ich solche Psycho-Manipulation-Dinge sehr gerne lese.

Dass es einen Menschen gibt, der gestört genug ist, sich diesen Plan auszudenken und umzusetzen, würde ich dir sofort abkaufen. Die sind in der Literatur doch fast schon normal Icon_wink

Saryn schrieb:Habe aber das Gefühl, dass ich, wenn ich jeden Tag aufschreibe, wie wenig ich im Vergleich zum Vorgenommenen schaffe, mich dadurch eher demotiviert finde.
Dann nimm dir weniger vor Mrgreen
Schön, dass du trotzdem noch dabei bleibst Icon_smile

»Couldnʼt you crawl into a bush somewhere and die? That would be great, thanks.« (Alistair, Dragon Age)

»You can be anything you want on the internet.
What's funny is how many people choose to be stupid.«
(Zack Finfrock)

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Beitrag #185 |

RE: Motivationsprojekt das 13. Anmelde- und Plauderthread
Habe den ganzen Tag im Garten geschuftet und jetzt Rückenweh. Momentan hänge ich einfach nur in der Sonne ab. Alle Versuche, meine Gedanken auf meine Geschichte zu konzentrieren schlagen fehl Icon_ugly 
Ich will für heute aber noch nicht aufgeben, vielleicht reiße ich heute abend noch was. Mal schauen. music


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Beitrag #186 |

RE: Motivationsprojekt das 13. Anmelde- und Plauderthread
Heute ist also mal wieder einer dieser Tage, die ganz harmlos beginnen und dich zum Schluss völlig geplättet zurücklassen. Oder mit anderen Worten, "Wie um himmels willen soll ich das alles in zwei Wochen lernen?" hat mal wieder zugeschlagen Icon_ugly

Nichtsdestotrotz erwische ich mich dabei, wie ich immer mal wieder hier reinschaue, auch wenn ich nicht zum Schreiben komme. Und da ich das irgendwie überlesen habe, als es aktuell war, wollte ich noch nachträglich meinen Senf hierzu geben:

@rex
Zitat:Was meine Idee angeht: mein Protagonist stürzt als Patient einen Neurochirurgen in tiefe Depression und manipuliert ihn dahingehend, dass er schließlich an einem anderen Patienten eine Operation vornimmt, die diesen zu einem Sklaven ohne Willensfreiheit macht, der dem Chirurgen blind gehorcht, als dieser ihm befiehlt ihn umzubringen.

Im ersten Moment dachte ich, "wow, das ist Reinziehen anderer Menschen in seinen Suizid auf einem ganz neuen Level" und prinzipiell hat die Idee für mich als Leser einen gewissen Reiz.

Aber wenn ich länger darüber nachdenke, empfinde ich den Vorgang doch als etwas konstruiert. Ich weiß nicht so genau, wo genau mein Problem damit liegt, aber ich versuche mal, das einigermaßen deutlich zu machen.
Mal angenommen, dass es im Rahmen deiner Geschichte wie auch immer möglich ist, einen Menschen über eine OP komplett zu unterwerfen (was übrigens eine faszinierende Idee ist). Der Chirurg wird also von deinem Protagonisten dazu gebracht, sich vom operierten, unterworfenen Patienten umbringen zu lassen?
Wahrscheinlich ist es das: Es kommt mir so vor, als wäre da irgendetwas zu viel, zu kompliziert, zu durchgeplant. Ich kenne die Hintergründe jetzt nicht, aber mein Gedankengang ist folgender: Wenn dein Protagonist den Neurochirurgen in eine Depression stürzt, vermutlich mit dem Ziel, ihn aus dem Weg zu räumen, reicht es dann nicht, den Chirurgen zum Suizid zu veranlassen? Warum ist der Patient beteiligt? Wie bringt ein schwer depressiver Mensch einen anderen Menschen dazu, ihm widerspruchslos zu gehorchen, insbesondere wenn die Handlung, die dazu nötig ist, derart speziell ist?
Denn wie Lanna bereits geschrieben hat, bei einer richtig ausgewachsenen, tiefen Depression sitzt man nur noch zusammengekauert in einer Ecke und wundert sich, warum man eigentlich noch zum Atmen fähig ist. Man bekommt nichts auf die Reihe, sogar solche simplen Dinge wie Aufstehen werden zu einem Kampf, ein ständiges Anrennen gegen eine unsichtbare Wand. Eigentlich ist dir alles egal, am allermeisten wohl du selbst. So eine Operation, die die totale Kontrolle eines anderen Menschen ermöglicht, stelle ich mir kompliziert und schwierig vor, also nichts, wozu man in so einem Zustand noch in der Lage wäre.
Gut, jetzt könnte man einwenden, dass eine Depression ja nicht nur rein aus diesen wirklich depressiven, leeren Phasen besteht. Viele Betroffene "funktionieren" die meiste Zeit vollkommen normal, und tatsächlich können sie viel verbergen. Manchen hilft auch ihre Arbeit, oder allgemein Beschäftigung (aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es mir besser geht, wenn man viel zu tun und einen geregelten Tagesablauf hat. Lässt die ganzen ungewollten Dinge gar nicht erst zu ^^). Und selbst eine mittelschwere Depression, bei der man in der Regel seinen Alltag noch vergleichsweise gut meistern kann (etwas langsamer und unkonzentrierter vielleicht), kann manche Menschen in den Suizid treiben - insbesondere, wenn sich die Sache immer länger hinzieht und selbst das letzte bisschen Optimismus im Keim erstickt wird.

Vor allem frage ich mich gerade, welches Ziel dein Protagonist verfolgt. Das Erste, was mir einfällt und vermutlich sehr weit ab vom Schuss ist, wäre, dass er den vollkommen gefügig gemachten Menschen für seine Zwecke verwenden möchte, dazu aber den Neurochirurgen braucht, der wohl so eine Operation unter normalen Umständen nicht durchführen würde, weil Arzt und so. Indem er aber den Chirurg manipuliert und ihn in eine Depression stürzt, bekommt er seinen gefügigen Sklaven und wenn der depressive Chirurg dann durch einen (scheinbaren) Selbstmord stirbt, fällt es gar nicht auf, dass dein Protagonist ihn indirekt aus dem Weg geschafft hat.
In dem Kontext (der nur frei aus der Luft gegriffen ist, wenn du also etwas völlig anderes geplant hast, dann ist das hier irrelevant) macht der Vorgang durchaus sind und zeugt von der Raffinesse deines Protagonisten, sein Ziel zu erreichen und ungeschoren davonzukommen, obwohl Blut an seinen Händen klebt.
Allerdings habe ich zwei Probleme: Wenn dein Protagonist ein derartig guter Manipulierer ist, dass er den Chirurg in Depressionen stürzen und ihn darüber im Prinzip kontrollieren kann, warum kontrolliert er nicht darüber direkt den Menschen, um den es geht? Warum dieser Umweg? Weil eine Operation endgültiger und damit sicherer wäre?
Das zweite Problem ist dieser spektakuläre Mord/Selbstmord. Wie gesagt, nehmen wir mal an, der Chirurg ist trotz Depression noch in der Lage, seiner Arbeit nachzugehen, er führt diese Operation durch, und möchte danach Selbstmord begehen. Warum zieht er dann den Patienten mit hinein und tut es nicht einfach selbst?

Freilich könnte dein Protagonist sowohl Patient und Chirurg aus dem Weg räumen wollen, in diesem Szenario wäre nicht der Chirurg, sondern der operierte Patient das primäre Ziel. In diesem Fall frage ich mich dann aber, ob es wirklich notwendig ist, den Weg über den Chirurgen zu wählen.
Sagen wir mal, der Chirurg ist depressiv, fordert den Patienten, ihn umzubringen, der tut es, weil er keinen eigenen Willen mehr hat und für die Außenwelt sieht es aus, als hätte der Patient einen Mord begangen. Dann dürfte die Justiz greifen. Aber wenn dein Protagonist ein derartig guter Manipulierer ist, warum wählt er auch hier den Umweg über den Chirurgen?

Das sind so die Fragen, die sich mir stellen, wenn ich das Ganze durchdenke, die ich mir also auch als Leser stellen würde. Wenn sie allerdings vom Kontext beantwortet werden, sehe ich an der Idee kein Problem, eher noch finde ich sie erfrischend interessant  Icon_wink

(Und natürlich ist es mal wieder mehr geworden als geplant. Ich hoffe, es macht halberwegs Sinn, ich bin nur mit halber Denkkapazität hier, der Rest liegt entweder entspannt dösend in einer Ecke, schreit nach Essen, freut sich über die freipräparierte Vene von Helga (Sätze, die nur Tiermediziner sagen: "Oh, guck dir das an! Das Blutgefäß sieht so schön aus!") oder überlegt, was heute an Lernstoff ansteht. Ablenkmanöver. Muss das Wetter sein, denn ich bin auch nicht so gut drauf.)


We are all accidents
Waiting
Waiting to happen
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Beitrag #187 |

RE: Motivationsprojekt das 13. Anmelde- und Plauderthread
Ich hab gestern mal wieder eine Idee bekommen, die Geschichte entweder verdirbt oder ein ganzes Stück besser macht. Ich tendiere aber zu Letzterem. Das wird ein spaßiges Stück Plotting.  Icon_jump

@Lanna:

Zitat:Ich halte es für unmöglich, durch eine Operation dem Menschen seine Willensfreiheit zu nehmen.

Das wollte ich noch recherchieren. Es wäre natürlich schön, wenn das möglich wäre - das soll aber nicht das ultimative Hindernis sein.

Zitat:Gestutzt habe ich eher bei der Tatsache, dass der Neurochirurg so viel mit seinem Patienten zu tun hat, dass der ihn manipulieren kann.

Da arbeite ich gerade an einer Begründung. Icon_wink

Zitat:Auf den ersten Blick seltsam finde ich auch das Auslösen der Depressionen. Darf ein Chirurg mit schweren Depressionen überhaupt operieren? Wieso fällt niemandem auf, dass er plötzlich depressiv ist? Klar, sowas kann man mit ein bisschen Übung verstecken, aber bei "tiefen Depressionen" hat man nicht die Kraft dazu. Das ist ein Punkt, wo ich die Gefahr sehe, unglaubhaft zu werden.

Depression war hier vermutlich ein schlechter Begriff, weil der Neurochirurg nicht klinisch depressiv wird, sondern eher an einer extremen Form von Lebensverzweiflung erkrankt. Zu viel will ich da nicht spoilern. Icon_wink

Zitat:Interessant find ich die Thematik alle mal, weil ich solche Psycho-Manipulation-Dinge sehr gerne lese. 

Ich auch! Ich schau gerade die erste Staffel von "Hannibal" und da taugt mir das auch ziemlich.

Danke für deine ausführliche Antwort. Solche Reaktionen sind auch deshalb so hilfreich, weil sie mir klar machen, welche Teile der Handlung ich besonders erklären muss.

@Eselfine:

Zitat:Im ersten Moment dachte ich, "wow, das ist Reinziehen anderer Menschen in seinen Suizid auf einem ganz neuen Level" und prinzipiell hat die Idee für mich als Leser einen gewissen Reiz. 

Das ist ja schon mal gut. Icon_smile

Zitat:Aber wenn ich länger darüber nachdenke, empfinde ich den Vorgang doch als etwas konstruiert.

Das ist an sich an dieser Stelle nicht unbedingt negativ.

Zitat:Denn wie Lanna bereits geschrieben hat, bei einer richtig ausgewachsenen, tiefen Depression sitzt man nur noch zusammengekauert in einer Ecke und wundert sich, warum man eigentlich noch zum Atmen fähig ist.

Wie bereits bei der Antwort an Lanna erwähnt, liegt da der Teufel in meiner Formulierung - es ist eben keine klinische Depression, sondern eher eine manische Verzweiflung am Leben. Wenn ich das richtig rüberbringe, ist, so hoffe ich, verständlich, warum der Mann noch so handeln kann, wie er es tut.

Zitat:Es kommt mir so vor, als wäre da irgendetwas zu viel, zu kompliziert, zu durchgeplant. Ich kenne die Hintergründe jetzt nicht, aber mein Gedankengang ist folgender: Wenn dein Protagonist den Neurochirurgen in eine Depression stürzt, vermutlich mit dem Ziel, ihn aus dem Weg zu räumen, reicht es dann nicht, den Chirurgen zum Suizid zu veranlassen? 

Allgemein zur Intention des Protagonisten: der Neurochirurg ist letztlich nur ein Mittel zum Zweck, ein Symbol. Ich will hier jetzt nicht allzu viel verraten, damit ich die Geschichte vielleicht doch nochmal einstellen kann, aber die Art und Weise der Tat ist gerade das, was er beabsichtigt. Das Resultat wird er in keiner Weise instrumentalisieren (wobei du mir da gerade die Augen auf ein bislang ungenutztes Potenzial geöffnet hast).

Zitat:Das zweite Problem ist dieser spektakuläre Mord/Selbstmord. Wie gesagt, nehmen wir mal an, der Chirurg ist trotz Depression noch in der Lage, seiner Arbeit nachzugehen, er führt diese Operation durch, und möchte danach Selbstmord begehen. Warum zieht er dann den Patienten mit hinein und tut es nicht einfach selbst? 

Das sollte sich hoffentlich ebenfalls durch die ganze Manipulation klären (bzw. im Nachhinein, wenn die Intentionen des Protagonisten offengelegt werden).

Zitat:Das sind so die Fragen, die sich mir stellen, wenn ich das Ganze durchdenke, die ich mir also auch als Leser stellen würde. Wenn sie allerdings vom Kontext beantwortet werden, sehe ich an der Idee kein Problem, eher noch finde ich sie erfrischend interessant  [Bild: icon_wink.gif] 

Das war sehr interessant zu lesen. Jetzt habe ich mal eine Ahnung von der Leserreaktion und ich würde zu sagen wagen, dass die Fragen, die du aufgeworfen hast, vom Kontext auch beantwortet werden. Dafür muss ich natürlich mit sehr viel Feinfühligkeit an das Thema herangehen. 

Zitat:Und natürlich ist es mal wieder mehr geworden als geplant. Ich hoffe, es macht halberwegs Sinn, ich bin nur mit halber Denkkapazität hier

Es war sogar sehr hilfreich! Auch dir einen ganz herzlichen Dank, du hast wie gesagt auf einige wichtige Fragen hingewiesen und deine eigene Theorie war auch interessant zu lesen.

Bin ich eigentlich der einzige, der, wenn er deine Kurzberichte übers Studium liest, erstmal an Buchtitel oder Autoren denkt?  Mrgreen

In dem Sinne hoffe ich, dass bei dir bald mal wieder besseres Wetter ist/weniger Lernstoff ansteht/du in besserer Stimmung bist. Icon_smile

Liebe Grüße,

rex

"Für den Freund der Aufhellung behalten Wort und Begriff des >Volkes< selbst immer etwas Archaisch-Apprehensives und er weiß, dass man die Menge nur als >Volk> anzureden braucht, wenn man sie zum Rückständig-Bösen verleiten will. Was ist vor unseren Augen, oder auch nicht just vor unseren Augen nicht alles geschehen, was im Namen Gottes, oder der Menschheit, oder des Rechtes nicht wohl hätte geschehen können!"
Thomas Mann, Doctor Faustus (1947)

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Beitrag #188 |

RE: Motivationsprojekt das 13. Anmelde- und Plauderthread
Die dritte Woche hat begonnen. Wie sehen Eure Pläne aus: Schreibt Ihr weiter oder fangt Ihr mit der Überarbeitung des Geschriebenen an?
Ich möchte so weitermachen wie vorher - huh, wie zweideutig - ich meine natürlich nicht die ausgefallenen Tage sondern das Konzept Icon_ugly .
Jetzt muss ich gleich erst noch arbeiten, aber danach werde ich mich einbunkern und hoffentlich kluge Gedanken entwickeln, die es lohnt, aufzuschreiben. Ich finde, bisher ist die Zeit nur so davongeflogen. Ich werde alles dafür tun, um in der letzten Woche noch was zu reißen und meine Bilanz aufzubessern.
Ich wünsche mir, dass alle nochmal motiviert sind und Zeit finden, damit es nicht so einsam hier wird Wait .


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Beitrag #189 |

RE: Motivationsprojekt das 13. Anmelde- und Plauderthread
Uff.
Ich steig aus, hab zu viel um die Ohren grad. Bin ja die ganze Woche schon kaum dazu gekommen, mich um die Pinnwand zu kümmern...

Euch noch viel Glück und Erfolg.

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

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Beitrag #190 |

RE: Motivationsprojekt das 13. Anmelde- und Plauderthread
Ich bin heute abend zum essen eingeladen und werde von daher erst spät schreiben. Falls jemand sonst noch fleißig sein will: Frohes Schaffen. music


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