Es ist: 22-11-2019, 05:37
Es ist: 22-11-2019, 05:37 Hallo, Gast! (Registrieren)


Im Schatten des Mondes - Kapitel 05
Beitrag #1 |

Im Schatten des Mondes - Kapitel 05
Verzeichnis

Kapitel 01
Kapitel 02
Kapitel 03
Kapitel 04


Hat etwas länger gedauert, weil ich irgendwie keinen Spaß daran habe, Dinge umzuschreiben. Außerdem plötzlich Freundin, viel mehr Arbeit im Job, sowie mehr Tanztraining und plötzlich schwindet die Zeit dahin, in der man a) Zeit und b) den Kopf frei hat, um zu schreiben.
Hier geht es jedenfalls weiter, mit einer Handvoll bekannter Figuren. Ich hoffe, ihr habt Freude daran.


Kapitel 5 Paladin des Lichts 
 


Chris und Xam waren eingeschnappt, weil sie das Kloster so schnell wieder verlassen hatten, aber Aros wollte keine Minute länger als nötig mit diesem Jungen verbringen. Er schalt sich einen Narren dafür, mit August geredet zu haben, anstatt einfach zu gehen. Wenn heraus kam, dass Seth existierte, würden Kastef und Rorak nicht nur den Jungen töten, sondern auch jeden, der von ihm wusste. 
„Können wir Pause machen?“, nörgelte Chris. „Wir haben viel zu wenig geschlafen. Ich kann nicht mehr laufen.“ 
„Bei der Gelegenheit könntest du uns dann auch erklären, was dich gerade so antreibt.“ Xam war beleidigt, weil er nicht mehr Zeit mit Albert verbringen konnte. 
„Da vorne kommt ein Rasthaus. Dort kehren wir ein, essen etwas und gehen dann weiter nach Norden zur Torfestung. Von dort aus führt eine Straße direkt nach Galiria.“ 
„Bleiben wir wenigstens an der Torfestung etwas länger? Wir könnten dort schlafen. Außerdem will ich das Zwergentor sehen.“ 
„Einverstanden. Es wird sowieso Abend sein, bis wir dort ankommen.“ 

Die Bäume lichteten sich und das „Zum heiligen Horn“ kam in Sicht. Hier traf sich die Straße zwischen der Stadt Antury und der Festung mit der Straße zum Windkloster. Viel wichtiger waren jedoch die Trampelpfade, die hier verliefen, denn obwohl Kastef die Gegend um die Hauptstadt herum roden ließ und jetzt Ackerbau betrieb, war das Land Antury noch immer ein Land der Jäger. 
Das Gebäude war aus Steinblöcken gebaut, mit einem angebauten Stall aus Holz. Es hatte mehrere Stockwerke und sogar ein Ziegeldach. Das Aushängeschild wies seinen Namen aus und hatte darunter eine Zeichnung des Horns, das auf dem Klosterturm stand, mit einer Figur die den Gott der Winde darstellen sollte, wie er mit nacktem Hintern hinein pupste. Tatsächlich konnte man gerade aus der Richtung des Klosters durch die Bäume hören, wie es die Mittagszeit ankündigte. 
„Setzt euch schon mal rein.“ Die Jungs gehorchten, froh um die Rast. Aros selbst ging zum Brunnen und holte einen Eimer mit Wasser, bevor er ebenfalls das Gebäude betrat. Durch diese Tür musste er sich nicht Bücken oder quer hindurch gehen, weil sie auch für Werwölfe in Bärenform gebaut war. Seit Kastef an der Macht war, dürfte von der Sorte aber keiner mehr hier hindurch gekommen sein. Drinnen sah er sich kurz um. Der Raum war geräumig, angenehm hoch und recht betriebsam. An einigen der Tischen saßen Besucher und sowohl der Wirt als auch zwei Mädchen, die wohl seine Töchter waren, liefen umher und versorgten Gäste mit Bier, Fleisch und  was es sonst in der Küche gab.  
Warm war es auch, dafür sorgte ein Kaminofen, der in die nördliche Wand eingelassen war. Zielstrebig ging Aros darauf zu und kippte dem Eimer über der Flamme aus, als der Wirt gerade mit einem breiten Grinsen meinte, dass das Bier hier doch besser sei als das Wasser von draußen. 

„Was tut Ihr denn da?“ Der Wirt war entgeistert und auch einige der Jäger sahen verärgert aus, während andere gleich verstanden, wem die Geste galt. 
„Du kannst das Feuer später wieder anzünden, aber solange ich hier esse hat unser Herzog woanders hinzusehen.“ 
„Ich muss Euch bitten, mein Haus sofort zu verlassen. Lord Crage hat verhängt, dass in jeder Gaststube zu jeder Zeit ein Feuer zu brennen hat, solange Gäste anwesend sind. Wenn ich Euch bediene wird man mich bestrafen!“ Der Wirt hatte offensichtlich Angst vor Aros, aber entweder war seine Furcht vor Kastef noch größter, oder er vertraute darauf, dass ihm seine Stammgäste beistehen würden. Und tatsächlich standen bereits einige der Jäger und griffen zu ihren Messern. 
„Lass mal stecken.“, ertönte eine Stimme hinter ihm. „Der Mann ist Reichsheld und ignoriert sowieso alle Gesetze. Wenn du deinem Lord erklärst, dass Aros Wulf dich bedroht und dein Feuer gelöscht hat, wird er dich schon nicht bestrafen. Und ihr Jungchen könnt alle die Messer wieder auf das wehrlose Fleisch richten, das euch die Mädchen serviert haben. Mein Kumpan hier mit dem blonden Bart würde euch sowieso alle durch das Fenster hier raus befördern ohne überhaupt die Axt zu ziehen.“ 
Aros drehte sich um und sah nach unten. „Hallo Arûndil. Verdammt lang her.“ 
Der Zwerg schien von seinem Anblick geschockt. „Brennende BartläuseVon wegen blond! Aros Graugesicht sollte man dich nennen. Ist es wirklich schon so lange her!“ Sein eigener Bart hatte noch immer die matte rote Farbe von früher und auch sonst sah zumindest er aus, als hätten sie sich gestern das letzte Mal gesehen und nicht vor vierzehn Jahren. 
„Wir altern eben etwas schneller als ihr.“ Aros nahm sich einen Stuhl und setzte sich. 
„Dafür lebt ihr aber auch schneller.“ Arûndil nahm einen tiefen Schluck aus seinem Bierkrug und wollte dann einem der Mädchen winken um noch einen zu bestellen. „Siehst du, das meine ich. Deine Jungs haben die Kleine jetzt schon an ihrem Tisch sitzen und sie sieht uns gar nicht mehr. Und überhaupt, hingen die beiden nicht an den Titten der Milchmütter bei Hof, als ich die das letzte Mal gesehen habe? Jetzt sind sie schon größer als ich! Und ich meine nicht die Titten. Der eine kommt voll nach dir. Der Andere war adoptiert, oder?“ Der Wirt kam an den Tisch und brachte dem Zwerg noch einen Krug. 
Darf ich Euch auch etwas servieren oder seid Ihr nur gekommen um mein Feuer zu löschen und meine Tochter zu belästigen?“ Aros konnte nicht wirklich erkennen, ob das seine Art Humor war oder ob er seinem Ärger Luft machte. 
„Ein Bier für mich und für die beiden Jungs. Und wenn du etwas freundlicher guckst dabei, bezahle ich dich vielleicht sogar.“ Er legte eine Silbermünze auf den Tisch, die dem Wirt tatsächlich ein sehr breites Lächeln aufs Gesicht zauberte. „Kleiner habe ich es leider nicht. Bring uns noch etwas zu essen und gib mir dann so viel Wechselgeld wie du für richtig hältst.“ 
„Das letzte Mal, dass wir uns gesehen haben war Jasons Schlacht gegen den Ork, oder?“ Der Zwerg brachte unvermittelt ein unangenehmes Thema auf den Tisch. „Wie hat dich Dartok eigentlich damals dazu gebracht, mitzumachen? Du warst doch gar kein Paladin mehr.“ 
„Nein, aber ich musste Reichsheld werden, damit sich im Gegenzug die Milchmütter bei Hof um meine Jungs kümmern. Dartok stand dann eines Nachts in unserem Zimmer, hielt Xam sein Schwert an den Hals und bat mich freundlich darum, auf das verdammte Luftschiff zu steigen.“ Eine der Töchter stellte einen Bierkrug hin und ging weiter. Erinnerungen an die Schlacht kamen hoch und Aros wünschte sich fast, er hätte etwas stärkeres zu trinken bestellt. Arûndil hob den Krug und stieß mit ihm an. 
„Aber lass den Krug nicht fallen.“, meinte er grinsend. Kurz überlegte Aros, ob er den Zwerg im Brunnen ertränken konnte, aber seit dieser eine Barde eine Strophe daraus gemacht hatte, dass er gegen Malak'Kathur die Axt hatte fallen lassen, war er Scherze wie diesen fast schon gewohnt. 
„Klar, wenn du aufhörst, dein Volk zu bestehlen.“ der Zwerg verzog das Gesicht und verstand, dass es Aros mit dem letzten Spaß genauso gegangen war. 
Tschuldigung. Du bereust die Schlacht?“ 
„Ich habe so viel zu bereuen. Unter Jason habe ich mich zwar blamiert, aber wenigstens keine Dörfer vernichtet und unschuldige massakriert wie unter Boruc und Bucot im Strahlenden Feldzug. Ja, ich bereue den Rotblut-Feldzug, aber eigentlich macht es nichts mehr aus, weil ich vorher schon mehr Sünde auf mich geladen habe als ich je wieder gut machen könnte. Deswegen erziehe ich die Jungs ja zu Menschen, die so viel gutes tun, dass sie vielleicht meine Verbrechen wieder gut machen.“ Das war dem Zwerg entweder zu persönlich, oder er konnte es nicht nachvollziehen, jedenfalls schwieg er eine Weile und wechselte dann einfach das Thema. 
Dartok sucht ja anscheinend seit Jahren nach einem Jungen mit Mondaugen, weil er denkt, dass ihm noch einer entwischt ist. Würde mich schon interessieren, wo der noch herkommen soll.“ Auch dieses Thema war Aros unangenehm, denn wenn die Geschichte von Tejinura und dem Wolf stimmte, dann wusste er seit heute morgen sogar von zwei solchen Jungen den genauen Aufenthaltsort. 
„Ja, haha. Und wenn die Gerüchte Stimmen, dass Jason noch lebt, hat er noch einen weiteren Mondauge, den er aufspüren muss.“ Der Zwerg lachte und nahm einen tiefen Schluck, während Aros noch überlegte, welches harmlose Thema er anschneiden konnte. 
Die Tür ging auf und ein Mann mit roten Haaren trat ein. Kurz dachte Aros, es wäre ein Kathrogonn, aber es war nicht das leuchtende rot der Königsfamilie, sondern nur künstliche Farbe, wie sie auch Kastef immer nutzte. DeNeuankömmling sah sich kurz um und stutzte dann. 
„Der Herzog hat angeordnet, dass in jeder Gästestube ein Feuer zu brennen hat, wenn Gäste anwesend sind. Als Strafe sind zehn Peitschenhiebe ausgeschrieben. Mein lieber Wirt, möchtet Ihr die selbst erhalten oder soll ich sie auf Eure Töchter verteilen?“ Mit einer Hand zog er die Tochter zu sich, die noch bediente, mit der anderen warf er an Aros vorbei einen Feuerball auf das Holz, das vorhin noch gebrannt hatte. Arûndil musste so lachen, dass seine Rüstung dabei schepperte und klapperte, denn das nasse Holz zischte und qualmte nur kurz, zeigte sich ansonsten aber unbeeindruckt. 
„Bitte lasst meine Tochter los. Ich kann nichts dafür. Dieser... Dieser Grobian ist hier einfach hereingeplatzt, hat das Feuer gelöscht und mich bedroht!“ Der Wirt war herbeigeeilt um seine Tochter zu retten und zeigte auf Aros. Der Fremde ließ das Mädchen los und kam zum Tisch herüber. Aros wollte erst gelangweilt tun, sah dann aber etwas am Gürtel des Rothaarigen, das ihn in Rage versetzte. 
„Kann es sein, dass du dich selbst als Jäger bezeichnest, junger Mann?“ Aros war aufgestanden und sah dem Neuankömmling jetzt direkt in die Augen. Die anderen Gäste blickten finster zu ihnen rüber, denn auch sie hatten gesehen, was der Fremde dabei hatte. 
„Natürlich bin ich Jäger. Die Werwölfe im Land bringen sich ja nicht selbst um.“ Einige der Anwesenden spuckten verächtlich aus, anderer verfinsterten nur ihre Mienen etwas mehr. „Erst gestern habe ich eine der Bestien erwischt, als sie gerade ihre Form ändern wollte. Seht her.“ Er griff selbst zum Gürtel und hob den Pelz eines Welpen hoch, der am Rücken jedoch irgendwann ins Haarlose überging, bis dann die Kopfhaut mit ihren langen goldenen Locken kam. Aros musste daran denken, dass irgendwo da draußen zwei Eltern jetzt keine Tochter mehr hatten, weil sie sich im falschen Moment verwandelt hatte. Sein Gegenüber sah den Hass in seinem Gesicht und labte sich erst daran, bis sein Blick auf den Stein fiel, den er um seinen Hals trug und er langsam erkannte, wen er vor sich hatte. Erschrocken fing er an, Rechtfertigungen zu stammeln und auf das Gesetz zu verweisen, ohne wirklich wahrgenommen zu werden. 
„Kraft meines Gewissens und meiner großen Axt verurteile ich dich für den Mord an einem unschuldigen Mädchens zum Tode.“ Aros griff nach seiner Axt und riss sie nach oben bevor er sie mit all seiner Kraft durch den Körper seines Gegenübers führte. Die Klinge versank bis zur Hälfte im festgetretenen, lehmigen Boden und neben ihr fielen die beiden Hälften des Werwolfjägers voneinander weg. Zwei der Gäste standen auf, nahmen sich jeder eine Hälfte des Mannes und verschwanden damit nach draußen. Ein dritter nahm den Pelz des Mädchens. 
„Ich weiß wer die Eltern waren und bringe ihnen zumindest das hier zurück.“ Damit verschwand auch er.  
Kastef wird es gar nicht lustig finden, dass du einen seiner Feuerschüler mal eben abgemurkst hast. Ich will jedenfalls nicht dabei sein, wenn er dich findet.“ Mit diesen Worten warf Arûndil ein paar Münzen auf den Tisch und verließ das Gebäude. 
Aros setzte sich wieder an den Tisch und nahm einen tiefen Zug aus dem Krug, während in seinen Gedanken die Stimme von Xams Mutter ertönte. Du kannst die Welt nicht durchs Töten besser machen. 
Nicht immer, dachte er als Antwort. Nicht immer.






Ist Arûndils Art zu sprechen zu dick aufgetragen? Ich hoffe mal, dass er das hier nie liest, aber für mich hat Goginger aufgezeigt, wie grausam es für den Leser sein kann, wenn man seine Zwerge übertreibt...

Verschwinden die Jungs zu schnell im Hintergrund?

Wirkt das Ende (ab Eintritt des rothaarigen) zu... abgehackt?

Soweit erstmal zu meinen Fragen, ich möchte natürlich keinesfalls, dass ihr ausschließlich dazu etwas sagt. Diese Punkte beschäftigen mich eben noch.

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

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Beitrag #2 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 05
Hallo Jason,
dieses Kapitel ist irgendwie völlig an mir vorbeigegangen, habe es heute morgen erst entdeckt (Schande!)
Weil es schon ein wenig her ist, dass ich die anderen Sachen gelesen habe, ist die Geschichte nicht mehr so präsent gewesen, jetzt habe ich durch die anderen Kapitel gelesen und mich erinnert - vielleicht aber nicht an alles, schauen wir mal.
Zu Deinem 4. Kapitel nur ein paar kurze Anmerkungen, weil es mir einfach viel zu viel detailreiche Kampfszene ist. Ich bewundere das ja schon irgendwo, so etwas schreiben zu können, aber es ist einfach nicht meins. Gut fand ich einige Dialoge und die Fantasy, die da drin steckt, ist schon sehr geil. Pro Atmosphärisch fehlt mir allerdings jegliche Hektik, die zweifellos beim Aufbruch eines Heeres zum Kampf immer vorhanden ist. Jason ist zwar cool und gelassen, wie Du ihn haben wolltest, aber das wird unmöglich auf alle seine Leute zutreffen, und so würde ich da mehr Anspannung hineinbringen: Lass es knistern in der Luft. Und in den Kampfszenen selbst verwendest Du leider viel zu lange Sätze, die das Tempo rausnehmen und das Ganze zu einer Erzählung degradieren, anstatt einer erlebten Handlung. Vor lauter Beschreibung geht am Ende fast unter, dass gar nicht klar ist, ob Jason da heil herausgekommen ist.
Nun zu diesem Kapitel.
Ich reflektiere jetzt einfach, was mir nach dem Lesen zuerst einfällt:
Zunächst Mal stört mich das fett Formatierte. Das ist komplett überflüssig und macht den Text nicht besser und auch nicht besser zu lesen.
Ich weiß nicht, an welcher Stelle der Zeit ich mich hier befinde. Aros und Arûndil sind sich doch vor Kurzem erst begegnet - siehe erstes Kapitel. In Kapitel vier werden sie nichtmal erwähnt, hier erahne ich, dass sie dabei gewesen sein müssen. 
Ich habe es jetzt nochmal nachgelesen, aber leider bekomme ich überhaupt keinen Sinn in dieses Kapitel. Es bringt die Handlung in keinster Weise voran. 
Dazu kommt, dass ich die Handlung der Personen nicht nachvollziehen kann. Warum kippt Aros einen Eimer Wasser in das Feuer, um es zu löschen? Das ist so sinnlos wie irgendwas. Nicht nur, dass jeder sich freut, wenn er nach einer langen Strecke unterwegs in ein heimeliges Gasthaus kommt und ein Feuer vorfindet, erwähnst Du hier mit keinem Wort, was er denn damit wohl bezwecken will, außer sich Ärger einzuhandeln.
Dann dieses Gesetz, dass in jedem Wirtshaus ein Feuer zu brennen hat: Das halte ich für an den Haaren herbeigezogen, denn aus verschiedenen Gründen ist das jedem Gastwirt ein Anliegen: gegen Kälte und Nässe, um Gäste anzuziehen, und im Altertum war es geradezu eine Schande, ein Herdfeuer ausgehen zu lassen - was nicht unbedingt hier stichhaltig sein muss, da Fantasy.
Mich stört extrem das Wort Titten in Arûndils Dialog. Das ist ein moderner und abwertender Ausdruck, der nicht ins Setting passt.
Zitat:denn wenn die Geschichte von Tejinura und dem Wolf stimmte, dann wusste er seit heute morgen sogar von zwei solchen Jungen den genauen Aufenthaltsort.

Ich verstehe die Aussage mit dem Jungen mit Mondaugen nicht. Seth hatte ein goldenes Auge und in einer Kommentarantwort schreibst Du dazu, dass es gar kein Merkmal eines Werwolfes ist sondern das der Angehörigen aus Tejinura. Außerdem kapiere ich nicht, wen Du da meinst? Seth, Jason? Wer hat denn noch die Mondaugen? Habe ich da was nicht mitgekriegt?
Dann lässt Du Aros widersprüchlich agieren: Eben noch bereut er alle seine schrecklichen Taten, und jetzt haut er einen Werwolfjäger in zwei Teile, und das vor den Augen seiner Jungs, denen er doch nur Gutes beibringen will?
Auch die Reaktion der Leute im Wirtshaus ist mir völlig schleierhaft: Anstelle sich zu fürchten oder aufzuregen oder das Kommende irgendwie zu verhindern tragen sie einfach nur die Leichenteile hinaus?
Zitat:„Kraft meines Gewissens und meiner großen Axt verurteile ich dich für den Mord an einem unschuldigen Mädchens zum Tode.“
Mit welchem Recht tut er das? Wo doch sogar sein Herr Dartok Werwölfe verfolgt? Jetzt fällt mir auf, dass ich überhaupt nicht weiß, wer dieser Dartok eigentlich ist. Du erwähnst ihn ein einziges Mal im zweiten Kapitel, aber er ist garnicht der Herzog von Antory.
Die einzige Information, die in diesem Ganzen Szenario interessant erscheint, ist die über Jason. Und die finde ich an dieser Stelle völlig fehl am Platz. Du hast ja nicht aufgelöst, was Jason passiert ist und mein erster Eindruck war, oh, eigentlich ist es den Leuten völlig egal, was mit ihm ist - es hat so gar keine Konsequenz, dass Jason verschwunden ist. Damit nimmst Du dem Cliffhanger aus dem vorigen Kapitel jegliche Spannung. Und dann passt überhaupt die ganze zeitliche Abfolge nicht:
Aros hat in der Schlacht aus Kapitel vier gekämpft, in Kapitel drei aber ist er mit seinen Jungs im Kloster gewesen und anschließend direkt zum Wirtshaus gegangen - er kann also nicht in der Schlacht dabeigewesen sein.
Ich hätte erwartet, dass Arûndil und Aros sich über die Schlacht unterhalten würden, über ihr Erlebtes, den Ausgang - irgendwas muss ja passiert sein, dass die zwei da heil herauskamen, und diese Schlacht wird auch nicht spurlos an den sie umgebenden Leuten vorbeigegangen sein: Kriege haben immer Auswirkungen auf Zivilisten: Alles wird teuer, Waren sind knapp, Sicherheit ist nirgends, es gibt direkt betroffene Angehörige: Tausend Jahre spannender Gesprächsstoff, der mir die Agierenden und die Welt näher bringen könnten. Aber so bleibt das Geschehen aus den anderen Kapiteln isoliert, das Umfeld trotz vieler Beschreibungen farblos. Dein drittes Kapitel steht mit seiner Handlung bisher komplett alleine da und scheint nur dazu geschrieben zu sein, um eine bestimmte Form von Magie vorzustellen. Mit keinem Wort wird das Geschehen von irgendeiner Person auch nur erwähnt - hat das einfach niemand mitbekommen? Auch das ist unglaubwürdig, und obendrein schade, weil das ziemlich gut gemachte Kapitel damit sein ganzes Potential einbüßt.
Jason, ich bin durch, tut mir leid, dass mein Kommi so negativ ist, aber das ist, was ich sehe.
Dieses Kapitel ist einfach sinnlos, so, wie es jetzt dasteht. Ich wünsche mir, dass Du weiter an Deiner Geschichte arbeitest und einen roten Faden da reinkriegst. Eine gute Regel ist , alles zu streichen, was die Handlung nicht vorantreibt. Alle Nebenhandlungen müssen Bezug zur Haupthandlung haben, sonst wird es keinen Spannungsbogen geben, und jedes Kapitel sollte den Konflikt des Hauptcharakters des Handlungsstrangs näher bringen.

Liebe Grüße von slainte music


Mich kann man nicht komprimieren!

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Beitrag #3 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 05
Hm.

Ich muss mal beobachten, ob sich hier mehr Leser so verloren fühlen.

Mal eben zur Einordnung:
Kapitel eins und vier spielen in der Vergangenheit. Die Ich-Prspektive kommt daher, dass es Jasons Erinnerungen sind.
Ich versuche mal aufzuzählen, welche Stellen im Text bezug zu den anderen Kapiteln nehmen. Die offensichtlichen, die an Kap2 anknüpfen lasse ich außen vor.



Zitat:„Da vorne kommt ein Rasthaus. Dort kehren wir ein, essen etwas und gehen dann weiter nach Norden zur Torfestung. Von dort aus führt eine Straße direkt nach Galiria.“ 
„Bleiben wir wenigstens an der Torfestung etwas länger? Wir könnten dort schlafen. Außerdem will ich das Zwergentor sehen.“

Dabei handelt es sich um die Festung, die in Kapitel drei angegriffen wird. Vielleicht sollte ich der einen erkennbaren Namen geben...



Zitat:Aros drehte sich um und sah nach unten. „Hallo Arûndil. Verdammt lang her.“ 
Der Zwerg schien von seinem Anblick geschockt. „Brennende BartläuseVon wegen blond! Aros Graugesicht sollte man dich nennen. Ist es wirklich schon so lange her!“ Sein eigener Bart hatte noch immer die matte rote Farbe von früher und auch sonst sah zumindest er aus, als hätten sie sich gestern das letzte Mal gesehen und nicht vor vierzehn Jahren.
 
Das ginge zugegebenermaßen auch deutlicher, aber 14 Jahre liegen zwischen der Schlacht und dem Gasthaus.


Zitat:„Das letzte Mal, dass wir uns gesehen haben war Jasons Schlacht gegen den Ork, oder?“
 
Na gut und damit hat sich der Zusammenhang auch :D


Zitat:In Kapitel vier werden sie nichtmal erwähnt,

Eigentlich verteidigen die beiden das Schiff. Aros verliert seine Axt und Arûndils Schild blockt den Dämonenangriff.


Zitat:Es bringt die Handlung in keinster Weise voran.

Hm. Ich wollte hier fallenlassen, dass Kastef nun Herzog Crage ist, also irgendwie Sowohl Jason als auch den Vater vorzeitig beerben konnte. Der Konflikt zwischen Werwölfen und der regierenden Schicht sollte deutlicher werden, während das einfache Volk eher gegen Kastef und seine Schergen ist.
Aros soll dem Leser näher kommen und auch die Jungs zumindest mal kurz in den Blick gerückt werden. Arûndil wird Prota des nächsten Kapitels, wie er den Weg zur Torfestung hinter sich bringt und dabei in Erinnerungen schwelgt. Das wird ein zähes Kapitel, weil ich aus einem puren Infodump-Kapitel irgendwie lesbaren Stoff machen muss :D Sobald er dort ankommt, setzt er eine Art Notruf ab und beginnt mit dem Kampf gegen Jason.


Zitat:Dann dieses Gesetz, dass in jedem Wirtshaus ein Feuer zu brennen hat: Das halte ich für an den Haaren herbeigezogen, denn aus verschiedenen Gründen ist das jedem Gastwirt ein Anliegen: gegen Kälte und Nässe, um Gäste anzuziehen, und im Altertum war es geradezu eine Schande, ein Herdfeuer ausgehen zu lassen - was nicht unbedingt hier stichhaltig sein muss, da Fantasy.

Das wird hier angerissen, weil sich Kastef demnächts in einer Flamme materialisieren wird, ähnlich Flohfeuer im Potter-Universum. Dass das Gesetz Unsinn sein sollte, war für mich eher ein Pluspunkt, weil es dann lang genug im Gehirn hängen bleibt, um präsent zu sein, wenn er plötzlich aufkreuzt. Besagte Szene ist eigentlich eine Actionszene und ich will dann nichts mehr erklären müssen.


Zitat:Mich stört extrem das Wort Titten in Arûndils Dialog. Das ist ein moderner und abwertender Ausdruck, der nicht ins Setting passt.

Sorry, aber das gehört zum derben Sprachgebrauch eines Zwerges.


Zitat:Ich verstehe die Aussage mit dem Jungen mit Mondaugen nicht. Seth hatte ein goldenes Auge und in einer Kommentarantwort schreibst Du dazu, dass es gar kein Merkmal eines Werwolfes ist sondern das der Angehörigen aus Tejinura. Außerdem kapiere ich nicht, wen Du da meinst? Seth, Jason? Wer hat denn noch die Mondaugen? Habe ich da was nicht mitgekriegt?

Hier habe ich definitiv das Problem, dass ich kryptisch schreiben will und nicht weiß, ab wann es übertrieben ist und stört... Es geht um Seth. Da gibt es eine Story, dass Tejinura (das einzige Wesen mit Goldaugen) ihr Leben lang keusch geblieben ist, weil ihr prophezeiht wurde, dass ein Wolf in Gestalt eines Mannes der Vater ihres Kindes sein würde, welches das Schicksal der Elfen für immer verändern würde. Jason hat sich jedenfalls diese Prophezeihung zunutze gemacht :D Das Gerücht wird als die Geschichte von Tejinura und dem Wolf bezeichnet.
Wenn Jason also der Vater von Seth ist, stehen die Chancen gut, dass er auch eines von seinen Augen geerbt hat.
Aber wie gesagt, ich schreibe zu kryptisch, zumal die Person, deren Gedanken wir hier hören ja des Rätsels Lösung weiß und sich wegen mir gedanklich verrenkt um nicht deutlicher zu denken. Zurück ans Reißbrett :D


Zitat: Dann lässt Du Aros widersprüchlich agieren: Eben noch bereut er alle seine schrecklichen Taten, und jetzt haut er einen Werwolfjäger in zwei Teile, und das vor den Augen seiner Jungs, denen er doch nur Gutes beibringen will?

Aros hat nie anders gelebt. Wie ein Junkie, der seinen Kindern Drogen verbietet und es nicht lassen kann, jedes Wochenende nen Joint zu ziehen. Natürlich funktioniert Kindererziehung eigentlich nach Monkey see Monkey do. Aber das weiß er nicht. Dazu kommt, dass er sich selbst als längst verloren sieht, ein paar Sünden mehr oder weniger machen nichts mehr aus.



Zitat: Auch die Reaktion der Leute im Wirtshaus ist mir völlig schleierhaft: Anstelle sich zu fürchten oder aufzuregen oder das Kommende irgendwie zu verhindern tragen sie einfach nur die Leichenteile hinaus?

Es sind Jäger, die tragen ständig Leichenteile. Außerdem hasst das Volk Kastef und seine Schergen. Obendrein wurde der Rotschopf gerade als Kindermörder dargestellt.


Zitat:Mit welchem Recht tut er das? Wo doch sogar sein Herr Dartok Werwölfe verfolgt? Jetzt fällt mir auf, dass ich überhaupt nicht weiß, wer dieser Dartok eigentlich ist. Du erwähnst ihn ein einziges Mal im zweiten Kapitel, aber er ist garnicht der Herzog von Antory.

Reichshelden brauchen kein Recht. Das sollte ich vielleicht erwähnen, bevor ich es zeige, aber der Titel erlaubt alles. Die einzigen Regeln, an die sich ein Reichsheld halten muss, sind direkte Befehle des Königs. Was Dartok angeht, sollte ich ihn vielleicht weniger oft erwähnen. Dartok ist einer der großen Antagonisten, der eher im Verborgenen agiert. Als Unsterblicher ist er ein alter Gegner des Alten Mannes und taucht ebenfalls in der Actionszene bei der Torfestung demnächst auf.


Zitat:Dein drittes Kapitel steht mit seiner Handlung bisher komplett alleine da und scheint nur dazu geschrieben zu sein, um eine bestimmte Form von Magie vorzustellen. Mit keinem Wort wird das Geschehen von irgendeiner Person auch nur erwähnt - hat das einfach niemand mitbekommen?

Es passiert ungefähr gleichzeitig. Tatsächlich treffen sich bei der Festung demnächst alle bisher bekannten Figuren und ein paar davon finden dort den Tod.


Zitat: Jason, ich bin durch, tut mir leid, dass mein Kommi so negativ ist, aber das ist, was ich sehe.
 
Du hast ja komplett recht. Oder zumindest größtenteils :D
Wenn ich das Kapitel erst im Nachhinein in die Geschichte eingebettet bekomme, ist es während dem Lesen langweilig und verwirrend. Das ist Kritik, mit der ich arbeiten kann.

Ich danke also :-)

PS:
So richtig hab ich es nicht gewürdigt, aber dass du die Dialoge und den Fantasygehalt im Schlacht-Kapitel mochtest hat mir natürlich ein fettes Grinsen aufs Gesicht gezaubert, das den Rest des Abends nicht mehr weg gehen wird. Ich glaube, das muss nicht mehr unbedingt gesagt werden, aber das sind so die Punkte, die mir an meiner Geschichte echt wichtig sind Icon_smile

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

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Beitrag #4 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 05
Hallo Jason,
 
endlich komme ich dazu dieses Kapitel zu lesen. Icon_smile
 
Zitat:Das Gebäude war aus Steinblöcken gebaut, mit einem angebauten Stall aus Holz.
 
„bauen“ ist hier ein wenig gedoppelt. Vorschlag: aus dem ersten ein „errichtet“ machen.
 
Zitat:Zielstrebig ging Aros darauf zu und kippte dem Eimer über der Flamme aus,
 
den Eimer
 
Zitat:aber entweder war seine Furcht vor Kastef noch größter, oder er vertraute darauf, dass ihm seine Stammgäste beistehen würden.
 
größer
 
Zitat:Ist es wirklich schon so lange her!“
 
Da es eine Frage ist (wenn auch eine rhetorische) würde ich sagen gehört an das Ende ein Fragezeichen.
 
Zitat:„Ein Bier für mich und für die beiden Jungs. Und wenn du etwas freundlicher guckst dabei, bezahle ich dich vielleicht sogar.“
 
Der Zwerg gefällt mir, der ist so herrlich rustikal. Mrgreen
 
Zitat:„Aber lass den Krug nicht fallen.“, meinte er grinsend.
 
Der Punkt nach dem „fallen“ muss weg. Dafür hast du ja den nach dem „grinsend“. Ein paar Zeilen weiter hast du das noch mal.
 
Zitat:Zwerg im Brunnen ertränken konnte, aber seit dieser eine Barde eine Strophe daraus gemacht hatte,
 
Beim ersten Lesen bin ich über den Satz gestolpert, ich vermute mal es ist wegen dem doppelten „eine“. Da ich inzwischen aber kapiert habe, wie der Satz gemeint ist, mach ich einfach mal den Vorschlag zu kürzen: „aber seit ein Barde eine Strophe“, dann liest es sich straffer.
 
Zitat:dass Jason noch lebt, hat er noch einen weiteren Mondauge, den er aufspüren muss.“
 
Ich glaube ich hätte „ein weiteres Mondauge“ geschrieben, da es ja kein richtiger Name ist.
 
Zitat:„Der Herzog hat angeordnet, dass in jeder Gästestube ein Feuer zu brennen hat, wenn Gäste anwesend sind.
 
Warum eigentlich? Icon_confused Also entweder hat sich der Herzog was tolles dabei gedacht, was ich noch nicht wissen kann, oder du möchtest andeuten, das er verwirrt ist und unsinnige Gesetze erlässt. Bin gespannt, wie das aufgelöst wird.
 
Zitat:Zwei der Gäste standen auf, nahmen sich jeder eine Hälfte des Mannes und verschwanden damit nach draußen.
 
Theoretisch hätte es auch gereicht, wenn er ihm einfach den Kopf abgeschlagen hätte. Das hier wirkt ein wenig dick aufgetragen, obwohl das schon irgendwie zu deiner Geschichte passt. Jedenfalls habe ich mich gefragt, warum sie hier die Hälften nach draußen schleppen. Leichenfledderer kenne ich ja, aber die hätten wohl eher die Taschen durchwühlt. [Bild: smiley_emoticons_lightshocked.gif]
 
Zitat:Ist Arûndils Art zu sprechen zu dick aufgetragen? Ich hoffe mal, dass er das hier nie liest, aber für mich hat Goginger aufgezeigt, wie grausam es für den Leser sein kann, wenn man seine Zwerge übertreibt...
 
Also ich mochte es, er hat zwar eine raue, aber ehrliche Art zu sprechen  und vor allen Dingen, kann man ihn so wunderbar von den anderen Unterscheiden. Bei der Szene zwischen Aros und dem Jäger, hatte ich die beiden mal kurz miteinander verwechselt, weil ich das „sein Gegenüber“ überlesen hatte. Das kann bei dem Zwerg nicht so schnell passieren.
 
Zitat:Verschwinden die Jungs zu schnell im Hintergrund?

Jetzt wo du es sagst … wo sind die Jungs hin? [Bild: smiley_emoticons_lightshocked.gif]  Mrgreen Ehrlich: Ich weiss nicht, als der Zwerg kommt hätten sie vielleicht nochmal was sagen können, so sachen wie „Cool ein Zwerg!“ oder sowas. Ich weiss ja nicht wie alltäglich Zwerge sind. Oder Aros hätte sie ihm vorstellen können und der hätte was sagen können wie: „Als ich euch das letzte Mal sah …“ Als dann der Jäger kommt, hab ich gar nicht mehr an die Jungs gedacht, da war ich zusehr von der Szene abgelenkt. Was vielleicht auch gut klappen könnte, wäre wenn Aros noch schnell sagt: „Verhaltet euch still Jungs.“ Dann hätten wir einen offensichtlichen Grund warum sie plötzlich im Hntergrund verschwunden sind. Ansonsten müsstest du vielleicht erklären, warum die Jungs nicht ihrem Vater beistehen.
 
Zitat:Wirkt das Ende (ab Eintritt des rothaarigen) zu... abgehackt?


Nö gar nicht. Hier liegt eben der Fokus auf dem Zwist zwischen dem Jäger und Aros, das ist okay, da du ja auch die Blicke der anderen erwähnt hast. Zuviel „zwischendrin“ würde auch nicht passen.
 
Ja, ein nettes Kapitel wie ich finde. Nicht viel Action, aber wir verfolgen Aros Weg weiter und mit dem Zwerg hast du ihn einen tollen, alten Freund treffen lassen. Ich bin gespannt wie sich das alles noch entwickelt.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

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Beitrag #5 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 05
Hallo Jason, 

Auf zum bisher letzten Kapitel deiner Geschichte. Erste Frage: Warum ist der Text fett gedruckt?  Icon_confused 
Ich denke mal, das war keine Absicht oder doch?

Zitat:„Wir haben viel zu wenig geschlafen. Ich kann nicht mehr laufen.“ 
Mich wundert ja, dass die überhaupt laufen und nicht reiten. Scheinen ja keine armen Leute zu sein.

Zitat:Das Aushängeschild wies seinen Namen aus und hatte darunter eine Zeichnung des Horns, das auf dem Klosterturm stand, mit einer Figur die den Gott der Winde darstellen sollte, wie er mit nacktem Hintern hinein pupste. 
Komma nach Figur. Ziemlich witzige Darstellung  Icon_lol

Zitat:„Du kannst das Feuer später wieder anzünden, aber solange ich hier esse hat unser Herzog woanders hinzusehen.“ 
„Ich muss Euch bitten, mein Haus sofort zu verlassen. Lord Crage hat verhängt, dass in jeder Gaststube zu jeder Zeit ein Feuer zu brennen hat, solange Gäste anwesend sind. Wenn ich Euch bediene wird man mich bestrafen!“
Frage: Warum löscht er das Feuer und warum muss überhaupt eins brennen?

Zitat:„Nein, aber ich musste Reichsheld werden, damit sich im Gegenzug die Milchmütter bei Hof um meine Jungs kümmern. 
Reichsheld ist ein Titel, der verliehen wird? Woher wusste er, dass er Reichsheld wird, oder sind die Anforderungen nicht so hoch? Genügt schon die Teilnahme an einer Schlacht?

Zitat:Auch dieses Thema war Aros unangenehm, denn wenn die Geschichte von Tejinura und dem Wolf stimmte, dann wusste er seit heute morgen sogar von zwei solchen Jungen den genauen Aufenthaltsort. 
Dieser Satz ist ein wenig holprig und ich musste ihn mehrmals lesen, um ihn zu verstehen. Warum zwei Jungen? Er kennt doch nur Seth.

Der widerliche Kerl, der die kleine Maus ermordet hat, ist noch zu gut weggekommen  Icon_motz Icon_motz Icon_motz. Am Schluss hatte ich echt Pipi in den Augen. 

Kleiner Tipp: Schau noch einmal wegen der Rechtschreibung und Kommas drüber.

Ansonsten freu ich mich auf die folgenden Kapitel.

Viele Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



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Beitrag #6 |

RE: Im Schatten des Mondes - Kapitel 05
Hallo ihr beiden. Ich antworte mal in einem Post, Lady zuerst, Persephone drunter.


Hallo Lady,

jetz war ich lange nicht mehr hier und habe glatt auf deinen letzten Post nicht geantwortet. Durch die Arbeit in einer neuen Abteilung kann ich leider nicht mehr im Büro ins Forum und bin auch daheim meistens dann zu ausgelaugt um mich noch ums Schreiben zu kümmern...
Egal, heute habe ich mir die Zeit genommen, also gleich ran ans Werk:



Zitat:Der Zwerg gefällt mir, der ist so herrlich rustikal. [Bild: mrgreen.gif]

Zwerge sind relativ einfach zu schreiben, finde ich, weil der Archetyp kleiner grimmiger Krieger das Genre in all seinen Formen schon so durchwandert hat, dass er einem ganz natürlich aus der Feder fließt. Schwierig wird es tatsächlich später, unterschiedliche Zwerge zu schreiben, sobald mehrere davon Plotrelevant werden ^^'


Zitat:Beim ersten Lesen bin ich über den Satz gestolpert, ich vermute mal es ist wegen dem doppelten „eine“. Da ich inzwischen aber kapiert habe, wie der Satz gemeint ist, mach ich einfach mal den Vorschlag zu kürzen: „aber seit ein Barde eine Strophe“, dann liest es sich straffer.

Brauchte erst eine Weile um das Problem zu sehen, aber du hast vollkommen Recht.


Zitat: Theoretisch hätte es auch gereicht, wenn er ihm einfach den Kopf abgeschlagen hätte. Das hier wirkt ein wenig dick aufgetragen, obwohl das schon irgendwie zu deiner Geschichte passt. Jedenfalls habe ich mich gefragt, warum sie hier die Hälften nach draußen schleppen. Leichenfledderer kenne ich ja, aber die hätten wohl eher die Taschen durchwühlt. [Bild: smiley_emoticons_lightshocked.gif]

Garm ist eine Waffe, die ihr Gewicht verändert. Aros kann mit dem Ding mittlerweile gut umgehen und hat sich angewöhnt, seine Hiebe von oben nach unten zu führen.
Dei Jäger machen hier nur sauber und beseitigen die Leiche.
Das Volk ist eigentlich gegen den neuen Herzog und kam früher immer gut mit den Werwölfen klar. Besonders für die Jäger, die sich früher den Wald mit den Werwölfen geteilt haben, sind das einfach Freunde. Die sehen da keinen Rassenunterschied, nur weil die manchmal Pelz tragen.
Deswegen ist das für die auch einfach nur ein arroganter Arsch, der ein Mädchen getötet hat und ihren Kopf offen  mit sich herum trägt.


Zitat: Ja, ein nettes Kapitel wie ich finde. Nicht viel Action, aber wir verfolgen Aros Weg weiter und mit dem Zwerg hast du ihn einen tollen, alten Freund treffen lassen. Ich bin gespannt wie sich das alles noch entwickelt.

Ich versuche diesen Effek möglichst oft zu erzielen, dass sich der Leser über ein Wiedersehen mit einer Figur freut. Fühlt sich gut an, das in Aktion funktionieren zu sehen :D

Danke für die Kritik




Hallo Persephone,

Zitat:Auf zum bisher letzten Kapitel deiner Geschichte. Erste Frage: Warum ist der Text fett gedruckt?  [Bild: icon_confused.gif] 

Ich denke mal, das war keine Absicht oder doch?

Das ist irgendwie damals beim rüber Kopieren aus meinem Textdokument passiert. Hat keine Bedeutung.


Zitat: Mich wundert ja, dass die überhaupt laufen und nicht reiten. Scheinen ja keine armen Leute zu sein.

Einerseits haben sie eigentlich kein Geld übrig, andererseits wären Pferde schon drin... Änder ich evtl noch. Damit ließe sich eh etwas worldbuilding verbinden, wenn ich dazu sage, dass es Pferde aus den Südländern sind (wo fast jeder eines hat und der Preis dementsprechend lachhaft gering ist)


Zitat: Komma nach Figur. Ziemlich witzige Darstellung  [Bild: icon_lol.gif]

Tatsächlich ist der ins Horn pupsende Gott sehr direkt inspiriert von den gezeichneten zwischenstücken aus Monty Pytons Rittern der Kokosnuss^^


Zitat: Frage: Warum löscht er das Feuer und warum muss überhaupt eins brennen?

Weil unser alter Bekannter Kastef der neue Herzog ist. Als Feuermagier oberster Güteklasse hat er sich in sein Herzogtum so eine Art Flohfeuernetzwerk wie aus Harry Potter eingebaut.
Aros wiederum kann ihn nicht ausstehen, was man unschwer später daran erkennt, dass er Kastefs Lakaien in kleine Stücke schneidet :D


Zitat: Reichsheld ist ein Titel, der verliehen wird? Woher wusste er, dass er Reichsheld wird, oder sind die Anforderungen nicht so hoch? Genügt schon die Teilnahme an einer Schlacht?

Reichshelden sind Elitekämpfer unter dem direkten Kommando des Königs, die außerhalb des Gesetzes agieren.
Die Anforderungen sind jetzt definitiv nicht niedrig, aber über Aros gab es schon Heldenlieder, als er noch kein Reichsheld war. Generell war jedem klar, dass er die Position in dem Moment hatte, in dem er sie haben wollte.


Zitat: Dieser Satz ist ein wenig holprig und ich musste ihn mehrmals lesen, um ihn zu verstehen. Warum zwei Jungen? Er kennt doch nur Seth.

Gut aufgepasst ;-) Hier steckt noch ein Geheimnis, das Aros weder uns noch sonst wem verraten möchte.


Zitat: Der widerliche Kerl, der die kleine Maus ermordet hat, ist noch zu gut weggekommen  [Bild: icon_motz.gif] [Bild: icon_motz.gif] [Bild: icon_motz.gif]. Am Schluss hatte ich echt Pipi in den Augen.

Ist leider Gang und Gäbe. Kastef hat eine regelrechte Hexenjagd losgetreten, die viele unschuldige Opfer gefordert hat. Das Volk hasst ihn Großteils, aber es ist so schwierig, einen Herrscher abzusetzen, der mit eine Hand ein Dorf oder eine Truppe Widerständler grillen kann.


Zitat: Ansonsten freu ich mich auf die folgenden Kapitel.

Ich muss echt mal wieder sehen, dass ich mir einfach Zeit nehme, auch wenn ich nicht viel davon habe.
Gerade Antworten wie deine sind eigentlich der Grund, warum ich schreibe.

Ich bin dir dankbar fürs drüberlesen, kommentieren und vor allem dafür, dass du es genießen konntest.
Sobald ich kann, kommt hier mehr davon :-)

"Zu jeder Zeit, an jedem Ort, bleibt das Tun der Menschen das gleiche."

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