Es ist: 28-10-2020, 00:39
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Könige der Prärie - 2. Teil
Beitrag #1 |

Könige der Prärie - 2. Teil
Katie war auf dem bequemen Diwan eingenickt. Romeo und Julia ruhten aufgeschlagen auf ihrer Brust, als Sina aus ihrem Schlummer erwachte.
Sie hatte schon einige Zeit fernab ihres eigentlichen Zuhauses verbracht und so gezwungenermaßen einige Nächte unter den Sternen geschlafen. Doch der Himmel hatte ihr wie aus dem Nichts einen Engel geschickt, der jetzt mit gelöstem Haar, das im Licht der Öllampe kastanienbraun schimmerte, vor ihr auf dem Diwan lag.
Diese Katie schien doch jünger zu sein, als Sina ursprünglich angenommen hatte und im Beisein des Kapitäns spielte sie die Rolle der gewissenhaften Gouvernante fast ein wenig zu perfekt. Sina grinste und beugte sich über ihre neue Freundin, als sie plötzlich stutzte. Dicke Schweißperlen standen auf Katies Stirn und auch von der Oberlippe troff ein kleiner Rinnsal. Behutsam fühlte Sina den Puls am Handgelenk, einmal hatte sie gesehen, wie ihre richtige Gouvernante das bei einem kranken Kind getan hatte. Katies Herz schlug schnell, auch wenn der Schlag nur schwach zu spüren war.
„Katie! Katie“, angsterfüllt rüttelte Sina die Freundin an der Schulter. „Katie, wach doch auf. Bitte!“
Ihr schriller Schrei ließ die Angesprochene kurz die Augenlider anheben.
„Was ist denn?“, murmelte sie wie aus weiter Ferne und drehte sich auf die Seite. Romeo stach noch im Ausschnitt ihres Kleides, während Julia schon halb über dem Rand des Sofas hing.
„Du musst aufwachen“, Sinas Stimme wurde zunehmend panischer. Sie rüttelte Katie fest an der Schulter. Mit einem spitzen Schmerzensschrei fuhr Katie von ihrer Schlafstatt hoch. Romeo und Julia fielen mit einem dumpfen Poltern zu Boden. Stöhnend ließ sich Katie auf das Kanapee sinken, die Augen halb geschlossen. Ihre aufgesprungenen Lippen bewegten sich, doch kam nur ein heiseres Seufzen aus ihrem Mund.
„Du glühst vor Fieber“, Sinas Unterlippe zitterte vor Aufregung.
Mit großer Anstrengung konnte Katie die Augen so weit öffnen, dass sie der Freundin einen kurzen Blick schenkte. „Was ist geschehen?“, flüsterte sie. „Arrrgh, mein Rücken.“
Sachte half Sina ihrer Freundin sich auf das Bett zu legen und das Kleid abzustreifen. Auf dem Rücken hatte der Stoff schon große dunkle Flecken gebildet, die nicht nur vom Schweiß stammten. Mit flinken Fingern öffnete das Mädchen Katies Mieder und wollte der Freundin gerade das Unterhemd abstreifen, doch schien der dünne Stoff wie angeklebt auf der Haut. Die Kranke schrie gellend auf, kaum dass die Hände ihren Rücken berührten.
„Oh, mein Gott“, Sina schlug sich die Hand vor den Mund und unterdrückte ein entsetztes Aufschluchzen. „Was ist mit dir geschehen?“
Katie stützte sich halb auf die Unterarme und wandte Sina das Gesicht zu, das von ihrem offenen Haar verdeckt wurde. „Das war das Abschiedsgeschenk der Mutter Oberin, als ich das Kloster verließ.“ Sie lachte bitter auf und schrie gleich noch einmal vor Schmerz. „Den Rohrstock als Gegenleistung für die Mitgift einer ungehorsamen Klosterschülerin.“
Sina sprang vom Bett. Für wenigstens einen Augenblick wollte sie Abstand halten, zu den Grausamkeiten einer Nonne. „Wo finde ich eine Schere? Ich werde dein Unterkleid wohl in Stücke schneiden müssen.“ Zwanghaft vermied sie den Blick auf die blutunterlaufenen Striemen, die der Rohrstock auf Katies weißer Haut hinterlassen hatte.
„In meiner Tasche“, stöhnte Katie und ließ sich auf die Federkissen sinken. In ihrem Kopf dröhnte es und ihr Körper schien nur noch aus Flammen zu bestehen. Die Glieder wurden wohlig schwer und sie hatte nur noch den einen Wunsch, sich dieser trügerischen Entspannung in Kissen und Federbett hinzugeben.
Sina schnitt schon eifrig das weiße Unterkleid entzwei. Das Metall der Schere brannte wie Eis auf Katies fieberheißer Haut.
Der Stoff fiel in langen Streifen zu Boden, in Katies Ohren grollte das Schnipp-Schnapp wie Donner durch Watte. Mit aller Kraft zwang sie ihren Geist, bei ihr zu bleiben. Eine Ohnmacht hätte den sicheren Tod bedeuten können.
„Wir brauchen heißes Wasser, so viel wie möglich.“ Ihre Stimme war so leise, dass Sina ihr Ohr ganz nah an Katies Mund bringen musste, um sie zu verstehen.
„Die Wunden haben sich entzündet. Du musst sie mit heißen Wasser auswaschen.“ Trotz des Fiebers arbeitete ihr Verstand immer noch präzise wie ein Uhrwerk, obwohl sie das Gefühl hatte, Geist und Körper hätten sich getrennt. Sie schwebte förmlich über dem Bett und sah sich und Sina von oben herab zu.
„In meiner Tasche sind verschiedene Tinkturen, damit reibst du die Wunden ein, wenn du sie gesäubert hast.“
„Welche soll ich denn nehmen?“, fragte Sina schüchtern und ängstlich. In der Heilkunst war sie kaum bewandert. Als Kind hatte sie ihrer Puppe einmal den Arm verbunden, nur um festzustellen, dass Ärztin für sie als Beruf nicht in Frage kam und sie doch lieber Pirat werden wollte. Diesen Entschluss hatte sie schon im zarten Alter von sieben gefasst.
„Du kannst alle nehmen“, antwortete Katie mit letzter Kraft, bevor sie in die Kissen sank und ihr Bewusstsein in eine gnädigere Welt ohne Fieber und Schmerzen glitt.
Wilde Träume hielten sie gefangen, von endlosen Weiten und Geschöpfen mit langen schwarzen Haaren. Die halb Mensch und halb Pferd zu sein schienen. Einer wandte ihr sein blau bemaltes Gesicht zu und es war, als würden seine kohlschwarzen Augen direkt in ihre Seele blicken.
Sie erwachte mit einem Schlag. Der Rücken brannte noch immer teuflisch, doch das Fieber war gesunken und sie nahm ihre Umgebung deutlich wahr. Die Bewegungen des Schiffs auf hoher See spürte sie kaum mehr als das sanfte Wiegen eines Kinderbettchens. Auf dem Sofa, die Beine angezogen und den Kopf auf die Unterarme gelegt, lag Sina. Ihre tiefen, gleichmäßigen Atemzüge verrieten, dass sie fest schlief. Die Morgensonne strahlte in die großzügige Kajüte und ließ das Haar des Mädchens in einem warmen Goldton erstrahlen. Katie schlug die schwere Bettdecke zur Seite und ließ den Blick durch den Raum gleiten. Kleidung lag unordentlich verstreut auf dem Boden oder hing über den Stühlen. Teller mit Essensresten standen auf dem Tisch. Im Raum hing ein Geruch von Krankheit, ungelüftetem Zimmer und Medizin.
Hier muss dringend frische Luft rein, dachte Katie und schwang die Beine aus dem Bett. Augenblicklich begann es in ihrem Kopf zu drehen und der Schwindel warf sie rücklings aufs Bett zurück. Ein gequältes „Uff“, entwich aus ihrem Mund. Überrascht stellte sie fest, dass es ihrem Rücken deutlich besser ging. Bei ihrer letzten Erinnerung, die sie hatte, hätte sie selbst bei diesem kleinen, weichen Fall laut aufgeschrien. Das Kind musste sie während ihrer Bewusstlosigkeit aufopferungsvoll gepflegt haben. Nur wie lange war sie bewusstlos gewesen? Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Die kleine Uhr neben dem Bett zeigte zehn Uhr an.
Sina bewegte sich im Schlaf und suchte auf dem schmalen Sofa eine bequemere Position zu erlangen. Katie lächelte liebevoll. Die Kleine war ihr richtig ans Herz gewachsen.
Katie schalt sich selbst im Stillen. So klein war Sina auch nicht mehr. Lediglich gut zwei Jahre trennten die beiden voneinander. Sie war vor einer arrangierten Ehe davon gelaufen. Katie seufzte leise und machte einen erneuten Versuch, die drückende Wärme des Krankenlagers zu verlassen.
Ihr Magen knurrte laut und forderte sein Recht. Ein gutes Zeichen. Vorsichtig setzte sie sich auf und stützte den Kopf mit den Händen, bis das Schwindelgefühl nachließ, dann drehte sich in der Hüfte. Sie blickte an sich herunter. Sina hatte es irgendwie geschafft, ihr ein reines Nachthemd anzuziehen, während das Kleidchen des Mädchens aussah, als hätte es Tage und Nächte darin zugebracht.
Katie probierte, ob ihre Füße sie trugen. Ihre Knie fühlten sich wie Pudding an, um ein Haar wäre sie wieder gestürzt, konnte sich aber im letzten Moment an dem massiven Pfosten des großen Himmelbettes festhalten.
Sina erwachte und gähnte. „Bist du wach?“, fragte sie schlaftrunken. Katie nickte nur, während sie sich bemühte, die Gewalt über ihren Körper, der sich anfühlte, als habe man altbackenes Brot in Milch aufgeweicht, zurück zu bekommen. „Wie lange war ich bewusstlos?“
Sina, die sich noch halb im Reich ihrer Träume befand, hatte natürlich keine Antwort erwartet und so war sie mit einem Schlag hellwach. Sie sprang auf die Füße und stieß sich schmerzhaft das Knie an einer niedrigen Kommode. „Autsch!“, jammerte sie. Katie bemerkte die verheilende Brandblase an der Hand des Mädchens. Eine Verletzung, die es bei ihrem ersten Zusammentreffen noch nicht gehabt hatte. Sina streckte die steifen Muskeln. „Über vier Tage warst du ohne Besinnung. Als wir in Irland anlegten, fragte mich der Kapitän nach meiner Gouvernante.“
Augenblicklich schlug Katies Herz ein paar Takte schneller. Was sie getan hatte. Sina auf dieses Schiff zu bringen und einfach mit nach Amerika zu nehmen, wurde von Rechtsgelehrten gemeinhin als Kindesentführung bezeichnet, so lange Sina noch nicht einundzwanzig Jahre zählte und die hatte noch nicht einmal Katie.
„Was hast du ihm geantwortet?“, fragte sie bange und fand, ihre Stimme gliche der eines heiseren Raben.
Sina grinste lausbübisch. „Habe ihm erzählt, dass du immer seekrank wirst und die ersten Tage in deinem Quartier bleibst, wenn wir Daddy besuchen gehen.“ Sie lachte auf und tippte sich an die Stirn. „Ich bin ja nicht dumm.“
„Daddy? Seekrank?“ Katie ließ sich schwer auf dem Bett nieder. In ihrem Kopf begann sich erneut, ein Karussell zu drehen. Im Magen machte sich das flaue Gefühl breiter und diesmal nicht nur vom Hunger.
„Natürlich. Ich habe dem Herrn Kapitän erzählt, dass wir diese Reise öfter unternehmen, weil mein Vater viel geschäftlich in den Vereinigten Staaten ist und wir ihn dann besuchen gehen.“
Katie schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „Und das hat er dir so einfach geglaubt?“
„Er ist sehr angetan von dir, der Herr Kapitän“, grinste Sina und setzte sich zu Katie aufs Bett. „Am liebsten hätte er dich persönlich gepflegt.“
„Na, das hätte mir gerade noch gefehlt“, brummte Katie. Ihr war so schwach geworden, dass sie die Seekranke sehr überzeugend spielen konnte, sollte es darauf ankommen.
„Das Glück war auf meiner Seite. Er ist noch relativ neu, erst seine zweite Fahrt und bei so vielen Passagieren kann er ja unmöglich sagen, wer diese Fahrt regelmäßig macht oder nicht“, unbekümmert zuckte Sina mit den Achseln. „Auf jeden Fall gehe ich lieber als blinder Passagier über Bord, als nach Hause zurück.“
Ihr Blick fiel auf Katie, die sich kaum noch aufrecht halten konnte, alle Kraft hatte sie verlassen. Liebevoll half Sina ihr auf das Federbett zurück.
„Du bleibst besser noch ein oder zwei Tage im Bett, bis du wieder vollständig genesen bist. Ich habe ja alles im Griff.“
Katie machte eine weitreichende Handbewegung. „Ich sehe es. Das ist ein Saustall hier, der dringend aufgeräumt gehört.“ Eine steile Falte bildete sich auf ihrer Stirn. Der Ordnungssinn, den die Nonnen im Pensionat ihr über die Jahre förmlich eingeprügelt hatten, ging mal wieder mit ihr durch.
Verlegen legte Sina einen Finger an den Mundwinkel. „Ich räume alles sofort auf“, versprach sie kleinlaut.
 
3. Teil

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Beitrag #2 |

RE: Könige der Prärie - 2. Teil
Hallo Persephone,

auch das noch! Aber so ein Fieberwahn soll ja gut sein, um mit der Geisterwelt in Kontakt zu treten...
Die zwei Mädchen werden mir immer sympathischer. Beide sind also auf der Flucht vor schlimmen Erwachsenen und einer frauenfeindlichen Kultur. Das langsame, schwerfällige Aufwachen hast du, finde ich, sehr überzeugend rübergebracht.
Ich vermute, dass die Krankheit nicht nur Drama erzeugen soll, sondern später noch eine Rolle spielt. Der kurz eingefügte Traum deutet das schon an. Aber bevor ich spekuliere, erstmal die Tippfehler:

Zitat:Mit flinken Fingern öffnete das Mädchen Mieder
Das Mieder? Ihr Mieder? Hier fehlt ein Wort.

Zitat:auf die Federkissen sinken, In ihrem Kopf dröhnte es
Das Komma sollte wohl ein Punkt werden.

Zitat:Im Raum hing ein Geruch von Krankheit, ungelüfteten Zimmer und Medizin.
Ich hätte gern ein Dativ-M!

Zitat:„Wie lange war ich bewusstlose?“
Das E am Ende kann weg.

Zitat:an dem massiven Pfosten, des großen Himmelbettes
Katie bemerkte, die verheilende Brandblase
bei so vielen Passagieren, kann er ja unmöglich sagen
Diese drei Kommata halte ich für falsch oder zumindest störend.

Zitat:Der Ordnungssinn, den die Nonnen im Pensionat ihr über die Jahre förmlich eingetrichtert hatten, ging mal wieder mit ihr durch.
Nicht wörtlich eingeprügelt? Icon_wink

Gute Besserung an alle Charas und bis zum nächstne Teil
coco


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Beitrag #3 |

RE: Könige der Prärie - 2. Teil
Hallo Coco,

Vielen tausend Dank für deine Treue. Ich freue mich immer so sehr. Die sch... Tippfehler  Icon_motz trotz Rechtschreibprogramm. Werde sie bei Gelegenheit (Freitag) umgehend verbessern.

Zitat:Nicht wörtlich eingeprügelt? 
Doch, das ist besser. Danke  Icon_cuinlove Icon_cuinlove Icon_cuinlove

Bis zum nächsten Mal und dann ohne Tippfehler

Liebe Grüße Persephone

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Beitrag #4 |

RE: Könige der Prärie - 2. Teil
Hallo nochmals,

vor dem Mittagessen hab ich noch ein bisschen Zeit, also versuch ich noch einen Kommentar für dich zustande zu bringen Icon_smile

Mich hat es kurz irritiert, dass du plötzlich aus Sinas Sicht erzählst, aber okay, dann scheint sie noch eine wichtigere Rolle zu spielen.

Diese Katie schien doch jünger zu sein,

"Diese Katie" klingt ein wenig distanziert / "abfällig", das passt nicht dazu, dass Sina von ihr quasi gerettet wurde. Ich würde es bei Katie belassen ...

im Beisein des Kapitäns spielte sie die Rolle der gewissenhaften Gouvernante fast ein wenig zu perfekt.

Okay, jetzt frag ich mich wirklich, auf was für einem Schiff die beiden sind, dass die den Kapitän scheinbar öfters sehen? Den kriegen normale Passagiere eher nicht zu Gesicht (außer beim Kapitänsdinner auf dem Traumschiff Icon_wink  )

In ihrem Kopf dröhnte es und ihr Körper schien nur noch aus Flammen zu bestehen. Die Glieder wurden wohlig schwer und sie hatte nur noch den einen Wunsch, sich dieser trügerischen Entspannung in Kissen und Federbett hinzugeben.

Okay, das ist jetzt wohl wieder Katies Sicht? Ich finde es schwierig, wenn man zwei Perspektiven mischt, zumal dein Stil eher personenbezogen erscheint ... ich würde mir da überlegen, ob ich mich auf eine Perspektive stütze und damit mehr Klarheit schaffe. Dafür musst du eben auf die Gefühlsbeschreibungen der jeweils anderen Personen verzichten. Alternativ kannst du innerhalb eines Kapitels einfach durch Leerzeilen Abgrenzungen schaffen und zwischen den Textfragmenten die Perspektive wechseln - das macht es dem Leser einfacher, sich in die Figuren hineinzuversetzen und du vermeidest es, dass man denkt "hä? Aus wessen Sicht war das jetzt?"

Sina wirkt für eine Vierzehnjährige viel zu naiv - ich weiß, es war eine andere Zeit, aber so wie du sie und ihr Verhalten beschreibst, erscheint sie mir momentan eher wie 10-11. Am Ende dieses Kapitels wirkt sie erwachsener, frech und aufgeweckt, so wie man sich einen Teenager vorstellt. Davor erscheint sie meist zu kindlich.

Zudem wechselt du zum Ende hin wieder mitten im Text die Perspektive - ich finde, du solltest dich da festlegen und wenn du beide Sichtweisen einbringen willst, jedem jeweils einen größeren Abschnitt geben und dann abgrenzen.

Übrigens kann ich mir das Schiff und die Kajüte immer noch nicht vorstellen. Du solltest da mehr mit Beschreibungen der Umgebung arbeiten, vor allem auch der Materialien. Ich denke, zu der Zeit war alles noch aus Holz gefertigt, eventuell die Schiffswände aus Metall. Die Möbel eher verschnörkelt, wie sehen die Teppiche aus, sind die Gänge wahrscheinlich eng und düster? Und so weiter ... (und wenn du das Schiff sehr atmosphärisch beschreibst und als eng darstellst etc., dann wirkt die Weite, die Katie in Amerika wohl erwartet, noch viel stärker Icon_wink )

Viele Grüße

- Zack

“Die Farben sind der Ort, wo unser Gehirn und das Universum sich begegnen.” (Paul Cézanne)

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Beitrag #5 |

RE: Könige der Prärie - 2. Teil
Hallo Zack, 

Auch hier vielen Dank für deine Mühe. Dann werde ich mir umgehend ausdenken, wie das Schiff denn aussehen soll und den Kapitän kann man ja durch die anderen Schiffsgäste beziehungsweise eine ältere Dame oder ähnliches ersetzen. Da mach ich mir noch Gedanken. 

Sina ist total verschüchtert, weil die das erste Mal alleine von zuhause weg ist und komplett auf sich allein gestellt. Sie war recht verwöhnt, hat aber auch ein gesundes Selbstbewusstsein. Ich habe versucht, sie eine literarische Verwandlung durchmachen zu lassen. Sie ist ja auf der Basis meiner besten Freundin beschrieben und die ist ganz schön oho, wenn sie will.  Mrgreen

Liebe Grüße Persephone

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Beitrag #6 |

RE: Könige der Prärie - 2. Teil
Hallo Persi,
 
auf zum Zweiten. Icon_smile
 
Zitat: Sie hatte schon einige Zeit fernab ihres eigentlichen Zuhauses verbracht und so gezwungenermaßen einige Nächte unter den Sternen geschlafen
 
Ich wunderte mich an dieser Stelle zuerst warum Katie im Freien geschlafen haben soll, aber bei den nächsten Sätzen wurde mir klar, dass hier Sina erzählt. Das ist auch völlig okay, ich wollte das nur mal erwähnen. Icon_ugly
 
Zitat:Romeo stach noch im Ausschnitt ihres Kleides, während Julia schon halb über dem Rand des Sofas hing.
 
Schöne Formulierung. Pro
 
Zitat:„Arrrgh, mein Rücken.“
 
Ich bin keine Freundin von diesen Lauten im Text, das erinnert zusehr an Comic. Ich würds irgendwie mit einem Satz lösen, indem sie einen Schmerzenlaut von sich gibt und den Rücken hält.
 
Zitat:Zwanghaft vermied sie den Blick auf die blutunterlaufenen Striemen, die der Rohrstock auf Katies weißer Haut hinterlassen hatte.
 
Ich frage mich gerade wie sie mit diesen schweren Wunden überhaupt auf dem Rücken auf dem Diwan liegen konnte. Und das muss sie ja, weil Romeo und Julia ja auf ihrer Brust lagen. Also, wenn ich so verletzt am Rücken wäre, würde ich nur auf dem Bauch liegen. Oder auf der Seite. Icon_confused
 
Zitat:Was sie getan hatte. Sina auf dieses Schiff zu bringen und einfach mit nach Amerika zu nehmen, wurde von Rechtsgelehrten gemeinhin als Kindesentführung bezeichnet, so lange Sina noch nicht einundzwanzig Jahre zählte und die hatte noch nicht einmal Katie.
 
Sowas in der Art meinte ich vorhin. Ich finde sie sollte sich früher darüber Gedanken machen. Aber ich vermute mal, du willst an der Stelle auf Katies Vergangenheit eingehen. Dann wäre es vielleicht die Lösung, wenn du ihr Fieber schonmal "nutzt", sie sich halb krank auf das Diwan legt, ihre Erinnerungen durch das Fieber hochkommen und sie so eben keine Zeit hat über die Kosequenzen ihrer Tat nachzudenken. Ich denke dann bräuchtest du nicht groß umschreiben, sondern einfach nur das Fieber schonmal erwähnen.
 
Fein, es ist schön zu sehen, wie die beiden sich so gegenseitig unterstützen. Icon_smile  Nur eben das mit dem Fieber kam für mich ziemlich plötzlich. Wobei das ja schon manchmal so ist, dass das von jetzt auf gleich ausbricht. Gerade mit ihren Verletzungen, ist das nicht unrealistisch.
 
Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
 
Grüße Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
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Beitrag #7 |

RE: Könige der Prärie - 2. Teil
Hallo Lady, 

So schnell bin ich wieder da  Icon_cuinlove

Zitat:Ich wunderte mich an dieser Stelle zuerst warum Katie im Freien geschlafen haben soll, aber bei den nächsten Sätzen wurde mir klar, dass hier Sina erzählt. Das ist auch völlig okay, ich wollte das nur mal erwähnen. 
Sina ist von zuhause durchgebrannt. Die Kleine hat schon Feuer im Popo.

Also, du hast viele Ideen eingebracht, die ich entsprechend berücksichtigen werde. Das mit dem Rohrstock muss bleiben. Katie ist zwar im Kloster aufgewachsen, aber ihr Geist wurde nie gebrochen. Aber ich werde eingehend überlegen, wie ich das ordentlich schreibe.

Schön, dass es dir gefällt. Dachte schon, Western kommt nicht an.

Liebe Grüße Persephone

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