Es ist: 21-02-2020, 19:08
Es ist: 21-02-2020, 19:08 Hallo, Gast! (Registrieren)


Könige der Prärie - 3. Teil
Beitrag #1 |

Könige der Prärie - 3. Teil
An einem sonnigen Dienstagabend lief die Queen Victoria unter dem Jubel tausender Taschentücher schwenkender Schaulustiger im Hafen von New York ein. Mit von Bord gingen zwei junge Mädchen in karierten Reisekleidern.
„Was wird jetzt aus mir?“, fragte Sina beklommen und schaute aus großen Augen zu der um gut einen halben Kopf größeren Katie auf. Während der Schiffsreise hatte sie diesen Gedanken so weit wie möglich von sich geschoben, doch jetzt schlug er mit eiserner Faust zu.
„Zuerst einmal werde ich dich mit mir nehmen. Du kannst nicht so allein hier in der Fremde bleiben“, antwortete Katie, dämpfte aber sofort Sinas freudigen Jubel. „Nur, bis wir eine Familie oder etwas anderes Passendes für dich gefunden haben.“
Sie musterte das jüngere Mädchen und stellte fest, dass sie sich höchst ungern von ihr trennen wollte, aber ihre Zukunft war trotz des nicht geringen Vermögens, das sie mit sich führte, ungewiss. Für sich selbst wollte sie schon sorgen, aber Sina sollte nicht vom Regen in die Traufe geraten.
„Bis dahin werde ich dich als meine jüngere Schwester ausgeben, wenn jemand nach unseren Eltern fragt, so antworte, die sind schon vor langer Zeit verstorben“, schärfte sie ihr noch ein.
Sina murmelte etwas wie „Mein Vater ist für mich gestorben“, aber so leise, dass Katie nicht darauf reagieren musste.
„Es wird nicht einfach werden“, warnte Katie. „Meine Zukunft ist ungewiss und wird vermutlich nicht das Leben sein, an das du gewöhnt bist.“
Katie hatte lange nachgedacht. Sie war eine nicht unvermögende junge Frau. Sie konnte sich ein Haus oder eine kleine Farm kaufen, wenn sie wollte und als Mitgift in eine Ehe bringen. Stattliche Farmerssöhne, die auf der Suche nach einer passenden Ehefrau mit entsprechenden finanziellen Mitteln waren, sollten auch hier in der Neuen Welt zu Genüge vorhanden sein. Die eigene Tochter in den Armen zu halten, welche Frau träumte nicht davon. Rasch verwarf die den Gedanken. Sie war nicht in die Fremde gegangen, um die Mauern des Klosters gegen die Ketten der Ehe zu tauschen.
„Ich finde immer noch, du solltest deinen Vater suchen und dich mit ihm aussöhnen“, drängte Sinas Stimme an ihr Ohr.
Katie knurrte nur. „Du weißt doch, wie das mit den Vätern ist. Er hätte mich am liebsten im Kloster verrotten lassen. Ich schulde ihm gar nichts.“
„Katie, er ist die einzige Familie, die du noch hast.“ Sina gab bei Diskussionen nicht sehr schnell nach und fand immer ein passendes Gegenargument.
„Ich weiß ja nicht einmal, wo er sich befindet“, wich Katie aus. „Der letzte Brief trug den Stempel einer Stadt namens Santa Fe, wenn ich das richtig entziffert habe.“
Nichtssagend, genau wie seine Briefe, fügte sie zornig in Gedanken hinzu.
Begeistert klatschte Sina in die Hände. „Prima, dort fangen wir an.“
Katie schüttelte energisch den Kopf. „Völlig unmöglich. Santa Fe ist tausende Kilometer entfernt und dort hat er auch nur den Brief aufgegeben. Er könnte auch schon in Timbuktu sein.“
Und hoffentlich ist er auch dort, dachte sie, sprach es aber nicht aus.
„Vielleicht kennt ihn dort ja jemand, der uns weiterhelfen kann“, schlug Sina vor. „Hast du ein Bild von ihm?“
„Ich habe eher die leise Hoffnung, dass seine roten Freunde ihn an den Marterpfahl gehängt und skalpiert haben“, knurrte Katie. „Mit unseren Vätern hatten wir wohl beide kein Glück“, schloss sie.
Beschämt schlug Sina die Augen nieder. „Manchmal überlege ich, wie wohl meine Mutter war.“
Katie legte den Arm um die Freundin und drückte sie an sich. „Sie hätte dich bestimmt sehr lieb gehabt. Aber die Prärie und Indianer…nein, ich glaube nicht, dass das der rechte Ort für uns ist. Es sind eben Wilde.“
Doch eine leise Stimme in ihrem Kopf forderte sie zu dem Abenteuer. Ihr Fiebertraum kam ihr wieder in den Sinn. Das bunt bemalte Gesicht, die wilden schwarzen Augen, die so tief in ihr Innerstes geschaut hatten. Katie hatte von Indianern geträumt, die sie nur aus Büchern und den Briefen ihres Vaters kannte.
Unwillkürlich schnappte Katie nach Atem, Sie hatte das Gefühl, ersticken zu müssen. War bei ihrem Abschied schon der Hafen in Deutschland hoffnungslos voller Menschen, so glaubte sie hier, dass sich die ganze Nation versammelt hatte. Unablässig strömten Menschen von Bord, ein nie enden wollender Strom, der vom Meer der Masse verschlungen wurde.
Kutschen fuhren hintereinander bis fast in den Bauch des Schiffes und luden gut zahlende Fahrgäste ein.
Der Geruch von bratendem Fleisch und menschlichen Ausdünstungen hing schwer in der Luft.
Angespannt hielt Katie Ausschau nach einer Droschke. „Ah, da ist ja eine.“ Sie nahm ihre Tasche in die linke Hand, mit der rechten schob sie Sina an der Schulter gepackt durch die wogenden Leiber.
Gerade als sie die Tür des Gefährts öffnen wollte, wurde sie rüde zur Seite gestoßen. Eine Dame mit fliegenden Löckchen unter einem Hut in greller Farbe und dem farblich passenden Kleid, schubste die beiden Mädchen mit ihrem ausladenden Hinterteil weg und bestieg, gefolgt von einem schwarzhaarigen Mann mit unverschämtem Grinsen, die Kutsche.
Ehe Katie ihrem Unmut auch nur Luft machen konnte, war die Tür mit einem Rumms zugeschlagen, der Kutscher wendete die beiden Braunen und fuhr davon.
Katie knirschte vor Wut mit den Zähnen, im nächsten Augenblick wurde sie hart angerempelt und stürzte zusammen mit Sina, an der sie sich noch festzuhalten versuchte, hart zu Boden. Einen Augenblick waren sie beide zu verblüfft, dann rappelten sie sich auf. Sina blutete aus einem Riss am Ellenbogen. Der Rock ihres Kleides hatte Schmutzflecken bekommen.
„Bist du verletzt?“, fragte Katie, noch ganz benebelt von dem plötzlichen Ereignis. Sina schüttelte unbekümmert den Kopf. „Nur ein Kratzer. Was ist mit dir?“
„Meine Tasche“, schrie Katie auf einmal auf. „Um Gottes Willen, er hat meine Tasche gestohlen. Neugierig wandten sich einige Köpfe verschiedener Haarschattierung nach ihr um.
„Man muss ihn aufhalten.“
„Zu spät“, stellte Sina nüchtern fest. „In dieser Menschenmenge verschwindet der einfach. Er ist bestimmt schon über alle Berge.“
Katie ließ sich von Sina in eine ruhigere Ecke ziehen, wo sie auf einen Stapel alter Säcke niedersank. Ihr Kopf dröhnte, als habe sie einen unerwarteten Schlag abbekommen, der ganze Körper fühlte sich wie in Watte gepackt an. Teilnahmslos starrte sie vor sich hin, ohne ihre Umgebung bewusst war zu nehmen. Alles um sie herum versank in einem dichten Nebel, während die Gedanken nur um ein Thema kreisten. Ihre Tasche war gestohlen worden. Alle ihre Habseligkeiten. Kleidung, Medizin -im Kloster hatte sie die Heilkunst erlernt- und Geld. Das war das Schlimmste an der Sache. Fast ihr ganzes Barvermögen, ihr Startkapitel, um sich hier ein neues Leben aufzubauen, hatte sich in dieser Reisetasche befunden.
Sina streichelte ihren Arm und sprach auf sie ein, doch Katie reagierte nicht. Sie war wieder am Anfang, weniger noch. Sie hatte nichts mehr.
Sina hielt ihr etwas an die Lippen. Eine brennende Flüssigkeit benetzte Katies Lippen.
„Trink, das wird dir guttun“, wurde sie aufgefordert. Geistesabwesend griff sie nach dem Gefäß. Der Inhalt rann ihr die Kehle hinab und spendete eine unerwartet wohlige Wärme in ihrem kalten Körper.
„Was ist das?“, fragte sie nach einigen Schlucken. Der Zinnbecher in ihrer Hand war fast noch halb voll.
Sina grinste erleichtert. „Brandy, den brauchst du jetzt. Du bist weiß wie frisch gefallener Schnee.“
Katie setzte den Becher erneut an und nahm einen tiefen Schluck. „In der Tasche war all unser Geld. Wir haben nichts mehr.“ Verzweifelt stöhnte sie auf.
Sina blieb bei ihrem unbekümmerten Lächeln, auch als Katie die schlimmen Worte wiederholte. „Das kriegen wir schon hin“, winkte sie ab.
Der Branntwein beruhigte Katies Nerven so weit, dass sie wieder einen klaren Gedanken fassen konnte. Der Dieb hatte nicht alles Geld gestohlen. Einen kleinen Teil davon bewahrte sie zusammen mit einem Medaillon, das ein Bildnis ihrer Mutter beinhaltete in einem Lederbeutel, den sie an einer Lederschnur unter ihrem Kleid trug, auf. Sie fasste in die linke Rocktasche und ihre Finger bekamen einige schwere Münzen zu fassen. Fieberhaft überschlug Katie im Kopf den Betrag. Das Geld würde knapp reichen, dass sie die Rückfahrt für sich und Sina nach Hause bezahlen konnte. Aber was würde sie dort erwarten? Völlig mittellos, ohne Familie und Freunde, von denen sie Unterstützung erhoffen durfte, konnte sie froh sein, wenn sie eine Anstellung als Küchenmagd fände.
Sie schaute zu Sina, die sich gerade mit zwei hochgewachsenen Gendarmen unterhielt. Es war falsch von ihr gewesen, dass sie das junge Mädchen einfach so in die Vereinigten Staaten mitgenommen hatte. Sie hätte die Familie der Kleinen ausfindig machen und sie ihnen zurück schicken müssen. Nötigenfalls hätte sie ein anderes Schiff nehmen müssen. Den Fehler galt es jetzt zu korrigieren und das Kind nicht noch mehr mit in die Misere zu reißen, als die in der sie schon drin saßen.
Für ein Ticket zweiter Klasse für Sina allein würde das Geld schon reichen und Katie wollte der Familie des Kindes schreiben. Sie würde den Namen, aus dem Sina ein so großes Geheimnis machte, schon rausfinden. Für sich selbst entschied sie sich, doch dem Rat ihrer Freundin zu folgen und ihren Vater ausfindig zu machen. Wenigstens für eine Weile, bis sie eine Anstellung als Zofe oder Gouvernante gefunden hatte, wollte sie bei ihm leben. Nach all den Jahren im Kloster und ohne die Geborgenheit einer Familie, schuldete er ihr diesen einen Gefallen.
Mit einem letzten tiefen Zug leerte sie den Becher und wischte sich den Mund ab. Auch wenn er teuflisch im Hals brannte, so hatte der Branntwein doch seine Wirkung nicht verfehlt und Katie sah schon wieder klarer. Ihr Gesicht war immer noch leichenblass, aber die Miene doch gefasst, als sie Sina von ihren Plänen erzählte.
Wie zu erwarten sträubte sich Sina mit Händen und Füßen. Sie weinte und bettelte. Jammerte, flehte und drohte schließlich. Es fiel ihr schwer, doch Katie blieb hart.
Zum eigenen Besten des jungen Mädchens, das sie tatsächlich so lieb wie eine Schwester gewonnen hatte.
Am nächsten Morgen schien eine goldene Sonne durch die schmutzigen Fenster eines Zuges, der laut Richtung Westen dampfte. Katies Reisebegleitung waren Siedler aus fast allen Ländern der alten Welt, meistens jedoch Polen und Skandinavier, wie sie an den harten Konsonanten feststellen konnte. Auch sie wollten in den Vereinigten Staaten einen Neuanfang wagen.
Katie lehnte die Stirn gegen das staubige Fenster und versuchte in den harten Polstern eine möglichst bequeme Position zu erlangen. Die Zeit, die vor ihr lag, bedeutete wenig Schlaf und schon gar nicht in Polstern, auch wenn diese fast so hart wie Stein waren. Mit dem Zug würde sie noch einige Tage unterwegs sein, danach wollte sie sich einem Treck, der Richtung Westen ging anschließen. Die vermutlich sicherste Variante für eine junge Frau allein zu reisen.
Das Gewirr aus vielen verschiedenen Sprachen und Dialekten lullten sie in einen leichten Schlummer. Der Kopf sank ihr auf die Brust. Ihr noch verbliebenes Geld hatte sie in den Unterrock und das Mieder eingenäht. Nicht einmal lesen konnte sie. Romeo und Julia hatte sich in ihrer Tasche befunden.
Sie war gerade halb eingenickt, als sie eine bekannte Stimme vernahm, die sie unter tausenden wieder erkannte.
„Oh, da ist ja meine Schwester“, ein honigsüßes Lachen folgte. „Vielen Dank Herr … ähm Mister… Wie darf ich sie nennen?“
Der Angesprochene blieb die Antwort schuldig. Katie fuhr hoch. Sina, dieses kleine Luder verursachte ihr graue Haare.
Das Mädchen hatte sich so heftig gegen die Heimreise gewehrt, dass man sie förmlich auf das Schiff hatte tragen müssen. Doch Katie war unnachgiebig geblieben und hatte dem Kapitän Geld gezahlt, damit er ein Auge auf die Kleine hatte und der Brief abgeliefert wurde.
Mit rosa Taftschleife, die auch noch schief im gelockten Haar saß und kariertem Reisekleid stand Sina neben ihrem Sitz und grinste lausbübisch. „Ich bin ihr nur verloren gegangen. Aber dank Ihnen habe ich sie ja wieder gefunden. Mister …?“ Wieder fragte sie nach dem Namen des unbekannten Herrn und bekam als Antwort nur das Lächeln eines Piraten, kurz bevor er ein Schiff entert.
Ein leichter Schatten fiel über Katies Gesicht, die sich immer noch schlafend stellte. „Oh, Schwesterchen schläft“, Sina sprach mit unschuldiger Kinderstimme. „Dann will ich sie nicht wecken.“
Sie reichte dem Mann die weiß behandschuhte Hand. „Vielen Dank für Ihre Hilfe“, zwitscherte sie ganz die wohlerzogene junge Dame. Der Kerl stieg über ein paar auf dem schmutzigen Boden spielende Kinder war gleich darauf in der Menge verschwunden.
Sina zwängte sich neben Katie auf die Polster und streifte die Handschuhe ab.
„Glaubtest du ernsthaft, dass du mich so einfach loswirst?“ Sie kicherte belustigt.
Katie stöhnte enerviert auf. „Sina, ich wollte dich nicht los werden, sondern einfach nur das Beste für dich und das kann nicht die Prärie oder irgendein gottverlassenes Nest im wilden Westen sein. Kannst du das nicht verstehen?“
„Du redest genau wie mein Vater“, zornig riss Sina die alberne Taftschleife aus dem Haar. „Er war auch der Meinung, wenn er mich zwingt, einen Mann zu heiraten, den ich nicht liebe, wäre es das Beste für mich. Aber Hauptsache, er hat Titel und Vermögen, selbst wenn er dumm wie ein Esel ist.“
Sie verschränkte die Arme vor der Brust und starrte trotzig auf ein Geschwisterpärchen mit strohblondem Haar und schmutzigen Gesichtchen.
Katie legte den Arm um die Freundin und drückte sie in schwesterlicher Manier an sich. „Meine Zukunft ist ungewiss und ich kann dir nicht viel mehr bieten.“
„Ich brauche weder weiche Daunen, noch jeden Tag Schmorbraten“, versicherte Sina schmollend.
„Wir werden viele Meilen durch wildes Indianerland reisen müssen, auch wenn wir uns einem Treck anschließen können, sind die Roten nicht ungefährlich“, warnte Katie.
„Sollen sie nur kommen“, versicherte die Freundin und machte es sich in den steifen Polstern bequem. „Ich kann ziemlich gut schießen.“
Auf den fragenden Blick der Freundin erklärte sie: „Mein Vater hat mich früher oft mit zur Jagd genommen.“
Katie ließ sich geschlagen seufzend in die Polster sinken. Dieses sture Kind war nun ihre treue Wegbegleitung und Katie wusste nicht, ob sie weinen oder sich freuen sollte. „Sag mal, wie bist du eigentlich vom Schiff entkommen. Immerhin habe ich dich persönlich dort abgegeben und der Kapitän hat dich in der Kajüte eingesperrt?“
„Kinderspiel. Haarnadeln sind ja schon eine schöne Erfindung.“ Sie lachte fröhlich und ihre kornblumenblauen Augen sprühten. „Ach, ehe ich es vergesse. Ich habe dir ja noch etwas mitgebracht.“ Aus dem kleinen Beutel, den sie bei sich trug, zog sie ein Buch. „Die beiden hast du wohl vermisst.“
Katies Augen leuchteten auf als sie die Aufschrift las. Romeo und Julia.
„Ich hatte es doch zuletzt gelesen“, fügte Sina als Erklärung hinzu.
 
4.Teil

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



Werkeverzeichnis

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #2 |

RE: Könige der Prärie - 3. Teil
Hallo Persephone,

fast hatte ich schon erwartet, dass der Neuanfang nicht gerade mit Reichtum beginnt. Icon_ugly

Den Brandy hatte Sina in ihrem Gepäck, nehme ich an? Sie scheint jedenfall sehr modern dauf zu sein. Ich frage mich schon ein Bisschen, wo sie ihre Eigenständigkeit gelernt hat. Dass sie sogar den richtigen Zug erwischt, immer noch lacht - sie muss ein für ihre Zeit sehr ungewöhnliches Mädchen sein. Was für eine Verschwendung, sie einfach zu verheiraten wie eine Normhausfrau!

Katie kämpft also zwischen den Fronten von Gefühl und Verstand. Sie hasst ihren Vater, sucht ihn nur aus Vernunft. Insofern kann man ihr nur wüschen, dass sie unterwegs irgendwo hängen bleibt. Nun denn, die Indianer dazu hast du ja bereits angekündigt. Jetzt lass mal schnell den Zug entgleisen ... auch wenn ich Teil 4 wohl erst moren lesen werde.

Zu den Tippfehlern:

Zitat:eine Familie oder etwas anderes passendes
Müsste etwas Passendes nicht groß sein?

Zitat:Der Geruch von bratenden Fleisch
von dem bratenden, also von bratendem Fleisch.

Zitat:„Bist du verletzte?“
Das letzte "e" kannst du für später aufheben. Icon_wink

Zitat:versank in einen dichten Nebel
in einem dichten Nebel

Zitat:einfach so mit in die Vereinigten Staaten mitgenommen hatte
Ein "mit" ist überflüssig.

Zitat:Das Gewirr aus vielen verschiedenen Sprachen und Dialekten lullten sie einen leichten Schlummer.
Besser fände ich "lullten sie in einen leichten Schlummer".

Zitat:Mit [...] karierten Reisekleid stand Sina neben ihrem Sitz[quote]
mit dem karierten, also mit kariertem Reisekleid.

[quote]aus dem Haar. „er war auch der Meinung
Der Punkt sollte ein Komma sein, oder? Ansonsten bitte in Groß weiter.

Zitat:mit strohblonden Haar
mit strohblondem Haar

Zitat:Auf den fragenden Blick der Freundin erklärte sie:“ Mein Vater hat
Der Fluch der verschobenen Leerzeichens: Dein Schreibprogramm hat gleich mal das Anführungszeichen nach oben geschoben. Icon_wink

Frohe Ostern
coco


Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #3 |

RE: Könige der Prärie - 3. Teil
Guten Morgen Coco,

Recht vielen Dank für deine Treue. Ja, diese verflixten Tippfehler und es sind immer die gleichen. Werde ich gleich nachher verbessern. Ich frage mich, ob mein Schreibprogramm schläft?  Icon_confused

Wenn die beiden Mädchen mit viel Geld unterwegs gewesen wären, wäre das ja langweilig geworden. Bisschen Spannung musste ich erzeugen.  Icon_smile

Zitat:Den Brandy hatte Sina in ihrem Gepäck, nehme ich an? Sie scheint jedenfall sehr modern dauf zu sein. Ich frage mich schon ein Bisschen, wo sie ihre Eigenständigkeit gelernt hat. Dass sie sogar den richtigen Zug erwischt, immer noch lacht - sie muss ein für ihre Zeit sehr ungewöhnliches Mädchen sein. Was für eine Verschwendung, sie einfach zu verheiraten wie eine Normhausfrau!
Sina wurde ziemlich locker erzogen für ein Adelsmädchen ihrer Zeit und hatte viele Freiräume. Ihr Beinahe-Ehemann hat eben viel Geld und einen Titel und Sinas Vater zog die Daumenschrauben an. Sie war auch vorher schon eigenständig, sonst wäre sie ja nicht weg gerannt, sondern hätte getan, was man von ihr verlangte. Sie ist eben verängstigt, weil sie so ganz allein unterwegs ist, aber da sie ja immer auf Katie zählen kann, fürchtet sie sich nicht. 
Ich wollte, dass sie eine literarische Wandlung durchmacht.

Dir und deiner Familie auch frohe Ostern

Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



Werkeverzeichnis

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #4 |

RE: Könige der Prärie - 3. Teil
Noch etwas fiel mir ein: Warum verwirft Katie den Hinweis ihres Onkels, dass ihr Vater in Roswell wohnen würde? Sie sucht ihn in Santa Fe wegen dem Poststempel, obwohl er dort auch nur durchgereist sein kann. Stand im letzten Brief, dass er Roswell verlassen würde?


Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #5 |

RE: Könige der Prärie - 3. Teil
Guten Morgen Coco,

Zitat:Noch etwas fiel mir ein: Warum verwirft Katie den Hinweis ihres Onkels, dass ihr Vater in Roswell wohnen würde? Sie sucht ihn in Santa Fe wegen dem Poststempel, obwohl er dort auch nur durchgereist sein kann. Stand im letzten Brief, dass er Roswell verlassen würde?


Von Santa Fe hat ihr Vater immer die Briefe abgeschickt, wenn er mal einen geschrieben hat und Santa Fe ist auch die nächstgrößere Stadt.

Gruß Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



Werkeverzeichnis

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #6 |

RE: Könige der Prärie - 3. Teil
Hallo Persi,
 
auf zum Dritten. Icon_smile
 
Zitat: Katie hatte lange nachgedacht. Sie war eine nicht unvermögende junge Frau. Sie konnte sich ein Haus oder eine kleine Farm kaufen, wenn sie wollte und als Mitgift in eine Ehe bringen. Stattliche Farmerssöhne, die auf der Suche nach einer passenden Ehefrau mit entsprechenden finanziellen Mitteln waren, sollten auch hier in der Neuen Welt zu Genüge vorhanden sein. Die eigene Tochter in den Armen zu halten, welche Frau träumte nicht davon. Rasch verwarf die den Gedanken. Sie war nicht in die Fremde gegangen, um die Mauern des Klosters gegen die Ketten der Ehe zu tauschen.
 
Das ist jetzt reine Gefühlssache von mir: Aber denkt Katie nicht zu praktisch? Sie ist ihr ganzes Leben nur im Kloster gewesen, dort groß geworden und kennt das Leben „außerhalb“ praktisch gar nicht. Ich könnte mir vorstellen, das ihr das Leben allein, auch noch in einem fremden Land, mehr Angst machen müsste. Auch wenn sie genug Geld dabei hat. Gerade als Frau, war das damals bestimmt nicht ungefährlich allein unterwegs zu sein. Auch wenn Katie sehr taff ist, ist sie auch klug genug, um sich über die negativen Seiten dieser Reise Gedanken zu machen, finde ich. Icon_confused
 
Zitat:Wenigstens für eine Weile, bis sie eine Anstellung als Zofe oder Gouvernante gefunden hatte, wollte sie bei ihm leben. Nach all den Jahren im Kloster und ohne die Geborgenheit einer Familie, schuldete er ihr diesen einen Gefallen.
 
Ui, da hat sie ja schnell ihre Meinung geändert. Klar, nun ohne Geld ist alles anders. Aber ich finde, sie sollte hier eben auch die Entscheidung genau daran festmachen. Also: Ich hab kein Geld, also muss ich zu Daddy, weil ich sonst keinen kenne. Das wäre für mich nachvollziehbarer, weil sie aus der Not heraus handelt, als diese plötzliche Meinungsänderung. Du müsstest hier ja nur den zweiten Satz weglassen. Icon_wink
 
Zitat:Der Kerl stieg über ein paar auf dem schmutzigen Boden spielende Kinder war gleich darauf in der Menge verschwunden.
 
Hier fehlt ein „und“.
 
Und schon bin ich wieder durch. Du schreibst wirklich wunderbar flüssig, sodass ich es kaum merke, wie die Seiten dahinschmelzen (wie der Schnee draußen, der das auch mal machen sollte). Ja, hier macht sich Katie mal mehr Gedanken um Sina, es ist nachvollziebar, dass sie die jüngere zurückschicken will. Nur halt das mit Katies Vater würde ich zunächst mal nur mit der finanziellen Seite begründen, aber das hab ich ja oben ja schon erklärt. Was ich von Sina halten soll, weiß ich noch nicht. Sie wirkt viel jünger, als sie scheinbar ist und Katie wirkt dafür etwas älter. Aber das ist okay, sie hat ja sicher eine gute Schule im Kloster besucht und das Leben war dort sicher nicht einfach. Icon_wink
 
Bin gepsannt, wie es weitergeht.

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #7 |

RE: Könige der Prärie - 3. Teil
Hallo Lady zum Dritten,

Zitat:Das ist jetzt reine Gefühlssache von mir: Aber denkt Katie nicht zu praktisch? Sie ist ihr ganzes Leben nur im Kloster gewesen, dort groß geworden und kennt das Leben „außerhalb“ praktisch gar nicht. Ich könnte mir vorstellen, das ihr das Leben allein, auch noch in einem fremden Land, mehr Angst machen müsste. Auch wenn sie genug Geld dabei hat. Gerade als Frau, war das damals bestimmt nicht ungefährlich allein unterwegs zu sein. Auch wenn Katie sehr taff ist, ist sie auch klug genug, um sich über die negativen Seiten dieser Reise Gedanken zu machen, finde ich.
Sie ist sehr praktisch und ich sollte das entschärfen, aber wie gesagt, sie konnte sich im Kloster nur schwer einfügen. Vielleicht sollte ich das hier erwähnen und auch dass sie sich nicht einem Mann unterwerfen will. Sie ist sehr freiheitsliebend. 

Zitat:Ui, da hat sie ja schnell ihre Meinung geändert. Klar, nun ohne Geld ist alles anders. Aber ich finde, sie sollte hier eben auch die Entscheidung genau daran festmachen. Also: Ich hab kein Geld, also muss ich zu Daddy, weil ich sonst keinen kenne. Das wäre für mich nachvollziehbarer, weil sie aus der Not heraus handelt, als diese plötzliche Meinungsänderung. Du müsstest hier ja nur den zweiten Satz weglassen.
Nach meiner Ansicht ist das genauso beschrieben. Vielleicht sollte ich den zweiten Satz etwas härter umändern?  Icon_confused

Lady, dein Lob geht runter wie flüssiger Honig. 

Liebe Grüße Persephone

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



Werkeverzeichnis

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #8 |

RE: Könige der Prärie - 3. Teil
Nur kurz:

Zitat:Nach meiner Ansicht ist das genauso beschrieben. Vielleicht sollte ich den zweiten Satz etwas härter umändern?  [Bild: icon_confused.gif]

Ja, du hast es schon so beschrieben, dass ich verstehe, dass sie aus der Geldnot heraus den Vater suchen will. Aber der zweite Satz könnte noch mehr deutlicher machen, dass sie jetzt von ihm einen Gefallen einfordern will. Ich glaube es wäre klug, wenn sie ihm an dieser Stelle deutlicher den Vorwurf macht, dass er an der ganzen Situation schuld ist. Icon_wink Auch hier: Ein, zwei Sätze würden mir schon genügen. Icon_smile

Liebe Grüße,
Lady

Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht. -Leonardo da Vinci-
Wörterwelten

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Beitrag #9 |

RE: Könige der Prärie - 3. Teil
Jetzt habe ich es kapiert.  Doh Wird notiert  Write, Chefin

Den Stil verbessern, das heißt den Gedanken verbessern

(Friedrich Nitzsche)



Werkeverzeichnis

Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Deutsche Übersetzung: MyBB.de, Powered by MyBB, © 2002-2020 MyBB Group.

Design © 2007 YOOtheme